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Atmungssystem

Anatomie & Physiologie für Gesundheitsfachberufe

Modul: Grundlagen
Kapitel: 02_006
Baustein: Ana & Physio
Bezeichnung: Atmung
Zert.-Nummer: 01072013_001
Stand: 05.09.2015 3.1 komplett neu bearbeitete Auflage
Inhalt Atmungssystem
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

► Aufbau und Funktion der Nase


► Nasennebenhöhlen
► Rachen
► Kehlkopf
► Luftröhre
► Bronchien und Bronchiolen
► Lunge
► Pleura
► Atemmechanik
► Alveolärer Gasaustausch
► Lungen- Atemvolumina
► Atmungsregulation

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Atmungssystem
Anatomie & Physiologie für Gesundheitsfachberufe

Modul: Grundlagen
Kapitel: 02_006
Baustein: Ana & Physio
Bezeichnung: Atmung
Zert.-Nummer: 01072013_001
Stand: 05.09.2015 3.1 komplett neu bearbeitete Auflage
Aufbau und Funktion der Nase
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

An der äußeren Nase lassen sich Nasenwurzel (Radix nasi),


Nasenrücken (Dorsum nasi), Nasenspitze (Apex nasi) und die
Nasenflügel (Alae nasi) unterscheiden. Die äußere Form der Nase
wird vor allem von mehreren Nasenknorpeln (Cartilagines nasi)
geprägt.

Funktion der Nase


► Anfeuchtung,
► Reinigung
► Erwärmung der Einatemluft,
► Beherbergung des Riechorgans
► Resonanzraum für die Stimme (Lautbildung).

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Aufbau und Funktion der Nase
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

1) Riechnerv
2) Oberer Nasengang
Elsevier Verlag – Lernkarten Anatomie und Physiologie – 3. Auflage

3) Keilbeinhöhle
4) Mittlerer Nasengang
5) Hintere Nasenöffnung
6) Mündung der Ohrtrompete
7) Unterer Nasengang
8) Mündung des Tränennasenganges
9) Mündung der Kieferhöhle
10)Mündung der Stirnbeinhöhle
11)Mündung der Siebbeinzellen
12)Siebbeinplatte
13)Stirnbeinhöhle

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Nasennebenhöhlen
Anatomie & Physiologie für Gesundheitsfachberufe

Modul: Grundlagen
Kapitel: 02_006
Baustein: Ana & Physio
Bezeichnung: Atmung
Zert.-Nummer: 01072013_001
Stand: 05.09.2015 3.1 komplett neu bearbeitete Auflage
Nasennebenhöhlen
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Die Nasenebenhöhlen (Sinus paranasales) sind paarig angeordnete,


luftgefüllte (pneumatische) Hohlräume im Schädelknochen. Sie sind
mit Schleimhaut (mehrreihiges Flimmerepithel) ausgekleidet und
münden in die Nasenhöhle.
Elsevier Verlag – Lernkarten Anatomie und Physiologie – 3. Auflage

1) Nasenscheidewand (Septum nasi)


2) Nasenmuscheln ( Conchae nasales)
3) Nasenhöhle (Cavitas nasi)
4) Oberkiefer (Maxilla)
5) Kieferhöhle (Sinus maxillaris)
6) Keilbeinhöhle (Sinus sphenoidalis)
7) Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales)
8) Stirnhöhle ( Sinus frontalis)

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Rachen
Anatomie & Physiologie für Gesundheitsfachberufe

Modul: Grundlagen
Kapitel: 02_006
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Bezeichnung: Atmung
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Rachen Arbeitsblatt: A21
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Von der Nase führt der Weg der Einatemluft über die hintere
Nasenöffnung (Meatus nasophagyrengeus, Choanen) in den Rachen
(Pharynx).

Der Rachen ist ein Muskelschlauch, der sich von der Schädelbasis bis
zur Speiseröhre (Ösophagus) und Luftröhre (Trachea) erstreckt.

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Rachen Arbeitsblatt: A21
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Nasenrachen (Nasopharynx, Epipharynx)


► Oberer Teil des Rachens mit einer Öffnung zu Nasenhöhle,
Mündungsort der Ohrtrompete (Tuba auditiva) sowie Sitz der
Rachenmandel (Tonsilla pharyngea).

