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CATALOGUE GÉNÉRAL

DES

ANTIQUITÉS ÉGYPTIENNES
DU MUSÉE DU CAIRE

STATUEN UND STATUETTEN VON


KÖNIGEN UND PRIVATLEUTEN
SERVICE DES ANTIQUITÉS DE L'ÉGYPTE

CATALOGUE GÉNÉRAL
DES

ANTIQUITÉS ÉGYPTIENNES
DU MUSÉE DU CAIRE

N o s 1-1294

STATUEN UND STATUETTEN VON


KÖNIGEN UND PRIVATLEUTEN
VON LUDWIG BORCHARDT

TEIL 1

BERLIN
REICHSDRUCKEREI
1911
STATUEN UND STATUETTEN VON
KÖNIGEN UND PRIVATLEUTEN
IM MUSEUM VON KAIRO

NR. 1 - 1 2 9 4

VON LUDWIG BORCHARDT

TEIL 1

T E X T U N D T A F E L N Z U NR. 1 - 3 8 0

BERLIN
REICHSDRUCKEREI
1911
CATALOGUE GÉNÉRAL
DES

ANTIQUITÉS ÉGYPTIENNES
DU MUSÉE DU CAIRE.
«g» :

Nr. 1 — 3 8 0 .

STATUEN UND STATUETTEN


VON KÖNIGEN UND PRIVATLEUTEN.

TEIL 1.
Begonnen am 2. Dezember 1896.

1. Statue des =5=^*^. (?), kniend. — Rotbunter Hornblendegranit von


A b b .
besonders dunkler Färbung. — Höhe: 0,39 m. — 1 8 8 8 in Mitrahinneh
gefunden. Dyn. 3').
HALTUNG. Geradeausblickend. Beide Unterschenkel untergeschlagen. Die Füße
berühren den Boden mit der Unterseite der Zehen. Die geöffneten Hände liegen
mit den Handflächen auf den Oberschenkeln. — Fußbrett viereckig, flach.
TRACHT. Kleine, die Ohren ganz verdeckende Lockenperücke, ohne genauere
Detaillierung der einzelnen Löckchen, die in konzentrischen Kreisen um den
W i r b e l stehen: fttCO. Kurzer, bis zu den Knien reichender glatter Schurz
1 1 1 1 1
mit Andeutung " des Gürtels oder Umschlages auf der Rückseite.
t

FARBEN. Keine Spuren.


2
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett in erhabenen, altertümlichen H i e r o g l y p h e n ) : m—>
Hinten auf der r. Schulter in vertieften
Linien und in besserer Schrift: »—>-

Lies

') Datier H i l g e n , welche nach Inschriften, I undumständen oder aus ähnlichen Gründen als ge­
sichert zu betrachten sind, sind fett gedruckt. Die übrigen beruhen auf Schätzungen auf meist
stilistischer Grundlage.
2
) Die Pfeile bei Inschriften zeigen die Richtung an, n a c h d e r im Original die Hieroglyphen sehen.

1
2 CATALOGUE D U M U S E E D U CAIRE.

Die beiden eben erwähnten Inschriften nach Gipsabgüssen:

TECHNIK. Bearbeitung der Flächen leidlich gut. Arme und Beine nicht frei. Füße
ganz roh. Hände ohne Angabe der Nägel.
KUNSTWERT. Altertümlich ungeschickte Arbeit. Kopf zu groß, Gesicht breit, Hände
J
besonders ungeschickt, Augen ohne Schminkstreifen ).
ERHALTUNG. Nasenspitze beschädigt; 1. hintere Ecke, des Fußbretts desgleichen.
VERZEICHNISSE U. VERÖFFENTLICHUNGEN: Kat. 1892 [GRKBAUT] Nr. 6161 S. 3 1 ; Kat. 1S95 Nr. 1 ;
Musée égyptien 1.1 pl. 13.

2. Bruchstück der Statue des Ti=^ (?), sitzend. — Rotbunter Hornblende-


Abb
- granit. — Höhe: 0,275 m. Dvn. 4.
HALTUNG. Die r. Hand liegt mit der Handfläche auf dem r.
Oberschenkel. Beine und Füße eng geschlossen. — Der
2
Sitz ) ist auf allen vier Seiten skulptiert, und zwar wie
nebenstehend angegeben:
TRACHT. Glatter, bis zu den Knien reichender Schurz mit ab­
3
gerundetem ) Überschlag vorn.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Auf der 1. Seite oben auf dem Fußbrett in erhabenen, roh ge­
arbeiteten Hieroglyphen (schwer lesbar): m—>- Auf der Vorderseite des
Fußbrettes:

') Bei Statuen des alten Reichs fehlen die Schminkstreifen ( x ) ~t^gg=SL > wenn nichts Be­
1
sonderes im Text darüber gesagt ist.

3
) Die Abrundung des Uberschlags wird durch die daraufliegende Hand unterbrochen, die beiden
Teile der Abrundung hat der Künstler aber nicht nach einer einheitlichen Linie gebildet.
STATUEN UND STATUETTEN. 3

Die beiden soeben erwähnten Inschriften nach Gipsabgüssen, und zwar


rechts nach positiven, links nach negativen Abdrücken:

TECHNIK. Flächenbearbeitung mangelhaft. Trennung der Beine und Füße nur wenig
angedeutet. Nägel nur an den großen Zehen angegeben.
KUNSTWERT. Altertümlich ungeschickt.
ERHALTUNG. Der Oberkörper fehlt ganz. L. Vorderecke des Fußbretts schon vor
Herstellung der Inschrift abgebrochen.

3. Bemalte Statue des _, sitzend'). — Weißer Kalkstein. — Höhe:


1,20 m. — Meidmn, Dezember 1871. Dyn. 4.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die R. hält er geballt etwas unter der 1. Brust. Die
1. Faust liegt aufrecht leicht am 1. Oberschenkel an. Die Beine berühren sich
an Knien und Waden. — Der Sitz ist ein einfacher Würfel. Breiter, bis zur
Scheitelhöhe reichender Kückenpfeiler. Vorn schwach abgerundetes Fußbrett.
TRACHT. Eignes, nicht ganz kurzgeschnittenes Haar ohne Detaillierung. Kleiner
Schnurrbart. Um den Hals an einer weißen Schnur eine grünliche Perle
und ein graues Amulett (?): y ^ (ilatter, weißer, bis zu den Knien
reichender Schurz, dessen *t**yi=*^™ ]j aumartii''er Umschlag- nicht
0 e r e r S

) -fgrau ° °

besonders angegeben ist. j Das vordere, etwas zurückgeschlagene

') Mit Nr. 4 zusammengehörig. Dieselbe Haltung s. Nr. 91. 1*


4 CATALOGUE D U M U S É E D U CAIRE.

Ende und der unter dem Nabel eingestopfte Zipfel sind in Relief ohne _ . . r -
l
farbige Konturen vorn auf dem Oberteile des Schurzes angegeben ): / / 3

2
FARBEN. Haare schwarz; Augen eingesetzt ); das Weiße aus Alabaster oder
Knochen (?), die Iris aus Bergkristall, anscheinend mit irgend etwas Bräun-
lichem hinterlegt, das Schwarze ein hinter dem Bergkristall steckender dunkel-
brauner Holzstift (?). Die Wimpern scheinen aus Metall, wohl Kupfer, zu sein,
da das Weiße an den Bändern wie von Grünspan gefärbt ist. Die Augenwinkel
sind schwach rötlich. Die Brauen schwarz. Hautfarbe gelbbraun. Lippen des-
gleichen. Schnurrbart grauschwarz wie das Amulett. Brustwarzen schwärz!ich.
Nägel weißlich. Schurz, Sitz, Rückenpfeiler und die Vorderseite der Stellen
3
zwischen den Armen und dem Körper ) weiß. Auf der Rückseite haben diese
Stellen die Farbe der Haut, sind auch im Relief nicht konturiert. Oberseite des
4
Fußbretts schwarz, Spuren davon auch auf der oberen Hälfte der Vorderseite ).
INSCHRIFTEN. Auf dem Rückenpfeiler neben dem Kopf Inschriftzeilen in vertieften,
5
scharf geschnittenen, schwarz ausgemalten Hieroglyphen ). Rechts neben dem
Kopf: Links:

TECHNIK. Oberflächenbehandlung von hoher Vollendung. Der Zwischenraum zwischen


den Unterschenkeln ist tief ausgearbeitet, die Zehen sind voneinander getrennt,
Mittelfußknochen durchmodelliert, Nägel an Händen und Füßen angegeben, aber
ohne Modellierung der Nagelliaut. Die einzelnen Finger trennen sich gut von-
einander, der Hohlraum in der Faust tief ausgearbeitet. Die Ohrmuscheln innen
nur roh ausgeführt. Die Arme hängen mit dem Körper durch Steinstege zu-
sammen, ebenso der Kopf mit dem Rückenpfeiler.
KUNSTWERT. Äußerst sorgfältige Arbeit von hohem Kunstwert.
ERHALTUNG. Vollständig, nur an einigen Stellen im Haar, am Kinn, auf der 1. Brust,
am 1. Arm, r Oberarm und r. Knie ist die Farbe etwas abgescheuert oder ab-
geblättert. Das Fußbrett ist an der unteren Hälfte der Vorderseite unbearbeitet;
desgleichen ist ein Teil der 1. Seite des Sitzes nicht glatt bearbeitet oder nach-
träglich beschädigt").

So zu ergänzen: Vgl. Nr. 34 usw.

2
) Die Materialien der Augen konnten nicht näher untersucht werden, da der Glaskasten, in
dem Nr. 3 u. 4 im Jahre 1896 standen, zu schwierig zu öffnen war.
3
) Im folgenden sind derartige Stellen »Freie Räume« genannt.
4
) Auf der Rückseite, etwa 0,66 m von oben, ein horizontaler, etwa 3 — 4 mm starker roter Strich.
5
) Durch die weiße Tünche des Rückenpfeilers sieht man schwach die schwarzen Linien für
die Aufzeichnung der Hieroglyphen durch.
6
) Vgl. MAR., Mast. S. 483 Z. 10ff".: . . . quand on s'aperçut que l'ouverture du couloir était si
étroite les deux statues furent diminuées de quelque centimètres . . . .
STATUEN UND STATUETTEN. 5

VERZ. и. V E R O F F . : Kat. M A R . N r . 9 7 3 S. 293 ; Kat. M A S P . S. 221 N r . 1 0 5 0 ; Kat. 1892 [GHÉBAUT]


N r . 1 0 5 0 S. 2 9 ; Kat. 1895 Nr. 6 ; MAR., Mon. div. Taf. 2 0 ; M A R . , Mast. H 5 S. 478ff. u.
487; M A R . , Voyage dans la Haute Egypte t. 1 pl. 1 6 ; MASP., Hist. anc. 1895 T. 1 S. 3 4 7 ;
M A S P . , Archéol. S. 2 1 4 ; Лес. 8, 6 9 .

4. Bemalte Statue der J F E J , sitzend. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


Abb
1,18 m. — Mit Nr. 3 zusammengefunden. . Dyn. 4.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die Arme sind von dem Obergewand verhüllt. Die
Unterarme liegen unter der Brust dicht am Körper an, der r. über dem 1. Nur
die r. Hand sieht aus dem Gewand heraus und liegt mit der Handfläche unter
der 1. Brust. Die aneinander geschlossenen Beine sind gleichfalls völlig vom
Obergewand umhüllt, nur die Füße sind frei. — Sitz und Rückenpfeiler Avie b e i
Nr. 3 , nur endet das Fußbrett vorn gerade. Von der 1. Seite des Sitzes ist ein
nach vorn breiter werdendes Stück abgearbeitet.
TRACHT. Dichte, gescheitelte, bis auf die Schultern herabfallende Strähnen­
perücke, welche die Ohren völlig bedeckt. Die Haarsträhnen sind wie
nebenstehend skizziert detailliert. Auf der Stirn tritt das eigne, fast
bis an die Augenbrauen gehende, gleichfalls gescheitelte Haar unter der
Perücke hervor. Um den Kopf ein weißes Band mit aufgemaltem, farbigem
Rosetten- und Kelchornament:
Mitte

w = weiß s = schwarz r = rot gr = grän rK — rote Kontur s K = schwarze Kontur gib = : graublau

Um den Hals ein breites farbiges Halsband wie neben­


stehend. Unter dem, den ganzen Körper einhüllenden
Obergewand, das von den Schultern aus vorn mit spitzem
Ausschnitt zusammengenommen ist, sehen die weißen Trage­
bänder (r. K.) des üblichen, von der Taille bis fast zu den
Knöcheln reichenden, engen Frauengewandes hervor.
FARBEN. Haare und Augen wie bei N r . 3 . Hautfarbe gelb,
1
Lippen desgleichen. Nägel weiß. Gewänder, Sitz und Rückenpfeiler ) weiß.
Oberseite, Vorderseite und die Streifen rechts am Fußbrett schwarz.
2
INSCHRIFTEN. An denselben Stellen und in derselben Ausführung wie bei Nr. 3 ) :
Rechts und links gleich.
TECHNIK. Ganz wie bei Nr. 3 . Zwischen den Füßen tief ausgearbeitet,
Zehen frei usw. Mittelfußknochen jedoch etwas weniger durchmodelliert.
KUNST WERT. W i e Nr. 3 .

ERHALTUNG. Vollständig. Nur an den Knien, am 1. Oberarm und an


der Vorderseite des Stirnbandes geringe Beschädigungen der Farben.
:
) Auf der Rückseite zeigt sich links (von der Statue aus gerechnet) ein etwa 0,20 m langes
Stück eines roten horizontalen Striches in derselben Höhe w i e bei Nr. 3 .
2
) Die Linien der Aufzeichnung sind nur sehr schwach zu sehen.
I) CATALOGUE D U M U S LE D U CAIRE.

Die Erhaltung bzw. Bearbeitung des Fußbretts und des Sitzes entspricht der bei
Nr. 3 ' ) . Von der 1. hinteren Pxke des Thrones war ein großes Stück Stein aus­
gebrochen, ist aber wieder passend eingesetzt.
Kat. M A R . Nr.973 S . 2 0 3 ; Kat. M A S P . S.221 Nr. 1050; Kat. 1892 [ G R E B A U T ]
V E R Z . U. V E R Ö F F . :
Nr. 1050 S. 2 9 ; KatAW'> Nr. 6; MAR., Mon. div. Tai'. 2 0 ; MAR., Mast. H 5 S. 478 ff', u. 4 8 7 ;
MAR., Voyage de la Haute Egypte 1.1 pl. 16; MASP., Hist. anc. 1895 T. 1 S. 3 6 3 / 6 4 ; MASP.,
Archeol. S. 215.

5. Bemalte Statue eines Mannes, stehend. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


Abb
- 0,555 m. — Sile (Faijuin), November 1888; aus unerlaubten Aus­
2
grabungen beschlagnahmt ). Vor Dyn. C>.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die Arme hängen am Körper herab, die Hände sind
geballt. Rechtes Bein Standbein, linkes vorgesetzt. — Fußbrett rechteckig.
3
Schmaler ) Rückenpfeiler bis zum Beginn der Schulterblätter.
TRACHT. Die Ohren verdeckende, kurzgehaltene Lockenperücke. Schnurrbart, von
dem jedoch nur geringe Farbenspuren erhalten sind, ebenso wie vom Halskragen.
Kurzer, bis zu den Knien reichender glatter Schurz. Angabe des Gürtels fehlt
heute, nur ein vorn über dem Schurz nach oben hervorstehender Zipfel an­
4
gegeben ).
FARBEN. Haare, Augenlider, Brauen, Schnurrbart schwarz; Hautfarbe rotbraun;
Schurz weiß. Fußbrett. Rückenpfeiler, der freie Raum zwischen diesem und dem
vorgesetzten Bein, sowie zwischen Armen und Körper schwarz.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Roh. Nägel angegeben. Der vorgesetzte F u ß mit dem M/M
Rückenpfeiler verbunden. Hohlräume der Fäuste wie nebenstehend. t t t
KUNSTWERT. Unbeholfne, rohe Arbeit. Der Körper liegt nach H a
» d
HoM- Daumen
, . räum
hinten über. Gesicht unförmig.
4
ERHALTUNG. Nur Spuren der Farben noch vorhanden ). Auch ist die Oberfläche
des Steines an vielen Stellen stark durch Salz (?) angegriffen. Unter der 1. Brust
ein Stück herausgeschlagen. Auf der r. Seite des Rückenpfeilers sitzt an meh­
reren Stellen noch fest anhaftende Erde.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 2 8 6 8 2 ; Kat. 1892 [GREBAUT] Nr. 6 1 7 3 u. 6 2 2 6 .

6. Bemalte Gruppe, Mann und Frau, stehend. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


Abb
- 0,705 m. — Sile (Faijum), November 1888; aus unerlaubten Aus­
5
grabungen beschlagnahmt ). Vor Dyn. 6.
HALTUNG. Der Mann rechts, geradeausblickend. Arme herabhängend, Hände ge­
ballt. Rechtes Bein Standbein, linkes vorgesetzt.
1
) Siehe Anmerkung 6 zu Nr. 3 .
2
) Ebendaher Nr. 6.
3
) Schmaler Rückenpfeiler bedeutet hier und im folgenden: schmaler als die Figur; breiter
Rückenpfeiler: breiter als die Figur, also von vorn sichtbar.
4
) Die Gruppe hat anscheinend im Wasser gelegen, siehe die Wasserlinien auf der Brust des
Mannes.
5
) Siehe auch Nr. 5.
STATUEN UND STATUETTEN. 7

Die Frau links, geradeausblickend. Linker Arm herabhängend. Die Hand­


fläche am Obersehenkel. Der r. Arm umfaßt den Mann, die Handfläche liegt
an der r. Schulter desselben. Die Füße stehen fast dicht geschlossen. — Fuß­
brett rechteckig: schmaler Rückenpfeiler wie bei Nr. 5 .
TRACHT. Der Mann: Kleine Lockenperücke, die Ohren verdeckend. Kleiner dünner
Schnurrbart. Zweireihiger Halskragen. Kurzer Schurz mit abge­
rundetem Überschlag, Gürtel und daraus hervorsehendem Zipfel, wie
nebenstehend.
Die Frau: Dichte, gescheitelte, bis auf die Schultern fallende
Strähnenperücke; das eigne Haar ist nicht zu sehen. Die einzelnen
Strähnen sind nicht weiter detailliert: Halskragen breiter als
beim Manne. Enges Frauengewand von unter den
Brüsten bis fast zu den Fußknöcheln. Spuren der Trag- • • •
bänder und des Netzmusters') auf dem Kleide (s. Skizze ' '
6
liierneben).
FARBEN. Der Mann: Haare, Augenwimpern und Brauen, Pupille, Schnurrbart
schwarz. Hautfarbe, auch Nägel und Lippen, rotbraun. Farben des Hals­
kragens nicht mehr zu bestimmen, nur einige schwarze Linien noch sichtbar.
Schurz weiß.
Die Frau: Entsprechend, nur mit gelber Hautfarbe. — Fußbrett. Rücken­
pfeiler und die freien Räume schwarz.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei Nr. 5. Der Raum zwischen den Füßen der Frau nur wenig:
ausgetieft.
KUNST WERT. W i e Nr. 5.
ERHALTUNG. Desgleichen, jedoch etwas mehr Farbspuren. Am Fußbrett und an
der r. Hand des Mannes feste Erdreste.
V E R Z . v. V E R Ö F F . : Journal Nr. 2 8 6 8 1 ; JTa*.1892 [GREBAUT] Nr. 6171 S . 32.

7. Bemalte Statue des PQ, Stehend. — Weißer Kalkstein. — Höhe: 1,10 m.


Abb. — Saqqara (nach dem Zettel am Sockel). Dyn. 5 .
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme herabhängend, Hände geballt, 1. Fuß vor­
gesetzt, r. Bein Standbein. — Rechteckiges Fußbrett, vorn etwas ab­
gerundet. Breiter, nach oben schmaler werdender Rückenpfeiler bis zur
Schulterhöhe.
TRACHT. Große, gescheitelte, bis auf die Schultern
reichende Strähnenperücke ohne weitere Detaillie­
rung. Die vorderen Strähnen legen sich hinter
die Schultern. Die Ohren sehen zum Teil aus der
Perücke hervor. Kurzer, bis zu den Knien reichender
Schurz mit abgerundetem, gefälteltem Überschlag,
oben durch den breiten Gürtel gezogenen Zipfel.
Der Knoten des Gürtels ist schematisch angegeben.

') Vgl. ÄZ. 1899, S. 8 1 . Die Earbe der langen Perlen des Netzes hat liier nicht gehalten,
nur die der runden Perlen an den Knotenpunkten hat Spuren hinterlassen.
8 CATALOGUE D U M U S E E D U САIRЕ.

FARBEN. Nur Spuren, und zwar: Perücke, die reliefierten Augenbrauen und
Wimpern schwarz; Pupillen rotbraun; Augenwinkel rötlich.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett vor dem r. Fuß in gut gezeichneten, vertieften,
detaillierten Hieroglyphen: »—>

TECHNIK. Nägel mit Nagelhaut angegeben. Die Höhlungen in


den Händen sind nach nebenstehendem Querschnitt dargestellt.
Arme und Hände nicht frei gearbeitet, sondern mit dem Körper
durch glatte Steinstege verbunden. Zehen nicht ganz frei. Hand Hohl- Daumen
2
Abgesprungene Stücke des Steins waren durch Stuck ergänzt ).
KUNST WERT. Sorgfältige Arbeit. Figur etwas breitschulterig, sonst wohlproportioniert.
ERHALTUNG. Vollständig bis auf zwei Stellen an der r. Hinterkante des Rücken-
2
pfeilers, wo der alte Stuck abgefallen ist und die rot angestrichenen ) Bruch­
flächen wieder zu sehen sind.
V E R Z . U. V E R Ö F F . : Kat. M A S P . Zettel 9 8 9 ; Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT] Nr. 9 8 9 S . 3 5 ; Kat. 1 8 9 5 N r . 2 1 .

8. Bemalte Statue eines Mannes, sitzend. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


Abb
- 0,68 m. — Saqqara (nach dem Zettel am Sockel). Dyn. 5 .
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust liegt auf dem r. Oberschenkel, die 1.
Handfläche auf dem 1. Die Unterschenkel stehen an den Kniegelenken etwas
weiter von einander ab als an den Fußgelenken. — Der Sitz ist ein einfacher,
würfelförmiger Klotz. Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Große, gescheitelte, bis auf die Schultern reichende
Strähnenperücke, ohne weitere Detaillierung. Die Enden der
3
Strähnen berühren die Oberfläche der Schultern ). Die Ohren
sehen halb heraus. Spuren eines Halskragens. Kurzer, bis
an die Knie reichender Schurz mit abgerundetem, gefälteltem
Überschlag, durchgezogenem Zipfel und Gürtel mit Knoten.
Die Fältelung greift noch etwas auf die Rückseite des Schurzes
herum. Vorn unter den Knien sieht man die in Relief dar­
gestellte hintere Unterkante des Schurzes zwischen den Beinen
hervorkommen.
FARBEN. Nur Spuren. Perücke schwarz. Haut rotbraun. Halskragen von heller,
nicht zu bestimmender Farbe. Schurz weiß. Sitz rot mit schwarzen Tupfen, als
Granit gemalt. Der freie Raum zwischen Armen und Körper hat den Ton der Haut.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Rückenpfeiler fehlt. Nägel mit Nagelhaut. Hohlraum der Faust halb­
kugelig dargestellt. Zwischen den Unterschenkeln nicht viel ausgearbeitet. Zehen
nicht ganz voneinander gelöst. Arme mit dem Körper verbunden.
KUNSTWERT. Steif. Oberkörper zu lang.
ERHALTUNG. Bis auf die Farben gut. Linke hintere Ecke des Sitzes bestoßen.

') Vgl. Nr. 5 , w o der »Hohlraum« nicht so stark hervortritt.


2
) Der alte Künstler bezeichnete diese zu ergänzenden Stellen dadurch, daß er rote Striche
auf die Bruchflächen inachte. (Vgl. Nr. 1 8 . )
3
) Vgl. dagegen Nr. 7.
STATUEN UND STATUETTEN. 9
9. Bruchstück einer Statue des (p^ "j, Sitzend. — Grauer Diorit mit hell­
grauen, auch mit schwarzen Flecken und weißen Adern. — Höhe:
1
1,12 m über dem Sockel ). — Im Brunnen im Torhau des Toten­
)e se e u m
tempels des ( o ^ ^ J ' * ^"* g ' d e n 1860. Dyn. 4.
HALTUNG. Die r. Faust stand auf dem r. Oberschenkel, die 1. Handfläche liegt auf
dem 1. Die Unterschenkel berühren sich mit den Waden und stehen oben ganz
wenig mehr auseinander als unten. — Der Sitz ist ein Thron mit Löwen­
seiten, welche auf
kleinen Untersätzen
stehen. JedesVorder-
bein des Throns ist
ein Löwenvorderteil
mit Kopf und zwei
Füßen. Die Mäh­
nen der Löwenköpfe
sind gescheitelt und
fallen von hinter den
Ohren vor in zwei
Zöpfen auf die Brust
2
des Löwen herab ).
Die Hinterbeine des
Thrones stellen Lö­
wenhinterfüße dar,
sind jedoch nur im
Relief an den Thron­
seiten angegeben.
Das Sitzbrett des
Throns ist durch
zwei Linien an je­
der Seite bezeichnet.
Zwischen den Lö­
wenfüßen an jeder Thronseite ein ^ - Z e i c h e n mit den darumgebundenen Wappen­
pflanzen von Ober- und Unterägypten in hohem Belief. Das "Y-Zeichen hat
ungleich geteiltes unteres Glied (Lunge), horizontal geripptes Mittelglied (Luft­
röhre), das nicht ganz durch das untere Stück hindurchgeht, und unter dem
viereckigen Kopf ein palmenartiges Oberglied. Die Nordpflanze hat die Form
des Papyrus mit Angabe der Kopf blättchen. Sie wächst aus einer Anzahl von
Fußblättern hervor. Die drei Stengel der Südpflanze sind wie durch drei Bänder
zusammengebunden. Die Blüten haben eine später nicht mehr übliche, drei­
blättrige, palmenartige Form. Breiter, bis zu den Schulterblättern reichender
Rückenpfeiler, auf dem nach 1. sehend ein Falke mit geschlossenen Flügeln saß.
TRACHT. Die gefältelten Enden einer Königshaube auf der Brust. Gefältelter Königs-
schurz, mit vorn übereinandergelegten (1. über r.) abgerundeten Enden und dar-

') Nach Art der üblichen großen Frauenperücke.


2
) Die Statue ist etwas in den Holzsockel eingelassen; wieviel, ist zur Zeit (1896) nicht meßbar.
10 CATALOGUE D U MUSÉE D U CAIRE.

unterliegendem, beiderseits geschweiftem Mittelstück. Der bei Königen zu dieser


Tracht gehörige Löwenschwanz ist nicht angegeben. Die Rechte hielt einen
zusammengelegten Lappen.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Auf der Hinterseite des Rückenpfeilers, von oben bis zur
Mitte des Sitzes reichend, in großen, vertieften Hieroglyphen:
TECHNIK. Fein polierte Oberfläche. Nägel ohne Nagelhaut. Arme mit
dem Körper verbunden. Zwischen den Unterschenkeln nicht sehr
tief ausgearbeitet.
KUNSTWERT. Sorgfältige Arbeit. Keine auffallenden Proportionsfehler. Hand un­
geschickt.
ERHALTUNG. Kopf fehlt, desgleichen der ehemals dahinter sitzende Falke, bis auf
Füße und Hinterleib. R. Unterarm und Faust fehlen. L. Unterschenkel außen
beschädigt. Füße mit Fußbrett fehlen. R. Löwenkopf am Thron, im Gesicht
beschädigt. Vom Rückenpfeiler fast die 1. Hälfte und die r. obere Ecke ab­
geschlagen.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT] Zettel 6 1 7 5 ; M A R . , Serapeum S. 9 8 , 5°.

10. Bruchstück einer Statue des f o j f *]|, sitzend. — Material wie bei vor.
Nr., doch etwas dunkler infolge zahlreicheren Auftretens von schwar­
zen Flecken. — Höhe: 1,20 m über dem Holzsockel. — Herkunft
wie bei vor. Nr. Dyn. 4.
HALTUNG. Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die 1. Handfläche liegt auf
dem 1. Die Unterschenkel berühren sich nicht mit den Waden und stehen
vertikal. — Der Sitz ist ein ein­
facher Würfel, hinten wenig
höher als vorn, dessen Seiten-
und Hinterflächen in hohem
Relief das "V-Zeichen mit den
darumgebundenen Wappen­
pflanzen zeigen. Rechts:'V-Zei-
chen mit ungegliedertem Unter­
teil, nicht geripptem, durch das
Unterglied (Lunge) hindurch­
gehenden Stil (Luftröhre) ohne
Pflanzenornament unter dem
viereckigen Kopf. Nordpflanze:
Papyrus, jedoch ohne Kopf-
blättchen aus Fußblättern her­
vorwachsend. Südpflanze: pal­
menartig, unten dreifach ge­
bunden. Links: das gleiche
Ornament, jedoch anscheinend
STATUEN U N D STATUETTEN. 11

noch etwas unfertig. Hinten: dasselbe Ornament, jedoch tritt hier als Süd-
pflanze das ^.-Zeichen auf: auch dieses Ornament ist anscheinend unfertig. Vorn
an den Ecken schwach gerundetes Fußbrett.
TRACHT. Ganz wie Nr. 9 . Auf dem Rücken der gerippte Zopf der Königs­
haube erhalten (s. Skizze hierneben). 10

FARBEN. Keine Spuren.


INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Sitzes zu beiden Seiten der Beine und auf
die Oberseite des Fußbretts übergreifend, zwei gleiche nach innen sehende
Inschriftzeilen in wenig vertieften Hieroglyphen: Kante

TECHNIK. W i e Nr. 9 , jedoch anscheinend noch nicht ganz


vollendet. Ohne Kückenpfeiler. Nägel nicht angegeben.
KUNSTWERT. Sorgfältige Arbeit. Füße kurz und breit.
ERHALTUNG. Kopf fehlt. Oberes Stück der r. Faust desgleichen.
An den hinteren Thronkanten verschiedene Stücke ausge­
brochen.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 1 5 2 1 1 sie (Januar 6 1 ) ; Kat. 1 8 9 2 | G R K B A U T ]
Kante
Zettel 6 1 7 4 ; Kat. 1 8 9 5 Nr. 3 3 ; MAR., Serapeum. S. 9 8 , 5".

3
11. Bruchstück einer Gruppe des ( o ^ ) ) ' ) und der Göttin ^ P t f , beide
sitzend. — Grauer Diorit mit hellgrauen, auch gelblichen Flecken
und Adern. — Höhe 0,53 m über dem Holzsockel. — Herkunft wie
bei Nr. 9; »emmagasine avec les fragments tires du puits du tomple
de Gizeh«. Dyn. 4.
HALTUNG. Nur sichtbar, daß die Füße
des Königs verhältnismäßig weit aus­
einander standen, und daß der 1. Un­
terarm der Göttin auf ihrem 1. Ober­
schenkel ruhte. — Beide sitzen auf
einem gemeinsamen Sitz ohne jede
Lehne, der hinten etwas höher wie
vorn ist. In hohem Eelief an den
Seiten des Sitzes, links: ^ - Z e i c h e n
mit den Wappenpflanzen. Das
^ - Z e i c h e n mit ungegliedertem Un­
terteil (Lunge), geripptem Stil (Luft­
röhre), der nur bis halb in den un­
teren Teil hineingeht, viereckigem
Kopf. Die Nordpflanze regelmäßig,
jedoch ohne jede Detaillierung, welche

') Der Name ist aus dem Fundott mit ziemlicher Sicherheit zu bestimmen. Bruchstück der
selben Statue Nr. 1 2 4 5 .
2*
12 CATALOGUE D U M U S E E D U CAIRE.

auch bei den Fußblättern fehlt. Als Südpflanze ist das ^«-Zeichen verwendet.
Hinten: ^-Zeichen mit Wappenpflanzen, darauf zugehend (ehemals wohl von
beiden Seiten) j e
ein Opfer bringender
Nilgott. ^ - Z e i c h e n
wie an der linken
Thronseite, nurgeht
dasMittelglied(Luft-
röhre) gar nicht in
den unteren Teil
(Lunge) hinein. Von
der Nordpflanze nur
eine ganz undetail­
lierte Dolde erhal­
ten. Die Südpflanze
gleichfalls undetail­
liert, nur schlank
glockenförmig. Die
drei Stengel unten
zusammengebunden.
Der Nilgott schrei­
tend, mit langer Perücke, Bart, hängender Brust, den einen Arm vorgestreckt,
eine Matte mit Opferbrot in einem Napf und zwei Lebenszeichen haltend.
Alles fast gar nicht detailliert.

TRACHT. Die Göttin war mit dem bis zu den Fußgelenken reichenden, engen
Frauengewande bekleidet.

FARBEN. Keine Spuren.

INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Sitzes und auf der Oberseite des Fußbretts.
1. neben der Göttin in scharf geschnittenen vertieften Hieroglyphen:

TECHNIK. Fein polierte Flächen an der Figur, am Sitz weniger. Die


Oberkörper der Figuren waren nicht miteinander verbunden. Kein
Rückenpfeiler. Bei der Göttin sind die Oberschenkel durch das
Gewand etwas hindurchmodelliert.

KUNSTWERT. Sorgfältige Arbeit. Kante

ERHALTUNG. Vom König nur der Ansatz des 1. Fußes und ein Eckchen
des r. Fußgelenks zu sehen. Von der Göttin ist nur das Stück
von unterhalb des Bauches an bis zu den Fußgelenken erhalten
und auch davon die ganze 1. Seite stark beschädigt. Vom Sitz fehlt etwas
mehr als die ganze r. Hälfte. Linke Hinterecke bestoßen. Fußbrett fehlt
fast ganz.

VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 2 7 4 8 5 . »Gds. Pyr., temple de Mariette• Dezember 8 6 : Kat. 1 8 9 2


[GREBAUT] Nr. 6 2 2 3 S. 4 4 .
STATUEN UND STATUETTEN. 13

1
12. Bruchstück einer Statue des ( o ^ J J , sitzend ). — Material wie bei
vor. Nr., auf dem Rücken eine golden schimmernde Ader. — Höhe:
0,51 m. — Herkunft wie bei Nr. 9. Dyn. 4.
HALTUNG. Da nur der Oberkörper erhalten, so läßt sich weiter nichts sagen, als
daß die Oberarme am Körper anlagen und die Unterarme sich nach vorn bogen.
TRACHT. Vorn die auf die Brust fallenden beiden gefältelten Lappen der Königshaube,
auf dem Rücken der gerippte Zopf derselben. Gürtel und gefältelter Schurz.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Feine Politur. Kein Kückenpfeiler.
KUNST W E R T . Sorgfältige Arbeit.
ERHALTUNG. Nur Rumpf vom Hals bis zum Gurt erhalten; die Arme sind abge­
schlagen.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. 1 8 9 2 [GRKBAUT] Nr. 6 2 2 2 S. 4 4 ; M A R . , Serapcttm S. 9 8 , 5 ° .

2
13. Bruchstücke einer Statue des ( o ^ ] | , sitzend ). — Grauer Diorit mit
helleren Flecken und Adern. — Höhe: 1,10 m. — Herkunft wie bei
Nr. 9. Dyn. 4.
HALTUNG. Die r. Faust stand auf dem r. Oberschenkel, die 1. Handfläche liegt aut
dem 1. Die Unterschenkel stellen in geringem Abstände voneinander parallel.
— Der Sitz ist wie
bei Nr. 9 ein Thron
mit Löwenfüßen,
nur haben die Lö­
wenköpfe eine ganz
kleine, unter dem
Kinn zusammen­
fließende Mähne,
und es fehlt die
Linie zur Angabe
des Sitzbrettes. An
den Seiten des
Thrones die glei­
chen Ornamente in
flacherem Relief als
bei den anderen
Statuen desselben
Fundes.
Das ^ - Z e i c h e n
mit ungegliedertem

') Der Ansatz unter dem Gürtel zeigt, daß der König saß. Der Name ist durch den Fundort
mit ziemlicher Sicherheit gegeben.
2
) Der Name ist nach dem Fundort mit ziemlicher Sicherheit zu schließen.
14 CATALOGUE D U M U S Е Е D U САIRЕ.

Unterteil (Lunge), ungeripptem Stiel (Luftröhre) und Bekrönung von palmen­


artigem Ornament. Der viereckige Kopf fehlt. Nord- wie Südpflanze sind in
geringer Höhe л о т Boden durch je vier Bänder gebunden. Die Nordpflanze
ist Papyrus, an der r. Thronseite detailliert mit den Kopfblättchen der Dolde:
die Südpflanze dreiblättrig, palmenartig. Breiter Rückenpfeiler, dessen Höhe
]
nicht mehr zu bestimmen ist ).
TRАСHТ. Glatter Schurz mit Gürtel.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Fein poliert. Nägel ohne Nagelhaut. Zwischenraum zwischen den Unter­
schenkeln tief ausgearbeitet.
KUNST W E R T . Sorgfältige Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf fehlt. Arme desgleichen bis auf einen kleinen Teil der 1. Hand.
Füße und Fußbrett abgebrochen. Oberkörper vom Unterkörper getrennt. An
der r. Thronseite vorn ein Fragment, desgleichen der 1. Löwenkopf angesetzt.
R. Seite des Rückenpfeilers fehlt. Ii. hintere Thronseite unten stark beschädigt.

VKRZ. Ü. VERÜFF. : Der Löwenkopf der linken Stuhlseite hatte eine besondere Nummer:
Kat. MASF. Zettel 4 4 6 2 ; Ä'<rt.l892 [GREBAUT] Nr. 6207 S. 4 3 ; Kat. 1895 Nr. 4.").

14. Statue des (ö^ X Sitzend. — Dunkelgrauer Diorit mit weißen und
A b b
' gelblichen Adern und Flecken. — Höhe: 1,68 m. — Herkunft wie
bei Nr. 9. Dyn. 4.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust, welche ein zusammengelegtes Tuch
umschließt, steht auf dem r. Oberschenkel, die 1. Handfläche liegt auf dem 1.
Die Unterschenkel berühren sich fast mit den Waden und stehen parallel. —
Der Sitz ist genau wie bei Nr. 9 , sogar die Linie am Sitzbrett ist vorhanden.
An beiden Seiten des Thrones das ^ - Z e i c h e n mit den Wappenpflanzen in hohem
Relief. Das ^"-Zeichen mit ungleichgegliedertem Unterteil (Lunge), glattem,
halb im Unterteil steckenden Stiel (Luftröhre) und Palmenornament unter dem
viereckigen Kopf. Die Nordpflanze Papyrus mit Kopfblättchen und Linie am
oberen Rande der Dolde (schematische Angabe der Blüten durch eine Linie).
Die drei Stengel wachsen aus gemeinsamen Fußblättchen hervor und sind drei­
kantig modelliert. Die 1. Thronseite zeigt hier mehr Details wie die r. Die Süd­
pflanze ist etwas über dem Boden durch 3 [r. 4 ] Bänder gebunden, die Blume
dreiblättrig palmenartig mit dreifachen Bändern unter den Blättern. Breiter, bis
zur Schulterhöhe reichender Rückenpfeiler, auf dem oben ein geradeaus blickender
Falke sitzt, welcher seine ausgebreiteten Flügel an die hinteren Seitenflächen
der Haube des Königs anlegt. Hohes Fußbrett, das vorn gerade abschneidet.

') Er reichte mindestens bis zu den Schulterblättern; da aber vom Hals aus nach hinten noch
Stegansätze ausgehen, so wäre es möglich, daß auf dem Kückenpfeiler vielleicht ein Vogel od. dgl.
(wie bei N r . 9) gesessen hat.
STATUEN U N D STATUETTEN. l5

TRACHT. Königshaube mit ganz flach anliegenden) Uräus. Die auf die
Brust fallenden beiden Lappen sind gefältelt, sonst ist die Haube
glatt. Gefältelter Königsschurz (s. Skizze hierneben) mit kaum
merklicher Angabe des Gürtels und ohne Löwenschwanz. Das zusammengelegte
Tuch in der r. Faust tritt oben halbkugelig daraus hervor und hängt
unten mit 2 Enden am r. Knie herab (s. Skizze hierneben). Der Bart
ist undetailliert, einfach zylindrisch, nach unten etwas sich verjüngend.

FARBEN. Keine Spuren.

INSCHRIFTEN. Auf der Oberseite des Fußbrettes zu beiden Seiten der Füße in
gut geschnittenen, vertieften Hieroglyphen (nach innen sehend):

TECHNIK. Hervorragend gute Politur. Arme mit Körper verbunden. Bart


desgleichen durch einen dünnen Steg. Zwischenraum zwischen den Unter­
schenkeln nicht sehr tief ausgearbeitet. Zwischen den Füßen Spuren
eines mit Röhrenbohrer hergestellten Bohrloches mit dem Rest des
Steinkerns darin. Nägel mit Nagelhaut. Ohren detailliert bearbeitet.

KUNSTWERT. Kunstwerk ersten Ranges.

ERHALTUNG. Linker Unterarm und Unterschenkel stark beschädigt. Bart


etwas bestoßen. Rechte Faust und Unterarm beschädigt und zum
Teil wieder angesetzt. Am Thron fehlt der 1. Löwenkopf und ein Stück aus
den Vorderbeinen des r. Löwen. Rechte obere Ecke des Rückenpfeilers stark
beschädigt.
16 CATALOGUE D U M U S É E D U CAIRE.

VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 10062 (März 1860); Kat. M A R . Nr. 5 7 8 ; Kat. MASP. S. 75
Nr. 3 9 6 1 ; Kat.1892 [GREBAUT] Nr. 3961 S. 4 7 ; Kat.1895 Nr. 6 4 ; MAR., Alb. phot. T a f . 2 6 ;
MAR., Serapeum S. 98, 3° '); MASP., Hist. anc. 1895 T. 1 S. 3 7 9 ; MASP., Archeol. S. 2 0 8 ; Revue
arch. t . 2 . 1860 S. 19ff.; DE ROUGE, Recherches sur les monuments etc. Taf. 5 ; ÄZ. 1864 S. 58ff.

15. Stark ergänzte Statue des ( o ^ ] | , Sitzend. — Dunkelgrüner meta-


morphischer Schiefer. — Höhe: 1,20 m. — Herkunft wie bei Nr. 9.
Dyn. 4.
2
HALTUNG. Geradeausblickend. Die 1. Handfläche liegt auf dem 1. Oberschenkel ).
Die Unterschenkel stehen parallel und berühren sich nicht. — Der Sitz ist
würfelförmig, an der
Hinterseite ganz we­
nig höher als vorn.
An den Seiten und
hinten ^7-Zeichenmit
den Wappenpflanzen
in hohem Relief. Das
Zeichen mit un-
gleichgegliedertem
Unterteil (Lunge), ge­
ripptem Stiel (Luft­
röhre), der jedoch
im Unterteil einmal
längsgekerbt ist, vier­
eckiger Kopf. Die
Nordpflanze Papyrus
mit Angabe der Kopf­
blättchen und der
Linie zur Abgrenzung
der Blüten am oberen
Rande der Dolde, so­
wie mit je 2 Bändern
unter den Dolden.
Gemeinsame Fußblätter. Die Südpflanze als dreiblättrige Palme gebildet mit je
zwei Bändern unter dem Kopf. Die, drei Stengel durch vier [links nur drei]
Bänder in geringer Höhe über dem Boden vereinigt. — Das Fußbrett war vorn
gerade abgeschlossen.
TRACHT. Wie Nr. 1 4 . Gürtel deutlicher. Der »Zopf« hinten an der Haube ist
gerippt. Reliefierte Schminkstreifen und Brauen an den Augen. Kurzer, hori­
zontalgerippter, nach unten breiter werdender Kinnbart mit hinterem glatten
3
Steg, der unter dem Kehlkopf ansetzt [vgl. Nr. 4 1 ] . Lappen in der r. Faust ).

') Daselbst sind unter 3° bis 5° zehn Statuen genannt. Im Kairener Museum sind von Statuen
des CöJJ aus diesem Funde nur die Nummern 9 — 1 7 nachweisbar; die zehnte ist wohl die
Amonsstatue Nr. 38001 (Kat.1892, GRÉRAUT, Nr. 6158 S. 94), s. DARESSY, Cat. gen., statues de divinités S. 1.
2
) Die rechte Faust ist nur ergänzt.
3
) Der Bart und das Stück mit den Bandenden am r. Knie wurden erst 1898 in einem Magazin
gefunden und angesetzt.
STATUEN UND STATUETTEN. 17

FARBEN. Keine Spuren.


INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Thrones und
auf dem Fußbrett neben den Beinen und Füßen
in vertieften, scharf geschnittenen Hieroglyphen:
TECHNIK. Gute Politur. Arme mit dem Körper
verbunden. Kein Rückenpfeiler. Nägel nur roh
angegeben. Ohrmuschel detailliert. Zwischen
den Unterschenkeln nicht sehr tief ausgear­
beitet.
KUNST WERT. Gute Arbeit.
Kante
ERHALTUNG. Rechte Haubenseite, Bart, r. Körper­
hälfte, r. Arm, r. Thronseite, r. Bein stark er­
gänzt. Fußbrett an beiden Vorderecken stark
bestoßen. Linkes Knie etwas ergänzt.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Kat. M A R . N r . 7 9 2 ; Kat. M A S P . S. 217
Nr. 9 7 4 ; Kat.1892 [GREBAUT] Nr. 974 S . 4 0 ; üTaü. 1895
Nr. 4 2 ; MAR., Serapeum S.98, 4°; DE ROUGE, Recherches
sur les monuments etc. Taf. 4.

S
16. Bruchstück einer Statue des (© ] | , Stehend. — Graugrüner metamor-
phischer Schiefer mit einigen gelblichen, länglich runden Flecken.
2
— Höhe: 1,05 m über dem Holzsockel ). — Herkunft wie bei Nr. 9.
Dyn. 4.
HALTUNG. Das 1. Bein war vorgesetzt, das r. ist Standbein. — Breiter Rückenpfeiler.
TRACHT. Nichts davon erhalten.
3
FARBEN. Keine Spuren ).
INSCHRIFTEN. Auf der Hinterseite des Rückenpfeilers in scharf geschnittenen, ver­
tieften, großen Hieroglyphen: m—>-
TECHNIK. Sehr saubere und glatte Oberflächenbehandlung. Das vor-
gesetzte Bein war mit dem Rückenpfeüer verbunden. Bein-
muskulatur sehr durchgeführt.
KUNSTWERT. Gute Arbeit.
ERHALTUNG. Nur das r. Bein von oberhalb des Knies an bis zur
Mitte des Fußes ist vorhanden, außerdem der dazugehörige Teil
des Rückenpfeilers und Fußbretts sowie der Ansatz der W a n d nach
5
dem vorgesetzten 1. F u ß ) .

V E R Z . U. V E R Ö F F . : Kat. 1892 [GREBAUT] Nr. 6206 S. 4 3 ; M A R . , Serapeum S. 9 8 , 5°.

J 3
) D i e Ergänzung J ist sicher, J könnte auch | sein.
2
) Siehe Anm. 2 zu Nr. 9.
3
) Einige Flecke von moderner roter Farbe.
4
) Ergänzung nach den vorhandenen Resten sicher.
5
) Vgl. auch die Bruchstücke Nr. 378/9.
3
18 C A T A L O G U E DU M U S É E DU CAIRE.

17. Bruchstücke einer Statue des f o ^ _ J ) sitzend. — Material wie bei


vor. Nr. — Höhe: 1,08 m über dem Holzsoekel. — Herkunft wie bei
Nr. 9. Dyn. 4.
HALTUNG. Die r. Faust, welche ein bandartig zusammengelegtes Tuch hielt, stand
auf dem r. Oberschenkel, die 1. Handfläche berührt den 1. Beinhaltung wie
bei Nr. 1 5 . — Der Sitz
würfelförmig, nach hinten
zu wenig höher. An den
Seiten und an der Hinter­
seite des Sitzes je ein
Zeichen der Vereinigung
mit den Wappenpflanzen
in hohem Relief. Das
^ - Z e i c h e n hat im Un­
terglied (Lunge) ungleiche
Teilung, gerippten Stiel
(Luftröhre), der im Unter­
glied glatt wird, vier-
blättrige, palmenartige
Blüte unter dem vierecki­
gen Kopf. Auf der r.
Thronseite sind die ober­
sten drei Rippen des Stiels
etwas hervorgehoben wie
Bänder unter der Blüte.
Die Nordpflanze wenig
detaillierter Papyrus mit
dreikantigem Stengelquer­
schnitt und sehr einfach dargestellten Fußblättern. Die Südpflanze drei- oder
vierblättrige, palmenartige Blume mit drei Bändchen unter den Blättern. Die
drei Stengel in einiger Höhe über dem Boden durch vier Bänder gefaßt.
TRACHT. Auf der Brust die gefältelten Enden einer Königshaube. Der Zopf der­
selben glatt. Sonst wie Nr. 1 5 . Das Tuch in der Rechten: -n-r
FVRBEN. Keine Spuren. 4J ]7

In vertieften, gut geschnittenen Hieroglyphen, auf dem Fußbrett r.


INSCHRIFTEN.
von den Füßen: F—>• Links von denselben:

Oben an den Seiten des Sitzes:

links Ecke hinten Ecke rechts

TECHNIK. Oberflächenbehandlung wie bei Nr. 1 6 . Arme mit dem Körper verbunden.
Nägel mit Angabe der Nagelhaut. Brustwarzen in Relief. Beinmuskulatur wie
bei Nr. 16. Kein Rückenpfeiler.
KUNSTWERT. Gute Arbeit.
STATUEN U N D STATUETTEN. 19

ERHALTUNG. Kopf fehlt, rechter Arm und Hand größtenteils, Oberkörper л о т


übrigen losgebrochen, aber genau anpassend. IL Fuß ganz, 1. halb und vorderes
Stück des Fußbretts fehlen. L. Hand und r. Vorderkante des Throns bestoßen.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 1 5 2 1 2 sic (Januar 1 8 6 1 ) Doppelnumerierung; Kat. 1 8 9 2
[GREBAUT] N r . 6 2 0 5 S. 4 2 ; Kat. 189b Nr. 4 6 ; M A R . , Serapeum S. 9 8 , 5 ° .

< = > 1
18. Bemalte Statue des l , stehend ). — Weißer Kalkstein. — Höhe:
1,85 m. — Herkunft: Saqqara, Nach M A S P . , Zettel 1049: Mastaba
C 24; nach MAR., Mast. S. 125 aber: Mastaba C 5. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die Arme am Körper herabhängend, die Hände
geballt. Das 1. Bein vorgesetzt, das r. ist Standbein. — Breiter Rückenpfeiler
bis zur Scheitelhöhe. Rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Eignes, kurzgeschorenes Haar. Weiter, bis zur Mitte der
Kniescheibe reichender Schurz mit oberem saumartigen Umschlag,
zurückgeschlagenem Ende und vorn eingestopftem Zipfel. Das
sonst übliche schematisch dreieckig gebildete Vorderteil dieses
Schurzes ist nicht scharf begrenzt, sondern in der natürlichen
Form angedeutet.
FARBEN. Hautfarbe rötlich gelbbraun. Haar schwarz, Augenbrauen und Lider des­
gleichen. Das Weiße im Auge weiß, Iris und Pupille rotbraun. Lippen und
Nägel haben Hautfarbe. Hohlräume in den Fäusten desgleichen. Schurz und
r
die freien Räume zwischen Armen und Körper sow ie zwischen vorgesetztem
Bein und Rückenpfeiler weiß bzw. ohne Farbe. Fußbrett desgleichen.
INSCHRIFTEN. Auf der Oberseite des Fußbretts neben und vor dem 1. F u ß in
vertieften, scharfen Hieroglyphen: »—>-
TECHNIK. Gute Bearbeitung der Flächen. Arme mit
Körper verbunden, desgleichen das vorgesetzte
Bein und der Rückenpfeiler. Hohlräume in den
Fäusten halbkugelig, nur an der r. Faust hinten
glatt mit erst eingeritztem Umriß. Ohrmuschel
detailliert. Nägel mit Nagelhaut. Mittelfuß­
knochen durchuiodelliert. Die bei der Bearbei­
tung mit Stuck zu ergänzenden Stellen waren
rot bezeichnet [s. Nr. 7 ] . Brustwarzen in Relief.
KUNSTWERT. Leidliche Arbeit, Kopf gut.
ERHALTUNG. Einige kleine Stellen an der 1. Unterkante des Schurzes, dem r. und
1. Unterarm, der Vorderfläche des Schurzes usw. bestoßen. Ein kleines Loch
in der W a n d zwischen dem vorgesetzten Fuß und dem Rückenpfeiler. Der Kopf
war abgebrochen und ist wieder angesetzt. Die Farben am Oberkörper haben
gelitten.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal N . 10064
r (März 1 8 6 0 ) ; Kat. MAR. Nr. 2 3 ; Kat. MASP. S. 221
N r . 1 0 4 9 ; Kat.1892 [GREBAUT] N r . 1 0 4 9 S . 3 6 ; Kat.1895 N r . 1 7 ; Inschrift: M A R . , Mast.
S. 123. Daselbst auch Angabe über die Stellung der Statue im Grabe.

