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Der umfangreiche Fachaufsatz

Problematik der Flüchtlinge in Deutschland


Inwiefern helfen die Deutschen den Flüchtlingen?
German B
Wortzahl:
Inhaltsverzeichnis
Einführung …………………………………………………………………………. 3
Gründe für Migration ……………………………………………………………… 5
Wer kommt nach Deutschland? ………………………………………………… 7
Der Prozess ………………………………………………………………………. 10
Unterkunft …………………………………………………………………………. 13
Kosten und Rechte ………………………………………………………………. 15
Willkommenskultur ………………………………………………………………. 17
Einführung
Die Frage, inwiefern helfen die Deutschen den Flüchtlingen, hat einen

öffentlichen Diskurs in Deutschland erweckt und kontroverse Meinungen

erschafft. Das Problem, das hinter dieser Frage steht, wird in diesem

Fachaufsatz genauer angeschaut, versucht erkläret und analysieret zu

werden. In dem Dokumentarfilm „Willkommen in die Realität: Deutschland

und die Flüchtlinge“1, kann man verschiedene Perspektiven von mehreren

Flüchtlingen hören und sehen wie sie behandelt werden, wenn sie nach

Deutschland anreisen. Dieser Dokumentarfilm wird die Grundlage für

diesen Aufsatz, weil er am deutlichsten zeigt wie viel die Deutschen in die

Flüchtlinge investieren, was sie alles für die Flüchtlinge machen, um ihnen

zu helfen, so dass es ihnen leichter ist, sich zu integrieren und die deutsche

Kultur zu akzeptieren (und an sie sich zu gewöhnen), und wie die

Flüchtlinge von dem deutschen Volk akzeptiert werden. Die Reportage ist

auch relevant, weil sie mehrere Perspektiven von den Flüchtlingen zeigt

und wie sie behandelt werden, wenn sie nach Deutschland kommen.

Flüchtlinge sind „Asylberechtigte nach der Genfer Flüchtlingskonvention.

Als Flüchtlinge werden nicht nur politisch Verfolgte anerkannt, sondern

auch Menschen, denen wegen ihrer Rasse, Religion oder Zugehörigkeit zu

einer bestimmten sozialen Gruppe in ihrem Heimatland Gefahr drot“ 2. Es ist

wichtig, Flüchtlinge von den Migranten zu unterscheiden. Diese beiden

Begriffe sind keine Antonyme, aber bedeuten auch nicht das gleiche.

„Migranten erhoffen sich in einem anderen Land ein besseres Leben und

verlassen ihre Heimat“3. Flüchtlinge, auf der anderen Seite, fliehen vor

politischer Verfolgung, Gefahr oder Todesstrafe wegen ihrer Rasse,

Religion oder Zugehörigkeit. Deswegen haben Flüchtlinge kein Recht auf


Arbeit und müssen einen Asylantrag anstellen, aber Migranten, die auch

unter dem Namen Arbeitsmigranten bekannt sind, reisen nach Deutschland

an, um eine gute Arbeitsstelle zu bekommen.

Die meistbekannte Jahr, die mit Flüchtlingen assoziiert ist, ist 2015. In

diesem Jahr haben die Flüchtlingswelle und die Flüchtlingskrise begonnen.

In diesem umfangsreichen Fachaufsatz werde ich über Flüchtlingswelle und

die Flüchtlingskrise schreiben, über die Rechte die Flüchtlinge haben und

am meisten werde ich mich fokussieren auf die Willkommenskultur in

Deutschland - darauf was genau die Deutschen für die Flüchtlinge machen,

um ihnen zu erleichtern, sich zu integrieren. Genauer gesagt, wie die

Deutschen die Flüchtlinge akzeptieren.


Gründe für Migration

Die meist angegebenen Gründe für Flucht nach Deutschland, die

Flüchtlinge angeführt haben, sind Krieg und Besatzung. Andere Gründe

sind auch politische Verfolgung, Todesstrafe und Folter. Diese bringen

Menschen aus Ländern wie Syrien und Iran nach Deutschland, wo solche

Fälle ein Alltag sind.

