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Sprechen für Profis

Teil 2 Diskutieren/Argumentieren
Ubungsbeispiel 4
Teilnehmer/in A und B (C)
Sie
e denZeitungsartikel. Entscheiden Sie, ob Sie den Aussagen zustimmen können. Diskutieren
den
Artikel mit Ihrer Gesprächspartnerin bzw. Ihrem Gesprächspartner.
Bitte gehen Sie von
i e mochten, können Sie noch andere ldeen vortragen, die zum Thema passen. mt
ren Ertahrungen am Arbeitsplatz bzw. in lhrer Firma oder Ihrem Betrieb aus, um Ihre Argumenie
Beispielen zu untermauern.

Warum nur werden so wenige Frauen Chefin?


Es gibt ein großes Rätsel in der Arbeitswelt: sellschaft haben sich viele große Firmen zur
Warum schaffen es weibliche Führungskräfte Verfügung gestellt. Warum? Weil sie wissen,
so selten an die Spitze?,Sie wollen gar nicht", dass Politik und Gesellschaft mehr Frauen for
sagen die einen. ,Sie können nicht", klagen dern. Seit Jahren fördern große Unternehmen
die anderen. ,Beides ist falsch", erklärt nun weibliche Führungskräfte. Trotzdem geben
die Fraunhofer Gesellschaft. Frauen auf dem Weg nach oben zu schnell
Ein Forscherteam hat über 250 weibliche und auf. ,Die Firmen wollen endlich wissen, wie
männliche Führungskräfte befragt, um die sie Frauen halten können", sagt Schraudner.
wahren Gründe zu ermitteln. Das Fazit der Stu- In den wenigsten Unternehmen finden sich
die: Es gibt viele Gründe und kein Alheilmitel. noch die ,klassischen Old-Boys-Netzwerke,
Auch die Frauenquote ist keine Lösung', sagt zu denen Frauen kein Zugang gewährt wird
Projektleiterin Martina Schraudner. Eine Frau- Machos sind also eher selten das Problem.
enquote lehnt die Forscherin ab. Zum einen Was schätzt man an Frauen? Dass sie
sei sie fürviele Unternehmen nicht umsetzbar. em-

Zudem funktioniere die Frauenquote nur, pathisch sind, sozialkompetent und team-
wenn klar begründet wird, warum sie für eine fähig, sachorientiert und eine angenehme
Firma gut ist. Ansonsten wirke sie negativ, Atmosphäre ins Team bringen. Nur sind das
weil Frauen sich als ,Quotenfrauen" fühlten nicht die Fähigkeiten, die über den berufli-
und Männer sie als solche betrachteten:,Das chen
Durchsetzungsfähigkeit,
Erfolg entscheiden: Da
Selbstmarketing,
nämlich zählen
hilft keiner Seite."
Selbstbewusstsein, Schnelligkeit-alles iden-
Wichtig ist die Kultur in einem Unternehmen. tisch mit dem, was mit ,mänlichen Stärken"
Für die Untersuchung der Frauenhofer Ge- assoziiert wird.