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Ö1 macht Schule.

Ein Projekt von

Der Erste Weltkrieg – Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts.


Kopfüber ins Desaster
Mit Karl Vocelka, Institut für Österreichische Geschichtsforschung

Ö1: Betrifft: Geschichte Teil 1-5


Gestaltung: Gudrun Braunsperger
Redaktion: Martin Adel, Robert Weichinger
Sendedatum: 13. – 17. Jänner 2014
Länge: je 4:50

Aktivitäten

1. Testen Sie Ihr Vorwissen zur Vorgeschichte des Ersten Weltkrieges

1) Die Zaren Russlands stammen aus dem Adelsgeschlecht der


A) Romanows
B) Orlows
C) Iwanows

2) Der Dreibund wurde gebildet aus


A) Italien
B) Österreich-Ungarn
C) ………………………

3) Der Kaiser im Deutschen Reich 1914 war


A) Rudolf IV.
B) Wilhelm II.
C) Alexander II.

4) Welches Gebiet wurde 1908 von Österreich-Ungarn angeschlossen?


A) Bosnien-Herzegowina
B) Dobrudascha
C) Alto Adige

5) Der österreichische Thronfolger und seine Frau hießen


A) Karl I. und Zita von Bourbon-Parma
B) Franz Ferdinand und Sophie von Hohenberg
C) Franz Joseph und Elisabeth von Bayern

6) Sarajevo ist die Hauptstadt von


A) Serbien
B) Albanien
C) Bosnien-Herzegovina

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7) Frankreich war vor dem Ersten Weltkrieg eine


A) Republik
B) Konstitutionelle Monarchie
C) Diktatur

8) Als „kranker Mann am Bosporus“ galt ab dem späten 19. Jahrhundert


A) Das Osmanische Reich
B) Das Zarenreich
C) Das Königreich Serbien

9) Die Kriege unmittelbar vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges nennt man
A) Karpatenkriege
B) Balkankriege
C) Alpenkriege

10) Italien hatte vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges Kolonien in


A) Libyen
B) Ägypten
C) Marokko

11) Die Kanonenbootpolitik wurde von … betrieben


A) England
B) Deutschland
C) Russland

12) Der Panslawismus wollte eine Vereinigung aller Slawen unter


A) Russland
B) Tschechien
C) Serbien

13) Zum Vielvölkerstaat der Habsburgermonarchie zählten


A) Ruthenen
B) Armenier
C) Albaner

14) Welche Kirche hatte großen Einfluss im zaristischen Russland?


A) Katholische Kirche
B) Protestantische Kirche
C) Orthodoxe Kirche

15) Welcher Staat war nicht von Anfang an am Ersten Weltkrieg beteiligt?
A) USA
B) Russland
C) Österreich-Ungarn

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2. Bündnissysteme vor dem Ersten Weltkrieg vergleichen

Die Schüler/innen recherchieren unter Angabe der Quellen zu den Bündnissystemen vor dem
Ersten Weltkrieg und vervollständigen die Tabelle. Sie vergleichen die Ergebnisse zunächst in
Partner-, dann in Gruppenarbeit.
Stimmen die Ergebnisse überein? Wo gibt es Unklarheiten? Welche Staaten kommen besonders
häufig in Bündnissen vor? Welche Ursachen kann dies haben?

Bündnis Beteiligte Mächte Ziele

1873 Dreikaiserabkommen

1879 Zweibund

1881 Dreikaiserbund

1882 Dreibund

1887
Rückversicherungsvertrag

1887 Mittelmeerentente
(Orientdreibund)

1892 Zweiverband

1904 Entente Cordiale

1907 Triple Entente

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3. Vielvölkerstaaten im Vergleich

Gerne wird der Vielvölkerstaat der Habsburgermonarchie mit der Europäischen Union verglichen.
Recherchieren Sie unter Angabe der Quellen nach den jeweiligen Antworten im Arbeitsblatt.
Verfassen Sie anschließend einen Artikel mit dem Titel „Unterschiede und Gemeinsamkeiten der
Habsburgermonarchie und der Europäischen Union“. Versenden Sie die Ergebnisse an
mindestens 3 Schulkolleg/innen per Mail und kommentieren Sie die Inhalte. Geben Sie sich
Feedback nach der „Sandwichmethode“ (positive – kritische – positive Aspekte)

