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Lehrveranstaltungen Klassische Philologie WS 07/08

Modularisierte Studiengänge 2
1. B.A. Griechische Philologie 2
Modul 1 „Grundlagen des Griechischstudiums“ 2
Modul 2 „Griechische Sprache“ 3
Modul 4 „Griechische Literatur II: Prosa“ 4
Modul 5 „Lateinische Literatur für Gräzisten“ 5
Modul 6 „Altertumskunde“ 7
Modul 7 „Griechische Literatur“ 7
Modul 8 „Griechische Sprache“ 8
Modul 9 „Vermittlungskompetenz“ (Lehramt) 9
Modul 10 „Vermittlungskompetenz“ 10
2. B.A. Lateinische Philologie 11
Modul 1 „Grundlagen des Lateinstudiums“ 11
Modul 2 „Lateinische Sprache“ 12
Modul 4 „Lateinische Literatur II: Prosa“ 13
Modul 5 „Griechische Literatur für Latinisten“ 16
Modul 6 „Altertumskunde“ 17
Modul 7 „Lateinische Literatur“ 17
Modul 8 „Lateinische Sprache“ 20
Modul 9 „Vermittlungskompetenz“ (Lehramt) 21
Modul 10 „Vermittlungskompetenz“ 22
3. Professionalisierungsbereich 23
Antike Vorbilder späterer literarischer und geistesgeschichtlicher Phänomene 23
Sprachkurse Latein 24
Alte Studiengänge Staatsexamen/Magister 26
1. Griechische Philologie 26
Vorlesung 26
Hauptseminar 26
Proseminare 27
Übungen 29
Stilübungen 30
2. Lateinische Philologie 31
Vorlesung 31
Hauptseminare 31
Proseminare 33
Übungen 35
Stilübungen 37
Fachdidaktik 38
3. Sprachkurse 39
Latein 39
Neugriechisch 40
Stand: 23.10.2007

Klassische Philologie 1
Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2007/08

Modularisierte Studiengänge

1. B.A. Griechische Philologie

Modul 1 „Grundlagen des Griechischstudiums“

Proseminar A Theorie

PD Dr. Sibylle Ihm


Di, 14–16 Uhr, 0.341

In diesem Proseminar werden Grundlagen der griechischen Philologie vermittelt: Ge-


schichte des Faches, Überlieferung der griechischen Literatur, Textkritik und Edition, Me-
trik und Stilistik. Am Ende des Semesters findet eine Abschlussklausur statt.

Proseminar A Lektüre

Platon, Protagoras
Prof Dr. Heinz-Günther Nesselrath
Mo, 18–20 Uhr, 0.376

Der Dialog Protagoras, der dem ersten Drittel von Platons Schaffen angehört, ist eines
von Platons literarisch am interessantesten gestalteten Werken; vor allem seine mit iro-
nisch-satirischen Zügen angereicherte Darstellung des Protagoras und der übrigen in die-
sem Dialog auftretenden Sophisten stellen schrifttstellerische Meisterleistungen dar.
In der Übung sollen ausgewählte Partien des Dialogs zum einen zügig, zum anderen je-
doch stets mit genauer Betrachtung der griechischen Grammatik – die sich auf diese
Weise gut einüben und festigen lässt – gelesen werden.

Zur Anschaffung empfohlener Text: Platonis Opera rec. I. Burnet, Tomus III, Oxford 1903 (OCT, nach-
gedruckt).
Der im Rahmen des BA-Studiums erforderliche Leistungsnachweis für das Teilmodul von GR Modul
1 wird am Ende des Semesters durch eine 60-min. Klausur erbracht, für das Teilmodul von GR Mo-
dul 2 und LAT Modul 5 durch eine 90-min. Klausur.

Intensivkurs Grammatik und Übersetzung

Dr. Vinko Hinz


Di. 10–12 Uhr, 0.341

2 Klassische Philologie
Systematisches Repetitorium der griechischen Phonetik, Flexion und Syntax auf der
Grundlage des Bornemann-Risch sowie Verbesserung der Fähigkeit, flüssig zu überset-
zen, anhand ausgewählter Stellen aus den platonischen Dialogen.

Teilnahmevoraussetzung ist das Graecum.

Literatur:
E. Bornemann/E. Risch: Griechische Grammatik, Frankfurt am Main ²1978 (1986)
A. Kaegi: Repetitionstabellen zur kurzgefassten griechischen Schulgrammatik, Hildesheim 1987
(1993).

Modul 2 „Griechische Sprache“

Stilübungen Unterstufe II

PD Dr. Sibylle Ihm


Di. 16–18 Uhr, VG 3.103

Es sollen Einzelsätze übersetzt werden, die sich an Abschnitte aus Originaltexten ver-
schiedener Autoren anschließen. Am Ende des Semesters findet eine Abschlussklausur
statt.

Grammatikalische Lektüre

Platon, Protagoras
Prof Dr. Heinz-Günther Nesselrath
Mo, 18–20 Uhr, 0.376

Der Dialog Protagoras, der dem ersten Drittel von Platons Schaffen angehört, ist eines
von Platons literarisch am interessantesten gestalteten Werken; vor allem seine mit iro-
nisch-satirischen Zügen angereicherte Darstellung des Protagoras und der übrigen in die-
sem Dialog auftretenden Sophisten stellen schrifttstellerische Meisterleistungen dar.
In der Übung sollen ausgewählte Partien des Dialogs zum einen zügig, zum anderen je-
doch stets mit genauer Betrachtung der griechischen Grammatik – die sich auf diese
Weise gut einüben und festigen lässt – gelesen werden.

Zur Anschaffung empfohlener Text: Platonis Opera rec. I. Burnet, Tomus III, Oxford 1903 (OCT, nach-
gedruckt).
Der im Rahmen des BA-Studiums erforderliche Leistungsnachweis für das Teilmodul von GR Modul
1 wird am Ende des Semesters durch eine 60-min. Klausur erbracht, für das Teilmodul von GR Mo-
dul 2 und LAT Modul 5 durch eine 90-min. Klausur.

Klassische Philologie 3
Modul 4 „Griechische Literatur II: Prosa“

Vorlesung

Der griechische philosophische Dialog


Prof. Dr. Heinz-Günther Nesselrath
Do., 16–18 Uhr, 0.376

Vor allem durch die Gespräche des unermüdlich seine Mitbürger befragenden Sokrates
ist eine Gattung entstanden, die durch die ganze Antike und weit über sie hinaus gewirkt
hat: der literarische philosophische Dialog, den Sokrates’ Schüler (mit gewissen Anleihen
beim zeitgenössischen Theater und in der Geschichtsschreibung) begründet haben. Wie
verschieden diese Dialoge bereits in ihrer ersten Phase ausfallen konnten, zeigen die
noch erhaltenen Beispiele Platons und Xenophons. Auch Aristoteles bediente sich der
Dialogform für seine „exoterischen“ Schriften, doch sind diese – aufgrund weniger an-
sprechender literarischer Ausformung? – nicht erhalten geblieben. Nach einer gewissen
„Durststrecke“ im Hellenismus (in der andere Formen der Vermittlung philosophischer
Inhalte in den Vordergrund traten), erlebt der griechische philosophische Dialog eine neue
Blüte in der römischen Kaiserzeit (bei Dion von Prusa, Plutarch und Lukian) und wird
dann auch von christlichen Autoren (Justin, Methodios von Olympos, Gregor von Nyssa,
Aineias und Zacharias von Gaza) als wirksames Vehikel für die Vermittlung von christli-
chen Ideen übernommen. Die Vorlesung möchte einen Überblick über die Entwicklung
des griechischen philosophischen Dialogs geben und herausragende Beispiele etwas
näher vorstellen.

Der im Rahmen des BA-Studiums erforderliche Leistungsnachweis für das Basismodul „Griechische
Literatur II: Prosa“, für das Basismodul „Griechische Literatur für Latinisten“ und für das Professio-
nalisierungsbereichs-Modul „Antike Vorbilder späterer literarischer und geistesgeschichtlicher Phä-
nomene“ wird am Ende des Semesters durch eine 45-min. Klausur erbracht, der für das Aufbaumo-
dul „Griechische Literatur “ durch eine 20-min. mündliche Prüfung.

Erste Literaturhinweise: R. Hirzel, Der Dialog: ein literarhistorischer Versuch, 2 Bde, Leipzig 1895; B.
R. Voss, Der Dialog in der frühchristlichen Literatur, München 1970.

Proseminar B

Lukian, Bion Prasis – Anabiountes e Halieus


Anne Pinkepank, M.A.
Di, 10–12 Uhr, VG 101

An Lucianos

Freund! Vetter! Bruder! Kampfgenosse!


Zweitausend Jahre – welche Zeit
Du wandeltest im Fürstentrosse,
Du kanntest die Athenergosse
Und pfiffst auf alle Ehrbarkeit.
Du strichst beschwingt, graziös und eilig
Durch euern kleinen Erdenrund –
Und Gott sei Dank: nichts war dir heilig,

4 Klassische Philologie
Du frecher Hund! (...)
(K. Tucholsky)

Geb. in Samosata am Euphrat, bewahrte nur sein mangelndes handwerkliches Geschick


den jungen Lukian vor einer Steinmetzlehre und hob ihn für das Studium der griechi-
schen Rhetorik und somit für eine literarisch schaffende Tätigkeit auf. Neben seiner wohl
bekanntesten Schöpfung, den Wahren Geschichten, enthält Lukians ebenso umfangrei-
ches wie vielseitiges Oeuvre zahlreiche autobiographische, rhetorische sowie satirische
Schriften, zumeist in Dialogform. Als charakteristisch für ihn gilt nicht zuletzt eine ausge-
prägte Scharfsinnig- und -züngigkeit, die ihm zu Lebzeiten (ca. 120 – 190 n. Chr.) Gering-
schätzung, in späterer Zeit jedoch viele Bewunderer (u.a. Erasmus von Rotterdam) ein-
brachte. In der Veranstaltung wollen wir dem „frechen Hund“ aus Tucholskys sympathisie-
renden Versen anhand zweier zusammengehöriger satirischer Dialoge, Bion Prasis (lDer
Ausverkauf der philosophischen Lebensformen) und Anabiountes e Halieus (Die Wieder-
gänger oder Der Fischer), näher auf die Spur kommen.
Neben der gemeinsamen Lektüre liegen die Schwerpunkte des Seminars u.a. in der Aus-
einandersetzung mit Lukians Schaffenszeit (der sog. Zweiten Sophistik), den in sein Werk
hineinspielenden Gattungen (Komödie, Menippeische Satire, philosophischer Dialog etc.),
den in den Dialogen dargestellten philosophischen Richtungen sowie der Art und Weise
ihrer Verspottung.

Voraussetzung für den Erwerb eines Proseminar-B-Scheines sind neben regelmäßiger und aktiver
Teilnahme sowie der Übernahme eines Referates für Studierende des alten Lehr-
amts/Magisterstudiengangs die Anfertigung einer Hausarbeit, für Studierende des neuen B.A.-
Studiengangs die Anfertigung einer Hausarbeit bzw. das Bestehen der Abschlussklausur.

Interessierte Studierende werden gebeten, sich möglichst bis zum 30. September auf
www.studip.uni-goettingen.de für die Veranstaltung einzutragen.

Literatur (bitte zur ersten Sitzung kopieren)


Lucianos Vitarum Auctio, Piscator. Ed. J.B. Itzkowitz, BT Stuttgart 1992.

Modul 5 „Lateinische Literatur für Gräzisten“

Vorlesung

Antike Weltbilder – Philosophie und Theologie im antiken Rom


Prof. Dr. Peter Kuhlmann
Do 10–12 Uhr, ZHG 002 MED 23

In der Vorlesung werden zunächst die wichtigsten philosophischen Modelle der griechi-
schen Antike in einem kurzen Überblick vorgestellt, um den Teilnehmern das für Klassi-
sche Philologen notwendige Grundwissen zur antiken Philosophie zu vermitteln. Der
Schwerpunkt liegt auf Platon und den für Rom besonders wichtigen Schulen des Helle-
nismus. Im Anschluss wird die Entwicklung der lateinischsprachigen Philosophie im Impe-
rium Romanum von der Republik bis zur Spätantike nach Epochen dargestellt. Im Mittel-
punkt der Vorlesung stehen Lukrez (Epikureismus), Cicero (alle philosophischen Schulen),

Klassische Philologie 5
Seneca (Stoa), Apuleius (Platonismus), Augustinus (christlicher Platonismus) und Boethi-
us (Platonismus u. Aristotelismus). Besonders berücksichtigt werden bei den verschiede-
nen antiken Autoren die Themen Weltbilder und Gottesbilder sowie deren Wandel im Lau-
fe der Jahrhunderte.

Die Modulprüfungen umfassen: a) Übersetzung einer Textstelle aus dem Korpus und b) Fragen zum
Inhalt der Vorlesung.

Textkorpus für die Modulprüfungen:


Cicero, de finibus bonorum et malorum, 5,48-96 ab videamus animi partes ... (Pro- u. Hauptsemi-
nar)
Boethius, de consolatione philosophiae, Buch 4 Prosapassagen ohne die Gedichte (nur Hauptsemi-
nar)

Literatur:
Flasch, Kurt: Das philosophische Denken im Mittelalter, Stuttgart (Reclam) 2000 (für Augustin u.
Boethius). | Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Freiburg/Brsg. (Herder) 1979 (und
Nachdrucke). | Hossenfelder, Malte: Epikur, München (Beck) 32006.
Long, Antony A.; Sedley, David Neil: Die hellenistischen Philosophen. Texte und Kommentare, Stutt-
gart (Metzler) 2000. | Metzler Philosophenlexikon, hg. Bernd Lutz, Stuttgart 19952. | Ries, Wie-
brecht: Die Philosophie der Antike, Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) 2005. | Röd,
Wolfgang (Hg.): Geschichte der Philosophie, I-IV (von Thales bis zum frühen Mittelalter), München
1976-1997. | Russell, Bertrand, Philosophie des Abendlandes, Darmstadt (Wissenschaftliche
Buchgesellschaft) 1997 [= 1950]. | Vorländer, Karl: Philosophie des Altertums (Geschichte der Phi-
losophie, Bd. 1), Reinbek (Rowohlt) 1981.