Politische Verfolgung konnte wegen der politischen oder auch religiösen

Überzeugung sein. Wenn ein Zuwanderer politisch verfolgt wird, flieht er

nach Deutschland, weil Deutschland ihm Flüchtlingsschütz bietet und auch

ein Recht auf Asyl. In diesem Fall ist ihre Menschenwürde in Gefahr, dann

ist der deutsche Staat verpflichtet, ihnen Asyl zu gewähren. Dass gilt auch,

wenn man wegen Todesstrafe, Folter, Krieg oder wegen Besatzung nach

Deutschland anreist.

Es ist auch wichtig zu wissen, welche Gründe kein Recht auf Asyl oder eine

befristete Aufenthaltserlaubnis sichern. Diese sind Notsituationen wie

Armut, Hunger oder Bürgerkriege laut deutsches Recht.

Alle diese Menschen haben Hoffnungen, Anforderungen und Erwartungen.

Leider werden sie alle nicht immer erfüllt. Ein Beispiel davon ist Hassan Ali

Darwesh. Er ist ein Zuwanderer aus Irak, der in ein Flüchtlingsheim in Berlin

mit 70 anderen männlichen Flüchtlingen lebt. Hassan hat seine Familie

zurück in seinem Heimatsland gelassen. Aber Hassan ist auch in

Deutschland nicht zufrieden, weil er keinen festen Arbeitsplatz gefunden hat

und weil er keine Privatsphäre hatte. Deswegen hat er sich entschieden,

nach Iran zu seiner Familie zurückzukehren.


Aber es gibt auch Flüchtlinge, die zufrieden sind mit dem, was ihnen

Deutschland bietet. Hassan Al-Assad ist ein Zuwanderer, der jetzt in einer

Wohnung in Berlin lebt. Er ist mit seinem Leben in Berlin zufrieden und er

besucht auch einen Deutschkurs, um die Sprache zu beherrschen. Er

glaubt, dass Flüchtlinge die Werte des deutschen Volkes annehmen sollen,

aber auch schöne Dinge aus ihrer Kultur mit den Deutschen teilen und er

sagt, dass auch wenn das mit der Aufenthaltserlaubnis lange dauert, wird er

eine Zukunft hier bauen. Er fühlt sich hier wohl und möchte nicht in sein

Heimatland zurück.

Diese Menschen, die aus ihren Heimatsland fluchten, haben verschiedene

Gründe, aber dasselbe Ziel – nach Deutschland zu kommen und dort ein

besseres Leben für sich und ihre Familie zu erschaffen. Sie hoffen auf ein

friedliches und menschenwürdiges Leben.


Wer kommt nach Deutschland?

2015 ist das Jahr, in dem die Flüchtlingskrise begonnen hat und in dem sich

Deutschland völlig verändert hat. „Nie zuvor suchten hier (in Deutschland)

so viele Menschen Schutz“4. Die Zuwanderer suchten Schutz vor Krieg,

politischer Verfolgung, Folter und Besatzung. In diesem Jahr, laut Grafik 1,

haben 441 899 Menschen bei dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

(Bamf) Asyl beantragt. Die Zahl der Menschen, die nach Deutschland

kommen, ist langsam im Laufe der Jahren 2012, 2013 und 2014 gestiegen.

Dann ist im Jahr 2015 ein deutlicher Absprung zu sehen. Aber das sind die

Zahlen der Menschen, die sich für Asyl beworben haben. Eigentlich zeigen

diese Zahlen wie viele Asylbewerber es waren im Jahren 2012, 2013, 2014

und 2015 . 441 899

400 000

300 000

200 000
173 072

109 580
100 000
64 539

2012 2013 2014 2015

Grafik 1: Zeigt die Zahl der Asylbewerber im Jahr 2012, 2013, 2014 und

2015 in Deutschland.

Quelle: Zeit Online5


Laut Daten, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gesammelt

wurden, haben 40% der Zuwanderer Asyl beantragt. Also machen diese

441 899 Menschen aus Grafik 1 40%, die das Asyl beantragt haben. Das

bedeutet, dass 1 091 894 Menschen nach Deutschland angereist sind.

60% dieser Zuwanderer haben kein Asyl beantragt. Es konnte sein, dass

diese Menschen noch keinen Antrag gestellt haben, weil sie nach ihren

Zielländern weitergereist sind oder weil sie in ihre Heimatsländer

zurückgekehrt sind.

