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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

Giancarlo Tarozzi - Maria Pia Fiorentino

Calligaris
Vorläufer einer neuen Ära
Mit einer Einführung von Hellmuth Hoffmann

VGM Verlag für Ganzheitsmedizin

Vorwort des Herausgebers


Anfang 1970 war es selbst für Ärzte schwer, umfassende Informationen über die Heilmethode
"Akupunktur" zu bekommen. Viele hatten von dieser Methode überhaupt noch nichts gehört.
Dies hat sich grundlegend geändert. Die "Akupunktur" ist eine anerkannte Heilmethode geworden.
Es ist zu hoffen, daß mit der Herausgabe dieses Buches über die Entdeckung der Haut-Plaques von
Calligaris eine ähnliche Entwicklung in Gang gesetzt wird wie bei der "Akupunktur".
Beide Systeme, "Akupunktur" und die Hautplaques von Calligaris, erfordern ein Umdenken sowohl
vom Arzt als auch vom Patienten. Diese Systeme zeigen, wie man sich aus der Befangenheit der
Materie befreien kann. Sie entsprechen unserem heutigen Zeitgeist.
Essen 1981
Vorwort des Herausgebers zur 2. Auflage
10 Jahre sind seit der l. Auflage dieses Buches vergangen und sie ist restlos vergriffen. Die vielen
Anfragen und Bestellungen machen eine Neuauflage dringend erforderlich.
Der Herausgeber kommt der Nachfrage gerne nach, nicht nur aus wirtschaftlichem Interesse, sondern
es ist ihm ein persönliches Anliegen eine Methode zu verbreiten, die es dem einzelnen Menschen
ermöglicht, Antworten auf die Herausforderungen zu bekommen, die der Menschheit in den
kommenden Tagen bevorstehen.
Mit der Technik, die uns Calligaris geschenkt hat, scheint es möglich zu sein - Yogananda spricht in
seinem Buch "Die Autobiographie eines Yogi" darüber - Einsichten über die Essenz des Menschen zu
gewinnen, die unzweifelhaft göttlich ist.
Neben den vier Essenzen Feuer, Erde, Wasser und Luft dieser Welt ist die göttliche Essenz die
QUINTESSENZ, die uns alle verbindet, die uns ALL-EINS werden läßt...
Essen 1991

CALLIGARIS, VORLÄUFER EINER NEUEN ÄRA

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

von Giancarlo Tarozzi und Maria Pia Fiorentino


Das erste Buch über den Entdecker der Hautplaques, die bei entsprechender Reizung zu
außersinnlichen Wahrnehmungen führen.
Vorwort
Bedrückt vom unverantwortlichen Verhalten der Politiker und Militärs schlössen sich während des
Zweiten Weltkrieges zahlreiche Menschen zu Gruppen zusammen, um im Rahmen einer neuen
Dimension an etwas Höheres glauben zu können. In diesen Gruppen beschäftigte man sich mit den
verschiedensten Theorien, die sich jenseits der Grenzen der schulwissenschaftlichen Doktrinen und
Dogmen befanden, und die von der Hellseherei über Reinkamation und Seelenwanderung bis hin zu
den Forschungsarbeiten von Professor Calligaris reichten. Die intensive Beschäftigung mit all diesen
spiritualistischen Theorien führte schließlich zum Entstehen eines kollektiven Unterbewußtseins
gegenüber grenz-wissenschaftlichen Phänomenen wie beispielsweise dem der UFOs oder der
Parapsychologie.
In den insgesamt neunzehn Büchern von Calligaris war eine unübersehbare Vielzahl an Hinweisen
und Überlegungen enthalten, die, schwankend zwischen Wissenschaft und Utopie, einen
Zusammenhang mit all diesen Theorien aufwiesen. Aber die Menschen waren zu sehr beschäftigt und
abgelenkt, um in den dicken Wälzern Calligaris' nachzulesen.
In jener Zeit gab es auch eine Reihe von Persönlichkeiten, die gemeinsam versuchten,
Lösungsformeln für die großen, unsere Welt bewegenden Probleme zu finden. So auch für das
immense, nach wie vor beständige Problem der menschlichen Teilnahmslosigkeit. Eine besondere
Erwähnung verdient in diesem Zusammenhang Ing. Carlo Curti (1884-1952), Theosoph und
Freimaurer, der bereits einige Jahre zuvor die A. U. M.-Idee (Azione Unilaria Mondiale =
Welteinheits-aktion) ausgearbeitet und im November 1935 den politischen Behörden der Schweiz
vorgelegt hatte. Unter den zahlreichen

Persönlichkeiten, die für eine Realisierung des A. U. M.-Gedankens eintratein, befand sich auch
Professor Calligaris. Ziel dieser Welteinheitsaktion war es, die menschlichen Probleme auf
wissenschaftlicher und technischer Basis zu lösen.
Nach Ende des Weltkrieges griff Ing. Curti sein anspruchsvolles Projekt wieder auf und präsentierte
es, unterstützt von den Theosophen, den Regierungen der wichtigsten Nationen. Aber auch diesmal
wollte sich kein Nährboden dafür finden, zu groß waren die Gleichgültigkeit, das Unverständnis, die
Inkompetenz und die Dummheit der angesprochenen Politiker. Lediglich die Botschaft der UdSSR in
Bern interessierte sich näher für das Projekt und bat um Zusendung des gesamten Materials in
französischer Sprache, insbesondere der Unterlagen bezüglich der Staatsorganisation OMARCAT
und der Weltwährungseinheit LABOR. Ich selbst wurde von Ing. Curti damit beauftragt, nach Bern zu
fahren und dem sowjetischen Kulturattache das überaus komplexe A. U. M.-Projekt im Detail zu
erläutern. Ich habe den Namen dieses sowjetischen Funktionärs mittlerweile vergessen, aber ich
erinnere mich noch äußerst gut daran, mit welch großer Geduld und Verständnisbereitschaft er sich
des utopischen, vielleicht nie realisierbaren Idealtraumes des Ing. Curti annahm. Er versprach mir,
alle Unterlagen ins Russische übersetzen zu lassen, um sie dann, begleitet von einem ausführlichen
Empfehlungsschreiben, nach Moskau weiterzuleiten. Als Gegenleistung bat er mich. ihm alle von
Giuseppe Calligaris geschriebenen Bücher und Abhandlungen zu besorgen. Dabei zeigte er mir die
diesbezüglichen Anfragen zweier wichtiger sowjetischer Universitäten, der Moskauer Crdena Eenina
Gosudarstwennij Universität sowie der Sredneasiatskij Universtät von Taschkent.

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

So kam es schließlich dazu, daß das Werk Calligaris' vollständig ins Russische übertragen und an den
sowjetischen Universitäten bekannt wurde, während es im ganzen Westen, selbst in Italien, heute noch
nahezu ignoriert wird.
Die Diplomaten der sowjetischen Botschaft in Bern wurden ausgewechselt, und so konnten wir nie
erfahren. welche Reaktionen das A.U.M.-Projekt in Moskau hervorgerufen hat. Durch einige Jahre
hindurch erhielt ich aber noch zahl-reiche Briefe seitens sowjetischer Wissenschaftler, speziell von
den zentralasiatisciien Universitäten, mit Detailfragen

zur Forschungsarbeit von Calligaris. Dies gab letztlich den Ausschlag dafür, daß ich mich immer
mehr mit dem Werk dieses modernen "Zauberlehrlings", wie sich Calligaris einmal in einem seiner
Schreiben an einen französischen Forscher selbst genannt hatte, zu beschäftigen begann.
Die von Giuseppe Calligaris geleistete Pionierarbeit wird erst dann als solche anerkannt werden,
wenn der Mensch eine völlig neue Bewußtseinsebene erreicht haben wird. Alles im Bestehenden ist
vibrierende Energie, und die bioenergetische Transmutation, die ununterbrochen im Kern der Zelle
vor sich geht, entwickelt gradweise unser Bewußtsem bis hin zur Herausbildung der reinen
Intelligenz, deren Aktivität von der Ebene der subatomaren Teilchen ausgeht. Dies ist der Prozeß, der
das bestimmt, was wir heute Evolution nennen, und deren Auswirkungen wir wohl kennen, nicht aber
deren Ursachen.
Bernardino del Boca
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Einleitung
Als die Amerikaner im Jahre 1945 von Sizilien aus große Teile Süditaliens besetzten und der Krieg
mit dem unaufhaltsamen Vordringen der alliierten Truppen in eine entscheidende Phase getreten war,
folgte diesen ein Sonderkommando des US-Secret-Service, das mit einer der ungewöhnlichsten
Missionen des II. Weltkrieges betraut war. Seine einzige Aufgabe bestand nämlich darin, in den
Buchhandlungen der besetzten Teile Italiens nach Restbeständen von Büchern zu fahnden, deren
Autor Prof. Dr. Giuseppe Calligaris war.
Außer einer Reihe medizinischer Bücher hatte Calligaris im Laufe der Jahre insgesamt neunzehn
umfangreiche Werke publiziert, worin die wohl erschöpfendste Beschreibung Tausender von
Experimenten enthalten ist, die das Hervorrufen unterschiedlichster parapsychologischer Phänomene
in allen Einzelheiten ausführlich erläutern: Von der Telepathie bis zur Präkognition, vom
Gedankenlesen und Hellsehen bis zur Bi-lokation, um nur einige wenige aufzuzählen.
Das vorliegende Buch enthält die knappe Zusammenfassung einer Anzahl solcher von Calligaris
durchgeführten Versuche. Ihre Beschreibung gibt darum lediglich einen kleinen Ausschnitt aus der
kaum übersehbaren Vielfalt der Experimente, die der Italiener mit umsichtiger Sorgfalt vorbereitete
und nach streng wissenschaftlichen Maßstäben durchführte. Dennoch ist die hier getroffene Auswahl
ungemein informativ, denn sie umfaßt niemals zuvor aufgezeichnete Experimente, die von jedermann
nachvollzogen werden können, der sich ernsthaft mit dem darin hinterlassenen Gedankengut vertraut
macht.
Calligaris entdeckte auf der Oberfläche der menschlichen Haut optisch nicht wahrnehmbare
Reizpunkte, deren Stimulierung die in jedem Menschen schlummernden Gaben zum Erleben
paranormaler Phänomene erweckt. In diesem Zusammenhang möchte ich nachdrücklich betonen, daß

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diese Reizpunkte nicht die bekannten Akupunkturpunkte sind. Von Calligaris wurden sie Plaques
genannt. Er beschreibt sie als kleine geometrische Figuren unterschiedlichster Art und Größe, die
vielfach ineinander verschlungen mit der Haut verwoben sind. Mit einiger Übung gelingt aber ihre
genaue Lokalisierung verhältnismäßig mühelos.
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Was allerdings damals die Amerikaner veranlaßt hatte, mitten im Kriege ein Sonderkommando ihres
Geheimdienstes für die bis zum Jahre 1945 andauernde Razzia nach Büchern von Calligaris
einzusetzen, gehört zu den vielen niemals völlig geklärten Geheimnissen, die mit diesen Büchern
zusammenhängen. Jedenfalls waren die Buchhändler froh darüber, auf diese Weise für ihre schon
verstaubten Ladenhüter, die niemand wollte, entschlossene Abnehmer zu finden, die dazu ohne langes
Feilschen in Dollars bezahlten.
Schon in den Jahren vor dem Kriege hatte Calligaris mit seinen Büchern immer nur unbedeutende
Auflagen erreicht und von Zeit zu Zeit mußte er sich nach einem neuen Verleger umsehen, weil die
Bücher dem bisherigen Herausgeber unrentabel erschienen. Obschon Calligaris in den dreißiger
Jahren mit seinen verblüffenden Experimenten an verschiedenen Universitäten und in der
Öffentlichkeit Aufsehen erregte, kamen diese den Italienern eher unheimlich vor. Über metaphysische
Phänomene herrschten nur unklare Vorstellungen. Die abergläubigen Italiener sahen in diesen
Experimenten vor allem schwarzmagisches Zauberwerk und in Calligaris selber einen "Stregone"
(Hexenmeister). Irgendwelche Popularität war darum diesem und seinen Büchern zu keinem
Zeitpunkt beschieden.
Um so mehr muß man sich deshalb fragen, welches Interesse die Amerikaner ausgerechnet an
Büchern hatten, die in Italien nur von ein paar Insidern beachtet wurden und im übrigen niemals in
andere Sprachen übersetzt worden sind. Beinahe zwangsläufig erhebt sich damit eine weitere Frage:
Auf welche Weise hatten die Amerikaner überhaupt etwas über Calligaris erfahren? In Kreisen der
Wissenschaftler seines Heimatlandes galt er gerade wegen seiner "verrückten" Experimente als
"Outsider", den niemand mehr ernst nahm und worüber zu diskutieren sich nicht lohnte.
Offensichtlich waren die Amerikaner völlig gegenteiliger Ansicht und man muß sich verblüfft fragen,
welche Fakten zu dieser Auffassung geführt hatten, vor allem aber auch, durch welchen Umstand sie
ausgelöst worden war. Obschon man bei dem Versuch, auf diese Fragen eine Antwort zu finden, auf
Mutmaßungen angewiesen ist, gibt es dennoch eine Reihe von Tatbeständen und Gegebenheiten, die
solchen Überlegungen ein festes Gerüst verschaffen.
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Eine davon ist die Tatsache, daß sowohl bei den Achsenmächten als auch bei den Alliierten der Krieg
nicht nur in erbarmungslosen Materialschlachten unvorstellbarer Dimensionen ausgetragen wurde,
sondern beiderseits auch auf einer mit strengen Geheimhaltungsvorschriften umgebenen Ebene
stattfand, die man getrost als "okkulte Kriegsführung" bezeichnen kann. Astrologen, Pendler,
Hellseher, spiritistische Medien und sogar Tattwa-Forscher hatten in den militärischen Planungen der
kriegsführenden Mächte ihren festen Platz.
Es konnte nicht ausbleiben, daß auch die Spionagetätigkeit in diesen Sektor eindrang. Darum wurde
die Bücherjagd auch bis zum Jahre 1945 im ganzen Territorium des Stiefellandes fortgesetzt.
Es sollte nämlich verhütet werden, daß die Sowjets möglicherweise aus den Forschungsergebnissen

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von Calligaris ebenfalls profitierten. Obschon zwar die Sowjet-Union während des II. Weltkrieges
Mitverbündeter der Alliierten war, verheimlichte man ihr argwöhnisch alle eigenen Überlegungen und
Erkenntnisse, während die Spionagetätigkeit der Sowjets in den USA gleichzeitig
besorgniserregenden Charakter angenommen hatte. In den industriellen Zentren der USA mit
kriegswichtigen Fertigungen, wie beispielsweise in Los Alamos, wo fieberhaft an der Entwicklung der
Atombombe gearbeitet wurde, steigerte sich die Furcht vor sowjetischen Spionen bis zur Hysterie.
Jeder beargwöhnte jeden und einer beobachtete heimlich den anderen. Beamte der Spionage-Abwehr
unterzogen viele führende Kräfte in Los Alamos stundenlangen Verhören und das Mißtrauen nahm
zum Teil groteske Formen an.
Aus dieser Sicht wird erklärlich, daß man den Sowjets mit der Jagd auf Calligaris-Bücher
zuvorkommen wollte. Wenngleich den Amerikanern das im großen und ganzen geglückt zu sein
scheint, hatten die Sowjets dennoch Wind von dieser Aktion bekommen. Auf welche Weise sich diese
ebenfalls Bücher von Calligaris beschaffen konnten, erfährt man von Bernardino del Boca im Vorwort
dieses Buches. Unter dem Vorwand, eine "Welteinheitsaktion" fördern zu wollen, die einige
verschwärmte aber wirklichkeitsfremde Theosophen und Freimaurer zu realisieren hofften, hatte der
damalige Kulturattache der Sowjet-Botschaft in Bern einige Anhänger dieser
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utopischen Bewegung dazu veranlassen können, eine Art Calligaris-Bücher-"Nachlese"


durchzuführen, der auch ein gewisser Erfolg beschieden war.
Jedenfalls wissen wir aus dieser Quelle, daß die von Calligaris begonnenen Experimente in der
Sowjet-Union weitergeführt werden. Sie fallen in den Rahmen jener auf streng wissenschaftlicher
Grundlage basierenden Forschungen der Psychotronik, die dort an wenigstens 23 größeren Instituten
durchgeführt und staatlich unterstützt werden. Da man indes im Westen niemals etwas über daraus
resultierende Ergebnisse hörte, kann man annehmen, daß sie in die Geheimarchive der Militärs
gewandert sind.
Demgegenüber läßt sich aus einer Reihe von Anhaltspunkten der Schluß ziehen, daß keinem der
US-Geheimdienst-Experten, die sich mit dem Inhalt der in hektischer Betriebsamkeit
zusammengetragenen Calligaris-Bücher befaßten, auf die Idee kam, die dort beschriebenen
Experimente selber nachzuvollziehen oder wissenschaftlichen Instituten zur weiteren Auswertung zu
übergeben. Ob sich später, nachdem einiges über die weiteren Untersuchungen an Eorschungsstätten
und Universitäten der Sowjet-Union durchsickerte, daran etwas änderte, ist nicht bekannt geworden.
Diese Möglichkeit darf man dennoch nicht völlig ausschließen.
Es wäre nun noch zu untersuchen, durch welchen Umstand die Aufmerksamkeit des
US-Geheimdienstes überhaupt auf die Bücher von Calligaris gelenkt worden war. Dabei ist man zwar
ebenfalls auf Vermutungen angewiesen, die jedoch gleichfalls durch greifbare Fakten untermauert
werden können. Als die Alliierten ihre Pläne für die Invasion in Sizilien vorbereiteten, um von da aus
ganz Italien aufzurollen, erinnerten sie sich einer seit dem vorigen Jahrhundert bestehenden
Machtorganisation, die in Italien "Ehrenwerte Gesellschaft" genannt wird und als "Mafia" den Ruf
eines Staates im Staate genießt.
Da im Kriege alle Mittel recht sind, überlegten die Alliierten, inwieweit sie die Ziele ihrer
Kriegsführung mit den Interessen der Mafia verknüpfen könnten, um sie als Verbündete zu gewinnen.
Als bestes Argument erwies sich das Versprechen, die von der Mafia angestrebte Autonomie Siziliens
zu unterstützen.

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Während der Vorbesprechungen zwischen den amerikanischen Geheimdienstlern und der


Organisation kam das Gespräch auf bestimmte Mafia-Usancen und damit auch auf die der schwarzen
Magie. Wer sich eingehender mit den Experimenten von Calligaris befaßt hat weiß natürlich, daß
manche davon ausgezeichnete Möglichkeiten für magische Praktiken bieten. Hierzu muß man wissen,
daß es wohl in keinem Lande Europas so viele Magier, Zauberer, Hexen und Exorzisten gibt, wie in
Italien. Viele unter ihnen sind jedoch Scharlatane, aber ihre geheimnisvoll anmutenden Rituale
kommen den Bedürfnissen der Südländer entgegen. Unter ihnen gibt es aber auch Könner ihres
Faches, über deren Leistungen man sich die erstaunlichsten Wunderdinge erzählt.
Ich will aber auf diesen Punkt nicht weiter eingehen, sondern nur festhalten, daß Calligaris der Mafia
ein Begriff war und darum sein Name in den erwähnten Gesprächen auftauchte. Da diese
Besprechungen Ausgangspunkt kriegsentscheidender militärischer Operationen war, deren hier
geschilderten Hintergründe in den Jahren 1950/51 Gegenstand einer eingehenden Untersuchung durch
einen US-Senatsausschuß wurde, die allerdings im Sande verlief, kann man davon ausgehen, daß der
amerikanische Geheimdienst sein erstes Wissen über Calligaris "Lucky Luciano", dem Mafia-Boss, zu
verdanken hat. "Lucky" konnte freilich nicht ahnen, welches Interesse der Geheimdienst in dieser
Phase des Krieges an den Erkenntnissen Calligaris hatte.
Eines allerdings war den Amerikanern dennoch versagt geblieben: Sie hatten Calligaris nicht mehr
persönlich sprechen können, sosehr dies auch ihr Wunsch gewesen sein mag. Wenige Wochen vor
ihrem Einmarsch in Rom, am 51. März 1944, war der große Gelehrte still und einsam aus dieser Welt
geschieden. Inwieweit die Ergebnisse seiner Experimente vielleicht einmal einer zukünftigen
"okkulten Kriegsführung" ihr Gepräge geben könnten, kann man nur erahnen. Calligaris hatte an
solche Dinge ebensowenig gedacht, wie an die Möglichkeiten schwarzer Magie und ähnlichem
Mißbrauch seiner Erkenntnisse. Vielmehr glaubte er, mit ihnen den Schlüssel zur Harmonisierung des
Menschen mit dem Kosmos gefunden zu haben.
Damit ist die ohnedies von mancherlei geheimnisvollen Geschehen umwitterte Geschichte um die
Bücher von Calligaris
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keineswegs beendet. Zunächst einmal will ich kurz untersuchen, warum nicht einige wesentliche Teile
ihres Inhaltes wenigstens in Fachkreisen außerhalb Italiens bekanntgeworden sind. In der
Bundesrepublik jedenfalls fanden wir nicht einen einzigen Experten der Parapsychologie, dem der
Name Calligaris zum mindesten vom Hörensagen ein Begriff gewesen wäre. In anderen europäischen
Ländern - außer in Frankreich - verliefen unsere Recherchen genauso ergebnislos.
Nur ein einziges Mal fanden wir einen Hinweis in dem 1950 in deutscher Sprache herausgekommenen
Buch von Parama-hansa Yogananda "Autobiographie eines Yogi" (Otto Wilhelm Barth-Verlag,
Weilheim Obb.). Darin heißt es in einer Fußnote: "Die Naturwissenschaften bestätigen auf ihre eigene
Weise die Gültigkeit jener Gesetze, die von den Yogis auf dem Wege der Geisteswissenschaften
entdeckt wurden. So hat man z.B. am 26. November 1934 an der Königlichen Universität in Rom den
Beweis geliefert, daß der Mensch über Fernsehkräfte verfügt: Dr. Giuseppe Calligaris, Professor der
Neurologie und Psychologie, übte auf verschiedene Stellen des menschlichen Körpers einen Druck
aus, worauf die betreffende Versuchsperson eine genaue und ausführliche Beschreibung von Personen
und Gegenständen abgeben konnte, die sich jenseits der Wand befanden. Dr. Calligaris erklärte den
anwesenden Professoren, daß die Versuchsperson in dem Augenblick, da gewisse Hautstellen gereizt

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werden, übersinnliche Eindrücke empfängt, die sie dazu befähigen, auch außer Sichtweite liegende
Gegenstände zu erblikken. Um die Versuchsperson in die Lage zu versetzen, Dinge jenseits der Wand
zu erkennen, drückte Calligaris ungefähr 15 Minuten lang auf eine Stelle rechts des Brustkorbes. Dr.
Calligaris erklärte ferner, daß die Versuchspersonen - sobald gewisse Stellen des Körpers gereizt
werden - Gegenstände aus jeglicher Entfernung erkennen können, ganz gleich ob sie sie vorher
gesehen haben oder nicht."
Einer der Gründe, warum die Bücher von Calligaris niemals über die Grenzen seines Heimatlandes
Italien hinaus bekannt wurden, ist zweifellos die Sprachbarriere. Wären sie in Englisch
niedergeschrieben worden, hätten sie längst die Welt erobert. Sie waren aber zu keiner Zeit in andere
Sprachen übersetzt worden. Als Interessenten für die Experimente von Calligaris kämen vor allem
Parapsychologen in Frage, obschon sie
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genauso für Ärzte, Physiker und andere Wissenschaftler aufschlußreich wären. Die meisten von ihnen
beherrschen jedoch die italienische Sprache nicht.
Selbst in Italien ist der Name Calligaris nur den Insidern geläufig und von diesen haben nur
Vereinzelte die Bücher selber zu Gesicht bekommen oder gar gelesen. Die wenigen aber, die noch
einige Exemplare davon besitzen, hüten sie wie eine Kostbarkeit. Mancher hat darauf einen Kult
persönlicher Prägung aufgebaut oder verwendet das durch die Bücher vermittelte Wissen zur
Durchführung ungewöhnlicher Experimente.
An dieser Situation hat auch die mit fieberhafter Emsigkeit betriebene literarische Razzia des
US-Secret-Service ihren Teil dazu beigetragen. Hinzu kommt, daß nach dem Krieg keiner der Verlage
mehr existierte, bei denen die Bücher herausgekommen waren. Dort aber befanden sich die Matrizen.
aus denen man Neuauflagen hätte anfertigen können. Alle diese Druckstöcke waren in den
Kriegswirren oder bei Bombenangriffen verlorengegangen.
Alles das erklärt das Rätsel um die Calligaris-Bücher jedoch nur zum Teil. Folgen wir darum einmal
den Gedankengängen einiger kluger Köpfe, die über solche Dinge Erwägungen außerhalb
herkömmlicher Anschauungen angestellt haben. So etwa sagte Serge Hutin in seinem Buch
"Unsichtbare Herrscher" (Verlag der Europäischen Bücherei, H.M. Hieronimi, Bonn): "Die Frage, ob
diejenigen, die auf dieser Erde vordergründig Macht besitzen und ausüben, nichts weiter sind als
Puppen, die weitaus Mächtigere, aber im Verborgenen Wirkende tanzen lassen, ist durch Jahrhunderte
hindurch schon oft gestellt worden ".".
Den gleichen Gedanken griff Jacques Bergier in "Livres Mau-dits" auf. Er sieht - genau wie Hutin -
hinter diesen "im Verborgenen Wirkenden" eine mächtige okkulte Oberhoheit, die nicht nur im
Weltgeschehen eingreift, sondern sich auch bei kleineren Aktionen einschaltet, dann z.B., "wenn
bestimmte Bücher zuviel Wissen vermitteln, deren Gedankengut die Menschheit auf eine
Entwicklungsstufe bringen könnte", für die sie den Mächtigen noch nicht reif genug erscheint."Solche
Bücher werden aus dem Verkehr gezogen und ihre Neuauflage verhindert", stellte Bergier fest.
17

In den Schriften von Alice Ann Bailey (1880-1949) ist Hauptthema der darin enthaltenen Lehren
ebenfalls "die Gegenwart einer Hierarchie bewußter Wesen auf Erden, die für die Leitung des
menschlichen Geschicks verantwortlich sind" (Horst E. Miers: "Lexikon des Geheimwissens",

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

Goldmann Sachbücher Nr. 11142), eine Überzeugung, die von den "Fürsten der Mystiker", den
Rosenkreuzlern, geteilt wird.
Mit diesem Hinweis auf die Möglichkeit des Waltens mystischer Hierarchien soll keineswegs eine
endgültige Erklärung für das geheimnisvoll anmutende Verschwinden der Calliga-ris-Bücher gegeben
werden, obschon diese Tatsache nach wie vor bestehen bleibt.
Als Treppenwitz der Geschichte erscheint aus heutiger Sicht der Umstand, daß die 1944
herausgekommene Neuerscheinung eines Buches von Calligaris über Krebsheilung durch einen
Beschluß der Universitäts-Magnifizenz just zu dem Zeitpunkt eingezogen wurde, als die
Geheimdienst-Razzia nach den Calligaris-Büchern auf vollen Touren lief. Die Einziehung erfolgte in
Form einer "Kathedral-Entscheidung" wobei ein peinliches Gefühl zurückbleibt, wenn man erfährt,
daß keiner der Mitglieder des wissenschaftlichen Gremiums das von ihnen diskriminierte Buch auch
nur gelesen hatte (sic!). Der gleiche Ausschuß benutzte die Gelegenheit zu einem weiteren Eselstritt
in Richtung Calligaris und entzog diesem mit einem ultimativen Federstrich seinen Titel als
Universitätsprofessor.
Calligaris selber war bis zu seinem tragischen Hinscheiden fest davon überzeugt, einen göttlichen
Auftrag zu erfüllen. "Meine Arbeit ist für den Fortschritt der Menschheit zu höherer Berufung
notwendig ", schrieb er einmal. In den letzten Jahren seines Lebens sprach er viel von einer "Höchsten
Intelligenz", die allgegenwärtig ist, alles durchdringt und deren Resonanz durch die von ihm
entdeckten Hautpunkte wahrgenommen wird. "Das Universum ist von Schwingungen erfüllt",
erläuterte er dazu. "Die von mir gefundenen Punkte auf der menschlichen Haut spiegeln diese
Schwingungen wider. Damit kann man sagen, daß der Kosmos sich im menschlichen Körper
offenbart ".
Ein Zeitgenosse von Calligaris notierte einmal über dessen Versuche: "Die beschriebenen
Experimente erlauben es bei
18

entsprechender Übung jedem Menschen, in eine Sphäre jenseits von Raum und Zeit zu gelangen."
Dem französischen Nobelpreisträger Charles Richet (1850-1935) war der Name Calligaris
ebensowenig ein Begriff, wie er heute noch den meisten Zeitgenossen ist. Auf einem Symposium der
Physiologen in Edinburgh sagte er einmal ahnungsvoll: "Aus innerster Überzeugung heraus möchte
ich behaupten, daß unsere fünf Sinne nicht die einzigen Erkenntnismöglichkeiten zur Wahrnehmung
äußerer Eindrücke sind. Vielmehr empfängt unsere Intelligenz auch auf anderen Wegen Bruchteile der
Wahrheit und des Wirkens im Kosmos ". Damit sprach Richet divinatorisch die gleiche Erkenntnis
aus, zu der Calligaris auf dem Wege über seine Experimente gelangt war. Prophetisch hatte Richet
damals seinen Worten hinzugefügt: "Die Metaphysik ist zwar noch keine öffentlich anerkannte
Wissenschaft, wird es aber dereinst sein". Diejenigen, die heute noch über sie spotten, werden einmal
genauso beschämt sein wie jene, die über die Chemie lästerten und behaupteten, daß jedes Forschen
nach dem Stein der Weisen illusorisch sei. Was Grundsätze anbelangt, so brauchen wir uns nur an
Lavoisier, Claude Bernhard und Pasteur zu halten, die sich immer und überall auf Experimente
beriefen. Darum begrüßen wir die neue Wissenschaft, die dem menschlichen Denken eine neue
Richtung weisen wird".
Wir hoffen, daß dieses Buch zur Erreichung eines solchen Zieles beiträgt. Wer jedoch die hier
beschriebenen Experimente als eine Art Schnellkursus ansieht, mit dem man sich in wenigen Wochen
zu einem Yogi in Westentaschenformat mausern kann, sollte besser die Finger davonlassen. Die

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

Beschäftigung mit diesen Versuchen ist schon deshalb nicht als ergötzlicher Zeitvertreib zu verstehen,
weil diese die innere Bereitschaft zur seelischen Höherentwicklung voraussetzen. Hinzu käme bei
manchem eine geistige Umkehr, die nicht ohne Einfluß auf das tägliche Leben bleiben kann. Dann
allerdings kann der Mensch sich Erfahrungsbereiche eröffnen, über die er in Dimensionen
einzudringen vermag, die jenseits von Raum und Zeit liegen.
Hellmuth Hoffmann
19

Kapitel 1
Biographisches Porträt von Prof. G. Calligaris
Der Angeklagte wurde in den Saal gerufen.
Der Widerhall seiner Schritte erfüllte die Stille des Raumes. Verwundert und auch ratlos sahen ihn die
Richter an, fast als wollten sie noch rasch den Grund entdecken, der ihn zur Formulierung einer solch
entsetzlichen Häresie verleitet hatte.
"Sie sind sich doch im klaren darüber", begann der Vorsitzende, "was Ihre wiederholten
Behauptungen zwangsläufig zur Folge haben müssen? Sie waren ein talentierter, vielversprechender
junger Mann, der von der Wissenschaft der Medizin als Sohn aufgenommen wurde. Und dann haben
Sie plötzlich damit begonnen, diese Wissenschaft zu verraten, zu verleumden, in Verruf zu bringen.
Ihre Schriften sind ein schwerwiegendes Attentat auf die Stabilität eines Gebäudes, das in
jahrhundertelanger mühseliger Arbeit aufgebaut wurde. Wie kann man bloß die Wissenschaft des
Äskulap mit magischen, okkulten und quacksalberischen Elementen verwässern wollen? Üben Sie
Einsicht und kehren Sie auf den rechten Weg zurück, bevor es zu spät ist!"
"Aber meine Theorien", widersprach der Angeklagte verzweifelt, "sind doch alle nachprüfbar. Auch
hier, jetzt, in diesem Saal können wir es tun. Das müßten Sie doch selbst wissen, wenn Sie meine
Bücher gelesen haben."
"Sie scherzen wohl", kam es schroff vom Vorsitzenden zurück. "Glauben Sie denn wirklich, wir
vergeuden unsere Zeit mit dem Lesen ihrer fünfhundert Seiten langen Schriften, wenn wir doch genau
wissen, welch absurde Behauptungen Sie darin aufstellen?"
Der Angeklagte gibt nicht auf und versucht es nochmals, seine Richter von der Notwendigkeit zu
überzeugen, zumindest einige der vielen von ihm beschriebenen Experimente durchführen zu lassen,
aber die Mauer der Abneigung ist und bleibt unüberwindbar.
Das Urteil wird ausgesprochen: Das Werk Calligaris' wird als Irrlehre gebrandmarkt, er selbst verliert
seinen Lehrstuhl
21

an der Universität. Wenig später stirbt er an einem Herzleiden; es war ihm nicht gelungen, die größte
Demütigung seines Lebens zu überwinden. Mehr als dreißig Jahre minuziöser und geduldiger
Forschungsarbeit waren jählings vom Tisch gefegt worden, aufgrund der Weigerung eines
kurzsichtigen Gerichts, sich eine Stunde lang mit den von Calligaris vorgebrachten Argumenten
ernsthaft auseinanderzusetzen.

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

Zum Glück wurde jedoch das von Calligaris angefachte Feuer jenseits der Alpen als ein Licht erkannt,
dessen Leuchtkraft allmählich wieder zunimmt.
Bei der eingangs beschriebenen Verhandlung handelt es sich nicht etwa um einen mittelalterlichen
Inquisitionsprozeß, sondern um ein Verfahren, das vor wenigen Jahrzehnten in Rom stattfand. Die
Richter, Mitglieder einer Kommission mit dem Auftrag, das Werk von Giuseppe Calligaris, dem
Dozenten für Neuropathologie an der Königlichen Universität von Rom, zu beurteilen, haben in der
Tiefe ihres Herzens wahrscheinlich stets gelitten an den Fehlern der Inquisitoren. Vielleicht haben sie
sich sogar die mutvolle und heroische Gestalt des Giordano Bruno als Vorbild gewählt, die Glut des
Scheiterhaufens haben sie jedenfalls nicht ausgehen lassen. Giordano Bruno verbrennt also immer
noch, und er wird immer wieder verbrennen, solange man die Theorien von Wissenschaftlern als ein
"Absurdum" liquidiert, nur weil sie sich dem vorgegebenen wissenschaftlichen Bestand scheinbar
nicht anzupassen vermögen, und solange man Menschen wie Calligaris, der von einigen
französischen, sowjetischen und US Forschern als "eines der größten Genies des 20. Jahrhunderts''
bezeichnet wird, die offizielle Existenzberechtigung entzieht.
"Absurdum" in welchem Zusammenhang und in wessen Namen? Sicherlich im Namen einer
Wissenschaft, die Descartes zu ihrem Meister gemacht hat, gleichzeitig aber die grundlegende
Voraussetzung jeder kartesianischen Theorie vergißt, derzufolge durch methodischen Zweifel jedes
mögliche Vorurteil ausgeschlossen werden muß, bevor man über etwas Neues urteilt.
Die Zeit, in der wir leben - so wird es wiederholt von mehreren Seiten hervorgehoben -, ist eine
Periode tiefsten Mittelalters. Denn die wissenschaftlichen Errungenschaften, auf die wir heute so stolz
sind, sind nichts anderes als eine synthe-
22

tische Weitererarbeitung bereits vorliegender Daten. Die Genies, die es wirklich verstehen, die
menschliche Denkfähigkeit zu einem tiefgründigeren Verständnis des Universums hin zu projizieren,
sind weitaus weniger verbreitet, als man es allgemein annimmt. Auch Einstein, beispielsweise,
gründete das Gebäude seiner Relativität auf dem Terrain bereits vorhandener Daten, der Gleichungen
des Physikers Maxwell.
Wo sind sie geblieben, die Leonardo da Vinci, die Pythagoras, die unbekannten Erbauer der
Pyramiden, die über ein technologisches Wissen verfügten, von dem wir heute nur noch träumen
können?
Dies ist nicht das Jahrhundert der Wissenschaft, sondern das der Technik. Und diese Unterscheidung
ist beileibe nicht so irrelevant, wie sie scheinen mag.
Die Entwicklung der Technik, dies wird auch von Calligaris wiederum erkannt, tut nichts anderes, als
die im Menschen selbst enthaltenen Fähigkeiten zu reproduzieren, die gerade deswegen immer mehr
zusammenschrumpfen und dahinschwinden.
Wir werden zur Erkenntnis kommen, daß im Menschen Instrumente latent vorhanden sind wie die
Uhr, der Kalender, das Meterband, die Waage, das Thermometer, das Barometer, das Anemometer
(Windmesser), das Hygrometer (Luftfeuchtigkeitsmesser), die Linse, das Fernrohr, das Mikroskop,
das Spektroskop usw. Praktisch gesehen kann alles, was im Universum existent ist, vom menschlichen
Körper wahrgenommen und reproduziert werden.
Zurückkommend auf das Werk Calligaris' war es nun Ziel unserer Bemühungen, die einzelnen
Abhandlungen und Beschreibungen in diesem Buch so praktisch und einfach wie möglich zu halten,

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

um jedermann die Möglichkeit zu geben, sich persönlich von den darin aufgezeigten Wirklichkeiten
überzeugen zu können. Vom Leser verlangen wir dabei nur eines: Er darf sich in keinem Fall dem
landläufigen, an die Inquisition erinnernden Beispiele anschließen, demzufolge alles absurd Wirkende
von vornherein abgelehnt wird, ohne es vorher durch persönliche Erfahrung genauer zu ergründen.
Und nun noch einen kurzen Blick auf das ungewöhnliche Schicksal, das dem Werk von Calligaris
zuteil wurde. Die rund zwanzig von Calligaris geschriebenen Bände wurden von ver-
23

schiedenen Verlagen veröffentlicht, die später dann alle hintereinander in Konkurs gingen, obwohl es
sich ausnahmslos um ursprünglich bestens florierende Firmen gehandelt hatte. Einige dieser Bücher
sind nun völlig unauffindbar geworden, während wir die restlichen nur unter allergrößter Anstrengung
ausfindig machen konnten. Folgt man den Gedankengängen Jacques Bergiers in seinem Buch "Die
verfluchten Bücher", so muß dies nicht unbedingt als ein rein zufälliges Geschehen zu betrachten sein.
Bergier erwägt nämlich die Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins esoterischer Kräfte, die immer
wieder in Aktion treten, um gewisse Bücher aus der Welt zu schaffen, Bücher, die zuviel sagen und
deren Wirkung es sein könnte, die Menschheit aus ihrem mittelalterlichen Bann zu befreien, worin sie
aber im Interesse bestimmter Kreise auch weiterhin gefangen bleiben soll.
Wer und was war also Giuseppe Calligaris? Ein Schriftsteller? Ein Arzt? Ein Wissenschaftler?
Ein Schriftsteller ganz sicher nicht! Zweifelsohne ein Arzt, ein Wissenschaftler vielleicht . . .,
vielleicht auch bedeutend mehr als nur das. Vor allem war Calligaris aber ein Mensch, ein Mensch mit
einer enormen geistigen Elastizität, einem extrem starken Forschungsdrang und dem noch stärkeren
Wunsch, den mysteriösen menschlichen Mechanismus mit all seinen ungeahnten Möglichkeiten und
in seinen wahren Dimensionen zu entdecken und zu ergründen.
Die Leidenschaft zur Medizin war ihm von seinem Vater übertragen worden, einem Gemeindearzt in
Forni di Sotto, einem Dörfchen im oberen Tagliamento-Tal, wo Giuseppe Calligaris am 29. Oktober
1876 zur Welt kam.
Zusammen mit den Eltern und seinen drei jüngeren Geschwistern verbrachte er seine Kindheit im
Carnia-Gebiet des nördlichen Friaul.
Die Gewißheit, eines Tages Arzt zu werden, reifte in ihm nicht von ungefähr heran. Es mag schwer
sein zu glauben, daß ihm diese Wahl nicht vom Vater aufgezwungen wurde, so wie es in zahlreichen
Ärztefamilien auch heute noch Tradition ist, aber im Falle von Calligaris kann die reine Befolgung
eines Vaterwillens ausgeschlossen werden.
Beschäftigt man sich eingehender mit dem Leben und der Wesenseigenheit von Calligaris, so kommt
man zwangsläufig zu
24

dem Schluß, daß seine Berufswahl ein seltener Fall von wahrer Berufung gewesen sein muß. Hat
dabei auch die Figur des Vaters eine Rolle gespielt, so ganz sicher nur bezüglich der völligen Hingabe
und Aufopferung, mit denen dieser seinen Beruf als Gemeindearzt ausübte. Dies mag dem jungen
Calligaris vor allem den schönsten und edelsten Aspekt des Arztberufes vor Augen geführt haben, das
Verständnis dieser Tätigkeit als Mission im Dienste der Menschheit.

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So sehr er auch den Vater bewunderte und sich mit dessen Leidenschaft im Kampf gegen die
menschlichen Gebrechen identifizierte, so sehr unterschiedlich war auch sein Ehrgeiz; von allem
Anfang an hatte er die Ambition, ein großer Arzt und ein erfolgreicher Forscher zu werden, und dies
sicherlich nicht wegen des lockenden Ruhms, sondern vielmehr aufgrund des bei ihm stets
vorhandenen Dranges, die Leiden des Menschen zu lindern.
Calligaris immatrikulierte sich an der Medizinischen Fakultät der Universität von Bologna, wo er
1901 mit der Höchstpunk-tezahl promovierte, und zwar mit einer Dissertation, die damals wegen ihres
sonderbaren Themas großes Aufsehen erregte: "Der Gedanke heilt".
Damit begann Calligaris sein Werk der Erneuerung auf dem Gebiet der Medizin, seinen persönlichen
Kampf gegen die herkömmliche, offizielle Wissenschaft und seine unaufhörliche Forschungsarbeit,
deren Ergebnisse, wären sie akzeptiert und verstanden worden, eine positive Revolution in allen
Bereichen der Medizin herbeigeführt hätten.
1902 kommt Calligaris nach Rom und wird dort Assistent von Professor Mingazzini, dem Leiter des
Instituts für Neuropa-thologie an der dortigen Universität. Sein Ideenreichtum und sein Talent ließen
ihn bald schon die Dozentur erlangen.
1909 wurde er zum Sekretär des Ersten Kongresses der Italienischen Neuropathologen ernannt. Im
selben Jahr noch veröffentlichte er sein erstes wissenschaftliches Werk, "Die experimentellen
Myelitis-Formen", und übersiedelte nach Udine, Wü er mit Hilfe des Vaters eine Klinik für
Nervenkrankheiten gründete.
Alles schien planmäßig zu laufen, eine verheißungsvolle Karriere schien sich für Calligaris
anzubahnen.
25

Im Ersten Weltkrieg war er Stabsarzt des 3. Armeekorps. Als Leiter eines Feldlazarettes war er wegen
seines Könnens, seiner Opferbereitschaft und seiner Menschlichkeit hoch geehrt und geschätzt.
Calligaris kämpfte bis ans Ende des Krieges mit all seinen Kräften gegen die physischen und
psychischen Leiden der ihm anvertrauten Soldaten, und mehr noch als jene mag er unter den
Auswirkungen des Krieges gelitten haben, den er immer wieder als eine unmenschliche
Abscheulichkeit beschrieb. Sein solidarischer Geist und seine Überempfindlichkeit brachten ihn sogar
dazu, sich mitverantwortlich zu fühlen ob seiner Machtlosigkeit gegenüber den Politikern und
Militärs, die über das Schicksal der Menschheit bestimmten.
Er hatte die Gewohnheit, all seine Erfahrungen, seine Vorwürfe und seine schmerzvollen Gedanken in
ein Heft einzutragen, das ihm Tagebuch und gleichzeitig Freund war. Am Ende des Krieges lieferten
ihm dann dieses Heft und die Erinnerung an die grausamen Erlebnisse dieser unvergeßlichen Jahre
den Ansatz zu einem neuen Buch, das unter dem Titel "Ein Arzt und der Krieg" veröffentlicht wurde.
Dieses Buch wurde äußerst heftig kritisiert, da Calligaris darin kein Blatt vor den Mund nimmt und
offen und schonungslos seinen Zeigefinger auf gewisse Herren richtet, die den Krieg dazu genutzt
hatten, ihrem seit langer Zeit aufgestauten Sadismus und ihrer bis dahin unterdrückten Bestialität
freien Lauf zu lassen. Gleichzeitig enthält dieses Buch das für das gesamte Schaffen Calligaris'
vorauszusetzende Bekenntnis zur Solidarität mit der fortwährend leidenden Menschheit.
Trotz des negativen Aufsehens, das Calligaris mit diesem Buch erregte, wurde ihm die Befriedigung
zuteil, daß Auszüge aus seinem Buch in einem Sammelband veröffentlicht wurden, der 1924 anläßlich
der Einweihung eines den italienischen Kriegsärzten gewidmeten Denkmals erschien. Dieser

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Sammelband enthielt unter anderem auch Aufsätze vom Herzog von Aosta, Gabriele d'Annunzio, Sem
Benelli und dem Generalstabsarzt Della Valle.
Aus dem Krieg wieder nach Udine zurückgekehrt, sah sich Calligaris den Ruinen seiner bisherigen
Arbeit gegenübergestellt: Seine Klinik war während der Friaul-Invasion vom Feind beschlagnahmt
und schließlich im Laufe des Rückzugs
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verwüstet worden, und dieser Verwüstung waren auch die Aufzeichnungen einer jahrelangen
Forschungstätigkeit zum Opfer gefallen.
Maßlos verbittert, aber ohne den Mut zu verlieren, fing Calligaris wieder von vorne an. Während der
ersten Nachkriegsjahre beschäftigte er sich eingehend mit Studien zur epidemischen Enzephalitis
(Gehirnentzündung), der europäischen Schlafkrankheit. 1927 veröffentlichte er das für die
Neuropa-thologie grundlegende Werk "Die Motorik und das extrapyramidale System", das fast eine
Generation lang den italienischen Medizinstudenten als Lehrbuch diente.
Mit diesem Werk erlangte Calligaris einen äußerst hohen Be-kanntheitsgrad sowohl in Italien als auch
im Ausland, er wurde mit zahlreichen Anerkennungen und Auszeichnungen geehrt und sein eigener
Lehrmeister, Professor Mingazzini, beglückwünschte ihn mit den Worten: "Nun hast du mich
übertroffen!"
Obwohl sich ihm nun die Möglichkeit der Inanspruchnahme eines Lehrstuhles an der römischen
Universität mit all den damit verbundenen finanziellen Vorteilen anbot, wollte es sich Calligaris nicht
leisten, seinen Forschungsarbeiten wertvolle Zeit zu entziehen. Er wollte baldmöglichst der Welt
kundtun, welch außergewöhnlichen Entdeckungen er auf der Spur war, die aber, um akzeptiert zu
werden, noch der unbestreitbaren wissenschaftlichen Beweise bedurften.
Bereits in den ersten Jahren seiner wissenschaftlichen Tätigkeit hatte nämlich Calligaris eine Reihe
von Anomalien im Empfindungsvermögen von Nervenkranken beobachtet. Und gerade diese fast
beiläufigen Beobachtungen waren es, die der Richtung seiner gesamten späteren Forschungsarbeit die
ausschlaggebende Prägung verliehen.
Die ersten Ergebnisse auf diesem speziellen Forschungsgebiet veröffentlichte Calligaris bereits 1908,
aber eine eigens dafür von Professor Baccelli, dem damaligen Präsidenten der Medizinakademie von
Rom ernannte Beurteilungskommission befand über das Dargelegte, es sei unvollständig und bar jeder
wissenschaftlichen Zuverlässigkeit. Calligaris wurde der Rat stellt, er möge sich ausführlicher mit
derartigen Dingen beschäftigen, bevor er damit an die Öffentlichkeit trete. Wie sehr 'hn diese
Niederlage auch getroffen haben mag, er ließ sich
27

nicht entmutigen, sondern stürzte sich geradezu in die weitere Erforschung der von ihm festgestellten
Phänomene, ohne dabei sein anderes Forschungsgebiet, das der "normalen" Neu-ropathologie, zu
vernachlässigen.
Sein neues Forschungsgebiet wurde von ihm selbst als "Die Linearketten des Körpers und des
Geistes" bezeichnet. Zu diesem Thema veröffentlichte er über vierzig Aufsätze und
Experimentbeschreibungen in den bekanntesten in- und ausländischen Neurologiefachblättern.

