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Elbphilharmonie Konzerte 2010/2011 Jazz Piano Marc Copland Trio Tingvall Trio Bobo Stenson Trio Vijay Iyer’s

Elbphilharmonie Konzerte

Elbphilharmonie Konzerte 2010/2011 Jazz Piano Marc Copland Trio Tingvall Trio Bobo Stenson Trio Vijay Iyer’s
Elbphilharmonie Konzerte 2010/2011 Jazz Piano Marc Copland Trio Tingvall Trio Bobo Stenson Trio Vijay Iyer’s

2010/2011

Elbphilharmonie Konzerte 2010/2011 Jazz Piano Marc Copland Trio Tingvall Trio Bobo Stenson Trio Vijay Iyer’s
Elbphilharmonie Konzerte 2010/2011 Jazz Piano Marc Copland Trio Tingvall Trio Bobo Stenson Trio Vijay Iyer’s
Elbphilharmonie Konzerte 2010/2011 Jazz Piano Marc Copland Trio Tingvall Trio Bobo Stenson Trio Vijay Iyer’s
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Jazz Piano

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Marc Copland Trio Tingvall Trio Bobo Stenson Trio Vijay Iyer’s »Tirtha« Brad Mehldau solo www.elbphilharmonie.de
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Tingvall Trio
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Wir wünschen Ihnen ein schönes Konzerterlebnis! Jazz Piano Fünf Konzerte im Kleinen Saal der Laeiszhalle

Wir wünschen Ihnen ein schönes Konzerterlebnis!

Wir wünschen Ihnen ein schönes Konzerterlebnis! Jazz Piano Fünf Konzerte im Kleinen Saal der Laeiszhalle Marc

Jazz Piano

Fünf Konzerte im Kleinen Saal der Laeiszhalle

Marc Copland Trio

Marc Copland piano Drew Gress bass Jochen Rückert drums

Samstag, 16. Oktober 2010 / 20 Uhr

Tingvall Trio

Martin Tingvall piano Omar Rodriguez Calvo bass Jürgen Spiegel drums

Montag, 13. Dezember 2010 / 20 Uhr

Bobo Stenson Trio

Bobo Stenson piano Anders Jormin bass Jon Fält drums

Donnerstag, 3. Februar 2011 / 20 Uhr

Vijay Iyer’s »Tirtha«

Vijay Iyer piano Prasanna guitar Nitin Mitta tabla

Samstag, 9. April 2011 / 20 Uhr

Brad Mehldau solo

Brad Mehldau piano

Mittwoch, 8. Juni 2011 / 20 Uhr

Mit Unterstützung der

piano Mittwoch, 8. Juni 2011 / 20 Uhr Mit Unterstützung der In Verbindung mit der Karsten

In Verbindung mit der Karsten Jahnke Konzertdirektion. Die Pianisten der Reihe Jazz Piano spielen auf einem Flügel von Steinway & Sons.

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zur Reihe Jazz Piano7

»Jazz-Musiker sind meine Helden!«

Ein Gespräch mit dem Jazz-Produzenten Jeff Levenson

Mr. Levenson, wie oft denken Sie an einem normalen Tag an Jazz?

An einem ganz normalen Tag? Oft. Sehr oft. Vielleicht sogar ständig.

Diese Faszination haben Sie doch mit der Muttermilch aufgesogen, oder?

Nein, tatsächlich waren meine Eltern eher auf der Folk-Schiene unterwegs. The Weavers und so. Zum Jazz kam ich erst später, als ich für einen Radiosender nördlich von New York arbeitete. Irgend- jemand drückte mir das 1977er Album »Aja« der Gruppe Steely Dan in die Hand, an dem etwa auch Wayne Shorter beteiligt war. Heute würde man das wohl eher als Funk-Pop bezeichnen, aber mir gefiel es, und naiv wie ich war, nahm ich es als Jazz hin. Das war sozusagen der Startpunkt. Von Wayne Shorter kam ich auf Weather Report …

… die legendäre Fusion-Band um Shorter und den Keyboarder Joe Zawinul …

… und von dort zu Cannonball Adder- ley, dem Saxofonisten, mit dem Zawinul früher gearbeitet hatte, und von dort zu Charlie Parker, Miles Davis, Bill Evans, Louis Armstrong – und so weiter und so fort. Eine Art Jazz-Crashkurs.

Haben Sie dabei so etwas wie ein verbinden- des Element gefunden?

Jazz-Musiker sind meine Helden! Ich bewundere sie dafür, was sie mit ihrem Leben anfangen und was für Opfer sie zu bringen bereit sind, um gut zu werden. Dabei war Amerika ja lange Zeit alles andere als freundlich zu ihnen.