Lektüreübung

Minucius Felix, Octavius


Dr. Meike Rühl
Fr. 8–10 Uhr, 0.3.52

In dem um 200 n. Chr. verfassten Dialog „Octavius“ des Minucius Felix unterhalten sich
Minucius, ein gewisser Caecilius und der Namensgeber der Schrift, Octavius, bei einem
Spaziergang am Strand von Ostia über den wahren Glauben. Octavius gelingt es, die bei-
den anderen durch seine wohlgesetzte Rede vom Christentum restlos zu überzeugen.
Soviel sprachliche Überzeugungs- (oder Überredungs-?)kunst ist geradezu prädestiniert
für eine grammatikalische Lektüre, in der neben den inhaltlichen und kontextuellen Fra-
gen vor allem die sprachlichen Aspekte (klassischer Periodenstil, Übersetzungsproblema-
tik und -methodik etc.) des Werkes im Vordergrund stehen werden.

Textausgabe (bitte anschaffen):


Minucius Felix, Octavius. Ed. B. Kytzler. München: Saur 1992. [ca. 16 €, die Buchhandlung „bü-
cherwerk“ ist instruiert]

Literatur:
Einen ersten guten Überblick über die Literatur der Zeit bietet:
Michael Dewar, „Culture wars: Latin literature from the second century to the end of the classical
era“, in: Literature in the Greek and Roman Worlds. A New Perspective. Ed. Oliver Taplin. Oxford
2000. 519–545. [Sign: IV T 51.08:2].

Organisatorisches:

6 Klassische Philologie
Der Abschlussklausur liegt ein Textcorpus zugrunde, das ab Mitte August auf stud.ip bekanntgege-
ben wird. Es empfiehlt sich, bereits vor Semesterbeginn mit dessen Lektüre zu beginnen.

Modul 6 „Altertumskunde“

Vorlesung Sprachwissenschaft

Einführung in die Sprachwissenschaft


Prof. Dr. Michael Job
Zeit noch unbestimmt

Proseminar Sprachwissenschaft

Homerische Sprachgeschichte
Prof. Dr. Michael Job
Mi. 10–12 Uhr

>> für die andern Fachgebiete s. Vorlesungsverzeichnisse dort

Modul 7 „Griechische Literatur“

Vorlesung

Der griechische philosophische Dialog


Prof. Dr. Heinz-Günther Nesselrath
Do., 16–18 Uhr, 0.376

Vor allem durch die Gespräche des unermüdlich seine Mitbürger befragenden Sokrates
ist eine Gattung entstanden, die durch die ganze Antike und weit über sie hinaus gewirkt
hat: der literarische philosophische Dialog, den Sokrates’ Schüler (mit gewissen Anleihen
beim zeitgenössischen Theater und in der Geschichtsschreibung) begründet haben. Wie
verschieden diese Dialoge bereits in ihrer ersten Phase ausfallen konnten, zeigen die
noch erhaltenen Beispiele Platons und Xenophons. Auch Aristoteles bediente sich der
Dialogform für seine „exoterischen“ Schriften, doch sind diese – aufgrund weniger an-
sprechender literarischer Ausformung? – nicht erhalten geblieben. Nach einer gewissen
„Durststrecke“ im Hellenismus (in der andere Formen der Vermittlung philosophischer
Inhalte in den Vordergrund traten), erlebt der griechische philosophische Dialog eine neue
Blüte in der römischen Kaiserzeit (bei Dion von Prusa, Plutarch und Lukian) und wird
dann auch von christlichen Autoren (Justin, Methodios von Olympos, Gregor von Nyssa,
Aineias und Zacharias von Gaza) als wirksames Vehikel für die Vermittlung von christli-
chen Ideen übernommen. Die Vorlesung möchte einen Überblick über die Entwicklung
des griechischen philosophischen Dialogs geben und herausragende Beispiele etwas
näher vorstellen.

Klassische Philologie 7
Der im Rahmen des BA-Studiums erforderliche Leistungsnachweis für das Basismodul „Griechische
Literatur II: Prosa“, für das Basismodul „Griechische Literatur für Latinisten“ und für das Professio-
nalisierungsbereichs-Modul „Antike Vorbilder späterer literarischer und geistesgeschichtlicher Phä-
nomene“ wird am Ende des Semesters durch eine 45-min. Klausur erbracht, der für das Aufbaumo-
dul „Griechische Literatur “ durch eine 20-min. mündliche Prüfung.

Erste Literaturhinweise: R. Hirzel, Der Dialog: ein literarhistorischer Versuch, 2 Bde, Leipzig 1895; B.
R. Voss, Der Dialog in der frühchristlichen Literatur, München 1970.

Hauptseminar

Platon, Politeia 8–9


Prof. Dr. Heinz-Günther Nesselrath
Di. 8–10, 0.376

Am Anfang des 5. Buches von Platons Politeia – einem der zentralen Werke des Philoso-
phen – wird in den Diskussionen um das Aussehen des besten Staates von Sokrates an-
gekündigt, auch vier Entartungserscheinungen dieses idealen Staates genauer betrach-
ten zu wollen; wahr gemacht wird diese Ankündigung dann in den Büchern 8 und 9, und
die Vorstellung der vier Entartungserscheinungen wird zugleich verbunden mit einer Dar-
stellung von vier Menschentypen, die diesen Staatsverfassungen entsprechen, was
schließlich zu den grundsätzlichen Fragen überleitet: Wer ist der beste, wer der schlech-
teste Mensch? Und ist der beste am glücklichsten und der schlechteste am unglücklich-
sten? Im 2. Teil des 9. Buches wird auch die am Beginn des 2. Buches stehende These
von Sokrates’ Gesprächspartnern Glaukos und Adeimantos, dass Gerechtsein schade
und Ungerechtsein nütze, explizit widerlegt, und schließlich wird auch noch einmal erör-
tert, wie es denn mit der Verwirklichung des erdachten idealen Staates steht. So enthal-
ten diese beiden Bücher zum einen sehr wesentliche Erweiterungen und Ergänzungen zu
dem in Buch 2 – 5 entwickelten Staatsmodell, zum anderen aber auch sehr wesentliche
Aussagen zu Platons Anthropologie.
Im Seminar sollen eine Reihe wichtiger Abschnitte dieser beiden Bücher genau betrachtet
und interpretiert werden.

Zur Anschaffung empfohlener Text: Platonis Opera rec. I. Burnet, Tomus IV, Oxford 1902 (OCT); oder:
Platonis Rempublicam rec. S. R. Slings, Oxford 2003 (OCT). Weitere Literaturhinweise (sowie Infor-
mationen zum genaueren Ablauf des Seminars) werden in der Vorbesprechung erfolgen, die am
Dienstag, den 17. Juli 2007 um 9.50 Uhr in Raum 0.376 stattfinden wird.
Der im Rahmen des BA-Studiums erforderliche Leistungsnachweis für das Aufbaumodul „Griechi-
sche Literatur “ wird durch ein größeres Referat und eine dieses Referat vorbereitende Hausarbeit
erbracht.

Modul 8 „Griechische Sprache“

Griechische Stilübungen Oberstufe I

Dr. Rolf Heine


Fr. 8–10 Uhr, 0.376

8 Klassische Philologie
Wir werden, wie gewohnt, lat. Vorlagen (bes. von Nepos, Sallust, Seneca) ins Griechische
zu übersetzen versuchen, wenn gewünscht, mit dt. Übersetzungen (auf jeden Fall mit
besseren als im SS 07!).

Um einen Überblick zu bekommen, wie weit die inhaltlichen Vorgaben für Frühjahr 08 (voraussicht-
lich: biographisch-literarisch/innenpolitisch) zu berücksichtigen sind, auch wg. Einer möglichen Fort-
setzung der Einzelsatzexerzitien des SS 07, bitte ich um eine kurze Vorbesprechung am 20. VII.,
12.30 Uhr, in 0.313.

Klausurenkurs Griechisch–Deutsch

Prof. Dr. Heinz-Günther Nesselrath


Do. 18–20 Uhr, 0.341

Im Lauf des Semesters werden insgesamt sechs Übungs-Klausuren mittleren Schwierig-


keitsgrades geschrieben und alternierend in der jeweils darauf folgenden Sitzung bespro-
chen.

Um an der Abschlusssklausur teilnehmen zu können, müssen wenigstens zwei dieser Klausuren


wenigstens mit der Note „Ausreichend“ (4,0) abgeschlossen werden. Als Vokabelgrundlage voraus-
gesetzt werden aus „Klett Grund- und Aufbauwortschatz Griechisch“ die Abschnitte „Kleine Wörter“,
„Grundwortschatz“, „Geschichtsschreibung“, „Xenophon“, „Philosophie“, „Platon“, „Poesie“ und
Tragiker.
Der im Rahmen des BA-Studiums erforderliche Leistungsnachweis wird am Ende des Semesters
durch eine 90-min. Klausur erbracht.

Modul 9 „Vermittlungskompetenz“ (Lehramt)

Exkursion

Griechenland
Prof. Dr. Heinz-Günther Nesselrath, Anne Pinkepank, M.A., Elsa-Maria Tschäpe
Fr. 16–18 Uhr, 14-täglich, 0.376

Das Seminar, das der Vorbereitung einer ungefähr zweiwöchigen Griechenland-Exkursion


in der ersten Aprilhälfte 2008 dienen soll, wird alle vierzehn Tage stattfinden und ist für
die Teilnehmer der Exkursion obligatorisch; es Seminar soll vor allem eine Einführung in
die Geschichte und Landeskunde Griechenlands von der Antike bis heute bieten.

Der im Rahmen des BA-Studiums erforderliche Leistungsnachweis wird entweder durch ein etwa
halbstündiges Referat zu einer geschichtlichen Epoche oder zu einer bestimmten Landschaft/Stadt
Griechenlands im Vorbereitungsseminar oder durch eine Führung vor Ort erbracht.
Erläuterung des Exkursions-Programms und Klärung allfälliger weiterer logistischer Fragen, ferner
Hinweise zu Organisation und Ablauf (auch Literaturhinweise) in der Vorbesprechung am Mittwoch,
den 18. Juli 07,18.15 Uhr, in Raum 111 (Heinrich-Düker-Weg).

Klassische Philologie 9
Tagesexkursion mit vorbereitender Übung
Dr. Vinko Hinz
Zeit und Ort der Vorbesprechung: Di, 23.10.07, 18.00 Uhr, 0.341

Ziel der Exkursion im Januar 2008 ist die Museumsinsel in Berlin. Nach Auskunft des
Kustoden der dortigen Antikensammlung werden die Exponate mit Ausnahme des römi-
schen Markttores von Milet trotz baulicher Maßnahmen aller Voraussicht nach zugänglich
sein.

Interessenten werden gebeten, unter vhinz@uni-goettingen.de (Stichwort: Exkursion) bis zum


01.10.2007 ihre Bereitschaft zur Teilnahme zu bekunden sowie Semesterzahl, Studiengang und
bisherige Exkursionsteilnahmen anzugeben. Übersteigt die Zahl der Interessenten diejenige der Ex-
kursionsplätze, wird nach dem Grad der Dringlichkeit ausgewählt. Ungefähr eine Woche später wer-
den die Teilnehmer benachrichtigt, die um eine verbindliche Anmeldung in der Vorbesprechung ge-
beten werden. Grundlage der Benotung wird ein kurzes erläuterndes Dossier zu einem Exponat sein.

Literatur:
Die einschlägige Darstellung der Antikensammlung von A. Scholl und G. Platz bei Zabern soll in drit-
ter überarbeiteter Auflage im Verlauf des Sommers wiedererscheinen.

Modul 10 „Vermittlungskompetenz“

Exkursion

Griechenland
Prof. Dr. Heinz-Günther Nesselrath, Anne Pinkepank, M.A., Elsa-Maria Tschäpe
Fr. 16–18 Uhr, 14-täglich, 0.376

Das Seminar, das der Vorbereitung einer ungefähr zweiwöchigen Griechenland-Exkursion


in der ersten Aprilhälfte 2008 dienen soll, wird alle vierzehn Tage stattfinden und ist für
die Teilnehmer der Exkursion obligatorisch; es Seminar soll vor allem eine Einführung in
die Geschichte und Landeskunde Griechenlands von der Antike bis heute bieten.

Der im Rahmen des BA-Studiums erforderliche Leistungsnachweis wird entweder durch ein etwa
halbstündiges Referat zu einer geschichtlichen Epoche oder zu einer bestimmten Landschaft/Stadt
Griechenlands im Vorbereitungsseminar oder durch eine Führung vor Ort erbracht.
Erläuterung des Exkursions-Programms und Klärung allfälliger weiterer logistischer Fragen, ferner
Hinweise zu Organisation und Ablauf (auch Literaturhinweise) in der Vorbesprechung am Mittwoch,
den 18. Juli 07, 18.15 Uhr, in Raum 111 (Heinrich-Düker-Weg).

Tagesexkursion mit vorbereitender Übung


Dr. Vinko Hinz
Zeit und Ort der Vorbesprechung: Di, 23.10.07, 18.00 Uhr, 0.341

Ziel der Exkursion im Januar 2008 ist die Museumsinsel in Berlin. Nach Auskunft des
Kustoden der dortigen Antikensammlung werden die Exponate mit Ausnahme des römi-

10 Klassische Philologie
schen Markttores von Milet trotz baulicher Maßnahmen aller Voraussicht nach zugänglich
sein.

Interessenten werden gebeten, unter vhinz@uni-goettingen.de (Stichwort: Exkursion) bis zum


01.10.2007 ihre Bereitschaft zur Teilnahme zu bekunden sowie Semesterzahl, Studiengang und
bisherige Exkursionsteilnahmen anzugeben. Übersteigt die Zahl der Interessenten diejenige der Ex-
kursionsplätze, wird nach dem Grad der Dringlichkeit ausgewählt. Ungefähr eine Woche später wer-
den die Teilnehmer benachrichtigt, die um eine verbindliche Anmeldung in der Vorbesprechung ge-
beten werden. Grundlage der Benotung wird ein kurzes erläuterndes Dossier zu einem Exponat sein.