„Im sogenannten Easy-System, das auf Registrierungen durch die

Bundesländer beruht, wurden in den ersten elf Monaten knapp 305.000

neue Asylsuchende in Deutschland erfasst. Die von der CSU geforderte

Obergrenze von 200.000 Flüchtlingen pro Jahr wäre damit überschritten“ 6

Im Jahr 2015 gab es zwei Flüchtlingsbewegungen. „Im Frühjahr kamen

viele (Asyl)Bewerber vom Balkan. Seither (ab September) kommen immer

mehr Menschen aus Syrien nach Deutschland, aber auch Flüchtlinge aus

dem Irak und Afghanistan suchen hierzulande Schutz“ 7.

Es gibt viele Flüchtlinge, die wegen kein Aufenthaltserlaubnis, kehren

freiwillig in ihre Heimatland zurück. „Rund 55 000 Menschen seien in

diesem Jahr (2016) mit finanzieller Unterstützung Deutschlands

zurückgereist“8. Die meisten Rückkehrer kommen von Westbalkan;

Albanien, Serbien, Irak und das Kosovo. „Allein 15.000 Menschen seien

nach den Schätzungen des BAMF bis November (2016) nach Albanien

zurückgekehrt“9. Die Zahl der Rückkehrer nach Afghanistan, Iran und Irak

ist im Jahr 2016 gestiegen. Es hat sich ausgestellt, dass etwa 500
Flüchtlinge Deutschland jede Woche verlassen, weil sie nicht zufrieden

sind mit Essen, Wohnen und Lebensumständen.

Die Rückkehr wird von Deutschland finanziert. Weil Flüchtlinge kein Geld

für die Ticket haben, übernimmt die deutsche Staat die Kosten, aber nur

wenn ein Antrag von dem Flüchtling angestellt wurde. Eine fünfköpfige

Familie, zum Beispiel, wurde rund 4200 Euro erhalten. „Dies beinhalte

Reisekosten, ein Reisetaschengeld sowie eine einfache Starthilfe, die – je

nach Land und Alter der Kinder – bei etwa 1000 bis 3000 Euro liegen

kann“10.

Deutschland hat auch „am 13. September 2015 Kontrollen an der

deutschen-österreichische Grenze beschlossen“11. Natürlich werden

Menschen, die keine gültigen Papiere haben oder keinen Schutz in

Deutschland wollen, werden an der Grenze zurückgewiesen. „Von Januar

bis Ende November wurden laut Innenministerium rund 19.720 Personen

die Einreise verweigert“12.


Der Prozess

Der Prozess, wie Flüchtlinge behandelt werden wenn sie nach

Deutschland ankommen, wird am besten in der ausgewählten Reportage

„Willkommen in die Realität Deutschland und die Flüchtlinge“ gezeigt.

Es wird gezeigt, dass die Flüchtlinge von Karlsruhe weiter verteilt werden

in andere Städte, wo sie in Flüchtlingsheime untergebracht werden. Dort,

wo sie untergebracht werden, werden sie auch vom Arzt untersucht und

registriert.

Nachdem sie sechs Monate in einen Flüchtlingsheim verbracht haben,

wird ihnen eine Kommune zugewiesen, wo sie in den nächsten Monaten

bleiben werden. „Die Versorgung und Integration der Flüchtlinge ist eine

gesamtstaatliche Aufgabe, bei der die Kommunen die Hauptlast tragen“ 13.

Die Aufnahmequote für die Kommunen ist auch gesetzlich

vorgeschrieben. Als sie ein paar Monaten in einer Kommune verbracht

haben, kommen sie in den Gemeinden. Aber dann, kommen viele

Probleme vor, wie zum Beispiel, Kinder in die Schule zu bringen oder die

Sprache zu lernen. Deswegen werden viele Deutschkurse von den

Freiwilligen organisiert, wo die Flüchtlinge in kleinen Gruppen Deutsch für

die Alltagssituationen lernen, um sich leichter zu integrieren.

Natürlich müssen sich die Asylsuchende bei einer staatlichen Stelle zur

Registration melden. Hier werden persönliche Daten aufgenommen. „Alle

Antragstellenden werden fotografiert; von Personen ab dem 14.

Lebensjahr werden zusätzlich Fingerabdrücke abgenommen“ 14. Es wird


auch überprüft ob diesen Antrag ein Erstantrag, Folgeantrag oder ein

Mehrfachantrag ist.

