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1) Löse alle Aufgaben handschriftlich!

(Ausnahme: Texte zum


Lesen!)
2) Schreibe die Sätze vollständig ab!
3) Lade anschließend Fotos von deinen Ergebnissen in MS Teams
hoch! Kontrolliere deine Abgabe (hochladen / abgeben anklicken!)
4) Wir vergleichen dann die Aufgaben am Freitag!

1. Unterstreiche in folgenden Sätzen das Subjekt (S) blau und das Prädikat (P) rot.

Vor einer Woche haben wir eine lustige Eulenspiegel-Geschichte gelesen.


Zuerst hörte sich Till in der Stadt um.
Dabei fiel ihm eine tolle Idee für einen neuen Streich ein.
Diesmal wählte er einen hartherzigen Kaufmann dafür aus.
Wie immer musste der Schelm Hals über Kopf die Stadt verlassen.

2. Setze die Wortgruppen, die in Klammer stehen, im richtigen Fall ein und
bestimme alle Satzglieder.

Der betrogene Kaufmann verfolgte _____________________ . (der fliehende Eulenspiegel)


Till entkam ___________________________ . (der wütende Verfolger)
Er rühmte sich ____________________________________. (sein großer Einfallsreichtum)
Der Schelm zeigte __________________________eine lange Nase. (der arme Kaufmann)

3. Bilde durch Zusammensetzung Adjektive.


singen + Freude = singfreudig schwimmen + Fähigkeit = _______________
wissen + Begierde = ___________________ denken + Faulheit = ___________________
sehen + Wert = _______________________ rutschen + Festigkeit = _________________
lernen + Wille = _______________________ starten + Klarheit = ____________________

4. Schreibe verkürzt als Adjektiv auf.


schwer wie Blei = bleischwer gelb wie eine Zitrone = _________________
klar wie ein Kristall = ___________________ stark wie ein Bär = ____________________
scharf wie ein Messer = _________________ schnell wie ein Pfeil = __________________
schwarz wie Pech = ____________________ hell wie der Tag = _____________________
5. Ergänze die Endungen -ig oder -lich.
hochmüt____ fried____ versehent____ hungr____
lust____ ruh____ stritt____ schuld____
niedr____ gefähr____ unheim____ sommer____

6. Setze die fehlenden Vergleichsformen ein.

Positiv Komparativ Superlativ


größer
am fleißigsten
leichter
feucht
am schnellsten
gut

7. Präteritum – Übung: Deine Aufgabe ist es, diesen Text so abzuschreiben


und alle Verben ins Präteritum (Mitvergangenheit) zu setzen.

Ich (bekommen) einen Ausbildungsplatz als Installateur. Die Ausbildung (sein) interessant. Nun
aber (muss) ich mit einem Besen die ganze Werkstatt kehren, obwohl es schon nach 17 Uhr
(sein) und ich Feierabend (haben). Mein Meister (haben) keine Lust dazu, weil er zu seiner
Familie (wollen). Ich (begeistern) mich nicht und (ablehnen) das natürlich. Denn schließlich
(haben) ich ein Recht auf meinen Feierabend.
Ich (packen) meine Sachen, (binden) meine Schuhe und (verlassen) den Betrieb. Vor der Tür
(treffen) ich 13 ehemalige Klassenkameraden. Sie (tragen) alle Bewerbungsmappen in der
Hand. Ich (wundern) mich sehr, denn sie (grinsen) mich alle an und (bewerben) sich nun auf
meine Lehrstelle!
Ich (umziehen) mich schnell wieder und (kehren) freiwillig in die Werkstatt zurück.

8. Trenne die Satzglieder, bestimme sie und schreibe die Abkürzung darüber.

Vor vielen Jahren lebte der Minotauros in einem Labyrinth auf Kreta.

Theseus wollte das blutrünstige Wesen auf tapfere Art und Weise töten.

Dies gelang ihm mit Hilfe eines Zauberschwerts.

Vorher gab Ariadne Theseus zur Orientierung ein Wollknäuel mit.

Das Knäuel band der Sohn des Königs am Eingang des Labyrinths sorgfältig fest.
9. Ergänze z oder tz.
si____en die Hi____e ki____eln die Ta____e das Kreu___
wi____ig der Pla___ hei___en die Auf____ucht er____ielen
erse____en he___en die Poli___ei der Wei___en verse___en
in___wischen die Gren___e ent____iehen an___iehen verle___en

10. Ergänze k oder ck.


fun___tionieren beeindru____en die He___ti___ das Kü____en mus___ulös
der Eindru___ ameri___anisch entde___en entwi___eln die Pani___
be___ommen der Be____annte den____en du____en der Fle___
wir____lich das Do____ument stri____en das Glü___ die Wol___e

Lesetext:

Was ist eine Lügengeschichte?


Eine Lügengeschichte ist eine Erzählung, deren Inhalt grundsätzlich erlogen ist. Zwar ist eine Lüge
zunächst einmal etwas Schlechtes, doch der Autor möchte mit seiner Lügengeschichte niemanden
täuschen, sondern lediglich unterhalten. Dem Leser wird sehr deutlich gemacht, dass es sich bei der
Geschichte um eine Lügengeschichte handelt, indem Unmögliches beschrieben oder derart übertrieben
wird, dass es sich nicht um die Wahrheit handeln kann. Woher die Lügengeschichten kommen, ist nicht
bekannt. Vermutlich wurden sie mündlich weitererzählt und irgendwann aufgeschrieben. 

