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DEUTSCHE NORM November 1997

Holzschutzmittel
Teerimprägnieröl und damit imprägniertes Holz
Probenahme und Analyse
{
Teil 3: Bestimmung des Gehaltes an Benzo[a]pyren in Teerimprägnieröl
Deutsche Fassung EN 1014-3 : 1997
EN 1014-3
ICS 71.100.50 Ersatz für
DIN V ENV 1014-3 : 1995-12
Deskriptoren: Holzschutzmittel, Teerimprägnieröl, Imprägniermittel,
Gehaltsbestimmung, Benzoapyren

Wood preservatives — Creosote and creosoted timber, Methods of sampling


and analysis — Part 3: Determination of the benzo(a)pyrene content of creosote;
German version EN 1014-3 : 1997
Produits de préservation du bois — Créosote et bois créosoté,
Méthodes d’échantillonnage et d’analyse — Partie 3: Détermination de la teneur
en benzo(a)pyrene dans la créosote;
Version allemande EN 1014-3 : 1997

Die Europäische Norm EN 1014-3 : 1997 hat den Status einer


Deutschen Norm.

Nationales Vorwort
Diese Europäische Norm wurde im Komitee CEN/TC 38 “Dauerhaftigkeit von Holz und
Holzprodukten” erarbeitet. Für die Deutsche Fassung ist der Arbeitsausschuß NMP 412
“Prüfung von Holzschutzmitteln” zuständig.

Änderungen
Gegenüber DIN V ENV 1014-3 : 1995-12 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
— Vornormcharakter aufgehoben.

Frühere Ausgaben
DIN V ENV 1014-3: 1995-12

Fortsetzung 7 Seiten EN

Normenausschuß Materialprüfung (NMP) im DIN Deutsches Institut für Normung e.V.


Normenausschuß Holzwirtschaft und Möbel (NHM) im DIN

h DIN Deutsches Institut für Normung e.V. · Jede Art der Vervielfältigung, auch auszugsweise, Ref. Nr. DIN EN 1014-3 : 1997-11
nur mit Genehmigung des DIN Deutsches Institut für Normung e.V., Berlin, gestattet.
Preisgr. 07 Vertr.-Nr. 2307
Alleinverkauf der Normen durch Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin
EN 1014-3
August 1997

ICS 71.100.50 Ersatz für ENV 1014-3 : 1995

Deskriptoren: Holz, Holzschutz, Imprägnierung, Teeröl, chemische Analyse, Gehaltsbestimmung, Flüssigkeitschromatographie

Deutsche Fassung

Holzschutzmittel

Teerimprägnieröl und damit imprägniertes Holz


Probenahme und Analyse
Teil 3: Bestimmung des Gehaltes an Benzo[a]pyren in Teerimprägnieröl

Wood preservatives — Creosote and creosoted timber, Produits de préservation du bois — Créosote et bois
Methods of sampling and analysis — Part 3: Determina- créosoté, Méthodes d’échantillonage et d’analyse —
tion of the Benzo[a]pyrene content of creosote Partie 3: Détermination de la teneur en Benzo[a]pyrene
dans la créosote

Diese Europäische Norm wurde von CEN am 1997-07-18 angenommen.


Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in
der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen dieser Europäischen Norm ohne jede
Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist.
Auf dem letzten Stand befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren biblio-
graphischen Angaben sind beim Zentralsekretariat oder bei jedem CEN-Mitglied auf
Anfrage erhältlich.
Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch,
Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache, die von einem CEN-Mitglied in
eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem
Zentralsekretariat mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen
Fassungen.
CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutsch-
land, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechische Republik
und dem Vereinigten Königreich.