Mundrachen (Mesopharynx)
► Mittlerer Abschnitt des Rachens mit Verbindung zur Mundhöhle, hier
kreuzen sich Luft- und Speiseweg, Sitz der Gaumenmandel
(Tonsilla palatina).

Kehlkopfrachen (Hypopharynx)
► Unterer Abschnitt des Rachens mit Öffnung in den Kehlkopf
(Larynx) geht kontinuierlich in die Speiseröhre über.

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Rachen Arbeitsblatt: A21
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Der Rachen besitzt Abwehrfunktionen, denn am Rachenring findet sich


an zahlreichen Stellen schleimhautassoziiertes lymphatisches
Gewebe, der lymphatische Rachenring (Waldeyer-Rachenring).

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Kehlkopf
Anatomie & Physiologie für Gesundheitsfachberufe

Modul: Grundlagen
Kapitel: 02_006
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Bezeichnung: Atmung
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Kehlkopf
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Der Kehlkopf (Larynx) ist ein röhrenförmiges Knorpelgerüst, der auf


der Luftröhre (Trachea) aufsitzt. Er ist von außen als Adamsapfel zu
tasten.

Funktion

► Je nach Bedarf Verschluss der unteren Luftwege und damit


Trennung von Speise- und Luftweg
► Schutz der Luftröhre
► Stimmbildung

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Kehlkopf
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Stimmbildung
Die Stimmbänder liegen durch einen schmalen Spalt (Stimmritze)
getrennt aneinander. Durch einen Luftstoß werden sie in
Schwingungen versetzt, wodurch Schallwellen entstehen.

Die Lautstärke ist abhängig von der Stärke des Luftstroms, die
Europa Lehrmittel Verlag – Biologie – Anatomie – Physiologie 11. Auflage

Tonhöhe von der Spannung der Stimmbänder.

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Kehlkopf
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Zungenbein und Kehlkopf

1) Zungenbein (Os hyoideum)


2) Kehldeckel (Epiglottis)
3) Taschenfalten (Plicae vestibularis)
4) Kehlkopftasche (Ventriculus laryngis)
Elsevier Verlag – Lernkarten Anatomie und Physiologie – 3. Auflage

5) Stimmfalten (Plicae vocales)


6) Schildknorpel (Cartilago thyroidea)
7) Stellknorpel (Cartilagies arytaenoidea)
8) Stimmbänder (Ligamenta vocalia)
9) Stimmmuskel (Musculus vocalia)
10) Ringknorpel (Cartilago cricoidea)
11) Luftröhre (Trachea)

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Luftröhre
Anatomie & Physiologie für Gesundheitsfachberufe

Modul: Grundlagen
Kapitel: 02_006
Baustein: Ana & Physio
Bezeichnung: Atmung
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Luftröhre
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Die Luftröhre (Trachea) ist ein 10-12 cm langer, elastischer Schlauch,


deren Wand durch 16-20 hufeisenförmige Knorpelspangen
(Cartilagines tracheales) gebildet wird. Diese Knorpelspangen sind
nach hinten hin offen. Hier wird die Wand durch eine bindegewebige
Muskelplatte gebildet.

Die Luftröhre beginnt unterhalb der Ringknorpels und verbindet als


elastisches Rohr Kehlkopf und Bronchien. Sie zieht durch die oberen
Thoraxöffnung in den Brustraum und endet an der Bifurcatio tracheae
in Höhe des 4.-5. Brustwirbels, wo je ein Hauptbronchus an die rechte
und linke Lungenhälfte abgegeben werden.

Die Aufzweigung der Luftröhre (Luftröhrengabel) bezeichnet man als


Bifurcatio tracheae und führt auf Höhe des 4.-5. Brustwirbelkörpers in
die beiden Hauptbronchien.

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Luftröhre Arbeitsblatt: A22
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe
Europa Lehrmittel Verlag – Biologie – Anatomie – Physiologie 11. Auflage

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Bronchien und Bronchiolen
Anatomie & Physiologie für Gesundheitsfachberufe

Modul: Grundlagen
Kapitel: 02_006
Baustein: Ana & Physio
Bezeichnung: Atmung
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Bronchien und Bronchiolen
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Die Bronchien beginnen mit den zwei Hauptbronchien (Bronchus


principalis sinister und dexter) und verästeln sich in immer dünner
werdende Bronchien (Bronchialbaum). Die Wand der Hauptbronchien
besteht aus Knorpelspangen und Schleimhaut.