Kriterien Habsburgermonarchie Europäische Union


Größe

Mitgliedsstaaten (Ethnien)

Einwohnerzahl

Staatsform

Politisches System

Währung

Nationale Symbole

Ideen und Prinzipien der


Staatenverbindung

Außenpolitische und
geopolitische Bedeutung

Andere prägende
Charakteristika

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4. Ideologiekritik lernen

Ideologien sind Weltanschauungen. Sie beinhalten ein ganz bestimmtes Denk- und Wertesystem
und erheben den Anspruch auf Wahrheit und alleinige Gültigkeit. Sie kommen auch in politischen
Reden zum Tragen. Die Schüler/innen analysieren am Beispiel der Balkonreden Wilhelm II.
politische Reden und folgen dem Dreischritt Formale und inhaltliche Analyse, historischer Kontext
und Beurteilung. Sie erhalten dazu Leitfragen. Anschließend verfasst jede/r Schüler/in eine
Gegenrede zu den beiden Balkonreden, die eine pazifistische Orientierung beinhaltet.

Erste Balkonrede Wilhelms II Berlin, 31. Juli 1914

Eine schwere Stunde ist heute über Deutschland hereingebrochen. Neider überall zwingen uns
zu gerechter Verteidigung. Man drückt uns das Schwert in die Hand. Ich hoffe, daß, wenn es
nicht in letzter Stunde Meinen Bemühungen gelingt, die Gegner zum Einsehen zu bringen und
den Frieden zu erhalten, wir das Schwert mit Gottes Hilfe so führen werden, daß wir es mit Ehren
wieder in die Scheide stecken können. Enorme Opfer an Gut und Blut würde ein Krieg von uns
erfordern. Den Gegnern aber würden wir zeigen, was es heißt, Deutschland zu reizen. Und nun
empfehle ich euch Gott, geht in die Kirche, kniet nieder vor Gott und bittet ihn um Hilfe für unser
braves Heer!

Quelle: Kriegs-Rundschau. Zeitgenössische Zusammenstellung der für den Weltkrieg wichtigen


Ereignisse, Urkunden, Kundgebungen, Schlacht- und Zeitberichte. Hrsg. v. der Täglichen
Rundschau. Bd. 1: Von den Ursachen des Krieges bis etwa zum Schluß des Jahres 1914, Berlin
1915, S. 37 (http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/wilhelm14)

Zweite Balkonrede Wilhelms II Berlin, 1. August 1914

Ich danke euch für alle Liebe und Treue, die ihr Mir in diesen Tagen erwiesen habt. Sie waren
ernst, wie keine vorher! Kommt es zum Kampf, so hören alle Parteien auf! Auch Mich hat die eine
oder die andere Partei wohl angegriffen. Das war in Friedenszeiten. Ich verzeihe es heute von
ganzem Herzen! Ich kenne keine Parteien und auch keine Konfessionen mehr; wir sind heute alle
deutsche Brüder und nur noch deutsche Brüder. Will unser Nachbar es nicht anders, gönnt er
uns den Frieden nicht, so hoffe Ich zu Gott, daß unser gutes deutsches Schwert siegreich aus
diesem schweren Kampfe hervorgeht.

Quelle: Kriegs-Rundschau, Bd. 1, S. 43 (http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/wilhelm142)

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Formale Aspekte:

Wer ist der/die Redner/in?


Wann und wo wurde die Rede gehalten?
Welche Art von Rede liegt vor? (Parteitags-, Fest-, Wahlkampf- oder Parlamentsrede)
An wen richtet sich die Rede?

Inhaltliche Aspekte:

Was sind die Themen der Rede?


Was sind die wesentlichen Aussagen?
Welche Position vertritt der Redner/in selbst?
Welche sprachlichen Mittel (Rhetorik) werden eingesetzt?