ÈÉË
EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG
European Committee for Standardization
Comité Européen de Normalisation

Zentralsekretariat: rue de Stassart 36, B-1050 Brüssel

h 1997 CEN — Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Verfahren,
sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten. Ref. Nr. EN 1014-3 : 1997 D
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EN 1014-3 : 1997

Inhalt
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Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 8 Berechnung der Ergebnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1 Anwendungsbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 9 Beschreibung der Ergebnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
2 Normative Verweisungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 10 Präzision . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
3 Prinzip . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 11 Prüfbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
4 Reagenzien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Anhang A (informativ) Beispiel eines
5 Geräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Chromatogramms . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
6 Herstellung der Eichlösungen und der Anhang B (informativ) Interpretation der
Untersuchungsproben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Untersuchungsergebnisse . . . . . . . . . . . . . . . 7
7 Durchführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Anhang C (informativ) Literaturhinweise . . . . . . . . . . . 7

Vorwort
Diese Europäische Norm wurde vom CEN/TC 38 “Dauerhaftigkeit von Holz und Holzprodukten” erarbeitet, dessen
Sekretariat vom AFNOR betreut wird.
Diese Europäische Norm ersetzt ENV 1014-3 : 1995.
Diese Norm bildet einen Teil einer Reihe von Normen, die sich auf die Probenahme und Analyse von Teerimprägnieröl und
damit behandeltem Holz beziehen. Die anderen Teile dieser Norm sind:
— EN 1014-1: Holzschutzmittel — Teerimprägnieröl und damit imprägniertes Holz, Probenahme und Analyse — Teil 1:
Verfahren zur Probenahme von Teerimprägnieröl
— ENV 1014-2: Holzschutzmittel — Teerimprägnieröl und damit imprägniertes Holz, Probenahme und Analyse —
Teil 2: Verfahren zur Probenahme von Teerimprägnieröl aus imprägniertem Holz für die nachfolgende Analyse
— EN 1014-4: Holzschutzmittel — Teerimprägnieröl und damit imprägniertes Holz, Probenahme und Analyse — Teil 4:
Bestimmung des Gehaltes an wasserextrahierbaren Phenolen in Teerimprägnieröl
Diese Europäische Norm muß den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung eines
identischen Textes oder durch Anerkennung bis Februar 1998, und etwaige entgegenstehende nationale Normen müssen
bis Februar 1998 zurückgezogen werden.
Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder
gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen:
Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich.

1 Anwendungsbereich 4 Reagenzien
Dieser Teil der EN 1014 beschreibt das Hochdruckflüssig- 4.1 Acetonitril/Wasser-Gemisch; 220 ml Wasser
chromatographie-Verfahren (HPLC) für die Bestimmung (nach ISO 3696 — Reinheit 1) werden zu 780 ml Ace-
von Benzo[a]pyren in Teerimprägnieröl. tonitril (CH3CN, HPLC-Reinheit) gegeben und gründlich
Diese Norm ist nur anwendbar auf Teerimprägnieröle mit durchmischt.
einem Gehalt an Benzo[a]pyren von mehr als 30 mg/kg. Diese Mischung muß vor Gebrauch auf Raumtemperatur
abgekühlt werden.
2 Normative Verweisungen
Diese Europäische Norm enthält durch datierte oder
undatierte Verweisungen Festlegungen aus anderen 4.2 Benzo[a]pyren-Lösung, enthält ungefähr
Publikationen. Diese normativen Verweisungen sind an 0,1 mg/ml Benzo[a]pyren. Ungefähr 0,01 g Benzo[a]-
den jeweiligen Stellen im Text zitiert, und die Publikatio- pyren mit einer Reinheit von mindestens 98 % (m/m ) wer-
nen sind nachfolgend aufgeführt. Bei datierten Verwei- den auf t 0,1 mg eingewogen und in einen 100-ml-Meß-
sungen gehören spätere Änderungen oder Überarbeitun- kolben überführt. Es werden 50 ml Acetonitril (HPLC-
gen dieser Publikationen nur zu dieser Europäischen Reinheit) hinzugegeben. Das Benzo[a]pyren wird gelöst
Norm, falls sie durch Änderung oder Überarbeitung ein- und bis zur Markierung mit dem Acetonitril/Wasser-Ge-
gearbeitet sind. Bei undatierten Verweisungen gilt die misch (4.1) aufgefüllt. Die so hergestellte Lösung wird in
letzte Ausgabe der in Bezug genommenen Publikation. einem Braunglas-Vorratsgefäß (5.6) im Dunkeln unter
ISO 3696 10 9C aufbewahrt.
Wasser für analytische Zwecke — Anforderungen und Vorsicht: Diese Tätigkeit muß äußerst sorgfältig aus-
Prüfverfahren geführt werden, um jeglichen Kontakt der Haut mit
Benzo[a]pyren zu vermeiden.
3 Prinzip ANMERKUNG 1: Unter normalen Bedingungen ist
Die Teerimprägnieröl-Probe wird auf eine angemessene diese Lösung sechs Monate haltbar, allerdings
Konzentration mit einem Acetonitril/Wasser-Gemisch kann häufiger Gebrauch das Altern der Lösung
verdünnt. Die verdünnte Probe wird mittels Hochdruck- beschleunigen.
flüssigchromatographie (HPLC) bei konstanter Tempera- ANMERKUNG 2: Es können kommerziell erhält-
tur mit einer gepackten Reversed-phase-Säule und iso- liche, zertifizierte Standard-Lösungen, die mög-
kratischer Elution analysiert. Das Ergebnis wird mit dem licherweise mehrere Komponenten enthalten,
eines bekanntes Referenzstandards verglichen. eingesetzt werden.
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EN 1014-3 : 1997

