Sie sind auf Seite 1von 2

Übungsaufsätze - Jahrgangsstufe 9

ERÖRTERUNG

Gründe, die für oder gegen die Einführung der rauchfreien Schule in Bayern
sprechen

Es ist bewiesen, dass Jugendliche immer früher mit dem Rauchen anfangen. Es kommt
auch häufig vor, dass Kinder mit zwölf Jahren schon regelmäßig eine Zigarette in der Hand
haben und vielleicht überhaupt nicht wissen, dass dies ihrer Gesundheit schadet. Da es
seit diesem Schuljahr die rauchfreie Schule in Bayern gibt und trotzdem noch sehr viele
junge Leute rauchen, stellt sich die Frage, ob durch diese Einführung das Suchtproblem
Rauchen vermindert werden kann.

Die Nikotinsucht kann sich auf die schulischen Leistungen der Schüler auswirken, da diese
zwischen den Unterrichtsstunden nicht mehr rauchen dürfen. Manche Schüler, die zum
Beispiel schon seit Jahren rauchen, brauchen vielleicht alle drei Stunden eine Zigarette und
wenn sie die nicht rauchen dürfen, können sie sich in der Schule schlecht konzentrieren,
da sie schon so süchtig nach Nikotin sind, dass sie einfach rauchen müssen. Sie können im
Unterricht schlecht aufpassen, arbeiten nicht mit und denken nur an die Zigarette, die sie
gerade verpassen. Daraus folgt, dass für Schüler, die sowie so schon nikotinabhängig sind,
das Verbot nicht sinnvoll ist.

Viele erwachsene oder ältere, aber auch junge Schüler kommen zu spät in den Unterricht,
weil sie außerhalb des Schulgeländes noch eine Zigarette geraucht haben. Es kommt oft
vor, dass Schüler noch „etwas erledigen mussten“ und deshalb fünf Minuten zu spät in den
Unterricht kommen. In Wirklichkeit haben sie außerhalb des Schulgeländes geraucht.
Ältere Schüler dürfen das Schulgelände verlassen, jüngere Schüler machen es, wenn es
kein Lehrer merkt. Durch das Zuspätkommen verpassen die Schüler Unterrichtsstoff und
ihre Noten könnten sich verschlechtern. Da dies durch das erlaubte Rauchen vermieden
werden könnte, ist die rauchfreie Schule nicht sinnvoll.

Manche Schüler kommen nicht nur zu spät, sie schwänzen den Unterricht einfach, da sie
lieber eine Zigarette rauchen. Die Schüler wissen genau, welchem Lehrer es egal ist, ob
die Klasse vollzählig ist oder nicht. Durch das Fernbleiben vom Unterricht bekommen sie
den Unterrichtsstoff nicht mit und ihre schulischen Leistungen verschlechtern sich. Es kann
festgestellt werden, dass das Verbot nicht von Nutzen ist.
Durch das Verbot lernen Schüler, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist, da sie zum
Beispiel zu Beginn des Schuljahres über die Hausordnung informiert werden und da wegen
Rauchens sogar Verweise ausgeteilt werden dürfen. So lernen vor allem junge Schüler
bald über die Gesundheitsschäden, die Rauchen verursachen können, weil sie vor
Verweisen auch Angst haben, was besonders wichtig ist, da sie noch jung sind und wenn
sie erst einmal angefangen haben zu rauchen, dann können sie auch nicht so schnell
wieder aufhören. Und gerade weil es so wichtig ist, die Jugend von der Schädlichkeit von
Zigaretten zu überzeugen, ist das Rauchverbot an Schulen in Bayern sehr sinnvoll.

Es kann festgestellt werden, dass die Argumente beider Seiten sehr überzeugend sind.
Doch da Schüler das Rauchen an Schulen erst jetzt durch das Verbot als Herausforderung
sehen, ist das Rauchverbot an Schulen allein nicht sehr nützlich. Es gibt Schüler, die sehen
nicht einmal das Rauchen im Klassenzimmer mehr als Verbot. Sie wollen damit zeigen,
dass sie sich etwas trauen und auf keine Regeln achten. Wenn das Verbot nicht allein
schulintern wäre, würde es vielleicht mehr Sinn ergeben. Auch ältere Schüler, die den
jungen doch ein Vorbild sein sollten, rauchen während der Pausen vor den Augen der
jüngeren. Manchmal sind auch Lehrer dabei. So wäre eine sehr gute Lösung, dass alle sich
an das Verbot halten, auch die Lehrer und die Bestrafungen für unerlaubtes Rauchen
verschärft werden. Durch die Einführung des Verbots des Rauchens in Lokalen wird der
allgemeine Rauchpegel sinken und dadurch werden auch mehr Schüler zu rauchen
aufhören und in der Schule nicht mehr heimlich rauchen.

Gliederung
A Das Alter vieler Raucher liegt bei zwölf Jahren
B Ist die Einführung der rauchfreien Schule in Bayern sinnvoll?
I. Gründe, die gegen die rauchfreie Schule in Bayern sprechen
1. Verlassen des Schulgeländes zum Rauchen
2. Verschlechterung der schulischen Leistungen
a) wegen Nikotinsucht
b) wegen Zuspätkommens in den Unterricht
c) Schwänzen des Unterrichts
3. Rauchen nach der Schule
4. Rauchen wegen der Herausforderung
II. Gründe die für die rauchfreie Schule in Bayern sprechen
1. Schutz der jüngeren Schüler
2. Verschärfung der Maßnahmen
a) Verweise
b) Suchtberatung
3. Lernen der Gesundheitsschädlichkeit
III. Schüler sehen Rauchverbot als Herausforderung und halten sich nicht daran, um vor
anderen besser dazustehen
C Das Rauchverbot an Schulen erscheint sinnvoll in Verbindung mit dem Rauchverbot in
Bars und Restaurants

Katharina Kniesz