Literatur:
Die einschlägige Darstellung der Antikensammlung von A. Scholl und G. Platz bei Zabern soll in drit-
ter überarbeiteter Auflage im Verlauf des Sommers wiedererscheinen.

2. B.A. Lateinische Philologie

Modul 1 „Grundlagen des Lateinstudiums“

Proseminar A Theorie

Dr. Vinko Hinz


Mi 16–18 Uhr, VG 4.101

Im Proseminar werden die wesentlichen Fragen, Methoden, Hilfsmittel und Präsentations-


formen der lateinischen Philologie erläutert und durch Aufgaben eingeübt.

Teilnahmevoraussetzung ist das Kleine Latinum.

Literatur:
P. Riemer/M. Weißenberger/B. Zimmermann: Einführung in das Studium der Latinistik, München
1998.

Proseminar A Lektüre

Cicero, De re publica
Elsa-Maria Tschäpe
Di. 16–18 Uhr, 0.376

Nach fast 60 Jahren bundesdeutschen Grundgesetzes lockt die Frage nach der besten
Verfassung vielleicht nur wenige hinter dem Ofen hervor. Zu Unrecht: Ciceros bekanntes
Werk De re publica stellte die Frage nach der Ordnung der Ordnungen auch nicht zum
Zeitpunkt einer staatsrechtlichen Grundlegung, sondern vor dem Hintergrund sich verän-
dernder gesellschaftlicher Verhältnisse, die überkommene Stabilitäten ins Wanken brach-
ten. Derlei grundlegende Gedanken über die Fundamente, auf denen alle Rechte und

Klassische Philologie 11
Pflichten, auch die des einzelnen Bürgers, beruhen, sind somit nicht nur von zeitloser,
sondern auch von gebotener Aktualität.
In dem Lektüreteil des Proseminars sollen neben der Arbeit an der Übersetzungsfähigkeit
und -geschwindigkeit auch erste Wege der wissenschaftlichen Interpretation beschritten
werden. Zweisprachige Ausgaben und Schulkommentare sind deswegen während der
Veranstaltung nicht zugelassen.

Zur Anschaffung dringend empfohlen:


M. Tulli Ciceronis De re publica, ed. K. Ziegler, Stuttgart (1969) 72001. [ISBN: 978-3-598-71215-9;
29,80 €]

Einführende Literatur:
G. Gawlick/ W. Görler, Cicero, in: M. Erler/ H. Flashar/ F. Ueberweg, Grundriß der Geschichte der
Philosophie, Die hellenistische Philosophie, Bd. 4/2, Basel 1994, S. 991-1173.
Ch. Habicht, Cicero der Politiker, München 1990.

Seneca, Epistulae morales


Dr. Bernhard Goldmann
Do 8–10 Uhr, 0.341

Intensivkurs Grammatik und Übersetzung

PD Dr. Sibylle Ihm


Mo. 16–18 Uhr, 0.376

Dr. Bernhard Goldmann


Mo. 16–16 Uhr, 0.341

Es sollen Schwerpunkte der lateinischen Grammatik (Kasuslehre, Partizipien, Infinitive,


Syntax des zusammengesetzten Satzes u.a.) anhand von Übungen und Übersetzungen
wiederholt werden.

Für den Erwerb eines Leistungsnachweises sind regelmäßige Hausaufgaben und das Bestehen ei-
ner Abschlussklausur am Semesterende Voraussetzung. In der zweiten Sitzung wird ein obligatori-
scher Einstufungstest geschrieben.

Modul 2 „Lateinische Sprache“

Lateinische Stilübungen Unterstufe I

PD Dr. Sibylle Ihm


Mo. 14–16 Uhr, 0.365

12 Klassische Philologie
Die Übung führt in das Übersetzen vom Deutschen ins Lateinische ein. Im systematischen
Durchgang durch die Syntax werden die Hauptgegenstände der Kasuslehre und die No-
minalformen des Verbums (Infinitiv, Partizipien, Gerundium und Gerundivum) sein.

Lateinische Stilübungen Unterstufe II

Dr. Vinko Hinz


Mi. 14–16 Uhr, 0.376

Im Mittelpunkt der Stilübung steht die Lehre vom zusammengesetzten Satz (RH §§ 226-
263), außerdem wird eine Phraseologie (ausgewählte Kapitel aus Cäsars Bellum Galli-
cum) erarbeitet.

Teilnahmevoraussetzung ist das Latinum; dringend empfohlen wird Modul L1.

Literatur:
Rubenbauer-Hofmann, neubearbeitet von Heine.

Grammatikalische Lektüre

Minucius Felix, Octavius


Dr. Meike Rühl
Fr. 8–10 Uhr, 0.352

In dem um 200 n. Chr. verfassten Dialog „Octavius“ des Minucius Felix unterhalten sich
Minucius, ein gewisser Caecilius und der Namensgeber der Schrift, Octavius, bei einem
Spaziergang am Strand von Ostia über den wahren Glauben. Octavius gelingt es, die bei-
den anderen durch seine wohlgesetzte Rede vom Christentum restlos zu überzeugen.
Soviel sprachliche Überzeugungs- (oder Überredungs-?)kunst ist geradezu prädestiniert
für eine grammatikalische Lektüre, in der neben den inhaltlichen und kontextuellen Fra-
gen vor allem die sprachlichen Aspekte (klassischer Periodenstil, Übersetzungs-
problematik und -methodik etc.) des Werkes im Vordergrund stehen werden.

Textausgabe (bitte anschaffen):


Minucius Felix, Octavius. Ed. B. Kytzler. München: Saur 1992. [ca. 16 €, die Buchhandlung „bü-
cherwerk“ ist instruiert]

Literatur:
Einen ersten guten Überblick über die Literatur der Zeit bietet:
Michael Dewar, „Culture wars: Latin literature from the second century to the end of the classical
era“, in: Literature in the Greek and Roman Worlds. A New Perspective. Ed. Oliver Taplin. Oxford
2000. 519–545. [Sign: IV T 51.08:2].

Organisatorisches:
Der Abschlussklausur liegt ein Textcorpus zugrunde, das ab Mitte August auf stud.ip bekanntgege-
ben wird. Es empfiehlt sich, bereits vor Semesterbeginn mit dessen Lektüre zu beginnen.

Modul 4 „Lateinische Literatur II: Prosa“

Klassische Philologie 13
Vorlesung

Antike Weltbilder – Philosophie und Theologie im antiken Rom


Prof. Dr. Peter Kuhlmann
Do 10–12 Uhr, ZHG 002 MED 23

In der Vorlesung werden zunächst die wichtigsten philosophischen Modelle der griechi-
schen Antike in einem kurzen Überblick vorgestellt, um den Teilnehmern das für Klassi-
sche Philologen notwendige Grundwissen zur antiken Philosophie zu vermitteln. Der
Schwerpunkt liegt auf Platon und den für Rom besonders wichtigen Schulen des Helle-
nismus. Im Anschluss wird die Entwicklung der lateinischsprachigen Philosophie im Impe-
rium Romanum von der Republik bis zur Spätantike nach Epochen dargestellt. Im Mittel-
punkt der Vorlesung stehen Lukrez (Epikureismus), Cicero (alle philosophischen Schulen),
Seneca (Stoa), Apuleius (Platonismus), Augustinus (christlicher Platonismus) und Boethi-
us (Platonismus u. Aristotelismus). Besonders berücksichtigt werden bei den verschiede-
nen antiken Autoren die Themen Weltbilder und Gottesbilder sowie deren Wandel im Lau-
fe der Jahrhunderte.

Die Modulprüfungen umfassen: a) Übersetzung einer Textstelle aus dem Korpus und b) Fragen zum
Inhalt der Vorlesung.

Textkorpus für die Modulprüfungen:


Cicero, de finibus bonorum et malorum, 5,48-96 ab videamus animi partes ... (Pro- u. Hauptsemi-
nar)
Boethius, de consolatione philosophiae, Buch 4 Prosapassagen ohne die Gedichte (nur Hauptsemi-
nar)

Literatur:
Flasch, Kurt: Das philosophische Denken im Mittelalter, Stuttgart (Reclam) 2000 (für Augustin u.
Boethius). | Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Freiburg/Brsg. (Herder) 1979 (und
Nachdrucke). | Hossenfelder, Malte: Epikur, München (Beck) 32006.
Long, Antony A.; Sedley, David Neil: Die hellenistischen Philosophen. Texte und Kommentare, Stutt-
gart (Metzler) 2000. | Metzler Philosophenlexikon, hg. Bernd Lutz, Stuttgart 19952. | Ries, Wie-
brecht: Die Philosophie der Antike, Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) 2005. | Röd,
Wolfgang (Hg.): Geschichte der Philosophie, I-IV (von Thales bis zum frühen Mittelalter), München
1976-1997. | Russell, Bertrand, Philosophie des Abendlandes, Darmstadt (Wissenschaftliche
Buchgesellschaft) 1997 [= 1950]. | Vorländer, Karl: Philosophie des Altertums (Geschichte der Phi-
losophie, Bd. 1), Reinbek (Rowohlt) 1981.

Proseminar B

Symmachus und der Streit um den Victoriaaltar


Dr. Meike Rühl
Do 8–10 Uhr, 0.376

An einem Altar und einer Statue der Victoria in der Curie entbrennt am Ende des 4. Jh. n.
Chr. eine der letzten Auseinandersetzungen zwischen der paganen römischen Religion
und dem Christentum. Wortführer der einen Partei ist Quintus Aurelius Symmachus,
Stadtpräfekt von Rom und späterer Rhetorikprofessor, Sprachrohr der anderen ist Ambro-
sius, Bischof von Mailand.

14 Klassische Philologie
Im Seminar sollen anhand der öffentlichen (relationes) und privaten (epistulae) Schreiben
beider Personen nicht nur die religiösen und philosophischen Argumentationsformen und
Denkfiguren untersucht werden, sondern es soll auch ein Einblick in die gesellschaftli-
chen und politischen Verflechtungen der literarisch fassbaren Personen der Zeit gegeben
werden.

Textausgabe:
Welche Textausgabe wir benutzen werden (Symm. rel. 3, Ambr. epist. 17, 18 etc.), wird ab Juli auf
www.studip.uni-goettingen.de bekanntgegeben.

Literatur:
Ein guter Überblick über das Thema bietet sich in:
Manfred Fuhrmann. Rom in der Spätantike. Porträt einer Epoche. München 1994. Kap. 3.

Organisatorisches:
Interessierte Studierende werden gebeten, sich möglichst bis zum 31. September auf
www.studip.uni-goettingen.de für die Veranstaltung anzumelden. Im B.A.-Studiengang kann eine Ab-
schlussklausur an die Stelle der Hausarbeit treten, sofern im Modul 3 eine Hausarbeit geschrieben
wird. Der Klausur liegt ein Textcorpus zugrunde, das ab Mitte August auf stud.ip bekannt gegeben
wird. Es empfiehlt sich, bereits vor Semesterbeginn mit dessen Lektüre zu beginnen.

Apuleius, Amor und Psyche


Dr. Thomas Hidber
Do 14–16 Uhr, 0.376

Wandlungen aller Art und Grenzgänge zwischen Schein und Sein sind das Thema der Me-
tamorphoses, des gegen Ende des 2. Jh. n. Chr. entstandenen Romans des Apuleius von
Madauros. Infolge eines misslungenen magischen Experiments wird der von curiositas
getriebene junge Lucius anlässlich eines Besuchs in Thessalien in einen Esel verwandelt.
Als solcher hat er in der Folge eine ganze Odyssee von Abenteuern, Begegnungen und
Gefahren aller Art zu bestehen, bevor er endlich durch die Gnade der Göttin Isis wieder in
einen Menschen zurücktransformiert und schließlich zum Priester von Isis und Osiris
wird. Kaum ein anderer Text der lateinischen Antike ist so spektakulär differierend inter-
pretiert worden: Handelt es sich hier um ein religiöses Bekenntnis oder um Religionspar-
odie – oder vielleicht einfach um gelehrte Unterhaltungsliteratur? Ist das Ende wirklich
als Erlösung zu verstehen – aber, ist es überhaupt das Ende?
Die deutlich parodistische Züge tragende Haupthandlung wird immer wieder unterbro-
chen durch zahlreiche von verschiedenen Figuren erzählte Geschichten. Die bekannteste
und längste unter ihnen, das sog. Märchen von Amor und Psyche, soll im Zentrum der
Lektüre stehen. Davon ausgreifend soll aber der Roman als ganzes in den Blick genom-
men und die ganz unterschiedlichen Deutungsansätze einer kritischen Würdigung unter-
zogen werden.

Voraussetzungen für den Erwerb eines Proseminar B-Scheines im alten Lehramtsstudiengang sind
neben regelmäßiger und aktiver Teilnahme die Übernahme eines Referates sowie die Anfertigung
einer schriftlichen Hausarbeit. Im BA-Studiengang kann eine Abschlussklausur an die Stelle der
Hausarbeit treten, sofern im Modul 3 eine Hausarbeit geschrieben wird.

Textgrundlage (zur Anschaffung empfohlen):


Apuleius, Cupid & Psyche, ed. by. E.J. Kenney (Cambridge 1990)

Zur Einführung: S.J. Harrison, Apuleius. A Latin Sophist (Oxford 2000), 1–38; 210–259.