Die Asylbewerber, die sich registriert haben, bekommen einen

Ankunftsnachweis. „Der Ankunftsnachweis weist als erstes offizielles

Dokument die Berechtigung zum Aufenthalt in Deutschland nach. Und,

ebenso wichtig: Er berechtigt dazu, staatliche Leistungen zu beziehen, wie

etwa Unterbringung, medizinische Versorgung und Verpflegung“ 15.

Danach findet die persönliche Antragstellung statt. Die Asylsuchenden

müssen ihre Identität nachweisen. Dass können sie mit dem Nationalpass,

Geburtsurkunde oder einen Führerschein. Sie bekommen eine

Aufenthaltsgenehmigung. Die Aufenthaltsgenehmigung belegt, dass sich

die Flüchtlinge rechtmäßig in Deutschland aufhalten. Dann unterscheidet

man zwei Gruppen – Personen mit geringer Bleibeperspektive und

Personen mit guter Bleibeperspektive. Personen aus der ersten Gruppe

kommen aus den sicheren Ländern und sie sind verpflichtet, in der

Aufnahmeeinrichtung zu wohnen bis zur Entscheidung. „Während dieser

Zeit dürfen sie nicht arbeiten und das in ihrer Aufenthaltsgestattung

genannte Gebiet vorübergehend nur dann verlassen, wenn sie eine

Erlaubnis vom Bundesamt erhalten“ 16. Bei den Personen mit guter

Bleibeperspektive entscheiden die Landesbehörden „ob eine

Unterbringung in so genannten Gemeinschaftsunterkünften erfolgt oder

die Erlaubnis erteilt wird, sich eine Wohnung zu nehmen“ 17.

Dann wird das Dublin-Verfahren durchgeführt. „Das Dublin-Verfahren

bezweckt, dass jeder Asylantrag, materiell-rechtlich nur durch einen Staat

geprüft wird. Damit soll die Sekundärwanderung innerhalb Europas


begrenzt werden“18. Der wichtigste Teil des Asylverfahrens ist die

persönliche Anhörung. Deswegen können Asylsuchende Hilfe beim

Vorbereiten und Beratung für die persönliche Anhörung bei

Hilfsorganisationen, Wohlfahrtsverbände oder städtische Einrichtungen

suchen. Für die Durchführung der Anhörung sind Entscheiderinnen und

Entscheider zuständig. Es ist wichtig, dass die Asylsuchenden den Termin

der persönlichen Anhörung respektieren, weil in dem Fall, dass sie nicht

kommen, ihr Asylantrag abgelehnt werden kann. „Das Ziel der

Anhörungen ist es, die individuellen Fluchtgründe zu erfahren, tiefere

Erkenntnisse zu erhalten sowie gegebenenfalls Widersprüche

aufzuklären. Sie stellen ihren Lebenslauf und ihre Lebensumstände dar,

schildern den Reiseweg und ihr eigenes Verfolgungsschicksal. Bei alldem

sind sie verpflichtet, wahrheitsgemäße Angaben zu machen und

Beweismittel vorzulegen, sofern sie diese beschaffen können. Das können

Fotos sein, Schriftstücke von der Polizei oder anderen Behörden,

gegebenenfalls auch ärztliche Atteste“19.

Jetzt werden diese Informationen überprüft und untersucht, um eine

Entscheidung zu treffen. „Bei jedem Asylantrag prüft das Bundesamt auf

Grundlage des Asylgesetzes, ob eine der vier Schutzformen -

Asylberechtigung, Flüchtlingsschutz, subsidiärer Schutz oder ein

Abschiebungsverbot – vorliegt“20. Wenn es eine gibt, bekommen die

Asylsuchenden einen positiven Bescheid. Und wenn keine von den

Schutzformen in Frage kommen, ist der Asylantrag abgelehnt. Es gibt zwei

Arten der Ablehnung: die einfache Ablehnung und die Ablehnung als

„offensichtlich unbegründet“. „Bei einer einfachen Ablehnung, wird der


betroffenen Person eine Ausreisefrist von 30 Tagen gesetzt. Bei einer

Ablehnung des Asylantrags als "offensichtlich unbegründet" beträgt die

Ausreisefrist dagegen nur eine Woche“ 21. Natürlich können die

Asylbewerber gegen diese Entscheidung klagen. Das Gericht überprüft

dann die Entscheidung des Bundesamtes.