Merkmale von Lügengeschichten


 Lügengeschichten wollen unterhalten.
 In den meisten Lügengeschichten gibt es einen Ich-Erzähler, der vorgibt, die Ereignisse selbst
erlebt zu haben.
 Lügengeschichten wirken unterhaltsam durch die Verwendung von Übertreibungen und
Fantasienamen.

Der Fachbegriff für dieses Stilmittel lautet „Hyperbel“. Hierbei wird bis an die Grenzen der
Glaubwürdigkeit übertrieben.

 Die Zuhörer werden oft direkt angesprochen.


 Um die Lüge glaubhaft zu machen, beschreibt der Erzähler ganz genau die Einzelheiten und
Orte, die es wirklich gibt.

In Lügengeschichten gibt ein Ich-Erzähler vor, etwas wirklich erlebt zu haben. Die Einzelheiten werden
übertrieben dargestellt.

Das Schema von Lügengeschichten


Eine Lügengeschichte ist oft nach einem bestimmten Schema aufgebaut:
 Einleitung:
Der Erzähler stellt sich vor und betont, dass er die Wahrheit sagt.
 Hauptteil:
Die Lügen reihen sich aneinander wie Perlen an einer Kette (Lügenkette). Oft steigern sich die
Lügen. Dadurch steigt die Spannung.
 Schluss:
Die Wahrheit der Geschichte wird noch einmal beteuert.

Lügengeschichten zeichnen sich dadurch aus, dass vorgegeben wird, dass alles Erzählte wahr ist. Der
Hauptteil besteht aus einer Kette von Lügen, die gesteigert werden.

Eine Lügengeschichte untersuchen


 Till Eulenspiegel

 Angeblich ein umherziehender Schalk. Die Erlebnisse um diese Figur wurden erstmals vom
Verleger Johannes Grüninger veröffentlicht. Der Name des Lügenbolds ist jedoch nicht nur in
den jeweiligen Geschichten belegt, sondern ebenfalls in zahlreichen Sprichwörtern enthalten.

 Baron von Münchhausen

 Figur, die auf Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen, der angeblich allerhand
Unwahrheiten verbreitet haben soll, anspielt. Diese wurden von unterschiedlichen Autoren
literarisch verarbeitet.
Redewendungen verstehen und üben Redensart, Redewendung, stehende Wendung, fester
Ausdruck, Ausdrucksweise, Phrase, Floskel,
Formel, Phraseologismus, Idiom.

Eine Redewendung ist eine feste Verbindung


mehrerer Wörter („feste Wortverbindung“) zu einer
Einheit, deren Gesamtbedeutung sich NICHT
unmittelbar aus der Bedeutung der Einzelelemente
ergibt. 

Eulenspiegelei. Man darf eine Redewendung nicht


wörtlich, sondern nur im übertragenen Sinn verstehen,
so wie eben eine "Eulenspiegelei" auch kein Spiegelei
von einer Eule bedeutet. Die Ursprünge der
Redensarten sind heute oft gar nicht mehr bekannt,
aber die Redewendungen selbst wird von deutschen
Muttersprachlern sehr häufig verwendet. 

Literarisch berühmt sind die Eulenspiegel-Geschichten, in denen eine Redensart wörtlich und damit
missverständlich wahrgenommen wird.
Der Schwank als epische Textsorte: Die Schildbürger

Im Jahr 1597 erschien erstmals der


Schwankroman "Das Lalebuch", der ein Jahr
später unter dem Titel „Die Schildbürger“ neu
herausgebracht wurde und eine Sammlung
allgemein bekannter Sagen und Schwänke
enthielt. Wo das sagenhafte Lalenburg bzw.
Schilda, in dem sich die skurrilen Geschichten
abspielten, in Wirklichkeit lag, wurde dort
allerdings nicht erwähnt.

In ganz Deutschland sind die


Schildbürgerstreiche bekannt, und Schilda ist
zum Synonym für verrücktes, kurioses und
teilweise unglaublich dummes Verhalten
geworden, das jedoch stets mit einem Schuss
Liebenswürdigkeit und gutem Willen
verbunden ist. Allerdings waren die Bürger von
Schilda keineswegs von Anfang an dumm.
Vielmehr heißt es, dass sie einst wegen ihrer
Weisheit als Ratgeber von Königen und Fürsten sehr gesucht waren. Die männliche
Bevölkerung der Stadt nahm deshalb so stark ab, dass die Geschäfte und die Landwirtschaft
brach lagen und die Bürger der Stadt deshalb zu dem Entschluss kamen, sich fortan dumm zu
stellen. Tatsächlich erwies sich dies als probates Mittel, allerdings gewöhnten sie sich so sehr
an diesen Zustand, dass sie bald für ihre Dummheit genauso berühmt waren wie vorher für ihre
Klugheit. Hiervon erzählt der Schwank ,,Warum die Schildbürger sich dumm stellten".

Schelmen und Narren


Viele weitere Geschichten ranken sich um die Bürger von Schilda. Manche von ihnen gehören
auch heute noch zum Allgemeingut.

Es gibt viele Geschichten, in denen merkwürdige Leute vorkommen. Manchmal sind diese
Leute einfach nur dumm, wie z.B. die Schildbürger, die sich durch ihre Dummheit selber einen
Streich nach dem anderen spielen.

Manche Leute aber stellen sich nur dumm. Sie tun das, um sich besser aus kniffligen
Situationen zu retten oder um aus der Dummheit der anderen einen Vorteil zu ziehen.

Solche Leute nennt man „Schalk", „Narr" oder „Schelm". Man begegnet ihnen in
Schelmengeschichten und Schwänken.

Ein berühmter Schelm war Till Eulenspiegel, von dem die Menschen sich viele Geschichten
erzählten. Einige davon wurden bereits von 500 Jahren gedruckt.