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Ballung, die - concentration n (meistens verwendet), agglomeration, accumulation

conglomeration, agglomerate
räumliche Ballung f— spatial concentration 
regionale Ballung f— regional concentration 
Verdichtungsraum, der - compression chamber, compression space or area
die Besatzungsmacht - occupying power, (Militär;) occupation force (seldom)
der Kohlebergbau - coal mining
der Niedergang - decline (fast immer verwendet); seltener: fall, downfall, demise n ·
fade-out · descent · comedown · declension · downgrade
Beispiele: wirtschaftlicher Niedergang —economic decline
politischer Niedergang —political decline
den Niedergang beschleunigen —precipitate the ruin
die Weltwirtschaft - global economy ,world economy
Beispiele: Eine Finanzkrise ist eine Bedrohung für die Weltwirtschaft. = A financial
crisis is a threat to global economy.
andauernd adj —continuous, · continuing, · permanent v · constant
andauernder Konflikt — continual conflict
andauernder Kampf — continuous struggle; · ongoing battle
andauernder Kontakt— lasting contact
der Strukturwandel, die Strukturwandel - structural change, structural transformation n ·
restructuring n
Beispiele: wirtschaftlicher Strukturwandel m—economic structural change n ·
structural economic change
innerbetrieblicher Strukturwandel m [Umschr.]—reengineering n
innerbetrieblich – internal, in-house, seltener: interoffice, in-plant
die Schlüsselindustrie, n - key industry
die Auswirkung, -en - effect n (on) , impact, implication [Auswirkungen haben]
Das Ereignis hatte nachhaltige Auswirkungen. The event had lasting effects.
Die neuen Strategien hatten eine große Auswirkung auf die Wirtschaft. The new
policies had a big impact on the economy.
Die strukturellen Änderungen hatten merkbare Auswirkungen auf die Mitarbeiter.
The structural changes had an appreciable impact on the employees.
Die Wahl hatte positive Auswirkungen auf die Wirtschaft. The election had positive
implications for the economy.
Der Treibhauseffekt hat globale Auswirkungen. The greenhouse effect has
global implications.
Die Schließung der Fabrik hatte Auswirkungen auf die ganze Ortschaft. The factory
closure had repercussions on the whole community.
der Gegenzug – countermove, opposite train, counteroffensive
Beispiel: im Gegenzug —in return adv · in turn · conversely adv · by contrast
im Gegenzug für—in exchange for

abnehmen (etw.Akk ~) - decrease, decline, remove, take sth. off


Beispiel : Die Verkaufszahlen nehmen ab, deshalb muss das Unternehmen jetzt
handeln. Sales figures are decreasing, the company needs to act now.
Ich nahm den Deckel vom Karton ab. I removed the lid from the box.
Ich nahm die Gardinen ab, um sie zu waschen. I took off the curtains to wash them.
Mit der Erholung der Wirtschaft hat die Arbeitslosigkeit abgenommen.
Unemployment has declined with the recovery of the economy.
erwirtschaften (etw.Akk ~) generate, earn, produce, obtain, gain
Beispiele: Das Unternehmen erwirtschaftet hohe Gewinne. The company generates
high profits.
Zahlungsüberschüsse erwirtschaften —generate payment surpluses
einen Gewinn erwirtschaften —make a profit
die Dienstleistung , - en – service, service offering, service provision, attendance
Die meisten Dienstleistungen werden gegen Entgelt verrichtet. Most services are
provided for pay.
Die Firma bietet professionelle Dienstleistungen für Gebäude an. The company
offers professional services for buildings.Die Dienstleistungen der Firma sind auf
ihrer Webseite aufgelistet. The company's service offerings are listed on its website.
das Kernstück, -e - core, core piece n · centerpiece, central part
starkes Kernstück —strong core
kraftvolles Kernstück —powerful core
verflochten sein Adjektiv / Partizip Perfekt - interwoven
der Baustein, -e - component, building blockd
streichen (etw.Akk ~) - strich – gestrichen delete sth., remove sth., withdraw sth. v
Die Stadtverwaltung strich die Förderung für das Projekt. The city council withdrew
funding for the project.
die Wettbewerbsfähigkeit - competitiveness
Meine Firma muss ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern, um expandieren zu können. My
company has to improve its competitiveness in order to expand.
Deutsche Schlüselindustrien
Wie wichtig ist die Industrie insgesamt?
Die Bedeutung der Industrie in Deutschland hat in den vergangenen Jahren deutlich
abgenommen. Arbeiteten 1991 noch rund 9,3 Millionen Beschäftigte in der Industrie,
waren es 2008 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nur noch rund 5,3 Millionen.
Die Zahl der Betriebe sank in diesem Zeitraum von 54 000 auf 23 414. Im Gegenzug hat
der Dienstleistungssektor immer mehr an Bedeutung gewonnen. Hier arbeiten mittlerweile
fast drei Viertel der Beschäftigten in Deutschland. Dennoch geht es ohne die Industrie
nicht. Sie ist noch immer das Kernstück der deutschen Wirtschaft und erwirtschaftet rund
ein Viertel des deutschen Bruttoinlandsproduktes – so viel wie in kaum einem anderen
Land. Viele Dienstleistungen hängen unmittelbar von der Industrie ab. Und gerade im
letzten Aufschwung von Ende 2005 bis Anfang 2008 war die Industrie der wichtigste
Baustein. Hier entstanden Arbeitsplätze und Wachstum.

