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Die Ursachen von Umweltschäden lassen sich oft wissenschaftlich belegen.

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Fotolia

13.11.19 Gut erklärt – Umweltprobleme - ecoreporter.de

Ursachen und Folgen von Umweltproblemen


Umweltprobleme haben viele Ursachen. Wir stellen wichtige Gründe für
Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung sowie die Folgen vor.
• Die industrielle Produktion sorgt durch Verschmutzung von Wasser, Boden und Luft
für Umweltschäden. Bei der Produktion werden Rohstoffe und Energie verbraucht, es
entstehen Abfälle.
• Die industriellen Produkte werden zu den Verbrauchern transportiert;
Umweltbelastungen durch den Verkehr entstehen. Die Produkte verbrauchen für ihren
Betrieb Energie (z.B. Kühlschränke oder Autos) und sind deshalb oft für weitere
Umweltbelastungen ursächlich. Nach Ablauf ihrer Gebrauchszeit sind sie Abfall, der
meist nur zum Teil wiederverwertbar ist bzw. wiederverwertet wird.
• Die moderne Landwirtschaft verbraucht riesige Flächen, setzt Chemie ein und vergiftet
Böden und Wasser.
• Der Verkehr bringt Flächenverbrauch, Energieverbrauch, Wasser- und
Luftverschmutzung mit sich. Es entsteht Lärm.
• Der Sport verbraucht Flächen, erzeugt Lärm, stört Tiere und zerstört Landschaften.
• Überbevölkerung: 1989 lebten etwa 5,2 Milliarden Menschen auf der Erde, im
November 2019 waren es 7,75 Milliarden Menschen.
• Private sind für zahlreiche Umweltbelastungen verantwortlich oder mitverantwortlich:
Jeder Mensch verbraucht Energie, konsumiert Produkte usw. Dabei ist zu
berücksichtigen, dass die Bewohner der hochindustrialisierten Länder ein Vielfaches
der Umweltzerstörung bewirken im Vergleich zu den Bewohnern der sogenannten
"Entwicklungsländer".

Was sind die Folgen von Umweltverschmutzung?


Die umweltschädigenden Handlungen stören bzw. zerstören
Ökosysteme und bewirken damit letztlich, dass der Mensch
seine eigene Lebensgrundlage vernichtet. Globale
Wirkungen sind zum Beispiel der Klimawandel, die
Ozonschichtzerstörung, die Regenwaldvernichtung (nicht
nur in den Tropen, sondern auch in gemäßigten Klimazonen
wie in Kanada) oder die Verschmutzung der Weltmeere. Das
besondere Problem beim Schutz dieser Umweltgüter ist: Es Atomkraftwerk Lingen im
sind Schäden an Gütern, die einige oder viele nutzen, die Emsland - Atommüll gehört zu
aber keiner schützen will. Beispiel Atommüllversenkung im den großen und teuren
Meer: Der versenkende Staat hat dadurch erst mal einen Umweltproblemen. / Foto:
hohen Nutzen in Form einer enormen Kosteneinsparung. Pixabay
Der Schaden verteilt sich allerdings so weitläufig, dass
andere Staaten keine Veranlassung sehen, gegen die Versenkung vorzugehen.

Nationale und regionale Folgen der Umweltzerstörung sind das Artensterben bei Tieren und
Pflanzen, die Vergiftung der Böden, die Bodenerosion, steigende Abfallprobleme, zersiedelte
Landschaften, Süßwasserverschmutzung, steigender Schadstoffgehalt der Luft, Lärm,
ungesunde Nahrung.