Klassische Philologie 15
Modul 5 „Griechische Literatur für Latinisten“

Vorlesung

Der griechische philosophische Dialog


Prof. Dr. Heinz-Günther Nesselrath
Do., 16–18 Uhr, 0.376

Vor allem durch die Gespräche des unermüdlich seine Mitbürger befragenden Sokrates
ist eine Gattung entstanden, die durch die ganze Antike und weit über sie hinaus gewirkt
hat: der literarische philosophische Dialog, den Sokrates’ Schüler (mit gewissen Anleihen
beim zeitgenössischen Theater und in der Geschichtsschreibung) begründet haben. Wie
verschieden diese Dialoge bereits in ihrer ersten Phase ausfallen konnten, zeigen die
noch erhaltenen Beispiele Platons und Xenophons. Auch Aristoteles bediente sich der
Dialogform für seine „exoterischen“ Schriften, doch sind diese – aufgrund weniger an-
sprechender literarischer Ausformung? – nicht erhalten geblieben. Nach einer gewissen
„Durststrecke“ im Hellenismus (in der andere Formen der Vermittlung philosophischer
Inhalte in den Vordergrund traten), erlebt der griechische philosophische Dialog eine neue
Blüte in der römischen Kaiserzeit (bei Dion von Prusa, Plutarch und Lukian) und wird
dann auch von christlichen Autoren (Justin, Methodios von Olympos, Gregor von Nyssa,
Aineias und Zacharias von Gaza) als wirksames Vehikel für die Vermittlung von christli-
chen Ideen übernommen. Die Vorlesung möchte einen Überblick über die Entwicklung
des griechischen philosophischen Dialogs geben und herausragende Beispiele etwas
näher vorstellen.

Der im Rahmen des BA-Studiums erforderliche Leistungsnachweis für das Basismodul „Griechische
Literatur II: Prosa“, für das Basismodul „Griechische Literatur für Latinisten“ und für das Professio-
nalisierungsbereichs-Modul „Antike Vorbilder späterer literarischer und geistesgeschichtlicher Phä-
nomene“ wird am Ende des Semesters durch eine 45-min. Klausur erbracht, der für das Aufbaumo-
dul „Griechische Literatur “ durch eine 20-min. mündliche Prüfung.
Erste Literaturhinweise: R. Hirzel, Der Dialog: ein literarhistorischer Versuch, 2 Bde, Leipzig 1895; B.
R. Voss, Der Dialog in der frühchristlichen Literatur, München 1970.

Lektüre

Platon, Protagoras
Prof Dr. Heinz-Günther Nesselrath
Mo, 18–20 Uhr, 0.376

Der Dialog Protagoras, der dem ersten Drittel von Platons Schaffen angehört, ist eines
von Platons literarisch am interessantesten gestalteten Werken; vor allem seine mit iro-
nisch-satirischen Zügen angereicherte Darstellung des Protagoras und der übrigen in die-
sem Dialog auftretenden Sophisten stellen schrifttstellerische Meisterleistungen dar.

16 Klassische Philologie
In der Übung sollen ausgewählte Partien des Dialogs zum einen zügig, zum anderen je-
doch stets mit genauer Betrachtung der griechischen Grammatik – die sich auf diese
Weise gut einüben und festigen lässt – gelesen werden.

Zur Anschaffung empfohlener Text: Platonis Opera rec. I. Burnet, Tomus III, Oxford 1903 (OCT, nach-
gedruckt).
Der im Rahmen des BA-Studiums erforderliche Leistungsnachweis für das Teilmodul von GR Modul
1 wird am Ende des Semesters durch eine 60-min. Klausur erbracht, für das Teilmodul von GR Mo-
dul 2 und LAT Modul 5 durch eine 90-min. Klausur.

Lukian: Charon, oder Die Betrachtung der Welt


Dr. Andrea Bencsik (Theologische Fakultät)
Mo, 12–14 Uhr, T04

Modul 6 „Altertumskunde“

Vorlesung Sprachwissenschaft

Einführung in die Sprachwissenschaft


Prof. Dr. Michael Job
Zeit noch unbestimmt

Proseminar Sprachwissenschaft

Homerische Sprachgeschichte
Prof. Dr. Michael Job
Mi. 10–12 Uhr

>> für die andern Fachgebiete s. Vorlesungsverzeichnisse dort

Modul 7 „Lateinische Literatur“

Vorlesung

Antike Weltbilder – Philosophie und Theologie im antiken Rom


Prof. Dr. Peter Kuhlmann
Do 10–12 Uhr, ZHG 002 MED 23

In der Vorlesung werden zunächst die wichtigsten philosophischen Modelle der griechi-
schen Antike in einem kurzen Überblick vorgestellt, um den Teilnehmern das für Klassi-
sche Philologen notwendige Grundwissen zur antiken Philosophie zu vermitteln. Der
Schwerpunkt liegt auf Platon und den für Rom besonders wichtigen Schulen des Helle-
nismus. Im Anschluss wird die Entwicklung der lateinischsprachigen Philosophie im Impe-
rium Romanum von der Republik bis zur Spätantike nach Epochen dargestellt. Im Mittel-

Klassische Philologie 17
punkt der Vorlesung stehen Lukrez (Epikureismus), Cicero (alle philosophischen Schulen),
Seneca (Stoa), Apuleius (Platonismus), Augustinus (christlicher Platonismus) und Boethi-
us (Platonismus u. Aristotelismus). Besonders berücksichtigt werden bei den verschiede-
nen antiken Autoren die Themen Weltbilder und Gottesbilder sowie deren Wandel im Lau-
fe der Jahrhunderte.

Die Modulprüfungen umfassen: a) Übersetzung einer Textstelle aus dem Korpus und b) Fragen zum
Inhalt der Vorlesung.
Textkorpus für die Modulprüfungen:
Cicero, de finibus bonorum et malorum, 5,48-96 ab videamus animi partes ... (Pro- u. Hauptsemi-
nar)
Boethius, de consolatione philosophiae, Buch 4 Prosapassagen ohne die Gedichte (nur Hauptsemi-
nar)

Literatur:
Flasch, Kurt: Das philosophische Denken im Mittelalter, Stuttgart (Reclam) 2000 (für Augustin u.
Boethius). | Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Freiburg/Brsg. (Herder) 1979 (und
Nachdrucke). | Hossenfelder, Malte: Epikur, München (Beck) 32006.
Long, Antony A.; Sedley, David Neil: Die hellenistischen Philosophen. Texte und Kommentare, Stutt-
gart (Metzler) 2000. | Metzler Philosophenlexikon, hg. Bernd Lutz, Stuttgart 19952. | Ries, Wie-
brecht: Die Philosophie der Antike, Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) 2005. | Röd,
Wolfgang (Hg.): Geschichte der Philosophie, I-IV (von Thales bis zum frühen Mittelalter), München
1976-1997. | Russell, Bertrand, Philosophie des Abendlandes, Darmstadt (Wissenschaftliche
Buchgesellschaft) 1997 [= 1950]. | Vorländer, Karl: Philosophie des Altertums (Geschichte der Phi-
losophie, Bd. 1), Reinbek (Rowohlt) 1981.

Hauptseminar

Seneca, Epistulae morales


Prof. Dr. Peter Kuhlmann
Mo. 8–10 Uhr, 0.376

Im Seminar werden die zentralen Briefe Senecas gelesen und interpretiert. Thematische
Schwerpunkte bilden dabei stoische und epikureische Philosophie, Lebensglück und Gü-
terlehre, Rolle des Fatum, Senecas Gottesbegriff, Tod und Freiheit. Für den Erwerb eines
Scheins sind neben der regelmäßigen Teilnahme die Übernahme eines Referats und die
Anfertigung einer Hausarbeit erforderlich (Abgabetermin nach Maßgabe des Prüfungsam-
tes).

Interessenten werden gebeten, sich bis zum 31. Juli in die bei der Bibliotheksaufsicht liegende Teil-
nehmerliste einzutragen.
Für die erste Sitzung bitte ich, Brief 1 vorzubereiten.

Textausgabe (um Anschaffung wird gebeten):


L. Annaei Senecae ad Lucilium epistulae morales, ed. L.D. Reynolds, Oxford 1965 (2 Bde).

Literatur:
Cancik, Hildegard: Untersuchungen zu Senecas Epistulae morales, Hildesheim 1967.
Griffin, M.T.: Seneca. A Philosopher in Politics, Oxford 1976.
Hachmann, E.: Die Führung des Lesers in Senecas Epistulae morales, Münster 1995.
Hadot, Ilsetraud: Seneca und die griechisch-römische Tradition der Seelenleitung, Berlin 1969.
Maurach, Gregor: Seneca, Darmstadt 2000.

18 Klassische Philologie
Schönegg, B.: Senecas epistulae morales als literarisches Kunstwerk, Basel 1998.
Veyne, Paul: Weisheit und Altruismus. Eine Einführung in die Philosophie Senecas, Frankfurt/M.
1993.

Bischöfe, Mönche und Asketen: Sidionius Apollinaris und Benedikt von Nursia
PD Dr. Ulrike Egelhaaf-Gaiser
Mo 14–16 Uhr, HDW 5, 2.124

Im Konstantinjahr liegt es nahe, nach den Fernwirkungen der „konstantinischen Wende“


(313 n. Chr.) zu fragen. Aus gegebenem Anlaß will daher das Seminar in die Strukturen
des frühen Christentums und seine vielfältigen Lebens- und Literaturformen einführen.
Zu diesem Zweck sollen die Lebenswege zweier Einzelpersonen verglichen werden, die
den Übergang von der Antike zum Mittelalter markieren: Der hochgebildete Briefautor und
Stegreifdichter Sidonius Apollinaris ist ein konservativer Vertreter des gallorömischen
Adels, der eine erfolgreiche Ämterlaufbahn mit dem kultivierten otium auf der Villa ver-
bindet. Als Bischof von Clermont-Ferrand (ab 470) organisiert er den (erfolglosen) Wider-
standskampf gegen den Westgotenkönig Eurich, von dem er vorübergehend inhaftiert
wird. Seine letzten Lebensjahre widmet der „Bischof unter Barbaren“ dem Kirchendienst
und literarischen Studium. – Die Wegstationen des Ordensgründers Benedikt zeichnet
Papst Gregor d. Gr. in seinen Dialogen nach: Der „ungelehrte, aber weise“ Gottesmann ist
ein gesellschaftlicher „Ausreißer“, der mit verschiedenen Lebensformen (der asketischen
Wüstenväter, Mönche und Eremiten, des Pilgers und Wundertäters) experimentiert, bevor
er im Jahr 529 das Kloster von Montecassino gründet. Vor seinem Tod formuliert er die
Ordensregel, die unsere abendländische Kultur maßgeblich geprägt hat.

Die für die erste Stunde zu bearbeitenden Texte und Lektüreaufträge sowie eine nach Referatsthe-
men sortierte Bibliographie sind ab Ende Juli in stud-ip eingestellt. Die Leitung der weiteren Sitzun-
gen wird von den jeweiligen ReferentInnen übernommen. Interessenten werden gebeten, sich in die
Referatsliste bei der Bibliotheksaufsicht einzutragen.

Text: CH. Luetjohann, Ch. Gai Sollii Apollinaris Sidonii epistulae et carmina, Monumenta Germaniae
historica. Auctores antiquissimi 8, München 1985; Adalbert de Vogüé, Gregorius Papa I. Dialogues
Livres I-III, Sources chrétiennes 260, Paris 1979.

Kommentare und Übersetzungen: Helga Köhler, C. Sollius Apollinaris Sidonius Briefe Buch I. Einlei-
tung – Text – Übersetzung – Kommentar, Heidelberg 1995; W.B. Anderson, Sidonius. Poems and
Letters. Text, translation, introduction and notes, 2 Bde., Cambridge/ London 1955/ 1956. Gregor
der Große. Der hl. Benedikt. Buch II der Dialoge lateinisch/ deutsch. Hg. im Auftrag der Salzburger
Äbtekonferenz, St. Ottilien 1995 (mit guter Bibliographie). Joseph Funk, Des heiligen Papstes und
Kirchenlehrers Gregor des Großen vier Bücher Dialoge, Bibliothek der Kirchenväter 2,3, München
1933.

Einführende Literatur: Jill Harries, Sidonius Apollinaris and the Fall of Rome AD 407-485, Oxford
1994; Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen,
München 2006, bes. 140-217; Dieter von der Nahmer, Die lateinische Heiligenvita. Eine Einführung
in die lateinische Hagiographie, Darmstadt 1994; Hans C. Zander, Als die Religion noch nicht lang-
weilig war. Die Geschichte der Wüstenväter, Köln 2004.

Klassische Philologie 19
Modul 8 „Lateinische Sprache“

Lateinische Stilübungen Oberstufe I

Dr. Vinko Hinz


Mi. 10–12 Uhr, MED 23

Ziel der Stilübung ist, aus einer gefestigten Retroversionsfähigkeit heraus zu Fragen der
lateinischen Stilistik überzuleiten, insbesondere zum Abwägen zwischen verschiedenen
Ausdrucksmöglichkeiten. Dabei wird auch Licht auf in Unterstil II nicht behandelte Phä-
nomene wie oratio obliqua oder die irreale Periode in der Abhängigkeit geworfen.
Neben der Mitarbeit im Unterricht, in dem ausgewählte Stellen aus Ciceroreden im Vor-
dergrund stehen, wird die Retroversion einer kurzen Cicerorede im Umfang von etwa 15
OCT-Seiten in Eigenarbeit erwartet. Hierzu wird es in der ersten Sitzung eine Einleitung
geben; die Rede selbst wird ab 1. Oktober durch Aushang angezeigt oder wird unter
vhinz@uni-goettingen.de erfragbar sein.

Teilnahmevoraussetzung ist die Zwischenprüfung (altes Lehramt) bzw. Modul L2 (B. A.).

Literatur:
Die üblichen Hilfsmittel wie Rubenbauer-Hofmann (Heine) und Menge.

Klausurenkurs Lateinisch-Deutsch

PD Dr. Ulrike Egelhaaf-Gaiser


Mo 10–12 Uhr, 0.341

Der Klausurenkurs soll den Teilnehmern Routine in der Übersetzung, der Stilanalyse und
inhaltlichen Kommentierung von unbekannten lateinischen Texten (auf leichtem bis mitt-
lerem Niveau) vermitteln. Als Textbasis werden mit Cicero, Caesar, Sallust, Ovid und Se-
neca fünf „klassische Schulautoren“ zugrunde gelegt. Im Sinn einer konsequenten Erwei-
terung von Wortschatz, Phraseologie und Kommentarwissen werden die Autoren mit den
Themen „otium und negotium im hellenisierten Rom“ (Cicero), „politische Kultur der Re-
publik“ (Sallust), „Formen der Geschichtsschreibung“ (Caesar), „imperiale Raum- und
Zeitkonzeption“ (Ovid) und „neronische Luxus- und Zeitkritik“ (Seneca) verknüpft.