Sie spielen auf die Rassentrennung an, die in den USA erst 1954 offiziell aufgehoben wurde und die bis heute nachwirkt.

Genau. Jazz war die Musik der Schwarzen, und schwarze Künstler sahen sich sehr lange mit Vorurteilen, mit recht- licher und gesellschaftlicher Benachteili- gung konfrontiert. Die Bands von Count Basie und Duke Ellington bekamen das auf ihren Tourneen täglich zu spüren:

separate Hotels und Restaurants, schlech- tere Unterkünfte, weniger Auftrittsmög- lichkeiten und schlechtere Bezahlung. Wer in so einer Umgebung so Herausra- gendes leistet, hat bei der Kür der größten Helden aller Zeiten meine Stimme sicher.

Heute sieht die Lage zum Glück anders aus.

Stimmt. Aber Jazz muss immer noch um Anerkennung kämpfen. Schließlich handelt es sich um eine Hochkultur, die aber weitgehend ohne ein Sponsoring- und Fördersystem auskommen muss, wie es andere Künste ganz selbstverständlich in Anspruch nehmen.

Sind sich die Jazzer von heute denn dieser Umstände bewusst?

Jazz-Musiker leben nach einem per- sönlichen Wertesystem, das ich sehr bewundere: kreative Weiterentwicklung ihres individuellen Stils im Dienste der großen Mission, unseren Planeten durch Musik zu verbessern. Ich mag ihre Gesell- schaft einfach.

Dazu hatten Sie in den letzten Jahren ja nun reichlich Gelegenheit. Ist das auch der Grund, warum Sie am Ende Produzent geworden sind?

auch der Grund, warum Sie am Ende Produzent geworden sind? Jeff Levenson Schon seit weit über

Jeff Levenson

Schon seit weit über drei Jahrzehnten ist Jeff Levenson in der Jazz-Szene aktiv – zuerst als Journalist, dann als Produzent. Er war Jazz-Redakteur beim Billboard Magazine, Vizepräsident von Warner Bros. Records und Chef der Jazz-Sparte bei Sony. Er hat mit den Großen der Branche gearbeitet, so etwa mit McCoy Tyner, Branford Marsalis, Michael Brecker und Herbie Hancock. Heute führt er sein eigenes Label Half Note Records, das eng mit dem legendären New Yorker Jazz- Club »Blue Note« verbunden ist. Daneben leitet er die Jazz-Abteilung der National Academy of Recording Arts & Sciences, die jährlich die Grammys vergibt. Zuvor waren bereits zwei seiner eigenen Produk- tionen mit Grammys ausgezeichnet worden. Für das Thelonious Monk Institute of Jazz in Washington D.C. organisiert er jedes Jahr einen Jazz-Wettbewerb. Jeff Levenson lebt in Brooklyn, New York.

Über die Jahre habe ich gelernt, dass es weder den einen Grund noch die eine Art gibt, Produzent zu sein. Es gibt ja auch nicht den einen Weg, ein Anwalt zu sein oder ein Sportler oder gar ein Vater. Anfangs glaubte ich, der Erfolg eines Pro- duzenten hinge allein von seinen Ohren ab, von seinem musikalischen Gespür. Naja. Inzwischen bin ich zu der Erkennt- nis gelangt, dass da auch andere Aspekte im Spiel sind – vor allem interpersonelle. Also, ob und wie man mit Menschen umgehen kann. Emotionen verarbeiten, Energien kanalisieren und fokussieren, einen stimmigen Kontext oder die rich- tige Umgebung schaffen für das optimale Ergebnis. Ein guter Produzent erkennt die Stärken und Schwächen seiner Künst- ler und hilft ihnen, ihre künstlerischen Ziele zu erreichen. Nur im Miteinander, im Zusammenspiel wird eine Vision zur Realität.

Das kann aber ein sehr anstrengender Pro- zess sein, oder?

Oh ja! Oft müssen Künstler förmlich in sich hineinkriechen. Sie müssen die Teile ihrer Seele aufspüren, erforschen, analysieren und stimulieren, die am ver- letzlichsten sind. Das kann sehr schmerz- haft sein. Es ist ein intimer Prozess, tief in sich zu graben und sich mit dem Ergebnis auf Gnade und Ungnade einem Publikum oder dem einzelnen Zuhörer auszuliefern, um beurteilen zu lassen, was man getan hat und wer man ist. Es braucht sehr viel gegenseitiges Vertrauen. Ich sehe mich dabei sozusagen in der Rolle der Heb- amme: Ich helfe Künstlern, ihre Babys, also ihre Ideen zur Welt zu bringen – auch wenn sie vorher oft gar nicht wissen, wie sie dann schließlich aussehen werden.