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Die Entdeckung, die als der wichtigste Meilenstein in Calliga-ris' Schaffen bezeichnet werden kann,
geht auf das Jahr 1928 zurück und entspringt der Beobachtung eines konstanten physischen Reflexes
bei der Stimulierung oder "Aufladung", wie er selbst es nennt, der Axiallinie eines Fingers oder einer
interdigitalen Linie. Außerdem bemerkte er, daß bei wiederholtem Aufladen derselben Linie der
davon Betroffene stets dieselben Empfindungen verspürte und die Aufladung dieser Linien nicht nur
einen dermal-psychischen Reflex bewirkte, sondern auch das Entstehen einer Hyperästhesie, also
einer gesteigerten Erregbarkeit des jeweils damit verbundenen inneren Körperorgans. Calligaris
beschreibt diesen Phänomenkomplex infolgedessen als "dermal-viszeral-psychischen Reflex".
Stolz und mit Freude erfüllt trug er seine Entdeckung am 21. Januar 1928 an der Akademie der
Wissenschaften in Udi-ne vor, aber auch diesmal prallte sein Enthusiasmus gegen eine Mauer von
Gleichgültigkeit und Sarkasmus. Nein, das bisher Entdeckte reichte nich aus, um die Kollegen von der
absoluten Seriösität der Sache zu überzeugen, die anzutretenden Beweise müßten um ein Vielfaches
augenscheinlicher sein.
Doch eines Tages dann - es schien ein Tag wie viele andere, die Calligaris damit verbrachte, die
Hautoberflächen seiner Patienten zu beobachten, zu erkunden und abzusuchen -, da sagt ihm plötzlich
die äußerst sensible Patientin, die er gerade in Behandlung hatte, sie würde infolge des Druckes auf
einer bestimmten Hautstelle ein recht sonderbares Gefühl verspüren. Calligaris versteht intuitiv die
Wichtigkeit dieses Momentes und weiß, daß er sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen darf. Er
muß beharrlich weitermachen, er will um jeden Preis den Ursprung dieser noch Undefinierten
Reaktion er-
28

gründen und untersuchen, denn - so weiß er - es kann nicht einfach ein reines Suggestionselement
gewesen sein.
Und schließlich findet er auch wieder den richtigen Punkt. Für die Dauer einiger Minuten hält er nun
die Kuppe seines Mittelfingers darauf. Eine immer größer werdende Erregung befällt die Frau, deren
Augen verbunden sind. Nein, sie hatte sich vorhin nicht getäuscht! Zuerst mit noch zögerndem, dann
aber immer entschlossener werdendem Ton sagt die Frau, sie würde "sehen", buchstäblich "sehen",
und zwar eine seltsame, aber deutlich zu definierende Szene, eine Szene, von deren genauem Inhalt
wir heute leider nichts mehr wissen. Wir wissen aber, und das mit Sicherheit, daß Calligaris etwas
entdeckte, das fest mit einer Realität verbunden ist, die bis dahin der Patientin zweifelsohne nicht
bekannt sein konnte.
Für Calligaris blieb nun nichts anderes zu tun, als das Experiment an zahlreichen anderen Patienten zu
wiederholen, um an eine wissenschaftliche Begründung des Entstehens dieses Phänomens
heranzukommen.
Die Schlußfolgerungen, zu denen Calligaris schließlich gelangte, waren überraschend: Während des
aufgeladenen Zustandes der "Plaques" (so nannte Calligaris die von ihm entdeckten stimulierbaren
Hautfelder) kam es zur Auslösung eines Mechanismus, der es gestattete, einen direkten Kontakt zum
Unterbewußtsein und zum Über-Ich des Behandelten aufzunehmen, eines Vorganges also, der die
sogenannte Schranke der "Zensur" (psychische Bewußtseinskontrolle) überwand.
Dank dieser verblüffenden Entdeckung versenkte sich Calligaris nun regelrecht in die Welt der
Psyche und widmete sich von nun an mit Leib und Seele diesem als "okkult" bezeichneten
Forschungsgebiet, das in den Rahmen jener Wissenschaft gehört, die wir heute Parapsychologie
nennen.

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Und wieder einmal glaubte der friaulische Forscher, der Moment sei gekommen, an dem er die
Ergebnisse seiner Forschungsarbeit der Öffentlichkeit mitteilen müsse. Er war felsenfest davon
überzeugt, daß nichts und niemand angesichts Giner so reichhaltigen und leicht erklärbaren
Phänomenolo-gie noch berechtigte Zweifel haben könnte. Doch auch diesmal unterlag er seinem alten
Irrtum: Niemand wollte von seinen Entdeckungen etwas wissen, niemand schien dazu bereit

29

zu sein, an die Seriösität seiner Arbeit zu glauben und sie zu überprüfen. Es gab sogar Kollegen, die
plötzlich die Integrität seines Geisteszustandes in Frage stellten! Die Konsequenzen dieser Situation
waren entsprechend negativ und wurden zu einer ernsthaften Bedrohung seiner Karriere: Die
Fachzeitschriften, die bislang zahlreiche Aufsätze von Calligaris publiziert hatten, verweigerten nun
den Abdruck weiterer Manuskripte und die Patienten, die sich von ihm behandeln ließen, wurden
zusehends weniger. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges sah sich Calligaris schließlich
gezwungen, seine inzwischen leer gewordene und von allen gemiedene Klinik zu verkaufen.
Seinem ersten Buch über Krebserkrankungen begegnete man mit ausgesprochener Ironie, von seinen
Kollegen wurde er mitleidig belächelt oder mit härtesten Verurteilungen angegriffen, bis es dann
endlich zu dem eingangs beschriebenen "Prozeß" kam.
Nahezu jeder Mensch hätte in einer solchen schwerwiegenden, von Enttäuschungen gezeichneten
Lage aufgegeben, nicht aber Calligaris. Er zog sich in seine Villa von Magredis in der Gemeinde
Povoletto, etwa zwanzig Kilometer von Udi-ne entfernt, zurück und verbrachte nun seine Tage mit
der Niederschrift der Bücher, in denen die Ergebnisse seiner Forschungen in all ihren Details
festgehalten wurden. Bedauerlicherweise sind diese Bücher heute, wie schon erwähnt, zum größten
Teil nicht mehr auffindbar.
Wie kann eine derart außergewöhnliche Widerstandskraft eines Mannes erklärt werden, der sich zu
Unrecht von der schlimmsten Art menschlicher Skepsis betroffen fühlte? Er selbst bezieht zu dieser
Frage Stellung im Vorwort seines 1958 veröffentlichten Buches "Infektionskrankheiten".
"Seit mehr als 25 Jahren bestreite ich als armer und einsamer Forscher diesen harten Kampf, aber der
Mut hat mich in dieser Zeit auch nicht nur fünf Minuten lang verlassen. Was hat mir die Kraft dazu
gegeben? Abgesehen davon, daß uns die Geschichte der Wissenschaften deutlich zeigt, daß alles Neue
stets auf Zweifler, Gegner und Spötter gestoßen ist, war es die Überzeugung, meine Arbeit könne sich
wirksam in den Dienst des menschlichen Fortschritts stellen, die mir zu jeder Stunde die notwendige
Kraft und Ausdauer gab. Und an diesem Glauben halte ich mich fest wie der Kapitän am Mast seines
wan-
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kenden Schiffes, und ich bin nach wie vor der Ansicht, daß ein Loslösen von diesem Glauben der
Fahnenflucht eines Soldaten gleichkäme, der aus Angst vor den Konsequenzen einer langen Schlacht
handelt.''
Welche Anklage und welcher Vorwurf kann also einem Mann gemacht werden, der sein Leben mit
Studien und Experimenten verbrachte, allein in der Hoffnung, damit der Erweiterung des
menschlichen Wissens dienen zu können? Welche Anklage und welcher Spott sollen gelten, bedenkt
man, daß ihm aus seiner Arbeit weder finanzielle Vorteile noch Ruhm oder Ehre zuteil wurden? Alles

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andere in seinem Leben vernachlässigte er im Namen einer Sache, die von allem Anfang an zum
Scheitern verurteilt schien. Selbst seine Gesundheit litt darunter. Seit Jahren war er Diabetiker, und es
wurde für ihn immer schwieriger, sich das notwendige Insulin zu besorgen. Die Summe der
Enttäuschungen und Rückschläge in seinem Leben bewirkte während der Jahre des Zweiten
Weltkrieges eine heftige Schwächung seines ganzen Körpers. Schließlich aus der Gemeinschaft der
Mediziner ausgestoßen zu sein, demütigte ihn das wohl derart, daß sein bereits vom Diabetes stark
angegriffenes Herz nicht mehr standhielt.
Er starb am 31. März 1944 im Alter von 68 Jahren, umgeben von der Gleichgültigkeit einer Welt, die
mit seinem Genius nichts anzufangen wußte, einer Welt, die in jenen Tagen in den fürchterlichsten
Krieg ihrer bisherigen Geschichte verstrickt war, was alleine schon ausreicht, die Unreife und
Blindheit dieser Menschheit unter Beweis zu stellen. Und so war auch Calligaris das Opfer des
Starrsinns einer Welt geworden, die stets schnell zur Hand ist, um Fenster zu schließen, die in
Richtung neuer Horizonte geöffnet werden und mit zu großer Selbstverständlichkeit alle jene auf die
Anklagebank schiebt, die sich erfrechen, ihr die Möglichkeit neuer Wege zeigen zu wollen.
Auch die Geschichte der Entdeckungen von Calligaris beginnt, wie so oft bei Dingen, die dazu
bestimmt sind, die Welt der wissenschaftlichen Theorien umzuwälzen mit dem, was wir Zufall
nennen: Calligaris war gerade dabei, eine Reihe von Studien über Gehirnverletzungen abzuschließen,
als ihm auffiel, daß in einigen Fällen gewisse Verletzungen einen Betäubungszustand zur Folge
hatten, der völlig ungerechtfertigt
31

schien, das heißt, keinen organischen Zusammenhang erkennen ließ.


Daraus entstand die Erwägung der Möglichkeit, daß im menschlichen Körper Verbindungen und
Zusammenhänge bestehen könnten, die sehr viel komplexer und aktiver sind als die der Zellen und
der Nerven. Übrigens wird diese Theorie seit Jahrtausenden von der chinesischen Akupunktur
vertreten. Auch in der westlichen Hemisphäre fand sie zu Beginn unseres Jahrhunderts unter dem
Begriff "Zönotherapie" einige Beachtung,
Wie so oft in der Geschichte der Entdeckungen, so übertraf auch im Falle Calligaris' die Realität
seiner Forschungsergebnisse bei weitem die höchsten Erwartungen. Es entstanden somit die
Grundsteine zum riesigen Gebäude der Hautplaques, das von seiner endgültigen Fertigstellung noch
weit entfernt ist.
Doch nun zu den Theorien selbst.
Nach einer langen Reihe von Experimenten gelang es Calligaris zu beweisen, daß die von der
Anästhesie (Schmerzun-empfindlichkeit) und der Hyperästhesie (Überempfindlichkeit) betroffenen
Hautzonen von stets gerade verlaufenden Längs-, Quer- und Schräglinien begrenzt werden und sich
die Linien ein und desselben Typs stets im rechten Winkel kreuzen.
Später dann entdeckte Calligaris, daß dasselbe Netz an hyperästhetischen Linien auch an der
Hautoberfläche gesunder Menschen feststellbar ist, wenn eine entsprechende Stimulierung mittels
Schmerzes, Kälte, Elektrizität oder eines Magneten vorausgeht.
Um das Jahr 1912 herum bemerkte er schließlich, daß ein Hautstreifen, durch den eine
hyperästhetische Linie führt, einen geringeren elektrischen Widerstand aufweist als ein scheinbar
gleichgearteter angrenzender Hautstreifen. Dies ist ein äußerst wichtiges Element zum Beweis der
Existenz der hyperästhetischen Linien.

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

All diese Entdeckungen gehen auf die letzten Jahre vor dem Ersten Weltkrieg zurück, in denen
zahlreiche Artikel von Calligaris in den einschlägigen Fachzeitschriften veröffentlicht worden waren.
32

Sofort nach dem Krieg nahm er seine Untersuchungen wieder auf und fand, daß die Quadrate, die
durch das gegenseitige Überschneiden der hyperästhetischen Linien geformt werden, unterschiedliche
Werteigenschaften besitzen, genauso wie es bei den Linien selbst der Fall ist. Calligaris erstellte in
diesem Zusammenhang eine Art Wertskala, bestehend aus dem "Großen Grundquadrat" mit rund
einem Dezimeter Seitenlänge und dem "Kleinen Grundquadrat", dessen Seitenlängen je l cm messen.
Dieses kleine Quadrat wird wiederum in 100 winzige Quadrate mit einer Fläche von jeweils 1 mm²
unterteilt. Auch die Möglichkeit des Vorhandenseins einer weiteren Unterteilung kann nicht
ausgeschlossen werden.
Weiter entdeckte er, daß an den vier Seiten eines jeden Fingers Linienbänder zu jeweils neun
Einzellinien verlaufen, die identisch mit jenen Linien sind, die das kleine Grundquadrat unterteilen,
und daß an der Wurzel eines jeden Fingerpaares ebenso ein aus neun Einzellinien bestehendes Band
vorhanden ist. Die ersten nennt Calligaris die Digitallinien, die anderen bezeichnet er als
Interdigitallinien. Parallel zu den Digitallinien erstrecken sich die Interdigitallinien über den ganzen
Arm, umlaufen die Schulter und erreichen über die Gegenseite des Armes wieder ihren
Ausgangspunkt zwischen den beiden Fingern, wodurch sich die Linien schließen. All diese
Linienbänder, die am Finger rund einen Zentimeter breit sind, fächern sich entlang des Armes auf und
unterteilen Hand, Arm und Schulter in viele gleichflächige Hautstreifen.
Nach ausgedehnten Experimenten gelang es Calligaris, die grundlegenden Eigenschaften der
Beziehung zwischen den Linien der Digital- und Interdigitalbänder und den Gefühlen
(dermopsychischer Reflex) zu erkennen. Gleichzeitig ergründete er auch die wesentlichsten Merkmale
der dazu parallel auftretenden dermoviszeralen Reflexe.
Mittels entsprechender Stimulierung dieser Linien und der etwas später entdeckten Plaques sollte es
schließlich dem unermüdlichen Forscher -gelingen, einen tiefen Einblick in die Welt der Psyche und
der menschlichen Gefühle zu tun.
Es darf nicht vergessen werden, daß Calligaris in all seinen Schriften immer wieder ausdrücklich
darauf hinweist, wie mangelhaft und unvollständig seine Beobachtungen seien, die lediglich dazu
dienen sollten, späteren Forschern dieses Gebietes einige grundsätzliche Richtlinien zu bieten. Immer
wie-
33

der betont Calligaris, er selbst wolle mit seiner Arbeit nur die Tür zu einem Raum öffnen, in dem sich
dann andere zurechtfinden müßten.
Es wäre auch höchst unrealistisch, von einem einzigen Mann zu verlangen, dieses extrem komplexe
Neuland der menschlichen Kenntnis nicht nur zu entdecken, sondern es auch vollständig, bis ins
kleinste Detail und ohne die Möglichkeit irgendwelcher Mängel, zu ergründen und zu erklären. Die
Welt der Linien und Plaques ist derart mannigfaltig und umfassend, daß das Vorhandensein von
Fehlern oder Mängeln in Calligaris' Aussagen nicht ausgeschlossen werden kann. Er selbst hält dies ja
nicht nur für möglich oder wahrscheinlich, sondern für zwangsläufig, und er fordert alle zukünftigen
Forscher ausdrücklich auf, die von ihm gemachten Fehler vorbehaltlos zu korrigieren, alles

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Überflüssige, Unnütze und Mangelhafte seiner Arbeit zu entfernen. Voraussetzung für die weitere
Entwicklung in diesem Forschungsbereich sei lediglich, so schreibt Calligaris, daß der sich damit
Beschäftigende sich nicht von der natürlichen anfänglichen Skepsis überwältigen und entmutigen läßt.
Aber dies gilt schließlich für jeden Entwicklungsprozeß, an dem man aktiv Anteil haben möchte.
Bezüglich der von Calligaris gemachten Entdeckungen darf ein Hinweis auf die dermographischen
Projektionen nicht fehlen, die es ermöglichen, das Vorhandensein der großen Grundquadrate, der
hyperästhetischen Linien sowie der Plaque-Zentren und -umrisse, gleichgültig ob vereinzelt gelegen
oder zu sogenannten "Konstellationen" gebündelt, auch optisch zu erkennen. Die Erscheinung, die auf
bestimmten Hautzonen durch Aufladen der entsprechenden Plaques auftritt, zeigt sich in Form von
zarten grauen oder rötlichen Linien, deren optische Intensität allmählich nachläßt, um bei Beendigung
der Aufladung wieder ganz zu verschwinden. Natürlich ist es auch möglich, dieses Phänomen zu
photo-graphieren, doch dazu ist es unumgänglich, dieses Experiment mit dem größtmöglichen Maß an
Sorgfalt vorzubereiten und auszuführen. Eine der sensationellsten Photographien von
dermographischen Projektionen ist die einer rundum gezackten Scheibe, einer "kleinen Zahnkugel",
wie sie von Calligaris genannt wurde, und die er als ein krebserregendes Agens identifizierte.
34

In zwei seiner Bücher befaßt sich Calligaris ausführlich mit Krebs und kommt dabei zur Feststellung,
es handele sich in vielen Fällen um eine Infektionserkrankung, häufig sogar um eine erbliche
Veranlagung. All diese von Calligaris gemachten Aussagen wurden bisher weder bestätigt noch
dementiert, und dies nur deshalb, weil sich noch niemand die Mühe gemacht hat, sich eingehender mit
den Theorien und Forschungsergebnissen Calligaris' zu befassen.
Im Laufe seiner Experimentierarbeit gelang es ihm, auch die pathogenen Agenzien
(krankheitserregenden Ursachen) zahlreicher anderer Infektionskrankheiten sichtbar auf die Haut zu
projizieren: Röteln, Meningitis (Hirnhautentzündung), Windpocken, Pocken, epidemische
Enzephalitis (Gehirnentzündung), multiple Sklerose usw., wobei dies in wiederholten Fällen vor der
mikroskopischen Untersuchung erfolgte, mittels der das Vorhandensein der entsprechenden
Erkrankung dann endgültig bestätigt wurde.
Doch die Gebiete, die sich am besten für die Anwendung der von Calligaris erarbeiteten
Experimentiermethoden eignen, sind die Psychologie und die Parapsychologie, die uns einen Einblick
in die unzähligen und noch unerforschten Fähigkeiten unserer Psyche vermitteln.
Nach Calligaris ist der menschliche Körper übersät und durchsetzt mit komplexen Systemen von
Linien und Plaques, die als Kontaktpunkte zu den Strahlungen des umliegenden Universums dienen.
Demnach müßte das Universum ein von verschiedensten Vibrationen durchströmter Organismus sein,
von denen uns einige bereits bekannt sind (z.B. die elektromagnetischen Wellen). Calligaris ist nun
der Ansicht, die an der Oberfläche des menschlichen Körpers vorhandenen Linien und Punkte
reflektierten all diese Vibrationen, womit behauptet werden könnte, das gesamte Uni-Yersum spiegele
sich am Körper des Menschen.
Den Leser, dem solche Behauptungen als die Ausgeburten einer übersteigerten Phantasie erscheinen,
möchten wir daran erinnern, daß Calligaris stets von der Tatsache auf die Theorie gekommen ist und
sich Zeit seines Lebens geweigert hat, diesen Weg in umgekehrter Richtung zu beschreiten. Kurzum,
die Gründe und Umstände, die Calligaris zu derlei Behauptungen veranlaßten, können von jedermann
auf dem experimentellen Weg geprüft und nachvollzogen werden.
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Calligaris spricht von einer Höheren Intelligenz, die alles durchströmt und deren "Widerhall" durch
die Hautplaques vermittelt wird, also einer Art Über-Intelligenz, die sich im individuellen
Unterbewußtsein spiegelt. Parallel dazu gelte das wunderschöne Beispiel vom Meer des Universums,
in dem das individuelle Bewußtsein nur die Wellen darstellt.
Das Universum - Gott, das undefinierbar uns Beherrschende - umgibt uns nicht nur, sondern ist auch
in uns enthalten. Mit anderen Worten: Der Makrokosmos spiegelt sich im Mikrokosmos. "Wie im
Himmel, so auch auf Erden". Calligaris selbst schreibt:
"Nun, wenn es erlaubt ist - und warum sollte es dies nicht sein -, sich auf das Terrain der Hypothesen
zu begeben, so ist man der Tatsache halber, daß das, was man entdeckt, oft schon früher entdeckt
worden ist, angehalten zu glauben, daß die spezielle Intelligenz des Menschen, von der wir allgemein
annehmen, sie bestehe und funktioniere dank seines Gehirns, vielleicht nichts anderes sei als die
Abstrahlung, der Reflex, der Widerschein, eine gespiegelte Daseinsform - wie anders soll ich mich
ausdrücken? - jener absoluten Intelligenz oder jenes mysteriösen allumfassenden Bewußtseins, das in
Wirklichkeit ohne Gehirn und unabhängig von der Materie existiert. Kurz, die Intelligenz und das
Bewußtsein der Menschen könnten durchaus nichts anderes sein als ein Ausdruck des Bewußtseins
und der Intelligenz der Natur."
Jedesmal, wenn dieser Reflex, diese Abstrahlung hinaufsteigt zum "Alles", treibt sie in diesem
kosmischen Meer, bis sie von einer Welle erreicht wird, die sie aufnimmt und zu erkennen vermag.
Und nachdem dieses Alles, zumal es sich aus der reinen Definition heraus außerhalb des manifesten
Universums befindet, weder räumliche noch zeitliche Grenzen haben kann, wird es möglich zu
erkennen und zu sehen, was an jeder beliebigen Stelle des Universums geschehen ist, geschieht oder
geschehen wird. Da sich nun dieses Alles jenseits eines jeden zeitlich-räumlichen Begriffes bewegt
und weder eine Dimension noch eine Anordnung innehat, kann es sich durchaus auf das Innere
unseres Bewußtseins und unseres Körpers auswirken.
Es ist gewiß kein Zufall, daß gerade jetzt, zu Beginn der Ära des Wassermanns, viele dieser
Hypothesen und Theorien
anfangen, ihre wissenschaftlich-experimentelle Bestätigung zu finden. Immer schon wurde darüber
gesprochen. Die Tradition hat unermüdlich ihre Arbeit getan und solche Erkenntnisse über neue
"Wahrheiten" nicht versinken lassen, indem sie diese hinter äußerst obskuren und oft unentzifferbaren
Symbolen verborgen hielt. Nun ist aber endlich die Zeit gekommen, in der sie von neuem ans Licht
der Sonne getragen werden und in der die Wissenschaft endlich damit beginnt, sie ernst zu nehmen
und sie zu "entdecken". Und dies ist gewiß kein reiner Zufall, denn jedes Ding und jede Sache sind
eingegliedert in ein höheres Schema, in eine Harmonie höheren Ranges. Die sich aus den Theorien
Calligaris ergebenden Folgerungen sind zweifelsohne ungeheuer vielschichtig. Allein der Gedanke
daran, über die Stimulierung von Hautplaques im Menschen Fähigkeiten wachzurufen, die es ihm
ermöglichen, auf einen großen Teil der bisherigen technologischen Hilfsmittel zu verzichten, schon
allein dieser Gedanke genügt, um sich der Tragweite einer solchen neuen Wissensentwicklung bewußt
zu werden. Doch an der Schwelle dieser neuen Ära könnte vielleicht wirklich der Moment gekommen
sein, in dem sich der Mensch zu einem Qualitätssprung entscheidet, um sich ein für allemal aus der
Sklaverei der von außen kommenden Technik zu befreien.
In den heiligen Büchern der Antike und in den Mythen lesen wir immer wieder von Menschen mit
"übernatürlichen" Fähigkeiten, von Orakeln und anderen wundersamen Kräften, mit denen häufig
bestimmte Menschen begabt waren. Nun, ein großer Teil dieser nur scheinbar unerklärlichen Kräfte
und Fähigkeiten können von jedem von uns zu Hause im eigenen Wohnzimmer nachvollzogen und

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auch erlebt werden und dies mit den Techniken von Giuseppe Calligaris.
Sicher, in der Antike hatte man es noch nicht nötig, sich der Zylinder, der Hämmerchen und der
Metallspachteln zu bedienen. Damals - und dies wird gerade auch von der Wissenschaft gelehrt - war
der Mensch noch durchaus imstande, ohne jegliches Hilfsmittel seine "paranormalen" Fähigkeiten
anzuwenden und zu kontrollieren, beispielsweise seine Fähigkeit zur Telepathie. Eine Reihe dieser
Fähigkeiten wird immer noch - und diese Erkenntnis ist als Element des größeren Zusammenhanges
von äußerster Wichtigkeit - von lelen Tierarten beherrscht, was aber meist oberflächlich un-
36

37

ter dem Begriff "Instinkt" katalogisiert wird. Als es dann zur Evolution des "rationalen" Hirns, des
bewußten Ichs kam, in der sich der Geist völlig der Materie zuwandte, starben diese Fähigkeiten
allmählich ab oder verkümmerten zumindest auf ein absolutes Minimum. Dies hat zweifelsohne
einem Zweck gedient, denn der Mensch mußte sich wiederfinden in der Beschränkung einer rein
physischen Vision des Universums, um dessen Gesetze zu erforschen und zu lernen sie anzuwenden.
Dieser Zweck wurde erfüllt in der Ära der intellektuellen Entwicklung, eben in der nunmehr zu Ende
gegangenen Ära der Fische.
Wir stimmen nicht mit den Ansichten der Befürworter einer "Rückkehr zum Ursprung" oder der
Verfechter eines Anti-progressismus überein, die jeden Fortschritt als Feind der geistigen Evolution
bekämpfen. Die Phase einer ungehemmten technologischen Evolution war unseres Erachtens
zweifellos erforderlich. Nun aber scheint sich diese Phase ihrem Abschluß zu nähern, der
Evolutionsrhythmus ist im Laufe der vergangenen Jahre deutlich schwächer geworden und die
Wissenschaft orientiert sich immer mehr in Richtung jener schwachen Schranken, die sie vom Geist
trennen. Früher oder später werden diese Schranken überwunden sein, was den wahren Beginn der
Ära des Geistes anzeigen wird.
Viel müßte in diesem Zusammenhang noch gesagt und geklärt werden. Vorrangig ist es unsere
Aufgabe aufzuzeigen, weshalb Calligaris als der Vorbereiter, Vorläufer und Bahnbrecher einer neuen
Ära angesehen werden muß. Hat sein Werk bis heute nicht die ihm gebührende Verbreitung und
Beachtung gefunden, so sicherlich deshalb, weil die Zeit dafür noch nicht reif genug war. Der
günstige Moment scheint nun aber gekommen zu sein, und vielleicht gibt auch dieses Buch der zu
erwartenden Evolution einen bescheidenen Impuls, indem es viele Menschen veranlassen könnte, sich
eingehender mit dem Phänomen der Metaphysik zu beschäftigen. Calligaris hat in diesem
Zusammenhang gewiß nicht alles erforscht und erkannt, aber doch sind ihm eine Reihe wichtiger
Entdeckungen gelungen, deren wahrer Umfang noch nicht abgeschätzt werden kann, denn allein die
potentiellen Möglichkeiten, die in der Stimulierung der Haut-Plaques liegen, sind in ihrer Vielfalt und
Auswirkung ein noch völlig unübersehbares Feld.
38

Abschließen möchten wir diese Einführung mit ein paar allgemeinen Bemerkungen, die vielleicht als
Ausgangspunkt für umfassende Betrachtungen dienen könnten.
Geht man davon aus, daß der vorgeschichtliche Mensch all jene Kräfte, die heute unter den
Hautplaques verborgen liegen, als völlig normal anwendbare Fähigkeiten besaß, so muß man auch
erwägen, daß die sagenumwobenen, längst versunkenen Kulturen (Atlantis, Lemuria usw.) auf

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vollständig andersartigen Konzepten gründeten als denen, auf die sich heute unser Wissen beruft. So
sehr wir auch in diesem Jahrhundert stolz sein mögen auf uns selbst, auf diese fortschrittliche
Menschheit, die Wissenschaft und die Technik und auf die erfolgte Evolution, die uns endlich aus
dem Mittelalter herausgeführt hat und es uns besser ergehen läßt als je zuvor, so sehr neigen wir auch
dazu zu vergessen, daß dieser Dünkel höchstwahrscheinlich auch jeder vorangehenden Epoche
anhaftete, so der Zeit Roms, in der "alle Kultur in die Welt hinaus getragen wurde", oder der Zeit der
Kreuzzüge und auch der von Karl dem Großen. Aber trotzdem erscheinen uns im heutigen Zeitgeist
diese Epochen als barbarisch, rückständig, überholt und nicht mehr vorstellbar. Wäre es da nicht
unverzeihliche Dummheit, dächten wir wirklich, daß gerade die Epoche, in der wir leben, anders sei,
daß der Mensch gerade in dieser Phase ein Ziel seiner Entwicklung erreicht habe?
So werden, nur um ein Beispiel zu bringen, die Ärzte des Jahres 2200 sicherlich lauthals über die
technische Barberei lachen, deren sich die Medizin des 20. Jahrhunderts bediente. Ein Rückblick auf
den heutigen Stand der Medizin aus der Sicht der kommenden Jahrhunderte wird ganz bestimmt nicht
sehr viel anders ausfallen als das abschätzige Bild. das wir uns heute von den Methoden afrikanischer
Medizinmänner machen, obwohl diese in manchen Fällen vielleicht sehr viel wirkungsvoller sind als
die unserer akademischen Medizin. Oder denken wir bloß an gewisse barbarische Foltertechniken,
wie sie in vielen unserer Operationssäle gang und gäbe sind, oder an den enormen Konsum von
bestimm-ten Abführmitteln und anderen chemischen Arzneien, die, abgesehen von ihrer
unmittelbaren Wirkung, häufig das reinste Gift für den Körper sind. Das alles soll nun verglichen
werden mit der extremen Natürlichkeit, Einfachheit und
39

Harmonie anderer Methoden, etwa der Akupunktur oder der Chromotherapie (Farbtherapie), deren
Prinzipien vor allem anderen auf der steten und absoluten Ausgewogenheit im menschlichen
Gesamtorganismus gründen. Die Möglichkeit zu solchen Alternativbehandlungen scheint eine der
jüngsten Entdeckungen unserer Zeit zu sein, in Wirklichkeit sind diese Techniken aber schon
Jahrtausende alt.
Ohne jede Überheblichkeit kann man also behaupten, daß all das von der menschlichen Kultur und
deren Evolution Abhängende äußerst relativ ist. Fragwürdig ist dabei nur die Tatsache, daß sich der
Mensch allzuoft einbildet, alles nach den ihm gerade bekannten Maßstäben messen und beurteilen zu
können, womit er in seiner Arroganz annimmt, die Natur und der Kosmos könnten sich seinen
eigenen Denkformen anpassen. Beginnt er erst damit, alle transzendentalen Manifestationen, die ihm
nicht mehr in sein vorgefaßtes Konzept passen, aufs Kreuz zu legen und über Bord zu werfen, dann
wird er bald zu dem Schluß gelangen, er selbst habe "das Universum und Gott nach seinem Ebenbild
geschaffen".
40

Kapitel 2
Methoden zur Ortung und Aufladung der Linien und Plaques an der Oberfläche der Haut

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Allem voran ist der Hinweis erforderlich, daß die von Calligaris beschriebenen Phänomene nicht nur
bei der Aufladung der kreisrunden Hautplaques auftreten, sondern ebenso bei entsprechender
Stimulierung anderer Hautsystemeinheiten (Linien, Punkte, Felder usw.), und zwar mit genau der
gleichen. Wirksamkeit. Wenn hier im allgemeinen und vorrangig von den Plaques die Rede ist, so
deshalb, weil sich deren Ortung und Aufladung erheblich einfacher gestalten als die aller anderen
Einheiten, zu deren Aktivierung man auf Elektroden, faradische Nadeln und andere Hilfsmittel
zurückgreifen muß. Auch ist in diesem Zusammenhang die Feststellung interessant, daß mit
Sicherheit noch zahlreiche weitere Energiesysteme die Haut des menschlichen Körpers durchziehen,
die aber noch entdeckt werden müssen und deren Erforschung wichtige Entwicklungsprozesse
einleiten könnten. In diesem Buch werden wir uns nun ausschließlich mit jenen Hautplaques
beschäftigen, deren Stimulierung das Auftreten "paranormaler" Phänomene bewirkt. Dafür gibt es
zweierlei Gründe: Zum einen liegt uns daran zu beweisen, wie äußerst relativ das gesamte Konzept
von Normalität ist, und zum anderen glauben wir, gerade bei denen, die sich für die metaphysische
Forschung interessieren, das offene und vorurteilsfreie Gehör zu finden, das unbedingt notwendig ist,
will man endlich damit beginnen, sich ernsthaft mit dem Werk Calligaris' auseinanderzusetzen. Erst
nach Erfüllung dieser Voraussetzung, so meinen wir, kann der Zeitpunkt kommen, an dem auch die
rein medizinischen Aspekte dieser außerordentlichen Forschungsarbeit an die Öffentlichkeit getragen
werden sollen. So scheint es Calligaris beispielsweise gelungen zu sein, mit Hilfe einer
Plaque-Stimulierung das Krebsmikrobion zu photographieren und zu erforschen, aber seine
diesbezüglichen Analysenergebnisse und Behandlungsempfehlungen wurden ob ihrer "Absurdität"
von der Fachwelt gar nicht erst in Betracht gezogen, geschweige denn gelesen. Doch darüber, wie
schon erwähnt, werden wir erst dann ausführlich schreiben, wenn zumindest von selten eines Teiles
der fachlich
43

interessierten Öffentlichkeit die unumgängliche anfängliche Skepsis überwunden sein wird.


Hinsichtlich der hypersensiblen Hautpunkte sei hier noch kurz ein direkter Hinweis von Calligaris
erwähnt:
"Zur Ortung und Aufladung der hypersensiblen Linie und deren Punkte verwende man eine Nadel, die
über einen Leiter mit einem leichten faradischen Strom gespeist wird, und führe diese langsam und
wiederholt über die gesamte Fläche der betroffenen Hautzone, während der Patient eine breite passive
Elektrode fest mit der Hand umschließt."
Doch nun zur Sache.
Ortung der Hautlinien
Zugrunde liegt den Studien Calligaris' die Entdeckung eines engmaschigen Netzes aus vertikal und
horizontal verlaufenden hyperästhetischen (überempfindlichen) Linien, die unseren Körper
umwickeln und, indem sie sich kreuzen, ihn in rechteckige Hautfelder unterteilen, die von
unterschiedlicher Wichtigkeit sind. Dieses Liniennetz ergibt ein wahres System an kartesianischen
Koordinaten (Parallel-Koordinaten), die eine sichere Ortung des gesuchten Hautplaques oder
Hautfeldes zulassen.
Entlang den vier Seiten eines jeden Fingers und eines jeden Zehes verläuft ein aus neun Linien
bestehendes Band, dessen wichtigste Linie die mittlere ist. Der Abstand zwischen den einzelnen
Linien eines Bandes mißt normalerweise etwa ein Millimeter.

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Die Hauptlinie verläuft seitlich, das heißt sie umrundet, außen und innen an den Fingern
entlanglaufend, die ganze Hand, steigt an beiden Seiten des Arms hoch und umläuft weiter den
ganzen Körper; sie bildet also einen geschlossenen Kreislauf und ist damit die genaue Schnittlinie, die
den Körper in eine vordere und eine hintere Hälfte teilt.
Die axialen Linien dagegen umrunden den Finger jeweils an dessen Ober- und Unterseite, laufen an
der oberen und unteren Seite des Armes bis über die Schulter und bilden somit wiederum einen
geschlossenen Kreis.
Die Axiallinie des Mittelfingers, die den Arm in eine äußere
44

und innere Hälfte aufteilt, bezeichnet Calligaris als die "Axiallinie des Armes".
Die Axiallinie des mittleren Zehes dagegen, welche über das Bein hochsteigt, die Brustwarze
durchquert, die Schulter umrundet und entlang der hinteren Körperhälfte wieder hinunterläuft bis an
den mittleren Zeh, also auch wieder einen geschlossenen Kreis bildet, diese Axiallinie nennt
Calligaris einmal "Medianlinie" (im Bereich des Beines, also bis an die Hüfte) und zum anderen
"Mamillarlinie" (im Bereich des Oberkörpers).
Auch gibt es eine "Medianlinie des Oberkörpers" (sie ist von größter Wichtigkeit), die durch die
Gesichtsmitte und den Nabel läuft und als sich schließende Linie den Körper in eine rechte und eine
linke Hälfte teilt.
Weiter genannt werden müssen die "Intermamillarlinie" (eine Horizontallinie, die beide Brustwarzen
durchquert), die "Xiphoidallinie" (die parallel rund 5 cm unterhalb der vorgenannten verläuft) sowie
die "Nabellinie" (horizontal durch den Nabel laufend).
Die Schnittpunkte der sich kreuzenden Linien (natürlich nicht nur der bisher erwähnten Primärlinien,
sondern auch aller anderen existierenden Sekundärlinien) sind gleichzeitig die Mittelpunkte der
einzelnen Plaques. Die Plaques selbst können am besten beschrieben werden als kreisrunde Scheiben
mit unterschiedlichen Durchmessern zwischen 6 mm und 16 mm (zumindest jene, die von Calligaris
erforscht wurden). Diese Hautplaques werden in zwei große Gruppen unterteilt, und zwar in die der
"autoskopischen" und die der "heteroskopischen" Plaques. Die ersteren dienen ausschließlich den
Experimenten, die die Versuchsperson, also den Wahrnehmenden selbst betreffen, während sich die
zweitgenannten auf Phänomene beziehen, die in keinem direkten Zusammenhang mit dem Körper
oder dem Leben der Versuchsperson stehen.
Die Ortung der hyperästhetischen Linien am Körper ist ein äußerst einfacher Vorgang. Zuerst übt man
mit Daumen und Zeigefinger einen bestimmten Druck auf die Spitze, also das vorderste Glied des
Mittelfingers der rechten Hand der Versuchsperson aus, wodurch die Axiallinie des Armes
sensibilisiert wird (Linie E-F der Abb. 1). Diese Sensibilisierungver-
45

breitet sich dann über den hinteren Teil des Armes (E'-F'), die Vertikallinien des Oberkörpers (A-B,
A'-B', C-D, C'-D') und schließlich auch über die horizontal verlaufenden Linien.
Zur Sensibilisierung der seitlichen Hauptlinie, also jener Linie, die den Körper in eine vordere und

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eine hintere Hälfte teilt, genügt es, einen beliebigen Finger der Versuchsperson an seinen beiden
Seiten zwischen zwei Fingern festzuhalten.
Es gibt auch eine ganze Reihe von Linien, deren Umlauf sich auf die Hand selbst bezieht, also sich
nicht direkt auch über andere Teile des Körpers hinweg erstreckt. Interessant ist in diesem
Zusammenhang die Feststellung Calligaris', derzufol-ge sich alles, was im Körper vor sich geht, an
bestimmten Punkten der Hand widerspiegelt. Diese Feststellung bringt eine wertvolle experimentelle
Bestätigung für die Existenzberechtigung der Chirologie mit sich und schafft die Grundlage zu einem
neuen radiästhetischen Diagnoseverfahren, worauf wir aber erst in unserem nächsten Buch näher
eingehen werden.
Um nun die exakte Laufbahn der sensibilisierten Linien festzulegen, gehe man wie folgt vor:
Während man den Druck an der Fingerspitze der Versuchsperson fortdauernd beibehält, führt man das
Stimulierungselement langsam über die gesamte Länge des angenommenen Verlaufs der Linie (die
ungefähre Laufbahn der Linie ist aus Abb. l ersichtlich). Die Bewegung, mit der das
Stimulierungselement über die Haut geführt wird, darf nicht zu schnell und muß vor allem
gleichmäßig sein. Sie soll aber auch nicht allzu langsam sein. Denn sowohl bei zu hoher als auch bei
zu geringer Geschwindigkeit wird es für die Versuchsperson schwierig, ihre Wahrnehmungen zu
realisieren und auszudrücken. Dies alles erfolgt, indem man sich stets neben der Versuchsperson
aufhält, nie direkt vor ihr.
Nun zum Stimulierungselement, das verschiedener Natur sein kann: Es kann sich dabei um eine
kleine faradische Elektrode handeln (mit rund l cm Durchmesser), durch die ein leichter, von der Haut
gerade wahrnehmbarer Strom fließt oder auch um einen kleinen magnetisierten Zylinder, der bei der
Versuchsperson durch die Berührung eines hypersensiblen Punktes ein leichtes Jucken erzeugt. In der
tägli-
(Weiter auf Seite 55!) (Continued on Page 55!)
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(Pages 47-54 are full of pictures. They should be included as .GIF-Files inside this ZIP-File. They're
important. )
(Die Seiten 47-54 sind voll mit Bildern. Sie sind als GIF-Files innerhalb der ZIP-Datei. Diese Bilder
sind wichtig.)
Abb. 1 -Die Meridiane des Körpers
47

Abb. 2 -Die Hautplaques der verschiedenen Grade natürlicher Telepathie


Ist bei einem Menschen die Plaque Nr. l an der hinteren Seite des linken Beines von Natur aus

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hyperästhetisch, so weist dies auf stark entwickelte Fähigkeiten zur Telepathie hin.
Reagiert dagegen Plaque Nr. 2, so erkennt man daran, daß dieser Person jener kleine Grad der
telepathischen Fähigkeit eigen ist, den nahezu alle Menschen in sich tragen.
Reagiert aber Plaque Nr. 3, so weist diese Person, zumindest im Augenblick, keinerlei erkennbare
Fähigkeit zur Telepathie auf,
48
Hautplaques, deren Stimulierung zur graduellen Entwicklung latent vorhandener telepathischer
Fähigkeiten führt.
Die in der Reihenfolge von l bis 15 und von 16 bis 30 durchgeführte Aufladung der Plaques an der
Vorderseite der beiden Arme führt zu einer Entwicklung der telepathischen Ausstrahlungsfähigkeiten.
Analog dazu führt die Aufladung der 30 Plaques an der Hinterseite der Arme zur Entwicklung der
Empfangsfähigkeiten.
Hautplaques, deren Reaktion erkennen lassen, ob sich die Person mehr als Sender oder Empfänger
eignet.
I = Ist diese Plaque von Natur aus hyperästhetisch, so eignet sich die Person besser als Empfänger
(passive Telepathie).
II = Weist diese Plaque einen Zustand der Hyperästhesie auf, dann ist die Person eher als Sender
geeignet (aktive Telepathie).
III = Der hyperästhetische Zustand dieser Plaque besagt, daß die geprüfte Person gleichwertige
Fähigkeiten als Sender und Empfanger besitzt.
IV = Mit Hilfe dieser Plaque kann die telepathische Ausstrahlungsfähigkeit erhöht werden.
V= Mit Hilfe dieser Plaque wird dagegen die Empfangsfähigkeit gesteigert.
Die Hautplaques, die der Aufnahme einer telepathischen Verbindung dienen
VI = Plaque des Übermittlers, mit dem einem bekannten Empfänger die bevorstehende telepathische
Übertragung signalisiert wird.
VII = Plaque des Übermittlers, der sich aktiviert, sobald die Verbindung zwischen den beiden
Personen hergestellt ist.
VIII = Plaque des Empfängers, dessen Aufladung einem unbekannten Übermittler eine bevorstehende
telepathische Verbindung signalisiert.
IX=Die am Übermittler aufzuladende Plaque.

X=Plaque des Übermittlers, der gleichzeitig mehrere Empfänger im Umkreis von etwa 2000 km
avisiert.
XI=Plaque des Übermittlers, mit dessen Hilfe ein bekannter, gerade schlafender Empfänger im
Umkreis von etwa 10 km avisiert wird.

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Die Strahlungen verschiedener Substanzen


Entlang der Medianlinie des Rückens befindet sich eine Reihe von Plaques. von denen die
Ausstrahlungen verschiedener Substanzen aufgenommen werden :
1=Stein 2= Gold 3=Kupfer 4=Eisen 5=Kohle 6=Holz
Die Hautplaques als Alphabet
Diese Serie von Plaques befindet sich in der rechten Hälfte des Rückens. Die insgesamt 21 Plaques
(es fehlen die Buchstaben j, k, w, x, y) beginnen unten mit "a" und enden oben mit "z".
49

Abb. 3 – Hautplaques, die auf psychische Strahlen aus verschiedenen Entfernungen ansprechen
Wendet sich ein Mensch mit einem Gedanken an einen anderen Menschen, von dem er durch eine
bestimmte Entfernung getrennt ist. so aktiviert sich dadurch am Körper des letzteren jeweils folgende
Plaque:
l = von l bis 20 m, 2 = von l bis 100 m. 3 = von 100 bis 500 m. 4 = von 500 bis 1000 m, 5 = von l bis
2 km. 6 = von 2 bis 5 km. 7 = von 5 bis 10 km, 8 = von 10 bis 20 km, 9 = von 20 bis 40 km, 10 = von
40 bis 100 km. 11 = von 100 bis 200 km. 12 = von 200 bis 2000 km. 13 = von 2000 bis 5000 km. 14 =
von 5000 bis 10000 km.
50

Abb. 4 - Die Hautplaques der Astronomie


Durch die Stimulierung folgender Plaques werden für die Versuchsperson sichtbar:
l = ein beliebiges Gestirn in vielfacher Vergrößerung,
2 = die Oberfläche eines bestimmten Gestirns, 3 = dieKontinente eines Gestirns, 4 == die Meere eines
Gestirns, 5 = der Nachthimmel eines Planeten, 6 = die atmosphärischen Verhältnisse auf einem
Planeten, 7 = aufeinanderfolgend die atmosphärischen Verhältnisse auf allen Planeten unseres
Sonnensystems, 8 = daß auf dem betreffenden Gestirn gerade Tag herrscht, 9 = daß gerade Nacht
herrscht, 10 = die Taglandschaft eines Gestirns, 11 = die Nachtlandschaft eines Gestirns, 12 = das
Volumen eines Planeten unseres Sonnensystems im Verhältnis zur Erde, 13 == die Form eines
Gestirns im Verhältnis zu jener der Erde, 14 = den Zeitpunkt, an dem ein Planet das Apogäum (größte
Erdferne) erreicht, 15 = den Zeitpunkt, an dem er das Perigäum (Erdnähe) erreicht, 16 = mehrmaliges
Wiederholen der Visionsbilder in zeitlichen Abständen von jeweils fünf Minuten, 17 = die
Gebirgsketten eines Gestirns, 18 = die Vulkane, 19 und 20 = die aktiven bzw. die erloschenen

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Vulkane, 21 = die Tiefe der Kanäle, 22 == die Oberfläche anderer Gestirne mit deren Lebewesen, 23
= die eventuell vorhandenen Lebewesen, 24 = eine vergrößerte Darstellung der Lebewesen, 25 = die
eventuell vorhandenen menschenähnlichen Lebewesen, 26 = aufeinanderfolgend die verschiedenen
menschenähnlichen Lebewesen der anderen Gestirne, 27 = die Lebewesen anderer Gestirne mit
höherem Entwicklungsniveau, 28 = die Lebewesen (Anthropoiden und Tiere) anderer Welten in Form
einer Bilokation, 29 = die Tiere anderer Gestirne, 30 = die Größe der Anthropoiden anderer Gestirne
im Verhältnis zu den Menschen unserer Erde, 31 = die Mikroben anderer Welten in einer vielfachen
Vergrößerung, 32 = die Planetoiden anderer Systeme, 33 = die Kometen, 34 = die Nebelwirbel, 35 =
die Milchstraße, 36 = die kosmischen Strahlungen, 37 = die Kryptästhesie der Meteoriten, 38 = Die
Entwicklungsgeschichte anderer Welten, 39 = aufeinanderfolgend alle bewohnten Planeten, 40 = die
beiden Astralzentren des Menschen, 41 = aufeinanderfolgend die verschiedenen Astral-Zentren in den
inneren Organen 42 = die Astral-Zentren der Knochen.

