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Rundbiegen

Was ist Rundbiegen und wofür wird es gebraucht?

Wie ist eine Rundbiegemaschine aufgebaut?

Welche Produkte können damit hergestellt werden?

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Rundbiegen
Rundbiegen gehört wie Abkanten zu den spanlosen Blechformungsverfahren.
Rundbiegen wird immer dann angewendet, wenn Bleche in größeren Radien
gebogen werden müssen. Bei uns verwenden wir eine 4-Walzen-
Rundbiegemaschine, mit der wir Rohre und vielseitige Rundungen biegen
können.

Grundlagen für das Rundbiegen

Bevor man eine Blechtafel biegen darf, muss der Mindestbiegeradius ermittelt
werden. Dieser Wert stellt die Grenze dar, bei dem das Material gerade noch
fehlerfrei gebogen werden kann. Wird der Mindestbiegeradius unterschritten
kann das Metall an den Rändern reißen oder abplatzen. Gerissene Werkstücke
sind dann nicht mehr zu gebrauchen. Dieser Radius ist von Material zu Material
unterschiedlich.

Für die Ermittlung des kleinsten möglichen Biegeradius gibt es eine Faustformel:

- bei Stahlblech multipliziert man die Blechdicke mit dem Faktor 1 bis 3
- bei Aluminium ist der Faktor mit 0,8 bis 1 wesentlich geringer.

Das bedeutet, dass man ein Stahlblech, welches 10 mm stark ist mit einem
Mindestradius zwischen 10 und 30 mm biegen kann. Je mehr man sich beim
Rundbiegen der Untergrenze dieser Spanne annähert, umso größer ist die
Bruchgefahr.

Bei unserer CNC-gesteuerten Rundbiegemaschine wird vor jedem Biegevorgang


der Radius optimal auf Materialart und Blechdicke eingestellt, sodass es zu
keinen Materialverletzungen kommt.

Der Biegevorgang

Wie schon der Name sagt, verfügt unsere Vier-Walzen-Rundbiegemaschine über


vier Walzen. Damit das Blech gleichmäßig rund gebogen werden kann, spielt die
Anordnung der einzelnen Walzen untereinander eine wichtige Rolle. Im Prinzip
befinden sich zwei Walzen an der Seite, die in ihrer Höhe nicht eingestellt werden
können. Zwischen diesen beiden Walzen sind senkrecht zueinander die beiden
anderen Walzen angebracht. Diese sind im Vergleich zu den Seitenwalzen in der
Höhe veränderbar.

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In der Grundeinstellung befinden sich die drei unteren Walzen auf einer Höhe.
Zwischen den mittleren Walzen ist ein schmaler Spalt, durch den das Blech
geleitet wird. Eine Blechtafel würde in dieser Einstellung die Maschine ungebogen
durchlaufen.

Nach Eingabe der Materialart, Blechdicke und Biegeradius stellt sich die CNC-
Maschine auf das Rundbiegen ein, indem die mittleren Walzen im Verhältnis zu
den Seitenwalzen nach unten justiert werden. Je tiefer die mittleren Wellen
eingestellt werden, desto kleiner ist der Biegeradius. Der kleinste Biegeradius
entspricht dem Radius der oberen Walze. Bei unserer Maschine sind das 130 mm.

Die Möglichkeiten beim Rundbiegen

Durch diese Maschine können Halbschalen und konische Rundungen, Übergänge


und Ringe gebogen werden. Die CNC-Steuerung ermöglicht auch kreative Formen
nach Kundenwunsch.

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