5 Geräte ANMERKUNG: Unter üblichen Bedingungen sind


die Eichlösungen drei Monate haltbar. Häufiger
Gebräuchliche Laborgeräte und Glasgeräte in Verbin- Gebrauch kann jedoch zu einer schnelleren Alte-
dung mit folgendem: rung der Lösungen führen.

5.1 Volumetrische Glasgeräte müssen eine Fehler- 6.2 Herstellung der Untersuchungsprobe
grenze von mindestens 0,5 % aufweisen; Jede Probe wird in zweifacher Ausführung hergestellt.
Die Probe muß in einem verschlossenen Sammelgefäß
5.2 Vollpipetten der Klasse A mit 1 ml, 2 ml, 5 ml und (5.7) aufbewahrt werden. Die Laboratoriumsprobe wird für
20 ml Fassungsvermögen; 30 min auf 70 9C erwärmt, um sicherzustellen, daß die
Probe flüssig ist. Die Probe muß in einem verschlossenen
Sammelgefäß (5.7) aufbewahrt werden.
5.3 Hochdruckflüssigchromatograph (HPLC), der
bestehen muß aus Ungefähr 30,0 mg der Laboratoriumsprobe werden sorg-
fältig auf 0,1 mg in einen 100-ml-Meßkolben eingewogen.
— einer Lösungsmittelversorgungspumpe mit kon-
stanter Flußregulierung; ANMERKUNG: Es sollte sichergestellt sein, daß
die Probe während des Verfahrens nicht wieder
— einem direkt angeschlossenen Entgasungssystem;
kristallisiert.
— einer 20 ml-Injektionsschleife;
Die eingewogenen Mengen werden als m1 und m 2
— einer HPLC-Edelstahlsäule mit Umkehrphase, bezeichnet.
Länge 250 mm mit einem Innendurchmesser von
Ungefähr 80 ml des Acetonitril/Wasser-Gemisches (4.1)
4 mm, gefüllt mit einer an Kieselgel chemisch gebun-
werden hinzugegeben. Der Meßkolben wird für 5 min in
denen C18-stationären Phase mit einer Teilchengröße
das Ultraschallbad (5.5) gestellt, um die Probe zu lösen.
von 5 mm; die Anwendung einer besonders für die
Analyse von polyaromatischen Kohlenwasserstoffen Wenn sich die Probe vollständig gelöst hat, wird mit dem
bestimmten Säule wird empfohlen; Acetonitril-Wasser-Gemisch (4.1) bis zur Markierung auf-
gefüllt.
— einem Fluoreszenz-Detektor sowohl für die An-
regungswellenlänge von (380 t 3) nm als auch die
Emissionswellenlänge von (403 t 5) nm; 7 Durchführung
— einem potentiometrischen Aufzeichnungsgerät. 7.1 Der HPLC (5.3) wird entsprechend den Hersteller-
ANMERKUNG: Alternativ kann jede andere HPLC- Hinweisen eingerichtet.
Konfiguration benutzt werden, die mindestens die Der Fluoreszenz-Detektor wird auf folgende Wellenlän-
gleiche Auflösung (siehe Bilder A.1 und A.2 oder gen eingestellt:
A.3) ergibt wie die oben beschriebene.
— Anregung: (380 t 3) nm;
— Emission: (403 t 5) nm.
5.4 Analysenwaage mit einer Fehlergrenze von
Der Fluoreszenz-Detektor muß zur Maximierung des
t 0,1 mg.
Benzo[a]pyren-Signals fein eingestellt werden.
Die Trennung wird unter isokratischen Bedingungen mit
5.5 Ultraschallbad in der Größe, einen 100-ml-Meß- einer Elutionsfließrate des Acetonitril/Wasser-Gemischs
kolben aufzunehmen. in der Säule von 1,2 ml/min durchgeführt.

