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Der Ursprung des Schiismus


Ein Auszug aus der Dissertation von Dr. Nāṣir bin ʿAbdullah bin ʿAlī al-
Qafārī mit dem Titel „Die Fundamente der Sekte der schiitischen Zwöl-
fer-Imamiten“, Islamische Universität al-Imām Muḥammad bin Saʿūd,
Riyāḍ 1994, Band 1, Seite 57 - 89 .

Übersetzung aus dem Arabischen:


Ṭāriq bin Laḥsan Saʿīdī
Elektronische Abfassung und Veröffentlichung:
Maslul-Publikationen
kontakt@maslul.de
Hamburg, den 19.11.2010

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zielle Nutzung bedarf einer vorherigen schriftlichen Genehmigung.

Maslul
Publikationen
Die Entstehung des Schiitentums und seine
historischen Ursprünge
Das Schiitentum mit all seinen Fundamenten und Glaubenslehren entstand
nicht plötzlich aus dem Nichts, sondern durchlief viele Stadien und entwi-
ckelte sich stufenweise, wobei es sich in zahlreiche Sekten spaltete. Ohne
Zweifel bedarf eine geschichtliche und ideologische Betrachtung der Stadi-
en und Phasen, die der Schiismus durchmachte, einer eigenständigen Un-
tersuchung, weswegen wir an dieser Stelle über die Wurzel seiner Entste-
hung und seine historischen Ursprünge reden wollen, wohingegen uns die
Betrachtung seiner Entwicklungsetappen und das Aufkommen seiner Sek-
ten zunächst nicht interessieren soll. Wir werden mit der Ansicht der Schi-
iten aus den von ihnen anerkannten Quellen beginnen und danach die Mei-
nungen der anderen erwähnen, denn die wissenschaftliche Methodik und
die Objektivität verlangen es, dass man zuerst mit den Ansichten der Be-
troffenen in der Sache beginnt.

Die Ansicht der Schiiten über die Entstehung des Schiismus


Sie haben hierin keine einheitliche Position. Wir können drei Ansichten
herausgreifen, welche alle in den von ihnen anerkannten Büchern zu finden
sind. Jeder Ansicht werden wir eine Diskussion bzw. Kritik folgen lassen.

♦ Die erste Ansicht


Sie besagt, dass der Schiismus seit jeher existiert und schon vor der Ent-
sendung des Propheten (s) entstand, und dass es keinen Propheten gab,
dem nicht die Führerschaft ʿAlīs dargelegt worden wäre. Die Schiiten ha-
ben als Beleg für diese Sache zahlreiche Geschichten erfunden, wie etwa
jene, die in al-Kāfī zu finden ist und auf Abī al-Ḥasan zurückgeführt wird,
welcher gesagt haben soll: „Die Führerschaft ʿAlīs stand in allen Schriften
der der Propheten geschrieben und Allah wird niemals einen Gesandten
schicken, außer mit dem Prophetentum Muḥammads (sa) und der Vertre-
tung ʿAlīs (as)“1
Und bezüglich der Worte Allahs des Hohen und Erhabenen: ﴾Und wir hat-
ten bereits zuvor Adam ein Gebot auferlegt. Aber er vergaß und wir fan-
den bei ihm keine Entschlossenheit﴿2. Hierzu wird von Abī Jaʿfar berichtet,

1
dass er sagte: „Wir erlegten ihm ein Gebot bezüglich Muḥammads und der
Imame nach ihm auf, doch er hielt sich nicht daran und hatte keine Ent-
schlossenheita. Nur jene werden die Besitzer der Entschlossenheit genannt,
welchen das Gebot bezüglich Muḥammads und den Stellvertretern nach
ihm, sowie dem Mahdī und seinem Weg auferlegt wurde, und die einig in
ihrer Entschlossenheit und Bestätigung sind, dass dies so ist“3.
Und in al-Biḥār heißt es, dass der Gesandte (s) - wie sie behaupten - sagte:
„Oh ʿAlī! Allah entsandte keinen Propheten außer dass er von ihm -ob ge-
horsam oder widerwillig - zu deiner Führerschaft gerufen wurde.“ 4 Und in
einer anderen ihrer Überlieferungen von Abī Jaʿfar sagt er: „Allah (tt)
nahm den Pakt von den Propheten bezüglich der Führerschaft ʿAlīs.“5 Und
von Abī ʿAbdillah wird überliefert, dass er sagte: „Unsere Führerschaft ist
die Führerschaft Allahs und er entsandte keinen einzigen Propheten außer
mit ihr.“6 Aus diesem Grund überschrieb auch ihr Schaykh al-Baḥrānī ein
Kapitel mit dem Titel: „Kapitel: Dass die Propheten mit der Führerschaft
der Imame entsandt wurden.“7 Und sie sagen: „Es ist belegt, dass alle Pro-
pheten und Gesandten Allahs und alle Gläubigen ʿAlī bin Abī Ṭālib liebten,
und dass jene die ihnen widersprachen von ihm und seinen Anhängern ge-
hasst wurden [...]. So wird keiner von den Ersten oder den Letzten das Pa-
radies betreten, außer er liebte ihn. Er ist demnach der, der zwischen Para-
dies und Hölle aufteilt.“8 Überlieferungen mit diesem Inhalt sind zahlreich
in den von ihnen anerkannten Büchern zu finden, wie etwa in al-Kāfī 9, al-
Wāfī10, al-Biḥār11, Mustadrak al-Wasā'il12, al-Khiṣāl13, ʿIlal al-Scharā'iʿ14,
Al-Fuṣūl al-Muhimmah15, Tafsīr Furāt16, al-Ṣāfī17, al-Burhān18 und vielen
anderen. Es geht sogar soweit, dass al-Ḥurr al-ʿĀmilī, Autor von Wasā'il
al-Schīʿah - einer ihrer anerkannten Ḥadīth-Quellen - sagte, dass die Zahl
der Überlieferungen, welche besagen, dass Allah als er die Welt erschuf
den Pakt von den Propheten nahm, die Tausend überschreitet.19

a Das ist eine Deutung, die weit von der Bedeutung der Ayah entfernt ist, ja es ist gar
eine Verleugnung der Ayāt von Allah. Von den Altvorderen und anderen heißt es
bezüglich der Deutung dieser Ayāh: „Wir geboten es Adam und sagten zu ihm: «Dieser
ist dir und deiner Frau ein Feind, so lasse ihn euch beide nicht aus dem Paradies
vertreiben» doch er vergaß was ihm geboten wurde (d.h. er hielt sich nicht daran) und
hätte er Entschlossenheit gehabt, so hätte er nicht seinem Feind Iblīs gehorcht, der ihn
beneidete. Qatādah sagte: «Wir fanden bei ihm keine Entschlossenheit» d.h. keine
Geduld. (Tafsīr al-Ṭabarī 16/220ff.)

2
Die Übertreibungen der Schiiten beschränken sich jedoch nicht auf das
Vorangegangene, sondern sie sagen: „Allah (ai) hat unsere Führerschaft
den Himmeln und der Erde, den Bergen und den Städten dargelegt.“ 20 Da-
her sagt auch ihr Schaykh Hādī al-Ṭahrānī - einer ihrer zeitgenössischen
Ayāta und Marājiʿb: „Einige Überlieferungen beweisen, dass allen Prophe-
ten der Ruf zur Führerschaft ʿAlīs (ra) befohlen wurde. Ja die Führerschaft
wurde sogar allen Dingen dargelegt. Was sie akzeptierte wurde gut und
was sie nicht akzeptierte wurde schlecht.“21

◊ Kritik dieser Ansicht


Es gibt Ansichten und Lehren, deren bloße Darlegung genügt, um ihre
Falschheit zu beweisen, und diese Ansicht ist von jener Sorte, denn ihre
Falschheit und Hinfälligkeit gehört zu den notwendigerweise bekannten
Dingen und im Buch Allahs, welches vor uns liegt, ist nichts von all diesen
Behauptungen zu finden.
Der Ruf der Gesandten (as) war zum Tawḥīd und nicht zur Führerschaft
ʿAlīs und der Imame, wie sie fälschlicherweise behaupten.
Allah der Erhabene sagt: ﴾Und wir schickten vor dir keinen Gesandten,
dem wir nicht eingaben: „Es gibt keine Gottheit außer mir, so dient
mir!“﴿22 Und er der Erhabene sagt: ﴾Wir haben jeder Ummah einen Ge-
sandten geschickt: „Dient Allah und meidet den Ṭāghut!“﴿23 So rief jeder
Gesandte Allahs und jeder seiner Propheten sein Volk zur Anbetung Allahs
allein und ohne Partner.
Und so sagten Nūḥ, Hūd, Ṣāliḥ und Schuʿayb (as) zu ihrem Volk: ﴾Dient
Allah. Ihr habt keine Gottheit außer ihm.﴿24
Und der Prophet (s) sagte: „Mir wurde befohlen die Menschen solange zu
bekämpfen bis sie bezeugen, dass es keine Gottheit außer Allah gibt und
dass Muḥammad der Gesandte Allahs ist...“25
Von Ibn ʿAbbās wird berichtet, dass der Gesandte Allahs (s), als er Muʿadh
in den Jemen schickte, sagte: „Du wirst auf ein Volk der Leute der Schrift
stoßen, so soll die Anbetung Allahs (aj) das erste sein wozu du sie rufst...“26

a Sprich: Ayatollah. (Anm. des Übersetzers)


b Marājiʿ, Pl. von Marjiʿ, Vorbild der Nachahmung bei den Schiiten (Anm. des
Übersetzers)

3
In der authentischen Sunnah wird nichts überliefert, außer Dinge die diese
Ansicht hinfällig machen, so wie es heißt: „Die Führer der Altvorderen
sind sich einig, dass das Erste, was dem Diener anbefohlen wurde, die bei-
den Glaubensbekenntnisse sind.“27
Wo ist also der Befehl über die Führerschaft ʿAlīs von dem sie sprechen?
Und wenn die Führerschaft ʿAlīs in allen Schriften der Propheten geschrie-
ben steht, wieso sind dann die Rawāfiḍ die einzigen, die derartiges überlie-
fern, und wieso weiß niemand anderes etwas davon? Wie kommt es, dass
die Anhänger der verschiedenen Religionen nichts darüber wissen? Diese
Führerschaft wurde noch nicht einmal im Qur'ān festgehalten, obwohl er
beherrschend über alle Bücher ist, und er von Seiten des Herrn der Ehre (j)
bewahrt wird.
Es ist nichts als eine Behauptung ohne Beweis und jeder ist fähig aus-
schweifende Rede mit schieren Behauptungen zu führen, wenn ihn nicht
seine Religion, sein Verstand oder seine Scham davor bewahren.
Schaykh al-Islām Ibn Taymiyyah sagte: „In diesen Büchern der Propheten,
aus denen die Leute jede Erwähnung des Propheten (s) herausgesucht ha-
ben, findet sich keine einzige Erwähnung ʿAlīs. Und auch von den Leuten
der Schrift, die den Islam angenommen haben, berichtet niemand von einer
Erwähnung ʿAlīs bei ihnen. Wie kann man also sagen, alle Propheten seien
mit der Bestätigung der Führerschaft ʿAlīs entsandt worden, ohne dass sie
es ihren Nationen sagten und ohne dass es einer von ihnen überlieferte?“28
Wie kann man mit solchen Märchen die Propheten angreifen und behaup-
ten, Adam (as) und die übrigens Propheten - abgesehen von den Besitzern
der Entschlossenheit - hätten den Befehl Allahs bezüglich der Führerschaft
übergangen? Das ist nichts anderes als eine gewaltige Verleumdung. Die
Führerschaft ist hinfällig und genauso ist es die Verleumdung gegen die
Propheten.
Es ist ein merkwürdiges Paradoxon: Diese Übertreibung, welche in der
Frage der Unfehlbarkeit der Imame keine Grenze kennt und der gleichzei-
tig raue Umgang mit den besten Geschöpfen, den Propheten. Ist das kein
Beweis dafür, dass die Erfinder dieser Märchen Menschen sind, deren Ver-
stand und Seelen entleert von Wissen und Glaube sind und geladen mit
Groll und Intrige gegen die Guten und Rechtschaffenen? Und dafür, dass

4
sie die Menschen heimsuchen wollen um sie über den Weg des Schiismus
zu korrumpieren? Mit Sicherheit! Keiner erdreistet sich derartige Verleum-
dungen zu ersinnen außer ein Ketzer. Es scheint als wollten sie mit dieser
Aussage die Anhänger der Imame über die Propheten - abgesehen von den
Besitzern der Entschlossenheit - stellen, denn die Anhänger gehorchen dem
Gebotenen, während die Propheten es übergehen.
Allah nahm den Eid von den Propheten (as), dass wenn Muḥammad ent-
sandt wird während sie leben, sie an ihn glauben und ihn unterstützen wer-
den, wie Ibn ʿAbbās29 und andere sagten. ﴾Und als Gott die Verpflichtung
der Propheten entgegennahm: „Was immer ich euch für ein Buch und eine
Weisheit zukommen lasse, wenn danach ein Gesandter zu euch kommt, der
bestätigt, was bei euch ist, dann müsst ihr an ihn glauben und ihn unterstüt-
zen.“ Er sprach: „Erkennt ihr es an und betrachtet ihr euch Mir gegenüber
daran gebunden?“ Sie sagten: „Wir erkennen es an.“ Er sprach: „So be-
zeugt es, und Ich gehöre mit euch zu den Zeugen.“﴿30
Es ist als wollten diese Leute - wie es ihre Gewohnheit ist - das was dem
Propheten (s) zusteht zum Anrecht ʿAlīs machen. Doch wenn ihnen nicht
einmal der Glaube an die Details dessen, womit Muḥammad (s) gesandt
wurde, auferlegt wurde, wie kann ihnen dann die Treue zu einem einzelnen
Gefährten unter Ausschluss aller übrigen Gläubigen auferlegt worden sein?
Die Muslime sind sich einig darüber, dass ein Mann, welcher an den Pro-
pheten (s) glaubte, ihm gehorchte und noch während seiner Lebzeiten
starb, ohne zu wissen, dass Allah Abū Bakr, ʿUmar, ʿUthmān und ʿAlī er-
schaffen hat, dadurch keinen Schaden nimmt und es ihn nicht am Eintritt
ins Paradies hindert. Wenn dies selbst bei der Ummah Muḥammads (s) der
Fall ist, wie kann man dann sagen, der Glaube an einen einzelnen Gefähr-
ten sei Pflicht für die Propheten gewesen?
Wo ist der Verstand dieser Leute, die an solche Lügenmärchen glauben?
Wie kann jenen von den Propheten und ihren Nationen, die vor uns waren,
die Verpflichtung ʿAlī in seiner Führung zu gehorchen abgenommen wer-
den? „Das ist“ - wie Schaykh al-Islām sagte - „das Wort von Verrückten,
denn sie starben bevor Allah ʿAlī überhaupt erschaffen hatte. Wie kann er
also ihr Anführer sein? Das Äußerste was möglich ist, ist dass er Anführer
der Leute seiner Zeit war. Was aber die Führerschaft über jene angeht, die
vor ihm erschaffen wurden oder nach ihm, so ist das eine Lüge jener, die