Erwartet werden von den Teilnehmern neben dem Bestehen der Endklausur die aktive Mitarbeit und
die Abgabe (jeweils im wöchentlichen Wechsel) einer schriftlicher Übersetzung bzw. eines schriftli-
chen Kommentars. Der für die erste Stunde zu bearbeitende Übersetzungstext mit Kommentarfra-
gen ist ab Ende Juli in stud-ip eingestellt. Dort finden Sie auch kompakt einführende Literatur zu den
einzelnen Themenkreisen.
Um sich themenbezogen in die genannten Autoren einzulesen, empfehle ich veranstaltungsvorberei-
tend und -begleitend folgende Lektürepensen (je ca. 30 Seiten):
Cicero: pro Archia; Brutus 1-52. Sallust: Catilina 1-26; 50-55; 61. Caesar: bellum Gallicum 1,30-41;
2,13-35; 6,21-28; 8, Balbusbrief (= Bucheröffnung); bellum civile 3,85-99. Ovid: fasti 3,1-448; 5,1-
158; 5,419-598. Seneca: de tranquillitate animi.

Nützliche Hilfsmittel: Rüdiger Vischer, Lateinische Wortkunde, 3. Aufl. Leipzig 2001 (nach Wortfami-
lien geordnet sowie nach Häufigkeit und Autoren aufgeschlüsselt; zur Anschaffung empfohlen); Mi-

20 Klassische Philologie
chael von Albrecht, Römische Poesie. Texte und Interpretationen, Heidelberg 1977; ders., Meister
römischer Prosa von Cato bis Apuleius, Heidelberg 1983.

Modul 9 „Vermittlungskompetenz“ (Lehramt)

Fachdidaktik

Einführung in die Fachdidaktik der Alten Sprachen


Prof. Dr. Peter Kuhlmann
Do 8–10 Uhr, 0.352

Die Veranstaltung gibt einen grundlegenden Überblick über die Inhalte und Ziele des Alt-
sprachlichen Unterrichts (AU). Anhand praktischer Übungen werden die wichtigsten Inhal-
te, Methoden und Hilfsmittel des Latein- und Griechischunterrichts vorgestellt und ge-
meinsam erarbeitet: Bildungsziele und Stellung des AU, Grammatikunterricht, Wort-
schatzarbeit, Übersetzungs- und Texterschließungsmethoden, Leistungsmessung, Ge-
schichte der Alten Sprachen in der Schule.

Die Übung schließt mit einer Klausur am Ende der Vorlesungszeit oder am Beginn der vorlesungs-
freien Zeit (nach Maßgabe des Prüfungsamtes) ab.

Exkursion

Griechenland
Prof. Dr. Heinz-Günther Nesselrath, Anne Pinkepank, M.A., Elsa-Maria Tschäpe
Fr. 16–18 Uhr, 14-täglich, 0.376

Das Seminar, das der Vorbereitung einer ungefähr zweiwöchigen Griechenland-Exkursion


in der ersten Aprilhälfte 2008 dienen soll, wird alle vierzehn Tage stattfinden und ist für
die Teilnehmer der Exkursion obligatorisch; es Seminar soll vor allem eine Einführung in
die Geschichte und Landeskunde Griechenlands von der Antike bis heute bieten.

Der im Rahmen des BA-Studiums erforderliche Leistungsnachweis wird entweder durch ein etwa
halbstündiges Referat zu einer geschichtlichen Epoche oder zu einer bestimmten Landschaft/Stadt
Griechenlands im Vorbereitungsseminar oder durch eine Führung vor Ort erbracht.
Erläuterung des Exkursions-Programms und Klärung allfälliger weiterer logistischer Fragen, ferner
Hinweise zu Organisation und Ablauf (auch Literaturhinweise) in der Vorbesprechung am Mittwoch,
den 18. Juli 07, 18.15 Uhr, in Raum 111 (Heinrich-Düker-Weg).

Tagesexkursion mit vorbereitender Übung


Dr. Vinko Hinz

Klassische Philologie 21
Zeit und Ort der Vorbesprechung: Di, 23.10.07, 18.00 Uhr, 0.341

Ziel der Exkursion im Januar 2008 ist die Museumsinsel in Berlin. Nach Auskunft des
Kustoden der dortigen Antikensammlung werden die Exponate mit Ausnahme des römi-
schen Markttores von Milet trotz baulicher Maßnahmen aller Voraussicht nach zugänglich
sein.

Interessenten werden gebeten, unter vhinz@uni-goettingen.de (Stichwort: Exkursion) bis zum


01.10.2007 ihre Bereitschaft zur Teilnahme zu bekunden sowie Semesterzahl, Studiengang und
bisherige Exkursionsteilnahmen anzugeben. Übersteigt die Zahl der Interessenten diejenige der Ex-
kursionsplätze, wird nach dem Grad der Dringlichkeit ausgewählt. Ungefähr eine Woche später wer-
den die Teilnehmer benachrichtigt, die um eine verbindliche Anmeldung in der Vorbesprechung ge-
beten werden. Grundlage der Benotung wird ein kurzes erläuterndes Dossier zu einem Exponat sein.

Literatur:
Die einschlägige Darstellung der Antikensammlung von A. Scholl und G. Platz bei Zabern soll in drit-
ter überarbeiteter Auflage im Verlauf des Sommers wiedererscheinen.

Modul 10 „Vermittlungskompetenz“

Exkursion

Griechenland
Prof. Dr. Heinz-Günther Nesselrath, Anne Pinkepank, M.A., Elsa-Maria Tschäpe
Fr. 16–18 Uhr, 14-täglich, 0.376

Das Seminar, das der Vorbereitung einer ungefähr zweiwöchigen Griechenland-Exkursion


in der ersten Aprilhälfte 2008 dienen soll, wird alle vierzehn Tage stattfinden und ist für
die Teilnehmer der Exkursion obligatorisch; es Seminar soll vor allem eine Einführung in
die Geschichte und Landeskunde Griechenlands von der Antike bis heute bieten.

Der im Rahmen des BA-Studiums erforderliche Leistungsnachweis wird entweder durch ein etwa
halbstündiges Referat zu einer geschichtlichen Epoche oder zu einer bestimmten Landschaft/Stadt
Griechenlands im Vorbereitungsseminar oder durch eine Führung vor Ort erbracht.
Erläuterung des Exkursions-Programms und Klärung allfälliger weiterer logistischer Fragen, ferner
Hinweise zu Organisation und Ablauf (auch Literaturhinweise) in der Vorbesprechung am Mittwoch,
den 18. Juli 07, 18.15 Uhr, in Raum 111 (Heinrich-Düker-Weg).

Tagesexkursion mit vorbereitender Übung


Dr. Vinko Hinz
Zeit und Ort der Vorbesprechung: Di, 23.10.07, 18.00 Uhr, 0.341

Ziel der Exkursion im Januar 2008 ist die Museumsinsel in Berlin. Nach Auskunft des
Kustoden der dortigen Antikensammlung werden die Exponate mit Ausnahme des römi-
schen Markttores von Milet trotz baulicher Maßnahmen aller Voraussicht nach zugänglich
sein.

22 Klassische Philologie
Interessenten werden gebeten, unter vhinz@uni-goettingen.de (Stichwort: Exkursion) bis zum
01.10.2007 ihre Bereitschaft zur Teilnahme zu bekunden sowie Semesterzahl, Studiengang und
bisherige Exkursionsteilnahmen anzugeben. Übersteigt die Zahl der Interessenten diejenige der Ex-
kursionsplätze, wird nach dem Grad der Dringlichkeit ausgewählt. Ungefähr eine Woche später wer-
den die Teilnehmer benachrichtigt, die um eine verbindliche Anmeldung in der Vorbesprechung ge-
beten werden. Grundlage der Benotung wird ein kurzes erläuterndes Dossier zu einem Exponat sein.

Literatur:
Die einschlägige Darstellung der Antikensammlung von A. Scholl und G. Platz bei Zabern soll in drit-
ter überarbeiteter Auflage im Verlauf des Sommers wiedererscheinen.

3. Professionalisierungsbereich

Antike Vorbilder späterer literarischer und geistesgeschichtlicher Phänomene

Vorlesung

Der griechische philosophische Dialog


Prof. Dr. Heinz-Günther Nesselrath
Do., 16–18 Uhr, 0.376

Vor allem durch die Gespräche des unermüdlich seine Mitbürger befragenden Sokrates
ist eine Gattung entstanden, die durch die ganze Antike und weit über sie hinaus gewirkt
hat: der literarische philosophische Dialog, den Sokrates’ Schüler (mit gewissen Anleihen
beim zeitgenössischen Theater und in der Geschichtsschreibung) begründet haben. Wie
verschieden diese Dialoge bereits in ihrer ersten Phase ausfallen konnten, zeigen die
noch erhaltenen Beispiele Platons und Xenophons. Auch Aristoteles bediente sich der
Dialogform für seine „exoterischen“ Schriften, doch sind diese – aufgrund weniger an-
sprechender literarischer Ausformung? – nicht erhalten geblieben. Nach einer gewissen
„Durststrecke“ im Hellenismus (in der andere Formen der Vermittlung philosophischer
Inhalte in den Vordergrund traten), erlebt der griechische philosophische Dialog eine neue
Blüte in der römischen Kaiserzeit (bei Dion von Prusa, Plutarch und Lukian) und wird
dann auch von christlichen Autoren (Justin, Methodios von Olympos, Gregor von Nyssa,
Aineias und Zacharias von Gaza) als wirksames Vehikel für die Vermittlung von christli-
chen Ideen übernommen. Die Vorlesung möchte einen Überblick über die Entwicklung
des griechischen philosophischen Dialogs geben und herausragende Beispiele etwas
näher vorstellen.

Der im Rahmen des BA-Studiums erforderliche Leistungsnachweis für das Basismodul „Griechische
Literatur II: Prosa“, für das Basismodul „Griechische Literatur für Latinisten“ und für das Professio-
nalisierungsbereichs-Modul „Antike Vorbilder späterer literarischer und geistesgeschichtlicher Phä-
nomene“ wird am Ende des Semesters durch eine 45-min. Klausur erbracht, der für das Aufbaumo-
dul „Griechische Literatur “ durch eine 20-min. mündliche Prüfung.
Erste Literaturhinweise: R. Hirzel, Der Dialog: ein literarhistorischer Versuch, 2 Bde, Leipzig 1895; B.
R. Voss, Der Dialog in der frühchristlichen Literatur, München 1970.

Übung

Klassische Philologie 23
Griechische philosophische Dialoge in Übersetzung
Anne Pinkepank, M.A.
Fr. 14–16 Uhr, 0.341

Die Lektüre ist als begleitende Übung zur Vorlesung „Der griechische philosophische Dia-
log“ gedacht. Ausgehend vom platonischen „Gastmahl“ sollen mit den Symposien des
Xenophon, Lukian und Methodios von Olympos sowie dem „Amatorius“ des Plutarch wei-
tere zentrale und anlehnende Texte der griechischen Symposienliteratur in Auszügen ge-
lesen und diskutiert werden. In der Veranstaltung sollen mittels des Vergleiches dieser ca.
700 Jahre (4. Jh. v. – 4 Jh. n. Chr.) umspannenden Textzeugen Einblicke in die zentralen
Charakteristika des griechischen Symposions sowie in die Gemeinsamkeiten und Unter-
schiede in der individuellen Gestaltung der einzelnen Dialoge gewonnen werden.

Für B.A.-Studierende: Der erforderliche Leistungsnachweis für das Wahlmodul „Antike Vorbilder spä-
terer literarischer und geistesgeschichtlicher Phänomene“ wird zu Semesterende durch eine 45-
minütige Klausur erbracht.
Interessierte Studierende werden gebeten, sich möglichst bis zum 30. September unter
www.studip.uni-goettingen.de für die Veranstaltung einzutragen.

Die relevanten Textauszüge werden rechtzeitig zu Semesterbeginn bei studip eingestellt.

Sprachkurse Latein

Grundkenntnisse Latein (Vorkurs zu „Intensivkurs Latein I“)


Dr. Reinhild Fuhrmann
Mo – Fr, 10.03.08 – 11.04.08,

In einem vierwöchigen Ferienkurs werden Grundkenntnisse in der lateinischen Gramma-


tik und Syntax und im Bereich des Grundwortschatzes mit Hilfe eines zehn Lektionen um-
fassenden Unterrichtsmaterials erworben, das Sie zu Beginn des Kurses erhalten. Dieser
Teil des Kurses deckt das Wahlmodul "Grundkenntnisse Latein" des BA-Studienganges
Romanistik ab.

Der Kurs schließt mit einer 90minütigen Prüfung ab. Diese Prüfung gilt nur in Göttingen.

Intensivkurs Latein I (Fortführung von „Grundkenntnisse Latein“ mit Ziel Abschluss


des Kleinen Latinums)
Dr. Reinhild Fuhrmann
SS ab 13.04.08 mit 4 SWS

Aufbauend auf den im Ferienkurs erworbenen Grundkenntnissen werden Kenntnisse im


Umgang und der Übersetzung leichter lateinischer Prosa, insbesondere Caesar, erworben.

Es kann eine kursinterne Prüfung am Semesterende geben: 90 min, nur in Verbindung mit dem vor-
hergehenden Ferienkurs). Diese Prüfung gilt nur in Göttingen. Deshalb sollten Sie zusätzlich die

24 Klassische Philologie
bundesweit gültige staatliche Ergänzungsprüfung zum Kleinen Latinum ablegen, was am Ende des
Sommersemesters und in den Semesterferien möglich ist.

Sie können diesen Teil des Kurses nur nach Teilnahme an dem vorhergehenden Ferienkurs (Num-
mer) besuchen, ein Einstieg erst zu Semesterbeginn ist nicht möglich.

