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Betriebsanleitung
Richtlinie 94/9/EG Gerätegruppe II
Bereich Zone 2 Gerätekategorie 3G
Linde Niederhubwagen
mit Gaswarnanlage PL-G 1000 nach EN 1755
T 30
Mit Elektromotoren
131 807 1550 DE
0806
Linde - Ihr Partner Linde Material Handling GmbH & Co. KG

Linde, ein weltweit im Investiti-


ons- und Dienstleistungsbe-
reich tätiges Unternehmen,
ist mit seinen drei Unterneh-
mensbereichen und sechs
Geschäftsbereichen eines der
großen Industrieunternehmen
der Europäischen Gemein-
Fenwick-Linde, Châtellerault schaft.

Der Geschäftsbereich Linde


Material Handling zählt zu den
international führenden Her-
stellern von Flurförderzeugen
und Hydraulik. Zu ihr gehören
acht Fertigungsbetriebe in der
Bundesrepublik Deutschland,
Werk II, Aschaffenburg-Nilkheim Lansing Linde Ltd., Basingstoke
in Frankreich und Großbritan-
nien sowie Tochtergesellschaf-
ten und Niederlassungen in al-
len wirtschaftlich bedeutenden
Ländern.

Linde Flurförderzeuge genie-


ßen – dank ihres hohen Qua-
litätsniveaus in Technik, Lei-
stung und Service – Weltruf.
Werk I, Aschaffenburg Werk III, Kahl am Main Linde Heavy Truck Division Ltd., Merthyr Tydfil
Vorwort
Ihr Linde-Flurförderzeug Die Regeln für die bestimmungs- und Der Betreiber (Unternehmer) muß das
bietet bestmögliche Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Fahrkom-
ordnungsgemäße Verwendung von Flurför- Flurförderzeug nach Änderungen im Explo-
fort. In Ihrer Hand liegt es besonders, diese Eigenschaften lange derzeugen, die landesspezifischen Vorschrif- sionsschutz vor Wiederinbetriebnahme durch
zu erhalten und die daraus resultierenden Vorteile zu nutzen. ten und die Sicherheitsbestimmungen in die- einen Sachverständigen erneut überprüfen
Diese Betriebsanleitung zeigt Ihnen alles Wissenswerte über ser Betriebsanleitung sind von den zuständi-
Inbetriebnahme, Sicherheit, Fahrweise und Wartung. lassen.
Für hier nicht beschriebene Instandhaltungsarbeiten sind Fach- gen Personen, insbesondere vom Personal
kenntnisse, Meßgeräte und häufig auch Sonderwerkzeuge erfor- für die Bedienung und Instandhaltung, unbe- Ermittlung und Beurteilung von Gefähr-
derlich. Beauftragen Sie hiermit Ihren Linde-Vertragshändler. dingt zu befolgen. dungen nach dem Arbeitsschutzgesetz
Die Instandhaltung darf nur durch qualifizierte und von Linde
autorisierte Personen durchgeführt werden. Jede Gefährdung durch bestimmungs- (ArbSchG) beim Einsatz von Flurförderzeu-
Für einige Sonderausrüstungen gelten eigene Bedienungsan- fremde Verwendung ist ein durch den Ver- gen (FFZ)
leitungen, die mit diesen Geräten mitgeliefert werden.
Befolgen Sie je nach Ausführung Ihres Fahrzeugs die Hinweise
wender und nicht durch den Hersteller Linde Nach dem Arbeitsschutzgesetz hat der Arbeitgeber zu beurteilen,
zur Bedienung und führen Sie die nach Inspektions- und War- zu vertretender Sachverhalt. welche Gefährdungen für die Beschäftigten mit der Arbeit verbun-
tungsübersicht vorgeschriebenen Arbeiten regelmäßig, zeitge- den sind und welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforder-
recht und mit den hierfür vorgesehenen Betriebsstoffen durch.
Das Flurförderzeug darf nur in solchen lich sind (§ 5 ArbSchG). Das Ergebnis ist zu dokumentieren (§ 6
Tragen Sie die durchgeführten Arbeiten im Flurförderzeug-Brief explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt ArbSchG). Bei Flurförderzeugeinsätzen mit gleichartiger Gefähr-
ein, denn nur so erhalten Sie sich den Garantieanspruch. werden, für die es nach beigefügter Beschei- dungssituation können die Ergebnisse zusammengefaßt wer-

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Die Bezeichnungen im Text: vorn - hinten - links - rechts nigung zugelassen ist. den. Mit der Aufstellung auf Seite 3 geben wir Ihnen eine Hilfestel-
beziehen sich stets auf die Einbaulage der beschriebenen Teile lung, diese Vorschrift zu erfüllen.
in Vorwärtsfahrtrichtung des Flurförderzeugs. Bevor Ihr Fahrzeug für Arbeiten eingesetzt werden soll, die in
den Richtlinien nicht aufgeführt sind und zu diesem Zweck um- Bau und Ausrüstung der Linde-FFZ entsprechen der Maschi-
bzw. nachgerüstet werden muß, wenden Sie sich bitte an nenrichtlinie 89/392/EWG, und sie sind dementsprechend mit
Bestimmungsgemäße Verwendung autorisiertes Personal (Sachkundige). dem CE-Zeichen gekennzeichnet. Sie gehören deshalb nicht
zum erforderlichen Umfang der Gefährdungsbeurteilung, An-
Das Linde-Flurförderzeug dient zum Transportieren und Sta- Ohne Genehmigung des Herstellers, dür- baugeräte durch die eigene CE-Kennzeichnung ebenfalls nicht.
peln der im Tragfähigkeitsdiagramm angegebenen Lasten.
Im besonderen verweisen wir auf die dieser Betriebsanleitung
fen keine Änderungen, insbesondere An- und Der Betreiber hat jedoch die Art und Ausrüstung der FFZ so
Umbauten, an Ihrem Flurförderzeug vorge- auszuwählen, daß sie den örtlichen Einsatzbestimmungen
beigefügte Broschüre des VDMA „Regeln für die bestimmungs-
entsprechen.
und ordnungsgemäße Verwendung von Flurförderzeugen“ nommen werden.
sowie auf die Unfallverhütungsvorschriften Ihrer Berufsgenos- Um den Einsatz von Linde-FFZ sicher gestalten zu können,
senschaft und die besonderen Maßnahmen zur Teilnahme am Die Instandhaltung darf nur durch quali- liefern wir bei jedem FFZ neben der Betriebsanleitung die
öffentlichen Straßenverkehr im Rahmen der Straßenverkehrs- fizierte und autorisierte Personen (Sachkun- VDMA-Druckschrift „Regeln für die bestimmungs- und ord-
zulassungsordnung (StVZO). dige), die mit den Vorschriften des Explosi- nungsgemäße Verwendung von Flurförderzeugen“ mit.
onsschutzes vertraut sind, durchgeführt wer- In der Aufstellung sind wesentliche Gefährdungen genannt,
Der Betreiber ist dafür verantwortlich bzw. den. Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Lin- welche bei Nichtbeachtung am häufigsten die Ursache von
hat dafür Sorge zu tragen, daß das Fahrzeug de-Vertragshändler.
Unfällen sind. Sind betriebsbedingt weitere wesentliche Gefah-
ren vorhanden, so müssen diese zusätzlich aufgeführt werden.
stets im betriebssicheren Zustand ist.
Beim Austausch von explosionsge- In vielen Betrieben werden die Einsatzverhältnisse der FFZ so
Alle den Explosionsschutz betreffende schützten Bauteilen müssen in jedem Fall weit gleichartig sein, daß die Gefährdungen in einer Aufstellung
wieder explosionsgeschützte, geprüfte und zusammengefaßt werden können.
Maßnahmen in dieser Betriebsanleitung sind
für das Fahrzeug zugelassene Teile montiert Zu beachten sind auch die Aussagen der jeweils zuständigen
mit dem Symbol gekennzeichnet. Diese
werden. Berufsgenossenschaft zu diesem Thema.
sind unbedingt zu beachten!

2
Gefährdungsbeurteilung und Maßnahmen beim FFZ-Einsatz Vorwort
Gefährdung Maßnahme Prüfvermerk Hinweise
X erledigt
- nicht betroffen

FFZ-Ausrüstung entspricht nicht den örtl. Bestimmun- Überprüfung im Zweifelsfalle zuständige GAA oder BG
gen fragen

Fehlendes Wissen und mangelnde Eignung des Fah- Fahrerausbildung (Sitz und Stand-FFZ) UVV-BGV D27 - § 7
rers BGG 925
Fahrerausweis VDI 3313

Einweisung bei Mitgänger-FFZ

Benutzung durch Unbefugte Zugang mit Schlüssel nur für Beauftragte

FFZ nicht im betriebssicheren Zustand Wiederkehrende Prüfung und Mängelbeseitigung UVV-BGV D27 - §§ 9, 37,
BGG 918

Sichtbeschränkung durch Last Einsatzplanung UVV-BGV D27 - § 12


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Belastung der Atemluft Beurteilung der Dieselabgase TRGS 554

Beurteilung der Treibgasabgase MAK-Liste

Nicht zulässiger Einsatz (nicht bestimmungsgemäße Betriebsanweisung bekanntmachen UVV BGV D27 § 5
Verwendung)
Schriftliche Beauftragung des Fahrers UVV BGV D27 § 7

UVV BGV D27, Betriebsanleitung und VDMA-Druckschrift


beachten

Bei Betankung
a) Diesel UVV BGV D27, Betriebsanleitung und VDMA-Druckschrift
beachten

b) Treibgas UVV BGV D27, Betriebsanleitung und VDMA-Druckschrift


beachten

Beim Laden von Antriebsbatterien UVV BGV D27, Betriebsanleitung, VDMA-Druckschrift und VDE 0510: Insbesondere
VDE 0510 beachten a) Belüftung
b) Isolationswert

3
Vorwort
Technischer Hinweis Verwenden Sie im Reparaturfalle nur Original-Linde- Übernahme des Flurförderzeuges
Ersatzteile. Nur so ist gewährleistet, daß Ihr Linde-Flurförder-
Diese Betriebsanleitung darf – auch auszugsweise – nur mit zeug auf dem technischen Stand bleibt, wie Sie es übernom- Bevor das Flurförderzeug unser Werk verläßt, wird er einer
ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Herstellers men haben. sorgfältigen Kontrolle unterzogen, um zu gewährleisten, daß
Linde vervielfältigt, übersetzt oder Dritten zugänglich ge- er in einwandfreiem Zustand und mit vollständiger Ausrü-
macht werden. Bei Teile-Bestellungen sind neben den Teile-Nummern auch stung entsprechend der Bestellung in Ihren Besitz gelangt.
Ihr Vertragshändler ist zu einer nochmaligen Kontrolle und
Das Unternehmen Linde arbeitet ständig an der Weiterent- Flurförderzeug-Typ: ______________________________ ordnungsgemäßen Übergabe verpflichtet.
wicklung seiner Erzeugnisse. Bitte haben Sie Verständnis,
daß die Abbildungen und technischen Angaben bezogen auf Fabrikationsnummer/Baujahr: ______________________ Um späteren Reklamationen vorzubeugen, bitten wir Sie,
Form, Ausstattung und Know-how technischen Änderungen sich selbst genau von dem Zustand des Flurförderzeugs und
im Sinne des Fortschritts vorbehalten bleiben. INERIS ATEX Nr.: ____________________________ der Vollzähligkeit der Ausrüstung zu überzeugen und Ihrem
Händler die ordnungsgemäße Übergabe/Übernahme zu
Aus den folgenden Angaben, Abbildungen und Beschrei- bestätigen.
PTB Nr.: ____________________________________
bungen dieser Betriebsanleitung können deshalb keine An-
sprüche geltend gemacht werden. Zu jedem Flurförderzeug gehören folgende technische Un-
Übergabe-Datum: _______________________________ terlagen:
Richten Sie bitte alle Ihr Flurförderzeug betreffenden Fragen
und Ersatzteilbestellungen unter Angabe Ihrer Versand- anzugeben.
1 Betriebsanleitung

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anschrift nur an Ihren Vertragshändler. 1 EG-Konformitätserklärung
Übertragen Sie diese Daten bei Übernahme des Flurförder-
zeugs vom Typenschild der Aggregate in diese Betriebsan- (Hersteller bescheinigt, daß das Flurförder-
leitung. zeug den Anforderungen der EG-Richtlinie
Maschinen entspricht.)
1 Regeln für die bestimmungs- und ordnungs-
gemäße Verwendung von Flurförderzeugen
(VDMA)
1 Flurförderzeug-Brief, den Sie bei der Über-
gabe von Ihrem Linde-Vertragshändler aus-
gehändigt bekommen.
1 Bescheinigung über den Explosionsschutz

Gute Fahrt und viel Erfolg wünscht Ihnen

Linde Material Handling GmbH & Co. KG


Aschaffenburg

4
Typenschilder Beschreibung
1 Fabrikschild Flurförderzeug
2 Hersteller
3 CE-Zeichen
(Das CE-Zeichen bestätigt die Einhaltung der EG-Ma-
schinenrichtlinie und die Einhaltung aller einschlägi-
gen Richtlinien, die für das Flurförderzeug gültig sind.)
4 Fabrikations-Nr. / Baujahr
11
1
5 Leergewicht
6 Batterie-Spannung
7 Batteriegewicht min.
8 Batteriegewicht max.
9 Nenn-Tragfähigkeit
10 Typ
11 Etikett für Kranverladung 18
12 Kühlraum-Schild
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13 Baureihen-Schild
14 Fahrgestellnummer (eingeschlagen)
15 Explosionsschutzzeichen
16 Schild "Mit angehobener Gabel fahren" 12
17 Schriftzug
18 Typenschild INERIS/Atex-Baumusterabnahme Nr.
13
1 2
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10
3 14
17
9
4
16
15
8 5

7 6
5
Linde-Flurförderzeug T 30 explosionsgeschützt Beschreibung
Modernste Technik,
einfachste und ergonomische Bedienung,
energiebewußt, umwelt- und wartungsfreundlich,
solide Verarbeitung und
zur Einsatzbereitschaft Ihres
Linde-Flurförderzeuges
nahezu alle Ersatzteile
von Linde!
Der Erfolg eines Unternehmens
mit rund 9.600 Mitarbeitern in acht Werken.

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Das Flurförderzeug T30 explosionsge-
schützt zeichnet sich durch übersichtlichen
Aufbau, gefälliges Design und gute Ergo- g1311300
nomie aus.
Deichsel und Bedienelemente sind nach neuesten Erkennt-
nissen der Ergonomie angeordnet. Jedes Betätigungsteil
wurde in Anordnung und Bedienbarkeit so auf den Fahrer
zurechtgeschnitten, daß möglichst ermüdungsfreies und
damit sicheres Arbeiten gewährleistet ist.

