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Der Botschafter Hilale befasst den Generalsekretär und den Sicherheitsrat

der Vereinten Nationen mit den Menschenrechtsverletzungen in den


Lagern Tinduf

New York-Der ständige Vertreter Marokkos bei den Vereinten Nationen, Omar
Hilale, warnte den Generalsekretär der Vereinten Nationen und den
Sicherheitsrat vor massiven und systematischen internationalen Verstößen gegen
die Menschenrechte und gegen das humanitäre Völkerrecht in den Lagern
Tinduf in Algerien.

„Der Verzicht der Front Polisario auf den Waffenstillstand am 13. November
2020 ging mit einer ernsthaften Verschlechterung einer bereits prekären
Menschenrechtssituation einher, die durch eine Verschärfung der Unterdrückung
der in den Lagern Tinduf sequestrierten Bevölkerung ausgeprägt ist, beklagte
Hilale in einem Brief an Herrn Antonio Guterres, den Generalsekretär der
Vereinten Nationen sowie an die 15 Mitglieder des Sicherheitsrates, was eine
Anstachelung des Hasses und der Gewalt seitens der Führer der Front Polisario
mit sich brachte.

In diesem Kontext zählte der Botschafter Hilale die Manifestationen äußerst


schwerwiegender Menschenrechtsverletzungen in den Lagern Tinduf auf, im
Besonderen die „Vervielfachung der Redetreffen, bei denen die Bevölkerung der
Lager zur Ermordung von Gegnern der Führung der Front Polisario und der
sahrawischen Gewerkschaftsbevölkerung in den Städten Südmarokkos, die
Verstärkung des Belagerungszustands der algerischen Armee in den Lagern
Tinduf und den Einsatz von Elementen der algerischen Sicherheitsdienste in
diesen Lagern angetrieben wurde.“

Er machte überdies auf „das Verbot der Bevölkerung aufmerksam, die Lager
Tinduf hinter sich zu lassen, inbegriffen auf die Frage im Hinblick auf deren
Weidevieh in der Wüste, auf die Aufforderung von Bloggern, sie dazu zu
drängen, von jeglicher Veröffentlichung Abstand zu nehmen, die kritisch der
Führung der Front Polisario gegenüber ist sowie auf die Reden, welche
irreführende Aussagen der Separatistenführer unter Strafverfolgung beinhalten
und auf die Mobilisierung von Kombattanten, die sich in der Sahel-Sahara-Zone
grassieren, sowie auf deren Niederlassung in den Lagern Tinduf, von denen sie
aus Appelle an ihre Mitarbeiter verschiedener bewehrter Gruppen ausrichten
und dann Kämpfe an der Seite der Milizen der Front Polisario austragen.
Herr Hilale prangerte darüber hinaus Algeriens Widerstand gegen die
Registrierung und gegen die Volkszählung der sequestrierten
Bevölkerungsgruppen in den Lagern Tinduf an den Pranger, was einen
schwerwiegenden Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht darstellt, auf die
kontinuierliche Veruntreuung der humanitären Hilfe, für die Bevölkerung der
Lager Tinduf prädestiniert, und auf die Militarisierung dieser Lager verweisend.

Desgleichen identifizierte er die mehrfachen und äußerst schwerwiegenden


Verstöße, denen die in den Lagern Tinduf sequestrierten Bevölkerungsgruppen
tagtäglich ausgeliefert sind, inbegriffen die willkürlichen Inhaftierungen, das
Folter, das Verschwindenlassen und die Verletzungen der Rechte auf Leben und
Bildung sowie auf Meinungs-, Demonstrations- und Bewegungsfreiheit sowie
die Praxis der Sklaverei.

In diesem Kontext erklärte der marokkanische Botschafter, dass „Algeriens


Abtritt von seiner staatlichen Verantwortung und die Übertragung eines Teils
seines Hoheitsgebiets den elementarsten Regeln des Völkerrechts entgegen an
eine bewaffnete separatistische Gruppe, nämlich an die Front Polisario, das
Fehlen eines definierten Rechtsrahmens für die Rechte und Pflichten der
Menschen in diesem Teil des algerischen Hoheitsgebiets und die damit in
Verbindung stehenden Folgen, die größte Straflosigkeit darbietet, soweit es für
massive Verletzungen ihrer Rechte und Grundfreiheiten nicht gehaftet wird."

„Diese Ausnahmesituation ist inakzeptabel und verstößt gegen das Völkerrecht.


In der Tat kann es keine Übertragung der Souveränität und damit der
Verantwortung eines Staates auf dessen Territorium an einen bewaffneten
nichtstaatlichen Akteur zustande kommen", unterstrich Hilale.

Darüber hinaus nahm der marokkanische Diplomat den Rückgriff der Front
Polisario auf die obligatorische Anheuerung von Kindern aus den Lagern Tinduf
und deren Entsendung in militärische Ausbildungszentren in Nordalgerien unter
Beschuss, feststellend, dass "diese abscheuliche und verurteilbare Praxis eine
der schlimmsten Verstöße gegen die Menschenrechte darstelle, weil sie diese
Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren und noch weniger ihrer Unschuld und
ihrer Grundrechte, im Besonderen der Bildung und der Lebensfamilie
berauben."

Zur Untermauerung dieser Erklärung stellte Herr Hilale dem Generalsekretär


und den Mitgliedern des Rates Fotos und Videos zur Verfügung, die das
zunehmende und besorgniserregende Ausmaß dieses Phänomens in den Lagern
Tinduf aufzeigen.

Zum Schluss betonte der Botschafter Hilale: „Algerien, das die Lager Tinduf
beherbergt, übernimmt die volle Verantwortung für das Los dieser Kinder und
für alle Verstöße gegen die Menschenrechte und gegen das humanitäre Recht,
die auf seinem Territorium stattfinden, und wofür es auf die gleiche Weise wie
die Front Polisario von der internationalen Gemeinschaft zur Rechenschaft
gezogen werden müsse“.

Quellen:

http://www.corcas.com

http://www.sahara-online.net

http://www.sahara-culture.com

http://www.sahara-villes.com

http://www.sahara-developpement.com

http://www.sahara-social.com

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