5
entweder nicht wissen was sie sagen oder sich nicht dafür schämen. Es ist
von der Art der Worte von Ibn ʿArabī al-Ṭā'ī und seinesgleichen unter den
sufistischen Gottlosen, welche sagen, alle Propheten hätten ihr Wissen über
Allah durch das Licht des Siegels der Awliyā' erhalten, welcher rund 600
Jahre nach Muḥammad gelebt haben soll. So ist die Behauptung der einen
bezüglich der Imame von der gleiche Art wie die Behauptung der anderen
bezüglich der Awliyā', und beides basiert auf Lüge, Übertreibung, Schirk,
falschen Behauptungen und der Aufhebung des Buchs und der Sunnah so-
wie des Konsens der Altvorderen dieser Ummah.“31
Was ist Sinn und Zweck dieser Worte, deren Falschheit jedem offenkundig
ist?
Ist das Ziel die Menschen von der Religion Allahs abzuhalten?
Denn die Falschheit davon ist jedem intuitiv klar. Wenn man also diese Be-
hauptung aufstellt und sie dem Islam zuschreibt, dann die Anhänger jener
Religionen und andere es kennenlernen und seine Falschheit von Seiten
des Verstandes sowie der Überlieferung erkennen, so werden sie am Islam
selbst zweifeln!
Was werden die Leute mit Verstand und Wissen über diese merkwürdige
Theorie sagen, die davon spricht, dass alle Dinge - leblose Objekte, Pflan-
zen, Gewässer usw. - alle entweder gut oder schlecht sind, je nach dem wie
ihr Standpunkt zur Führerschaft ʿAlīs ist?
Was wird die Welt dazu sagen? Ist das die Religion die sie den Menschen
präsentieren wollen?
Oder ist das Ziel den Islam zu verunstalten und von ihm abzuhalten?
Diese Ansicht ist nicht verwunderlich für die Schiiten, denn sie sind Leute
der merkwürdigen Übertreibungen, welche offenkundige Wahrheiten und
vielfach authentisch überlieferte Berichte verleugnen und Dinge zur Wahr-
heit erklären, von welchen der Verstand und die Überlieferung bezeugen,
dass sie Lügen sind. Und so wie sie diese Ansicht bezüglich jener vertre-
ten, denen sie das Imamat zuschreiben, vertreten sie auch eine ähnliche An-
sicht bezüglich der - nach ihrem Glauben - Feinde der Imame und Schiiten.
So sagen sie beispielsweise über die beiden großen rechtgeleiteten Kalifen
Abū Bakr und ʿUmar: „Es heißt in der Überlieferung, dass der Qā'im a (ra)
a Einer ihrer Bezeichnungen für ihren 12. Imam al-Mahdī (Anm. des Übersetzers)

6
wenn er erscheint, sie zum Leben erwecken wird und ihnen jede Sünde und
jede Korruption, die auf der Welt geschehen ist, aufbürden wird, selbst den
Mord von Qābīl an Hābīl, dass die Brüder Yūsufs ihn in den Brunnen war-
fen, dass Ibrāhīm ins Feuer geworfen wurde und alles übrige.“ Und ebenso
wird von al-Ṣādiq überliefert: „Dass kein Stein von seinem Platz entfernt
wird und kein Tropfen Blut vergossen wird, außer dass es ihnen beiden an-
gelastet wird“ - d.h. dem ersten und zweiten Kalifen32.

♦ Die zweite Ansicht


Einige Rawāfiḍ - früher wie heute - behaupten, dass der Gesandte (s) selbst
jener gewesen sei, welcher den Samen des Schiismus ausbrachte und dass
das Schiitentum in seiner Epoche aufgekommen sei. Und sie behaupten es
habe einige Gefährten gegeben, welche zu seinen Lebezeiten (s) Partei für
ʿAlī ergriffen und ihn unterstützt hätten.
Al-Qummī sagt: „Die erste Gruppierung der Schiiten, welche die Gruppie-
rung von ʿAlī bin Abī Ṭālib war und zu Zeiten des Propheten (s) sowie da-
nach als Partei ʿAlīs bezeichnet wurde, war bekannt für ihre Fixierung auf
ihn und dafür, dass sie sich für sein Imamat aussprachen. Zu ihnen gehör-
ten al-Miqdād bin al-Awad al-Kindī, Salmān al-Farisī, Abū Dharr Jundub
bin Junādah al-Ghifārī und ʿAmmār bin Yāsir al-Madhḥijī [...]. Sie waren
die ersten von dieser Ummah, welche mit dem Namen des Schiismus be-
zeichnet wurden.“33 Geteilt wurde seine Ansicht von al-Nūbakhtī34 und al-
Rāzī35.
Muḥammad Ḥusayn Āl Kāschif al-Ghiṭā' (gest. 1373 n.H.) sagte: „Der ers-
te, der den Samen des Schiismus im Feld des Islams ausbrachte, war der
Überbringer der Scharīʿah selbst - d.h. dass der Samen des Schiismus zu-
sammen mit dem Samen des Islams gesät wurdea - gleichrangig, Seite an
Seite. Und der, der ihn säte, hörte nicht auf ihn zu wässern und zu pflegen,
sodass er wuchs und zu seinen Lebzeiten erblühte, um schließlich nach sei-
nem Tode Früchte zu tragen.“36 Auch eine Gruppe der zeitgenössischen
Schiiten vertritt diese Ansicht37.

a Dies ist ein klares Eingeständnis von ihm, dass der Samen des Schiismus nicht der
Samen des Islams ist.

7
◊ Diskussion dieser Ansicht
Erstens: Es ist festzustellen, dass die ersten die diese Ansicht vertraten Al-
Qummī in seinem Buch „al-Maqālāt wa al-Firaq“ und al-Nūbakhtī in sei-
nem Buch „Firaq al-Schīʿah“ waren. Einer der wichtigsten Gründe für die
Entstehung dieser Ansicht könnte sein, dass einige Gelehrte der Muslime
die Entstehung und den Ursprung des Schiismus auf fremdländische Wur-
zeln zurückführten. Sie taten dies aufgrund klaren Tatsachen, auf deren
Nachweis wir noch zu sprechen kommen werden. Dies war der Grund da-
für, dass die Schiiten versuchten dem Schiismus ein islamisches Gesicht zu
geben und die Behauptung ihrer Gegner zu widerlegen, welche ihn auf
fremdländische Wurzeln zurückführten. So stellten sie diese Behauptung
auf und versuchten sie mit jedem Mittel zu stützen und zu belegen. Sie er-
fanden zahlreiche Überlieferungen dazu38, die sie dem Propheten (s) zu-
schrieben und von denen sie behaupteten, sie seien über Wege der Sunniten
überliefert worden. Doch es sind Überlieferungen „die weder die großen
Gelehrten der Sunnah noch die Übermittler der Scharīʿah kannten. Viel-
mehr sind die meisten von ihnen erfunden, in ihrer Überlieferungskette zu
beanstanden oder weit entfernt von ihren falschen Interpretationen.“39
Zweitens: Diese Ansicht hat keine Grundlage im Buch oder der Sunnah
und es gibt dafür keinen gesicherten geschichtlichen Beleg. Vielmehr ist es
eine Ansicht, welche gegen die Grundprinzipien des Islams verstößt und
den geschichtlichen Tatsachen widerspricht. Der Islam kam, um diese Um-
mah auf einem gleichen Wort zu vereinen, und nicht um sie in Fraktionen
und Parteien zu spalten. Für den Gesandten Allahs (s) gab es weder
Schīʿah noch Sunnah. Allah (st) sagt: ﴾Die Religion bei Allah ist der Is-
lam﴿40. Nicht der Schiismus und nichts anderes, während sie mit ihrer Aus-
sage „dass der Samen des Schiismus zusammen mit dem Samen des Islams
gesät wurde - gleichrangig, Seite an Seite...“ zugeben, dass der Schiismus
etwas anderes als der Islam ist. Und Allah sagt: ﴾Wer eine andere Religion
als den Islam begehrt, so soll sie von ihm nicht angenommen werden.﴿41.
Eine der vielfach authentisch überlieferten historischen Tatsachen, die die
Idiotie dieser Ansicht und ihr Vorbeigehen an der Realität offenlegt, ist der
Umstand, dass das Schiitentum in der Zeit von Abū Bakr, ʿUmar und ʿUth-
man nicht existierte42 Einige Gelehrten der Schiiten sahen sich genötigt
sich dieser Wahrheit zu fügen. Sie sind diejenigen, die sich gegen die Ver-
leugnung vielfach berichteter Tatsachen auflehnten. So sagte ihre Āyah

8
und größter Mujtahid seiner Zeit Muḥammad Ḥusayn Āl Kāschif al-Ghiṭā':
„... es gab für das Schiitentum und den Schiismus damals [zur Zeit von
Abū Bakr und ʿUmar (ra)] keinen Spielraum um zu erscheinen, da der Is-
lam noch auf seinen geregelten Bahnen verlief“ 43. Ein ähnliches Einge-
ständnis machte ihr anderer Schaykh Muḥammad Ḥusayn al-ʿĀmilī indem
er sagte: „Der Begriff des Schiitentums wurde vergessen, nachdem das Ka-
lifat an Abū Bakr gegangen war und die Muslime wurden bis in die letzten
Tage des dritten Kalifen zu einer einzigen Gruppe“44. Wir sagen: Es wurde
vergessen weil es überhaupt gar nicht erst existierte. Denn wie kann es ver-
gessen werden und nicht erscheinen, während die Regierung ungläubig
war, wie ihr glaubt und wie es vielfach in euren Büchern überliefert wurde,
was wir noch erwähnen und erläutern werden? Waren denn die Muslime in
der Zeit des Gesandten in Parteien gespalten und in der Zeit der drei Kali-
fen eine einzige Gruppe?
Drittens: Sie behaupten die Schīʿah habe sich aus ʿAmmār, Abū Dharr und
al-Miqdād zusammengesetzt. Doch haben diese jemals eine der Überzeu-
gungen der Schiiten vertreten, wie die angebliche Bestimmunga oder die
Erklärung der beiden Schaykhs Abū Bakr und ʿUmar sowie der Mehrheit
der Gefährten zu Ungläubigen oder das Lossagen von ihnen und ihre Be-
schimpfung und den Hass gegen sie? Gewiss nicht. Nichts von alldem gibt
es und alles was die Schiiten in dieser Sache behaupten und womit sie gan-
ze Bände füllen, ist nichts anderes als eine von der Phantasie der Hassen-
den und der Feinde ersponnene Einbildung45.
Ibn al-Murtaḍā (ein zaiditischer Schiite) sagte: „Wenn sie behaupten, dass
ʿAmmār, Abū Dharr al-Ghifārī, al-Miqdād und Salmān al-Fārisī ihnen in
ihrer Beanspruchung des Imamats für ʿAlī (as) vorausgegangen seien, so
werden sie dadurch der Lüge überführt, dass diese keine Feindschaft gegen
die beiden Schaykhs zeigten und sie nicht beschimpften. Sieht man denn
nicht, dass ʿAmmār für ʿUmar bin al-Khaṭṭāb in Kūfah gearbeitet hat 46 und
Salmān al-Fārisī in al-Madā'in47?“48 Diese belegten historischen Tatsachen
zerstören jede Behauptung, die die Schiiten über die Jahrhunderte aufge-
stellt haben.
Viertens: Al-Schaykh Mūsā Jārullah hält diese Aussage der Schiiten für
eine unverschämte Lüge, die alle Grenzen des guten Benehmens über-

a Die göttliche Festlegung ʿAlīs als Nachfolger des Propheten

9
schreitet und eine Verleumdung des Propheten (s) sowie ein Spiel mit den
Worten darstellt. Er wundert sich über ihre Aussage dass „der erste, der den
Samen des Schiismus im Feld des Islams ausbrachte, der Überbringer der
Scharīʿah selbst war“. Er sagt dazu: „Also ein Korn, welches der Prophet
ausbrachte, um die Ähren der Verfluchung und des Takfīrs der Gefährten
und der Besten dieser Ummah wachsen zu lassen, sowie die Ähren des
Glaubens daran, dass der Qur'ān durch die Hände der Heuchler von den
Gefährten verfälscht wurde, und dass der Konsens dieser Ummah ein Irr-
weg ist, während sein Gegenteil die Rechtleitung darstellt, sodass sich der
wahre Glaube in den Tiefen der schiitischen Fehlleitung versteckt.“49

♦ Die dritte Ansicht


Der Zeitpunkt des Erscheinens des Schiitentums wird auf den Tag der Ka-
melschlacht festgesetzt. Ibn Nadīma sagte: „ʿAlī beabsichtigte Ṭalḥah und
al-Zubayr zu bekämpfen, damit sie zu dem zurückkehren, was Allah be-
stimmt hat, und er nannte jene die ihm darin gehorchten «al-Schīʿah». Er
pflegte zu sagen «Schīʿatī»b und er nannte sie Freunde, Verbündete, Garde
der Armee und Gefährten.“50 Ibn Nadīm war meines Wissens der einzige,
der diese Ansicht vertrat und er verwies offensichtlich eher auf den Zeit-
punkt des Erscheinens der Schiiten im Sinne von Unterstützern und Ge-
folgsleuten und auf den Zeitpunkt, an dem den Unterstützern ʿAlīs der Titel
„al-Schīʿah“ gegeben wurde, und dass ʿAlī es war der sie so nannte, indem
er sagte: „Schīʿatī“.
Es besteht kein Zweifel daran, dass diese Aussage kein Hinweis auf den
Beginn der ideologischen Grundprinzipien des Schiismus darstellt, denn er
meint hier die sprachliche Bedeutung von „Schīʿah“, welche „Unterstütz-
er“ ist. Aus diesem Grund benutzte er auch andere Titel, die darauf hinwei-
sen, wie etwa Gefährten oder Verbündete. Und ebenso ist durch die ge-
schichtlichen Belege nachgewiesen dass [...] der Titel „Schīʿatī“ oder „al-
Schīʿah“ wie ihn ʿAlī (ra) benutzte, ebenso von Muʿāwiyah (ra) benutzt
wurde.
Dr. Mustafā Kāmil al-Schaybī - ein zeitgenössischer Schiite - beschreibt
die Ansicht Ibn Nadīms als merkwürdig, insofern als dass er den Schiismus
a Muḥammad bin Isḥāq bin Muḥammad bin Abī Yaʿqūb al-Nadīm. Er war ein
schiistischer Muʿatazilī. Zu seinen Werken gehört al-Fihrist. Er starb 438 n.H..
b D.h. „Meine Partei“ (Anm. des Übersetzers)

10
zu einem Titel macht, den ʿAlī selbst seinen Gefährten verliehen haben soll
51
, jedoch weiß ich nicht inwiefern es merkwürdig sein soll, dass ʿAlī seine
Unterstützer mit den Worten „meine Partei“ bezeichnet. Dr. Al-Naschār
sieht in den Worten von Ibn Nadīm eine gewisse Übertreibung, jedoch er-
wähnt er nicht was für eine Übertreibung das ist, mit welcher er die Wort
von Ibn Nadīm beschreibt52.