') Vgl. Nr. 19, Statue derselben Person. Statue einer Frau aus demselben Grabe: Nr. 53.
3*
20 CATALOGUE D U M U S ЕЕ D U CAIRE.

1
19. Bemalte Statue des Stehend ). — Weißer Kalkstein. — Höhe:
1,80 m. — Herkunft: Saqqara. Nach M A S P . , Zettel 975: Mastaba C 5;
s. auch M A R . , Mast. S. 125. Dyn. 5.
HALTUNG. Wie Nr. 18. — Der breite Rückenpfeiler reicht jedoch nur bis zur
Genickhöhe.
TRACHT. Große, gescheitelte, bis auf die Schultern reichende Strähnenperücke,
welche die Ohren halb verdeckt, ohne weitere Detaillierung der Strähnen.
2
Breiter Halskragen, mit schwacher, rötlicher Zeichnung ):
Kurzer, bis an die Knien reichender Schurz, mit gefäl­
teltem, abgerundetem Überschlag, dessen Ende oben durch
den Gürtel hindurchgezogen ist; Gürtel mit Knoten:
FARBEN. Ganz wie Nr. 18. Nur sind die Zwischen­
räume zwischen den Armen und Körper vielleicht
r
schw arz oder im Tone der Haut gemalt gewesen.
Die Farben des Halskragens nicht mehr zu be­
stimmen.
INSCHRIFTEN. Wie bei Nr. 18:

TECHNIK. Ganz wie Nr. 18. [Ohne die Zufälligkeiten, betreffend die r. Faust und
die Stuckergänzungen bei Nr. 18.]
KUNSTWERT. Wie vorige Nummer.
ERHALTUNG. Vollständig. Auch die Farben haben nur wenig gelitten.
VERZ. Ü. V E R Ö F F . : Journal Nr. 1 0 0 6 3 (März 1 8 6 0 ) ; Kat. M A R . N r . 5 8 2 ; Kat. MASP. S. 218
Nr. 9 7 5 ; K a t . 1 8 9 2 [GREBAUT] Nr. 9 7 5 S . 3 5 ; Kat. 1896 Nr. 1 8 ; Inschrift: M A R . , Mast.
S. 1 2 5 ; M A S P . , Hist. anc. 1895 Т . 1 S. 4 7 ; PRISSE D'AVENNES, Hist. de l'art. unter dem Namen
»Chafre«.

20. Bemalte Statue des s=flfl, Stehend. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


1,995 m. — Herkunft: Saqqara. Nach M A R . , Mast. S. 237: Mastaba
3
D 22 ). Dyn. 5.
HALTUNG. Wie die beiden vorigen. — Der breite Rückenpfeiler reicht bis zur
Scheitelhöhe.
:
) Vgl. Nr. 18, dieselbe Person.
2
) Die Absicht des Künstlers war, der Statue den offiziellen Halsschmuck des Oberpriesters
von Heliopolis [s. AZ. 95, 22] zu geben, bei der Ausführung in Farben wurde aber ein gewöhnlicher
Halskragen gemalt, und heute sehen nur Teile der alten Aufzeichnung unter diesem hindurch.
3
) Aufnahme des Serdäbs, in dem die Statue stand, s. MAR., Mast. S. 332/33.
STATUEN UND STATUETTEN. 21

TKACHT. Kurze, die Ohren verdeckende Lockenperiickc mit glatten Vorderseiten.


Langer, bis zur Mitte der Kniescheibe reichender weiter Schurz mit vorderem
dreieckigen Blatt, das scharfkantig, steif vorsteht; oberer saumartiger Umschlag,
vorn ein gestopfter Zipfel, wie nebenstehend skizziert:
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern schwarz. Hautfarbe
rotbraun. Nägel und Lippen desgleichen '). Iris rötlich-
braun. Oberseite des Fußbretts schwarz, auch zwischen
den Zellen; Rückenpfeiler — auch auf der Hinterseite —
rot mit noch schwach sichtbaren schwarzen Tupfen,
Granit nachahmend. Die freien Räume zwischen Armen
und Körper sowie zwischen Bücken und Rückenpfeiler
haben einen schwärzlich grauen Ton gehabt. Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. In sauber geschnittenen, vertieften Hieroglyphen auf der Oberseite
des Fußbretts neben dein 1. F u ß : »—v

TECHNIK. Im wesentlichen wie die vorigen. Der Schurz ist mit einer bis zu
2 mm starken Stuckschicht überzogen.
K U N S T WERT. Bohere Arbeit als die beiden vorigen.
ERHALTUNG. Farben an mehreren Stellen des Schurzes, des r. Fußes usw. verletzt.
L. obere Ecke des Bückenpfeilers bestoßen. Zwei größere Stücke daselbst an­
gesetzt, desgleichen andere an der 1. Seite des Rückenpfeilers. L. Hand etwas
verletzt. An der r. Seite des vorderen Schurzteils zwei Löcher, an der 1. eins.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 10065 (März 1860); Kat. MAR. Nr. 2 4 ; Kat. MASP. S. 222
Nr. 1052; Kat.1892 [GREBAUT] Nr. 1052 S. 52; Kat. 1895 Nr. 77; DE ROUGK, Six prern. dyn.
Nr. 92.

und seiner Familie). — Weißer Kalk­


stein. — Höhe: 0 , 8 8 m. — Herkunft: Saqqara. Nach MAR., Hast.
S. 324ff.: Mastaba D 55. Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann: Sitzt geradeausblickend. Die r. Faust liegt auf dem r. Ober­
schenkel, die 1. Handfläche auf dem 1. Die Unterschenkel stehen parallel und
berühren sich fast mit den Waden.
Die Frau in kleinerem Maßstabe: Kauert neben dem r. Bein des Mannes
vor dem Sitz. Das r. Bein ist untergeschlagen, so daß die Wade den Ober­
schenkel berührt; der Fuß berührt mit der Innenseite den Boden; das 1. Bein
ist gleichfalls untergeschlagen, und zwar liegt das 1. Knie neben dem r., die
Zehen des 1. Fußes aber sehen unter dem r. Unterschenkel hervor und berühren
dabei mit ihren Oberseiten den Boden. Der 1. Arm umfaßt den unteren Teil der

') Wenn Nägel und Lippen denselben Ton wie die Haut haben, wird es von nun an nicht
mehr besonders erwähnt.
2
) Vgl. Nr. 376. Aus demselben Grabe Statue Nr. 157.
22 CATALOGUE DU MUSEE DU CAIRE.

Wade des Mannes, die Hand ist an der Innenseite derselben sichtbar; die r. Hand
berührt mit den Fingerspitzen die untere Außenseite der Wade des Mannes.
Der Knabe, im Maßstab der Frau: Steht mit fast dicht geschlossenen
Füßen links neben den Unterschenkeln des Mannes vor dem Sitz; der 1. Arm
herabhängend mit geöffneter Hand. Der r. umfaßt den oberen Teil des Unter­
schenkels, die Hand an der Innenseite der Wade sichtbar.
Der Sitz ist ein würfelförmiger, nach hinten zu wenig höher werdender
Klotz, welcher an den beiden Seiten und hinten mit ganz flachen Reliefs geziert
ist, die je zwei opferbringende Männer darstellen. Links:
der erste trägt auf der r. Schulter ein Brett, das er mit der
R. unterstützt. Darauf liegen eine Artischocke(?), Feigen, lange
Melonen usw. Über dem Arm liegen mehrere langstielige Blüten
und Knospen von Nymphaea caerulea. In der 1. Hand ein in eine zu­
sammengebundene Matte (?) gehüllter Gegenstand an einem Strick:
Der zweite trägt gleichfalls ein Brett mit Feigen und Gurken, des­
gleichen Nymphaea caerulea; mit derL. hat er einen Vogel bei den Flügeln
gepackt. Hinten: der erste mit verschiedenen Opfergaben auf dem
Brett und in der L. gleiclifalls einen Vogel, der zweite mit einer Rinds­
keule. Rechts: der erste mit zwei Vögeln, wovon er den einen
auf dem r. Arm, den anderen in der 1. herabhängenden Hand
hält: der zweite mit einem Brett mit (Taben, die nicht deutlich
zu erkennen sind, und mit mehreren Nymphaea Lotus in der
herabhängenden Rechten. Die Leute schreiten an den Seiten
nach vorn, hinten nach der 1. Seite des Sitzes zu. — Fußbrett an den vorderen
Fcken abgerundet, unter der Frau über den Sitz hinaus nach r. vorspringend.

TRACHT. Der Mann: Kleine, die Ohren ganz verdeckende Locken­


perücke. Breites Halsband wie nebenstehend. Kurzer, bis an
die Knie reichender Schurz mit gefälteltem Überschlag, dessen
Ende durch den Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel mit Knoten
(s. Skizze). Die hintere Unterkante des Schurzes ist zwischen
den Knien angedeutet.
Die Frau: Lange, bis auf die Schultern reichende, ge­
scheitelte Strähnenperücke, unter der an der Stirn das eigne
Haar hervorsieht. Langes anschließendes Frauengewand mit
Tragbändern. Einfaches Arm- und Halsband.
Der Knabe: Kinderlocke Jg\ r.; einfaches glattes Armband
breites Halsband.
Die Opferträger der Reliefs: kleine Lockenperücken und kurze
Schurze mit abgerundeten Überschlägen und Gürteln.
FARBEN. Hautfarbe der Männer, auch in den Reliefs, rotbraun. Haare,
Augenbrauen und Wimpern schwarz. Hautfarbe der Frau gelb, andere Farben
an ihr nicht mehr zu erkennen. Freie Räume zwischen Armen und Körper usw.
schwarz, Fußbrett ringsherum desgleichen, wahrscheinlich auch oben ebenso.
In den Reliefs des vielleicht gelb gewesenen Thrones ist außer dem matten
Tone der Haut und der Haare nur das Rotbraun der Blätter und der Nymphäen-
1
stiele ) erhalten.

') Die unteren Enden derselben sind farblos; etwa die hellere Färbung an den Wurzeln?
STATUEN UND STATUETTEN. 23

INSCHRIFTEN. In wenig tief eingemeißelten, nicht sehr sorgfältigen Hieroglyphen auf


dem Fußbrett лог dem Knaben: >>--> <-))))))) Oben auf dem Thron r. neben
Am Sitz über dem Kopfe der Frau*): dem Manne, an der Vorder-
»—>• п о kante anfangend: >. - >

m uu
$ u

u
TECHNIK. Die Oberfläche ist zum Teil durch eine dünne Stuckschicht ge­
bildet. Arme mit dem Körper verbunden, auch bei der Frau. Zwischen
den Unterschenkeln des Mannes ist der Zwischenraum nur bis zur halben
Tiefe ausgearbeitet. Nägel mit Nagelhaut. Brustwarzen des Mannes in Relief.
Die Figur des Knaben ist aus einem besonderen Stück angesetzt bzw. in das
Fußbrett eingesetzt. Daher geht sein r. Armstumpf auch nicht hinter die Wade
des Mannes, sondern eigentlich hinein. Kein Rückenpfeiler.

KUNSTWERT. Sehr mäßige Arbeit.

ERHALTUNG. Farben zum Teil zerstört. Hände des Mannes bestoßen, Gesicht der
Frau desgleichen. Kopf des Knaben fehlt, Ergänzungen an seinen Beinen.
Rechte Seite des Sitzes beschädigt, Fußbrett gesprungen, r. Vorderecke bestoßen.

VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MASP. Zettel 9 3 7 ; K A T . 1 8 9 2 [GREBAUT] Nr. 1 3 7 [lies 9 3 7 ] S. 3 8 .

22. Bemalte Gruppe des j ! j Ifl und seiner Familie"). — Weißer Kalkstein. —
Abb
' Höhe: 0,66 m. — Herkunft: Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 262:
Mastaba D 33. Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann sitzt geradeausblickend. Die r. Faust steht auf dem r. Ober­
schenkel, die 1. Handfläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel konvergieren
etwas nach unten.
Die Frau steht mit fast dicht geschlossenen Füßen 1. vom Manne und um­
faßt ihn mit dem r. Arm. Die r. Handfläche liegt an seiner r. Schulter. Der
1. Arm hängt mit geöffneter Hand am Körper herab. Kleinerer Maßstal)
als der des Mannes. Die Gesichter sind auf gleicher Höhe, trotzdem der
Mann sitzt.
Der Knabe steht mit fast dicht geschlossenen Füßen vorn 1. an dem Sitze
des Mannes. Die r. Hand führt er zum Munde, die 1. hängt geöffnet herab.
Die ganze Figur war nur etwas größer als der Sitz. — Der Sitz würfelförmig,
nach hinten zu wenig höher. Der breite Rückenpfeiler — bis zur Schulterhöhe
der Figuren — tritt auf der r. Seite hinter dem Manne nicht hervor. Recht­
eckiges, an den Ecken abgerundetes Fußbrett.

TRACHT. Mann: Kurze, die Ohren verdeckende Lockenperücke, breiter Halskragen,


kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit abgerundetem, gefälteltem Uber-

') Vgl. den Namen MAR., Mast. S. 3 2 6 .


-) Statue des Solines: Nr. 2 1 2 .
24 CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE.

schlag, dessen Ende durch den Gurt hinaufgezogen ist. Die hintere
Unterkante des Schurzes ist zwischen den Knien zu sehen. Die
Fältelung des Überschlags geht nur bis zum r. Arm.
Frau: Gescheitelte, bis auf die Schultern reichende Strähnen­
perücke ohne weitere Detaillierung der Strähnen. Die eignen
Haare sehen an der Stirn darunter hervor und reichen bis fast
an die Augenbrauen. Ohren verdeckt. Langes anliegendes, 2 2

bis an die Fußgelenke reichendes Frauengewand, das von I l den Waden


abwärts sich ganz wenig erweitert. Glattes Armband:
Knabe: Kinderlocke auf der r. Seite: Spuren eines gemalten Hals­
bandes mit Amulett (?):
FARBEN. Mann : Haare schwarz, Hautfarbe rotbraun. Brauen zeigen
heute die Hautfarbe, Wimpern sind jetzt farblos, desgleichen der
Halskragen. Pupille angegeben, Farbe nicht bestimmbar.
Frau: Hautfarbe gelb. Spuren des Netzmusters über
dem Kleide. Die Farben lassen sich nicht mehr bestimmen.
Auch von den Tragbändern, die gemalt waren, ist nichts
mehr zu sehen.
Knabe: Dem Manne entsprechend.
Sitz und Rückenpfeiler (auch hinten) als Granit gemalt. Freie Räume und
Fußbrett schwarz, auch zwischen den Zehen.
INSCHRIFTEN. In vertieften, nicht farbig ausgefüllten, rohen Hieroglyphen auf der
Oberseite des Fußbretts:
Füße der Frau
Füße
des Knaben

Füße des Mannes

TECHNIK. Oberflächen gut bearbeitet. Arme usw. nicht frei. Der Knabe ist aus
einem besonderen Stück angesetzt. Hohlraum in der r. Faust sieht im Quer­
schnitt wie nebenstehend aus. Nägel mit Nagelhaut. Brauen in Relief.
Zehen frei. Raum zwischen den Unterschenkeln nur bis zur halben
Tiefe ausgearbeitet.
KUNSTWERT. Steif, Muskulatur übertrieben, nur das Gesicht der Frau besser ge­
arbeitet.
ERHALTUNG. Die Farben haben gelitten. L. Auge des Mannes und Nase der Frau
beschädigt. Kopf des Knaben fehlt. L. Ecke des Rückenpfeilers bestoßen.
Kopf der Frau angesetzt.

VERZ. U. VBBÖFF.: Kat. MAR. Nr. 588; Kat. MASP. Zettel 948; nach MAR., Mast. S. 262,
frühere Nr. 4; Inschriften publiziert: MAR., Mast. S. 262; DE ROUGE, Inscr. hier. Taf. 54.
STATUEN UND STATUETTEN. 25

23. Bemalte Statue des [1 stehend. —Weißer Kalkstein. — Höhe:


Abb
1,11m. — Saqqara (nach dem Zettel am Sockel). Dyn. 5.
HALTUNG. Arme herabhängend. Hände GEBAUT. L. Bein vorgesetzt, r. Standbein.
— Schmaler Rückenpfeiler bis zur Genickhöhe. Rechteckiges Fußbrett, das
hinten etwas über den Rückenpfeiler vorsteht.
TRACHT. Eignes welliges Haar mit naturalistischer Detaillierung') wie
nebenstehend. Breiter Halskragen. Sonst vollständig nackend. Penis
beschnitten.
FARBEN. Hautfarbe rotbraun. Haare schwarz, Fußbrett und freie Räume des­
gleichen. An den Augen ist jetzt nur die Hautfarbe zu sehen. Rückenpfeiler
heute gelblich, vielleicht früher rotbraun. Halskragen zeigt keine Farben mehr.
INSCHRIFTEN.Auf der Oberseite des Fußbretts r. neben dem 1. Fuß in vertieften,
weißen, detaillierten Hieroglyphen:

TECHNIK. Sehr sorgfältige Bearbeitung. Gesicht gut modelliert, desgleichen Füße.


Zehen frei, Nägel mit Nagelhaut, Mittelfußknochen durchmodelliert. Arme nicht
frei. In den Fäusten ist der Hohlraum durch einen kurzen, beiderseitig abge­
rundeten Zylinder ausgefüllt. Vorgesetztes Bein mit Rückenpfeiler verbunden.
Brauen und Brustwarzen in Relief. Ohrmuscheln gut modelliert.
KUNSTWERT. Nicht schematische, gute Arbeit.
ERHALTUNG. Farben haben etwas gelitten. L. Ohr etwas beschädigt. Nase 1910
bestoßen.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MASP. Zettel 9 1 2 ; Kat. 1892 [GREBAUT] Nr. 9 1 2 S. 34; Kat. 1895
Nr. 2 0 .

24. Bemalte Gruppe eines Mannes mit seinem Sohne, beide stehend. —
Abb.
Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,935 m. Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann genau wie Nr. 23. Rückenpfeiler nicht ganz so breit wie
das rechteckige Fußbrett, in Scheitelhöhe abgerundet. Rechts daneben viel
kleiner der Knabe mit besonderem Rückenpfeiler, der bis zur Mitte des Kopfes
reicht. Die Füße des Knaben geschlossen. Der Zeigefinger der r. Hand an den
Mund gelegt. Die Linke umfaßt den r. Unterschenkel des Mannes.
TRACHT. Mann: Kurze, che Ohren verdeckende Locken­
perücke. Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz
mit gefälteltem Überschlag, dessen Ende durch den Gurt
hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten. Die Falten sind
sehr detailliert angegeben.
Knabe: Eignes Haar und Kinderlocke
an der r. Seite.

') Vgl. die Reliefs auf der Blendtür des jj , Nr. 1 4 1 7 , sowie die Statuen Nr. 34, 83 usw.
4
26 CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE.

FARBEN. Nur noch geringe Spuren. Beim Manne die Haare schwarz, beim Knaben
desgleichen, Augenbrauen, Wimpern und Pupillen schwarz.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Sorgfältige Bearbeitung der Flächen. Arme und vorgesetztes Bein nicht frei.
Hohlräume der Fäuste nur vorn halbkugelig angegeben. Brauen in Relief. Zehen
frei. Füße nicht besonders gut modelliert. Knabe besonders gearbeitet und ange-
setzt. Zwei eingegipste, horizontale Holznägel (etwa 7 mm Durchmesser) halten ihn.
KUNSTWERT. Gewöhnliches Fabrikat.
ERHALTUNG. Bis auf die Farben vollständig. Ergänzungen am r. Arm.
VERZ. Ü. VERÖFF. : Vermutlich Kat. MASP. Zettel 992.

0 429
25. Bemalte Statue des S^f* ", Sitzend. — Weißer Kalkstein. — Höhe:
Abb
0,91m. — Saqqara 1892. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust liegt auf dem r. Oberschenkel, die 1.
Handfläche auf dem linken. Die Unterschenkel konvergieren sehr wenig und
berühren sich an den Waden fast. — Der Sitz ist ein hinten wenig höherer
Würfel, Fußbrett vorn schwach abgerundet.
TRACHT. Große, gescheitelte, die Ohren halb deckende Strähnenperücke bis zu
den Schultern. Strähnen nicht weiter detailliert. Breiter, farbiger Halskragen:
Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit schmalem
Gürtel, Knoten und abgerundetem glatten Überschlag, dessen
gefältelter (!) Zipfel durch den Gürtel hinaufgezogen ist (siehe
nebenstehende Skizze). Die Unteransicht des Schurzes ist
zwischen den Knien angegeben. Schräg über die Brust von der
1. Schulter zur r. Hüfte ging ein breites Band').
FARBEN. Hautfarbe rotbraun. Haare, Wimpern, Brauen, Brust-
warzen, freie Räume und Fußbrett schwarz. Schurz weiß. Sitz
gelb .mit schwarzen Flecken (?) -). Pupille rötlichbraun. Das
(weiße?) Band über der Brust nur als Spur auf der darunter
durchgehenden Hautfarbe sichtbar.
INSCHRIFTEN. Auf der Oberseite des Fußbrettes in vertieften, schwarz ausgemalten
Hieroglyphen; 1. neben den Füßen: » - v
TECHNIK. Bearbeitung glatt und sorgfältig. £k Arme nicht frei. Zwischen-
5
raum zwischen den Füßen nicht sehr tief - ö ^ ausgearbeitet. Zehen ge-
3
trennt. Nägel mit Nagelhaut. Hohlraum in »ß der Faust wie bei Nr. 23 ).
Brauen und Brustwarzen in Relief. |°y
KUNSTWERT. Gewöhnliches Fabrikat. Hände ^ ^ und Arme besonders roh.
Kopf zu groß.
ERHALTUNG. Farben recht gut erhalten. Nase -cs und 1. Seite der Perücke be-
stoßen.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 3 0 1 8 3 (Juli 9 2 ) ; Kat. 1895 Nr. 2 5 .

') Tracht von Vorlesepriestern (j^ffijjj im a. R.


2
) An einigen Stellen scheint es mehr wie gelb mit rotbraunen Linien darauf, also wie Holz-
nachahmung.
3
) Dieser Hohlraum hat Hautfarbe und ist nicht schwarz.
STATUEN UND STATUETTEN. 27

26. Bemalte Statue des ö o ( j , Sitzend. —Weißer Kalkstein. — Höhe: 0 , 8 3 m.


Abb 1
— Nach MASP., Zettel 1 0 4 1 : Mastaba C 1 3 ) . Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die
1. Handfläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz ein würfel­
förmiger, nach hinten etwas höherer Klotz. Fußbrett rechteckig.

TRACHT. Große, bis zu den Schultern reichende Strähnenperücke, jedoch


weniger ausladend wie üblich. Die Strähnen detailliert (wie nebenstehend).
Spuren von Armbändern und eines Halskragens (s. Skizze). Kurzer,
bis zu den Knien reichender Schurz (s. Skizze), mit glattem abge­
rundeten Überschlag, dessen Zipfel oben aus dem Gurt hervor-
sieht, Gürtel mit aufgemaltem Knoten. Die hintere Unterkante
des Schurzes ist zwischen den Knien zu sehen. In der r. Faust
ein bandartig zusammengelegtes Tuch.

FARBEN. Haut rotbraun, stellenweise bräunlichgelb. Schurz weiß.


Haare schwarz. Sitz und Fußbrett weiß mit schwarzen und
roten Tupfen zur Darstellung von Granit.

INSCHRIFTEN. In kleinen, wenig vertieften, ungefärbten Hieroglyphen


an der Vorderseite des Sitzes und auf der Oberseite des Fuß­
bretts r. von den Beinen: »—->- Kante

TECHNIK. Zwar gute Flächeilbearbeitung, aber sonst unbeholfen.


Arme nicht frei. Kein Rückenpfeiler. Zwischenraum zwischen
den Unterschenkeln wenig vertieft. Zehen nicht ganz ge­
trennt. Nägel ohne Nagelhaut.

KUNSTWERT. Sehr mäßiges Fabrikat. Rumpf und Unter­


schenkel zu lang, Oberschenkel zu kurz. Hände besonders
ungeschickt.

ERHALTUNG. Bis auf die Farben gut. Am Kinn und an der


Innenseite des 1. Unterarmes moderne Stuckergänzungen.
Kante
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MASP. Zettel 1 0 4 1 ; Kat. 1892 [GREBAUT]
Nr. 1041 S. 4 0 .

2
27. Bemalte Statue des Ö W , Sitzend ). — Weißer Kalkstein. — Höhe:
Abb
- 0,81m. — Saqqara. Nach MASP., Zettel 973: Mastaba D 36.
Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust liegt auf dem r. Oberschenkel, die
1. Handfläche auf dem 1. Die Unterschenkel konvergieren nach unten. — Sitz
ein würfelförmiger, hinten höherer Klotz. Fußbrett rechteckig.

') Vgl. MAR., Mast. S. 135. Die Titel scheinen zu stimmen. Eine Statue wird aber nicht
erwähnt.
2
) Statuen desselben Mannes: Nr. 105 u. 106.
4*
28 CATALOGUE DU MUSEE DU САIRЕ.

TRACHT. Kleine, die Ohren ganz verdeckende Lockenperücke von


besonders breiter Form. Dünner Schnurrbart. Breiter Halskragen:
Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz (s. Skizze), mit ab­
gerundetem, gefälteltem Überschlag, durch den Gurt gezogenem
Zipfel, Gürtel und Knoten; hintere Unterkante des Schurzes
zwischen den Knien sichtbar.
FARBEN. Perücke, Schnurrbart, Brauen, Wimpern und Pupillen
schwarz. Hautfarbe rotbraun. Lippen vielleicht rot. Schurz
weiß. Die freien Räume an den Armen und Beinen desgleichen.
Das Weiße der Augen weiß. Sitz rötlich, wohl ehemals Granit.
Fußbrett schwarz.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett neben den Füßen in liederlich geschnittenen,
vertieften, nicht ausgemalten Hieroglyphen: »—>-
TECHNIK. Gute Oberflächenbehandlung. Arme nicht frei.
Zwischenraum zwischen den Unterschenkeln nicht sehr tief
ausgearbeitet. Zehen frei. Nägel mit Nagelhaut. Brustwar­
zen in Relief. Unterschenkel gut modelliert. Der Hohlraum
der Faust ist durch einen in der Hautfarbe gemalten, beider­
seits abgerundeten Zylinder gefüllt. Kein Rückenpfeiler.
Die Fältelung des Schurzes endet unter der Hand.
K U N S T WERT. Leidliche Arbeit. Gesicht besonders breit.
ERHALTUNG. Durchgehender Bruch in der Gegend des Gürtels. Ergänzung am
Kinn. Vielleicht auch Farbenergänzungen an verschiedenen Stellen.
VERZ. U. VERÖFF.: Am Sockel ein vergilbtes Zettelchen mit: D; Kat. MAR. 1864, S.de.l'Est,
Nr. 22; Kat. MAR. Nr. 878; Kat. MASP. Zettel 973; Kat.1892 [GREBAUT] Nr. 973 S. 35;
Kat.1895 Nr. 22; Inschrift und Fundbericht: MAR., Mast. S . 264/65, 1) 36.

D,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,, 1
28. Bemalte Statue des , Sitzend ). — Weißer Kalkstein. — Höhe:
A b b
' 0,68 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 181: Mastaba C 10.
Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die 1.
Handfläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel konvergieren kaum merklich
und berühren sich fast an den Waden. — Sitz und Fußbrett wie bei voriger
Nummer.
TRACHT. Kleine, die Ohren bedeckende Lockenperücke. Halskragen:
Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit gefälteltem Über­
schlag (s. Skizze auf nächster Seite) durch den Gurt gezogenem
Zipfel, Gürtel und Knoten: die Unteransicht des Schurzes ist
zwischen den Knien angegeben.
l
) Statuen desselben Mannes: Nr. 54, 77, 81, 83(?), 97, 164(?), 207 u. 214. Vgl. MAR., Mast.
S. 132, Mastaba CIO (»Catalogue: toutes les statues rouges . . . . ; Plattches: 10 statues rouges«; im
Text ist aber von »les neuf statues, que nous ajoutons ä notre catalogue«, die Rede). Jedoch hat
der Besitzer von Grab D 54 (MAR., Mast. S. 323) denselben Namen und Titel wie der von C1O. Auch
sind im Grabe D17 (MAR., Mast. S. 224) zwei Statuen mit Inschriften, welche die Titel und den
Namen dieses Mannes geben, gefunden worden, trotzdem dieses Grab ihm gar nicht gehört.
STATUEN UND STATUETTEN. 29

FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern. Pupillen, Sitz, Fußbrett und


freie Räume schwarz. Hautfarbe, auch der Hohlraum der
Faust, gelbbraun. Schurz weiß. Die Hautfarbe sitzt zum Teil
unter den anderen Farben, z. B. unter dem Weiß der Augen.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett in vertieften, mäßig guten, un-
ausgemalten Hieroglyphen, r. und l. von den Füßen die­
selbe Inschrift: m—>
TECHNIK. Oberfläche leidlich gut. Arme und Beine nicht frei. Zwischen-
räum zwischen den Unterschenkeln nur halb ausgearbeitet. Zehen nicht
ganz voneinander gelöst. Nägel mit Nagelhaut. Brauen und Brustwarzen
inRelief. Hohlraum der Faust halbkugelig. Kein Rückenpfeiler. Die Fälte-
hing des Schurzes endet unter dem Arm.
KUNSTWERT. Steif. Gesicht leidlich.
ERHALTUNG. Linke Vorderkante des Sitzes und Fußbretts bestoßen. Des-
gleichen 1. Wade. Vielleicht kleine Übermalungen.

VERZ. U. VERÖFF.: Inschrift MAR., Mast. CIO S. 132, 2 .

29. Bemalte Statue des ^ ^ ^ = » , Stehend. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


A b b -
0,90 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast S. 260: Mastaba D 29.
Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme herabhängend, Hände geschlossen. L. F u ß
vorgesetzt. R. Bein Standbein. — Breiter Rückenpfeiler bis zur Höhe des Ge­
nicks. Rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Kleine, die Ohren verdeckende Lockenperücke. Kurzer, bis
zu den Knien reichender Schurz, mit gefälteltem, abgerundetem
Überschlag, durch den Gurt gezogenem Zipfel, Gürtel und Knoten.
FARBEN. Nur geringe Spuren, und zwar: Perücke, Brauen, Wimpern,
freie Räume und Fußbrett schwarz; Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett r. vom 1. Fuß in gut geschnittenen,
< = = >
vertieften Hieroglyphen: »—>• ®.

TECHNIK. Leidliche Oberflächenbehandlung. Der Schurz zeigt Reste einer Stuck­


schicht. Arme und Beine nicht frei. Zehen nur halb gelöst. Nägel mit Nagel­
haut. Brauen und Brustwarzen in Relief. Hohlräume der Fäuste auf beiden
Seiten halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Körper schematisch. Gesicht gut.
ERHALTUNG. Bis auf die Farben vollständig.

VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 2 5 ; Kat. MASP. Zettel 8 8 5 ; Kat. IS92 [GREBAUT] Nr. 8 8 5
S. 3 4 ; Inschrift: MAR., Mast. S. 2 6 0 ; Fundbericht desgleichen.
30 CATALOGUE DU MUSEE DU САIRЕ.

Q 1
30. Bemalte Statue des ( J , sitzend ). — Grünlichgrauer Diorit. —
n

Abb. J
Höhe: 0,62 m. — Saqqara, Nach MASP. Zettel 2511 ): Mastaba D47.
Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend, R. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die 1.
Handfläche liegt auf dein 1. Die Unterschenkel ganz wenig nach unten konver­
gierend. — Sitz würfelförmig, hinten wenig höher. Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Kleine, die Ohren verdeckende Lockenperücke. Kurzer,
bis zu den Knien reichender enger (!) Schurz mit zurückge­
schlagenem Ende und in den oberen saumartigen Umsehlag ein­
gestopftem Zipfel. In der r. Faust einen bandartig zusammen­
gelegten Lappen. Hintere Unterkante des
Schurzes zwischen den Knien sichtbar. Ge­
malter Halskragen:
FARBEN. Nur Spuren. Außer den schon angegebenen: das Weiße der Augen weiß,
die freien Räume schwarz.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett, r. neben den Füßen in vertieften, ehemals weiß
ausgemalten Hieroglyphen: m—>-
TECHNIK. Oberfläche nicht poliert, sondern nur geglättet. Arme und
Beine nicht frei. Zwischenraum zwischen den Unterschenkeln halb-
tief. Zehen nicht ganz gelöst. Nägel nur angedeutet. Nagelhaut nur beim
Daumen der r. Hand. Brauen und Brustwarzen in Relief. Kein Rücken-
pfeiler.
KUNSTWERT. Sehr steife, konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Bis auf die Farben vollständig.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. N r . 4 9 8 ; Kat. MASP. Zettel 2 5 1 1 ; Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT] Nr. 2 5 1 1
S. 36.

/wwwft^a—^//

3
31. Bemalte Statue des
A b b
Sitzend ). — Graugrüner Diorit. — Höhe:
' 0,57m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 304ff.: Mastaba D47. Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei der vorigen Nummer. Nur das Fußbrett vorn schwach ab­
gerundet. Waden berühren sich.
TRACHT. Haartracht wie bei Nr. 30. Kurzer, bis zu den Knien reichen­
der Schurz mit gefälteltem Überschlag, durch den Gurt gezogenem
Zipfel, Gürtel und Knoten wie nebenstehend. Hintere Unter­
kante mit dargestellt. Spuren eines gemalten Ilalskragens:
FARBEN. Nur Spuren. Schurz weiß. Freie Räume vielleicht
auch weiß.

') Vgl. die folgende Nummer und Nr. 6 9 , 9 4 , 1 0 3 , 1 7 0 , 1 7 4 , 1 7 8 , 2 6 3 / 6 5 ( ? ) , 2 6 6 , 2 8 4 , 3 2 1 , 3 2 2 , 3 2 3 .


Blendtür desselben Mannes Nr. 1 4 8 4 , Reliefs Nr. 1 5 3 3 u. 1 5 5 8 .
2
) Vgl. MAR., Blast. D 4 7 S. 30411'., wo die Statuen jedoch nicht angeführt sind.
3
) Statuen desselben siehe vorstehende Nummer und Anm. 1 dazu.
STATUEN UND STATUETTEN. 31

INSCHRIFTEN. An derselben Stelle und in derselben Ausführung- wie bei Nr. 30:
TECHNIK. W i e bei Nr. 30. Nur ist die Bearbeitung der Oberflächen glatter,
fast wie poliert. Nägel mit Nagelhaut. Brauen in Relief, Brustwarzen
nicht angegeben. Hohlraum der Faust halbkugelförmig gefüllt.

KUNSTWERT. Wie bei Nr. 30.

ERHALTUNG. Bis auf die Farben vollständig.


VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 497.

32. Bruchstück einer bemalt gewesenen Statue eines stehenden Mannes. —


Abb
- Dunkelbraune Holzart. — Höhe: 0,69m. — Saqqara, Januar 1860.
Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Der r. Arm hängt am Körper herab, der 1. Unter­
arm ist vorgebogen, die Hand hielt einen langen Stab, auf den der Mann sich
leicht stützte.
TRACHT. Kleine, die Ohren verdeckende Lockenperücke. Gemalter Halskragen, dessen
Farben nicht mehr zu erkennen sind:tyeuutututututKurzer Schurz mit gefälteltem
Überschlag, durch den Gürtel nn^n gezogenem Zipfel,
3 2
Gürtel und Knoten (s. Skizze).
FARBEN. Die ganze Statue war früher mit einem rötlichen Stuck über­
zogen und dann bemalt. Heute nur noch geringe Spuren davon
vorhanden. Die Haare waren schwarz, Hautfarbe — an den Augen
und am 1. Arm noch sichtbar — rotbraun. Augen eingesetzt: Wimpern von
Metall (Kupfer?), das Weiße aus Knochen, die Iris aus Bergkristall, Pupille nicht
sichtbar.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Die Arme sind aus besonderen Stücken angedübelt (s. Skizze).
Nägel mit Nagelhaut. Brauen in Relief. Brustwarzen desgleichen, ein­
gesetzte Stifte. Kein Rückenpfeiler.
KUNSTWERT. Sehr schlanke Proportionen. Gesicht gut. Körper konventionell.
ERHALTUNG. In der Mitte des Schurzes ist die Statue glatt abgeschnitten, die
r. Hand desgleichen. Im Haar und Gesicht mehrfache große Sprünge.
VERZ. u. VERÖFF.: Journal Nr. 10177; Kat. MASP. Zettel 931.

33. Bruchstück einer bemalt gewesenen Statue einer stehenden Frau. —


Abb
- Dunkelbraune Holzart. — Höhe: 0,61 m. — Saqqara. In dem­
selben Grabe wie Nr. 34 gefunden. Nach MAR., Mast. S. 127ff.:
Mastaba C 8. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme und Beine fehlen.
TRACHT. Große, gescheitelte Strälmenperücke, welche die Ohren verdeckt. Unter
den oberen Strähnen selten an den Enden noch zwei Reihen darunter­
liegender hervor. Breiter, aufgemalt gewesener Halskragen, auf dem Rücken
32 CATALOGUE DU MUSEE DU САIRЕ.

das zugehörige Gegengewicht in den Umrißlinien noch sichtbar.


Um den Hals Spur eines eng anliegenden Halsbandes'). Enges,
bis unter che Brüste reichendes Frauengewand mit zwei Trag-
bändern.
FARBEN. Außer einigen nicht mehr definierbaren Spuren am Hals-
kragen sind nur wenige Reste eines weißlichen Stucküberzuges
nachzuweisen. An der r. Backe Spuren roten Kittes.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Arme waren mit Zapfen angesetzt. Brauen in Relief. Brustwarzen des­
gleichen, die r. war eingesetzt. Kein Rückenpfeiler. An der r. Hüfte war ein
Stück Holz eingesetzt.
KUNSTWERT. Hervorragendes Kunstwerk.
ERHALTUNG. Unter den Hüften ist die Statue glatt abgeschnitten. Im Haar,
Gesicht und r. Brust große Sprünge.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 493; Kat. MASP. S. 220 Nr. 1044; Ä'aif.1892 [GREBAUT]
Nr.1044 S.35; Kat.l89b Nr.35; Fundbericht: MAR., Mast. S.129; MASP., Archeol. S.210.

34. Bemalt gewesene Statue des Stehend"). — Hellbraune Holzart.


Abb. ----- HÖHE: 1,10 M.---- SAQQARA Nach MAR., Mast. S. 127ff.: Mastaba
C 8. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend.
Rechter Arm am Körper her­
abhängend; 1. Unterarm vor­
gebogen. Die r. Faust hielt
horizontal ein Zepter, die 1.
hielt einen langen Stock, auf
den sich der Mann leicht
stützte. Das 1. Bein vorge­
setzt, das r. Standbein. Der
Mann ist wohlbeleibt darge­
stellt, abweichend von dem
sonstigen Schema.
TRACHT. Eignes, kurz gehaltenes
Haar (s. Abbildung hierneben).
Langer, bis zur Mitte der Knie­
scheiben reichender Schurz mit
zurückfallendem Uberschlag
und in den oberen, sauinarti-
gen Umschlag eingestopftem
Zipfel (s. Skizze auf nächster
Seite).

') Vgl. Nr. 50.


2
) Unter dem Namen »Schejch el-beled« bekannt (vgl. Nr. 33). Die noch an ihrer alten Stelle in
der Kultkainmer gefundene Statue gehört nach MAR., Mast. S. 129 dem Besitzer des Grabes C 8. Mit
STATUEN UND STATUETTEN. 33

FARBEN. Nur Spuren eines weißlichen Stuckes an manchen Stellen.


Augen eingesetzt. Wimpern von Metall (Kupfer?), das Weiße von
weißem Stein, die Iris von Bergkristall, die Pupille ein hinter dem
Bergkristall sitzender Holznagel.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
1
TECHNIK. Die Haare sind naturalistisch detailliert ), auch ist die Haargrenze rich­
tiger angegeben als bei konventionellen Statuen. Arme angesetzt,
der 1. besteht aus 2 Stücken: Brustwarzen eingesetzt.
Ohrmuschel durchmodelliert. ' p'
KUNSTWERT. Hervorragendes, äußerst naturwahres Kunstwerk.
ERHALTUNG. L. Ohr verletzt. Beine angesetzt. Das Holz vielfach gesprungen. Der
Spazierstock modern.

VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 4 9 2 ; Kat. MASP. S . 7 5 / 7 6 Nr. 3 9 6 2 ; Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT]
Nr. 3 9 6 2 S . 3 6 ; K A T . 1 8 9 5 Nr. 1 9 ; Fundbericht: MAR., Mast. S. 1 2 9 ; MAR., Album photogr.
Taf. 1 8 / 1 9 u. 3 ; MASP., Hist. anc. 1 8 9 5 T. 1 Titelbild [Kopf]; ebenda S . 4 0 8 ; MASP., Archeol.
S. 2 0 9 .

35. Bemalte Statue eines sitzenden Mannes. — Feiner Kalkstein von gelb­
Abb. licher Färbung. — Höhe: 0,61 m. — Saqqara. Mit Nr. 3 6 zusammen
gefunden am 31. Januar 1893 [s. Abbildung
hierneben nach einer photographischen
Aufnahme von Herrn E. BRUGSCH )]. 2

Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust steht
auf dem r. Oberschenkel, die 1. Handfläche liegt
auf dem linken. Die Unterschenkel parallel. —
Sitz würfelförmig, nach hinten höher werdend.
Rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke,
aus der ehemals wohl irgendein Ohrschmuck her­
vorsah, da an den Stehen, wo die Ohren unter der Perücke
sitzen, je ein heute stark oxydierter Metallstift eingesetzt ist.
Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit gefälteltem
Überschlag, dessen Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist,
Gürtel und Knoten (s. Skizze hierneben). Hintere Unterkante
des Schurzes zwischen den Knien angegeben, und . Obere Schurzseite
zwar abweichend von der sonst üblichen, glatten
• Untere Schurzscite
Darstellung (s. Skizze hierneben).
. Sitz

diesem scheint a ^ j ^ ^ g ' ^ ' (MAR., Mast. S. 3 4 0 , Mastaba D 6 0 ) , von


dem eine runde Opfertafel aus Alabaster Nr. 1 3 0 4 (MAR., Mast. S. 1 2 9 u. 3 4 8 »calcaire«) in derselben
Kultkammer verworfen gefunden wurde, in keinem Zusammenhange zu stehen.
') Vgl. Nr. 2 3 u. 8 3 sowie Reliefs auf Scheintür Nr. 1 4 1 7 .
2
) Die Kreuze bezeichnen die Stellen der beiden Statuen.
5
34 CATALOGUE DU MUSEE DU САIRЕ.

FARBEN. Nur wenig erhalten. Perücke schwarz. Hautfarbe: rotbraune Spuren.


Augen eingesetzt. Wimpern aus Metall (Kupfer?), stark oxydiert, das Weiße
Quarz, Iris Bergkristall. Pupille ein dunkler Holznagel. Brustwarzen schwarz.
Schurz wahrscheinlich weiß. Oberseite des Fußbretts und vermutlich auch der
Sitz schwarz. Freier Baum an den Füßen schwarz.
INSCHRIFTEN. Fehlen.

TECHNIK. Sehr feine, glatte Behandlung der Oberflächen. Arme vom Körper ge­
löst. Beine mit dem Sitz verbunden. Zwischenraum zwischen den Unterschenkeln
sehr tief ausgearbeitet. Brauen und Brustwarzen in Belief. Nägel mit Nagelhaut.
Zehen nicht sehr tief gelöst. Mittelfußknochen durchmodelliert, aber schematiseh.
Die Stifte für den Ohrschmuck sind mit einem gelblichen Kitt in runde, gebohrte
Löcher eingesetzt. Kein Rückenpfeiler. Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Gesicht gut. Hie Modellierung einiger Körperteile ist rein konventionell
und falsch, z. B. Schultern, Unterschenkel, Füße.
ERHALTUNG. Bis auf die Farben vollständig. Nur an der r. Vorderkante des Sitzes
und an der 1. Seite des Fußbretts kleine Stückchen bestoßen. Auf dem Schurz
noch anhaftende Erde.
VERZ. Ü. VERÜFF.: Journal Nr. 3 0 2 7 3 ; Kat. 1 8 9 5 Nr. 1 3 1 1 [Suppl.].

36. Bemalte Statue eines am Boden sitzenden, schreibenden Mannes. — Weißer


Abb
- Kalkstein. — Höhe: 0,51 m. — Saqqara, 3l. Januar 1893'). Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die Arme stehen mit den Ellenbogen weit л о т
Körper a b : die 1. Hand liegt mit der Außenfläche auf der 1. Seite des Schurzes,
in der Handfläche das 1. Ende eines Papyrusstreifens, dessen zusammengerolltes
Stück л о т Daumen gehalten wird; die r. Hand liegt mit der Seite des kleinen
Fingers auf dem r. glatten Ende des Papyrus, der auf der r. Schurzseite ruht,
die zwei dem kleinen folgenden Finger liegen direkt auf diesem, während der
Zeigefinger mit den beiden oberen Gelenken etwas nach innen geknickt ist. die
Spitze des Daumens berührt die des Zeigefingers. Dazwischen ist die Schreib­
binse zu denken. Die Beine sind untergeschlagen, der 1. Unterschenkel liegt
vor dem r. Die Füße berühren mit ihrer Oberseite halb den Boden. — Fuß­
brett vorn gerade, nach hinten zu an den Seiten schmäler werdend, der Be­
rührungsfläche des Körpers mit dem Erdboden entsprechend.
TRACHT. Große, gescheitelte, die Ohren halb verdeckende Strähnenperücke, ohne
weitere Detaillierung der einzelnen Strähnen. Breites Halsband. Kleiner.
kurzer Kinnbart. Großer, bis zu den Knien reichender Schurz mit
zurückgeschlagenem Ende und in den saumartigen oberen Umschlag
eingestopftem Zipfel (s. Skizze liierneben). Die Hinterseite des Schurzes
wird zwischen den untergeschlagenen Unterschenkeln Oberseite
sichtbar und hebt sich in Relief von der Oberseite a b : Unterseite

FARBEN. Haare und Bart schwarz. Hautfarbe rötlichgelb. Halskragen nicht mehr
zu bestimmen. Augen eingesetzt, wie bei Nr. 35. Brustwarzen schwarz. Schurz
weiß. Papyrus gelblichgrau(?). Fußbrett schwarz. Nasenlöcher desgleichen.
INSCHRIFTEN. Fehlen.

') Vgl. Abbildung bei Nr. 3 5 .


STATUEN UND STATUETTEN. 35

TECHNIK. Gute Behandlung der Oberfläche. Arme vom Körper gelöst. Brauen
und Brustwarzen in Relief. R. Hand hohl gearbeitet. Nägel mit Nagelhaut.
Kein Rückenpfeiler. Der 1. Fuß war zum Teil angesetzt, das angesetzte Stück
fehlt jetzt. Der Schurz hat eine ziemlich starke weiße Stuckschicht.
KUNSTWERT. Gute Arbeit, Kopf besonders sorgfältig modelliert.
ERHALTUNG. Bis auf einige Beschädigungen des Stuckes und der Farbe vollständig.
Der 1. Fuß fehlt zum Teil.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 3 0 2 7 2 ; Kat. 1 8 9 5 Nr. 1 3 1 0 [Suppl.]; MASP., Hist. anc. 1 8 9 5
T. 1 S. 4 0 9 ; Fondation PIOT, Mon. et Mem. 1.1 pl. 1 et p. 1 — 6 ; Gazette des beaux-arts
C
3 serie t. 9 p. 2 6 5 — 7 0 .

1
37. Bruchstück einer bemalten Gruppe des und seiner Frau )- —
Weißer Kalkstein. — Höhe: 1,225 m vom Holzsockel ab. — Saqqara.
Dyn. 4 oder 5.
HALTUNG. Der Mann stand geradeausblickend mit herabhängenden Armen, den
1. F u ß vorgesetzt, das r. Bein ist Standbein.
Die Frau, in viel kleinerem Maßstabe, kauert rechts vom Manne mit
untergeschlagenen Beinen. Die Unterschenkel berühren mit den Schienbeinen
ganz die Erde. Nur der Fuß des r. Beines ist sichtbar und liegt mit der Sohle
nach oben. Der 1. Ann umfaßt die r. Wade des Mannes, die Hand ist an der
Innenseite derselben sichtbar. Die r. Hand berührte das r. Schienbein des
Mannes von außen. — Rückenpfeiler des Mannes schmal, etwa bis zu den
Schultern reichend, der der Frau, gleichfalls schmal, reichte auch bis zu den
Schultern und ist mit dem des Mannes vereinigt. Fußbrett rechteckig.

TRACHT. Mann: Ilalskragen von nicht mehr bestimmbaren Farben, darunter Spuren
einer Kette: (s. Skizze hierneben). Dem Königs- ^ .
schürz ähnelnder, bis zu den Knien reichender
Schurz mit vorderer Fältelung, Knoten und
Gürtel. Die Falten des Überschlags detailliert
(s. 2. Skizze hierneben). Die Frau trug das üb­
liche enge Frauengewand, große, bis auf die Schul­
tern reichende Strähnenperücke ohne weitere De­
taillierung, am r. Arm ein glattes Armband (s.
3. Skizze hierneben).

FARBEN. Mann: Hautfarbe rotbraun. Schurz heute ohne jede


Farbspur. Fußbrett und Rückenpfeiler desgleichen. Freie
Räume zwischen Armen und Körper weiß.
Frau: Spuren der gelben Hautfarbe.
INSCHRIFTEN. In gut geschnittenen, vertieften, kleinen Hieroglyphen:
1. Am Gürtel des Mannes, rechts: » - >

links:

l
) Vgl. die beiden Statuen derselben Nr. 196 u. 2 0 1 .
36 CATALOGUE D U M U S E E D U CAIRE.

2. Auf dem Fußbrett, r. vom 1. Fuß des Mannes:


3. Daselbst vor den Knien der Frau: » - >

4. Auf der 1. Seite des Rückenpfeilers:

TECHNIK. die Oberhaut noch erhalten, zeigt sie gute Bearbeitung. Die Arme
WO
und das vorgesetzte Bein waren nicht frei. Zehen nicht vollständig gelöst.
Nägel mit Nagelliaut. Brustwarzen in Relief.
KUNSTWERT. Nach den Resten zu urteilen, saubere Arbeit.
ERHALTUNG. Stark beschädigt. Köpfe fehlen. Arme des Mannes desgleichen.
Oberkörper der Frau nebst r. Arm stark beschädigt. L. F u ß des Mannes des-
gleichen. Fußbrett war geborsten und ist an den Ecken bestoßen. Gipsergän-
zungen am r. und 1. Fuß des Mannes.
VERZ. v. VERÖFF.: K a t . 1 8 9 2 [GREBAUT] Nr. 6 2 2 1 S . 4 4 .