DISKUSSIONSFRAGEN
1. Welches sind Ursachen und Folgen von Umweltproblemen?
2. Welche Lösungen könnten möglich sein?
3. Sind Abkommen wie das Pariser Abkommen zum Kilmaschutz ausreichend oder sollte es
andere globalen Abkommen/Übereinkommen (Agreement) geben?
4. Inwiefern sind Individuen, Industrie oder Politik verantwortlich für den Umweltschutz oder
-zerstörung?
5. Was können wir individuell tun?
6. Was könnten die Industrie und Politik tun?
7. Ernährungssouveränität bedeutet »das Recht aller Menschen, über die Art und Weise, wie Essen
produziert, verteilt und konsumiert wird, demokratisch zu bestimmen« Was ist gemeint?
8. Was bedeutet Nachhaltigkeit? (sustainability).
9. Sind grüne Energiequellen das Energiemodell der Zukunft?
10. Wie denken Sie, sieht die Welt in 100 Jahren aus?
Welternährung
Editorial zum Dossier iz3w 382 (Jan./Feb. 2021)
Redaktion iz3w
Biafra-Kinder mit aufgeblähten Bäuchen und Brot für die Welt – das ist alles so Retro wie die
Schwarzweißfotos aus den Siebzigerjahren. Als ein Relikt aus längst vergangenen
entwicklungspolitischen Zeiten dürften jüngeren Menschen auch Begriffe wie Welternährung und
Ernährungssicherheit erscheinen. Nicht ganz zu Unrecht: Eine Zeitlang hatte es ja wirklich so
ausgesehen, als ob der Hunger bald aus der Welt geschafft wäre und zu einem Problem von gestern
wird. Entsprechende Ziele waren in allen wichtigen internationalen Übereinkünften verankert. Noch
vor fünf Jahren waren viele Fachleute optimistisch, dass zumindest ein Mindestmaß an
Ernährungssicherheit auf globaler Ebene in Bälde erreicht wird.
Doch nicht nur die Corona-Pandemie machte diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung,
sondern auch die perfide Strategie einiger Kriegsparteien, den Hunger verstärkt als Waffe
einzusetzen – in Syrien ebenso wie im Jemen oder im Südsudan. Der Hunger ist heute wieder auf
dem Vormarsch. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) registrierte 2019 die
Rekordzahl von 135 Millionen Menschen, die akut hungern und deren Leben und Gesundheit
deswegen massiv gefährdet sind. Tendenz: stark ansteigend.
Es stieß daher auf verbreitete Zustimmung, als dem WFP im Oktober der Friedensnobelpreis
zugesprochen wurde. »Nahrung ist der beste Impfstoff gegen Chaos«, begründete Berit Reiss-
Andersen, Vorsitzende des Nobelkomitees, die Ehrung und proklamierte: »Ernährungssicherheit ist
ein Werkzeug des Friedens.« Das WFP gilt als größte humanitäre Organisation weltweit, 2019
versorgte es fast hundert Millionen Menschen in 88 Ländern mit Lebensmitteln. Das WFP sei in der
Lage, auch schwer zugängliche Regionen etwa in Syrien oder im Jemen zu erreichen, erklärte das
Nobelkomitee. Bei der internationalen Ächtung von Hunger als Kriegswaffe – etwa durch die 2018
verabschiedete UN-Resolution 2417 – habe das WFP eine aktive Rolle gespielt.
Das WFP auszuzeichnen ist zwar keine Fehlentscheidung, wie es sie in der Geschichte der
Friedensnobelpreise öfter gab. Doch es ist eine mutlose Verleihung. Denn das WFP rüttelt nie an
den Ursachen für den Hunger, es verteilt lediglich die Überschüsse der agroindustriellen
Lebensmittelproduktion an die besonders Elenden unter den Elenden. So lässt sich zwar ein
Anschein von sozialem Frieden herstellen. Andere Organisationen sind aber wesentlich
kämpferischer, angefangen bei Bewegungen wie etwa der Landlosenbewegung und den NGOs, die
sich für das Recht auf angemessene Ernährung und für die Ernährungssouveränität der Menschen
einsetzen, bis hin zu Gewerkschaften und Kooperativen, die für humane Arbeitsbedingungen auf
dem Feld und in den Fabriken der Nahrungsmittelerzeuger streiten.

Fragen an den Text:

1. An wen wurde der Friedensnobelpreis verliehen und warum?

2. Wie bewerten die Autoren des Textes die Verleihung?

3. Worin liegen Ursachen des Hungers?

4. »Nahrung ist der beste Impfstoff gegen Chaos« »Ernährungssicherheit ist ein Werkzeug des
Friedens.« Stimmen Sie zu? In welchem Zusammenhang sehen Sie Hunger und sozialen Frieden?
Meinungen zum Klimawandel
Was passt? Bilden Sie die richtigen Komposita.
Dauer- • Eis- • Haupt- • Küsten- • Treibhaus- • Vieh- • Wasser- • Zusammen-
-ausstoß • -bereitschaft • -effekt • -handel • -schmelze • -schutz •
-spiegel • -wandel
Nele H.: Der (1) Klima wandel ist zu Recht ein (2) ________ thema. Natürlich hat
sich das Klima schon immer geändert. Es gab die (3) ________ zeiten. Aber heute
sind viele Veränderungen von uns selbst verursacht und das dürfen wir nicht
hinnehmen.
Lukas N.: Als besonders problematisch betrachte ich die (4) Gletscher________
in den Alpen, aber auch andernorts. Gletscher sind wichtige
(5) __________speicher, die irgendwann mal wegfallen. Außerdem
steigt der (6) Meeres__________ kontinuierlich an und bedroht die
(7) ___________gebiete. Und das alles passiert rasend schnell.
Emma L.: Der (8) Treibhaus_________ wird sich verstärken und die Erde weiter
erwärmen, solange ungehemmt CO2 produziert wird. Da der (9) Emissions_______
nicht richtig funktioniert, werden in den Fabriken immer noch
zu viele (10) _______gase freigesetzt. Und denkt man an den (11) Methan_______
in der Landwirtschaft und (12) _______zucht …
Daniel R.: Das (13) ________problem ist wohl die unzureichende internationale
(14) _________. Man muss sich weltweit für den (15) Klima________ engagieren.
Die (16) Einsatz________ vieler Länder lässt aber zu wünschen übrig.