Elbphilharmonie Konzerte 2010/2011 Mit Thomas Hampson, Mariss Jansons, Piotr Anderszewski, New York Philharmonic,
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Mit Thomas Hampson, Mariss Jansons, Piotr Anderszewski, New York Philharmonic, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Königliches Concertgebouw Orchester Amsterdam

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zur Reihe Jazz Piano9

Wie Sie wissen, widmen wir eine ganze Kon- zertreihe dem Jazz Piano. Was zeichnet Pia- nisten im Jazz aus?

Na, sie halten die ganze Welt in ihren Händen! Sie gebieten über riesige Klang- gewalten, fast wie ein Orchester. Sie kön- nen noch die zartesten Gedanken formu- lieren. Sie können melodisch spielen oder harmonisch, rhythmisch oder perkussiv; manchmal sogar alles gleichzeitig. Für sie gibt es fast keine stilistischen Grenzen.

Welche Pianisten bewundern Sie?

Ich liebe viele von ihnen, aus ganz unterschiedlichen Gründen. Thelonious Monk zum Beispiel. Seine Konstrukte wirkten zuerst ziemlich merkwürdig, vor allem wegen seines eigenwilligen Zeitge- fühls. Wussten Sie, dass er an einer psy- chischen Krankheit litt? Als hätte er sich sein eigenes Universum aus Musik gebaut, das nur er allein bewohnen konnte. Aller- dings wollten dann ziemlich viele nach ihm auch dort einziehen.

Bill Evans interessiert mich sehr, aber auf ganz andere Weise. Sein Stil lässt so tief blicken, so als würde man seine verborgensten Gedanken belauschen. Evans steht für den Mut und den Wil- len, das Innerste nach Außen zu kehren, seine intimsten Gefühle preiszugeben, so dass alle sie hören können. Wir dürfen Zeugen seiner Selbstfindung sein, seiner Suche nach der fundamentalen Wahrheit. Es fühlt sich gleichermaßen privat wie öffentlich an. Am anderen Ende des emotiona- len Spektrums residiert Oscar Peterson, der mich mit seiner schieren Virtuosität beeindruckt. Er dekoriert seine Inter- pretationen mit dem Exzess des Rokoko. Sein Ansatz beruht auf Beherrschung und Autorität. Peterson vermittelt mir immer das Gefühl, er könne wirklich alles auf dem Klavier. Er kann verblüffen oder verzaubern, er spinnt mit seinen Fingern reine Magie.

Leider leben diese genialen Pianisten alle nicht mehr …

Oscar Peterson

er spinnt mit seinen Fingern reine Magie. Leider leben diese genialen Pianisten alle nicht mehr …
Kultur Kultur Informationen rund um das Ham Konzert- Konzert- und und Kulturangebot Kulturangebot Ticket
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Jazzkonzerte und Kaffeegenuss im

House (1. Eta   Jazzkonzerte und Kaffeegenuss im Elbphilharmonie Kulturcafé am Mönckebergbrunnen Barkhof 3
House (1. Eta   Jazzkonzerte und Kaffeegenuss im Elbphilharmonie Kulturcafé am Mönckebergbrunnen Barkhof 3
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Elbphilharmonie Kulturcafé am Mönckebergbrunnen Barkhof 3 / 20095 Hamburg Tel: 040 357 666 66 / Fax: 040 357 666 888 kulturcafe@elbphilharmonie.de www.kulturcafe.elbphilharmonie.de

Öffnungszeiten:

Kulturinformationszentrum Mo-Fr 10-19 Uhr, Sa 10-18 Uhr

Starbucks Coffee House Mo-Fr 8-21 Uhr, Sa 9-21 Uhr, So / Feiertag: 10-19 Uhr

House Mo-Fr 8-21 Uhr, Sa 9-21 Uhr, So / Feiertag: 10-19 Uhr Sie haben recht. Leider.

Sie haben recht. Leider. Aber wissen Sie, wer noch lebt? McCoy Tyner. Den bewundere ich wirklich sehr. Er ist eine Urgestalt des Jazz, ein Fels. Eigentlich müsste man ihn im Mount Rushmore ver- ewigen, Sie wissen schon, diesem Monu- ment in South Dakota, wo die Köpfe der vier größten Präsidenten in die Felswand gemeißelt sind. Er sollte auch dort sein – der Vater des modernen Jazz Pianos, mit seinem Stil basierend auf perkussivem Anschlag mit donnernden Händen. Für mich verkörpert McCoy Tyner den puren Klang der Natur.

Und was verbinden Sie mit den Musikern der Konzertreihe Jazz Piano?