Historischer Kontext:

Was war der Anlass der Rede?


Wer war der Adressatenkreis?
Auf welche historischen Zusammenhänge bezieht sich die Rede?
Welche Reaktionen rief die Rede hervor?
Gab es historische Folgen?

Beurteilung:

Welchen Standpunkt nimmt der Redner ein?


Sind Absichten der Rede erkennbar?
Lassen sich Widersprüchlichkeiten erkennen?
Welche Wirkung erzeugt die Rede?

Erste Balkonrede Zweite Balkonrede


Formale Aspekte

Inhaltliche Aspekte

Historischer Kontext

Beurteilung

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5. Krieg und Frieden – Meinungsspektrum

Die Schüler/innen erhalten einen Satz von Ampelkarten. Es werden mehrere pointierte Thesen
zum Thema „Krieg und Frieden“ vorgelesen. Mit den Ampelkarten sollen die Schüler/innen ihre
Meinung zu den Thesen deklarieren. Dazu legen sie zunächst die Ampelkarten verdeckt vor sich
hin. Zwei Schüler/innen werden aufgefordert, die Gruppenmeinung einzuschätzen.
Erst nach der Einschätzung werden die Karten offengelegt und die Ergebnisse diskutiert.
Um mögliche Meinungsänderungen festzustellen, kann der Vorgang wiederholt werden.

Wir können nicht tatenlos zusehen, wenn Es gibt keine Situation, in der es gerechtfertigt
Menschen zu Tausenden umgebracht werden. Wir wäre, Gewalt anzuwenden. Gewalt führt immer zu
müssen alles, was uns möglich ist, tun, um diese neuer Gewalt und niemals zu Frieden und
Verbrechen zu verhindern oder zu stoppen – Gerechtigkeit
nötigenfalls auch mit militärischen Mitteln

Krieg kann nur gerechtfertigt sein, wenn sich die Kriegerische Handlungen treffen immer
Beteiligten an zivile Mindeststandards, die hauptsächlich die Zivilbevölkerung. Frauen,
Einhaltung der Menschenrechte und die im Krieg Kinder, alte Menschen sind in der Regel die
erlaubten Mittel halten Leidtragenden. Auch in gerechtfertigten Kriegen
profitieren die Rüstungskonzerne, die Militärs und
die radikalen Kräfte

Wir müssen allen Menschen, die in Not und Gefahr Jede Regierung sollte in erster Linie darauf achten,
sind, in gleicher Weise helfen. Es darf keinen den Frieden im eigenen Land durchzusetzen. Das
Unterschied geben zwischen Europäern und Nicht- ist oft wichtiger, als sich überall auf der Welt
Europäern, zwischen Amerikanern und Afrikanern. einzumischen und dadurch wichtige Kräfte und
Jeder Mensch hat ein Recht auf Frieden und Mittel zu vergeuden
Freiheit

Rüstungsausgaben sind weltweit durch Pazifismus ist keine hilfreiche Position, denn es
völkerrechtlich verbindliche Verträge abzuschaffen besteht immer die Möglichkeit, dass ein Land
militärisch angegriffen wird

6. Patriotismus und Kriegsbegeisterung – Szenen aus „Die letzten Tage der Menschheit“
aufführen

Im fächerübergreifenden Unterricht wird ein kleines Theaterprojekt durchgeführt.


Die Schüler/innen spielen Szenen aus Karl Kraus´ „Die letzten Tage der Menschheit“.
Dazu wählt der/die Lehrer/in geeignete Szenen aus, die in Kleingruppen einstudiert und in der
Klasse, Parallelklassen oder zu anderen schulischen Anlässen auch zur Aufführung kommen.

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7. Das Bildarchiv Austria nutzen: Foto- und Bildanalyse zum Ersten Weltkrieg

Bilden Sie Kleingruppen und wählen Sie auf der Homepage des Bildarchivs Austria
http://www.bildarchivaustria.at/Pages/Collection.aspx?p_iCollectionID=15760977 zu folgenden
Themen jeweils ein Foto aus und analysieren sie diese nach dem Interpretationsraster zur Bild-
und Fotoanalyse.