< >
38. Statue des (J^~'P = X Sitzend. — Rotbunter Hornblendegranit. —
Höhe: 0 , 6 5 m. — Nach Kat. 1 8 9 5 Nr. 3 9 : Saqqara(??) 1 8 8 8 ge-
funden; nach den Angaben von Herrn A. BARSANTI aber in Mitrahinne
tief unter dem Pflaster des Ptahtempels Ramses II.; nach Angabe von
Herrn E . BRUGSCH für 8 0 £ von Herrn DINGLI gekauft. Die folgenden
vier Statuen sind für 1 0 0 0 £ von Ali Abd-el-Haj und Farag Ismain
aus Gise gekauft. Nach Journal Nr. 2 8 4 6 6 : Juli 1 8 8 8 ohne Angabe
des Fundorts und mit den vier folgenden nicht zusammen, also wohl
Ankauf. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. R. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die 1. Hand-
fläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel stehen parallel. — Der Sitz würfel-
förmig, hinten wenig höher. Fußbrett rechteckig und auffallend stark.
TRACHT. Glatte Königshaube mit gefältelten, auf die Brust fallenden Lappen. Sehr
flacher Uräus. Gerippter Zopf. Gefältelter Königsschurz ohne Löwenschwanz.
Schminkstreifen an den Auaren.
FARBEN. Keine Spuren.
STATUEN UND STATUETTEN. 37

INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett, r. neben den Füßen, in wenig vertieften, rohen
Hieroglyphen: »—>•
TECHNIK. Oberfläche nicht sehr geglättet. Arme und Beine nicht frei. Zellen
nicht ordentlich gelöst. Nägel nur angedeutet. Hohlraum der Faust halb-
kugelig gefüllt. Brauen und Schminkstreifen reliefiert.
KÜNSTWERT, h o h e Arbeit.

ERHALTUNG. Bis auf eine kleine Verletzung der r. Faust vollständig.


VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 28466 (Juli 88); Kai. 1892 [GREBAUT] Nr. 6201 S . 4 2 ; Kat. 1895
Nr. 39; MASP., Hist. anc. 1895 T. 1 S . 390; Musée égyptien T. 1 Taf. 10.

39. Statue eines sitzenden Königs. — Alabaster. — Höhe 0,65 m. —


Abb. Herkunft: wie bei Nr. 38. Nach dem Journal: Memphis. «D'après
le dire des Arabes les statues ont été trouvées près du lac entre le
temple de Ramsès II et le village de Mitrahinneh. « (Notiz von Herrn
DARESSY.) Dyn. 5.

HALTUNG. Geradeausblickend usw., ganz wie bei vor. Nr. Nur das Fußbrett
niedriger.
TRACHT. Königshaube wie bei vor. Nr., jedoch mit glattem Zopf. Kinnbart.
Königsschurz wie bei vor. Nr.
FARBEN. Keine Spuren.

INSCHRIFTEN. Fehlen.

TECHNIK. Ganz wie bei vor. Nr., nur mit Fortfall der Brauen und
Schminkstreifen. Ohrmuscheln nur angedeutet. Bart mit Brust ver-
bunden.
KUNSTWERT. Flüchtige Arbeit.

ERHALTUNG . Vollständig.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 28580; Kat.1892 [GREBAUT] Nr. 6202 S . 42; Kat.1895 Nr. 37
MASP., Hist. anc. 1895 T. 1 S . 364; Musée égyptien T. 1 Taf. 12.

40. Statue des ^^e^'-jiyj, Sitzend. — Alabaster. — Höhe: 0,475 in. —


Herkunft: wie bei Nr. 38. Nach dem Journal: Memphis. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die Arme unter einem glatten Mantel verborgen,
aus dem die Hände vorn vor der Brust hervorsehen. Die r. Hand liegt über
der 1. Die Unterschenkel wenig nach unten konvergierend. — Sitz würfelförmig,
hinten wenig höher. Fußbrett rechteckig. Schmaler, nach oben sich verjüngender
Rückenpfeiler bis oben.
TRACHT '). Weiße Krone ohne Uräus. Augen mit Schminkstreifen (s. Nr. 38).
Nach unten zu breiter werdender Kinnbart. Der Körper ist in einem von den
Schultern bis zu den Knien reichenden Mantel gewickelt, welcher vor der Brust
zusammengenommen ist. Im Kücken steht dieser Mantel steif in die Höhe.

') Vgl. die ähnlichen Statuen im Heb-sed-Gewand Nr. 55 ». 645 usw.


38 CATALOGUE DU MUSEE DU C A I R E .

Die r. Hand hält dicht am Körper den Wedel, die 1. das altertümlich geformte
[-Zepter; dessen unteres Ende. der Körperform sich anschmiegend, auf dem
r. Oberschenkel liegt.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Auf der Oberseite des Fußbretts r. neben den Füßen in schlecht
eingegrabenen Hieroglyphen:
TECHNIK. Wie Nr. 38. Brauen und Schminkstreifen sind wieder an-
gegeben. Die Bemerkung über den Hohlraum der Faust fällt fort.
KUNSTWERT. Rohe Arbeit.
ERHALTUNG. Die Spitze der Krone war­ ehemals mit einem zylindri-
schen [2.6 cm Durchmesser| Steinzapfen angesetzt. Sie ist jetzt abge-
brochen. Der Zapfen steckt noch in dem gebohrten Loch auf der jetzigen
Oberseite der Krone. Nase und Bart fast völlig abgestoßen. Kanten
des Sitzes stellenweise verletzt. Die Oberfläche überall etwas abgerieben. Sonst
vollständig.
VERZ. U. VERÜFF.: Journal Nr. -28570; Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT] Nr. 6 2 0 3 S. 4 2 ; Kat. 1 8 9 5 Nr. 3 8 ;
Munde eyyptien T. 1 Taf. 1 1 .

41. Bemalt gewesene Statue des (o^ X sitzend. — Alabaster. — Höhe:


0,77 m. — Herkunft wie bei Nr. 3 8 . Nach dem Journal: Memphis.
Dyn. 4(?).
HALTUNG. Ganz wie bei Nr. 39.
TRACHT. Glatte Königshaube mit gefältelten, auf die Brust fallenden Lappen und
glattem Zopf. Der Uräus etwas mehr hervortretend als bei Nr. 38 und mehr
detailliert, der Schwanz geschlängelt oben auf der Haube; nach unten zu breiter
werdender Kinnbart [vgl. Nr. 15]. Königsschurz und Schminkstreifen wie bei
Nr. 38. In der r. Faust ein bandartig zusammengelegtes Tuch.
FARBEN. Spuren blauer Farbe in den Inschriften auf der r. Thronseite und ganz
geringe rotbraune Reste auf verschiedenen Teilen des Körpers sowie Reste von
drei roten Feldern im Gürtel auf der Bückseite.
INSCHRIFTEN. In leidlich scharf eingegrabenen Hieroglyphen auf den zwei Seiten
des Sitzes: Auf dem Fußbrett vor den Füßen:

TECHNIK. Wie Nr. 39. Schminkstreifen und Brauen in Relief. Bart mit
Hals verbunden (s. Skizze hierneben). Ohrmuscheln etwas mehr durch­
modelliert.
KUNSTWERT. Etwas bessere Arbeit als die vorigen.
ERHALTUNG. Vollständig.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 2 8 5 7 7 ; Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT] Nr. 6 1 9 9 S. 4 1 ; Kat. 1 8 9 5 Nr. 4 1 ;
r
JIASP., Hist. anc. 1 8 9 5 T. 1 S . 3 7 2 ; Musee egyptien' Y.\ Taf. 8 .
STATUEN UND STATUETTEN. 39

42. Statue des (o £25 ^jj^J> Sitzend'). — Hellgrauer Diorit mit schwarzen
Abb
- Flecken. — Höhe: 0,55 m. — Herkunft wie bei Nr. 38. Dyn. 4(?).
HALTUNG. Wie Nr. 39. Die Ecken des Fußbretts abgerundet.
TRACHT. Königshaube wie bei vor. Nr., jedoch mit geripptem Zopf und stark an-
liegendem Uräus, dessen Schwanz geschlängelt auf der Haube liegt. Kinnbart
und Schurz wie bei vor. Nr. Keine Schminkstreifen und kein Tuch in der K.
FARBEN. Keine Spuren. Rechts: Links :
INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Thrones und
auf dem Fußbrett in Hieroglyphen, die wie bei
vor. Nr. ausgeführt sind.
TECHNIK. Wie Nr. 38, doch ohne reliefierte Brauen
und Schminkstreifen. Kinnbart mit Hals verbun-
den. Die Statue ist aus einem früher poliert ge-
wesenen Stück Diorit gemacht worden, ein Stück
Kante
der alten Politur ist noch an der Unterseite der
r. Kante des Fußbretts stehengeblieben.
KUNSTWERT. Weniger sorgfältige Arbeit als Nr. 38.
ERIIALTUNG. Vollständig.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 2 8 5 7 8 ; Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT
Nr. 6 2 0 0 S . 4 2 ;KAT.1 8 9 5 N r . 4 0 ; MASP., Hist. anc. 1895
T. 1 S . 3 7 4 ; Musée égyptien T. 1 Taf. 9.

43. Bruchstück der Statue des sitzend. — Dunkelgrauer Stein.


Abb 2
- Höhe: 0,26 m. — Gekauft in Kom-el-achinar ) 1888. Dyn. 6.
HALTUNG. Die r. Faust stand auf dein r. Oberschenkel, die 1. Handfläche liegt auf
dem 1. Die Unterschenkel divergieren nach unten zu wenig und berühren sich
mit den Waden. — Sitz würfelförmig, hinten höher. Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Gefältelter Königsschurz mit Gürtel ohne Löwenschwanz.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Auf dem Gürtel, an Stelle des Schließschildes eingekratzt : »
Auf dem Fußbrett r. von den Füßen in wenig vertieften Hieroglyphen:
TECHNIK. Gute Bearbeitung der Oberflächen. Beine nicht frei. Zehen nicht
ganz gelöst. Nägel mit Nagelhaut. Kein Rückenpfeiler.
KUNSTWERT. Mäßige Arbeit.
ERHALTUNG. Der ganze Oberkörper von etwas über dem Gürtel an fehlt.
Desgleichen der r. Unterarm bis auf ein Fragment der Faust.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. 1892 [GREBAUT] Nr. 6208 S. 4 3 ; Rec. 10 S.139 [DARESSY].

') Das bei GREBAUT Kat. 1892 S. 42 unter Nr. 6204 aufgeführte, zu diesen Statuen Nr. 38—42
anscheinend gehörende Fragment des Thrones des ÇQ , das auch auf den Zetteln Nr. 6191
u. 6204 verzeichnet ist, fand sich 1897 nicht vor, scheint auch im Eingangsjournal nicht aufgeführt
zu sein, ebensowenig findet es sich im Musée égyptien publiziert oder erwähnt.
2
) Gleichzeitig hiermit gefunden Nr. 422ff.
40 CATALOGUE D U M U S É E DU CAIRE.

44. Bemalte Gruppe des und seiner Familie. — Weißer Kalk-


A b b
- stein. — Höhe: 0 , 8 1 m . — Saqqara, Nach M a r . , Mast. S. 107:
Mastaba B 1 4 . Dyn. 6.
HALTUNG. Der Mann: Geradeausblickend. Die r. Faust stellt auf dem r. Ober­
schenkel, die 1. Handfläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel parallel.
Die Frauen r. und 1. neben den Unterschenkeln des Mannes vor dem Sitze
kauernd, in viel kleinerem Maßstabe. Die Beine sind so untergeschlagen, daß der
:
Unterschenkel des r. Beins bei der L. neben dem Oberschenkel hegt ). Der r. Arm
umfaßt die 1. Wade des Mannes, die Hand ist an der Innenseite sichtbar; die 1. Hand­
fläche liegt auf dem 1. Knie. Die Frau an der r. Seite hat symmetrische Haltung.
Sitz würfelförmig, nach hinten zu höher werdend, breiter, bis zu den
Schulterblättern reichender Rückenpfeiler. Rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Der Mann: Große, gescheitelte, hinter die Ohren gestrichene, bis auf die
Schultern reichende Strähnenperücke mit Detaillierung der Strähnen:
Spuren eines gemalten, breiten Halskragens mit Gegengewicht auf der
Rückseite (s. Skizze hierneben). Glatter, kurzer Schurz mit
Gürtel und Knoten, glattem Überschlag (?) von links und
nach der dem Überschlag entgegengesetzten Seite durch den
2
Gürtel hinaufgezogenem gefältelten Zipfel ): Rückenpfeiler

Unteransicht des Schurzes zwischen den Knien sichtbar.


Die Frauen: Lange, gescheitelte, bis auf die Schultern
reichende Strähnenperücke mit detaillierten Strähnen, das eigene
Haar sieht gescheitelt an den Stirnen unter den Perücken her-
vor. Enges, anliegendes Frauengewand, jedoch nähere De-
taillierung nicht sichtbar, da sie wold nur aufgemalt war.
FARBEN. Haare schwarz. Hautfarbe: beim Manne rotbraun, bei den Frauen keine
Spuren. Schurz weiß. Freie Räume zwischen Armen und Körper rotbraun.
Sitz und Rückenpfeiler wie Granit gemalt.
INSCHRIFTEN. In kleinen, vertieften Hieroglyphen, am Rückenpfeiler und auf dem
1
Sitz an den Seiten des Mannes,
rechts: m—> links: »—>-

Kante

') Es soll die unter Nr. 21 u. 37 beschriebene Stellung sein.


2
) Also nur sehematische und mißverstandene Wiedergabe dieser Art Schurz.
STATUEN UND STATUETTEN. 41

An der Vorderseite des Sitzes über den Köpfen der Frauen, rechts:

links'):

TECHNIK. Oberfläche leidlich bearbeitet. Arme mit Körper verbunden.


Zwischen den Unterschenkeln tief ausgearbeitet. Zehen gelöst.
Nägel ohne Nagelhaut. Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt.

KUNSTWERT. Ungeschickte, unproportionierte Arbeit.

ERHALTUNG. Von den Farben nur Spuren. Nase und 1. Unterarm des Mannes b e ­
schädigt. R. Seite des Sitzes blättrig.

VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MASP. Zettel Nr. 927; Kat. 1895 Nr. 44; Inschriften: MAR., Mast.
S.107; daselbst auch Skizze des Fundorts.

2
45. Bemalte Statue des , Sitzend ). — Weißer Kalkstein. —
Abb
- Höhe: 0,92 m. — Saqqara. Nach MASP., Zettel 976: Mastaba B I6.
Nach MAR., Mast. S . 358ff., jedoch Mastaba D 6 3 . Dyn. 6.

HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust liegt mit drei Fingern auf dem r. Ober­
schenkel, die 1. Handfläche auf dem 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfel­
förmig, nach hinten stärker ansteigend als gewöhnlich. Rechteckiges, an den
Seiten und hinten etwas vor dein Sitz vorstehendes Fußbrett.

TRACHT. Lange gescheitelte, die Ohren freilassende Strähnenperücke, welche


hinten bis auf die Mitte der Schulterblätter, vorn in zwei Teilen bis auf
die Mitte der Brust fällt. Unter den obersten Strähnen sehen noch zwei
Reihen anderer hervor (s. Skizze liierneben). Das eigne Haar sieht vor
den Ohren unter der Perücke etwas hervor. Kurzer, bis zu den Knien
reichender Schurz mit Gürtel, Knoten und gefälteltem Überschlag,
dessen Zipfel durch den Gürtel hinaufgezogen ist
(s. Skizze liierneben). Die Fältelung des Über­
schlags geht nur bis zum r. Arm. Spur eines ge­
malten Halsbandes.

FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Brustwarzen, freie


Räume und Oberseite des Fußbretts -— auch
zwischen den Zehen — schwarz. Hautfarbe: rot­
braun. Schurz weiß. Sitz gelblich. Gürtel hinten
blau.

INSCHRIFTEN. In vertieften, leidlich sauber geschnittenen Hieroglyphen an der


Vorderseite des Fußbretts:

J
) Wohl an Stelle von n o , auch fehlt der Name.

2
) Vgl. Statue Nr. 47, denselben darstellend.
6
42 CATALOGUE DU MUSEE DU C A I R E .

Auf der Mitte der 1. Sitzseite: Desgleichen r.


TECHNIK. Oberfläche wie bei vor. Nr. Arme mit
Körper verbunden. Zwischen den Unter­
schenkeln nicht tief ausgearbeitet. Zehen
frei. Nägel mit Nagelhaut. Der Hohlraum
der Faust ist durch einen beiderseits abge­
rundeten Zylinder gefüllt. Brauen und Brust­
warzen in Belief.
KUNSTWEHT. Sehr unproportionierte Arbeit.
ERHALTUNG. Farben etwas erhalten. Nasen­
spitze bestoßen. L. Vorderecke des Fußbretts abgebrochen.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 4 9 4 ; Kat. MASP. Nr. 9 7 6 S. 2 1 8 ; Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT] Nr. 9 7 6
S.40; Kat. 1895 Nr. 4 3 .

46. Bruchstück der Statue eines sitzenden Mannes. — Grünlichgrauer Diorit


A b b
- mit schwarzen Flecken. — Höhe: 0 , 7 4 m. — Gise. Nach Kat. 181)2,
S. 4 5 : »trouve'e dans le temple d'Isis a l'est de la pyramide de la
fille de Che'ops, a moins d'un metre de l'endroit oü MARIETTE ') avait
receuilli la stele № 882.« 13. Januar 1888. Nach Angaben von Herrn
DARESSY aus dem Briefe des Inspektors: »au N. E. dans le petit
temple«, »le 8. 1. 1888«. Dyn. 4.
HALTUNG. Die r. Faust stand auf dem r. Oberschenkel, die 1. Handfläche hegt
auf dem 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig.
TRACHT. Glatter, bis zu den Knien reichender Schurz ohne jede Detaillierung.
Die hintere Unterkante des Schurzes zwischen den Knien sichtbar. In der
r. Faust ein zusammengelegtes Tuch.
FAHREN. Keine Spuren.

INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Sitzes und auf dem Fußbrett neben den
>
Beinen in gut eingegrabenen Hieroglyphen, rechts: m—> g> links:
TECHNIK. Polierte Oberfläche, Rückseite des Sitzes gestockt.
Arme mit Körper verbunden. Zwischen den Unterschenkeln
und zwischen Unterschenkeln und Sitz nur
rund ausgetieft (s. Skizze hierneben). Tren­
nung der Finger nur angedeutet. Nägel nicht
angegeben. Kein Rückenpfeiler.
KUNSTWERT. Plumpe Arbeit, die des Materials nicht Herr
wird.
ERHALTUNG. Kopf, r. Unterarm, Fußbrett mit den Füßen fehlt. R. Vorderecke
des Sitzes bestoßen.

VERZ. U. VERÖFF.: Journal N r . 2 8 1 7 2 ; Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT] N r . 6 2 2 5 S. 4 4 ; Kat. 1 8 9 5 N r . 5 2 .


') »d'apres le reis Atwe.«
STATUEN UND STATUETTEN. 43

1
47. Bemalte Statue des ^ [ F - ^ f l , stehend ). — Weißer Kalkstein. —
V !
Höhe: 0,93 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 358ff.: Mastaba
D 63. Dyn. 6.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend. Hände geschlossen.
Auf beiden Beinen stehend. Füße parallel. — Breiter, bis zur Schulter reichender
Rückenpfeiler. Fußbrett, mit abgerundeten Ecken.
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, die Ohren halb verdeckende ge­
scheitelte Strähnenperücke ohne weitere Detaillierung der Strähnen. Breites
gemaltes Halsband: Kurzer, glatter Schurz mit
Gürtel, Knoten und gefälteltem Überschlag, dessen
Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist, vorn vier vom
Gürtel herabhängende Ketten aufgemalt (s. Skizze hier­
neben).
FARBEN. Haare, Wimpern, Brauen, Pupillen, freie Räume, Rücken­
pfeiler und Fußbrett schwarz. Hautfarbe rotbraun; Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. In vertieften, nicht ausgemalten Hieroglyphen auf dem
Fußbrett zu beiden Seiten der Füße, rechts: »—>- links :
TECHNIK. Oberfläche leidlich glatt. Arme nicht frei.
Raum zwischen den Beinen wenig ausgearbeitet. Zehen
gelöst. Nägel mit Nagclhaut. Hohlraum in den Fäusten
vorn halbkugelig, hinten glatt.
KUNSTWERT. Rohe, äußerst ungeschickte Arbeit.
ERHALTUNG. Bis auf ein von der 1. Seite der Perücke
abgestoßenes Stück, gut. Nasenspitze wieder angesetzt.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 3 0 ; Kat. MASP. Zettel 9 2 0 ;
Z a * . 1 8 9 2 [GREBAUT] Nr. 9 2 0 S . 4 5 .

2
48. Bemalt gewesene Statue der sitzend ). — Weißer Kalk-
A
stein. — Höhe: 0,76 m. — Gise (nach dem Zettel am Sockel).
Dyn. 4.
HALTUNG. Geradeausblickend. Handflächen auf den Oberschenkeln. Füße dicht
nebeneinander. — Sitz würfelförmig, hinten wenig höher. Fußbrett vorn ab­
gerundet.
TRACHT. Große, gescheitelte, die Ohren deckende, bis zu den Schultern reichende
Strähnenperücke mit Detaillierung der Strähnen (s. Skizze hierneben).
3
Oben auf dem Haarwirbel liegt eine kleine runde Scheibe in Relief ).
Das eigene Haar sah an der Stirn unter der Perücke hervor. Eng
anliegendes Frauengewand, dessen oberes Ende nicht wahrnehmbar ist — war
gemalt —, und das unten bis zur unteren Hälfte der Waden reicht.
Einfache, glatte Armbänder in Relief an jedem Handgelenk:

') Vgl. die Statue desselben Mannes Nr. 4 5 .


-) Den Mann dieser Frau s. Nr. 6 4 .
3
) Vgl. Nr. 4 9 .
6*
44 CATALOGUE DU MUSEE DU САIRЕ.

FARBEN. Nur an den Füßen Spuren der gelben Hautfarbe. Oberseite des Fuß­
bretts schwarz. Die Augen waren eingesetzt.
INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Sitzes in gut geschnittenen vertieften Hiero­
glyphen: rechts: v links: »—>
TECHNIK. Glatte Oberflächenbearbeitung. Arme mit Körper ver­
bunden. Zwischen den Füßen tief ausgearbeitet. Zehen frei.
Nägel mit Nagelhaut. Brustwarzen in Relief. Kein Rücken­
pfeiler.
KUNSTWERT. Steife, konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Der obere Ted des Gesichts abgeschlagen. L. Vor­
derecke des Fußbretts und r. Hinterecke des Sitzes des­
gleichen. L. Sitzseite blättert ab. An unteren Teilen starke Salzausschwitzungen.

49. Bemalte Statue eines sitzenden Mannes. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


A b b
- 0,65 m. — Saqqara (nach dem Zettel am Sockel). Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die
1. Handfläche liegt mit drei Fingern auf dem 1. Die Unterschenkel wenig nach
unten konvergierend. Die Waden berühren sich fast. — Sitz würfelförmig,
nach hinten wenig höher. Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Große, die Schultern berührende, gescheitelte Strähnenperücke mit kleinem
Kreis aus dem Haarwirbel'). Ohren halb verdeckt. Unter den oberen
Strähnen sehen noch zwei Reihen anderer hervor (s. Skizze hierneben).
Spuren eines gemalten Halsbandes, ?^fc ;
N dessen Farben nicht mehr
===

festzustellen sind. Kurzer, bis zu • ^ ^ ^ ^ den Knien reichender Schurz


49
mit Gürtel, Knoten und gefälteltem Überschlag, dessen Zipfel durch
den Gurt hinaufgezogen ist (s. Skizze hierneben). Die Fältelung
hört unter der Hand auf. Die hintere Unterkante des Schurzes ist
zwischen den Knien sichtbar. In der r. Faust ein Band.
FARBEN. Haar, Brauen, Wimpern, Sitz und Fußbrett schwarz. Haut­
farbe rotbraun, dieselbe ging unter dem Halskragen fort. Schurz
weiß. Freie Räume weiß.
INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Sitzes und auf dem Fußbrett zu
2
beiden Seiten der Beine in gemalten ) Hieroglyphen, die sich fast gar nicht
von dem Schwarz des Thrones abheben,
rechts: »—> links:
nichts
mehr
— Kante
lesbar

») Vgl. Nr. 48.


2
) An einigen Stellen sind die Zeichen auch ganz wenig erhaben. Es könnte eine Inschrift
sein, die abgestoßen und übermalt wurde, so daß nun die abgestoßenen Stellen einen etwas anderen
Ton haben als der Grund.
STATUEN UND STATUETTEN. 45

TECHNIK. Oberfläche gut bearbeitet. Arme mit Körper verbunden. Zwischenraum


zwischen den Unterschenkeln wenig ausgearbeitet. Zehen gelöst. Nägel mit
Nagelhaut. Brauen und Brustwarzen in Relief. Kein Rückenpfeiler.
KUNSTWERT. Langgezogene, unproportionierte Gestalt.
ERHALTUNG. L. Hand etwas bestoßen, sonst gut.

50. Bemalte Statue der ^ Z ^ - F ' , stehend. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


Abb
- 0,65 m. — Herkunft?') Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die Arme hängen am Körper herab, die Hand-
flächen liegen an den Oberschenkeln an. Füße geschlossen. — Rechteckiges
Fußbrett. Schmaler, bis zur Schulterhöhe reichender Rückenpfeiler.
TRACHT. Große, die Ohren deckende, gescheitelte, bis auf die Schultern reichende
Strähnenperücke, ohne weitere Detaillierung der Strähnen. Langes, eng anschlie-
ßendes Frauengewand, das von unter den Brüsten bis zur unteren Wadenhälfte
reicht, mit zwei Tragbändern. Spuren von einem Halsband und Halskragen:
FARBEN. Nur Spuren. Hautfarbe gelb. Haare und freie Räume schwarz, y^i g - t\ s

desgleichen Fußbrett. Rückenpfeiler gelb. ^L^sR


INSCHRIFTEN. Vorn auf dem Fußbrett in vertieften Hieroglyphen: m—>- cT^T—

H - O F
TECHNIK. Oberflächen leidlich bearbeitet. Arme nicht frei. Zwischenraum zwischen
den Füßen sehr wenig vertieft. Zehen nicht ganz gelöst. Nägel mit Nagelhaut.
KUNSTWERT. Rohe Arbeit.
ERHALTUNG. Linker halber Unterarm und Hand fehlen.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MASP. Zettel 9 5 3 .

/ w w v v
51. Bemalte Statue des ^ Jp ^ , stehend. — Weißer Kalkstein. —
A b b >
Höhe: 0,97 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 223: Mastaba D 17.
Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Anne hängen am Körper herab. Hände geschlossen.
Linkes Bein vorgesetzt, r. Bein Standbein. — Schmaler, bis zu den Schultern
reichender Rückenpfeiler. Fußbrett an der r. Seite abgerundet.
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, die Ohren halb verdeckende, ge-
scheitelte Strähnenperücke ohne weitere Detaillierung der Strähnen.
Breites, gemaltes Halsband: £ j 3 ^ ^ 1 Kurzer, bis zu den Knien
reichender Schurz mit IEELECE- \ Gürtel, Knoten und gefäl-
teltem Uberschlag, dessen " " si Zipfel durch den Gurt
hinaufgezogen ist (s. nebenstehende Skizze).
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, freie Räume an der Oberseite des
Fußbretts schwarz. Hautfarbe und Pupillen rotbraun. Schurz
weiß. Rückenpfeiler hinten und an den Seiten anscheinend gelblich.

*) Vielleicht aus Saqqara, Mastaba D 5 (vgl. MAR., Mast. S. 183), jedoch ist hier der Titel ^_<^>

nicht angegeben, sie ist vielmehr ^ . ^ u s w . Derselbe Name auch in Mastaba D l 2 (MAR., Mast. S. 2 0 3 ) .
46 CATALOGUE D U M U S É E D U CAIRE.

INSCHRIFTEN. gut geschnittenen, wenig vertieften, weiß ausgemalten Hiero­


In
glyphen auf dem Fußbrett r. neben dem 1. F u ß : & —v
TECHNIK. Ziemlich glatte Flächen. Arme und vorgesetztes Bein
nicht frei. Zehen gelöst. Nägel mit Nagelhaut. Hohlräume
in den Fäusten vorn halbkugelig gefüllt, hinten nur der Um­
riß des Hohlraums eingekratzt. Brauen in Relief.
KUNSTWERT. Gewöhnliche Arbeit.
ERHALTUNG. L. Seite der Perücke, Daumen der Fäuste be­
schädigt. R. Seite des Fußbretts vorn angestoßen.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 5 8 5 S. 2 1 7 ; Kat. MASP. Zettel 9 4 6 ; Fundbericlit und In­
schrift, MAR., Mast. S. 2 2 3 u. 2 2 4 Nr. 5 0 4 .

52. Bemalte Statue eines stehenden Mannes. — Weißer Kalkstein. — Hohe:


Abb. 0 , 5 5 5 in. — Herkunft? Dyn. 5 .
HALTUNG, Ganz wie bei vor. Nr. — Breiter, nach oben schmaler werdender, bis
zur Genickhöhe reichender Rückenpfeiler. Das Fußbrett war rechteckig.
TRACHT. Kleine, die Ohren deckende Lockenperücke. Kurzer, bis zu den Knien
reichender Schurz mit farbigem Gürtel, Knoten und
gefälteltem Überschlag, dessen Zipfel durch den Gurt
hinaufgezogen ist (s. nebenstehende Skizze).
FARBEN. Haare. Brauen, Wimpern, Pupillen, Oberseite des
2
Fußbretts, freie Räume' ) schwarz. Hautfarbe rotbraun.
Bückenpfeiler und Verbindung zwischen Körper und
Rückenpfeiler ohne Farbe.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett r. neben dem 1. Fuß in vertieften Hieroglyphen:
-
TECHNIK. Flächen glatt bearbeitet. Arme und vorgesetzter Fuß nicht ^T *"
frei. Zehen nur halb gelöst. Nägel ohne Nagelhaut. Hohlraum ЩЦ
in den Fäusten nur vorn halbkugelig angegeben. i. F ß ЩЩ, u

KUNSTWERT. Gewöhnliche Arbeit. Kopf etwas zu groß. Gesicht nicht ^


schlecht gearbeitet. ®||
ERHALTUNG. R. Seite des Fußbretts fehlt zur Hälfte. R. Faust beschädigt. L. Daumen
desgleichen. Die Oberfläche ist vielfach durch Salz zerstört. Viele Spuren von
Salzausschwitzungen.

53. Bemalt gewesene Statue der jj^f*, sitzend. — Weißer Kalkstein. —


Abb. Höhe: 1 , 1 9 5 m vom hölzernen Sockel ab. — Gise, nach Angabe
des angeklebten Zettels. Nach MAR., Mast. S. 1 2 5 : Saqqara, Mastaba
8
C 5 des ^ J ^ ) - Dyn. 5.

HALTUNG. Wie bei Nr. 48. — Sitz würfelförmig. Breiter, bis zur Scheitelhöhe
reichender Rückenpfeiler. Rechteckiges Fußbrett.

') Das Zeichen i i schließt rechts rechteckig, nicht wie später schräg ' i.
'-) Bei den freien Räumen zwischen Armen und Körper liegt die Hautfarbe unter dem Schwarz.
3
) Die Statuen des s. Nr. 18 u. 19.
STATUEN UND STATUETTEN. 47

TRACHT. Große, nicht ganz bis auf die Schultern reichende, gescheitelte, die Ohren
verdeckende Strähnenperücke, jedoch ohne Angabe der einzelnen Strähnen. An
der Stirn sieht das eigne Haar unter der Perücke hervor. Langes, bis etwas
über die Fußgelenke reichendes Frauengewand, dessen oberer Abschluß nicht
zu erkennen, da er nur gemalt war.
FARBEN. Nur einige geringe Spuren gelber Hautfarbe.
INSCHRIFTEN. Auf der Vorderseite des Thrones und auf dem Fußbrett r. und 1.
von den Beinen in großen, vertieften Hieroglyphen. Rechts: m—>
Links dasselbe umgekehrt.
TECHNIK. Saubere Flächenbehandlung. Arme mit Körper verbunden.
Füße fast ganz voneinander frei. Zehen gelöst. Nägel nur ange­
Kante
deutet. Einige Stellen auf der Rückseite des Rückenpfeilers sind mit
rötlichem Mörtel gefüllt, nachdem sie vorher mit roter Farbe bezeich­
net waren (s. Nr. 7 und 18). Finger last kaum getrennt und sehr roh.
KUNSTWERT. Steife Arbeit.

ERHALTUNG. Farben fast vollständig verloren. Nase abgeschlagen. R. Vorderecke


des Fußbretts verletzt. R. Seite des Sitzes blättert ab.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr.10066 (nach März 1860); Kat. 1892 [GREBAUT] Nr. 6215 S. 46;
auf Zettel Nr. 6215 [GRÉBAUT]: «était dans le grand magasin à Boulaq« (vgl. Nr. 64);
Inschrift: MAR., Mast. S. 125 C 5.

1
54. Bemalte Statue des ^ | JIM, stehend ). — Weißer Kalkstein. — Höhe:
Abb
" 0,91 m. — Saqqara, Nach M a s p . , Zettel 999: Mastaba C 10. Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei Nr. 51. — Schmaler, bis zur Schuherhöhe reichender Rücken­
pfeiler. Rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Kleine, die Ohren (leckende Lockenperücke. Ganz dünner Schnurrbart.
2
Spuren eines gemalten Halskragens ) (s. Skizze hierneben).
Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit gefälteltem
Überschlag, dessen Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen
ist, Gürtel und Knoten (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Haare, Schnurrbart, Brauen, Wimpern,
Pupillen, Nasenlöcher, Brustwarzen, freie
Bäume und Fußbrett schwarz. Hautfarbe rotbraun, Schurz
weiß. Rückenpfeiler schwarz.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett in vertieften, unausgemalten Ilie-
roglyphen r. vom 1. F u ß : » >
TECHNIK. Dieselbe wie bei der sitzenden Statue Nr. 2 8 .
KUNSTWERT. Wie dort.
ERHALTUNG. Nase und r. laust abgestoßen. Die Statue war
in der Mitte zerbrochen und ist wieder zusammengesetzt.
VERZ. U. VERÖFF. : Kat. MASP. Zettel 999, am Sockel ein Zettel mit 999 D 7:
Inschrift publiziert: MAR., Mast. S. 132 Nr. 5, Mastaba C10.

') Dieselbe Person: Nr. 28, 77, 81, 83(?), 97, 164(?), 207, 214.
2
) Die Farbe der Haut (rbr) liegt hier unter der des Halskragens.
48 CATALOGUE DU MUSEE DU СAIRЕ.

55. Bemalte Gruppe des und seiner Familie. — Weißer Kalkstein. —


Höhe: 0 , 6 8 5 m. — Saqqara 1 8 8 7 aus dem Magazin dort nach Kairo
gebracht. »Dans une chambre de la maison de MARIETTE a Saqqarah.«
Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann: Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel. Die 1. Hand­
fläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel parallel.
Die Frau: R. neben dem Manne stehend. Mit dem 1. Arm umfaßt sie
ihn und legt ihre Hand auf seine 1. Schulter. Mit der r. berührt sie seinen r.
Oberarm mit den Fingerspitzen. Die Füße stehen parallel nebeneinander. Der
Maßstab der Frau ist kleiner als der des Mannes.
Die Knaben: Der größere r. von der Frau, der kleinere 1. vom Manne
vor dem Sitz. Der 1. Arm hängt herab, die Handfläche liegt am 1. Oberschenkel.
Die r. Hand ist zum Munde geführt. Das 1. Bein ist
Knabe 2 Mann Frau Knabe 1
etwas vorgesetzt, das r. ist Standbein. Die Knaben sind
in bedeutend kleinerem Maßstab gehalten als die ande­
ren Figuren.
Der Sitz des Mannes würfelförmig. Das Fußbrett
hat unregelmäßige Form (s. Skizze hierneben). Rücken­
pfeiler desgleichen sehr unregelmäßig; die stehenden
Figuren haben schmale bis zu den Schultern. Mann
und Frau zusammen haben außerdem einen bis zur Mitte Knabe 2 Mann Frau Knabe 1
des Rückens (s. Skizze hierneben).
TRACHT. Der Mann: Spuren eines gemalt gewesenen Hals­
kragens. Kurzer, bis zu den Knien
reichender Schurz mit gefälteltem
Überschlag ohne oben durchgezogenen
Zipfel, Gürtel und Knoten (s. Skizze
hierneben). Vielleicht vorn Spuren
von herabhängenden Perlenketten (s.
Nr. 47). In der r. Faust ein zusammengelegtes Tuch.
Die Frau: Große, bis auf die Schultern reichende Strähnenperücke. Spuren
der roten Aufzeichnung eines breiten Halskragens: ^ r Langes, eng an­
schließendes Frauengewand von den Brüsten bis zu ==»
der unteren Wadenhälfte. Spuren der gemalten ~ ^55
Muster auf demselben und auf den Tragbändern, welche
auf den Schultern geknotet sind (s. Skizze hierneben). An
den Handgelenken Armbänder: n—n Anden Fußgelenken
rote Aufzeichnung von Fußringen. ' ' '
5 S
Die Knaben: Kinderlocke an der r. Seite:
Spuren der roten Aufzeichnung von breiten Halsbändern
und von Armbändern.
FARBEN. Der Mann: Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß. Freie
Räume und Brustwarze schwarz.
1
Die Frau: Hautfarbe gelb. Die Nägel sind sämtlich rotbraun ) gefärbt.
Haare schwarz.
l
) Von Henna, s. ÄZ. 1897, 168.
STATUEN UND STATUETTEN. 49

Die Knaben: Hautfarbe gelb.


Der Sitz, freie Räume, Fußbrett und Rückenpfeiler schwarz.

INSCHRIFTEN. In kleinen, vertieften, nicht ausgemalten Hieroglyphen:


Vor dem größeren Knaben und der Frau auf dem Fußbrett: ;

Vor dem kleineren Knaben:

An der Vorderseite des Sitzes und


an dem Fußbrett r. und 1. von den Beinen
des Mannes: rechts: links :

TECHNIK. Gute Flächenbehandlung. Arme nicht frei


bis auf den 1. der Frau. Füße des Mannes fast
ganz frei. Zehen gelöst. Nägel ohne Nagelhaut.

KUNSTWERT. Sorgfältige Arbeit, aber ohne richtige Pro­ — Kante -

portionen.

ERHALTUNG. Die Köpfe fehlen sämtlich. Beim Manne


außerdem ein Stück der r. Faust, bei der Frau der
r. Ellenbogen, beim größeren Knaben die r. Hand,
beim kleineren der 1. Arm.

VERZ. U. VERÖFF.: Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT] Nr. 6 2 2 0 S. 5 3 .

7
50 CATALOGUE D U M U S É E D U CAIRE.

56. Bemalte Statue des am Boden sitzend, lesend. — Rotbunter


Abb.
Granit. — Höhe: 0,47 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S . 266:
1
Mastaba D 37 ). Oktober 1861. Dyn. 5.

HALTUNG. Der Mann sitzt geradeausblickend auf der Erde. Die Beine unter­
geschlagen, so daß die Unterschenkel von vorn sichtbar sind. Der 1. Unter­
schenkel vor dem r. Die Füße berühren mit den Oberseiten den Boden. Die
Hände stehen mit den Seiten der kleinen Finger auf den Oberschenkeln und
halten die beiden eingerollten Enden einer offenen Papyrushandschrift zwischen
den Daumen und den übrigen Fingern. — Das Fußbrett schließt sich der
Körperform an.

TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, die Ohren halb freilassende, ge­
scheitelte Strähnenperücke, unter deren oberer Strähnenlage hinten eine zweite
hervorsieht. Das eigne Haar
sieht unter der Perücke vor
den Ohren hervor. Kleiner,
dünner Schnurrbart. Breiter,
farbiger Halskragen mit Ge­
gengewicht zwischen den
Schulterblättern. Bis zu den
Knien reichender Schurz mit
oberem saumartigen Um­
schlag und vorn eingestopf­
tem Zipfel
— ob das w i'-t-—
56
bei dieser Art
Schurz übliche zurückfal­
lende Ende durch Kontur
auf der Bemalung angegeben
war, ist nicht festzustellen.

FARBEN-. Haar, Brauen, Wim­


pern, Pupillen, Schnurrbart,
Brustwarzen (?), freie Räume,
Oberseite des Fußbretts und
Grenzlinie zwischen r. und
1. Unterschenkel schwarz.
Weißes im Auge und Schurz
2
weiß. Papyrus gelblich ).

INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Fußbretts in ver­


tieften Hieroglyphen: m— >

') Die Statue ist nicht erwähnt. Namen und Titel stimmen.
2
) Ob die Hautfarbe auch angegeben war, ist nicht zu sagen. An mehreren Stellen sitzen
weißliche Farbreste.
STATUEN UND STATUETTEN. 51

Auf dem aufgerollten Stück des Papyrus dem Lesenden zugekehrt in schwarzer
Schrift:

Rote Linien (aa) geben die Grenzen der gerollten Stücke des Papyrus an.
TECHNIK. Oberflächen leidlich glatt bearbeitet. Arme nicht frei. Finger und Zehen
kaum getrennt. Nägel nur an den Daumen angegeben. Kein Rückenpfeiler.
KUNSTWERT. Beine sehr ungeschickt, sonst leidliche Arbeit.
ERHALTUNG. Eis auf Verletzungen der Farben vollständig.
V E R Z . U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 1 7 3 2 9 ; Kai. M A R . Nr. 5 9 5 ' ) ; Kat. M A S P . Zettel 9 2 6 ; Kat. 1 8 9 2
[GREBAUT] Nr. 9 2 6 S. 4 6 .

57. Statue eines am Boden sitzenden, lesenden Mannes. — Grauer Granit.


Abb. — Höhe: 0,475 m. — Saqqara (nach dem Zettel am Sockel).
Dyn. 5.
HALTUNG. Ganz wie bei Nr. 56, nur liegen die Hände mit den äußeren Flächen auf
den Oberschenkeln und halten die gerollten Enden des Papyrus zwischen den
Daumen und den übrigen vier Fingern. — Fußbrett wie bei Nr. 56, nur mit etwas
mehr Rand.
TRACHT. Große, gescheitelte, bis auf die Schultern reichende, die
Ohren halb deckende Strähnenperücke. Bis zu den Knien reichen­
der Schurz mit oberem saumartigen Umschlag, zurückgescldagenem
Ende und vorn eingestopftem Zipfel wie nebenstehend skizziert.
FARBEN. An einigen Stellen geringe Spuren von weißlichem Überzug. Jedoch ist
nicht mit Sicherheit zu sagen, daß die Statue bemalt war.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei Nr. 56.

KUNSTWERT. Unproportionierte Arbeit. Unterkörper zu groß.


ERHALTUNG . Vollständig.
V E R Z . U. V E R Ö F F . : M A R . , Alb. phot. Taf. 2 .

? ==D
58. Bemalte Statue des 5^ , am Boden sitzend. — Grünlichgrauer
Abb AVWVA * ^ C±

Granit. — Höhe: 0,42 m. — Saqqara. Nach MASP., Zettel 8 8 4 :


2
Mastaba D 56 ). Dyn. 5.
HALTUNG. W i e bei Nr. 56. Nur liegen die Handflächen flach auf den Ober­
schenkeln und halten nichts. — Fußbrett ganz wie bei Nr. 56.

') Die Nummer fehlt im gedruckten Katalog, GREBAUT zitiert sie aber, wohl nach der an der
Statue befestigt gewesenen,
2
) Vgl. M A R . , Mast. S. 3 2 9 D 5 6 . Statuen desselben s. Nr. 8 8 u. 1 3 3 .
7*
52 CATALOGUE DU MUSEE D U CAIRE.

TRACHT. Kleine, die Ohren deckende Lockenperücke. Dünner Schnurrbart.


Breiter, gemalter Halskragen und dünne Kette mit Amulett:
Bis an die Knie reichender Schurz mit umgeschlagenem Ende
und oben eingestopftem Zipfel. Angabe des
oberen saumartigen Umschlags fehlt (s. Skizze).
FARBEN. Ilaare. Brauen,Wimpern.Pupillen. Schnurr­
Ä
bart, Nabel . Brustwarzen , freie R ä u -

me, Fußbrett schwarz. Weißes im Auge, Nägel,


Schurz weiß. Zwischen Schurz und Unterschenkeln r. Kontur. Nagelspitzen
vielleicht rötlich (mit Henna gefärbt).
INSCHRIFTEN. Auf der Oberseite des Schurzes zwischen den beiden Händen in ver­
tieften, schwarz ausgemalten (?) Hieroglyphen: m—>-
TECHNIK. Wie bei Nr. 56.
KUNSTWERT. Leidliche Arbeit.
ERHALTUNO. Vollständig. Kopf und Teil des Rückens angesetzt.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MASP. Zettel 884; Kat. 1895 Nr. 76.

59. Bemalte Statue eines am Boden sitzenden Mannes. — Grauer Granit. —


Abb. Höhe: 0,48 m. — Saqqara (nach dem Zettel am Sockel). Dyn. 5.
HALTUNG. Ganz wie bei Nr. 58.
TRACHT. Große, gescheitelte, bis auf die Schultern reichende, die
Ohren halb deckende Strähnenperücke. Breiter, gemalter Halskragen
wie nebenstehend skizziert. Bis zu den Knien reichender Schurz
mit zurückgeschlagenem Ende und oben eingestopftem Zipfel ohne
Angabe des oberen saumartigen Umschlags (s. Skizze). Die nur gemalt
hintere Unterkante des Schurzes tritt zwischen den Knien
in Relief

in die Erscheinung:

FARBEN. Außer den bereits in den Skizzen bezeichneten nur noch weiße Spuren
in den Augen.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei Nr. 56.
KUNSTWERT. Steife, konventionelle Arbeit.
ERHALTUNO. Bis auf die Farben vollständig.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. 1 8 9 5 Nr. 7 5 ; MAR., Alb. phot. Taf. 2 .

1
60. Bemalte Statue des Q ^ ] — f # stehend ). — Holz. — Höhe:
Abb
- 1,05 m. — Meir, März 181)4. Dyn. 6.
HALTUNG. Geradeausblickend. Der r. Arm hängt am Körper herab. Hand
geschlossen. Der 1. Unterarm ist vorgebogen. Die Hand hält einen langen

') Mit den Holzstatuen Kat. 1 8 9 5 Suppl. I I Nr. 1 3 4 0 , s. unten Nr. 236ff., zusammen gefunden.
STATUEN UND STATUETTEN. 53
Stab (s. Skizze), dessen unteres Ende vor dem 1. Fuß steht. Das 1. Bein
vorgesetzt, das r. ist Standbein. — Rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Kurze, die Ohren frei lassende Lockenperücke'), bei welcher die Locken
nicht in horizontalen Reihen liegen: Aufgemalter, breiter Hals-
kragen: Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit
farbigem Gürtel, durch den Gurt hinaufgezogenem Zipfel
u. einem Vorderstück, von dem sechs
60
Ketten herabhängen (s. Skizze):
FARBEN. Haare. Brauen, Wimpern, Pupillen, Ober­
seite des Fußbretts schwarz. Schurz, Augen, Nägel,
Hohlraum der Faust weiß. Hautfarbe rotbraun.
INSCHRIFTEN. Auf der Oberseite des
Fußbretts in vertieften, weiß ausge­
malten Hieroglyphen, rechts neben
dem 1. F u ß :
TECHNIK. Oberfläche glatt. Arme und
Beine frei. Arme angesetzt, 1. Unter­
arm desgleichen. Die Füße sitzen
mit Zapfen im Fußbrett. Die Zehen
sind nicht ganz frei. Nägel ohne
Nagelhaut. Hohlraum der Faust
schwach halbkugelig gefüllt.

KUNSTWERT. Gänzlich unproportionierte


Arbeit. Lange, dürre Figur.
ERHALTUNG. Das Fußbrett hat sich vorn rechts geworfen. Die Farbe blättert
namentlich am Schurz ab. Das Holz zeisrt verschiedene Risse.

o
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 3 0 7 9 6 ; Kat. 1 8 9 5 Suppl. I I Nr. 1 3 4 7 .

2
61. Bemalte Statue des U ^ J ^ ; sitzend ). — Weißer Kalkstein. —
Höhe: 0,66 m. — Saqqara. Nach MAU., Mast. S. 247 ff. wohl:
3
Mastaha D 23 ). Dyn. 5.
HALTUNG. Die r. Faust liegt auf dem r. Oberschenkel, die Handfläche auf dem 1.
1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig; hinten wenig höher. Fuß­
brett rechteckig, an den Seiten des Sitzes wenig vorstehend.
TRACHT. Spuren eines aufgemalten, breiten Halskragens. Kurzer,
bis zu den Knien reichender Schurz mit Gürtel, Knoten und
gefälteltem Überschlag. Die Fältelung hört unter dem r. Arm
auf (s. nebenstehende Skizze).

') Könnte auch eignes Haar darstellen sollen.


2
) Statuen desselben Mannes Nr. 6 5 , 6 6 , 1 8 1 , 3 7 7 .
3
) Die Statuen sind nicht erwähnt. Der Name stimmt, die Titel nicht völlig.
54 CATALOGUE D U M U S E E D U CAIRE.
FARBEN. Nur Spuren der Hautfarbe und schwarzer Farbe auf dem Fußbrett.

INSCHRIFTEN. In wenig vertieften Hieroglyphen an den beiden Seiten des Sitzes,


rechts: links :

Auf dem Fußbrett, r. und 1. von den Füßen, nach innen gekehrt:

TECHNIK. Oberfläche, soweit erhalten, gut bearbeitet. Arme nicht frei.


Zwischenraum zwischen den Beinen nicht sehr vertieft. Zehen gelöst.
Nägel ohne Nagelhaut. Hohlräume der Faust halbkugelig ausgefüllt.
Rückenpfeiler fehlt.

KÜNSTWERT. Konventionelle Arbeit.

ERHALTUNG. Kopf fehlt. Oberfläche stark korrodiert. R. Vorderecke des


Fußbretts bestoßen. L. Arm desgleichen. Viele Flecke moderner rot­
brauner Farbe.

VERZ. U. VERÖFF.: Vgl. DE ROUGE, Six prem. dyn. S . 9 1 .

< = >
62. Bemalte Gruppe des — J und seiner Familie. — Weißer Kalk-
stein. — Höhe: 1,08 m. — Saqqara. Nach MASP., Zettel 963:
1
Mastaba F l ) . Dyn. 5.
HALTUNG. Her Mann: Steht geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend.
Hände geballt. Linker Fuß vorgesetzt. Rechtes Bein Standbein.
Die Frau: Kauert links neben dem Manne. Geradeausblickend. Die
Unterschenkel sind von den Oberschenkeln bedeckt und nicht sichtbar. Die
1. Handfläche liegt auf dem 1. Oberschenkel. Die r. Hand berührt die Wade
des vorgesetzten Beines des Mannes von der Innenseite. Spuren der Hand
dort zu sehen.
Der Knabe: Steht geradeausblickend mit geschlossenen Füßen r. neben
dem Manne. Der 1. Arm umfaßt die Wade des Standbeins des Mannes. Die r.
Hand ist zum Munde geführt, den sie mit dem Zeigefinger berührt.
Frau und Knabe in bedeutend kleinerem Maßstabe als der Mann.
Breiter Rückenpfeiler bis etwas über Scheitelhöhe des Knaben. Von da ab
schmaler bis zur Geniekhöhe des Mannes. Rechteckiges Fußbrett.

TRACHT. Der Mann: Kleine, die Ohren verdeckende Lockenperücke. Gemalt ge­
wesener Halskragen. Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit gefäl­
teltem Überschlag, dessen Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel und
Knoten. Dünner Schnurrbart.

') Vgl. M A R . , Mast. S. 4 3 1 : Titel und Name stimmen, die Gruppe ist nicht erwähnt.
STATUEN UND STATUETTEN. 55

Die Frau: Große, gescheitelte, die Ohren verdeckende Strähnenperücke


ohne Angabe der Strähnen; das eigne Haar kommt an der Stirn zum Vorschein.
Spuren eines glatten Armbandes am 1. Handgelenk. Enges Frauengewand mit
Tragbändern.
Der Knabe: Kinderlocke auf der r. Seite ohne jede Detaillierung. Glattes
Armband am r. Handgelenk.
FARBEN. Der Mann: Haar, Brauen, Wimpern, Pupillen, Schnurrbart, Brust­
warzen und freie Räume schwarz. Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß.
Die Frau: Haar schwarz, sonst keine Farbspuren.
Der Knabe: Wie vor.
Fußbrett schwarz, Rückenpfeiler wohl ebenso.
INSCHRIFTEN. In vertieften, weiß gelassenen Hieroglyphen auf dem Fußbrett; vor
der Frau: m—> 1 R. vom vorgesetzten Fuße des Mannes und
vor dem Knaben: m— >

TECHNIK. Gute Flächenbehandlung. Arme und Beine nicht


frei. Beim Mann: Zehen gelöst. Nägel mit Nagelhaut.
Hohlräume der Fäuste halbkugelig gefüllt. Brauen und
Brustwarzen reliefiert. Der r. Arm der Frau ist nur in
schwachem Relief an dem Verbindungsstück zwischen
Rückenpfeiler und vorgesetztem Bein des Mannes ange­
geben.
KUNSTWERT. Leidliche Arbeit. Kopf des Mannes zu »roß.
ERHALTUNG. Bis auf die Farben gut.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat, M A R . Nr. 5 8 6 ; Kat. M A S P . Zettel 9 6 3 .

