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Wie bildet man das Partizip I?

Das Partizip I bilden wir im Deutschen, indem wir an den Infinitiv den


Buchstaben d anhängen.
Beispiel: winken – winkend lachen – lachend
Bei den Verben sein und tun steht zur besseren Aussprache zusätzlich
ein e vor dem n.
Beispiel: sein – seiend tun – tuend
Das Partizip I drückt Gleichzeitigkeit aus oder eine im Moment des Geschehens
stattfindende Tätigkeit. Wir verwenden das Partizip I in folgenden Fällen:
● als attributives Adjektiv für eine Handlung oder einen Vorgang im Aktiv.
Beispiel: In einem neben der Kommode stehenden Schirmständer steht ein
Schirm.
● als adverbiales Adjektiv/Adverb für etwas, das gerade passiert
Beispiel: Sie verlässt lächelnd das Haus./Die lächelnde Frau verlässt das
Haus.
● als Nomen für eine Person, welche die im Partizip enthaltene Tätigkeit ausübt
Beispiel: der Lernende (Person, die lernt)
die Reisenden (Personen, die reisen)
● im Partizipialsatz für eine Handlung, die zeitgleich mit der Handlung
im Hauptsatz abläuft
Beispiel: Nach ihrer Tasche greifend läuft Frau Kunze zur Tür.
(statt: Frau Kunze läuft zur Tür und greift dabei nach ihrer Tasche.)
Übung

● Bestehen, erledigen, anknurren, telefonieren, hinunterfallen,


Wann verwendet man Relativsätze in welchem Fall?
Relativsätze enthalten Zusatzinformationen zu einem Nomen/Pronomen. Normalerweise
stehen sie direkt hinter dem, worauf sie sich beziehen – das kann am Ende des Hauptsatzes
oder mitten im Satz sein.

Nominativ:
Toni, der eine Brille trägt, geht in meine Klasse.
(Toni trägt eine Brille. – Wer?)
Genitiv:
Linda, deren Lächeln bezaubernd ist, kann toll tanzen.
(Lindas Lächeln ist bezaubernd. – Wessen Lächeln?)
Dativ:
Das sind die Freunde, mit denen ich viel Zeit verbringe.
(Mit den Freunden verbringe ich viel Zeit. – Mit wem?)
Akkusativ:
Bodo, den ich schon ewig kenne, ist sehr lustig.
(Bodo kenne ich schon ewig. – Wen?)

Wie bildet man deutsche Relativsätze?


Relativsätze bilden wir im Deutschen mit Relativpronomen oder Relativadverbien.

Relativpronomen

Relativpronomen werden normalerweise flektiert, das heißt: sie passen sich in Zahl


und Geschlecht dem Nomen an, auf das sie sich beziehen (Ausnahmen: was)

Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ


maskulin
der/welcher dessen dem/welchem den/welchen
(m)
feminin (f) die/welche deren der/welcher die/welche
das/welche
neutral (n) dessen dem/welchem das/welches
s
Plural (pl) die/welche deren denen/welchen die/welche
Übung