Ansichten von Nichtschiiten über die Entstehung des


Schiismus

♦ Die erste Ansicht


Der Schiismus sei nach dem Ableben des Gesandten (s) erschienen, in der
Form, dass einige ʿAlī das größte Anrecht auf die Führung zuschrieben.
Diese Meinung wurde von einigen alten wie auch zeitgenössischen Gelehr-
ten vertreten, unter ihnen al-ʿAllāmah Ibn Khaldūn und Aḥmad Amīn so-
wie von einigen Orientalisten. Ihre Ansicht basiert auf dem, was von man-
chen berichtet wird, wonach die Meinung existierte, die Familie des Pro-
pheten (s) habe das größte Anrecht auf das Kalifat nach ihm. Ibn Khaldūn
sagte: „Wisse, dass der Anfang dieses Staates [d.h. des Staates der Schi-
iten] war, dass die Ahl al-Bayt, als der Gesandte Allahs (s) verstarb, als
jene mit dem größten Anrecht auf die Herrschaft betrachtet wurden und
man der Ansicht war das Kalifat stehe allein ihren Männern zu und nie-
mand anderem.“53 Aḥmad Amīn sagte: „Der erste Keim des Schiitentums
war die Gruppe, welche nach dem Tod des Propheten (s) der Meinung war,
dass seine Familie am ehesten seine Nachfolge antreten solle.“ 54 Und Ähn-
liches sagten einige Orientalisten55.

◊ Diskussion dieser Ansicht


Die Verfechter dieser Ansicht stützen sich auf die Meinung, welche besagt,
dass die Familie das größte Anrecht auf die Führung habe. Es gibt keinen
Zweifel, dass die Ansicht existierte, dass ʿAlī das größte Anrecht auf die
Führung hatte und sie in den Händen der Familie sein sollte, jedoch exis-
tierte ebenso die Ansicht, welche die Nachfolge von Saʿd bin ʿUbādah be-
fürwortet und dass die Führung in den Händen der Anṣār sein solle. Dies
ist jedoch kein Beweis für die Geburt einer eigenen Partei oder Gruppe,
sondern die Vielfältigkeit der Ansichten ist eine natürliche Sache und eine

11
Notwendigkeit für das islamische System der Beratung. Sie kamen in einer
einzelnen Sitzung zusammen, in welcher ihre Ansichten zahlreich waren,
doch „Sie trennten sich nicht, bevor sie sich einig waren, und so etwas
kann nicht als Streit betrachtet werden.“56 „Sie fügten sich alle ohne Aus-
nahme in Gehorsam gegenüber Abū Bakr. ʿAlī hörte auf seinen Befehl, gab
ihm den Treueeid vor einer großen Menge von Zeugen und brach zum
Feldzug gegen Banū Ḥanīfah auf.“57 „Sie gaben - in einem Zustand der
Freundschaft und Einigkeit - mit dem Gehorsam zu ihren Führern das
Herzblut ihrer Selbst und die Schätze ihres Vermögens auf dem Weg her,
auf welchem sie zusammen mit ihrem Propheten zu sein pflegten...“58
Würde diese Meinung, die der Familie das größte Anrecht auf die Führung
zuschreibt, tatsächlich den Kern und Keim des Schiismus darstellen, so
wäre er schon in der Zeit von Abū Bakr und ʿUmar erschienen. Doch in
Wahrheit ist sie - wenn sie überhaupt belegbar ist - wie die übrigens An-
sichten, die in der Versammlung in der Saqīfah angebracht wurden, die -
wenn sie existierten - nach Abschluss des Treueeids verschwanden, nach-
dem man auf einen gemeinsamen Nenner gekommen war und die Meinung
aller übereinstimmte. Auch der Standpunkt der Führers der Gläubigen ʿAlī
(ra) verbat ein Fortbestehen dieser Ansichten, sowie aller anderen zwischen
den Gefährten, denn es wurde von ihm (ra) vielfach und von zahlreichen
Seiten überliefert, dass er auf der Minbar von al-Kūfah sagte: „Der Beste
dieser Ummah nach ihrem Propheten ist Abū Bakr und nach ihm ʿUmar.“ a

a Ibn Taymiyyah sagte: Es wurde von ʿAlī über ungefähr 80 Wege und mehr überliefert,
dass er auf der Minbar von al-Kūfah diese Aussage tätigte - wie sie bereits erwähnt
wurde. Ebenso so ist sie in Ṣaḥīḥ al-Bukhārī in Form eines Berichtes speziell von
Überlieferern aus Hamdān belegt, die Stadt über welche ʿAlī sagte: „Wäre ich der
Wärter einer Tür des Paradieses, so würde ich zu Hamdān sagen: Tritt ein mit
Frieden!“ Eine Überlieferung von Sufyān al-Thawrī von Mundhir al-Thawrī, beide aus
Hamdān. Al-Bukhārī sagte: Muḥammad bin Kathīr berichtete uns von Sufyān von
Jāmiʿ bin Abī Rāschid von Abū Yaʿlā von Muḥammad bin al-Ḥanafiyyah, dass er
sagte: Ich fragte meinen Vater: Wer ist der Beste von den Menschen nach dem
Gesandten Allahs (s)? Er sagte: Abū Bakr. Ich fragte: Wer dann? Er sagte: Dann
ʿUmar. Ich fürchtete er würde sagen ʿUthmān. Ich fragte: Und dann du? Er sagte: Ich
bin nichts anderes als ein Mann von den Muslimen. (Ṣaḥīḥ al-Bukhārī mit Fatḥ al-
Bārī, Kitāb Faḍā'il al-Ṣaḥābah, Bāb Faḍl Abī Bakr 7/20) Ibn Taymiyyah sagte: Und
das sagte er zu seinem Sohn, von dem er nichts zu fürchten hatte. (Al-Fatāwa 4/407f.,
Minhāj al-Sunnah 4/137f.)

12
Wie also konnten andere von den Gefährten in ihm etwas sehen, was nicht
einmal er selbst in sich sah?
Das Schiitentum fand weder in der Zeit von Abū Bakr und ʿUmar, noch in
der von ʿUthmān irgendeine Erwähnung oder Existenz. Wie kann man also
sagen es sei nach dem Tod des Gesandten (s) entstanden a? Dies ist eine Tat-
sache, die selbst einige Gelehrte der Schiiten bestätigt haben, wie es bereits
erwähnt wurde.

♦ Die zweite Ansicht


Die Parteiergreifung für ʿAlī habe mit dem Mord an ʿUthmān (ra) begon-
nen. Ibn Ḥazm sagt: „Sodann regierte ʿUthmān und blieb für 12 Jahre an
der Macht. Mit deinem Tod kam es zu Meinungsverschiedenheiten und die
Angelegenheit der Rawāfiḍ begann.“59 Und jener, der den Samen des Schi-
ismus säte, war der Jude Ibn Saba'b,60.
a Das was einige von ihnen vom Auftauchen einer Gruppe nach dem Tod des Propheten
(s) berichten, welche ʿAlī das größte Anrecht auf die Führung zuschrieb, hat keine
belegbare historische Grundlage und es ist offensichtlich, dass das worauf sie sich
stützen die Überlieferung von al-Yaʿqubī in seiner Chronik ist, welche besagt, dass
eine Gruppe - unter ihnen Salmān, Abū Dharr, ʿAmmār und al-Miqdād - den Treueeid
an Abū Bakr unterließ und sich stattdessen für ʿAlī aussprachen. (Tārīkh al-Yaʿqūbī
2/124) Bei den Überlieferungen von al-Yaʿqūbī und ebenso denen von al-Masʿūdī ist -
wegen der Neigung der beiden zum Rafḍ - Vorsicht geboten und sie sind zu meiden,
besonders bei dem, was mit ihren sektiererischen Neigungen übereinstimmt und dem,
was nur sie allein überliefern. Al-Qāḍī Abū Bakr bin al-ʿArabī sagte: „Hört nicht auf
die Worte eines Historikers, außer auf die von Al-Ṭabarī. Alles andere ist Tod und
Verderben.“ Und über den Historiker al-Masʿūdī sagte er: „Er ist ein Erneuerer und
Täucher.“ (Al-ʿAwāṣim min al-Qawāṣim 248f.)
b ʿAbdullah Ibn Saba' war der Kopf der Saba'iten, welche von der Göttlichkeit ʿAlīs
sowie seiner Wiederauferstehung sprachen und die Gefährten verleumdeten. Er
stammte ursprünglich aus dem Jemen und war ein Jude, der sich als Muslim ausgab.
Er reiste zum Verbreiten seines Aufruhrs nach al-Ḥijāz, dann al-Baṣrah, dann al-Kūfah
und schließlich betrat er in den Tagen von ʿUthmān bin ʿAffān (ra) Damaskus, woraus
er von den Bewohnern der Stadt vertrieben wurde, worauf er sich nach Ägypten begab
und seine Neuerung öffentlich machte. Ibn Ḥajar sagte: Ibn Saba' war einer der
Übertreiber unter den Ketzern und ein fehlgeleiteter Irrlehrer und ich gehe davon aus
dass ʿAlī ihn verbrannt hat. Zitat Ende. Berichte über seinen Aufruhr, seine
Abweichung und konspirativen Bestrebungen von ihm und seiner Gruppe sind
zahlreich in den Büchern über die Sekten und Gruppierungen, den biographischen
Werken und den Geschichtsbüchern und anderen Quellen der Sunnah und Schīʿah
gleichermaßen zu finden. (Quellen siehe Endnote 60)

13
Er ist der, der die Bewegung gegen Ende der Epoche ʿUthmāns begann.
Ein Teil der alten sowie zeitgenössischen Gelehrten bestätigen, dass Ibn
Saba' der Ursprung der schiitischen Sekte und der erste Stein in ihrem Ge-
bäude war61. Seine Erwähnung findet sich in gleichem Maße zahlreich in
sunnitischen wie schiitischen Büchern.
Es ist ein Spross der Schiiten unserer Zeit entwachsen, der versucht seine
Existenz mit einem Streich, ohne wirkliche Rechtfertigung und ohne klaren
Beweis zu verleugnen62. Einige von ihnen behaupten gar Ibn Saba' sei
ʿAmmār bin Yāsir63. Dies ist ein Versuch oder ein Trick um die Juden von
der Verschwörung gegen die Muslime freizusprechen, genauso wie es ein
Versuch oder ein Trick ist dem Rafḍ ein islamisches Gesicht zu geben und
der Behauptung ihrer Gegner zu entgegnen, welche den Schiismus auf jü-
dische Wurzeln zurückführen.
Die alten Gelehrten der Sunniten und Schiiten gleichermaßen sind sich in
der Anerkennung von Ibn Saba' als tatsächliche Realität und historische
Person einig. Wie kann man dann etwas, worüber beide Gruppen bereits
übereingekommen sind verleugnen? Was die Aussage angeht Ibn Saba' sei
ʿAmmār bin Yāsir, so wird diese vom Verstand, der Überlieferung und der
Geschichte zurückgewiesen. Wie kann man nur diese Überzeugungen, wel-
che Ibn Saba' vertrat, ʿAmmār bin Yāsir zuschreiben? Ist das nicht eigent-
lich nichts anderes, als ein Teil der Verleumdung und der Verunglimpfung
der Gefährten?
Ich brauche dieses Thema nicht eingehend zu besprechen, denn es wurden
bereits objektive und vollständige Studien zu dieser Angelegenheit heraus-
gebracht64. So besteht keine Notwendigkeit sich lange damit aufzuhalten
und es soll uns hier das Zitieren dessen genügen, was in den anerkannten
schiitischen Büchern über Ibn Saba' erwähnt wurde. Das, weil es erstens in
Übereinstimmung mit der Methode dieser Abhandlung in Hinblick auf das
Sichstützen auf ihre Grundprinzipien steht, und zweitens weil die Verleug-
nung der Existenz von Ibn Saba' von Seiten der Schiiten erfolgte, weswe-
gen die Beweisführung gegen sie aus ihren eigenen Büchern ihre Behaup-
tung von der Basis aus zu Fall bringt. Und Drittens: Weil die Darlegung der
Ansichten von Ibn Saba' aus den Büchern der Schiiten ihre Wurzeln und
ihren Ursprung mittels ihrer eignen Worte illustriert. Was sagen also die
Bücher der Schiiten über Ibn Saba'? Der Schiiten Saʿd bin Abdillah al-
Qummī, Schaykh der Gruppe, ihr Rechtsgelehrter und ihr Gesicht, wie ihn