5.6 Braunglas-Vorratsgefäße, mit 100 ml Fassungs- 7.2 Die Untersuchungsproben und die Eichlösungen
vermögen, zu verschließen mit Schliffglasstopfen. werden bei derselben Temperatur (t 0,5 9C) analysiert.
Bei der gleichen Temperatur (z. B. t 0,5 9C) und mittels
der Injektionsspritze (5.8) werden die Reihe der Eich-
5.7 Glas oder Metallsammelgefäße, die nicht mit lösungen (6.1) und dann die beiden Untersuchungspro-
Gummistopfen verschlossen sind. ben in den Chromatographen (5.3) eingespritzt.

5.8 Glas-Injektionsspritze mit 50 ml Fassungsver- 7.3 Das Verfahren nach 7.2 wird in umgekehrter
mögen. Reihenfolge wiederholt, indem zunächst die beiden
Untersuchungsproben und anschließend die Eichlösun-
gen eingespritzt werden.
6 Herstellung der Eichlösungen und der
Untersuchungsproben 7.4 Die Höhe des Benzo[a]pyren-Signals des HPLC für
alle Proben und Eichlösungen wird gemessen.
6.1 Herstellung der Eichlösungen
Mittels der Pipetten (5.2) werden 1 ml der Benzo[a]pyren-
Standard-Lösung (4.2) in einen 100-ml-Meßkolben über- 8 Berechnung der Ergebnisse
führt und bis zur Markierung mit dem Acetonitril/Wasser- Die Benzo[a]pyren-Konzentration der beiden Proben, B1
Gemisch (4.1) aufgefüllt. Mittels der Pipetten (5.2) werden und B 2 , ausgedrückt in mg Benzo[a]pyren/kg Teer-
1 ml , 2 ml , 5 ml und 20 ml der vorläufigen Lösung in imprägnieröl, errechnet sich aus der folgenden Formel:
jeweils einen 100-ml-Meßkolben überführt und diese bis
zur Markierung mit dem Acetonitril/Wasser-Gemisch (4.1) Bc · Hs
aufgefüllt. Auf diese Weise werden Eichlösungen herge- Bs = · 10 6
Cc · Hc
stellt, die ungefähr 0,01 mg/l , 0,02 mg/l , 0,05 mg/l und
0,20 mg/l Benzo[a]pyren enthalten. Hierin bedeuten
Die so hergestellten Eichlösungen werden in verschlos- B c die Konzentration der benutzten Benzo[a]-
senen Braunglas-Vorratsgefäßen (5.6) im Dunkeln unter pyren-Eichlösung, deren Gehalt der Unter-
10 9C aufbewahrt. suchungsprobe am nächsten ist, in mg/l ;
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EN 1014-3 : 1997