Latein II (Latinum in einem Semester für Fortgeschrittene)


Dr. Reinhild Fuhrmann
Di – Mi, 10.15 – 11.45, 0.352, Do 10.15–11.45, 0.376

Anhand von Texten von Cicero, Livius, Sallust u.a. wird auf das "Latinum" vorbereitet. Vor-
aussetzung für die Teilnahme ist der Kenntnisstand des "Kleinen Latinums", der in einem
Eingangstest nachgewiesen werden muß! In den Semesterferien kann die Prüfung abge-
legt werden. Der Kurs ist auch zur Wiederholung geeignet.

Klassische Philologie 25
Alte Studiengänge Staatsexamen/Magister

1. Griechische Philologie

Vorlesung

Der griechische philosophische Dialog


Prof. Dr. Heinz-Günther Nesselrath
Do., 16–18 Uhr, 0.376

Vor allem durch die Gespräche des unermüdlich seine Mitbürger befragenden Sokrates
ist eine Gattung entstanden, die durch die ganze Antike und weit über sie hinaus gewirkt
hat: der literarische philosophische Dialog, den Sokrates’ Schüler (mit gewissen Anleihen
beim zeitgenössischen Theater und in der Geschichtsschreibung) begründet haben. Wie
verschieden diese Dialoge bereits in ihrer ersten Phase ausfallen konnten, zeigen die
noch erhaltenen Beispiele Platons und Xenophons. Auch Aristoteles bediente sich der
Dialogform für seine „exoterischen“ Schriften, doch sind diese – aufgrund weniger an-
sprechender literarischer Ausformung? – nicht erhalten geblieben. Nach einer gewissen
„Durststrecke“ im Hellenismus (in der andere Formen der Verittlung philosophischer In-
halte in den Vordergrund traten), erlebt der griechische philosophische Dialog eine neue
Blüte in der römischen Kaiserzeit (bei Dion von Prusa, Plutarch und Lukian) und wird
dann auch von christlichen Autoren (Justin, Methodios von Olympos, Gregor von Nyssa,
Aineias und Zacharias von Gaza) als wirksames Vehikel für die Vermittlung von christli-
chen Ideen übernommen. Die Vorlesung möchte einen Überblick über die Entwicklung
des griechischen philosophischen Dialogs geben und herausragende Beispiele etwas
näher vorstellen.

Erste Literaturhinweise: R. Hirzel, Der Dialog: ein literarhistorischer Versuch, 2 Bde, Leipzig 1895; B.
R. Voss, Der Dialog in der frühchristlichen Literatur, München 1970.

Hauptseminar

Platon, Politeia 8–9


Prof. Dr. Heinz-Günther Nesselrath
Di. 8–10 Uhr, 0.376

Am Anfang des 5. Buches von Platons Politeia – einem der zentralen Werke des Philoso-
phen – wird in den Diskussionen um das Aussehen des besten Staates von Sokrates an-
gekündigt, auch vier Entartungserscheinungen dieses idealen Staates genauer betrach-
ten zu wollen; wahr gemacht wird diese Ankündigung dann in den Büchern 8 und 9, und
die Vorstellung der vier Entartungserscheinungen wird zugleich verbunden mit einer Dar-
stellung von vier Menschentypen, die diesen Staatsverfassungen entsprechen, was

26 Klassische Philologie
schließlich zu den grundsätzlichen Fragen überleitet: Wer ist der beste, wer der schlech-
teste Mensch? Und ist der beste am glücklichsten und der schlechteste am unglücklich-
sten? Im 2. Teil des 9. Buches wird auch die am Beginn des 2. Buches stehende These
von Sokrates’ Gesprächspartnern Glaukos und Adeimantos, dass Gerechtsein schade
und Ungerechtsein nütze, explizit widerlegt, und schließlich wird auch noch einmal erör-
tert, wie es denn mit der Verwirklichung des erdachten idealen Staates steht. So enthal-
ten diese beiden Bücher zum einen sehr wesentliche Erweiterungen und Ergänzungen zu
dem in Buch 2 – 5 entwickelten Staatsmodell, zum anderen aber auch sehr wesentliche
Aussagen zu Platons Anthropologie.
Im Seminar sollen eine Reihe wichtiger Abschnitte dieser beiden Bücher genau betrachtet
und interpretiert werden.

Zur Anschaffung empfohlener Text: Platonis Opera rec. I. Burnet, Tomus IV, Oxford 1902 (OCT); oder:
Platonis Rempublicam rec. S. R. Slings, Oxford 2003 (OCT). Weitere Literaturhinweise (sowie Infor-
mationen zum genaueren Ablauf des Seminars) werden in der Vorbesprechung erfolgen, die am
Dienstag, den 17. Juli 2007 um 9.50 Uhr in Raum 0.376 stattfinden wird.

Proseminare

Proseminar A

Theorie
PD Dr. Sibylle Ihm
Di., 14–16 Uhr, 0.341

In diesem Proseminar werden Grundlagen der griechischen Philologie vermittelt: Ge-


schichte des Faches, Überlieferung der griechischen Literatur, Textkritik und Edition, Me-
trik und Stilistik. Am Ende des Semesters findet eine Abschlussklausur statt

Lektüre: Platon, Protagoras


Prof Dr. Heinz-Günther Nesselrath
Mo 18–20 Uhr, 0.376

Der Dialog Protagoras, der dem ersten Drittel von Platons Schaffen angehört, ist eines
von Platons literarisch am interessantesten gestalteten Werken; vor allem seine mit iro-
nisch-satirischen Zügen angereicherte Darstellung des Protagoras und der übrigen in die-
sem Dialog auftretenden Sophisten stellen schrifttstellerische Meisterleistungen dar.
In der Übung sollen ausgewählte Partien des Dialogs zum einen zügig, zum anderen je-
doch stets mit genauer Betrachtung der griechischen Grammatik – die sich auf diese
Weise gut einüben und festigen lässt – gelesen werden.

Zur Anschaffung empfohlener Text: Platonis Opera rec. I. Burnet, Tomus III, Oxford 1903 (OCT, nach-
gedruckt).

Klassische Philologie 27
Proseminar B

Lukian, Bion prasis – Anabiountes e Halieus


Anne Pinkepank, M.A.
Di, 10–12 Uhr, VG 101

An Lucianos

Freund! Vetter! Bruder! Kampfgenosse!


Zweitausend Jahre – welche Zeit
Du wandeltest im Fürstentrosse,
Du kanntest die Athenergosse
Und pfiffst auf alle Ehrbarkeit.
Du strichst beschwingt, graziös und eilig
Durch euern kleinen Erdenrund –
Und Gott sei Dank: nichts war dir heilig,
Du frecher Hund! (...)
(K. Tucholsky)

Geb. in Samosata am Euphrat, bewahrte nur sein mangelndes handwerkliches Geschick


den jungen Lukian vor einer Steinmetzlehre und hob ihn für das Studium der griechi-
schen Rhetorik und somit für eine literarisch schaffende Tätigkeit auf. Neben seiner wohl
bekanntesten Schöpfung, den Wahren Geschichten, enthält Lukians ebenso umfangrei-
ches wie vielseitiges Oeuvre zahlreiche autobiographische, rhetorische sowie satirische
Schriften, zumeist in Dialogform. Als charakteristisch für ihn gilt nicht zuletzt eine ausge-
prägte Scharfsinnig- und -züngigkeit, die ihm zu Lebzeiten (ca. 120 – 190 n. Chr.) Gering-
schätzung, in späterer Zeit jedoch viele Bewunderer (u.a. Erasmus von Rotterdam) ein-
brachte. In der Veranstaltung wollen wir dem „frechen Hund“ aus Tucholskys sympathisie-
renden Versen anhand zweier zusammengehöriger satirischer Dialoge, Bion Prasis (lDer
Ausverkauf der philosophischen Lebensformen) und Anabiountes e Halieus (Die Wieder-
gänger oder Der Fischer), näher auf die Spur kommen.

Neben der gemeinsamen Lektüre liegen die Schwerpunkte des Seminars u.a. in der Aus-
einandersetzung mit Lukians Schaffenszeit (der sog. Zweiten Sophistik), den in sein Werk
hineinspielenden Gattungen (Komödie, Menippeische Satire, philosophischer Dialog etc.),
den in den Dialogen dargestellten philosophischen Richtungen sowie der Art und Weise
ihrer Verspottung.

Voraussetzung für den Erwerb eines Proseminar-B-Scheines sind neben regelmäßiger und aktiver
Teilnahme sowie der Übernahme eines Referates für Studierende des alten Lehr-
amts/Magisterstudiengangs die Anfertigung einer Hausarbeit, für Studierende des neuen B.A.-
Studiengangs die Anfertigung einer Hausarbeit bzw. das Bestehen der Abschlussklausur.

Interessierte Studierende werden gebeten, sich möglichst bis zum 30. September auf
www.studip.uni-goettingen.de für die Veranstaltung einzutragen.

Literatur (bitte zur ersten Sitzung kopieren)


Lucianos Vitarum Auctio, Piscator. Ed. J.B. Itzkowitz, BT Stuttgart 1992.

Homerische Sprachgeschichte
Prof. Dr. Michael Job
Mi. 10–12 Uhr

28 Klassische Philologie
Übungen

Intensivkurs Grammatik und Übersetzung


Dr. Vinko Hinz
Di. 10–12 Uhr, 0.341

Systematisches Repetitorium der griechischen Phonetik, Flexion und Syntax auf der
Grundlage des Bornemann-Risch sowie Verbesserung der Fähigkeit, flüssig zu überset-
zen, anhand ausgewählter Stellen aus den platonischen Dialogen.

Teilnahmevoraussetzung ist das Graecum.

Literatur:
E. Bornemann/E. Risch: Griechische Grammatik, Frankfurt am Main ²1978 (1986)
A. Kaegi: Repetitionstabellen zur kurzgefassten griechischen Schulgrammatik, Hildesheim 1987
(1993).

Lektüre: Platon, Protagoras


Prof Dr. Heinz-Günther Nesselrath
Mo 18–20 Uhr, 0.376

Der Dialog Protagoras, der dem ersten Drittel von Platons Schaffen angehört, ist eines
von Platons literarisch am interessantesten gestalteten Werken; vor allem seine mit iro-
nisch-satirischen Zügen angereicherte Darstellung des Protagoras und der übrigen in die-
sem Dialog auftretenden Sophisten stellen schrifttstellerische Meisterleistungen dar.
In der Übung sollen ausgewählte Partien des Dialogs zum einen zügig, zum anderen je-
doch stets mit genauer Betrachtung der griechischen Grammatik – die sich auf diese
Weise gut einüben und festigen lässt – gelesen werden.

Zur Anschaffung empfohlener Text: Platonis Opera rec. I. Burnet, Tomus III, Oxford 1903 (OCT, nach-
gedruckt).

Exkursion: Griechenland
Prof. Dr. Heinz-Günther Nesselrath, Anne Pinkepank, M.A., Elsa-Maria Tschäpe
Fr. 16–18 Uhr, 14-täglich, 0.376

Das Seminar, das der Vorbereitung einer ungefähr zweiwöchigen Griechenland-Exkursion


in der ersten Aprilhälfte 2008 dienen soll, wird alle vierzehn Tage stattfinden und ist für
die Teilnehmer der Exkursion obligatorisch; es Seminar soll vor allem eine Einführung in
die Geschichte und Landeskunde Griechenlands von der Antike bis heute bieten.

Der erforderliche Leistungsnachweis wird entweder durch ein etwa halbstündiges Referat zu einer
geschichtlichen Epoche oder zu einer bestimmten Landschaft/Stadt Griechenlands im Vorberei-
tungsseminar oder durch eine Führung vor Ort erbracht.
Erläuterung des Exkursions-Programms und Klärung allfälliger weiterer logistischer Fragen, ferner
Hinweise zu Organisation und Ablauf (auch Literaturhinweise) in der Vorbesprechung am Mittwoch,
den 18. Juli 07, 18.15 Uhr, in Raum 111 (Heinrich-Düker-Weg).

Klassische Philologie 29
Tagesexkursion mit vorbereitender Übung
Dr. Vinko Hinz
Zeit und Ort der Vorbesprechung: Di, 23.10.07, 18.00 Uhr, 0.341

Ziel der Exkursion im Januar 2008 ist die Museumsinsel in Berlin. Nach Auskunft des
Kustoden der dortigen Antikensammlung werden die Exponate mit Ausnahme des römi-
schen Markttores von Milet trotz baulicher Maßnahmen aller Voraussicht nach zugänglich
sein.

Interessenten werden gebeten, unter vhinz@uni-goettingen.de (Stichwort: Exkursion) bis zum


01.10.2007 ihre Bereitschaft zur Teilnahme zu bekunden sowie Semesterzahl, Studiengang und
bisherige Exkursionsteilnahmen anzugeben. Übersteigt die Zahl der Interessenten diejenige der Ex-
kursionsplätze, wird nach dem Grad der Dringlichkeit ausgewählt. Ungefähr eine Woche später wer-
den die Teilnehmer benachrichtigt, die um eine verbindliche Anmeldung in der Vorbesprechung ge-
beten werden. Grundlage der Benotung wird ein kurzes erläuterndes Dossier zu einem Exponat sein.

Literatur:
Die einschlägige Darstellung der Antikensammlung von A. Scholl und G. Platz bei Zabern soll in drit-
ter überarbeiteter Auflage im Verlauf des Sommers wiedererscheinen.

Stilübungen

Griechische Stilübungen Unterstufe II


PD Dr. Sibylle Ihm
Di. 16–18 Uhr, VG 3.103

Es sollen Einzelsätze übersetzt werden, die sich an Abschnitte aus Originaltexten ver-
schiedener Autoren anschließen. Am Ende des Semesters findeteine Abschlussklausur
statt

Griechische Stilübungen Oberstufe


Dr. Rolf Heine
Fr 8–10 Uhr, 0.376

Wir werden, wie gewohnt, lat. Vorlagen (bes. von Nepos, Sallust, Seneca) ins Griechische
zu übersetzen versuchen, wenn gewünscht, mit dt. Übersetzungen (auf jeden Fall mit
besseren als im SS 07!).