14
al-Najāschī (229-301 n.H.) beschrieb65, bestätigt die Existenz von Ibn Saba'
und erwähnt die Namen einiger seiner Gefährten, welche mit ihm zusam-
men konspirierten. Er nennt seine Sekte Saba'iten und sieht sie als die erste
Sekte im Islam an, welche einen Standpunkt des Extremismus vertrat, und
er betrachtet Ibn Saba' als „den ersten der die Schmähung von Abū Bakr,
ʿUmar, ʿUthman und den Gefährten propagierte, sich von ihnen lossagte
und behauptete ʿAlī (ra) habe ihm dies befohlen“. Al-Qummī erwähnt, dass
dies ʿAlī erreichte und er seine Tötung befahl, es dann jedoch bleiben lies
und sich mit seiner Verbannung nach al-Madā'in begnügte. 66 Genauso über-
liefert er von einer Gruppe unter den Leuten des Wissens - wie er sie nennt:
„Dass Ibn Saba' ein Jude war, der den Islam annahm und ʿAlī unterstützte.
Er pflegte diese Aussage als er Jude war über Yūschuʿ bin Nūn, den Vertre-
ter Mūsas zu äußern und als er nach dem Tod des Gesandten Allahs (s)
Muslim wurde, sagte er ähnliches über ʿAlī. Er ist der Erste, von dem die
Aussage über die Pflicht für das Imamat ʿAlī bin Abī Ṭālibs bekannt ist
und der die Lossagung von seinen Feinden propagierte [...] und sie zu un-
gläubigen erklärte. Aus diesem Grunde sagen jene, die dem Schiitentum
widersprechen, dass der Ursprung des Rafḍ im Judentum liege.“ 67 Danach
erwähnt al-Qummī die Haltung Ibn Saba's als ihn die Botschaft vom Tod
ʿAlīs erreichte. Er behauptete er sei nicht gestorben und vertrat die Mei-
nung er sei wiederauferstanden und verfiel hierin dem Extrimismus68.
Das ist was al-Qummī über Ibn Saba' sagt und al-Qummī gilt bei den Schi-
iten als verlässlich und äußerst wissend in Bezug auf die Überlieferungen 69.
Seine Informationen sind - ihrer Ansicht nach - aufgrund der frühen Epo-
che, in der er lebte, sehr bedeutend und ebenso aufgrund des Umstandes,
dass er - wie ihr Schaykh, den sie als al-Sadūq bezeichnen, berichtet - ihren
ihrer Meinung nach unfehlbaren Imam al-Ḥasan al-Askarī traf und von ihm
hörte70. Auch sehen wir ihren anderen Schaykh al-Nawbakhtī von Ibn Saba'
erzählen. Er stimmt in dem was er über Ibn Saba' sagt mit al-Qummī über-
ein, sogar bis hin zum Wortlaut71. Al-Nawbakhtī gilt bei ihnen als verläss-
lich und ist anerkannt72. Ihr Gelehrter al-Kischī73 überliefert sechs Überlie-
ferungen bezüglich der Erwähnung von Ibn Saba' 74. Dies in seinem als
„Rijāl al-Kischī“ bekannten Buch, welches das älteste anerkannte biogra-
phische Werk der Schiiten ist. Diese Überlieferungen weisen darauf hin,
dass Ibn Saba' das Prophetentum für sich beanspruchte und behauptete, der
Führer der Gläubigen sei Allah - frei und erhaben ist Allah davon. ʿAlī
habe ihn zur Reue aufgefordert, doch bereute er nicht, und so verbrannte er

15
ihn. Ebenso überliefert al-Kischī die Verfluchung von Ibn Saba' durch die
Imame und dass er über ʿAlī log, wie etwa in der Aussage von ʿAlī bin al-
Ḥusayn: „Möge Allah jene verfluchen, die über uns lügen. Ich habe ʿAb-
dullah bin Saba' erwähnt und jedes Haar an meinem Körper richtete sich
auf. Er hat eine gewaltige Sache behauptet, möge Allah ihn verfluchen.
ʿAlī [ra] war - bei Allah! - ein rechtschaffener Diener Allahs und der Bru-
der des Gesandten Allahs und er erwarb sich die Gnade Allahs durch nichts
anders als durch den Gehorsam ihm gegenüber.“75
Nach der Erwähnung dieser Überlieferungen sagt al-Kischī: „Die Leute
des Wissens erwähnten, dass Ibn Saba' ein Jude war, der den Islam annahm
und ʿAlī unterstützte. Er pflegte sich, als er Jude war, über Yūschuʿ bin
Nūn, den Vertreter Mūsas übertrieben zu äußern und als er nach dem Tod
des Gesandten Allahs (s) Muslim wurde, sagte er ähnliches über ʿAlī. Er
ist der Erste, von dem die Aussage über die Pflicht für das Imamat ʿAlī bin
Abī Ṭālibs bekannt ist und der die Lossagung von seinen Feinden propa-
gierte, seine Feindschaft offenbarte und sie zu Ungläubigen erklärte. Aus
diesem Grunde sagen jene, die dem Schiitentum widersprechen, dass der
Ursprung des Rafḍ im Judentum liege.“76 Diese Aussage von al-Kischī
stimmt mit den Worten von al-Qummī und al-Nawbakhtī überein und alle
legitimieren sie ihre Aussage mit ihrer Zuschreibung zu den Leuten des
Wissens.
Diese sechs Überlieferungen wurden alle in dem Buch „Rijāl al-Kischī“ er-
wähnt, welches sie als eines der vier Fundamente betrachten, auf welchen
die Biographien beruhen. Al-Ṭūsī - für sie der Schaykh der Gruppe - über-
arbeitete das Buch, wodurch es für sie noch verlässlicher und authentischer
wurde, da nun in seiner Fassung Al-Kischī, welcher bei ihnen als verläss-
lich und einsichtig bzgl. den Biographien und Überlieferungen gilt, mit al-
Ṭūsī zusammenkommt, welcher der Verfasser zweier ihrer vier authenti-
schen Bücher, sowie Autor zweier ihrer vier von ihnen anerkannten biogra-
phischen Werke ist77.
Daneben findet sich die Erwähnung von Ibn Saba' auch in vielen anderen
ihrer biographischen Werke78. Ebenso wurde Ibn Saba' in ihrem größten
und wichtigsten biographischen Werk der Neuzeit „Tanqīḥ al-Maqāl“ von
ihrem Schaykh ʿAbdullah al-Mamaqānī79 (gest. 1351 n.H.) erwähnt80.

16
Daher ist zu beobachten, dass es bei einigen zeitgenössischen Gelehrten
der Schiiten eine schlussendliche Hinwendung zum Verzicht auf seine Ver-
leugnung gibt. So sagt z.B. Muḥammad Ḥusayn al-Zīn: „In jedem Fall war
dieser Mann [d.h. Ibn Saba'] existent und propagierte den Extremismus,
auch wenn einige an seiner Existenz zweifeln und ihn zu einer Phantasiefi-
gur erklären [...]. Was uns angeht, so zweifeln wir - entsprechend der
jüngsten Untersuchung - nicht an seiner Existenz oder an seinem Extremis-
mus.“81
Die Verleugnung der Existenz von Ibn Saba' ist - auch wenn sie es nicht of-
fen sagen - eigentlich eine Missbilligung ihrer Gelehrten, welche Ibn Saba'
erwähnten, sowie eine Missbilligung ihrer biographischen Werke, in wel-
chen seine Erwähnungen zahlreich sind, und dies ist letztendlich - auch
wenn sie es nicht merken - ein Eingeständnis von ihnen, dass die biogra-
phischen Werke, die sie haben, keine Referenz sind um mit ihr etwas zu
belegen und dass ihre Übereinstimmung nicht berücksichtigt wird.
Ebenso gestehen die Bücher der Schiiten ein, dass Ibn Saba' der Erste war,
welcher von der Vertretung ʿAlīs und seiner Wiederauferstehung sprach
und der die drei Kalifen und die Gefährten schmähte, und dies sind Ansich-
ten und Überzeugungen, die später zu Fundamenten der schiitischen Reli-
gion wurden. Als diese und andere Ansichten in die Form von Berichten
und Überlieferungen gebracht wurden, welche man falscher- und erlogen-
erweise den Ahl al-Bayt zuschrieb, wurden sie von vielen unter dem ge-
meinen Volk und anderen akzeptiert, insbesondere von den Nichtarabern.

♦ Die dritte Ansicht


Es wird gesagt der Zeitpunkt der Entstehung des Schiismus sei das Jahr 37
n.H. gewesen. Zu den bekanntesten Vertretern dieser Meinung zählt der
Autor des Werkes „Mukhtaṣar al-Tuḥfah al-Ithnī ʿAschariyyah“ der sagte:
„Der Name Schīʿah kam im Jahr 37 n.H. auf.“82 Ebenso vertrat Professor
Montgomery Watt diese Ansicht und erwähnte „dass der Beginn der schiiti-
schen Bewegung irgendwann im Jahr 658 n.Chr. (37 n.H.) war.“ 83 Offen-
sichtlich verbindet diese Ansicht die Entstehung des Schiismus mit den Ge-
schehnissen von Ṣiffīn, da diese im Jahr 37 n.H. zwischen Imam ʿAlī und
Muʿāwiyyah (ra) stattfanden, mit allen Ereignissen, die dies begleiteten
und allen Folgen, die es hatte. Jedoch bezieht sich diese Ansicht nicht auf
den Beginn der schiitischen Grundprinzipien, denn wir finden in dem, was

17
die Historiker von den Geschehnissen in diesem Jahr berichten, nichts von
einer Ausrufung der Nachfolge, vom Sprechen von Wiederauferstehung
oder vom Ruf zu einem der bekannten Grundprinzipien der Schiiten. Ge-
nauso ist es nicht möglich zu sagen, dass die Unterstützer ʿAlīs Teil der
schiitischen Sekte oder auf einem der Prinzipien des Schiitentums gewesen
seien, auch wenn es nicht zu leugnen ist, dass einige der Anhänger Imam
ʿAlīs, ebenso wie einige Anhänger Muʿāwiyahs, Feinde des Islams waren,
welche nach außen den Islam zeigten, um von inne gegen ihn zu konspirie-
ren. Die Saba'iten hatten einen unleugbaren Anteil an der Entzündung der
Streitigkeiten und sie existierten bereits vorher, genauso wie wir sehen,
dass nach dem Ereignis Schiedsgerichtes sowie in den Abschnitten der Ur-
teilsfindung der Name Schīʿah - wie bereits erwähnt - beiden Seiten ohne
Unterscheidung zugeordnet wurde.

♦ Die vierte Ansicht


Sie besagt, dass der Schiismus unmittelbar nach der Ermordung Ḥusayns
entstand. Strothmann84 sagte: „Das Blut Ḥusayns wird als erster Keim des
Schiismus als Religion betrachtet.“85

♦ Die präferierte Ansicht


Wir haben im Vorausgegangen den Großteil der Ansichten über die Entste-
hung des Schiismus aufgezeigt und davon diskutiert, was einer Diskussion
bedurfte. Meine Meinung ist, dass das Schiitentum als Religion und Ideo-
logie nicht plötzlich entstand, sondern zeitliche Stadien und Etappen durch
lief. Die Anfänge des schiitischen Glaubens und die Basis ihrer Grundprin-
zipien jedoch gehen auf das Wirken der Saba'iten zurück, wie es auch die
Bücher der Schiiten eingestehen, welche besagen, dass Ibn Saba' der erste
war, welcher von einer Pflicht der Führung ʿAlīs sprach, und davon, dass
ʿAlī der Vertreter Muḥammads sei. Das ist der Glaube an die Festsetzung
der Führung ʿAlīs und diese ist gemäß der Ansicht der schiitischen Gelehr-
ten die Basis des Schiismus [...]. Die Bücher der Schiiten bezeugen auch,
dass Ibn Saba' und seine Gruppe die ersten waren, welche die Schmähung
von Abū Bakr, ʿUmar und ʿUthmān propagierten, den Schwägern des Ge-
sandten Allahs (s), seinen Verwandten, Nachfolgern und nächsten Men-
schen (ra), sowie die Schmähung der übrigen Gefährten. Das ist der Glau-
ben der Schiiten bezüglich der Gefährten, so wie er in ihren anerkannten

18
Büchern festgehalten ist. Ebenso der Glaube Ibn Saba's an die Wiederau-
ferstehung ʿAlīs86, denn der Glaube an die Wiederauferstehung gehört zu
den Fundamenten des Schiitentums, wie wir noch sehen werden. Und dass
Ibn Saba' ʿAlī und den Ahl al-Bayt allein ein besonderes Geheimwissen zu-
schrieb, wie es al-Ḥasan bin Muḥammad bin Al-Ḥanafiyyah (gest. 95 oder
100 n.H) in seiner „Risālat al-Irjā'“87 aufzeigte88.
Diese Sache ist zu einem der Fundamente des Glaubens bei den Schiiten
geworden und es ist in „Ṣaḥīḥ al-Bukhārī“ belegt, dass diese Glaube bereits
früh entstanden ist, und dass ʿAlī (ra) darüber befragt wurde. Man fragte
ihn: „Habt ihr etwas, was nicht im Qur'ān ist und was die Leute nicht ha-
ben?“ Was er klar verneinte89.
Das sind die wichtigsten Grundsätze, denen sich die Schiiten unterwerfen a.
Sie existierten nach der Ermordung ʿUthmāns (ra) und in der Zeit ʿAlīs
(ra), ohne dabei die Form einer konkreten, bekannten Sekte anzunehmen.
Vielmehr traten die Saba'iten kaum in Erscheinung, bis ʿAlī (ra) sie be-
kämpfte90, jedoch sorgte das, was dem an Ereignissen folgte, für ein Klima,
welches dem Auftauchen dieser Glaubensinhalte und ihrer Inkarnation in
Form einer Gruppierung zuträglich war. Das sind die Schlacht von Ṣifīn,
das Schiedsgericht welches ihr folgte, die Ermordung ʿAlīs und der Tötung
Ḥusayns. All diese Ereignisse drängten die Herzen und die Gefühle zur
Parteiergreifungb für die Ahl al-Bayt. So schlich sich die aufkommende
Ideologie durch die Hintertür der Parteiergreifung für ʿAlī und seine Fami-
lie ein und der Schiismus wurde zu einem zweckmäßigen Mittel für jeden
Gottlosen, Heuchler und Ṭāghūt, der nach der Zerstörung des Islams trach-
tete. Es drangen fremde Ideen und Überzeugungen zu den Muslimen, wel-
che sich in das Gewand des Schiismus kleideten, und unter seinem Deck-
mantel ein leichtes Eindringen hatten. Mit der Zeit weitete sich die Neue-

a Was es zu beachten gilt ist, dass der Schiismus, dessen Entstehung mit Ibn Saba'
verknüpft ist, der Schiismus ist, der diese extremistischen Grundsätze beinhaltet. Was
den „gemäßigten Schiismus angeht, welcher lediglich die Bevorzugung ʿAlīs über
andere und dergleichen beinhaltet, so ist dies kein Produkt der Ketzer, sofern es den
Anspruch auf göttliche Bestimmung und Unfehlbarkeit ausschließt, denn jener der
letzteres erfand, war ein Heuchler und Ketzer.“ (Ibn Taymiyyah: Majmūʿ al-Fatāwā
20/466) Das waren Ibn Saba' und seine Bande von Juden, Heuchlern, Vergrämten und
Verbitterten.
b Parteiergreifung ist die ursprüngliche, sprachliche Bedeutung von Schiismus
(Taschayyuʿ) (Anm. d. Übersetzers)