Der rechte Hauptbronchus teilt sich in drei Lappenbronchien, der


Linke in zwei. Diese verästeln sich anschließend weiter in
Segmentbronchien, die sich wiederum in immer kleinere Äste
verzweigen.

In den kleinen Verzweigungen der Bronchien, den Bronchiolen, fehlen


die Knorpelspangen, jedoch sind die Bronchiolen reichlich mit glatten
Muskelfaserzügen versehen, die den Zu- und Abstrom der
Atemluftregulieren.

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Bronchien und Bronchiolen
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Die Blut-Luft-Schranke ist eine dünne (im Mittel 0,6 µm) Schicht
(Barriere) aus Surfactant, Alveolardeckzellen, Basalmembran und
Kapillarendothel, durch die der Sauerstoff aus der Alveolarluft rasch in
Kapillarblut übertreten kann. Das Kohlendioxid nimmt den
umgekehrten weg.

Surfactant (Oberflächenfaktor) besteht aus Phospholipiden, die auf


den inneren Oberflächen der Alveolen einen dünnen Film bilden,
welcher die Oberflächenspannung der Alveolen herabsetzt und somit
deren Kollabieren verhindert.

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Lunge
Anatomie & Physiologie für Gesundheitsfachberufe

Modul: Grundlagen
Kapitel: 02_006
Baustein: Ana & Physio
Bezeichnung: Atmung
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Stand: 05.09.2015 3.1 komplett neu bearbeitete Auflage
Lunge Arbeitsblatt: A23
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

In der Lunge (Pulmo) findet der eigentliche Gasaustausch zwischen Blut und
Atemluft statt. Die Lunge, die den Bronchialbaum enthält, füllt die Brusthöhle
vollständig aus. Zwischen den beiden Lungenflügeln befindet sich der
Mittelfellraum (Mediastinum).

1) Luftröhre
2) Lungenspitze
3) Linker Oberlappen
Elsevier Verlag – Lernkarten Anatomie und Physiologie – 3. Auflage

4) Linker Hauptbronchus
5) Segmentbronchien
6) Linker Unterlappen
7) Linker Lungenflügel
8) Mittelfellraum
9) Rechter Lungenflügel
10) Rechter Unterlappen
11) Rechter Mittellappen
12) Lappenbronchien
13) Rechter Hauptbronchus
14) Rechter Oberlappen
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Lunge Arbeitsblatt: A24
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Die Lunge ist in einen rechten und linken Lungenflügel aufgebaut, die sich in
Lappen (Lobi) unterteilen. Links existieren zwei Lobi, rechts drei. Die
Gesamtfläche der Lunge für den Gasaustausch beträgt beim Erwachsenen 60-
100 m².
1) Luftröhre Trachea
2) Lungenspitze Apex pulmonalis
3) Linker Oberlappen Lobus superior
4) Linker Hauptbronchus Bronchus principalis sinister
5) Segmentbronchien Bronchi segmentales
6) Linker Unterlappen Lobus inferior
7) Linker Lungenflügel Pulmo sinister
8) Mittelfellraum Mediastinum
9) Rechter Lungenflügel Pulmo dexter
10) Rechter Unterlappen Lobus inferior
11) Rechter Mittellappen Lobus medius
12) Lappenbronchien Bronchi lobares
13) Rechter Hauptbronchus Bronchus principalis dexter
14) Rechter Oberlappen Lobus superior
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Pleura
Anatomie & Physiologie für Gesundheitsfachberufe

Modul: Grundlagen
Kapitel: 02_006
Baustein: Ana & Physio
Bezeichnung: Atmung
Zert.-Nummer: 01072013_001
Stand: 05.09.2015 3.1 komplett neu bearbeitete Auflage
Pleura
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Die Pleura besteht aus zwei Blättern, dem Lungenfell (Pleura


visceralis) und dem Rippenfell (Pleura parietalis). Die Pleura visceralis
ist eine hauchdünne, die Lunge überziehende Lunge überziehende
Hülle, die Pleura parietalis liegt der Brustwand und dem Zwerchfell an.

Am Lungenhilus gehen die beiden Pleurablätter ineinander über und


bilden so einen geschlossenen Spaltraum, den Pleuraspalt. Er enthält
eine seröse Flüssigkeit, die eine gute Verschieblichkeit der
Lungenblätter während der Ein- und Ausatmung der Lunge
gewährleistet.