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Inhaltsverzeichnis Beschreibung
Seite Seite Seite

Vorwort ............................................................................. 2 Vordere Abdeckung anbauen .......................................... 23 Flurförderzeug abschleppen ............................................ 35


Bestimmungsgemäße Verwendung ................................... 2 Batteriestecker abbauen ............................................ 23 Abschleppen ..................................................................... 35
Ermittlung und Beurteilung von Gefährdungen nach Batteriestecker anschließen ....................................... 23 Abschleppvorgang ........................................................ 35
dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) beim Einsatz Batterie: Ladezustand prüfen ..................................... 24 Anheben des Niederhubwagens ..................................... 35
von Flurförderzeugen (FFZ) ............................................ 2 Batterie laden ............................................................. 24 Transport des Fahrzeugs .................................................. 35
Gefährdungsbeurteilung und Maßnahmen Batterie an zur Batterie passendes externes Ladegerät Verladung .......................................................................... 36
beim FFZ-Einsatz ............................................................. 3 anschließen ............................................................. 24 Kranverladung ............................................................... 36
Technischer Hinweis .......................................................... 4 Batterie: Zustand, Säurestand und Säuredichte prüfen .. 25 Stillegung des Flurförderzeugs ........................................ 37
Übernahme des Flurförderzeuges ..................................... 4 Batteriewechsel .......................................................... 25 Maßnahmen vor der Stillegung ........................................ 37
Batterie mit Kran ausbauen ....................................... 25 Wiederinbetriebnahme nach der Stillegung .................... 37
Schaltschloß einschalten .................................................. 26
Beschreibung ............................................................... 5
Typenschilder ...................................................................... 5
Schaltschloß ausschalten ................................................. 26 Instandhaltung ............................................................ 39
Not-Aus-Knopf drücken .............................................. 26 Allgemeine Hinweise ........................................................ 39
Technische Daten ............................................................. 10
Not-Aus-Knopf entriegeln ........................................... 26 Inspektion und Wartung nach den ersten
Technische Beschreibung ................................................ 11
Hupe prüfen ...................................................................... 26 50 Betriebsstunden ....................................................... 39
Antrieb ............................................................................ 11
Sicherheitspralltaste prüfen ............................................. 27
Lenkung ......................................................................... 11
Bremsanlage prüfen ......................................................... 27 Inspektions- und Wartungsübersicht ................................ 40
Hydraulikanlage ............................................................ 11
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Flurförderzeug auf Dichtheit prüfen ................................. 28


Bremsen ......................................................................... 11
Lastgabel prüfen ......................................................... 28 Inspektion und Wartung nach Bedarf .............. 42
Bedienung ..................................................................... 11
Voraussetzung für Ableitwiderstand der
Stabilisatoren ................................................................. 11 Flurförderzeug reinigen .................................................... 42
Reifen prüfen ........................................................... 28
Weitere Optionen ........................................................... 11 Räder auf Beschädigungen und Fremdkörper prüfen .... 42
Fahrzeugübersicht ............................................................ 12 Radbefestigungen nachziehen ........................................ 43
Bedien- und Anzeigeelemente ........................................ 13 Bedienung .................................................................... 29 Sensor der Gaswarnanlage überprüfen .................... 44
Anzeigegerät Fahrzeug .................................................... 14 Fahren ............................................................................... 29 Gaswarnanlage überprüfen ....................................... 44
Anzeigegerät Gaswarnanlage ................................... 18 Deichsel in Fahrstellung bringen .................................. 29 Sensor der Gaswarnanlage reinigen ........................ 44
Betriebsstundenzähler .................................................. 18 Fahrtrichtung wechseln ................................................. 30
Batterieentladeanzeiger ................................................ 18 Vorwärtsfahrt .................................................................. 30
Technische Beschreibung ................................................ 19 Rückwärtsfahrt ............................................................... 30
Gaswarnanlage ....................................................... 19 Fahrtrichtungswechsel .................................................. 30
Lenkanlage, Sicherheitspralltaste, Hupe ........................ 31
Lenken ........................................................................... 31
Inbetriebnahme .......................................................... 20 Sicherheitspralltaste ...................................................... 31
Sicherheitsregeln .............................................................. 20 Hupe betätigen .............................................................. 31
Sachkundiger .................................................................... 20 Bremsanlage, Sicherungen, Hubeinrichtung .................. 32
Sicherheitsrelevante Begriffe ........................................... 22 Deichselbremse (Feststellbremse) ............................... 32
UVV-Prüfung ............................................................... 22 Gegenstrombremse (Betriebsbremse) ......................... 32
Explosionsschutzprüfung ........................................... 22 Sicherungen ............................................................ 32
Betrieb von Flurförderzeugen auf Betriebsgeländen ...... 22 Lastgabel heben ............................................................ 32
Umgang mit Betriebsstoffen ............................................. 22 Lastgabel senken .......................................................... 32
Einfahrhinweise ................................................................ 22 Vor dem Lastaufnehmen .................................................. 33
Wartungsarbeiten vor der ersten lnbetriebnahme ........... 22 Last aufnehmen ................................................................ 33
Tägliche Prüfungen .......................................................... 22 Transport mit Last ............................................................. 34
Tägliche Prüfungen und Arbeiten vor Inbetriebnahme ... 23 Last absetzen .................................................................... 34
Vordere Abdeckung abbauen .......................................... 23 Vor dem Verlassen des Flurförderzeugs ......................... 34

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Inhaltsverzeichnis Beschreibung
Seite Seite

1000 Stunden Inspektion und Wartung ......... 45 2000 Stunden Inspektion und Wartung ......... 52
Fahrmotor, Kühlrippen reinigen. ...................................... 45 Hydrauliköl wechseln ....................................................... 52
Getriebe, Getriebeölstand prüfen ..................................... 45 Getriebeöl wechseln ......................................................... 52
Räder, Zustand prüfen ...................................................... 46
Räder, Befestigung prüfen ................................................ 46 Inspektions- und Wartungsdaten .................................... 53
Höhe der Stützräder einstellen und fixieren .................... 46
Lenkung, Kohlebürsten des Lenkmotors prüfen und Betriebsstoffempfehlungen ............................................... 54
eventuell austauschen .................................................. 46 Hydrauliköl ..................................................................... 54
Bremsanlage prüfen ......................................................... 47 Bio-Hydrauliköl .............................................................. 54
Deichselbremse prüfen .................................................... 47 Schmierfett ..................................................................... 54
Gegenstrombremse prüfen ............................................... 47 Batteriefett ...................................................................... 54
Sonstige Gelenke prüfen bzw. abschmieren ................... 47 Getriebeöl ...................................................................... 54
Lenkung, Ritzel der Motor- und Getriebeeinheit / Fett für Ritzel und Drehkranz der Lenkung .................. 54
Drehkranz prüfen ........................................................... 48 Störungen, Ursache, Abhilfe ............................................. 55
Elektromagnetbremse, Luftspalt einstellen ..................... 48 Hydraulikschaltplan .......................................................... 56
Hydraulikölstand prüfen ................................................... 49 Schaltplan elektrische Anlage .......................................... 58
Hydraulikanlage auf Dichtheit prüfen .............................. 49 Stichwortverzeichnis ......................................................... 63
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Elektrische Leitungen, Kabelverbinder und


Kabelanschlüsse auf Zustand und festen Sitz
prüfen ....................................................................... 49
Befestigung Rahmenteile und Aufbau prüfen ........... 50
Lastgabel prüfen ......................................................... 50
Impulssteuerung mit Druckluft reinigen ..................... 50
Kontakte reinigen und auf Verschleiß prüfen ............ 50
Elektromotoren reinigen ............................................. 50
Hydraulikölfilter reinigen ................................................... 51

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Technische Daten Beschreibung
Linde Niederhubwagen EGU
März 2005 Benennung nach VDI 3586
Typenblatt für Flurförderzeuge Kurzzeichen nach VDI 3586
VDI 2198
1.1 Hersteller (Kurzbezeichnung) Linde
1.2 Typzeichen des Herstellers T 30
Kennzeichen

1.3 Antrieb Elektro, Diesel, Benzin, Treibgas, Netzelektro Elektro


1.4 Bedienung Hand, Geh, Stand, Sitz Kommissionierer Geh
1.5 Tragfähigkeit/Last Q [kg] 3000
1.6 Lastschwerpunkt c [mm] 600
1.8 Lastabstand (gesenkt/gehoben) x [mm] 895 / 962
1.9 Radabstand (gesenkt/gehoben) y [mm] 1359 /1425
745
Gewicht

2.1 Eigengewicht [kg]


2.2 Achslast mit Last vorn/hinten [kg] 1255 / 2490
2.3 Achslast ohne Last vorn/hinten [kg] 580 / 165
3.1 Bereifung Vollgummi, Superelastik, Luft, Polyurethan G+P/P
Räder, Fahrwerk

3.2 Reifengröße, vorn [mm] ø 254 x 102


3.3 Reifengröße, hinten [mm] ø 85 x 105
3.4 Zusatzräder (Abmessungen) [mm] Stützräder
ø 100 x 40
3.5 Räder, Anzahl vorn/hinten (x = angetrieben) 1 x 2 / 2
3.6 Spurweite, vorne [mm] 544
3.7 Spurweite, hinten [mm] 355 / 395 / 515
4.4 Hub h3 [mm] 125
4.9 Höhe Deichsel in Fahrstellung min./max. h14 [mm] 1140 / 1350
4.15 Höhe gesenkt h13 [mm] 85
Grundabmessungen

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4.19 Gesamtlänge l1 [mm] 1810
4.20 Länge einschließlich Gabelrücken l2 [mm] 660
4.21 Gesamtbreite b1/b2 [mm] 790
4.22 Gabelzinkenmaße s/e/l [mm] 60 x 165 x 1150
4.25 Gabelaußenabstand b5 [mm] 520 / 560 / 680
4.32 Bodenfreiheit Mitte Radstand, min./max. m2 [mm] 25 / 150
4.33 Arbeitsgangbreite bei Palette 1000x1200 quer Ast [mm] 1950
4.34 Arbeitsgangbreite bei Palette 800x1200 längs Ast [mm] 2150
4.35 Wenderadius (gehoben) Wa [mm] 1645
Leistungsdaten

5.1 Fahrgeschwindigkeit mit/ohne Last km/h 6,0 / 6,0


5.2 Hubgeschwindigkeit mit/ohne Last m/s 0,024 / 0,035
5.3 Senkgeschwindigkeit mit/ohne Last m/s 0,067 / 0,066
5.8 max. Steigfähigkeit mit/ohne Last % 10 / 20
5.10 Betriebsbremse elektromagnetisch
6.1 Fahrmotor, Leistung (S2 60 min.) kW 1,5
Antrieb/Motor

6.2 Hubmotor, Leistung bei S3 15 % kW 1,5


6.3 Batterie nach DIN 43531/35/36 A, B, C, nein DIN 43535 B
6.4 Batteriespannung, Nennkapazität (K5) V/Ah 24 / 240
6.5 Batteriegewicht kg 200
8.1 Art der Fahrsteuerung LAC-Steuerung
8.4 Schallpegel am Fahrerohr dB(A) < 70
Sonstiges

Werte für das serienmäßige Fahrzeug; diese können sich je nach Ausstattung ändern

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Technische Beschreibung Beschreibung
Das Flurförderzeug T30 der Baureihe 131 wurde für den Lenkung Bremsen
Transport bis zu 3000 kg schwerer Paletten im Innern von
Geschäften, Lagerhäusern und Betrieben gebaut. Auf Grund Die elektrische Lenkung (LES) ermöglicht eine große Fahr- Das Flurförderzeug T 30 ist mit 2 Bremssystemen ausgestattet:
seiner Stabilität, seiner sehr kompakten Abmessungen und präzision bei stark verringerter Lenkkraft während der Lenk- - Eine elektromagnetische Sicherheits-und Feststellbrem-
seines kleinen Wendekreises ist dieses Flurförderzeug be- manöver. se wirkt bei fehlendem Strom und wird automatisch betä-
sonders leistungsstark beim Einsatz an engen und schwer Die Lenkung wird über eine Deichsel betätigt. tigt, wenn die losgelassene Deichsel in obere Stellung
zugänglichen Stellen. zurückkehrt.
Dieses Fahrzeug ist sowohl für den Transport von Paletten Die Antriebseinheit ist auf einen Drehkranz montiert. Der
in Lagerhallen, als auch für das Laden und Entladen von Lenkeinschlag erfolgt über einen elektrischen Getriebemo- - Eine elektronische Gegenstrombremsung wird bei
Lastkraftwagen geeignet. tor, der den Drehkranz positioniert. Fahrtrichtungsumkehr ausgelöst und von der LDC-Im-
Der Lenkmotor wird von einem Controller gesteuert, der die pulssteuerung geregelt.
Das Fahrzeug der Baureihe 131 zeichnet sich aus durch: Informationen über die Deichselstellung und die Winkelpo- - Eine beim Loslassen des Fahrgebers erhaltene automa-
sition des Rads verarbeitet. tische, elektronische Abbremsung (LBC-Bremsung) wird
- Leistungsdaten Asynchronmotor
Die Geschwindigkeit des Fahrzeugs wird bei Kurvenfahrt von der LDC-Impulssteuerung geregelt, bzw. überwacht.
- Wendigkeit Elektrische Lenkung, die über eine automatisch reduziert.
Deichsel betätigt wird
Bedienung
- Stabilität 3-Punkt-Auflage des Rahmens: mit Hydraulikanlage
zentralem, feststehendem Antriebs- Ein Not-Aus-Knopf unterbricht die elektrische Schaltung und
rad und seitlichen, gefederten Stabi- Die Hydraulikanlage ist eine kompakte Einheit. Sie besteht bedient auch die Bremse, wenn er gedrückt wird.
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lisatoren aus einem Motor-Pumpenaggregat mit eingebautem Öltank Die Fahrschalter für Vorwärts- und Rückwärtsfahrt befinden
und Ölfilter. sich an den beiden Deichselgriffen. Sie können wahlweise
- Sicherheit Ausgezeichneter Fußschutz für den
Fahrer, dank der Stahlschürze der mit beiden Händen oder mit rechts oder links gesteuert
vorderen Stoßstange.
Der Pumpenmotor ist temperaturüber- werden.
wacht. Bei einer festgelegten Temperatur Die Taster für die Hebe- und Senkfunktion, sowie die Sicher-
Antrieb schaltet er sich selbständig ab und nach heitspralltaste und die Hupe, sind gut zugänglich auf dem
Deichselkopf untergebracht.
Der Fahrmotor mit einer Leistung von 1,5 kW ist senkrecht auf Abkühlung wieder ein.
dem Getriebe montiert. Das Antriebsrad wird über zwei
Zahnrad-Getriebestufen angetrieben. Das Heben und Senken der Lastgabel wird über die Hubvor- Stabilisatoren
Die Antriebseinheit ist aufgehängt und ein Hydrozylinder richtung durch Hubzylinder erreicht. Der T30 ist mit gefederten Stabilisatoren ausgestattet, wobei
regelt automatisch den Druck auf das Antriebsrad, um das die Stöße durch elastische Blöcke gedämpft werden.
Fahrzeug den Betriebsbedingungen und der transportierten Die Lastaufnahmemittel (Gabeln) sind
Last anzupassen. an den Stellen, die Berührung mit dem Bo- Weitere Optionen
Die nötige Energie wird durch eine 24V-Bleibatterie mit einer
Kapazität von 190 bis zu 500 Ah (je nach Fahrgestellausfüh- den haben können, mit Messing, Kupfer, Digicode
rung) geliefert. nicht rostendem Stahl oder einem gleich- Es ist eine Version ohne Schlüsselschalter verfügbar, bei der
wertigen Werkstoff von ca. 3 mm Dicke be- die Digicode-Funktion der Multifunktionsanzeige eingesetzt
Die Spannungsversorgung des Motors wird durch die elek- wird.
tronische LDC-Impulssteuerung mit Mikroprozessor über- legt oder aus den genannten Werkstoffen
wacht. Die LDC-Steuerung kann, je nach den Anforderun- hergestellt. Der Benutzer muss seinen 4-stelligen Identifikationscode
gen des Kunden, entsprechend programmiert werden. auf der Tastatur der Multifunktionsanzeige eingeben, um das
Fahrzeug zu starten.

