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Referenzwerte, Funktion, Mangelerscheinungen, Hauptquellen von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen

(Angaben für Erwachsene im Alter von 19 bis 65 Jahre und älter)


Vitamine Funktion Mangelerscheinungen Anzeichen bei Überdosierung Hauptquellen
Vitamin A + Provitamin A  am Sehvorgang beteiligt  Nachtblindheit  Müdigkeit  Vitamin A: Leber, bestimmte Fische, Vollmilch, Butter, Käse,
(β-Karotin)  Zellwachstum und  erhöhte Blendempfindlichkeit  Kopfschmerzen Eigelb
Zelldifferenzierung  herabgesetzte Geruchsempfindlichkeit  Übelkeit  Provitamin A (β-Karotin): rote, gelbe und grüne Gemüse
 Zellkommunikation  Infektanfälligkeit  Hautschuppung (Karotten, Spinat, Brokkoli)
täglich:  Embryogenese  Eintrocknung bis Verhornung von  Mundwinkeleinrisse TIPP
0,8 – 1,0 mg Retinol-Äquivalent  an Infektabwehr beteiligt Schleimhäuten  Haarausfall
 Appetitlosigkeit  längeres Kochen und Lichteinstrahlung vermeiden, da sonst
 Knochenschmerzen Vitamin A zerstört wird
Umrechnung:  Verwertung von Vitamin A wird durch z.B. sehr fettarme Kost
 Leberschädigung
1 mg Retinol-Äquivalent entspricht  Gelbfärbung der Haut (durch (weniger als 10 g pro Tag), Leberschäden, Funktionsstörung
1 mg Retinol entspricht β-Karotin) der Bauchspeicheldrüse, Gallensäurenmangel, Eisen- bzw.
6 mg β-Carotin Zinkmangel etc. herabgesetzt
 Verfügbarkeit von β-Karotin wird durch Kochen oder
Zerkleinern erhöht, insbesondere bei Karotten (gekocht oder
als Saft)
Vitamin D  Regulation des Calcium- und  erniedrigte Calcium- und Phosphat-  erhöhte Calciumspiegel  Lebensmittel mit mehr als 5 µg/100 g: fettreiche Fische wie
Phosphatstoffwechsels, fördert blutspiegel  Ablagerung von Calcium- Makrele, Hering, Lachs, Sardine
u.a. die Aufnahme von Calcium  Rachitis (Skelettdeformierungen, Frak- Salzen in den Nieren  Lebensmittel mit 1-5 µg/100 g: Leber, Hühnerei, Käse mit
täglich:  Immunfunktion turen, Muskelschwäche, Wachstums-  Müdigkeit, Abgeschlagenheit Fettgehalt 45% i.Tr. oder mehr, Butter, Margarine mit Vitamin
20 µg  Signalweiterleitung störungen, Tetanie), Osteoporose  Kopfschmerzen D angereichert, Pilze
 Übelkeit, Erbrechen
TIPP
 Dehydration (Wassermangel)
Umrechnung:  Unterbauchkrämpfe  größtenteils Bildung in der Haut durch Sonnenlicht
 Benommenheit bis Koma  zu den Risikogruppen zählen Menschen, die sich kaum oder
1 µg entspricht gar nicht im Freien aufhalten, mit dunklerer Hautfarbe, ältere
40 IE (Internationale Einheiten) Menschen und Säuglinge
bzw.
1 IE entspricht 0,025 µg
Vitamin E (Tocopherol)  Bestandteil aller Körperzellwände  chronische Störungen des Verdauungs-  Muskelschwäche  pflanzliche Öle
täglich:  Antioxidative Abwehr apparates  Übelkeit  Nüsse, Samen
 Immunfunktion  abgeschwächte oder fehlende Reflexe  Kopfschmerzen TIPP
11 - 15 mg Tocopherol-Äquivalent  Signalweiterleitung  Myopathien, Neuropathien,  erhöhte Blutungsneigung  Öle, Nüsse und Samen vor Hitze, Licht und Lufteinwirkung
Umrechnung: Lebernekrosen
schützen; z.B. im Dunkeln und gut verschlossen lagern, da sich
 Netzhauterkrankungen der Vitamin E Gehalt sonst reduziert.