63. Bemalte Statue des J\ <=> , sitzend. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


A b b
- 0,63 m. — Abydos. M. R.
HALTUNG. Die r. Handfläche auf dem r. Knie, die 1. Faust liegt auf dem 1. Die
Unterschenkel nach unten wenig konvergierend. — Sitz würfelförmig. Recht­
eckiges Fußbrett. Schmaler Rückenpfeiler, dessen frühere Höhe nicht zu be­
1
stimmen, da er oben mit dem Kopf abgebrochen ist ).
TRACHT. Glatter, bis zu den Knien reichender Schurz mit beiderseits abgerundeten
Enden und darunterliegendem, zweiseitig geschweiftem Mittelstüek:
In der Faust ein bandartig zusammengelegtes Tuch.
FARBEN. Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß. Sitz, Rückenpfeiler, Fuß­
brett und Raum zwischen den Unterschenkeln mit mattrotbraunen,
großen Tupfen.

') In diesem Bande die erste sitzende Statue mit schmalem Rückenpfeiler. Vgl. Nr. 9 1 .
56 CATALOGUE DU MUSEE DU CAIRE.

INSCHRIFTEN. In vertieften, blau ausgemalt gewesenen Hieroglyphen, auf dem


Fußbrett vor den Füßen: m—*•

Auf der Vorderseite des Fußbretts: m—>-

TECHNIK. Oberfläche leidlich bearbeitet. Arme nicht frei. Die Unterschenkel mit
dem Sitz in Verbindung (s. Skizze hierneben). Zehen halb gelöst.
Nägel mit Nagelhaut. Mittelstück des Schurzes stark vorspringend.
Band stark reliefiert.

KUNSTWERT. Unproportionierte Arbeit. Langgezogene, dürre Gestalt.

ERHALTUNG. Kopf fehlt. Sonst intakt.

VERZ. U. V E R Ö F F . : M A R . , Kat. d'Ab. Nr. 3 6 0 S . 3 5 .

64. Bemalt gewesene Statue des j^^lö, 1


sitzend ). — Weißer Kalk-
A b b
' stein. — Höhe: 1,10 m. — Gise7~ Dyn. 4.

HALTUNG. Geradeausblickend. Rechte Handfläche auf r. Oberschenkel, 1. Faust


steht auf dem 1. Die Unterschenkel wenig nach unten konvergierend. — Sitz
würfelförmig. Fußbrett rechteckig.

TRACHT. Kleine, die Ohren bedeckende Lockenperücke. Spuren eines


aufgemalten Halskragens. Glatter, bis zu den Knien reichender
Schurz ohne Angabe des Überschlages, aber mit dem durch den
Gurt hinaufgezogenen gefältelten Zipfel desselben, mit Gürtel und
Knoten. Hintere Unterkante des Schurzes zwischen den Knien
sichtbar.
FARBEN. Nur Spuren. Hautfarbe rotbraun. Am Schurz einige gelbe Spuren.
Freie Räume, Sitz und Fußbrett schwarz. Augen waren eingesetzt.

INSCHRIFTEN. AH der Vorderseite des Sitzes in vertieften Hieroglyphen,


TECHNIK. Genau wie bei Nr. 48. Hohlraum der Faust
halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Wie bei Nr. 48. Sehr gedrungene Gestalt.
ERHALTUNG. Augen herausgerissen. Stirn etwas verletzt.
Linke Faust desgleichen.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Kat. 1892 [GREBAOT] Nr. 6 2 1 9 S. 4 6 ; GRÉBAUT,
Zettel 6 2 1 9 : »etait emmagasiné à Boulaq avec № 5 3
(des vorliegenden Katalogs)«.

') Statue der Frau dieses Mannes Nr. 4 8 .


STATUEN UND STATUETTEN. 57

65. Statue des U J ^ J > sitzend'). — Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,57 m.


— Saqqara (s. Nr. 61). Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei Nr. 61. Nur sind die Seiten des Sitzes
schwach reliefiert, wie nebenstehend angegeben.
TRACHT. Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit ge­
fälteltem Überschlag (s. Skizze). Fältelung endet "
unter dem r. Arm. §jr
6 6
FARBEN. Keine Spuren.

INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen an den Seiten des Sitzes in dem Rand-


ornament, rechts:
links:

Auf dem Fußbrett, r. und 1. neben den Füßen gleich:


TECHNIK. Wie bei Nr. 61.

Desgleichen.
KUNST W E R T .

ERHALTUNG. Kopf fehlt. Linker Fuß beschädigt. Starke Salz-


ausschwitzunü'en.

66. Statue des U J ^ J^*, sitzend"). — Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,62 m.


— Saqqara (s. Nr. 61). Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei Nr. 65.

TRACHT. Desgleichen.
FARBEN. Keine Spuren.

INSCHRIFTEN. Wie bei Nr. 65, am Sitz

rechts: A>—v links

Auf dem Fußbrett neben den Füßen, rechts: links :


TECHNIK. Wie bei Nr. 61.

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Kopf fehlt. Linke Hand und 1. Fuß
verletzt. Starke Salzausschwitzungen an vielen Stellen.
') Statuen desselben Nr. 61, 66, 181 u. 377.
2
) Statuen desselben s. Anm. zu vor. Nr.
8
58 C A T A L O G U E D U M U S É E D U CAIRE.

1
67. Bruchstück einer Statue des Tjn> sitzend ). — Weißer Kalkstein.
— Höhe: 0,53 m. — Saqqara, nördlich von der Stufenpyramide, 1887.
Dyn. 6.
HALTUNG. R. Faust stellt auf dem r. Oberschenkel. 1. Handfläche liegt auf dem 1.
Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig. Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit gefälteltem
Uberschlag'-) und Gürtel. Bandartig zusammengelegtes Tuch in
der r. Faust. Hintere Unterkante des Schurzes sichtbar.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett in vertieften, schlecht erhaltenen Hieroglyphen
auf beiden Seiten der Füße, rechts: »->- links :
TECHNIK. Oberfläche nicht sehr glatt bearbeitet.
Arme nicht frei. Zwischenraum zwischen den
Unterschenkeln nicht sehr tief ausgehöhlt. Zehen
nicht ganz gelöst. Nägel mit Nagelhaut.
KUNSTWERT. Unproportionierte Arbeit. Langer
Körper und ebensolche Unterschenkel.
ERHALTUNG. Kopf fehlt. L. Seite der ganzen
Statue stark beschädigt. Fußbrett geborsten.
Oberfläche korrodiert.

VERZ. u. VERÖFF.: Journal Nr. 27989.

una
68. Bruchstück der bemalten Gruppe des U j ^ j ^ " seiner Kinder.
— Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,425 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann: Sitzt. R. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die 1. Hand­
fläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel parallel.
Der Knabe: Steht mit geschlossenen Füßen vor dem Sitz r. von den
Füßen des Mannes. Der r. Arm hängt am Körper herab, die Hand offen. Der
1. Arm umfaßt die r. "Wade des Mannes, Hand nicht sichtbar.
Das Mädchen: Steht symmetrisch zum Knaben 1. neben den Füßen des
Mannes vor dem Sitz. Knabe und Mädchen in kleinerem Maßstabe als der
Mann. — Der Sitz ist würfelförmig, nach hinten zu wenig höher werdend, breit.
Fußbrett mit abgerundeten Ecken.
TRACHT. Der Mann: Glatter Schurz mit abgerundetem
Überschlag. Die hintere Unterkantc des Schurzes ist
in Relief zwischen den Knien zu sehen (s. Skizzen
hierneben).
Der Knabe: Eigenes, kurz gehaltenes Haar, Spuren eines gemalten
Halskragens und Armbandes.
1
) E i n e m M a n n e d i e s e s N a m e n s g e h ö r t e d i e M a s t a b a D 4 8 (MAR., Mäst. S. 310ff.), d i e Titel
stimmen j e d o c h nicht.
2
) D e r Überschlag hier ausnahmsweise v o n links.
3
) Seltenes Beispiel einer Dedikation. Vgl. N r . 190 u. 376.
STATUEN UND STATUETTEN. 59

Das Mädchen: Eignes, kurz gehaltenes Haar, enges Frauengewand, mit


Spuren gemalter Tragbänder — konzentrische Kreise auf den Brüsten —, Spur
eines gemalten Halskragens.
FARBEN. Der Mann: Schurz weiß. Hautfarbe rotbraun.
Der Knabe: Hautfarbe desgleichen. Haare schwarz.
Das Mädchen: Hautfarbe gelb. Haare schwarz. Freie'Räume schwarz.
Fußbrett desgleichen. Sitz rotbraun mit schwarzen Tupfen (Granit).
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett in vertieften Hieroglyphen. Vor dem Knaben und r.
neben den Füßen des Mannes: Vor dem Mädchen und 1. neben
den Füßen des Mannes:
TECHNIK. Oberfläche glatt. Arme
nicht frei. Zwischenräume zwi­
schen den Unterschenkeln und
Füßen tief ausgearbeitet. Zehen
bei der großen Figur gelöst.
Nägel mit Nagelhaut. Hohlraum
der Faust halbkugelig gefüllt.
RUNSTWERT. Leidliche Arbeit.
ERHALTUNG. Oberkörper des Mannes sowie die Unterarme bis auf die Hände
fehlen. Farben zum großen Teil abgeblättert.

1
69. Statue des ^ ^ U , sitzend ). — Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,525 m.
— Saqqara. Mastaba D 4 7 . Dyn. 5.
HALTUNG. Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die 1. Handfläche liegt
auf dem 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig. Fußbrett vorn
abgebrochen, daher die Form nicht zu bestimmen.
TRACHT. Glatter, bis zu den Knien reichender Schurz mit ab­
gerundetem Überschlag, dessen gefältelter Zipfel durch den Gurt
hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten. In der Faust ein band­
artig zusammengelegtes Tuch.
FARBEN. Nur geringe Spuren der rotbraunen Hautfarbe.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett r. neben den Füßen in vertieften
Hieroglyphen: A>—Y-

TECHNIK. Oberfläche, soweit noch erkennbar, leidlich glatt bearbeitet,


Arme nicht frei. Zwischenraum zwischen den Unterschenkeln wenig tief
ausgearbeitet. Brustwarzen in Relief.
KUNSTWERT.Konventionelle Arbeit.

ERHALTUNG. Kopf, Stück des r. Unterarms, großer Teil des Fußbretts


mit den Füßen fehlt. Oberkörper in Gürtelhöhe geborsten. L. Hand beschädigt.
Oberfläche sehr korrodiert. Starke Salzausschwitzungen.

') Statue desselben Nr. 3 0 , 3 1 , 94, 1 0 3 , 170, 174, 178. 2 6 3 / 2 6 5 (?), 2 6 6 , 2 8 4 , 3 2 1 , 3 2 2 , 3 2 3 .


Blendtür desselben N r . 1 4 8 4 . Reliefs desselben N r . 1 5 5 3 , 1558.

8*
60 CATALOGUE DU M U S E E D U CAIRE.

1
70. Statue des (1, sitzend ). — Weicher, grauer Kalkstein. — Höhe:
0,495 m. — Saqqara 1884. Dyn. 6.
HALTUNG. Geradeausblickend. R. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, 1. Hand­
fläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig, sehr
hoch. Fußbrett rechteckig, dick.
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende Strähnenperücke, welche
die Ohren frei läßt. Glatter, kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz
mit Gürtel (s. Skizze hierneben). Hintere Unterkante des Schurzes zwi­
schen den Knien in Relief sichtbar (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett vor den Füßen in kleinen, vertieften Hiero­
glyphen : *»—v

TECHNIK. Glatte Oberflächen. Arme nicht frei. Beine desgleichen:


Zehen gelöst, spitz. Nägel ohne Nagelhaut, spitz. Hohlraum in
der Faust etwas vertieft und glatt. Brauen in Relief. Nabel rund
gebohrt. Kein Rückenpfeiler.
KUNSTWERT. Ungeschickte Arbeit. Fratzenhafte Gesichtsbildung.
ERHALTUNG. Bis auf zahllose kleine Sprünge im Stein gut.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 2 5 6 6 3 .

71. Statue des ^ ö , Sitzend"). — Grauer, weicher Kalkstein. — Höhe:


0,48 m. — Saqqara 1884. Dyn. 6.
HALTUNG. Wie bei vor. Nr.

TRACHT. Desgleichen.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Wie bei vor. Nr.: »->-

TECHNIK. W i e b e i vor. Nr., N a g e l h a u t angegeben.


KUNSTWERT. Wie b e i vor. Nr.

ERHALTUNG. W i e b e i vor. N r . , d i e z w e i t e Z e h e d e s 1. F u ß e s a b g e b r o c h e n . Kleine


S t ü c k e von d e r P e r ü c k e fehlen.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 25666.

') Vgl. die Blendtiir desselben Mannes Nr. 1455. Statuen desselben Nr. 7 1 — 7 5 u. 213 (?). Statue
seiner(?) Frau in gleichem Stile Nr. 369. Im September 1897 wurden in Saqqara noch zwei Statuen
desselben gefunden.
a
) Siehe Nr. 70.
STATUEN UND STATUETTEN. 61

1
72. Statue des ^(j, sitzend ). — Grauer, weicher Kalkstein. — Höhe:
A b b
- 0,51 m. — Saqqara 1884. Dyn. 6.
HALTUNG. Wie bei Nr. 7 0 .

TRACHT. Desgleichen.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Ebenso ausgeführt wie bei Nr. 7 0 , aber auf der 1. Seite des Sitzes:
TECHNIK. Wie bei Nr. 7 0 .

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Rechte Wange bestoßen, sonst vollständig.
VERZ. U. VERÖFF. : Journal Nr. 2 5 6 6 4 .

73. Statue des | j , sitzend'). — Grauer, weicher Kalkstein.


— Höhe: 0,48 in. — Saqqara 1884. Dyn. 6.
HALTUNG. Wie bei Nr. 7 0 .

TRACHT. Desgleichen.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Wie bei Nr. 7 2 .

TECHNIK. Wie b e i Nr. 7 0 .

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Am 1. Auge bestoßen. An verschiedenen Stellen Salzkrusten.
VERZ. U. VERÖFF. : Journal Nr. 2 5 6 6 7 .

ß 2
74. Statue des (j (?), sitzend' ). — Grauer, weicher Kalkstein. — Höhe:
0,52 m. — Saqqara 1884. Dyn. 6.
HALTUNG. Wie bei Nr. 7 0 .

TRACHT. Desgleichen.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei Nr. 7 0 .

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. R. Daumen angebrochen. Zahlreiche feine Risse. Sonst gut.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 25665.

') Siehe Nr. 70.


2
) Siehe Nr. 70, zu welcher Nummer die Statue zu gehören scheint, w e n n sie auch keine In­
schrift trägt.
62 C A T A L O G U E DU M U S E E DU CA1RE.

1
75. Bemalte Statue des ^(j, sitzend ). — Grauer, weicher Kalkstein. —
A b b
- Höhe: 0 , 6 3 m. — Saqqara 1 8 8 4 . Dyn. 6.
HALTUNG. Wie bei Nr. 70.

TRACHT. Desgleichen. In Linien eingekratztes, breites Halsband:


FARBEN. Haare schwarz. Halsband schwarz. Augen waren ein­
gesetzt.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett vor den Füßen wie bei Nr. 70: » - >

TECHNIK. Wie bei Nr. 70.

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Stirn zerstoßen. R. Perückenseite desgleichen. R. Vorderecke des
Throns desgleichen. Viele feine Risse.
VERZ. U. VERÖFF. : Journal Nr. 25668.

D 2
76. Bemalte Statue des 81 ^ , sitzend ). — Weißer Kalkstein. — Höhe:
0,52 m. — Saqqara. Nach МАК., Mast. S. 2 3 7 : Mastaba D 2 1 . Dyn. 5.

HALTUNG. Geradeausblickend. Ii. Faust steht auf dem r. Oberschenkel. L. Hand­


fläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig, sich
nach oben etwas verjüngend, hinten wenig höher. Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Große, gescheitelte, bis auf die Schultern reichende Strähnenperücke,
welche die Ohren halb frei läßt. Spuren eines gemalten Halskragens. Glatter,
bis zu den Knien reichender Schurz mit Gürtel und gemaltem, durch den Gurt
gezogenen Zipfel, zu dem aber der sonst übliche abgerundete Überschlag nicht
angegeben ist.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, Sitz und Oberseite des Fußbretts, freie
Räume schwarz. Hautfarbe rotbraun. Schurz und Weißes in den Augen weiß.
INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen:
Auf dem Schurz vorn:
Auf der 1. Seite des Sitzes: Auf der r. Seite des Sitzes:

') Siehe Nr. 70.


2
) Vielleicht dieselbe Person wie der Sohn auf Relief N r . 1528.
STATUEN UND STATUETTEN. 63

TECHNIK. Oberfläche gut bearbeitet. Arme nicht frei. Raum zwischen den Unter­
schenkeln reichlich ausgetieft. Zehen nicht ganz gelöst. Nägel ohne Nagelhaut.
Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt. Kein Rückenpfeiler.
KUNSTWERT. Rohe Arbeit.
ERHALTUNG. Kleine Stellen an der Perücke und am r. Daumen bestoßen.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 7 7 9 ; Fundbericht und Inschrift: MAR., Mast. S. 2 3 6 / 3 7 :
nach MAR., Mast. S. 2 3 6 D 2 1 hatte die Statue früher die Nr. 3 7 .

1
77. Bemalte Statue des ° f j^pp, stehend ). — Weißer Kalkstein. — Höhe:
A b b -
0,76 m. — Saqqara. Nach MASP., Zettel 994: Mastaba C10. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend, Hände geballt.
L. Fuß vorgesetzt. R. Bein Standbein. — Schmaler Rückenpfeiler bis zur Schulter­
höhe. Rechteckiges Fußbrett.
2
TRACHT. Kleine, die Ohren bedeckende Lockenperücke ). Spuren
eines gemalten Halskragens (s. Skizze hierneben). Kurzer,
bis zu den Knien reichender Schurz mit gefälteltem Über­
schlag, dessen Zipfel durch den Gurt hochgezogen ist,
Knoten und Gürtel (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Haare, Brauen, Pupillen, Wimpern, Nasenlöcher, freie
Räume, Rückenpfeiler und Fußbrett schwarz. Hautfarbe rot­
braun. Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett, neben dem 1. Fuß, in vertieften,
weiß gelassenen Hieroglyphen: »— y
TECHNIK. Wie bei Nr. 28.

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Nase bestoßen, r. Hand desgleichen.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MASP. Zettel 994.

78. Bemalte Statue eines am Boden sitzenden, lesenden Mannes. — Weißer


Abb
- Kalkstein. — Höhe: 0,49 m. — Saqqara. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die Beine untergeschlagen, und zwar so. daß der
r. Unterschenkel vor dem 1. liegt. Die Hände berühren mit der Seite der kleinen
Finger die Oberschenkel und halten zwischen Daumen und den übrigen Fingern
die beiden gerollten Enden eines Papyrus. — Das Fußbrett schließt sich
der Körperform an.
TRACHT. Große, gescheitelte, bis auf die Schultern reichende, die Ohren /L
halb frei lassende Strähnenperücke, mit Detaillierung der Strähnen: «ö
Ganz dünner Schnurrbart. Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz 78
J
») Statuen desselben s. Nr. 28, 54, 8 1 , 8 3 ( ? ) , 97, 164(: ), 207, 214. Vgl. MAR., Mast. S. 132,
Mastaba CIO.
2
) Wahrscheinlich auch Schnurrbart, der heute jedoch verschwunden ist und nur eine etwas
abweichende Färbung des Hauttones zurückließ.
64 CATALOGUE D U MUSEE D U CAIRE.

mit oberem saumartigen Umschlag, zurückgeschlagenem Ende und vorn ein-


gestopftem Zipfel. Hintere Unterkante zwischen den Knien sichtbar:
Spuren eines aufgemalten Halskragens (s. Skizze
hierneben).
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, Brust- ¥ f 78 ' ' 78

warzen [9; , Nasenlöcher, Schnurrbart, freie Räume. Fußbrett schwarz. Haut-


"78
färbe rotbraun. Schurz weiß. Papyrus gelblich mit schwarzer Schrift.
INSCHRIFTEN. Auf dem aufgerollten Stück des Papyrus mit schwarzen Linien folgende
Spuren. (Dem Beschauer abgekehrt.) »—>•
TECHNIK. Oberflächen fflatt. Starke Stuck-
schicht, besonders am Schurz. Das Fuß-
brett ist besonders gearbeitet und mit einem
eingelassenen Holz an der Statue befestigt:
hinten

Statue

Fußbrett
78 Tora ^ °
Schnitt a—b Aufsicht des Holzes

Zehenteilung nur angedeutet, Nägel mit Nagelhaut. Brustwarzen in Relief.


KF/NSTWERT. Gute Arbeit.
ERHALTUNG. R. Fingerspitzen bestoßen.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Kat. M A R . Nr. 4 9 1 ; M A R . , Alb.phot. Taf. 2 .

79. Bemalte Statue eines sitzenden Mannes. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


A b b
- 0,48 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust liegt auf dem r. Oberschenkel, die
I. Handfläche auf dein 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig, nach
hinten zu wenig höher. Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Kleine, die Ohren verdeckende Lockenperücke. Auf-
gemalter, breiter Halskragen (s. Skizze hierneben). Kurzer,
bis zu den Knien reichender Schurz mit gefälteltem Über-
schlag, dessen Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel
und Knoten (s. Skizze hierneben). Hintere Unterkante zwischen
den Knien sichtbar.
1
FARBEN. Haare, freie Räume, Oberseite ) des Fußbretts schwarz.
Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß. Sitz gelbbraun.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Leidlich glatte Oberfläche. Arme und freier Zwischen-
raum zwischen den Füßen nicht sehr tief ausgearbeitet. Zehen fast gelöst.
Nägel angegeben. Brauen in Relief.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. R. Oberarm und r. Faust stark beschädigt.
V E R Z . Ü. V E R Ö F F . : Kat. M A S P . Nr. 1 0 2 9 ; M A R . , Alb.phot. Taf. 2 u. 3 .

') Die Seiten des Fußbretts waren nicht getüncht. Man sieht deutlich, daß die Statue in einein
Untersatz stand, welcher auch wohl die Inschrift trug.
STATUEN UND STATUETTEN. 65

80. Bemalte Statue eines am Boden sitzenden Mannes. — Schwarzer Granit.


Abb. _ Höhe: 0,37 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Feister, älterer Mann mit etwas herabhängenden, fetten Brüsten und Falte
am Nabel. Etwas nach oben blickend'). Die r. Faust steht auf dem r. Ober-
schenkel, die 1. Handfläche liegt auf dem 1. Die Beine untergeschlagen. Der
r. Oberschenkel vor dem 1. Die Füße berühren den Boden mit den Oberseiten.
— Das Fußbreit schließt sich der Körperform an.
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, gescheitelte Strähnenperücke, ohne jede
Detaillierung. Bis auf die Knie reichender Schurz mit vorn eingestopftem Zipfel.
FARBEN. Brauen, Wimpern, Pupillen schwarz. Weißes in den Augen und Schurz
weiß. Nägel rötlichbraun (Henna) gefärbt. Freie Räume schwarz, vielleicht
auch das Fußbrett. Hohlraum der Faust weiß. Sonst keine Farbspuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Bearbeitung. Arme nicht frei. Finger kaum gelöst. Nägel mit
Nagelhaut. Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt. Kein Rückenpfeiler.
KUNSTWERT. Ungeschickte, unproportionierte Arbeit,
ERHALTUNG. Bis auf die etwas lädierten Farben vollständig.

2
81. Bemalte Statue des stehend ). — Weißer Kalkstein. — Höhe:
0,71 in. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 132, Nr. 3: Mastaba C 10.
Nach MASP., Zettel 1035: Mastaba C 9, Avas aber nach den Titeln
nicht zu stimmen scheint. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend. Hände geballt.
L. Fuß vorgesetzt. R. Bein Standbein. —- Schmaler, bis zu den Schultern
reichender Rückenpfeiler, rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Große, gescheitelte, bis auf die Schultern reichende Strähnenperücke,
welche die Ohren halb frei läßt: unter der obersten Lage Strähnen sehen noch
zwei Reihen hervor. Aufgemaltes Halsband: ^ Kurzer, bis zu
r
den Knien reichender Schurz mit gefälteltem £ ~ ~ y 9 Überschlag,
dessen Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ° ° 31 ist, Gürtel und
Knoten (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, freie Räume, Rücken-
pfeiler, Fußbrett schwarz. Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett in vertieften Hieroglyphen neben dem 1. F u ß :
TECHNIK. Wie bei Nr. 28.

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. W a r in Kniehöhe gebrochen.
VERZ. Ü. V E R Ö F F . : Kat. M A S P . Zettel 1 0 3 5 ; Kat. 1 8 9 2 [GREBAÜT] Nr. 1 0 3 5 S . 3 5 ;
3
Inschrift: M A R . , Mast. S . 1 3 2 Nr. 3 ; am Fußbrett ein Zettel mit D 5 4 ) .

') Die etwas nach hinten übergebeugte Haltung des Oberkörpers beruht wahrscheinlich auf
schlechter Bearbeitung der Unterseite des Fußbretts, das wohl ehemals in einen Sockel eingelassen war.
-) Statuen desselben Nr. 28, 54, 77, 83(?), 97, 164(?), 207, 214.
3
) D 5 4 ist die Nummer einer Mastaba in Saqqara (s. M A R . , Mast. S.323), welche einem Manne
desselben Namens und Titels gehört.
9
66 CATALOGUE D U M U S E E DU САШЕ.

82. Bemalte Statue der sitzend. — Weißer Kalkstein. - Höhe:


Abb
- 0,59 m. — (rise. Dyn. 5.
HALTUNG, Geradeausblickend. Die Handflächen auf den Oberschenkeln. Füße
fast geschlossen. — Sitz würfelformig, nach hinten etwas höher. Rechteckiges
Fußbrett.
TRACHT. Große, gescheitelte, bis auf die Schultern reichende Strähnenperücke,
mit Detaillierung (s. Skizze hierneben). An der Stirn sieht dns eigne
Haar hervor (s. Skizze hierneben). -Am.;.
Auf dem Haarwirbel №
eine kleine runde Scheibe. Langes. bis zur unteren Hälfte
der Waden reichendes Fraüengewand, das unter den Brüsten
aufhört. Tragbänder (s. Skizze hierneben). Spuren eines ge­
malten Halskragens, vielleicht auch Gegengewichts auf dem
Rücken. Spuren gemalter Armbänder an den Hand­
gelenken (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Haare. Brauen. Wimpern, freie Räume und Fußbrett schwarz. H a u t -
färbe "elb. Sitz gelblich.
FNSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett neben den Füßen in vertieften Hieroglyphen,
TECHNIK. Oberfläche sauber bearbeitet. Arme rechts. links :
nicht frei. Raum zwischen den Füßen halb
ausgehöhlt. Zehen gelöst. Nägel mit Nagel­
haut. Brauen und Brustwarzen in Relief.
KUNST W E R T . Etwas lang gezogene Figur. Ge­
sicht auf.
ERHALTUNI;. War in mehrere Stücke gebrochen. R. Hand bestoßen.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. M A R . Nr. 5 0 1 S . 1 9 6 ; Kat. M A S P . Zettel 1 0 4 0 ; Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT
Nr. 1 0 4 0 S . 5 8 .

D
83. Bemalte Statue des |j^PP> a m
Boden sitzend, lesend'). — Weißer
Kalkstein. — Höhe: 0,42 m. — Saqqara. Nach MASP., Zettel 954:
J
Mastaba C 10 ). Dyn. 5.
3
HALTUNG. Mit wenig gebeugtem Haupte geradeausblickend ). Die Heine unter­
geschlagen, den 1. Unterschenkel vor dem r., die Oberseiten der Füße berühren
den Boden. Die 1. Hand, welche mit zwei Fingern auf dem 1. Oberschenkel
liegt, hält das gerollte Ende eines Papyrus zwischen Daumen und den übrigen
Fingern. Das offene Ende fällt über die vier Finger der auf dem r. Ober­
schenkel liegenden r. Hand hinweg — der Daumen liegt auf dem Blatte —
und legt sich dann am Boden über die Zellen des 1. Fußes. — Fußbrett der
Form des Sitzenden sich anschließend.

') Vgl. Nr. 2 8 , 5 4 , 7 7 , 8 1 , 9 7 , 164(?'), 2 0 7 , 2 1 4 .


-) Könnte vielleicht aus Mastaba D 5 4 stammen, da der Titel |11 | besser für diese
Nummer paßt.
3
) Па der Kopf angesetzt ist, so ist es möglich, daß die Neigung desselben hierauf zurück­
zuführen ist. Kleine Abschaltungen an der Naht scheinen darauf zu deuten.
STATUEN UND STATUETTEN. 67

1
TRACHT. Eigene Ilaare, kurz gehalten und detailliert ausgeführt ):
Aufgemalter, breiter Halskragen mit Gegengewicht hinten und
Amulett auf der Brust (s. untenstehende Skizzen). Glatter Schurz
mit zurückgeschlagenem
Ende und vorn einge­
stopftem Zipfel (der obere
saumartige Umschlag ist
nicht angegeben), bis
zu den Knien reichend.
Die hintere Unterkante zwischen den Knien sichtbar (s. Skizze
liierneben).

FARBEN. Ilaare, Brauen, Wimpern, Pupillen, Brustwarzen, freie Räume


und Fußbrett schwarz. Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß. Pupillen gelblich.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett vor den Unterschenkeln in vertieften, unbemalten

Auf dem Papyrus mit schwarzer Farbe — von der Statue aus zu lesen:

TECHNIK. Gute Behandlung der Flächen. Arme nicht frei. Brauen und Brust­
warzen in Relief. Nägel mit Nagelhaut. Ohrmuscheln gut detailliert. Kein
Rückenpfeiler.
KUNSTWERT. Hervorragend gute Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf angesetzt. R. Ohr bestoßen. R. Daumen und 1. Hand des­
gleichen. Fußbrett vorn stark verletzt.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Kat. M A S P . Zettel 9 5 4 .

84. Bemalt gewesene Statue eines sitzenden Mannes. — Weißer Kalkstein.


— Höhe: 0,54 m. — Saqqara. Dyn. 5.
HALTUNG. Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die 1. Handfläche liegt auf
dein 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig. Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit zurück­
geschlagenem Ende, oberem saumartigen Umschlag und vorn
eingestopftem Zipfel. In der r. Faust ein bandartig zusammen­
gelegtes Tuch.
FARBEN. Nur noch Spuren erhalten. Hautfarbe rotbraun, Fußbrett
schwarz, freie Räume desgleichen. Sitz gelblich oder auch schwarz.

INSCHRIFTEN. Fehlen.

') Vgl. Nr. 2 3 u. 3 4 und Reliefs auf der Scheintür Nr. 1 4 1 7 .


9*
68 CATALOGUE D U M U S É E D U CAIRE.

TECHNIK. Oberfläclie, soweit noch sichtbar, gut bearbeitet. Arme nicht frei.
Zwischenraum zwischen den Unterschenkeln sehr wenig vertieft:
Zehen gelöst. Nägel mit Nagelhaut. Brustwarzen in Relief. Kein
Rückenpfeiler.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf fehlt. L. Hand bestoßen. Die ganze, Oberfläclie, besonders
rechts, stark korrodiert.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Länglicher w e i ß e r Zettel daran mit ///// \ i» (d.h. 1 4 5 ) .

85. Bemalt gewesene Statue eines sitzenden Mannes. — Dunkler Granit. —


Abb. Höhe: 0 , 6 8 i n . — Saqqara, d'un tombeau voisin de celui . . . . de
Ptah-Ases [C 1 0 ] , nach Kat. MAR. S. 1 9 6 . Dyn. 5 .
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel. Die
1. Handfläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel wenig nach unten konvergent.
— Sitz würfelförmig. Fußbrett vorn abgerundet.
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, gescheitelte, die Ohren halb ver­
deckende Strähnenperücke, ohne weitere Detaillierung der einzelnen Strähnen.
Kurzer Kinnbart: " Schwache Spuren eines gemalten Halskragens. Kurzer,
bis zu den Knien ^ ^ g s reichender Schurz mit gefälteltem Überschlag, dessen
Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist, und Gürtel (s. Skizze):
Die Fältelung endet unter der r. Faust.
FARBEN. Außer am Halskragen, nur kleine schwache Stellen an der
Perücke, keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Oberfläche nicht sehr glatt bearbeitet. Arme nicht frei. Raum zwischen
den Unterschenkeln wenig ausgearbeitet. Zehen nicht gelöst. Nägel nur ange­
deutet. Hohlraum in der Faust halbkugelig gefüllt. Brauen in Relief. Kein
Rückenpfeiler.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Bis auf die Farben vollständig.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Kat. M A R . Nr. 4 9 9 ; Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT] Nr. 8 7 8 S . 4 9 .

86. Bemalte Statue eines sitzenden Mannes. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


0 , 5 3 m. — Herkunft? Dyn. 5 .
HALTUNG. R. Faust hegt auf dem r. Oberschenkel, die 1. Handfläche liegt auf dem
I. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig, sich nach oben verjüngend.
Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Kurzer, glatter, bis zu den Knien reichender Schurz mit ß
vorn eingestopftem Zipfel ohne jede Detaillierung (s. Skizze hier-
neben).
86

FARBEN. Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß. Fußbrett schwarz.


INSCHRIFTEN. Fehlen.
STATUEN U N D STATUETTEN. 69

TECHNIK. Oberfläche fast nirgends mehr intakt. Arme nicht frei. Zwischen­
raum zwischen den Unterschenkeln tief ausgearbeitet (s. Skizze hier­
neben). Zehen nur halb gelöst. Hohlraum der Faust halbkugelig ge-
fiÜlt. Kein Rückenpfeiler.
KUNSTWERT. Unproportionierte, dürre Gestalt.
ERHALTUNG. Kopf fehlt. R. Unterarm stark beschädigt. Oberfläche stark korro­
diert und mit Salz bedeckt.

87. Statue des ( o j ( ? ) , sitzend. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


A b K
0,815 m. — Saqqara (?). Mastaba D 58 (?). Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die 1. Faust lag (?) auf dem 1. Oberschenkel. Die
r. Handfläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel ziemlich dicht neben einander
und nach unten wenig konvergierend. — Sitz würfelförmig; breiter, bis zur Mitte
der Schulterblätter reichender Rückenpfeiler. Schmales, vorn abgerundetes
Fußbrett.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke mit auffallend kleinen Locken.
Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit gefälteltem Überschlag, dessen
Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten:
FARBEN. Der Schurz hat noch einen Schimmer von gelb, und
auch die bloßen Tede zeigen, daß sie bemalt waren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Oberflächen leidlich glatt. Arme nicht frei. Zwischen
den Unterschenkeln nicht sehr ausgetieft. Zehen getrennt.
Nägel angegeben. Brauen in Relief.
KUNSTWERT. Breite, unproportionierte Figur.
ERHALTUNG. L. Faust fehlt. Zehen bestoßen.
VERZ. Ü. V E R Ö F F . : Vielleicht M A R . , Mast. S. 3 3 5 ') «statue blanche, main cassée, sans in­
scription».

1
88. Bemalte Statue des
ALL
fl ^
AW\AA ^
7 =r
3 ^ stehend.

— Weißer Kalkstein. — Höhe:
2
0,66m. — Saqqara, Nach MASP., Zettel 1033: Mastaba D 56 ). Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend. Hände geschlossen.
L. Bein vorgesetzt, r. Standbein. — Schmaler, bis zur Schulterhöhe reichender
Rückenpfeiler. Rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Kleine, die Ohren bedeckende Lockenperücke. Gemalter,
breiter Halskragen (s. Skizze hierneben). Dünner Schnurrbart.
Großer, bis auf die Mitte der Kniescheiben reichender, vorn
dreieckig fallender Schurz mit zurückgeschlagenem Ende und
vorn eingestopftem Zipfel (s. Skizze hierneben).

Mastaba des Ta^ J • Vgl. Scheintür Nr. 1 4 1 0 .


2
) Eine Kalksteinstatue wird zwar M A R . , Mast. S. 3 2 9 D 5 6 nicht genannt;
die Titel stimmen jedoch. Statuen desselben s. Nr. 5 8 , 1 3 3 .
70 CATALOGUE D U M U S É E D U CAIRE.

FARBEN. Haare. Brauen (?), Wimpern, Pupillen. Schnurrbart. Rückenpfeiler, Fuß­


brett, freie Räume schwarz. Hautfarbe rotbraun. Schurz , i weiß. Nägel
und Hohlraum der Fäuste weiß. Nägel mit rötlicher Henna:
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett rechts, neben dem 1. Fuß. in
vertieften, unausgemalten Hieroglyphen: »—v
TECHNIK. Flächenbearbeitung glatt. Arme und vorgesetztes Bein
nicht frei. Zehen gelöst. Mittelfußknochen durchmodelliert.
Nägel angegeben.
KUNST WERT. Leidliche Arbeit.
ERHALTUNG. Die Farben sind stellenweise abgerieben und abge­
blättert ').
VERZ. U. V E R Ö F F . : Kat. M A R . Nr. 702 S. 2 2 6 ; Kat. M A S P . Zettel 1 0 3 3 ; Kat. 1892 [GREBAUT]
Nr. 1033 S. 52.

89. Bemalte Gruppe des T und seiner Frau"). — Weißer Kalkstein. — Höhe:
Ab. j 24 m — Saqqara. Mastaba B 1 2 . Dyn. 5 .
HALTUNG. Der ATann: Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend. Hände
geschlossen. Auf beiden, dicht neben einander gestellten Füßen stehend.
Die Frau: Steht geradeausblickend rechts neben dem Manne, umfaßt ihn
mit dem 1. Ann. dessen Hand auf seiner 1. Schulter hegt, und berührt ihn mit
der r. Hand etwas über der Innenseite des r. Ellenbogengelenks. Die Füße stehen
dicht neben einander.
Breiter, bis zur Scheitelhöhe gehender, oben abgerundeter Rückenpfeiler.
Kurzes, an den Ecken abgerundetes Fußbrett.
TRACHT. Der Mann: Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke.
Spuren eines gemalten Ilalskragcus. Kurzer, bis zu den Knien
reichender Schurz mit gefälteltem Überschlag, dessen Zipfel
durch den Gurt hinaufgezogen ist. Gürtel und Knoten:
Die Frau: Große, gescheitelte, die Ohren verdeckende
Strähnenperücke, che vorn bis auf das Schlüsselbein herab­
3
fällt ), ohne weitere Detaillierung der Strähnen. Das eigene
Haar sieht an der Stirn unter der Perücke hervor. Langes,
enges Frauengewand mit Tragbändern, Halskragen und enges
Halsband. Von alledem sind nur geringe Farbenreste erhalten:
glattes Armband in Belief am r. Handgelenk, von den Fußringen
über den Gelenken nur Farbenspuren.

FARBEN. Der Mann: Haare, Brauen. Wimpern undPupillen schwarz.


Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß.
Die Frau: Haare usw. wie vor schwarz. Hautfarbe gelb.
Nägel vielleicht reiflich.

') Die Nase war 1910 bestoßen.


2
) Aus demselben Grabe Relief Nr. 1528.
J
) Abweichend von den bisher erwähnten Frauenperücken.
STATUEN UND STATUETTEN. 71

INSCHRIFTEN. I n vertieften, schwarz ausgemalten Hieroglyphen auf der Vorderseite


des Rückenpfeilers, neben den Köpfen der Figuren:
rechts von der Frau: zwischen den Figuren: links vom Manne:

neben den Körpern der Figuren:


rechts von der Frau: zwischen den Figuren: links vom Manne:

Auf dem Gürtel des Mannes, neben dem Knoten, in vertieften Hieroglyphen,
die wohl nicht ausgemalt waren: rechts: m—•>- J links: » - > ^.«^w ^

TECHNIK. Oberflächen glatt. Arme nicht frei. Zwischenräume zwischen den Beinen
tief ausgearbeitet. Zehen halb gelöst. Nägel mit Nagelhaut. Brauen und Brust­
warzen in Relief. Hohlräume der Fäuste halbkugelig gefüllt. Rückenpfeiler
hinten rauh.
KUNSTWERT. Steife Arbeit. Gesichter besser.
ERHALTUNG. Großer Zeh des r. Fußes der Frau bestoßen. Farben stark beschädigt.
V E R Z . v. V E R Ö F F . : Kat. M A R . N r . 7 9 3 ; Kat. M A S P . Z e t t e l 1 0 3 4 ; Kat. 1892 [ G R E B A U T ] N r . 1034
S. 5 2 ; Kat. 1895 N r . 8 1 ; Inschriften u n d F u n d b e r i c h t : M A R . , Mast. S . 1 0 3 B 12.

90. Bemalte Statue eines stehenden Mannes. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


Abb
- 0,625 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend. Hände geballt.
L. Fuß vorgesetzt. R. Bein Standbein. — Breiter Rückenpfeiler bis zur Mitte
der Schulterblätter. Rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Spuren eines gemalten Hals­
kragens. Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit gefälteltem über­
sehlag, dessen Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten.
Der Uberschlag reicht bis zur 1. Hüfte, nicht wie sonst meist nur bis zur Mitte
des Gurts.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen schwarz. Hautfarbe rotbraun, Schurz
weiß. Rückenpfeiler, Fußbrett und freie Räume wahrscheinlich schwarz.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
72 C A T A L O G U E DU M U S É E DU CAIRE.

TECHNIK. Flächen glatt. Arme und vorgesetztes Bein nicht frei. Zehen wenig ge­
löst. Nägel nur an den großen Zehen mit Nagelhaut. Hohlräume der Fäuste
halbkugelig gefullt, hinten glatt.
KUNSTWERT. Gedrungene Figur. Rohe Arbeit.

ERHALTUNG. Kopf angesetzt.

91. Bemalte Statue eines sitzenden Mannes. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


Abb
- 0,41 m. — Abusir 1887. Dyn. 5.
HALTUNG ). Die r. Faust liegt vor der Mitte der Brust. Die 1. Handfläche auf dem
1

1. Unterschenkel. Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig. Schmaler Rücken-


2
pfeiler ) von unbestimmter Höhe. Rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Spuren eines gemalten Halskragens. Desgleichen Armbänder
an den Handgelenken (s. Skizze hierneben). Kurzer Schurz mit ge­
fälteltem Überschlag, dessen Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen
ist, und Gürtel. Die Falten, welche übrigens nur bis an die
Seite des Oberschenkels gehen, sind detailliert (s. Skizze):
FARBEN. Hautfarbe rotbraun. Fußbrett, freie Räume und
Reste von
Brustwarzen schwarz. Sitz und Rückenpfeiler rötlich Zeichnung
mit schwarzen Tupfen (Granit).
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Leidlich glatte Oberfläche. Arme nicht frei.
Zwischenraum zwischen den Unterschenkeln nicht sehr tief aus­
gearbeitet (s. Skizze hierueben). Zehen gelöst. Nägel mit Nagelhaut.
Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf fehlt.
V E R Z . U. V E R Ö F F . : .Journal Nr. 27991.

92. Bemalte Statue eines sitzenden Mannes. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


Abb
- 0,80 m. — Saqqara. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die
I. Handfläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig.
Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, gescheitelte Strähnenperücke,
welche die Ohren halb verdeckt. Spuren eines gemalten Halskragens:
Kurzer, bis zu den Knien reichender .Schurz mit gefälteltem Über­
schlag, dessen Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel und
Knoten (s. Skizze hierneben). Die Fältelung hört unter dem r. Arm
auf. Unterausieht des Schurzes zwischen den Knien sichtbar.
FARBEN. Haare. Sitz, Fußbrett und freie Räume schwarz. Augen ein­
gesetzt, jedoch nur die Wimpern von Kupfer (?) und das Weiße von
weißem Stein noch erhalten. Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß.

') Dieselbe H a l t u n g s. Nr. 3 .


2
) Vgl. Nr. 6 3 .
STATUEN UNI) STATUETTEN. 73

INSCHRIFTEN. Fohlen.
TECHNIK. Oberfläche, soweit erhalten, gut bearbeitet. Arme nicht frei.
Zwischenraum zwischen den Füßen nicht genügend ausgearbeitet (s. Skizze).
Zehen gelöst. Nägel mit Nagelhaut. Hohlraum der Faust halbkugelig
gefüllt. Brustwarzen in Belief. Kein Rückenpfeiler.
KUNSTWERT. Gedrungene, breitschulterige Gestalt. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. R. Faust angestoßen. Oberfläche vielfach stark zerstört.

93. Bemalte Statue des ° | ¡^(10, sitzend. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


ABB
' 0 , 8 2 I N . — Saqqara. Nach M A R . , Mast. 8 . 1 1 0 ff. und 1 2 9 ff: Mastaba
1
C 1 oder C 9 ) . Dyn. 5.
HALTUNG. R. Faust liegt auf dein
r. Oberschenkel, 1. Handfläche auf
dem 1. Die Unterschenkel nach un-
ten wenig konvergierend. — Sitz
würfelförmig. Rückenpfeiler ganz
wenig schmaler als der Sitz und
mindestens bis zur Mitte der Kopf-
höhe. Fußbrett rechteckig.

TRACHT. Kurzer, bis zu den Knien


reichender, weiter Schurz, welcher
an jeder Seite der Beine übersteht
(s. Abbildung hierneben), mit zurück-
geschlagenem Ende und vorn ein-
2
gestopftem Zipfel ).
FARBEN. Nur am Sitz Spuren roter Farbe.
INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Sitzes und auf dem Fußbrett zu beiden Seiten
links: Kante
der Beine: rechts: *»—>•
TECHNIK. Oberflächen gut be-
arbeitet. Arme nicht frei.
Zwischenraum zwischen
den Unterschenkeln halb
ausgetieft. Zehen gelöst.
Nägel spitz und mit Nagel-
haut. Brustwarzen in Kante
Relief.
KUNSTWERT. Leidliche Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf und Teil des Rückenpfeilers fehlt. R. Faust desgleichen fasr
ganz. R. Schulter bestoßen. Vorderkante des Schurzes ausgebrochen. Sehr
starke Salzausschwitzungen und Korrosionen.

1
) T i t e l u n d N a m e s t i m m e n beidemal. S t a t u e desselben N r . 3 6 8 .
2
) Vgl. Nr. 1 7 1 .

10
74 C A T A L O G U E D U M U S É E DU C A I R E .

94. Bruchstücke einer bemalt gewesenen Gruppe des -JU-^J^U und seiner
Abb 1
" Frau )- — Weißer Kalkstein. — Höhe: 0.44 m. — Saqqara. Nach
M A R . , Most. S. H04ff.: Mastaba D 47. Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann sitzt, die r. Faust lag(?) auf dem r. Obersehenkel, die 1. Hand­
fläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel wenig nach unten convergierend.
Die Frau steht links neben dem Manne. Mit dem r. Arm umfaßt sie ihn.
Die r. Hand ist über der Hüfte des Mannes sichtbar. Mit der 1. berührt sie seinen
1. Oberarm. Füße geschlossen. Frau in etwas kleinerem Maßstabe als der Mann.
Der Sitz des Mannes würfelförmig. Das gemeinsame Fußbrett war
rechteckig. Der Rückenpfeiler fängt rechts etwas von der Sitzkante entfernt
an und reicht bis zu dem 1. Fuß der Frau. Die Höhe war mindestens bis zu
den Schultern des Mannes.
TRACHT. Der Mann: Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz
mit gefälteltem Überschlag, dessen Zipfel durch den Gurt hinauf­
gezogen ist, Gürtel und Knoten (s. Skizze hierneben).
Die Frau: Anliegendes Frauen^ewand bis zur unteren
Wadenhälfte.
FARBEN. Der Mann: Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß.
Die Frau: Hautfarbe gelb.
Sitz und Rückenpfeiler (?) rötlich mit schwarzen Tupfen. Fußbrett schwarz.
INSCHRIFTEN.Auf dem Fußbrett in vertieften, grün ausgemalten Hieroglyphen, vor
den Füßen der Frau: Desgleichen an der Vorderseite des
Sitzes und auf dem Fußbrett neben
den Beinen:
rechts: »—> links: m—>-

TECHNIK. Oberfläche, soweit noch zu sehen, leidlich glatt.


Arme nicht frei. Zwischenraum zwischen den
Unterschenkeln halb ausgearbeitet (s. Skizze
hierneben). Zehen gelöst. Nägel mit Nagelhaut.
KUNSTWERT. W a r vielleicht eine gute Arbeit.
ERHALTUNG. Köpfe, Brust der Frau und oberer Teil des
Rückenpfeilers fehlen. R. Unterarm des Mannes, 1. Arm
der Frau bis auf die Hand desgleichen. L. vordere
Ecke des Fußbretts ebenso. R. Oberarm des Mannes
abgebrochen und wieder angesetzt. Desgleichen Fuß­
brett mit den Füßen des Mannes. Farben fast ganz
herunter. Viele Salzausschwitzungen und Korrosionen der Oberfläche.

*) Statuen desselben s. N r . 30, 3 1 , 69, 103, 170, 174, 178, 263/6o(?), 266,
284, 3 2 1 , 322, 3 2 3 . E r g ä n z u n g s s t ü c k N r . 2 8 5 . B l e n d t ü r desselben N r . 1484. Reliefs
desselben Nr. 1533, 1558.
2
) Z u ergänzen nach d e r B l e n d t ü r aus demselben G r a b e : »— >-
3
) E s ist fraglich, ob hier j e etwas stand.
STATUEN UND STATUETTEN. 75

95. Bemalte Gruppe des s=> Oll und seiner Frau. —Weißer Kalkstein. — Höhe:
A 1
' 0,52m. — Nach M A R . , Mast. S. 140 ): Saqqara, Mastaba C15. Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann: Schreitend. Die Arme am Körper herabhängend. Hände
geballt. L. Fuß vorgesetzt, r. Bein Standbein.
2
Die Frau: Sitzt ) links neben dem Manne. Mit dem r. Arm umfaßt sie
ihn. Die Hand liegt auf der r. Schlüter des Mannes. Die 1. Handfläche berührt
die 1. Brustseite des Mannes. Füße fast dicht geschlossen.
Frau Mann
— Der Sitz der Frau würfelförmig, nach hinten zu
wenig höher werdend. Gemeinsamer Rückenpfeiler bis
zur Schulterhöhe der Frau. Für den Mann geht ein
schmales Stück noch bis zu seiner Schulterhöhe. Fuß­
brett rechteckig. Der Maßstab der Frau soll der gleiche Sitz
Fußbrett
sein als der des Mannes; da sie aber sitzt, ist sie eigent­
lich zu lang geraten.
TRACHT. Der Mann: Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit
gefälteltem Uberschlag, Gürtel und Knoten (s. Skizze hierneben).
Die Frau: Langes, eng anschließendes Frauengewand, das
bis auf den unteren Teil der Waden reicht. Bis auf die Schul- ^
tern reichende Strähnenperücke mit Detaillierung der Strähnen: i Ü ^ 5

FARBEN. Der Mann: Hautfarbe rotbraun.


Die Frau: Hautfarbe gelb.
Fußbrett und freie Bäume schwarz. Sitz vielleicht gelb.
INSCHRIFTEN. vertieften, grün(?) ausgemalten Hiero­
TU rechts: links :
glyphen an den Seiten des Sitzes und auf dem Fuß
brett neben den Beinen der Frau:
Auf dem Fußbrett vor dem Manne
TECHNIK. Soweit noch zu sehen,
Oberflächenbearbeitung leidlich.
Arme und Füße nicht frei. Der
1. Fuß des Mannes auch mit dem
Sitz verbunden. Zehen gelöst.
Nägel mit Nagelhaut. Hohlraum Kante

der Faust halbkugelig gefüllt.


Kopf des Mannes
war angesetzt.
Zapfenloch auf
dem Hals und An­
schlußfläche auf
dem Rückenpfeiler (s. Skizze).
KUNSTWERT. Soweit noch zu erkennen, konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Köpfe fehlen. Vom Manne außerdem die r. Faust. Von der Frau
fast der ganze 1. Arm. Sehr starke Salzausschwitzungen und Korrosionen der
Oberfläche. Farben fast ganz abgehoben.
1
) Dortselbst ein Mann mit gleichem N a m e n u n d Titeln, s. Scheintür N r . 1380.
2
) Vgl. N r . 107.
10*
76 CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE.