19
rung aus und ihre Gefährlichkeit wuchs stetig, insofern als dass sich für Ibn
Saba' viele Nachfolger fanden.
Die Benutzung des Titels „al-Schīʿah“ in der Zeit von ʿAlī (ra) erfolgte
ausschließlich im Sinne von Unterstützung und Beistand, und nicht im Sin-
ne des Glaubens an eines der Bekenntnisse der heutigen Schiiten. Ebenso
wurde dieser Titel nicht allein im Zusammenhang mit ʿAlī (ra) benutzt,
was durch das im Dokument des Schiedsgerichtes erwähnte bewiesen wird,
worin der Name „Schīʿah“ gleichermaßen für die Anhänger von ʿAlī wie
für die Anhänger von Muʿāwiyyah verwendet wurde, wie wir bereits er-
wähnten.
So waren also die Ereignisse, welche im Zusammenhang mit den Ahl al-
Bayt geschahen (die Tötung ʿAlīs, die Tötung Ḥusayns usw.), beeinflussen-
de Faktoren, welche die Hinwendung zur Parteiergreifung für die Ahl al-
Bayt bewirkten. Das Mitgefühl und die Anteilnahme an dem, was ihnen
widerfuhr, waren die Gefühle aller Muslime, jedoch wurde dies durch die
Feinde ausgenutzt, welche auf die Muslime lauerten, und so nutzten sie
diesen Einfallspunkt um die Sekte innerhalb der Reihen der Ummah zu
verbreiten. Sie schafften durch Konspiration und List, was sie mit der Waf-
fe und der Zunge nicht erreichen konnten. Anhänger anderer Religionen,
Verschwörer und Lauernde traten dem Schiismus bei, und begannen
Grundprinzipien aufzustellen, welche sie ihren Religionen entlehnten und
die sie in das Kleid des Islams hüllten, wie wir es gleich unter „Ursprung
des Schiismus“ untersuchen werden.

***

20
Der Ursprung des Schiismus
(Oder die Spuren der alten Philosophien im Schiitentum)
Die Ansichten der forschenden Gelehrten darüber, auf welchen religiösen
Ursprung der Schiismus zurückzuführen ist, gehen auseinander. Es wird
gesagt er gehe auf einen jüdischen Ursprung zurück und es wird gesagt auf
einen persischen. Einige sagen die schiitische Sekte basiere auf alten asiati-
schen Religionen wie dem Buddhismusa,91 und anderen.

Die Ansicht über den jüdischen Ursprung


Einige der Forscher sehen den Ursprung des Schiismus von einer jüdischen
Färbung geprägt. Dies aus zweierlei Betrachtungen heraus.

♦ Erstens:
Ibn Saba' war der erste, der von der Bestimmmung, der Vertretung und der
Wiederauferstehung sprach und Ibn Saba' war ein Jude. Diese Ansichten
wurden zu Grundprinzipien des Schiitentums, weswegen al-Qummī, al-Na-
wbakhtī und al-Kischī - alte Gelehrte der Schiiten - darauf verwiesen, als
sie die Ansichten von Ibn Saba' darlegten, welche später Grundprinzipien
der Schiiten wurden, indem sie sagten: „Daher sagen jene, die den Schiiten
widersprechen, der Ursprung des Rafḍ liege im Judentum.“92

♦ Zweitens:
Es existiert eine Ähnlichkeit in den ideologischen Grundprinzipien des Ju-
dentums und der Schiiten. Die wohl erste und umfassendste Erklärung
hierzu ist, was von al-Schaʿbī93 zu diesem Thema überliefert wurde94, ge-
nauso wie Ibn Ḥazm auf eine Sache davon hinwies, als er sagte: „Jene
Schiiten gehen auf dem Weg der Juden, welche behaupten Iliyās (as) und

a Die Buddhisten: Sie sind die Anhänger von Buddha. Der Buddhismus ist unter einer
Zahl von asiatischen Völkern verbreitet, wobei sich die Überzeugungen innerhalb der
Anhänger dieser Religion unterscheiden. Der japanische Buddhismus macht Buddha
zu einer im Universum aufgegangenen göttlichen Substanz. Der indische Buddhismus
- er ist der Ursprung - hat gar keinen Gott. Der chinesische Buddhismus neigt zum
Glauben an eine absolute Existenz, welche sich durch verschiedene Personen
verkörpert wird, von denen eine Buddha ist. (Siehe Endnote 91)

21
Finḥās bin al-ʿĀzār bin Hārūn (as) seien bis zum heutigen Tage am
Leben.“95 Schaykh al-Islām Ibn Taymiyyah erwähnte, dass die Ignoranz,
der Extremismus und das Befolgen der Gelüste, wie es im Schiitentum zu
finden ist, von einer Seite den Christen und von einer anderen Seite den Ju-
den sehr ähnelt. Danach zitiert er, was von al-Schaʿbī über die Ähnlichkeit
der Schiiten zu den Juden und Christen erwähnt wurde 96. Die Ansicht wur-
de von einer Vielzahl von Forschern vertreten97.

Die Ansicht über den persischen Ursprung


Einige Forscher stellen fest, dass es sich beim Schiismus um einen persi-
schen Einschlag handelt. Dies aufgrund einer Anzahl von Betrachtungen.

♦ Erstens:
Das was Ibn Ḥazm und al-Maqrīzī sagten, wonach die Perser große Macht
und Vorherrschaft über alle Nationen besaßen und sich gewaltige Bedeut-
samkeit zuschrieben, da sie sich selbst als Adel und Führerschaft betrachte-
ten und alle übrigens Menschen als ihre Sklaven sahen. Als sie von der
Zerstörung ihres Reiches durch die Hand der Araber heimgesucht wurden,
welche für sie zu den am wenigsten geachteten Völkern zählten, verschärf-
te sich dies noch und ihr Elend verdoppelte sich. Sie versuchten zu ver-
schiedensten Zeiten mit Kampf gegen den Islam zu agieren, doch stets lies
Allah die Wahrheit obsiegen. Daher sahen sie für ihre Machenschaften die
Täuschung am zuträglichsten und so nahmen einige von ihnen äußerlich
den Islam an und gewannen die Parteigänger der Ahl al-Bayt durch Bekun-
dung ihrer Liebe zu ihnen und durch das Beklagen des angeblichen Un-
rechtes gegen ʿAlī für sich. Sodann führten sie sie auf ihren Pfad, bis sie
sie vom Weg der Rechtleitung abgebracht hatten98.

♦ Zweitens:
Die Araber glaubten an Unabhängigkeit, während sich die Perser zur Mon-
archie und der Vererbung in der Familie des Königs bekannten. Die Bedeu-
tung der Wahl eines Nachfolgers war ihnen fremd. Der Prophet (s) wurde
zum höchsten Gefährten abberufen ohne einen Sohn zu hinterlassen und
der nächste Mensch nach ihm der Sohn seines Onkels ʿAlī bin Abī Ṭālib.
Jene also, die das Kalifat an sich nahmen, wie Abū Bakr, ʿUmar und ʿUth-

22
mān, raubten es von dem, dem es eigentlich zustand. Die Perser pflegten
im König eine Art von Heiligkeit zu sehen und genau so sahen sie ʿAlī und
seine Nachkommenschaft. Sie sagten: Der Gehorsam zum Imam ist Pflicht
und der Gehorsam zu ihm ist Gehorsam zu Allah (swt) 99. Viele Perser nah-
men den Islam an, ohne sich jedoch von ihren vorherigen Überzeugungen
zu befreien, welche sie über Generationen ererbt hatten und mit der Zeit
färbten sie ihre alten Ansichten mit der Tinte des Islams. So war die An-
sicht der Schiiten bzgl. ʿAlīs und seiner Söhne die gleiche Ansicht, wie sie
ihre Vorväter bezüglich der sasanidischen Könige hatten.
Al-Schaykh Muḥammad Abū Zahrah sagt: „Wir sind überzeugt, dass die
Schiiten von den persischen Gedanken bezüglich der Monarchie und ihrer
Vererbung beeinflusst wurden. Die Ähnlichkeit zwischen ihrem Glauben
und dem persischen Hoheitssystem ist offenkundig. Bestätigt wird dies
durch die Tatsache, dass die Mehrheit der Perser Schiiten sind und dass die
ersten Schiiten Perser waren.“100

♦ Drittens:
Als die Muslime Persien eroberten, heiratete al-Ḥusayn bin ʿAlī (ra) die
Tochter Yazdegerds, einer der Könige Irans, nachdem sie zur Kriegsbeute
geworden war. Sie gebar ihm ʿAlī bin al-Ḥusayn. Die Perser sahen in ihren
Nachkommen von al-Ḥusayn die Erben ihrer früheren Könige und sie wa-
ren der Meinung, dass das Blut, welches in den Adern von ʿAlī bin al-Ḥu-
sayn floss, iranisches Blut von Seiten seiner Mutter, der Tochter Yazde-
gerds war, welcher aus der bei ihnen heiligen Linie der sadanidischen Kö-
nige stammte101. Hinzu kommt noch, dass der Name Fāṭimah - wie gesagt
wird - bei den Persern ein heiliger Name war, da er einen gesegneten Rang
in der alten Geschichte Persiens hatte102.

♦ Viertens:
Ein weiterer Hinweis auf einen persischen Ursprung sind zahlreiche Über-
lieferungen der Zwölferschiiten, welche Salmān al-Fārisī - möge Allah mit
ihm zufrieden sein und ihn von ihren Lügen freisprechen - mit Besonder-
heiten und Eigenschaften herausstellen, die über der Stufe eines Menschen
stehen. So heißt es in ihren Berichten: „Salmān ist das Tor Allahs auf der
Erde. Wer ihn anerkennt ist ein Gläubiger und wer ihn verleugnet ist ein
Ungläubiger.“103 Diese Beschreibung Salmāns ist das, was die Schiiten in

23
ihren Überlieferungen üblicherweise ihren zwölf Imamen zuschreiben.
Ebenso heißt es in ihren Überlieferungen über Salmān: „Allah sandte einen
Engel zu ihm, der ihm das und das ins Ohr flüsterte.“ 104 Und: „Von al-Ḥa-
san bin Manṣūr, der sagte: Ich fragte al-Ṣādiq (as): Wurde zu Salmān ge-
sprochen? Er sagte: Ja. Ich fragte: Wer sprach zu ihm? Er sagte: Ein edler
Engel. Ich fragte: Wenn Salmān so war, was war dann sein Gefährte? Er
sagte: Kümmere dich um deine Angelegenheiten.“ 105 Sie belegen also, dass
Salmān Offenbarungen empfing und lassen erahnen, dass sein Gefährte -
das ist ʿAlī - noch über ihm war. Aber tatsächlich schreiben ihre Überliefe-
rungen ihm sogar das Wissen der Imame und Propheten zu, so wie sie ihm
den Befehl des Imams und des Propheten zuschreiben, denn sie sagen:
„Salmān kennt das Wissen des Ersten und des Letzten“. Sodann erklären
sie es näher: „D.h. das Wissen des Propheten (s) und das Wissen ʿAlīs und
den Befehl des Propheten (s) und den Befehl ʿAlīs“ 106. Und es heißt in ih-
ren Überlieferungen, dass Salmān - wie sie es erlogen haben - einer der
Schiiten sei, durch welche „die Versorgung, der Sieg und der Regen kom-
men“107. Bei einigen schiitischen Sekten erreichte die Übertreibung gar das
Maß, dass sie von der Göttlichkeit Salmāns sprachen. Diese Sekte existier-
te in der Zeit von Abū al-Ḥasan al-Aschʿarī (gest. 330 n.H.) der in seinen
Abhandlungen auf sie verweist, indem er sagt: „In unserer Zeit schreiben
einige Salmān al-Fārisī die Göttlichkeit zu“108. Es ist möglich, dass die
Überlieferungen in den Büchern der Zwölferschiiten zu den Spuren dieser
Sekte gehören, denn ihre Bücher beinhalten den größten Teil der Ansichten
der schiitischen Sekten, mit allen Absonderlichkeiten die dazu gehören,
und der Rest dessen, was ihn ihren Büchern ist, erlaubt das Abfallen weite-
rer Sekten.
Wir sehen innerhalb des Schiitentums eine Ausrichtung hin zur Verherrli-
chung eines der persischen Elemente, welche sich an der Verschwörung
und den Ränken gegen den Staat des rechtgeleiteten Kalifats beteiligten,
und das ist Abū Lu'lu'ah al-Fārisī al-Majūsīa, der Mörder des großen Kali-
fen ʿUmar bin al-Khaṭṭāb. Er wurde bei ihnen mit dem Titel „Bābā Sujāʿ
al-Dīn“b bedacht109. Sie ehren den Tag der Ermordung ʿUmars (ra) durch
die Hand des Majūsīs mit einem ihrer Feste, zu welchem ihr Schaykh al-
Jazā'irī einige ihrer Überlieferungen anführte110, genauso wie sie den Tag
a Al-Majūsiyyah: Im Deutschen auch als „Zoroastrismus“ bezeichnet. Die alte,
heidnische Religion der Perser. (Anm. d. Übersetzers)
b D.h. „Held der Religion“ (Anm. d. Übersetzers)

24
von Nouruza - eine Sitte der Zoroastrier111 - verherrlichen, von dem ihre
Überlieferungen eingestehen, dass er eines der Feste der Perser ist112.