1 mg RRR-α-Tocopherol-Äquivalent = 1 mg  Augenmuskellähmung
RRR-α-Tocopherol = 1,49 IE; 1 IE = 0,67 mg
RRR-α-Tocopherol
Vitamin K  an Blutgerinnung beteiligt  Zeichen von Blutgerinnungsstörungen:  nicht bekannt  grünes Gemüse
täglich:  am Knochenstoffwechsel beteiligt Blutungen z.B. im Magen-Darm-Trakt, an  Milch und Milchprodukte
Haut und Schleimhaut (Mund, Nase,  Eier
65 – 70 µg Augen) sowie Lunge, Gehirn und Leber  Vollkornprodukte
TIPP
 Lebensmittel im Dunkeln lagern, da Vitamin K lichtempfindlich,
hingegen relativ unempfindlich gegen Hitze und Luft ist.
Vitamine Funktion Mangelerscheinungen Anzeichen bei Überdosierung Hauptquellen
Vitamin C  Immunsystem stärkend  Skorbut, je nach Schweregrad mit  Übelkeit, Durchfall,  Obst und Gemüse und Produkte daraus wie Säfte und
täglich:  am Aufbau von Bindegewebe, Schwäche, Müdigkeit, Leistungsabfall, Blähungen, Magenkrämpfe, Smoothies
Knochen und Zähnen beteiligt Blutungen, entzündlich geschwollenes und Flush-Syndrom  Beispiele mit besonders hohem Vitamin-C-Gehalt (über
95 - 110 mg  Antioxidans blutendes Zahnfleisch, Ödeme, 100mg/100g): Sanddornbeeren(saft), Gemüsepaprika,
 an vielen Stoffwechselprozessen Wundheilungsstörungen, Depressionen schwarze Johannisbeeren
beteiligt  bei Säuglingen und Kindern Störungen der  wegen hohem Vitamin-C-Gehalt und verzehrter Menge von
Knochenbildung und des Wachstums Bedeutung sind auch: Zitrusfrüchte, Kartoffeln, Kohl, Spinat
und Tomaten
TIPP
 fördert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen
Lebensmitteln
 Vitamin C ist sehr hitze- und lichtempfindlich, daher Gemüse
nur kurz dünsten
B-Vitamine:
Vitamin B1 (Thiamin)  am Stoffwechsel insbesondere  Leistungsabfall, Müdigkeit, Kopfschmerzen  nicht bekannt  Schweinefleisch
der Kohlenhydrate und  neurologische Symptome und Störungen  Leber
täglich:
Aminosäuren beteiligt im Kohlenhydratstoffwechsel  Vollkornprodukte, v.a. Weizenkeime und Haferflocken
1,0 – 1,3 mg  bedeutend bei der Gewinnung  Beriberi: mit Beeinträchtigung des  Hülsenfrüchte
von Energie im Organismus Nervensystems, Empfindungsstörungen in  Nüsse und Samen
 Funktionen im Nervensystem Form von Kribbeln, Schmerzen oder Kälte,  Kartoffeln
Appetitlosigkeit, Augenmuskellähmung, TIPP
Schwäche, Ödemen, Symptomen des Herz-
 Thiamin wird durch Hitze und Lagerung zerstört, z.B. Verlust
und Gefäßsystems von 5-35% beim Backen und Toasten von Brot. Es gehen bis zu
60% des Thiamins beim Kochen verloren. Es ist empfindlich
gegenüber Licht, Sauerstoff und dem Lebensmittelzusatz Sulfit.
Vitamin B2 (Riboflavin)  am Stoffwechsel von  schmerzhafte Rötung u. Schwellung der  nicht bekannt  Milch und Milchprodukte
täglich: Kohlenhydraten, Eiweiß und Lippen mit Schuppung u. Einrissen der  Fleisch
Fetten sowie Energiegewinnung Haut  Leber, Niere
1,0 - 1,4 mg beteiligt  Entzündung der Mundschleimhaut,  Fisch
seborrhoische Dermatitis  Eier
 erhöhte Blendempfindlichkeit, trockene  Vollkornprodukte
juckende Augen TIPP
 Blutarmut
 alleiniger Riboflavinmangel sehr selten,  Vitamin B2 ist sehr lichtempfindlich, aber recht hitzestabil.
meist bestehen weitere Nährstoffdefizite,
z.B. von Pyridoxin und Niacin
Vitamin B6 (Pyridoxin)  am Eiweißstoffwechsel und an  Appetitverlust, schlechte  nicht genau bekannt  in fast allen Lebensmitteln vorkommend, besonders in Fleisch,
der Bildung des roten Nahrungsverwertung, Durchfall und  Erkrankung des peripheren Fisch, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Kartoffeln
täglich:
Blutfarbstoffs beteiligt Erbrechen Nervensystems TIPP
1,2 - 1,5 mg  Hautentzündungen, Entzündungen der
Mundschleimhaut, Wachstumsstörungen,  Starke Verarbeitung von Lebensmitteln mindert Vitamin B6
Blutarmut Gehalt und dessen Bioverfügbarkeit.
