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Einigung zwischen Bund und L�ndern

F�r die Jobcenter soll die Verfassung ge�ndert werden

m Streit �ber die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Neuregelung der Hartz-


IV-Verwaltung haben sich die Arbeits- und Sozialminister von Bund und L�ndern auf
einen Kompromiss verst�ndigt. An der Organisation der Jobcenter soll demnach
nichts ge�ndert werden. Stattdessen verst�ndigten sich die L�nderminister auf
einer Sonderkonferenz einstimmig darauf, die Zusammenarbeit von Kommunen und
Bundesagentur f�r Arbeit (BA) in Arbeitsgemeinschaften durch eine
Grundgesetz�nderung abzusichern. F�r die etwa sieben Millionen Hartz-IV-Bezieher
�ndert sich daher vorerst nichts.
Union und SPD auf Stimmen anderer Parteien angewiesen

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz sprach von einem "gro�en Durchbruch". Er will


bereits zum Ende der Sommerpause einen Gesetzentwurf zur �nderung der Verfassung
vorlegen. Bis Ende des Jahres k�nne die Gesetzgebung abgeschlossen sein. F�r die
Grundgesetz�nderung ist die Koalition von Union und SPD im Bundesrat allerdings
auf die Zustimmung kleinerer Parteien angewiesen, da sie dort nicht �ber eine
alleinige Zwei-Drittel-Mehrheit verf�gen.
Frist des Verfassungsgerichts bis 2010

Das Bundesverfassungsgericht hatte die vermischten Zust�ndigkeiten von BA und


Kommunen in den �ber 350 Arbeitsgemeinschaften f�r verfassungswidrig erkl�rt und
eine Neuregelung bis Ende 2010 gefordert.

Der nieders�chsische Ministerpr�sident Christian Wulff (CDU) hatte sich im Vorfeld


der Sonderkonferenz daf�r ausgesprochen, die jetzige gemeinsame Zust�ndigkeit
beizubehalten und dies mit einer Grundgesetz�nderung abzusichern. Die Kommunen
d�rften beim Umbau nicht "ins Hinterzimmer" verabschiedet werden, sagte Wulff der
"Neuen Osnabr�cker Zeitung". Arbeitsminister Scholz hatte dagegen als Konsequenz
aus dem Verfassungsgerichtsurteil ein Modell f�r "kooperative Jobcenter"
vorgelegt, bei denen die Bundesagentur gr��eres Gewicht h�tte. BA-Chef Frank-
J�rgen Weise hatte die alleinige Kompetenz zur Beratung und Vermittlung von
Langzeitarbeitslosen f�r die Bundesagentur gefordert. Die Zusammenarbeit mit den
Kommunen in den Jobcentern bezeichnete er als Katastrophe.

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