Hc den Durchschnitt der Höhen des Benzo[a]- 10.2 Vergleichbarkeit


pyren-Signals aus der Doppelbestimmung Einzelergebnisse zweier Laboratorien müssen als
der Eichlösung, in mm; suspekt angesehen werden, wenn sie um mehr als 30 %
Cc die Konzentration des Teerimprägnieröls in vom kleineren Wert abweichen.
der Untersuchungsprobe (6.2), in mg/l ;
Hs die Signalhöhe für die Untersuchungsprobe
(6.2), in mm. 11 Prüfbericht
Der Prüfbericht muß mindestens folgende Angaben ent-
9 Beschreibung der Ergebnisse halten:
Der Benzo[a]pyren-Gehalt Bs der Laboratoriumsprobe a) die Nummer und das Datum dieses Teils der
wird als Mittelwert von Bs1 und Bs 2 in mg Benzo[a]pyren/ EN 1014;
kg Teerimprägnieröl, gerundet auf 1 mg/kg, angegeben b) die vollständige Identifikation der untersuchten
(siehe auch Anhang B). Probe und Einzelheiten ihrer Vorbereitung zur Ana-
lyse;
10 Präzision c) Datum der Untersuchung;
10.1 Wiederholbarkeit d) die Analysenergebnisse, ausgedrückt in mg Ben-
zo[a]pyren/kg Teerimprägnieröl (siehe Abschnitt 9);
Ergebnisse aus Doppeluntersuchungen desselben
Ausführenden müssen als suspekt angesehen werden, e) ob die Wiederholbarkeit erreicht wurde;
wenn sie im Konzentrationsbereich bis 100 mg Benzo[a]- f) alle besonderen, während der Untersuchung
pyren/kg Teerimprägnieröl um mehr als 10 % und im beobachteten Punkte;
Konzentrationsbereich über 100 mg Benzo[a]pyren/kg g) alle nicht in dem Verfahren festgelegten oder als
Teerimprägnieröl um mehr als 5 % vom kleineren Wert frei wählbar angesehenen Operationen, die das
abweichen. Ergebnis beeinflussen könnten.

Anhang A (informativ)
Beispiel eines Chromatogramms

Säule: gepackte C18-reversed-phase-Säule, Teilchengröße 5 mm, Länge 250 mm, innerer Durchmesser 4,6 mm
Untersuchungsbedingungen: Fließrate: 1,2 ml /min, Temperatur: 25 9C
ANMERKUNG: Die Retentionszeiten hängen stark von der verwendeten Säule und den Arbeitsbedingungen ab.

Bild A.1: Standard-Lösung


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Säule: gepackte C18-reversed-phase-Säule, Teilchengröße 5 mm, Länge 250 mm, innerer Durchmesser 4,6 mm
Untersuchungsbedingungen: Fließrate: 1,2 ml /min, Temperatur: 25 9C

ANMERKUNG: Die Retentionszeiten hängen stark von der verwendeten Säule und den Arbeitsbedingungen ab.

Bild A.2: Teerimprägnieröl mit ungefähr 500 mg Benzo[a]pyren/kg Teerimprägnieröl


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Säule: gepackte C18-reversed-phase-Säule, Teilchengröße 5 mm, Länge 250 mm, innerer Durchmesser 4,6 mm
Untersuchungsbedingungen: Fließrate: 1,2 ml /min, Temperatur: 25 9C

ANMERKUNG: Die Retentionszeiten hängen stark von der verwendeten Säule und den Arbeitsbedingungen ab.

Bild A.3
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EN 1014-3 : 1997

Anhang B (informativ)
Interpretation der Untersuchungsergebnisse
Dieses Verfahren kann z. B. benutzt werden, den Benzo[a]pyren-Gehalt in einem Teerimprägnieröl (Probe nach dem in
EN 1014-1 beschriebenen Verfahren genommen) oder eines Teerimprägnieröls, das aus imprägniertem Holz (nach dem
in ENV 1014-2 beschriebenen Verfahren) extrahiert wurde, zu bestimmen.
Im letzteren Fall sollte man jedoch Vorsicht walten lassen, wenn Schlußfolgerungen auf den Gehalt des Teerimprägnieröls
an Benzo[a]pyren zum Zeitpunkt der Imprägnierung gezogen werden. Im Verlauf der Anwendungszeit ändert sich die
chemische Zusammensetzung des Teerimprägnieröls im imprägnierten Holz als Folge bevorzugter Verdunstung oder
Auswaschung bestimmter Inhaltsstoffe.
Da Benzo[a]pyren nur in geringem Ausmaß verdunstet oder ausgewaschen wird, ist die gemessene Benzo[a]pyren-
Konzentration (B s ) höher als die Konzentration im ursprünglichen Teerimprägnieröl.

Anhang C (informativ)
Literaturhinweise
EN 1014-1
Holzschutzmittel — Teerimprägnieröl und damit imprägniertes Holz, Probenahme und Analyse — Teil 1: Verfahren zur
Probenahme von Teerimprägnieröl
EN 1014-2
Holzschutzmittel — Teerimprägnieröl und damit imprägniertes Holz, Probenahme und Analyse — Teil 2: Verfahren zur
Probenahme von Teerimprägnieröl aus imprägniertem Holz für die nachfolgende Analyse