96. Bemalte Statue des Q^FA> stehend. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


A b b
0,89 m. — Saqqara. Nach MASP., Zettel 990: Mastaba B l l . Nach
einem angeklebten Zettel aber D 30, was auch mit MAR., Mast. S. 260
übereinstimmt. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend. Hände geballt.
L. F u ß vorgesetzt. R. Bein Standbein. — Schmaler Rückenpfeiler bis zur Genick-
höhe. Rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Kurze, die Ohren verdeckende Lockenperücke. Dünner
Schnurrbart. Spuren eines gemalten Halskragens:
Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit
gefälteltem Überschlag, dessen Zipfel durch den
Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten (s. Skizze hierneben).
Die Nägel mit Henna bemalt: I 1
FARBEN. Haar, Wimpern, Brauen, ^ ¿ 5 ^ Pupillen'), Nasenlöcher,
Schnurrbart, freie Räume, Fußbrett schwarz. Hautfarbe rötlich-
gelb. Rückenpfeiler gelblich.
INSCHRIFTEN. In vertieften, nicht ausgemalten Hieroglyphen auf dem Fußbrett r.
neben dem 1. F u ß : >-
TECHNIK. Gute Bearbeitung der Flächen. Arme und vorgesetzter Fuß
nicht frei. Zehen wenig gelöst. Nägel ohne(?) Nagelhaut. Brauen
in Relief. Hohlräume der Fäuste halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Gute Arbeit.
ERHALTUNG. Vollständig. Besonders die Farben.
V E R Z . U. V E R Ö F F . : Kat. M A R . N r . 2b" S . 9 3 ; Kat. MASP. Zettel 9 9 0 ; Kat. 1892 [GREBAUT]
N r . 990 S . 4 9 ; Inschrift u n d F u n d b e r i c h t : M A R . , Mast. S . 260 1 ) 3 0 .

97. Bemalte Statue des ° | \ stehend-). — Weißer Kalkstein. — Höhe:


1,12 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 131: Mastaba C10. Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei vor. Nr. Rückenpfeiler nur bis zur Schulterhöhe.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende
Lockenperücke. Gemalter Halskragen:
Kurzer, bis zu den Knien reichender
Schurz mit gefälteltem Überschlag,
dessen Zipfel durch den Gurt hinauf-
gezogen ist, Gürtel, Knoten und Band, mit dem der Gürtel
eigentlich gebunden ist (s. Skizze hierneben). Vielleicht
dünn er Schnurrbart.

FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, freie Räume, Rückenpfeiler, Fußbrett


schwarz. Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß.

') Die Iris scheint bräunlich zu sein u n d n u r die Pupille schwarz.


-) Statuen desselben N r . 28, 5 4 , 77, 8 1 , 83(?), 2 0 7 , 2 1 4 .
STATUEN U N D STATUETTEN. 77

INSCHRIFTEN. In vertieften, nicht ausgemalten Hieroglyphen auf dem


Fußbrett r. neben dem 1. F u ß : m—
TECHNIK. Gut bearbeitete Oberfläche. Arme und vorgesetzter Fuß
nicht frei. Hohlräume der Fäuste halbkugelig gefüllt. Zehen
nicht ganz gelöst. Nägel ohne Nagelhaut. Brauen in Relief.
Einige Fehlstellen sind unter der Farbe anscheinend mit rötlichem
Mörtel geflickt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit. Langgezogener Oberkörper.
ERHALTUNG. Bis auf einige Stellen, an denen die Farbe abgesprungen ist, gut.
VERZ. U. VBRÖFF.: Kat. M A S P . N r . 1 0 4 2 ; F u n d b e r i c h t : M A R . , Mast. S.132 CIO.

98. Bemalte Statue eines stehenden Mannes. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


1,03 m. — Saqqara, Oktober 1862. Dyn- 5.
HALTUNG. W i e bei Nr. 96. — Rückenpfeiler etwas breiter: I WW I , oben ab­
gerundet, bis in Genickhöhe reichend. Fußbrett rechteckig. '
TRACHT. Große, gescheitelte, che Ohren halb verdeckende Strähnenperücke, welche
bis auf die Schultern reicht. Breiter, aufgemalter Halskragen:
Spuren eines Amuletts auf der Brust (s. Skizze). Bis
zur Mitte der Kniescheiben reichender weiter Schurz
mit zurückgeschlagenem Ende, dessen Zipfel vorn in
die obere saumartig umgeschlagene Kante gestopft
ist, und dreieckig liegendem Vorderteil (s. 3 . Skizze).
FARBEN. Haare, freie Räume, Rückenpfeiler und Fußbrett schwarz.
Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß. Nägel und Hohlraum der
Faust desgleichen.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Bearbeitung. Arme und vorgesetztes Bein nicht frei. Hohlraum
der Faust halbkugelig gefüllt. Zehen gelöst, aber ungeschickt. Nägel ohne
Nagelhaut.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. R. Unterarm und r. Seite des Fußbretts und des Schurzes stark be-
stoßen. R. Hand fehlt. Oberteil des Kopfes w e d e r angesetzt. Der Riß geht
durch die Augeu. Farben vielfach abgeblättert.
V E R Z . U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 2 0 2 2 4 .

99. Bemalte Statue des b stehend.—Weißer Kalkstein. — Höhe:


Abb
- 0,91 m. — Saqqara. Dyn. 5.
HALTUNG. W i e bei Nr. 96. — Schmaler Rückenpfeiler nur bis in die mittlere
Rückenhöhe. Fußbrett rechteckig.

(vgl. DARESSY, Mast, de Merra S . 5 4 1 ) scheint der einzige Männernaine des

a. R. zu sein, d e r zu den e r h a l t e n e n Z e i c h e n r e s t e n d e r Inschrift paßt.


78 CATALOGUE DU MUSEE D U САIRЕ.

TRACHT. Kleine Lockenperücke, welche die Ohren frei läßt. Dünner Schnurrbart.
Gemalter, breiter Halskragen: Kurzer, bis zu den Knien reichen-
der Schurz mit gefälteltem übersehlag, dessen Zipfel durch
den Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten:
Die Falten sind noch weiter detailliert.

FARBEN. Haare. Brauen. Wimpern, Pupillen, Schnurrbart,


Nasenlöcher, Brustwarzen, freie Bäume, Oberseite des Fuß­
bretts schwarz. Iris bräunlich. Hautfarbe rotbraun. Rücken-
pfeiler rötlichgelb.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett r. neben dem 1. Fuß in
vertieften, nicht ausgemalten Hieroglyphen:
TECHNIK. Gute Oberflächen. Arme und vorgesetztes Bein
nicht frei. Zehen gelöst. Nägel mit Nagelhaut. Hohl­
räume der Fäuste beiderseitig halbkugelig gefüllt. Brauen
und Brustwarzen in Relief.
KUNSTWERT. Langgezogene Gestalt. Konventionelle Ar­
beit.
ERHALTUNG. R. Daumen und Vorderkante des Fußbretts
bestoßen.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Kat. M A R . N r . 5 8 3 ; Kat. MASP. Zettel 9 9 6 ;
Kat. 1 8 9 2 [GREÜAUT] Nr. 9 9 6 S . 4 9 .

100. Bemalte Gruppe des und seiner Familie. — Weißer Kalkstein. —


Höhe: 0,59 in. — Saqqara. Nach MASP., Zettel 910: Mastaba C 22.
Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann: Sitzt geradeausblickend. Die r. Faust steht auf dem r. Ober­
schenkel. Die 1. Handfläche berührt den 1. Die Unterschenkel wenig nach unten
konvergierend.
Die Frau: Sitzt r. neben dem Manne, geradeausblickend. Mit dem 1.
Arm umfaßt sie ihn von hinten. Die 1. Hand liegt auf seiner 1. Schulter. Die
r. Handfläche liegt auf dem r. Knie. Unterschenkel parallel.
Der Knabe: Steht zwischen den beiden vor der Vorderseite des Sitzes.
Mit dem 1. Arm umfaßt er den r. Unterschenkel des Mannes. Die Hand ist an
der Innenseite der Wade sichtbar. Der r. Arm hängt mit geöffneter Hand herab.
L. Bein vorgesetzt. R. Fuß Standfuß. Der Knabe ist in viel kleinerem Maß­
stabe dargestellt als die anderen beiden. — Sitz würfelförmig, hinten wenig
höher. Fußbrett rechteckig. Rückenpfeiler gemeinsam und bis zur Höhe der
Mitte der Hinterköpfe reichend. In der Breite beiderseitig etwas geringer als
der Sitz.
TRACHT. Der Mann: Kleine, che Ohren deckende Lockenperücke,
Jetzt weißes, ehemals wohl gemaltes Halsband. Kurzer Schurz
mit zurückgeschlagenem Ende, dessen Zipfel vorn eingestopft
ist. bis zu den Knien reichend (s. Skizze hierneben). Zwischen
den Knien ist die hintere Unterkante des Schurzes zu sehen.
STATUEN UND STATUETTEN. 79

Die Frau: Lange, bis auf die Schultern fallende, ge­


scheitelte Strähnenperücke mit detaillierten Strähnen. An der
Stirn sieht das gescheitelte eigne Haar hervor (s. Skizze liierneben).
Langes, enganschließendes Frauengewand, das von über
den Fußgelenken bis an die Brüste reicht, mit gemalt ge­
wesenen Tragbändern (s. Skizze hierneben). Ganz schwache
Spuren von gemalten Bändern an Fuß- und Handgelenken.
Vom Halskragen keine Spur mehr.
Der Knabe: Eignes Haar mit Kinderlocke an
der r. Seite (s. Skizze liierneben).
FARBEN. Der Mann: Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen schwarz. Hautfarbe
rotbraun. Weißes in den Augen, Schurz, Hohlraum der Faust weiß.
Die Frau: Haare usw. wie vor. Hautfarbe gelb.
Der Knabe: W i e vor. Hautfarbe gelbbraun.
Die freien Räume schwarz. Fußbrett, Rückenpfeiler und Sitz schwarz
mit gelber Untermalung.
I N S C H R I F T E N . Auf dem Fußbrett in vertieften, nicht ausgemalten Hieroglyphen: m— >
FÜßE DES KNABEN

FÜßE DES MANNES FÜßE DER FRAU

TECHNIK. Gut gearbeitete Oberflächen. Arme nicht frei. Zwischenraum zwischen


den Füßen des Mannes sehr tief, fast bis zur Vorderseite des Sitzes ausgearbeitet.
Zehen beim Manne halb gelöst. Finger nur angedeutet. Nägel ohne Nagelhaut.
Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt. Brustwarzen in Relief. — Das vordere
Stück des Fußbretts mit den Inschriften und dem vorderen Teile der Zehen sowie
1
ein Stück des Fußbretts r. neben den Füßen der Frau sind in alter Zeit angesetzt ).
KUNST WERT . Bis auf die Ausführung der Hieroglyphen sorgfältige Arbeit; die
Gesichter besonders fein gearbeitet.
ERHALTUNG. Der im Altertum angesetzte vordere Streifen des Fußbretts ist lose.
Fußspitzen der Frau fehlen. Sonst vollständig.
V E R Z . U. V E R Ö F F . : Kat. M A R . N r . 5 8 9 S. 2 1 8 ; Kat. M A S P . Z e t t e l 9 1 0 ; Inschriften und Fund­
b e r i c h t : M A R . , Mast. S. 1 5 6 ; DE ROUGE, Inscr. hier. Taf. 8 8 .

101. Bemalte Gruppe des I | D U U U ) s u n d


seiner Familie. — Weißer Kalk-
Abb
- stein. — Höhe: 0,51 m. — Saqqara, 26. Dezember 1877 (Notiz auf
der Rückseite). Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann: Sitzt geradeausblickend, die r. Faust liegt auf dem r. Ober­
schenke], die 1. Handfläche berührte den 1. Die Unterschenkel parallel.
1
) Es sieht a u s , als ob die alten Inschriften des F u ß b r e t t s abgeschnitten u n d durch neue ersetzt
seien. Vgl. hierzu d e n F u n d b e r i c h t M A R . , Mast. S . 1 5 6 [ C 2 2 ] , w o n a c h die G r u p p e in einein G r a b e

gefunden ist, d a s k e i n e m d e r dargestellten P e r s o n e n , s o n d e r n d e m ^ gehörte. Hiermit


scheint auch d e r gar nicht z u r Ausführung d e r Statue passende flüchtige Stil d e r H i e r o g l y p h e n zu stimmen.
2
) Statue desselben N r . 2 0 8 .
80 C A T A L O G U E D U M U S E E D U CAIRE.

Die Frau: Sitzt geradeausblickend r. vom Manne. Der 1. Arm umfaßt ihn
von hinten. Die 1. Hand ist an seiner r. Schulter sichtbar. Die r. Hand berührt
seinen r. Oberarm mit den Fingerspitzen. Die Füße stehen parallel nebeneinander.
Der Jüngling: Steht r. neben dem Paare, geradeausblickend. Arme am
Körper herabhängend. Hände geballt. L. Fuß vorgesetzt. R. Bein Standbein.
— Sitz für das Paar gemeinsam, würfelförmig. Rechteckiges Fußbrett. Breiter,
allen drei Figuren gemeinsamer Rückenpfeiler bis zur Höhe der Mitte der Hinter-
köpfe. Der Jüngling in wenig kleinerem Maßstabe als das Paar.
TRACHT. Der Mann: Kurze, die Ohren verdeckende
Lockenperücke. Breites, gemaltes Halsband.
Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit
gefälteltem Überschlag, dessen Zipfel durch den
Gurt hinaufgezogen ist, und Gürtel (s. Skizzen).
Die Frau: Bis auf die Schultern fallende, die Ohren
deckende, gescheitelte Strähnenperücke, mit eigenem darunter
an der Stirn hervorsehendem Haar (s. Skizze liierneben).
Unter den obersten Strähnen sieht noch eine zweite Lage her-
vor. Eng anliegendes Halsband und breiter Halskragen, langes
Frauengewand mit Tragbändern. An den Fußgelenken gemalte
Bänder: b-~==»
¡5 Der Jüngling: Eigenes, kurzes Haar.
Breiter Halskragen wie die Frau. Kurzer, bis auf die Knien
reichender Schurz mit gefälteltem Überschlag usw. (wie der
Mann).
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, freie Räume, Fuß-
brett, Brustwarzen schwarz. Weißes der Augen, Schurze, Frauenkleid, Hohl-
räume der Fäuste weiß. Hautfarbe der Männer braunrot, der Frau gelb. Augen-
winkel rötlich. Sitz und Rückenpfeiler rot mit schwarzen Tupfen.
INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen, unausgemalt, an der Vorderseite des Fuß-
bretts: »—> p | ffl | ^ | \ • LJLJ _ Auf der Oberseite, vor dem Jüngling

TECHNIK. Oberflächen leidlich bearbeitet. Arme und der vorgesetzte


Fuß nicht frei. Zwischenraum zwischen den Unterschenkeln nicht tief
ausgearbeitet. Zehen wenig gelöst. Nägel zum Teil mit Nagelhaut.
Hohlräume der Fäuste halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Konventionelle, aber sorgfältig bemalte Arbeit.
ERHALTUNG. Nasen der Männer angestoßen. R. Arm des Jünglings, 1.
Unterarm des Mannes fehlen fast ganz. Sitz an der 1. Seite beschädigt.
Farben besonders gut erhalten.
V E R Z . U. V E R Ö F F . : Kat. M A S P . Zettel 4 4 5 5 ; Kat. 1 8 9 5 Nr. 8 5 .

102. Bemalte Statue des • ö % , sitzend. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


1
0,72m. — Saqqara. Nach M A R . , Mast. S. 184ff.: Mastaba D6 ).
Dyn. 5.
') D i e Statuen sind nicht e r w ä h n t , j e d o c h stimmen N a m e n u n d Titel, s. die S t a t u e desselben
Mannes N r . 1 7 1 .
STATUEN UNI) STATUETTEN. 81

HALTUNG. Beide Fäuste standen anscheinend auf den Oberschenkeln. Die Unter­
schenkel parallel. — Sitz würfelförmig. Fußbrett rechteckig, zu beiden Seiten des
Sitzes wenig vorstehend.
TRACHT. Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz
mit vorn hinter den saumartig umgeschlagenen
oberen Rand eingestopftem Zipfel, zurückgeschlage­
nem Ende, neben diesem Ende eine eingravierte
1
Figur ) (s. Abbildung hierneben).
FAHREN. Nur schwache Spuren rotbrauner Hautfarbe.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett in vertieften, stark zerstörten Hieroglyphen, vor
den Füßen: »-*» H9 • Q \

TECHNIK. Oberfläche leidlich glatt. Arme nicht frei. Zwischenraum zwischen den
Füßen wenig vertieft. Zehen gelöst. Nägel ohne Nagelhaut.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf und Hände fehlen. R. Unterschenkel stark beschädigt.

/WWW ^ £^
a m
103. Statue des ^ ^ ^ U » Boden sitzend, lesend. — Weißer Kalkstein.
— Höhe: 0,34m. — Saqqara. Nach M A R . , Mast. S. 307ff.: Mastaba
2
D 47 ). Dyn. 5.
HALTUNG. Die Hände liegen mit den Oberseiten auf den Oberschenkeln und halten
einen aufgerollten Papyrus. Die Handhaltung ist im einzelnen nicht mehr zu
erkennen. Die Füße sind untergeschlagen. Der 1. Unterschenkel liegt vor dem r.
Die Zehen sehen an beiden Seiten hervor und berühren den Boden mit den
Oberseiten. — Das Fußbrett schließt sich der Berührungsfläche des Körpers am
Boden an.
TRACHT. Kurzer Schurz mit abgerundetem Oberschlag, dessen Zipfel durch den
Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten.
FARBEN. Keine Spuren mehr.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett vor der Figur in wenig vertieften, jetzt schwer
lesbaren Hieroglyphen: -v § Ö | | Г О * ^ 1 1 3
) -

TECHNIK. Oberfläche zu korrodiert, um etwas über die Bearbeitung sagen zu können.


Arme nicht frei. Zehen wenig gelöst.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf fehlt. Knie und Vorderseite des Fußbreits stark beschädigt.

') Scheint nicht eine nachträgliche Kritzelei zu sein.


'*) Die Statuen sind nicht besonders aufgeführt.
/ V W W V
i i <q> N N ©
3 7Al ev nzen
) Anscheinend z u : ^—> T ' ' S^ - Statuen desselben s. N r . 3 0 ,
3 1 , 69, 94, 170, 174, 178, 263/65 (i»), 2 6 6 , 284, 3 2 1 , 322, 3 2 3 . Blendtür desselben N r . 1484. Reliefs
desselben N r . 1533, 1558.
11
82 CATALOGUE D U M U S É E DU C A I R E .

104. Bemalt gewesene Statue des |f——ЭД> am Boden sitzend, lesend. —


Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,31 m. — Saqqara. Dyn. 5.
HALTUNG. Die Hände liegen mit den Oberseiten auf den Oberschenkeln und halten
einen beiderseits eingerollten Papyrus, und zwar so. daß die Daumen außen dem
gerollten Ende parallel liegen, die vier Finger aber in der Richtung des auf­
gerollten Stücks des Papyrus eingebogen sind. Das Papyrusblatt läßt die Form
der darunterliegenden Finger genau erkennen. Die Füße sind untergeschlagen.
Der 1. Unterschenkel vor dem r. Sonst wie bei vor. Nr.
TRACHT. Kurzer, bis zu den Knien reichender, glatter Schurz mit vorn einge­
stopftem Zipfel, ohne weitere Detaillierung.
FARBEN. Nur geringe Spuren. Hautfarbe rotbraun. Fußbrett schwarz.
INSCHRIFTEN. Auf dem aufgerollten Stück des Papyrus in
kleinen, vertieften Hieroglyphen: »—>
TECHNIK. Oberfläche, wo noch zu erkennen, nur rauh bearbeitet.
Arme frei.
KUNSTWERT. Mäßige Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf fehlt. Brust stark beschädigt. Knie bestoßen.

V E R Z . U. V E R Ö F F . : Auf der Brust ein kleiner weißer Zettel mit: 1112 ^TV [122].

105. Bemalt gewesene Gruppe des und seiner Familie. — Weißer


A b b
Kalkstein. — Höhe: 0,45 in. — Saqqara. Nach M A R . , Mast. S. 264:
Mastaba D 36'). Dyn.
HALTUNG. Der Mann: Steht. Arme am Körper herabhängend, Hände geballt. L . F u ß
wenig vorgesetzt. R. Bein Standbein.
Die Frau: R. neben dem Manne mit geschlossenen Füßen stehend.
Geradeausblickend. Der 1. Arm umfaßt den Mann von hinten, die Hand an der
1. Seite des Mannes sichtbar. Die r. Hand berührt mit den Fingerspitzen das
r. Ellenbogengelenk des Mannes.
Der Knabe: Steht geradeausblickend mit geschlossenen Füßen r. neben
der Frau. Der I. Arm umfaßt die Frau von hinten. Die Hand ist an der 1.
Seite des 1. Oberschenkels der Frau zu sehen. Die r. Hand lag am Munde.
Das Mädchen: Kauert geradeausblickend 1. neben dem Manne. Mit
dem r. Arm umfaßte sie die 1. Wade des Mannes. Die 1. Hand berührt dieselbe
mit den Fingerspitzen. Die Peine sind untergeschlagen. Die Fußspitze des
r. Fußes schaut unter dem Schienbein des 1. hervor. — Fußbrett mit Vorsprung
für den 1. Fuß des Mannes. Gemeinsamer Rückenpfeiler:
bis zur Scheitelhöhe der Kinder (a a), bei den Eltern (b) bis zur
Mitte der Schulterblätter.

1
) Diese Gruppe ist daselbst nicht besonders aufgeführt, Namen u n d Titel stimmen aber.
Statuen desselben Mannes N r . 27 u. 106.
STATUEN UND STATUETTEN. 83

TRACHT. Der Mann: Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz


mit gefälteltem Überschlag, Gürtel und Knoten (s. Skizze).
Die Frau: Große, bis auf die Schultern reichende, geschei­
telte Strähnenperücke. Enges, bis fast auf die Knöchel reichendes
Frauengewand.
Der Knabe: Nackend. Eignes Haar, ohne Kinderlocke.
Das Mädchen: Vielleicht langes Frauengewand.
FARBEN. Nur an einigen Stellen in den freien Räumen Spuren schwarzer Farbe.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett in Füße Füße
vertieften, sehr zerstörten Hiero­ des Mannes der Frau
glyphen : m—>-
TECHNIK. Oberfläche zu sehr zer­
stört, um ein Urteil zuzulassen.
Arme und vorgesetzter Fuß nicht frei. Details kaum zu erkennen.
KUNSTWERT. Soweit der schlechte Erhaltungszustand einen Schluß zuläßt: rohe
Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf des Mannes fehlt. Vorgesetztes Bein beschädigt, (iesicht der
Frau abgeschlagen. Kopf lose. R. Arm des Knaben abgestoßen. Starke
Korrosion der Oberfläche. Viele Salzausschwitzungen.

1
106. Nische mit bemalter Statue des ^-{j , stehend. — Weißer Kalkstein. —
Abl)
- Höhe: 0,44 m. — Saqqara. Nach M A U . , Mast. S. 264: Mastaba D 36').
März 1860. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend, Hände geballt.
Füße geschlossen. — Die Figur hebt sich von dem 'Hintergrunde einer recht­
eckigen Nische ab, die von einem glatten, etwa 0,045 m breiten Inschriften­
streifen allseitig' eingefaßt ist.
TRACHT. Kurze, die Ohren verdeckende Lockenperücke. Bis zu den
Knien reichender Schurz mit dreieckig fallendem Vorderblatt,
zurückgeschlagenem Ende und vorn in den oberen saumartig um­
gelegten Band eingestopftem Zipfel. Unterer Saum (s. Skizze).
FARBEN. Haare, Wimpern, Pupillen schwarz. Hautfarbe rotbraun.
Schurz weiß. Hintergrund und Oberseite des Fußbretts schwarz.
Innenseiten des Randes rötlich.
INSCHRIFTEN. Auf dem
Bande in vertieften,
blau ausgemalten Hie­
roglyphen :
TECHNIK. Oberfläche leid­
lich bearbeitet. Zehen
wenig gelöst. Nägel

') Dort als »Naos» erwähnt.


Aus demselben G r a b e N r . 27 u. 105.

11*
84 CATALOGUE DU MUSEE D U CAIRE.

nur angedeutet. Hohlräume der Fäuste halbkugelig gefüllt. Die Seiten und
der Rücken der Nische sind rauh gelassen.
KUNSTWERT. Konventionelle, wenig sorgfältige Arbeit.
ERHALTUNG. Bis auf che Farben gut erhalten.
V E R Z . U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 1 0 0 7 5 ; M A R . , Mast. S.264.

107. Bruchstücke einer bemalt gewesenen Gruppe des ^ ^ und seiner Frau').
— Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,54 m. — Saqqara. Nach M A R . ,
Most. S. 157: Mastaba C 24. Dezember 1861. Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann: Steht, das 1. Bein vorgesetzt, der r. Fuß Standfuß. Der r.
Arm hing am Körper herab, der 1. ist herabgestreckt, die Hand, etwas umge­
bogen, ergreift das r. Ellenbogengelenk der Frau. Der Daumen von innen, die
Finger von außen.
Die Frau: Sitzt-) 1. neben dem Manne, die Handflächen auf den Ober­
schenkeln. Die Unterschenkel parallel. — Der Sitz der Frau recht­
eckig. Genieinsamer Rückenpfeiler, etwas weniger breit als die
Gruppe (s. Skizze) und von nicht mehr zu bestimmender Höhe.
TRACHT. Der Mann: Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit gefälteltem
Überschlag, dessen glatter Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist.
Gürtel und Knoten (s. Skizze hierneben).
Die Frau: Enges, bis fast an die Knöchel reichendes
Frauengewand.
FARBEN. Nur Spuren. Hautfarbe des Mannes rotbraun. Sitz und
freie Räume schwarz.
INSCHRIFTEN. Fehlen. [S. Nr. 312.]
TECHNIK. Oberflächen glatt bearbeitet. Arme usw. nicht frei. Zehen fast gelöst.
Finger wenig. Nägel nur angedeutet.
KUNSTWERT. Mäßige Arbeit in langgezogenen Verhältnissen.
ERHALTUNG. Köpfe und r. Arm des .Mannes sowie das Fußbrett fehlen. Oberkörper
des Mannes lose.
V E R Z . U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 1 7 4 4 8 .

1
108. Bemalt gewesene Statue einer hockenden, Feuer schürenden Dienerin ).
Abb. — Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,30 in. — Saqqara. Nach M A R . .
Mast. S. 182 (»statue calcaire, homme aecroupi pleurant«) vermutlich:
Mastaba D 4. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die Knie hochgezogen. Den 1. Ellenbogen auf das
1. Knie gestützt. Die 1. Handfläche berührt die 1. Stirn- und Kopfhälfte. Die

') E r g ä n z u n g dazu N r . 3 1 2 . Statuen desselben Nr. 1 2 7 , 1 3 0 , 1 6 3 , 1 7 2 , 1 8 2 , 1 8 3 , 1 8 4 , 1 8 5 , 1 8 7 ,


188, 1 9 2 , 194,205, 303(?).
2
) Vgl. N r . 9 5 .
3
) Vgl. N r . 2 3 8 .
STATUEN UND STATUETTEN. 85

r. Hand stellt geschlossen neben dem r. Fuß '). — Das Fußbrett schließt sich
2
ganz eng der Berührungsfläche des Körpers am Boden an ).
TRACHT. Eignes Haar ohne Angabe der Locken. Die Ohren liegen frei vor dem
Haar. Von Bekleidung außer ganz geringen Spuren eines gemalten Halsbandes
und eines kurzen Schurzes sonst nichts zu sehen.
FARBEN. Haare. Wimpern, Oberseite des Fußbretts schwarz. Hautfarbe gelb. Ein
weißer, kurzer Schurz scheint angegeben gewesen zu sein.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Oberfläche gut behandelt. L. Unterarm frei. Hohlraum der Faust leer
und ziemlich tief ausgearbeitet. Zehen wenig gelöst. Nägel nur schwach an­
gegeben. Ohren wenig ausgeführt.
KUNSTWERT. Der Stellung wegen interessante, sonst nicht besonders hervorragende
Arbeit.
ERHALTUNG. Die r. Seite des Haares etwas verletzt, r. Arm etwas gesprungen.
3
VERZ. U. V E R Ö F F . : Auf einem weißen Zettel an d e r Basis: 4 ) ; Kat. M A R . N r . 7 6 8 ; Kat.
MASP. Z e t t e l 1 0 2 0 ; Kat. 1892 [ G R E B A U T ] N r . 1020 S. 5 1 ; Kat. 1895 N r . 9 0 ; M A R . , Alb.
phot. Taf. 2 0 ; M A S P . , Hut. anc. 1895 Teil 1 S. 2 4 7 .

4
109. Bemalte Statue eines Teig formenden, hockenden Dieners ). — Weißer
A b b
- Kalkstein. — Höhe: 0,38 in. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann hockt geradeausblickend auf einer kleinen Erderhöhung (a).
die Fersen angezogen. Die Knie standen hoch. Oberkörper gerade. Mit den
Händen bearbeitet er ein Stück Teig, das auf einer läng­
lichen Fläche ( 6 ) mit anderen schon geformten Stücken
vor ihm liegt. — Fußbrett länglich mit abgerundeten
Ecken (s. Skizze hierneben).
TRACHT. Eignes, kurzes Haar. Kurzer Schurz mit vorn eingestopftem Zipfel.
FARBEN. Haar, Brauen, Wimpern, Pupillen, Sitz und Fußbrett schwarz. Hautfarbe
rotbraun. Schurz weiß. Teigstücke weiß. Unterlage derselben rötlich mit
Spuren von schwarzen Flecken (Granit?).
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Oberflächen gut bearbeitet. Arme waren frei. Unter den Füßen, welche
mit den Hacken oben an die Erderhöhung sich stützen, ist der freie Raum ein wenig
ausgearbeitet. Zehen und Finger gelöst. Nägel nur angedeutet. Brauen in Relief.
KUNSTWERT. Gute Arbeit.
5
ERHALTUNG. Unterarme fehlen ), Beine desgleichen bis auf die Füße und den
obersten Teil der Oberschenkel. Fußbrett war abgebrochen, desgleichen der
Kopf, die Oberarme und einige Stücke des Rumpfes.
VERZ. U. VERÖFF.: Auf d e r R ü c k s e i t e mit Bleistift: 437 (Umzugsnummer?).

') Sie hielt einen Stock. Vgl. das Relief Kat. 1895 N r . 8 3 u n d die Statuen N r . 2 3 8 u. 3 2 5 .
2
) Die Statue w a r in einem g r ö ß e r e n F u ß b r e t t befestigt. Vgl. G r u p p e N r . 2 4 3 .
3
) N a c h M A S P . Zettel 1020 soll auch N r . 761 d a r a n gestanden haben.
4
) V g l . N r . 240, 3 2 9 .
5
) In den Armstümpfen stecken zwei m o d e r n e Nägel, die einst w o h l Gipsergänzungen festhielten.
86 CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE.

1
110. Bemalt gewesene Statue der Dienerin mahlend ). — Weißer
Kalkstein. — H ö h e : 0,29 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 234:
Mastaba D 20, Dezember 1859. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeaus, etwas nach unten blickend. Kniend. Die Fersen berühren
den Hinteren. Die Zehen stehen umgebogen auf einer kleinen Erhöhung des
Fußbretts, die Sohlen sind also von hinten zu sehen. Oberkörper stark vornüber
gebeugt. Mit beiden Händen hält sie einen unten glatten, oben
abgerundeten, längliehen Reibstein(a), t^f <*• ~f^) mit dem sie das Getreide auf
110
einem größeren, der Länge nach vor ihr liegenden Stein (b) zerreibt.
Vor dem unteren Reibstein eine rundliche Erhöhung
(c), um das Mehl darin aufzunehmen. Ein Häufchen
(d) Mehl liegt hinten auf dem großen Reibstein. —
Das Fußbrett schließt sich mit abgerundeten Ecken
der Form der Figur an.
FRACHT. Lange, bis auf die Schultern reichende, die
Ohren deckende Strähnenperücke, über welcher ein einfaches, hinten bis auf
2
die Schulterblätter reichendes Tuch liegt ), das nur die Seiten­
stücke der Perücke ein wenig frei läßt. Das Tuch ist durch ein
hinten geknotetes Stirnband gehalten (s. Skizze liierneben).
Kurzer, von den Hüften bis zu den Knien reichender glatter
Schurz mit Gürtel, dessen Oberkante saumartig umgeschlagen ist.
Das Ende des Schurzes ist an der 1. Seite in den Gürtel gestopft:
FARBEN. Nur am Fußbrett und an einigen Stellen der freien Räume noch Spuren
schwarzer Farbe. Der große Reibstein schwach rötlich.
INSCHRIFTEN. An der 1. Seite des Fußbretts in vertieften Hiero­
glyphen von hinten anfangend: »—>•
TECHNIK. Gut bearbeitete Flächen. Arme und Reine nicht frei.
Nägel nur angedeutet. Brauen in Relief.
KUNSTWERT. Sehr gute Arbeit.
ERHALTUNG. Nasenspitze und Scheitel etwas bestoßen.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 6070; Kat. MAR. eine der Nummern
757—764; Kat. MASP. Nr. 1012 S. 220; Inschrift und Fundbericht: MAR., Mast. S. 232ff.

3
III. Bemalte Statue eines Dieners, stehend, einen Sack und Sandalen tragend ).
Abb. — Weißer Kalkstein. — H ö h e : 0,51 m. — Saqqara, Nach MAR., Mast.
S. 3 2 3 : Mastaba D 54.
HALTUNG. Geradeausblickend. L. Fuß vorgesetzt. R. Bein Standbein.
R. Arm herabhängend, die Hand hält ein Paar Sandalen (s. Skizze
liierneben). Der 1. Arm gebogen, die Faust vor der 1. Brust hält
1
) Aus demselben Grabe Nr. 114, [116], 118, 119, 211, 272.
2
) Die Perücke ist wegen des herumfliegenden Mehles bedeckt.
3
) Siehe z. B. eine die gleichen Gegenstände tragende Dienerin auf dem Relief aus dem Grabe des
[Kat. 1895 Nr. 92]. Vgl. Nr. 241, 493 und auch Relief Nr. 1536.
STATUEN UND STATUETTEN. 87

das obere Ende eines über der 1. Schulter liegenden, hinten bis zu
den Hüften herabhängenden Sackes (s. Skizze hierneben). — Fußbrett
rechteckig. Schmaler Rückenpfeiler bis unter den Sack reichend.
TRACHT. Xackt. Eigenes, kurz gehaltenes Haar. Schamhaare etwas
angedeutet.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, Schamhaare, freie Räume, Rücke и -
pfeiler und Fußbrett schwarz. Hautfarbe rotbraun. Sack weiß. Sandalen gelb.
Die Riemen daran weiß.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Gute Oberflächen. Arme und vorgesetzter Fuß nicht frei. Zehen wenig gelöst.
Xägel mit Nagelhaut. Brauen in Relief. Ohrmuscheln ein wenig durchmodelliert.
KUNSTWERT. Gut proportionierte, saubere Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf war abgebrochen. Sandalen halb abgestoßen. Kleines Stück an
der r. Kante des Fußbretts bestoßen.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 771; Kat. MASP. 1001 S.218; Kat. 1 8 9 2 [GREBAÜT] Nr.1001
S. 49; Kat. 1895 Nr. 87; MAR., Alb. phot. Taf. 2 0 ; M.\si>., Hut. anc. 1895 Teil 1 S. 410.

112. Bemalte Statue eines Dieners, hockend, einen Topf ausschmierend (?)').
Abb. — W e i ß e r Kalkstein. — H ö h e : 0 , 3 4 m . — Saqqara. Vielleicht:
Mastaba D 54. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Auf einer kleinen Erhöhung im Fußbrett sitzend,
die Fersen berühren diese Erhöhung, die Zehen am Boden, Knie hochgezogen und
etwas gespreizt. Zwischen den Füßen hält er mit der 1. Hand einen Topf
(s. Skizze), in den er mit der r. hineinfaßt. Die
r. Schulter etwas zurückbewegt. Körper geradege­
halten. Vor ihm an vier Stellen Spuren von anderen
Töpfen. Fußbrett vorn rechteckig, hinten abgerundet. 112
TRACHT. Eigenes, kurz gehaltenes Haar mit Haargrenze wie neben­
stehend angegeben. Kurzer Schurz.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Fußbrett schwarz. Hautfarbe
rotbraun. Topf desgleichen. Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Oberflächen gut bearbeitet. Arme und Beine nicht frei. Zehen wenig
gelöst. Nägel nur angedeutet. Ohrmuscheln wenig modelliert. Brauen in Relief.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit. Kopf zu klein.
ERHALTUNG. Die Beine waren abgebrochen.
2
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 765; Kat. MASP. Nr. 1002 S. 219 ); Kat. 1892 [GREBAUT]
3
Nr. 1002 S. 50; MAR., Mast. S. 323 ).

') Diener in derselben Beschäftigung s. auf dem Relief Kat. 1895 Nr. 83.
2
) Die Nummer klebt noch an der Statue, die auf dem Zettel angegebene Höhe stimmt aber
nicht (0,22 anstatt 0,34 m).
3
) Vgl. auch MAR., Mast. S. 329 D 56, wo auch eine solche Statue genannt ist. Wahrscheinlich
aber aus D 54 (MAR., Mast. S. 323 »un hemme assis, plongeant la main dans un vase«), da die Statue
stilistisch vieles mit der vorigen gemeinsam hat.
88 CATALOGUE DU MUSEE DU CAIRE.

113. Bemalte Statue eines Dieners, hockend, einen Topf ausschmierend (?). —
Abb. Weißer Kalkstein. — Höhe: 0.885 m. — Saqqara. Vielleicht: Mastaba
1
D56 ). Dyn.5.
HALTUNG. Ganz wie bei vor. Nr., nur sitzt der Mann direkt auf der Erde, und
der r. Fuß ist etwas gegen den 1. vorgeschoben. — Fußbrett vorn rechteckig,
hinten abgerundet.
TRACHT. Eignes, kurz gehaltenes Haar mit bemerkenswerter vorderer
Haargrenze (s. Skizze liierneben). Kurzer, über den Hüften ab­
schließender Schurz und ein den Oberkörper deckendes Gewand,
das die r. Schulter frei läßt und auf der 1. geknotet ist (s. Skizze
bierneben). Spur eines feinen Schnurrbarts.
FARBEN. Ilaare, Brauen, Wimpern, Pupillen. Schnurrbart, Nasen­
löcher schwarz. Hautfarbe rotbraun. Weißes im Auge weiß. Die
Farben sind am Kopf gut erhalten, am Körper nur Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Gute Oberflächenbehandlung. Arme und Beine nicht frei. Zeben gelöst.
Nägel ohne Nagelhaut. Ohrmuscheln wenig durchgeführt.
KUNSTWERT. Gute Arbeit, besonders der Kopf.
ERHALTUNG. Der Kopf war abgebrochen. Verschiedene Ausflickungen mit (ups.
R. Vorderecke des Fußbretts bestoßen.
VERZ. u. VF.RÖFF. : An dem Fußbrett klebt eine alte Nummer: 3 ; MAR., Alb. phot. Tat. 20;
Mast. S. 32'.); MASP., Hist. anc. 1895 Teil 1 S. 406.

114. Bemalt gewesene Statue der Dienerin Q ™ ^ ^ » mahlend"). — Weißer


A b b
' Kalkstein. — Höhe: 0,34 in. — Saqqara. Nach M A R . , Mast. S. 234:
Mastaba D 20. Dyn. 5.
HALTUNG. Ganz wie bei Nr. 110. Jedoch berühren die Fersen nicht den Hinteren,
und die Erhöhung unter den Zehen fehlt. Die Reibsteine ganz wie bei Nr. 110;
das nach oben zurückgeschobene Häuflein Meld und Getreide ist deutlicher als
dort: — Fußbrett mit abgerundeten Ecken der Körperform angepaßt.
TRACHT. Eignes, vor den Ohren siebtbar werdendes Haar unter einem hinten ab-
gerundeten Tuch, das wie bei Nr. I 10 durch ein hinten ge­
knotetes Stirnband gehalten ist (s. Skizze liierneben). Kurzer,
3
bis zu den Knien reichender Schurz ), dessen Ende (?) an der
r. Seite oben eingestopft ist:

FARBEN. Am Fußbrett Spuren schwarzer, am unteren Mahlstein m


solche von roter Farbe.
J
) Vgl. MAR., Mast. S. 329 D 56, wo eine solche Statue erwähnt wird.
2
) Aus demselben Grabe Nr. 110, [116], 118, 119, 211, 272.
3
) Die über der Oberkante des Schurzes noch um den Leib herumlaufende, zum Teil auch in
der Gipsergänzung angegebene zweite Linie rührt nur von einem Bruch her.
STATUEN UND STATUETTEN. 89

INSCHRIFTEN. An der 1. Seite des Fußbretts in vertieften Hiero­


glyphen von hinten anfangend: »—>
TECHNIK. Glatte Flächenbearbeitung. Arme und Beine frei. Zehen
fast ganz gelöst. Nägel nicht angegeben.
KUNSTWERT. Gute Arbeit.

ERHALTUNG. W a r vielfach zerbrochen und ist stark mit Gips er­


gänzt, besonders die r. Seite.
VERZ. Ü. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 759; Kat. MASP. Nr. 1013 S. 220; MAR., Alb. phot. Taf. 2 0 ;
Inschrift und Fundbericht: MAR., Mast. S. 232ff.; MASP., Rist. anc. 1895 Teil 1 S. 320.

115. Bemalte Statue einer Dienerin, mahlend. — W e i ß e r Kalkstein. — Höhe:


A b b 1
- 0,28 m. — Saqqara. Nach M A R . , Mast. S. 162: Mastaba С 27 ).
Dyn. 5.
HALTUNG. Ganz wie bei Nr. 110, aber geradeausblickend. Die Erhöhung unter
den Füßen fehlt. Der untere Reibstein ist sehr kurz, das Mehl wird
nur in einem kleinen Loche im Boden лог demselben aufgefangen. Der
zurückgeschobene Haufen von Mehl und Getreide fehlt (s. Skizze hier­
neben). — Fußbrett vorn rechteckig, hinten abgerundet.
TRACHT. Eignes, kurz gehaltenes Haar. Kurzer Schurz.
FARBEN. Haar, Fußbrett und freie Räume schwarz. Der untere Reibstein rötlich.
INSCHRIFTEN. Fehlen.

TECHNIK. Wie bei vor. Nr., doch nur die Arme frei. Brauen in Relief. Ohrmuscheln
wenig durchmodelliert.
KUNSTWERT. Leidliche Arbeit.

ERHALTUNG. W a r mehrfach zerbrochen und ist durch Gips stellenweise ergänzt.


VERZ. U. VERÖFF.: MAR., Mast. S. 162 auf dem Schurz in Bleistift: 374 (Umzugsnummer?).

116. Bemalte Statue eines Dieners, hockend, einen Topf ausschmierend. —


Abb. W e i ß e r Kalkstein. — H ö h e : 0,25 m. — Saqqara. N a c h MASP., Zettel
Nr. 1008: Mastaba D 20'-'). Dyn. 5.
HALTUNG. Ganz wie bei Nr. 113, jedoch die Füße auf gleicher Höhe. — Fußbrett
rechteckig.
TRACHT. Kurz gehaltenes, eignes Haar. Vielleicht kurzer Schurz.
FARBEN. Haare, Wimpern, freie Räume, Fußbrett schwarz. Hautfarbe rotbraun,
Topf desgleichen.
INSCHRIFTEN.« Fehlen.

TECHNIK. Oberflächen glatt bearbeitet. Arme und Beine nicht frei. Nägel nur
angedeutet. Ohrmuscheln ungeschickt durchmodelliert.

') »Les pétrisseuses envoyées récemment au musée et non encore restaurées.»


2
) Vgl. MAR., Mast. S. 235. Aus demselben Grabe Nr. 110, 114, 118, 119, 211, 272.
12
90 CATALOGUE DU M U S E E D U САIRЕ.

KUNSTWERT . Leidliche Arbeit.


ERHALTUNG. R . hintere Ecke des Fußbretts und 1. Bein (fast ganz) fehlen. Vorderes
Ende des Fußbretts und r. Bein stark mit Gips ergänzt.
1
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 766; Kat. MASP. Nr. 1008 S . 2 1 9 ) ; Kat. 1892 [GREBAUT]
Nr. 1008 S. 50.

2
117. Bemalte Statue eines Dieners, Bier durchseihend ). — Weißer Kalkstein.
аьь. — H ö h e : 0,40 m. — Saqqara. Dyn- 5.
HALTUNG. Wenig nach unten blickend steht der Mann mit etwas gebogenen Knien,
den Oberkörper vornüber gebeugt, vor einem in geflochtenem
3
Fuße ) stellenden Topf mit Ausguß, auf dem ein weiter Korb
steht (s. Skizze hierneben). Den Inhalt des Korbes knetet
er mit beiden Händen. Die zwei oberen Glieder der Finger
sind in dem Gekneteten verschwunden. — Fußbrett hinten
rechteckig, vorn abgerundet.
TRACHT. Eignes, kurz gehaltenes Haar. Glatter, bis zu den Knien
reichender Schurz mit Gürtel, dessen Zipfel vorn eingestopft ist (?):
117
FARBEN. Haar, Brauen, Wimpern, Pupillen, Fußbrett, Inhalt des Korbes schwarz.
Weißes im Auge, Schurz weiß. Hautfarbe rotbraun.
INSCHRIFTEN. Fehlen.

TECHNIK. Gut bearbeitete Oberfläche. Arme und Beine frei. Nägel nur angedeutet.
Ohrmuscheln durchmodelliert.
KUNSTWERT. Charaktervoll durchgeführte Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf oben beschädigt. Alles übrige war stark zerbrochen und ist
wieder zusammengeklebt und stellenweise ergänzt. Unter dem Fußbrett ist ein
modernes Holz befestigt.
VERZ. Ü. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 7 6 1 ; Kat. MASP. S. 220 Nr. 1015; Kat. 1892 [GREBAUT]
Mr. 1015 S. 5 1 ; Kat. 1895 Nr. 88; MAR., Alb. phot. Та f. 20; MASP. Archeol. S. 212.

118. Bemalt gewesene Statue der Dienerin Ц^^, Bier durchseihend ).—4

Weißer Kalkstein. — H ö h e : 0,42 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast.


S. 234: Mastaba 1) 20. Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei vor. Nr., jedoch geradeausblickend und mit geraden
Knien. — Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Eigenes, kurz gehaltenes Haar, kurzer, bis zu den Knien rei­
chender Schurz mit Gürtel oder saumartigem oberen Umschlag (?).
LAUBEN. Nur Spuren. Haare, Fußbrett und freie Bäume schwarz. Topf rotbraun.
Hautfarbe anscheinend gelb.
:
) Die Nummern 1002 u. 1008 [s. Nr. 112 Anm. 2] scheinen hei MASP. verwechselt zu sein.
2
) Vgl. das Relief Kat. 1895 Nr. 83 u. 91.
3
) Solcher Gefäßständer: Journal Nr. 16004.
4
) Aus demselben Grabe Nr. 110, 114, [116], 119, 211, 272.
STATUEN UND STATUETTEN. 91

INSCHRIFTEN. Vorn auf dem Fußbrett in vertieften Hiero­


glyphen : m—>-
TECHNIK. Glatte Oberflächen. Arme und Beine nicht frei,
sondern eine W a n d zwischen dem Körper und dem
Topf usw. Zehen wenig gelöst. Nägel nicht angegeben. Brauen in Relief.
Ohrmuscheln etwas detailliert. Das Flechtwerk des Korbes usw. ist nicht in
Relief angegeben.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit, Gesicht leidlich.
ERHALTUNG. Vorderer Teil des Fußbretts war abgebrochen, steUenweise ergänzt.
Auch am Korb und an der r. Schulter Gipsergänzungen. Oberfläche stellen­
weise korrodiert.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 758; Kat. MASP. S. 220 Nr. 1025; Kat. 1892 [GREBAUT]
Nr. 1025 S. 5 1 ; MAR., Alb. pJiot. Taf. 20; Fundbericht und Inschrift: MAR., Mast. S. 234;
MASP., Historie. 1895 Teil 1 S. 407.

119. Bemalte Statue des Totenpriesters j ^ J ^ , kniend. — W e i ß e r Kalk-


A b b
- stein. — H ö h e : 0 , 4 3 m. — Saqqara. Nach M A R . , Mast. S. 233ff.:
Mastaba D 2 0 ) . 1
D p . 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die Hände auf dem Schurz in einander gelegt, die 1.
Hand unten, die r. oben. Die Fersen berühren den Hinteren, die etwas ge­
Vorn
spreizten Zehen den Boden. — Rechteckiges Fußbrett, vielleicht HINTEN

ursprünglich von nebenstehendem Querschnitt. ^zzzzzzzzzzfy


119
TRACHT. Große, gescheitelte, die Ohren halb deckende, bis fast auf
die Schultern reichende Strähnenperücke. Kleiner, dünner Schnurrbart. Kurzer,
bis zu den Knien reichender Schurz mit gefälteltem Überschlag, farbigem Gürtel
mit Knoten und vier Perlenketten auf der Vorderseite:
Die Fältelung geht bis auf die Mitte des Rückens.
FARBEN. Haare, Brauen, Schnurrbart, Fußbrett und freie
Räume schwarz. Hautfarbe gelbbraun. Augen eingesetzt:
Wimpern Metall (Kupfer?), jetzt stark grün oxydiert, das
Weiße aus weißlichem Stein, die Pupille aus schwarzem.
Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett
vorn in vertieften, nicht aus­
gemalten Hieroglyphen:
TFCHNIK. Glatte Oberfläche. Arme und Füße nicht frei. Zehen gelöst. Nägel ohne
Nagelhaut. Hohlraum zwischen den Händen tief ausgearbeitet. Brauen in Relief.
KUNSTWERT. Gute Arbeit.
ERHALTUNG. Stark ergänzt, namentlich an der 1. Kopfseite, am Fußbrett usw.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 769; Kat. MASP. Nr. 1006 S. 219; Kat. 1892 [GREBAUT]
Nr. 1006 S. 50; Kat. 1895 Nr. 89; an der 1. Seite alte Nummer: 39; MAR., Alb. phot.
Taf. 20; MASP., Hist. anc. 1895 Teil 1 S. 408; MASP., Archeol. S. 211.

') Die Statue ist nicht erwähnt, der Name des Herrn des stimmt aber. Aus demselben
Grabe Nr. 110, 114, [116], 118, 211, 272.
12*
92 CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE.

a m 1
120. Statue des ^ f ^ . ^ » Boden sitzend ). — Dunkelgrauer metamor-
phischer Schiefer. — H ö h e : 0,345 m. — Saqqara 1885(?). Dyn. 6.
HALTUNG. Geradeausblickend. Der r. Fuß berührt mit der Sohle den Boden, das
Knie ist hochgestellt. Das 1. Knie, liegt mit der Außenseite am Boden, der 1.
Fuß unter der r. Seite des Hintern, die Sohle ist ganz zu sehen. Die Unterarme
liegen auf den Oberschenkeln. Die Handflächen berühren die Knie. — Das vorn
abgerundete Fußbrett schließt sich der Form des Sitzenden an und ist nach
unten zu etwas konisch bearbeitet.
TRACHT. Lange, bis auf die Schultern reichende, die Ohren frei lassende, gescheitelte
Strähnenperücke. Kurzer, bis zu den Knien reichender glatter Schurz ohne An­
deutung des oberen Umschlags. Zwischen den Knien ist auch die hintere Unter­
kante des Schurzes zu sehen.
FARBEN. Ganz geringe Spuren weißer Farbe am Schurz.
INSCHRIFTEN. Vorn auf dem Fußbrett in sehr roh einge­
kratzten Hieroglyphen: m—>
TECHNIK. Gut geglättete Oberfläche. Arme nicht frei. Nägel nur durch einen Kerb
angedeutet. Brauen und Oberlider in Relief. Ohrmuscheln plump modelliert.
2
KUNSTWERT. Ungeschickte Wiedergabe des Gesichts, sonst leidliche Arbeit ).
ERHALTUNG. Gut.