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Pleura Arbeitsblatt: A25
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe
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Atemmechanik
Anatomie & Physiologie für Gesundheitsfachberufe

Modul: Grundlagen
Kapitel: 02_006
Baustein: Ana & Physio
Bezeichnung: Atmung
Zert.-Nummer: 01072013_001
Stand: 05.09.2015 3.1 komplett neu bearbeitete Auflage
Atemechanik
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Die Atmung dient dem Gasaustausch zwischen den Organismus und


äußere Umgebung. Die Atmung kann in Lungenatmung und
Gewebsatmung eingeteilt werden.

Bei der Einatmung (Inspiration) kommt es zu einer Erweiterung des


Brustkorbes (Heben der Rippen, Abflachung des Zwerchfells), und die
Lunge dehnt sich aus. So gelangt Atemluft (sauerstoffreiche Luft) durch
eine Sogwirkung in die Lunge.

Bei der Ausatmung (Exspiration) senken sich die Rippen und das
Zwerchfell wird aufgrund seiner Erschlaffung angehoben, dabei zieht
sich die Lunge zusammen und sauerstoffarme Luft wird nach außen
abgegeben, dies erfolgt hauptsächlich durch die elastischen
Rückstellkräfte der Lunge.

Atemhilfsmuskulatur wird bei Atemnot bzw. forcierter Einatmung


eingesetzt: z.B. Musculus pectoralis major, Musculus pectoralis minor
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Atemechanik
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe
Europa Lehrmittel Verlag – Biologie – Anatomie – Physiologie 11. Auflage

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Alveolärer Gasaustausch
Anatomie & Physiologie für Gesundheitsfachberufe

Modul: Grundlagen
Kapitel: 02_006
Baustein: Ana & Physio
Bezeichnung: Atmung
Zert.-Nummer: 01072013_001
Stand: 05.09.2015 3.1 komplett neu bearbeitete Auflage
Alveolärer Gasaustausch
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Der Gasaustausch der Atemgase findet zwischen den


Lungenbläschen (Alveolen) und den Lungenkapillaren statt.
Sauerstoff diffundiert aus den Lungenbläschen ins Blut, Kohlendioxid
umgekehrt aus dem Blut in die Lungenbläschen.

Faktoren die den Gasaustausch beeinflussen


► Belüftung der Lunge (alveoläre Ventilation)
► Lungendurchblutung (Perfusion)
► Partialdruckunterschiede der Atemgase zwischen den Alveolen und
dem Blut (Diffusionskapazität)
► Diffusionsweg
► Gasaustauschfläche

Der Gastransport im Blut erfolgt durch die Erythrozyten. Dabei wird


Sauerstoff (O2) an das Eisen des Hämoglobins gebunden,
Kohlendioxid (CO2) liegt als Bikarbonat (HCO3-) vor.

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Alveolärer Gasaustausch
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe
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Lungen- und Atemvolumina
Anatomie & Physiologie für Gesundheitsfachberufe

Modul: Grundlagen
Kapitel: 02_006
Baustein: Ana & Physio
Bezeichnung: Atmung
Zert.-Nummer: 01072013_001
Stand: 05.09.2015 3.1 komplett neu bearbeitete Auflage
Lungen- und Atemvolumina
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Man definiert verschiedene Lungenvolumina, die eine Aussage über


den Funktionszustand der Belüftung (alveolare Ventilation) ermöglichen.

Störungen der Ventilation können durch Bestimmung der


Lungenvolumina erkannt werden.

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Lungen- und Atemvolumina
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Atemzugvolumen
► Bei jedem Atemzug treten ca. 500 ml Luft in den Respirationstrakt ein

Exspiratorisches Reservevolumen
► Volumen, das nach normaler Ausatmung noch zusätzlich ausgeatmet
werden kann.

Funktionelle Residualkapazität
► Volumen, das nach normaler Ausatmung noch in der Lunge enthalten
ist

Inspiratorische Reservevolumen
► Volumen, das nach normaler Einatmung noch zusätzlich eingeatmet
werden kann.