Die alten asiatischen Religionen als Ursprung der


schiitischen Sekte
Einige fügen an, dass die schiitische Sekte auf den alten asiatischen Reli-
gionen wie dem Buddhismus und anderen basiert 113. Professor Aḥmad
Amīn sagt: „Mit dem Schiismus tauchten eine Reihe von Ansichten auf,
wie etwa der Glaube an die Reinkarnationb,114, die Verkörperlichung Al-
lahsc,115, der Auflösungd,116 und andere Ansichten, welche bei den Brahma-
nen117, den Philosophen und den Zoroastriern118 vor dem Islam bekannt wa-
ren“119. Ein Orientalist verwies auf das Einsickern vieler nichtislamischer
Lehren in das Schiitentum und sagt: „Diese Überzeugungen sind aus dem
Zoroastrismus, dem Manichäismus120, dem Buddhismus und anderen Reli-
gionen in es eingedrungen, welche in Asien vor dem Erscheinen des Islams
vorherrschten“.121
Der Autor von „Mukhtaṣar al-Tuḥfah“ erwähnt: „Das Schiitentum hat eine
vollkommene Ähnlichkeit mit den Sekten der Juden, Christen, Heiden und
Zoroastrier“. Danach erwähnt er die Art der Ähnlichkeit jeder dieser Grup-
pen mit dem Schiitentum122.
Ebenso erwähnte einer, dass er die Sekten des Schiitentums verfolgte, und
darin jede Sekte und Religion wiederfand, welche der Islam bekämpft hat-
te123.

a Altpersisches Frühlingsfest (Anm. d. Übersetzers)


b Reinkarnation: Der Übergang der Seele nach dem Tod von einem Körper zu einem
anderen, ob Mensch oder Tier. Dieses Konzept wurde von einigen Hinduisten und
Pythagoras aus Griechenland vertreten, und drang in die islamische Welt ein.
c Gemeint ist die Beschreibung Allahs (js) mit Eigenschaften der Geschöpfe, wie es bei
einigen Gruppen der Schiiten zu finden war, etwa bei der Hischāmiyyah, den
Anhängern von Hischām bin al-Ḥakam und anderen - wie wir noch sehen werden. Was
den Begriff des Körpers angeht, so haben die Leute hierzu viele verschiedene
Definitionen, welche von der sprachlichen Bedeutung abweichen.
d Die Auflösung (Al-Ḥulūl): Die Behauptung, dass Gott sich im Körper einer Zahl
seiner Diener aufgelöst habe, oder anders ausgedrückt die Auflösung des Göttlichen
im Menschlichen.

25
Die präferierte Ansicht über den Urspung des Schiismus
Meiner Ansicht nach ist der Schiismus, unter Auschluss der Behauptung
von der Bestimmung und der Vertretung, nicht das Kind fremder Einflüsse,
sondern die Parteiergreifung für die Āl al-Bayt und die Liebe zu ihnen ist
eine natürliche Sache. Es ist eine Liebe, welche innerhalb der Familie nicht
unterscheidet, nicht mit ihnen übertreibt und keinen der Gefährten aus-
schließt, so wie es die Sekten tun, die dem Schiismus zugeschrieben wer-
den. Die Liebe zur Familie wuchs noch und nahm zu, nachdem was ihnen
an Unglücken und Leid widerfuhr, angefangen mit der Ermordung ʿAlīs
über die Tötung Ḥusayns und so weiter. Diese Ereignisse entzündeten die
Emotionen der Muslime, was die Tür war, durch welche die Hasserfüllten
traten, da die Ansichten von Ibn Saba' vor diesen Ereignissen kein geeigne-
tes Klima vorfanden, um zu wachsen und sich zu verbreiten. Was nun je-
doch den Schiismus im Sinne des Glaubens an die göttliche Einsetzung
ʿAlīs, an die Wiederauferstehung, al-Badā', die Verborgenheit, die Unfehl-
barkeit der Imame usw. angeht, so gibt es keinen Zweifel, dass dies Glau-
bensinhalte sind, welche die Ummah überkamen und den Muslimen fremd
waren, und deren Ursprung auf verschiedene Quellen zurückzuführen ist.
Dies weil jeder das Reittier des Schiismus ritt, der gegen den Islam und die
Muslime arbeiten wollte, sowie für jeden, der das weitere Ausleben seiner
früheren Religion unter dem Namen des Islams verbergen wollte, sei er
Jude, Christ, Zoroastrier oder sonstiges. So drangen viele externe und
fremdländische Ideen in den Schiismus ein [...]. Aus diesem Grund folger-
te Schaykh al-Islām Ibn Taymiyyah, dass jene, die sich dem Schiismus zu-
schreiben, Teile von den Lehren der Perser, Römer, Griechen, Christen, Ju-
den und anderer nahmen, und sie mit dem Schiismus mischten. Und er
sagt: „Dies ist eine Bewahrheitung dessen, was der Prophet (s)
verkündete“. Er führt einige Ḥadīthe auf, welche besagen, dass diese Um-
mah die Wege jener beschreiten wird, die vor ihnen waren, und er identifi-
ziert damit speziell die Anhänger des Schiismus124.

