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1) Tänze von Galanta:

Auf einen langsamen Satz (Takt 1-412) folgt ohne Unterbrechung ein schneller Satz mit
Wiederholungen des Hauptthemas und anderer Elemente aus dem langsamen Satz (Takt 413-607).
Der langsame Satz ist ein Rondo mit drei Auftritten des Hauptthemas und drei eingefügte Episoden.
Das Thema des schnellen Satzes wird auch dreimal gehört, die Episoden in diesem Fall sind Varianten
des langsamen Satzes.

Die Tänze von Galanta bestehen aus fünf Abschnitten und dauern insgesamt etwa 16 Minuten. Es ist
für zwei Flöten, Piccolo, zwei Oboen, zwei Klarinetten in A, zwei Fagotte, vier Hörner, zwei
Trompeten, Pauken, Dreieck, Glockenspiel, Snare Drum und Streichorchester besetzt, und dauert ca.
15-16 Minuten.

Kodaly verehrte die Region Galanta immer als eine seiner unvergesslichsten Heimaten. Es war der
Ort, an dem er zum ersten Mal klassische, bzw. instrumentale, Musik kennenlernte; durch eine
berühmte “Zigeunerband”. Noch wichtiger ist, dass es der Ort ist, an dem er lernte, das Cello zu
spielen, das er als ein Instrument von großer persönlicher Bedeutung betrachtete. Um 1800 wurden
in Wien einige Bücher mit ungarischen Tänzen veröffentlicht, aus denen Kodaly seine Hauptthemen
übernommen hat.

Das Stück gefällt mir mäßig gut; das “volkstümliche/traditionelle” ist sehr schön.

2) Esti Dal:

Kodalys "Esti Dal", ein Abendlied, das ich mir einmal von den King's Singers, und einmal vom
“Pikéthy Conservatory 2008” angehört habe, ist nun möglicherweise eines meiner Lieblingsstücke
der Chormusik. Der Text wird in der Originalsprache, ungarisch, gesungen;

“Erdő mellett est véledtem “Während ich mich für die Nacht am Waldrand
Subám fejem alá tettem hinlege,
Összetettem két kezemet ziehe ich meinen Umhang bis zum Kinn hoch.
Úgy kértem jó Istenemet Ich lege meine Hände zusammen
und flehe dich an,
Én Istenem, adjál szállást
Már meguntam a járkálást mein guter Gott.
A járkálást, a bujdosást
Az idegen földön lakást Mein Gott, gib mir eine Bleibe,
denn ich bin es leid zu wandern,
Adjon Isten jó éjszakát mich zu verstecken,
Küldje hozzám szent angyalát in einem fremden Land zu leben.
Bátoritsa szίvünk álmát
Adjon Isten jó éjszakát Mein Gott, gib mir eine gute Nacht.
Adjon Isten jó éjszakát”
Sende mir deinen gesegneten Engel,
um den Träumen in unseren Herzen Mut zu
machen.
Mein Gott, gib mir eine gute Nacht.
Mein Gott, gib mir eine gute Nacht.”

Analytisch fällt gleich beim Ersten Hören die Sixte Ajoutée nach dem 1. Kontrapunkt auf. Außerdem
kann man auch die Repetition des Themas nach dem Einsatz der Tenöre deutlich heraushören. Nach
Betrachten des Notenbeispiels kann man eine Diskantklausel am Ende des Stückes herauslesen; dies
erzeugt (womöglich auch auf Grund der Tonart – phrygisch) ein fast melancholisches Gefühl.
Persönlich hat mir sogar die Version des “Pikéthy Conservatory 2008” ein wenig besser gefallen als
die der King’s Singers, da sie irgendwie ein wenig mystischer war und mir so etwas gut gefällt.
Jedoch war der Auftritt der King’s Singers extrem faszinierend und gab mir Gänsehaut.