VERZ. Ü. VERÖFF. : Journal Nr. 26714.

121. Bemalt gewesene Statue einer Frau, stehend. — Holz. — Höhe: 0,36m.
A b b
- — Saqqara, Juni 1860. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend, Hände geöffnet.
Beine geschlossen.
TRACHT. Große, bis fast auf die Schultern reichende, gescheitelte, die Ohren
deckende Strähnenperücke. Das eigne Haar ist an der Stirn sichtbar. Spuren
eines gemalt gewesenen, breiten Halskragens mit Gegengewicht zwischen
den Schulterblättern (s. nebenstehende Skizze). Desgleichen Spuren von
Armbändern an den Handgelenken.
FARBEN. Schwarze Spuren im Haar und an den Brauen.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
3 4
TECHNIK. Oberflächen sehr fein behandelt. Arme ) und Beine ) frei. Die Statue
ist aus einem Stück.
KUNSTWERT. Gute Arbeit. Gesicht besonders sorgfältig.

') Aus demselben Grabe die Stücke Journal Nr. 26709—13 und 15. Kopfstütze Nr. 1797.
2
) Etwas Ähnlichkeit mit den Statuen Nr. 70ft'.
3
) Die Unterarme sind auch vom Körper, den sie berühren sollten, getrennt. Die Hüften sind
an diesen Stellen flach geschnitten.
4
) Da die Beine getrennt sind, so muß man annehmen, daß das sonst übliche lange Frauen­
gewand hier fehlte; auch ist keine Spur des oberen Endes davon sichtbar.
STATUEN UND STATUETTEN. 93

ERHALTUNG. Die Beine fehlen von den unteren Wadenhälften abwärts. L. Hand
hat etwas gelitten, die r. stark. R. Unterarm wurmstichig. Mehrfach geborsten,
so mitten durchs Gesicht, durch die 1. Körperhälfte usw.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 1 0 8 9 2 ; Kat. MASP. Zettel 1 0 0 5 .

122. Bemalte Statue eines Knaben, stehend. — Holz. — Höhe: 0,39 m, ohne
A b b
- das moderne Fußbrett. — Herkunft? N. R. oder später.
HALTUNG. Geradeausblickend. Der 1. Arm hängt am Körper herab, die Hand ge­
schlossen '). Der r. ist zum Munde geführt, den er mit dem Zeigefinger fast
berührt. L. Fuß vorgesetzt. R. Bein Standbein.
TRACHT. Eignes, kurzes Haar. An der r. Seite des Kopfes die Kinderlocke,
deren Ende vorn auf der r. Schulter liegt.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern und Pupillen schwarz. Weißes im Auge
und Hohlraum der Faust weiß; Hautfarbe rotbraun.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Die Oberflächen sind durch eine aufgelegte Stuckschicht gebildet, daher
der Zuschnitt des Holzes stellenweise roh. Arme und Beine frei. Finger und
Zehen wenig gelöst. Nägel nur angedeutet. Ohrmuscheln etwas durchmodelliert.
1
Die Arme ) und die Kinderlocke sind mit Holznägeln angesetzt. Der r. Arm ist
im Ellenbogen nochmals gefugt. Die Vorderteile der Füße gleichfalls angesetzt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit von äußerst schlanken Proportionen.
ERHALTUNG. Der Stuck stark abgefallen. Das Holz ist auf der Brust und dem
Rücken wie verkohlt. Sprung durch die r. Körperhälfte. Fußbrett modern').
2
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MASP. Zettel 1 0 2 3 ) .

123. Gruppe des ^ 1 ^ " und seiner Frau. — Weißer Kalkstein. — Höhe:
< = >
Abb. ^
3
0,45 m. — Saqqara. Nach M A R . , Mast. S. 297 ff: Mastaba D 44 ).
Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann sitzt geradeausblickend, die r. Faust liegt auf dem r. Unter­
schenkel, die 1. Handfläche auf dem 1. Die Unterschenkel parallel.
Die Frau steht links neben ihm mit geschlossenen Füßen. Mit dein
r. Arm umfaßt sie ihn von hinten, die Hand liegt auf der Schulter. Die 1. Hand
faßt den 1. Oberarm des Mannes.
Sitz würfelförmig, nach hinten zu wenig höher, Fußbrett rechteckig.
Schmaler, gemeinsamer Rückenpfeiler bis zur Schulterhöhe der Frau.
TRACHT. Der Mann: Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Bis zu den
Knien reichender Schurz mit Gürtel und abgerundetem Überschlag. Unterseite
zwischen den Knien sichtbar. Die r. Faust hält ein bandartig zusammengeleg­
tes Tuch.

') 1 9 1 0 fehlte der 1. Arm.


2
) Die Angabe daselbst: Kat. MAR. Nr. 7 8 6 beruht auf Irrtum, da Nr. 1 2 8 noch die Nr. 7 8 6 trägt.
3
) Die Gruppe ist nicht besonders genannt, Namen und Titel stimmen jedoch. Nach Kat. MAR.
Nr. 7 7 2 : grandes Pyramides; Kat. MASP. Zettel 1 0 2 1 : Gise.
94 CATALOGUE D U M U S E E D U CAIRE.

Die Frau: Gescheitelte, bis auf die Schultern reichende Strähnenperücke


Langes, eng anliegendes Frauengewand.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Auf der Vorderseite des Fuß­
bretts in vertieften Hieroglyphen: »—>
Desgleichen auf dem Fußbrett [vielleicht unfertig] vor der Frau:
TECHNIK. Oberflächenbehandlung nicht mehr zu beurteilen, da die
Gruppe anscheinend lange im Wasser gelegen und daher
stark gelitten hat. Arme und Beine nicht frei (s. Skizze).
Zehen gelöst. Nägel mit Nagelhaut.
KTTNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Die Gruppe hat durch langes Liegen im Wasser an­
scheinend stark gelitten, ist aber vollständig.
VEHZ. Ü. VEROFF.: Kat. MAR. Nr. 7 7 2 ; Kat. MASP. Zettel 1 0 2 1 ; Kat. 1 8 9 2 [GREBAÜT] S . 56;
MAR., Alb.phot. Taf. 2 0 .

5 5
124. Statue der f ^ D , Stehend. — Harter, grauer Stein. — H ö h e : 0,38 m.
A b b
- — Ankauf. 1887 (?). Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme mit geöffneten Händen am Körper herab­
hängend. Füße geschlossen. — Fußbrett rechteckig. Breiter Rückenpfeiler
bis zur Genickhöhe.
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, die Ohren deckende, gescheitelte
Strähnenperücke. Das eigene Haar an der Stirn sichtbar. Langes, eng anhegendes
Frauengewand.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett in vertieften Hieroglyphen vor den Füßen: s>—>

TECHNIK. Oberfläche nicht besonders gut bearbeitet. Arme und Beine nicht frei
und dicht anliegend. Füße eng geschlossen. Zehen nicht gelöst, Nägel ohne
Nagelhaut.
KUNSTWERT. Ungeschickte Arbeit. Hochschulterige Figur.
ERHALTUNG . Vollständig.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 2 7 9 5 6 .

125. Bemalte Gruppe eines Mannes und seiner Familie. — Weißer Kalkstein.
Abb. _ Höhe: 0,41 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann steht geradeausbliekend. Die Arme herabhängend, Hände
geballt. Linker Fuß vorgesetzt, etwas auswärts. R. Bein Standbein.

l
) Nach MAR., Mast. S . 298 ist der Name der Frau
STATUEN UND STATUETTEN. !)5

Die Frau steht rechts neben ihm, geradeausblickend. Der 1. Arm um­
faßt den Mann von hinten, die Hand liegt an seiner 1. Seite. Die r. Hand
berührt seinen r. Oberarm. Der 1. F u ß ist ganz wenig vorgesetzt.
Mann Frau
Der Knabe steht geradeausblickend r. neben der Frau.
Knabe
— Fußbrett rechteckig. Gemeinsamer Rückenpfeiler bis zur Schul­
terhöhe der großen Figuren und bis zur Ohrhöhe des viel kleineren
Knaben (s. Skizze hierneben).
TRACHT. Der Mann: Kurze, die Ohren verdeckende Lockenperücke.
Kleiner Schnurrbart. Spuren eines gemalten, breiten Halskragens.
Bis zur Mitte der Kniescheiben reichender Schurz mit zurück­
geschlagenem Ende, vorn hinter dem saumartigen oberen Um­
schlag eingestopftem Zipfel und dreieckig fallendem Vorder­
teil (s. Skizze hierneben).
Die Frau: Langes, eng anliegendes Frauengewand.
Spuren gemalter Tragbänder. Große, gescheitelte, fast auf
die Schultern fallende, die Ohren deckende Strähnenperücke:
tiarunter eigenes Haar.
Der Knabe: Nackt ohne Kinderlocke.
FARBEN. Der Mann: Haar, Brauen, Wimpern, Pupillen, Schnurrbart schwarz.
Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß.
Die Frau: Haar, Brauen, Wimpern schwarz; Hautfarbe gelb.
Der Knabe: Hautfarbe gelb(?).
Freie Räume, Fußbrett schwarz. Rückenpfeiler rot mit schwarzen Tupfen.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Oberflächen gut bearbeitet. Arme und Beine nicht frei. Zehen gelöst.
Nägel ohne Nagelhaut. Die Faust des Mannes halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Leidliche Arbeit. Etwas lange Figuren.
ERHALTUNG. Farben vielfach abgestoßen. Nase und 1. Faust des Mannes fehlen.
R. Ecke des Schurzes angestoßen. R. Arm des Knaben fehlt. Kopf des Mannes
und der Frau angesetzt, desgleichen das Fußbrett.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MASP. Zettel 4 4 8 1 .

126. Bemalte Statue eines Mannes, stehend. — Holz. — H ö h e : 0,515 m.


A b b
- Sammlung HUBER (1859). Dyn. 6.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die Arme herabhängend. L. Hand geschlossen.
L. Bein vorgesetzt. R. Bein Standbein.
TRACHT. Kurze Perücke, welche vorn aus Strähnen besteht, an den Seiten
und hinten aber aus nicht in Horizontalreihen sitzenden Löckchen.
Die Ohren sehen etwas daraus hervor. Kurzer Schurz mit gefälteltem
Überschlag, dessen glatter Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist,
und Gürtel.
FARBEN. Haare. Brauen, Wimpern schwarz. Brustwarzen von dunklerem Holze
eingesetzt. Hautfarbe rotbraun. Schurz ebenso untermalt.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
96 CATALOGUE D U M U S É E D U CAIRE.

TECHNIK. Gute Bearbeitung der Oberfläche. Arme und Beine frei. Zehen wenig ge­
löst. Nägel nur angedeutet. Hohlraum der Taust glatt gefüllt. Aus einem Stück.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit. Sehr schlanke Figur.
ERHALTUNG. L. Bein und r. Arm fehlen fast ganz, die Stümpfe wurmstichig. Nase
und Mund beschädigt. L. Brustwarze fehlt. Fußbrett fehlt.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 5381; Kat. MASP. Zettel 1017.

<=> =A
127. Bemalte Statue des ' Z, am Boden sitzend. — Alabaster. — Höhe:
\bb °
0,33 m. — Saqqara. Nach M A R . , Mast. S. 157 vermutlich: Mastaba
C 2 4 ' ) . Dezember 1 8 6 1 . Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Hie Beine untergeschlagen. Der 1. Unterschenkel
vor dem r. Die Zehen, an den Seiten sichtbar, berühren den Boden mit den
Oberseiten. Die Handflächen liegen auf dem Schurz, um dessen unteren Rand
die Finger etwas herumgreifen. — Das Fußbrett schließt sich der Form des
Sitzenden an.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Gemalter Hals­
kragen (s. Skizze hierneben). Schurz mit zurückgeschlagenem
Ende und vorn in den saumartig umgeschlagenen oberen Rand
eingestopftem Zipfel (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Brustwarzen, freie Räume schwarz.
Rote Kontur um den Nabel und zwischen den Unterschenkeln.
INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Fußbretts in vertieften Hiero­
glyphen :

TECHNIK. Sehr glatte Bearbeitung der Flächen. Arme nicht frei. Zehen und
Finger kaum gelöst. Nägel nicht angegeben.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.

ERHALTUNG. L. Ecke des Fußbretts vorn war abgebrochen. Hinten am Fußbrett


fehlt ein Stück.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 17435; Kat. MAR. Nr. 777; Kat. MASP. Nr. 1840 S.190; Kat.
1892 [GREBAUT] Nr. 1840 S. 52.

2
128. Bemalte Statue eines Knaben, stehend ). — Holz. — H ö h e : 0,37 m. —
A b b
- Gise. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Der 1. Arm hängt mit geöffneter Hand am Körper
herab. Die r. Hand zum Munde geführt. Die Spitze des Zeigefingers berührt
die Unterlippe. Das r. Bein ist leicht vorbewegt. L. Fuß Standfuß.
3
TRACHT. Eignes, kurz gehaltenes Haar. An der r. Seite saß eine Kinderlocke ).

') Es sind 19 G r a n i t s t a t u e n dort erwähnt. Statue desselben s. Nr. 130, 163, 172, 182, 183,
184, 185, 187, 188, 192, 194, 303 (?), 107/312.
2
) Wohl von einer Fainiliengruppe.
3
) Nur das Nagelloch dafür noch sichtbar.
STATUEN UND STATUETTEN. 97

FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen schwarz. Hautfarbe rotbraun. Weißes


im Auge weiß.
INSCHRIFTEN. Fehlen.

TECHNIK. Oberflächen gut bearbeitet. Arme und Beine frei. Zehen und Finger
halb gelöst. Nägel nur angedeutet. Ohrmuscheln ein wenig modelliert. Aus
einem Stück.
KÜNSTWERT. Etwas schlanke Proportionen, sonst gute Arbeit. Gesicht besonders
gut gelungen.
ERHALTUNG. R. Fuß und Fußbrett fehlen. L. Arm hat sehr gelitten. Viele Sprünge,
z. B. in der r. Gesichtshälfte, durch das 1. Ohr usw. L. Fuß war abgebrochen.

VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 786; Kat. MASP. Zettel 1016; Kat. 1892 [GREBAUT] Nr. 1016
S. 51.

1
129. Bemalte Statue des Stehend ). — Weißer Kalkstein. — Höhe:
A b b
- 0,61 m. — Saqqara. Nach M A R . , Mast. S. 162ff.: Mastaba C 27.
Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme herabhängend. Hände geballt. L. Fuß vor­
gesetzt. R. Bein Standbein. — Rechteckiges Fußbrett. Schmaler, bis zur Schulter­
höhe reichender Rückenpfeiler.

TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Breiter,


farbiger Halskragen und Amulett an Perlenkette (s. Skizze):
Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit gefälteltem
Überschlag, dessen Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist,
Gürtel und Knoten (s. Skizze hierneben):

FARBEN. Haare, Brauen,Wimpern, Pupillen,


Nasenlöcher, Brustwarzen, Nabel, freie Räume, Rücken-
pfeüer und Fußbrett schwarz. Weißes im Auge und
Schurz weiß, Nägel und Hohlräume der Fäuste des-
gleichen. Hautfarbe dunkles, glänzendes Rotbraun.

INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett r. neben dem vorgesetzten Fuß in vertieften,


nicht ausgemalten Hieroglyphen: »—>-

TECHNIK. Äußerst glatte Oberfläche. Arme und vorgesetztes Bein nicht


frei. Nägel ohne Nagelhaut. Zehen nicht ganz gelöst. Hohlräume
der Fäuste vorn halbkugelig geschlossen, hinten glatt.

KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.

ERHALTUNG. Vollständig.

VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 780; Kat. MASP. Zettel 1032; Kat. 1892 [GREBAUT] Nr. 1032
S. 52; Inschrift: MAR., Mast. S. 164.

') Aus demselben Grabe die Opfertafeln Nr. 1305 u. 1338.


13
98 CATALOGUE DU MUSEE DU CA1RE.

130. Bemalte Statue des stehend. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


A b b
- 0,58 m. — Saqqara. Mastaba C 24'). Dezember 1861. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausbliekend. Arme am Körper herabhängend. Hände geschlossen.
L. Fuß vorgesetzt. II. Bein Standbein. — Rechteckiges Fußbrett. Schmaler Rücken­
pfeiler bis zur Schulterhöhe.
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, gescheitelte, die Ohren
halbdeckende Strähnenperücke. Spuren eines gemalten Halsbandes:
Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit gefälteltem Uberschlag,
dessen Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel
und Knoten (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Brustwarzen und freie Räume
an den Armen schwarz. Hautfarbe rotbraun. Weißes im
Auge und Schurz weiß. Fußbrett und Rückenpfeiler sowie
freier Raum am vorgesetzten Bein blaugrau.
INSCHRIFTEN. In vertieften, nicht ausgemalten Hierogly­
phen auf dem Fußbrett r. neben dem 1. Fuß: m—>
Auf dem Rückenpfeiler:
TECHNIK. Leidlich bearbeitete Oberflächen, Arme und Beine nicht frei.
Zeben gelöst. Nägel ohne Nagelhaut. Hohlräume der Fäuste halb­
kugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit von gedrungenen Proportionen.
ERHALTUNG. Nase fehlt. Kleine Verletzung unter der 1. Brust.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 17449; Kat. MAR. Nr. 701; Kat. MASP. Zettel 1004;
Kat. 1892 [GREBAUT] Nr. 1004 S. 50.

131. Bemalte Statue des <=>-(] П, sitzend. — Grauer, harter Stein. — Höhe:
A b b
- 0 , 3 9 m. Saqqara, nach MAR., Kat. Nr. 7 7 8 . Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausbliekend. Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die 1.
Handfläche berührt den 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig. Fuß­
brett rechteckig.
war mir gemalt
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke mit
sehi' kleinen Lockenreihen. Spur eines gemalten Hals-
kragens mit Gegengewicht zwischen den Schulter­
2
weiß mitrot-braunerUnter-malung
blättern ). Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz
mit gefälteltem Überschlag, dessen glatter Zipfel durch
den Gurt hinaufgezogen ist, und Gürtel.

') Wahrscheinlich aus Mastaba С 24 da in deren Serdäb nach MAR., Mast. S. 151
19 Statuen gefunden sind; freilich sagt eine eingeklammerte Notiz: (19 statues g r a n i t ) . Statue
desselben s. Nr. 127, 163, 172, 182, 183, 184, 185, 187, 188, 192, 194, 205, 303(?), 107/312.
2
) Dies ist nur dadurch erkennbar, daß an der Stelle des Kragens die rote Unter­
malung ausgespart ist, und sie an der Stelle des Gegengewichts besser erhalten ist als
sonst (s. nebenstehende Skizze).
STATUEN UND STATUETTEN. 99
1
FARBEN. Haare, freie Räume und Fußbrett schwarz. Hautfarbe rotbraun ).
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett r. und 1. von den Füßen in wenig vertieften,
kleinen Hieroglyphen: rechts: »— links:
TECHNIK. Gut geglättete Oberfläche. Arme und Beine nicht
frei. Zehen gelöst, Finger wenig. Nägel nur angedeutet.
Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt. Unter der Farbe
sind Spuren roter Vorzeichnung für den Bildhauer zu
sehen, so auf den Falten des Schurzes, an der Unter-
kante desselben, an der 1. Seite des 1. Oberschenkels.
Tupfen auf der Backe, an der Brust usw.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Vollständig, bis auf die Farben, die stark gelitten haben.
VERZ. D. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 7 7 8 .

132. Bemalt gewesene Statue eines Mannes, stehend"). — Alabaster. — Höhe:


A b b
- 0,53 m. — Nach MAR., Kat. Nr. 7 8 3 : Saqqara. Am Holzsockel klebt
ein Zettel: Assuan. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme herabhängend. Hände geschlossen. L. Fuß
vorgesetzt. R. Bein Standbein. — Fußbrett war wohl rechteckig. Schmaler,
bis zur Schulterhöhe reichender Kückenpfeiler.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Spur eines
gemalt gewesenen Halskragens. Kurzer, bis zu den Knien
reichender Schurz mit gefälteltem Überschlag, dessen Zipfel
durch den Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten:
FARBEN. Haar, Brauen, Wimpern, Brustwarzen, freie Räume. Fuß-
brett, Rückenpfeiler schwarz. Nägel rötlich (Henna).
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Gut geglättete Oberfläche. Arme und vorgesetzter Fuß nicht frei. Zehen
wenig gelöst. Nägel nur angedeutet. Hohlräume der Fäuste glatt gefüllt.
KUNSTWERT. Saubere Arbeit. Etwas schlanke Proportionen.
ERHALTUNG. Bis auf die Farben, von denen nur Spuren vorhanden, gut. Vorder-
teil des Fußbretts abgebrochen.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 7 8 3 ; Kat. MASP. Nr. 4 6 5 8 S. 2 9 8 ; Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT]
Nr. 4 6 5 8 S . 5 3 .

£==2
133. Bemalte Gruppe des b und eines zweiten Mannes, beide stehend.
ABB. — Weißer Kalkstein. — Höhe: 0.57 in. — Saqqara. Nach M A R . .
3
Mast. S. 329: Mastaba D 56 ). Dyn. 5.
HALTUNG. Bei beiden gleich. Geradeausblickend. Arme herabhängend. Hände
geschlossen. L. Fuß vorgesetzt. R. Hein Standbein. Der 1. .Mann wenig

') Seltenes Beispiel nachweisbar vollständiger Bemalung einer Statue aus hartem Material.
2
) Vgl. Nr. 134.
3
) Die Gruppe ist nicht aufgeführt, Name und Titel stimmen. Statuen desselben Nr. 5 5 , 5 8 .
13*
100 CATALOGUE DU MUSEE DU CAIRE.

größer als der r. — Fußbrett rechteckig. Schmaler, gemeinsamer Rücken­


pfeiler bis zur Schulterhöhe.
TRACHT. Bei beiden gleich. Große, fast bis auf die Schultern reichende,
gescheitelte, die Ohren halb freilassende Strähnenperücke, mit zwei
unteren, unter den obersten hervorsehenden Strähnenreihen. Kleiner,
dünner Schnurrbart. Gemalter, breiter Halskragen (s. Skizze hier­
neben). Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit gefälteltem
Überschlag, dessen Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen
ist, farbigem Gürtel und Knoten (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Bei beiden gleich: Haare, Brauen, Wimpern,
Pupillen, Nasenlöcher, Schnurrbart, Brustwarzen, freie
Räume, Fußbrett, Rückenpfeiler schwarz. Iris braun.
Weißes im Auge, Schurz, Hohlräume der Fäuste
weiß. Hautfarbe rotbraun. Nägel weiß und rötlich
(Henna).
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett in vertieften, nicht ausgefüllten Hieroglyphen r.
1
neben dem 1. stehenden Manne ):
TECHNIK. Gut bearbeitete Oberfläche. Arme und Füße nicht
frei. Zehen gelöst, Nägel ohne Nagelhaut. Hohlräume der
Fäuste halbkugelig gefüllt. Brauen in Relief
KUNSTWERT. Gute, sorgfältige Arbeit.
ERHALTUNG. Nasenspitze des r. Mannes beschädigt. Auch haben
die Farben des r. ein wenig gelitten.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 784; Kat. MASP. Nr. 4676 S. 300; Kat. 1892 [GREBAUT]
Nr. 4676 S. 53.

2
134. Bemalt gewesene Statue einer Frau, stehend ). — Alabaster. — Höhe:
A b b
- 0,50 m bis zum Holzsockel, in den die Statue eingelassen ist. —
Nach MAR., Kat. Nr. 782: Saqqara. Am Holzsockel klebt ein Zettel:
Assouan. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend. Hände geöffnet.
L. Fuß wenig vorgesetzt. R. Bein Standbein. — Rechteckiges Fußbrett. Schmaler,
bis zur Schulterhöhe reichender Rückenpfeiler.
TRACHT. Große, gescheitelte, bis auf die Schultern reichende, die Ohren deckende
Strähnenperücke. Eigenes Haar an der Stirn. Spur eines gemalten Halskragens,
und von Bändern an den Hand- und Fußgelenken. Langes, enges Frauengewand.
FARBEN. Haare, Wimpern, freie Räume, Fußbrett schwarz. Nägel rötlich.
INSCHRIFTEN. Fehlen.

1
) R. neben der r. Figur könnte auf dem Fußbrett auch eine Inschrift gestanden haben, die
jetzt verschmiert und übermalt wäre. Vgl. dazu MAR.. Kat. S. 237 Nr. 784: »Ie nom de l'autre est
difficile a lire«.
2
) Vgl. Nr. 132.
STATUEN UND STATUETTEN. 101

TECHNIK.Ganz wie bei Nr. 132.

KUNSTWERT. Desgleichen.

ERHALTUNG. Bis auf die nur sehr minimalen Farbenspuren vollständig.


VERZ. U. V E R Ö F F . : Kat. M A R . Nr. 7 8 2 ; Kat. M A S P . Nr. 4 6 8 5 S . 2 9 8 ; Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT]
Nr. 4 6 8 5 S . 5 3 .

135. Bemalte Statue der (j ^ > sitzend. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


Abb. 0,24 m. — Herkunft? Dyn. 6 oder später.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust steht auf dem r. Knie, die 1. Hand­
fläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel parallel. Etwas hängende Brüste.
— Sitz würfelförmig, etwas hoch. Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Große, die Ohren frei lassende Perücke, welche hinten breit bis auf die
Mitte der Schulterblätter, vorn in zwei Zöpfen auf die Brust fällt. Langes,
von über den Brüsten bis fast auf die Fußgelenke reichendes, enges Frauen­
gewand mit schmalen Tragbändern. Am Hals und an den Handgelenken j e eine
rote Linie als Hals- bzw. Armband.
FARBEN. Haare, Wimpern schwarz. Hautfarbe gelb. Kleid weiß. Sitz und Fuß­
brett gelb.
INSCHRIFTEN. In der Mitte der Rückseite des Sitzes in vertieften, flüchtigen
Hieroglyphen: m—>•
TECHNIK. Glatte Oberfläche. Arme nicht frei. Zehen nur durch Kerbe
getrennt. Nägel mit Nagelhaut nur angedeutet. Ohrmuscheln unsinnig
detailliert. Hohlraum der Hand halbkugehg gefüllt.
KUNSTWERT. Äußerst rohe, ungeschickte Arbeit.
ERHALTUNG. Die Farben sind fast ganz abgeblättert, der Rest kann bei
jeder Berührung abfallen. Vordere Kante des Fußbretts und Nase
bestoßen.

136. Bruchstücke einer Statue des ^-®, sitzend. — Grauer Granit. —


1
Höhe: 0,25 m. — Herkunft )? Dyn. 5.
HALTUNG. Die r. Faust stand auf dem r. Oberschenkel, die 1. Handfläche liegt
auf dem 1. Die Unterschenkel parallel. — Der Sitz würfelförmig, nach hinten
zu höher. rechts: »—v links:
TRACHT. Kurzer, bis zu den Knien reichender
Schurz mit gefälteltem Uberschlag.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. In gut geschnittenen, vertieften, ehe­
mals grün ausgemalten Hieroglyphen zu beiden
Seiten des Sitzes:

l
) Vielleicht aus Saqqara, Mastaba D 48, j e d o c h stimmen
die M A R . , Mast. S. 3 1 1 gegebenen Titel nicht genau. Nach An­
gabe von Herrn BARSANTI aus nachmariettescher Zeit.
102 CATALOGUE D U M U S É E D U CAIRE.

TECHNIK. Sehr gute Bearbeitung der Oberfläche. Beine, nicht frei. Finger wenig-
gelöst. Nägel mit Nagelhaut.
KUNSTWEBT. Gute Arbeit.
ERHALTUNG. Fußbrett mit den Füßen fehlt, desgleichen der Oberkörper von unter
dem Gürtel an und der r. Unterarm ganz, der 1. bis auf die Hand. L. Hinter­
kante des Sitzes und die r. untere Ecke bestoßen.

137. Bemalte Statue des ( P J ^ ^ O I P J , sitzend. — Weißer Kalkstein. -


Höhe: 0 , 4 1 5 in. — Nach Herrn BARSANTIS Angabe aus Dahschur.
Nach .Journal Nr. 2 8 6 8 8 : Saqqara. November 1 8 8 8 . Dyn.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die
I. Handfläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel nach unten konvergierend.
— Sitz würfelförmig. Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, gescheitelte Strähnenperückc.
Spuren eines gemalten Halskragens. Kurzer, bis zu den Knien reichender
Schurz mit gefälteltem Überschlag, dessen Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen
ist, Gürtel und Knoten. Die hintere Unterkante des Schurzes zwischen den
Knien sichtbar.
FARBEN. Haare, Fußbrett und freie Bäume schwarz. Schurz weiß. Hautfarbe
rotbraun. Sitz rötlich mit schwarzen Tupfen (Granit).
INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Sitzes zu beiden Seiten der Unterschenkel
in rohen vertieften Hieroglyphen: rechts: m—> links:
TECHNIK. Glatte Oberfläche. Arme und Beine nicht
frei. Zehen gelöst. Nägel mit Nagelhaut. Hohl­
raum der Faust halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf fast vollständig ergänzt. Farben
stark beschädigt. L. Vorderecke des Fußbretts
bestoßen.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 2 8 6 8 8 .

1
138. Kleine Statue eines Mannes, stehend ). — Holz. — Höhe: 0,15 m. —
Saqqara, zwischen Januar und Juni 1884. M. R.
HALTUNG. Geradeausblickend. L. Arm am Körper herabhängend. Hand geschlossen
und durchbohrt. L. Bein vorgesetzt. R. Fuß Staudfuß.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Perücke ohne weitere Detaillierung. Weiteres
nicht erkennbar.
FARBEN. Fehlen.
INSCHRIFTEN. Desgleichen.

') Gehört vermutlich zur Bemannung eines Totenschiffes.


STATUEN UND STATUETTEN. 103

TECHNIK. Der 1. Arm mit Holznagel angesetzt. Oberfläche roh bearbeitet. Arme
und Beine frei.
KUNSTWERT. Rohe Arbeit.
ERHALTUNG. R. Arm und Fußbrett fehlen. Zum Teil wurmstichig.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 25817.

139. Bemalte Statue einer Frau, stehend. — Holz. — Höhe: 0,93 m. —


Abb. Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend. Hände offen. Das
1. Bein vorgesetzt. R Bein Standbein.
TRACHT. Lange, gescheitelte, bis fast auf die Schultern fallende
Strähnenperücke. Eignes Haar an der Stirn. Breiter, ge­
malter Halskragen mit Gegengewicht und Brustschmuck
(s. Skizzen). Armbänder (a) und Bänder an
den Fußgelenken (b). Langes, eng anliegendes
Frauengewand mit weißen Traabändern.

FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen schwarz. Haut­


farbe gelb. Kleidung weiß. Weißes im Auge weiß mit
roter feiner Zeichnung in den Winkeln.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Oberfläche glatt, durch eine dünne Lage roten Stuckes über dem Holz
hergestellt. Die Farben liegen ganz dünn auf diesem Stuck. Arme und Beine
1
frei. Arme mit doppelt genagelten Dübeln angesetzt ). Brustwarzen eingesetzt.
Finger gelöst. Nägel ohne Nagelhaut.
KUNSTWERT. Gute Arbeit.
ERHALTUNG. Füße und Fußbrett fehlen. Nase abgestoßen. Farben etwas abge­
blättert. Mehrere Sprünge der Länge nach im Holze.

140. Statue eines Mannes, stehend, in einen Mantel gehüllt. — Holz. —


Abb. Höhe: 0,35 m. — Abusir, Juni 1860. Spätzeit,
HALTUNG. Geradeausbhckend. Die 1. Faust liegt vor dem Unterleib, die r. Hand
auf dem Handgelenk der 1. L. Fuß vorgesetzt. R. Bein Standbein. Das Gesicht
ist das eines alten Mannes. Die Augen sind nicht mandelförmig, sondern außen
2
abgerundet und liegen tief in den Augenhöhlen. Mundwinkel herabgezogen ).

») Siehe Nr. 34.


2
) Die ganze Statue macht nach Tracht, Technik und Ausdruck nicht den Eindruck einer Arbeit
des a. R., in das sie bisher gesetzt wurde. Dieselbe Tracht s. auf dem Relief Kat. 1895 Nr. 254
[Dyn. 26]. Dieselbe Stellung s. Nr. 691.
104 CATALOGUE DU M U S É E D U CAIRE.

TRACHT. Kahler Kopf. Großer, bis auf die Füße fallender


Mantel, welcher die r. Schulter frei läßt. Das vorn über
die 1. Schulter fallende Ende (a) des Mantels ist hinter
das um den Leib gewickelte Stück (b) gesteckt. Unter
diesem Mantel scheint ein Untergewand (c) zu stecken,
das gleichfalls die r. Schulter frei läßt und für den
1. Arm einen weiten Ärmel (d) hat. Über der r. Hand
ein viereckiges Dübelloch zur Aufnahme irgend eines
Gegenstandes.
FARBEN. Auf dem Mantel weiße Spuren, am Hals rötliche.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Oberfläche. Sehr feine Durcharbeitung der Hände und des Kopfes,
namentlich des Genickes. Auch das Schlüsselbein richtiger als sonst bei Statuen
des a. R. Füße waren angesetzt.
KUNST WERT. Gute Arbeit.
ERHALTUNG. Füße und Fußbrett fehlen. Nase und die eingesetzt gewesenen Augen
desgleichen. Ohren stark verletzt. Viele Längssprünge im Holz. Die Oberfläche
hat durch Auskristallisieren von Salz stark gelitten.
VERZ. U. VEROFF.: Journal Nr. 10896; Kat. MAR. Nr. 7 7 0 ; Kat. AIASP. S. 219 Nr. 1009; Kat.
1892 [GREBAUT] Nr. 1009 S. 5 0 ; Kat. 1895 Nr. 8 0 ; MAR., Alb. phot. Taf. 2 0 ; MASP., Hist.
anc. 1895 Teil 1 S. 5 5 .

1
141. Bruchstück der Statue eines Mannes ). — Grauer Granit. — Höhe: 0,19 m.
Abb. _ Herkunft? Dyn. 5 .
HALTUNG. Geradeausblickend.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Gute Bearbeitung der Flächen. Wimpern in Relief. Ränder der Schulter­
blätter durch Vertiefungen angedeutet. Arme nicht frei.
KUNSTWERT. Leidliche Arbeit.
ERHALTUNG. Nur Kopf und Brust mit Armansätzen. Kinn bestoßen, desgleichen
Hinterkopf.

142. Bemalte Statue eines sitzenden Mannes. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


Abb
- 0,857 in. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die
1. Handfläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel berühren sich mit den Waden
und sind parallel. — Sitz würfelförmig. Fußbrett rechteckig.

') Vermutlich saß die Figur, da der Rückenpfeiler fehlt.


STATUEN UND STATUETTEN. 105

TRACHT. Große, gescheitelte, die Ohren deckende, bis auf die Schultern
reichende Strähnenperücke. Glatter Schurz mit zurückgeschlagenem
Ende (s. Skizze hierneben), dessen Zipfel in den oberen saumartig um­
geschlagenen Rand eingestopft ist. Spur eines gemalten Halskragens.
FARBEN. Haar, Brauen, Wimpern, freie Räume, Fußbrett, vielleicht
auch der Sitz schwarz. Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Soweit noch zu sehen, gute Bearbeitung der Oberfläche. Arme und Beine
nicht frei. Zehen gelöst. Finger weniger. Nägel mit Nagelhaut. Brauen in
Relief. Hohlraum der Faust halbkugelig geformt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Fußbrett an den Fußgelenken durchgebrochen. R. Schulter fehlt. Ober­
fläche und Farben durch Salzausschwitzungen vielfach abgehoben.

143. Bemalte Statue des P ^ J ^ ^ J nackt, schreitend. — Weißer Kalk-


A b b
- stein. — Höhe: 0,45 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 1 5 7 :
1
Mastaba C 23 ). D y n . 5.

HALTUNG. Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend, Hände geballt. L .


Fuß vorgesetzt, r. Bein Standbein. — Schmaler Rückenpfeiler bis zum Ende der
Oberschenkel. Rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Eignes, kurzes Haar. Spuren eines gemalten Halskragens.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, freie Räume, Fußbrett schwarz. Hautfarbe
rotbraun. Rückenpfeiler blaugrau.
INSCHRIFTEN. In vertieften, gut geschnittenen Hieroglyphen auf dem Fußbrett
r. neben dem 1. F u ß : m—*- *5sc=r Auf dem Rückenpfeiler: m—>•
TECHNIK. Oberflächen gut | y bearbeitet. Arme und Beine nicht
frei. Zehen wenig gelöst. n i—i Nägel mit Nagelhaut. Ohrmuscheln
etwas durchmodelliert. | Hohlräume der Fäuste halbkugelig
gefüllt. j ^
KUNSTWERT. Konventionelle ^ Arbeit.
ERHALTUNG. Am Körper und im Gesicht Gipsergänzungen. R. Seite des
Fußbretts etwas bestoßen.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MASP. Zettel 1 0 1 8 . Am Fußbrett eine unleserliche Bleistift-
9
nummer: 7 6 1 .

144. Statue des verkrüppelten Totenpriesters Q ^ D , stehend. — Weißer


A b b 2
- Kalkstein. — Höhe: 0,4(5 m . — Saqqara ). D y n . 5.

') Die Statue daselbst nicht aufgeführt, Name und Titel stimmen.
< >
2
) Ein fjj~] dieses Namens wird in Mastaba D 38 (MAR., Mast. S. 2 7 0 ) erwähnt. J^ ^

ist ein Titel, der auch sonst mit [~fl~J zusammen vorkommt (vgl. MAR., Mast. S. 4 0 6 ) .

14
106 CATALOGUE D U M U S É E DU CAIRE.

1
HALTUNG, Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend, Hände geöffnet ).
Füße in einiger Entfernung parallel nebeneinander. Der Kopf ist unförmig mit
langem, breiten Hinterkopf. Brust und Bauch fett. Arme und Hände dick.
Beine desgleichen. Unterschenkel »o« -förmig gebogen. Füße
kurz und dick. — Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Eignes, kurzes Haar (s. Skizze hierneben). Spuren eines
dünnen Schnurrbarts und eines breiten Halskragens. Weiter,
vorn dreieckig fallender Schurz mit zurückgeschlagenem Ende,
vorn hinter dem saumartig umgeschlagenen oberen Bande ein­
gestopftem Zipfel und mit unterem Saum (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Haar, Brauen, Wimpern, freie Räume schwarz. Haut­
farbe rotbraun. Schurz weiß. Fußbrett grau.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett vor den Füßen in vertieften,
nicht ausgemalten Hieroglyphen: m—>
TECHNIK. Gut bearbeitete Oberfläche. Arme nicht frei, wohl aber
die Beine. Zehen und Finger gelöst. Nägel mit Nagelhaut.
Ohrmuscheln durchmodelliert. Brauen und Brustwarzen in Relief.
Überschlag des Schurzes an der r. Kante unterschnitten (s. Skizze
hierneben).
KUNSTWERT. Gute Arbeit, sehr charakteristischer Gesichtsausdruck.
ERHALTUNG. Fußbrett mehrfach gesprungen und repariert. L . Ann desgleichen.
L. Ohr bestoßen. Die Figur war in den Fußgelenken gebrochen.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MASP. S. 220 Nr. 1014; Kat. 1892 [GREBAUT] Nr. 1014 S. 5 1 ; Kat.
1895 Nr. 7 8 ; MASP., Eist. anc. 1895 Teil 1 S. 2 8 0 ; MASP., Archeol. S. 213.

145. Bemalte Statue des J * ^ , stehend. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


ABB
' 0 , 3 5 m. — Saqqara, Juli 1 8 5 9 . Dyn- 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Anne am Körper herabhängend, Hände geballt.
L. Fuß vorgesetzt. R. Bein Standbein. — Schmaler Rückenpfeiler bis zur Höhe
des Hinterkopfes. Rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Eignes, kurz gehaltenes Haar. Kurzer, bis zu den Knien reichender
glatter Schurz mit abgerundetem glatten Überschlag, dessen Zipfel durch den
Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten.
FARBEN. Haar, Brauen, Wimpern, freie Räume, mit Ausnahme der Höhlungen der
Fäuste, Rückenpfeiler, Fußbrett schwarz. Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß.
Desgleichen das Weiße im Auge. Pupillen braun.
INSCHRIFTEN. In vertieften, weißen Hieroglyphen auf dem Fußbrett
r. neben und vor dem 1. F u ß : Linker
Fuß

') Zeichen der untergeordneten Stellung, vgl. die Beamten und Großen hinter
den Königen und die Statuen und Särge von Frauen.
2
) Braumeister.
STATUEN UND STATUETTEN. 107

TECHNIK. Glatt bearbeitete Oberfläche. Arme und Beine nicht frei. Zehen gelöst.
Nägel nur angedeutet. Hohlräume der Fäuste halbkugelig gefüllt. Brustwarzen
und Brauen in Relief. Ohrmuscheln trotz der Kleinheit durchmodelliert.
KUNSTWERT. Sehr gute Arbeit. Namentlich der Kopf gut.
ERHALTUNG. Spitze des 1. Daumens abgebrochen. Das Fußbrett war in den Fuß­
gelenken zerbrochen.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal N r . 6 0 1 2 ; Kat. MAR. Nr. 4 5 8 ; Kat MASP. Nr. 4 4 5 4 S . 2 4 4 ; KAT. 1 8 9 2
[GREBAUT] Nr. 4 4 5 4 S. 5 2 ; Kat. 1 8 9 5 Nr. 7 9 ; MAU., Alb. phot. Taf. 2 5 ; MASP., Hist. am:.
1 8 9 5 T e i l l S. 4 1 1 .

146. Bemalte Gruppe eines Mannes und einer Frau. — Weißer Kalkstein. —
Abb
- Höhe: 0,41 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNO. Der Mann: Sitzt geradeausblickend. Die r. Faust steht auf dem r. Ober­
schenkel, die 1. Handfläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel parallel.
Die Frau: Kauert geradeausblickend r. neben dem r. Unterschenkel des
Mannes in der unter Nr. 2 1 beschriebenen Stellung, nur daß der obenliegende
Fuß den Boden mit der Oberseite berührt. Die r. Handfläche liegt auf dem r.
Oberschenkel. Der 1. Arm umfaßt die r. Wade des Mannes. Die Hand ist an
der Innenseite sichtbar. Die Frau in viel kleinerem Maßstabe als der Mann.
Der Sitz würfelförmig. Das Fußbrett vorn rechteckig. Die
r. hintere Ecke abgerundet (s. Skizze hierneben).
TRACHT. Der Mann: Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke.
Schwache Spuren eines gemalten Halskragens. Kurzer, bis zu den
Knien reichender Schurz mit gefälteltem Überschlag, dessen Zipfel
durch den Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten.
Die Frau: Große, die Ohren deckende, bis auf die Schultern reichende,
gescheitelte Strähnenperücke. Enges Frauenkleid.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, freie Räume, Fußbrett und vielleicht auch Sitz
schwarz. Hautfarbe des Mannes rotbraun, der Frau gelb. Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Oberflächen gut geglättet. Arme und Beine nicht frei. Zehen gelöst.
Nägel mit Nagelhaut. Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt. Brauen in
Relief.
KUNSTWERT. Rohe Arbeit. Kopf des Mannes zu groß.
ERHALTUNG. Oberflächen habeu stark gelitten, daher auch von den Farben mir
Spuren.

1
147. Statue eines (auf dem Schöße seiner Mutter) liegenden Knaben ). — Holz.
— Höhe: 0,38 m. — Saqqara, Oktober 1861. Spätzeit.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die Arme liegen am Körper an, die Handflächen
berühren mit der Seite der kleinen Finger die Oberschenkel. Die Unterschenkel
8
berühren sich mit den Waden und sind wenig nach hinten umgebogen ).

') Vermutlich von einer Isis mit dem Horusknaben.


2
) D. h. die Unterschenkel hingen vom Schöße der Mutter an der Seite herab.
14*
108 CATALOGUE DU MUSEE D U САIRЕ.

TRACHT. Kurzes oder gar kein Haar. Kinderlocke an der


r. Seite. Die nach nebenstehend skizzierten Querschnitt
vertieften Streifen des Zopfes sind mit pastoser Farbe ge­
füllt gewesen, die zum Teil noch erhalten ist. Augen mit Schmink-
streifen waren ebenso ausgefüllt. Halsband aus drei Streifen mit
gleichfalls dreistreifigem Gegengewicht in derselben
Ausführung (s. Skizzen hierneben). -~—^» y^x"
w l
FARBEN. Außer den eingelegten Pasten sind nur noch
geringe Spuren weißen Stucks an verschiedenen Stellen.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Oberfläche nicht sehr gut bearbeitet, da auf Stucküberzug berechnet.
Arme und Beine frei. Zehen und Finger nur angedeutet. Nägel nicht angegeben.
Ohrmuschel detailliert.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit. Schlanke Proportionen.
ERHALTUNG. Farben mit dem Stuck fast ganz verloren. Der 1. Fuß hat gelitten.
Nase bestoßen.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 1 7 3 3 1 u. 1 7 3 9 4 ; Kat MASP. Zettel 1 0 2 6 .

148. Statue des |Jfpo, sitzend. — Holz. — Höhe: 0,29 m. — Herkunft?


A b b
' Dyn. 6 oder später.
HALTUNG. Geradeausblickend. R. Faust steht auf dem r. Oberschenkel. L. Hand­
fläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel berühren einander völlig. — Sitz
würfelförmig. Fußbrett vorn schwach abgerundet.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. . Kurzer, glatter Schurz,
dessen Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist. ZZZZZ—

FARBEN. Nur an den Augen noch geringe Spuren. Wimpern schwarz, das
Weiße weiß.
INSCHRIFTEN. An der r. Seite des Sitzes in sehr roh eingeschnitzten Hiero­
glyphen: 5»—->-
TECHNIK. Ganz rohe Bearbeitung der Oberflächen, fast jeder Schnitt zu
sehen. Arme frei. Zehen und Finger wenig gelöst. Nägel nur angedeutet.
Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Sehr rohe, ungeschickte Arbeit.
ERHALTUNG. Gesicht hat etwas gelitten. Einzelne Sprünge im Holz, namentlich im
1. Arm.

VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MASP. Zettel 1 0 2 4 .

149. Statue eines stehenden Knaben. — Holz. — Höhe: 0,40 m. — Herkunft?


Abb
- Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend. Hände geöffnet.
Füße geschlossen.
STATUEN UND STATUETTEN. 109

TRACHT. Eigenes, kurzes Haar. Kinderlocke r. war vorhanden. Spuren


eines breiten Halskragens, eines Amuletts auf der Brust und von
Armbändern an den Handgelenken.
FARBEN. Nur noch Spuren. Haare, Brauen, Wimpern schwarz. Haut­
farbe rotbraun.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Soweit erhalten, gute Oberflächen. Arme frei, Beine von
den Unterschenkeln an. Zapfen unter dem 1. Fuß. Finger wenig gelöst. Nägel
angedeutet. Arme angedübelt. Kinderlocke war mit rundem Nagel befestigt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Füße stark verstümmelt. Spalt an der 1. Kopfseite. Oberfläche hat
sehr gelitten. Nase und Ohren bestoßen.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MASP. Zettel 1 0 0 3 .

150. Bemalte Gruppe des und seines Sohnes. — Gelber Kalkstein. —


A b b
' Höhe: 0,72 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Der 1. größere Mann steht geradeausblickend. Arme am Körper herab­
hängend. Hände geschlossen. L. Fuß vorgesetzt. R. Bein Standbein.
Der r. kleinere Mann steht mit geschlossenen Füßen. Breiter Rücken­
pfeiler gemeinsam bis zur Hinterkopfhöhe des kleineren Mannes, dann schmal
bis ebendahin hinter dem größeren. Fußbrett mit ab­
gerundeten Ecken, vor dem größeren Mann etwas vor­
springend (s. Skizzen hierneben).
TRACHT. Bei beiden gleich. Kurze, die Ohren deckende
Lockenperücke. Kleiner, dünner Schnurrbart. Breiter,
gemalter Halskragen; Amulett auf der Brust (s. Skizze hierneben)
Bei dem kleineren nur geringe Spuren davon.
Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit ge­
fälteltem Uberschlag, dessen Zipfel durch den Gurt
hinaufgezogen ist, Knoten und Gürtel (s. Skizze
hierneben).
FARBEN. Piaare, Brauen, Wimpern, Pupillen, Schnurr­
bart, freie Räume schwarz. Hautfarbe gelblich
rotbraun. Daumennägel dunkelrotbraun (Henna),
Schurz weiß (?).
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett in schwarzer
Farbe, noch schwach zu sehen:
TECHNIK. Gute Bearbeitung der Oberflächen.
Arme und Beine nicht frei. Zehen gelöst.
Nägel mit Nagelhaut. Hohlräume der Fäuste halbkugelig gefüllt. Brauen und
Brustwarzen in Relief.
KUNSTWERT. Gute Arbeit.
ERHALTUNG. Bis auf die Farben vollständig.
110 CATALOGUE DU M U S E E DU САШЕ.

151. Bemalte Gruppe des Pft^'JOj d seiner Familie ). — Weißer Kalk­


u n 1

stein. — Höhe: 0.84 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 104ff.:


Mastaba В 13. Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann: Steht geradeausblickend. Arme am Körper herunterhängend.
K. Hand geballt. 1. Handfläche nach vorn gekehrt, berührt mit der Seite des
kleinen Fingers den 1. Oberschenkel. Füße nebeneinander.
Die Frau: Steht 1. л о т Manne geradeausblickend. Arme am Körper
herabhängend. L. Hand offen, die r. Hand berührt die Finger der 1. Hand des
Mannes. Die Füße stehen nebeneinander.
Der Knabe, den Eltern nur bis zu den Händen reichend: Steht gerade­
ausblickend zwischen beiden. Der r. Arm umfaßt die 1. Wade des Mannes von
hinten. Die Hand an der Innenseite des Beines sichtbar. Füße geschlossen.
— Gemeinsamer Rückenpfeiler, etwas höher als die Figuren. Fußbrett 1. etwas
über den Rückenpfeiler vorstehend, vorn abgebrochen.
TRACHT. Der Mann: Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Spur
malt gewesenen, breiten Halskragens. Kurzer Schurz mit gefälteltem
Uberschlag und Gürtel (s. Skizzen hierneben).
Die Frau: Lange, bis auf die Schultern reichende,
gescheitelte Strähnenperücke. Spur eines gemalt ge­
wesenen, engen Halsbandes, Halskragens, von Armbändern an den
Handgelenken und Bändern an den Fußgelenken. Die letzteren:
Langes, eng anliegendes Frauengewand mit gemalt gewesenen
Tragbändern.
Der Knabe: Wohl ganz nackt.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern. Pupillen, freie Bäume. Fußbrett schwarz. Haut­
farbe des Mannes und Knaben rotbraun, der Frau gelb. Kleidung weiß. Kücken­
pfeiler gelb. Hohlraum der Faust weiß.
INSCHRIFTEN. In vertieften, weißen Hieroglyphen am Rücken­
pfeiler; über und 1. neben dem Kopfe des Mannes: 3»—y
Über dem Kopfe der Frau: l " ^ ^ Auf dem Fußbrett vor
Desgleichen r. von den Füßen * ^ dem Knaben: m->
2
des Mannes: m-+ JJ ) JJ(j J^P)

o
TECHNIK. Oberflächen glatt bearbeitet. Arme und Beine nicht frei. Zehen wenig
gelöst. Nägel ohne Nagelhaut. Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Konventionelle, zum Teil recht ungeschickte Arbeit. Besonders un­
geschickt die sich fassenden Hände.
ERHALTUNG. Der ganze Oberkörper des Knaben von den Knien ab fehlt. Sonst
bis auf einige Abblätterungen der Farben gut.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 2 9 ; Kat. MASP. Zettel 9 6 8 ; Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT] Nr. 9 6 8
S. 4 9 ; Fundbericht und Inschriften: MAR., Mast. S. 1 0 4 — 1 0 6 .

') Aus demselben Grabe: Relief Nr. 1 6 2 8 , Scheintürtafel Nr. 1 6 6 8 .