11
Fahrzeugübersicht Beschreibung
1 Not-Aus-Knopf

2 Deichsel 2
3 Lastgabel
1
4 Lasträder

5 Hydraulikaggregat 3
6 Sensor Gaswarnanlage

7 Fahrmotor

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7
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6
12
Bedien- und Anzeigeelemente Beschreibung
1 Betätigungsschalter Heben

2 Betätigungsschalter Senken

3 Fahrtrichtungsschalter/Fahrgeber 2
4 Sicherheits-Pralltaste (Sicherheitsumschaltung in Ga-
belrichtung)
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5 Betriebsleuchte Gaswarnanlage 1
6 Quittierungstaster

7 Anzeigegerät Gaswarnanlage:
(Kombiinstrument mit Betriebsstundenzähler/Entlade-
anzeige)
4 3
8 Anzeigegerät Fahrzeug:
(Kombiinstrument mit Betriebsstundenzähler/Entlade- 5
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anzeige und Hubabschaltkontakt)


6
9 Diagnosesteckdose

10 Schlüsselschalter 11
11 Not-Aus-Knopf 7

10

9
g1311305

13
Anzeigegerät Fahrzeug Beschreibung
Hauptanzeige
Bezeichnung Bedeutung Hinweise/Anzeigen
15 16 1 2 354 8
1 Ladezustand der Batterie in % - Vollgeladen: 100%
- Geringe Ladung: 10% -> Aufladen bald erforderlich
100% - Entladen: 0% -> Aufladen notwendig

22/12/01 2 Der Ladezustand der - Vollgeladen: 100%

g1311306
Batterie wird mit
16:00 5 Balken angezeigt. - Geringe Ladung: 10%

- Entladen: 0% Hinweis:
- 0 % entspricht einer maximalen
14 12 13 10 11 9 67 Entladung von 80 %, um die Batte-
rie zu schützen.
- Blockierung der Hubfunktion
3 Sanduhr (blinkt) - Zeigt an, dass der Betriebsstunden-
zähler läuft

131 807 1550.0806


4 Bedientaste - Zur Wahl einer anderen Anzeige Andere Funktion: Einstelltaste

5 Bedientaste - Zur Wahl der vorigen Anzeige Andere Funktion: Einstelltaste

6 Bedientaste - Schalten der Stromversorgung Nur mit Digicode-Option


des Fahrzeugs

7 Bedientaste - Zum Aufrufen der Einstellfunktionen

8 Digicode-Tastatur - Zur Eingabe des Identifikationscodes Mit dieser Option wird jede unautori-
Benutzerpersonal oder Kunden- sierte Verwendung verhindert.
dienst. Voreingestellter Benutzercode: 1-2-3-4
(beim Verlassen des Werks einge-
stellt)

9 Kennzeichnung aktiver Tasten

10 Datumsanzeige Siehe Kapitel "Einstellen von Datum


und Uhrzeit"
11 Uhrzeitanzeige Siehe Kapitel "Einstellen von Datum
und Uhrzeit"

14
Anzeigegerät Fahrzeug Beschreibung
15 16 Hauptanzeige
Bezeichnung Bedeutung Hinweise/Anzeigen

12 Alarm Temperatur (rot) - Controller-Problem Meldung: "Motoranomalie..."


100% - Neustartversuch durch Aus- und
Wiedereinschalten des Schlüssel-
12345.6 h schalters

g1311307
Nächste Wartung: - Falls Alarm immer noch aktiv: Kun-
dendienst kontaktieren

- Übermäßige Abnutzung Meldung: "Bremse abgenutzt" +


der Feststellbremse Warnton
14 12 13 - Alarm immer noch aktiv: Kunden-
dienst kontaktieren

13 Alarm BATTERIE (rot) - Blinkt: Ladung < oder = 10 % -> Aufladen bald erforderlich
Meldung: "Ladezustand der Batterie
gering..."
131 807 1550.0806

- Dauerlicht: Batterie entladen -> Heben blockiert


-> Aufladen notwendig
Meldung: "Ladezustand = 0 %"
Heben blockiert"

14 Alarm T ° (rot) - Dauerlicht: Überhitzung Controller -> Fahrzeughalt


Meldung: " Temp. anormal ..."
Einige Minuten warten, dann neu
starten.

15 Fahreranwesenheit - Blinkt: während 5 Sekunden Selbsttest vor dem Einschalten des


(grün) nach Einschalten. Fahrzeugs

16 Alarm Wartung (rot) - Blinkt: Wartung vorzusehen in:... -> Meldung: "Nächster Besuch in X
Tagen oder in Y Stunden."
- Dauerlicht: Wartung notwendig -> Meldung: "Wartung heute vorge-
sehen"

15
Anzeigegerät Fahrzeug Beschreibung
Anzeige Betriebsstundenzähler
3 Bezeichnung Bedeutung Hinweise/Anzeigen

100% 17 Betriebsstundenzähler - Zeigt die Betriebsstunden des


Fahrzeugs an.
- Der Zähler läuft, sobald die Strom-
zufuhr eingeschaltet ist und ein
12345.6 h Bedienelement betätigt wird.

g1311308
Nächster Service:
- Während des Zählens blinkt lang-
sam die Sanduhr.
- Der Betriebsstundenzähler zeigt die
Stunden und Zehntelstunden an.
- Bei unterbrochener Stromversor-
gung wird die Stundenzahl gespei-
17 chert.

Anzeige Informationsmeldung
18 Anzeige der Informationsmeldungen

131 807 1550.0806


100%
LINDE
g1311309

Tel:

18
19 Anzeige der Fehlercodes - T: Fehlercodes des Fahr-Controllers Diese Anzeigen ermöglichen unse-
L: Fehlercodes des Hub-Controllers ren Technikern die Optimierung des
S1: Fehlercodes des Haupt-Control- Kundendienstes.
Anzeige von Fehlercodes
lers der Lenkung
S2: Fehlercodes des Sicherheits-
Controllers der Lenkung.
T L S1 S2
401 212 201 -
- 304 354 - - S1: Code 256 Abnutzung der Bürsten des Lenkmo-
- - 256 - tors (3M1):
g1311310

- Fahrgeschwindigkeit in beiden
Richtungen reduziert auf 2 km/h.
- Kundendienst kontaktieren.

19
16
Anzeigegerät Fahrzeug Ablauf der verschiedenen Bildschirmanzeigen

Hauptanzeige Anzeige Beriebsstundenzähler

1 1 1
+
100% + x1 100% + x1 100%
2
-
Selbsttest
3
22/12/01 2
- x1 12345.6 h 2
- x1 Adresse
Willkommen 4
SET
4
16:00 Service
SET
131 807 1550.0806

x1

4
Rückkehr nach 5 Sekunden SET 10 Sekunden
Rückkehr nach 5 Sekunden

Rückkehr nach 5 Sekunden Zurück zur


Hauptanzeige
1

100% 100%
Retro-
100% 2
+
:Einstellung der Werte
-
Kontrast Beleuchtung
22/12/01
4
SET x1 4
SET x1 16:00 4
SET Auswahl Eingabefelder:
Tag / Monat / Jahr
2 1 2 1 Einstellung: Stunden: Minuten
- + - +
Datum und Uhrzeit

g1311311

17
Anzeigegerät Gaswarnanlage Beschreibung
Im Anzeigegerät (1) sind folgende Kontroll- und Anzeigeele- HINWEIS Batterieentladeanzeiger
mente untergebracht: Bei Austausch eines defekten Anzeigegerätes müssen
die bisher angefallenen Betriebsstunden festgehalten Bei eingeschaltetem Schlüsselschalter und entriegeltem Not-
HINWEIS werden. Angaben auf einen Prägestreifen in der Nähe des Aus-Knopf zeigt er den Ladezustand der Batterie an und
Der Batterieentladeanzeiger (6) der Batteriepufferung und neuen Anzeigegerätes anbringen. reduziert bei 80 % Entladung der Batterie den Steuerkreis für
der Betriebsstundenzähler (5) sind explosionsgeschützt, Es besteht auch die Möglichkeit, das neue Anzeigegerät die hydraulische Hubfunktion.
d.h. in einem druckfesten Gehäuse untergebracht. nachträglich zu aktualisieren. Wenden Sie sich an autori- Die Batterie ist voll geladen, wenn die rechte grüne LED (9)
siertes Fachpersonal (Vertragshändler). leuchtet. Je nach Entladung der Batterie bewegt sich der
Betriebsstundenzähler Leuchtbalken (9) von rechts nach links.
Der Betriebsstundenzähler (5) zeigt die Betriebsstunden an Leuchtet nur die orange Leuchtdiode (8), ist die Batterie zu
und funktioniert nur bei eingeschaltetem Schlüsselschalter, 70 % entladen und muß nachgeladen werden.
entriegeltem Not-Aus-Knopf und Deichsel in Fahrstellung. Erlöscht auch die orange Leuchtdiode (8), beginnen die
Er dient als Nachweis für die Einsatzdauer des Flurförder- 2 roten Leuchtdioden (7) zu blinken, die Batterie ist zu ca.
zeuges, sowie für die durchzuführenden Inspektions- und 80 % entladen und muß sofort geladen oder gewechselt
Wartungsarbeiten. werden.

Das Symbol (4) zeigt an, daß der Betriebsstundenzähler in HINWEIS


Betrieb ist. Für spezielle Einsatzfälle kann die Abschaltung einge-

131 807 1550.0806


Die Zahlenreihe (3) zeigt die geleisteten vollen Betriebs- stellt werden.
stunden, die Zahl (2) zeigt 1/10 Stunden an. Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler.

1 8
1 7
9
6
1/2 1
1/2 1
6
- +
5 - +
1
10
1
10

4 2

3
x3621307 g1311312 x3621308

18
Technische Beschreibung Beschreibung
Gaswarnanlage
Die Gaswarnanlage ist mit einem Gasspürsensor (1) Wird eine Gaskonzentration größer als 10% UEG festgestellt, Eine Überprüfung bzw. Neukalibrierung des Meßkopfes muß
ausgestattet. Der Sensor befindet sich in Bodennähe neben wird ein akustischer Alarm ausgelöst, welcher mit einem im Intervall von 2 Monaten erfolgen und in dem im Gehäuse
dem Hydraulikaggregat. Quittierungstaster (2) am Armaturenträger abgestellt werden (3) untergebrachten Prüfbuch eingetragen werden.
kann. Ca. alle 3 Jahre sollte der Meßkopf erneuert werden.
Bei Erreichung der Obergrenze (25%) UEG wird ein zweiter Wenden Sie sich an Ihren Vertragshändler.
Alarm ausgelöst. Das Freigabesignal des Flurföderzeuges
wird unterbrochen und das Fahrzeug schaltet sich kontrolliert
automatisch ab. Bei diesem Vorgang bleibt nur die Lenkung
und die Nutzstrombremsung aktiv.

HINWEIS
Bei einer Alarmmeldung der Gaswarnanlage ist die Len-
kung noch 20 Sekunden aktiv.

Eine Inbetriebnahme ist erst nach Erreichen eines sicheren


Betriebszustandes möglich. Die Gasüberwachungseinrich-
tung bleibt ständig aktiv.
131 807 1550.0806

1 2

g1311303

1
x1411351 g1311313

19
Sicherheitsregeln Inbetriebnahme
Die dieser Betriebsanleitung beigefüg- Die Explosionsschutzmaßnahmen und GEFAHR
ten Regeln für die bestimmungs- und ord- deren Aufrechterhaltung am Flurförderzeug Alle Inspektions- und Wartungsarbei-
nungsgemäße Verwendung von Flurförder- im Betrieb sind gesetzlich vorgeschrieben. ten dürfen nur außerhalb explosions-
zeugen, die geltenden spezifischen Vor- Sie erfordern besondere Aufmerksamkeit gefährdeter Bereiche und nur von autori-
schriften für Explosionsschutz anderer Mit- bei allen Arbeiten mit, in und an dem Flurför- siertem Fachpersonal (Sachkundige) durch-
gliedstaaten der Europäischen Union oder derzeug. geführt werden, die mit allen erforderlichen
anderer Vertragsstaaten des Abkommens Vorschriften vertraut sind.
über den europäischen Wirtschaftsraum Der Betreiber hat dafür zu sorgen, daß Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Ver-
und die Sicherheitshinweise in dieser Be- die Beschäftigten über die gefährdeten tragshändler.
triebsanleitung sind den zuständigen Per- Bereiche (explosionsgeschützte Zonen
sonen, insbesondere dem Personal für die 1 und 2), die möglichen Explosionsgefah- Sachkundiger
Bedienung und Instandhaltung, vor Arbei- ren und die ausgewählten Schutzmaßnah-
Sachkundiger ist, wer aufgrund seiner fachlichen Ausbil-
ten mit oder an dem Flurförderzeug, zur men belehrt und die vorliegende, für die dung und Erfahrung ausreichende Kenntnisse auf dem Ge-
Kenntnis zu bringen. Sicherheit erforderliche Betriebsanleitung biet der Flurförderzeuge hat und mit den einschlägigen
beachtet wird. staatlichen Arbeitsschutzvorschriften, Unfallverhütungsvor-

131 807 1550.0806


schriften, Richtlinien und allgemein anerkannten Regeln der
Der Betreiber hat sicherzustellen, daß der Fahrer alle Sicher- Die Belehrungen sind in angemessenen Technik (DIN Normen, VDE-Bestimmungen, technische
heitsinformationen versteht. Beachten Sie bitte die dort auf-
geführten Richtlinien und Sicherheitsregeln, z.B.:
Zeitabständen zu wiederholen. Regeln anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union
oder anderer Vertragsstaaten des Abkommens über den
In Verbindung mit den einschlägigen europäischen Wirtschaftsraum) soweit vertraut ist, daß er
- Betrieb mit dem Flurförderzeug,
den arbeitssicheren Zustand von Flurförderzeugen beurtei-
- Regeln für Fahrwege und den Arbeitsbereich, gesetzlichen Verordnungen, Vorschriften len kann.
- Rechte, Pflichten und Verhaltensregeln für den Fahrer,
- Besondere Einsatzarten,
und Richtlinien evtl. auch mit zusätzlichen
- Fahren und Bremsen, Auflagen seitens der zuständigen Aufsichts- Explosionsgefahren sind vor Beginn
- Wartung und Instandhaltung, behörden, geben die für das Flurförderzeug der Instandsetzungsarbeiten zu beseitigen.
- Wiederkehrende Prüfungen, UVV-Prüfung,
- Entsorgung von Fetten, Ölen und Batterien,
gültigen Prüf- und Zulassungsbescheini-
- Restrisiken. gungen Auskunft, ob, unter welchen Bedin-
gungen und an welchen Orten das Flurför-
Bitte beachten Sie die nationale Gesetzgebung.
derzeug eingesetzt, gewartet und instand-
Sorgen Sie als Betreiber (Unternehmer) oder beauftragte gesetzt werden darf.
Person für die Einhaltung der vorstehenden Richtlinien und
Sicherheitsregeln, die für Ihr Flurförderzeug zutreffen.

20
Sicherheitsregeln Inbetriebnahme
Ist die Explosionsgefahr beseitigt und Mit den Arbeiten darf erst begonnen Bei der Einweisung des nach BGV 27 geschulten Fahrers
sind:
eine erneute Bildung gefährlicher, ex- werden, wenn der Unternehmer oder sein
- Die Besonderheiten des Linde-Flurförderzeuges,
plosionsfähiger Atmosphäre während der Beauftragter sichergestellt hat, daß die - Die Besonderheiten des explosionsgeschützten Flurför-
Instandsetzung ausgeschlossen worden, Schutzmaßnahmen getroffen wurden und derzeuges ,
sind weitere Schutzmaßnahmen nicht erfor- wirksam sind. Die Wirksamkeit der Schutz- - Besonderheiten des Betriebs,
derlich. maßnahmen während der Dauer der Arbei- durch Schulung, Fahr-, Schalt- und Lenkübungen so ausrei-
ten ist zu überwachen. Der Unternehmer chend zu üben, bis sie sicher beherrscht werden.
Der Betreiber oder sein Beauftragter oder sein Beauftragter darf die festgelegten Dann erst Palettierübungen trainieren.
haben Ort, Beginn, Dauer und Umfang der Schutzmaßnahmen erst aufheben, wenn die Bei einer umfassenden Einweisung der Benutzer und einer
erforderlichen Schutzmaßnahmen in einer bestimmungs- und ordnungsgemäßen Verwendung Ihres
Instandsetzungsarbeiten abgeschlossen Flurförderzeuges ist die Sicherheit im Arbeitsbereich ge-
Arbeitsanweisung, in der Regel schriftlich, sind und keine Gefahren mehr bestehen. währleistet.
festzulegen und die Beschäftigten entspre-
chend zu unterweisen. Nach Abschluß der Instandsetzungs-
arbeiten ist sicherzustellen, daß vor Wieder-
In Notfällen bei Instandsetzungsarbei- inbetriebnahme der für den Normalbetrieb
131 807 1550.0806

ten mit Zündgefahren in explosionsgefähr- erforderliche Explosionsschutz wieder wirk-


deten Bereichen oder in Bereichen, in de- sam ist.
nen durch die Arbeit gefährliche explosions-
fähige Atmosphäre erst entstehen kann,
sind entsprechende Schutzmaßnahmen er-
forderlich.