 Krampfzustände in unregelmäßigen  Vitamin B6 ist verhältnismäßig hitzestabil.
Intervallen
 Neurologische Störungen
 Depressionen
 Infektanfälligkeit
 erhöhter Homocysteinspiegel (mögliche
Folge: Arterienverkalkung)
Vitamine Funktion Mangelerscheinungen Anzeichen bei Überdosierung Hauptquellen
Vitamin B12 (Cobalamin)  an verschiedenen Reaktionen im  perniziöse Anämie (Blutarmut)  nicht bekannt  praktisch nur in tierischen Lebensmittel vorkommend, be-
täglich: Stoffwechsel und Blut- und  Erkrankung des peripheren Nervensystems sonders in Leber, Fleisch, Fisch, Eiern, Milch und
Zellbildung beteiligt  Appetitlosigkeit Milchprodukten
3,0 µg  Schleimhautschädigung, Entzündung der  vergorene Lebensmittel, z.B. Sauerkraut, können Vitamin B12
Zunge enthalten, wenn sie nach traditioneller Art hergestellt wurden
 Gedächtnisstörungen, Depression,
TIPP
Psychose
 erhöhter Homocysteinspiegel (mögliche  Vitamin B12 wird kaum durch Kochen zerstört.
Folge: Arterienverkalkung)
 bestimmte Entmarkungskrankheiten
(funikuläre Myelose)
Folat  an Neubildung von Zellen und  bestimmte Form der Blutarmut  nicht bekannt  grünes Gemüse (Spinat, Salate)
Zellteilung und Blutbildung  Mangel an Blutplättchen  Orangen, Erdbeeren
täglich:
beteiligt  Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall  Sprossen
300 µg-Äquivalent  Schleimhautgeschwüre, Entzündung der  Vollkornprodukte, Weizenkeime
(folatwirksame Verbindungen) Zunge  Nüsse
 Depressionen, Veränderungen des  Hülsenfrüchte
Rückenmarks und des Nervensystems  Kartoffeln
Umrechnung:  Neuralrohrdefekt (angeborene  Leber
Fehlbildung bei unzureichender  Eier
1 µg Folat-Äquivalent entspricht
Folataufnahme in der Schwangerschaft)
TIPP
1 µg Nahrungsfolat oder  erhöhter Homocysteinspiegel (mögliche
Folge: Arterienverkalkung)  Folat ist sehr empfindlich gegen Hitze und Sauerstoff.
0,5 µg Folsäure
„Folsäure“ bezeichnet die synthetisch
(industriell hergestellte) Form des Vitamins
Niacin  am Energiestoffwechsel sowie am  erste Anzeichen: körperliche Schwäche,  Hautrötung (flushing),  Fleisch, z.B. mageres Rind-, Kalb- und Schweinefleisch, Gefügel
täglich: Auf- und Abbau von Kohlen- Appetitverlust, Verdauungsstörungen Gefäßerweiterung,  Fisch, z.B. Sardellen, Thunfisch, Lachs, Makrele
hydraten, Eiweiß und Fetten  Hautentzündungen, Schleimhautver- Hitzegefühl  Mungobohnen, Erdnüsse, Pilze
11 - 16 mg-Äquivalente beteiligt änderungen z.B. des Munds und der  Leberschäden  Vollkornprodukte
 im Prozess der Zellteilung und der Zunge, Hyperpigmentierung (von der  erhöhte Harnsäurespiegel TIPP
Sinalweiterleitung in der Zelle Sonne ausgesetzten Hautstellen)  erhöhte Blutzuckerspiegel
Umrechnung: benötigt  Appetitlosigkeit, Schwäche, Reizbarkeit,  Niacin ist gegenüber Hitze und Lagerungseinflüssen relativ
1 mg Niacin-Äquivalente entspricht  beeinflusst Immunantwort und Angst, Schlaflosigkeit, unempfindlich.