Um einen Überblick zu bekommen, wie weit die inhaltlichen Vorgaben für Frühjahr 08 (voraussicht-
lich: biographisch-literarisch/innenpolitisch) zu berücksichtigen sind, auch wg. Einer möglichen Fort-
setzung der Einzelsatzexerzitien des SS 07, bitte ich um eine kurze Vorbesprechung am 20. VII.,
12.30 Uhr, in 0.313.

30 Klassische Philologie
2. Lateinische Philologie

Vorlesung

Antike Weltbilder – Philosophie und Theologie im antiken Rom


Prof. Dr. Peter Kuhlmann
Do 10–12 Uhr, ZHG 002 MED 23

In der Vorlesung werden zunächst die wichtigsten philosophischen Modelle der griechi-
schen Antike in einem kurzen Überblick vorgestellt, um den Teilnehmern das für Klassi-
sche Philologen notwendige Grundwissen zur antiken Philosophie zu vermitteln. Der
Schwerpunkt liegt auf Platon und den für Rom besonders wichtigen Schulen des Helle-
nismus. Im Anschluss wird die Entwicklung der lateinischsprachigen Philosophie im Impe-
rium Romanum von der Republik bis zur Spätantike nach Epochen dargestellt. Im Mittel-
punkt der Vorlesung stehen Lukrez (Epikureismus), Cicero (alle philosophischen Schulen),
Seneca (Stoa), Apuleius (Platonismus), Augustinus (christlicher Platonismus) und Boethi-
us (Platonismus u. Aristotelismus). Besonders berücksichtigt werden bei den verschiede-
nen antiken Autoren die Themen Weltbilder und Gottesbilder sowie deren Wandel im Lau-
fe der Jahrhunderte.

Literatur:
Flasch, Kurt: Das philosophische Denken im Mittelalter, Stuttgart (Reclam) 2000 (für Augustin u.
Boethius). | Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Freiburg/Brsg. (Herder) 1979 (und
Nachdrucke). | Hossenfelder, Malte: Epikur, München (Beck) 32006. | Long, Antony A.; Sedley, Da-
vid Neil: Die hellenistischen Philosophen. Texte und Kommentare, Stuttgart (Metzler) 2000. | Metz-
ler Philosophenlexikon, hg. Bernd Lutz, Stuttgart 19952. | Ries, Wiebrecht: Die Philosophie der Anti-
ke, Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) 2005. |Röd, Wolfgang (Hg.): Geschichte der
Philosophie, I-IV (von Thales bis zum frühen Mittelalter), München 1976-1997. |Russell, Bertrand,
Philosophie des Abendlandes, Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) 1997 [= 1950]. |
Vorländer, Karl: Philosophie des Altertums (Geschichte der Philosophie, Bd. 1), Reinbek (Rowohlt)
1981.

Hauptseminare

Seneca, Epistulae morales


Prof. Dr. Peter Kuhlmann
Mo. 8–10 Uhr, 0.376

Im Seminar werden die zentralen Briefe Senecas gelesen und interpretiert. Thematische
Schwerpunkte bilden dabei stoische und epikureische Philosophie, Lebensglück und Gü-
terlehre, Rolle des Fatum, Senecas Gottesbegriff, Tod und Freiheit. Für den Erwerb eines
Scheins sind neben der regelmäßigen Teilnahme die Übernahme eines Referats und die
Anfertigung einer Hausarbeit erforderlich (Abgabetermin nach Maßgabe des Prüfungsam-
tes).

Klassische Philologie 31
Interessenten werden gebeten, sich bis zum 31. Juli in die bei der Bibliotheksaufsicht liegende Teil-
nehmerliste einzutragen.
Für die erste Sitzung bitte ich, Brief 1 vorzubereiten.

Textausgabe (um Anschaffung wird gebeten):


L. Annaei Senecae ad Lucilium epistulae morales, ed. L.D. Reynolds, Oxford 1965 (2 Bde).

Literatur:
Cancik, Hildegard: Untersuchungen zu Senecas Epistulae morales, Hildesheim 1967.
Griffin, M.T.: Seneca. A Philosopher in Politics, Oxford 1976.
Hachmann, E.: Die Führung des Lesers in Senecas Epistulae morales, Münster 1995.
Hadot, Ilsetraud: Seneca und die griechisch-römische Tradition der Seelenleitung, Berlin 1969.
Maurach, Gregor: Seneca, Darmstadt 2000.
Schönegg, B.: Senecas epistulae morales als literarisches Kunstwerk, Basel 1998.
Veyne, Paul: Weisheit und Altruismus. Eine Einführung in die Philosophie Senecas, Frankfurt/M.
1993.

Bischöfe, Mönche und Asketen: Sidionius Apollinaris und Benedikt von Nursia
PD Dr. Ulrike Egelhaaf-Gaiser
Mo 14–16 Uhr, HDW 5, 2.124

Im Konstantinjahr liegt es nahe, nach den Fernwirkungen der „konstantinischen Wende“


(313 n. Chr.) zu fragen. Aus gegebenem Anlaß will daher das Seminar in die Strukturen
des frühen Christentums und seine vielfältigen Lebens- und Literaturformen einführen.
Zu diesem Zweck sollen die Lebenswege zweier Einzelpersonen verglichen werden, die
den Übergang von der Antike zum Mittelalter markieren: Der hochgebildete Briefautor und
Stegreifdichter Sidonius Apollinaris ist ein konservativer Vertreter des gallorömischen
Adels, der eine erfolgreiche Ämterlaufbahn mit dem kultivierten otium auf der Villa ver-
bindet. Als Bischof von Clermont-Ferrand (ab 470) organisiert er den (erfolglosen) Wider-
standskampf gegen den Westgotenkönig Eurich, von dem er vorübergehend inhaftiert
wird. Seine letzten Lebensjahre widmet der „Bischof unter Barbaren“ dem Kirchendienst
und literarischen Studium. – Die Wegstationen des Ordensgründers Benedikt zeichnet
Papst Gregor d. Gr. in seinen Dialogen nach: Der „ungelehrte, aber weise“ Gottesmann ist
ein gesellschaftlicher „Ausreißer“, der mit verschiedenen Lebensformen (der asketischen
Wüstenväter, Mönche und Eremiten, des Pilgers und Wundertäters) experimentiert, bevor
er im Jahr 529 das Kloster von Montecassino gründet. Vor seinem Tod formuliert er die
Ordensregel, die unsere abendländische Kultur maßgeblich geprägt hat.

Die für die erste Stunde zu bearbeitenden Texte und Lektüreaufträge sowie eine nach Referatsthe-
men sortierte Bibliographie sind ab Ende Juli in stud-ip eingestellt. Die Leitung der weiteren Sitzun-
gen wird von den jeweiligen ReferentInnen übernommen. Interessenten werden gebeten, sich in die
Referatsliste bei der Bibliotheksaufsicht einzutragen.

Text: CH. Luetjohann, Ch. Gai Sollii Apollinaris Sidonii epistulae et carmina, Monumenta Germaniae
historica. Auctores antiquissimi 8, München 1985; Adalbert de Vogüé, Gregorius Papa I. Dialogues
Livres I-III, Sources chrétiennes 260, Paris 1979.

Kommentare und Übersetzungen: Helga Köhler, C. Sollius Apollinaris Sidonius Briefe Buch I. Einlei-
tung – Text – Übersetzung – Kommentar, Heidelberg 1995; W.B. Anderson, Sidonius. Poems and
Letters. Text, translation, introduction and notes, 2 Bde., Cambridge/ London 1955/ 1956. Gregor
der Große. Der hl. Benedikt. Buch II der Dialoge lateinisch/ deutsch. Hg. im Auftrag der Salzburger
Äbtekonferenz, St. Ottilien 1995 (mit guter Bibliographie). Joseph Funk, Des heiligen Papstes und

32 Klassische Philologie
Kirchenlehrers Gregor des Großen vier Bücher Dialoge, Bibliothek der Kirchenväter 2,3, München
1933.

Einführende Literatur: Jill Harries, Sidonius Apollinaris and the Fall of Rome AD 407-485, Oxford
1994; Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen,
München 2006, bes. 140-217; Dieter von der Nahmer, Die lateinische Heiligenvita. Eine Einführung
in die lateinische Hagiographie, Darmstadt 1994; Hans C. Zander, Als die Religion noch nicht lang-
weilig war. Die Geschichte der Wüstenväter, Köln 2004.

Proseminare

Proseminar A

Theorie
Dr. Vinko Hinz
Mi 16–18 Uhr, VG 4.101

Im Proseminar werden die wesentlichen Fragen, Methoden, Hilfsmittel und Präsentations-


formen der lateinischen Philologie erläutert und durch Aufgaben eingeübt.

Teilnahmevoraussetzung ist das Kleine Latinum.

Literatur:
P. Riemer/M. Weißenberger/B. Zimmermann: Einführung in das Studium der Latinistik, München
1998.

Lektüre: Cicero, De re publica


Elsa-Maria Tschäpe
Di. 16–18 Uhr, 0.376

Nach fast 60 Jahren bundesdeutschen Grundgesetzes lockt die Frage nach der besten
Verfassung vielleicht nur wenige hinter dem Ofen hervor. Zu Unrecht: Ciceros bekanntes
Werk De re publica stellte die Frage nach der Ordnung der Ordnungen auch nicht zum
Zeitpunkt einer staatsrechtlichen Grundlegung, sondern vor dem Hintergrund sich verän-
dernder gesellschaftlicher Verhältnisse, die überkommene Stabilitäten ins Wanken brach-
ten. Derlei grundlegende Gedanken über die Fundamente, auf denen alle Rechte und
Pflichten, auch die des einzelnen Bürgers, beruhen, sind somit nicht nur von zeitloser,
sondern auch von gebotener Aktualität.
In dem Lektüreteil des Proseminars sollen neben der Arbeit an der Übersetzungsfähigkeit
und -geschwindigkeit auch erste Wege der wissenschaftlichen Interpretation beschritten
werden. Zweisprachige Ausgaben und Schulkommentare sind deswegen während der
Veranstaltung nicht zugelassen.

Zur Anschaffung dringend empfohlen:


M. Tulli Ciceronis De re publica, ed. K. Ziegler, Stuttgart (1969) 72001. [ISBN: 978-3-598-71215-9;
29,80 €]

Klassische Philologie 33
Einführende Literatur:
G. Gawlick/ W. Görler, Cicero, in: M. Erler/ H. Flashar/ F. Ueberweg, Grundriß der Geschichte der
Philosophie, Die hellenistische Philosophie, Bd. 4/2, Basel 1994, S. 991-1173.
Ch. Habicht, Cicero der Politiker, München 1990.

Lektüre: Seneca, Epistulae morales


Dr. Bernhard Goldmann
Do 8–10 Uhr, 0.341

Proseminar B

Symmachus und der Streit um den Victoriaaltar


Dr. Meike Rühl
Do 8–10 Uhr, 0.376

An einem Altar und einer Statue der Victoria in der Curie entbrennt am Ende des 4. Jh. n.
Chr. eine der letzten Auseinandersetzungen zwischen der paganen römischen Religion
und dem Christentum. Wortführer der einen Partei ist Quintus Aurelius Symmachus,
Stadtpräfekt von Rom und späterer Rhetorikprofessor, Sprachrohr der anderen ist Ambro-
sius, Bischof von Mailand.
Im Seminar sollen anhand der öffentlichen (relationes) und privaten (epistulae) Schreiben
beider Personen nicht nur die religiösen und philosophischen Argumentationsformen und
Denkfiguren untersucht werden, sondern es soll auch ein Einblick in die gesellschaftli-
chen und politischen Verflechtungen der literarisch fassbaren Personen der Zeit gegeben
werden.

Textausgabe:
Welche Textausgabe wir benutzen werden (Symm. rel. 3, Ambr. epist. 17, 18 etc.), wird ab Juli auf
www.studip.uni-goettingen.de bekanntgegeben.

Literatur:
Ein guter Überblick über das Thema bietet sich in:
Manfred Fuhrmann. Rom in der Spätantike. Porträt einer Epoche. München 1994. Kap. 3.

Interessierte Studierende werden gebeten, sich möglichst bis zum 31. September auf
www.studip.uni-goettingen.de für die Veranstaltung anzumelden. Im B.A.-Studiengang kann eine Ab-
schlussklausur an die Stelle der Hausarbeit treten, sofern im Modul 3 eine Hausarbeit geschrieben
wird. Der Klausur liegt ein Textcorpus zugrunde, das ab Mitte August auf stud.ip bekannt gegeben
wird. Es empfiehlt sich, bereits vor Semesterbeginn mit dessen Lektüre zu beginnen.

Apuleius, Amor und Psyche


Dr. Thomas Hidber
Do 14–16 Uhr, 0.376

Wandlungen aller Art und Grenzgänge zwischen Schein und Sein sind das Thema der Me-
tamorphoses, des gegen Ende des 2. Jh. n. Chr. entstandenen Romans des Apuleius von
Madauros. Infolge eines misslungenen magischen Experiments wird der von curiositas
getriebene junge Lucius anlässlich eines Besuchs in Thessalien in einen Esel verwandelt.
Als solcher hat er in der Folge eine ganze Odyssee von Abenteuern, Begegnungen und

34 Klassische Philologie
Gefahren aller Art zu bestehen, bevor er endlich durch die Gnade der Göttin Isis wieder in
einen Menschen zurücktransformiert und schließlich zum Priester von Isis und Osiris
wird. Kaum ein anderer Text der lateinischen Antike ist so spektakulär differierend inter-
pretiert worden: Handelt es sich hier um ein religiöses Bekenntnis oder um Religionspar-
odie – oder vielleicht einfach um gelehrte Unterhaltungsliteratur? Ist das Ende wirklich
als Erlösung zu verstehen – aber, ist es überhaupt das Ende?
Die deutlich parodistische Züge tragende Haupthandlung wird immer wieder unterbro-
chen durch zahlreiche von verschiedenen Figuren erzählte Geschichten. Die bekannteste
und längste unter ihnen, das sog. Märchen von Amor und Psyche, soll im Zentrum der
Lektüre stehen. Davon ausgreifend soll aber der Roman als ganzes in den Blick genom-
men und die ganz unterschiedlichen Deutungsansätze einer kritischen Würdigung unter-
zogen werden.