53

Beispiel eines geometrischen Gefüges, das die Fläche eines "großen Grund-quadrates" unterteilt und
gliedert. Durch das Ineinandergreifen und die gegenseitige Verflechtung der einzelnen Linien ergibt
sich eine unendlich scheinende Anzahl möglicher Geometricformen. Jede einzelne dieser kleinen und
großen, einfachen und komplizierten Formen entspricht der Projektion eines besonderen
psychosomatischen Reflexes unseres Körpers und reagiert auf ein jeweils ganz spezifisches Element
der Außenwelt, also des Universums. Um die Möglichkeit zu haben, auf einem solchen Schema eine
derartige Fülle an Informationen unterzubringen, hat die Natur den Menschen mit Möglichkeiten
ausgestattet, deren Vielfalt keinerlei quantitative Grenzen auferlegt sind.
54

chen Praxis ist es jedoch am vorteilhaftesten, sich der thermischen Sensibilität zu bedienen, indem
man als Stimulator einen kleinen kalten Metallspachtel verwendet, der etwa 1,5 cm breit und 15 cm
lang ist. Nachdem er von der Haut erwärmt wird, ist es angebracht, ihn im Abstand von ein paar
Minuten immer wieder kurz in ein Glas kaltes Wasser zu tauchen. Verwendet man die thermische
Stimulierung für die Ortung von Plaques, die vom Prinzip her auf dieselbe Art und Weise erfolgt, so
nehme man anstelle des Spachtels einen kleinen Metallhammer, etwa von der Art, wie er allgemein
zur Prüfung der Reflexe dient. Dabei ist es aber äußerst wichtig, daß die Aufschlagflächen dieses
Hämmerchens perfekt rund und eben sind und einen Durchmesser von zirka 12 mm aufweisen. Die
Stimulierung muß über Kälte erfolgen, darf aber auch nicht eiskalt sein, da es sonst für die
Versuchsperson äußerst schwierig wird, Veränderungen in ihrer thermischen Sensibilität möglichst
exakt zu empfinden. Kommt der Stimulator in Berührung mit hypersensiblen Linien oder Punkten, so
wird nämlich bei der Versuchsperson ein Gefühl intensiver Kälte erzeugt. Markiert man die georteten
Linien mit einem beliebigen Stift oder Kugelschreiber, dann ergibt sich letztendlich ein Schema, wie
es von Abb. l gezeigt wird.
Obwohl nun die Methode der thermischen Sensibilisierung sicherlich die unkomplizierteste und auch
allgemein gängigste ist, kann es vorkommen, daß sie sich in einzelnen Fällen als unwirksam erweist.
Calligaris selbst meint zu diesem Thema:
"Für den Fall, daß Hautplaques auf thermische Stimulierung nicht reagieren, greife ich auf die

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Methode der elektrischen Stimulierung zurück, die zur Ortung der hyperästhetischen Plaques immer
funktioniert, vorausgesetzt, der Stromfluß wird richtig geregelt; er darf nicht zu schwach und auch
nicht zu stark sein, sondern muß von der Versuchsperson gerade "och wahrgenommen werden."
Sind die Axiallinien erst einmal geortet und entsprechend parkiert, so verfügt man auch schon über
das für die weitere Expenmentierarbeit notwendige System an kartesianischen Koordinaten. Nun kann
mit der Ortung der Hautplaques begonnen werden.
55

Ortung der Hautplaques


Wie schon gesagt, erfolgt die Positionsbestimmung der Plaques in derselben Art und Weise wie die
der Hautlinien. Der Spachtel wird durch ein Reflexhämmerchen mit Zylinderkopf ersetzt. Auch bei
der Ortung von Plaques ist der Bewegungsablauf, mit dem der Stimulator über die Haut geführt wird,
von größter Wichtigkeit.
Nachdem man ungefähr die Zone bestimmt hat, in deren Grenzen der zu lokalisierende Plaque liegen
muß (dies geht aus den jeweiligen Beschreibungen in den nachfolgenden Kapiteln hervor), wird der
Stimulator in Längsrichtung zum betroffenen Körperteil bewegt, also vertikal. Am besten beginnt man
damit rund 10 cm bis 15 cm oberhalb und unterhalb der Stelle, an der man die Position des Plaques
annimmt. Die hypersensiblen Hautplaques lassen sich nämlich leichter erregen, wenn mit dem
Stimulator vertikale Reizbewegungen ausgeführt werden. Sind sie erst einmal sensibilisiert, dann
beginnen sie auch auf horizontale und schräggeführte Stimulierung anzusprechen. Der
Stimulierungsversuch auf dem gewählten Hautabschnitt wird nun so lange ausgeführt, bis die genaue
Position des Plaques gefunden ist. Die genaue Position der auf den Reiz ansprechenden Plaques kann
dann als geortet betrachtet werden, wenn die Versuchsperson ein Gefühl gesteigerter Kälte befällt
(sofern man natürlich mit dem thermischen Stimulierungsverfahren arbeitet). Die Versuchsperson
muß das Auftreten solcher gesteigerten Kälteempfindungen sofort dem Experimentator mitteilen, am
besten durch einen kurzen Vokallaut, beispielsweise "A". Für das gute und rasche Gelingen der
Plaqueortung ist es wesentlich, daß die Versuchsperson die dafür ausschlaggebenden Empfindungen
so schnell wie möglich ausdrückt Es kommt äußerst selten vor, daß sich die Plaque schon bei seiner
ersten Berührung mit dem Stimulator "meldet"; in den meisten Fällen geschieht dies erst nach
mindestens drei oder vier Reizeinwirkungen.
Sobald nun die Position der Plaques lokalisiert ist, muß durch entsprechende Horizontal- und
Schrägbewegungen sein genaues Zentrum festgelegt werden. Je rascher die Aussagen der
Versuchsperson zu den Momenten seiner gesteigerten Kälteempfindung erfolgen, desto schneller und
präziser kann der genaue Mittelpunkt der Plaques bestimmt
56

werden. Auch für das Hämmerchen gilt die Regel, es ab und zu in kaltem Wasser abzukühlen, um die
Reiztemperatur so konstant wie möglich zu halten. Kaum ist der genaue Mittelpunkt der Plaques
lokalisiert, so markiere man ihn mit einem Stift, um dann mit der "Aufladung" der Plaques beginnen
zu können. Zu beachten ist dabei, daß die Haut auf keinen Fall irritiert werden darf. Bei Plaques, die
immer wieder verwendet werden sollen, empfiehlt Caligaris sogar die Tätowierung der genauen
Position. In diesem Zusammenhang weist Calligaris ausdrücklich darauf hin, daß die Lage aller
einzelnen Hautplaques fest und unveränderlich ist. Wir schließen nun diese Anleitung zur Ortung der
Hautplaques mit einem weiteren Hinweis von Calligaris:

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

"Es soll nicht vergessen werden, daß an gewissen Tagen und zu gewissen Stunden die Hautplaques
stumm bleiben, das heißt nicht reizbar sind, während sie vielleicht schon wenige Minuten später
wieder voll auf Hypersensibilisierung reagieren. Die Gründe dafür, daß sie periodisch eine Art von
"Betriebsausfall" haben können, sind mannigfach und meistens auch nicht näher definierbar (spezielle
psychosomatische Zustände, atmosphärische Einwirkungen, astrale Einflüsse usw.)."
Für diese Art von Forschung ist es unumgänglich, daß man über Geduld und Entschlossenheit verfügt,
will man nicht den folgenden zwei großen Gefahren unterliegen:
1. Zu keinem Erfolgserlebnis zu gelangen, weil man zu hektisch vorgeht in der Annahme, es sei alles
spielend leicht und einfach.
2. Sich von einem durchaus möglichen anfänglichen Mißerfolg derart abschrecken zu lassen, daß man
den zum Weitergehen notwendigen Enthusiasmus verliert.
Wesentlich für das gute Gelingen solcher Experimente ist sicher auch die starke Bereitschaft zu einer
Zusammenarbeit der Versuchsperson, die sich stets bewußt sein muß, daß die Sensibilisierung der
Hautplaques etwas "Schwimmendes darstellt, das nur dann konkret realisierbar ist, wenn man sich mit
der größtmöglichen Aufmerksamkeit darauf konzentriert.
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Aufladung der Hautplaques


Ist die genaue Position der Plaques ausfindig gemacht und markiert so kann mit ihren Aufladungen
begonnen werden. Dazu benötigt man kleine stöpselartige Zylinder, die folgende Voraussetzungen
erfüllen müssen:
Die Auflagefläche des Zylinders muß perfekt rund sein und ihr Durchmesser muß genau mit dem der
aufzuladenden Plaques übereinstimmen (die jeweiligen Durchmesser sind in der Beschreibung der
einzelnen Plaques angefuhrt). Am geeignetsten dafür ist sicherlich eine Serie von Zylindern (wie von
Calligaris selbst verwendet), deren gegenseitige Auf-lageflächen unterschiedliche, von 8 mm bis 13
mm reichende Durchmesser anweisen. Auf keinen Fall darf die Auflageflache des Zylinders auch nur
um einen Millimeter großer sein als die Fläche der aufzuladenden Plaques. Im Zweifelsfall soll eher
ein geringerer als ein höherer Durchmesser verwendet werden Bei kleinerem Durchmesser kann das
Experiment nämlich trotzdem gelingen, wenn auch nicht auf perfekteste Art, während dagegen bei
Verwendung eines großeren Durchmessers die Erfolgschancen gleich Null sind.
Die Auflagefläche des Zylinders muß vollkommen flach und glatt sein, sie darf also keinerlei
Unebenheiten, Risse oder sonstige Unvollkommenheiten aufweisen, zumal die Gleichförmigkeit der
Druckeinwirkung auf die Hautplaques wesentlich zum Erfolg des Experimentes beitragt.
Die Zylinder können aus Metall sein, wobei Aluminium besonders empfehlenswert ist, auch wenn -
wie jeder weiß, der sich auch nur am Rande mit den Studien Lakhowskys befaßt hat - davon
ausgegangen werden muß, daß jede einzelne Hautoiaque ein eigenes Metall bevorzugt, genauso wie
eine eigene Farbe, eine ganz bestimmte Temperatur usw. Unbedingt zu vermeiden sind jedenfalls
Holz und die rote Farbe.
Der Druck des Zylinders auf die Hautplaque während des Aufladevorgangs muß oberflächlich sein,
der Zylinder muß also auf die Plaque aufgesetzt werden, ohne daß die Haut dabei eingedrückt wird
(dasselbe gilt auch für den Reflexhammer bei der Ortung der Plaques). Wichtig ist auch, daß der

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Zylinder während des Aufladens stets perfekt rechtwinklig zur Hautfläche aufliegt. Ganz besonders zu
beachten ist die Gleichmäßigkeit des Aufladedrucks. Verstärkt soll der
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Druck nur dann werden, wenn man die spezifischen Fähigkeiten einer Plaque ausschalten bzw.
unterdrücken will.
Während der Aufladung der Plaques, deren Dauer zwischen 5 Min. und 30 Minuten beträgt, wird der
Zylinder vom Experimentator mit drei Fingern festgehalten, und zwar absolut ruhig und bestimmt, das
heißt der Zylinder darf weder wackeln noch verrutschen. Besonders wichtig ist es - wir wiederholen
es -, daß die Fläche des Zylinders mit perfekter Gleichmäßigkeit auf der Haut aufliegt. Ist der Zylinder
nun entsprechend richtig angesetzt, so führt man mit ihm eine ganz leichte und sanfte
Rotationsbewegung in alle Richtungen hin aus, wobei sich der durch die Rotation entstehende
Flächenausschlag auf den Bruchteil eines Millimeters beschränken soll. Dies geschieht nun so lange,
bis die Versuchsperson die ersten Anzeichen der sogenannten "Aktivierungserscheinungen" zu spüren
beginnt. Die Art dieser Aktivierungserscheinungen ist von Plaque zu Plaque verschieden und wird in
den Abhandlungen zu den einzelnen Plaques genau beschrieben. Vor Beginn der Aufladung werden
der Versuchsperson die typischen Kennzeichen der betreffenden Aktivierungserscheinungen genau
erklärt, weil sich die Versuchsperson mit größter Aufmerksamkeit darauf konzentrieren muß, zumal
die Intensität dieser Erscheinungen äußerst gering sein kann. Die leichte Rotation des Zylinders dient
zur "Zentrierung des Bildes", sie entspricht in etwa der Scharfeinstellung eines Objektivs. Sobald nun
die Versuchsperson das Auftreten der ersten Aktivierungserscheinung spürt, unterbricht der
Experimentator die Rotationsbewegung mit dem Zylinder, bzw. er beschränkt sie auf ein absolutes
Minimum und hält den Zylinder in dieser Position auf der Haut fest, indem er mit dem Zeigefinger
sanft gegen die freie Endfläche des Zylinders drückt.
In dieser Position wird nun gewartet, bis sich die zweite Aktivierungserscheinung einstellt. Obwohl
bei jeder Plaqueaufla-dung stets drei Aktivierungserscheinungen auftreten, genügen in gewissen
Fällen auch zwei dieser Erscheinungen, um die Plaque als fertig aufgeladen betrachten zu können.
Nach dem Auftreten nur einer Aktivierungserscheinung ist sie es dagegen nie. Wie immer bei allen
der hier behandelten Experimente, ist es auch bei der Aufladung der Plaques extrem wichtig, daß die
Auflagefläche des Zylinders genau mitten
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auf der Plaque liegt, da sonst die Gefahr besteht, gleichzeitig auch angrenzende Plaques zu
stimulieren, was zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Ergebnisklarheit führen würde. Ist der
gesamte Aufladevorgang beendet, so werden der Versuchsperson mit einem dunklen Tuch die Augen
verbunden (auf jeden Fall, wenn sich das zu bewirkende Phänomen in Visionen ausdrückt, andernfalls
kann die Versuchsperson auch einfach die Augen schließen), und der Aufladezustand wird nun so
lange beibehalten (von 5 Min. bis 15 Minuten), bis das durch die aufgeladene Plaque aktivierte
Phänomen seine Formen anzunehmen beginnt.
Außer durch den Zylinder, kann eine Plaque auch durch eine entsprechende Farbe stimuliert werden.
Diese wichtige Entdeckung machte Calligaris jedoch während der letzten Jahre seiner
Forschungstätigkeit, und es war ihm dadurch nicht mehr die nötige Zeit gegeben, um sich verstärkt
auch mit diesem Gebiet zu befassen. Es ist anzunehmen, daß diese Entdeckung eine Brücke schlägt
zwischen der Erforschung der Hautplaques und einem anderen Zweig menschlicher
Forschungsbemühungen, der Chromotherapie (Farbtherapie). An dieser Stelle nun ein paar allgemeine

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Hinweise zum Thema der Farbstimulierung, die vielleicht jenem dienen mag, der die
Forschungsarbeit in diese Richtung fortsetzen möchte. Zur chromatischen Stimulierung genügt es, ein
entsprechend gefärbtes Papier auf die betreffende Hautstelle zu legen, sei es nun in Form eines Blattes
im Falle von Hautfeldern oder eben in Form von kleinen Scheiben, wenn es sich um Plaques handelt.
Ausgegangen wird dabei von der Erkenntnis, daß jedes einzelne Hautfeld und jede Hautplaque auf
eine ganz bestimmte Farbe ansprechen. Es gibt aber auch eine Reihe von Plaques, die auf die
Kombination zweier Farben ansprechen, von denen die eine primären, die andere sekundären Rang
hat. In solchen Fällen wird das Papier mit der Primärfarbe grundiert und mit Strichen, Punkten oder
Flecken der Sekundärfarbe vervollständigt. Auch können größere Flächen verwendet werden, auf
denen vier bis fünf verschiedene Farbfelder abgebildet sind. In diesem Fall muß dann der Papierbogen
rund 20 cm bis 30 cm von der Haut entfernt gehalten werden, um auf die entsprechenden Stellen
einwirken zu können. Wesentlich für das gute Gelingen dieser Experimente ist allein die absolute
Präzision der gewählten Farbe bzw. Farbkombination. Sie genau zu bestimmen, mag
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langwierig und mühevoll sein. Die aus diesen Bemühungen hervorgehenden Resultate würden jedoch
die ganze Arbeit des Aufladens und Aktivierens erheblich vereinfachen.
Doch nun zurück zu den Aktivierungserscheinungen bei erfolgter Aufladung der Plaques. Es handelt
sich dabei um äußerst schwache Reflexe wahrnehmender oder motorischer Natur, die den sicheren
Hinweis auf die erfolgte Aufladung der jeweiligen Plaques liefern. Anhand der Schwankungen ihrer
Intensität kann auch bestimmt werden, ob der auf die Plaque ausgeübte Druck zu stark oder zu gering
ist. Ein zu großer Druck intensiviert nämlich im ersten Moment die Aktivierungserscheinungen, bringt
sie dann aber gleich wieder zum Verschwinden, indem sie sich an der Hautoberfläche verlaufen. Um
zu gewährleisten, daß die Versuchsperson diese Erscheinungen so deutlich wie möglich wahrnimmt,
muß sie einen optimalen Zustand der Entspannung aufweisen, besonders der physischen Entspannung.
Es ist bereits darauf eingegangen worden, wie wichtig es ist, daß die Plaque mit der größtmöglichen
Präzision zentriert wird. Der periphere Begrenzungskreis der Plaques dient nämlich als eine Art
Stärkungsring und gleichzeitig als Filter, der die störenden Einflüsse der angrenzenden Plaques
abfängt. Dieselbe Funktion erfüllt auch das Zentrum einer jeden Plaque. Die Erforschung der Plaques
- und wir werden nicht müde, es zu wiederholen - befindet sich noch in ihrer ersten Anfangsphase und
kann in Zukunft noch zu Ergebnissen führen, von deren Bedeutung wir heute nicht einmal zu träumen
wagen. So weist beispielsweise jede einzelne Plaque eine perfekte interne Organisation auf. Sie ist in
unzählige Längs-, Quer- und Schrägsegmente unterteilt, die ein stets unterschiedlich ausgebildetes
Gefüge an geometrischen Ornamenten ergeben (Quadrate, Rechtecke, Dreiecke, Sterne usw.). Das
Faszinierende daran ist, daß jede dieser geometrischen Einzelheiten eine ganz bestimmte Funktion
erfüllt.
betrachten wir zum Beispiel eine Plaque als ein Gebilde, das aus mehreren konzentrischen Kreisen
besteht, so können wir Qavon ausgehen, daß jeder einzelne Kreis eine eigene Plaque umschließt und
daß jedes einzelne Teilstück eines jeden weises einen ganz spezifischen Bezugspunkt zur
entsprechenden Plaque darstellt. Dasselbe gilt auch wiederum für ule zwischen die Kreise
eingelagerten Räume. Gewiß, an
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diesem Punkt mag sich unser Denken mit der Aufnahme solcher Informationen schwer tun, und
vielleicht mag es gar scheinen, man befinde sich den Phantastereien eines Geistesgestörten

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

gegenübergestellt ... aber dies alles ist Realität, die reine Wirklichkeit, von der sich jeder selbst mit
Hilfe von ein paar kleinen Metallgegenständen überzeugen kann. Sicherlich ist diese Realität nur
schwer akzeptabel für eine gewisse Kategorie von Schul- und Salonwissenschaftlern, für die die
Gültigkeit von Experimenten wächst, wenn nur die dafür zu verwendende Technik kompliziert genug
ist. Wir bedauern sie, aber wir können nun einmal nichts dafür, daß sich die Natur und das Universum
nicht immer so verhalten, wie es dieser Art von Leuten am besten in den Kram passen würde. Und
Calligaris' Experimente sind in ihrer Ausführung nicht nur unkompliziert, sondern sie haben auch
noch einen weiteren großen Vorteil: sie funktionieren.
Calligaris selbst trifft die Feststellung, daß die Gesamtzahl der auf dem menschlichen Körper
vorhandenen Hautplaques derart groß sei, daß man sie keiner Schätzung unterwerfen könne. Zögernd
meint er, es handele sich auf jeden Fall um eine Größenordnung, die in die Milliarden geht. Dies hört
sich phantastisch an, ist aber durchaus erklärbar und verständlich:
"Man halte sich einfach vor Augen, daß das runde Feld einer Plaque gleichzeitig auch ein Teil von
Hunderten und Tausenden anderer Plaques ist, die darin eingelagert sind, weil sie einen kleineren
Durchmeser aufweisen, die sich darüber ausbreiten, weil ihr Durchmesser größer ist, oder die sich,
obwohl gleichen Durchmessers, damit überschneiden, vielleicht nur um Bruchteile eines Millimeters,
was aber doch ausreicht, um einen eigenen Mittelpunkt zu besitzen. Die Hauptschwierigkeit des
Experimentators liegt also klar auf der Hand: Lädt er ungewollt eine Plaque auf, die nicht mit der von
ihm vermeintlich georteten identisch ist, so können Reflexe entstehen und Phänomene in Erscheinung
treten, die einen völlig anderen Bereich betreffen als den im vorhinein angenommenen, wodurch sich
die Bedeutung des Experimentes auf eine neue Ebene verlagern kann."
Fehler können also in manchen Fällen auch zu willkommenen Überraschungen führen, indem die
genauen Positionen und Funktionen neuer Hautplaques entdeckt werden. Die einzige
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Sicherheit, die richtige Hautplaque stimuliert zu haben, liegt in den Aktvierungserscheinungen, die in
ihrer Art und Zusammensetzung von Plaque zu Plaque stets verschieden sind. Der Vollständigkeit
halber sei noch darauf hingewiesen, daß Jede Plaque eine feste Beziehung zu einem gewissen Punkt
im Gehirn sowie zu einem bestimmten inneren Körperorgan unterhält. Kurzum, durch entsprechende
Stimulierung der diesbezüglichen viszeralen bzw. zerebralen Segmente könnten dieselben Phänomene
in Erscheinung treten wie die, welche durch das Aufladen der Plaques ausgelöst werden.
Um Mißverständnisse bei der Experimentierarbeit zu verhindern, ist auch noch der Hinweis
erforderlich, daß die stimulierte Plaque ihren Aufladezusand nicht gleich wieder verliert, sondern ihre
Hyperästhesie noch lange Zeit nach Beendigung der Stimulierung beibehält. Diese Besonderheit muß
speziell dann berücksichtigt werden, wenn es sich um Experimente auf dem Gebiet der Telepathie
handelt, auf die wir noch näher zu sprechen kommen.
Stellt man sich die Frage, was eigentlich wirklich bei der Aufladung einer Plaque vor sich geht, so
sieht man sich einer faszinierenden, aber schier unlösbaren Problematik gegenübergestellt. Wir wollen
es hier vermeiden, Formeln zu erstellen, von deren Zutreffen wir nicht überzeugt sein können. Auch
wollen wir es dem Leser überlassen, sich eigene Gedanken darüber zu machen. Zitiert sei lediglich die
Hypothese, die von Calligaris selbst ausgesprochen wird:
„Die Plaques sind wohl nichts anderes als die Durchlaßstellen, die Ein- und Ausgänge, durch die
hindurch sich alle lebensbestimmenden Strahlen bewegen. Jeder spezifische Strahl hat damit sein
spezifisches Fenster, durch das er den menschlichen Körper verläßt und nach außen dringt, und

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

wiederum sein spezifisches Fenster, durch das er von außen in den Körper des Menschen einströmt.
Man kann daher von einem resonanten und einem konsonanten Durchlaßsystem sprechen, mit denen
unsere Haut überzogen ist. Die Stimulierung der Hautplaques bewirkt also nur ein völliges Freilegen
dieses Fensters, das somit vom entsprechenden Strahl bzw. Strahlenbündel ungehindert passiert
werden kann. Die Hyperästhesie der Hautplaques entsteht, sobald die betreffende Hautstelle durch
eine Strahlenkonzentration sensibilisiert wird. Ist die Hautplaque von Natur aus, also ohne fremde
Ein-
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wirkung, hypersensibel, so ist dies auf das Vorhandensein eines bestimmten Reflexes zurückzuführen,
der aus der Erkrankung eines gewissen Körperorgans hervorgeht. In diesem Falle ist die Plaque
hyperästhetisch, weil praktisch das Fenster geöffnet ist, durch das die entsprechenden Strahlungen
hindurchströmen. Das Öffnen des Fensters kann sowohl durch eine von außen als auch durch eine von
innen kommende Stimulierung erfolgen. Schlußfolgernd kann gesagt werden, durch die Aufladung
der Plaques werde das Unterbewußtsein auf die Ebene des Bewußtseins angehoben."
Ortung der Hautfelder
Den Hautfeldern gebührt eine ganz besondere Aufmerksamkeit, zumal man unter anderem Bilder auf
sie projizieren kann (z.B. von Krankheitsmikroben), die auch photographisch festgehalten werden
können. Mittels entsprechender Aktivierung solch eines Hautfeldes gelang es Calligaris, das schon
erwähnte Photo von jenem Mikroorganismus zu machen, der laut Calligaris mitverantwortlich für den
Krebs sein soll.
Sobald der Umriß eines Hautfeldes geortet ist, wird er wie üblich mit einem Stift markiert. Zur Ortung
selbst verwende man wiederum eine faradische Nadel oder, als ebenso wirksames Hilfsmittel, den
schon beschriebenen kleinen Spachtel. Die Bewegungen des Spachtels müssen dabei nach allen
Richtungen hin geführt werden, jedoch stets vom angenommenen Zentrum des Feldes aus. Die
Aufladung des Hautfeldes geschieht dann wie folgt: Nachdem die Fläche des Feldes präzise lokalisiert
ist (jeder Punkt dieser Fläche läßt die Versuchsperson die beschriebenen hyperästhetischen
Empfindungen spüren), wird ein weißer Karton oder besser noch eine Metallplatte auf sie gelegt. Die
Form und Fläche des weißen Kartons bzw. der Metallplatte müssen dabei natürlich genau mit der des
Hautfeldes übereinstimmen. Danach wird das Hautfeld innerhalb einer Zeitspanne, die sich zwischen
5 Minuten und 15 Minuten bewegt, aufgeladen, indem auf den Karton bzw. auf die Metallplatte ein
ganz leichter und unbedingt gleichförmiger Druck ausgeübt wird. Die ganze Vorgangsweise ist
praktisch identisch mit jener, die wir bereits von den Hautplaques her kennen. Auf die Ausmaße und
die ungefähre Position der einzelnen Hautfelder wird noch näher eingegangen.
64

Über die Notwendigkeit der Wiederholung


Nun zu einem äußerst wichtigen Aspekt: Häufig passiert es mit neuen Versuchspersonen, daß die
ersten Versuche an ihnen einen negativen oder zumindest fast negativen Ausgang finden. In solchen
Fällen ist es wesentlich, daß man sich nicht von derartigen anfänglichen Mißerfolgen abschrecken
läßt. Man muß, will man sich der Sache ernsthaft widmen, einfach ein großes Maß an Geduld
aufbringen. In einigen Fällen wird sogar erst der vierte Versuch zu halbwegs brauchbaren Ergebnissen
führen.

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Zweifelsohne ist die Rolle der Versuchsperson eine sehrwichtige, und deshalb mag durchaus
empfehlenswert sein, nur solche Versuchspersonen zu wählen, bei denen ein schnelles und klares
Reaktionsvermögen vorausgesetzt werden kann. Aber nach wie vor sei nicht vergessen, daß die
Experimente von Calligaris an jedem beliebigen Menschen durchgeführt werden können.
Sobald es einmal gelungen ist, eine Plaque vollständig aufzuladen, wird die gesamte darauffolgende
Experimentierarbeit erheblich leichter und zeitlich gerafft sein.
Ganz allgemein betrachtet sind junge Menschen bessere Versuchspersonen als ältere, genauso wie
Männer meist zuverlässiger reagieren als Frauen, weil diese von Natur aus sensibler sind und sich
daher leichter durch Emotionen und Suggestionen beeinflussen lassen.
Als Versuchsperson möglichst zu vermeiden sind Menschen, die bereits von ihrer Natur her über
Fähigkeiten der außersinnlichen Wahrnehmung verfügen, beispielsweise über hellsehende Kräfte. Bei
ihnen treten zwar in der Regel die Aktivierungserscheinungen schneller auf, jedoch im Laufe der
Phänomenbeschreibung tendieren sie stark dazu, von der eigentlichen Experimentfunktion
abzuschweifen. Die von ihnen gelieferten Beschreibungen sind also nicht immer ganz zuverlässig.
Bei Frauen sollte man nicht an Tagen experimentieren, die dem Einsetzen der Menstruation
unmittelbar vorausgehen, zumal ein bestimmter Zusammenhang zwischen Reaktionsablauf und
Menstruation besteht.
Der Raum, in dem die Experimente durchgeführt werden, soll
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so nüchtern wie möglich eingerichtet sein und darf keine Gegenstände enthalten, die bei der
Versuchsperson starke Emotionen hervorrufen. Wenn möglich soll die Versuchsperson vor einem
Fenster oder einer Wand sitzen, hinter der sich eine breite Straße, ein weiter Platz oder noch besser
eine offene Landschaft auftut.
Natürlich soll die Versuchsperson keine Kleidungsstücke oder Schmuckgegenstände tragen, die einen
Druck auf die Körperoberfläche ausüben, da sonst ungewollt andere Plaques mitaufgeladen werden
könnten. Es empfiehlt sich, diese Vorsichtsmaßnahme bereits einige Stunden vor Beginn des
Experimentes zu treffen. Die Versuchsperson darf sich während des Experimentes nicht in
unmittelbarer Nähe von Metallgegenständen aufhalten, da auch diese eine beeinträchtigende Wirkung
ausüben könnten. Außerdem ist zu verhindern, daß im Raum Lärm herrscht oder Duftquellen
vorhanden sind, die die Versuchsperson irgendwie ablenken könnten.
Um die Ergebnisqualität der Experimente zu steigern, ist es ratsam, die Versuchsperson auf ein
spezifisches Phänomengebiet zu "spezialisieren" (autoskopische, heteroskopische, telepathische
Experimente usw.), weil stets Training die jeweilige Fähigkeit erheblich weiterentwickeln kann.
Einige Hinweise und Empfehlungen
l. Das Reaktionsvermögen ist bei jeder Versuchsperson anders.
(Punkt 2 fehlt tatsächlich im Original – Anmerkung des Scanners.)
3. Es ist notwendig, daß sich die Versuchsperson in einem Zustand vollständiger physischer und
psychischer Passivität, das heißt Entspanntheit befindet; ihr einziger Gedanke muß es sein, sich auf
Wahrnehmungen zu konzentrieren.

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4. Nach Beendigung des Experimentes verspürt die Versuchsperson stets eine geistige Müdigkeit,
häufig auch ein leichtes Kribbeln unter der Kopfhaut; nach langandauernden Experimenten können
sich auch Kopfschmerzen sowie Schläfrigkeit einstellen.
5. Die Versuchsperson neigt dazu, die wahrgenommenen und beschriebenen Phänomene sofort wieder
zu vergessen (vielleicht deshalb, weil eine Art "Zensur" in Aktion tritt, jene psychische
Bewußtseinskontrolle also, von der wir bereits sprachen, deren Aufgabe es ist zu verhindern, daß das
aus dem Un-
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terbewußtsein auf die Ebene des Bewußtseins Gebrachte dort weiterbestehen kann).
6. Kommen in den Wahrnehmungen der Versuchsperson auch Menschen vor, so können diese mit
außergewöhnlicher Genauigkeit beschrieben werden, sei es in bezug auf deren Gesten und Verhalten,
sei es auch bezüglich noch so kleiner Details der Kleidung und des Körpers (z.B. eine Narbe).
7. Der Versuchsperson kann es während des Experimentes gelingen, in eine andere Person
"einzudringen", deren Gefühle wahrzunehmen, deren Worte zu hören usw.
8. Während des Experimentes sind alle Gedanken der Versuchsperson vollständig auf die von ihr
wahrgenommenen Phänomene konzentriert, und sie hat daher häufig das Gefühl, als würde sie in
einer Leere schweben. Mitunter verspürt sie auch ein leichtes Unwohlsein in Verbindung mit
Atembeschwerden (Beginn eines Trancezustandes?)
9. Es kommt vor, daß sich die Versuchsperson selbst als ein Opfer von Suggestionen sieht, und daß
sie es deshalb vorzieht, überhaupt nichts zu sagen, um den Experimentator nicht irrezuführen. Es ist
also wichtig, sie immer wieder aufzufordern, alles genau wiederzugeben, was sie empfindet und sieht.
10. Oft ergeben die wahrgenommenen Visionen nicht ein vollständiges Bild, sondern beschränken
sich auf Details und Fragmente, deren Zusammenhänge verborgen bleiben.
11. Es kann vorkommen, daß die Versuchsperson nicht eine direkte Vision erlebt, sondern lediglich
ein vages Bewußtsein hinsichtlich des Phänomenobjektes verspürt. In solchen Fällen ist natürlich die
Gefahr einer suggestiven Beeinflussung sehr groß.
12. Wichtig ist es auch, daß sich die Versuchsperson in einem geistig und körperlich ausgeruhten
Zustand befindet; sie soll also möglichst einen leeren Magen haben und gut ausgeschlafen sein.
13. Ab und zu erscheint der Versuchsperson ihre Vision als eine Art von Wirbel und Strudel, der
gleich wieder verschwindet und sich nicht näher beschreiben läßt.
14. Manchmal wird die Versuchsperson während ihrer Visionen von Makropsie befallen, das heißt,
sie sieht die einzelnen Gegenstände viel größer, als sie in Wirklichkeit sind. Auch kann es geschehen,
daß sie Gegenstände sehr verzerrt sieht.
15. Die Visionen drücken sich nicht nur im Sehen von Bildern
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aus, sie betreffen auch das Wahrnehmungsvermögen des Gehörs sowie des Tast-, Geruchs- und
Geschmackssinnes.

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16. Nur selten erscheinen die Bilder ganz plötzlich, meistens erfolgt dies im Laufe
aufeinanderfolgender Phasen, in denen die Vision allmählich ihre Form annimmt.
17. Nicht oft genug kann wiederholt werden, daß der Aufladedruck (egal ob elektrisch oder
thermisch) leicht und sanft sein muß, um das Wahrnehmungsvermögen der Versuchsperson nicht zu
beeinträchtigen.
18. Es kann vorkommen, daß die wahrgenommenen Bilder nicht statisch sind, sondern rotieren oder
blitzschnell Zustandekommen und wieder verschwinden, so daß eine genaue Definition nicht möglich
ist.
19. Auch ist es möglich, daß sich die Wahrnehmung auf zusammenhanglose Gedanken- und
Wortfragmente beschränkt.
20. Häufig weisen die wahrgenommenen Phänomene symbolische und assoziative Bezüge auf.
21. Die das Experiment am meisten hemmende atmosphärische Einwirkung scheint der Wind zu sein.
22. Je isolierter die Versuchsperson ist, desto deutlicher sind ihre Visionen. Die Anwesenheit von
zahlreichen Menschen im selben Raum führt meistens zu recht negativen Auswirkungen auf die
Ergebnisse der Experimente. 25. Auch das Vorhandensein von grellem Licht und Lärm
beeinträchtigen die Visionsfähigkeit der Versuchsperson.
24. Bei Hellsichtigkeitsexperimenten kann die Versuchsperson unterscheiden zwischen Tag und
Nacht, zwischen natürlichem und künstlichem Licht, sie erkennt die jeweilige Jahreszeit, die Kleidung
der Personen, die Einrichtung der Räume sowie ihre Form und ihr Ausmaß, die Beschaffenheit der
Umgebung (Gewässer, Ebene, Hügel, Berge, Eigenarten der umliegenden Vegetation usw.), und sie
kann den Bewegungen der Personen folgen und deren Gespräche hören.
25. Der Betrachtungsstandpunkt einer Vision kann sehr verschieden sein. Oft sieht man die Bilder von
oben, dann wieder von der Seite, und andere Male fühlt man sich wiederum in ihrer Mitte.
26. Es gibt Fälle von Versuchspersonen, die ihre Visionen erleben, als befänden sie sich in einem
Kinosaal, das heißt sie selbst haben den Eindruck, sich im Dunkeln zu befinden, während eine hell
ausgeleuchtete Szene vor ihren Augen ab-
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läuft. Sind in einer Szene Mauern enthalten, so vermag ihr Blick durch sie hindurchzudringen.
27. Meistens hat der Wahrnehmende das Gefühl, geistig an der von ihm beobachteten Szene direkten
Anteil zu haben.
28. Normalerweise fällt die Versuchsperson während ihrer Visionen nicht in Trance, zumindest fehlt
jedes Anzeichen eines solchen Zustandes.
29. Wird während des Experimentablaufes der Aufladedruck von leicht auf stark gesteigert, so führt
dies zu einer plötzlichen Unterbrechung der Visionsfähigkeit.
50. Oft gelingt es der Versuchsperson nicht, das Gesamtbild einer Szene zu erfassen, das heißt sie
verliert sich in Nebensächlichkeiten und kann sich nur auf Einzelheiten konzentrieren, ähnlich wie wir
es von unseren Träumen her kennen.
51. Bei der Auswertung und Auslegung von Experimentergebnissen sollen stets alle Details und

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Umstände berücksichtigt werden, auch die noch so klein und vielleicht unwichtig erscheinenden.
Wer sich all diese Hinweise zu Herzen nimmt und sie stets gewissenhaft befolgt, der wird ohne jeden
Zweifel zu erstaunlich positiven Ergebnissen kommen.
Mögliche Fehlerquellen
Bevor wir dieses Kapitel zum Abschluß bringen, möchten wir noch kurz auf die am häufigsten
vorkommenden Fehler und Falsch-Auslegungen zu sprechen kommen.
Vor allem muß das Phänomen der Bildpersistenz berücksichtigt werden (die Beharrlichkeit eines
Bildes, besonders dann, wenn es mehrmals am selben Tag gesehen wird). Kurzum, ein gewisses Bild
kann zu einer Art Gewohnheitsempfindung werden, wodurch die Möglichkeit entsteht, daß es auch
dann wahrgenommen wird, wenn es gar nicht vorhanden ist. Selbst bei geübten und erfahrenen
Versuchspersonen muß also die Gefahr eines Auftretens solcher Gewohnheitsbilder berücksichtigt
werden.
Auch darf der Einfluß nicht unterschätzt werden, den die Ausstrahlungen des Experimentators auf die
Versuchsperson ausüben können. Äußerst wichtig ist es deshalb, daß man sich nie direkt vor der
Versuchsperson aufhält, sondern stets neben ihr. In diesem Zusammenhang ist es auch empfehlens-
69

wert, immer nur Stimulierungsgeräte mit möglichst langem Stiel zu verwenden, sowohl bezüglich des
Hämmerchens als auch der Zylinder. Durch diese Maßnahme kann der Einfluß der Ausstrahlungen
der eigenen Hand zumindest verringert werden.
Um jede Form von Suggestion zu vermeiden, darf die Versuchsperson nicht wissen, zu welchen
Phänomenauswirkungen das Aufladen der jeweiligen Hautplaques führen wird. Sie soll vor dem
Experiment lediglich über die genauen Erkennungsmerkmale der betreffenden
Aktivierungserscheinungen Bescheid wissen, damit sie sich leichter auf deren Wahrnehmung
konzentrieren kann. Um auch jede Möglichkeit einer telepathischen Kommunikation zwischen
Experimentator und Versuchsperson auszuschließen, wäre es im Prinzip natürlich vorteilhaft, wenn
selbst der Experimentator nicht wüßte, welche genauen Auswirkungen durch das Aufladen der
gewählten Hautplaque zu erwarten sind.
Zweifelsohne ist die Gefahr einer auto- oder heterosuggestiven Beeinflussung der Versuchsperson
groß und oft auch nicht rechtzeitig und deutlich erkennbar. Die Möglichkeit einer Heterosuggestion
wird am besten dadurch ausgeschlossen, daß der Experimentator während des gesamten
Aufladevorganges schweigt und sich so ruhig wie möglich verhält. Schon ein einziges Wort kann sich
bei der Versuchsperson als suggestive Orientierung zu einer gewissen Wahrnehmung hin auswirken.
Auch bei den Fragen, die der Versuchsperson schließlich gestellt werden, muß man äußerste Vorsicht
walten lassen, damit ihr Empfindungsvermögen weder gehemmt noch irgendwie falsch orientiert
wird. Der Versuchsperson darf also nie gesagt werden, hier oder jetzt müsse sie das oder jenes
empfinden, sondern die Frage muß stets so behutsam wie möglich formuliert sein, etwa ob sie einen
sensiblen Punkt spüre oder nicht.
Um die Gefahr einer autosuggestiven Beeinflussung auf das erforderliche Minimum zu reduzieren,
darf die Versuchsperson nie der Meinung sein, sie müsse jetzt einfach etwas Bestimmtes wahrnehmen
oder sehen. Voraussetzung ist dabei, daß - wie schon öfter erwähnt - all ihre Sinne möglichst wenig
Ablenkung haben. Ihre Augen müssen fortwährend geschlossen bzw. verbunden sein.

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Im folgenden Kapitel werden die wichtigsten metaphysischen Phänomene der einzelnen Plaques
beschrieben, wobei die genauen Anweisungen von Calligaris rigoros beachtet werden.

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Kapitel III
Einführung in die Praxis
Unter der Vielzahl von Experimenten, die Calligaris wiederholt ausgeführt und beschrieben hat,
erscheint uns das der Projektion von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf die menschliche
Haut zweifellos als eines der interessantesten und erstaunlichsten.
Es war schließlich gerade dieses faszinierende Thema, durch das wir auf den Namen Calligaris
gestoßen waren.
Wir entdeckten also Giuseppe Calligaris und sein Werk quasi per Zufall, das heißt aufgrund eines
Hinweises im Buch "Die medizinische Radiästhesie" des französischen Forschers Le-prince, der sich,
wie wir später erfahren sollten, sein Leben lang mit den Studien Calligaris' beschäftigte und ihn auch
persönlich kennengelernt hatte.
Im Rahmen eines kurzen Kapitels des erwähnten Buches spricht Leprince über die Parallelen
zwischen der Forschungsarbeit von Calligaris und der digitalen Zönotherapie. Wir lasen dabei zum
erstenmal den Namen von Giuseppe Calligaris, maßen der Sache aber kein besonderes Gewicht bei.
Erst später, als wir uns mit den Schriften anderer Autoren zum Thema der Radiästhesie beschäftigten,
begannen wir die Wichtigkeit dieses Mannes zu erahnen, dessen Forschungstätigkeit immer wieder
zitiert und hervorgehoben wurde, wenn auch meist mit sehr vagen Hinweisen.
Dann endlich geriet uns eines Tages ein Buch zwischen die Finger, dessen Autor Calligaris selbst war.
Allein schon der Titel dieses Werkes, "Die Wunder der Metapsychik", reichte aus, um unsere Neugier
vollends wachzurufen und so beschlossen wir, uns näher mit ihm zu beschäftigen.
Zu Anfang hatten wir mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, denn die Darstellungen Calligaris
lösten in uns ein erhebliches Maß an Perplexität und Ratlosigkeit aus, derart phantasiebehaftet
erschienen sie uns. Darüber hinaus wußten wir ja noch nichts von diesem Mann, und so ist es
vielleicht verständlich, daß wir uns beim ersten Durchblättern des Buches sogar zu einigen ironischen
Bemerkungen hinreißen ließen. Auch widmeten wir uns zu Beginn recht zögernd diesem
73

Buch, weil uns sein Umfang ziemlich abschreckte: 591 dicht bedruckte Seiten wollten studiert und
analysiert werden. Nach einigem Hin und Her kamen wir jedoch zu dem Schluß, daß es vielleicht
doch der Mühe wert sein konnte; auf jeden Fall wollten wir uns um eine seriöse Urteilsbildung
bemühen. Wir liehen uns also dieses Buch aus (von der Existenz der zahlreichen weiteren Werke
Calligaris' hatten wir damals noch keine Kenntnis) und begannen guten Willens sorgfältig und kritisch
zu lesen.

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

Die Schwierigkeiten waren damit aber noch nicht beseitigt, und wiederholte Male neigten wir dazu,
aufzugeben und die ganze Sache zu vergessen. Die Schreibweise von Calligaris war äußerst
kompliziert und zähflüssig, die von ihm verwendeten Begriffe waren zum Teil unverständlich, die
vorgebrachten Argumente schienen häufig nicht einleuchtend zu sein und auch die erforderliche
exakte Ortung der einzelnen Linien und Plaques betrachteten wir als nahezu unrealisierbar.
Inmitten dieses unübersichtlich erscheinenden Textchaos gelangten wir aber dann zu einer Stelle,
deren Aussage uns wegen ihrer Einfachheit stutzig machte. Wir stießen nämlich auf die Beschreibung
eines Experimentes, dessen Durchführung dem Anschein nach wirklich einfach war: Es genüge, so
Calligaris, die äußerste Spitze eines Mittelfingers leicht gegen eine feste Fläche zu drücken, um nach
etwa zehn Minuten ein hellseherisches Phänomen wahrzunehmen. Mit kleinen Änderungen und
Varianten könnten mit dieser Methode die unterschiedlichsten Ergebnisse erzielt werden. Endlich
hatten wir etwas gefunden, worauf wir uns in der praktischen Erprobung ohne komplizierte
Vorbereitungsarbeiten konzentrieren konnten.
Gerüstet mit viel gutem Willen begannen wir also mit dem sogenannten "Nagelstreich", der den
Behauptungen von Calligaris zufolge eine beliebige Art von Hellsichtigkeit auslösen sollte. Diese
höchst einfache Methode besteht darin, mit dem Daumennagel rasch und leicht über die äußerste
Spitze des Mittelfingers derselben Hand zu streichen (von der Dynamik her ähnelt dieser Vorgang
dem Anzünden eines Streichholzes). Gestrichen werden soll dabei über jenen Punkt der
Mittelfingerkuppe, an dem sich die seitliche Hauptlinie mit der Axiallinie des Fingers kreuzt.
74

Nachdem die Anwendung dieser Methode zu keinerlei brauchbarem Ergebnis führte, ersetzten wir,
wie von Calligaris selbst empfohlen, den Nagelstreich durch eine rhythmische Oberflächenreizung mit
einer Metallspitze, das heißt, wir strichen in gleichmäßigem Rhythmus mit einer leicht
schräggehaltenen Nadel über die Spitze des Mittelfingers.
Laut Calligaris hätte sich nun nach etwa zehn Minuten irgendeine Ausdrucksform von Hellsichtigkeit
einstellen sollen. Nach langen Versuchen gelang es uns schließlich, den entsprechenden Punkt präzise
zu lokalisieren. Dieser wurde nun auf die beschriebene Art gereizt, und nach rund zwanzig Minuten
erlebte unser Mitarbeiter eine kurze traumähnliche Vision, deren Inhalt er uns schilderte. Nun - reiner
Zufall? -, tags darauf erlebten wir genau die von ihm gesehene Situation als nüchterne Wirklichkeit.
Es war das erste positive Ergebnis, aber wir waren natürlich noch lange nicht zufrieden. Wir
entschieden uns, ein paar Tage später mit einer Reihe ähnlicher Experimente zu beginnen.
Unter diesen vielen neuen Experimenten gab es vor allem zwei, das Erkennen von verdeckten
Spielkarten und das Lesen in geschlossenen Büchern, mit denen wir zu erstaunlich guten Ergebnissen
gelangten. Trotz dieser recht deutlichen Erfolgserlebnisse wollten wir aber auch jetzt noch nicht die
Möglichkeit völlig ausschließen, daß irgendeine Form von Su-gestion oder Telepathie mit im Spiel
sein konnte.
Mittlerweile war die ganze Sache für uns zu einer Frage des Prinzips geworden, und wir hatten bereits
das feste Vorhaben, so lange nicht locker zu lassen, bis wir in der Lage wären, ein überlegtes und
belegbares endgültiges Urteil aussprechen zu können. Der erste Schritt dazu bestand darin, uns das
von Calligaris empfohlene Instrumentarium zu besorgen, was keinerlei Schwierigkeiten bereitete,
zumal es sich ja nur um Reflexhämmerchen und kleine Metallzylinder verschiedener Durchmesser
handelte. Etwas später, nachdem wir bereits lange recherchiert hatten, konnten wir sogar das
Köfferchen ausfindig machen, in dem noch alle die von Calligaris selbst verwendeten Originalgeräte

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

enthalten waren. Wir besaßen nun wirklich alles, was zur praktischen Ausführung der Experimente
dienen konnte. Doch so sehr wir uns auch abmühten, die Ergebnisse waren ausnahmslos negativ.
Dazu kam die
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äußerst komplizierte Sprache Calligaris', deren Terminologie in vielen Fällen unerklärbar schien,
sowie der Umstand, daß die ausführlichen Anleitungen bezüglich der Ortung und Aufladung der
Hautplaques in anderen Schriften Calligaris' enthalten waren, auf die er zwar häufig hinwies, die wir
jedoch trotz hartnäckigen Suchens nicht auftreiben konnten.
Schließlich bot sich uns doch eine Möglichkeit, ein Experiment durchzuführen, das sich mit der
"Photographie der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft auf der menschlichen Haut" befaßt.
Allein schon die Vorbereitungen brachten eine Reihe erheblicher Schwierigkeiten mit sich, denn
Calligaris verwies ausdrücklich darauf, daß für das Gelingen dieses Experimentes eine strikte
Befolgung aller Einzelheiten seiner Anleitung die unumgängliche Voraussetzung sei. So mußte
beispielsweise der Raum völlig frei von Möbeln und anderen Gegenständen sein, und auch für die
Ortung des entsprechenden Hautfeldes war eine noch höhere Präzision als üblich erforderlich. Weil es
sich zweifellos um ein ganz außergewöhnliches Experiment handelte, wollten wir gerade darauf nicht
verzichten und entschlossen uns, ernsthaft und mit viel Geduld an die Sache heranzugehen.
Tage vergingen, bis uns alle Details der Ausführung von Calligaris verständlich waren, und wiederum
verstrichen Tage, an denen wir die einzelnen Plaques des Hautfeldes zu lokalisieren versuchten. Und
tagtäglich kam es zu neuen Rückschlägen und Enttäuschungen. Die Skepsis in uns wurde
verständlicherweise immer größer. Das Einzige, das unsere Hoffnungen auf Erfolg noch zu stützen
vermochte, waren die Photos, die Calligaris selbst bei seinen Experimenten gemacht hatte, und die
eine dermographische Reproduktion verschiedener Gegenstände zeigten. Zwei dieser Aufnahmen sind
auch in diesem Buch enthalten.
Wir harrten also aus und machten täglich neue Versuche. Und fast täglich gelang es uns, Fehler zu
erkennen und auszubessern. Endlich kamen wir dann an den Punkt, an dem wir nahezu sicher waren
(unter anderem auch mit Hilfe eines medizinischen Wörterbuches), die Anleitungen von Calligaris bis
ins kleinste Detail haargenau befolgt zu haben. Und tatsächlich, nach einiger Zeit erschien auf dem
betreffenden Hautfeld ein konfus geformter, rötlicher Fleck. Der von uns für das Experiment gewählte
Gegenstand war eine Blumen-
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vase mit langem und schmalem Hals. Trotz der Unförmigkeit des rötlichen Flecks waren wir natürlich
begeistert und überzeugt, den richtigen Weg beschritten zu haben. Wir wiederholten das Experiment
so lange, bis endlich das große, für uns historische Ereignis eintrat: An der Innenseite des rechten
Unterarms erschien, zuerst undeutlich, dann mit immer klareren Konturen, der Schattenriß der
Blumenvase. Wir waren am Ziel! Es gab keinen Zweifel mehr, das Experiment war perfekt gelungen.
Daß wir natürlich gerade in jenem Moment keinen Photoapparat zur Hand hatten, darüber machen wir
uns heute noch Vorwürfe. Dies hing in erster Linie wohl damit zusammen, daß wir zum damaligen
Zeitpunkt noch nicht vorhatten, ein Buch über Calligaris zu schreiben. Damals ging es uns lediglich
darum, die Aussagen Calligaris' zu überprüfen, und nicht etwa darum, die Bestätigungen dieser
Aussagen für andere zu dokumentieren.