evtl. Insulinausschüttung in der  Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall
1 mg Niacin entspricht
Bauchspeicheldrüse  Demenz, Depression, Verwirrung
60 mg Tryptophan  neurologische Störungen
 Blutarmut
Pantothensäure  am Auf- und Abbau von Fetten  Mangelerscheinungen: sehr selten  nicht bekannt  in fast allen Lebensmitteln vorkommend, besonders in Leber,
täglich: sowie Kohlenhydratabbau  schmerzhaftes Brennen der Fußsohlen Fleisch, Fisch, Milch, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten
beteiligt  leichte Ermüdbarkeit, Apathie TIPP
6 mg  Schlafstörungen
 Kopfschmerzen  Pantothensäure in Lebensmitteln kann bis zu 80% durch Hitze
 schwankender Gang und Verarbeitung verloren gehen
 Übelkeit
 Störungen der Bewegungskoordination
 Muskelkrämpfe, gesteigerte Reflexe
Biotin  vor allem am Abbau bestimmter  meist mit Mangel an anderen B-Vitaminen  nicht bekannt  Innereien, Eier, Milch, Nüsse, Hülsenfrüchte
Fettsäuren und Aminosäuren kombiniert
täglich: TIPP
beteiligt  typische Symptome fehlen oft
30 - 60 µg  für Haut und Haar wichtig  Biotin wird durch Hitze zerstört.
Mineralstoffe Hauptfunktion Mangelerscheinungen Anzeichen bei Überdosierung Hauptquellen
Natrium  regelt Wasserhaushalt gemeinsam mit Beispiele:  Symptome des zentralen  Kochsalz
täglich: Kalium  Hypotonie Nervensystems: z.B.  salzreiche Lebensmittel
 hält Spannung in und zwischen den Zellen Lethargie, allgemeine
550 mg  Übelkeit, Erbrechen
aufrecht  Kopfschmerzen Reisbarkeit, Unruhe,
 Muskelkontraktion  Anorexie Krampfanfalle, Hypereflexie
 Blutdruckregulation  Muskelzuckungen, Fieber,
 Lethargie
 wichtig für Übertragung von Nervenreizen  Muskelschwäche, -krämpfe Erbrechen, Übelkeit,
 Regulation des osmotischen Drucks  Verwirrtheit, Krampfanfälle, Koma Atemnot, Durst

Chlorid  in Verdauungssäften (z.B. Salzsäure im  metabolische Alkalose (Störung des Säure-Basen-  überwiegend in Form von Natriumchlorid (Kochsalz)
täglich: Magen) Haushalts, Anstieg des pH-Werts im Blut)
 wichtiger Bestandteil von Flüssigkeit
830 mg zwischen den Zellen
 Säure-Basen-Haushalt
 Regulation des osmotischen Drucks
Kalium  regelt den Wasserhaushalt zusammen mit  Muskelschwäche  Muskelschwäche  Obst, Gemüse
täglich: Natrium  Verstopfung  Lähmungserscheinungen  Kartoffeln
 erhält die Spannung in und zwischen den  Lähmungserscheinungen  Kribbeln, Taubheitsgefühl,  Nüsse
2000 mg Körperzellen  Herzrhythmusstörungen Kälte- und Wärmewahr-
 wichtig für Leitfähigkeit von Muskel- und  Kammerflimmern nehmungsstörungen
Nervenreizen  Reflexstörungen
 an Herzfunktion und Blutdruckregulation  Herzrhythmusstörungen
beteiligt  Kammerflimmern
 aktiviert zahlreiche Enzyme
Calcium  wichtiger Bestandteil für Knochen und  Muskelkrämpfe  Müdigkeit, Schläfrigkeit,  Milch und Milchprodukte
täglich: Zähne  Kribbeln, Taubheit, Einschlafen der Glieder, Leistungsschwäche  einige Gemüsesorten: z.B. Brokkoli, Grünkohl, Porree,
 wichtiger Faktor bei Blutgerinnung Kälte- und Wärmewahrnehmungsstörungen  Symptome das Mangold, Spinat, Rucola enthalten über 80 mg pro 100 g
1000 mg  unerlässlich für Funktion jeder Körperzelle  bei chronischem Mangel: Hautveränderungen, Nervensystem, den  Mineralwässer mit mindestens 150 mg pro Liter Calcium
 an Reizübertragung in Nervenzellen Grüner Star Magendarmtrack, das  Haselnüsse, Paranüsse
beteiligt  chronischer Mangel führt zu Herzkreislaufsystem und die TIPP
 Aufrechterhaltung der Funktion von Knochenerweichung: Osteomalazie Nieren betreffend  Vitamin D Versorgung beachten, da dieses an
Zellen, Nerven, Muskeln, Herz Nieren, (Erwachsene), Rachitis (Kinder)
Kalziumverarbeitung beteiligt ist.