Dieser gesamte Prozess dauert sehr lange, für manche auch bis

eineinhalb Jahr bis die Asylsuchende die Entscheidung des Bundesamts

für Migration und Flüchtlinge (Bamf) bekommen. „Das Ziel des Bamf ist es,

die Verfahrensdauer für Asylanträge auf drei Monate zu senken. Zurzeit

liegt sie im Schnitt bei fünf Monaten“21.

Unterkunft

In die Reportage „Willkommen in die Realität Deutschland und die

Flüchtlinge“ fokussiert sich man auf die Stadt Konstanz. Diese Stadt dient

als ein Beispiel und wie das aussieht. Die Stadt Konstanz hat bis 2017

300 Flüchtlinge aufgenommen und täglich kommen dort immer mehr

Zuwanderer. In Konstanz werden die Flüchtlinge in eine Sporthalle eines

Gymnasiums untergebracht. Die Kapazität erlaubt, dass dort 190

männliche Asylbewerber leben können. In dieser Notsituation konnte man

nicht anders. Deswegen können die Schüler dieser Schule keinen

Sportunterricht dort haben und die Schule muss ein Fitnessstudio für die

Sportstunden mieten. Es wurde entschieden, dass die Flüchtlinge maximal

20 Monate in Stadtunterkünften in Kreis Konstanz bleiben dürfen. Aber

das ist für jede Aufnahmestadt anders. Das Quotensystem EASY ermittelt

die Verteilungsquote. „Die Verteilungsquote wird jährlich von der Bund-


Länder-Kommission ermittelt und legt fest, welchen Anteil der

Asylsuchenden jedes Bundesland aufnimmt. So soll eine angemessene

und gerechte Verteilung auf die Bundesländer sichergestellt werden“ 22.

Es gibt auch größere Unterkünfte für Flüchtlinge, wo nur Familien und

alleinstehende Frauen leben, um die Spannung zu vermeiden. Jede

Familie bekommt ihr eigenes Zimmer, sie bekommen auch Bettwäsche,

Besen, Besteck, Gläser und Teller und die Kinder bekommen auch

Spielzeuge. Aber die Flüchtlinge sind nicht sehr zufrieden, weil es zu viele

auf sehr engen Raum sind.

Während ihres Aufenthalts erhalten Asylsuchende Grundleistungen:

„Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Gesundheits- und

Körperpflege, Gebrauchs- und Verbrauchsgüter im Haushalt, Leistungen

zur Deckung persönlicher Bedürfnisse, Leistungen bei Krankheit,

Schwangerschaft und Geburt sowie individuelle Leistungen, die vom

Einzelfall abhängen“23.

Es wurde auch eine Privatsicherheitsdient organisiert, die die Flüchtlinge

kontrolliert und für Schaden sucht. Nur in Kreis Konstanz gibt es 28

Kommunen und die Kosten für sie alle ist 40 000 Euro im Monat.
Kosten und Rechte

„Der Bund hat Länder und Kommunen im Jahr 2018 im Bereich der

Flüchtlings- und Integrationskosten mit insgesamt rund 7,5 Milliarden Euro

unterstützt“24. Diese Zahl gilt für das Jahr 2018.

Weitere Ausgaben in demselben Jahr, die von dem Bund ausgegeben

sind, waren 15,5 Milliarden Euro, von den waren 7,9 Milliarden Euro für

die Bekämpfung der Fluchtursachen ausgegeben.

„Bei den größten Maßnahmen zur kassenwirksamen Entlastung von

Ländern und Kommunen handelt es sich um die sogenannte

Integrationspauschale in Höhe von zwei Milliarden Euro und die

Beteiligung an Ausgaben für Asylsuchende von der Registrierung bis zur

Erteilung eines Bescheides durch das Bundesamt für Migration und

Flüchtlinge und pauschale Zahlung bei ablehnendem Bescheid in Höhe

von rund 1,6 Milliarden Euro“25.

Die Rechte, die Flüchtlinge haben, sind gesetzlich geregelt und einige von

den sind Unterbringung, medizinische Versorgung und Verpflegung.