Ich finde es wirklich klasse, dass Eure Reihe so unterschiedliche Musiker zusammenführt – spricht für die glo- bale Reichweite von Jazz. Am längsten kenne ich Marc Copland, der ja auch der dienstälteste Pianist der Reihe ist. Er ist ein Lyriker, ein Poet. Vijay Iyer ist 2009 mit seinem Album »Historicity« auf die internationale Bühne gestürmt und fas- ziniert mich besonders, weil er Einflüsse seiner indischen Heimat in seiner Musik verarbeitet. Aber am besten kenne ich Brad Mehldau, allein schon weil ich die Alben seines Lehrers Kenny Werner pro- duziere. Als ich Brad das erste Mal traf – Mitte der 90er – war er gerade Mitte zwanzig, ein großes Kind, hochtalentiert, sehr nachdenklich, aber unruhig, weil er nicht wusste, in welche Richtung er seine Begabung entwickeln sollte. Na, das hat sich geklärt … Bis heute hält er peinlich genau fest, wann er wo mit wem gespielt hat. Er schleppt immer dieses Buch mit sich herum, wo er das minutiös von Hand einträgt. Eine Mischung aus Tagebuch und Chronik und Ausdruck seiner außer- ordentlichen Reflektiertheit. Was die europäischen Vertreter der Serie betrifft: Martin Tingvall und sein Trio repräsentieren die derzeit starke

zur Reihe Jazz Piano11

repräsentieren die derzeit starke zur Reihe Jazz Piano 11 McCoy Tyner Bewegung, stilistische Elemente aus ande-

McCoy Tyner

Bewegung, stilistische Elemente aus ande- ren Bereichen in den Jazz zu integrieren. Das finde ich gut, das erweitert unser Vokabular. Bobo Stenson – ein Schwede, genau wie Martin Tingvall – ist wohl der Musiker mit der größten historischen Bindung. Er hat schließlich schon in den 60ern mit den ganz Großen gespielt.

Also entwickelt sich Jazz von Generation zu Generation weiter?

Klar, das lässt sich hier doch prima beobachten. Genau wie andere Künste ist auch Jazz ständig in Bewegung. Immer gibt es neue Einflüsse, verschieben junge, kreative Musiker die Grenzen weiter, ändern sich die Definitionen. Man könnte vielleicht sagen: Jazz-Musiker sprechen eine gemeinsame Sprache, aber mit indi- viduellen Dialekten.

Interview & Übersetzung: Clemens Matuschek

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Samstag, 16. Oktober 2010 / Marc Copland Trio13

Marc Copland Trio

Marc Copland piano Drew Gress bass Jochen Rückert drums

»Das Klavier ist mein Schlachtross« prahlte einst der Tastenritter Franz Liszt. Marc Copland dagegen ist so etwas wie der zart besaitete Robert Redford des Pianos: »Der Klavierflüsterer« lautet der Ehrentitel, den ihm Journalisten, Kollegen und Fans verliehen haben. Tatsächlich gilt der Ame- rikaner als der feinste Lyriker unter den Jazzpianisten. Seit Mitte der 80er-Jahre ist er sukzessive vom Geheimtipp zum Super- star aufgestiegen.

Marc Copland begann seine Karriere Anfang der 1960er-Jahre in der Jazz-Szene seiner Heimatstadt Philadelphia zunächst als Saxofonist. Später zog er nach New York, wo er an der Columbia University studierte. In den 80er-Jahren wandte er sich schließlich dem Klavier zu und ent- wickelte eine völlig eigenständige, neue Ästhetik.

Seine rätselhaft schwebenden Harmonien, mit denen er differenzierte Farbnuancen erzeugt, sind seit Jahren ein unverkenn- bares Markenzeichen Marc Coplands. Wie Lichtbrechungen in einem Prisma wirken seine Klänge bisweilen, die in ihrer fas- zinierenden Vieldeutigkeit einen weiten Horizont eröffnen – Musik von gläser- ner Klarheit. »Meine ganze Karriere habe ich an der Erweiterung des Klangfarben- spektrums gearbeitet«, erklärt Marc Cop- land. »Das ist so, als wenn man als Maler zunächst nur die Grundfarben auf der Palette hätte und dann die mannigfaltigen Möglichkeiten des Mischens der Töne ent- deckt, ihr Verhältnis untereinander.«

Marc Copland stellte seine pianistischen Fähigkeiten gerne und oft in den Dienst fruchtbarer musikalischer Kooperatio- nen. So arbeitete er mit Musikern wie Randy Brecker, Art Farmer, Curtis Fuller und Gary Peacock; letzterer sollte später ein langjähriger musikalischer Partner werden. Mit My Foolish Heart nahm Cop- land 1988 sein Debütalbum auf, an dem John Abercrombie, Gary Peacock und Jeff Hirshfield mitwirkten. Daneben arbeitete

er weiter mit seinem Trio und Quartett, ab

1992 verstärkt mit Gary Peacock und Billy

Hart (Paradiso).