21
Sicherheitsregeln Inbetriebnahme
Sicherheitsrelevante Begriffe Explosionsschutzprüfung Einfahrhinweise
Die Signalbegriffe GEFAHR, VORSICHT, ACHTUNG und HIN- Der Betreiber ist verpflichtet, das Fahrzeug stets Das Flurförderzeug kann sofort zügig betrieben werden.
WEIS werden in dieser Betriebsanleitung angewandt bei Hin- Vermeiden Sie jedoch hohe Dauerbelastungen der Motoren
weisen zu besonderen Gefahren oder für außergewöhnliche
in einem betriebssicheren Zustand zu halten. in den ersten 50 Betriebsstunden.
Informationen, die besondere Kennzeichnung erfordern: In der ersten Betriebszeit und nach jedem Radwechsel sind
GEFAHR Betrieb von Flurförderzeugen auf Betriebs- täglich vor Arbeitsbeginn die Radmuttern nachzuziehen, bis
bedeutet, daß bei Nichtbeachtung Lebensgefahr geländen sie sich gesetzt haben, d.h. kein Nachziehen mehr möglich ist.
besteht und/oder erheblicher Sachschaden auf- Die Radmuttern sind über Kreuz mit dem in der Betriebsan-
treten würde. ACHTUNG
Bei vielen Betriebsgeländen handelt es sich um leitung angegebenen Drehmoment anzuziehen.
VORSICHT sogenannte beschränkt öffentliche Verkehrs-
bedeutet, daß bei Nichtbeachtung schwere Ver- flächen. Wartungsarbeiten vor der ersten lnbetrieb-
letzungsgefahr besteht und/oder erheblicher
Sachschaden auftreten könnte.
Wir möchten Sie darauf hinweisen, Ihre Betriebshaft- nahme*
pflicht-Versicherung dahin gehend zu überprüfen, ob bei
ACHTUNG eventuell auftretenden Schäden auf beschränkt öffentli- - Elektrische Lenkung prüfen
bedeutet, daß bei Nichtbeachtung am Material chen Verkehrsflächen Versicherungsschutz für Ihr Flur- - Vorwärts-, Rückwärtsfahrt prüfen
Beschädigung oder Zerstörung auftreten könnte. förderzeug gegenüber Dritten besteht. - Not-Aus-Schalter prüfen
- Hub- und Senkfunktion prüfen

131 807 1550.0806


Alle den Explosionsschutz betreffen- Umgang mit Betriebsstoffen - Radbefestigungen prüfen
- Hydraulikölstand prüfen
den Maßnahmen sind mit dem nebenste- Der Umgang mit Betriebsstoffen hat stets sachgemäß - Getriebeölstand prüfen
henden Symbol gekennzeichnet. Diese sind und entsprechend den Herstellervorschriften zu erfolgen. - Bremsanlage prüfen
unbedingt zu beachten! Betriebsstoffe dürfen nur in vorschriftsmäßigen Behältern an - Sicherheitspralltaste prüfen
vorgeschriebenen Lagerstellen gelagert werden. Sie kön- - Batterie: Ladezustand, Säurestand und Säuredichte prü-
nen brennbar sein, deshalb nicht mit heißen Gegenständen fen
HINWEIS oder mit offener Flamme in Berührung bringen. - Hupe prüfen
bedeutet, daß auf technische Zusammenhänge beson- Beim Auffüllen von Betriebsstoffen nur saubere Gefäße ver- - Flurförderzeug auf Dichtheit prüfen
ders aufmerksam gemacht wird, weil sie möglicherweise wenden!
auch für Fachkräfte nicht offensichtlich sind. Bei Benutzung von Betriebsstoffen und Reinigungsmitteln Si-
cherheits- und Entsorgungshinweise des Herstellers beachten.
Tägliche Prüfungen*
UVV-Prüfung Ein Verschütten ist immer zu vermeiden. Verschüttete Flüs- - Elektrische Lenkung prüfen
sigkeit ist sofort mit einem geeigneten Bindemittel zu besei- - Vorwärts-, Rückwärtsfahrt prüfen
Nach den Unfallverhütungsvorschriften tigen und vorschriftsmäßig zu entsorgen. - Not-Aus-Schalter prüfen
muß das Flurförderzeug mindestens ein- Alte oder verschmutzte Betriebsmittel sind ebenfalls vor- - Hub- und Senkfunktion prüfen
schriftsmäßig zu entsorgen. - Zustand und freies Drehen der Räder
mal jährlich durch geschultes Personal auf Die gesetzlichen Vorschriften sind zu befolgen. - Bremsanlage
seinen ordnungsgemäßen Zustand über- Vor Abschmierarbeiten, Filterwechsel oder Eingriffen in das - Batterie: Ladezustand, Säurestand und Säuredichte prü-
prüft werden. Wenden Sie sich deshalb an Hydrauliksystem ist die Umgebung des betreffenden Teiles fen
sorgfältig zu reinigen. - Hupe
autorisiertes Fachpersonal (Sachkundige). Ausgetauschte Ersatzteile müssen umweltgerecht entsorgt - Lastgabel
Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Ver- werden.
tragshändler.
VORSICHT
Zusätzlich ist alle zwei Wochen eine Sicht- Gefährlich ist das Eindringen der Hydraulikflüssig-
prüfung der Explosionsschutzeinrichtun- keit unter Druck in die Haut, z.B. durch Leckage. Bei * Die Beschreibung der Tätigkeiten finden Sie über das
gen durchzuführen. derartigen Verletzungen ist ärztliche Hilfe erforderlich. Stichwortverzeichnis.

22
Tägliche Prüfungen und Arbeiten vor Inbetriebnahme Inbetriebnahme
Vordere Abdeckung abbauen Batteriestecker abbauen Batteriestecker anschließen
Um bei Prüfungen und Instandhaltungsarbeiten freien Zu- GEFAHR - Batteriestecker (5) einstecken.
gang zu den Antriebsaggregaten zu haben, ist es notwendig, Der Batteriestecker darf keinesfalls in explo-
die Abdeckung abzunehmen. sionsgefährdeten Bereichen abgebaut werden.
Es besteht die Gefahr eines Ziehfunkens.
- Schaltschloß mit Schaltschlüssel (1) ausschalten.
VORSICHT
- Not-Aus-Knopf (2) eindrücken. Batteriestecker nicht bei eingeschaltetem Fahr-
zeug bzw. in explosionsgefährdeten Bereichen
- Befestigungsschrauben (3) herausschrauben und Ver- trennen.
kleidung abnehmen.
- Schaltschloß mit Schaltschlüssel (1) ausschalten.
- Not-Aus-Knopf (2) eindrücken.
Vordere Abdeckung anbauen
- Halteblech (4) des Batteriesteckers anheben.
- Abdeckung von vorne aufschieben. - Batteriestecker (5) ziehen.

- Schrauben einschrauben und festziehen.


131 807 1550.0806

2 4

3 g1311314 g1311315

23
Tägliche Prüfungen und Arbeiten vor Inbetriebnahme Inbetriebnahme
Batterie: Ladezustand prüfen Batterie laden Batterie an zur Batterie passendes ex-
- Batteriestecker anschließen. GEFAHR ternes Ladegerät anschließen
- Not-Aus-Knopf (2) durch Hochziehen entriegeln. Das Laden der Batterie muß außerhalb explosi- - Lastgabel absenken.
onsgefährdeter Bereiche erfolgen. - Batteriestecker abbauen.
- Schaltschloß mit Schaltschlüssel (1) einschalten. - Stecker durch Öffnung der Batterie ziehen und an exter-
- Ladezustand der Batterie am Entladeanzeiger im Anzei- VORSICHT nes Ladegerät anschließen.
gegerät (3) prüfen. Zur Sicherheit sind nachfolgende Anweisungen - Ladegerät in Betrieb nehmen.
einzuhalten.
Die Batterie enthält gelöste Schwefelsäure, die VORSICHT
giftig und ätzend ist. Nicht rauchen, Funkenbildung in der Nähe der
Bei Arbeiten mit Batteriesäure muß daher per- Batterie beim Ladevorgang vermeiden (Explosi-
sönliche Schutzausrüstung (Schutzschürze, Schutzhand- onsgefahr).
schuhe) und Augenschutz getragen werden. Sind Klei-
dung, Haut oder Augen trotzdem mit Batteriesäure in - Nach dem Ladevorgang Batteriestecker wieder anschlie-
Berührung gekommen, betroffene Partien umgehend mit ßen.
Wasser abspülen. Bei Kontakt mit den Augen sofort einen
Arzt aufsuchen! Verschüttete Batteriesäure sofort neu-
tralisieren!

131 807 1550.0806


Beim Laden von Batterien werden Gase frei. Funken,
offenes Feuer sind fernzuhalten, da sonst eine Explosion
entstehen kann. Räume, in denen Batterien geladen oder
gelagert werden, müssen entsprechend belüftet werden.

HINWEIS
Die Entladung soll nicht unter 1,14 kg/l kommen.
2 Die explosionsgeschützte Batterie ist ebenfalls über-
3 wachungspflichtig.
Das Aufladen, Warten und Pflegen der Batterie hat grund-
1 sätzlich nur nach der Batterie-Wartungsanleitung des
jeweiligen Batterie-Herstellers zu erfolgen. Sollte die Bat-
terie-Wartungsanleitung fehlen, bitte vom Händler nach-
fordern. Ebenfalls die Bedienungsanleitung für das evtl.
mitgelieferte Ladegerät beachten. Für den Fall, daß schon
ein Ladegerät zur Verfügung steht, gilt nur die zum Lade-
gerät gehörende Anleitung.

ACHTUNG
Keine Metallteile auf Batteriepole legen - Kurz-
schlußgefahr! Batterieflüssigkeit nicht vor dem
Laden auffüllen. Batterie sofort laden, niemals in entlade-
nem Zustand stehen lassen; dieses gilt auch für teilentla-
dene Batterien.

g1311316 g1311317

24
Tägliche Prüfungen und Arbeiten vor Inbetriebnahme Inbetriebnahme
Batterie: Zustand, Säurestand und Säure- Batterie mit Kran ausbauen
dichte prüfen ACHTUNG
- Batterie auf gerissene Gehäuse, angehobene Platten ACHTUNG Nur Hebegeschirr, welches ebenfalls den Ex-
oder ausgelaufene Säure prüfen. Die Gaswarneinrichtung wird über Akkuzellen Schutz-Bestimmungen entspricht, und Kran mit
- Verschlußstopfen herausschrauben und Säurestand prü- ausreichender Tragfähigkeit verwenden (Batteriegewicht
bis zu einer Zeit von ca. 120 Minuten gepuffert.
siehe techn. Daten).
fen. Der Säurestand muß bei Batterien mit Meßmarke Dies bedeutet, daß bei einem Wechsel der Batterie des
diese erreichen. Fahrzeugs die Meßeinrichtung weiter in Betrieb bleibt und - Lastgabel ganz absenken.
Bei Batterie ohne Meßmarke muß der Säurestand etwa somit keine erneute Kalibrierung erfolgen muß. Weiterhin - Schaltschloß ausschalten und Not-Aus-Knopf drücken.
10 bis 15 mm über den Platten stehen. besteht ein zweiter Anschluß an der Batterie, so daß die - Batteriestecker (1) und Stecker (2) der Pufferschaltung
- Fehlende Flüssigkeit nur mit destilliertem Wasser ergän- Warneinrichtung auch bei einem Ladevorgang der Batte- abziehen.
zen (nach der Ladung). rie stets unter Spannung bleibt. - Batterieverriegelung (3) anheben und Batterie halb aus
- Oxydationsrückstände an den Batteriepolen beseitigen. Wird die Steckverbindung für die permanente Spannungs- dem Fahrzeug ziehen.
Anschließend Pole einfetten. versorgung der Pufferschaltung nicht wieder verbunden, - Kette oder Seil mit Haken in die Öse (4) einsetzen.
- Polklemmen fest nachziehen. so schaltet der integrierte Entladeanzeiger die Gaswarn- ACHTUNG
- Säuredichte mit einem Säureheber prüfen. Die einrichtung bei 23 V Pufferspannung aus. Eine erneute Nach dem Einlegen der Kette oder des Seils in den
Säuredichte muß nach dem Laden zwischen 1,24 und Inbetriebnahme der Gaswarneinrichtung ist erst nach Kranhaken (5) muß der Sicherheitsverschluß (6)
1,28 kg/l liegen. bewußtem Quittieren der Pufferschaltung mittels zusätz- schließen.
lichem Schlüsselschalter möglich. GEFAHR
131 807 1550.0806

HINWEIS Dieser Schlüsselschalter muß bei einem Sicherheitsbe- Während des Hebevorganges dürfen sich keine
Entladungen unter 20 % der Nennkapazität (1,14 kg/l) sind auftragten in Verwahrung sein, da vor Inbetriebnahme Personen unter oder neben der Batterie aufhalten.
Tiefentladungen und verkürzen die Lebensdauer der eine Neukalibrierung der Messköpfe gemäß EN 1755
Batterie. vorgeschrieben ist. - Batterie aus dem Flurförderzeug heben.

Batteriewechsel
1 2 3
GEFAHR
Beim Austausch nur für Explosionsschutz zuge- 4
lassene Batterie mit Kasten verwenden!

ACHTUNG
Die explosionsgeschützt gezeichnete Batterie
ist in einem Batteriekasten mit erhöhter Sicher-
heit untergebracht.

ACHTUNG
Die Batterie muß in Größe und Gewicht der serienmä-
ßigen Ausführung entsprechen. Gewichtsabweichun- 5
gen müssen durch Zusatzgewichte ausgeglichen werden. Die
6
Batterie ist gegen Verrutschen zu sichern. Bitte wenden Sie
sich an autorisiertes Fachpersonal (Sachkundige).
Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler.
Bei einem Batteriewechsel müssen mindestens 8-10 Minu-
ten zwischen dem Ab- und Anklemmen der Batterien liegen,
da sonst der Batterieentladeanzeiger einen falschen Wert
anzeigt und die Arbeitshydraulik wieder abschaltet. g1311318 g1311319

25
Tägliche Prüfungen und Arbeiten vor Inbetriebnahme Inbetriebnahme
Schaltschloß einschalten Not-Aus-Knopf drücken
- Schaltschlüssel (1) in das Schaltschloß einstecken. - Fahrzeug in Bewegung setzen.

- Schaltschlüssel im Schaltschloß im Uhrzeigersinn bis - Not-Aus-Knopf (2) drücken.


Anschlag in Stellung I drehen.
Das Fahrzeug wird angehalten, die elektrischen Funktionen
Schaltschloß ausschalten abgeschaltet. Zur Wiederinbetriebnahme Not-Aus-Knopf
hochziehen bis Knopf entriegelt.
- Schaltschlüssel (1) gegen Uhrzeigersinn in 0-Stellung
drehen. Not-Aus-Knopf entriegeln
- Not-Aus-Knopf (2) hochziehen, bis Knopf entriegelt.

- Das Flurförderzeug ist wieder einsatzbereit.

Hupe prüfen
- Hupenknopf (3) drücken, Hupe ertönt.