• Frauen im Krieg
• Leben im Felde
• Propaganda
• Militär
• Zivilbevölkerung

Welche Fragen konnten Sie nicht beantworten? Welche Hilfsmittel waren zur Beantwortung der
Fragen notwendig? Präsentieren Sie die Ergebnisse in der Klasse in der Form einer Markthalle
oder eines Galerierundganges und nehmen Sie mindestens drei Fragen für die anschließende
Diskussion der Ergebnisse in der Klasse mit.

Formale Aspekte:

Ist der Fotograf bzw. der Auftraggeber bekannt?


Wann und wo ist das Foto entstanden?
Wann und von wem wurde es veröffentlicht?
Was thematisiert das Foto?
Für welchen Zweck ist das Foto gemacht worden?

Inhaltliche Aspekte:

Was ist auf dem Foto zu sehen?


Welche Bildtechnik (Perspektive, Einstellung, Ausschnitt) ist verwendet worden?
Welche historischen Informationen enthält das Foto?
In welchem historischen Kontext ist das Foto entstanden?

Interpretation:

Welche Intention verfolgte der Fotograf?


Welche Wirkung soll beim Betrachter erzielt werden?
Wie wirkt das Foto?
Wie lässt sich die Fotografie aus heutiger Sicht bewerten?

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8. Was gehört zusammen

Verbinden Sie jene Bereiche und Ereignisse, die zusammengehören. Formulieren Sie daraus
Sätze, die historisch korrekt sind und bringen Sie diese in eine chronologisch richtige
Reihenfolge. Welche Hilfsmittel haben Sie dazu verwendet?

Italienische Einigung Okkupation 1878 Mittelmächte

Grabensystem Deutsche Einigung 1389

starker rechter Flügel Ausgleich Kleindeutsche Lösung

Kroatien belgische Neutralität Versailles Guiseppe Garibaldi

Bosnien-Herzegowina Zweibund Empire

Austroslawische Lösung Wunder an der Marne „ehrlicher Makler“

Schlacht auf dem Kosovo Polje Garantiemacht England Großbritannien

Schlieffenplan Personal- und Realunion Otto von Bismarck 1917

Scheitern des Schlieffenplans Annexion von Bosnien-Herzegowina

Russland Stellungskrieg Gründung 2. Deutsches Kaiserreich

Südwest- und Südostafrika 1908 Friedensvertrag für Deutschland

„Platz an der Sonne“ 1866 Spiegelsaal von Versailles

deutsche Kolonialgebiete Kriegseintritt der USA Königgrätz

Metapher für deutsches Weltmachtstreben Oktoberrevolution

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9. Zur Chronologie des Ersten Weltkrieges

Der Erste Weltkrieg war nicht geplant. Geplant war eine wenige Wochen dauernde Strafaktion
Österreich-Ungarns gegen Serbien, geworden ist es ein weltumspannender Konflikt mit mehr als
vier Jahren Dauer. Nachfolgend eine Auswahl der zentralen Ereignisse des Ersten Weltkrieges.
Bringen Sie diese Ereignisse unter Angabe der verwendeten Quellen in eine richtige
chronologische Reihenfolge.

1914:

* Österreich-Ungarn stellt Serbien ein Ultimatum.

* Der österreichisch-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand wird in Sarajevo vom serbischen


Nationalisten Gavrilo Princip erschossen.

* Deutschland erklärt Frankreich den Krieg und marschiert in Belgien ein.

* Österreich-Ungarn erklärt Serbien den Krieg.

* Das Osmanische Reich tritt nach der Kriegserklärung Russlands an der Seite der Mittelmächte in den
Krieg ein.

* In der Schlacht an der Marne gelingt es Frankreich, den deutschen Vormarsch zu stoppen. Der Erste
Weltkrieg wird zum Stellungskrieg.

* Das mit Österreich-Ungarn verbündete Deutsche Kaiserreich erklärt Russland den Krieg.