Ab der Mitte der 1990er-Jahre tourte Copland häufig mit eigenen Formationen durch Europa: im Duo mit John Abercrom- bie und anderen instrumentalen Partnern, mit Trios und Quartetten in unterschied- lichen Besetzungen. Das Trio mit Drew Gress am Bass und Jochen Rückert am Schlagzeug entpuppte sich schließlich als

eine recht konstante Formation, mit der er

2001 das Album Haunted Heart and Other

Ballads aufnahm.

Mit der mittlerweile dreiteiligen CD-Reihe New York Trios und mit seiner jüngsten Solo-Einspielung Alone hat sich Copland nun endgültig als legitimer Nachfolger von Bill Evans oder Keith Jarrett ausgewiesen. »Hier kann man akustisch nachempfin- den, warum man ihn als zeitlosen, hoch- sensiblen, rätselhaften, impressionistisch spielenden Jazzklassiker bezeichnet, der das Klavierspiel und das Klaviertrio neu belebt hat«, befand die Zeitschrift Jazz Podium. Dass Copland mit dem Klavier nicht nur flüstert, sondern auch mal hand- fest zupackt, zeigt im übrigen sein künstle- risches Credo: »Jazz ist ein Abenteuer für das Hirn und eine Affäre für das Herz.«

sein künstle- risches Credo: »Jazz ist ein Abenteuer für das Hirn und eine Affäre für das

Marc Copland

Tingvall Trio

Martin Tingvall piano Omar Rodriguez Calvo bass Jürgen Spiegel drums

Das Tingvall Trio gehört zu den ganz weni- gen jungen deutschen Jazzformationen, die sich innerhalb kürzester Zeit auf die vorderen Ränge ihres Genres vorgearbeitet haben. Staunten die Medien beim ersten Album Skagerrak noch über die durchge- hende Qualität (NDR: »Beeindruckendes Zeugnis unverbrauchter Musikalität«), kristallisierte sich bei Fans und Presse mit dem Nachfolger Norr (»Norden«) die Erkenntnis heraus, dass der unverwech- selbare Sound noch homogener gewor- den war – ein Eindruck, der sich mit dem aktuellen Album Vattensaga (»Wasser- sage«) verfestigte. Geschichten rund um das wichtigste Grundelement – Wasser –, seine Kraft und seine Magie bestimmen die quasi filmisch angelegten Komposi- tionen. Da erscheint es nur konsequent, dass sich das Tingvall Trio für das Projekt »Viva con Agua« engagiert, das weltweit Brunnen und Trinkwasseraufbereitungs- anlagen aus Spendengeldern organisiert und finanziert. Neben erfolgreichen Kon- zerten in Deutschland konnte das Tingvall Trio auch in Skandinavien, Österreich, Polen, den Benelux-Ländern und selbst in Japan unzählige Fans gewinnen.

Das Tingvall Trio wurde 2003 vom schwe- dischen Pianisten und Komponisten Mar- tin Tingvall gegründet. Seine Stücke sind geprägt von eingängigen Melodien, die nicht nur Jazzliebhaber schnell mitreißen und die dem Hörer auch nach dem Konzert lange nicht aus dem Kopf gehen. »Meistens komponiere ich, wenn ich in meiner Hei- mat bin«, erzählt Martin Tingvall, der auch

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Songs für Udo Lindenberg schreibt. »Auf unserem Album Norr findet sich denn auch eine komponierte Huldigung an mein Dorf Snårestad an der Küste Südschwe- dens. Die einzige, die mich hier ab und zu aus der Ruhe bringt, ist meine Katze Selma. Sie hört nicht nur alle Stücke zu- allererst, sondern singt auch gerne mit.«

Omar Rodriguez Calvo unterfüttert die nordischen Melodien mit seinem Bass. Dabei lässt der gebürtige Kubaner gerne seine eigenen musikalischen Wurzeln ein- fließen. »Das Trio ist für mich ein wichti- ger Teil meiner musikalischen Reise«, sagt er, »es verbindet die ruhigen und die explo- siven Emotionen des täglichen Lebens in Musik.«

Jürgen Spiegel wiederum bringt langjäh- rige Erfahrung aus den Bereichen Rock, Pop und Hip-Hop mit und setzt den lyri- schen Farben seiner Partner seine rhyth- mische Energie entgegen. »Das Zusam- menspiel ist eine große Herausforderung«, sagt er, »die Spaß und neue Ideen bringt.«