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Wir wollten wirklich mehr über Giuseppe Calligaris erfahren, und so nahmen wir die Suche nach
seinen anderen zahlreichen Büchern auf. Erst nach langwierigen Recherchen und Bemühungen aller
Art gelang es uns, ausreichend Originalmaterial zusammenzutragen, um mit einer sorgfältigen
analytischen Untersuchung der wichtigsten Entdeckungen von Calligaris beginnen zu können.
Selbstverständlich beschäftigten wir uns in der Praxis nur mit einigen der unzähligen, von Calligaris
beschriebenen Experimente. Die Resultate waren nicht immer glänzend, aber doch genügend deutlich,
um von der Seriösität und Ehrlichkeit Calligaris' überzeugt zu sein.
Allmählich reifte in uns der Gedanke, ein kleines Buch über Calligaris und das Wesentlichste seines
Lebenswerkes zu verfassen, denn, so überlegten wir, eine Neuauflage seiner umfangreichen
Originalschriften würde sicherlich zu einem neuen Mißerfolg führen, da sich wohl kaum jemand Zeit
und Mühe nehmen würde, derartige Wälzer in all ihrer Kompliziertheit durchzulesen und sorgfältig zu
analysieren. Es steht fest, so meinen wir jedenfalls, daß nicht alles, was Calligaris in seinen Werken
sagt, richtig und zutreffend ist. Man muß in diesem Zusammenhang an den enormen Umfang seiner
Forschungstätigkeit denken, um zu verstehen, wie anfällig er für Fehler und Unvollständigkeiten war.
Calligaris selbst ist
77

sich dieser Unzulänglichkeiten bewußt, auf die er immer wieder hinweist.


Nicht alle Plaques sind so schwierig zu behandeln wie die der Hautfelder, auf denen dermographische
Projektionen möglich sind. So sind zum Beispiel Experimente, die eine Stimulierung der
Mittelfingerspitze voraussetzen, von extremer Einfachheit und bedürfen nur einer korrekten
Befolgung der Anleitungen, auf die wir noch zu sprechen kommen. Wenn wir auch so schwierige
Plaques wie die der Hautfelder in unsere Beschreibungen mit einbezogen haben, so deshalb, um
jedem, der die notwendige Mühe auf sich nimmt, die Möglichkeit zu geben, die von Calligaris und
auch von uns gemachten Erfahrungen nachzuvollziehen. Denn nichts soll in diesem Buch gesagt und
behauptet werden, was nicht von jedem selbst geprüft werden könnte.
Und nun zur bereits erwähnten Stimulierung der Plaque, die sich im Fadenkreuz befindet, das von der
Medianlinie der Hand und der seitlichen Hauptlinie des Körpers an der äußersten Spitze des
Mittelfingers gebildet wird. In diesem Fall treten keinerlei Aktivierungserscheinungen auf. Außerdem
- geht man die Sache ernsthaft an - ist mit nahezu absoluter Sicherheit gewährleistet, daß man stets ein
positives Resultat erzielt.
Ausgelöst wird durch eine derartige Stimulierung eine Hellsichtigkeit über kleinere Entfernungen
hinweg, beispielsweise einen Vorgang betreffend, der sich zur selben Zeit in einem Nebenraum
abspielt. Die Größenordnung der räumlichen Distanz solcher Gegenwart-Hellsichtigkeit ist bei jeder
Versuchsperson anders. Wichtig ist auch bei dieser Art von Experimenten die Erfüllung der allgemein
gültigen Voraussetzungen, über die bereits ausführlich geschrieben wurde (verbundene Augen,
möglichst kahler Raum, Beschränkung auf ein Minimum aller sinnlichen Wahrnehmungsquellen
usw.). Es ist auch durchaus möglich, daß eine Versuchsperson Hellsichtigkeit erlebt, die einen
gegenwärtigen Vorgang betrifft, der sich weit von ihr entfernt abspielt, beispielsweise an einem Ort,
der vom Experimentator gewählt wurde.
Möglich ist auch eine Hellsichtigkeit, die sich auf einen bereits abgelaufenen Vorgang aus dem Leben
eines tatsächlich vor der Versuchsperson stehenden Menschen bezieht.
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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

Auf diese Art kann man auch psychometrische Experimente durchführen, das heißt, mit Hilfe eines
Gegenstandes Visionen auslösen, deren Inhalt einen direkten Bezug auf den Besitzer des
Gegenstandes aufweist.
Die ersten Experimente dieser Art können mit einer verdeckt auf dem Tisch liegenden Spielkarte
erfolgen, die die Versuchsperson mit der Spitze ihres Mittelfingers berührt, woraufhin sie gefragt
wird, um welche Karte es sich dabei handele. Ähnlich verlaufen Experimente mit einem
geschlossenen Buch, auf das die Versuchsperson ihre Hand legt. Nach der üblichen, zehn bis fünfzehn
Minuten langen Stimulierungszeit wird sie in der Lage sein, eine Seitenzahl zu nennen und
gleichzeitig einzelne Wörter oder auch ganze Sätze, die auf der genannten Seite nachzulesen sind.
Ein weiteres Ergebnis derartiger Experimente ist das Erkennen von Gegenständen in völliger
Dunkelheit. Die Versuchsperson ist dann in der Lage, einen vorher vom Experimentator versteckten
Gegenstand genau zu lokalisieren oder zu beschreiben. Oft wird es auf diese Art und Weise möglich,
verlorengegangene Gegenstände wieder ausfindig zu machen.
Eine vollständige Aufzählung aller Phänomene, die durch das einfache Stimulieren einer
Mittelfingerspitze bewirkt werden können, wäre an dieser Stelle zu lang. Es soll also dem daran
Interessierten überlassen bleiben, die endlose Weite dieses Phänomengebietes näher zu erforschen.
Unter den interessantesten Auswirkungen dieser Experimente sind vielleicht noch zu erwähnen:
Die Möglichkeit, daß die Versuchsperson ein vom Experimentator gedachtes Wort wiedergeben kann
(oft sagt die Versuchsperson eine Reihe falscher Wörter, bis sie das richtige findet, von dessen
Richtigkeit sie dann aber überzeugt ist), die Fähigkeit, kurze Sätze in einer nicht beherrschten
Fremdsprache auszusprechen, auch ohne deren Bedeutung zu kennen (besonders dann, wenn sich im
Raum eine diese Sprache beherrschende Person aufhält), sowie die Fähigkeit der Ver-suchsperson,
automatisch zu schreiben, und zwar mit der Handschrift eines Verstorbenen, dessen Identität vor
Beginn des Experimentes festgelegt wurde.
Im Zusammenhang mit der Hyperästhesie der Fingerspitzen ist Calligaris auch auf ein anderes
hochinteressantes Expe-
79

riment hin: Wird eine Viertelstunde lang die Hautzone stimuliert, die sich unmittelbar unter dem
Nagelvorsprung des rechten Mittelfingers befindet, so wird die Versuchsperson in derselben Nacht
von einem Vorfall träumen, der sich im Laufe des darauffolgenden Tages tatsächlich zutragen wird.
Und nun zu den Plaques, deren Aufladung zu dermographischen Projektionen von Gegenwart,
Vergangenheit und Zukunft führt. Es handelt sich dabei um äußerst schwierige Experimente, die
gerade wegen ihrer Schwierigkeiten als eine letzte Phase der gesamten Experimentierarbeit betrachtet
werden sollten. Ihres extremen Interesses wegen sollten sie jedoch, so meinen wir, auf jeden Fall
durchgeführt werden.
Dermographische Projektion eines Gegenstandes, der für die Versuchsperson nicht sichtbar
ist
Die aufzuladende Hautplaque hat einen Durchmesser von 12 mm und liegt an der Innenseite des
linken Knies, etwa 2 cm vor der seitlichen Hauptlinie und rund l cm oberhalb der gedachten
Verlängerung der Kniefalte. Während der Aufladungsphase steht vor der Versuchsperson, für sie
unsichtbar, ein Gegenstand; die Entfernung zwischen Versuchsperson und Gegenstand soll bei drei

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Metern bis 3,10 Metern liegen.


Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen in der linken Gesichtshälfte, 2) Schweregefühl im
Unterleib, 3) Kribbeln im Bereich der Nasenflügel.
Durch das Aufladen dieser Plaque wird ein damit in Verbindung stehendes Hautfeld sensibilisiert, auf
dem die Projektion erscheinen wird.
Dieses Hautfeld spricht nicht nur auf dermographische Projektionen der Gegenwart, sondern auch auf
solche der Vergangenheit an. Es ist fast rechteckig, etwa 7 cm mal 6,5 cm groß und in Längsrichtung
am äußeren Teil der Innenseite des rechten Unterarms angeordnet. Seine äußere Längsseite verläuft
parallel zur Axiallinie des Arms, in einem Abstand von etwa 5 mm. Die obere Breitseite liegt dagegen
8 mm bis 9 mm unter der Ellbogenfalte.
Auf diesem Hautfeld wird nach erfolgter Aufladung der be-
80

schriebenen Plaque der verborgene Gegenstand als Schattenriß in Erscheinung treten.


Calligaris gibt uns dazu noch folgende Hinweise und Ratschläge:
1. Es ist empfehlenswert, einein Gegenstand mit schematischer, charakteristischer und einfacher Form
zu wählen Er soll überdies möglichst ohne Dekor oder sonstige ablenkungsbegünstigende Elemente
sein. Auch darf er nicht aus zwei gleichen Teilen zusammemgesetzt sein (z.B. eine Brille).
2. Ist er erheblich kleiner als dais Hautfeld, so wird er normalerweise in der Projektion vergrößert, um
das Feld zu füllen.
3. Die Versuchsperson steht oder sitzt mit verbundenen Augen in einem möglichst leeren Raum, der
ihr unbekannte Gegenstand befindet sich genau vor ihr.
4. Der Gegenstand kann sich auch hinter einem matten undurchsichtigen Schirm befinden, z.B. hinter
einer Leinwand oder einer spanischen Wand. Auch in diesem Falle muß der Abstand zwischen der
Versuchsperson und dem Gegenstand 3 m bis 3,10 m betragen. Es dartf immer nur ein einziger
Gegenstand verwendet werden.
5. Während des Experimentes darf niemand zwischen Versuchsperson und Gegenstand treten,
genausowenig wie der Gegenstand selbst berührt oder 'verschoben werden darf.
6. Der Gegenstand soll nicht autf einen Tisch oder Stuhl gestellt werden, weil dies zu einer unklaren
Projektion führen kann. Am besten hänge man dem Gegenstand an einem dünnen Faden auf oder man
lege ihn auf einen gleichförmigen neutralen Fußboden.
7. Meistens erfolgt die Zusammensetzung des Projektionsbildes phasenmäßig, das heißt, das Bild baut
sich allmählich auf.
8. Es sei ausdrücklich betont, daiß der Gegenstand als Projektion stets leicht deformiert erscheint.
9. Ab und zu kommt es vor, daß die Projektion eine stark verkleinerte Form des Gegenstandes
wiedergibt.
10. Ebenso kann die Projektion alls mehrfache Wiederholung des Gegenstandes in verschiedenen
Positionen erscheinen.

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11. Um eine optimale Deutlichkeit des Projektionsbildes zu gewährleisten, kann vorher die betroffene
Hautgegend blutärmer gemacht werden, indem man mit einer Hand fest darüberstreicht, wobei es
wichtig ist, zwischen Hand und Hautfeld ein Stück Ölpapier oder ein Tuch zu legen.
12. Um das Projektionsbild noch deutlicher zu machen (besonders dann wichtig, wenn man es
photographieren will), trägt man auf das Hautfeld eine anämisierende Salbe auf. Die besten
Erfahrungen wurden mit einer weißen Fettsalbe gemacht, die sich aus Zinkoxyd, Walfischöl und
Stearinsäure zusammensetzt. Man läßt diese Salbe 3 bis 5 Minuten lang einwirken und entfernt sie
dann mit einem Wattebausch oder Mulltuch und einer geeigneten Reinigungsflüssigkeit.
13. Will man das Phänomen photographisch festhalten, so bereite man alles Notwendige rechtzeitig
und sorgfältig vor. Der Abstand zwischen Haut und Photoobjektiv soll etwa 50 cm betragen. Zur
optimalen Ausleuchtung der Hautfläche nimmt man möglichst einen 1000-Watt-Reflektor. Da das
Projektionsbild Oszillationen und Phasenverschiebungen ausgesetzt ist, sollten mehrere Photos
hintereinander gemacht werden.
14. Ausschlaggebend für die Klarheit der dermographischen Projektion ist vor allem die Präzision,
mit der die Hautplaque geortet und aufgeladen wird.
15. Es muß noch eine ganze Reihe zusätzlicher Hautplaques geben, deren Stimulierung zum Auftreten
dermographischer Projektionen auf anderen Hautfeldern führt, und zwar von Gegenständen, die sich
in unterschiedlicher, auch sehr weiter Entfernung befinden.
16. Während des Vorhandenseins des dermographischen Projektionsbildes müssen der
Versuchsperson die Augen verbunden bleiben bzw. ihr Gesicht muß auf die sie vom Gegenstand
trennende Wand gerichtet bleiben.
17. Weder das Gesicht noch der Körper der Versuchsperson dürfen während des gesamten
Experimentes ihre Stellung verändern.
18. Es dürfen nie mehrere Experimente mit derselben Versuchsperson kurz aufeinanderfolgen.
Zwischen zwei Experimenten soll stets eine Pause von mindestens einigen Stunden
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eingelegt werden. Das Projektionsbild wird klarer durch eine längere Aufladezeit.
19. Während des Experimentes muß die Versuchsperson so entspannt wie möglich sein, an nichts
Präzises denken, sich möglichst passiv verhalten, um einen Zustand der Gedankenleere zu erreichen.
20. Der vorgenannte Abstand von der Versuchsperson zum Gegenstand (3 m - 3,10 m) wird von den
Zehenspitzen der Versuchsperson aus berechnet, egal ob sie sitzt oder steht.
21. Wird der Gegenstand auf den Fußboden gestellt, so soll das Objekt möglichst gleichförmig,
einfarbig und ohne besondere Verzierung sein.
22. Die Beschäftigung mit dieser Art von Experimenten hat erst vor kurzem begönnen, man darf also
nicht erwarten, daß bereits alle Einzelheiten zur perfekten Durchführung bekannt sind. Zweifelsohne
gibt es zahlreiche zu berücksichtigende Details, die noch erforscht werden müssen. Sicher ist, daß
diese Experimente nicht zu den einfachsten gehören, weshalb wiederholte Versuche notwendig sind.

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23. Die größte Fehlerquelle liegt in der Möglichkeit einer Überlagerung verschiedener Bilder infolge
einer nicht präzisen Ortung der Hautplaques.
24. Das Projektionsbild kann verschiedenste Perspektiven des Gegenstandes wiedergeben.
25. Es muß noch weitere Plaques in Verbindung mit entsprechenden Hautfeldern geben, deren
Sensibilisierung nicht zur dermographischen Projektion von Gegenständen führt, sondern wobei etwa
ein Mensch, ein Tier oder eine Pflanze pro-Jiziert werden.
26. Um jede Möglichkeit einer Suggestion auszuschließen, soll der Gegenstand nicht nur der
Versuchsperson unbekannt sein, sondern auch dem Experimentator, dem Photographen und allen
anderen am Experiment Beteiligten. Dazu beauftragt man einen Außenstehenden, einen von ihm
selbst zu wählenden Gegenstand an eine vorher genau vereinbarte Stelle zu plazieren, woraufhin sich
dieser Helfer zurückzugehen hat.
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27. Manchmal beschränkt sich das Projektionsbild auf einen Teil des Gegenstandes.
28. All diese Hinweise haben ihre Gültigkeit auch hinsichtlich der dermographischen Projektionen
von Vergangenheit und Zukunft.
Dermographische Projektion eines unbekannten und sich nicht mehr im Raum befindlichen
Gegenstandes
Die Hautplaque hat einen Durchmesser von etwa l cm und befindet sich in der rechten
Deltoidmuskelgegend, an einer Stelle, die rund 5 mm neben (nach außen hin) der äußeren Axiallinie
des Armes und auf einer Ebene wenige Millimeter über der Achselfalte liegt. Das damit in
Verbindung stehende Hautfeld ist dasselbe wie das des vorher beschriebenen Experimentes.
Aktivierungserscheinungen: l) Ohrenrauschen, 2) Gefühl, eine zusammenziehende Flüssigkeit im
Mund zu haben, 3) Schmerzen im oberen Nackenbereich.
Der Raum, in dem das Experiment ausgeführt wird, muß einige Stunden lang völlig leer stehen.
Danach wird der der Versuchsperson unbekannte Gegenstand für die Dauer von etwa 75 Minuten in
den Raum gestellt bzw. gehängt. Anschließend daran bleibt der Raum wiederum eine Stunde lang
leer, bevor er von der Versuchsperson betreten wird. Diese setzt oder stellt sich nun genau an jene
Stelle, an der sich vorher der Gegenstand befunden hat. Daraufhin kann mit dem Aufladen der
Plaques begonnen werden. Die dermographische Projektion - in diesem Falle der Vergangenheit -
erfolgt dann auf dieselbe Art und Weise wie die des vorhergehenden Experimentes.
Dermographische Projektion eines unbekannten und sich noch nicht im Raum befindlichen
Gegenstandes
Diese Plaque weist einen Durchmesser von 12 mm auf und liegt auf dem linken Handrücken, und
zwar an der Innenseite, also der dem Zeigefinger zugewandten Seite der ersten Inter-digitallinie
(zwischen Daumen und Zeigefinger) und auf einer Ebene, die rund l cm oberhalb des
Mittelhandknochengelenks des Daumes verläuft.
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Aktivierungserscheinungen: l) Kältegefühl im Mund, 2) Schmerzen im oberen Augenhöhlenbereich,

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3) Juckreiz in der Kehle.


Das betreffende Hautfeld ist rechteckig geformt, mißt etwa 6 cm mal 7 cm und befindet sich an der
inneren Außenseite des linken Unterarms in Längsrichtung angeordnet.
Seine innere Längsseite verläuft in einem Abstand von etwa 2 cm vor der inneren seitlichen
Hauptlinie, seine obere Breitseite dagegen 5 bis 6 cm unter der Ellbogenfalte.
Dieses Experiment soll wiederum in einem leeren Raum stattfinden, noch besser würde sich allerdings
ein weiter Platz unter freiem Himmel eignen. Nachdem man Plaque und Hautfeld geortet und
entsprechend gekennzeichnet hat, beginnt man mit der zehn bis fünfzehn Minuten andauernden
Aufladung der Hautplaque. Danach sollte das Hautfeld mit der erwähnten anämisierenden Salbe
behandelt und wieder gereinigt werden. Nun erscheint auf dem Hautfeld die Projektion jenes
Gegenstandes, der sich erst eine Stunde später an genau demselben Platz befinden wird. Dieser
Gegenstand wird fünfzig Minuten nach Beginn der Aktivierungserscheinungen von einem
Außenstehenden, dem das Projektionsbild unbekannt sein muß, frei nach eigenem Gutdünken gewählt
und an die Stelle gesetzt, an der die Versuchsperson vorher gesessen hatte. Während des Zeitraumes
zwischen dem Auftreten der dermographischen Zukunftsprojektion und der Anbringung des
Gegenstandes muß der Raum völlig leer bleiben.
Alle erforderlichen Vorkehrungen sind wiederum identisch mit den in den vorangehenden
Abschnitten bereits erwähnten.
Bevor wir nun zu den Plaques übergehen, die sich auf die interessantesten, bisher völlig unerforschten
Bereiche der Parapsychologie beziehen, seien noch einige Plaques erahnt, deren Stimulierung recht
einfach ist. Die darauf aufgebauten Experimente können für alle jene Leser als eine Art Training
angesehen werden, die sich ernsthaft diesem Porschungsbereich widmen möchten.
Ebenso ist es unserer Meinung nach empfehlenswert, sich zu Beginn einer ernsthaften
Forschungstätigkeit gerade mit den nachstehend beschriebenen Plaques zu befassen, weil die von

85

diesen ausgelösten Phänomene unmittelbar und sofort die Erkenntnis vermitteln, den Kontakt zu einer
neuen, übersinnlichen Dimension gefunden zu haben, in der bisher ungeahnte Zusammenhänge
offenkundig werden.
Das Unsichtbarwerden von Gegenständen, die die Versuchsperson umgeben
Diese Plaque hat einen Durchmesser von 12 mm und befindet sich an der Außenseite des linken
Oberarmes rund l cm hinter der seitlichen Hauptlinie und auf einer Ebene, die etwa 2 cm oberhalb der
Ellbogenfalte verläuft. Während der Ortung der Plaque muß die Versuchsperson einen Gegenstand
sehen, der nicht weiter als l m von ihr entfernt ist (auch eine Wand genügt).
Aktivierungserscheinungen: l) Pulsschlaggefühl im Magen,
2) Zuckungen in der oberen Gesichtshälfte, besonders links,
3) Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Auch diese Plaque muß mindestens 10 Min. bis 15 Minuten lang aufgeladen werden, woraufhin die

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Versuchsperson den Eindruck gewinnt, als würden alle Gegenstände, die sich vor ihr in einer
Entfernung zwischen l m und 10 m befinden, allmählich an Konsistenz verlieren, durchsichtig werden
und sich schließlich vollends auflösen. In den meisten Fällen nimmt die Versuchsperson in der letzten
Phase des Experimentes nur noch die vagen Umrisse der im übrigen für sie unsichtbar gewordenen
Gegenstände wahr, durch die hindurch sie nur noch den weiter entfernt liegenden Hintergrund sieht.
Dieses Unsichtbarwerden bezieht sich indessen nur auf Gegenstände, nicht aber auf Lebewesen.
Menschen, Tiere und Pflanzen sind davon ausgeschlossen. Steht beispielsweise vor der
Versuchsperson ein Mensch, so wird dieser wie von Nebel umhüllt erscheinen, da die Kleidung nur
noch in einer äußerst verschwommenen Form von der Versuchsperson wahrgenommen wird.
Sehen in vollständiger Dunkelheit
Diese Hautplaque ist eine von jenen, die als optimaler Ersatz für eine Reihe technologischer
Hilfsmittel eingesetzt werden könnte (in diesem Fall Geräte zur Erzeugung von Infrarotstrahlen). Sie
weist einen Durchmesser von 12 mm auf und befindet sich auf dem rechten Handrücken,
anschließend (dem kleinen Finger zugewandt) an die Axiallinie des Ringfingers und auf einer Ebene,
die etwa 2,5 cm unterhalb der Handgelenklinie verläuft.
Aktivierungserscheinungen: 1) Kältegefühl in Augen und Mund, 2) Visionen von menschlichen
Gesichtern im Profil, 3) Schmerzen in den Füßen und im oberen Zahnfleisch.
Die Ortung der Plaque muß in absoluter Dunkelheit erfolgen. Nach einer Aufladungsdauer von 10
Min. bis 15 Minuten werden der Versuchsperson die Augen verbunden. Nun wird die Versuchsperson
in einen völlig verdunkelten Raum geführt, wobei darauf geachtet werden muß, daß während dieses
Vorganges die Aufladung nicht unterbrochen wird; am besten wäre ein Raum, den die
Versuchsperson noch nie zuvor betreten hat. Nachdem die Augenbinde abgenommen wurde, wird die
Versuchsperson nun trotz der vollständigen Dunkelheit zu sehen beginnen. In der Endphase dieses
Experimentes kann sie alle im Raum vorhandenen Gegenstände klar erkennen und beschreiben.
Dieses parapsychologische Phänomen ist zweifelsohne von enormer wissenschaftlicher Bedeutung,
wenn man an dessen mögliche Nutzung bei blinden oder sehbehinderten Menschen denkt. So weiß
man, daß in der UdSSR schon seit Jahren Forschungsprojekte im Gange sind, deren Ziel es ist,
Blinden die Möglichkeit zu geben, mit der Haut zu sehen. Wie das alles funktioniert, kann sich heute
noch niemand erklären, doch selbst die offizielle Wissenschaft akzeptiert bereits die Erkenntnis
bezüglich einer im Prinzip vorhandenen Sehfähigkeit der Haut. Calligaris war bereits vor vierzig
Jahren zu dieser Schlußfolgerung gekommen.
Sehen von Bildern, die auf der Haut aufliegen
Hierbei handelt es sich um eine ungewöhnlich große Plaque. Sie mißt im Durchmesser 15 mm und
befindet sich an der vorderen Seite des rechten Unterarmes, direkt auf der Axiallinie des kleinen
Fingers und etwa 7 cm bis 8 cm oberhalb der Handgelenklinie. Zur Sensibilisierung und Ortung dieser
Plaque ist es notwendig, daß die Versuchsperson irgendeinen
87

Gegenstand ansieht, der sich nicht mehr als 1 m entfernt von ihr befindet.
Aktivierungserscheinungen: 1) Schmerzen in der Jochbeingegend und entlang den beiden
Handkanten, 2) Kältegefühl und Gänsehaut vom Nacken bis an die Mitte des Rückens, 3) Drang, sich
die Lippen an den Zähnen zu reiben.

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Vor Beginn der Aufladung werden der Versuchsperson die Augen verbunden. Sobald aufgrund des
erfolgten Eintretens aller drei Aktivierungserscheinungen der Aufladungsvorgang als abgeschlossen
betrachtet werden kann, wird der Versuchsperson ein Bild auf den nackten Rücken gelegt. Es kann
sich dabei um ein Photo, eine Zeichnung oder einen Schriftzug handeln, vermieden werden sollen
lediglich gedruckte Buchstaben. Nach einer Zeitspanne, deren Länge zwischen 5 Minuten und 15
Minuten schwankt, wird die Versuchsperson in der Lage sein, eine detaillierte Beschreibung des ihr
bis dahin unbekannten Bildes zu geben. Die Wichtigkeit solcher Plaques im Zusammenhang mit der
Erforschung neuer Behandlungsmethoden für Sehbehinderte liegt auf der Hand. So spricht Calligaris
von der Existenz einer Reihe weiterer Hautplaques, die mit der Sehfähigkeit des Menschen in
Verbindung stehen. Unter anderem beschreibt Calligaris eine Plaque, deren Stimulierung zu
vorübergehender Kurz- bzw. Weitsichtigkeit führt. Sind solche Sinnesstörungen durch
Plaques-Stimulierung erzeugbar, so müßten sie einer plausiblen Logik zufolge wohl auch analog dazu
beseitigt werden können. Aus der genauen Erforschung solcher Plaques und deren Besonderheiten
ergeben sich nahezu unvorstellbare therapeutische Möglichkeiten, von denen wir heute nur träumen
können.
Der Information halber soll hier eine kurze Beschreibung der letztgenannten Plaque nicht fehlen: Sie
hat einen Durchmesser von 12 mm und liegt an der Innenseite des rechten Unterarmes, rund l cm vor
der Handgelenklinie. Während der Ortung der Plaque soll die Versuchsperson durch ein Fernglas
blicken oder einen grell angeleuchteten Gegenstand betrachten.
Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen in der hinteren Kopihälfte, 2) Gefühl, die Augäpfel wölbten
sich nach innen, 5) Kältegefühl am Mittelfinger der rechten Hand und am kleinen Finger der linken
Hand.
Die Versuchsperson erlebt eine sich allmählich steigernde Weitsichtigkeit. Wird dagegen ein heftiger
Druck auf dieselbe Plaque ausgeübt (paralysierende Ladung), so führt dies bei der Versuchsperson zu
einer gegenteiligen Auswirkung, das heißt sie wird vorübergehend kurzsichtig.
Durch Plaque-Stimulierung erzeugter Zwang, die Wahrheit zu sagen
Der anhaltende Aufladezustand dieser Hautplaque bewirkt bei der Versuchsperson den Zwang, die
Wahrheit zu sagen. Eine wichtige Eigenart dieser Plaque ist es, daß sie im Unterschied zu allen bisher
beschriebenen Plaques eine konsonante Wirkung hat. Das bedeutet, daß die Plaque am Körper der
Versuchsperson stimuliert wird, das Phänomen selbst aber von einer anderen Person (Perzipient)
bemerkt wird. Der sich daraus ergebende Vorteil ist offensichtlich, denn die Versuchsperson selbst ist
nicht in der Lage, den Verlauf des Experimentes in einer von ihr gewünschten Art zu beeinflussen.
Die Plaque hat einen Durchmesser von rund 1 cm und befindet sich an der Vorderseite des rechten
Beines, etwa 1,5 cm vor der äußeren seitlichen Hauptlinie und auf einer Ebene, die zirka 4 cm
oberhalb des Fußknöchels liegt.
Aktivierungserscheinungen: l) Versteifung des Körpers, 2) Schmerzen unter den Finger- und
Zehennägeln, 3) Kältegefühl in der Stirngegend.
Ist die Plaque aufgeladen, so fühlt sich der Perzipient, der sich in einem Umkreis von maximal 10 m
aufhalten muß, dem Zwang unterworfen, nur die Wahrheit zu sagen.
Durch Plaque-Stimulierung gegebene Möglichkeit, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden
Im Unterschied zur vorhergehenden Plaque erzeugt die Stimulierung dieser Plaques (es handet sich
um zwei, wiederum mit konsonanter Wirkung) nicht den Zwang im Perzipienten, nur Wahres zu

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sagen, sondern mit ihrer Hilfe wird es dem Perzipienten möglich, eine wahre Aussage von einer
unwahren zu unterscheiden. Es handelt sich also um ein wei-
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teres Beispiel jener Plaques, deren Phänomenwirkung ein technisches Hilfsmittel vollwertig ersetzen
kann, in diesem Falle den in seiner Entwicklung noch nicht abgeschlossenen Lügendetektor.
Die beiden Plaques haben einen Durchmesser von 12 mm und liegen am unteren Rand der beiden
Schlüsselbeine, jeweils etwa 2 cm von der Mamillarlinie zur Körpermitte hin entfernt. Die Aufladung
der beiden Plaques erfolgt gleichzeitig, die Aktivierungserscheinungen sind identisch mit denen der
vorgenannten Plaques. Der Perzipient muß sich auch hier in einem Umkreis von höchstens 10m
aufhalten, allerdings kann er sich auch hinter einer Wand befinden.
Sagt nun der Perzipient etwas Wahres, so wird dadurch die linke Plaque am Körper der
Versuchsperson sensibilisiert, sagt er dagegen eine Unwahrheit, so reagiert die rechte Plaque.
Sprechen beide Plaques gleichzeitig an, so bedeutet dies, daß der Perzipient bewußt lügt, das heißt, er
denkt während seiner Aussage an die Wirklichkeit der Situation, die er bewußt falsch schildert.
Lesen der Gedanken einer sich vor der Versuchsperson befindlichen Person
Wir beschreiben diese Plaque an dieser Stelle und nicht im Rahmen des nachfolgenden Kapitels über
Telepathie, weil wir darin ausschließlich die gegenseitige Gedankenübermittlung behandeln werden,
während wir es im vorliegenden Fall mit der Fähigkeit zu einer einseitigen Gedankenlesung zu tun
haben.
Die Plaque hat einen Durchmesser von etwa l cm und befindet sich auf dem linken Handrücken,
genau zwischen der Interdigitallinie von Mittel- und Ringfinger und der Axiallinie des Ringfingers,
auf einer Ebene, die ungefähr 5 cm unterhalb der Handgelenklinie verläuft. Zur Sensibilisierung
dieser Plaque muß sich eine zweite Person in einer Entfernung von maximal 10m vor der
Versuchsperson aufhalten.
Aktivierungserscheinungen: l) Blähungsgefühl im Magen,
2) Kribbeln auf der Stirn, den Knien und den Fußrücken,
3) Wärmegefühl im Mund.
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Ist die Plaque aufgeladen, so wird die Versuchsperson in der Lage sein, die Gedanken ihres
Gegenübers zu lesen. Anfangs geschieht dies durch symbolische und assoziative Formen, nach und
nach wird der Empfang in der Versuchsperson aber immer klarer und unmittelbarer.
Übermittlung eines Gedankens an andere Personen
Die Plaque mißt 12 mm im Durchmesser und befindet sich auf dem rechten Fußrücken, 2 cm in
Richtung des linken Fußes von der Axiallinie des Beines entfernt und auf einer Ebene, die 13 mm bis
14 mm unterhalb der Fußgelenklinie verläuft. Diese Plaque wird durch Gedanken sensibilisiert, sie
befindet sich daher praktisch in einem andauernden Sensibilisierungszustand. Ihre
Überempfindlichkeit steigert sich mit zunehmender Einfachheit und Schemahaftigkeit des
vorhandenen Gedankens.

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Aktivierungserscheinungen: l) Durst, 2) Schmerzen am Nasenbein, 3) Wärmegefühl im Innern der


Wangen.
Dieses Experiment ist im Unterschied zu jenen, die im Kapitel über Telepathie behandelt werden,
nicht selektiv, der oder die Gedankenempfänger müssen sich nicht direkt vor dem
Gedankenübermittler (Versuchsperson) aufhalten. Diese ist umgeben von einer beliebig angeordneten
Gruppe von Personen (maximale Entfernung 10 m), die "Empfangsstation" der ausgestrahlten
Gedanken sind. Alle am Experiment teilnehmenden Personen müssen so ruhig und entspannt wie
möglich sein. Sobald die Aktivierungserscheinungen abgeschlossen sind, konzentriert sich der
Gedanken-übermittler auf einen möglichst kurzen Satz, von dessen Inhalt er sich geistig ein klares
Bild zu machen versucht (z.B. "es regnet" oder "es scheint die Sonne" u.a.).
Nach etwa 5 Minuten wird dieser Gedanke von denen empfangen werden, die sich in seiner
unmittelbaren Nähe befinden (im Umkreis von l m bis 2 m). 5 Minuten später erreicht dann der
Gedanke die Empfänger, die sich im Umkreis von 2 m bis 3 m aufhalten, und weitere 5 Minuten
braucht er, um seinen Wirkungsradius um einen weiteren Meter auszuweiten. Nach etwa 45 Minuten
wird der ausgestrahlte Gedanke schließlich auch jene Personen erreicht haben, die sich in der größten,
vom Gedanken noch über-
91

brückbaren Entfernung aufhalten (rund 10 m). Es kommt häufig vor, daß der Gedankenübermittler
nicht in der Lage ist, sich derart lange auf ein und denselben Gedanken zu konzentrieren, so daß nur
die Personen, die sich in seinem engeren Umkreis aufhalten (etwa um die 5 m), vom ausgestrahlten
Gedanken auch wirklich erreicht werden bzw. ihn klar und deutlich wahrnehmen. Voraussetzung für
das gute Gelingen des Experimentes ist es, daß der gewählte Gedanke so einfach und klar wie
möglich ist, denn komplexe Gedankenkonstruktionen laufen Gefahr, den Empfänger verstümmelt und
daher unverständlich zu erreichen. Nach Möglichkeit sollte vermieden werden, den ursprünglichen
Gedanken im Laufe des Experimentes zu erweitern oder mit anderen zu überlagern. Es kann eine
Hilfe für den Gedankenübermittler sein, den gewählten Satz auf einen Zettel zu schreiben, um ihn ab
und zu nachzulesen.
Es muß noch erwähnt werden, daß die Aktivierungserscheinungen in der beschriebenen Form nicht
nur vom Gedanken-übermittler, sondern auch von den einzelnen Gedankenempfängern
wahrgenommen werden.
Musikübertragung auf Entfernung
Diese Plaque gehört zu einer Gruppe von überempfindlichen Hautstellen, durch die ein weiterer
technischer Apparat ersetzt werden kann: das Radiogerät. Ein zusätzlicher Hinweis darauf: Alle
menschlichen Empfindungen sind nichts anderes als eine Nachahmung von Fähigkeiten, die in der
menschlichen Natur selbst schon vorhanden sind.
Die Plaque hat einen Durchmesser von l cm und liegt an der Vorderseite des rechten Oberarmes, etwa
3 cm vor der Axiallinie des Arms (zum Körper hin) und auf einer Ebene, die rund 8 cm unter der
Achselfalte verläuft. Sie wird sen-sibilisiert, indem die betreffende Person ein Musikinstrument spielt
oder aus anderen Quellen Musik hört.
Aktivierungserscheinungen: l) Wärmegefühl im linken Bein, 2) Auftreten von Erinnerungen an
Bewegungsabläufe (Laufen, Fahrradfahren usw.), 5) Kältegefühl in den Zeigefingern.

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Bei diesem Experiment ist es erforderlich, daß nicht nur an der musikübermittelnden, sondern auch an
der musikemp-
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fangenden Person eine Plaque sensibilisiert und aufgeladen wird. Es handelt sich dabei um genau
dieselbe Plaque, die ihren überempfindlichen Zustand erst dann erreicht, wenn die Plaque an der
musikübermittelnden Person voll aufgeladen ist. Die zwischen den beiden Personen liegende
Entfernung spielt dabei keine Rolle, es können also wenige Meter oder auch Hunderte von Kilometern
sein.
Aktivierungserscheinungen: Dieselben wie die der vorgenannten Plaques, mit dem Unterschied, daß
das Kältegefühl der dritten Aktivierungserscheinung auch an den entsprechenden Zehen bemerkt
wird.
Sobald sich beide Plaques in aufgeladenem Zustand befinden, beginnt die perzipierende Person die
von der übermittelnden Person ausgestrahlte Musik zu hören. In den meisten Fällen ist die
Empfangsintensität wie schallgedämpft; je instrumental einfacher und melodisch klarer das
Musikstück ist, desto besser ist auch seine Empfangsqualität. Selbstverständlich können auch die
entsprechenden Plaques an mehreren Versuchspersonen gleichzeitig aktiviert werden, das heißt, daß
eine ganze Gruppe von Personen die jeweilige Sendung "abhören" kann.
Musikempfang auf Entfernung
Noch außergewöhnlicher erscheint uns das von dieser Plaque bewirkte Phänomen. Durch deren
Stimulierung ist es nämlich möglich, über beliebig weite Entfernung Musik zu empfangen, die von
jemandem gespielt wird, der mit der Durchführung des Experimentes überhaupt nichts zu tun hat, also
nicht im geringsten ahnt, daß er sozusagen als "Sender" verwendet wird. Lediglich ein Photo von ihm
liegt unter der linken Handfläche der Versuchsperson.
Diese Plaque mißt im Durchmesser 9 mm und befindet sich in der linken Handfläche zwischen der
äußersten Interdigi-tallinie und der Axiallinie des Ringfingers, auf einer Ebene, die etwa 3,5 cm
oberhalb der Verbindungslinie zwischen Ringfinger und kleinem Finger liegt. Sensibilisiert wird diese
Plaque, indem das Photo einer gerade musizierenden Person verdeckt auf die Handfläche gelegt wird.
Den aufgeladenen Zustand erreicht die Plaque, sobald folgende Aktivierungs-

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erscheinungen eintreten: l) Vision gelber Punkte, 2) Kribbeln in der linken Körperhälfte und
gleichzeitiges Gefühl von Stichen quer durch die rechte Körperhälfte, 5) Gefühl von Zerrungen im
Haar.
Sichtbarwerden von Personen durch eine Wand hindurch
Diese Plaque hat einen Durchmesser von 12 mm und liegt an der Vorderseite des rechten Oberarmes,
2,5 cm von der Axiallinie entfernt (nach außen hin, vom Körper weg), auf einer Ebene, die etwa 5 cm
oberhalb der Ellbogenfalte verläuft. Die Plaque wird sensibilisiert, wenn sich vor der Versuchsperson,
innerhalb einer Entfernung von maximal 10 m, eine Person aufhält.

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Aktivierungserscheinungen: l) Drang, die Schultern zusammenzuziehen, 2) Kribbeln und Hitzegefühl


entlang einem Gesichtsstreifen, der von der Stirn bis an die Halsmitte reicht, 3) leichtes
Schmerzempfinden im ganzen Körper.
Bei aufgeladenem Zustand der Plaque - die Versuchsperson hat ihre Augen geschlossen oder
verbunden - kommt es zu folgendem Phänomenablauf:
Zuerst sieht sie die Wand oder den anderen Abschirmungsgegenstand, der sie von ihrem Gegenüber
trennt. Während der zweiten Phase erblickt sie die einzelnen Schichten, aus der sich das Trennelement
zusammensetzt. Danach nimmt sie das unmittelbar hinter dem Trennelement Vorhandene wahr, in der
Endphase des Experimentes erkennt sie dann schließlich die dahinterstehende Person.
Dieses Experiment führt nur dann zu einem positiven Ergebnis, wenn sich die verborgene Person in
einer geraden Linie vor der Versuchsperson aufhält, das heißt die Gegenüberstellung der beiden
Personen darf keine seitliche Abweichung aufweisen. Je mehrschichtiger das Trennelement ist, desto
interessanter gestaltet sich das ganze Experiment (z.B. ein mit verschiedenen Gegenständen gefüllter
Schrank).
94

Kapitel IV
Telepathie
Die Telepathie ist eines jener parapsychologischen Phänomene, an deren Existenz seit einigen Jahren
niemand mehr ernsthaft zweifelt. Selbst die hartnäckigsten Skeptiker haben mittlerweile ihre Ansicht
geändert. Sogar die sowjetischen Kosmonauten sollen schon seit vielen Jahren systematisch auf
Telepathie trainiert werden, um bei Ausfall aller anderen Kommunikationsmittel diese Fähigkeit
einsetzen zu können.
Gerade auf dem Gebiet der Telepathie besaß Calligaris weitläufige Kenntnisse, die er sich durch
Tausende von Experimenten erarbeitet hatte. Wie schon einleitend zu diesem Buch erwähnt, verstand
Calligaris das Universum als ein Ganzes, das von Strahlungen jeder Art durchdrungen und
durchströmt wird. Und jedes einzelne Geschehen und jeder noch so winzige Gedanke reflektieren im
Universum und werden somit auf einer Ebene des Unterbewußtseins von allen Lebewesen wiederum
aufgefangen. Die Telepathie, das Wahrnehmen von Gedanken oder seelischen Vorgängen anderer
Lebewesen ohne Vermittlung durch die eigenen Sinnesorgane, würde demnach ganz einfach durch
einen Umstand ausgelöst, in dem solche Gedanken und Vorgänge plötzlich in der Lage sind, die
Zensurschranke des Unbewußten zu durchbrechen und damit unser Bewußtsein zu erreichen.
Das parapsychologische Phänomen "Telepathie" ist durch diese Erklärung verständlich.
Wir werden uns nicht weiter mit den wissenschaftlichen Grundlagen dieses Phänomens beschäftigen,
da es zu diesem Thema bereits genügend seriöse Literatur gibt, und sich die meisten unserer Leser
sicherlich schon eingehender damit beschäftigt haben.
Alles im Universum schwingt und strahlt, ebenso vibriert alles im Menschen und wird, getragen von
unterschiedlichen Wellen, nach außen abgestrahlt. So wie man bei einem Rundfunkgerät die richtige
Wellenlänge einstellen muß, um den jeweiligen Sender zu empfangen, genauso muß es im Körper des

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Menschen geschehen, will er die Ausstrahlungen eines anderen Menschen wahrnehmen.


Einige solcher Beispiele aus dem Bereich der Telepathie wurden bereits anhand von konsonant
wirkenden Plaques beschrieben (die Aufladung einer Plaque am Körper eines Menschen bewirkt
aufgrund der übertragenen Abstrahlung die entsprechende Stimulierung einer darauf reagierenden
Plaque am Körper eines anderen Menschen). Die telepathi-sche Übertragung erfolgt stets auf einem
Niveau des Unterbewußtseins. Und in der Tat ist der Perzipient nicht immer in der Lage, das von
seinem Unterbewußtsein Empfangene auf die Ebene seines Bewußtseins zu übertragen, genausowenig
wie der Übermittler vermeiden kann, daß Zustände seines Unterbewußtseins sich mit den
ausgestrahlten Gedanken vermischen. Der Umstand, daß bei telepathischen Kommunikationen häufig
Symbolformen übertragen oder empfangen werden, weist darauf hin, daß die im Unterbewußtsein
wirkenden Mechanismen, durch die die Übertragung der Symbole erfolgt, eine bedeutende Rolle
spielen. Ausgeschlossen werden können derartige "Störfaktoren" am ehesten durch ein unablässiges
oder von kurzen Pausen unterbrochenes Wiederholen des zu übermittelnden Gedankens.
Zur Dynamik der telepathischen Übertragung selbst schreibt Calligaris:
"Übertragen werden weder Bilder noch Worte, Gedanken oder Gefühle, sondern ganz andere Dinge.
Übertragen werden von einem menschlichen Gehirn an ein anderes genau dieselben ätherischen
Vibrationen, die im Gehirn jedesmal dann entstehen, wenn eine geistige Tätigkeit, egal welcher Art
(Gedanken, bildhafte Vorstellungen, Wortbildungen usw.) ausgeübt wird."
Bis hierhin also die Theorie. Von der Praxis her kann jeder, sofern er sich der Plaques bedient, die
unterschiedlichsten Phänomene der Telepathie mit Hilfe entsprechender Experimente selbst erleben
und dadurch zu einer praktischen Bestätigung der theoretischen Behauptung gelangen. Bevor mit der
Beschreibung der einzelnen Experimente begonnen wird, noch ein paar nützliche Hinweise für alle,
die sich damit beschäftigen wollen.
Vor allem müssen die atmosphärischen Bedingungen berücksichtigt werden: Erschwert, wenn auch
nicht vollkommen verhindert, wird die Gedankenübertragung durch Wind, während sie von Nebel,
Regen und warmer Sonne gefördert wird.
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Nahezu undurchführbar sind telepathische Experimente bei Gewitter sowie bei starker Hitze und
extremer Kälte. Ferner zeigt die Erfahrung, daß die telepathischen Phänomene in den ersten
Morgenstunden und bei Sonnenuntergang die stärkste Wirkung haben.
Und nun noch ein paar besondere Hinweise, die als Ergänzung des vorangehenden Kapitels betrachtet
werden sollen:
1. Die Personen sollen möglichst jung, ausgeruht und entspannt sein, dürfen nicht unter Einfluß von
Alkohol stehen oder ausgiebig gegessen haben, kurzum, alle ihre geistigen Fähigkeiten sollen
während des Experimentes den höchstmöglichen Grad an Funktionstüchtigkeit aufweisen.
2. Vor Beginn des Experimentes sollen sich beide Personen getrennt voneinander in einen ruhigen
Raum zurückziehen, um sich ein paar Minuten lang von allen geistigen und körperlichen
Anspannungen zu lösen.
3. Während des Experimentes müssen beide Personen absolute Ruhe haben, am besten im
Halbschatten sein und sich so wenig wie möglich um die Ergebnisse des Experimentes Sorgen
machen.