Lungen, Blutgerinnung sowie  im Spätstadium des Mangels: Osteoporose
Hormonabgabe
 aktiviert zahlreiche Enzyme
Phosphor  Baustoff für Knochen und Zähne  nicht bekannt, da praktisch alle Lebensmittel nicht bekannt  Milch, Milchprodukte
 an zahlreichen Stoffwechselprozessen und Phosphor enthalten  Hülsenfrüchte
täglich:
Puffersystem zur Aufrechterhaltung des  nur bei phosphorarmer Ernährung, die
700 mg pH-Wertes beteiligt gleichzeitig arm an Proteinen und Calcium ist,
 Bestandteil von Zellmembranen und führt zu allgemeiner körperlicher Schwäche
Nukleinsäuren
Magnesium  an Reizübertragung von Nerven auf  oft symptomlos oder nicht eindeutig  Störungen der Nerven und  in den meisten Lebensmitteln
täglich: Muskeln beteiligt  eventuelle Symptome: Muskelkrämpfe, - Muskeln  grünes Gemüse und Obst (außer Bananen)
 aktiviert zahlreiche Enzyme schwäche, Teilnahmslosigkeit, Depression,  Schläfrigkeit  Vollkornprodukte
300 - 400 mg Hypertonie, Arteriosklerose,  Atemdepression  Fleisch
Herzrhythmusstörungen  verlangsamter Herzschlag  Milch und Milchprodukte
 Herzrhythmusstörungen  Nüsse und Samen
 Blutdruckabfall, Übelkeit,
Erbrechen
Spurenelemente Hauptfunktion Mangelerscheinungen Anzeichen bei Überdosierung Hauptquellen
Eisen  Baustein für Blut-und Muskelfarbstoff  Anzeichen von Blutarmut, z.B. Blässe,  Schädigung von z.B. Leber,  Fleisch, Fisch
täglich:  transportiert Sauerstoff zum Gewebe vermindertes Hämoglobin im Blut Bauchspeicheldrüse und  Vollkornprodukte
 aktiviert Enzyme im Eisenstoffwechsel  Mundwinkeleinrisse Herzmuskel  Nüsse, Hülsenfrüchte
10 - 15 mg  Immunfunktion  Veränderungen der Zungenschleimhaut  bei hohen Eisenwerten TIPP
 geringere körperliche Belastbarkeit, erhöhtes Herzinfarktrisiko
Konzentration, Lernstörungen  Eisen aus Fleisch nutzt der Körper am besten
 Appetitlosigkeit  Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln wird durch Aufnahme
 Infektanfälligkeit von Vitamin C (z.B. Orangensaft zum Frühstücksbrot) deutlich
 brüchige Haare und Nägel verbessert
Jod  Bestandteil der Schilddrüsenhormone und  Kropfbildung  Jodbedingte  Seefisch, Milchprodukte, Jodsalz
täglich: damit zentrale Bedeutung für den  Schilddrüsenunterfunktion (verlangsamter Schilddrüsenüberfunktion TIPP
gesamten Stoffwechsel und Energieumsatz Herzschlag, Kälteempfindlichkeit,  Brennen oder Schmerzen in
150 - 200 µg Gewichtszunahme, sprödes Haar, heisere Mund oder Hals  ausreichende Selen- und Eisenversorgung ist für den
Stimme, Müdigkeit, Leistungsabfall,  metallischer Geschmack Schilddrüsenstoffwechsel sehr wichtig
Wassereinlagerung in der Unterhaut,  vermehrter Speichelfluss
Fettstoffwechselstörungen)  Schleimhautrisse im Mund
 Hirnleistungs- und Wachstumsstörungen  Kopfschmerzen
 schwere Entwicklungsstörungen beim Kind  Magenbeschwerden
Zink  Bestandteil vieler Enzyme  Wachstumsverzögerung  meist erst bei sehr hohen  Fleisch
täglich:  Aufgaben im Immunsystem  Unterfunktion der Keimdrüsen Werten, z.B.:  Fisch, Schalentiere
 Antioxidative Eigenschaften  Appetitmangel  Durchfall  Milch und Milchprodukte
7,0 – 10,0 mg  wichtig für Haut, Haare, Nägel  Gewichtsverlust  gestörte Immunantwort  Vollkornprodukte
 wichtig für den Vitamin A Stoffwechsel  Geschmacksstörungen  Mundschleimhautveränderun  Nüsse und Samen
 Nachtblindheit gen
 Entzündungen der Zunge  Verschlechterung des