Folgerichtig bezeichnen die drei Wahlham- burger ihren Stil als »Jazz mit kubanischen Anklängen und Rock’n’Roll-Attitüde«. In den Balladen schwingt aber auch nordische Melancholie mit. Bei genauerem Hinhören lassen sich oft schwedische Volkslieder als eine Quelle der Inspiration heraushören. Aber nicht nur die nordischen Einflüsse machen die Musik des Tingvall Trio unver- wechselbar. Typisch für viele Kompositi- onen ist ihr Aufbau: Häufig scheinen sich die Stücke aus mehreren eigenständigen Teilen zusammenzusetzen. Die Arrange- ments lassen aber jede Menge Freiraum für Improvisationen, so dass jeder Auftritt auch für das Tingvall Trio einzigartig ist.

Montag, 13. Dezember 2010 / Tingvall Trio15

jeder Auftritt auch für das Tingvall Trio einzigartig ist. Montag, 13. Dezember 2010 / Tingvall Trio

Tingvall Trio

Bobo Stenson Trio

Bobo Stenson piano Anders Jormin bass Jon Fält drums

»Ich habe mich – neben Jazz – schon immer für klassische Musik und auch für Volksmusik interessiert«, berichtet der schwedische Pianist Bobo Stenson. »Wenn ich eine Melodie mag, dann spiele ich sie auch. Man muss für alles offen sein, was um einen herum geschieht.«

In der Tat zählt Bobo Stenson, der in der Nähe von Stockholm als Bo Gustav Sten- son das Licht der Welt erblickte, zu den vielseitigsten Musikern seiner nordischen Heimat. Sein letztes Album Cantando (2008) beispielsweise enthält – neben Eigenkompositionen – Jazzstandards, die etwa von Miles Davis oder Ornette Cole- man bekannt gemacht wurden, Bearbei- tungen klassischer Lieder von Alban Berg oder des zeitgenössischen tschechischen Komponisten Petr Eben, einen Tango von Astor Piazzolla und Songs des kubani- schen Protestsängers Silvio Rodríguez. Dennoch schafft es Bobo Stenson, aus diesen heterogenen Zutaten einen unge- mein kohärenten Stil zu schaffen.

Dieses Talent hängt wohl mit seiner Bio- grafie zusammen. Bobo Stenson lernte zunächst klassisches Klavier, bevor er sich dem Jazz zuwandte. Schon bald nach dem Abitur konzertierte er im Pariser Blue Note Club. Er spielte in unterschiedlichen

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Formationen in Deutschland und Schwe- den; als Sideman begleitete er etwa Sonny Rollins, Gary Burton, Stan Getz und Dex- ter Gordon. Zudem arbeitete er eng mit dem in den 60er-Jahren in Skandinavien lebenden Don Cherry zusammen. In den 70er-Jahren gründete er sein Klaviertrio, mit dem er erstmals für ECM aufnahm – was ihn freilich nicht davon abhielt, sich parallel der Weltmusik zuzuwenden, etwa in Projekten mit dem türkischen Schlag- zeuger Okay Temiz.

Weitere zehn Jahre später festigte sich die musikalische Partnerschaft mit dem Bassisten Anders Jormin. Neben den von der internationalen Kritik hoch gelobten Trio-Platten Reflections, War Orphans und Serenity mit dem Drummer Jon Christen- sen arbeiteten die beiden gemeinsam an Projekten mit Don Cherry, Charles Lloyd und Tomasz Stanko. 2005 übernahm der Amerikaner Paul Motion für die CD-Auf- nahme Goodbye den Platz am Schlagzeug. Seit zwei Jahren sorgt nun Jon Fält mit sei- ner energetischen Spielweise für frischen rhythmischen Wind im Trio.

Bobo Stensons Schaffen ist vielfach mit Preisen gewürdigt worden. Bereits 2001 wurde Bobo Stenson von der französi- schen Académie de Jazz als »bester euro- päischer Musiker« ausgezeichnet. 2006 wurde ihm die schwedische Medaille »Lit- teris et Artibus« und der European Jazz Prize verliehen; 2007 erhielt er den schwe- dischen »Django d’Or« als Master of Jazz.

Donnerstag, 3. Februar 2011 / Bobo Stenson Trio17

schwe- dischen »Django d’Or« als Master of Jazz. Donnerstag, 3. Februar 2011 / Bobo Stenson Trio

Bobo Stenson Trio

Vijay Iyer’s »Tirtha«

Vijay Iyer piano Prasanna guitar Nitin Mitta tabla

»Mittlerweile kann es keinen Zweifel mehr daran geben, dass der Pianist und Kompo- nist Vijay lyer zu den kreativsten und inno- vativsten Jazzkünstlern der Generation unter 40 zählt,« schreibt der Chicago Tri- bune, und die New York Times zählt Iyer »zu den wichtigsten zeitgenössischen Pia- nisten mit außerordentlicher Begabung«.

