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Facettenauge

Aufbau
Das Auge eines Insektes ist völlig unbeweglich. Es besteht aus einer Vielzahl von kleinen Sechsecken,
jedes Sechseck ist ein Einzelauge, diese heißen auch Ommatiden. Jedes Einzelauge besteht aus einer
außenliegenden Linse, darunter befindet sich ein Kristallkegel. Dieser ist farblos und durchsichtig. Er
ist der lichtbrechende Teil des Auges. Jedes dieser Ommatiden bildet einen winzigen Teil des
Gesamtbildes ab (Rasterung). Die Lichtstrahlen werden wie bei einem Brennglas zu einem lang
gestreckten Sehzellenbündel gebündelt, das in der Mitte den lichtempfindlichen Sehstab (= Rhabdom
enthält. Außerdem besteht das Facettenauge noch aus Pigmentzellen, diese haben die Funktionen,
dass das durch den Lichtbrechungsapparat ankommende Licht das Einzelauge nicht verlässt und
somit nicht auf die anderen Einzelaugen gestreut wird (s. Abb. 1). Als letztes wäre da noch der
Retinula, dieser besteht aus Photorezeptorenzellen (= Retinulazellen vgl. abb. 1), die
Membranausstülpungen enthalten, in denen sich das lichtempfindliche Sehpigment befindet.

Funktion
Facettenaugen sind meistens annähernd halbkugelförmig, was bewirkt, dass jedes ihrer Ommatidien
in eine geringfügig andere Richtung blickt. Abhängig von der Lebensweise sind Facettenaugen
verschieden groß ausgebildet. Schnell fliegende Arten wie Libellen haben bis zu 30.000 Ommatidien
pro Auge.

Die räumliche Auflösung des Facettenauges ist durch die Anzahl der Bildpunkte begrenzt du ist somit
weit geringer als etwa die Auflösung des menschlichen Linsenauges. Zudem ist die Empflindlichkeit
des Facettenauges gering und nimmt mit steigender Auflösung, also mehr und damit kleineren
Facetten, stark ab. Dies ist prinzipbedingt, da das von einem Objektpunkt ausgehende Licht im
Idealfall nur von einer einzigen der winzigen Linsenfläschen auf eine Sinneszelle geführt wird,
während im Linsenauge die von der gesamten Linsenöffnung empfangenen Strahleneines
Objektpunktes effektiv auf wenigen Sinneszellen konzentriert werden.

Pigmentbecherocellen
Aufbau

Pigmentbecherocellen (Synonyme: Pigmentbecheraugen, Pigmentbecherozellen) sind


einfache Lichtsinnesorgane (Augen), die z. B. bei Strudelwürmern auftreten.

Sie bestehen aus 20 bis 30 Sehzellen (Fotorezeptoren), die in einer halbkreisförmigen


Vertiefung angeordnet sind. Je nach Richtung des einfallenden Lichtes werden daher nur
wenige Fotorezeptoren angeregt, sodass es dem Organismus damit möglich ist, die Richtung
des Lichtes wahrzunehmen. Als ursprünglich spezielle Entwicklung der Epidermis kommen
weiterentwickelte Pigmentbecherocellen auch mit inverser (nach innen) oder everser (nach
außen) Anordnung der Photorezeptoren vor.
Facettenauge
Pigmentbecherocellen sind ebenso wie Grubenaugen, die ebenfalls ein Richtungssehen
ermöglichen, leistungsstärkere Lichtsinnesorgane als die einfachen Augenflecken (Stigmen)
von Einzellern (Protozoen), die lediglich ein Hell-Dunkel-Sehen ermöglichen, also nicht mehr
als die Wahrnehmung der Richtung des einfallenden Lichtes. Gegenüber den Blasen- und
Linsenaugen, bei denen das Bildsehen ermöglicht wird, sind Pigmentbecherocellen
benachteiligt.

Menschliches Auge

Allgemeiner Aufbau: Typ: Linsenauge

Unser Auge hat eine fast kugelige Form = Augapfel, es besteht aus einem Glaßkörper= durchsichtig
mit einer gelartig-Wässrige Füllung