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4. Die Kleider der Personen dürfen keinerlei Druck auf den Körper ausüben, Brillen werden am
besten abgelegt. Dies alles soll verhindern, daß der Blutkreislauf gestört oder eine fremde Plaque
unbeabsichtigt stimuliert wird.
5. Keine der beiden Personen darf krank oder unwohl sein, denn jede noch so kleine Unpäßlichkeit
kann zu einer starken Beeinträchtigung des Ergebnisses führen.
6. Die Haut der beiden Personen darf auf keinen Fall von Holz, Kohle oder Gummi berührt werden,
da sich dieses Material hemmend auf die Strahlenübermittlung auswirkt. Ein direkter Hautkontakt mit
Erde, Eisen, Aluminium und Salz kann dagegen förderlich sein. Begünstigt wird telepathische
Übertragung durch fließendes Wasser zwischen den beiden Personen.
7. Während des Experimentes dürfen die beiden Personen keine heftigen Körperbewegungen
ausführen. Auf keinen Fall dürfen sie farbige Flächen anstarren, besonders, wenn es sich um grelles
Rot handeln sollte.
8. Werden mit denselben Personen mehrere Experimente durchgeführt, so ist es unbedingt notwendig,
daß zwischen den einzelnen Experimenten stets eine ausreichend lange Ruhe- und Entspannungspause
liegt. Im Laufe eines Experimentes soll immer nur mit ein und derselben Entfernung gearbeitet
werden. Durchführbar sind Telepathieexpenmente sowohl unter freiem Himmel als auch in
geschlossenen Räumen die in der Regel geeigneter sind, weil es dann leichter ist, einen Zustand
völliger Ruhe und Stille herbeizuführen.
9 Die beiden Personen sollen sich möglichst auf demselben Niveau befinden, also nicht die eine im
Gebirge und die andere am Meer, um ein deutliches Beispiel zu erwähnen. Der Gedankenempfänger
sollte sich auf jeden Fall auf einem niedrigeren Niveau befinden als der Gedankenübermittler.
10 Während des Experimentes dürfen sich die beiden Personen nicht damit beschäftigen, die
Entfernung abzuschätzen die zwischen ihnen liegt, denn selbst eine derart einfache geistige Tätigkeit
kann zur Sensibilisierung fremder Plaques führen, durch die das Experiment gestört wird.
11. Hier wie auch bei allen anderen Experimenten dieser Art ist es unbedingt erforderlich, daß sich die
Personen bemuhen, einen Zustand von Gedankenleere zu erreichen, damit sie so wenig wie möglich
abgelenkt werden können. Eine Hilfe kann es sein, wenn sie sich selbst immer wieder Sätze einreden
wie "Ich darf an nichts denken, mich um nichts sorgen, mir nichts vorstellen, ich will nur und nichts
anderes als passiv sein".
Und nun zu den eigentlichen Experimenten und der Beschreibung der entsprechenden Plaques. Am
besten wird mit jenen begonnen, deren Stimulierung zu einer Stärkung der jeweils geforderten
Fähigkeit führt, wobei dieser Verstärkungszu-stand auch nach der Beendigung der Plaqueaufladung
noch lange anhält.
Zur Steigerung der Übermittlungsfähigkeit
Die betreffende Hautplaque mißt l cm im Durchmesser und liegt auf dem linken Handrücken (Abb. 2,
Plaque IV) an der Axiallinie des Ringfingers, leicht in Richtung zur Interdigitallinie zwischen Ring-
und Mittelfinger hin verschoben, und auf einer Ebene, die etwa in der Mitte zwischen den Linien
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des Handgelenks und der Mittelhandgelenke verläuft. Diese Plaque befindet sich normalerweise schon
in einem überempfindlichen Zustand, wird jedoch zusätzlich sensibilisiert, indem die Versuchsperson

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intensiv daran denkt, einen Gedanken telepathisch übertragen zu wollen.


Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen an der Innenseite des linken Armes, 2) Schmerzen an der
linken Ferse, 3) Schmerzen in der rechten Gesichtshälfte, vom Auge bis zum Ohr.
Die Stimulierung dieser Plaque erhöht die Fähigkeit der Person, Gedanken auf telepathischem Wege
zu übertragen. Eine Aufladung durch heftigen Druck führt dagegen zu einer Reduzierung dieser
Fähigkeit.
Zur Steigerung der Empfangsfähigkeit
Diese Plaque (Abb. 2, Plaque V) weist auch wieder einen Durchmesser von l cm auf und liegt rund 3
cm genau über der vorgenannten, also knapp unter der Handgelenklinie.
Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen im Hals, 2) Kältegefühl auf beiden Handrücken, 3)
Mikropsie des linken Auges.
Aufgeladen wird diese Plaque am Körper jener Person, deren telepathische Empfangsfähigkeit erhöht
werden soll.
Zur Feststellung, welche der beiden telepathischen Fähigkeiten (Ausstrahlung oder Empfang) stärker
ist
Es handelt sich hierbei um drei Hautplaques, die zusammen mit den beiden vorangehenden eine
wichtige Experimenthilfe darstellen, zumal damit die in den Personen vorhandene Veranlagung
bestimmt werden kann.
Alle drei Plaques haben einen Durchmesser von l cm und liegen in gleichmäßigem Abstand
voneinander etwa l cm links der vorderen Medianlinie des Halses, zwischen dem unteren Rand des
Kehlkopfes und dem oberen Rand des Schlüsselbeines (Abb. 2, Plaques I, II, III). Nun werden alle
drei Plaques hintereinander stimuliert. Die Plaque, deren Aktivierungserscheinungen am intensivsten
wahrgenommen werden, weist auf die stärkste natürliche Veranlagung der Versuchsperson hin.
Plaque I: Ausgeprägtes Empfangsvermögen;
Plaque II: Übertragungs- und Empfangsfähigkeit sind gleichwertig ausgebildet;
Plaque III: Starke Veranlagung zur Ausstrahlung vorhanden.
Aktivierungserscheinungen (gleich für alle drei Plaques): l) Gefühl der Uberempfindlichkeit in den
Eingeweiden und den Sinnesorganen, 2) Wärmegefühl an der Stirn, 3) Kribbeln auf der Zunge.
Die Stimulierung dieser Plaques führt überdies zu einer weiteren zusätzlichen Steigerung der
entsprechenden Fähigkeiten.

Zur progressiven Entwicklung der in jedem Menschen latent vorhandenen telepathischen Fähigkeiten
Es handelt sich um zwei Plaquegruppen, bestehend aus 30 Einzelplaques, die einen Durchmesser von
9 mm bis 10 mm aufweisen. Die erste der beiden Gruppen befindet sich an der Vorderseite der beiden

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Arme (15 Plaques am rechten und 15 am linken Arm) für das Training zur progressiven Entwicklung
des telepathischen Empfangsvermögens. Angeordnet sind die Plaques genau auf der Axiallinie des
jeweiligen Daumens. Der Abstand zwischen den Plaques mißt 2 cm bis 3 cm. Die oberste Plaque liegt
auf einer Ebene, die das mittlere Drittel des Oberarms durchquert, während die unterste Plaque
ziemlich genau auf jener Querlinie liegt, die das mittlere vom unteren Drittel des Unterarms trennt
(Abb. 2, 1-15, 16-30).
In der Reihenfolge von der obersten Plaque des rechten Armes bis zur untersten des linken Armes
werden nun alle 30 Plaques hintereinander, ohne auch nur eine zu überspringen, aufgeladen.
Die Aktivierungserscheinungen sind bei allen 30 Plaques gleich: l) Muskelschmerz in den Beinen, 2)
Kribbeln in der oberen Hälfte der linken Hand, 3) Schmerzen im unteren Zahnfleisch.
Soll dagegen das telepathische Übermittlungsvermögen trai-
101

niert werden, so stimuliert man in derselben Reihenfolge eine an der hinteren Seite der Arme, analog
zur ersten, angeordnete zweite Gruppe von Plaques (Abb. 2, rechte Figur 1-15, 16-30).
Aktivierungserscheinungen: l) Muskelschmerzen in den Armen, 2) Kribbeln in der oberen Hälfte der
rechten Hand 3) Schmerzen im oberen Zahnfleisch.
Besonders wichtig ist, daß keine Plaque übergangen wird und die nachfolgende Plaque immer erst
dann stimuliert wird, wenn die ihr vorangehende bereits voll aktiviert ist. Unter diesen insgesamt 60
Plaques befinden sich meist einige, die bereits einen natürlichen Zustand von Hyperästhesie
aufweisen. Je mehr solche bereits aktivierten Plaques an einer Person festgestellt werden, desto
ausgeprägter sind ihre natürlichen telepathischen Veranlagungen.
Ankündigung einer telepathischen Übertragung
Ist eine telepathische Übertragung geplant, so kann der dafür bestimmte Empfänger davon in Kenntnis
gesetzt werden, damit er sich entsprechend auf den Empfang der Übermittlung einstellen kann.
Dazu muß eine Plaque stimuliert werden, die einen Durchmesser von 14 mm hat und sich an der
vorderen Seite des rechten Unterarmes des Übermittlers befindet, etwa 2 cm von der Axiallinie des
Armes entfernt (zwischen der verlängerten Axiallinie des kleinen Fingers und der Interdigitallinie, die
zwischen dem kleinen Finger und dem Ringfinger verläuft) und auf einer Ebene, die rund l cm bis 2
cm unterhalb der Linie liegt, die den Unterarm in zwei Hälften aufteilt (vgl. dazu auch Abb. 2 und
deren Beschreibung). Diese Plaque wird sensibilisiert, indem der Übermittler intensiv an jene Person
denkt, die die angekündigte telepathische Übertragung empfangen soll.
Aktivierungserscheinungen: l) Wirbelndes Gefühl in den Augen, 2) Drang zum andauernden
Speichelschlucken, 3) Schmerzen entlang der ganzen Medianlinie des Körpers.
Sobald diese Plaque stimuliert ist, treten in der "angepeilten" Person folgende Erscheinungen auf: l)
Hemmung der geisti-
102

gen und körperlichen Tätigkeiten sowie verstärktes Herzklopfen, 2) Eindruick, beim Namen genannt
zu werden und gleichzeitiges Geftühl eines physischen Kontaktes, 3) Drang, an den Übermittler zu

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denken, selbst wenn dieser nicht persönlich bekannt sein sollte, 4) deutliches Gefühl, irgendetwas
Unbestimmtes zu erwarten, 5) Kältegefühl an den Händen und Gänsehaut ülber den Rücken oder
kalter Schweißausbruch.
Natürlich muß der Empfänger über diese Symptome Bescheid wissen, um sie als Ankündigung einer
telepathischen Übertragung interpretieren zu können.
Darüber hinaus gilbt es eine Hautplaque, deren Stimulierung es ermöglicht, an mehrere Personen
gleichzeitig eine solche Ankündigung zu übermitteln, genauer gesagt an alle jene Personen, die über
diie erwähnten Symptome Bescheid wissen und sich in einem Umkreis aufhalten, dessen größter
Radius 2000 km messen kann. Sensibilisiert wird diese Plaque, indem sich die Versuchsperson nicht
auf eine bestimmte Person, sondern auf eine Psersonengruppe konzentriert. Die betreffende Plaque hat
einein Durchmesser von 12 mm und sitzt an der Innenseite des linlken Daumens, zwischen dessen
Axiallinie und der an seiner Innenseite entlanglaufenden seitlichen Hauptlinie, in der oberen Hälfte
des hinteren Fingergliedes.
Aktivierungserscheinungen: l) Gefühl von Anschwellungen unter den Schulterrn, 2) Drang, mit dem
Kopf zu zucken und die Augen nach oben zu drehen, 3) Schmerzen im Bereich des rechten Auges.
Ist die Plaque aufgeladen, so treten gleichzeitig bei allen Empfängern die fünf bereits erwähnten
Empfangssymptome in Erscheinung.
Für den Fall, daß die anvisierte Person gerade schläft und sich nicht weiter alls 10 km vom
Übermittler entfernt aufhält, gibt es noch eine dritte Möglichkeit der telepathischen Ankündigung. Die
hierfür zu aktivierende Plaque hat einen Durchmesser von l cm und befindet sich auf dem rechten
Fußrücken, knapp unterhalb der Fußgelenklinie und genau auf der Interdigitaillinie des großen Zehs.
Aktivierungserschieinungen: l) Schmerzen in der linken Lendengegend unterhialb der Rippen, 2)
Tränenbildung, 3) Gefühl einer Knotenibildung im Hals.

103

Das Experiment mit dieser Plaque kann nur dann zu einem positiven Resultat führen, wenn der
"Angepeilte" im Moment der Ausstrahlung schläft. In diesem Falle wird er nach wenigen Minuten
erwachen und die beschriebenen Symptome verspüren. Ist der Empfänger dagegen schon vorher
wach, so nimmt er von alledem nichts wahr, weil in diesem Falle die Übermittlung nur von einer
speziellen Ebene des Unbewußten aufgefangen werden kann, deren Empfangsfähigkeit aber durch den
Zustand des Wachseins beeinträchtigt wird.
Die Verbindung zwischen voneinander entfernten Personen
Es wurde schon vom Universum gesprochen als ein von Strahlen und Schwingungen aller Art
durchflutetes Ganzes, worin jedes einzelne Eebewesen eine Quelle solcher Strahlen und
Schwingungen ist. Genauso wurde das unter dem Begriff der telepathischen Kommunikation bekannte
Phänomen mit einer Rundfunk- oder Fernsehsendung verglichen, deren Klänge und Bilder ebenfalls
in Form von unsichtbaren und nicht spürbaren Schwingungen ausgestrahlt, übertragen und empfangen
werden. Und wie sich bei jeder Art von Funksendung die Strahlenquelle und der Strahlenempfänger,
also Sender und Empfangsgerät aufeinander einstellen müssen, um den Empfang zu ermöglichen und
eine optimale Qualität zu erreichen, so geschieht es auch in der telepathischen Kommunikation
zwischen zwei oder auch mehreren Lebewesen.

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

Es werden nun jene Hautplaques besprochen, mit deren Hilfe die Resonanzabstimmung zwischen
zwei sich weit voneinander entfernt aufhaltenden Personen erheblich erleichtert werden kann.
Calligaris weist zwar darauf hin, daß es eine Reihe von Plaques gibt, durch deren Stimulierung die
telepathische Verbindung über weite Entfernungen abgestimmt werden kann, ungeachtet der
Standorte der betreffenden Personen. Leider fanden wir in den uns zur Verfügung stehenden Schriften
lediglich seine Beschreibung der Plaques, die sich auf die Abstimmung der Verbindung zwischen
zwei Personen beschränken, die sich genau linear gegenüberstehen, egal in welcher Entfernung
(vergleichbar mit einem Fernsehsender, dessen Wellen sich bekanntlich im Unterschied zu denen der
Rundfunksender nur über eine gerade Linie hin ausbreiten). Anders als die bisher behandelten müssen
diese Plaques sowohl am Körper des Übermittlers als auch am Körper des Empfängers aktiviert
werden. Calligaris selbst hat damit eine ganze Reihe erfolgreicher Experimente zwischen den Städten
Udine und Nizza ausgeführt, zusammen mit seinem Freund und Kollegen Leprince. (Luftlinie 500
km)
Am Körper des Übermittlers hat die Plaque einen Durchmesser von ungefähr 11 mm (im Unterschied
zu anderen Plaques variiert ihre Größe im Verhältnis zum allgemeinen Körperbau) und befindet sich
auf dem Rücken des rechten Zeigefingers, direkt auf dessen Axiallinie in leicht versetzter Position
(ein Viertel des Durchmessers liegt an der dem Daumen zugewandten Seite, drei Viertel davon liegen
an der anderen Seite, also dem Mittelfinger zugewandt). Zu lokalisieren ist sie in der oberen Hälfte
des mittleren Fingergliedes. Während der Aufladung der Plaque muß der Übermittler dem Standort
des Empfängers zugewandt sein, unabhängig davon, in welcher Entfernung sich dieser aufhält. Die
ersten Experimente mit diesen Plaques sollten mit zwei Personen erfolgen, die nur wenige Meter
voneinander entfernt sind.
Aktivierungserscheinungen: l) Leichtes Wiegen mit dem Kopf, 2) Muskelzucken im linken Lid, 3)
Kältegefühl an der rechten Fußsohle.
Die am Körper des Empfängers zu aktivierende Plaque ist identisch mit der am Körper des
Übermittlers, nur befindet sie sich - in der Symmetrie eines Spiegelbildes - auf dem Rücken des
linken Zeigefingers (Calligaris weist in diesem Zusammenhang darauf hin, daß generell gesehen die
rechte Körperhälfte als Träger der meisten Übermittlungsfunktionen betrachtet werden kann, während
die linke Körperhälfte nahezu alle die für den Empfang erforderlichen Sensibilitäten aufweist.
Interessante Analogien dazu lassen sich in der vorwiegend vorhandenen Rechtshändigkeit des
Menschen feststellen: In der Kunst des Handlesens, in manchen kirchlichen Traditionen usw.).
Sensibilisiert wird diese Plaque am Empfänger unter folgenden Voraussetzungen: Die Plaque des
Übermittlers muß bereits stimuliert sein, der Empfänger muß aufrecht stehen und sich mit erhobenem
linken Arm langsam im Kreis drehen (wie z.B. eine Peilantenne, die so lange ausgerichtet wird, bis sie
genau der Signallinie zugewandt ist). Sobald die Plaque reagiert, also auf die sie beeinflussenden
Reize hyperästhetisch anspricht, unterbricht der Empfänger
105

seine Orientierungsbewegung und setzt sich in dieser Stellung hin. Die notwendige Verbindung für
eine telepathische Kommunikation ist damit hergestellt und präzise abgestimmt.
Aktivierungserscheinungen: l) Leichtes Wiegen mit dem Kopf (natürlich in spiegelbildlicher
Symmetrie zum Vorgenannten), 2) Muskelzuckungen im rechten Lid, 3) Kältegefühl an der linken
Fußsohle.
Je größer die Präzision der Ortung und Aufladung dieser Plaque ist, desto klarer und ungestörter wird

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

auch der telepathische Kontakt zwischen den beiden Personen sein. Vom Prinzip her sind diese
Plaques derart strahlenintensiv, daß sie auch über Entfernungen von 20.000 km wirksam sind
(praktisch kann damit jeder beliebige Punkt auf der Erde erreicht werden), ihre größte Wirksamkeit
erstreckt sich dagegen über einen Radius von etwa 50 km.
Da gerade bei der Aufladung dieser Plaques die höchstmögliche Präzision von besonderer Bedeutung
ist, sollen noch ein paar zusätzliche Hinweise gegeben werden, die speziell für die ersten Experimente
dieser Art nützlich sein können.
Sobald sich Übermittler und Empfänger in einer Entfernung von wenigen Metern genau
gegenüberstehen, sensibilisiert sich die Plaque des Übermittlers; es kann also sofort mit der Ortung
begonnen werden. Ist die Plaque genau geortet, so markiert man ihre Position am besten mit einem
Stift, zumal auch nur geringfügige Lageabweichungen während des Aufladens unbedingt vermieden
werden müssen.
Die Plaque muß während der gesamten Dauer des Experimentes in aufgeladenem Zustand gehalten
werden. Kaum hat die Plaque am Körper des Übermittlers ihren vollen Aufladezustand erreicht, wird
analog dazu mit der Ortung der Plaque am Körper des Empfängers begonnen. Sobald der Empfänger
während der darauffolgenden Aufladung seiner Plaque die beschriebenen Aktivierungserscheinungen
erlebt, ist der telepathische Kontakt zwischen den beiden Versuchspersonen hergestellt - das
eigentliche Experiment der telepathischen Übertragung kann damit beginnen.
Interesse halber sei noch erwähnt, daß diese Kontaktplaques zweier sich genau gegenüberstehenden
Personen auch ohne Reizung sensibilisiert werden, wenn beide Personen gleichzeitig an ein und
dasselbe Wort, dieselbe begriffliche Einheit oder dasselbe Bild denken, und sie sich im selben
Moment gleich bewegen. Vom theoretischen Aspekt her betrachtet ist diese Erkenntnis sehr wichtig,
da sie eine Bestätigung der These darstellt, wonach der bewußte telepathische Kontakt auf ein
einfaches Phänomen der Resonanz, sozusagen des gegenseitigen Mitschwingens zwischen zwei
Personen zurückzuführen ist.
Die Feinabstimmung der Verbindung
Ist die Verbindung zwischen den zwei Personen einmal hergestellt, so steht der eigentlichen
telepathischen Übertragung von Gedanken, Bildern oder Gefühlen nichts mehr im Wege. Wollen wir
aber ein Höchstmaß an Übertragungs- und Empfangsqualität erreichen, so besteht die zusätzliche
Möglichkeit, mit Hilfe einer weiteren Reihe von Plaques eine Art Feinabstimmung des bereits
zustandegekommenen Kontaktes herbeizuführen. Jede einzelne dieser Plaques ist nur für einen
bestimmten Entfernungsbereich zuständig, das heißt ihre Stimulierung führt nur dann zur erwünschten
Feinabstimmung, wenn die Entfernung zwischen den beiden Personen innerhalb eines gewissen
Bereiches liegt. Um welchen Entfernungsbereich es sich dabei handelt, das erkennt man wiederum
daran, daß die entsprechende Plaque einen hyperästhetischen Zustand aufweist, wenn sich die beiden
Personen in jenem Entfernungsbereich aufhalten, für den diese Plaque zuständig ist. Für diese
Feinabstimmung des telepathischen Kontaktes müssen diese Plaques nur am Körper des Empfängers
geortet und stimuliert werden.
Hier nun eine kurze systematische Aufzählung der wichtigsten Plaques aus dieser Gruppe:
l. Entfernungsbereich: l m bis 10 m. Durchmesser: 9 mm bis 10 mm. Position: in der linken
Handfläche auf der Axiallinie des Mittelfingers, leicht verschoben (um etwa l bis 2 mm) in Richtung
der Axiallinie des Zeigefingers, auf einer Ebene rund 5 mm oberhalb des inneren Ansatzpunktes des
Daumens. Die Plaque wird aktiviert, indem der Übermittler einen Gedanken in Richtung des
Empfängers ausstrahlt.

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen in der rechten Magengegend, 2) Kribbeln im linken Teil


des Oberkörpers, 3) Schmerzen an der Ferse des linken Fußes.
107

2. Entfernungsbereich: l m bis 100 m. Durchmesser: l cm. Position: an derselben Längslinie wie


Entfernungsbereich l, jedoch auf einer rund 3 cm höheren Ebene, die etwa durch die Mitte des
Daumenballens verläuft.
Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen am rechten Unterarm, 2) Schließen der Augen, 3) Zittern an
der Unterlippe, speziell in der rechten Gesichtshälfte. Zur zweiten Aktivierungserscheinung noch ein
nützlicher Hinweis: Schließt der Empfänger die Augen nicht völlig, so muß die Aufladung leicht nach
unten (in Richtung der Finger) verlagert werden; schließt er das rechte Auge mehr als das linke, so
muß die Aufladung leicht nach links verschoben werden; schließt dagegen das linke Auge mehr als
das rechte, dann bedeutet dies, daß die Stimulierung zu weit links ausgeführt wird, sie muß also ein
wenig nach rechts verschoben werden. Bei diesen Verschiebungen handelt es sich immer nur um
Bruchteile von Millimetern.
3. Entfernungsbereich: 100 m bis 500 m. Durchmesser: l cm. Position: wie unter l, jedoch auf einer
Ebene, die etwa 4 cm oberhalb der Handgelenklinie verläuft.
Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen am rechten Unterarm, 2) Kältegefühl in den Ohrmuscheln,
3) Hustenreiz. Wie schon bei der vorhergehenden Plaque, so ist auch hier wieder die zweite
Aktivierungserscheinung eine Art Meßinstrument, mit deren Hilfe festgestellt werden kann, ob die
Plaque präzise geortet worden ist oder nicht. Ist das Kältegefühl zu schwach, so ist die Aufladung
leicht nach oben zu verschieben, ist es zu stark, dann entsprechend nach unten. Eine leichte Links-
bzw. Rechtsverschiebung der Aufladeposition ist erforderlich, wenn das Kältegefühl in einer der
beiden Ohrmuscheln, also in der rechten bzw. linken, stärker ist als in der anderen. Ähnliches gilt
auch für die jeweils zweite Aktivierungserscheinung aller restlichen noch beschriebenen Plaques.
4. Entfernungsbereich: 500 m bis 1000m. Durchmesser: 1cm. Position: etwa 2 cm oberhalb wie bei l.
Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen am rechten Oberarm, 2) Einschlafen der beiden kleinen
Finger, 3) Kribbeln im Hals.
5. Entfernungsbereich: l km bis 2 km. Durchmesser: wieder 1 cm (gleichbleibend für alle restlichen
Plaques). Position: 2 cm oberhalb wie bei l. Aktivierungserscheinungen: l) Drang, mit den Beinen zu
pendeln, 2) Kältegefühl an den Wangen, 3) Nies- und Schnupfreiz.
6. Entfernungsbereich: 2 km bis 5 km. Diese Plaque befindet sich rund drei Fingerbreit oberhalb der
vorhergehenden. Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen an der Vorderseite der Oberschenkel, 2)
Kribbeln in den beiden Daumen, 3) Zuckungen in der linken Schläfengegend.
7. Entfernungsbereich: 5 km bis 10 km. Position: zwei Fingerbreit weiter oben.
Aktivierungserscheinungen: l) Schwächegefühl im Oberkörper, 2) Schmerzen in den beiden
Hüftknochen, 3) Schmerzen in der Gegend oberhalb des inneren linken Fußknöchels.
8. Entfernungsbereich: 10 km bis 20 km. Die Plaque liegt etwa vier Fingerbreit über der
vorhergenannten, also knapp unterhalb der Ellbogenfalte. Aktivierungserscheinungen: l) Versteifung
der Nackenmuskeln, 2) Schmerzen an allen Fingernägeln, 3) Einschlafen des linken Fußes.
9. Entfernungsbereich: 20 km bis 40 km. Position: Rund zwei Fingerbreit über der vorhergehenden,

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

also 2 cm bis 3 cm oberhalb der Ellbogenfalte. Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen im mittleren


Abschnitt der Wirbelsäule, 2) Hautbrennen an der äußeren Kante des linken Unterarms (in diesem
Fall ausnahmsweise keine doppelseitig auftretende Erscheinung), 3) Schmerzen arn hinteren linken
Teil des Unterkiefers.
10. Entfernungsbereich: 40 km bis 100 km. Position: Rund sechs Fingerbreit weiter oben, also etwa in
der Mitte des Oberarms. Aktivierungserscheinungen: l) Kältegefühl im Nacken, 2) Schmerzen am
äußeren Rand der Kniescheiben, 3) Händezittern.
1L Entfernungsbereich: 100 km bis 200 km. Die Plaque
109

liegt wieder an derselben Längslinie, etwa auf der Höhe der Achselfalte.
Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen unter dem Kinn, 2) Schmerzen an beiden Hüften, 3)
Kältegefühl in den Beinen.
12. Entfernungsbereich: 200 km bis 2000 km. Die Plaque liegt etwa 2 cm oberhalb der vorgenannten.
Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen in der rechten Körperhälfte, 2) Schmerzen entlang einem
Querstreifen der beiden Handrücken, 3) Schmerzen an der linken Ferse.
13. Entfernungsbereich: 2000 km bis 5000km. Position: Etwa 4 cm weiter oben, an der Schultergel
enklinie. Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen quer über den Unterleib, 2) Kribbeln in den
Nasenhöhlen, 3) Schmerzen am Mittelfinger der linken Hand.
14. Entfernungsbereich: 5000 km bis 10.000 km. Die Plaque liegt wiederum an derselben Längslinie,
rund 2 cm oberhalb der vorhergehenden. Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen am linken
Handrücken, 2) Schmerzen in einem rechteckig geformten Hautfeld an beiden Seiten der Brust, 3)
Zerrschmerzen an der Außenseite des rechten Oberschenkels.
Damit beendet Calligaris seine Aufzählung der Plaques zur Feinabstimmung des telepathischen
Kontaktes über verschiedene Entfernungen hinweg. Jene Serie von Plaques, die sich auf noch größere
Distanzen bezieht, ist kaum von praktischem Interesse.
Nun noch ein paar kleine Hinweise zu den geschilderten Plaques, die übrigens alle auf Abbildung Nr.
3 dargestellt sind.
Werden die georteten Hautplaques markiert, so muß Rot als Markierungsfarbe unbedingt vermieden
werden. Keine der beiden Personen darf während des Experimentes rote Gegenstände vor sich haben.
Dagegen ist es für die Sensibilisierung dieser Plaques empfehlenswert, wenn die Versuchsperson eine
hellgrüne, mit vielen kleinen dunkelbraunen Punkten durchsetzte Fläche anschaut. Die Haut der
Versuchsperson soll außerdem nicht mit Wasser oder Eis in Berührung kom-
110

men. Während des Experimentes darf der Empfänger an alles denken, nur nicht an den Übermittler.
Hingegen erleichtert der Übermittler die Aufladung der Plaques, wenn er dabei intensiv an die
Physiognomie des Empfängers denkt (möglichst mit geschlossenen Augen). Es kann vorkommen - die
Ursachen sind noch ungeklärt -, daß eine Plaque erst ein paar Sekunden nach Beginn der
telepathischen Übertragung ihren Aufladezustand erreicht und diesen Zustand auch nach Beendigung
des Experimentes noch eine Zeitlang beibehält.

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Die Übertragung eines Bildes


Sind die bisher geschilderten Vorbereitungen abgeschlossen, so kann mit dem eigentlichen
Experiment der telepathischen Übertragung begonnen werden. Die Hautplaque, deren Stimulierung
die telepathische Übermittlung eines Bildes über eine Entfernung von l m bis 5 km ermöglicht, weist
einen Durchmesser von 12 mm auf und befindet sich auf dem rechten Handrücken des Übermittlers,
zwischen der Axiallinie des Zeigefingers und der zwischen diesem und dem Mittelfinger laufenden
Interdigitallinie, etwa l cm oberhalb des Fingeransatzes. Sensibilisiert wird diese Plaque durch das
einfache Betrachten eines Gegenstandes, eines Photos oder einer Zeichnung. Wichtig dabei ist, daß es
sich stets nur um ein Betrachtungsobjekt handelt.
Aktivierungserscheinungen: l) Muskelzuckungen und Zittern im Innern des Oberkörpers, 2)
Schmerzen unter den Zehennägeln, 3) Gefühl der Müdigkeit mit entsprechendem Hang zum
Schließen der Augen.
Beim Empfänger stellen sich dagegen folgende Aktivierungserscheinungen ein: l) Hin- und
Herbewegen des Kopfes, 2) Kältegefühl am Oberkörper, 3) Schmerzen am Knöchel des linken Fußes.
Diese Plaque muß so präzise wie nur möglich geortet und markiert werden, da selbst eine minimale
Abweichung von ihrer genauen Position zu einer relativ starken Beeinträchtigung des Experiments
führen kann. Die genaue Ortung der Plaque wird am besten wie folgt ausgeführt: Bei verschlossenen
oder verbundenen Augen konzentriert sich der Übermittler auf die bildhafte Vorstellung irgendeines
Gegenstan-
111

des, während der Experimentator mit dem entsprechenden Stimuliergerät die die Plaque betreffende
Hautzone reizt. Je deutlicher der Übermittler Form und Beschaffenheit seines Vorstellungsobjektes
wahrnimmt, desto präziser ist die geortete Plaqueposition. Eine weitere Bestätigung für die genau
erfolgte Ortung der Plaque kann durch die bereits erwähnte paralysierende Aufladung herbeigeführt
werden (heftiger Druck des Stimuliergerätes auf die Plaque).
Ist die Plaque genau geortet, so wird der Übermittler in diesem Fall nicht mehr imstande sein, sich auf
das gewählte Vorstellungsobjekt zu konzentrieren. Sobald der Experimentator die Gewißheit hat, die
Plaque mit äußerster Genauigkeit geortet zu haben, kann er mit deren Aufladung beginnen. Kaum
erreicht die Plaque ihren Aufladezustand, wird der Empfänger das übertragene Bild, das ihm
unbekannt sein muß, allmählich wahrnehmen. Wichtig ist auch, daß der Übermittler während der
Übertragungsphase bemüht bleibt, sich ausschließlich auf das zu übertragende Objekt zu
konzentrieren und dieses Bild mit keinem anderen Gedanken überlagert. Das für die Übertragung
gewählte Bild sollte während der ersten Experimente so einfach und schematisch wie möglich sein. Es
sollte kein Rot enthalten, jedenfalls darf diese Farbe nicht vorherrschend sein. Zur besseren Isolierung
des betreffenden Bildes ist es ratsam, es in die Mitte eines großen weißen Papierbogens zu legen.
Während der Aufladung, deren Dauer zwischen 5 Minuten und 15 Minuten betragen soll, wird nun
der Übermittler in regelmäßigen Abständen die Augen offnen und wieder schließen, sich das Bild also
immer wieder intensiv ansehen, um es sich dann mit geschlossenen Augen besser und genauer
vorstellen zu können. Der Empfänger dagegen hält in dieser Phase entweder die Augen geschlossen,
oder aber er betrachtet eine graue Fläche. Nach wenigen Minuten wird er in der Lage sein, das
empfangene Bild in seiner Vollständigkeit zu schildern oder auch nachzuzeichnen, wenn man ihm ein
Schreibgerät gibt (keinen Bleistift, da, wie schon erwähnt, jeder Kontakt mit Holz vermieden werden
soll).

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Die Übertragung eines körperlichen Gefühls


Diese Plaque mißt im Durchmesser 12 mm und ermöglicht die Übertragung jeder Art physischer
Empfindungen über
112

eine Entfernung zwischen l m und 50 km. Sie befindet sich auf der seitlichen Hauptlinie an der
Innenseite des linken Beines, etwa 8 cm oberhalb der Knöchellinie.
Aktivierungserscheinungen beim Übermittler: l) Neigung zu einer übertriebenen Reizbarkeit, 2)
Vision roter Flächen, 3) Krampf in der Rückenmuskulatur.
Aktivierungserscheinungen beim Empfänger: l) Gefühl allgemeiner Entspannung, 2) Schmerzen im
Mund, 3) Schmerzen am äußeren Winkel des rechten Auges.
Am leichtesten übertragbar sind alle jene physischen Empfindungen, die nicht mit Schmerz
verbunden sind. Auch die Intensität des zu übermittelnden Gefühls kann ausschlaggebend sein für das
einwandfreie Gelingen des Experimentes.
Die Übertragung eines Gedankens
Diese Plaque, die sicherlich zu den wichtigsten überhaupt gehört, dient zur Übertragung von
Gedanken über Entfernungen zwischen l m und 10 km. Sie weist einen Durchmesser von 11 mm bis
12 mm auf und liegt an der vorderen Seite des linken Pulses, zwischen der inneren seitlichen
Hauptlinie und der Interdigitallinie zwischen dem kleinen Finger und dem Ringfinger, etwa einen
halben Zentimeter oberhalb der Handgelenkfalte.
Aktivierungserscheinungen beim Übermittler: l) Schmerzen im hinteren und oberen Bereich des
linken Fußes, 2) Schmerzen am äußeren Bereich der Schultern, 3) Kältegefühl oder Kribbeln im
Nacken.
Aktivierungserscheinungen beim Empfänger: l) Zuckungen an den Lidern, 2) Schmerzen in der linken
Schulter und entlang der Außenseite des linken Arms, 3) Kribbeln in der Nase.
Auch hier sollte der zu übermittelnde Gedanke während der ersten Experimente dieser Art so kurz,
einfach und schematisch wie möglich sein. Förderlich ist es, wenn sein Inhalt zu einer Anteilnahme
des Empfängers führt. Der Gedanke sollte ohne Schwierigkeit in Form eines Satzes ausgesprochen
werden können. Eine Übertragungshilfe kann es sein, wenn der Übermittler vor Beginn des
Experimentes den betreffenden Gedanken so stark wie möglich in sich aufnimmt, indem

113

er sich im Geiste den entsprechenden Satz immer wieder vorsagt oder ihn auf einen Zettel schreibt
(nicht mit Rotstift!) und ihn von dort wiederholt abliest. Soweit dies möglich ist, sollten die einzelnen
Wörter des Gedankensatzes ein Klangbild aufweisen, in dem sich Vokale und Konsonanten
harmonisch abwechseln. Solche Wörter, in denen nur wenige Selbstlaute, dafür aber ganze
Aneinanderreihungen von Mitlauten enthalten sind, sollten nach Möglichkeit vermieden werden.
Sobald mit der Plaqueaufladung begonnen wird, muß auch der Übermittler beginnen, sich auf den zu
übertragenden Gedanken zu konzentrieren. Das Signal für den Beginn der Aufladung sollte deshalb

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vom Übermittler selbst gegeben werden. Stellt sich aber trotzdem eine zeitliche Verschiebung
zwischen dem Beginn der beiden Tätigkeiten ein, so ist es ratsam, das Experiment zu unterbrechen,
um es nach ein paar Minuten wieder aufzunehmen. Befindet sich der Empfänger außerhalb der
Hörweite, so kann die Übertragung dadurch unterstützt werden, daß der Übermittler zu Beginn der
Übertragung den entsprechenden Satz laut und deutlich ausspricht. Dies sollte, wie erwähnt, zu
Beginn der Übertragungsphase geschehen. Während der gesamten Aufladungsphase soll sich der
Übermittler dagegen nur geistig auf den gewählten Satz konzentrieren. Der Empfänger nimmt den
übertragenen Gedanken stets graduell, stufenweise wahr, das heißt, der betreffende Gedanke löst sich
nur allmählich aus einem Durcheinander von Begriffen und Eindrücken, bis er als isoliertes,
deutliches und zusammenhängendes Gefüge vor das geistige Auge des Empfängers tritt.
Da jede telepathische Übertragung über eine Ebene des Unbewußten erfolgt, ist es durchaus möglich,
daß der ausgestrahlte Gedanke in Form von Symbolen empfangen wird, vom Empfänger also mit
anderen Worten wiedergegeben werden kann. Auch kommt es vor, daß es Verteidigungsmechanismen
des Unbewußten gelingt, einzelne Begriffe des empfangenen Gedankens in ihr Gegenteil zu
verwandeln. So kann beispielsweise der Gedanke "Rom ist schön" als "Rom ist häßlich" empfangen
werden. Und um beim Beispiel "Rom" zu bleiben, so kann es durchaus passieren, daß dieser Begriff
aufgrund der symbolischen Transposition durch einen sinn- oder sach-verwandten Ausdruck ersetzt
wird, beispielsweise durch
114

"Ewige Stadt", "Papst" oder "Petersdorm". Bei diesem Experiment ist es besonders wichtig, daß der
Stimulierzylinder genau im rechten Winkel auf dem Plaque aufliegt, da es sonst in der Übertragung
mit Sicherheit zu Verwischungen und Überlagerungen, also zu Mißverständnissen kommt.
Die Übertragung eines Wortes
Mit Hilfe dieser Hautplaque können einzelne Wörter auf telepathischem Wege über Entfernungen bis
zu 50 km übertragen werden (die Idealbedingungen für Übertragung und Empfang reichen bis in eine
Entfernung von etwa 10 km). Diese Plaque hat einen Durchmesser von 12 mm bis 13 mm und liegt in
der linken Handfläche, zwischen der Axiallinie des kleinen Fingers und der Interdigitallinie von
Ringfinger und kleinem Finger, auf einer Ebene, die etwa 2 cm unter der Handgelenklinie verläuft.
Aktivierungserscheinungen beim Übermittler: l) Stechschmerz zwischen den beiden Ohren, 2)
Kribbeln über Längsstreifen entlang beider Handrücken und Unterarme, 3) Kribbeln im unteren
Zahnfleisch.
Aktivierungserscheinungen beim Empfänger: l) Schmerz an einer begrenzten Stelle auf der linken
Rückenhälfte, 2) Störungen in den verschiedenen Sinnesfunktionen, 3) Schwindelgefühl mit
Körperneigung nach rechts. Calligaris selbst weist auf die zahlreichen Beschränkungen bei der
Wortwahl hin, solange bis der ganze Phänomenkomplex dieser Hautplaque eingehender erforscht sein
wird. Das Wort muß einfach sein, sein Sinn klar und unmißverständlich. Es soll sich aus vier oder
fünf Buchstaben zusammensetzen und im ersteren Fall zwei, im anderen Fall drei Selbstlaute
enthalten. Unter den Selbstlauten ist "i" am leichtesten und deutlichsten zu empfangen, gefolgt, mit
zunehmender Schwierigkeit, von "a", "e", "o" und "u" ("u" wird oft mit "w" verwechselt). Es steht
fest, daß Selbstlaute leichter und unmißverständlicher empfangen werden als Mitlaute, deren
Reihenfolge hinsichtlich ihrer zunehmenden Empfangsschwierigkeit etwa so aussieht: "b", "k", "d",
"s", "t", "r", "l" (kann mit "n" verwechselt werden), "p" (wird häufig mit "b" verwechselt), "g" (leicht
verwechselbar mit "k"), "f" (wird öfters mit "e" verwechselt), "h", "m", "n" (können untereinander

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verwechselt
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werden), "q" (Verwechslungsgefahr mit "u") und "z" (verwechselbar mit "s"). Wir sehen, daß der
Übertragungs- und Empfangsmechanismus der telepathischen Wort- bzw. Buchstabenübermittlung
recht kompliziert ist. Aber widmet man sich ernsthaft dieser Art von Experimenten, so wird man bald
selbst am besten dahinterkommen, welche Einzelheiten jeweils berücksichtigt werden müssen, um die
bestmöglichen Resultate zu erzielen. Wie schon erwähnt, sollen bei den ersten Experimenten nur
solche Wörter Anwendung finden, die aus zwei Silben bestehen und ein vokalgeprägtes Klangbild
aufweisen (Rose, Nase, Biene, Liebe, Reise, Laune usw.).
Es gelten auch hier die allgemeinen Hinweise aus dem vorhergehenden Abschnitt, insbesondere
hinsichtlich des Übermittlers. Es sei noch erwähnt, daß der Empfänger während des Experimentes von
absoluter Stille umgeben sein muß. Sein Körper muß völlig entspannt und leicht nach rechts gebeugt
sein. Die Plaqueaufladung am Übermittler kann kleine Zuckungen und Bewegungen am Körper des
Empfängers zur Folge haben. Der Empfänger darf auf keinen Fall versuchen, solche spontan
auftretenden Bewegungen zu hemmen oder gar zu verhindern. Sein ganzes Wahrnehmungsvermögen
muß sich auf den Empfang akustischer Signale konzentrieren. Kaum glaubt er einen Laut
wahrgenommen zu haben, soll er diesen mit lauter Stimme wiederholen. Der Tonempfang ist in den
meisten Fällen sehr schwach, vergleichbar etwa mit dem eines Ferngespräches über eine gestörte
Telephonleitung. Es kommt vor, daß der Empfänger während des Experimentes plötzlich das Gefühl
hat, seine Ohren würden länger und größer, um besser hören zu können. Wahrscheinlich handelt es
sich dabei um eine zusätzliche Aktivierungserscheinung, die von der Plaqueaufladung am Körper des
Übermittlers ausgelöst wird. Im Zusammenhang mit der bereits beschriebenen unterschiedlichen
Veranlagung der beiden Körperhälften ist es vorwiegend das linke Ohr, von dem das übertragene
Wort empfangen wird. Wie auch bei allen anderen telepathischen Übertragungen, so ist auch hier das
empfangene Klangbild zunächst konfus und unverständlich. Erst allmählich - es können zwischen 5
und 15 Minuten verstreichen - gewinnt der Klang an Klarheit, bis sich schließlich die einzelnen Laute
zu einem verständlichen Wort zusammenfügen. Der Empfänger darf auf keinen Fall den Versuch
machen, aus eigener Initiative Korrekturen oder Ergänzungen an wahrgenommenen
116

Wortteilen durchzuführen, zumal dies ja eine konkrete geistige Tätigkeit seinerseits voraussetzt, was
sich negativ auf das Gelingen des Experimentes auswirken kann. Der Empfänger muß ausschließlich
darum bemüht sein, sich auf Wahrnehmung zu konzentrieren und darüberhinaus so gedankenleer wie
möglich zu sein.
Es kann vorkommen, daß der Empfänger eine lange Reihe von zusammenhanglosen, schnell
aufeinanderfolgenden Lauten wahrnimmt. Meistens bedeutet dies, daß die Aufladung der Plaque am
Körper des Übermittlers zu schwach oder ungleichförmig ist. Wird die Plaque dagegen mit zu starkem
Druck aufgeladen, dann erreichen die einzelnen Laute den Empfänger in äußerst abgeschwächter und
langgezogener Form. Wird das Experiment unter optimalen Bedingungen durchgeführt, so wird das
übertragene Wort vom Empfänger als klares, unmißverständliches Lautgefüge wahrgenommen, so
wie ein deutlich ausgesprochenes Wort. Dies bestätigt einmal mehr, daß alle vorhandenen
Schwierigkeiten und Störquellen lediglich darauf zurückzuführen sind, daß wir die Voraussetzungen
zu einer idealen und perfekten Form der Plaquestimulierung noch nicht gefunden haben.
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Kapital V
Erste Zwischenbilanz
Nachdem wir nun den ersten Abschnitt dieser Reise in die faszinierende Welt der Hautplaques hinter
uns haben, mag es vielleicht angebracht und gut sein, eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen und ein
paar grundsätzliche Überlegungen anzustellen. Wir haben einen Calligaris kennengelernt, der nicht
nur seine einzigartigen Erkenntnisse und Theorien nüchtern auf den Tisch legt, sondern mit
detaillierten Beschreibungen der einzelnen Experimente erläutert, wie die Richtigkeit seiner
Behauptungen von jedem selbst überprüft werden kann. Unseres Erachtens stellt das Werk Calligaris'
eine wahre Fundgrube für die parapsychologische Forschung dar. So zeigt es zahlreiche
Möglichkeiten zum Beschreiten neuer Wege auf, deren Richtung auf die Entdeckung eines völlig
neuen Wissens zuläuft, von dem wir heute erst die Ansatzpunkte zu ahnen vermögen. Außerdem
bieten sich die Calli-garischen Theorien als Grundlage für viele Paralleluntersuchungen im Bereich
der außersinnlichen Wahrnehmungen an. Interessant wäre es beispielsweise zu erfahren, ob bei
Tele-pathen, denen Calligaris und dessen Erkenntnisse völlig unbekannt sind,
Aktivierungserscheinungen auftreten, die sich mit den von Calligaris geschilderten decken. Es ist
vorstellbar, daß mit Hilfe solcher Parallelstudien die bestehenden Erkenntnisse ergänzt und korrigiert
sowie neue hinzugewonnen werden können.
Hinsichtlich dergeheimnisvollen Aktivierungserschei nungen sei noch erwähnt, daß sich Calligaris
selbst lange Zeit mit deren möglichen Hintergründen und Lirsprüngen beschäftigt hat, ohne jedoch
eine einleuchtende Erklärung für dieses Phänomen zu finden.
Wir möchten hierzu eine Hypothese formulieren, deren Bestätigung noch aussteht. Mit Calligaris
gehen wir davon aus, daß die Plaque als "Fenster" verstanden werden müssen. die den Menschen mit
dem Universum verbinden und durch die hindurch - von außen nach innen und von innen nach außen
- die kosmischen Strahlungen strömen. Nun könnte es sein, daß diese aufgrund der
Plaques-Stimulierung auftrenden Phänomene ein gewisses Quantum an Energie beanspruchen oder
vielleicht anziehen, wodurch sich in der jeden
119

menschlichen Körper umhüllenden Aura vorübergehende energetische Gleichgewichtsstörungen


ergeben und dadurch eine Reaktion auf das Physische auslösen, wodurch dann die
Aktivierungserscheinungen entstehen. Dies würde erklären, weshalb zwischen der stimulierten Plaque
und den jeweils auftretenden Aktivierungserscheinungen kein offensichtlicher physischer
Zusammenhang besteht, denn jedes energetische Ungleichgewicht in der Aura - so lehrt es uns auch
die Akupunktur - findet sein "Echo" an ganz präzisen Punkten und Stellen des Körpers, die keinerlei
physisch nachweisbare Verbindung zum Phänomen aufzeigen. Sicherlich wäre es unter diesem
Aspekt von größtem Interesse, wenn sich erfahrene Akupunkteure eingehend mit der Thematik der
Plaquestimulierung befassen würden, denn zweifellos sind es gerade die Akupunkturexperten, die am
ehesten in der Lage wären, sich tiefer in diesen Zusammenhang hineinzuarbeiten.
Nun noch ein kurzer Hinweis auf die erwähnte Aura, von der jeder menschliche Körper umgeben ist.
Seit diese Aura von der mittlerweile berühmt gewordenen Kirlian-Kamera* optisch festgehalten
werden konnte, zweifelt niemand mehr ernsthaft an ihrer Existenz, auch wenn es immer noch keine
erschöpfenden Erklärungen dafür gibt. Alle die von Calligaris entdeckten und untersuchten
Phänomene finden ihre unmittelbare Auswirkung stets im Bereich dieser Aura. Calligaris ist es auch

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

gelungen, eine Plaque zu lokalisieren, durch deren Stimulierung diese menschliche Aura für das freie
Auge sichtbar wird. Durch die Aufladung dieser Plaque wird dem Empfänger eine Art natürliche
Kirlian-Kamera vermitt elt. Besonders interessant ist dieses Phänomen unter Berücksichtigung der
Tatsache, daß schon in uralten orientalischen und esoterischen Traditionen immer wieder die Rede ist
von der Fähigkeit, die Aura anderer Menschen zu sehen. Doch nun zu den näheren Einzelheiten der
genannten Plaque.
Das Schtbarwerden der körperumgebenden Aureole
Wir lassen am besten Calligaris selbst zu Wort kommen:

*Anmerkung des Herausgebers: Es gibt verschiedene Methoden, die Aura des Menschen sichtbar zu
machen. Die Kirlian-Photographie ist eine davon und nicht einmal die beste.