Vijay Iyer wurde im Bundesstaat New York als Sohn indischer Einwanderer geboren. Er lernte Geige und Klavier, absolvierte ein Physikstudium und promovierte in Musikwissenschaft. Parallel machte er sich als Jazz-Pianist einen Namen. Besonders wichtig ist ihm, eine künstlerische Balance zwischen den kulturellen Wurzeln seiner Familie und moderner Jazz-Musik zu wah- ren: »Genau wie der befreundete Saxofo- nist Rudresh Mahanthappa gehöre ich zur ersten Generation indischer Amerikaner. Wir waren beide früh getrieben von Iden- titätssuche. Wer wir wirklich sind, haben wir durch die Musik erfahren.«

Eine Identitätssuche, die ganz nebenbei von großem künstlerischen Erfolg gekrönt war. Nach etlichen Produktionen – etwa mit Rudresh Mahanthappa – legte Vijay Iyer 2009 die Trio-Platte Historicity vor, die prompt von zahlreichen amerikani- schen Medien zur Jazzplatte des Jahres gewählt wurde. 2010 wurde er bei den Jazz Awards der Jazz Journalists Associ- ation zum Künstler des Jahres gewählt, eine Ehre, die zuvor unter anderem Her- bie Hancock zuteil wurde. In Deutschland erhielt er im selben Jahr zusammen mit

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seinem Trio den Jazz-Echo als bestes inter- nationales Ensemble. Im August 2010 stellte er sein erstes Solo-Album vor, beti- telt schlicht Solo.

Vijay Iyer hat zudem Orchester- und Kammermusikwerke komponiert, Musik für Film, Fernsehen, Radio und Theater geschrieben und mit zahlreichen Künst- lern unterschiedlicher Sparten zusammen- gearbeitet. Er unterrichtet an der Man- hattan School of Music und der New York University und publiziert nach wie vor auch wissenschaftliche Aufsätze.

Vijay Iyers neuestes Trio-Projekt trägt den Titel »Tirtha«. Hier macht er gemeinsame musikalische Sache mit zwei anerkannten, jungen, in den USA lebenden indischen Musikern: Der bahnbrechende Gitarrist Prasanna ist ein gefeierter Virtuose süd- indischer klassischer Musik, aber auch erfahren in abendländischer Musiktradi- tion. Der hochbegabte Tabla-Spieler Nitin Mitta hat sich in den letzten Jahren als einer der gefragtesten Percussionisten sei- nes Genres profiliert – niemand handhabt das kleine Trommelpaar so virtuos wie er.

In Originalkompositionen von Vijay Iyer und Prasanna erzeugt das Trio »Tirtha« einen runden, vollen und erstaunlich homogenen Ensembleklang, eine natürli- che und organische Synthese unterschied- licher musikalischer Stile. Das Resultat ist eine Art globalisierte Kammermusik des 21. Jahrhunderts, die sofort ins Ohr geht und vor Lebendigkeit sprüht. »Mit dem Begriff �fusion� tun wir uns schwer«, sagt Vijay Iyer, »weil wir uns selbst nicht so sicher sind, was hier eigentlich fusioniert. Wir kombinieren einfach nur das, was wir als Weltbürger mitbringen.«

Samstag, 9. April 2011 / Vijay Iyer’s »Tirtha«19

einfach nur das, was wir als Weltbürger mitbringen.« Samstag, 9. April 2011 / Vijay Iyer’s »Tirtha«

Vijay Iyer

Brad Mehldau

»Brad Mehldau wird überall auf der Welt als einer der abenteuerlustigsten, origi- nellsten Jazzpianisten der Szene verehrt«, konstatierte unlängst die Los Angeles Times. Seit den frühen 90er-Jahren hat Brad Mehldau unzählige umjubelte Auf- tritte bestritten und etliche erfolgreiche CD-Aufnahmen eingespielt.

Wie ein roter Faden zieht sich die klassi- sche Trio-Besetzung durch sein Wirken. Mit Larry Grenadier am Bass und Jorge Rossy am Schlagzeug hat er unter dem Titel The Art Of The Trio eine Maßstäbe setzende Serie von fünf Alben veröffent- licht, die er 2008 um die Platte Brad Mehl- dau Live (mit dem Drummer Jeff Ballard) ergänzte. Darüber hinaus ist er auch solo in Erscheinung getreten, etwa auf den Produktionen Elegiac Cycle (1999) und Places (2000). Zuletzt trat Brad Mehldau auf Highway Rider (2010) nicht nur als Pianist und Komponist, sondern auch als Orchester-Arrangeur in Erscheinung.

