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Soziale Probleme: Kriminalität, Gleichheit und Toleranz

Kriminalität

Kriminalität ist eine soziale Realität, die allen sozialen Schichten


innewohnt.

Kriminalität ist ein soziales Phänomen, d.h. ein Verstoß gegen


Normen, die sich in einer Gruppe von Menschen gebildet haben.

Kriminalität ist die Bezeichnung für sämtliche Handlungen, die


nach dem Gesetz verboten sind und in den meisten Fällen zur
Schädigung einer Person oder des Staates führen. Kriminelle
Handlungen sind zum Beispiel Diebstahl, Mord,
Steuerhinterziehung oder der Handel mit Drogen.

Schwere Gewalt (angewandt): vorsätzliche Tötung, Mord,


Totschlag, Kindestötung, schwere Körperverletzung,
Verstümmelung weiblicher Genitalien, Raub mit qualifizierter
Einwirkung auf das Opfer (Art. 140 Ziff. 4), Geiselnahme,
Vergewaltigung.

Minderschwere Gewalt (angewandt evtl. angedroht): einfache


Körperverletzung, Tätlichkeiten, Beteiligung Raufhandel,
Beteiligung Angriff, Raub (Art. 140 Ziff. 1-3), räuberische
Erpressung (Art. 156 Ziff. 3), Nötigung, Zwangsheirat,
Freiheitsberaubung und Entführung, Freiheitsberaubung und
Entführung: erschwerende Umstände, sexuelle Nötigung, Gewalt
und Drohung gegen Behörden und Beamte.

Minderschwere Gewalt (angedroht): Erpressung (Art. 156 Ziff. 1, 2,


4), Drohung.

Gleichheit und Toleranz

Die moderne Gesellschaft vereint die Vertreter verschiedener


Rassen und Nationen, Kulturen und Religionen, Ideologien und
Weltanschauungen, die ständig miteinander interagieren.
Zahlreiche soziale und interethnische Konflikte weisen darauf hin,
dass Gleichheit und Toleranz in unserer Gesellschaft keine
allgemein anerkannten Verhaltensprinzipien sind. Sehr oft
manifestieren sie sich in Formen wie Gleichgültigkeit und Passivität
und seltener in der Fähigkeit, den Standpunkt eines anderen zu
akzeptieren und einen Kompromiss zu finden, um
Konfliktsituationen zu vermeiden.

Die Manifestation von Toleranz wird durch die soziokulturelle


Situation im Land bestimmt. Toleranz bedeutet, dass wir andere
Meinungen, Überzeugungen, Verhaltensweisen, Vorlieben usw.
akzeptieren. Tolerantes Verhalten zeigt sich darin, dass jeder
nachsichtig, respektvoll und freundlich behandelt wird, auch und
gerade dann, wenn er anders ist oder anders denkt als er selbst. In
solchen Fällen zeigt sich Gleichheit, denn in der Gesellschaft hat
jeder das Recht auf Selbstdarstellung. Die Bedeutung von Toleranz
und Gleichheit kann nicht überbetont werden, aber auch dies hat
Grenzen. Es gibt sicherlich Situationen, in denen sie das Verhalten
oder die Meinungen anderer nicht länger tolerieren müssen.

Gleichheit gründet in der gleichen Würde aller Menschen. Sie


verlangt gleiche Rechte vor dem Gesetz, gleiche Chancen am
politischen und sozialen Geschehen teilzunehmen, das Recht auf
soziale Absicherung und die Gleichstellung aller Geschlechter.

Toleranz erwächst aus dem Bewusstsein, dass jeder Mensch in


seiner Unterschiedlichkeit anerkannt wird. Abweichende, fremde
und andersartige Meinungen, Ideen, Normen, religiöse
Überzeugungen und Gewohnheiten sind solange zuzulassen, wie sie
vereinbar mit unseren Grundrechten und Grundwerten sind. Die
Vielfalt der Menschen ist durch Gesetze zu schützen. Toleranz lebt
vom freien Austausch aller über die Normen in der Gesellschaft.

Fazit. Toleranz ist ein grundlegender Faktor bei fast jeder


menschlichen Interaktion. Nur durch sie wird es den Menschen
möglich, glücklich und friedlich zusammenzuleben und gleichzeitig
ihre Individualität zu bewahren. Leider wird alles, was anders ist,
nicht nur mit Argwohn betrachtet, sondern auch regelmäßig
schlecht gesprochen, verachtet und aus eigener Sicht verurteilt.