 Haar- und Nagelveränderungen Kupferstoffwechsels
 Augenveränderungen, Nachtblindheit  Anstieg des LDL-Cholesterins
 Haarausfall  Senkung des HDL-
 schlechtere Wundheilung Cholesterins
 Infektneigung
Selen  Antioxidans langfristiger Selenmangel:  akut: Übelkeit, Durchfall,  in sehr vielen Lebensmitteln, meist in geringen Mengen,
 aktiviert verschiedene Enzyme und an Unterbauchschmerzen enthalten, z.B. Fleisch, Innereien, Fisch, Eier, Nüsse, Pilze,
täglich:  Muskelschwäche (Myopathie)
vielen Reaktionen im Körper beteiligt  Beeinträchtigung des Immunsystems  Leberzirrhose Hülsenfrüchte
60 – 70 µg  beteiligt am Schilddrüsenhormon-  Haarausfall
 Störung der Spermienbildung
Stoffwechsel  Erhöhung z.B. bestimmter Leberwerte  Herzmuskelschwäche
 wirkt auf Teile des Immunsystems  Risiko für Selenmangel in Europa in der Regel nur  Erkrankung des peripheren
 Baustein von Spermien Nervensystems
bei verringerter Verwertung oder vermehrtem
Verlust durch bestimmte Erkrankungen
Fluorid  Stabilität des Knochen  erhöhte Kariesneigung  Zahnschmelzflecken  Fisch
täglich:  Kariesprävention (Zahnfluorose)  schwarzer und grüner Tee
 Übelkeit, Erbrechen, Bauch-  fluoridiertes Speisesalz
3,1 – 3,8 mg schmerzen
Spurenelemente Hauptfunktion Mangelerscheinungen Anzeichen bei Überdosierung Hauptquellen
Kupfer  Bestandteil von bestimmten Enzymen  Blutbildungsstörungen  Leberschäden  Getreideprodukte, Innereien (Leber), Fische, Schalentiere,
täglich (Schätzwert):  Hämoglobinsynthese, beteiligt an Eisen-  Osteoporose Nüsse, Kakao, Schokolade, Kaffee, Tee, einige grüne Gemüse
stoffwechsel  Haar- und Hautpigmentierung
1,0 – 1,5 mg  neurologische Störungen
 Bindegewebsstörungen
Mangan  Bestandteile von Enzymen, u.a. auch  sehr selten  nicht bekannt  Tee
täglich (Schätzwert): solche, die am Aufbau von Knorpel und  Wachstumsverzögerung, Schäden des Skeletts  Lauch, Kopfsalat, Spinat
der Wachstumsfuge beteiligt sind  schwere neurologische Störungen nach Geburt  Erdbeeren
2,0 – 5,0 mg  Defekte im Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel  Haferflocken
Chrom  Funktion im Kohlenhydratstoffwechsel nur bei langfristiger parenteraler Ernährung  nicht bekannt  Fleisch, Leber, Eier
täglich (Schätzwert): beobachtet:  Haferflocken
 Tomaten, Kopfsalat
30 – 100 µg  insulinresistente Hyperglykämie
 Hyperlipidämie  Kakao, Pilzen
 Gewichtsverlust
 periphere Neuropathie und Ataxie
Molypdän  Bestandteil bestimmter Enzyme nur bei parenteraler Ernährung und bei seltener,  nicht durch Lebensmittel, nur  Hülsenfrüchte
täglich (Schätzwert): angeborener Stoffwechselstörung beobachtet: durch Umweltgifte  Getreide
 Funktionsstörungen von Nerven und Gehirn
50 – 100 µg

Quellen:
 Biesalski HK, Köhrle J, Schümann K. Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Georg Thieme Verlag. Stuttgart. 2002
 DGE, ÖGE, SGE/SVE. Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Bonn, 2. Auflage, 1. Ausgabe (2015) https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/ (zugegriffen am 8. April
2015)
 Suter PM. Checkliste Ernährung. Georg Thieme Verlag. Stuttgart. 2005
 Wahrburg U, Egert S: Die große Wahrburg/Egert Kalorien- & Nährwerttabelle: Erstmals auf einen Blick: Mit den Nährwerten pro Portion & pro 100 g Kalorien- &
Nährwerttabelle. Trias Verlag Stuttgart, 3. Auflage, 2014