Welche Branchen sind Kern- oder Schlüsselindustrien?


Klar definiert sind die Begriffe Kern- oder Schlüsselindustrie zwar nicht. Gemeinhin
bezeichnet jeder Staat aber diejenigen Industrien als seine Kernindustrien, die einen
größeren Teil der Wertschöpfung und Beschäftigung ausmachen und darüber hinaus auch
eng mit anderen Branchen verflochten sind. In Deutschland steht deshalb die
Autoindustrie zusammen mit dem Maschinenbau an erster Stelle. Während der
Maschinenbau sehr stark mittelständisch geprägt ist und es nur wenige Großkonzerne
gibt, die einem breiten Publikum bekannt sind (zum Beispiel Heidelberger Druck), sieht die
Struktur in der Automobilindustrie auf den ersten Blick ganz anders aus. Hier stechen die
weltbekannten Autohersteller wie Volkswagen, BMW, Daimler oder auch Opel heraus.
Mindestens ebenso wichtig sind jedoch die Autozulieferer, die die Hersteller mit den
nötigen Teilen versorgen. Hierzu gehören etwa Bosch, Continental, Schaeffler und viele
kleinere Betriebe. Nach Angaben des Branchenverbandes VDA arbeiten in Deutschland
allein 757 000 Menschen direkt in der Automobilindustrie, also bei Herstellern und
Zulieferern. Insgesamt, so argumentiert der VDA, seien rund fünf Millionen Beschäftigte in
Deutschland von der Autoindustrie abhängig. Diese Rechnung ist jedoch breit gefasst, der
VDA rechnet zum Beispiel auch rund 1,2 Millionen Taxi- und Fernfahrer dazu. Das
Statistische Bundesamt geht von rund 900 000 Beschäftigten aus. Wie wichtig die
Branche ist, zeigt eine Rechnung der Bundesbank: Demnach werden drei Prozent der
gesamten deutschen Wertschöpfung in der Autoproduktion und den ihr verwandten
Branchen geschaffen werden. Jeder Euro, den die Autohersteller an Umsatz verlören,
bewirke gesamtwirtschaftlich einen 2,2-mal so großen Umsatzrückgang.

Ähnlich wichtig wie die Autoindustrie ist der deutsche Maschinen- und Anlagenbau. Hier
waren im Jahr 2008 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 932 157 Menschen
beschäftigt. Die Branche hat gerade in den vergangenen Jahren einen gewaltigen
Aufschwung erlebt, der vor allem auf die starke Nachfrage aus dem Ausland
zurückzuführen war. Die deutschen Hersteller bauen in der Regel hoch spezialisierte
Maschinen und sind häufig Weltmarktführer in ihren Bereichen. Rund drei Viertel der
Produktion gehen in den Export. Entsprechend stark ist der Maschinenbau von der
aktuellen Weltrezession getroffen. Für 2009 erwartet der Branchenverband VDMA einen
deutlichen Produktionsrückgang. Dass der Staat zur Rettung einzelner Firmen einspringen
muss, gilt jedoch als unwahrscheinlich. Zu dick sind die Polster, die sich die Unternehmen
zugelegt haben.
Welche Branche ist neben der Auto- und Maschinenbauindustrie besonders relevant?
Als dritte deutsche Kernbranche nennen Ökonomen in der Regel die Chemieindustrie.
Zwar arbeiten in der Metall- und Elektroindustrie deutlich mehr Menschen, aber für den
deutschen Export ist die Chemiesparte besonders relevant. Zu den größten Unternehmen
zählen BASF und Bayer. Deutschland ist in dieser Branche Exportweltmeister: 12,4
Prozent der weltweiten Chemieausfuhren kommen von hier. Entsprechend spürt die
Chemieindustrie die weltweit einbrechende Nachfrage. Im Januar gingen die Umsätze
zurück. Auch für das Gesamtjahr 2009 gibt sich die Mehrzahl der deutschen
Chemieunternehmen einer Umfrage zufolge pessimistisch. Besonders heftig trifft es die
Unternehmen, die Grundchemikalien für Industrieunternehmen liefern, sowie einige
Spezialbereiche wie zum Beispiel das Geschäft mit Flüssigkristallen, die etwa in
Flachbildfernsehern verwendet werden. Deutlich besser sind die Aussichten bei
Chemikalien, die für Wasch- und Körperpflege verwendet werden, und bei
pharmazeutischen Produkten, die generell wenig konjunkturabhängig sind.