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2
3
1

g1311320 g1311321

26
Tägliche Prüfungen und Arbeiten vor Inbetriebnahme Inbetriebnahme
Sicherheitspralltaste prüfen Bremsanlage prüfen
Zum Schutz gegen Einklemmen der Bedienperson ist der - Flurförderzeug in Bewegung bringen und durch Betäti-
Deichselkopf mit einer Sicherheitspralltaste (1) ausgestattet. gung der Deichsel im oberen (1) und unteren Bereich (2)
Bremswirkung überprüfen.
- Deichsel in Fahrstellung bringen und Flurförderzeug
vorwärtsfahren. HINWEIS
In diesen beiden Bereichen wird das Flurförderzeug elek-
- Sicherheitspralltaste (1) schaltet beim Eindrücken das trisch abgebremst und der Antrieb ausgeschaltet.
Flurförderzeug für einige Meter auf volle Rückwärtsfahrt.
- Beim Loslassen der Deichsel im Fahrbereich (3) schwenkt
GEFAHR diese selbständig in den Bremsbereich (1) und schaltet
Sollten Mängel oder Verschleiß an der Sicher- den Antrieb ab.
heitspralltaste bemerkbar werden, wenden Sie
sich an autorisiertes Fachpersonal (Sachkundige). GEFAHR
Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler. Sollten Mängel oder Verschleiß an der Bremsan-
lage bemerkbar werden, wenden Sie sich an au-
torisiertes Fachpersonal (Sachkundige).
Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler.
131 807 1550.0806

g1311322 g1311323

27
Tägliche Prüfungen und Arbeiten vor Inbetriebnahme Inbetriebnahme
Flurförderzeug auf Dichtheit prüfen Lastgabel prüfen Voraussetzung für Ableitwiderstand
- Nach dem Verlassen des Abstellplatzes eine Sichtprü- Die Lastgabel ist an den Stellen, die Berührung mit dem der Reifen prüfen
fung des Bodens auf ausgetretene Flüssigkeiten Boden (Flur) oder der Last (Palette, Faß) haben können, mit Um den Ableitwiderstand wie auf dem Schild angegeben zu
durchführen. Messing, Kupfer, nichtrostendem Stahl oder einem anderen gewährleisten, müssen die Reifen und der Boden frei von
gleichwertigen Werkstoff von ca. 3 mm Dicke belegt oder aus Verunreinigungen und Fremdkörpern sein.
- Bei Leckagen feststellen, welche Flüssigkeiten (Hydrau- nichtrostendem Stahl hergestellt.
liköl, Getriebeöl oder Batterieflüssigkeit) ausgetreten sind.
Je nach Einsatzbedingungen kann das mehrmaliges Reini-
- Prüfen Sie, ob die Plattierungen der Lastgabel noch
gen am Tage bedeuten.
- Flüssigkeitsstände überprüfen. vorhanden und unbeschädigt sind.
Im Zweifelsfalle sind die Werte zu überprüfen. Wenden Sie
sich an autorisiertes Fachpersonal.
- Instandsetzung beauftragen, bzw. Leckagen beseitigen. Besitzen die Gabelzinken Belegungen aus nichtmetallischen
Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler.
Werkstoffen (Gummi oder Kunststoff) mit einer Belagsdicke
von mehr als 2 mm, so müssen diese Werkstoffe zur Ablei-
tung elektrostatischer Aufladungen einen Oberflächenwi-
derstand unter 109 Ohm haben.

HINWEIS
Zum Erneuern der Plattierungen wenden Sie sich an auto-

131 807 1550.0806


risiertes Fachpersonal (Sachkundige).
Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler.

g1311324 g1311325

28
Fahren Bedienung
Fahren Deichsel in Fahrstellung bringen
VORSICHT - Batteriestecker anschließen. - Deichsel (7) leicht absenken.
Das Befahren längerer Steigungen über 20 % ist Der Betriebsstundenzähler (6) ist aktiviert.
aufgrund der vorgeschriebenen Mindestab- - Not-Aus-Knopf (2) hochziehen bis Knopf entriegelt.
bremsungen und der Standsicherheitswerte generell nicht HINWEIS
zugelassen. Vor dem Befahren größerer Steigungen ist - Schaltschloß (1) einschalten. Nur in der Deichselstellung (9) kann das Flurförderzeug
Rücksprache mit autorisiertem Fachpersonal (Vertrags- gefahren werden. Im unteren Bereich (10) und im oberen
händler) zu nehmen. - Batterieentladeanzeiger im Anzeigegerät (3) zeigt die Bereich (8) ist die Bremse ein- und der Antriebsmotor
Die im Typenblatt angegebenen Steigfähigkeitswerte sind aktuelle Batteriekapazität in % an. ausgeschaltet.
aus der Zugkraft ermittelt worden und gelten nur zur
Überwindung von Fahrbahnhindernissen und für kurze ACHTUNG
Höhenunterschiede. Passen Sie grundsätzlich Ihre Fahr- Im Notfall den Not-Aus-Knopf (2) eindrücken, die
weise den Gegebenheiten der benutzten Wegstrecke (Un- Stromversorgung wird unterbrochen, das Fahr-
ebenheiten etc.), besonders gefährdeten Arbeitsberei- zeug bleibt sofort stehen.
chen und der Beladung Ihres Flurförderzeugs an.
Setzen Sie Ihr Flurförderzeug nur auf Böden und Oberflä-
chen mit ausreichender Tragkraft ein.
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2
3
1 3 Hauptanzeige 5 7
8

9
100%
12345.6 h 10
Nächste Wartung:

g1311316 g1311326 g1311327

29
Fahrtrichtung wechseln Bedienung
Vorwärtsfahrt Rückwärtsfahrt Fahrtrichtungswechsel
Fahrschalter immer feinfühlig betätigen, da das Flurförder- - Langsam mit dem Daumen auf den oberen Teil des - Fahrschalter loslassen und in die entgegengesetzte Rich-
zeug sofort auf jede Betätigung reagiert und ein ruckartiges Fahrschalters (3) feinfühlig drücken (Fahrschalter in Rich- tung betätigen.
Anfahren, Bremsen bzw. Wechseln der Fahrtrichtung ver- tung 4 drehen).
mieden werden soll. HINWEIS
Fahrgeschwindigkeit nimmt mit dem Betätigungsweg der Der Fahrtrichtungswechsel kann während der Fahrt ein-
- Mit dem Daumen auf den unteren Teil des Fahrschalters (1) Fahrschalter zu. geleitet werden. In diesem Fall wird das Fahrzeug zu-
feinfühlig drücken (Fahrschalter in Richtung (2) drehen). nächst elektrisch bis zum Stillstand gebremst und be-
schleunigt dann in die entgegengesetzte Fahrtrichtung.
Fahrgeschwindigkeit des Flurförderzeugs nimmt mit dem
Betätigungsweg des Fahrschalters zu.

131 807 1550.0806


4 3
1 2
g1311328 g1311329

30
Lenkanlage, Sicherheitspralltaste, Hupe Bedienung
Lenken Sicherheitspralltaste
Das Flurförderzeug wird über die Deichsel mit dem Antriebs- Zum Schutz gegen Einklemmen ist die Deichsel mit einer
rad gelenkt. Sicherheitspralltaste (2) ausgestattet.

Der Wenderadius Wa des Flurförderzeuges ist abhängig von - Beim Betätigen der Sicherheitspralltaste wird das Fahr-
der Gabellänge (siehe techn. Daten). zeug abgebremst und auf volle Rückwärtsfahrt geschal-
tet.
- Flurförderzeug in Betrieb nehmen und Deichsel nach
links und rechts bis an Anschlag betätigen.
Hupe betätigen
GEFAHR
Bei Schwergängigkeit oder zu großem Lenkspiel Als Warnsignal z.B. bei Gefahr, an unübersichtlichen Stellen
wenden Sie sich an autorisiertes Fachpersonal und Einmündungen dient die Hupe.
(Sachkundige). Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Ver-
tragshändler. Ihr Flurförderzeug darf nicht mit mangel- - Hupenknopf (1) drücken, Hupe ertönt.
hafter Lenkanlage gefahren werden.

Deichseleinschlagsbereich 190°
131 807 1550.0806

190˚

g1311330 g1311331

31
Bremsanlage, Sicherungen, Hubeinrichtung Bedienung
Deichselbremse (Feststellbremse) Gegenstrombremse (Betriebsbremse) Lastgabel heben
- Im unteren (2) und oberen (1) Bremsbereich wird der Elektrisches Bremsen durch Fahrtrichtungswechsel: - Taster (2) drücken.
Antrieb abgeschaltet und das Flurförderzeug gebremst.
- Fahrschalter (3) während der Fahrt in entgegengesetzte Lastgabel senken
- Deichsel loslassen. Diese schwenkt selbständig durch Fahrtrichtung umschalten.
eine Gasfeder in den Bremsbereich (1), schaltet den - Taster (1) drücken.
Antrieb über Mikroschalter ab und wirkt auf den Mecha- Das Flurförderzeug wird bis zum Stillstand abgebremst.
nismus der Feststellbremse. HINWEIS
- Fahrschalter loslassen. Schaltsymbol mit Richtungspfeil auf dem Hebel beachten.

Sicherungen
Die Sicherungen sind in dem explosionsgeschützten
Gehäuse unter der vorderen Abdeckung untergebracht.
Zum Wechseln der Sicherungen wenden Sie sich an autori-

131 807 1550.0806


siertes Fachpersonal (Sachkundige).
Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler.

1
2
2

3
g1311332 g1311333

32
Vor dem Lastaufnehmen, Last aufnehmen Bedienung
Vor dem Lastaufnehmen Last aufnehmen
GEFAHR GEFAHR - Vorsichtig und so genau wie mögich an die aufzuneh-
Der im Fabrikschild (1) angegebene Nenn-Trag- Das Befördern von gefährlichen Stoffen muß mende Last heranfahren.
fähigkeitswert gilt für kompakte und homogene vorsichtig und umsichtig erfolgen. Dabei sind
Last und darf nicht überschritten werden, da dies die Beanspruchungen wie Stoßen, Schlagen, Reiben, Schlei- - Lastgabel auf die erforderliche Höhe anheben bzw. ab-
Standsicherheit des Flurförderzeuges und die Festigkeit fen, Werfen zu vermeiden. senken.
der Lastgabel beeinträchtigt.
ACHTUNG - Vorsichtig unter die mittig aufzunehmende Last einfah-
Vor jeder Lastaufnahme vergewissern, daß die- ren, möglichst bis der Batteriekasten an der Last anliegt,
se nicht die Tragfähigkeit des Flurförderzeugs dabei angrenzende Lasten beachten.
übersteigt.
- Lastgabel anheben, bis die Last von der Auflagefläche
frei ist.

ACHTUNG
Dabei darauf achten, daß keine Lasten neben und
hinter dem Fahrzeug verschoben werden.
131 807 1550.0806

g1311334 g1311335

33
Transport mit Last, Last absetzen Bedienung
Transport mit Last Last absetzen Vor dem Verlassen des Flurförderzeugs
HINWEIS - Flurförderzeug vorsichtig am vorgesehenen Lagerplatz ACHTUNG
Die Lasten sind so zu verstauen, daß sie nicht über die anhalten. Niemals das Fahrzeug mit angehobener Last
Begrenzung der Ladefläche hinausragen und weder um- abstellen oder verlassen.
fallen noch herabfallen können. - Last langsam absenken, bis Lastgabel frei ist.
- Last absetzen bzw. Lastgabel ganz absenken.
- Last in Bodennähe transportieren. - Flurförderzeug gerade aus der Last herausfahren.
- Schaltschloß mit Schaltschlüssel (1) ausschalten und
- An Gefälle- oder Steigungsstrecken Last immer bergsei- ACHTUNG Schlüssel abziehen.
tig transportieren, niemals quer befahren oder wenden. Darauf achten, daß keine Lasten neben und hin-
ter dem Flurförderzeug verschoben werden. - Bei längerer Außerbetriebsetzung des Fahrzeuges ist
- Nicht mit seitlich verschobener Last fahren. der Not-Aus-Knopf (2) zu drücken und der Batteriestecker
abzubauen.
- Bei Sichtbehinderung mit Einweiser arbeiten, langsam
und vorsichtig fahren.

- Es wird empfohlen, die Last in Vorwärtsfahrt zu transpor-


tieren.

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2

g1311336 g1311320

34
Abschleppen, Kranverladung Bedienung
Flurförderzeug abschleppen Abschleppvorgang Anheben des Niederhubwagens
GEFAHR ACHTUNG Für gewisse Wartungsarbeiten muss der Niederhubwagen
In explosionsgeschützten Bereichen darf das Die Bremse wird blockiert, wenn das Fahrzeug angehoben werden.
Flurförderzeug nur abgeschleppt werden: nicht mehr von der Batterie mit Strom versorgt - Einen Wagenheber mit ausreichendem Hubvermögen
wird. benutzen.
- Bei Verwendung eines weiteren explosionsgeschütz- - Zum Anheben des vorderen Teils des Fahrzeugs den
ten Flurförderzeuges als Zugfahrzeug mit einer fun- - Das Fahrzeug kann nur mit angehobenem Antriebsrad Wagenheber unter der Stoßstange (1) ansetzen, dann
kenschlagsicheren Verbindung. vorsichtig verschoben werden. aus Sicherheitsgründen das angehobene Fahrzeug mit
Holzstücken (2) abstützen.
- Bei Schutzmaßnahmen mit Beseitigung der Explosi- ACHTUNG - Zur Wartung der Lasträder muss der Wagenheber an den
onsgefahren kann es entweder mit einem Serienfahr- Das Fahrzeug nicht an Bedienelementen ziehen gekennzeichneten Stellen (3) unter die Gabelzinken
zeug mit entsprechender Tragfähigkeit bei Getriebe- oder abschleppen. gesetzt werden.
oder Bremsschaden komplett angehoben und bewegt
werden. Das gleiche gilt auch bei elektrischen Störun- ACHTUNG VORSICHT
gen mit elektrischer Bremse. Vor dem Abschleppen des Fahrzeugs jegliche Das Fahrzeug nach dem Anheben immer richtig
Last absetzen. abstützen und verkeilen.

Transport des Fahrzeugs


131 807 1550.0806

Beim Transport des Fahrzeugs darauf achten, dass dieses


richtig verkeilt und gegen Witterungseinflüsse geschützt ist.

2
3

1 3
1
1
g1311322 2 g1311337

35
Verladung Bedienung
Kranverladung
GEFAHR GEFAHR
Nach dem Einlegen der Kette oder des Seils in den
Bei der Kranverladung des Flurför- Kranhaken (2) muß der Sicherheitsverschluß (3)
derzeugs ist besonders darauf zu achten, schließen.
daß sich keine Personen im Arbeitsbereich
des Kranes befinden!
Nicht unter schwebende Lasten treten!
GEFAHR
Nur Hebegeschirr und Verladekran mit ausrei-
chender Tragkraft verwenden (Verladegewicht
siehe Typenblatt). Teile, die mit dem Hebegeschirr in
Berührung kommen, sind zu schützen.

- Obere Abdeckung abbauen.

131 807 1550.0806


- Kette oder Seil mit Haken in die Ösen (1) einsetzen.

3
1
2

1
g1311338

36
Stillegung des Flurförderzeugs Bedienung
Stillegung des Flurförderzeugs Wiederinbetriebnahme nach der Stillegung
Wird das Fahrzeug z.B. aus betrieblichen Gründen länger ACHTUNG - Flurförderzeug gründlich reinigen.
als 2 Monate stillgelegt, darf es nur in einem gut belüfteten, Das Fahrzeug muß so aufgebockt werden, daß
frostfreien, sauberen und trockenen Raum abgestellt werden alle Räder frei vom Boden sind. Hierdurch wird - Flurförderzeug abschmieren.
und folgende Maßnahmen sind durchzuführen. eine dauerhafte Verformung der Reifen verhindert.
- Batterie reinigen.
Maßnahmen vor der Stillegung HINWEIS
Keine Plastikfolie verwenden, da sonst die Bildung und - Zustand und Säuredichte der Batterie prüfen, ggf. nach-
- Flurförderzeug gründlich reinigen. Ansammlung von Kondenswasser gefördert wird. laden.
- Lastgabel mehrmals bis zum Endanschlag anheben.
HINWEIS - Hydrauliköl auf Kondenswasser prüfen, ggf. wechseln.
- Lastgabel auf Unterlage absenken. Soll das Flurförderzeug länger als 6 Monate stillgelegt
- Hydraulikölstand prüfen, ggf. nachfüllen. werden, sind weitergehende Maßnahmen mit autorisier- - Wartungsarbeiten wie vor der ersten Inbetriebnahme
tem Fachpersonal (Sachkundige) abzusprechen. durchführen.
- Alle nicht mit einem Farbanstrich versehenen mechani-
schen Bauteile mit einem dünnen Öl- bzw. Fettfilm verse- Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler.
- Flurförderzeug in Betrieb nehmen.
hen.
- Fahrzeug abschmieren.
131 807 1550.0806

- Zustand und Säuredichte der Batterie prüfen, Batteriepo-


le mit säurefreiem Fett einfetten.
(Vorschriften des Batterieherstellers beachten.)