26
‫الكلين‪ /‬أصول الكاف‪.1/437 :‬‬ ‫‪1‬‬
‫طه‪ ،‬آية‪.115 :‬‬ ‫‪2‬‬
‫الكلين‪ /‬الكاف‪ ،1/416 :‬وانظر‪ :‬ابن بابويه القمي‪ /‬علل الشرائع‪ :‬ص ‪ ،122‬الكاشان‪ /‬الصاف‪ ،2/80 :‬تفسي القمي‪:‬‬ ‫‪3‬‬
‫‪ ،2/65‬هاشم البحران‪ /‬الجة ص‪ ، 636-635 :‬اللسي‪ /‬البحار‪ ،26/278 ،11/35 :‬الصفار‪ /‬بصائر الدرجات‪ :‬ص‬
‫‪.21‬‬
‫انظر‪ :‬البحار‪ ، 11/60 :‬البحران‪ /‬العال الزلفى ص‪ ، 303 :‬وهذه الرواية موجودة ف بصائر الدرجات للصفار‪ ،‬وف‬ ‫‪4‬‬
‫الختصاص للمفيد‪.‬‬
‫العال الزلفى ص‪.303 :‬‬ ‫‪5‬‬
‫النوري الطبسي‪ /‬مستدرك الوسائل‪ ،2/195 :‬العال الزلفى ص‪.303 :‬‬ ‫‪6‬‬
‫العال الزلفى ص‪.303 :‬‬ ‫‪7‬‬
‫الكاشان‪ /‬تفسي الصاف‪.1/16 :‬‬ ‫‪8‬‬
‫الكلين‪ /‬أصول الكاف‪.2/8 :‬‬ ‫‪9‬‬
‫الكاشان‪ /‬الواف‪ :‬اللد ج ‪ 2‬ص ‪ ،155‬ج ‪ 3‬ص ‪.10‬‬ ‫‪10‬‬
‫اللسي‪ /‬البحار‪ ،151 :35 :‬القمي‪ /‬سفينة البحار‪.1/729 :‬‬ ‫‪11‬‬
‫النوري‪ /‬مستدرك الوسائل ‪.2/195 :‬‬ ‫‪12‬‬
‫الصدوق‪ /‬الصال‪.1/270 :‬‬ ‫‪13‬‬
‫الصدوق‪ /‬علل الشرائع ص‪.174 ،144 ،143 ،136 ،135 ،122 :‬‬ ‫‪14‬‬
‫الر العاملي‪ /‬الفصول الهمة ص ‪.158 :‬‬ ‫‪15‬‬
‫تفسي فرات‪ :‬ص ‪.13 ،11‬‬ ‫‪16‬‬
‫تفسي الصاف‪.2/80 :‬‬ ‫‪17‬‬
‫البحران‪.1/86 :‬‬ ‫‪18‬‬
‫الفصول الهمة ص‪.159 :‬‬ ‫‪19‬‬
‫النوري‪ /‬مستدرك الوسائل‪2/195 :‬‬ ‫‪20‬‬
‫هادي الطهران‪ /‬ودايع النبوة ص‪.155 :‬‬ ‫‪21‬‬
‫النبياء‪ ،‬آية‪.25 :‬‬ ‫‪22‬‬
‫النحل‪ ،‬آية ‪.36 :‬‬ ‫‪23‬‬
‫العراف‪ ،‬آية‪.85 ،73 ،65 ،59 :‬‬ ‫‪24‬‬
‫رواه البخاري ف كتاب اليان‪ ،‬باب‪} :‬ف‪lk‬إن ت‪k‬اب‪j‬وا‪k i‬وأ‪k‬ق‪j k‬اموا‪ i‬ال ‪n‬‬
‫صل‪k‬ة‪k k‬وآت‪j ok‬وا‪ i‬ال‪n‬ز‪k‬كاة‪ k‬ف‪k k‬خل‪m‬وا‪k i‬سب‪l‬يل‪j k‬ه ‪i‬م{ )‪ ،(1/11‬ومسلم ف كتاب اليان‪،‬‬ ‫‪25‬‬
‫باب المر بقتال الناس حت يقولوا‪ :‬ل إله إل ال )‪ ،(52-1/51‬وغيها‪.‬‬
‫رواه البخاري ومسلم بألفاظ متقاربة‪ ،‬وما ذكر لفظ مسلم‪ ،‬انظر‪ :‬صحيح البخاري كتاب الزكاة‪ ،‬باب وجوب الزكاة )‪،(2/108‬‬ ‫‪26‬‬
‫وصحيح مسلم كتاب اليان‪ ،‬باب الدعاء إل الشهادتي )‪.(51-1/50‬‬
‫شرح الطحاوية ص‪.75 :‬‬ ‫‪27‬‬
‫منهاج السنة‪.4/64 :‬‬ ‫‪28‬‬
‫انظر‪ :‬تفسي الطبي‪ 6/557 :‬وما بعدها )من الجزاء الققة(‪.‬‬ ‫‪29‬‬
‫آل عمران‪ ،‬آية‪.81 :‬‬ ‫‪30‬‬
‫منهاج السنة‪4/78 :‬‬ ‫‪31‬‬
‫البحران‪ /‬درة نفيه ص‪ ،37 :‬وانظر‪ :‬رجال الكشي ص‪ ،206-205 :‬وانظر‪ :‬النوار النعمانية‪.1/82 :‬‬ ‫‪32‬‬
‫القالت والفرق ص‪.15 :‬‬ ‫‪33‬‬
‫‪l‬‬
‫فرق الشيعة ص‪ ،17 :‬وقد ‪k‬وه ‪k‬م الشيب ف نقله لرأي النوبت‪ ،‬حيث نسب إليه أنه يقول بأن التشيع نشأ بعد وفاة الرسول صلى‬ ‫‪34‬‬
‫ال عليه وسلم )انظر‪ :‬الصلة بي التصوف والتشيع ص‪.(22 :‬‬
‫انظر‪ :‬الرازي )من شيوخ الساعيلية( الزينة ص‪) 205 :‬مطوط(‪.‬‬ ‫‪35‬‬
‫أصل الشيعة‪ :‬ص ‪.43‬‬ ‫‪36‬‬
‫انظر‪ :‬مسن العاملي‪ /‬أعيان الشيعة‪ ،16 ،1/13 :‬ممد جواد مغنية‪ /‬الثنا عشرية وأهل البيت ص‪ ،29 :‬هاشم معروف‪ /‬تاريخ‬ ‫‪37‬‬
‫الفقه العفري ص‪ ،105 :‬الوابلي‪ /‬هوية التشيع ص‪ ،27 :‬الشيازي‪ /‬هكذا الشيعة ص‪ ،4 :‬ممد السن‪ /‬ف ظلل التشيع ص‪:‬‬
‫‪ ،51-50‬الزين‪ /‬الشيعة ف التاريخ ص‪ ،30 ،29 :‬الظفر‪ /‬تاريخ التشيع ص ‪ ،18‬الصدر‪ /‬بث حول الولية ص‪ ،63 :‬أحد‬
‫تفاحة‪ /‬أصول الدين‪ :‬ص ‪.19 ،18‬‬
‫ف كتب الوضوعات عند أهل السنة روايات كثية من وضع الروافض ف هذا الباب )انظر ‪-‬مثل‪ :- ž‬الوضوعات لبن الوزي‪:‬‬ ‫‪38‬‬
‫‪ 1/338‬وما بعدها‪ ،‬الشوكان‪ /‬الفوائد الموعة ص ‪ 342‬وما بعدها‪ ،‬الكتان‪ /‬تنزيه الشريعة‪ 1/351 :‬وما بعدها‪ ،‬ولم وسائل‬
‫الطرق ومسالك ف الستدلل والحتجاج على أهل السنة كتبت عنها ف رسالت‪ :‬فكرة التقريب ص‪ 51 :‬وما بعدها‪.‬‬
‫ابن خلدون‪ /‬القدمة‪ ،2/527 :‬تقيق د‪ .‬علي عبد الواحد واف‪.‬‬ ‫‪39‬‬
‫آل عمران‪ ،‬آية‪.19 :‬‬ ‫‪40‬‬
‫آل عمران‪ ،‬آية‪.85 :‬‬ ‫‪41‬‬
‫يقول شيخ السلم ابن تيمية‪» :‬ففي خلفة أب بكر وعمر ل يكن أحد يسمى من الشيعة‪ ،‬ول تضاف الشيعة إل أحد«‪) .‬منهاج‬ ‫‪42‬‬
‫السنة‪ 2/64 :‬تقيق د‪ .‬ممد رشاد سال(‪.‬‬
‫أصل الشيعة‪ :‬ص ‪.48‬‬ ‫‪43‬‬
‫الشيعة ف التاريخ ص‪.40-39 :‬‬ ‫‪44‬‬
‫كقولم‪" :‬إن الزبي والقداد وسلمان حلقوا رؤوسهم ليقاتلوا أبا بكر‪) "..‬رجال الكشي رقم ‪ 210‬ص‪ .(133 :‬وأخبارهم ف هذا‬ ‫‪45‬‬
‫تل ملدات‪ ..‬ويلحظ ف الرواية السابقة‪ :‬أنم ذكروا الزبي‪ ،‬والزبي كان من حارب عليا‪ ž‬فيما بعد‪ ،‬ونسوا ذكر أب ذر‪ ،‬وعمار‪،‬‬
‫وآل البيت‪.‬‬
‫انظر‪ :‬ابن الثي‪ /‬أسد الغابة‪ ،4/64 :‬ابن حجر‪ /‬الصابة‪ ،2/506 :‬ابن عبد الب‪ /‬الستيعاب‪.2/473 :‬‬ ‫‪46‬‬
‫طبقات ابن سعد‪.4/87 :‬‬ ‫‪47‬‬
‫النية والمل ص‪.125 ،124 :‬‬ ‫‪48‬‬
‫الوشيعة ص‪ :‬مه‪.‬‬ ‫‪49‬‬
‫ابن الندي‪ /‬الفهرست ص‪.175 :‬‬ ‫‪50‬‬
‫الصلة بي التصوف والتشيع ص‪.18 :‬‬ ‫‪51‬‬
‫نشأة الفكر الفلسفي‪.2/32 :‬‬ ‫‪52‬‬
‫العب‪.171-3/107 :‬‬ ‫‪53‬‬
‫فجر السلم ص‪ ،266 :‬وانظر‪ :‬ضحى السلم‪ ،3/209 :‬وقال د‪ .‬علي الربوطلي‪" :‬ونن نرى أن التشيع بدأ بعد أن آلت‬ ‫‪54‬‬
‫اللفة إل أب بكر دون علي بن أب طالب" )السلم واللفة ص‪ .(62 :‬كما يقول بذا الرأي ممد عبد ال عنان )انظر‪:‬‬
‫تاريخ المعيات السرية ص‪.(13 :‬‬
‫انظر‪ :‬دائرة العارف السلمية‪.14/58 :‬‬ ‫‪55‬‬
‫ابن تيمية‪ /‬منهاج السنة‪.1/36 :‬‬ ‫‪56‬‬
‫الوين‪ /‬الرشاد ص‪.428 :‬‬ ‫‪57‬‬
‫الناشئ الكب‪ /‬مسائل المامة ص‪.15 :‬‬ ‫‪58‬‬
‫الفصل‪ ، 2/8 :‬وبثل قول ابن حزم هذا قال طائفة من العلماء والباحثي مثل‪ :‬الشيخ عثمان بن عبد ال النفي صاحب الفرق‬ ‫‪59‬‬
‫التفرقة بي أهل الزيغ والزندقة )انظر‪ :‬الفرق الفتقة ص ‪ (6:‬ومثل الستشرق‪ :‬فلهوزن )انظر‪ :‬الوارج والشيعة ص‪.(112 :‬‬
‫انظر ف ذلك‪ :‬اللطي‪ /‬التنبيه والرد ص‪ ،18 :‬الشعري‪ /‬مقالت السلميي‪ ،1/86 :‬البغدادي‪ /‬الفرق بي الفرق ص ‪،233‬‬ ‫‪60‬‬
‫الشهرستان‪ /‬اللل والنحل‪ ،1/174 :‬السفرايين‪ /‬التبصي ف الدين ص‪ ،72-71 :‬الرازي‪ /‬اعتقادات فرق السلمي ص‪،86 :‬‬
‫ابن الرتضى‪ /‬النية والمل ص‪ ،29 :‬ابن حجر‪ /‬لسان اليزان‪ ،3/289 :‬ابن عساكر‪ /‬تذيب تاريخ دمشق‪ ،7/431 :‬السمعان‪/‬‬
‫النساب‪ ،7/46 :‬ابن الثي‪ /‬اللباب‪ ،1/527 :‬القدسي‪ /‬البدء والتاريخ‪ ،5/129 :‬تاريخ الطبي‪ ،4/340 :‬ابن الثي‪/‬‬
‫الكامل‪ ،3/77 :‬ابن كثي‪ /‬البداية والنهاية‪ ،7/167 :‬ابن خلدون‪ /‬العب‪ ،2/160،161 :‬الطبي‪ /‬تبصي أول النهى الورقة )‬
‫‪) (14‬مطوط(‪ .‬ومن مصادر الشيعة‪ :‬الناشئ الكب‪ /‬مسائل المامة ص ‪ ،23-22‬القمي‪ /‬القالت والفرق ص‪ ،20 :‬النوبت‪/‬‬
‫فرق الشيعة ص‪ ،22 :‬وأورد الكشي عدة روايات ف ابن سبأ )رجال الكشي‪ ،‬انظر الروايات رقم‪،173 ،172 ،171-170 :‬‬
‫‪ ،174‬من ص ‪ ،(108-106‬ابن أب الديد‪ /‬شرح نج البلغة‪.2/308 :‬‬
‫انظر ‪ -‬مثل‪ : - ž‬ابن تيمية الذي يعتب ابن سبأ أول من أحدث القول بالعصمة لعلي‪ ،‬وبالنص عليه ف اللفة‪ ،‬وأنه أراد إفساد‬ ‫‪61‬‬
‫دين السلم‪ ،‬كما أفسد بولس دين النصارى )مموع فتاوى شيخ السلم ابن تيمية‪ /‬جع عبد الرحن بن قاسم‪ .(4/518 :‬وكذا‬
‫ابن الرتضى ف كتابه النية والمل ص‪ ،125 :‬ومن العاصرين ‪ -‬مثل‪ - ž‬أبو زهرة الذي ذكر أن عبد ال بن سبأ هو الطاغوت‬
‫الكب الذي كان على رأس الطوائف الناقمي على السلم الذين يكيدون لهله‪ ،‬وأنه قال برجعة علي‪ ،‬وأنه وصي ممد‪ ،‬ودعا إل‬
‫ذلك‪ .‬وذكر أبو زرهة أن فتنة ابن سبأ وزمرته كانت من أعظم الفت الت نبت ف ظلها الذهب الشيعي )انظر‪ :‬تاريخ الذاهب‬
‫السلمية‪ ،(33-1/31 :‬وسعيد الفغان الذي يرى أن ابن سبأ أحد أبطال جعية سرية )تلمودية( غايتها تقويض الدولة‬
‫السلمية‪ ،‬وأنا تعمل لساب دولة الروم )انظر‪ :‬عائشة والسياسة ص‪ ،(60 :‬وانظر‪ :‬القصيمي ف الصراع‪.1/41 :‬‬
‫‪ 62‬وهو‪ :‬مرتضى العسكري ف كتابه "عبد ال بن سبأ‪ "..‬ص‪ 35 :‬وما بعدها‪.‬‬
‫وهو‪ :‬علي الوردي ف كتابه )وعاظ السلطي( ص‪ ،274 :‬وقلده ف هذا الشيعي الخر‪ :‬مصطفى الشيب ف كتابه )الصلة بي‬ ‫‪63‬‬
‫التصوف والتشيع( ص‪ ، 41-40 :‬ويرى الستاذ علي البصري أن الوردي هذا مقلد للستاذ هدايت الوحكيم اللي أستاذ بامعة‬
‫لندن ف تلك الراء والذي نشرها ف كتابه‪" :‬تس إمام" أي‪ :‬المام الول‪ .‬وأن الوردي قام بنشر ترجتها تقريبا‪ ž‬ف كتابه "وعاظ‬
‫السلطي"‪) .‬انظر‪ :‬ملة الثقافة السلمية‪ /‬بغداد‪ /‬العدد )‪ ،(11‬السنة الول‪ ،‬مقال علي البصري بعنوان "من طلب الشهرة علي‬
‫الوردي"(‪.‬‬
‫من أبرز هذه الدراسات وأهها‪ :‬رسالة "عبد ال بن سبأ وأثره ف إحداث الفتنة" للدكتور‪ /‬سليمان العودة‪ ،‬وقد توفرت لديه أدلة‬ ‫‪64‬‬
‫قاطعة على وجود ابن سبأ وسعيه ف الفتنة‪ .‬وهذه دراسة جادة ومستوفية وقد ناقش الشككي والنكرين والقائلي أن ابن سبأ هو‬
‫عمار بن ياسر‪ ،‬وأثبت زيف هذه القوال بالجة والبهان‪.‬‬
‫وكذلك د‪ .‬عمار الطالب أثبت بطلن هذه القوال ف كتابه‪" :‬آراء الوارج" ص‪ .81– 74 :‬وللدكتور عزت عطية مناقشة لؤلء‬
‫وتزييف لقوالم ف كتابه "البدعة" ص‪ 64 :‬وما بعدها‪ .‬وقدم الدكتور سعدي الاشي ماضرة قيمة ف هذا الوضوع أثبت فيها‬
‫وجود ابن سبأ بالدلة من الفريقي )انظر‪ :‬ماضرات الامعة السلمية عام ‪1399-1398‬ه‪" :‬ابن سبأ حقيقة ل خيال" ص‪:‬‬
‫‪.(223-201‬‬
‫رجال النجاشي ص‪.126 :‬‬ ‫‪65‬‬
‫القالت والفرق ص‪.20 :‬‬ ‫‪66‬‬
‫القالت والفرق ص‪.20 :‬‬ ‫‪67‬‬
‫القالت والفرق ص‪.21 :‬‬ ‫‪68‬‬
‫انظر‪ :‬الطوسي‪ /‬الفهرست ص‪ ،105 :‬الردبيلي ‪ /‬جامع الرواة ‪.1/352 :‬‬ ‫‪69‬‬
‫انظر‪ :‬ابن بابويه القمي‪ /‬إكمال الدين ص‪.453-425 :‬‬ ‫‪70‬‬
‫انظر‪ :‬فرق الشيعة للنوبت ص‪.23-22 :‬‬ ‫‪71‬‬
‫انظر‪ :‬الطوسي‪ /‬الفهرست ص‪ ،75 :‬الردبيلي‪ /‬جامع الرواة ‪ ،1/228 :‬عباس القمي‪ /‬الكن واللقاب‪ ،1/148 :‬الائري‪/‬‬ ‫‪72‬‬
‫متقبس الثر‪.16/125 :‬‬
‫وهو عندهم "ثقة بصي بالخبار والرجال" )الطوسي‪ /‬الفهرست‪.(171 :‬‬ ‫‪73‬‬