2
) Es scheint, daß hinter dieser Inschrift die kleine Figur eines Kindes im Rückenpfeiler und
Fußbrett befestigt war und die Stelle jetzt mit Gips verstrichen und übermalt ist [s. Nr. 2 2 u. 2 4 ] .
STATUEN UND STATUETTEN. 111

152. Bruchstück der Statue eines stehenden Mannes. — Holz. — Höhe:


Abb
- 1,56 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Der 1. Fuß vorgesetzt.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Spuren eines
Halskragens. Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit
abgerundetem Überschlag, dessen Zipfel durch den Gurt hinauf­
gezogen ist, Gürtel und Knoten (s. Skizze bierneben).
FARBEN. Nur schwarze Spuren im Haar.
INSCHRIFTEN. Felden.
TECHNIK. Von der Behandlung der Oberfläche nichts mehr zu sehen. Beine frei.
Die obere Linie der Augenhöhle ist durch einen wenig tiefen Kerb angegeben.
Die Arme waren angedübelt. Unter dem r. Fuß ein Zapfen.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit von schlanken Proportionen. Das Gesicht war
vielleicht gut.
ERHALTUNG. Sehr mangelhaft. Das Holz durchweg gesprungen und wie verkohlt.
Arme fehlen. L. Fuß desgleichen, r. stark beschädigt.

153. Bruchstück der Statue eines stehenden Mannes. — Holz. — Höhe:


Abb
- 1,23 m. — Achmim 1890. Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei vor. Nr.

TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Spuren eines ge­


malten Halskragens mit Gegengewicht (s. Skizzen hier­
neben). Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz
mit gefälteltem Überschlag, dessen Zipfel durch den
Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten.
FARBEN. Keine Spuren mehr.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei Nr. 1 5 2 . Brustwarzen waren eingesetzt. Augenhöhlen wie ge-
wöhnlich. Oberflächen ziemlich gut bearbeitet. An der r. Schulter hinten ein
Flickstück angedübelt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit von schlanken Proportionen.
ERHALTUNG. Arme fehlen, Beine von unter den Knien ab. Aus dem Unterleib ein
großes Flickstück ausgefallen. Mehrere Längssprünge. Hinterkopf beschädigt.
VERZ. U. VERÖFF. : Journal Nr. 28816.

1
154. Bemalt gewesene Statue des stehend ). — Holz. — Höhe: 1,65 m.
A b b 2
' — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 194: Mastaba D 10 ). Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Der r. Arm am Körper herabhängend, die Hand
geschlossen. Der 1. Unterarm vorgestreckt. Die Faust umfaßte einen langen
1
) Statue desselben Mannes Nr. 162.
2
) Die Statuen sind nicht aufgeführt.
112 CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE.

Stab, dessen Standspur auf der 1. vorderen Ecke des Fußbretts sichtbar ist.
Das 1. Bein vorgesetzt. R. Fuß Standfuß. — Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Kurzer Schurz ohne noch
sichtbare Details.
FARBEN. Haare schwarz. Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß. Andere Farbspuren
nicht mehr sichtbar. Die Farben sitzen stellenweise auf einem rötlichen Stuck,
unter dem an einigen Stellen eine Schicht Nilschlamm aufgetragen ist.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett in schwach vertieften Hiero­
glyphen r. neben dem 1. F u ß : m—y
TECHNIK. Oberfläche meist gut bearbeitet. Arme und Beine
frei, angesetzt. Der 1. Arm nochmals im Ellenbogen
gefugt. Die Beine mit langen Zapfen (a) eingefügt:
Kleine Holzstücke an verschiedenen Stellen eingeflickt Zehen
völlig gelöst. Nägel mit Nagelhaut. Brustwarzen eingesetzt.
Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt. Die Füße sind unter
den Hacken in das Fußbrett eingezapft und
die Zapfen durch schwalbenschwanzförmige, in
der Oberfläche des Fußbretts liegende Nägel
befestigt (s. Skizze liierneben). Das Fußbrett
besteht aus zwei aneinandergepaßten Stücken, die
durch zwei verdeckt gelegte Leder(?)bindungen zu­
sammengehalten sind (s. Skizze hierneben). Die Füße Keil

sind in ihren vorderen Teilen auf das Fußbrett auf­ Stuck


Leder ?
genagelt, ohne Verbindung mit den Hacken.
KUNSTWERT. Teilweise gute Arbeit. Füße und Beine sehr gut. Das übrige steht
nicht auf derselben Höhe.
ERHALTUNG. Bis auf die Farben, die völlig fehlen, leidlich. Viele Sprünge. Der
1. Unterarm hat stark gelitten.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. Nr. 7 8 1 ; Kat. MASP. S . 2 1 8 Nr. 9 8 7 ; Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT] Nr.
9 8 7 S . 5 5 ; Kat. 1 8 9 5 Nr. 9 5 .

155. Bemalt gewesene Statue eines stehenden Mannes. — Holz. — Höhe:


Abb
- 1,01 m. — Saqqara (nach dem Zettel am Sockel). Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend. Hände geschlossen.
L. Bein vorgesetzt. R. Fuß Standfuß. — Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Kurzer Schurz
mit abgerundetem Überschlag, Gürtel und Knoten (s. Skizze
hierneben).
FARBEN. Nur Spuren: Haare, Brauen, Wimpern und Brustwarzen
schwarz. Hautfarbe rotbraun.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Leidlich gute Flächenbearbeitung. Arme und Beine frei. Arme
mit schwalbenschwanzförmigen Zapfen angesetzt; von oben gesehen:
Füße gleichfalls aus besonderen Stücken. Zapfen unter den Hacken
STATUEN UND STATUETTEN. 113

seitlich genagelt. Zehen gelöst. Nägel angedeutet. Hohlräume der Fäuste halb­
kugelig gefüllt. Brauen und Brustwarzen in Relief. Letztere eingesetzt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit. Gesicht gut. Sehr schlanker Oberkörper.
ERHALTUNG. Farben mit dem darunter befindlich gewesenen rötlichen Stuck fast
völlig verschwunden. Großer Sprung mitten durch den Körper. Das 1. Bein
hat stark gelitten.
VERZ. Ü. VERÖFF.: Kat. 1892 [GREBAUT] Nr. 9 6 6 S. 55.

D
156. Bruchstück der Statue des § , sitzend. — Weißer Kalkstein. —
Höhe: 0,38 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 314 ff.: Mastaba
1
D 51 ). März 1860. Dyn. 5.
HALTUNG. Die r. Faust lag auf dem r. Oberschenkel, die 1. Handfläche liegt auf
dem 1. Die Unterschenkel nach unten wenig konvergierend. — Sitz würfel­
förmig, nach hinten zu höher. Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Kurzer Schurz mit zurückgeschlagenem Ende (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Nur Spuren. Freie Räume, Fußbrett und Sitz schwarz. Haut­
farbe rotbraun. Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. In kleinen, vertieften Hiero­
glyphen an der Vorderseite des Sitzes
und auf dem Fußbrett rechts und links Kante -
von den Unterschenkeln, und zwar zwei­
mal dasselbe: m—>
Vor den Füßen auf dem Fußbrett
desgleichen: m—v

TECHNIK. Oberflächen gut bearbeitet. Arme


und Beine nicht frei. Zehen gelöst. Nägel
ohne Nagelhaut.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Vom Gürtel ab aufwärts fehlt
der Oberkörper. Hände stark beschädigt.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 8384.

2
> Sitzend ). — Weißer
Kalkstein. — Höhe: 0,53 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 324:
Mastaba D 55. Dyn. 5.
HALTUNG. Die r. Faust stand auf dem r. Oberschenkel, die 1. Handfläche liegt auf
dem 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig. Fußbrett vorn ab­
gerundet.

') Die Statue ist nicht besonders aufgeführt. Namen und Titel stimmen.
2
) Aus demselben Grabe Statue Nr. 21.
15
114 CATALOGUE DU MUSEE DU САIRЕ.

TRACHT. Kurzer Schurz mit gefälteltem Überschlag, links :


Gürtel und Knoten.
FARBEN. Nur Spuren. Hautfarbe rotbraun, Schurz weiß.
Sitz rötlich mit schwarzen Tupfen.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett rechts und links neben
den Füßen in vertieften, sauber geschnittenen Hiero­
glyphen : rechts: m—>
TECHNIK. Oberflächen gut bearbeitet. Arme und Beine
nicht frei. Zehen gelöst. Nägel mit Nagelhaut.
KÜNSTWERT. Leidliche Arbeit.
ERHALTUNG. Oberkörper und r. Unterarm fehlen.

158. Bemalte Gruppe eines Mannes und seiner Frau. — Weißer Kalkstein.
Abb. _ Höhe: 0,48 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann steht geradeausblickend. Arme herabhängend. Hände geballt.
L. Fuß vorgesetzt, r. Bein Standbein.
Die Frau steht links neben ihm, geradeausblickend. L. Arm herab­
hängend. Der r. umfaßt den Mann von hinten. Die Hand ist über seiner
r. Hüfte sichtbar. L. Arm herabhängend. Hand geöffnet. Füße geschlossen.
— Gemeinsamer breiter Rückenpfeiler bis zur Scheitelhöhe der Frau, die etwas
kleiner ist als der Mann. Fußbrett vorn zerstört.
TRACHT. Der Mann: Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Spuren eines
gemalten Halskragens (s. Skizze hierneben). Kurzer Schurz mit ge­
fälteltem Überschlag, dessen Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist,
Gürtel und Knoten.
Die Frau: Große, bis auf die Schultern reichende, die Ohren
verdeckende, gescheitelte Strähnenperücke mit Detaillierung der
Strähnen (s. Skizze hierneben). Spur eines Halskragens; enges,
langes Frauengewand.
FARBEN. Nur Spuren. Haar, freie Räume, Rückenpfeiler schwarz. Hautfarbe des
Mannes rotbraun, der Frau gelb.
INSCHRIFTEN. Reste in vertieften Hieroglyphen auf dem Fußbrett, links neben den
Füßen des Mannes und vor den Füßen der Frau:
TECHNIK. Oberfläche, soweit erhalten, gut. Arme und
Beine nicht frei. Zehen gelöst. Nägel ohne Nagelhaut.
Brauen beim Manne in Relief. Hohlräume der Fäuste halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Gute Arbeit. Gesichter ausdrucksvoll.
ERHALTUNG. Oberfläche vielfach zerstört. Nase der Frau bestoßen. Vorderteil
des Fußbretts fehlt mit dem 1. Fuße des Mannes.
VERZ. U. VERÖFF. : Kat. MASP. Zettel 4 8 0 4 .

•) Zu ergänzen: ^ [j Q ] <>
f
STATUEN U N D STATUETTEN. 115

159. Bemalt gewesene Statue eines sitzenden Mannes. — Weißer Kalkstein.


Abb. _ Höhe: 0,59 m . — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust hegt auf dem r. Obersehenkel. Die
1. Handfläche berührt den 1. Die Unterschenkel wenig nach unten konvergierend.
— Sitz würfelförmig. Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Kurzer Schurz mit zurück­
geschlagenem Ende, dessen Zipfel in den oberen saumartigen Umschlag eingestopft
ist. Vielleicht gemalt gewesener Halskragen.
FARBEN. Nur ganz geringe Spuren. Hautfarbe rotbraun. Fußbrett schwarz.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Von der Bearbeitung der Flächen nichts mehr zu sehen. Arme und
Beine nicht frei. Zehen gelöst. Hohlraum der Faust halbkugelig gefullt. Brauen
vielleicht in Relief.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf war abgebrochen. Fußbrett vorn bestoßen. Die ganze Statue
ist über und über mit Salzausschwitzungen bedeckt.

160. Bemalt gewesene Statue eines am Boden sitzenden Mannes. — Grauer


Abb
- Granit. — Höhe: 0,37 m. — Saqqara (nach dem Zettel am Sockel).
Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust hegt r. auf dem Schurz, die 1. Hand­
fläche berührt ihn 1. Die Beine untergeschlagen. Der r. Unterschenkel vor dem
1. Vier Zehen jedes Fußes berühren den Boden mit den Oberseiten, die große
Zehe hegt mit der Oberseite nach vorn. — Das Fußbrett schließt sich der
Körperform an.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Kurzer Schurz ohne jede
Detaillierung.
FARBEN. Nur Spuren: Schurz weiß, Fußbrett schwarz.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Oberfläche nicht sehr glatt bearbeitet. Arme nicht frei. Zehen und
Finger wenig gelöst. Nägel nur angedeutet. Hohlraum der Faust halbkugelig,
jedoch weit vorgezogen, gefüllt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Die Knie bestoßen.

161. Bemalte Statue eines sitzenden Mannes. — Graugrüner Granit. — Höhe:


Abb. 047 m — Saqqara (nach dem Zettel am Sockel). Dyn- 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust liegt auf dem r. Oberschenkel. Die 1.
Handfläche auf dem 1. Die Unterschenkel wenig nach unten konvergierend. —
Sitz würfelförmig. Fußbrett rechteckig mit abgerundeten Ecken.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Kurzer Schurz, dessen Zipfel
durch den Gurt hinaufgezogen ist, mit Gürtel ohne weitere Detaillierung.
15*
116 CATALOGUE DU MITSEE D U CAIRE.

FARBEN. Zum Teil nur Spuren: Haare, Brauen, Wimpern, freie Räume, Fußbrett
schwarz. Schurz weiß. Hautfarbe sehr wahrscheinlich rotbraun. Sitz rötlich.
TECHNIK. Glatte Oberflächen. Arme und Beine nicht frei. Zehen wenig gelöst.
Nägel nur angedeutet. Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Nase abgestoßen.

162. Bemalt gewesene Statue des ® j^f", am Boden sitzend, auf einem
1
großen Fußbrett ). — Statue: rotbunter Granit; Fußbrett: weißer
Kalkstein. —- Höhe: 0,54 m einschließlich Fußbrett. — Saqqarn.
Nach MAR., Mast. S. 194: Mastaba D 10*). Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die Handflächen liegen auf dem Schurz. Die Beine
untergeschlagen, der 1. Unterschenkel vor dem r., die Zehen berühren den Boden
mit den Oberseiten. — Das Granitfußbrett steht vorn etwas vor, schließt sich
aber sonst der Körperform an. Es ist in ein rechteckiges Kalksteinfußbrett ein­
gelassen.
TRACHT. Große, die Ohren halb deckende, bis auf die Schultern reichende, geschei­
telte Strähnenperücke. Kurzer Schurz mit zurückgeschlagenem Ende(?), jQ
r
dessen Zipfel in den saumartigen oberen Umschlag eingestopft ist: >f ^
ZS, 162
FARBEN. Nur Reste. Haar und freie Räume schwarz. Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett vorn in gut geschnittenen, ver- |"| U a. O
tieften Hieroglyphen: a»—>- M o l 1 JÜ*\
TECHNIK. Oberfläche wenig geglättet. Arme nicht frei. Zehen und Finger kaum
gelöst. Nägel nicht angedeutet. An mehreren Steilen, z. B. an der Seite der
r. Brust, rote Linien und Punkte, vom Bildhauer herrührend.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Bis auf die Farben gut.

VERZ. u . VERÖFF. : Kat. MAR. Nr. 504.

3
163. Bemalte Statue des _, am Boden sitzend ). — Bunter Granit. —
... -—JO •'
Höhe: 0,415 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 157: Mastaba C 24.
Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust liegt auf dem r. Oberschenkel, die 1.
Handfläche berührt den 1. Die Beine untergeschlagen. L. Unterschenkel vor
dem r. Die Zehen berühren den Boden mit den Oberseiten. — Fußbrett schließt
sich der Körperform an.

') Statue desselben Mannes Nr. 154.


2
) Die Statuen dort nicht erwähnt.
3
) Statuen desselben Nr. 127, 130, 172, 182, 183, 184, 185, 187, 188, 192, 194, 205, 303 (?),
107/312.
STATUEN UND STATUETTEN. 117

TRACHT. Lange, bis auf die Schultern reichende, gescheitelte, die Ohren
halb verdeckende Strähnenperücke. Gemalter breiter Halskragen:
Kurzer, glatter Schurz ohne Detaillierung.
FARBEN. Nur Reste: Haare, Brauen, Wimpern, freie Räume, Fußbrett
schwarz. Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Fußbretts in vertieften
Hieroglyphen: —>-
TECHNIK. Leidlich glatte Oberfläche. Arme nicht frei. Zehen und Finger kaum
gelöst. Nägel nicht angegeben. Hohlraum der Faust halbkugelig, aber
weit vorstehend, gefüllt (s. Skizze hierneben).
KUNSTWERT. Sehr rohe Arbeit. Langer Oberkörper, hohe Schultern.
ERHALTUNG. Bis auf die Farben gut.

VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 17437; Kat. MAR. eine der Nrn. 5 9 0 — 5 9 4 u. 7 7 3 — 7 7 6 ; Kat.
MASP. Zettel 943.

164. Bemalte Statue des °f jrJMj Sitzend ). — Rotbunter Granit, — Höhe:


1

A b K 2
0,495 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 263: Mastaba D 34 ).
Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust liegt auf dem r. Oberschenkel, die 1.
Handfläche auf dem 1., Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig, nach hinten
etwas höher. Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, die Ohren halb
frei lassende Strähnenperücke. Dünner Schnurrbart. Breifes,
gemaltes Halsband (s. Skizze hiernebeu). Kurzer, bis zu den
Knien reichender Schurz mit zurückgeschlagenem Ende, dessen
Zipfel vorn in den saumartig umgeschlagenen oberen Rand
eingestopft ist (s. Skizze hierneben). Die r. Faust hält einen kurzen,
zylindrischen Gegenstand (?): . \
FARBEN. Haar, Brauen,Wimpern, U j - l - y Pupillen, Nasenlöcher, Schnurr­
164
bart, freie Räume schwarz. Schurz und Weißes im Auge weiß. Augen­
winkel rötlich.
INSCHRIFTEN. Auf der r. Seite des Sitzes in vertieften Hieroglyphen: m— >•
TECHNIK. Nicht sehr gut bearbeitete Oberfläche. Arme und Beine nicht
frei. Zehen und Finger wenig gelöst. Nägel nur angedeutet. Hohl­
raum der Faust durch einen zylindrischen Gegenstand gefüllt. Auf
der Rückseite einige alte(?) Gipsergänzungen.
KUNSTWERT. Rohe Arbeit.
ERHALTUNG. R. Seite der Perücke bestoßen.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat MASP. Zettel 9 2 2 ; Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT] Nr. 9 2 2 S . 5 6 .

') Statuen desselben Namens Nr. 28, 54, 77, 8 1 , 83 (•'), 97, 207, 214.
2
) Die Titel sind daselbst niebt genannt und stimmen merkwürdigerweise mit denen der hier­
über aufgeführten Nummern überein, trotzdem diese aus Mastaba CIO stammen.
118 CATALOGUE D U M U S É E D U CAIRE.

165. Gruppe zweier dicht nebeneinander sitzender Männer. —- Dunkelgrauer


Abb
- Granit. — Höhe: 0,475 m. — Saqqara. Dyn. 5.
HALTUNG. Bei beiden gleich. Geradeausblickend. Hie r. Faust liegt auf dem r.,
die 1. Handfläche auf dem 1. Oberschenkel. Die Unterschenkel berühren sich an
den Waden. Der r. Mann ist eine Wenigkeit größer als der 1. — Der gemein­
same Sitz würfelförmig, Fußbrett rechteckig. Gemeinsamer schmaler Rücken­
pfeiler bis zur Genickhöhe.
TRACHT. Bei beiden gleich. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Kurzer,
glatter Schurz ohne jede Details. Die Fäuste halten wie bei Nr. 164 zylindrische
Gegenstände.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei vor. Nr., auch die Füllung der Hohlräume der Fäuste ebenso.
Die Gipsergänzungen fehlen.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Die äußeren Schultern bestoßen.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MAR. 6 4 , Mag. 5 Nr. 2 1 ; Kat. MASP. Zettel 939.

166. Bemalte Statue eines sitzenden Mannes. — Dunkelgrauer Granit. —


Abb. Höhe: 0,39 m. — Saqqara (nach dem Zettel am Sockel). Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei vor. Nr. — Sitz würfelförmig, Fußbrett rechteckig. Schmaler
Rückenpfeiler bis zur Schulterhöhe').
TRACHT. Lange, bis auf die Schultern reichende, die Ohren ganz deckende, ge­
scheitelte Strähnenperücke. Kurzer Schurz ohne jede Detaillierung.
Spuren eines gemalten Halsbandes (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, freie Räume, Fußbrett schwarz.
Weißes in den Augen, Schurz weiß. Hautfarbe vielleicht rotbraun.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Ganz wie bei vor. Nr.
KUNSTWERT. Sehr rohe, ungeschickte und unproportionierte Arbeit.
ERHALTUNG. Vollständig bis auf die Farben.

167. Bruchstück der Statue eines Mannes. — Dunkelgrauer Granit. — Höhe:


Abb
- 0,29 m. — Saqqara (nach dem Zettel am Sockel). Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die Arme lagen am Körper an.
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, die Ohren halb verdeckende,
gescheitelte Strähnenperücke.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.

') Sehr selten bei sitzenden Einzelstatuen des a. R.


STATUEN U N D STATUETTEN. 119

TECHNIK. Gute Bearbeitung der Oberflächen. Arme nicht frei.

KUNSTWERT. Gute Arbeit.


ERHALTUNG. Nur der Oberkörper von der Höhe der Ellenbogen ab aufwärts er­
halten. Nasenspitze bestoßen.

VERZ. U. VERÖFF. : Kat. MASP. Zettel 4 8 0 9 .

168. Gruppe zweier Männer, dicht nebeneinander stehend. — Rotbunter Granit.


Abb. — Höhe: 0,58 m vom Holzsockel ab, in den die Gruppe eingelassen
ist. — Saqqara (nach dem Zettel am Sockel). Dyn- 5.
HALTUNG. Bei beiden gleich. Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend.
Hände geschlossen. Füße desgleichen. — Gemeinsamer, schmaler Rückenpfeiler
bis zur Schulterhöhe.
TRACHT. Bei beiden gleich. Große, bis auf die Schultern reichende, die Ohren
]
verdeckende ), gescheitelte Strähnenperücke. Kurzer Schurz mit gefälteltem
Überschlag und Gürtel.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.

TECHNIK. Bearbeitung der Oberfläche nicht sehr glatt. Arme und Beine nicht frei.
Nägel nur angedeutet. Hohlräume der Fäuste halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Rohe Arbeit.
ERHALTUNG. Stark ergänzt, nämlich der vordere Teil des Fußbretts mit den Füßen,
Gesicht und Teil des Haares des 1. stehenden, desgleichen seine 1. Faust.

169. Bemalte Statue eines Mannes, sitzend. — Grauer Granit. — Höhe: 0,41 m.
Abb. — Saqqara (nach dem Zettel am Sockel). Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust steht auf dem r. Knie, die 1. Hand­
fläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig. Fuß­
brett mit abgerundeten Ecken.
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, die Ohren halb verdeckende,
gescheitelte Strähnenperücke. Spur eines gemalten Halskragens.
Kurzer Schurz mit gefälteltem Überschlag, dessen Zipfel durch
den Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten (s. Skizze
hierneben).
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, freie Räume schwarz. Weißes
im Auge, Schurz weiß. Vielleicht ist die Haut auch bemalt
gewesen.
INSCHRIFTEN. Fehlen.

') Vielleicht sind auch die Ohren vom Bildhauer vergessen.


120 CATALOGUE DU M U S É E D U CAIRE.

TECHNIK. Leidliche Bearbeitung der Oberflächen. Arme und Beine nicht frei.
Zehen halb gelöst. Nägel ohne Nagelhaut. Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Bis auf die Farben, die gelitten haben, gut.

170. Bemalt gewesene kopflose Statue des 2 H ^ U > am Boden sitzend,


Abb
' lesend. — Dunkelgrauer Granit. — Höhe: 0,32 m. — Saqqara. Nach
1
MAR., Mast. S. 307 ff.: Mastaba D 47 ). Dyn. 5.
HALTUNG. Die Hände stehen mit der Seite der kleinen Finger auf dem Schurz
neben den Oberschenkeln und hatten zwischen den 4 Fingern und dem oben­
liegenden Daumen die gerollten Enden einer Papyrushandschrift, deren geöffnetes
Stück auf dem Schurz ruht. Beine untergeschlagen. Der 1. Unterschenkel liegt
vor dem r. Die Zehen berühren den Boden mit den Oberseiten. — Fußbrett
schließt sich der Körperform an.
TRACHT. Wahrscheinlich große Perücke. Spuren eines gemalten Hals­
bandes (s. Skizze hierneben). Kurzer Schurz mit Gürtel ohne weitere
Detaillierung.
FARBEN. Außer am Halsband keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Vorn auf dem Fußbrett in wenig ver­
tieften Hieroglyphen:
TECHNIK. Gute Bearbeitung der Oberflächen. Arme nicht frei. Zehen und Finger
wenig gelöst. Nägel nur an den Daumen angegeben, mit Nagelhaut.
KUNSTWERT. Leidliche Arbeit. Die Füße mangelhaft.
ERHALTUNG. Kopf fehlt.

171. Bemalt gewesene Statue des ® G % , sitzend, lesend. — Weißer Kalk-


Abb /www _ZL
stein. — Höhe: 0,74 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 185:
2
Mastaba D 6 ). Dyn. 5.
HALTUNG. Die Hände stehen in derselben Stellung wie bei vor. Nr. auf den
Oberschenkeln, und halten die Papyrushandschrift ebenso, nur greift der Daumen
der r. Hand — die 1. ist abgebrochen — um die Rolle herum, so daß diese
ganz zwischen Daumen und den übrigen Fingern liegt. Unterschenkel parallel.
— Sitz würfelförmig, Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Spur eines gemalten Halskragens. Kurzer Schurz
mit zurückgeschlagenem Ende, dessen Zipfel vorn in den
saumartig umgeschlagenen oberen Rand eingestopft ist
(s. Skizze hierneben). Der Schurz ist vorn breiter wie
die Knie (vgl. Nr. 93).
1
) Die Statue ist nicht besonders aufgeführt, Name und Titel stimmen. Statuen desselben
Nr. 30, 3 1 , 69, 94, 103, 174, 178, 263/265(?), 266, 284, 3 2 1 , 322, 3 2 3 . Scheintür desselben Nr. 1484.
Reliefs desselben Nr. 1533, 1558.
2
) Die Statuen sind dort nicht besonders aufgeführt, Namen und Titel stimmen. Statue desselben
Nr. 102.
STATUEN UND STATUETTEN. 121

FABBEN. Nur Spuren. Hautfarbe rotbraun.


INSCHRIFTEN. Vorn am Sitz und auf dem Fußbrett zu beiden Seiten der Beine in
vertieften Hieroglyphen, rechts: links :
Vorn auf dem Fußbrett: f] 9
Kante

TECHNIK. Oberfläche gut be­


handelt. Arme und Beine
nicht frei. Zehen gelöst.
Nägel mit Nagelhaut.
KUNSTWERT. Konventionelle
Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf, r. Oberarm und 1. Hand fehlen. Fußbrett und untere Teile
stark korrodiert.

2
172. Bemalte Statue des stehend ). — Grauer Granit. — H ö h e :
0,47 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 157: Mastaba C 24. De­
zember 1861. Dyn. 5 .
HALTUNG. Geradeaus, etwas in die Höhe blickend. Die r. Faust liegt unter der
1. Brust. Der 1. Arm hängt herab, Hand geballt. L. F u ß vorgesetzt. R. Bein Stand­
bein. — Schmaler Rückenpfeiler bis zur Schulterhöhe. Rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Große, die Ohren deckende, bis auf die Schultern reichende,
gescheitelte Strähnenperücke. Gemaltes Halsband:
Kurzer Schurz mit abgerundetem Überschlag, dessen
Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist, und Gürtel
(s. Skizze hierneben).
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, freie Räume schwarz. Schwarzer
Kontur zwischen Rückenpfeiler und Körper.
INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen auf dem Fußbrett r. neben
dem 1. F u ß : a—x 1 HI Auf dem Rückenpfeiler:

De

TECHNIK. Leidlich glatte Oberflächen. Arme und Beine nicht frei. Zehen
wenig gelöst. Nägel nicht angegeben. Hohlräume der Fäuste halb­
kugelig gefüllt und mit dünner, roter Kontur.
KUNSTWERT. Rohe Arbeit. Langer Leib, hohe Schultern.
ERHALTUNG. W a r in Kniehöhe zerbrochen. R. Ellenbogen angestoßen.
VERZ. u . VERÖFF. : Journal N r . 1 7 4 4 0 ; Kat. MAR. eine d e r N u m m e r n 5 9 0 — 5 9 4 oder
7 7 3 — 7 7 6 ; Kat. MASP. Zettel 4482. Auf d e r r. Seite des Rückenpfeilers mit r o t e r
F a r b e in g r o ß e n Z a h l e n : 382.

') Sicher Q v \ zu ergänzen.


www —ZT
2
) Statuen desselben N r . 127, 130, 163, 182, 1 8 3 , 184, 185, 187, 188, 192, 194, 2 0 5 ,
3 0 3 ( ? ) , 107/312.
16
122 C A T A L O G U E D U M U S E E DU С А Ш Е .

173. Bruchstück der Statue eines Mannes, sitzend. — Dunkler Diorit(?) —


H ö h e : 0 , 2 2 m. — Herkunft (?) Dyn. 5 .
HALTUNG. R. Faust stellt auf dein r Oberschenkel, 1. Handfläche liegt auf dem 1.
Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig. Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Kurzer, glatter Schurz ohne Details.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Oberfläche mäßig glatt. Arme und Beine nicht frei. Zehen kaum gelöst.
Nägel nur angedeutet. Faust halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Oberkörper fehlt vom Gürtel aufwärts. L. Ecke des Fußbretts mit
1. Fuß desgleichen. Auch sonst hat die Statue sehr gelitten.

174. Bruchstück der Statue des «^Lh sitzend. — Rotbunter Granit. —


H ö h e : 0 , 5 0 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 307ff.: Mastaba
1
D 47 )- Dyn. 5.
HALTUNG. R. Faust liegt auf dem r. Oberschenkel, 1. Handfläche auf dem 1. Die Unter­
schenkel parallel. — Sitz würfelförmig. Fußbrett mit seitlichem vertieften
Schlag zum Einsetzen in ein anderes Fußbrett (s. Skizze hierneben,
vgl. Nr. 162).
TRACHT. Kurzer, glatter Schurz mit Gürtel ohne weitere Detaillierung.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen auf dem Fußbrett r. neben
den Füßen: m >
TECHNIK. Oberfläche zum Teil glatt bearbeitet. Arme und Beine nicht
frei. Finger nicht gelöst. Nägel nur angedeutet. Hohlraum der Faust
halbkugelig gefüllt, weit vortretend.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf, fast das ganze Fußbrett mit den Füßen und die hinteren r.
und 1. unteren Ecken des Sitzes fehlen.

175. Kopflose Statue des Sitzend"). — Graubunter Granit. —


Vbb ~"
H ö h e : 0 , 3 8 5 m. — Vermutlich: Abydos. Dyn. 6.
HALTUNG. R. Unterarm liegt auf dein r. Oberschenkel. L. Handfläche auf dem 1.
Die Unterschenkel dicht geschlossen. — Sitz würfelförmig. Fußbrett vorn
abgerundet.

') Die Statuen sind d o r t nicht genannt, Titel und N a m e n stimmen. Statuen desselben N r . 30,
3 1 , 6'.), <)4, 103, 170, 178, 263/265 (?), 266, 2 8 4 , 3 2 1 , 3 2 2 , 3 2 3 . Scheintür desselben N r . 1484.
Reliefs desselben N r . 1533, 1558.
2
) Zu ergänzen: ^Tfj^LJ.
3
) Scheintür w o h l desselben M a n n e s N r . 1574. Inschriften desselben Mannes N r . 1435, 1 6 4 3 .
Obelisken N r . 1 3 0 9 — 1 3 1 0 . Relief N r . 1670.
STATUEN UND STATUETTEN. 123

TRACHT. Kurzer Schurz mit zurückgeschlagenem Ende.


FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. In vertieften, schwer leserlichen, ungeschickten Hieroglyphen neben den
Unterschenkeln an der Vorderseite des Sitzes, rechts: »—> 1inks:

TECHNIK. Oberflächen mangelhaft bearbeitet. Arme und Beine


nicht frei. Zehen ganz wenig gelöst. Nägel nur angedeutet.
KUNSTWERT. Rohe Arbeit. Der Bildhauer konnte sichtlich
das Material nicht bewältigen.
ERHALTUNG. Kopf und 1. Schulter fehlen. R. Hand desgleichen.
R. Arm hat sehr gelitten, auch sonst ist die Oberfläche stark zerstört.

176. Bemalt gewesene Gruppe des und seiner Tochter. — W e i ß e r


A b b
- Kalkstein. — Höhe: 1,46 m. — Nach Kat. 1892 S. 59: »Magasins
de Boulaq«. Dyn- 4.
HALTUNG. Der Mann steht. Der r. Arm am Körper herabhängend, die 1. Faust
liegt unterhalb der r. Brust am Körper an. L. Fuß vorgesetzt, r. Bein Standbein.
Das Mädchen steht rechts neben ihm. Geradeausblickend. Der 1. Arm
umfaßt die r. Wade des Mannes von hinten. Hand an der Innenseite sichtbar.
Der r. Arm hängt am Körper herab. Die Hand geöffnet. Füße nebeneinander.
Viel kleinerer Maßstab als der des Mannes. — Breiter Rückenpfeiler bis zu den
Schulterblättern des Mannes. Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Der Mann: Kurzer, bis zu den Knien reichender
Schurz mit gefälteltem Uberschlag, dessen Zipfel durch den
Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten. Die Fältchen
des Überschlags sind chevroniert (s. Skizze hierneben).
Das Mädchen: Fanges, enganliegendes Frauengewand
und anscheinend eigenes, kurzes Haar.
FARBEN. Nur Spuren der rotbraunen Hautfarbe beim Manne.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett in vertieften, gut gezeichneten
Hieroglyphen:
Vor dem Mädchen: »—>- "9 l i n k s neben dem 1. Fuß des Mannes:
R. neben dem 1. Fuß des Mannes: m—>-

TECHNIK. Glatte Bearbeitung der Flächen. Arme und Beine nicht frei.
Zehen gelöst. Nägel ohne Nagelhaut. Hohlräume der Fäuste halbkugelig
gefüllt. Brustwarzen in Relief. Der Kopf des Mannes scheint
angesetzt gewesen zu sein (s. Skizze hierneben).
176
') I I I WOhl fÜr AAAAftA .

2
) W e g e n h a r t e r Kristalle frei gelassene Stelle.
16*
124 CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE.

KUNSTWERT. Gute Arbeit, bis auf einige Ungeschicklichkeiten, z. B. die Kanten am


1. Arm.
ERHALTUNG. Kopf des Mannes fehlt ganz, der des Mädchens fast ganz. R. Arm
des Mädchens beschädigt.
VERZ. U. VERÖFP.: Kat. 1 8 9 2 [GREBAÜT] Nr. 6 4 8 7 S. 5 9 .

177. Bruchstück der Statue eines Mannes, sitzend. — Rotbunter Granit. —


H ö h e : 0,24 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. R. Faust liegt auf dem r. Oberschenkel, 1. Handfläche auf dem 1. Die
Unterschenkel berühren sich. — Sitz würfelförmig, nach hinten zu wenig höher.
TRACHT. Glatter, kurzer Schurz ohne jedes Detail.
FARBEN. Keine Spuren.

INSCHRIFTEN. Fehlen.

TECHNIK. Wenig glatte Oberfläche. Arme und Beine nicht frei. Finger sehr wenig-
gelöst. Nägel nicht angegeben. Hohlraum der Hand wie bei Nr. 164.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.

ERHALTUNG. Oberkörper vom Gürtel aufwärts und Fußbrett mit den Füßen fehlt.

178. Bruchstück der Statue des ^ ^ ^ ^ ^ i Sitzend. — Dunkelgrauer Granit.


— H ö h e : 0,36 m. — Saqqara. Nach MAR,., Mast. S. 307ff.: Mastaba
1
D47 ). Dyn. 5.
HALTUNG. R. Faust liegt auf dem r. Oberschenkel, 1. Handfläche auf dem 1. Die
Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig, Fußbrett war rechteckig.
TRACHT. W i e bei vor. Nr.
FARBEN. Spuren einer heute gelblichen Hautfarbe.
2
INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Fußbretts in vertieften Hiero- p p p — )
glyphen: m-> ^^^^3^
TECHNIK. Oberfläche nur zum Teil glatt bearbeitet. Arme und Beine nicht frei.
Zehen und Finger fast gar nicht gelöst. Nägel nicht angedeutet. Hohlraum
der Faust glatt.
KUNSTWERT. Ungeschickte Arbeit.
ERHALTUNG. Oberkörper von den Ellenbogen aufwärts, Stück des r. Knies und
1. Seite des Fußbretts nebst 1. Fuß fehlen.

179. Bruchstück der Statue eines Mannes, am Boden sitzend. — Rotbunter


Granit. — H ö h e : 0,26 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Die r. Faust auf dem r. Oberschenkel, die 1. Handfläche liegt auf dem
1. Die Beine untergeschlagen. Der 1. Unterschenkel vor dem r. — Fußbrett
schließt sich der Körperform an.

') Die Statuen sind dort nicht aufgeführt. Statuen desselben Nr. 3 0 , 3 1 , 6 9 , 9 4 , 1 0 3 , 1 7 0 , 1 7 4 ,
263/65, 2 6 6 , 2 8 4 , 3 2 1 , 3 2 2 , 3 2 3 . Scheintür desselben Nr. 1 4 8 4 . Reliefs desselben Nr. 1 5 3 3 , 1 5 5 8 .
2
) Rest von
STATUEN UND STATUETTEN. 125

TRACHT. Kurzer Schurz ohne sichtbare Details. Vielleicht kurze Lockenperücke.


FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Oberfläche wenig geglättet. Arme nicht frei. Zehen gar nicht gelöst.
KUNSTWERT. Äußerst rohe Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf und r. Schulter fehlen. Hände stark beschädigt. L. Knie und
1. Seite des Fußbretts desgleichen.

180. Statue eines Mannes, sitzend. — Graues, hartes Gestein. — H ö h e : 0,45m.


Abb. _ Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust liegt auf dem r. Oberschenkel, die
1. Handfläche auf dem 1. Die Unterschenkel berühren sich mit den Waden. —
Sitz würfelförmig, Fußbrett rechteckig, an den Seiten bearbeitet, als ob es in
ein anderes größeres Fußbrett eingelassen gewesen wäre (s. Nr. 162).
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, die Ohren halb verdeckende,
gescheitelte Strähnenperücke. Kurzer Schurz mit gefälteltem Überschlag, dessen
Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Flächen. Arme und Beine nicht frei. Zehen wenig gelöst, Nägel
ohne Nagelhaut. Hohlraum der Faust einfach glatt. Brustwarzen in Relief.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. L. Vorder- und Hinterecke des Fußbreits abgestoßen.

1
181. Statue des U ^ J ^ * sitzend ). — W e i ß e r Kalkstein. — Höhe: 0,66 m.
— Saqqara (s. Nr. 61). Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei Nr. 61.
TRACHT. Wie bei Nr. 61. Jedoch ohne Spuren des Halskragens und ohne Angabe
des Gürtels.
FARBEN. Nur Spuren rotbrauner Hautfarbe.
INSCHRIFTEN. In einer Einfassung wie bei Nr. 65
u. 66 an den Seiten des Sitzes in vertieften
Hieroglyphen:
rechts: »-> links:

1
) Statuen desselben N r . 6 1 , 6 5 , 66, 377.
126 CATALOGUE DU MUSEE DU CAIRE.

Auf dem Fußbrett, r. und 1. von den Füßen, nach innen seilend:
TECHNIK. Wie bei Nr. 6 1 .

KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.


ERHALTUNG. Kopf fehlt. Oberfläche mit starken Salzausschwitzungen.
R. Faust bestoßen.

1
182. Statue des „ , sitzend ). — Rotbunter Granit. — Höhe: 0,55 m.
— Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 157: Mastaba C 2 4 . Dezember 1861.
Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. R. Faust liegt auf dem r. Oberschenkel, 1. Hand­
fläche auf dem 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig. Fußbrett
rechteckig mit abgerundeten Ecken.
TRACHT. Große, die Ohren halb deckende, bis auf die Schultern reichende, ge­
scheitelte Strälmenperücke. Kurzer Schurz mit Gürtel ohne weitere Detaillierung.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. An der r. Vorderseite des Sitzes in vertieften Hieroglyphen: m—>
TECHNIK. Wenig gut bearbeitete Oberfläche. Arme und Beine nicht frei.
Zehen wenig gelöst. Nägel nur angedeutet. Hohlraum der Faust < ,
halbkugelig gefüllt, weit vorgezogen (s. Skizze hierneben). (Q
142
KUNSTWERT. Rohe Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf war mit den Schultern abgebrochen. Nase, r. Faust
und 1. Knie bestoßen.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal N r . 1 7 4 4 1 : Kat. MAR. eine d e r N r n . 5 9 0 — 5 9 4 o d e r 7 7 3 — 7 7 6 .

1
183. Bemalte Statue des !!, Sitzend ). — Grünlicher Granit. — Höhe:
DQ U
0,50 m. — Saqqara (s. vor. Nr.). Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei vor. Nr.
TRACHT. Große, die Ohren ganz deckende, bis auf die Schultern rei­
chende, gescheitelte Strähnenperücke. Gemalter, breiter Halskragen:
Kurzer, glatter Schurz ohne Angabe des Überschlages; der durch
den Gurt hinaufgezogene Zipfel ist aber angegeben: ff
w
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, freie Räume, igj
Fußbrett schwarz. Weißes im Auge, Schurz weiß. Augenwinkel rötlich.
INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Fußbretts in vertieften Hieroglyphen:
TECHNIK. Wie bei vor. Nr.
KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. N a s e n s p i t z e , r. F a u s t u n d r . V o r d e r e c k e d e s F u ß b r e t t s bestoßen.

VERZ. U. VERÖFF.: Journal N r . 1 7 4 4 2 ; Kat.MAR. wie vor. Nr.

') Statuen desselben N r . 1 2 7 , 1 3 0 , 1 6 3 . 1 7 2 , 1 8 2 . 1 8 3 , 1 8 4 , 1 8 5 , 1 8 7 , 1 8 8 , 1 9 2 , 1 9 4 , 2 0 5 , 3 0 3 ( ? ) ,


107/312.
2
) Sicher zu ergänzen g.
STATUEN UND STATUETTEN. 127

184. Bemalte Statue des < = >


' =
~ 1 , sitzend'). — Wenig rötlich bunter Granit.
— H ö h e : 0,39 m. — Saqqara (s. Nr. 182). Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei Nr. 182. — Fußbreit jedoch rechteckig mit scharfen Ecken.
TRACHT. Wie bei vor. Nr., aber Spuren des Halskragens, grün und
weiß. Schurz glatt mit oberem saumartigen Umschlag oder Gürtel.
Der hinaufgezogene bzw. eingestopfte Zipfel ist nicht angegeben.
FARBEN. Ilaare und freie Räume schwarz.
INSCHRIFTEN. Auf der 1. Seite des Sitzes in vertieften Hieroglyphen:
Die Linien aa sind mit schwarzer Farbe angedeutet.
TECHNIK. Wie bei Nr. 182.

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Gut bis auf die Farben.

VERZ. U. VERÖFF. : Journal N r . 1 7 4 3 3 ; Kat. MAR. wie N r . 1 8 2 .

< = > c = 1
185. Bemalte Statue des ^, am Boden sitzend ). — Rotbunter Granit.
ü
Abb " °
— Höhe: 0,54 m. — Saqqara (s. Nr. 182). Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust liegt auf dem r. Oberschenkel, die
1. Hand greift um das untere Ende des Schurzes am 1. Knie mit den oberen
Fingergliedern herum. Beine untergeschlagen. L. Unterschenkel vor dem r.
Die Zehen berühren den Boden mit den Oberseiten. — Fußbrett schließt sich
der Form des Sitzenden an.
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, die Ohren halb deckende, ge­
scheitelte Strähnenperücke. Spuren eines gemalten Halskragens:
Kurzer Schurz mit zurückgeschlagenem Ende, dessen Zipfel vorn
in den saumartig umgelegten oberen Rand eingestopft ist. Die
untere Linie dieses Saumes (a) liegt hier schon in der horizontalen
Fläche des Schurzes (s. nebenstehende Skizze).
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, freie Räume schwarz.
Schurz weiß, Augen und Hohlraum der Faust desgleichen.
INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Fußbretts in
vertieften Hieroglyphen: m— >
TECHNIK. Ziemlich glatte Oberfläche. Arme nicht frei. Zehen wenig gelöst.
Nägel angegeben. Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Rohe Arbeit.
ERHALTUNG. Bis auf die Farben gut.

VERZ. u. VERÖFF. : Journal N r . 1 7 4 3 8 ; Kat. MAR. w i e N r . 1 8 2 ; Kat. MASP. Zettel 4 4 0 ; Kat.


1 8 9 2 [GREBAUT] S . 5 6 .

') Statuen desselben N r . 1 2 7 , 1 3 0 , 1 6 3 , 1 7 2 , 1 8 2 . 1 8 3 , 1 8 4 , 1 8 5 , 1 8 7 , 1 8 8 , 1 9 2 , 1 9 4 , 2 0 5 , 3 0 3 ( ? ) ,


107/312.
128 CATALOGUE DU M U S E E DU САIRЕ.

186. Bemalt gewesene Statue des ° | j $ P P » am Boden sitzend. — Rotbunter


A b b
' Hornblendegranit. —- Höhe: 0 , 4 7 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast.
1
S. 2 6 3 vielleicht: Mastaba D 3 4 ) . Dyn. 5 .
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust liegt auf dem r. Oberschenkel, die
1. Handfläche auf dem 1. Die Beine untergeschlagen. R. Unterschenkel vor dem 1.
Die Zehen beriüiren den Boden mit den Oberseiten. — Fußbrett schließt sich
der Körperform an.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Glatter Schurz ohne Details.
FARBEN. Nur Spuren von schwarz im Haar und am Fußbrett.
INSCHRIFTEN. Auf dem Schurz in vertieften Hieroglyphen: m—»- ^ £|j a
TECHNIK. Glatte Oberfläche. Arme nicht frei. Zehen und Finger °
wenig gelöst. Nägel nicht angegeben. Hohlraum der Faust jj y
halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit, Kopf zu klein.
ERHALTUNG. Vollständig.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MASP. N r . 9 4 1 .

2
187. Bemalte Statue des sitzend ). — Bunter Granit. — Höhe:
ABB
- 0 , 4 5 m. — S a q q a r a ( s . N r . 182). Dyn. 5 .
HALTUNG. Geradeausblickend. Ii. Faust liegt auf dem r. Oberschenkel, die 1. Hand-
fläche auf dem 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig. Fußbrett
rechteckig.
TRACHT. Große, die Ohren ganz deckende, bis auf die Schultern reichende, ge-
scheitelte Strähnenperücke. Grünliche Spuren eines gemalten Halsbandes. Kurzer
glatter Schurz ohne Details. Die Faust hält einen kurzen zylindrischen , i
Gegenstand (s. nebenstehende Skizze). ( p
187
FARBEN. Schwarze Spuren an Haar, Brauen und Wimpern. Augen zeigen
rosa Spuren.
INSCHRIFTEN. An beiden Seiten des Sitzes in ver- rechts: m—>- links:
tieften Hieroglyphen:
TECHNIK. Wenig geglättete Oberfläche. Arme und
Beine nicht frei. Zehen und Finger kaum ge-
löst. Nägel nicht angedeutet.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. W a r in Gürtelhöhe durchgebrochen. Stück des 1. Unterarmes fehlt.
L. vordere Ecke des Fußbretts angesetzt.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal N r . 1 7 4 4 4 ; Kat. MAR. wie N r . 1 8 2 ; Kat. 1892 [GREBAUT] S. 5 6 ;
Auf dem r. O b e r a r m in r ö t e r F a r b e : 4 0 .

J
) D e r Titel ist S. 2 6 3 nicht genannt, w o h l aber eine Granitstatue eines Mannes dieses N a m e n s .

Die a n d e r e n ^ j [ j p | P P führen auch nicht d e n Titel, den die Statue zeigt.


s
) Statuen desselben N r . 127, 130, 163, 172, 182, 183, 184, 185, 188, 192, 194, 2 0 5 , 3 0 3 (?),
107/312.
STATUEN UND S T A T U E T T E N . 129

< = > c 1
188. Bemalte Statue des ^ , Sitzend ). — Rotbunter Granit. — Höhe:
0,455 m. — Saqqara (s. Nr. 182). Dyn. 5.

HALTUNG. Wie bei лог. Nr.

TRACHT. Desgleichen. Halskragen: ^ ^ l y l • Gürtel Spuren roter Kontirren.


188
FARBEN. Haar, Brauen, freie Räume, Fußbrett schwarz. Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Sitzes 1. von den Unterschenkeln in
vertieften Hieroglyphen:
TECHNIK. Wie bei vor. Nr.: Nägel wenig angedeutet.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Vorderer Teil des Fußbretts mit den Fußspitzen war abge­
brochen. L. hintere Ecke des Fußbretts fehlt.

VERZ. D. VERÖFF.: Journal Nr. 1 7 4 4 7 ; Kat. MAR. wie N r . 182; Kat. MASP. Zettel 9 3 8 ;
Kat. 1892 [GREBAUT] S. 56.

189. Bemalt gewesene Statue eines Mannes, am Boden sitzend, lesend. — Rot-
A b b
- bunter Granit. — Höhe: 0 , 4 6 m. — Sammlung HUBER oder Saqqara,
November 1859. Dyn. 5 .
HALTUNG. Geradeausblickend. Die mit den Oberseiten auf den Oberschenkeln
liegenden Hände halten eine Papyrushandschrift. Die zusammengerollten Enden
derselben liegen zwischen den vier Fingern und dem Daumen. Beine unter­
geschlagen, r. Unterschenkel vor dem 1. Die Zehen berühren den Boden mit
2
den Oberseiten — Fußbrett der Körperform angepaßt ).
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Spuren eines gemalt ge­
wesenen Halskragens. Kurzer Schurz mit zurückgeschlagenem Ende, dessen
Zipfel vorn in den saumartig umgeschlagenen, oberen Band gestopft
ist. Der hintere untere Rand des Schurzes ist zwischen den Knien
angegeben (s. Skizze liierneben).
FARBEN. Spuren von weißer Farbe am Schurz.
INSCHRIFTEN. Felden.

TECHNIK. Glatte Flächen. Arme nicht frei. Zehen gelöst. Nägel angedeutet.
Brauen in Relief.
KUNSTWERT. Gute Arbeit.
ERHALTUNG. Vordere Unterkante des Schmzes angestoßen.

VERZ. u. VERÖFF.: Vielleicht Journal N r . 5376 oder 5 7 3 9 — 5 7 4 0 ; Kat. MASP. Zettel 4 4 1 ; Kat.
1892 [GREBAUT] S. 56.

l
) Statuen desselben N r . 127, 130, 1 6 3 , 172, 182, 183. 184, 185, 187, 192, 194, 2 0 5 , 303(1').
107/312.
s
) Es saß vielleicht in einem F u ß b r e t t aus anderem Gestein [vgl. Nr. 162].
17
130 C A T A L O G U E D U M U S E E DU C A I R E .

190. Bemalt gewesene Gruppe des und seiner Frau. — Gelber


1
Kalkstein. — H ö h e : 0,56 m. — Vielleicht Saqqara, Mastaba B 6 ) .
Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann sitzt geradeausblickend, die r. Faust steht auf dem r. Ober­
schenkel, die 1. Handfläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel parallel.
Die Frau hockt geradeausblickend r. neben den Unterschenkeln des
Mannes vorn am Sitz desselben. Die Hände liegen auf den Knien. Füße nicht
angegeben. Kleinerer Maßstab als der des Mannes. — Sitz würfelförmig. Fuß­
brett an den Ecken abgerundet.
TRACHT. Der Mann: Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke ohne vertikale
Teilung der Locken. Kurzer Schurz mit zurückgeschlagenem Ende,
s
dessen Zipfel vorn in den saumartig umgeschlagenen, oberen Rand ~—j-f ) ^
eingestopft ist (s. Skizze hierneben). "o
Die Frau: Wahrscheinlich enges, langes Frauengewand und kurzes
eignes Haar.
FARBEN. Nur Spuren. Freie Räume schwarz, Hautfarbe rotbraun.
INSCHRIFTEN. In sehr undeutlichen vertieften Hieroglyphen:
Auf dem Sitz r. neben dem Manne: »—> ^sjs=f Auf dem Fußbrett 1. neben
Vorn am Sitz 1. neben den Unter- ß $ den Füßen des Mannes: »—v
2
schenkein des Mannes: »—v ö LJ. /] <=> )
Auf dem Fußbrett r. vor der
Frau:

TECHNIK. Oberfläche zum Teil noch rauh. W a r anscheinend vor der völligen
Fertigstellung bemalt worden. Arme nicht frei. Zehen kaum gelöst. Nägel
nicht angegeben. Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Unfertige Arbeit von leidlichen Proportionen.
ERHALTUNG. Bis auf die Farben vollständig.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MASP. Zettel 9 6 9 .