"Diese Plaque ermöglicht es, die vom Menschen abgehenden Strahlungen - in biblischen Zeiten
stellten sie die Aureole der Heiligen, kurz den Heiligenschein dar - sichtbar werden zu lassen.
Genauer gesagt handelt es sich dabei um die aus den einzelnen Hautplaques ausströmenden
Spiralstrahlen. Die Plaque hat einen Durchmesser von rund l cm und läßt sich an der Innenseite des
linken Beines orten, nach hinten an der seitlichen Hauptlinie anschließend und auf einer Ebene, die 6
cm bis 7 cm oberhalb des Knöchels verläuft. Die Plaque wird sensibilisiert, indem sich vor der
Versuchsperson auf gerader Linie und in einer Entfernung von höchstens 10 m, ein Mensch aufhält.
Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen entlang der rechten Mamillarlinie, an der vorderen
Körperseite bis in die Leistengegend, an der hinteren bis an den Oberschenkel, 2) Schmerzen an zwei
rechteckig geformten Hautfeldern im mittleren Drittel der Vorderseite der beiden Unterarme, 5)
Schmerzen an einem Längsstreifen oberhalb des rechten Jochbeins.
Auswirkungen der Plaqueaufladung: Während der Stimulierung der Plaque sind die Augen der
Versuchsperson, an deren Körper die Plaque aufgeladen wird, geschlossen oder verbunden (unter
bestimmten Bedingungen kann sie sie auch offen halten). Sobald der notwendige Aufladezustand
erreicht ist, beginnt die Versuchsperson um den Körper des ihm gegenüberstehenden Menschen
herum, eine Strahlenaureole wahrzunehmen, die sich allmählich nach allen Richtungen hin ausbreitet,
bis das Blickfeld der Versuchsperson vollständig damit ausgefüllt ist. Die Person, deren Aureole für
die Versuchsperson sichtbar werden soll, muß sich auf einer geraden Linie und höchstens 10 m
entfernt vor der Versuchsperson aufhalten.
Diese Aureole befindet sich in dauernder Bewegung, ist vielfarbig und besteht aus unzähligen
spiralförmigen Einzelstrahlen, die aus den Hautplaques nach außen dringen. Die hier beschriebene
Plaque läßt also lediglich die vom menschlichen Körper abgehenden Spiralstrahlen sichtbar werden,
nicht aber die zahlreichen weiteren Strahlenarten, die ebenso in jeder Körper-Aura enthalten sind (z.B.
die wellenförmigen Strahlen, die von den Hautlinien abgestrahlt werden, oder jene Strahlenarten, die
von den einzelnen geometrischen Unterteilungen der Hautfclder - Dreiecke, Rechtecke, Ovale,
121

Sterne usw. - abgegeben werden*). Von Bedeutung ist schließlich die Tatsache, daß die von einem
Gegenstand abgegebenen Strahlen identisch sind mit jenen, die von unserem Gehirn ausgestrahlt
werden, wenn wir an den betreffenden Gegenstand denken."
Es existiert eine weitere Plaque, durch deren Stimulierung nicht nur die menschliche Aura sichtbar

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

wird, sondern auch die von Gegenständen, die sich in gerader Linie und nicht weiter als 5 m entfernt
vor der Versuchsperson befinden. Die Plaque mißt im Durchmesser 12 mm und befindet sich an der
Außenseite des linken Oberarmes, etwa l cm hinter dessen seitlicher Hauptlinie und auf einer Ebene,
die rund 7 cm oberhalb der Ellbogenfalte verläuft. Sensibilisiert wird diese Plaque, indem die
Versuchsperson den betreffenden Gegenstand intensiv ansieht.
Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen an der inneren Hälfte des rechten Fußes und der rechten
Hand, 2) Schmerzen an der Außenseite der rechten Schulter und Kribbeln an der Nasenwurzel, 3)
Schmerzen am unteren Rand der linken Augenhöhle.
Im übrigen gelten die Hinweise aus der Beschreibung der vorhergehenden Plaque. Bei aufgeladenem
Zustand der Plaque wird dann die Strahlen-Aureole des betrachtenden Gegenstandes für die
Versuchsperson sichtbar. Skeptikern sei entgegengehalten, daß sogar Physiker mittlerweile die
Ansicht vertreten, auch anorganische Materie enthalte eine Form des "Lebens", die natürlich nicht mit
den uns bekannten Formen des organischen Lebens vergleichbar ist. So wurde unter anderem
festgestellt, daß im atomaren Gefüge von Mineralien besondere Vibrationen vorhanden sind, deren
Eigenschaften durch äußere Einflüsse, beispielsweise durch Temperaturgefälle oder den Kontakt mit
organischen Substanzen, veränderlich sind. Ganz zu schweigen von den Kristallen, deren Struktur
nach wie vor ein undurchdringliches Geheimnis darstellt, weshalb auch hier die moderne Physik das
mögliche Vorhandensein einer wie auch immer gearteten Lebensform nicht ausschließt.
Uns scheint, daß das Werk von Calligaris nicht zuletzt auch den Zweck verfolgt, uns verständlich zu
machen, daß der
*) siehe Photos der Hautoberfläche
122

Mensch nur ein winzig kleiner Teil im universellen Gleichgewicht des Ganzen ist, daß er als
Bestandteil einer gesamtkosmischen Harmonie verstanden werden muß, die ihn beeinflußt und
bestimmt, und daß nur ein bewußtes Verstehen dieser Rolle seine Selbstzerstörung, der er ja ungestüm
entgegenläuft, zu verhindern oder wenigstens zu bremsen vermag.
Calligaris selbst erhebt in seinen Schriften immer wieder die Forderung an den Leser, dieser selbst
möge sich aktiv mit den ausgesprochenen Behauptungen auseinandersetzen und nicht nur passiv, die
durch die Lektüre vermittelten Aussagen und Erkenntnisse aufzunehmen. Auch wir laden alle dazu
ein, dieses Buch vor allem als Grundlage aktiver Erfahrungen zu verwenden, um dadurch vielleicht
einen Schritt weiter zu kommen im Verständnis unser selbst und des uns umgebenden Universums.
Doch nun, nach dieser ersten Zwischenbilanz, deren eigentlicher Zweck in der Empfehlung zum
besinnlichen Nachdenken liegt, zurück an die Arbeit.

123

Kapitel VI

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

Astrosophie
l. Teil: Astrologie
Obwohl Calligaris selbst nicht eine einzige seiner zahlreichen Schriften ausschließlich dem Thema der
Astrologie widmete, es vielmehr immer nur am Rande oder im Zusammenhang mit anderen
Überlegungen behandelte, wollen wir uns an dieser Stelle doch etwas näher damit befassen.
Beschäftigt man sich eingehender mit dem Gedankengebäude des friaulischen Forschers, so merkt
man eindeutig, wie stark die Astrologie als eine Art "okkulte Entwicklungslinie" im gesamten Denken
von Calligaris vertreten ist. Wir sind sogar der Überzeugung, daß das Werk Calligaris' wesentlich
dazu beitragen kann, der so oft belächelten, vernachlässigten und mißdeuteten Astrologie einen rein
wissenschaftlichen, wenn auch nicht streng positivistischen Rahmen zu geben, um sie endlich als eine
ernstzunehmende Disziplin betrachten zu können. Zu leicht scheint man nämlich zu vergessen, daß
die Astronomie bei den Chaldäern als eine von der Astrologie abgeleitete Wissenschaft entstanden
war, obwohl man heute oft genau das Gegenteil behauptet.
An einem bestimmten Punkt seines Lebens ist sich Calligaris bewußt geworden, daß alle seine
Entdeckungen und Erkenntnisse zu einer Art roten Faden führten, mit dessen Hilfe das scheinbar
chaotische Garnknäuel der sich unaufhörlich häufenden Ergebnisse seiner Experimente entwirrt
werden konnte.
An dieser Stelle mag es wichtig sein, sich daran zu erinnern, daß Calligaris vor allem Mediziner war
und nur infolge der aus den verschiedenen Experimenten hervorgegangenen Phänomene begann, sich
mit Gebieten wie Parapsychologie und Astrologie zu beschäftigen.
Angesichts der zu sehr differenzierten und sich immer vielschichtiger gestaltenden
Forschungstätigkeit war es Calligaris nicht vergönnt, dieses Garnknäuel wirklich zu entwirren, aber
sein Werk enthält eine ganze Reihe von präzis formulierten Aussagen, die eine klare theoretische
Schlußfolgerung zulassen, auf die wir noch näher eingehen werden.

125

Schließlich wollen wir uns deshalb näher mit dem Thema Astrologie beschäftigen, weil wir meinen,
daß darin der Schlüssel zu einem besseren Verständnis von Calligaris' Werk verborgen liegt - und
darum geht es uns ja vor allem in diesem Buch.
Zunächst möchten wir ein paar Hinweise auf die theoretischen Grundlagen der Astrologie geben.
Genau in dem Augenblick, in dem der Mensch in die Welt eintritt, wird der Rahmen seines Daseins
und Wirkens geformt. Sein erster Atemzug und sein erster Schrei stellen bereits sein kleines
Sonnensystem dar sowie seinen individuellen Tierkreis, der sich mit allen anderen Systemen und
Kreisen im Makrokosmos, dem Wirkungsfeld des Logos, verbindet.
Jedes menschliche Wesen bildet sich somit zu einem rein individuellen Mikrokosmos aus, dem das
sogenannte Karma zugrundeliegt, das durch etwas Bestehendes bedingte gegenwärtige Schicksal. Um
nun nicht bedingungslos seinem Karma unterliegen zu müssen, ist jeder Mensch einer Reihe von
positiv wirkenden astralen Einflüssen ausgesetzt, deren richtige Nutzung eine Überwindung der
negativen Karma-Bindungen ermöglicht.
Wäre man also in der Lage, das Horoskop des Neugeborenen korrekt auszulegen, den Rahmen des
soeben entstandenen Wesens genau abzustecken und die für sein Schicksal ausschlaggebenden
astralen Einflüsse deutlich zu erkennen, so könnte dadurch der Menschheit manches Übel erspart und

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

das allgemeine Weltbild erheblich verbessert werden.


In der okkulten Astrologie wird der Tierkreis als die Grenze zwischen dem Einflußbereich der
irdischen, also physischen Kräfte und dem Wirkungsfeld jener Kräfte angesehen, von denen Akascha,
die Ebene des astralen Lichtes, durchströmt wird. Diese Ebene jenseits der Tierkreise birgt die
subtilsten Formen aller Existenz, jene feingefügten Elemente, die als Grundlage unseres materiellen
Universums betrachtet werden müssen.
Nach der Lehre der Theosophie stellt dieses astrale Licht (das Akascha also) die gesamte Geschichte
des Kosmos dar, von seinem Anbeginn bis an sein Ende, und die Tierkreise sind nichts anderes als die
Synthese dieser kosmischen Substanz, in deren "Gedächtnis" alles vergangene, gegenwärtige und zu-
126

künftige Geschehen eingespeichert ist und aufbewahrt wird. Der Tierkreis ist gleichsam die
Keimschicht des irdischen Universums, die von der ewigen Substanz des astralen Lichtes befruchtet
wird und aus der jede Form des Daseins hervorgeht. Jede einzelne dieser Daseinsformen enthält in
ihrem innersten Wesen eine Besonderheit des Tierkreises, dem sie angehört, also jenes Tierkreises,
der im Moment ihres Entstehens am kosmischen Horizont dominiert.
Jedem Tierkreis entsprechen besondere Eigenschaften, ein bestimmtes Zeichen, ein Klang, eine Farbe
usw., die dazu beitragen, die harmonischen Symphonien der Natur zu schaffen.
Die Astrologie ist eine uralte Wissenschaft, ja, fast könnte man behaupten, sie sei so alt wie die Welt
selbst. Schon immer gab es große Gelehrte und berühmte Persönlichkeiten, die dieser Wissenschaft
huldigten, sie zu verbreiten versuchten und ihr möglichstes taten, um sie aus dem Verruf wieder
hervorzuholen, in den sie von Scharlatanen und Quacksalbern gebracht worden war. Obschon man
meinen sollte, daß eine derart alte Wissenschaft doch ein Fünkchen Wahrheit enthalten müßte, ist sie
bis heute nicht in den Kreis der offiziellen Wissenschaften aufgenommen worden. Sicher ist dies auch
einer der wichtigsten Gründe dafür, weshalb sich die meisten Menschen heute sehr leicht tun, in der
Astrologie nichts anderes zu sehen als eine Art Wahrsagerei, in der die geistige Freiheit und sogar das
freie Entscheidungsvermögen des einzelnen völlig ignoriert werden.
Freilich darf nicht vergessen werden, daß die Astrologie keine beobachtende Wissenschaft ist; sie
kann also nicht beweisen, sondern nur sich erweisen. Sie besitzt eine Reihe von Elementen, die einer
präzisen wissenschaftlichen Einordnung entgegensteht. Das aber darf nicht dazu führen, um sie als
Scharlatanerie einzustufen und ihr mit Mißtrauen oder Belächeln zu begegnen. Würde man verstehen,
daß es gerade diese, in die starren Schemata der offiziellen Wissenschaften nicht einzuordnenden
Elemente sind, welche die Astrologie jener Di-sion von Wahrheit näherbringt, die eher der Welt des
Mysteriums und der Intuition angehört als der eines nüchternen Positivismus, dann könnte man aus
dieser Einsicht heraus genügend geistige Kraft schöpfen, um zu einem flexibleren Erfassen der
Wirklichkeit und des wahren Lebenssinnes zu gelangen.
127

Calligaris erklärt solche Zusammenhänge anschaulich folgendermaßen:


"Nun, ich habe hier ein paar Zeilen über die Astrologie geschrieben, weil mich die Ergebnisse meiner
Erforschung der Linearketten von Körper und Geist geradezu zwingen, dieser uralten Wissenschaft
meine Ehre zu erweisen und ihr einen gebührenden Platz zuzuerkennen. Bedauerlicherweise haften
dem Bild dieser Wissenschaft auch heute noch viel Okkultismus, salomonische Magie und mysteriöse

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

Kabbala an. Fest steht, daß zahlreiche kosmische Strahlungen oder astrale Kräfte existieren, die ihre
spezifische Resonanz in der Welt der Lebewesen finden. Nur mit Hilfe experimenteller Methoden
wird man feststellen können, wie sich diese astrologischen Reflexe im einzelnen auf das jeweilige
Individuum auswirken. Gewiß ist das meiste auf diesem Gebiet noch unbekannt und unerforscht, aber
dies gibt uns keineswegs das Recht, es zu verleugnen oder abwertend zu behandeln. Ganz im
Gegenteil, es gibt genug gute Gründe, diese Wissenschaft ohne jedes Zögern zu bejahen, ohne besorgt
sein zu müssen, gleich als 'Astrologe' betrachtet zu werden."
Wiederholt verweist Calligaris darauf, daß er den Körper des Menschen als eine hypersensible
Antenne betrachte, die unter anderem mit einer magischen Tastatur ausgerüstet ist (bestehend aus
Punkten, Linien, Plaques, Feldern usw.), von der die speziellen Strahlungen der verschiedenen
Planeten abgefangen und ausgewertet werden. Dazu ergänzend meint er:
"Wenn nun diese kosmischen Strahlungen je nach Art und Herkunft (Monde, Planeten oder andere
Himmelskörper) bestimmte Schwingungen an einer ganzen Reihe von entsprechenden Hauttasten
auslösen, wie könnten wir es dann wagen zu behaupten, der menschliche Körper unterliege keinerlei
astralen Einflüssen? Wenn schon der Körper offensichtlich davon betroffen ist, wieso sollte es der
Geist nicht auch sein? Und weiter: Was gäbe uns das Recht zur Behauptung, nur die Sonnenflecken
beeinflußten unsere Erde und nur die Mondphasen führten zu Veränderungen in unserer Psyche?
Sicherlich birgt die Erforschung der kosmischen Einflüsse auf den Menschen enorme Schwierigkeiten
in sich, aber der Mensch muß früher oder später damit beginnen, sich mit die-
128

-sen Problemen auseinanderzusetzen, will er in seiner Entwicklung weitere Schritte nach vorn
machen.
Zunächst spielen die speziellen Empfangsfähigkeiten des Organismus sowie die Zustände in seiner
Innenwelt eine bedeutende Rolle. An zweiter Stelle müssen die Einflüsse und Bedingungen der
unmittelbaren äußeren Umwelt (z. B. die Wetterverhältnisse) berücksichtigt werden, sowie die
Einflüsse, die den Menschen aus weiter Entfernung erreichen, die also von anderen Himmelskörpern
abstammen. Die Herkunft dieser Strahlungen ist aber beileibe nicht auf die Planeten und Monde
unseres Sonnensystems beschränkt, sie betrifft alle anderen Systeme des Kosmos, ungeachtet der
Tatsache, daß sie oft Tausende und Millionen von Lichtjahren entfernt sind.
Unbestritten fest steht, daß alle diese astralen Elemente einen ununterbrochenen Einfluß auf den
menschlichen Körper ausüben, wobei nicht nur die äußere Hülle des Körpers, sondern ebenso seine
inneren Organe und auch der Geist, davon betroffen werden. Anzunehmen ist, daß allerdings immer
nur eines oder einige dieser kosmischen Strahlungselemente einen Einfluß auf Körper und Geist
haben, und daß selbst dieser Einfluß nie alleinbeherrschend sein kann."
Selbstredend ist Calligaris nicht der einzige, der behauptet, das gesamte Universum reflektiere sich
am und im Körper des Menschen. Schon viele Jahrhunderte vor Christus verstand Heraklit die "Natur
des Kosmos als gleich jener der menschlichen Psyche", während Plato meinte, daß jedes Phänomen
der Erde in einem Verhältnis zum kosmischen Geschehen stehe und der menschliche Körper nichts
anderes sei als eine Nachbildung kosmischer Gefüge. Auch für Aristoteles stand bereits fest, daß
unsere Welt notwendigerweise an die Bewegungen einer höheren Welt gebunden sei und jede irdische
Kraft von diesen Bewegungen ausgelöst werde.
Wir wollen hier nicht weiter auf Zitate großer Denker eingehen, die eine These der engen

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Verflechtung und der Widerspiegelung zwischen Mensch und Universum vertreten, um über diesen
Weg zu der einzigen "Wahrheit" zu gelangen:
Dem Grund und Zweck des Lebens im weitesten Sinne.
Bleiben wir bei Calligaris, der sein ganzes Leben lang gegen Skepsis, Unverständnis, Gleichgültigkeit
und sogar Verhöhnung anzukämpfen hatte. Seine Stimme wurde nicht gehört,

129

weil man sie nicht hören wollte, und sein Werk, das Ergebnis einer langjährigen intensiven
Forschungsarbeit, fand bei der offiziellen Wissenschaft nicht die geringste Anerkennung.
Calligaris sprach eben von Dingen, die nicht in die derzeitigen geistigen Klischees hineinpassen, von
Dingen, für deren Verständnis eine stark ausgeprägte Beweglichkeit des Geistes Voraussetzung ist.
Für diejenigen allerdings, die diese Voraussetzung mitbringen, sind die Theorien von Calligaris der
ideale Ausgangspunkt zu einer vielschichtig orientierten Forschungsarbeit, die der Beantwortung
einer ganzen Reihe von Fragen dient, die sich der Mensch seit eh und je schon stellte, und die er
bisher entweder nur dogmatisch oder überhaupt nicht beantworten konnte.
Andererseits kann das Unverständnis, von dem Calligaris und seine Arbeit stets umgeben waren, als
normal und sogar logisch bezeichnet werden. Man sagt ja so schön, die Menschheit sei unaufhörlich
auf der Suche nach der einen Wahrheit, die auch Logos oder Gott genannt wird, und dieses
unaufhörliche Suchen habe die Fortentwicklung des Menschen bewirkt, indem er alle möglichen
Kräfte erforschte, die außerhalb seines eigenen Wesens in Erscheinung treten. So sehr sich der
menschliche Geist auch von der Erforschung der verschiedensten Gebiete angezogen fühlt, so sehr
scheint er es bisher versäumt zu haben, sich selbst in all seiner Tiefe und Weite zu ergründen. Und
dies, obwohl uns von den größten Gelehrten gesagt wird, daß all das, was wir in weiter Ferne suchen,
sich in Wirklichkeit in greifbarer Nähe befindet - aber wir sehen es nicht. Nur wenigen ist es bis heute
gelungen, in sich selbst zu suchen und zu finden, und ihr Bemühen, der Menschheit die Augen zu
öffnen, ist stets gescheitert.
Es ist eine altbekannte Tatsache, daß der Mensch sich selbst nicht kennt, sich selbst als etwas höchst
Rätselhaftes definiert. Und weil er sich nicht kennt, kann er auch gar nicht in der Lage sein, sich selbst
zu akzeptieren. Darum wird verständlich, wenn er spontan alles ablehnt, was ihn zu einer Offenbarung
seiner selbst führen könnte. Er ist es ganz einfach gewöhnt, jede Wissenschaft, die sich mit den
Kräften seines Inneren auseinandersetzt, als mysteriös und okkult zu betrachten, ob es sich nun um
Magisches, Parapsychologisches oder Astrologisches handeln mag.
130

Allein schon die hartnäckig ablehnende Haltung, womit der größte Teil der Menschheit jeder Art von
Wahrheit entgegentritt, könnte ausreichen, sich prinzipiell mit jenen Thesen anzufreunden oder sie
zumindest nicht a priori zu verwerfen, denen von der Masse nur Ablehnung entgegengebracht wird.
Aus den wenigen Seiten, die Calligaris der Astrologie widmete, geht unmißverständlich seine deutlich
bejahende Einstellung zu dieser Wissenschaft hervor, gleichzeitig auch sein Bedauern darüber, daß er
sich nicht ausführlicher damit auseinandersetzen konnte, weil andere Bereiche die Möglichkeiten
seiner Forschungstätigkeit bereits völlig in Anspruch nahmen.
Aus demselben Grunde sehen auch wir uns veranlaßt, nicht tiefgreifender auf die einzelnen Aspekte

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

der Astrologie einzugehen. Hinzugefügt seien hier nur noch ein paar allgemeine Betrachtungen, die
vielleicht als Verständnishilfe dienen können.
Gehen wir davon aus - und das müssen wir wohl tun -, daß die Menschheit in ihren anfänglichen
Entwicklungsphasen der Natur mehr verbunden war, als wir es heute sind, und daß zu jener Zeit das
Denken etwas Bildhaftes, das Wissen etwas Symbolhaftes gewesen sein muß. So können wir
verstehen, wie unsere Vorfahren das Leben mit symbolischen Sinnbildern deuteten, zu denen unser
von Logik und Rationalismus durchdrungenes Denkverhalten keinerlei Zugang mehr finden kann.
Gehen wir weiter davon aus, daß sich Makrokosmos und Mikrokosmos ineinander widerspiegeln, so
werden wir erkennen, daß die Energie, die den Kosmos belebt, die gleiche ist wie die, von der jeder
Bioorganismus erst Lebensfähigkeit erlangt. daß also Mikro- wie Makrokosmos im gleichen
lebensbildenden Energiestrom ihren Ursprung haben. Die bereits heute erwiesenen Analogien
zwischen der winzig kleinen Welt des Atoms und jener unfaßbar großen des Universums bestätigen
das.
Jeder Teil ist damit ein Spiegelbild des Ganzen, und durch die genaue Kenntnis eines Elementes kann
auf die Beschaffenheit des Ganzen geschlossen werden.
Wissenschaftliche Disziplinen wie etwa die Morphopsycholo-

131

gie (Lehre von den Gesichtszügen als Ausdruck des Charakters), die Graphologie (Lehre von der
Deutung der Handschrift) oder die Chirologie (Charakter- und Schicksalsdeutung aus den Formen und
Linien der Hände) gehen von diesen Prinzipien aus. Auch Heilverfahren wie die Akupunktur und die
zahlreichen anderen Reflex-therapeutischen Methoden stützen sich auf dieses Analogieprinzip,
demzufolge die Strukturen des Kleinen wie des Großen auf einer gemeinsamen Ebene liegen,
wodurch eine entsprechende Behandlung des Kleinen auch eine Veränderung des Großen bewirkt.
Sieht man also den Zusammenhang zwischen Mensch und Gestirn aus einer Sicht, wonach dieser in
der Verflechtung einer globalen Gemeinsamkeit besteht, die das Gestirn zum Zeichen des Menschen
und den Menschen zum Zeichen des Gestirns macht, wird es wesentlich leichter, der Astrologie ihre
Existenzberechtigung nicht abzusprechen. Die Astrologie zu akzeptieren heißt deshalb nicht, ein
Fatalist zu sein. Für ein besseres Verständnis der Astrologie sollte man davon ausgehen, daß die
Gestirne den Menschen nicht etwa "bestimmen", sondern ihn lediglich "gestalten". Es wäre also völlig
falsch, in den Sternen nach "Ursachen" menschlichen Verhaltens oder Schicksals zu suchen. Was
darin gesucht und gefunden werden kann, das sind vielmehr "Zeichen", Zeugnisse dessen, was im
Körper und im Geist des einzelnen Menschen geschieht. Natürlich ist aufgrund des Analogieprinzips
auch das Umgekehrte richtig: Der Mensch in seinem Kleinen legt Zeugnis ab von dem, was im
Universum vor sich geht.
Choisnard, dem wir die ausführlichsten Studien zum Thema der astralen Vererblichkeit verdanken,
kommt zu folgendem Schluß: "Das Kind wird nicht an einem beliebigen Moment geboren, sondern
unter einem Himmel, der dem Wesen des Neugeborenen entspricht. Mit anderen Worten: Dem Kind
ist nicht dieser oder jener Charakter eigen, weil es zu einem bestimmten Zeitpunkt geboren wird,
sondern vielmehr wird es aus einem schicksalsbedingten Moment geboren, weil es infolge seiner
Erbanlagen oder seines Karma diesen oder jenen Charakter hat bzw. haben wird."
Auch Calligaris argumentiert hinsichtlich seiner Thesen zur Astrologie mit verblüffender Logik, die
zu akzeptieren nur jenem schwerfallen wird, der nicht bereit ist, auch nur einen Millimeter von seinen

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Voruteilen abzuweichen.
132

Wenn sich - und für Calligaris steht dies fest - das Universum im Menschen widerspiegelt und jedes
kosmische Geschehen eine Resonanz an dessen Körper findet, und darüberhinaus jedes Wesen und
jede Sache Energie ausstrahlen und ein eigenes Magnetfeld besitzen, dann kann man wohl davon
ausgehen, daß das Lebewesen im embryonalen Zustand vom Körper der Mutter geschützt wird, also
abgeschirmt ist gegen die Einwirkung bestimmter Strahlungen. Sein Körper ist in diesem Zustand also
noch völlig oder zumindest weitgehendst "unangetastet", d.h. keinen oder nur geringfügigen
Strahlungseinflüssen ausgesetzt.
Nehmen wir nun an, das Kind erblickt am 15. Mai um 17 Uhr das Licht der Welt, es wird also unter
dem Zeichen des Stiers geboren, das vom Planeten Venus beherrscht wird (der Einfachheit halber
wollen wir hier den Aszendenten, der sich aus der Geburtsstunde und dem allgemeinen astrologischen
Bild des Momentes ableiten läßt, unberücksichtigt lassen). Da der Körper des Neugeborenen eine
Reihe von Hautplaques aufweist, die von den Venus-Strahlungen sensibilisiert werden, also speziell
auf die abgestrahlten Energien dieses Planeten ansprechen, ist das Kind im Augenblick seiner Geburt
dem Einfluß dieser Energien ausgesetzt. Dadurch kommt es zur Aktivierung der entsprechenden
Plaques (im Falle unseres Beispiels befinden sich diese ab oberen Teil des Halses), was zu einer
unauslöschlichen Prägung gewisser Wesenszüge führt. Die Strahlungen jenes Gestirns, die als erste
auf den Körper des Menschen einwirken, weil sie den Tierkreis des Geburtsmomentes beherrschen,
lassen in der Wesensbildung des Neugeborenen einen unvergänglichen Abdruck zurück, der somit
auch den restlichen Schicksalsweg dieses Menschen prägen wird.
Alle diese theoretischen Betrachtungen zum Thema Astrologie können sicherlich Anlaß zu
leidenschaftlicher Reflexion und Weitererforschung werden, obwohl sie nur als Denkanstöße
betrachtet werden sollten.
So sehr die Zusammenhänge zwischen Psyche. Körper und Gestirnen bei einer ersten oberflächlichen
Betrachtung mysteriös erscheinen mögen, so unlogisch ist es dennoch, alles das in Frage zu stellen
und zu belächeln, was mit Astrologie als eine ernstzunehmende wissenschaftliche Disziplin zu tun
hat.
133

Die Astrologie darf nicht durch rational bedingte Fehldeutungen zu einer Flucht ins Irrationale
werden, sie soll vielmehr Ausdruck eines menschlichen Bemühens sein, ein tiefergreifendes
Verständnis für die Naturgesetze zu schaffen, in die der Mensch als ein fester Bestandteil
eingeflochten ist.
134

Zweiter Teil: Astronomie


Schon in der Antike war man davon überzeugt, daß der Mensch in der Lage sein kann zu sehen, ohne
sich dabei seiner Augen zu bedienen. Tatsächlich finden wir in der Geschichte immer wieder
Menschen, denen es gelang, Bilder, Geschehnisse und Situationen mit verblüffender Genauigkeit zu
sehen und zu beschreiben, obwohl diese Person durch eine große Entfernung vom geschilderten
Vorkommnis getrennt war. Die Parapsychologie bestätigt uns also, daß der Mensch die Möglichkeit

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besitzt - sei es auch in Ausnahmefällen und unter besonderen Voraussetzungen -, anders zu sehen als
mit den Augen.
In der unbekannten Dimension, in der solche außersinnlichen Phänomene ihren Ursprung haben,
scheint für Begriffe wie Zeit und Raum kein Platz zu sein, weshalb es dem Per-zipienten (Medium,
Hellseher, Telepath) gelingt, Entfernungen zu überbrücken, die Millionen von Kilometern betragen
können. In ganz bestimmten Fällen treten auch die Gestirne in das Blickfeld dieses außersinnlichen
Wahrnehmungsvermögens. Zu diesem Thema schreibt Calligaris:
"Die Strahlungen der Gedanken werden vom Äther getragen, der im gesamten Kosmos vorhanden ist.
Dieser Übermittlungsträger fehlt nirgendwo im Universum, deshalb überwindet die ausgestrahlte
Kommunikation problemlos jede noch so große Distanz, ähnlich dem elektrischen Strom, der durch
ein Kabel geleitet wird. Es gilt das Prinzip der sich fortwährend weiterbewegenden Welle. Wirft man
z.B. einen Stein ins Wasser, so wird die daraus entstehende Wellenbewegung das entgegengesetzte
Ufer erreichen, auch wenn dieser Vorgang für uns nicht meßbar ist. Raum und Zeit sind zwei
Elemente, die ineinander verstrickt und unteilbar sind. Das Hellsehen in eine viertausendjährige
Vergangenheit entspricht demnach einer Hellsichtigkeit, deren Objekt ein viertausend Lichtjahre
entferntes Gestirn ist."
Ein weiterer Grund, weshalb Calligaris dem Begriff von Zeit und Raum keinerlei objektiven Wert
zumißt, liegt in seiner bereits erwähnten Erklärung, wonach das Universum im Körper des Menschen
und in jedem einzelnen der ihn zusammensetzenden Atome nachgebildet ist. Hellsichtigkeit und
ähnliche Phänomene schöpfen ihre Wahrnehmungen auch aus
135

dem Körper der Person selbst, in der sich alles widerspiegelt. Zu dieser Betrachtungsweise, die eine
verblüffende Ähnlichkeit mit der theosophischen These des "astralen Lichtes" aufweist, schreibt
Calligaris:
"Alles das, was man weit entfernt und längst vergangen glaubt, ist in Wirklichkeit greifbar nahe und
ständig gegenwärtig, denn es ist in unserem Unterbewußtsein gespeichert. Nimmt die Person diese
Wirklichkeiten auf der Ebene ihres Bewußtseins wahr, so gehen ihre Gedanken nicht von einem Punkt
der Erde zu einem anderen, sie sinken auch nicht in die Tiefe der Vergangenheit, sondern sie
verbinden lediglich Unterbewußtsein und Bewußtsein, wodurch die Information zur Wahrnehmung
wird. Das vom Hellsehenden Wahrgenommene erreicht ihn also nicht aus einer Entfernung von
Tausenden von Kilometern oder Jahren, sondern aus unmittelbarer Nähe, nämlich aus seinem eigenen
Gehirn."
Allein diese Überlegung zu Kosmos und Mensch reicht aus, um Calligaris einen Platz unter den
großen Denkern der Menschheit einzuräumen.
Bevor wir zu dem eigentlichen Thema dieses Abschnittes kommen, geben wir noch ein paar
allgemeine Hinweise zu den darin geschilderten Experimenten:
1) Geschlossene oder verbundene Augen können dann zu einem Hindernis werden, wenn die
Augenbinde oder die Lider selbst einen zu starken Druck auf die Augen ausüben. Die optimale
Lösung besteht darin, die Aufladung der Plaques in einem vollständig verdunkelten Raum
durchzuführen.
2) Licht behindert im allgemeinen die Phänomenbildung, Halbdunkel oder Dunkelheit erleichtern sie
dagegen.

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

3) Die Plaques und die ihnen angegliederten Hautsysteme werden nicht nur dann sensibilisiert, wenn
man ein Photo des entsprechenden Planeten auf die Haut der Versuchsperson aullegt, sondern man
kann auch eine Zeichnung nehmen, die irgendetwas bildhaft Dargestelltes enthält, das dem
betreffenden Planeten eigen ist. Calligaris dazu: "Es muß ein spezieller astral-ikonographischer Reflex
ausgelöst werden, bei dem das Vorhandensein eines Bildes als 'Verbindungselement' erforderlich ist."
4) Oft werden die Resultate der ersten Experimente dieser
136

Art nicht zufriedenstellend sein. Die wahrgenommenen Bilder sind anfangs noch klein,
verschwommen und stark deformiert. Erst im Laufe der späteren Experimente nehmen sie an Größe
und Deutlichkeit zu.
5) Gestirne, die sich mit enorm hoher Geschwindigkeit bewegen, können als statische Bilder
wahrgenommen werden.
6) Die Dauer der jeweiligen Plaqueaufladung soll zwischen 10 Minuten und einer halben Stunde
liegen. Anfangs kommt es öfters zu einem abwechselnden Auftreten und Verschwinden des
wahrgenommenen Bildes, zu einer Überlagerung sich ähnelnder oder auch völlig verschiedener Bilder
oder aber zu einer raschen Aufeinanderfolge ständig neuer Bilder.
7) Wird die Haut der Versuchsperson mit der ganzen Fläche eines Photos berührt, auf dem ein
Mensch, ein Tier, ein Raum, eine Landschaft oder auch ein Planet abgebildet ist, dann wird die
Versuchsperson damit in die Lage versetzt, durch entsprechende Wahrnehmungen, viele Einzelheiten
über das vom Bild dargestellte zu erfahren. Calligaris dazu wörtlich:
"Legt man das Photo eines Gestirns auf die Haut der Versuchsperson, so führt dies in der Sphäre
seines Unterbewußtseins automatisch zum Entstehen aller jener Bilder, die in einem Zusammenhang
mit der Sphäre des betreffenden Gestirns stehen und stets latent vorhanden sind."
8) Besitzt eine Versuchsperson bereits von ihrer natürlichen Veranlagung her mediale Kräfte, so kann
sie unter bestimmten Voraussetzungen zu einer ganzen Reihe von außergewöhnlichen
Detailkenntnissen über ein Gestirn gelangen, ohne zusätzliche Kräfte künstlich in ihr zu aktivieren.
Die Fähigkeit zum Hellsehen kann dagegen durch das Aufladen einiger Plaques angeregt werden, von
denen jede einzelne mit einer ganz bestimmten Eigenschaft des betreffenden Planeten oder Gestirns in
Verbindung steht.
9) Die Aufladung der Plaque führt zur Entstehung von Bildern, die sich auf jenes Gestirn beziehen,
das auf der Ebene des Unterbewußtseins mit der stimulierten Plaque in Verbindung steht. Diese Bilder
werden dabei nicht etwa von außen her empfangen, sondern sie erreichen das Bewußtsein aus dem
Innern der menschlichen Individualität, in der sie in latenter Form ständig präsent sind.
10) Alle Hauptplaques, die in Zusammenhang mit Gestirnen
137

stehen, befinden sich in einem dauernd sensibilisierten Zustand. Ihre Hyperästhesie ist allerdings
derart schwach und diffus, daß sie unter normalen Bedingungen nur schwer feststellbar ist. Im Laufe
des Experimentes steigert sich diese Sensibilität jedoch erheblich, wodurch eine genaue Ortung der
einzelnen Plaques keine besonderen Schwierigkeiten mehr bereitet.

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

11) Interessant und den Wert dieser Experimente bestätigend ist die Tatsache, daß die verschiedenen
Personen, an denen die jeweiligen Plaques stimuliert werden, stets die gleichen Bilder wahrnehmen.
Die ein Gestirn betreffenden Visionen sind demnach eine "objektive" Darstellung, ihre Form und
Beschaffenheit wird also nicht bestimmt von den subjektiven Einflüssen der jeweiligen
Versuchsperson.
12) Calligaris spricht auch von Plaques, durch deren Aufladung die Bewohner anderer Welten für die
Versuchsperson sichtbar werden. Skeptikern hält er entgegen, daß es Plaques gebe, durch deren
Stimulierung andere Menschen, also Mitbewohner unserer Erde, sichtbar werden. Warum sollte es
demnach nicht eine Plaque geben, die sich auf das Sichtbarwerden der Bewohner anderer Gestirne
bezieht?
13) Es gibt auch Plaques, deren Aufladung zur Wahrnehmung von Bildern führen, die sich auf alle
von anthropomorphen Wesen bewohnten Planeten beziehen. Da hierbei auch die Erde erscheint,
beweise dies - so Calligaris - die Richtigkeit der Visionen hinsichtlich anderer Planeten.
14) Interessant ist schließlich die Feststellung, daß die einmal aufgeladene Plaque eines bestimmten
Gestirns selbst zusätzlich stimuliert wird, das heißt die Aufladung wird von der wahrgenommenen
Vision fortgeführt. Dies weist deutlich darauf hin, wie eng und wechselseitig die Beziehung zwischen
dem Gestirn und den jeweiligen Plaques ist.
15) Es gibt einige Plaques, deren Aufladung sogenannte Astralträume auslösen, also Träume, deren
Szenerie anderen Himmelskörpern angehört. Diese Plaques werden zu nächtlicher Stunde, kurz vor
dem Einschlafen, am Körper von Versuchspersonen aufgeladen, denen das durch die
Plaque-Sti-mulierung erzeugte Phänomen unbekannt sein muß, um zu verhindern, daß subjektive
Einflüsse in den Traum einfließen können. Da der Traum ein Zustand ist, in dem das Unter
bewußtsein einen erheblich größeren Spielraum hat, weil ihm viel weniger Hindernisse und
Zensurschranken in den Weg gestellt werden, sind die wahrgenommenen Bilder meistens von viel
größerer Deutlichkeit als diejenigen, die die Versuchsperson im Wachzustand erlebt.
Der dermo-psychische Astralreflex
Denkt der Mensch an einen bestimmten Planeten, so wird dadurch an seinem Körper automatisch das
gesamte, mit dem betreffenden Gestirn in Verbindung stehende Plaquesystem aktiviert.
Der dermo-astrale Reflex
Betrachtet der Mensch einen einzelnen Planeten (mit freiem Auge oder auch durch ein Fernglas), so
werden dadurch alle auf dieses Gestirn ausgerichteten Plaques aktiviert. Jeder Himmelskörper
sensibilisiert ein bestimmtes, ihm eigenes Plaquesystem auf der Hautoberfläche des Menschen,
wodurch eine psychische Resonanz bei der betreffenden Person erzeugt wird.
Der dermo-photographische Astralreflex
Berührt eine Person mit der Handfläche, vorzugsweise mit der linken, aber auch mit jeder anderen
beliebigen Fläche seiner Haut ein Photo, auf dem ein bestimmtes Gestirn abgebildet ist, so wird
dadurch das gesamte, auf diesen Himmelskörper ansprechende Plaquesystem aktiviert. Berücksichtigt
werden muß dabei allerdings folgendes:
1) Das Bild muß scharf und deutlich sein und darf außer dem betreffenden Gestirn nichts anderes
zeigen.
2) Wenn die photographische Darstellung des Gestirns größer als die Handfläche ist, soll sie

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möglichst die Mitte des Bildes bedecken. Größere Photos können auch an die Haut des Oberkörpers
gehalten werden.
3) Das Photo kann nicht durch eine Zeichnung ersetzt werden, weil in solchen Fällen das Experiment
mißglückt oder nur unbefriedigende Ergebnisse zeitigt.
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4) Das Experiment kann auch gelingen, wenn das Photo, anstatt mit der Haut berührt zu werden, von
der Versuchsperson intensiv fixiert wird. Empfehlenswerter ist aber auf jeden Fall der Hautkontakt,
wobei der Versuchsperson die Augen verbunden werden können, so daß eine suggestive
Beeinflussung weitgehend ausgeschlossen werden kann. Überdies ermöglicht das
Hautkontaktverfahren, daß der Versuchsperson der Inhalt des Photos völlig unbekannt bleibt, was ein
positives Resultat des Experimentes noch glaubhafter macht.
Doch nun endlich zur Praxis.
Die Beobachtung eines Ortes mittels eines Photos
Durch die Stimulierung dieser Plaque wird für die Versuchsperson ein Ort sichtbar, und zwar selbst
dann, wenn sie diesen Ort noch nie zuvor gesehen hat. Die Plaque hat einen Durchmesser von 12 mm
und befindet sich an der Außenseite des rechten Beines, etwa 5 mm vor der seitlichen Hauptlinie und
auf einer Ebene, die rund 7 cm oberhalb des oberen Randes des Knöchels verläuft. Die Plaque wird
aktiviert, indem die Versuchsperson mit ihrer Haut, am besten mit der die Plaque umgebenden
Hautzone, ein Photo mit der Abbildung eines bestimmten Ortes berührt.
Aktivierungserscheinungen: l) Starke Speichelbildung, 2) Brenngefühl in der Magengegend, 3)
Neigung zum Lachen.
Während der Aufladung muß die Versuchsperson ihre Augen geschlossen oder verbunden haben und
das Photo fest auf ihrer Haut aufliegen lassen. Das Photo soll neu, der darauf abgebildete Ort so
einfach und deutlich wie möglich sein (möglichst keine Straßen oder Plätze mit mehreren Häusern
und auch keine Panoramaaufnahmen). Die Entfernung, in der sich der abgebildete Ort befindet, spielt
die geringste Rolle. Nach einer Aufladezeit von 10 bis 15 Minuten wird sich bei der Versuchsperson
allmählich die Vision des betreffenden Ortes einstellen. Sie wird mit zunehmender Deutlichkeit die
Merkmale des Ortes erkennen und beschreiben können (Bäume, Möbel, Gegenstände usw.). Sollten
sich zu diesem Zeitpunkt Menschen an jenem Ort aufhalten, so wird die Versuchsperson auch diese
erkennen, selbst wenn sie anfänglich nur verschwommene Gestalten wahrnimmt. Allmählich werden
sich die Figuren klar abzeichnen, und deren Stim-
140

men können zum Teil von der Versuchsperson gehört werden. Ebenso können schließlich Tiere und
deren Laute wahrgenommen und genau geschildert werden.
Hautfeld zum Auflegen der Photos von Planeten
Es handelt sich hier um ein Hautfeld, das zur Erzielung eines erfolgreichen Experimentes besonders
wichtig ist.
Dieses Hautfeld ist rechteckig, mißt etwa 15 cm x 10 cm und befindet sich - die Längsseiten verlaufen
horizontal - am Rücken, knapp unter dem Genick. Durch seine Mitte läuft die Medianlinie des

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Körpers, die obere Längsseite durchquert die Ebene des ersten Wirbels des Rückgrats.
Sensibilisiert wird das Hautfeld, indem die Versuchsperson einen beliebigen Himmelskörper oder
dessen Photographie betrachtet. Ist das Hautfeld genau geortet, dann legt man ein gleich großes oder
etwas kleineres Photo vom gewählten Planeten darauf. Dadurch werden alle am Körper vorhandenen
und mit dem betreffenden Planeten in Verbindung stehenden Plaques aktiviert, und zwar in einem
stärkeren Maße, als dies durch die Berührung des Photos mit der Handfläche oder anderen Hautzonen
geschieht. Während der Aufladephase müssen die Augen der Versuchsperson geschlossen oder
verbunden sein. Das Photo soll mit seiner ganzen Fläche gut auf der Haut aufliegen, darf jedoch
keinerlei Druck ausüben. Sobald das Hautfeld aktiviert ist, muß das Photo davon entfernt werden.
Es gibt noch ein weiteres Hautfeld, das genau dieselbe Funktion erfüllt, ohne daß aber das Photo des
Planeten in einen direkten Kontakt mit der Haut tritt. Auch dieses Hautfeld ist rechteckig und mißt 13
cm x 10 cm. Es befindet sich - die Längsseiten verlaufen wiederum horizontal - an der rechten
Außenseite des Brustkorbes. Die obere Längsseite verläuft auf einer Ebene rund 4 cm unterhalb der
Intermamillarlinie, die vordere Breitseite dagegen wenige Millimeter hinter der seitlichen Hauptlinie.
Die Aktivierung des auf den betreffenden Planeten ansprechenden Plaquesystems erfolgt, indem ein
Photo des Planeten bei einem Abstand zwischen 10 cm bis 30 cm vor das Hautfeld gehalten wird.