‫رجال الكشي ص‪.305 ،108-106 :‬‬ ‫‪74‬‬
‫الصدر السابق‪ :‬ص‪.108 :‬‬ ‫‪75‬‬
‫الصدر السابق ص ‪.109-108 :‬‬ ‫‪76‬‬
‫وما نقلناه عن الكشي هو من تذهيب الطوسي واختياره؛ لن الصل – كما يقولون – مفقود ل يعرف له أثر‪) .‬انظر‪ :‬مقدمة‬ ‫‪77‬‬
‫رجال الكشي ص ‪ ،18-17‬يوسف البحران‪ /‬لؤلؤة البحرين ص‪.(403 :‬‬
‫لعل أقدم مصدر عند الشيعة تدث عن ابن سبأ والسبئية وهو كتاب‪ :‬مسائل المامة ص‪ 23-22 :‬لعبد ال الناشئ الكب‬ ‫‪78‬‬
‫)التوف سنة ‪293‬ه(‪) .‬راجع ترجته ف وفيات العيان‪ ،92-3/91 :‬أنباء الرواة‪.(129-2/128 :‬‬
‫ومن كتبهم ف الرجال الت جاءت على ذكر ابن سبأ‪ :‬الازندران‪ /‬منتهى القال )غي مرقم الصفحات(‪ ،‬الستاباذي‪ /‬منهج القال‬
‫ف تقيق أحوال الرجال ص‪ ،204-203 :‬الردبيلي‪ /‬جامع الرواة‪ ،1/485 :‬ابن داود اللي‪ /‬الرجال‪ ،2/71 :‬التستي‪/‬‬
‫قاموس الرجال‪ 5/461 :‬وما بعدها‪ ،‬رجال الطوسي ص‪.51 :‬‬
‫ومن كتبهم ف الديث والفقه الت جاء فيها ذكر ابن سبأ‪ :‬ابن بابويه القمي‪ /‬من ل يضره الفقيه‪ ،1/213 :‬الصال ص‪،628 :‬‬
‫الطوسي‪ ،‬تذيب الحكام‪ ،2/322 :‬اللسي‪ /‬بار النوار‪ 25/286 :‬وما بعدها‪.‬‬
‫انظر‪ :‬العلمي‪ /‬مقتبس الثر‪.21/230 :‬‬ ‫‪79‬‬
‫تنقيح القال‪.2/183 :‬‬ ‫‪80‬‬
‫الشيعة ف التاريخ ص‪.213 :‬‬ ‫‪81‬‬
‫متصر التحفة ص ‪.5 :‬‬ ‫‪82‬‬
‫‪Montgomery Watt, Islam and the Integration of Society p 104‬‬ ‫‪83‬‬
‫رودلف شتوتان من الستشرقي التخصصي ف الفرق ومذاهبها‪ ،‬وله عنها مباحث‪ .‬من آثاره‪ :‬الزيدية‪ ،‬وأربعة كتب إساعيلية‪.‬‬ ‫‪84‬‬
‫)انظر‪ :‬نيب العقيقي‪ /‬الستشرقون‪.(2/788 :‬‬
‫دائرة العارف السلمية‪.14/59 :‬‬ ‫‪85‬‬
‫انظر‪ :‬القمي‪ /‬القالت والفرق ص‪ ،21 :‬النوبت‪ /‬فرق الشيعة ص‪ ،23 :‬الناشئ الكب‪ /‬مسائل المامة ص‪،23-22 :‬‬ ‫‪86‬‬
‫الشعري‪ /‬مقالت السلميي‪ ،1/86 :‬اللطي‪ /‬التبيه والرد ص‪ ،18 :‬البغدادي‪ /‬الفرق بي الفرق ص‪ ،237 :‬السفرايين‪/‬‬
‫التبصي ف الدين ص‪ ،72 :‬الرازي‪ /‬مصل أفكار التقدمي والتأخرين ص‪ ،242 :‬البي ‪ /‬الواقف ص‪.419 :‬‬
‫قال ابن حجر‪ :‬السن بن ممد بن علي بن أب طالب‪ ،‬أبو ممد الدن ‪ ،‬وأبوه يعرف بابن النفية‪ .‬له رسالة ف الرجاء أخرجها‬ ‫‪87‬‬
‫ممد بن يي العدن ف كتاب اليان‪ .‬انظر تذيب التهذيب‪.2/32 :‬‬
‫رسالة الرجاء )ضمن كتاب اليان‪ ،‬لمد بن يي العدن ص ‪.(250-249‬‬ ‫‪88‬‬
‫وقد أخرج المام البخاري هذا الديث ف باب كتابة العلم )البخاري مع الفتح‪ (1/204 :‬وباب حرم الدينة )البخاري مع الفتح‬ ‫‪89‬‬
‫‪ (4/81‬وباب فكاك السي )‪ ،(6/167‬وباب ذمة السلمي وجوارهم )‪ (6/273‬وباب إث من عاهد ث غدر )‪-6/279‬‬
‫‪ (280‬وباب إث من تبأ من مواليه )‪ (42-12/41‬وباب العاقلة )‪ (12/246‬وباب ل يقتل مسلم بكافر )‪ ،(12/260‬وباب‬
‫ما يكره من التعمق والتنازع والغلو )‪ .(276-13/275‬وأخرجه مسلم ف باب فضل الدينة وبيان تريها )مسلم مع النووي‪:‬‬
‫‪ (144-9/143‬وكتاب الذبائح )مسلم مع النووي ‪ .(13/141‬وأخرجه النسائي )التب‪ .(8/19 :‬والتمذي )‪.(4/668‬‬
‫وأحد )السند‪.(1/100 :‬‬
‫فقد أمر بإحراق أولئك الذين ادعوا فيه اللوهية‪) .‬انظر‪ :‬ابن تيمية‪ /‬منهاج السنة‪ 1/219 :‬تقيق د‪ .‬ممد رشاد سال‪ ،‬فتح‬ ‫‪90‬‬
‫الباري‪ ،2/270 :‬اللطي‪ /‬التنبيه والرد ص‪ ،18 :‬السفرايين‪ /‬التبصي ف الدين‪ :‬ص ‪ .(70‬وأما السبابة الذين يسبون أبا بكر‬
‫وعمر فإن عليا‪ ž‬لا بلغه ذلك طلب ابن السوداء الذي بلغه ذلك عنه‪ ،‬وقيل‪ :‬إنه أراد قتله‪ ،‬فهرب منه‪ .‬وأما الفضلة الذين يفضلونه‬
‫على أب بكر وعمر فروي أنه قال‪" :‬ل أوتى بأحد يفضلن على أب بكر وعمر إل ضربته حد الفتي"‪) .‬منهاج السنة‪-1/219 :‬‬
‫‪.(220‬‬
‫وانظر عن البوذية )ممد سيد كيلن‪ /‬ذيل اللل والنحل ص ‪ ،31 ،26 ،13‬ممد أبو زهرة‪ /‬الديانات القدية ص‪ ،53 :‬سليمان‬ ‫‪91‬‬
‫مظهر‪ /‬قصة الديانات ص‪.(73 :‬‬
‫انظر‪ :‬القمي‪ /‬القالت والفرق ص‪ 20 :‬النوبت‪ /‬فرق الشيعة ص‪ ،22 :‬رجال الكشي ص‪.108 :‬‬ ‫‪92‬‬
‫عامر بن شراحيل بن عبد ذي كبار الشعب‪ ،‬راوية من التابعي‪ ،‬يضرب الثل بفظه‪) ،‬ت ‪102‬ه(‪) .‬تذيب التهذيب‪.(5/5 :‬‬ ‫‪93‬‬
‫رواه اللل ف كتابة السنة‪ ،‬قال مقق الكتاب‪ :‬إسناده ل يصح‪ ،‬لن فيه عبد الرحن بن مالك بن مغول متوك‪ ،‬ولكن المور‬ ‫‪94‬‬
‫الذكورة واقعة من الرافضة )السنة للخلل‪ ،(565-2/563 :‬وانظر‪ :‬منهاج السنة لبن تيمية‪ ،10-1/6 :‬الللكائي ف شرح‬
‫أصول اعتقاد أهل السنة‪) .‬انظر‪ :‬كاشف الغمة ف اعتقاد أهل السنة ص ‪ ،(611‬ابن الوزي‪ /‬الوضوعات‪ ،1/338 :‬ابن بكر‪/‬‬
‫التمهيد والبيان‪ :‬ص ‪) ،234-233‬القسم الخطوط(‪.‬‬
‫الفصل‪.5/37 :‬‬ ‫‪95‬‬
‫منهاج السنة‪.1/6 :‬‬ ‫‪96‬‬
‫من هؤلء الستاذ أحد أمي‪ ،‬حيث قال‪" :‬فاليهودية ظهرت ف التشيع بالقول بالرجعة‪ ،‬وقالت الشيعة‪ :‬إن النار مرمة على الشيعي‬ ‫‪97‬‬
‫ودة‪ .{ ž‬والنصرانية ظهرت ف التشيع ف قول بعضهم‪ :‬إن نسبة المام إل ال‬ ‫‪n‬ار إ‪l‬ل‪ n‬أ‪k‬ي‪ž n‬اما ‪n‬م ‪i‬ع ‪j‬د ‪k‬‬
‫إل قليل‪ ž‬كما قال اليهود‪} :‬ل‪k‬ن ت‪n kk‬سن‪k‬ا الن ‪j‬‬
‫كنسبة السيح إليه‪ "...‬انظر‪ :‬فجر السلم ص‪ ،276 :‬ويرى جولد تسيهر أن فكرة الرجعة تسربت إل التشيع من طريق الؤثرات‬
‫اليهودية والنصرانية )انظر‪ :‬العقيدة والشريعة ص ‪ .(215‬وكذلك يرى فريد لندر أن التشيع قد استمد أفكاره الرئيسة من اليهودية‪.‬‬
‫)انظر‪ :‬الصدر السابق‪ :‬ص ‪ 100‬وما بعدها(‪ ،‬ويقول فلهوزن بالصل اليهودي‪ ،‬ويشي إل بعض أوجه التشابه ف الفكار بي‬
‫اليهود والشيعة )أحزاب العارضة ص‪.(170 :‬‬
‫ابن حزم‪ /‬الفصل‪ ،2/273 :‬وانظر‪ :‬القريزي‪ /‬الطط‪.2/362 :‬‬ ‫‪98‬‬
‫انظر‪ :‬ممد أبو زهرة‪ /‬تاريخ الذاهب السلمية‪ ،1/37 :‬أحد أمي‪ /‬فجر السلم‪ :‬ص ‪ ،277‬عرفان عبد الميد‪ /‬دراسات ف‬ ‫‪99‬‬
‫الفرق‪ ،23 :‬فلهوزن‪ /‬أحزاب العارضة السياسية الدينية ف صدر السلم‪ :‬ص ‪ ،168‬فلوتن‪ /‬السيادة العربية‪ :‬ص ‪.76‬‬
‫ممد أبو زهرة‪ /‬تاريخ الذاهب السلمية‪.1/38 :‬‬ ‫‪100‬‬
‫انظر ف أن أم علي بن السي هي ابنة يزدجرد‪ :‬تاريخ اليعقوب‪ ،2/247 :‬صحيح الكاف‪ .1/53 :‬وانظر ف أثر ذلك‪ :‬سية‬ ‫‪101‬‬
‫الليثي‪ /‬الزندقة والشعوبية‪ :‬ص ‪ ،56‬عبد ال الغريب‪ /‬وجاء دور البوس‪ :‬ص ‪ ،77‬النشار‪ /‬نشأة الفكر الفلسفي‪ ،2/11 :‬عبد‬
‫الرزاق الصان‪ /‬الهدي والهدوية‪ :‬ص ‪ ،82‬رونلدسن‪ /‬عقيدة الشيعة‪ :‬ص ‪.101‬‬
‫لن لفاطمة أثرا‪ ž‬جيل‪ - ž‬كما يعتقدون ‪ -‬ف الكشف عن سرديس الوسي الذي استول على عرش الكيانيي‪ ،‬فكانت فاطمة‬ ‫‪102‬‬
‫بطلة‪ ،‬وكانت فاطمة مقدسة ‪ ،‬ولولها لا علم شيء من أمر سرديس الوسي هذا‪ ،‬ولولها لا دبر أبوها أوتانس وصحبه مؤامرة‬
‫عليه‪) .‬انظر‪ :‬عبد الرزاق الصان‪ /‬الهدي والهدوية‪ :‬ص ‪ ،84‬عن هيودوتس‪ ،2/462 :‬القدسي‪ /‬البدء والتاريخ‪،4/134 :‬‬
‫‪.(6/95‬‬
‫رجال الكشي‪ :‬ص ‪.15‬‬ ‫‪103‬‬
‫رجال الكشي‪.16 :‬‬ ‫‪104‬‬
‫رجال الكشي‪ :‬ص ‪.19‬‬ ‫‪105‬‬
‫رجال الكشي‪ :‬ص ‪.16‬‬ ‫‪106‬‬
‫رجال الكشي‪ :‬ص ‪.7-6‬‬ ‫‪107‬‬
‫مقالت السلميي‪.1/80 :‬‬ ‫‪108‬‬
‫انظر‪ :‬عباس القمي‪ /‬الكن واللقاب‪.2/55 :‬‬ ‫‪109‬‬
‫انظر‪ :‬النوار النعمانية‪.1/108 :‬‬ ‫‪110‬‬
‫انظر‪ :‬العلمي‪ /‬مقتبس الثر‪ ،203-29/202 :‬اللسي‪ /‬بار النوار‪ ،‬باب عمل يوم النيوز‪ ،98/419 :‬وانظر‪ :‬وسائل‬ ‫‪111‬‬
‫الشيعة‪ ،‬باب استحباب صوم يوم النيوز والغسل فيه‪ ،‬ولبس أنظف الثياب والطيب‪.7/346 :‬‬
‫انظر‪ :‬بار النوار‪.48/108 :‬‬ ‫‪112‬‬
‫انظر‪ :‬تاريخ الذاهب السلمية لب زهرة‪.1/37 :‬‬ ‫‪113‬‬
‫انظر‪ :‬العجم الفلسفي ص ‪ ،55‬التعريفات للجرجان‪ :‬ص ‪.93‬‬ ‫‪114‬‬
‫أما لفظ السم فإن للناس فيه أقوال‪ ž‬متعددة اصطلحا‪ ž‬غي معناه اللغوي‪ .‬انظر ف ذلك‪ :‬ابن تيمية‪ /‬التدمرية‪ :‬ص ‪33-32‬‬ ‫‪115‬‬
‫)ضمن مموع فتاوى شيخ السلم – ج‪ (‍3‬منهاج السنة‪ 2/97 :‬وما بعدها‪ 2/145 ،‬وما بعدها‪ ،‬درء تعارض العقل والنقل‪:‬‬
‫‪ ،119-1/118‬التعريفات للجرجان‪ :‬ص ‪.103‬‬
‫العجم الفلسفلي‪ :‬ص ‪.76‬‬ ‫‪116‬‬
‫الباهة‪ :‬هم النتسبون إل رجل مهم يقال له‪ :‬براهم )اللل والنحل ‪ (2/251 :‬أو‪ :‬برهام من ملوك الفرس )النية والمل‪ :‬ص‬ ‫‪117‬‬
‫‪ .(72‬يقرون بال‪ ،‬ويحدون الرسل‪ ..‬وهم فرق متلفة )انظر نفس الوضع من الصدرين السابقي(‪.‬‬
‫الوس‪ :‬هم عبدة النار‪ ،‬ويقولون بأصلي؛ أحدها‪ :‬النور‪ ،‬والخر‪ :‬الظلمة‪ .‬والنور أزل‪ ،‬والظلمة مدثة‪ .‬ومسائل الوس كلها تدور‬ ‫‪118‬‬
‫على قاعدتي‪ ،‬إحداها‪ :‬بيان سبب امتزاج النور بالظلمة‪ ،‬والثانية‪ :‬بيان سبب خلص النور من الظلمة‪ ،‬وجعلوا المتزاج مبدأ‪،‬‬
‫واللص معادا‪) .ž‬انظر‪ :‬اللل والنحل‪ 1/232 :‬وما بعدها‪ ،‬الرازي‪ /‬اعتقادات فرق السلمي والشركي ص ‪ ،134‬وانظر‪ :‬أخبار‬
‫أمم الوس‪ /‬الكسندر سيبيل(‪.‬‬
‫فجر السلم‪ :‬ص ‪.277‬‬ ‫‪119‬‬
‫الانوية‪ :‬أصحاب مان بن فاتك‪ ،‬كان ف الصل موسيا‪ ،ž‬ث أحدث دينا‪ ž‬بي الوسية والنصرانية‪ ،‬وقد خالفته الوس وسعت ف‬ ‫‪120‬‬
‫قتله‪ ،‬حت قتله برام بن هرمز بن سابور وذلك بعد عيسى ‪ -‬عليه السلم ‪ -‬وبقي مذهبه ف أتباعه‪ .‬والانوية يقولون بالصلي‪:‬‬
‫النور والظلمة‪ ،‬وأن العال صدر عنهما‪ ،‬وأن النور خي من الظلمة وهو الله المود‪) .‬انظر‪ :‬اللل والنحل‪ 1/244 :‬وما بعدها‪،‬‬
‫النية والمل‪ :‬ص ‪ ،60‬شرح الطحاوية‪ :‬ص ‪ ،18‬الرازي‪ /‬اعتقادات فرق السلمي والشركي‪ :‬ص ‪.(138‬‬
‫فلوتن‪ /‬السيادة العربية‪ :‬ص ‪.84-83‬‬ ‫‪121‬‬
‫انظر‪ :‬متصر التحفة ص ‪ 298‬وما بعدها‪.‬‬ ‫‪122‬‬
‫انظر‪ :‬بركات عبد الفتاح‪ /‬الواحدانية‪ :‬ص ‪.125‬‬ ‫‪123‬‬
‫منهاج السنة‪ ،4/147 :‬وانظر الحاديث ف ذلك ف‪ :‬صحيح البخاري‪ ،‬كتاب العتصام بالسنة‪ ،‬باب قول النب صلى ال عليه‬ ‫‪124‬‬
‫وسلم‪" :‬لتتبعن سنن من كان قبلكم"‪ ،8/151 :‬وف صحيح مسلم‪ ،‬كتاب العلم‪ ،‬باب قول النب صلى ال عليه وسلم‪" :‬لتتبعن‬
‫سنن من كان قبلكم" رقم )‪ ،(2669‬السند ‪.527 ،511-2/450‬‬