Inspirationskapazität
► Volumen, das nach normaler Ausatmung maximal eingeatmet werden
kann
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Lungen- und Atemvolumina
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Residualvolumen
► Volumen, das nach maximaler Ausatmung in der Lunge zurückbleibt

Totalkapazität
► Volumen, Das nach maximaler Einatmung in der Lunge enthalten ist

Vitalkapazität
► Volumen, das nach maximaler Einatmung höchstens ausgeatmet
werden kann

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Lungen- und Atemvolumina
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

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Atemregulation
Anatomie & Physiologie für Gesundheitsfachberufe

Modul: Grundlagen
Kapitel: 02_006
Baustein: Ana & Physio
Bezeichnung: Atmung
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Atmungsregulation
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Die Steuerung der Atmung erfolgt vom Atemzentrum aus. Es liegt im


verlängerten Rückenmark (Medulla oblongata) unmittelbar oberhalb
des Halsrückenmarks und in der Brücke (Pons).

Dieses Atemzentrum besteht aus unterschiedlichen Nervenzellen-


gruppen für Ein- und Ausatmung, die als Taktgeber die Atemfrequenz
sowie die gesamte Atemmuskulatur steuern.

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Atmungsregulation
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Chemische Atemregulation
Die Atemtätigkeit kann über Partialdrücke von Sauerstoff und
Kohlendioxid im Blut sowie über den arteriellen pH-Wert an die jeweilige
aktuelle Situation angepasst werden. Partialdrücke von O2 und CO2
sowie pH-Wert des Blutes werden über Chemorezeptoren gemessen und
die Werte an das Atemzentrum übermittelt.

Mechanisch-reflektorische Atmungskontrolle
Dehnungsrezeptoren in den Alveolen melden über den Eingeweidenerv
(Nervus vagus) den Grad der Lungendehnung an das Atemzentrum.
Über ein Rückkopplungssystem wird bei einer Überdehnung der Lunge
die Einatmung gehemmt und die Ausatmung ausgelöst.

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Atmungsregulation
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Chemo-Rezeptoren an der Carotisgabelung und dem Aortenbogen


registrieren und leiten an der Atemzentrum der Medulla Oblongata
folgende Werte weiter:

► CO2
► O2
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► pH
Ventilationssteigernd wirken:

pCO2 ↥ (= stärkster Atemreiz), pO2 ↧, [H+] ↥ ,


Warm- und Kaltreize, Veränderungen der
Körpertemperatur, Fieber, (Hypothermie),
Schmerz, Adrenalin ↥ , Progesteron ↥.

Ventilationsverringernd wirken:

pCO2 ↧ , pO2 ↥ , [H+] ↧ , RR ↥.


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Klärung offener Fragen
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

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Literatur Angaben zur Präsentation
Anatomie und Physiologie für Gesundheitsberufe

Der Inhalt und die Fachinformationen dieser Präsentation, sowie die Arbeitsblätter wurden aus nachfolgender Literatur erstellt.
Lizenzrechte der Titelbilder wurden bei der Fotolia LLC USA erworben, sofern sie keine Eigenzeichnungen sind. Bei weiterem
Bildmaterial innerhalb der Präsentation erfolgte die Quellenangabe direkt am Bild.

Shahrouz Porjalali – Lernkarten Anatomie und Physiologie – 3.Auflage 2011


Für Pflege- und andere Gesundheitsfachberufe
Elsevier GmbH – Urban & Fischer Verlag

Nicole Menche – Biologie Anatomie Physiologie – 6.Auflage 2007


Kompaktes Lehrbuch für Pflegeberufe
Elsevier GmbH – Urban & Fischer Verlag

C.Hick / A.Hick – Kurzlehrbuch Physiologie – 3.Auflage 2000


Kurzlehrbuch für Medizinstudenten
Urban & Fischer Verlag

Medizinische Fachwörter von A-Z – 1. Auflage 2012


Kleines Lexikon für Pflege- und Gesundheitsberufe
Elsevier GmbH – Urban & Fischer Verlag

Martin Trebsdorf – Biologie Anatomie Physiologie – 11. Auflage 2009


Lehrbuch und Atlas
Verlag Europa Lehrmittel

Paul Gebhardt – Anatomie Zeichenblätter für den Unterricht – 10. Auflage 2002
Lau Verlag GmbH by Verlag Europa Lehrmittel

Paul Gebhardt / Mathias Bardl – Anatomie Zeichenblätter Lösungsheft – 10. Auflage 2002
Lau Verlag GmbH by Verlag Europa Lehrmittel

Wynn Kapit / Lawrence M.Elson – Anatomie Malatlas – 3. Auflage 2008


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