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Was ist Atemtherapie?

 
Die Atemtherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Physiotherapie bei Säuglingen und
Kindern. Sie besteht aus verschiedenen aktiven und passiven Maßnahmen zur
Verbesserung der Belüftung beider Lungen mit dem Ziel die größtmögliche Aufnahme von
Sauerstoff zu erreichen. In der Atemtherapie kommen verschiedene Techniken zum
Einsatz, die sowohl passiv (durch den Therapeuten) als auch als auch aktiv (durch den
Patienten) durchgeführt werden können..
 
Ziele der Atemtherapie
 
Mit der Atemtherapie wird versucht dem Patienten auf vielfältige Weise eine voll
ausreichende Belüftung der Lungen zur verbesserten Aufnahme von Sauerstoff zu
ermöglichen.
Die Wirkung der Maßnahmen im Einzelnen sieht wie folgt beschrieben aus:
 
 Vergrößerung der Atemzugtiefe und damit Intensivierung der Atmung
 Abtransport von Schleim und dessen Entfernung = Förderung der Sekretmobilisation
 Steigerung der körperlichen Belastbarkeit
 Förderung von Koordination und Bewegungsfreude
 Verbesserung der Haltung
 
Die Atemtherapie definiert ein sog. therapeutisches Konzept, welches aus der Verordnung
des Arztes, den Bedürfnissen des Patienten und der Zusammenarbeit mit dem Patient
bzw. den Eltern entsteht. Dabei verfolgt der “Atemtherapeut“ Nahziele und ggf. auch
Fernziele in seiner Behandlung. Das Erlernen einer adäquaten „Atemschulung“ und die
Erarbeitung der “Selbsthilfetechniken“ ist das wichtigste Ziel der Atemtherapie. Auch
psychische Faktoren wie z.B. eine deutliche Angstminderung im Moment eines „Anfalls“
bei Asthma sind wesentliche Aspekte in der erfolgreichen Anwendung der Atemtherapie.

Bei Säuglingen und Kleinkinder sollte man erst einmal mit der
Kontaktatmung und der Atemlenkung beginnen.

Am Besten man nimmt sich das Kind auf den Schoß und nimmt selber
eine gemütliche und angenehme Sitzposition ein. Ich finde es sehr
vorteilhaft, wenn das Kind entweder auf den Knieen liegt, so kann
man es gut beobachten; oder man legt es sich auf bzw. an seinen
Bauch und unterstützt so die Sitzposition des Säuglings.

Nun legt man seine Hände ganz entspannt zuerst auf den Bauch und
dann auf die Rippen und geht mit dem Atemrhythmus den das Kind
vorgibt mit und übt einen ganz leichten Druck bei der Ausatmung
aus, denn so wird die erneute Einatmung etwas vertieft. (dies macht
man nun für ein paar Minuten) Wichtig ist hierbei, wenn man einen
Hustenreiz bei dem Kind spürt, die Hände auf der Brust, Bauch
lassen um den Hustenreiz zu unterstützen und es nicht zum
Kollabieren der Alveolen kommen zu lassen.

Ein weitere Ausgangstellung wäre, das Kind auf dem gr.


Gymnastikball zulegen oder es einfach auf die überschlagenen Knie
zu legen (entweder den Kopf oder den Po leicht nach unten::)

Eine zweite Alternative wäre die Seitlage des Kindes und hier den
oberen Arm leicht über den Kopf nehmen so kommt es zu einer
leichten Dehnung der Flanke.

Ebenso sollten die Intercostalräume Zwischenrippenräume mit den


Fingern ausgestrichen werden … (vergl. Einen Gartenrächen)

Ein gutes Ziel bzw. einen guten Therapieerfolg erreicht man, wenn
man diese Therapie in Kombination mit der Inhalation durchführt…