Brad Mehldaus musikalische Persönlich- keit unterliegt einer gewissen Spaltung. Auf der einen Seite ist er ein Improvi- sateur, der das Wunder und die Überra- schung einer spontanen musikalischen Idee über die Maßen liebt. Andererseits fasziniert ihn die formelle Architek- tur von Musik: Während seines Spiels achtet Brad Mehldau darauf, wie die Struktur sich entwickelt. So bekommt jeder Song einen starken erzählerischen Spannungsbogen, ganz gemäß dem alten künstlerischen Credo »Erst wer die Form beherrscht, darf mit ihr spielen«. Die scheinbar widersprüchlichen Seiten Brad Mehldaus ergänzen sich so vortrefflich und spornen sich gegenseitig zu Höchst- leistungen an.

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Brad Mehldaus Shows umfassen zudem eine große Spanne an Ausdrucksformen:

Hier der Song, der eine Melodie mit unwi- derstehlicher intellektueller Stringenz einem fortschreitenden Prozess der Abs- traktion unterwirft, dort die schlichte, emotionale Ballade. Brad Mehldau liebt dieses Spiel mit gegensätzlichen Extre- men, das durchaus Ausflüge in die klassi- sche Klavierliteratur beinhalten kann.

Brad Mehldau hat mit einer Vielzahl von Jazzgrößen zusammengearbeitet, so etwa mit Michael Brecker, Charlie Haden, Pat Metheny, Wayne Shorter und dem Saxofo- nisten Joshua Redman, in dessen Combo er über zwei Jahre aktiv war. Aber auch außerhalb des Jazz-Zirkels hat er seine Spuren hinterlassen: Auf dem Album Teatro der Countrylegende Willie Nelson ist er ebenso zu hören wie auf Scar von Singer/Songwriter Joe Henry. Im Auftrag der Carnegie Hall komponierte er eine Reihe von Liedern, die er gemeinsam mit der renommierten Sängerin Renée Flem- ming aufführte und unter dem Titel Love Sublime auf CD einspielte. Brad Mehldau steuerte zudem Filmmusik zu Klassikern wie Stanley Kubricks Eyes Wide Shut und Wim Wenders Million Dollar Hotel bei. Bei dem französischen Film Ma femme est une actrice zeichnete er gar für den gesam- ten Soundtrack verantwortlich.

Den Elbphilharmonie Konzerten ist Brad Mehldau bereits im zweiten Jahr ihres Bestehens tief verbunden. In der vergan- genen Saison eröffnete er mit seinem Trio die Serie »Jazz Piano«; in der aktuellen Spielzeit ist er neben seinem Solo-Abend auch als Klavierpartner der schwedischen Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter zu erleben (Samstag, 2. April 2011).

Mittwoch, 8. Juni 2011 / Brad Mehldau solo21

Anne Sofie von Otter zu erleben (Samstag, 2. April 2011). Mittwoch, 8. Juni 2011 / Brad

Brad Mehldau

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Impressum Herausgeber: HamburgMusik gGmbH – Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft Generalintendanz: Christoph Lieben-Seutter Geschäftsführung: Dr. Gereon Röckrath Redaktion, Layout und Satz: Clemens Matuschek Das Interview mit Jeff Levenson ist ein Originalbeitrag für dieses Heft. Gestaltung: integral ruedi baur zürich Druck: Hartung Druck+Medien GmbH Anzeigenvertretung: Antje Sievert, +49 (0)40 450 698 03, antje.sievert@kultur-anzeigen.com

Bildnachweis Jeff Levenson (John Abbott); Oscar Peterson (Monterey Jazz Festival); McCoy Tyner (John Abbott); Marc Copland (Konstantin Kern); Tingvall Trio (Steven Haberland); Bobo Stenson Trio (Roberto Masotti / ECM); Vijay Iyer (Jimmy Katz); Brad Mehldau (unbezeichnet)

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„Musik allein ist ohne Zeit undenkbar. Die Zeit ist das Tempo.

Aber vor allem ist sie es, die ein Musikstück zum Klassiker macht. Kann an einem Klassiker überhaupt etwas neu sein? Ja, ganz sicher die leidenschaftliche Interpretation, die ihn zeitgemäß bleiben lässt.“

Lang Lang , weltbekannter Pianist, trägt die Montblanc Nicolas Rieussec. Monopusher Chronograph, inspiriert von der Drehscheiben-Technik des von Rieussec erfundenen Chronographen aus dem Jahr 1821. Schweizer Montblanc Manufaktur Kaliber mit Handaufzug, 43-mm-Gehäuse aus Rotgold.

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