37
131 807 1550.0806
38
Allgemeine Hinweise Instandhaltung
Allgemeine Hinweise VORSICHT Inspektion und Wartung nach den ersten 50
ACHTUNG Bei allen Instandhaltungsarbeiten ist Betriebsstunden
Explosionsgeschützte Flurförder- das Flurförderzeug auf einer ebenen Fläche HINWEIS
zeuge müssen in regelmäßigen Abständen abzustellen, die Räder gegen Wegrollen zu Die Beschreibung der Tätigkeiten finden Sie über das
sichern, der Schaltschlüssel abzuziehen Stichwortverzeichnis.
gewartet werden. Der Betreiber hat die Zeit-
abstände nach der Betriebsanleitung des und der Batteriestecker abzubauen. - Bremsanlage prüfen.
Herstellers und den Betriebsverhältnissen Nach allen Instandhaltungsarbeiten ist mit dem Flurförder- - Radbefestigungen prüfen.
festzusetzen. zeug eine Funktionsprüfung und ein Probelauf durchzufüh-
ren. - Zustand und freies Drehen der Räder prüfen.
Ihr Flurförderzeug bleibt nur dann stets in einsatzbereitem Ohne Genehmigung des Herstellers dürfen keine Änderun-
Zustand, wenn die wenigen Wartungs- und Kontrollarbeiten gen, insbesondere An- und Umbauten, an Ihrem Flurförder- - Getriebeöl wechseln.
gemäß den Angaben im Flurförderzeug-Brief und den Hin- zeug vorgenommen werden.
weisen oder Anweisungen der Betriebsanleitung regelmä- - Hydraulikölstand prüfen.
ßig durchgeführt werden. HINWEIS
Bei Einsatz des Flurförderzeuges unter extremen Bedin- - Hydraulikanlage auf Dichtheit prüfen.
Die Instandhaltung darf nur durch qualifizierte und autori- gungen (z. B. extremer Hitze oder Kälte, hoher Staubent-
131 807 1550.0806

sierte Fachpersonen (Sachkundige) vorgenommen werden. wicklung etc.) sind die in der Wartungsübersicht angege- - Batterie: Ladezustand, Zustand, Säurestand und Säure-
Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler. benen Zeitfristen angemessen zu reduzieren. dichte prüfen.

GEFAHR Vor Abschmierarbeiten und Arbeiten an der Hydraulikanla- - Kabel und elektrische Anschlüsse auf Zustand und festen
ge ist die Umgebung des betreffenden Teiles sorgfältig zu Sitz prüfen.
Alle Inspektions- und Wartungsarbei- reinigen.
ten dürfen nur außerhalb explosionsgefähr- Beim Auffüllen von Betriebsstoffen nur saubere Gefäße ver- - Befestigung Rahmenteile, Aufbau und Lastgabel
deter Bereiche und nur von qualifiziertem wenden! prüfen.
Bei Benutzung von Betriebsstoffen und Reinigungsmitteln
und autorisiertem Personal durchgeführt Sicherheits- und Entsorgungshinweise des Herstellers be- - Lenkdrehkranz der Antriebseinheit schmieren.
werden, die mit allen erforderlichen Vor- achten.
schriften vertraut sind. Ausgetauschte Ersatzteile müssen umweltgerecht entsorgt - Sonstige Lagerstellen und Gelenke prüfen und schmie-
werden. ren.
Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Ver-
tragshändler. ACHTUNG
Fehlende bzw. beschädigte Typen- und/oder Kle-
Die Durchführung dieser Arbeiten können Sie im Rahmen beschilder müssen ersetzt werden.
einer Wartungsvereinbarung mit autorisiertem Fachperso- Lage bzw. Bestellnummer siehe ET-Katalog.
nal (Sachkundige) abstimmen. Der Hersteller empfiehlt Ih-
nen Ihren Vertragshändler. Für den Fall, daß Sie die Arbeiten ACHTUNG
selbst ausführen wollen, empfehlen wir Ihnen, zumindest die Der Umgang mit Betriebsstoffen ist zu beachten.
ersten 3 Kundendienstüberprüfungen durch Ihren Vertrags-
händler ausführen zu lassen, so daß Ihr eigenes Werkstatt-
personal ausreichend eingewiesen werden kann.

39
Inspektions- und Wartungsübersicht Instandhaltung
Wartungsarbeiten vor der ersten nach den ersten tägliche nach Bedarf
(Beschreibung der Tätigkeiten finden Sie auch über das Stichwortverzeichnis) Inbetriebnahme 50 Stunden Prüfungen

Wartungsarbeiten siehe Seite 22 ........................................................................................................................... 

Wartungsarbeiten siehe Seite 39 ............................................................................................................................................................ 

Batterie: Ladezustand prüfen ............................................................................................................................................................................................... 

Batterie: Zustand, Säuredichte und -stand prüfen .............................................................................................................................................................. 

Zustand und freies Drehen der Räder prüfen ............................................................................................................................................................................ 

Bremsanlage prüfen .................................................................................................................................................................................................................... 

131 807 1550.0806


Hupe prüfen ................................................................................................................................................................................................................................. 

Lastgabel prüfen .................................................................................................................................................................................................................. 

Flurförderzeug reinigen ................................................................................................................................................................................................................................................ 

Radbefestigungen prüfen (spätestens alle 100 Betriebsstunden) ............................................................................................................................................................................. 

Räder auf Zustand prüfen (spätestens alle 100 Betriebsstunden) ............................................................................................................................................................................. 

Sensoren der Gaswarnanlage überprüfen (spätestens alle 2 Monate) ............................................................................................................................................................... 

Gaswarnanlage (durch einen Sachkundigen) überprüfen (mindestens 1x jährlich) .......................................................................................................................................... 

Sensoren reinigen .................................................................................................................................................................................................................................................. 

40
Inspektions- und Wartungsübersicht Instandhaltung
Wartungsarbeiten alle 1000 Stunden alle 2000 Stunden
(Beschreibung der Tätigkeiten finden Sie auch über das Stichwortverzeichnis) oder jährlich oder alle 2 Jahre

Fahrmotor, Kühlrippen reinigen .................................................................................................................................................................................................. 

Getriebe, Getriebeölstand prüfen ............................................................................................................................................................................................... 

Räder, Zustand prüfen ................................................................................................................................................................................................................ 

Kohlenbürsten an Elektromotoren prüfen, ggf. austauschen ............................................................................................................................................. 

Bremsanlage prüfen .................................................................................................................................................................................................................... 

Sonstige Lagerstellen und Gelenke prüfen und abschmieren .................................................................................................................................................. 

Lenkdrehkranz der Antriebseinheit abschmieren ...................................................................................................................................................................... 


131 807 1550.0806

Elektromagnetbremse, Luftspalt einstellen ................................................................................................................................................................................ 

Hydraulikölstand prüfen .............................................................................................................................................................................................................. 

Hydraulikanlage auf Dichtheit prüfen ......................................................................................................................................................................................... 

Elektrische Leitungen, Kabelverbinder und Kabelanschlüsse auf Zustand und festen Sitz prüfen ................................................................................. 

Befestigung Rahmenteile und Aufbau prüfen ..................................................................................................................................................................... 

Lastgabel prüfen .................................................................................................................................................................................................................. 

Impulssteuerung mit Preßluft reinigen ................................................................................................................................................................................ 

Kontakte reinigen und auf Verschleiß prüfen ...................................................................................................................................................................... 

Elektromotoren reinigen ....................................................................................................................................................................................................... 

Hydraulikölfilter reinigen ............................................................................................................................................................................................................. 

Hydrauliköl wechseln .................................................................................................................................................................................................................................................... 

Getriebeöl wechseln ..................................................................................................................................................................................................................................................... 

41
Inspektion und Wartung nach Bedarf Instandhaltung
Flurförderzeug reinigen Räder auf Beschädigungen und Fremdkör-
GEFAHR GEFAHR per prüfen
Sollte Feuchtigkeit in den Motor eingedrungen - Flurförderzeug anheben, bis die Räder vom Boden frei
Alle Inspektions- und Wartungsarbei- sein, muß, um den Motor zu trocknen, der sind.
ten dürfen nicht in explosionsgefährdeten Ex-Schutz geöffnet werden. Bitte wenden Sie sich an - Fahrzeug mit Holzbalken sichern.
Bereichen durchgeführt werden. autorisiertes Fachpersonal (Sachkundige). - Freies Durchdrehen der Räder prüfen und alles entfer-
Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler. nen, was deren Bewegung behindert.
HINWEIS - Abgenutzte Bandagen oder beschädigte Räder auswech-
Die Notwendigkeit der Reinigung hängt vom Einsatz des Bei Reinigung mit Druckluft hartnäckige Verschmutzung mit seln.
Flurförderzeugs ab. Beim Einsatz mit stark aggressiven Kaltreiniger entfernen. Reinigen Sie vor Schmierarbeiten - Flurförderzeug absenken.
Medien, z.B. Salzwasser, Düngemittel, Chemikalien, Ze- besonders die Öleinfüllöffnungen und deren Umgebung
sowie die Schmiernippel. GEFAHR
ment usw. ist eine gründliche Reinigung nach Beendigung Nur Antriebsräder mit eingegossener Messing-
des Arbeitseinsatzes erforderlich. bürste verwenden.
Heißdampf oder stark entfettende Reinigungsmittel nur HINWEIS
Je öfter das Flurförderzeug gereinigt wird, um so häufiger Nur für dieses Fahrzeug zugelassene Räder verwenden.
mit äußerster Vorsicht anwenden! Die Fettfüllung auf
Lebensdauer geschmierter Lager wird gelöst und läuft muß geschmiert werden. HINWEIS
aus. Da ein Nachschmieren nicht möglich ist, führt dies Um die Bodenhaftung des Antriebsrades zu gewährlei-
zur Zerstörung der Lager. sten, müssen eventuell auftretende Abnutzungen des

131 807 1550.0806


Antriebsrades ausgeglichen werden.
- Not-Aus-Knopf drücken. Bitte wenden sie sich an autorisiertes Fachpersonal (Sach-
- Batteriestecker abbauen. kundige). Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertrags-
händler.
GEFAHR
Aus Sicherheitsgründen ist es verboten das Flur-
förderzeug im vorderen Bereich mit einem Hoch-
druckreiniger zu reinigen. Es kann Wasser in die druckfe-
sten Gehäuse eindringen, was zu Zerstörung der Steue-
rung oder anderer Teile (Motor) führen kann. Der Explosi-
onsschutz ist somit nicht mehr gewährleistet.
Weiterhin kann es zu stark eingeschränkter Bremswir-
kung während der ersten anschließenden Bremsung kom-
men.

ACHTUNG
Beim Reinigen mit Reinigungsgerät druckfeste
Gehäuse, elektrische Anlage, Elektromotoren
und Isoliermaterial nicht direktem Strahl aussetzen, son-
dern vorher abdecken.
Bei Reinigung mit Preßluft hartnäckige Verschmutzung
mit Kaltreiniger entfernen.
Reinigen Sie besonders die Öleinfüllöffnungen und deren
Umgebung sowie die Schmiernippel vor den Schmierar-
beiten.

- Nach dem Reinigen Flurförderzeug trocknen.


g1311339 g1311340

42
Inspektion und Wartung nach Bedarf Instandhaltung
Radbefestigungen nachziehen
ACHTUNG - Anzugsdrehmoment 110 Nm der Schrauben (3) (4 Stück)
Spätestens alle 100 Betriebsstunden. des Schwenklagers der Stützrollen vorn prüfen. Diese
sind vom Fahrwerkinnern aus zugänglich.

ACHTUNG - Vordere Abdeckung anbauen.


Nur Wagenheber mit ausreichender Tragfähig-
keit verwenden. - Flurförderzeug absenken.

- Vorderseite des Fahrzeuges mit einem Wagenheber


anheben und beidseitig mit einem Holzbalken sichern.

- Vordere Abdeckung (4) abbauen.

- Anzugsdrehmoment 140 Nm der Radmuttern (1) des


Antriebsrades prüfen.

- Anzugsdrehmoment 50 Nm der Schrauben (2) der Stütz-


131 807 1550.0806

rollen prüfen.

4
g1311341 2 x3621301

43
Inspektion und Wartung nach Bedarf Instandhaltung
Sensor (1) der Gaswarnanlage über- Sensor der Gaswarnanlage reinigen
prüfen (spätestens alle 2 Monate) - Sensoren nur mit einem trockenem, sauberen Tuch rei-
HINWEIS nigen.
Diese Arbeit nur von autorisiertem Personal (Sachkundi-
ge) ausführen lassen. Bei hartnäckigen Verschmutzungen wenden Sie sich an
Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler. Ihren Vertragshändler.

Gaswarnanlage (2) überprüfen (min-


destens 1x jährlich)
HINWEIS
Diese Arbeit nur von autorisiertem Personal (Sachkundi-
ge) ausführen lassen.
Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler.

131 807 1550.0806


2

g1311303

1
g1311342

44
1000 Stunden Inspektion und Wartung Instandhaltung
Fahrmotor, Kühlrippen reinigen. ACHTUNG Getriebe, Getriebeölstand prüfen
Um einen Kurzschluss zu verhindern, ist es wich-
- Batteriestecker abziehen. tig, das Anzugsdrehmoment der 3 Anschluss- - Vordere Abdeckung abnehmen.
- Vordere Abdeckung öffnen. klemmen U, V, und W der Leistungskabel des Fahrmotors - Das Rad entsprechend drehen, um Zugang zum Nach-
zu überprüfen (Anzugsdrehmoment 7,5 Nm). füllstopfen (4) zu erhalten.
- Armaturentafel abnehmen.
- Den Halter des Lenkers (der Deichsel) nach hinten kip- - Den Stopfen (4) herausschrauben. Der Ölstand muss den
pen, um an die Rückseite des Motors zu kommen (1). unteren Rand der Bohrung erreichen.

- Motor (1) mit Druckluft ausblasen. - Gegebenenfalls nachfüllen, um den erforderlichen Füll-
stand herzustellen.
- Sicherstellen, dass keine Einbrandspuren an den An-
schlüssen der Zuleitungen vorhanden sind. - Stopfen wieder einschrauben.