Wichtige Wörter und Wendungen


die Eiszeit (-en) • der Gletscher (-) • das Hauptproblem (-e) • der Klimaschutz • der
Meeresspiegel • der Treibhauseffekt (-e) ■ sich engagieren (für + Akk.) ■
kontinuierlich • problematisch • unzureichend • weltweit ■ etw. lässt zu wünschen
übrig • jdn/etw. betrachten als • zu Recht

Nachhaltigkeit – Interview
Ersetzen Sie die kursiv gedruckten Ausdrücke durch passende
Ausdrücke aus
dem Schüttelkasten. Achten Sie auf die richtige Form.
hinterfragen • zukünftige Generationen • handeln • erreichen • Begriff, der •
respektvoll • grundsätzlich • gefragt sein • Umweltzerstörung • Meinung
●Ein Wort, das / (1) Begriff, der uns ständig im Alltag begegnet, ist „Nachhaltigkeit“.
Alles, was wir machen, soll nachhaltig sein. Wie geht ihr als Jugendliche damit um?
□Für mich ist Nachhaltigkeit das Gegenteil von Vernichtung des Lebensraums /
(2) ____________. Und das geht nun mal gar nicht!
◇Sarah hat recht! Wir müssen Verantwortung für uns, aber auch für unsere
Nachkommen / (3) ____________ übernehmen, bevor es zu spät ist.
○Unser hoher Lebensstandard ist zu überdenken / (4) _____________ .
Er geht auf Kosten ärmerer Länder.
●Was muss sich denn eurer Ansicht / (5) _____________ nach ändern?
○Ganz einfach: Unsere Konsumgewohnheiten! Schon mit kleinen
Verhaltensänderungen kann man viel bewirken / (6) ______________.
□Ja, jeder einzelne kann seinen Beitrag leisten / (7) ______________!
Das fängt schon beim Einkaufen oder bei der Freizeitgestaltung an.
◇Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der rücksichtsvolle /
(8) _____________ Umgang mit der Natur, ihren Pflanzen und Tieren.
●Ich sehe schon, dass ihr euch im Wesentlichen / (9) ______________ einig
seid. Wir können nicht so weitermachen wie bisher. Wir müssen endlich etwas tun /
(10) _____________ .
Wichtige Wörter und Wendungen
der Begriff (-e) • der Lebensstandard • die Nachhaltigkeit • der Umgang (mit + Dat.)
= the dealing with • die Umweltzerstörung ■ bewirken • sich einig sein • gefragt sein
■ grundsätzlich • nachhaltig • respektvoll • rücksichtsvoll ■ meiner Ansicht nach •
seinen Beitrag leisten • Verantwortung übernehmen

Im Büro
Ergänzen Sie in den folgenden Dialogen die Personalpronomen.

a) Ein Fehler
□ Chef, kann ich Sie mal kurz sprechen?
a Worum g e h t........... denn?
□ ........ habe einen Fehler in der Jahresabrechnung gefunden, d e r........... Sorgen macht.
a Dann kommen ...... doch am besten gleich zu ..... . ins Büro, dort können ..........
ungestört darüber reden.
So, zeigen ........... ........... doch mal, was.......... aufgefallen ist. jemandem auffallen.
□ Wenn ........... mal auf diese Tabelle hier schauen, dann sehen ........., dass hier ein
Zahlendreher drin ist.
a Ja, da haben …..... recht. Ich....schlage vor,.....wir/Sie..... korrigieren das gleich und
informieren auch die Kollegin Kraft. ........... soll sich mit.......... gemeinsam die ganze
Abrechnung noch mal ansehen.

b) Der Urlaubsantrag
□ Hallo Frau Müller, es fre u t mich , Sie zu sehen. Wie g e h t......... .. …..... denn?
a Danke, gut. ich bin froh, dass.....................treffe. ............ wollte sowieso m it .......
einen Termin vereinbaren.
□ Gerne. Worum g e h t........... denn?
a ........
geht um meinen Jahresurlaub. Ich würde ........... gern im August nehmen,
aber........... ist auch
klar, dass die Abteilung im August unterbesetzt ist.
□ Wissen .... ... was, ich schaue .......... die Urlaubsanträge, die ........... schon vorliegen,
mal an und überlege ........... eine Lösung. Kommen ........... doch morgen um 15.00 Uhr
bei …. vorbei.
a Das mache ............ Vielen Dank.

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