Nun noch ein kurzer Blick auf die allgemeine Anordnung

141

der verschiedenen Hautsysteme am Körper des Menschen. Teilen wir den Körper in vier sich
überlagernde Hälften (vordere, hintere, rechte und linke Körperhälfte), dann ergibt sich folgendes
Hauptschema:
Die hintere Körperhälfte enthält jene Hautsysteme, die besonders empfindlich für den Empfang der
direkt von den Gestirnen einfallenden Strahlungen sind (z.B. die Einflüsse des Mondes auf die
Gezeiten, den Schlaf, das Gefühlsleben usw.). An der vorderen Körperhälfte befinden sich hingegen
all jene Hautsysteme, die eine künstliche, also durch Plaque-stimulierung erzeugte Verbindung zu den
Gestirnen ermöglichen. Die Hautsysteme der rechten Körperhälfte haben einen vorwiegend
übermittelnden, also nach außen strahlenden Funktionscharakter, während die linke Körperhälfte vor
allem jene Systeme auf sich vereint, die dem Empfang der verschiedenen astralen Strahlungen dienen.
Beginnen wir nun mit der detaillierten Beschreibung der einzelnen Plaques.
Das Sehen von Gestirnen in vielfacher Vergrößerung
Diese Plaque weist einen Durchmesser von rund l cm auf und befindet sich an der hinteren Seite des
rechten Oberarms, etwa 5 cm hinter der Axiallinie und auf einer Ebene, die 7 cm bis 8 cm oberhalb
der Ellbogenfalte verläuft.
Diese Plaque wird sensibilisiert, indem die Versuchsperson den betreffenden Himmelskörper oder
dessen Photo betrachtet, oder indem dieses Photo in einer der beschriebenen Weisen mit der Haut der
Versuchsperson in Berührung kommt.
Aktivierungserscheinungen: l) Wärmegefühl in den Augen,

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2) Kribbeln an der Innenseite des rechten Oberschenkels,


3) Neigung zur Wiederholung von Worten.
Die Versuchsperson, die wie immer während des ganzen Experimentes ihre Augen geschlossen hält,
wird das Gestirn als eine unmittelbar vor ihr sich drehende Kugel mit einem Durchmesser von 4 bis 5
m sehen. Deutlich wird sie eventuell vorhandene Kontinente, Gebirgszüge, Vulkane und Meere
unterscheiden und schildern können.
Handelt es sich um einen Himmelskörper, der sich noch in seiner anfänglichen Entwicklung befindet,
so wird ihn die Versuchsperson als eine gasförmige, von Flecken und Nebelströmen gekennzeichnete
Kugel erleben.
Zur Feststellung des physikalischen Zustandes eines Planeten
Es handelt sich hierbei um eine Gruppe von drei Plaques, alle 12 mm im Durchmesser. Sie liegen an
der rechten Fußsohle auf der Axiallinie des mittleren Zehs, wobei rund drei Viertel ihrer Fläche an der
Seite der Axiallinie liegen, die dem linken Fuß zugewandt ist. Ihr Abstand voneinander mißt jeweils 3
cm. Die erste der drei Plaques befindet sich auf einer Ebene, die rund 2 cm hinter der Wurzellinie des
mittleren Zehs verläuft.
Diese Plaques werden ebenfalls mit Hilfe eines Photos sensibilisiert, das einen Planeten unseres
Sonnensystems darstellt und am besten mit der Haut der Versuchsperson in Berührung gebracht wird.
Aktiviert sich Plaque Nr. 3 (welche der Ferse am nächsten gelegen ist), so bedeutet dies, daß der
betreffende Planet eine feste Oberfläche besitzt. Aktiviert sich dagegen die mittlere Plaque, so weist
dies auf einen halbflüssigen Zustand der Planetenoberfläche hin. Um einen noch gasförmigen
Planeten handelt es sich, wenn sich die Plaque Nr. l aktiviert.
Das Sehen der Oberfläche eines Gestirns
Die Plaque weist einen Durchmesser von l cm auf und befindet sich auf der rechten Handfläche. Sie
wird durchquert von der Interdigitallinie zwischen Zeigefinger und Mittelfinger (der Flächenanteil
zum Zeigefinger hin ist leicht größer als der zum Mittelfinger hin) und liegt auf einer Ebene rund 2
cm oberhalb des Fingeransatzes.
Aktivierungserscheinungen: l) Kribbeln in der Gegend des linken Schulterblattes, 2) Schmerzen an
der vorderen Seite des Halses, 3) Neigung zur Fröhlichkeit.
Nach Aufladung dieser Plaque sieht die Versuchsperson Ausschnitte von der Oberfläche des
betreffenden Himmelskör-
143

-pers und zwar so vergrößert, daß es ihr möglich ist, auch kleinste Einzelheiten (eventuell vorhandene
Vegetationsformen, Gewässer usw.) deutlich zu erkennen. Ist der Stern bewohnt, so können auch
Lebewesen als kleine, sich bewegende Punkte unterschieden werden.
Das Sehen von Kontinenten und Meeren auf der Oberfläche eines Planeten
Diese Plaque mißt ebenfalls l cm im Durchmesser. Sie befindet sich an der Vorderseite der rechten
Schulter, etwa 2,5 bis 3 cm von der Mamillarlinie entfernt (zur Körpermitte hin) und l cm unter der
seitlichen Hauptlinie des Körpers. Sen-sibilisiert wird diese Plaque durch das Betrachten eines

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Planeten, dessen Oberfläche einen festen Zustand aufweist, entweder mit freiem Auge oder durch ein
Fernglas.
Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen in den unteren Zähnen, 2) Kribbeln in beiden Füßen, 3)
Sauergeschmack im Mund.
Diese Plaque ist als Ergänzung der vorgenannten von Bedeutung, da ihre Stimulierung das
Sichtbarwerden einzelner stark vergrößerter Kontinental- und Meeresabschnitte auslöst. Sie kann also
als wertvolles Hilfsmittel der Astronomie bei der Erforschung und Klassifizierung der Oberfläche der
verschiedenen Gestirne dienen.
Das Unterscheiden von Tag und Nacht auj der uns zugewandten Hemisphäre eines Himmelskörpers
Es handelt sich um zwei Plaques, die beide einen Durchmesser von 14 mm haben und im mittleren
Teil der Brust liegen, etwa 2 mm rechts der Medianlinie des Körpers. Die obere Plaque befindet sich
rund 3 cm oberhalb der Inter-mamillarlinie, die untere Plaque dagegen rund l cm unterhalb dieser
Linie. Der Abstand zwischen den beiden Plaques mißt also etwa 4 cm.
Auch die Sensibilisicrung dieser Plaques erfolgt durch Auflegen eines entsprechenden Photos auf die
Eaut oder durch das einfache Betrachten dieses Bildes. Ist die der Erde zugewandte Hälfte des
Gestirns in Nacht gehüllt, aktiviert sich
144

die untere Plaque. Aktiviert sich die obere Plaque, so bedeutet dies, daß es auf der betreffenden
Halbkugel gerade Tag ist.
Das Sehen des nächtlichen Firmaments eines Gestirns
Diese Plaque weist einen Durchmesser von l cm auf und befindet sich etwa 2 cm oberhalb der Plaque,
deren Stimulierung zum Sehen der Oberfläche eines Gestirns führt, also auf der rechten Handfläche.
Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen in der Brust, 2) Schmerzen im linken Zeigefinger, 3) Hang
zur Melancholie.
Ist die Plaque aufgeladen, dann zeigt sich der Versuchsperson der Nachthimmel, so wie er vom
betreffenden Himmelskörper aus gesehen würde. Natürlich muß auf der entsprechenden Hemisphäre
des Gestirns gerade Nacht herrschen, weshalb diesem Experiment das vorher beschriebene
vorausgehen sollte.
Das Sehen der atmosphärischen Verhältnisse eines Gestirns
Die Plaque mißt im Durchmesser l cm und befindet sich an der Vorderseite des rechten
Oberschenkels, l mm jenseits der Axiallinie (zur Körpermitte hin) und auf einer Ebene, die 13 bis 14
cm oberhalb des oberen Randes der Kniescheibe verläuft.
Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen an der Stirn, 2) Klaustrophobie (Angst vor geschlossenen
Räumen), 3) Zittern am rechten Bein.
Nach einer Aufladedauer von 5 Minuten bis 15 Minuten beginnt die Versuchsperson einen mehr oder
weniger großen Ausschnitt aus der Oberfläche des betreffenden Gestirns zu erkennen. Deutlich kann
sie Einzelheiten der vorherrschenden atmosphärischen Verhältnisse unterscheiden (sofern eine
Atmosphäre vorhanden ist): Die Färbungen des Himmels, die Intensität des Lichtes, eventuell

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vorhandene Wolkenbildungen, Niederschläge verschiedenster Natur, Gewitter, elektrische


Entladungsfelder, Windstürme und anderes mehr.
Wichtig ist dabei, und dies nicht nur bei diesem, sondern
145

bei allen anderen Experimenten dieser Art, daß die Versuchsperson geschlossene oder verbundene
Augen hat und ihre Füße den Erdboden nicht berühren, um eine das Experiment beeinträchtigende
Erdverbundenheit so weit wie möglich zu vermeiden. Die Versuchsperson darf daher während des
Experimentes auch auf keinen Fall an andere Himmelskörper denken, die nicht Gegenstand des
Experimentes sind.
Das wiederholte Sehen von Gestirnen
Diese Plaque, die im Durchmesser l cm mißt, liegt an der linken Brustseite, 2 cm rechts der linken
Mamillarlinie und auf einer Ebene, die etwa 2 cm unterhalb der Achselfalte verläuft.
Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen an der Innenkante des linken Fußes, 2) Gefühl einer sich
durch den ganzen Körper bewegenden Flüssigkeit, speziell im Bereich der Arme, 3)
Unregelmäßigkeit in der Atmung.
Die Aufladung dieser Plaque erlaubt der Versuchsperson, die sich allmählich fortbewegende
Oberfläche des betreffenden Gestirns zu sehen, wobei einzelne Teile des Landschaftsbildes durch oft
plötzlich eintretende Vergrößerungen deutlich erkennbar werden. Diese Vision hält ein bis zwei
Minuten lang an und löst sich dann auf. Nach einer Pause von etwa fünf Minuten wiederholt sich vor
den geschlossenen Augen der Versuchsperson dieses astrale Kaleidoskop. Das Phänomen dieser sich
auflösenden und wieder auftretenden Vision dauert bis zu zwei Stunden, bevor es endgültig erlischt.
Die Plaque braucht nur einmal aufgeladen zu werden, und zwar für die Dauer von rund einer
Viertelstunde zu Beginn des Experimentes. Besonders interessant ist dieser Versuch deshalb, weil er
im Laufe der sich wiederholenden Visionen eine völlige Entspannung der Versuchsperson ermöglicht,
die sich dadurch mit erhöhter Aufmerksamkeit der Beobachtung ihrer außersinnlichen
Wahrnehmungen widmen kann.
Das Sehen von Gestirnen und der darauf eventuell vorhandenen Lebewesen
Diese hochinteressante Plaque hat einen Durchmesser von
146

12 mm und befindet sich auf dem rechten Handrücken, zwischen der Interdigitallinie von Mittel- und
Zeigefinger, die sie mit einem kleinen Teil ihrer Fläche überschreitet, und der Axiallinie des
Mittelfingers. Die Ebene, auf der sie liegt, verläuft etwa 3 cm unterhalb der Handgelenklinie.
Aktivierungserscheinungn: l) Kribbeln am Unterleib, 2) Juckreiz an verschiedenen Stellen des
Körpers, 3) Schmerzen im vorderen Teil des Gaumens.
Die Aufladung dieser Plaque bewirkt bei der Versuchsperson die visuelle Wahrnehmung des
gewählten Gestirns, das sich langsam um die eigene Achse dreht. Zwar ist dabei die
Landschaftsstruktur nicht klar erkennbar, dafür treten eventuell vorhandene Lebewesen um so
deutlicher in Erscheinung. Zuerst erlebt die Versuchsperson Bilder, die sich auf die kleinsten

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Lebewesen beziehen (ausgeschlossen davon sind Mikroben, zu deren Sichtbarwerden andere Plaques
stimuliert werden müssen); je länger die Vision anhält, desto größer erscheinen die Lebewesen.
Dieses Experiment gelingt allerdings nur dann, wenn auf dem betreffenden Planeten tatsächlich Leben
vorhanden ist.
Zur Feststellung, ob ein Himmelskörper bewohnt ist oder nicht
Legt man der Versuchsperson das Photo eines Gestirns auf die Haut ihrer linken Körperhälfte, so führt
dies, sofern der betreffende Himmelskörper bewohnt ist, zur Sensibilisierung einer bestimmten
Plaque, die einen Durchmesser von 12 mm hat und sich an der Außenseite des rechten Oberarmes
befindet (l cm vor der äußeren seitlichen Hauptlinie und rund 3 cm oberhalb der Ebene der
Achselfalte). Tritt dagegen keine Sensibilisierung dieser Plaque ein, so bedeutet dies, daß auf dem für
das Experiment ausgesuchten Gestirn kein Leben vorhanden ist.
Soll das Experiment bei derselben Versuchsperson für andere Planeten und Gestirne wiederholt
werden, so ist darauf zu achten, daß zwischen den einzelnen Experimenten genügend lange Pausen
liegen, damit eine Überlagerung der jeweiligen Wahrnehmungen vermieden wird.
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Plaques, deren Stimulierung die Bewohner anderer Gestirne sichtbar macht


Die erste dieser Plaques mißt 12 mm im Durchmesser und befindet sich an der Außenseite des rechten
Oberarms, l cm vor der äußeren seitlichen Hauptlinie und auf einer Ebene, die rund 2 cm unterhalb
der Achselfalte verläuft. Sie liegt etwa 5 cm unter der Plaque des vorgenannten Experimentes.
Aktivierungserscheinungen: l) Unregelmäßigkeit im Herzschlag, 2) Kältegefühl an der rechten
Schulter, 3) Unsicherheit beim Gehen und Sprechen.
Erreicht diese Plaque den Aufladezustand, so sieht die Versuchsperson die verschiedenen Lebewesen
des betreffenden Himmelskörpers, sofern er bewohnt ist.
Eine zweite Plaque dieser Serie - sie mißt 12 mm im Durchmesser - befindet sich ebenfalls an der
Außenseite des rechten Oberarmes, 2 cm vor der äußeren seitlichen Hauptlinie und auf einer Ebene,
die etwa 6 cm unterhalb der Achselfalte verläuft.
Aktivierungserscheinungen: l) Kältegefühl an den Fingerspitzen, 2) Schmerzen in Längsstreifen an
der rechten Wange, 3) Schmerzen beim Schlucken.
Diese Plaque spricht vor allem auf hochentwickelte Tiere bzw. menschenähnliche Lebewesen an,
immer unter der Voraussetzung, daß sie diese Himmelskörper tatsächlich bewohnen. Interessant ist
schließlich folgendes Nebenexperiment mit dieser Plaque: Aktiviert man die Plaque - ohne daß die
Versuchsperson davon weiß - mit einem Photo von der Erde, so wird sie eine Vielzahl von ganz
normalen Menschen wahrnehmen. Verwendet man bei einem weiteren Versuch ein Photo vom Mond,
dann erfolgt überhaupt keine Wahrnehmung.
Eine weitere Plaque - auch sie hat einen Durchmesser von 12 mm - liegt an der rechten Fußsohle,
nach innen hin an die Axiallinie angrenzend und etwa 2 cm vor der, die Unterseite der Ferse
durchquerenden seitlichen Hauptlinie des Körpers. Aktiviert wird diese Plaque durch einfaches
Betrachten eines Photos, auf dem die Erde abgebildet ist, oder indem dieses Photo auf die Haut der
linken Körperhälfte aufgelegt wird.
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Aktivierungserscheinungen: l) Kribbeln in einigen Abschnitten der Wirbelsäule, 2) Blähgefühl in der


Herzgegend, 3) Einschlafen des rechten Nasenflügels.
Durch Stimulierung dieser Plaque zeigen sich der Versuchsperson zuerst zahlreiche Spezies
verschiedener Menschenrassen der Erde (meist erfolgt die ganze Vision in Grautönen). Danach erlebt
die Versuchsperson die visuelle Wahrnehmung der anthropoiden Lebewesen, die auf anderen Planeten
unseres Sonnensystems vorhanden sind (Calligaris spricht in diesem Zusammenhang von Mars (sie!)
und Venus). Diese Visionen werden dann schließlich abgelöst von weiteren Wahrnehmungsbildern
menschenähnlicher Lebewesen auf Gestirnen außerhalb unseres Sonnensystemes. Das von dieser
Plaque bewirkte Phänomen hält dann praktisch so lange an, bis die Konzentrationsfähigkeit der
Versuchsperson nachzulassen beginnt.
Das Sehen von Planetoiden
Diese Plaque mißt im Durchmesser l cm und befindet sich an der rechten Seite des Nackens, rund l
cm vor der Medianlinie des Körpers und auf einer Ebene, die den vierten Halswirbel durchquert. Sie
wird aktiviert, indem die Versuchsperson durch ein Teleskop oder anhand eines Photos einen
Planetoiden betrachtet.
Aktivierungserscheinungen: l) Kältegefühl an einem Schrägstreifen entlang der linken Wange, 2)
Kribbeln auf der Oberseite der Zunge, 3) Kribbeln an einer bestimmten Stelle in der linken
Rippengegend.
Stimuliert man diese Plaque, so wird die Versuchsperson zuerst ein Kreissegment wahrnehmen, das
sich allmählich zu einem vollständigen Ringgebilde ausweitet. Danach werden im Dunkel der vom
Ring begrenzten Scheibe kleine kugelrunde und ovale Körper sichtbar, die intensives Licht
ausstrahlen und sich um die eigene Achse drehen.
Das Sehen von Kometen
Wieder handelt es sich um eine Plaque, die einen Durchmesser von l cm aufweist. Sie befindet sich
auf dem Rücken des
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rechten Unterarms, 2 bis 3 cm vor der Axiallinie und auf einer Ebene, die etwa 5 mm unterhalb der
Ellbogenfalte verläuft. Die Aktivierung dieser Plaque erfolgt in der üblichen, bereits ausreichend
beschriebenen Art und Weise.
Aktivierungserscheinungen: l) Gummigeschmack im Mund, 2) Schmerzen an der rechten Fußsohle
sowie in der linken Schädelhälfte, 3) Gefühl des Vorhandenseins von Fremdkörpern im linken Arm.
Zuerst sieht die Versuchsperson eine bläuliche Scheibe, die sich allmählich zu einem weißen Streifen
umformt, der sich mit einem Kreis verbindet. Schließlich erblickt sie das Bild eines lichtstarken,
langgezogenen Kometen, der zwar funkensprühend, sonst aber unbeweglich erscheint. Das
Farbenspiel dieser Visionen reicht von Silberblau über feuriges Rot bis hin zu leuchtendem Gelb.
Das Sehen von kosmischen Nebelflecken
Diese Plaque hat einen Durchmesser von 12 mm und liegt auf der rechten Rückenhälfte, etwa l cm
hinter der Mamillar-linie (nach außen hin) auf einer Ebene, die ungefähr auf der Höhe der beiden

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Ellbogen verläuft.
Aktivierungserscheinungen: l) Rückenschmerzen, besonders an der oberen Hälfte des Rückens, 2)
Kribbeln in der Gegend des Grimmdarms (Dickdarmteil), 3) Gefühl, die Umgebung durch eine braune
Brille hindurch zu betrachten.
Auch hier nimmt die Versuchsperson erst eine bläuliche Scheibe wahr, aus der heraus sich allmählich
ein heller Fleck bildet. Das langsam sich daraus entwickelnde Bild eines spiralförmigen kosmischen
Nebelflecks scheint aus Tausenden und Abertausenden kleiner Lichtpunkte zu bestehen. Mit
entsprechenden Photos kann man die Plaque so aktivieren, daß sie sich auf einen ganz bestimmten
Nebelfleck abstimmt (z.B. den Andromedanebel, der etwa 1,7 Millionen Lichtjahre von uns entfernt
ist).
Das Sehen der Milchstraße
Diese Plaque hat einen Durchmesser von l cm und befindet sich auf der rechten Fußsohle, auf der
ersten Interdigitallinie
150

(an der Innenseite des großen Zehs) und auf einer Ebene, die etwa 4 cm unterhalb der Zehgelenklinie
verläuft. Diese Plaque wird mit einfachem Betrachten (mit freiem Auge) der Milchstraße aktiviert.
Aktivierungserscheinungen: l) Kribbeln in der rechten Hüftgegend, 2) Schmerzen beim Schlucken, 3)
Neigung zu nervösen Bewegungen mit Armen und Beinen.
Nach etwa fünfminütiger Aufladedauer wird die Versuchsperson einen hellen Streifen auf dunklem
Hintergrund sehen. Allmählich wird sie dann die unzähligen Himmelskörper, aus denen sich die
Milchstraße zusammensetzt, einzeln erkennen.
Das Miterleben der Evolutionsgeschichte von Gestirnen
Es handelt sich um eine Plaque mit 12 mm Durchmesser, an der Vorderseite des rechten Beines am
inneren Rand der Axiallinie und auf einer Ebene, die 8 cm bis 9 cm unterhalb des unteren Randes der
Kniescheibe verläuft.
Aktivierungserscheinungen: l) Kribbeln in den Lidern, 2) Schmerzen im unteren Teil des rechten
Beines, 3) Schmerzen im oberen Teil der Magengegend.
Durch das Aufladen dieser Plaque wird bei der Versuchsperson folgender Visionsablauf
hervorgerufen:
1. Eine große gasförmige, mit hoher Geschwindigkeit rotierende Masse.
2. Die gasförmige Masse fängt an, sich zu kondensieren.
3. Die gasförmige Masse beginnt, sich zu entflammen.
4. An der Oberfläche zeichnen sich langsam Krater ab.
5. Die Oberfläche läßt unterschiedlich helle und dunkle Zonen entstehen.
6. Vegetationsformen werden erkennbar.
7. Tiere erscheinen und verbreiten sich.

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8. Es kommt zur Entstehung der ersten anthropoiden (menschenähnlichen) Lebewesen (sofern auf
dem betreffenden Planeten vorhanden).
151

9. Die entwickelte Vielfalt der Lebensformen verringert sich.


10. Auch die eventuell vorhandenen Anthropoiden verringern sich und verschwinden schließlich
völlig.
11. Die Vegetation geht stark zurück, nur einige ihrer Lebensformen überleben.
12. Das gleiche geschieht mit den Tieren.
13. An Stelle der Kontinente und Meere treten allmählich Gletscherformationen.
14. Der Planet löst sich endgültig auf.
Der Ablauf der Visionen vollzieht sich stets in der beschriebenen Art, egal welcher Planet mit der
Plaquestimulierung ausgewählt wurde. Bei einigen Planeten hören die Visionen allerdings schon nach
den ersten Phasen auf. Während der ersten vier Phasen erscheinen die Planeten wie von einer Aureole
umgeben.
Allgemeine Plaque des Mondes
Diese Plaque hat einen Durchmesser von l cm und befindet sich auf dem rechten Knie, direkt auf der
Axiallinie (um 3 mm bis 4 mm nach außen hin verschoben) in der Mitte der Kniescheibe.
Aktivierungserscheinungen: l) Schwindelgefühl, 2) Schmerzen an der linken Seite des Oberkiefers, 3)
Schmerzen am Hinterkopf.
Durch die Stimulierung dieser Plaque werden alle Haut-Plaques aktiviert, die auf den Mond
ansprechen. Diese Plaque ist von großer Bedeutung, weil durch ihren Aufladezustand alle übrigen
Mond-Plaques bereits sensibilisiert sind, also nicht jeweils getrennt aktiviert werden müssen.
Allgemeines Hautfeld des Mondes
Dieses Hautfeld besitzt die Form eines Rechtecks von 3 cm mal 6 cm und befindet sich - die
Längsseiten liegen horizontal - an der linken Hälfte der Stirn. Die innere Breitseite verläuft parallel
zur Medianlinie, etwa 3 cm bis 4 cm vor
152

dieser, während sich die untere Längsseite auf einer Ebene rund 3 cm bis 4 cm oberhalb des oberen
Randes der Augenhöhle befindet.
Die Aufladung dieses Hautfeldes (z.B. mittels eines weißen Kartons, der genau dieselben Ausmaße
des Feldes aufweist) gestattet es der Versuchsperson, die wie immer ihre Augen geschlossen bzw.
verbunden hat, den Mond zu sehen, und zwar so, wie wir ihn normalerweise mit freiem Auge sehen
können.
Das Sehen des Mondes in vielfacher Vergrößerung
Der Durchmesser dieser Plaque mißt 12 mm und befindet sich an der rechten Rückenhälfte, l cm vor

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der Mamillarlinie (nach innen hin) und etwa 3 cm unterhalb der über die Schulter laufenden seitlichen
Hauptlinie des Körpers.
Aktivierungserscheinungen: l) Hitzegefühl im Gesicht, 2) Schmerzen an der Stirn oberhalb der
Augenhöhlen, 3) Krib-beln im rechten Zeigefinger.
Nach einer 10 Minuten bis 15 Minuten lang dauernden Aufladezeit sieht die Versuchsperson
anfänglich eine graue Kugel auf dunklem Hintergrund. Nach und nach vergrößert sich das Bild und
wird zunehmend heller. C>ie Vergrößerung erreicht schließlich einen Punkt, an dem folgende, sich
abwechselnde Landschaftsbilder deutlich erkannt werden können:
Berge, Krater, öde Ebenen und Wüsten, Gesteinsspalten, Hügel, Dünen und schließlich auch ein
weißliches Tiefland, das aussieht, als würde es sich aus vielen kleinen Salzwürfeln zusammensetzen.
Durch die Aufladung dieser Plaque werden allgemeine Landschaftsbilder des Mondes sichtbar, nicht
aber die Szenerie einer einzelnen Landschaft selbst.
Das Sehen der Mondlandschaften
Die betreffende Plaque hat einen Durchmesser von l cm und befindet sich an der Innenseite des
rechten Unterarms, etwa 5 mm vor der seitlichen Hauptlinie des Körpers und auf einer Ebene, die
rund 9 cm unterhalb der Ellbogenfalte verläuft.
153

Diese Plaque kann wahlweise, wie im Folgenden beschrieben, aktiviert werden:


1. Durch intensives Betrachten des Mondes mit freiem Auge, wobei es gleichgültig ist, in welcher
Phase sich der Mond gerade befindet. Wichtig ist dagegen, daß allein der Mond betrachtet wird, also
keine anderen Himmelskörper gleichzeitig vom Auge der Versuchsperson erfaßt werden. Um dies zu
gewährleisten, bediene man sich am besten eines aus einer Zeitung zusammengerollten Rohrs, oder
aber man begrenze den Blickwinkel, indem man beide Hände abschirmend vor das Auge hält.
2. Durch Betrachten des Mondes mit einem Fernglas.
3. Durch Betrachten eines Photos mit der Abbildung des Mondes.
4. Durch Auflegen der linken Handfläche auf ein den Mond darstellendes Photo, oder indem dieses
Photo auf eine beliebige andere Hautfläche der linken Körperhälffe aufgelegt wird. Dabei ist es
wichtig - wir wiederholen es -, daß das Photo von der Haut wieder entfernt wird, sobald die Plaque
sensibilisiert ist.
5. Durch Aullegen des Photos auf das allgemeine Hautfeld der Gestirne, das wir bereits ausführlich
beschrieben haben.
6. Durch Aufladen der allgemeinen Plaque des Mondes, was die Aktivierung aller auf den Mond
ausgerichteten Plaques bewirkt.
Aktivierungserscheinungen: l) Fadenförmiges Kältegefühl in der Gaumenwölbung, 2) Kribbeln in der
Mitte der beiden Handflächen, 3) Kribbeln unter dem Kinn.
Nach einer Aufladung von 5 bis 15 Minuten beginnt die Versuchsperson, eine Gesamtansicht der
Mondoberfläche wahrzunehmen. Anfänglich sieht sie in starker Vergrößerung die sich langsam
drehende Mondkugel. Danach kommt es zu einer Verdunkelung der Kugel selbst, während ihr äußerer

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Ring auch weiterhin hell bleibt. Es hat nun den Anschein, als begänne die sich allmählich wieder
aulhellende Mondoberfläche auf die Versuchsperson zuzukommen, wodurch es zu einer ständig
wachsenden Vergrößerung der sich gerade in der Mitte des Bildes befindlichen Mondlandschaft
kommt.
154

Doch lassen wir Calligaris selbst zu Wort kommen, der im November 1934 in Rom zusammen mit
einem jungen Journalisten eine ganze Reihe solcher Experimente durchgeführt hat:
"Diese Landschaften werden gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Kratern, die in einem Licht der
Dämmerung erscheinen, von vielen Bergen, die einzeln oder auch zu ganzen Gebirgsketten
aneinandergereiht dastehen, und von denen einige extrem hoch zu sein scheinen, sowie von
zahlreichen kleineren Hügeln und immensen, hell leuchtenden Ebenen. Langgezogene Bodenspalten
und Risse ziehen sich kreuz und quer durch die Landschaft, die in abwechselnd helle und dunkle
Zonen unterteilt ist. Auch viele dünenähnliche Aufwürfe sind deutlich zu erkennen. Schließlich bietet
sich dem außersinnlichen Auge noch der Anblick riesengroßer Wüstenflächen, deren Boden aus
großen salzähnlichen Kristallen zu bestehen scheint. Die vorwiegend diese Wüsten kennzeichnende
Farbe ist Grau, sie ändert sich jedoch mehrmals während des Ablaufes der Vision. Ein Reich der
absoluten Stille und der Regungslosigkeit scheinen diese enormen Wüsten zu sein. Abgesehen von
einigen, in helles Licht getauchten Stellen (z.B. die Gipfel einiger Berge), beherrscht ein dumpfes und
reflexloses Licht die gesamte Oberfläche des Mondes, an der weder Wolken noch Dampf oder Wasser
zu erkennen sind."
Das wiederholt auftretende Sehen der Mondoberfläche
Diese Plaque mißt im Durchmesser 12 mm und befindet sich am unteren Ansatz der rechten Hälfte
des Halses, etwa 5 cm bis 6 cm vor der Mamillarlinie (zur Mitte des Körpers hin) und rund l cm unter
der seitlichen Hauptlinie des Körpers.
Aktivierungserscheinungen: l) Gefühl aufkommender Euphorie, 2) Kribbeln auf dem Rücken aller
Finger, 3) Schmerzen an der Innenseite des unteren Zahnfleisches.
Nach erfolgter Stimulierung dieser Plaque erlebt die Versuchsperson die Vision des Mondes etwa in
der Größe eines direkt vor das Gesicht gehaltenen Fußballs. Dieses Bild dauert rund eine Minute an
und löst sich dann auf, um nach etwa fünf weiteren Minuten wieder zu erscheinen. Das Phä-
155

nomen wiederholt sich für die Dauer von ungefähr einer Stunde.
Das Sehen von Einzelheiten an der Oberfläche des Mondes
Diese Plaque hat einen Durchmesser von l cm und befindet sich an der rechten Schulter, etwa 4 cm
unterhalb der seitlichen Hauptlinie des Körpers und rund 2 cm nach außen hin von der Mamillarlinie
entfernt.
Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen im Nacken, 2) Kältegefühl im großen Zeh des rechten
Fußes, 3) Neigung zum Nicken mit dem Kopf.
Bei verlängerter Aufladung dieser Plaque erfährt die visuelle Wahrnehmung der Versuchsperson eine
äußerst starke Vergrößerung, wodurch es ihr möglich wird, auch sehr kleine Einzelheiten der

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

jeweiligen Mondlandschaft klar zu erkennen (z.B. Kraterränder, kleine Bodenspalten usw.). Auch
werden Teile des Firmaments unseres Satelliten sichtbar,
Die Vergangenheit des Mondes
Wiederum handelt es sich um eine Plaque mit l cm Durchmesser. Sie befindet sich in der Mitte des
Rückens, direkt auf der Medianlinie des Körpers (zwei Drittel ihrer Fläche liegen links, ein Drittel
rechts der Medianlinie) und auf einer Ebene, die etwa vier Fingerbreit oberhalb der Ellbogen verläuft.
Aktivierungserscheinungen: l) Neigung zur Ausführung von Grimassen, 2) Kribbeln an den
Oberschenkeln, besonders an deren Vorderseite, 3) Drang zum Kauen.
Das Mondbild, das sich durch Aufladung dieser Plaque der Versuchsperson zeigt, hat mit der
derzeitigen Beschaffenheit der Mondoberfläche überhaupt nichts gemeinsam. Die Mondlandschaft
besteht aus Kontinenten und zahlreichen kleineren Meeren. Es existieren noch keine Krater, das
Festland wird vielmehr beherrscht von einer üppigen Vegetation. Das Firmament des Mondes verbirgt
sich zum Teil hinter milchigen Schleiern. Darüber, auf welches Zeitalter des Mondes sich diese
Vision bezieht, mochte Calligaris nichts Bestimmtes sagen.
156

Das Sehen der verdeckten Halbkugel des Mondes


Diese Plaque hat einen Durchmesser von l cm und liegt an der Innenseite des rechten Beines, 2 cm
vor der seitlichen Hauptlinie und auf einer Ebene, die 4 cm bis 5 cm oberhalb der Knöchelmitte
verläuft.
Aktivierungserscheinungen: l) Zuckungen in der Magengegend, 2) Augenbrennen, 3) Kribbeln im
Unterleib.
Sichtbar wird für die Versuchsperson die unseren Augen verborgene Rückseite des Mondes, die der
uns bekannten He-mispäre sehr ähnlich sieht. Sie weist allerdings größere Ebenen und eine erheblich
kleinere Anzahl von Bergen und Kratern auf.
Das Sehen des Mondes im Schlaf
Diese Plaque mißt ebenfalls l cm im Durchmesser und befindet sich an der hinteren Seite des rechten
Beines, genau in der Mitte zwischen der inneren seitlichen Hauptlinie des Körpers und der hinteren
Axiallinie des Beins, auf einer Ebene, die 8 cm bis 9 cm oberhalb der Knöchellinie verläuft.
Aktivierungserscheinungen: l) Hitzegefühl in den Füßen, 2) Kribbeln im linken Unterarm, 3)
Schmerzen in der Gegend der neunten Rippe an beiden Körperseiten.
Diese Plaque soll kurz vor dem Einschlafen aufgeladen werden und vor allem an Versuchspersonen,
die sich gut an ihre Träume erinnern können. Der erste Traum der eingeschla-fenen Versuchsperson
wird vom Bild des Mondes beherrscht sein, der sich als große, hell leuchtende Scheibe inmitten eines
dunklen Firmaments darstellt. Die darauffolgenden Träume der Versuchsperson haben allerdings
keinerlei Bezug zum Mond mehr.
Zum Abschluß dieses Kapitels wollen wir wieder Calligaris selbst zu Wort kommen lassen:
"Sollten möglicherweise einige dieser heteroskopischen Visionen von mir falsch oder ungenau
interpretiert worden sein, so sollte man sich von der Fatalität des Fehlerhaften nicht entmutigen

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

lassen, sondern der Bedeutung der richtigen Interpretationen, so viele oder wenige es sein mögen,
ihren wahren Wert zuerkennen."
157

Kapitel VII
Zweite Zwischenbilanz
Der Satz von Calligaris, der das vorangehende Kapitel abschließt, ist deshalb von besonderer
Bedeutung, weil er die grundsätzliche Klärung zu einigen Aspekten möglich macht:
Es war unter anderem von Hautplaques die Rede, durch deren Stimulierung die Versuchsperson
vermeint, menschenähnliche Lebewesen anderer Gestirne, darunter sogar Mars und Venus zu sehen,
oder gar eine Mondvegetation zu erkennen. Dies alles mag den meisten Lesern absurd erscheinen.
Tatsächlich waren es ja gerade Calligaris' Schriften über den Mond, die seinen Kritikern das
ausgiebigste Material lieferten, mit dem sie das ganze Gebäude der Hautplaques zu zerstören
versuchten. Und nicht nur Kritiker, selbst zahlreiche Menschen, die Calligaris sonst unterstützten,
betrachteten seine Abhandlungen zum Thema Mond und Planeten als eine vollständige Absurdität.
Es kann natürlich nicht unser Interesse sein, Aussagen zu akzeptieren und zu verteidigen, deren Inhalt
mittlerweile klar und deutlich als unzutreffend bezeichnet werden kann. Wir glauben vielmehr, daß
Calligaris die Phänomene gewisser Plaques ganz einfach falsch verstanden und interpretiert hat. Es
darf nicht vergessen werden, daß Calligaris im Laufe weniger Jahre einige Tausend Plaques entdeckt,
erforscht und interpretiert hat; aus rein zeitlichen Gründen war es ihm daher unmöglich, sich
einzelnen Plaques ausführlicher zu widmen. Es ist daher denkbar und sogar wahrscheinlich, daß in
den Auslegungen von Calligaris eine Reihe von Verwechslungen und Unzulänglichkeiten enthalten
sind. Bedenkt man aber, daß uns heute ausgerechnet von der"offiziellen" Physik schon gelehrt wird,
das Universum sei ganz anders, als wir es zu erkennen glauben, das Licht, also unser Sehen, sei nichts
anderes als ein Produkt zusammenwirkender Sinnesillusionen, und selbst die Materie verfüge nicht
über eine eigene Existenz, da sie in ihrer innersten Substanz wiederum aus winzigen Energiewirbeln
besteht - bedenkt man all die Aspekte dieser grundsätzlichen Problematik im Zusammenhang mit der
Forschungstätigkeit von Calligaris, so wird man einsehen, daß es niemandem zusteht, ihn und sein
ganzes
159

Schaffen aus den möglichen Mißdeutungen und Falschinterpretationen zu diskreditieren. Calligaris


selbst weist immer wieder darauf hin, daß es ihm im einzelnen nicht so sehr um die lückenlose und
vollendete Interpretation seiner Experimente ginge, sondern vor allem um die Bestätigung der von
ihm erforschten und geschilderten Phänomene. Es kann nicht daran gezweifelt werden, daß die von
Calligaris entdeckten Plaques wirklich existieren. Davon kann sich jeder selbst überzeugen, und
genauso kann jeder die Richtigkeit der durch die Stimulierung dieser Plaques hervorgerufenen
Phänomene nachprüfen. Fehlerlose Deutungen und Erklärungen mit einem Anspruch auf
unanfechtbare Richtigkeit dafür zu finden, das darf weder Aufgabe noch Zweck dieses Buches sein.
Mit diesem Kapitel wird eine zweite erweiterte Zwischenbilanz abgehalten. Dazu bringen wir eine
kurze Abhandlung aus dem Buch "Nuove Meraviglie del Corpo Umano" (Die neuen Wunder des
menschlichen Körpers), das 1939 im italienischen Bocca-Verlag erschienen ist. Calligaris gibt darin
eine erschöpfende Zusammenfassung aller wichtigen Hinweise, deren Beachtung er seinen

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

Nachfolgern anrät:
Von den nach geometrischen Gesetzen übertragenen Strahlungen
"Als ich im Jahre 1908 von Professor Mingazzini an die Medizinische Akademie in Rom gerufen
wurde, um dort zum erstenmal einen Vortrag über die hyperästhetischen Linien des Körpers zu halten,
genauer ausgedrückt über die Meta-merie (gleichartige Körperabschnitte) des Menschen, da zeigte ich
eine Reihe von großen Tafeln, auf denen verschiedene geometrische Gefüge dargestellt waren:
Bienenwaben, Kristallgitter, Blattäderungen usw. Heute noch sehe ich Professor Guido Baccelli vor
mir, wie er mit weit aufgerissenen Augen diese Bilder anstarrte. Schon damals ging ich davon aus,
daß die Haut des menschlichen Körpers von einer unsichtbaren geometrischen Struktur überzogen ist,
deren Beschaffenheit einer allgemeinen Tendenz in der Natur zu folgen scheint. Damals ging ich von
der Vorstellung eines geometrischen Gefüges aus, das meiner Auffassung nach den anästhetischen
Hautzonen eigen sein mußte. Da ich aber zu
160

diesem Zeitpunkt noch keine Kenntnis von den Kreis- und Bogenlinien hatte, glaubte ich irrtümlich,
nur die horizontalen und vertikalen Linien und die sich daraus ergebenden "kleinen Grundquadrate"
wären die Bahnen, über die hinweg die anästhetischen Strömungen verlaufen.
Ein Jahr später wandte sich Professor Mingazzini an den berühmten französischen Neurologen
Professor Thomas mit der Bitte, eine von mir in französischer Sprache abgefaßte Arbeit über die
"Form der Anästhesien" in seiner Zeitschrift "Encephale" zu veröffentlichen. Professor Thomas schien
verwirrt von derart viel Geometrie und antwortete, er verspreche sich nicht viel von der
Veröffentlichung solcher Theorien, wenn aber Mingazzini ausdrücklich darauf bestehe, würde er es
dennoch abdrucken lassen. Professor Mingazzini, der nie ausdrücklich auf etwas bestand, zog
daraufhin sein Anliegen zurück und schrieb mir in diesem Sinne.
So unwahrscheinlich es klingen mag, aber das Neue erschreckt stets alle, und am meisten erschreckt
es die Wissenschaftler selbst. Das zu große Vertrauen in das Althergebrachte birgt genau die gleichen
Gefahren wie blindes Vertrauen in etwas völlig Neues. Man soll sich daher gleichermaßen vor
Leichtgläubigkeit und Mißtrauen in acht nehmen. "So wie die Leichtgläubigkeit der Ursprung des
Fehlers ist", schreibt Th. Browne, "so ist auch das Mißtrauen häufig der Grund dafür, nicht an die
Wahrheit zu gelangen."
Mittlerweile sind gut fünfundzwanzig Jahre vergangen, in denen meine Arbeit erhebliche Fortschritte
gemacht hat. Heute weiß ich, daß sich die Hautgeometrie nicht nur auf Linien, Plaques und Felder
beschränkt, sondern daß ihr noch eine Vielzahl weiterer Elemente eigen ist. Dem jungen Forscher, der
sich zum erstenmal mit dieser mich seit Jahrzehnten faszinierenden Thematik befaßt, sei der
dringende Rat erteilt, sich Zeit zu lassen, sich langsam Schritt für Schritt vorzuarbeiten. Wer bei der
Erforschung solcher Gebiete hastet, wird sein Ziel nie erreichen.
Wir versuchen nun, eine wenn auch unvollständige Zusammenfassung dieser geometrischen Elemente
der menschlichen Hautoberfläche wiederzugeben (vgl. Abb. 5, siehe auch Photos von der
Hautoberfläche):
1. Nehmen wir als Ausgangspunkt ein "Kleines Grundquadrat". Dieses setzt sich aus einer großen
Anzahl kleinerer
(Fortsetzung auf S.164)

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161

Fotografische Abbildungen der Hautoberfläche, die verdeutlichen, daß die Beobachtungen von G.
Calligaris zutreffen.
162

Die Hautoberfläche besteht aus Kreisen, Quadraten, Rechtecken, Rauten und anderen Strukturen.
163

(Fortsetzung von S.161)


Quadrate zusammen, die konzentrisch darin eingebettet sind.
2. In ähnlicher Weise gruppieren sich auch größere Quadrate exzentrisch um das kleine Grundquadrat.
3. Rechtecke jeder Art von Form und Größe.
4. Die in jedem kleinen Grundquadrat eingeschlossenen kreisrunden Plaques.
5. Die wiederum in die sich aus den verschiedenen Sekundär-und Tertiärlinien ergebenden Quadrate
und den darin eingelagerten Plaques.
6. Die Plaques, die in den 4 Kleinstquadraten enthalten sind, aus denen sich jedes kleine Grundquadrat
zusammensetzt.
7. Ferner die Plaques in den 16 Miniquadraten, die wiederum die Fläche eines kleinen Grundquadrates
einnehmen.
8. Die zahlreichen Großplaques der Quadrate, die aus jeweils mehreren (4, 9, 16 usw.) kleinen
Grundquadraten bestehen.
9. Ebenso die Großplaques, die von jenen Quadraten begrenzt werden, die sich aus mehreren
Kleinquadraten der Sekundärlinien ergeben,
10. Die konzentrisch und exzentrisch ineinander bzw. umeinander geordneten Plaques, beginnend bei
den Miniquadraten bis hinauf zu den großen Grundquadraten oder auch noch größeren, die sich aus
mehreren großen Grundquadraten zusammensetzen.
11. Die unendliche Zahl der Punkte, aus denen alle horizontalen, vertikalen und schrägen Haupt- und
Sekundärlinien geformt sind.
12. Die Plaques, Quadrate und Rechtecke, die im Netz der zueinander rechteckig laufenden
Schräglinien eingeschlossen sind.
13. Dreiecke jeder Form und Größe, die sich aus den Überschneidungen zwischen den vertikalen und
horizontalen Linien mit den Schräglinien ergeben.

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14. Gerade, spitze und stumpfe Winkelprojektionen.


15. Ovale jeder Größe.
16. Sterne jeder Größe.
164

17. Viereckformen wie Rauten, Trapeze, Rhomboide und Trapezoide.


18. Regelmäßige und unregelmäßige Vielecke (Fünf-, Sechs-, Achtecke usw.).
19. Kreise jeder Art und Größe mit entsprechenden Quadranten, Bogen, Sehnen und Pfeilen.
20. Linien jeder Art und Länge (gerade, gebogene, gebrochene, sich kreuzende sowie
zusammenlaufende, auseinanderstrebende und parallel verlaufende).
21. Schließlich noch jene Vielzahl an geometrischen Mischfiguren, die sich aus dem
Zusammenwirken der verschiedenen bisher aufgezählten Elemente ergeben.
Wir geben ein paar wesentliche Hinweise bezüglich der Bedeutung, der Eigenschaften und der
"Verwendung" dieser geometrischen Figuren, die jeweils Flächenbegrenzung einer besonders
anästhetischen oder hyperästhetischen Eigenart sind.
Die genaue und sorgfältige Stimulierung dieser geometrischen Gebilde - sie erfolgt durch sanftes
Andrücken eines kleinen zylinderförmigen Metallbolzens (siehe Abb. des Calli-garis Set's), dessen
Aullagefläche die jeweilige Figur genau überdeckt - führt im menschlichen Körper zu einer Reihe von
Aktivierungserscheinungen, durch die außersinnliche Wahrnehmungsphänomene ausgelöst werden.
Jede einzelne geometrische Figur der Hautoberfläche steht in Beziehung zu einer unterschiedlichen
Art von Strahlung.
Im und am menschlichen Körper, diesem ungemein komplizierten Organismus, wird alles
Geschehende und Bestehende nach bestimmten Gesetzen und Mechanismen projiziert und reflektiert.
Die Oberfläche unserer Haut arbeitet wie ein ma-
Jischer Spiegel, worin jeder Reflex unserer inneren und äu-eren Welt enthalten ist. Diese unendliche
Zahl von Spiegelbildern dringt aber nicht in unser Bewußtsein, weil es sonst von der chaotischen
Fülle dieser Informationen überflutet würde. Aus der Ebene des Unterbewußtseins heraus kann also
immer nur jenes Spiegelbildfragment das Bewußtsein erreichen, das einzeln entsprechend aktiviert
und stimuliert wird.
Daraus ergibt sich, daß der Mensch beispielsweise auch hell-
165

sehen kann, weil sich jedes noch so kleine Geschehen im Universum an seinem Körper widerspiegelt.
So unterschiedlich die jeweiligen Phänomene auch sein mögen und so unüberschaubar die
Zusammenhänge unter den einzelnen geometrischen Formen und deren Wirkungspotential auch
erscheinen, alles wird von einer uns zum größten Teil noch unbekannten Gesetzmäßigkeit der
vollkommenen Harmonie getragen und bestimmt."
Calligaris präsentiert uns also den menschlichen Körper als einen "magischen Spiegel, in dem sich

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

alles im Universum Geschehende und Bestehende reflektiert", ähnlich dem astralen Spiegel der
Theosophie, worin alles Vergangene, Gegenwärtige und Zukünftige aufgezeichnet ist. So
ungewöhnlich dies alles klingen mag, die Calligarischen Experimente liefern uns unmißverständlich
den Beweis dafür.
166

Kapitel VIII
Hellsichtigkeit
Geht man davon aus, daß alles Geschehen in unserem Unterbewußtsein eingelagert ist, so kann man
behaupten, daß sowohl Vergangenheit als auch Zukunft immer voll und ganz gegenwärtig sind. Wenn
es gelingt, das im Unterbewußtsein schlummernde "Wissen" an die Ebene des Bewußtseins
heranzubringen, dann bleibt nichts verborgen. Alles Geschehende hinterläßt eine unauslöschliche
Spur im Kosmos. In der weitesten Konsequenz heißt das: Nichts ist gegenwärtiger als die
Vergangenheit in der Zukunft. Das mag auf den ersten Blick wie ein Wortspiel aussehen, unseres
Erachtens drückt es aber am besten die Realität der Dinge aus. Auf jeden Fall sollte diese scheinbar
widersprüchliche Behauptung für jeden ein Anstoß zum Nachdenken sein, um dadurch zu eigenen
Schlußfolgerungen zu kommen, was dazu führen kann, die durch unser derzeitiges Weltbild geprägte
Voreingenommenheit abzuwerfen.
Erster Teil: Die Vergangenheit
Die Plaques der auf Vergangenheit ausgerichteten Hellsichtigkeit werden sensibilisiert, indem die
Gedächtnislinien leicht aufgeladen werden. Dies geschieht durch die Ausübung eines sanften Drucks
auf die Spitze des Zeigefingers der Versuchsperson (am besten, indem man sie zwischen zwei Fingern
hält).
Daß die Vergangenheit einen unbestreitbaren und nicht wandelbaren Einfluß auf die Gegenwart
ausübt, läßt sich am besten am Beispiel des Einzelmenschen erläutern, selbst dann, wenn man nur jene
Eindrücke berücksichtigt, die aufgrund physiologischer, chemischer und psychologischer Vorgänge in
ihm zurückbleiben. Jedes Handeln, jeder Gedanke und jede Krankheit hat für den Menschen (wie
auch für alle anderen Lebewesen) endgültige und unabänderliche Konsequenzen, weil sich niemand
von seiner Vergangenheit befreien kann. So hat Calligaris beispielsweise im Laufe seiner
Experimente eindeutig nachweisen können, daß jede Erkran-
168

kung des Menschen zur Aktivierung bestimmter Hautplaques führt, die dann den Rest seines Lebens
im aktivierten Zustand verbleiben, und zwar völlig unabhängig davon, ob der Patient nun wieder
gesund wird oder auch weiterhin krank bleibt.
Alles Vergangene bleibt also in irgendeiner Form weiterhin bestehen. Die durch die nachfolgend
geschilderten Experimente ausgelösten Phänomene zeigen deutlich, warum das nicht anders sein
kann.
Allgemeine Plaque der Vergangenheit
Diese Plaque hat einen Durchmesser von l cm und befindet sich auf dem rechten Fußrücken, etwa 3
cm nach innen hin von der Axiallinie entfernt und auf einer Ebene, die 2 mm bis 3 mm unterhalb der

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

Fußgelenklinie verläuft. Sensibilisiert wird diese Plaque dadurch, daß die Versuchsperson sich an
vergangene Geschehnisse erinnert; sie kann ein auf die Vergangenheit bezogenes Photo betrachten
oder sich eine Geschichte anhören, die von vergangenen Vorfällen berichtet.
Aktivierungserscheinungen: l) Schmerzen im Innern der Ohren, 2) Schwellgefühl an beiden
Außenseiten des Halses, 3) Unsicherheit bei der Ausführung alltäglicher Handlungen und Gesten.
Nach einer sorgfältigen und entsprechend langen Aufladung dieser Plaque sieht die Versuchsperson
Bildfragmente aus der Vergangenheit ihres eigenen Lebens, vermischt mit Wahrnehmungen aus der
Vergangenheit anderer Personen.
Zu dieser Plaque sind noch ein paar wichtige Hinweise erforderlich:
1. Die Plaque muß deswegen verhältnismäßig lange stimuliert werden, weil sonst anstelle der
Hellsichtigkeit nur Erinnerungen aus dem eigenen Gedächtnis ausgelöst werden.
2. Die durch die Stimulierung dieser Plaque ausgelösten Wahrnehmungen beziehen sich auf ziemlich
unterschiedliche Vergangenheitsstufen. Vorherrschend sind Bilder aus einer eher kurzfristigen
Vergangenheit.
3. Ebenso vorherrschend sind Bilder, die sich nicht auf die
169

eigene, sondern auf die Vergangenheit der Umwelt beziehen.