Voraussetzungen für den Erwerb eines Proseminar B-Scheines im alten Lehramtsstudiengang sind
neben regelmäßiger und aktiver Teilnahme die Übernahme eines Referates sowie die Anfertigung
einer schriftlichen Hausarbeit. Im BA-Studiengang kann eine Abschlussklausur an die Stelle der
Hausarbeit treten, sofern im Modul 3 eine Hausarbeit geschrieben wird.

Textgrundlage (zur Anschaffung empfohlen):


Apuleius, Cupid & Psyche, ed. by. E.J. Kenney (Cambridge 1990)

Zur Einführung: S.J. Harrison, Apuleius. A Latin Sophist (Oxford 2000), 1–38; 210–259.

Übungen

Intensivkurs Grammatik und Übersetzung


PD Dr. Sibylle Ihm
Mo. 16–18 Uhr, 0.376

Dr. Bernhard Goldmann


Mo. 16–18 Uhr, 0.341

Es sollen Schwerpunkte der lateinischen Grammatik (Kasuslehre, Partizipien, Infinitive,


Syntax des zusammengesetzten Satzes u.a.) anhand von Übungen und Übersetzungen
wiederholt werden. Für den Erwerb eines Leistungsnachweises sind regelmäßige
Hausaufgaben und das Bestehen einer Abschlussklausur am Semesterende Vorausset-
zung. In der zweiten Sitzung wird ein obligatorischer Einstufungstest geschrieben

Grammatikalische Lektüre: Minucius Felix, Octavius


Dr. Meike Rühl
Fr. 8–10 Uhr, 0.352

In dem um 200 n. Chr. verfassten Dialog „Octavius“ des Minucius Felix unterhalten sich
Minucius, ein gewisser Caecilius und der Namensgeber der Schrift, Octavius, bei einem

Klassische Philologie 35
Spaziergang am Strand von Ostia über den wahren Glauben. Octavius gelingt es, die bei-
den anderen durch seine wohlgesetzte Rede vom Christentum restlos zu überzeugen.
Soviel sprachliche Überzeugungs- (oder Überredungs-?)kunst ist geradezu prädestiniert
für eine grammatikalische Lektüre, in der neben den inhaltlichen und kontextuellen Fra-
gen vor allem die sprachlichen Aspekte (klassischer Periodenstil, Übersetzungsproblema-
tik und -methodik etc.) des Werkes im Vordergrund stehen werden.

Textausgabe (bitte anschaffen):


Minucius Felix, Octavius. Ed. B. Kytzler. München: Saur 1992. [ca. 16 €, die Buchhandlung „bü-
cherwerk“ ist instruiert]

Literatur:
Einen ersten guten Überblick über die Literatur der Zeit bietet:
Michael Dewar, „Culture wars: Latin literature from the second century to the end of the classical
era“, in: Literature in the Greek and Roman Worlds. A New Perspective. Ed. Oliver Taplin. Oxford
2000. 519–545. [Sign: IV T 51.08:2].

Organisatorisches:
Der Abschlussklausur liegt ein Textcorpus zugrunde, das ab Mitte August auf stud.ip bekanntgege-
ben wird. Es empfiehlt sich, bereits vor Semesterbeginn mit dessen Lektüre zu beginnen.

Exkursion: Griechenland
Prof. Dr. Heinz-Günther Nesselrath, Anne Pinkepank, M.A., Elsa-Maria Tschäpe
Fr. 16–18 Uhr, 14-täglich, 0.376

Das Seminar, das der Vorbereitung einer ungefähr zweiwöchigen Griechenland-Exkursion


in der ersten Aprilhälfte 2008 dienen soll, wird alle vierzehn Tage stattfinden und ist für
die Teilnehmer der Exkursion obligatorisch; es Seminar soll vor allem eine Einführung in
die Geschichte und Landeskunde Griechenlands von der Antike bis heute bieten.

Der erforderliche Leistungsnachweis wird entweder durch ein etwa halbstündiges Referat zu einer
geschichtlichen Epoche oder zu einer bestimmten Landschaft/Stadt Griechenlands im Vorberei-
tungsseminar oder durch eine Führung vor Ort erbracht.
Erläuterung des Exkursions-Programms und Klärung allfälliger weiterer logistischer Fragen, ferner
Hinweise zu Organisation und Ablauf (auch Literaturhinweise) in der Vorbesprechung am Mittwoch,
den 18. Juli 07, 18.15 Uhr, in Raum 111 (Heinrich-Düker-Weg).

Tagesexkursion mit vorbereitender Übung


Dr. Vinko Hinz
Zeit und Ort der Vorbesprechung: Di, 23.10.07, 18.00 Uhr, 0.341

Ziel der Exkursion im Januar 2008 ist die Museumsinsel in Berlin. Nach Auskunft des
Kustoden der dortigen Antikensammlung werden die Exponate mit Ausnahme des römi-
schen Markttores von Milet trotz baulicher Maßnahmen aller Voraussicht nach zugänglich
sein.

Interessenten werden gebeten, unter vhinz@uni-goettingen.de (Stichwort: Exkursion) bis zum


01.10.2007 ihre Bereitschaft zur Teilnahme zu bekunden sowie Semesterzahl, Studiengang und
bisherige Exkursionsteilnahmen anzugeben. Übersteigt die Zahl der Interessenten diejenige der Ex-
kursionsplätze, wird nach dem Grad der Dringlichkeit ausgewählt. Ungefähr eine Woche später wer-

36 Klassische Philologie
den die Teilnehmer benachrichtigt, die um eine verbindliche Anmeldung in der Vorbesprechung ge-
beten werden. Grundlage der Benotung wird ein kurzes erläuterndes Dossier zu einem Exponat sein.

Literatur:
Die einschlägige Darstellung der Antikensammlung von A. Scholl und G. Platz bei Zabern soll in drit-
ter überarbeiteter Auflage im Verlauf des Sommers wiedererscheinen.

Stilübungen

Lateinische Stilübungen Unterstufe I


PD Dr. Sibylle Ihm
Mo. 14–16 Uhr, 0.376

Die Übung führt in das Übersetzen vom Deutschen ins Lateinische ein. Im systematischen
Durchgang durch die Syntax werden die Hauptgegenstände der Kasuslehre und die No-
minalformen des Verbums (Infinitiv, Partizipien, Gerundium und Gerundivum) sein.

Lateinische Stilübungen Unterstufe II


Dr. Vinko Hinz
Mi. 14–16 Uhr, 0.376

Im Mittelpunkt der Stilübung steht die Lehre vom zusammengesetzten Satz (RH §§ 226-
263), außerdem wird eine Phraseologie (ausgewählte Kapitel aus Cäsars Bellum Galli-
cum) erarbeitet.

Teilnahmevoraussetzung ist das Latinum

Literatur:
Rubenbauer-Hofmann, neubearbeitet von Heine.

Lateinische Stilübungen Oberstufe I


Dr. Vinko Hinz
Mi. 10–12 Uhr, MED 23

Ziel der Stilübung ist, aus einer gefestigten Retroversionsfähigkeit heraus zu Fragen der
lateinischen Stilistik überzuleiten, insbesondere zum Abwägen zwischen verschiedenen
Ausdrucksmöglichkeiten. Dabei wird auch Licht auf in Unterstil II nicht behandelte Phä-
nomene wie oratio obliqua oder die irreale Periode in der Abhängigkeit geworfen.
Neben der Mitarbeit im Unterricht, in dem ausgewählte Stellen aus Ciceroreden im Vor-
dergrund stehen, wird die Retroversion einer kurzen Cicerorede im Umfang von etwa 15
OCT-Seiten in Eigenarbeit erwartet. Hierzu wird es in der ersten Sitzung eine Einleitung
geben; die Rede selbst wird ab 1. Oktober durch Aushang angezeigt oder wird unter
vhinz@uni-goettingen.de erfragbar sein.

Teilnahmevoraussetzung ist die Zwischenprüfung (altes Lehramt) bzw. Modul L2 (B. A.).

Klassische Philologie 37
Literatur:
Die üblichen Hilfsmittel wie Rubenbauer-Hofmann (Heine) und Menge.

Fachdidaktik

Einführung in die Fachdidaktik der Alten Sprachen


Prof. Dr. Peter Kuhlmann
Do 8–10 Uhr, 0.352

Die Veranstaltung gibt einen grundlegenden Überblick über die Inhalte und Ziele des Alt-
sprachlichen Unterrichts (AU). Anhand praktischer Übungen werden die wichtigsten Inhal-
te, Methoden und Hilfsmittel des Latein- und Griechischunterrichts vorgestellt und ge-
meinsam erarbeitet: Bildungsziele und Stellung des AU, Grammatikunterricht, Wort-
schatzarbeit, Übersetzungs- und Texterschließungsmethoden, Leistungsmessung, Ge-
schichte der Alten Sprachen in der Schule.

Die Übung schließt mit einer Klausur am Ende der Vorlesungszeit oder am Beginn der vorlesungs-
freien Zeit (nach Maßgabe des Prüfungsamtes) ab.

Fachdidaktik Vertiefung:
Griechisch-römische Frauenbilder und Frauenwelt als thematische Unterrichtsreihen
Prof. Dr. Peter Kuhlmann
Mo 10–12 Uhr, 0.376

Neben autorenbezogenen Unterrichtsreihen spielen in den neueren Lehrplänen auch


themenbezogene Unterrichtseinheiten aus dem Bereich der antiken Kulturgeschichte
eine zunehmende Rolle. Das Seminar gibt v.a. anhand von Texten einen Einblick in weibli-
che Lebensformen und geschlechtsspezifische Wertvorstellungen und Normen der grie-
chisch-römischen Antike, die sowohl für den Unterricht in der Lehrbuchphase als auch in
der Oberstufe relevant sind. Grundlage der Textarbeit ist das unten zitierte Arbeitsbuch,
das auch gerade im Hinblick auf die Schulpraxis konzipiert ist und daher zum Kauf emp-
fohlen wird.

Für den Erwerb eines Scheins ist neben der regelmäßigen Teilnahme die Übernahme einer Semi-
narsitzung und die Anfertigung einer fachdidaktischen Hausarbeit erforderlich (Abgabetermin: Nach
Maßgabe des Prüfungsamtes).

Literatur:
Späth, Thomas/Wagner-Hasel, Beate: Frauenwelten in der Antike. Geschlechterordnung und weibli-
che Lebenspraxis, Stuttgart (Metzler) 2006. (zum Kauf empfohlen)

Übung zur Fachdidaktik des altsprachlichen Unterrichts:-


Vorbereitung, Begleitung und Auswertung eines Fachpraktikums im Fach Latein

38 Klassische Philologie
Frau G. Lamke
Mi. 16.15 - 17.45 Uhr, HDW 0.115

In dieser Übung wird eine Einführung in die fachpraktische Arbeit des Lateinunterrichts
gegeben; dabei sollen nach den Prinzipien der bildungstheoretischen Didaktik kleinere
Unterrichtseinheiten geplant, erarbeitet und beschrieben werden.

Diese Übung ist ausschließlich gedacht für Studentinnen und Studenten, die im März 2007 das be-
treute Fachpraktikum im Fach Latein durchführen wollen und sich dazu in der Planungsstelle für
Pädagogische Praktika für das Lehramt im ZeUS, Waldweg 26, 37073 Göttingen, anmelden.
Das Fachpraktikum wird begleitet und in einem Blockseminar zu Beginn des Sommersemesters
2007 nach Abgabe der Berichte des Fachpraktikums ausgewertet.

3. Sprachkurse

Latein

Latein I (Kleines Latinum in einem Semester für Anfänger)


Dr. Reinhild Fuhrmann
Mo – Fr, 8.15 – 9.45, PH 20

In einem Intensivkurs soll anhand von Caesars De bello Gallico möglichst schnell nach
einer vierwöchigen Einführung in die Grammatik durch Training in den Übersetzungtech-
niken eine elementare Lesefähigkeit im Lateinischen erreicht werden. Ziel ist das "Kleine
Latinum"; der Kurs kann aber auch bei schon vorhandenen Kenntnissen zur Wiederho-
lung benutzt werden. Die Prüfung kann in den Semesterferien abgelegt werden. Die zu-
sätzliche Arbeitszeit beträgt etwa 5 Stunden pro Tag. Vorkenntnisse sind nützlich, aber
nicht erforderlich.

Latein II (Latinum in einem Semester für Fortgeschrittene)


Dr. Reinhild Fuhrmann
Di – Mi, 10.15 – 11.45, 0.352, Do 10.15–11.45, 0.376

Anhand von Texten von Cicero, Livius, Sallust u.a. wird auf das "Latinum" vorbereitet. Vor-
aussetzung für die Teilnahme ist der Kenntnisstand des "Kleinen Latinums", der in einem
Eingangstest nachgewiesen werden muß! In den Semesterferien kann die Prüfung abge-
legt werden. Der Kurs ist auch zur Wiederholung geeignet.

Latein III (Großes Latinum in einem Semester für Fortgeschrittene)


Dr. Bernhard Goldmann
Di + Do, 10.15 – 11.45, MED 23, Mi 10.15–11.45, 0.307

Klassische Philologie 39
Anhand von Texten lateinischer Dichter wird auf das "Große Latinum" vorbereitet. Vor-
aussetzung für die Teilnahme ist der Kenntnisstand des "Latinums". Der Kurs ist ebenfalls
geeignet für Studenten der Klassische Philologie als Einführung in Dichtersprache und
Metrik. Am Ende des Semesters kann die Prüfung abgelegt werden.

Neugriechisch

Neugriechisch für Anfänger


N.N.
Mo 18–20 Uhr

Neugriechisch für Fortgeschrittene


N.N.
Mo 20–22 Uhr

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