* Großbritannien betritt die Kriegsbühne und erklärt Deutschland den Krieg.

1915:

* Beginn einer deutsch-österreichischen Großoffensive gegen Russland

* Londoner Geheimvertrag der Entente mit Italien, dem territoriale Zugeständnisse gemacht werden.

* Eroberung von Belgrad und Niederwerfung Serbiens durch deutsche und österreichische Truppen.

* Italien erklärt Österreich-Ungarn den Krieg.

* Deutsche Truppen setzen in der Ypern-Schlacht erstmals Giftgas ein.

* Beginn der ersten von zwölf Isonzo-Schlachten zwischen Österreich-Ungarn und Italien.
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1916:

* Tod von Kaiser Franz Joseph. Sein Großneffe steigt als Karl I. auf den Habsburger-Thron.

* Rumänien tritt an der Seite der Entente in den Krieg ein.

* London und Paris vereinbaren im Sykes-Picot-Abkommen die Aufteilung des Osmanischen Reiches.

* Beginn der deutschen Angriffe auf Verdun. Die Schlacht dauert bis Dezember und fordert über 300.000
Tote.

* US-Präsident Woodrow Wilson proklamiert die Schaffung eines Völkerbundes.

1917:

* Oktober-Revolution in Russland.

* Russlands Zar Nikolaus II. dankt im Zuge der Februar-Revolution ab.

* Die USA erklären dem Deutschen Reich den Krieg, die Kriegserklärung an Österreich-Ungarn erfolgt
acht Monate später.

* Deutschland erklärt den uneingeschränkten U-Boot-Krieg.

* Waffenstillstand zwischen dem Deutschen Reich und Russland.

* Auftakt der Friedensverhandlungen zwischen Deutschland und Russland in Brest-Litowsk.

* Truppen der Mittelmächte gelingt in der zwölften Isonzo-Schlacht der Durchbruch.

1918:

* Proklamation der Tschechoslowakei.

* Kaiser Wilhelm verzichtet auf den deutschen Thron.

* US-Präsident Wilson verkündet seine 14 Punkte für eine europäische Nachkriegsordnung.

* Kaiser Karl I. kündigt Umgestaltung des Reiches in einen Bundesstaat an („Völkermanifest“).

* Die südslawischen Völker erklären ihre Loslösung von Österreich-Ungarn.

* Durch Wiederaufnahme der Kriegshandlungen erzwingt Berlin den Friedensschluss von Brest-Litowski
mit Russland.

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* Deutschland schließt „Brotfrieden“ mit der Ukraine.

* Waffenstillstand der Alliierten mit Österreich-Ungarn in Villa Giusti bei Padua.

* Proklamation der Republik Deutschösterreich, nach Verzichtserklärung von Kaiser Karl I. am Vortag.

* Waffenstillstand zwischen Alliierten und dem Deutschen Reich im französischen Compiegne.

10. Kartenarbeit zum Verlauf des Ersten Weltkrieges

Die Schüler/innen erklären den Verlauf des Ersten Weltkrieges anhand von Karten. Dazu wählen sie drei
Kartendarstellungen auf Google-Bilder aus und geben die Quellen der Darstellungen an.
Die Kartendarstellungen werden anhand von Leitfragen analysiert. In Gruppen zu je drei Personen
bereiten die Schüler/innen eine Präsentation mit Plakaten oder einer PPT vor. Sie erstellen anschließend
eine Zusammenfassung zum Verlauf des Krieges entlang der Kategorien Ost-, West- und Südfront.

Formale Aspekte:
Welchen Titel trägt die Karte?
Was zeigt die Legende?

Inhaltliche Aspekte:
Welches Thema wird dargestellt?
Welchen historischen Zeitraum umfasst die Karte?
Welcher geografische Raum ist ausgewählt?
Welche Informationen können der Karte entnommen werden?
Auf welchen historischen Kontext bezieht sich die Geschichtskarte?

Beurteilung:
Sind wichtige Informationen zum Thema nicht enthalten?
Was haben Sie nicht verstanden?

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Ostfront Westfront Südfront

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