4. Die Experimente mit Hilfe dieser Plaque haben vom Resultat her gesehen keinen allzu großen
praktischen Wert, weil damit keine präzisen Bereiche der Vergangenheit angesteuert werden können.
5. Während der Aufladung einer jeden beliebigen anderen Plaque, die auf die Vergangenheit
anspricht, sensibilisiert sich ein Punkt auf dieser allgemeinen Plaque, der mit allen anderen Plaques
dieses speziellen Phänomenbereiches in direkter Verbindung steht.
Allgemeine Plaque der kurzfristigen Vergangenheit
Diese Plaque mißt im Durchmesser 12 mm und liegt an der linken Schulter, 3,5 cm unter der
seitlichen Hauptlinie und l cm nach innen hin entfernt von der verlängerten Linie der hinteren
Achselfalte. Aktiviert wird diese Plaque, indem man der Versuchsperson von einem Vorfall berichtet,
der noch nicht lange zurückliegt oder auch durch das Betrachten eines kurz zuvor entstandenen
Photos.
Aktivierungserscheinungen: l) Streckgefühl im Magen, 2) Gefühllosigkeit im unteren Drittel des
linken Arms, 3) Drang zum Kauen.
Nach einer etwa 10 Minuten bis 15 Minuten anhaltenden Aufladung beginnt die Versuchsperson
Bilder wahrzunehmen, die sich auf jüngst vergangene Geschehnisse beziehen, die in keinem
persönlichen Bezug zur Versuchsperson stehen. Leider ist es nicht möglich, die wahrgenommenen
Bilder in einen mehr oder weniger klar begrenzten Zeitabschnitt einzuordnen.
Allgemeine Plaque der mittelfristigen Vergangenheit
Diese Plaque hat einen Durchmesser von 12 mm und befindet sich direkt auf der Medianlinie des
Rückens (1/5 der Fläche rechts, 4/5 links davon), etwa 0,5 cm unterhalb der Hals-Rumpf-Grenzlinie.
Die Plaque wird sensibilisiert, wenn man der Versuchsperson einen Vorfall erzählt, der bereits weit

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170

zurückliegt (wenigstens einige Jahre, höchstens ein Jahrhundert).


Aktivierungserscheinungen: l) Hitzegefühl an der Schädeldecke, 2) Kribbeln unterm Kinn und am
Nacken, 3) Zittern in den Wadenmuskeln.
Allgemeine Plaque der langfristigen Vergangenheit
Wieder handelt es sich um eine Plaque mit 12 mm Durchmesser. Sie befindet sich an der vorderen
Seite der rechten Schulter, etwa 4 cm unterhalb der seitlichen Hauptlinie und 3 cm bis 4 cm nach
außen hin von der Mamillarlinie entfernt. Diese Plaque betrifft Wahrnehmungen aus längst
verflossenen Epochen (Jahrhunderte und Jahrtausende).
Aktivierungserscheinungen: l) Augenbrennen, 2) Schwächegefühl im ganzen Körper, 3)
Schwierigkeiten beim Sprechen.
Die Vergangenheit eines Menschen
Die Plaque, deren Stimulierung einen Blick in die nahe Vergangenheit eines anderen Menschen
ermöglicht, hat einen Durchmesser von 12 mm und befindet sich auf dem rechten Fußrücken, etwa 3
cm nach außen hin von der Axiallinie entfernt und rund 0,5 cm unter der Fußgelenklinie. Sensibilisiert
wird diese Plaque, wenn die Versuchsperson einen vor ihr stehenden Menschen betrachtet.
Aktivierungserscheinungen: l) Schweregefühl in der linken Kopfhälfte, 2) Schmerzen an den
Fingerkanten der linken Hand, 3) Kribbeln an den Nasenflügeln.
Nach einer Aufladezeit von 5 Minuten bis 15 Minuten wird die Versuchsperson in der Lage sein,
Bilder aus der jüngsten Vergangenheit des vor ihr stehenden Menschen zu beschreiben.
Eine weitere Plaque, durch deren Stimulierung Bilder aus einer entfernteren Vergangenheit des der
Versuchsperson gegenüberstehenden Menschen sichtbar werden, liegt 2 cm oberhalb der
vorgenannten. Auch diese mißt 12 mm im Durchmesser.
171

Aktivierungserscheinungen: l) Drang zum Schreiben, 2) Kitzeln an den Beinen, 3) Fehlerhafte


Akzentuierung beim Sprechen.
Die jüngste Vergangenheit an nahegelegenen Orten
Diese Plaque weist wieder einen Durchmesser von 12 mm auf und liegt direkt auf der Medianlinie des
Rückens (3/4 seiner Fläche rechts, 1/4 links von ihr), auf einer Ebene, die etwa 4 cm oberhalb der
Achselfalte verläuft.
Aktivierungserscheinungen: l) Stimmungswechsel, z.B. von Fröhlichkeit auf Schwermut, 2)
Schmerzen am linken Fersenbein, 3) Schmerzen im kleinen Zeh des rechten Fußes.
Die Vergangenheit der letzten fünf Jahrtausende
Dieses Experiment wird mit einer Reihe von insgesamt fünf Plaques durchgeführt, die einen
Durchmesser von 12 mm haben. Sie liegen an der Vorderseite des rechten Oberschenkels horizontal
und in unregelmäßigen Abständen aneinandergereiht, auf einer Ebene, die von der Trennlinie

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zwischen dem mittleren und dem unteren Drittel des Oberschenkels gegeben wird.
Plaque Nr. l, die mit der Vergangenheit der letzten fünf Jahrtausende koordiniert ist, befindet sich
etwa l cm vor der äußeren seitlichen Hauptlinie des Körpers;
Plaque Nr. 2, die Vergangenheit der letzten vier Jahrtausende betreffend, liegt l cm bis 1,5 cm weiter
innen;
Plaque Nr. 3 - sie ist auf die Vergangenheit der letzten dreitausend Jahre abgestimmt - liegt 2 cm bis
2,5 cm nach außen hin von der Axiallinie des Beines entfernt;
Plaque Nr. 4, an der sich die vergangenen zwei Jahrtausende reflektieren, befindet sich direkt auf der
Axiallinie (1/3 ihrer Fläche ist nach außen, 2/3 sind nach innen hin gerichtet). Die Plaque Nr. 5
schließlich, die sich auf das vergangene Jahrtausend bezieht, ist von der vorgenannten Plaque etwa l
cm nach innen hin entfernt.
Aktiviert werden diese Plaques, wenn die Versuchsperson einen Gegenstand oder dessen
photographische Wiedergabe betrachtet, wobei es sich möglichst um etwas Altes bzw.
172

Antikes handeln soll. Die Aktivierung erfolgt dann an jener Plaque, deren Vergangenheitsstufe mit
dem Entstehungszeitpunkt des gewählten Gegenstandes übereinstimmt.
Aktivierungserscheinungen bei Plaque Nr. 1:1) Hören verschiedener Klänge, vor allem menschlicher
Stimmen, 2) Schmerzen im Hinterkopf und Nacken, 3) Schwierigkeiten beim seitlichen Drehen des
Kopfes.
Aktivierungserscheinungen bei Plaque Nr. 2: l) Drang zum Weinen, 2) Gedankenbilder von Tieren, 3)
Leichtes Lähmungsgefühl in den Händen.
Aktivierungserscheinungen bei Plaque Nr. 3:1) Aufkommen musikalischer Erinnerungen, 2)
Druckschmerzen am rechten Knie, 3) Neigung zum Anheben des Kopfes.
Aktivierungserscheinungen bei Plaque Nr. 4: l) Drang zur Ausführung spontaner Bewegungen, 2)
Brennen in der linken Halshälfte und in der rechten Mundhälfte, 3) Übelkeit.
Aktivierungserscheinungen bei Plaque Nr. 5:1) Schweregefühl im Gesicht, 2) Stichschmerzen in der
Magengrube, 3) Zuckungen am linken Arm.
Wird die entsprechende aktivierte Plaque aufgeladen, so sieht die Versuchsperson den betreffenden
Gegenstand, wie er zur Zeit seiner Entstehung aussah. Das wahrgenommene Bild verändert sich
allmählich bis es den Zustand erreicht hat, in welchem sich das Objekt gegenwärtig befindet.
Wird das Experiment beispielsweise mit einem Gegenstand ausgeführt, der vor etwa 4.000 Jahren
entstanden ist, so wird nicht nur die Plaque Nr. 2 aktiviert, sondern auch die Plaques Nr. 3, 4 und 5
reagieren, da der betreffende Gegenstand in den diesen Plaques entsprechenden Zeitstufen bereits
existiert hat. Nur Plaque Nr. l bleibt unaktiviert, weil der Gegenstand vor fünf Jahrtausenden noch
nicht vorhanden war.
Mit einer weiteren Serie von fünf Plaques, die sich gestaffelt auf die vergangenen fünf Jahrtausende
beziehen, ist es möglich, einen bestimmten Ort in dem Zustand zu erblicken, wie er in seiner
Vergangenheit ausgesehen hat, einschließlich belebter Szenen, die sich in der jeweiligen Zeit an

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diesem Ort abgespielt haben. Die Dynamik dieses Experimentes entspricht der des vorhergehenden.
173

Diese Plaques weisen einen Durchmesser von l cm auf und befinden sich, gleichmäßig voneinander
entfernt, entlang einer die linke Rückenhälfte horizontal durchquerenden Linie, die 2 cm bis 2,5 cm
oberhalb der Achselfalte verläuft. Plaque Nr. l liegt etwa l cm nach innen von der nach oben
verlängerten Achselfalte entfernt, während sich Plaque Nr. 5 je nach Versuchsperson 2 cm bis 3 cm
vor der Medianlinie des Körpers befindet.
Aktivierungserscheinungen bei Plaque Nr. 1:1) Juckreiz am rechten Nasenflügel, 2)
Erstickungsgefühl, 3) Kältegefühl an den Händen.
Die ersten beiden der soeben geschilderten Aktivierungserscheinungen sind auch den anderen vier
Plaques eigen, lediglich die dritte ist bei allen fünf verschieden:
Bei Plaque Nr. 2 kommt sie als Kribbeln an den Handgelenken zum Ausdruck,
Bei Plaque Nr. 3 als Kribbeln an den Ellbogen, bei Plaque Nr. 4 als Kribbeln an den Schultern und bei
Plaque Nr. 5 schließlich als Kribbeln in der Schulterblattgegend.
Allgemeine Plaque aer eigenen Vergangenheit
Diese Plaque hat einen Durchmesser von 12 mm und befindet sich auf der Brust, etwa 5 mm links der
Medianlinie und 3 cm oberhalb der Intermamillarlinie. Aktiviert wird diese Plaque, wenn die
Versuchsperson an ihre eigene Vergangenheit denkt.
Aktivierungserscheinungen: l) Gefühl der Leere um sich herum, 2) Juckreiz am Kinn, 3)
Sehstörungen am linken Auge.
Nach erfolgter Aufladung dieser Plaque sieht die Versuchsperson verschiedene Szenen aus ihrer
eigenen Vergangenheit (sowohl aus der nahen als auch aus der fernen).
Die eigene nahe Vergangenheit
Auch diese Plaque hat einen Durchmesser von 12 mm und liegt rund 5 mm neben der vorgenannten
(nach außen hin).
174

Die Plaque sensibilisiert sich, wenn die Versuchsperson an ein persönliches Erlebnis denkt, das kurze
Zeit zurückliegt.
Aktivierungserscheinungen: l) Kribbeln in einem dreieckigen Hautfeld an der linken Rückenhälfte
knapp unter dem Schulterblatt, 2) Drang zum Gähnen. Eine dritte Aktivierungserscheinung fehlt in
diesem Fall.
Die Versuchsperson sieht verschiedene kurze Szenen aus ihrer unmittelbaren Vergangenheit.
Die eigene ferne Vergangenheit
Wiederum handelt es sich um eine Plaque mit einem Durchmesser von 12 mm. Sie liegt, nach innen
hin, etwa 5 mm neben der allgemeinen Plaque der mittelfristigen Vergangenheit.

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Aktivierungserscheinungen: l) Kribbeln an der rechten Schulter, 2) Drang zum Gähnen, 3) Neigung


zum Verstummen.
Nach dem Aufladen dieser Plaque nimmt die Versuchsperson Bilder aus ihren ersten Lebensjahren
wahr.
Mit der Entdeckung dieser Plaque ist Calligaris etwas sehr Wichtiges gelungen, und zwar hat er damit
den Beweis erbracht, daß der Mensch nicht nur die Fähigkeit besitzt, seine eigene Zukunft
vorauszusehen, sondern auch auf die eigene Vergangenheit Rückschau zu halten, wobei Erinnerungen
aus dem eigenen Gedächtnis nicht mit im Spiele sind.
Zweiter Teil: Die Zukunft
In diesem Abschnitt geht es um eine der beunruhigendsten Fragen in bezug auf das menschliche
Leben. Wir sprechen hier bewußt nur vom Leben des Menschen, weil es uns scheint, daß der Mensch
das einzige Lebewesen dieser Erde ist, das sich seit eh und je mit dem Problem der Zukunft
auseinandersetzt und versucht, Erklärungen und Lösungsmöglichkeiten dafür zu finden.
Die Zukunft erschreckt alle etwas, weil sie von jenem myste-
175

riösen Schleier umgeben wird, den man das "Unvorhersehbare" nennt.


Es gibt einen bekannten Aphorismus, demzufolge das Heute jenes Morgen ist, vor dem man gestern
noch so viel Angst hatte. So oberflächlich und rhetorisch dieser Spruch im ersten Moment klingt, so
vielsagend und tiefgründig ist er in Wirklichkeit, denn aus ihm blickt verborgen die Relativität der
Zeit.
Calligaris schreibt dazu:
"Nun könnte man annehmen, daß es in Wirklichkeit weder eine Vergangenheit noch eine Zukunft
gibt, sondern eben nur die Gegenwart, und daß der "Hüter des Unerklärlichen" in seiner
"Allwissenheit" einen verwirrenden Sprung macht, bei dem er in einem einzigen Augenblick alle
Zusammenhänge und Hintergründe erfaßt, die zu einer bestimmten und unabwendbaren Zukunft
führen.
Eine der Theorien, mit denen man versucht, das Phänomen der zukunftsbezogenen Hellsichtigkeit zu
erklären, ist die des irgendwo latent vorhandenen Wissens um die zwangsläufigen Ziele der
Kausalverkettung, also jenes Wissens, mit dem das Entstehende aufgrund des bereits Bestehenden
erfaßt wird. Der Lehre von Laplace zufolge ist der gegenwärtige Zustand des Universums gleichsam
die Wirkung seines vorherigen und die Ursache seines späteren Zustandes.
Unser lückenhaftes Wissen um die Zukunft ist demnach auf unser unzulängliches Wissen um die
Zusammenhänge der Gegenwart zurückzuführen. Wäre das nicht so, könnten wir praktisch alles
voraussehen.
Dennoch können wir es nicht ausschließen, daß der Mensch in gewissen Momenten und bei Erfüllung
einer ganzen Reihe bestimmter Voraussetzungen in die Lage versetzt werden kann, die Zielsituation
einer solchen Verkettung zu erkennen und damit einen Blick in die Zukunft zu werfen.
Heute scheint jedoch mehr die Theorie der "immerwährenden Gegenwart" vorherrschend zu sein, die
aus der Zeit eine vierte Dimension des Raumes macht. Die filmähnlich wahrgenommenen Visionen

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sowie die häufig stattfindende Verwirrung zwischen Vergangenheit und Zukunft verleihen dieser
Theorie, so meint Osty, einen großen Wahrscheinlichkeitsgehalt."
176

Es ist bekannt, daß es immer wieder Menschen gibt (Propheten, Hellseher usw.), bei denen die
psychischen Mechanismen, die das Zustandekommen ihrer außersinnlichen Wahrnehmungen
bewirken, aus ihrer natürlichen Veranlagung heraus aktiv sind. Im Laufe seiner Forschungsarbeit
entdeckte Calligaris eine Reihe spezieller Plaques, deren Stimulierung zu einer Aktivierung dieser
Mechanismen führt, wodurch praktisch jeder Mensch die Möglichkeit hat, in die Zukunft
einzudringen, sie zu sehen und zu verstehen.
Wir wollen uns nun diesen einzelnen Plaques widmen.
Allgemeine Plaque der Zukunft
Diese Plaque hat einen Durchmesser von l cm und befindet sich an der Unterseite der rechten Ferse, l
cm nach innen hin von der Axiallinie entfernt und etwa 2 cm unter der die Ferse durchquerenden
seitlichen Hauptlinie, also praktisch an der Fersenkante.
Aktivierungserscheinungen: l) Knirschgefühl bei den Halsbewegungen, 2) Kribbeln in den
Gehörgängen, 3) Vermeintliches Hören von Schlaglauten.
Nach Aufladung dieser Plaque erlebt die Versuchsperson eine Reihe von Visionen, die mit
unterschiedlich nah- oder fernliegender Zukunft sowie mit in verschiedener Entfernung gelegenen
Orten in Beziehung stehen. Wegen dieser Unbestimmbarkeit der wahrgenommenen Bilder hat diese
Plaque wenig praktischen, sondern fast nur demonstrativen Wert.
Wichtig scheint uns der Hinweis, daß alle mit der Zukunft in Zusammenhang stehenden Plaques einen
fortdauernden Zustand der Hypersensibilität aufweisen. Offensichtlich bedeutet dies, daß eine
Resonanz der Zukunft bereits in der Gegenwart vorhanden ist. Ebenso sind alle diese Plaques stets
hyperästhetisch, was zu'gewissen Rückschlüssen auf die bei allen Menschen latent vorhandene
Fähigkeit des zukunftsbezogenen Hellsehens berechtigt.
Allgemeine Plaque der Zukunft eines beliebigen Menschen
Diese Plaque mißt im Durchmesser nur 5 mm und liegt an der Hinterseite des Beins, etwa 2,5 cm nach
innen hin von der
177

Axiallinie entfernt auf einer Ebene, die 3 cm bis 4 cm unterhalb der Mittellinie des Unterschenkels
verläuft.
Aktivierungserscheinungen: l) Wärmegefühl in der Kehle, 2) Schmerzen in der rechten Hüftgegend,
3) Kältegefühl an der Vorderseite der linken Körperhälfte.
Die Visionen der Versuchsperson beziehen sich auf zeitlich nicht näher bestimmbare Bilder aus der
Zukunft einer oder auch mehrerer unbekannter Personen, die sich sowohl in der Nähe als auch weit
entfernt aufhalten können.
Die Zukunft eines bestimmten Menschen

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Diesmal handelt es sich um zwei Plaques, beide 10 mm bis 11 mm im Durchmesser, die an der
vorderen Seite des rechten Unterschenkels liegen.
Plaque Nr. l, die auf die nahe Zukunft anspricht, befindet sich etwa 3 cm nach außen hin von der
Axiallinie entfernt, auf einer Ebene, die 9 cm bis 10 cm unterhalb des unteren Kniescheibenrandes
verläuft.
Plaque Nr. 2 liegt etwa 2 cm weiter außen und 3 mm bis 4 mm tiefer als die erste und bezieht sich auf
die ferne Zukunft.
Das Experiment wird durchgeführt, indem sich ein Mensch in einer Entfernung von höchstens 10 m
vorder Versuchsperson aufhält.
Aktivierungserscheinungen bei Plaque Nr. 1: 1) Blähgefühl im Unterleib, 2) Ungewöhnliches
Geschmacksempfinden im Mund, 3) Vision eines Farbenwirbels.
Aktivierungserscheinungen bei Plaque Nr. 2: l) Gefühl der Unsicherheit bezüglich der unmittelbaren
Umgebung, 2) Gefühl der gesteigerten Durchblutung der Augen, 3) Leichtes Jucken im Gesicht.
Durch das Aufladen der Plaque Nr. l erlebt die Versuchsperson Visionen, die sich auf die nahe
Zukunft der vor ihr stehenden Person beziehen. Dabei kann es sich um Stunden oder auch um ein Jahr
handeln.
Die durch das Stimulieren von Plaque Nr. 2 entstehenden Wahrnehmungen berühren dagegen eine
entferntere Zukunft (mehr oder weniger viele Jahre).
178

Die Zukunft eines Ortes


Diese Plaque hat einen Durchmesser von l cm und befindet sich an der hinteren Seite des linken
Beins, genau zentrisch auf der Axiallinie und auf einer Ebene, die etwa 4 cm oberhalb der
Knöchellinie verläuft. Sensibilisiert wird diese Plaque, wenn das Photo eines bestimmten Ortes mit
der Haut der Versuchsperson in Berührung kommt, und zwar so, wie es bereits eingehend beschrieben
wurde.
Aktivierungserscheinungen: l) Augenbrennen, 2) Trockenheit in der Kehle, 3) Pulsgefühl in den
Ohren.
Nach erfolgter Aufladung der Plaque sieht die Versuchsperson den auf dem Photo dargestellten Ort,
wie er erst nach etwa zehn Tagen aussehen wird.
Die unmittelbare Zukunft eines betrachteten Ortes
Dieses Experiment ist deshalb besonders interessant, weil die Richtigkeit der wahrgenommenen
Visionen kurzfristig überprüft werden kann.
Aufgeladen wird dabei eine Plaque, die im Durchmesser 12 mm mißt und sich an der Innenseite des
linken Unterarms befindet, etwa 4 mm hinter der seitlichen Hauptlinie und auf einer Ebene, die 6 cm
bis 7 cm oberhalb der Handgelenklinie verläuft.
Aktivierungserscheinungen: l) Kribbeln an der Stirn, 2) Streckbewegungen mit dem Kopf, 3)
Schmerzen im oberen Drittel der Unterschenkel.

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Die Versuchsperson setzt sich vor ein Fenster, wodurch sie einen bestimmten Ort, z.B. einen Platz
oder den Abschnitt einer Straße betrachten kann. Dann beginnt man mit dem Aufladen der Plaque.
Sobald sich die Aktivierungserscheinungen einstellen, werden der Versuchsperson die Augen
verbunden. Nach einer Aufladezeit von 5 Minuten bis 10 Minuten wird die Versuchsperson eine
Reihe von Visionen erleben, die sich auf die vor ihr liegende Örtlichkeit beziehen. Sie wird diese
wahrgenommenen Bilder in allen Einzelheiten genau beschreiben (am besten macht man sich Notizen
davon oder hält sie auf Tonband fest). Sind die einzelnen Bilder undeutlich und verwischt, so ist der
Grund fast immer eine unzulängliche Aufladung (unpräzise Ortung der Plaque, Verrut-
179

-schen des Zylinders, Ausübung eines zu starken oder auch zu geringen Drucks usw.).
Etwa 15 Minuten nach Beginn der Aufladung wird das Experiment unterbrochen, denn nun muß etwa
20 Minuten lang gewartet werden (diese Zeitspanne kann mehr oder weniger stark variieren), bevor
die von der Versuchsperson geschilderten Vorgänge in der Wirklichkeit eintreten. Dies geschieht
nicht immer in der gleichen Reihenfolge, aber inhaltlich decken sich die einzelnen Visionsbilder mit
der nun eintreffenden Realität. Leider liefert Calligaris keinen Hinweis darauf, ob die Hellsichtigkeit
der Versuchsperson die Zukunft des Ortes selbst betrifft oder was die Versuchsperson dort vom
Fenster aus sehen wird. Der Unterschied, so nebensächlich er scheinen mag, ist von erheblicher
Bedeutung.
Die eigene unmittelbare Zukunft
Diese Plaque hat einen Durchmesser von l cm und liegt auf dem rechten Knie, l cm nach außen hin
von der Axiallinie entfernt und am oberen Rand der Kniescheibe. Sensibilisiert wird die Plaque,
indem die Versuchsperson sich kurzfristige, auf die Zukunft gerichtete Zeitspannen vorstellt oder an
kurze räumliche Entfernungen von ihr denkt.
Aktivierungserscheinungen: l) Schwebegefühl, 2) Gefühl, die Arme verlängern sich, 3) Schmerzen
unterm Kinn sowie an den Fingerknöcheln.
Nach einer Aufladezeit von 10 bis 15 Minuten erlebt die Versuchsperson Wahrnehmungen bezüglich
ihrer eigenen unmittelbaren Zukunft, die etwa 10 Minuten später zur Gegenwart wird.
Es gibt eine zweite Plaque, die ein ähnliches Phänomen hervorruft von einer Zukunft, die erst rund
eine halbe Stunde nach Beendigung der Plaque-Stimulierung zur Gegenwart wird.
Diese Plaque weist einen Durchmesser von 12 mm auf und befindet sich an der Innenseite des rechten
Oberarms, etwa 6 cm bis 7 cm unter der Achselfalte und nur wenige Millimeter hinter der Axiallinie.
180

Aktivierungserscheinungen: l) Neigung zur Reizbarkeit, 2) Schmerzen in Längsstreifen entlang dem


Rücken, 3) Kribbeln an den Fußsohlen.
Calligaris spricht in seinen Werken noch von einer ganzen Reihe weiterer Plaques, durch deren
Stimulierung zukunfts-bezogene Hellsichtigkeit ausgelöst wird. Leider aber bietet der Rahmen dieser
Veröffentlichung nicht genügend Platz, um auch diese zu beschreiben, weshalb wir es bei den
gebrachten Beispielen belassen müssen.
Deutlich geht aus dieser Art von Experimenten hervor, daß der Mensch anhand seines bisherigen

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Wissens noch nicht in der Lage ist, den Begriff der Zeit in seiner Wirklichkeit zu erfassen. Die
Richtigkeit der Begriffe Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in ihrer derzeitigen Form des
Verständnisses muß auf jeden Fall in Frage gestellt werden.
Calligaris schreibt dazu etwas sehr Interessantes:
"Man muß zwangsläufig zur Annahme kommen, daß die sich mindestens mit Lichtgeschwindigkeit
fortbewegenden Strahlungen Informationen übermitteln, die vom sogenannten Universalbewußtsein
ausgesendet und von unserem Unterbewußtsein empfangen werden.
Der Kernpunkt des Mysteriums liegt demnach in einer wie auch immer gearteten, aber sicherlich
bestehenden direkten Beziehung zwischen diesen beiden Bereichen. Daraus kann wiederum abgeleitet
werden, wie relativ innerhalb dieses Verhältnisses jeder räumliche und zeitliche Begriff sein kann."
Calligaris spricht also von Universalbewußtsein und von Zusammenhängen, in denen die Grenzen von
Zeit und Raum überwunden werden. Damit gelangen wir wieder zum Begriff der "immerwährenden
Gegenwart", aus der allein der Hellseher seine Wahrnehmungen schöpft, und zu der er über sein
Unterbewußtsein direkten Zugang hat.
181

Kapitel IX
Ein Blick auf die Gegenwart
Das dem Matthäus Evangelium entlehnte Sprichwort (13,57) "Der Prophet gilt nichts in seinem
Vaterland", sollte sich auch bei Calligaris schmerzlich bewahrheiten. Nirgend anderswo wurde sein
Werk von der etablierten Wissenschaft derartig mißachtet wie in Italien. In einigen Ländern hat man
sich zumindest teilweise seinem Schaffen gewidmet, besonders in der Sowjetunion. Dort gibt es schon
seit langem an zwei bedeutenden Universitäten regelrechte Calligaris-Forschungszentren.
Bedauerlicherweise aber erreichen uns, wie fast immer, wenn es sich um Länder des Ostblocks
handelt, so gut wie keine Nachrichten über die Ergebnisse dieser Forschungsarbeiten, denn dort
werden sie als Staatsgeheimnis gehütet. Das einzige, was wir zuverlässig wissen, ist die Tatsache, daß
in der Sowjetunion seit etwa dreißig Jahren intensiv auf der Grundlage von Calligaris' Entdeckungen
weitergearbeitet wird.
Ein weiteres Land, in dem Calligaris kein Unbekannter geblieben ist, ist Frankreich. Dort hat sich vor
allem der im Alter von einundneunzig Jahren verstorbene Dr. Albert Leprince mit Calligaris'
Gedanken und Entdeckungen beschäftigt. Leprince kannte Calligaris persönlich ziemlich gut. Bei den
zahlreichen Telepathie-Experimenten zwischen Udine und Nizza hatte er eng mit Calligaris
zusammengearbeitet. Leprince war von Calligaris selbst und von dessen Arbeit dermaßen fasziniert,
daß sich seine breit angelegte Forschungstätigkeit in den verschiedenen Bereichen des Paranormalen
stark am Calligarischen Gedankengut zu orientieren begann. So sind zwei seiner zahlreichen Bücher
ausschließlich den Theorien von Calligaris gewidmet: "Les radiations des maladies et des microbes"
und "Les ondes de la pensee", beide im Verlag Dangles erschienen und vermutlich immer noch
erhältlich. Das erste dieser beiden Bücher behandelt Calligaris' Forschungen bezüglich des
Phänomens der dermographischen Projektionen an bestimmten sensiblen Stellen des Unterarms,
durch welche die Mikroben und Viren, die für die jeweilige Krankheit des Patienten verantwortlich
sind, sichtbar werden. Leprince veröffentlicht in diesem Buch unter anderem auch Photos aus
Calligaris' Archiv, auf denen verschiedene dermographische Projektionen von Mikroben dargestellt
183

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Calligaris - Vorlaeufer einer neuen Aera.htm

sind, die von Calligaris als die Krankheitserreger des Krebses, der Blinddarmentzündung, des
Zwölffingerdarmgeschwürs, der Masern, der Röteln, der Windpocken usw. beschrieben wurden.
Welche ungeahnten Möglichkeiten für die Diagnostik hinter solchen Entdeckungen verborgen sein
könnten, erklärt sich wohl von selbst. Im zweiten Buch beschäftigt sich Leprince eingehend mit den
Forschungen von Calligaris auf dem Gebiet der telepathischen Übertragung von Wahrnehmungen und
geht dabei auch auf die Details der von Calligaris entwickelten Techniken ein.
In einem anderen seiner Werke, "L'acupuncture ä la portee de tous", stellt Leprince eine
hochinteressante Verbindung zwischen den Plaques von Calligaris und den Erkenntnissen der
Akupunktur her. Diejenigen, die sich näher mit den Werken dieses französischen Wissenschaftlers
beschäftigen möchten, können sich direkt an den Verlag Dangles wenden: 38, Rue de Moscou, Paris
8e.
Hier noch ein Auszug aus einer längeren Abhandlung von Leprince über Calligaris' Forschungen zum
Thema der Radi-ästhesie, entnommen dem Buch "Radiestesia Medica", das 1959 im Verlag Bocca
erschienen ist:
"Die Experimente des Doktor Calligaris geben Anstoß zu neuen Gedankengängen über die
Wechselbeziehungen zwischen Radiästhesie und Metapsychik.
Könnte die Radiästhesie vielleicht nichts anderes sein als ein fester Bestandteil der Metapsychik? Und
könnten Pendel oder Wünschelrute am Ende etwa nur ein Mittel zum Entstehen der
Persönlichkeitsspaltung sein?
Die Trance des Radiästhesisten könnte demnach ein Zustand sein, dessen Entstehen durch den Pendel
oder die Wünschelrute vermittelt wird, etwa in dergleichen Art, wie von der Kristallkugel oder dem
Kaffeesatz das Zustandekommen einer Hellsichtigkeit vermittelt wird.
Nach der Veröffentlichung der ersten Auflage dieses Buches habe ich eine Vielzahl Briefe von
Radiästhesisten erhalten, in denen immer wieder von erfolgreichen diagnostischen Experimenten
anhand von Photographien gesprochen wird. Zum Teil seien diese Experimente mit einem Pendel,
zum Teil aber auch mit der Calligaris-Methode durchgeführt worden.
Andere Briefe enthielten wiederum die Nachricht anhalten-
184

der Mißerfolge, und dies trotz besten Willens und größter Ausdauer. Die Pendel seien einfach nicht zu
bewegen und die von Calligaris geschilderten Reflexe nicht zu erzeugen gewesen.
Ich habe versucht, der Sache etwas mehr auf den Grund zu gehen und kam dabei zu interessanten
Überlegungen.
All jene, welche die von Calligaris beschriebenen Reflexe nicht erleben, sobald die betreffende
Hautplaque genau geortet ist und entsprechend stimuliert wird, sollten darauf verzichten, erfolgreiche
Radiästhesisten werden zu wollen. Wie kann nun aber festgestellt werden, welche Person geeignet ist,
ein guter Radiästhesist zu werden und in der Lage sein wird, treffsichere Diagnosen anhand von
Schriftstücken oder Photos zu stellen?
Wenn man davon ausgeht, daß rund achtzig Prozent aller Menschen die Fähigkeit besitzen, einen
Pendel zum Schwingen oder eine Wünschelrute zum Ausschlagen zu bringen, so scheint der

file:///E|/Bücher/Digitale Bücher DE/Esoterik/Bücher in HTML/Maria Pia Fiorentino/Calligaris.htm (104 von 108) [11.06.2001 13:30:20]
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Prozentsatz jener Personen, die bei der Betrachtung von Tafeln, Schriftstücken, Photographien,
Bluttropfen, Haaren, Fingernägeln usw. radiästhetische Phänomene erleben, sehr viel geringer zu sein.
Um in Erfahrung zu bringen, ob beispielsweise Fräulein X außergewöhnliche radiästhetische
Fähigkeiten besitzt, bedient man sich am besten der von Calligaris ausgearbeiteten Methode. Dabei
läßt man ein Metallhämmerchen langsam und gleichmäßig über die Kehlkopfgegend des Fräulein X
gleiten. Spürt Fräulein X, daß an ihrem Kehlkopf eine bestimmte Stelle vorhanden ist, an der sie ein
besonders intensives Kältegefühl empfindet, kann daraus auf die erforderliche Sensibilität geschlossen
werden. Zeigt sich daneben auch eine Hypersensibilität der Axiallinie des Mittelfingers, sobald sich
Fräulein X in der Nähe eines Wasserlaufs aufhält, und erlebt sie bestimmte Reflexe (Schmerzen in
den Fingern der rechten Hand, Gefühllosigkeit an der rechten Wange sowie ein Gefühl der
Beklemmung), sobald man ein Glas Wasser in ihre Nähe stellt, kann man mit ziemlicher Sicherheit
davon ausgehen, daß Fräulein X spezifische radiästhetische und medianische Fähigkeiten besitzt."
Im gleichen Buch beschäftigt sich Leprince mit einem weiteren hochinteressanten Thema: Die ganz
allgemein im Menschen, insbesondere bei einem gut ausgebildeten Radiästhe-
185

sisten vorhandene Fähigkeit, die von gewissen Substanzen (klassisches Beispiel: Wasser)
ausgehenden Strahlungen wahrzunehmen. Wörtlich schreibt Leprince:
"Die gesamte Oberfläche des menschlichen Körpers ist übersät mit Punkten und Plaques. Werden sie
mit Wärme, Kälte oder leichtem Strom stimuliert, können die vom Boden, vom eigenen Körper, von
anderen Lebewesen oder auch von lebloser Materie ausgehenden Strahlen sichtbar gemacht werden.
Wird beispielsweise eine bestimmte Plaque am linken Knie aufgeladen, so sieht die Versuchsperson
die hydro-geologi-schen Abstrahlungen aus dem Boden, die auf eine vor mm und über einem
Wasserlauf stehende Person einwirken. Wird die gleiche Plaque am Körper eines
Wünschelrutengängers leicht stimuliert, so erhöhen sich dadurch seine radiästhetischen Fähigkeiten,
wird sie dagegen zu heftig stimuliert, dann erreicht man das genaue Gegenteil, das heißt die
radiästhetischen Fähigkeiten werden vorübergehend blockiert. Den Aussagen von Calligaris zufolge
gibt es eine radiästhetische Hautlinie, die mit dem Verlauf der Axiallinie des Mittelfingers identisch
ist. Diese Linie weist bei Radiästhesisten eine natürliche Hypersensibilität auf, bei allen anderen
Menschen, die von Natur aus keine besondere radiästhetische Veranlagung haben, sen-sibilisiert sich
diese Hautlinie durch die Nähe eines Wasserlaufs.
Eine auf Wasser reagierende Plaque befindet sich an der Außenseite des rechten Knies. Sie weist
einen Durchmesser von 12 mm auf und liegt etwa 3 cm vor der seitlichen Hauptlinie, auf einer Ebene,
die in Übereinstimmung mit dem oberen Rand der Kniescheibe verläuft. Diese Plaque aktiviert sich,
wenn in einem Umkreis von etwa zehn Metern Wasser vorhanden ist.
Die Entdeckung dieser Plaques durch Calligaris ist von größter Bedeutung, denn sie erklärt in völlig
neuer Weise den Ursprung, das Wesen und die wahre Natur des radiästhetischen Phänomens.
Alle von Calligaris entdeckten Punkte, Linien, Plaques usw. sind nichts anderes als Durchlaßstellen
für Strahlungen, sozusagen die Fenster, durch die hindurch die einzelnen Strahlen in den Menschen
einströmen und wiederum nach außen dringen. Jede Art von Strahlung hat also ihr besonderes
Eingangsfenster (an der rechten Körperhälfte) und ihr besonderes Aus-
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gangsfenster (an der linken Hälfte des Körpers). Da nun von jedem Element, jeder Materie und jeder
Substanz besondere Strahlungen ausgehen, und diese Strahlungen wiederum vom Mensch empfangen
werden, wodurch ja auch gewisse Aktivierungsmechanismen zur Auslösung kommen, kann man
zuversichtlich davon ausgehen, daß der Mensch imstande ist, die Nähe von Holz, Stein, Wasser, Eisen
usw. in einer Art wahrzunehmen, die wir außersinnlich nennen."
Bevor wir dieses kurze Kapitel vom heutigen Stand der Forschungsarbeiten über die Entdeckungen
von Calligaris abschließen, möchten wir noch auf ein weiteres Leprince-Buch hinweisen. Es handelt
sich um das vielbeachtete Werk "Couleurs et metaux qui guerissent", in dem von der Heilkraft der
Farben und Metalle die Rede ist. Dabei ist besonders der sich auf die Metallotherapie beziehende Teil
von größter Faszination. Ausgehend von einer Synthese der Forschungsarbeiten von Calligaris und
Lakhovsky, dessen Experimente auf dem Gebiet der Schwingungskreissysteme von größter
Bedeutung sind, entwickelte Leprince "Metallarmbänder" mit bemerkenswerten therapeutischen
Eigenschaften.
Die von Leprince entwickelten Armbänder bestehen aus sorgfältig abgestimmten Legierungen
verschiedener Metalle und müssen stets paarweise getragen werden (eines am linken, das andere am
rechten Arm). Die unterschiedlich zusammengestellten Metallegierungen führen laut Leprince zur
Beseitigung von vielerlei Störungen, psychischer und physischer Natur, indem sie regulierend auf den
Energieaustausch des Menschen einwirken. Eine gewisse Analogie zu den Grundlagen der
Akupunktur ist bei diesen Gedankengängen von Leprince nicht zu übersehen.
Auf ähnlichen Überlegungen beruht eine Therapie, bei der sich der Arzt eines Kobaltmagneten und
magnetisierter Nadeln bedient. Trotz der bestehenden Parallelen zur Akupunktur handelt es sich dabei
um wesentlich einfachere Techniken. die von jedermann angewandt werden können.
Leprince weist darauf hin, daß diese Techniken die Akupunktur nicht vollwertig ersetzen können,
wenn es sich um ernste Gesundheitsstörungen handelt. Besonders eignen sich diese therapeutischen
Verfahren jedoch bei der Bekämpfung einer großen Anzahl chronischer Erkrankungen, wie z.B.:
Erkältung, Schuppenflechte, Arthrose usw.
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Kapitel X
Zum Ausklang
Damit sind wir am Ende unserer Reise in die geheimnisvolle Welt der Hautplaques angelangt. Wir
haben uns dabei mit der überragenden Persönlichkeit des Professors Giuseppe Calli-garis belaßt und
einen Querschnitt durch dessen Schaffen gegeben. Dabei lernten wir einen mit ungewöhnlichen
Fähigkeiten begnadeten Menschen kennen, der trotz jahrzehntelanger von Hohn und Spott begleiteter
Widerstände unbeirrbar seinen ihm vom Schicksal vorgezeichneten Weg als Wissenschaftler
weiterging - bis zum bitteren Ende.
Seine Mühsal, seine Sorgen und Anstrengungen sind den noch nicht vergeblich gewesen, denn es wird
der Tag kommen, wo er als revolutionärer Wegweiser einer neuen Ära unserer Wissenschaft in die
Geschichte eingehen wird.
Bei den Vorbereitungen zur Abfassung dieses Buches haben wir vor allem versucht, uns von jener
Methodik leiten zu lassen, die eine wissenschaftlich-rationale Analyse auch jener Themen einschließt,
deren Inhalte dem Reich der Phantasie oder des rein Imaginären anzugehören scheinen. Dennoch hat
die Natur schon zu oft bewiesen, wie weit ihre Wirklichkeit über die Grenzen ungewöhnlichster

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menschlicher Vorstellungskraft hinausreichen kann.


Auch die großen Parapsychologie-Vereinigungen können sich in weiteren systematischen
Untersuchungen der von Calligaris beschriebenen Experimente und den daraus resultierenden
Phänomenen ein unerschöpfliches Forschungsgebiet erschließen, denn die Dimension des
Paranormalen begleitet jeden einzelnen Menschen von seiner Geburt an bis zu seinem Tod und
wahrscheinlich noch darüber hinaus.
Calligaris sagt uns, daß jeder Mensch, ob er sich dessen bewußt ist oder nicht, potentiell über alle jene
paranormalen Fähigkeiten verfügt, die üblicherweise nur wenigen Auserwählten zugesprochen
werden. Allein schon die Tatsache, sich dieser Wahrheit bewußt zu werden, kann sich als
überzeugend und nützlich erweisen. Einerseits, weil der einzelne dadurch angespornt wird, den
Versuch zu unternehmen, auch diesen
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Teil seiner Persönlichkeit und seiner ganzen menschlichen Gestaltungskraft harmonisch


weiterzuentwickeln, und andererseits, weil es dadurch leichter wird, unsere wirkliche Bestimmung im
Universum zu erkennen, von dem wir ja schließlich nur ein winzig kleines Staubkörnchen bewohnen,
das sich in der Randregion einer verhältnismäßig kleinen Galaxie befindet. Die wirkliche Bestimmung
des Menschen im Universum ist sicherlich seine Weiterentwicklung durch die Generationen hindurch
auf der Suche nach jenen Wahrheiten, mit deren Erkenntnis er den Weg seiner eigentlichen
Verwirklichung fortsetzen kann.
Ferner zeigen gerade die Forschungsarbeiten von Calligaris, wie unumgänglich notwendig es ist, im
Bereich der para-normalen Phänomenologien eine enge Zusammenarbeit der verschiedensten Zweige
der Wissenschaft anzustreben, denn nur aufgrund einer sich nach allen Richtungen hin ergänzenden
Forschung wird es möglich sein, die Zusammenhänge der einzelnen Phänome erklärbar zu machen
und die Nutzanwendung daraus zum Wohle für alle Menschen in Bewegung bringen zu können.
Nunmehr verabschieden wir uns vom Leser, der uns mit viel Geduld und Ausdauer, aber sicher auch
mit reger Aufmerksamkeit bis hierhin gefolgt ist. Wir hoffen, daß es uns mit diesem Buch gelungen
ist, die Persönlichkeit und das Werk von Professor Giuseppe Calligaris sachlich und vorurteilsfrei
darzustellen.
Es ist bekannt, wie schwierig und dornenreich der Weg ist, über den man zur Wahrheit gelangt. Aber
schon die ersten Schritte vermögen Empfindungen auszulösen, die erkennen lassen, wie sehr es sich
lohnen wird, diesen Weg bis an sein Ziel zu Ende zu bringen.
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort Kapitel I : Seite 7+8
Biographisches Porträt von Prof. Giuseppe Calligaris : Seite 21
Kapitel II :
Methoden zur Ortung und Aufladung von Linien, Plaques und Feldern an der Oberfläche der Haut
S.43

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Kapitel III Einführung in die Praxis S.73


Kapitel IV Telepathie S.96
Kapitel V Erste Zwischenbilanz S.119
Kapitel VI Astrosophie
1. Teil: Astrologie S.125
2. Teil: Astronomie S.135
Kapitel VII Zweite Zwischenbilanz S.159
Kapitel VIII Hellsichtigkeit
1. Teil: Der Vergangenheit S.168
2. Teil: Die Zukunft S.175
Kapitel IX Ein Blick auf die Gegenwart S.183
Kapitel X Zum Ausklang S.189
Abbildungen S. 47
Hautphotos S.162

Arbeitsmaterial zum Nachvollzug der Versuche von Calligaris


Vertrieb in der Bundesrepublik Deutschland Verlag für Ganzheitsmedizin GmbH
Esmarchstraße 8, 4300 Essen 1

Calligaris-Besteck 100,- DM
Arbeitsblock 30,- DM
Handbuch (Arbeitsanleitungen) 69,- DM
Alles gesamt : 199,- DM
zuzüglich Porto + Verpackung
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