- Den festen Sitz der Anschlüsse prüfen. - Prüfen, ob an den Dichtungsflächen oder der Radwelle
Anzeichen für ein Leck vorhanden sind.
- Nach Beendigung dieses Vorgangs den Halter des Len-
kers (der Deichsel) wieder zurückklappen und befesti-
gen.
131 807 1550.0806

1
g1311343 g1311344

45
1000 Stunden Inspektion und Wartung Instandhaltung
Räder, Zustand prüfen Räder, Befestigung prüfen Höhe der Stützräder einstellen und fixieren
- Das Fahrzeug anheben, bis die Räder den Boden nicht - Das Fahrzeug anheben, bis die Räder den Boden nicht - Das Anzugsdrehmoment der Schraube des Kopfs (4)
mehr berühren, und das Fahrzeug sorgfältig mit geeigne- mehr berühren, und das Fahrzeug sorgfältig mit geeigne- prüfen. Vorgeschriebenes Drehmoment: 15 Nm.
ten Blöcken unterstützen. ten Blöcken unterstützen. - Höhe der Stützräder je nach Abnutzung des Antriebsrads
- Sicherstellen, dass die Räder sich ungehindert drehen. - Anzugsdrehmoment der Muttern des Antriebsrads prü- einstellen.
Alle störenden Gegenstände (aufgewickelte Drähte) fen. Vorgeschriebenes Drehmoment: 140 Nm - Schraube (1) auf der Seite des Stifts (2) lösen.
entfernen. - Anzugsdrehmoment der Befestigungsschrauben der - Excenter (3) vom Stift (2) lösen.
- Abnutzung der Radlaufflächen prüfen. Lasträder prüfen.
Vorgeschriebenes Drehmoment: 50 Nm - Entsprechende Raststufe (5 Möglichkeiten) gegenüber
- Abgenutzte oder beschädigte Räder ersetzen. von Stift (2) verwenden.
- Zunächst die Vorderräder und dann die Hinterräder prü- VORSICHT - Schraube (1) wieder anschrauben und mit einem An-
fen. Beim Austauschen des Antriebsrads sollten zugsdrehmoment von 32 Nm festziehen.
Schutzhandschuhe getragen werden.
ACHTUNG
Drähte, die sich eventuell um Naben oder Wälz-
lager der Räder gewickelt haben, müssen unbe- Lenkung, Kohlebürsten des Lenkmotors
dingt entfernt werden. Andernfalls besteht die Gefahr prüfen und eventuell austauschen
einer schnellen Abnutzung der Räder.

131 807 1550.0806


Bitte wenden Sie sich an Ihren Vertragshändler.

4 1

2 3

g1311345 g1311346

46
1000 Stunden Inspektion und Wartung Instandhaltung
Bremsanlage prüfen Sonstige Gelenke prüfen bzw. abschmieren
Deichselbremse prüfen Gegenstrombremse prüfen - Alle Gelenkstellen und Scharniere reinigen, auf Leicht-
gängigkeit und Befestigung überprüfen und einsprühen.
GEFAHR - Flurförderzeug in Fahrbewegung bringen.
Das Flurförderzeug darf nicht mit mangelhafter - Flurförderzeug vorne aufbocken und mit Kanthölzern
Bremsanlage gefahren werden. - Fahrschalter (3) in entgegengesetzte Fahrtrichtung betä- sichern.
- Flurförderzeug in Fahrbewegung bringen und durch Be- tigen. Flurförderzeug bremst bis zum Stillstand ab.
wegen der Deichsel in oberen (1) und unteren (2) Bereich HINWEIS
Bremswirkung überprüfen. In diesen beiden Bereichen - Fahrschalter loslassen. Zum Schmieren ist Schmierfett zu verwenden.
wird das Flurförderzeug elektrisch abgebremst.
ACHTUNG - Schmiernippel (1) an den Stützrollen links und rechts
HINWEIS Sollten sich Mängel an der Gegenstrombremsan- reinigen und solange schmieren, bis frisches Fett im
Beim Loslassen der Deichsel schwenkt diese selbständig lage bemerkbar machen, so wenden Sie sich an Lagerbereich austritt.
in den Bremsbereich (1) und schaltet den Antrieb ab. autorisiertes Fachpersonal (Sachkundige).
ACHTUNG Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler. - Flurförderzeug absenken.
Die Bremsanlage besitzt eine selbständige Nach-
stellung. Sollten sich Mängel oder Verschleiß an
der Bremsanlage bemerkbar machen, so wenden Sie sich
131 807 1550.0806

an autorisiertes Fachpersonal (Sachkundige).


Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler.

g1311332 3 g1311347 x3621304

47
1000 Stunden Inspektion und Wartung Instandhaltung
Lenkung, Ritzel der Motor- und Getriebeein- Elektromagnetbremse, Luftspalt einstellen
heit / Drehkranz prüfen HINWEIS - Deichselhalter nach hinten kippen.
- Die vordere Abdeckung abnehmen. Das maximale Bremsmoment ist im Werk eingestellt und
- Die 3 Befestigungsschrauben (3) lösen.
darf nicht verändert werden.
- Sicherstellen, dass das Ritzel der Motor- und Getriebe- - Die 3 Innensechskantschrauben (4) verstellen, um den
einheit des Lenksystems (1) und der Drehkranz (2) nicht - Die Bremse ist in gebremster Stellung, das heißt bei Luftspalt wieder auf seine ursprüngliche Breite von
verunreinigt sind. unterbrochener Stromversorgung und ohne Last auf der 0,25 mm einzustellen.
- Ggf. mit Lösungsmittel reinigen und mit Druckluft trock- Gabel, zu überprüfen. - Die 3 Befestigungsschrauben (3) wieder festziehen.
nen. - Den Luftspalt der Bremse mit einer Fühlerlehre prüfen. - Den Luftspalt an drei um 120° gegeneinander verscho-
- Ritzel und Drehkranz mit Silikon in Sprayform schmieren Der ursprüngliche Luftspalt beträgt 0,25±0,1 mm. Nach benen Stellen prüfen.
(siehe Tabelle der vorgeschriebenen Schmierstoffe). teilweiser Abnutzung der Scheibe darf der Luftspalt ma-
ximal 0,5 mm breit sein. Bei größeren Werten besteht die - Sicherstellen, dass der Luftspalt über den gesamten
Gefahr, dass die Bremse nicht mehr vollständig freigege- Umfang der Bremse den gleichen Wert aufweist.
HINWEIS
Mit keinem anderen Produkt schmieren, weil sich sonst ben wird und es zu Erhitzungen kommt. - Deichselhalter wieder in Ausgangsposition bringen.
Staub ansammeln kann. - Falls sich die Breite des Luftspalts dem Grenzwert von 0,5 - Stromversorgung einschalten und prüfen, ob die Bremse
mm nähert, muss neu eingestellt werden. vollständig gelöst wird.
ACHTUNG
Bei Eingriffen an Ritzel und Drehkranz der Len- HINWEIS HINWEIS

131 807 1550.0806


kung unbedingt den Batteriestecker abziehen. Wenn der Luftspalt den Grenzwert von 0,5 mm überschrei- Einen flachen, abgewinkelten Schlüssel verwenden, um
Das Tragen von Schutzhandschuhen wird empfohlen. tet, leuchtet die Kontrolllampe "STOP" der Multifunktions- an der Hohlschraube (4) unten in der Nähe des Rahmens
anzeige auf und es wird ein Warnton abgegeben. zu schrauben.

Wir empfehlen Ihnen, diese Arbeit von unserem Vertrags-


händler durchführen zu lassen.

0,25 mm
± 0,1

4
1 2
g1311348 g1311349

48
1000 Stunden Inspektion und Wartung Instandhaltung
Hydraulikölstand prüfen Hydraulikanlage auf Dichtheit prüfen Elektrische Leitungen, Kabelverbinder
ACHTUNG - Sämtliche Verbindungen, Ventile und Hydraulikschläu- und Kabelanschlüsse auf Zustand und fe-
Umgang mit Betriebsstoffen beachten. che auf Dichtheit prüfen. Anschlüsse ggf. nachziehen. sten Sitz prüfen
- Hubzylinder auf Dichtheit prüfen. HINWEIS
- Lastgabel ganz absenken. Vor jeder Wartungsarbeit ist der Not-Aus-Knopf zu drük-
- Poröse Schläuche auswechseln. ken.
- Der Hydraulikölstand (2) muß innerhalb der Markierun- - Alle äußerlich sichtbaren Kabelanschlüsse auf festen
gen am Hydrauliköltank liegen. - Leitungen auf Scheuerstellen untersuchen, ggf. austau- Sitz prüfen.
schen. - Batteriekabel auf festen Sitz prüfen.
- Bei Bedarf Hydrauliköl durch Einfüllstutzen nachfüllen. - Elektrische Verkabelung auf Scheuerstellen, beschädig-
Dazu Einfüllverschluß (1) herausschrauben. te Isolierung und festen Sitz kontrollieren.
- Beschädigte Kabel auswechseln lassen.
ACHTUNG
Alle elektrischen Leitungen müssen mit Klem-
men (max. Abstand 250 mm) befestigt sein.
- Kabelbinder bzw. Klemmen nachziehen ggf. erneuern.
131 807 1550.0806

HINWEIS
Diese Arbeit darf nur von autorisiertem Personal (Sachkun-
digen) ausgeführt werden.
Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler.

g1311350 g1311351 g1311352

49
1000 Stunden Inspektion und Wartung Instandhaltung
Befestigung Rahmenteile und Aufbau Lastgabel prüfen Kontakte reinigen und auf Verschleiß
prüfen - Lastgabel auf Beschädigungen prüfen. Die Lastgabel ist prüfen
- Motoren- und Getriebebefestigung, Deichsellenkung und an den Stellen, die Berührung mit dem Boden (Flur) oder GEFAHR
Stützrollen auf festen Sitz der Befestigungselemente und der Last (Palette, Faß) haben können, mit Messing, Kup- Diese Arbeit nur autorisiertes Fachpersonal
Verschleiß prüfen. fer, nichtrostendem Stahl oder einem anderen gleichwer- (Sachkundige) ausführen lassen.
tigen Werkstoff von ca. 3 mm Dicke belegt oder aus dem Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler.
- Lose Schraubverbindungen nachziehen. genannten Werkstoff hergestellt.

- Beschädigte Teile auswechseln. HINWEIS


Zum Erneuern der Plattierungen wenden Sie sich an auto-
Elektromotoren reinigen
- Farbanstrich ggf. ausbessern. risiertes Fachpersonal (Sachkundige). GEFAHR
Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler. Diese Arbeit nur autorisiertes Fachpersonal
- Beschädigte und unkenntliche Symbolaufkleber erneu- (Sachkundige) ausführen lassen.
ern. Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler.
Impulssteuerung mit Druckluft reini-
- Vordere Abdeckung anbauen. gen
GEFAHR

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Diese Arbeit nur autorisiertes Fachpersonal
(Sachkundige) ausführen lassen.
Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler.

g1311353 g1311354

50
1000 Stunden Inspektion und Wartung Instandhaltung
Hydraulikölfilter reinigen
ACHTUNG
Umgang mit Betriebsstoffen beachten.

GEFAHR
Diese Arbeit nur autorisiertes Fachpersonal
(Sachkundige) ausführen lassen.
Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler.
131 807 1550.0806

g1311355

51
2000 Stunden Inspektion und Wartung Instandhaltung
Hydrauliköl wechseln Getriebeöl wechseln
ACHTUNG ACHTUNG - Ablaßschraube reinigen und mit neuer Dichtung wieder
Umgang mit Betriebsstoffen beachten. Umgang mit Betriebsstoffen beachten. einschrauben.
- Frisches Getriebeöl auffüllen bis Unterkante Bohrung der
Ölstandskontrollschraube (2).
GEFAHR HINWEIS
Diese Arbeit nur autorisiertes Fachpersonal Getriebeöl betriebswarm ablassen.
HINWEIS
(Sachkundige) ausführen lassen.
Öl in kleinen Pausen auffüllen, um Lufteinschlüsse zu
Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler. - Flurförderzeug aufbocken und mit Kantholz sicher ab-
vermeiden.
stützen.
- Vordere Abdeckung abbauen. - Ölstandskontrollschraube wieder eindrehen.
- Mit der Deichsel Getriebe so stellen, daß die Ablaß- - Vordere Abdeckung anbauen.
schraube (1) und die Ölstandskontrollschraube (2) durch
- Flurförderzeug absenken.
Rahmenöffnungen zugänglich sind.
- Auffangbehälter unter das Getriebe stellen.
- Ölstandskontrollschraube (2) herausschrauben.

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- Ablaßschraube (1) herausschrauben und Getriebeöl rest-
los ablassen und auffangen. Aufgefangenes Öl umwelt-
gerecht entsorgen.

g1311356 g1311357

52
Inspektions- und Wartungsdaten Instandhaltung
Nr. Baugruppe Hilfsmittel/ Füllmenge/
Betriebsstoffe Einstellwerte

1 Hydraulikanlage Hydrauliköl ca. 1,25 l


Filterelement Porengröße: 300 μm
Maximaldruck 280 bar (Öffnungsbeginn)

2 Getriebe Getriebeöl 1,5 l

3 Antriebsrad Radmuttern Anzugsdrehmoment 140 Nm


Stützräder Befestigungssch. des Gelenks Anzugsdrehmoment 32 Nm
Lasträder Befestigungsschraube Anzugsdrehmoment 50 Nm

4 Fahrmotor und Pumpenmotor Sicherung 1 Stück 250 A


Steuerstromkreis Sicherung 1 Stück 7,5 A
Lenkmotor Sicherung 1 Stück 100 A

5 Pumpenmotor Kohlenbürsten neu: 25 mm min.: 14 mm


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6 Batterie Destilliertes Wasser nach Bedarf

7 Lagerstellen Fett / lithiumverseift nach Bedarf

53
Betriebsstoffempfehlungen
Hydrauliköl Schmierfett
Hydraulikölempfehlung für normalen Einsatz: Linde-Schwerlastfett lithiumverseift mit EP-Wirkstoffen und
Hydrauliköl HLP ISO VG 46 nach DIN 51524 T.2 (Werksfül- MOS2.
lung) mittlere Öl-Dauertemperatur 40 °C - 60 °C. Bezeichnung nach DIN 51825-KPF 2N-20 (Best.-Nr. siehe
Hydraulikölempfehlung für schweren Einsatz: ET-Katalog).
Hydrauliköl HLP ISO VG 68 nach DIN 51524, T. 2 mittlere Öl- Ein Vermischen mit Schmierfettsorten auf anderer Sei-
Dauertemperatur über 60 °C. fenbasis als lithiumverseift ist nicht zulässig.
Hydraulikölempfehlung für leichten Einsatz bei niedrigen
Umgebungstemperaturen:
Hydrauliköl HLP ISO VG 32 nach DIN 51524, T.2 mittlere Öl- Batteriefett
Dauertemperatur unter 40 °C.
Säurefreies Schmierfett (Polfett).
Hydraulikölempfehlung für stark wechselnde Einsatzbe-
dingungen:
Alle oben genannten Einsatzfälle können mit einem Hydrau-
liköl HVLP ISO VG 46 nach DIN 51524 T.3 abgedeckt werden. Getriebeöl
Solche Hydrauliköle haben einen hohen Viskositätsindex Vorzugsweise SAE 80 W - 90 API GL5, ebenfalls geeignet
(Mehrbereichsöle). SAE 85 W - 90 API GL4 (nach DIN 51512).

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Bio-Hydrauliköl
Biologisch schnell abbaubare Druckflüssigkeit Fett für Ritzel und Drehkranz der Lenkung
Aral Forbex SE 46 Silikonfett in Sprayform (600 ml)
Bezugs-Nr.: FM 8 107 219
ACHTUNG
Ein Vermischen des Bioöls mit Mineralöl ist nicht
ACHTUNG
zulässig. Weitere Flüssigkeiten anderer Herstel-
Wartungs- und Sicherheitshinweise einhalten.
ler können z.Z. nicht empfohlen werden.

HINWEIS
Die genannten Ölempfehlungen können nur Richtwerte
sein.
In Zweifelsfällen empfehlen wir die Beratung durch auto-
risiertes Fachpersonal (Sachkundige). Der Hersteller
empfiehlt Ihnen Ihren Vertragshändler.
Auch Empfehlungen von Vertretern der Mineralölindustrie
sollten Sie mit autorisiertem Fachpersonal (Sachkundige)
abstimmen. Der Hersteller empfiehlt Ihnen Ihren Ver-
tragshändler.
Eine Werksfreigabe besteht nur für die genannten Öle. Bei
Verwendung oder Mischung anderer Hydraulikflüssigkei-
ten können kostspielige Schäden entstehen.