Was häufig diskutiert wird, ist das Recht auf Schulausbildung für

Flüchtlingskinder. Das ist unterschiedlich für jedes Bundesland. In einigen

gibt es eine Schulpflicht und in anderen nicht, aber in jedem Bundesland

haben Flüchtlingskinder Recht auf Schulausbildung. Es gibt auch Fälle,

wo Kinder nach einer bestimmten Zeit ins Schule gehen dürfen. „Doch

eigentlich hat nach den UN-Kinderrechtskonvention Artikel 28 jedes Kind

ein Recht auf Bildung. Da sich die Kinder in Deutschland befinden, sollte
dieses Recht auch jedem Kind und Jugendlichen zustehen, der aus einem

anderen Land geflüchtet ist“26.

Viele Flüchtlinge können nicht Deutsch, deswegen gibt es in Pflicht für

anerkannte Flüchtlinge, dass sie einen sogenannten Integrationskurs

machen. In diesem Kurs lernen sie die Sprache für Alltagssituationen,

etwas über die Geschichte und Kultur Deutschlands und auch einige

Gesetze in Deutschland, die für sie wichtig sind.

Was auch ein sensibles Thema ist - dürfen die Flüchtlinge arbeiten?

„Nachdem der Aufenthalt vom Bundesamt genehmigt wurde, gilt für die

ersten drei Monate ein Arbeitsverbot. Nach drei Monaten können

Flüchtlinge und Asylbewerber mit Zustimmung der Agentur für Arbeit

bestimmte Tätigkeiten aufnehmen. Erst nach der Anerkennung des

Asylantrages dürfen die Menschen uneingeschränkt arbeiten“ 27.


Willkommenskultur

„Grundsätzlich schwanken die Bürger in der Frage, ob die Zuwanderung

die Gesellschaft bereichert oder ihr schadet“ 28. Die positive Seite der

Zuwanderung für die Bevölkerung ist die Ansiedlung von internationalen

Firmen und die anwachsende Vielfalt. Die Gründe gegen die

Zuwanderung sind Konflikte zwischen Einheimischen und die Zuwanderer

und auch die Probleme in der Schule.

„Die Attraktivität Deutschlands als Einwanderungsland hängt auch davon

ab, wie Zuwanderer in der Gesellschaft willkommen geheißen werden“ 29.

Laut einer Studie, halten es vier von zehn Bürger für wichtig, Flüchtlinge

freundlich aufzunehmen. 70 Prozent der Befragten meinten jedoch, dass

die Themen wie Achtung, Toleranz und Vielfalt in Schulen gefestigt

werden sollen. Die Befragten wollen auch, dass das Land mehr Angebote

für Sprachförderung, bessere Anerkennung, verbesserten Zuzug von

Familien und dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung.

Die Studie zeigt, dass die Jugendlichen und jüngere Erwachsene, die

zwischen 14 und 29 sind, offener auf die Zuwanderer schauen. Einer der

Gründe dafür ist, dass in diese Generation der Anteil der Menschen mit

Migrationshintergrund höher ist. Deswegen ist dieser Generation

toleranter und offener.

Laut einer anderen Studie aus dem Jahr 2016 von Universität Bielefeld

zeigt, dass nur 28,2 Prozent der Bevölkerung nichts gegen die

Zuwanderer haben. Im Jahr 2014 waren es viel mehr – 36 Prozent.


Eine Umfrage, die in Berlin durchgeführt wurde, hat gezeigt, dass die

Mehrheit der Bevölkerung eine Aufnahme von Flüchtlingen

aufrechterhalten, aber die Hälfte von ihnen wollen nicht, dass die

Aufnahme dauerhaft wird. Sie stimmen zu dem Satz „Sobald sich die Lage

in den Heimatländern der Flüchtlinge verbessert hat, sollten sie dorthin

zurückgeschickt werden“.

„Die Forscher stellten fest: Wenn es um die Flüchtlinge geht, haben

Alteingesessene und Bürger mit Migrationshintergrund ähnliche

Einstellungen. Knapp 36 Prozent der Deutschen ohne

Migrationshintergrund sind der Meinung, „die hohen Flüchtlingszahlen

gefährden die Zukunft Deutschlands“30.


Bibliografie

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https://www.gesundu.de/gesundheitsmagazin/detail/migration-die-gruende

http://www.helpster.de/gruende-fuer-migration-nach-deutschland-so-engagieren-sie-

sich-in-einem-fluechtlingsrat_34014