54
Störungen, Ursache, Abhilfe

Störung Mögliche Ursachen Abhilfe Hinweis auf Seite

Abnormales Geräusch Verstopfter Saugfilter Bitte wenden Sie sich an Ihren Vertragshändler

Undichte Saugleitung Leitung abdichten 28

Öl schäumt 49
Ölfüllung zu wenig Ölstand kontrollieren, evtl. nachfüllen

Hydraulikpumpenschaden, defekte
Dichtungen, dadurch Luftansaugen Bitte wenden Sie sich an Ihren Vertragshändler

Kein oder zu wenig Druck Ansaugen gestört, verstopfter Saugfilter Bitte wenden Sie sich an Ihren Vertragshändler
in der Anlage
Pumpendefekt, Leckverluste, Hydraulik-
131 807 1550.0806

ventile schließen nicht Bitte wenden Sie sich an Ihren Vertragshändler

Hydraulikschlauch undicht Hydraulikschlauch erneuern oder abdichten 49

Zu dünnes Öl, dadurch hohe Leckverluste Bitte wenden Sie sich an Ihren Vertragshändler

Öldruckschwankungen Ursache wie unter abnormales Geräusch Siehe unter abnormales Geräusch 28, 49

Zu hohe Öltemperatur Pumpenschaden, Ventile undicht Bitte wenden Sie sich an Ihren Vertragshändler

Ölfüllung zu wenig, falsche Ölsorte Ölstand prüfen, evtl. Öl nachfüllen, 49, 52


Bitte wenden Sie sich an Ihren Vertragshändler

Ausfall der Hubhydraulik Batterie zu 80 % entladen Batterie prüfen, laden oder austauschen 24, 25

Sicherung defekt Bitte wenden Sie sich an Ihren Vertragshändler

Fehler im elektrischen Stromkreis Bitte wenden Sie sich an Ihren Vertragshändler

55
Hydraulikschaltplan
1 Initialhubzylinder

2 Rückschlagventil

3 Senkbremsventil: Ø 2,4 mm

4 Deckel der Einfüllöffnung mit Entlüftungsventil

5 Druckbegrenzungsventil des Haupthubkreises:


Maximaldruck 280 bar

6 Hydraulikbehälter

7 Sieb 450 μm

8 Pumpe 1 cm3/U

9 Filter 300 μm

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10 Elektromagnetventil Gabel Senken 2Y2

56
Hydraulikschaltplan
1
131 807 1550.0806

10
2
9

7 g1311362

6 5
57
Schaltplan elektrische Anlage
A1 ZSB.Deichselkopf / Bedieneinheit G1 Batterie 24V 7U3 Spannungswandler Pufferschaltung
1A1 Leistungsmodul Fahren, Heben G2 Pufferbatterie (2x 12V-DC)
1A8 Neigungswinkel-Sensor X2 Steckverbinder 4-polig an 1B19
3A1 Lenksteuerung 4H1 Hupe X10 Batteriestecker
7A1 Überwachungseinheit 7H6 Alarmgeber 10% / 25% Gaskonzentration X13 Steckverbinder 6-polig an 7A5
7A2 Meß- und Warnanlage für Gase 7H7 Anzeige Betrieb Gaswarnanlage X83 Steckverbinder 15p. Gaswarnanlage (PL-G1000)
7A3 ZSB.Gehäuse für Gaswarnanlage PL-G1000 1X1 Steckverbinder 69-polig Fahrsteuerung
7A5 Lenkwinkel-Sollwertgeber mit Momentrückkopplung 1K2 Leistungs-Schütz Fahren/Heben 1X2 Steckverbinder 4-polig an 1B2
3K1 Leistungs-Schütz Lenkung 1X3 Steckverbinder 16-polig - Hauptkabelsatz
1B1 Fahrgeber-Potentiometer 7K1 Not-Aus Schütz 1X4 Steckverbinder 4-polig Diagnose (1A1)
1B2 Drehzahlsensor Fahrmotor 1M1 7K2 Not-Aus Schütz 1X5 Steckverbinder 16-polig - A1
1B3 Sensor Lastteil abgesenkt (Option) 7K3 Relais Abschaltung 1X9 Steckverbinder 2-polig an 1S9
1B4 Sensor Lastteil angehoben 7K4 Relais Temperaturabschaltung 1X20 Steckverbinder 2-polig an 1S15
1B6 Temperatursensor (PT1000) Fahrmotor 1M1 7K5 Relais Abschaltung 1X25 Steckverbinder 2-polig an 1B6
1B10 Übertemperaturschalter Fahrmotor 7K11 Relais - Abschaltung Summer 1X26 Steckverbinder 3-polig an 1A8
1B11 Übertemperaturschalter Bremse 7K12 Relais Einschaltsperre 2X9 Steckverbinder 2-polig Magnetventil Senken (2Y2)
1B12 Übertemperaturschalter Steuerung 1A1 7K13 Relais Abschaltung Batterieunterspannung 2X14 Steckverbinder 4-polig Lastteilpos.-Sensoren 1B3, 1B4
1B19 Sensor - seitlicher Batt.-Wechsel 2X15 Steckverbinder 2-polig Magnetventil 2Y7
2B10 Übertemperaturschalter Pumpenmotor 1M1 Fahrmotor 2X20 Steckverbinder 2-polig Magnetventil 2Y8

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2B11 Übertemperaturschalter Ventil 2Y7 2M1 Hubmotor 2X21 Steckverbinder 2-polig Magnetventil 2Y9
2B12 Übertemperaturschalter Ventil 2Y8 3M1 Lenkmotor mit Getriebe 3X1 Steckverbinder 29-polig Lenksteuerung
2B13 Übertemperaturschalter Ventil 2Y9 9M1 Lüfter für Leistungsteile-Kühlung 3X3 Steckverbinder 4-polig an 3B3
3B2 Lenkwinkelgeber 9M2 Lüfter für Leistungsteile-Kühlung 3X6 Steckverbinder 2-polig - Lenkmotor
3B3 Lenkwinkel-Istwertgeber 4X1 Steckverbinder 2-polig Hupe
3B10 Übertemperaturschalter Lenkmotor 6P4 Anzeigeinstrument 6X2 Steckverbinder 10-polig Anzeigeinstrument
3B11 Übertemperaturschalter Steuerung 3A1 7P1 Potentiometer Pufferspannung 7U3 6X7 Steckverbinder 4-polig Diagnose (3A1)
7B1 Messkopf 1 (Option) 7P3 Kombiinstrument Pufferung 7X1 Steckverbinder für 7A1
7B2 Messkopf 2 7X6 Steckverbinder 2-polig Feststellbremse
7B10 Übertemperaturschalter Steuerung 80±5°C 3R1 Schutzwiderstand Kohlebürstenüberwachung LM 7X9 Steckverbinder 2-polig (Schlüsselschalt-Funktion)
7B19 Übertemperaturschalter Gaswarnanlage 80±5°C 7RV6 Vorwiderstand Pufferakkus 9X11 Steckverbinder 2-polig an 9M1, 9M2
7B20 Übertemperaturschalter Gaswarnanlage 80±5°C XG10 Steckverbinder Batterie Pufferung
7B21 Übertemperaturschalter Pufferbatterie 65±5°C S1 Schlüsselschalter XGS1 Steckverbinder 2-polig an S1
1S3 Prallschalter XGST Steckverbinder Serie zur Erweiterungssteuerung 1
7D1 Abkoppeldiode 1S4 Deichselfussschalter - vertikale Position XGT1 Steckverbinder 10p. - Temperaturschalter
7D2 Abkoppeldiode 1S4-A Deichselfussschalter - horizontale Position
7D3 Abkoppeldiode 1S9 Totmannschalter (Fahreranwesenheit) Y1 Feststellbremse
1S15 Sensor - Plattform klappbar 2Y2 Magnetventil Senken
1F1 Sicherung Fahren/Heben 250A 1S18 Sensor - Schutzbügel klappbar 2Y7 Magnetventil
1F3 Steuersicherung 7.5A 1S21 Mikroschalter Fahrgeber 2Y8 Magnetventil
1F4 Steuersicherung 5A 1S22 Mikroschalter Fahrgeber 2Y9 Magnetventil
3F1 Sicherung Lenkmotor 80A 2S6 Initialhub - senken
7F21 Sicherung Dräger Gasüberwachung 1A 2S7 Initialhub - heben Z1 Löschglied (Diode, Widerstand und Kond. System)
7F22 Sicherung Akku G2 1A 4S1 Huptaster Z2 Diode
7F23 Sicherung Akku G2 1A 7S1 Notaus Schalter 7Z1 Diode
7F24 Sicherung Gasüberwachung 1A 7S5 Quittierungstaste Gaswarnanlage 7Z2 Diode
7S6 Freigabe Gaswarnanlage

58
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Schaltplan elektrische Anlage

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Schaltplan elektrische Anlage

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Schaltplan elektrische Anlage

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Schaltplan elektrische Anlage

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62
Stichwortverzeichnis
Seite Seite Seite

A
Abschleppen ..................................................................... 35
E
Einfahrhinweise ................................................................ 22 Hupe prüfen ...................................................................... 26
Abschleppvorgang ............................................................ 35 Elektrische Leitungen, Kabelverbinder und Hydraulikanlage auf Dichtheit prüfen .............................. 49
Allgemeine Hinweise ........................................................ 39 Kabelanschlüsse auf Zustand und festen Sitz Hydraulikanlage ................................................................ 11
Anheben des Niederhubwagens ..................................... 35 prüfen ....................................................................... 49 Hydrauliköl wechseln ....................................................... 52
Antrieb ............................................................................... 11 Elektromagnetbremse, Luftspalt einstellen ..................... 48 Hydrauliköl ........................................................................ 54
Anzeigegerät Fahrzeug .................................................... 14 Elektromotoren reinigen ............................................. 50 Hydraulikölfilter reinigen ................................................... 51
Anzeigegerät Gaswarnanlage ................................... 18 Ermittlung und Beurteilung von Gefährdungen nach Hydraulikölstand prüfen ................................................... 49
dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) beim Einsatz Hydraulikschaltplan .......................................................... 56

B
von Flurförderzeugen (FFZ) ............................................ 2

I
Explosionsschutzprüfung ........................................... 22

F
Batterie an zur Batterie passendes externes
Ladegerät anschließen ........................................... 24 Impulssteuerung mit Druckluft reinigen ..................... 50
Batterie laden .............................................................. 24 Inbetriebnahme ................................................................. 20
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Batterie mit Kran ausbauen ....................................... 25 Fahren ............................................................................... 29 Inhaltsverzeichnis ............................................................... 7


Batterie: Ladezustand prüfen ..................................... 24 Fahrmotor, Kühlrippen reinigen. ...................................... 45 Inspektion und Wartung nach Bedarf ............................... 42
Fahrtrichtung wechseln .................................................... 30 Inspektion und Wartung nach den ersten
Batterie: Zustand, Säurestand und Säuredichte prüfen .. 25
Fahrtrichtungswechsel ...................................................... 30 50 Betriebsstunden ....................................................... 39
Batterieentladeanzeiger ................................................... 18
Fahrzeugübersicht ............................................................ 12
Batteriefett ......................................................................... 54 1000 Stunden Inspektion und Wartung ........................... 45
Fett für Ritzel und Drehkranz der Lenkung ...................... 54
Batteriestecker abbauen ............................................ 23 2000 Stunden Inspektion und Wartung ........................... 52
Flurförderzeug abschleppen ............................................ 35
Batteriestecker anschließen ....................................... 23 Inspektions- und Wartungsdaten .................................... 53
Flurförderzeug auf Dichtheit prüfen ................................. 28
Batteriewechsel .......................................................... 25 Inspektions- und Wartungsübersicht ............................... I40
Flurförderzeug reinigen .................................................... 42
Bedien- und Anzeigeelemente ......................................... 13 Instandhaltung .................................................................. 39

G
Bedienung ................................................................... 11, 29
Befestigung Rahmenteile und Aufbau prüfen

Betrieb von Flurförderzeugen auf Betriebsgeländen ...... 22


........... 50
Beschreibung ...................................................................... 5
Bestimmungsgemäße Verwendung ................................... 2 Gaswarnanlage
Gaswarnanlage überprüfen
.......................................................... 19
....................................... 44
K
Kontakte reinigen und auf Verschleiß prüfen ............ 50
Betriebsstoffempfehlungen ............................................... 54 Gefährdungsbeurteilung und Maßnahmen Kranverladung .................................................................. 36
Betriebsstundenzähler ...................................................... 18 beim FFZ-Einsatz ............................................................. 3
Bio-Hydrauliköl .................................................................. 54
Bremsanlage prüfen ................................................... 27, 47
Bremsanlage, Sicherungen, Hubeinrichtung .................. 32
Bremsen ............................................................................ 11
Gegenstrombremse (Betriebsbremse) ............................. 32
Gegenstrombremse prüfen ............................................... 47
Getriebe, Getriebeölstand prüfen ..................................... 45
Getriebeöl .......................................................................... 54
L
Last absetzen .................................................................... 34
Getriebeöl wechseln ......................................................... 52 Last aufnehmen ................................................................ 33

D
Lastgabel heben ............................................................... 32

H
Lastgabel prüfen ................................................... 28, 50
Lastgabel senken .............................................................. 32
Deichsel in Fahrstellung bringen ..................................... 29 Lenkanlage, Sicherheitspralltaste, Hupe ........................ 31
Deichselbremse (Feststellbremse) .................................. 32 Höhe der Stützräder einstellen und fixieren .................... 46 Lenken ............................................................................... 31
Deichselbremse prüfen .................................................... 47 Hupe betätigen .................................................................. 31 Lenkung ............................................................................ 11

63
Stichwortverzeichnis
Seite Seite

Lenkung, Kohlebürsten des Lenkmotors prüfen und Stabilisatoren .................................................................... 11


eventuell austauschen .................................................. 46 Stillegung des Flurförderzeugs ........................................ 37
Lenkung, Ritzel der Motor- und Getriebeeinheit / Störungen, Ursache, Abhilfe ............................................ 55
Drehkranz prüfen ........................................................... 48

M T
Tägliche Prüfungen und Arbeiten vor Inbetriebnahme ... 23
Maßnahmen vor der Stillegung ........................................ 37 Tägliche Prüfungen .......................................................... 22
Technische Beschreibung .......................................... 11, 19

N
Technische Daten ............................................................. 10
Technischer Hinweis .......................................................... 4
Transport des Fahrzeugs .................................................. 35
Not-Aus-Knopf drücken .............................................. 26 Transport mit Last ............................................................. 34

131 807 1550.0806


Not-Aus-Knopf entriegeln ........................................... 26 Typenschilder ...................................................................... 5

R
Radbefestigungen nachziehen ........................................ 43
U
Übernahme des Flurförderzeuges ..................................... 4
Umgang mit Betriebsstoffen ............................................. 22
Räder auf Beschädigungen und Fremdkörper prüfen .... 42
Räder, Befestigung prüfen ................................................ 46 UVV-Prüfung ............................................................... 22
Räder, Zustand prüfen ...................................................... 46
Rückwärtsfahrt .................................................................. 30
V
S
Sachkundiger .................................................................... 20
Verladung .......................................................................... 36
Vor dem Lastaufnehmen .................................................. 33
Vor dem Verlassen des Flurförderzeugs ......................... 34
Voraussetzung für Ableitwiderstand der
Schaltplan elektrische Anlage .......................................... 58 Reifen prüfen ........................................................... 28
Schaltschloß ausschalten ................................................. 26 Vordere Abdeckung abbauen .......................................... 23
Schaltschloß einschalten .................................................. 26 Vordere Abdeckung anbauen .......................................... 23
Schmierfett ........................................................................ 54 Vorwärtsfahrt ..................................................................... 30
Sensor der Gaswarnanlage reinigen ........................ 44 Vorwort ................................................................................ 2
Sensor der Gaswarnanlage überprüfen .................... 44

W
Sicherheitspralltaste prüfen ............................................. 27
Sicherheitspralltaste ......................................................... 31
Sicherheitsregeln .............................................................. 20
Sicherheitsrelevante Begriffe ........................................... 22 Wartungsarbeiten vor der ersten lnbetriebnahme ........... 22
Sicherungen ............................................................... 32 Weitere Optionen .............................................................. 11
Sonstige Gelenke prüfen bzw. abschmieren ................... 47 Wiederinbetriebnahme nach der Stillegung .................... 37

64