D
191. Bemalte Statue des |-—J^ffl^* sitzend. — Weißer Kalkstein. —
Abb.
Höhe: 0,57 m. —^Saqqara. Oktober 1873. Dyn. 6.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die 1.
Handfläche hegt auf dem 1., die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig.
Fußbrett rechteckig.

') Vgl. MAR. Mast. S . 9 7 . Mastaba ß 7 und D 4 6 passen nicht, da dort die Titel nicht stimmen.
Der Opferständer N r . 1300 zeigt dieselben N a m e n und Titel wie die S t a t u e .
*) Beispiel einer W i d m u n g , vgl. N r . 67.
STATUEN UND STATUETTEN. 131

TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Spuren eines gemalt


gewesenen Halskragens: Ъи^щ. Kurzer Schurz ohne weitere Details.
191
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, freie Räume schwarz.
Weißes im Auge, Schurz, Hohlraum der Faust weiß. Hautfarbe rotbraun. Sitz
und Fußbrett rot mit schwarzen Tupfen (Granit). Auf der Mitte der Rückseite
des Sitzes ein vertikaler schwarzer Strich.
INSCHRIFTEN. In vertieften, grün ausgemalten Hieroglyphen, an der Vorderseite des
4
Sitzes zu beiden Seiten der Beine: rechts: »—> — ' links:
Auf dem Fußbrett vor den Füßen: m— >

TECHNIK. Flächen leidlich glatt. Arme und Beine nicht


frei. Zehen wenig gelöst. Nägel ohne Nagelhaut. Hohl­
raum der Faust halbkugelig gefüllt. Brauen in Relief.
KUNSTWERT. Plumpe Arbeit. Beine besonders roh.
ERHALTUNG. Nase abgeschlagen.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal N r . 2 2 1 0 7 ; Kat. MASP. Zettel 9 9 7 .

1
192. Bemalte Statue des Sitzend ). — Rotbunter Granit. — Höhe:
a o LI
0,58 m. — Saqqara (s. Nr. 1 8 2 ) . Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei Nr. 187.
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, die Ohren fast ganz
verdeckende, gescheitelte Strähnenperücke. Spuren eines gemalten
Halskragens (s. Skizze hierneben). Ganz dünner Schnurrbart.
Kurzer, glatter Schurz mit zurückgeschlagenem Ende, dessen Zipfel
vorn in den saumartig umgeschlagenen oberen Rand eingestopft ist.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Schnurrbart, freie Räume schwarz. Weißes
der Augen, Schurz, Hohlraum der Faust weiß. Nägel rötlich (Flenna).
INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Sitzes 1. neben den Unterschenkeln
in vertieften Hieroglyphen:
TECHNIK. Wie bei Nr. 1 8 7 . Nur die Nägel angedeutet und Hohlraum
der Faust glatt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Linke hintere Ecke des Fußbretts abgestoßen.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal N r . 1 7 4 4 3 ; Kat. MAR. wie N r . 1 8 2 ; Kat. MASP. Zettel
9 1 6 ; Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT] S . 5 6 .

193. Bemalte Statue eines Mannes, stehend. — Grauer Sandstein. — H ö h e :


A b b
- 0,87 m. — Gau. Gekauft im Frühjahr 1896. Dyn. 18, erste Hälfte.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend. Hände geballt.
L. Fuß vorgesetzt. R. Bein Standbein. — Breiter, oben abgerundeter Rücken­
pfeiler bis zur Schulterhöhe. Vorn abgerundetes, sehr dickes Fußbrett.

') Statuen desselben Nr. 1 2 7 , 1 3 0 , 1 6 3 , 1 7 2 , 1 8 2 , 1 8 3 , 1 8 4 , 1 8 5 , 1 8 7 , 1 8 8 , 1 9 4 , 2 0 5 , 3 0 3 (?),


107/312.

17*
132 CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE.

TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, die Ohren frei lassende, geschei­
telte Strähnenperücke. Der Scheitel ist jedoch an der Stirn und auf dem vorderen
Teile des Kopfes noch nicht sichtbar, vielmehr gehen hier die Strähnen
horizontal von der einen Seite zur andern hinüber. Augen mit Schmink­
streifen. Doppelte enge Kette ') um den Hals (s. Skizze hierneben). Um die
Oberarme dicke, reliefierte doppelte f \ Armbänder:
Um das r. Handgelenk gleichfalls: \ ,j\ In der r. Faust
ein bandartig zusammengelegtes Tuch (s. Skizze hier­
neben). Langer, bis auf die Waden reichender Schurz mit trapez­
förmigem Vorderblatt und vorn in den saumartig umgelegten oberen
Band eingestopftem Zipfel (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern schwarz. Hautfarbe rotbraun. Schurz.
Weißes der Augen, freie Räume. Rückenpfeiler weiß. Schmuck­
sachen gelb.
INSCHRIFTEN» Fehlen.

TECHNIK. Flächen glatt. Arme und Beine nicht frei. Zehen und Finger gelöst.
Nägel ohne Nagelhaut. Ohrmuscheln detailliert. Brauen in Relief.
KUNSTWERT. Gute Arbeit.

ERHAI/TUNC. Nase abgeschlagen.

VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 31371; Kat. 1895 Nr. 1369 [Suppl. 4 von 1896].

2
194. Bemalte Statue des Sitzend ). — Rotbunter Granit. — Höhe:
0,56 m. — Saqqara (s. Nr. 182). Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei Nr. 1 8 7 . — Rückenpfeiler schmal und bis zur Höhe der Schultern.
Fußbrett vorn abgerundet.
TRACHT. Große, die Ohren halb deckende, bis auf die Schultern
reichende, gescheitelte Strähnenperücke. Gemalter Halskragen.
Kurzer Schurz mit ^ zurückgeschlagenem Ende und vorn
eingestopftem Zipfel: Spuren weiß gemalter Armbänder an
den Handgelenken. - 191
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, freie Bäume schwarz. Schurz weiß. Weißes
der Augen jetzt rötlich.
INSCHRIFTEN. Auf der I. Seite des Sitzes in vertieften Hieroglyphen:
TECHNIK. W i e bei Nr. 1 8 7 .

KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.

ERHALTUNG. Bis auf die Farben vollständig.

VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 17445; Kat. MAR. wie Nr. 182; Kat. MASP.
Zettel 940; Kat. 1892 [GREBAUT] Nr. 940 S. 56.

') Vom Könige verliehene Auszeichnung.


2
) Statuen desselben Nr. 127, 130, 163, 172, 182, 183, 184, 185, 187, 188, 192, 205, 303 (P),
107/312.
STATUEN UNI) STATUETTEN. 133

195. Bemalt gewesene Statue eines Mannes, sitzend. — Gelber Kalkstein.


Abb. _ Höhe: 0,50 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. R. Faust steht auf dem r. Oberschenkel. 1. Hand­
fläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig. Fuß­
brett rechteckig und weit vorgezogen.
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, die Ohren halb deckende, ge­
scheitelte Strähnenperücke. Kurzer Schurz mit gefälteltem Überschlag, dessen
Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten.
FARBEN. Nur schwarze Spuren zwischen den Unterschenkeln und am Fußbrett.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Flächen. Arme nicht frei. Zwischenraum zwischen den Unter­
schenkeln ziemlich tief ausgearbeitet. Zehen gelöst. Nägel ohne Nagelhaut.
Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Vielfach zerschlagen und wieder geleimt. Stücke aus der r. Wange
und dem 1. Unterschenkel fehlen.
l
VERZ. U. VERÖFF.: Vermutlich Kat. MASP. Zettel 9 9 5 ) ; am Sockel in Blei: 995.

196. Bemalt gewesene Gruppe des ° | P f " ^ ) und seiner Frau. — Weißer
2

Kalkstein. — Höhe: 1,05 m. — Saqqara, Dyn. 4 oder 5.


HALTUNG. Der Mann sitzt, die 1. Handfläche liegt auf dem 1. Obersehenkel. Die
Unterschenkel konvergieren etwas nach unten.
Die Frau kauert geradeausblickend r. neben dem 1. Unterschenkel des
Mannes vor dem Sitz. Der 1. Arm umfaßt die r. Wade des Mannes von hinten.
Die Hand ist an der Innenseite sichtbar. Die r. Hand berührt die r. Wade des
Mannes von außen. Die Beine sind untergeschlagen. Der r. Fuß, etwas neben
dem r. Oberschenkel sichtbar, berührt den Boden mit der Oberseite. Die Frau
in viel kleinerem Maßstabe als der Mann. — Sitz würfelförmig. Fußbrett
rechteckig.
TRACHT. Der Mann: Spur eines gemalt gewesenen Halsbandes und Amuletts auf
der Brust. Schurz genau wie bei Nr. 157.
Die Frau: Große, bis auf die Schultern fallende, die Ohren ganz ver­
deckende, gescheitelte Strähnenperücke. Eigenes Haar darunter an
der Stirn sichtbar (s. Skizze hierneben). Eng anliegendes Halsband (?),
Armband am r. Handgelenk. Enges Frauengewand mit Trag­
bändern.
FARBEN. Nur Spuren: Gürtel gelb. Hautfarbe des Mannes rotbraun.
INSCHRIFTEN. In gut geschnittenen, vertieften, kleinen Hieroglyphen:
Am Gürtel des Mannes r. vom Knoten: m—>• |1 ^ |1 ^
D
L. vom Knoten: J | p ^ ^

') Die dort zitierte N u m m e r »en crayon« 375 nicht gefunden. H ö h e .stimmt.
2
) Statuen desselben N r . 37 u. 2 0 1 .
134 CATALOGUE DU M U S E E DU САIRЕ.

An der Vorderseite des Sitzes und auf dem Fußbrett Kante

1. von den Unterschenkeln des Mannes:


Auf dem Fußbrett vor der Frau:

TECHNIK. Wie bei Nr. 37.

KUNSTWERT. Desgleichen.

ERHALTUNG. Kopf und r. Unterarm nebst Hand des Mannes fehlen.


Gesicht und r. Körperseite der Frau desgleichen. R. Sitzseite
stark zerstört. Auch sonst hat die Gruppe viel durch Salz-
ausschwitzungen gelitten. Kante

197. Bemalt gewesene Statue des sitzend'). — Weißer Kalkstein.


— H ö h e : 1 , 3 0 m. — Nach Angabe von Herrn BARSANTI noch aus
mariettescher Zeit. N a c h Kat. 1892 [GREBAUT] Nr. 6229ff'. S. 58, aber
2
erst Ende 1886 in Gise gefunden ). Dyn. 5.
HALTUNG. Die r. Faust liegt auf dem r. Oberschenkel, die 1. Handfläche liegt auf
dem 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig. Fuß­
brett rechteckig.
TRACHT. Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mit gefälteltem
Uberschlag, dessen Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel
und Knoten. Die Falten detailliert. Spur der roten Aufzeichnung
des Halsbandes.
FARBEN. Nur Spuren rotbrauner Hautfarbe und schwarz am Sitz.
INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen auf der Oberseite des Fußbretts, neben
< >
den Füßen: rechts: s— > ~^ links:
TECHNIK. Gut bearbeitete Oberfläche. Arme nicht frei.
Zwischenraum zwischen den Unterschenkeln bis an den
Sitz ausgearbeitet. Zehen gelöst. Nägel mit Nagelhaut.
Brustwarzen in Relief. Hohlraum der Faust halbkugelig'
gefüllt.
KUNSTWERT. Leidliche Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf und r. Unterarm fehlen. Oberkörper war in Gürtelhöhe abge­
brochen. Mehrfache Salzausschwitzungen.

VERZ. U. VERÖFF.: Kat. 1892 [GREBAUT] N r . 6229ff. S. 5 8 .

') Vielleicht dieselbe P e r s o n w i e die folgende N u m m e r . Derselbe N a m e u n d Titel in Inschrift


N r . 1675.
2
) Gemeint ist hiermit wohl nicht das Datum d e s ersten F u n d e s , sondern n u r das des T r a n s ­
p o r t e s in d a s M u s e u m (vgl. N r . 199 am S c h l u ß ) .
STATUEN UND STATUETTEN. 135

1
198. Bemalte Statue des ^ ^ ^ J Sitzend ). — W e i ß e r Kalkstein. — H ö h e :
0,98 m. — Herkunft wie bei vor. Nr. N a c h Kat. 1892 [GRÉBAUT]
2
Zettel 6230: »à la fin de 1886 )«, »au sud-ouest du Sphinx à Gizeh«,
»V M E
Dyn., d'après les restes d'inscriptions lus sur les murailles du
n
tombeau«. D y - 5.
HALTUNG. Die r. Faust steht auf dein r. Oberschenkel, die 1. Handfläche liegt auf
dein 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig, Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Spur eines gemalten Halsbandes: Glatter.
kurzer Schurz ohne Angabe des Überschlags, dessen
durch den Gurt hinaufgezogener Zipfel aber ange-
geben ist, mit Gürtel und Knoten.
FARBEN. Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß. links:
INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Sitzes zu beiden Seiten dasselbe
der Unterschenkel in vertieften, blau ausgemalten Hiero- in um-
glyphen : rechts : »—• gekehrter
Richtung.
TECHNIK. Glatte Oberfläche. Arme nicht frei. Zwischen-
raum zwischen den Unterschenkeln nicht sehr vertieft.
Zehen gelöst. Nägel mit Nagelhaut. Hohlraum der Faust
halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Leidliche Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf fehlt. Die Farben haben gelitten.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT] N r . 6 2 3 0 S . 5 8 .

3
199. Bemalte Statue des Sitzend ). — W e i ß e r Kalkstein. — H ö h e :
0,99 m. — Herkunft wie bei vor. Nr. Dyn. 5.
HALTUNG. W i e bei vor. Nr. links :
dasselbe
TRACHT. Desgleichen.
in um-
FARBEN. Desgleichen. gekehrter
INSCHRIFTEN. An denselben Stellen und in derselben Aus- Richtung.
führung wie in vor. Nr.: rechts: m—>•
TECHNIK. W i e bei vor. Nr.

KUNSTWERT. Desgleichen.

ERHALTUNG. Kopf und r. Unterarm nebst Hand fehlen. Farbe


nur am Oberkörper von der Brust an noch gut erhalten.
V e r z . u. V e r ö f f . : de Rouge, Inscr. hUr. Taf. 6 5 . (1876!)

') S t a t u e n desselben N r . 1 9 9 , 2 0 0 , 2 1 6 , 2 1 7 , 2 8 0 ( ? ) , 2 8 5 ( ? ) , 2 8 7 , 3 1 8 ( ? ) , 3 5 0 ( ? ) , 3 6 5 , 3 6 6 , 3 6 7 ,
s. auch vorige N u m m e r ; ferner d i e Elfenbeinstatue N r . 8 1 5 .
2
) Siehe A n m . 2 auf vor. Seite.
3
) S t a t u e n desselben N r . 1 9 8 , 2 0 0 , 2 1 6 , 2 1 7 , 2 8 0 ( ? ) , 2 8 5 ( ? ) , 2 8 7 , 3 1 8 ( ? ) , 350(i*), 3 6 5 , 3 6 6 , 3 6 7 , 8 1 5 .
136 CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE.

1
200. Kopflose Statue des Sitzend ). — Weißer Kalkstein. — Höhe:
A b b
' 1,20 m. — Herkunft wie bei vor. Nr. Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei Nr. 198. links:
TRACHT. Kurzer, bis zu den Knien reichender Schurz mir ebenso,
gefälteltem Überschlag, dessen Zipfel durch den Gurt nur in
hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten. umge­
kehrter
FARBEN. Keine Spuren. Richtung.
INSCHRIFTEN. An denselben Stellen und in derselben Aus­
führung wie bei Nr. 198, aber ohne Ausmalung: rechts: a>—>-
TECHNIK. Wie bei Nr. 198.

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Kopf und r. Unterarm nebst Hand fehlen. Starke
Salzausschwitzungen an vielen Teilen der Statue.
VERZ. Ü. VERÖFF.: Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT] Nr. 6 2 3 1 S. 5 8 .

2 u n
201. Bemalte Gruppe des ° f f ^ ^ ) d seiner Söhne. — Weißer Kalkstein.
A b b
- _ Höhe: 0,96 m. — Herkunft? Dyn. 4 oder 5.
HALTUNG. Der Mann sitzt, 1. Handfläche auf dem 1. Oberschenkel. Die Unter­
schenkel parallel.
Die Knaben stehen mit geschlossenen Füßen r. und 1. neben den Unter­
schenkeln des Mannes vor dem Sitz. Der r. umfaßt mit dem 1. Arm die r. Wade
des Mannes von hinten. Hand an deren Innenseite sichtbar. Der I. führt die
r. Hand zum Munde, die 1. hängt am Körper herab. — Sitz würfelförmig. Fuß­
brett war rechteckig. Der 1. Knabe hatte einen schmalen, bis zur Höhe des
Hinterkopfs reichenden Rückenpfeiler, der etwas am Sitz vorstellt.
TRACHT. Der Mann: wie bei Nr. 37.
Die Knaben: Kinderlocken auf den r. Seiten (s. Skizze hierneben).
201
FARBEN. Nur Spuren. Hautfarbe rotbraun. Gürtel gelb. Hieroglyphen am
Gürtel blau.
INSCHRIFTEN. In kleinen vertieften Hieroglyphen vorn am Gürtel:
recl vor dein
r. Knaben:
Auf dem Fußbrett: zwischen den Füßen des Mannes:
TECHNIK. Wie bei Nr. 37.

KUNST WERT. Desgleichen.

ERHALTUNG. Kopf, r. Unterarm mit Hand, 1. halber Ober­


arm, 1. ganzer Unterarm und halbe 1. Fland sowie 1. Fuß
des Mannes fehlen. Vom r. Knaben fehlt die ganze r.
Hälfte. Vom 1.: Kopf. Füße und fast die ganzen Arme.
Fußbrett r. vorn bestoßen, die 1. Hälfte fehlt ganz.

') Statuen desselben Nr 1 9 8 , 1 9 9 , 2 1 6 , 217, 280(?), 285(1»), 2 8 7 , 3 1 8 ( ? ) , 3 5 0 ( ? ) , 3 6 5 , 3 6 6 , 3 6 7 , 8 1 5 .


2
) Statuen desselben Nr. 3 7 u. 1 9 6 .
STATUEN UND STATUETTEN. 137

202. Bemalte Gruppe des 0 und seines Sohnes. — W e i ß e r Kalkstein. —


. . . I AAAAAA
Abb
- Höhe: 0,475 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann: Sitzt geradeausblickend. Die r. Faust steht auf dem r. Ober­
schenkel, die 1. Handfläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel parallel.
Der Knabe: Steht 1. neben den Unterschenkeln des Mannes vor dem
Sitz. R. Hand berührt mit dem Zeigefinger den Mund. Der 1. Arm hängt am
Körper herab. Füße geschlossen.
Der Sitz würfelformig. Fußbrett vorn abgerundet.
TRACHT. Der Mann: Kleine, die Ohren deckende Locken­
perücke. Spuren eines gemalten Halsbandes: "~ ^
Kurzer Schurz mit zurückgeschlagenem Ende, // \ \ ^ »
dessen Zipfel vorn hinter den saumartig um- "
gelegten oberen Rand hineingestopft ist') (s. Skizze hierneben).
Der Knabe: Kinderlocke an der r. Seite:
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, freie Räume, jj Fußbrett schwarz.
2 0 2
Hautfarbe des Mannes rotbraun, des Knaben gelb. Schurz und weißes
im Auge weiß.
INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen auf dem Fußbrett:
R. von den Füßen des Mannes: m—>• a Vor dem Knaben:

TECHNIK. Gut geglättete Oberfläche. Arme nicht frei. Zwischenraum zwischen


den Beinen tief ausgehöhlt. Zehen gelöst. Nägel ohne Nagelhaut. Brauen in
Relief. Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Bessere Arbeit.
ERHALTUNG. Die Farben haben gelitten. Der 1. Arm des Knaben und der r. Daumen
des Mannes beschädigt. Kopf des Mannes wieder angesetzt.
V e r z . u. V e r ö f f . : Kat. M a s p . Zettel 1 0 3 1 .

203. Bemalte Statue eines Mannes, sitzend. — Weißer Kalkstein. — H ö h e :


A b b
- 0,56 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Flaust steht auf dem r. Oberschenkel, die
1. Handfläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel parallel, berühren sich fast mit
den Waden. — Sitz würfelförmig, Fußbrett rechteckig. Schmaler Rückenpfeiler
bis zur Höhe des Hinterkopfes.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Locken­
perücke. Spuren eines gemalten Halskragens:
Kurzer Schurz mit gefälteltem Überschlag, dessen
Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel
und Knoten (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, freie Räume, Fuß­
brett schwarz. Weißes der Augen, Schurz weiß. Sitz rötlich.
Flautfarbe rotbraun.

') F ü r die Umlegung dieser Art Schurz besonders lehrreich.


18
138 CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE.

INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Flächen. Arme nicht frei. Zwischenraum zwischen den Unter­
schenkeln wenig vertieft. Zehen gelöst. Nägel mit Nagelhaut. Brauen in
Relief. Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. W a r in Gürtelhöhe gebrochen.

204. Bemalte Statue des _ s i , sitzend. — W e i ß e r Kalkstein. — Höhe:


A b b
' 0,50 m. — Saqqara, 30. Oktober 1873. Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei vor. Nr. Unterschenkel wenig voneinander entfernt. — Kein
Rückenpfeiler.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Spuren eines
gemalten Halskragens (s. Skizze hierneben). Kurzer, glatter Schurz
mit Gürtel ohne jede Detaillierung.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, freie Räume schwarz. Hautfarbe rot
braun. Schurz und Weißes der Augen weiß. Sitz und Fußbrett rötlich.
INSCHRIFTEN. In vertieften, grün ausgemalten Hieroglyphen
vorn auf dem Fußbrett: »—>-
TECHNIK. Wenig geglättete Flächen. Arme nicht frei. Zwischenraum zwischen
den Unterschenkeln gut vertieft. Nägel ohne Nagelhaut. Brauen in Relief.
Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Sehr plumpe Arbeit. Beine und Füße besonders ungeschickt.
ERHALTUNG. Bis auf die Farben, die etwas gelitten haben, gut.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal N r . 2 2 1 0 8 ; Kat. MASP. Zettel 9 1 8 .

<==>!=
205. Bemalte Statue des ^Z, Stehend. — W e i ß e r Kalkstein. — H ö h e :
Abb
0 , 8 1 m . — Saqqara, Dezember 1861. Mastaba D 35. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend. Hände geballt.
L. F u ß vorgesetzt. R. Bein Standbein. — Schmaler, bis zur Mitte der Schulter­
blätter reichender Rückenpfeiler. Rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Große, die Ohren halb verdeckende, bis auf die Schultern reichende, ge­
scheitelte Strähnenperücke. Weiter, bis zur Mitte der Kniescheibe reichender
Schurz mit trapezförmig fallendem Vorderblatt, vorn in den
saumartig umgeschlagenen oberen Rand eingestopftem Zipfel.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, Fußbrett schwarz.
Freie Räume und Rückenpfeiler blaugrau. Hautfarbe rotbraun.
Weißes im Auge, Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett r. neben dem vorgesetzten Fuß
in vertieften Hieroglyphen: »—y-
TECHNTK. Oberflächen gut bearbeitet. Arme und Beine nicht frei.
Zehen wenig gelöst. Nägel ohne Nagelhaut. Hohlraum der
Fäuste, halbkugelig geschlossen.
STATUEN UND STATUETTEN. 139

KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.


ERHALTUNG. W a r mehrmals gebrochen. R. Ecke der Perücke und r. obere Kante
des Fußbretts bestoßen.
V e r z . u. V e r ö f f . : Journal Nr. 1 7 4 5 1 ; Kat. M a r . 1 8 6 4 gr. Vest. N r . 1 3 ; Kat. M a r . N r . 2 8 ;
Kat. M a s p . Zettel 1 0 3 0 ; Kat. 1 8 9 2 [ G r e b a u t ] Nr. 1 0 3 0 S. 5 1 ; F u n d b e r i c h t und Inschrift:
MAR., Mast. S. 2 6 4 .

206. Bemalte Statue des I ^ , Sitzend. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


Q
Abb
0,50 m. — Auf der Unterseite: Saqqara, 26. Dezember 1877. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die 1.
Handfläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig,
sich nach oben wenig verjüngend. Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Spuren
eines gemalten Halskragens und Gegengewichts. Kurzer,
glatter Schurz mit Gürtel, ohne weitere Details. Kleiner
Schnurrbart.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, Schnurrbart, freie Räume schwarz.
Schurz und Weißes der Augen weiß. Hautfarbe rotbraun. Sitz oben rot. Fuß­
brett rot mit schwarzen Tupfen (Granit).
INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Sitzes zu beiden
Seiten der Unterschenkel in kleinen, wenig vertieften
Hieroglyphen: rechts:
TECHNIK. Glatte Oberfläche. Arme und Beine nicht
frei. Zehen wenig gelöst. Nägel ohne Nagelhaut.
KUNSTWERT. Ungeschickte Arbeit.
ERHALTUNG. L. Seite des Fußbretts fehlt. R. Seite
brüchig. Stück aus der r. Brust herausgeschlagen.
Viele übermalte Gipsergänzungen.

1
207. Bemalte Statue des ° j ( s i t z e n d ) . — W e i ß e r Kalkstein. - - Höhe:
Abl1
' 0,59 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 1 3 1 : Mastaba 0 10. Dyn.5.
HALTUNG. Geradeausblickend. R. Faust liegt auf dem r. Oberschenkel, ]. Hand­
fläche auf dem 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig. Fußbrett
rechteckig.
TRACHT. Lange, bis auf die Schultern reichende, die Ohren halb
verdeckende, gescheitelte Lockenperücke. Dünner Schnurr­
bart. Spuren eines gemalten Halsbandes (s. Skizze hierneben).
Kurzer, glatter Schurz ohne Angabe des
Überschlags, aber mit dem durch den
Gurt hinaufgezogenen Zipfel, mit Gürtel und Knoten.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, Nasenlöcher, Schnurr-
hart, Brustwarzen .*) , freie Bäume schwarz. Hautfarbe rotbraun. Schurz
2 0 7
weiß. Sitz und Fußbrett grau.

') Statuen desselben N r . 2 8 , 54, 77, 8 1 , 83 (?), 97, 164 (?), 214.
18*
140 CATALOGUE DU MUS EE DU САIRЕ.

INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett in vertieften Hieroglyphen r. und 1. von


den Füßen, zweimal: »—v
TECHNIK. Oberflächen glatt. Arme und Beine nicht frei. Zehen wenig ge­
löst. Nägel nur angedeutet. Hohlraum der Faust halbkugelig gefullt.
Brauen in Relief.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. R. Vorderecke des Fußbretts abgestoßen. Farben stellenweise
beschädigt.
VERZ. U. VERÖFF.: F u n d b e r i c h t : MAB., Mast. S . 131 ff.; Inschrift: ebenda S . 132 N r . 2.

L J 1
208. Bemalte Statue des p \ j n f j , Sitzend ). — Weißer Kalkstein. — Höhe:
0,47 m. — Unter dem Fußbrett: Saqqara, 26. Dezember 1877. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die 1.
Handfläche liegt auf dem 1.: die Unterschenkel berühren sich fast mit den
Waden. — Sitz würfelförmig. Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, die Ohren halb ver­
deckende, gescheitelte Strähnenperücke. Unter der
oberen Strähnenlage sieht eine zweite hervor. Ge­
maltes Halsband mit Gegengewicht (s. Skizzen hier­
neben). Kurzer Schurz mit gefälteltem Überschlag
(die Falten nur gemalt), dessen Zipfel durch den Gurt
hinaufgezogen ist, buntem Gürtel
und Knoten (s. Skizzen hierneben).
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern,
Brustwarzen, freie Räume, Fußbrett
schwarz. Hautfarbe rotbraun. Weißes
der Augen weiß. Sitz rötlich mit
schwarzen Tupfen (Granit). Vorderseite Hinterseite

INSCHRIFTEN. Vorn am Fußbrett in vertieften Hieroglyphen:


TECHNIK. Wie bei Nr. 101. Jedoch Hände und Füße viel­
leicht anders, nicht gut erhalten.
KUNSTWERT. Wie bei Nr. 101.

ERHALTUNG. Die Farben mit der oberen Schicht des Steins vielfach abgelöst. R.
Faust verstümmelt. Nase desgleichen. An vielen Stellen haftet noch Erde fest an.
VERZ. u. VERÖFF.: Kat. MASP. Zettel 4 7 2 6 . Darauf v e r m e r k t : »au crayon 368«.

209. Bemalte Statue eines Mannes, sitzend. — Feiner gelber Kalkstein. —


A b b
- H ö h e : 0,44 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei vor. Nr.

TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Kurzer, glatter Schurz mit
Gürtel.
l
) Statue desselben N r . 1 0 1 .
S T A T U E N UND S T A T U E T T E N . 141

FARBEN. Haare, freie Räume und Oberseite des Fußbretts schwarz.


INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Fein geglättete Oberfläche. Arme und Beine nicht frei. Zehen wenig
gelöst. Nägel angegeben. Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Unproportionierte Arbeit.
ERHALTUNG. Nase, r. Daumen und 1. Vorderecke des Fußbretts nebst Stück der
Fußspitze abgeschlagen. W a r in Gürtelhöhe zerbrochen.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MASP. N r . 9 2 3 .

210. Bemalte Statue des • ^ • | 0 ^ _ , sitzend. — W e i ß e r Kalkstein. — H ö h e :


< >

A b b
- 0,57 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei Nr. 208.

TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende,


die Ohren halb deckende, gescheitelte Strähnen­
perücke. Dünner Schnurrbart. Gemalter Hals­
kragen, Amulett auf der Brust und Gegengewicht
auf dem Rücken (s. Skizzen hierneben). Kurzer
Schurz mit gefälteltem Überschlag (gemalte Falten),
Gürtel und Knoten (s. Skizze hierneben).
Die Fältelung hört unter dem r. Arm auf.

FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen,


Schnurrbart, Nasenlöcher,Brustwarzen ,
freie Räume, Oberseite des Fußbretts 210
schwarz. Weißes der Augen und Schurz
weiß. Hautfarbe rotbraun. Nägel unten weiß, oben rötlich (Henna)
Fußbrett und Sitz rot.
INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen auf dem Fußbrett
1. neben und vor den Füßen: *—>-
Auf der r. Seite neben den Füßen stand eine In­
schriftzeile, die aber schon vor der Bemalung entfernt
1
und überstrichen worden ist ). Sie scheint mit | 1 | an­
gefangen zu haben.
TECHNIK. Glatte Oberfläche. Arme und Beine nicht frei.
Zehen ziemlich gelöst. Nägel ohne Nagelhaut. Hohl­
raum der Faust halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Plumpe Arbeit.
ERHALTUNG. L. vordere Ecke des F^ußbretts abgeschlagen.
VERZ. U. VERÖFF. : Kat. MASP. Zettel 2510.

') Die S t a t u e k ö n n t e vielleicht auch früher einen a n d e r e n Besitzer gehabt haben, dessen Titel
und N a m e n hier einst standen u n d bei einer Neubernalung entfernt w u r d e n .
142 C A T A L O G U E DU M U S E E DU C A I R E .

211. Bemalte Statue des ^ = , ^ ~ J , sitzend. — Weißer Kalkstein. — Höhe:


0,51 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S 2 3 3 : Mastaba D 20'). De­
zember 1859. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. I I . Faust liegt auf dem r. Oberschenkel, 1. Hand­
fläche auf dem 1. Die Unterschenkel parallel. — Sitz würfelförmig, Fußbrett
rechteckig.
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, die Ohren halb verdeckende, ge­
scheitelte Strähnenperücke. Spur eines gemalten Halskragens. Kurzer Schurz
mit gefälteltem Überschlag, Gürtel und Knoten.
FARBEN. Nur Spuren. Hautfarbe rotbraun. Oberseite des Fußbretts schwarz.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett neben den Füßen in rechts: s»—>- links: **—y
vertieften Hieroglyphen: ijk
TECHNIK. Behandlung der Oberfläche, wo noch zu sehen, < = = >

glatt. Arme und Beine nicht frei. Zehen wenig ge- j^j) DjG
löst. Brauen in Relief. Hohlraum der Faust glatt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit von sehr gedrungenen Proportionen.
ERHALTUNG. R. Oberarm sehr beschädigt, 1. weniger. Sitz und Fußbrett haben
stark gelitten. Die Oberfläche vielfach mit Salzausschwitzungen bedeckt oder
davon zerstört.
VERZ. U. VERÖFF. : Journal Nr. 6 0 7 1 .

212. Bemalte Statue des fl j l j ^ n ^ , stehend"). — Weißer Kalkstein. — Höhe:


0,74 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 262: Mastaba D 32. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme herabhängend. Hände geballt. L. Fuß vor­
gesetzt. R. Bein Standbein. — Breiter Rückenpfeiler bis fast zur Scheitelhöhe.
Rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Spuren eines gemalten Hals­
bandes. Kurzer Schurz mit gefälteltem Überschlag, dessen Zipfel durch den
Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten.
FARBEN. Haare, freie Räume, Fußbrett und Rückenpfeiler schwarz. Hautfarbe
rotbraun. Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen auf dem Fußbrett r. neben dem 1. F u ß :
TECHNIK. Ganz wie bei Nr. 22. Der Daumen der r. Faust
ist durch einen Steg unterstützt (s. Skizze hierneben).
KUNSTWERT. Sorgfältige Arbeit von schlanken Propor­
tionen.
ERHALTUNG. Am r. Ann Stücke eingesetzt.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MASP. Zettel 9 9 8 ; F u n d b e r i c h t und Inschrift:
MAR.. Mast. S. 2 6 1 ; DE ROUGE, Inscr. hier. Taf. 54.

') Die S t a t u e ist nicht besonders aufgeführt, N a m e n u n d Titel stimmen. Statuen aus demselben
G r a b e N r . 1 1 0 , 1 1 4 , 1 1 6 , 1 1 8 , 1 1 9 u. 2 7 2 .
2
) Auf G r u p p e N r . 2 2 scheint dieselbe Person noch als K n a b e dargestellt zu sein.
STATUEN UND S T A T U E T T E N . 143

1
213. Statue eines Mannes, sitzend ). — Grauer Kalkstein. — Höhe: 0,55 m.
— Herkunft? Dyn. 6.
HALTUNG. Wie bei Nr. 7 0 .

TRACHT. Desgleichen. Nur ist der Schurz mit linkem, abgerundetem ~ZT
Überschlag, oben auffallend kurz gearbeitet (s. Skizze hierneben). V
2 , 3
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.

TECHNIK. Wie bei Nr. 7 0 , nur ist hier der Hohlraum der Faust, zwar vertieft,
aber schwach halbkugelig. Nabel nicht rund, sondern ^ Der r. Daumen
. 213
hat einen Halt wie bei vor. Nr.
KUNSTWERT. Ungeschickte Arbeit. Gesicht etwas besser als bei Nr. 70—75.

ERHALTUNG. Der untere Ted von den Fußgelenken ab hat sehr gelitten.

2
214. Bemalte Statue des D
| j $ p p , sitzend ). — Weißer Kalkstein. — H ö h e :
A b b
- 0,62 m. — Saqqara. Nach MAR., Mast. S. 1 3 1 : Mastaba C 10.

HALTUNG. Wie bei Nr. 2 1 0 . DYN. 5.

TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, die Ohren halb ver­
deckende, gescheitelte Strähnenperücke. , , Dünner Schnurrbart. Spuren
eines gemalten Halsbandes (s. Skizze hier­
neben). Kurzer Schurz mit abgerundetem
Überschlag, dessen Zipfel durch den Gurt
hinaufgezogen ist, und mit Gürtel (s. Skizze hierneben).
Spuren von Bemalung.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, Schnurrbart,
freie Räume, Sitz, Fußbrett schwarz. Hautfarbe rot­
braun. Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen auf dem Fußbrett neben den Füßen,
zweimal dasselbe, nur in anderer Richtung; rechts:
TECHNIK. Flächen glatt. Arme und Beine nicht frei. Zehen wenig gelöst.
Nägel angedeutet. Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt. Brauen in
Relief. Der 1. Fuß mit dem zugehörigen Stücke des Fußbretts ist in alter
Zeit bereits besonders angesetzt gewesen.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. W a r in Ellenbogenhöhe zerbrochen. R. Daumen beschädigt.
Die Farben haben gelitten.
VERZ. U. VERÖFF.: F u n d b e r i c h t : MAR., Mast. S. 1 3 1 ; Inschrift: ebenda S. 1 3 2 N r . 2.

») Statuen ganz derselben Art, vielleicht desselben N r . 7 0 — 7 5 .


2
) Statuen desselben N r . 2 8 , 5 4 , 7 7 , 8 1 , 8 3 ( ? ) , 9 7 , 1 6 4 ( ? ) , 2 0 7 .
144 CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE.

215. Bemalte Statue eines Mannes, sitzend. — W e i ß e r Kalkstein. — H ö h e :


0,55 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. W i e bei Nr. 210.
TRACHT. Große, bis auf die Schultern reichende, die Ohren halb deckende, ge­
scheitelte Strähnenperücke. Vörden Ohren ein Eckchen des eigenen Haares:
(wahrscheinlich nicht alt), Spur eines breiten \ , Halskragens. Weißes
Amulett auf der Brust (wohl nicht alt): ^ Dünner, zweigeteilter Schnurr­
bart (wohl nicht alt). Kurzer Schurz mit 215
gefälteltem Überschlag, dessen Zipfel durch den Gurt (modern)

hinaufgezogen ist, und Gürtel (s. Skizze hierneben). (modern)

Der hintere untere Rand des Schurzes zwischen den


Knien sichtbar (s. Skizze).
FARBEN. Die Bemalung ist zum größten Teil modern. Haare,
Brauen, Wimpern, Schnurrbart, freie Räume, Sitz(?), Fußbrett schwarz. Haut­
farbe rotbraun. Pupillen braun. Weißes der Augen, Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Oberflächen glatt. Arme nicht frei. Zwischenraum zwischen den Unter­
schenkeln ziemlich tief ausgearbeitet. Zehen gelöst. Nägel ohne Nagelhaut.
KUNSTWERT. Gute Arbeit, besonders das Gesicht.
ERHALTUNG. Kopf angesetzt. Körper war mehrfach zerbrochen. Viele Gips­
ergänzungen.
VERZ. u. VERÖFF. : Kat. MASP. Zettel 1852.

216. Statue des Sitzend )- — W e i ß e r Kalkstein. — Höhe: 1 , 2 3 m.


1

— Herkunft wie bei Nr. 1 9 7 . Dyn. 5 .


HALTUNG. Wie bei Nr. 198. links:
TRACHT. W i e bei Nr. 200. wie r., nur
in um­
FARBEN. Keine Spuren.
gekehrter
INSCHRIFTEN. Wie bei Nr. 200. Rechts: >- Richtung.
TECHNIK. W i e bei Nr. 197.
KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Kopf, r. Arm und Faust, 1. Ellenbogen nebst
Stück des Unterarms fehlen. Oberfläche hat überall stark
durch Salz gelitten.

1
217. Statue des sitzend ). — W e i ß e r Kalkstein. — Höhe: 1 , 1 6 m.
— Herkunft wie bei Nr. 1 9 7 , aber nach DE ROUGE, Inscr. hier., Taf. 6 ,
schon 1 8 7 6 im Museum. Dyn. 5 .
HALTUNG. W i e bei Nr. 198.
TRACHT. W i e bei Nr. 200.

l
) Statuen desselben Nr.l97(?), 198, 199, 200, 217, 280(?), 285(?), 287, 318(?), 350(?), 365,
366, 367, 815.
STATUEN UND STATUETTEN. 145

FARBEN. Keine Spuren. Am Sitz Auf dem Fußbrett


INSCHRIFTEN. In vertieften Hiero­ rechts: »—>- links: rechts: m—>- links:
glyphen an der Vorderseite des wie r.,
Sitzes und auf dem Fußbrett neben nur in
den Beinen: umge­
kehrter
Vorn am Fußbrett:
Rich­
tung.

TECHNIK. "Wie bei Nr. 197.

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Kopf und r. Faust feh­
len. L. Hand beschädigt. Ober­
fläche hat stark gelitten.
VERZ. U. VERÖFF.: DE ROUGE, Jnsor. hier.
Taf. 6 (1876!).

218. Bemalter rechter Arm der Statue eines stehenden Mannes. — Holz mit
Abb. Leinwandüberzug. — Länge: 0,84 m. — Saqqara 1892. Dyn. 5.
HALTUNG. Gestreckt (der Arm hing am Körper herab). Die Hand geschlossen.
In dem runden Loch in der Faust steckte wohl früher ein Zepter.
TRACHT. —

FARBEN. Hautfarbe gelbliches Rotbraun. Nägel heller.


INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Das Holz ist mit grobem Zeug überklebt. Darauf eine dünne Stuck­
schicht aufgetragen und darauf die Farbe. Oberfläche glatt. Nägel ohne Nagel­
haut. Der Arm war mit einem genagelten Dübel am Körper befestigt:
KUNSTWERT. Hervorragende Arbeit.
ERHALTUNG. Der Stuck und auch die Leinwand ist an verschiedenen Stellen ab­
gefallen.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal N r . 3 0 1 9 6 ; Kat. 1 8 9 5 Nr. 1 0 8 .

219. Bemalte Gruppe des " ^ f j ^ O > sitzend, zweimal dargestellt. — W e i ß e r


Kalkstein. — Höhe: 0,H4 m. — Abydos. Dyn. 6.
HALTUNG. Bei beiden gleich. Geradeausblickend. Fäuste stehen auf den Ober­
schenkeln. Unterschenkel parallel. — Der gemeinsame Sitz würfelförmig, aber
sehr unregelmäßig. Fußbrett an den vorderen Ecken abgerundet, an den Seiten
etwas über Sitz und Rückenpfeiler herausstehend. Gemeinsamer, nach oben zu
an Breite und Stärke abnehmender Rückenpfeiler.
TRACHT. Bei beiden gleich. Bis auf die Schultern reichende Lockenperücke,
welche die Ohren freiläßt und sich nach Art der Strähnenperückc nach unten
zu verbreitert. Kurzer Schurz mit Gürtel und Angabe des durch n
den Gurt hinaufgezogenen Zipfels (s. Skizze hierneben). ~ n

19
146 CATALOGUE DU MUSÉE D U CAIRE.

FARBEN. Haare, Brauen. Wimpern, Pupillen schwarz. Hautfarbe rotbraun. Schurz,


Weißes im Auge, Hohlräume der Fäuste, freie Räume, Sitz und Rückenpfeiler weiß.
INSCHRIFTEN. In vertieften, schwarz ausgemalten Hieroglyphen an der Vorderseite
des Sitzes und auf dem Fußbrett:

Beine B eine
des des
rechts links
sitzenden sitzenden

Kante Kante

TECHNIK. Oberflächen leidlich glatt. Arme und Beine nicht frei. Zehen wenig
gelöst. Nägel angegeben. Hohlräume der Fäuste vertieft, aber halbkugelig ge­
füllt. Nabel rund gebohrt.
KUNSTWERT. Sehr rohe, unproportionierte Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf des r. Mannes fehlt. L. Hand desselben beschädigt. R. Ecke
des Fußbretts desgleichen.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Kat. 1 8 9 5 S . 2 8 ; M A R . , Cat. d'Abyd. S . 3 5 Nr. 3 5 9 .

220. Bemalte Statue eines Mannes, stehend. — Holz. — Höhe: 1,25 m von
Abb. ( ] hölzernen Basis ab. — Achmim 1888.
e r Dyn. 6 oder später.
HALTUNG. Geradeausblickend. Der r. Arm hängt am Körper herab. Die Faust
hielt ein Zepter in horizontaler Lage. Der 1. Unterarm war vorgebogen. L.
Bein vorgesetzt. R. Bein Standbein. — Das Fußbrett ist modern.
TRACHT. Kurze, die Ohren verdeckende Lockenperücke, bei welcher die Locken
nicht in horizontalen Lagen sitzen, sondern vom Wirbel Strähnen
ausgehen, die bald in Locken übergehen (s. Skizze hierneben).
Kurzer, glatter Schurz ohne Details.
FARBEN. Nur Spuren: Haare schwarz. Schurz weiß. Hautfarbe
rötlichbraun.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Oberfläche glatt. Arme und Beine frei. Arme angesetzt mit beiderseits
genagelten Dübeln. L. Unterarm war besonders angesetzt. Zehen gelöst. Nägel
STATUEN UND STATUETTEN. 147

ohne Nagelhaut. Brauen und Brustwarzen in Relief. Die äußere Kontur der
Lippen ist durch einen feinen Schnitt angegeben.
KÜNSTWERT. Von sehr lang gezogenen Verhältnissen [vgl. Nr. 60].
ERHALTUNG. Farben fehlen stark. L. Unterarm, r. Fuß fehlen. Ii. Fuß ergänzt.
L. Fußspitze hat gelitten.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. 1 8 9 2 [GREBAUT] Nr. 6 2 3 8 S . 6 1 .

221. Statue des stehend. — Holz. — Höhe: 0.49 m. — Achmim 1890.


Abh
- Dyn. 6 oder später.
HALTUNG. Wie bei vor. Nr. — Fußbrett rechteckig und anscheinend aus schon
einmal benutztem Holze geschnitten.
TRACHT. Wie bei vor. Nr. Jedoch sitzen die Locken in horizontalen
Reihen und fehlen an der Stirn ganz (s. Skizze hierneben).
Der Schurz hat dieselbe, an den Hüften hochgezogene
Form (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Keine Spuren. Augen eingesetzt. Wimpern Metall. Das Weiße aus
weißem Stein. Die Pupille ein dunkler Nagel.
INSCHRIFTEN. In schwach vertieften Hieroglyphen auf dem
Fußbrett vor den Füßen:
Füße
TECHNIK. Glatte Flächen. Arme und Beine frei. Arme an­ des
gesetzt. Zehen nur durch Kerbe getrennt. Nägel ange­ Mannes
deutet. Brauen in Relief. Die Zapfen unter den Füßen
sind mit seitlichen, von oben eingetriebenen Keilen be­
festigt. Der 1. Fuß besonders angesetzt.
KUNSTWERT. Wie bei vor. Nr.

ERHALTUNG. L. Arm fehlt.


VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 2 8 8 5 5 .

1
222. Bemalte Statue eines Klageweibes, stehend ). — Holz. — Höhe: 0,30 m.
АЬЬ. — Luksor (gekauft?) 1890. Dyn. 6 oder später.
HALTUNG. Geradoausblickend. O b e r k ö r p e r wenig nach vorn geneigt. Die offenen
2
Hände bis zur Gesichtshöhe erhoben ). Beine standen n e b e n e i n a n d e r . — Fuß­
brett nicht vorhanden.
TRACHT. Kurze, glatte, die Ohren deckende Perücke oder eigenes Haar. Augen mit
Schminkstreifen. Perlschnur um den Hals. Von den Brüsten bis
zu den Knien reichendes enges Gewand mit s s einem Tragband:
Gemalte Armbänder an den Handgelenken: 1Щ.^
2 2 2
FARBEN. Ilaare, Brauen, Wimpern, Pupillen schwarz. Kleid
und Weißes im Auge weiß. Hautfarbe gelb.

') W o h l zu einem Totenschiff gehörig.


2
) Sie berührten wohl den Sarg des Toten, an dessen einem Ende die Frau stand. Die Hände
sind für j e einen Holznagel durchbohrt.
19*
148 C A T A L O G U E D U M U S E E DU CAIRE.

INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Roh bearbeitete Oberfläche. Arme und Beine frei. Arme angenagelt.
Finger wenig gelöst. Nägel nicht angegeben.
KUNSTWERT'. Sehr rohe Arbeit.
ERHALTUNG. Nase und Mund abgescheuert. Füße fehlen. L. Arm modern an­
genagelt.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 2 8 9 0 4 .

223. Bemalte Statue einer Frau, stehend. — Holz. — Höhe: 0,44 m. —


Abb. Ach mim 1890. Dyn- 6 oder später.
HALTUNG. Geradeausblickend. Beine eng an einander geschlossen.
TRACHT. Kurze Lockenperücke, aus der die Ohrläppchen unten hervor-
sehen; die Locken sitzen in vertikalen Reihen (s. Skizze). Spuren eines
aufgemalten weißen Kopfbandes. Schminkstreifen. Doppelte Perlen­
kette um den Hals; einfache von der 1. Schulter nach der r. Hüfte.
Schamhaare sehr deutlich markiert. Schwarze Bänder um die Fuß­
gelenke: an den Fersen die Sandalenriemen (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, Brustwarzen, Nabel
schwarz. Weißes in den Augen weiß.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Oberfläche. Beine nur ganz unten getrennt. Arme waren an­
genagelt.
KUNSTWERT. Sehr lang gezogene Figur.
ERHALTUNG. Arme und Füße fehlen. Am r. Bein und der r. Hüfte Brandstellen.
Nase bestoßen.
VERZ. U. VERÖFF. : Journal Nr. " 2 8 9 9 3 .

1
224. Statue eines Schiffers ), stehend. — Holz. — Höhe: 0,36m. — Luksor,
AW
>- Ankauf 1890. M. R.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme hängen am Körper herab. In der 1. Faust
Rest eines runden Stabes. Die r. Hand hielt etwas zwischen Daumen und
Zeigefinger. Die übrigen drei Finger ausgestreckt. L. Fuß war vorgestreckt.
R. Bein Standbein. — Ohne Fußbrett.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Perücke mit radial vom Wirbel
ausgehenden Strähnen, seitlich und hinten darunter vier Reihen
Locken. Kurzer, glätter Schurz mit abgerundetem Überschlag und
Gürtel (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Nur einzelne Spuren eines Stucküberzuges.
INSCHRIFTEN. Fehlen.

') W o h l ein Bootsmann von einem Totenschiff", der mit der Stange die Wassertiefe untersucht.
STATUEN UND STATUETTEN. 149

TECHNIK. Sehr glatt bearbeitete Oberfläche. Arme und Beine frei. Arme waren
angenagelt. Finger kaum gelöst. Nägel angedeutet. Brauen in Relief. Linie
um die Lippen.
KUNSTWERT. Leidliche Arbeit. Etwas schlank und hager.
ERHALTUNG. L. Bein und r. Fuß fehlen ganz. Nase abgestoßen. Daumen und
Zeigefinger der r. Hand abgebrochen. R. Arm modern befestigt. Ein großer
Längsriß scheint im Altertum schon ausgekittet gewesen zu sein.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 2 8 9 0 1 .

225. Statue einer Frau, stehend. — Holz. — Höhe: 0,355 m. — Achmim 1890.
Abb
- M. R.
HALTUNG. Geradeausblickend. Beine geschlossen. — Ohne Fußbrett.
TRACHT. Lange, die Ohren freilassende Perücke, die in
zwei Zöpfen vorn auf die Brust fällt und hinten bis auf
die Schultern geht. Spuren gemalter Schminkstreifen.
Schamhaare usw. gemalt (s. 2 . Skizze hierneben).
FARBEN. Haare schwarz. Augen aus weißem und schwarzem
Stein eingesetzt.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Oberfläche. Beine von den Knien ab getrennt. Arme waren an­
gesetzt. Ohrmuscheln ungeschickt detailliert.
KUNSTWERT. Rohe Arbeit, sehr schlank.
ERHALTUNG. Arme und Füße fehlen. Desgleichen 1. Pupille.
VERZ. U. VERÖFF. : Journal Nr. 2 8 9 9 4 .

226. Statue eines Mannes, stehend. — Holz. — Höhe: 0,40 m. — Luksor


A b b
- (gekauft?) 1890. Dyn. 6 oder später.
HALTUNG. Geradeausblickend. L. F u ß war vorgesetzt. R. Bein Standbein. — Fuß­
brett fehlt.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Perücke (s. Skizze hierneben).
Kurzer, glatter Schurz mit Gürtel.
FARBEN. Haare schwarz, sonst keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Oberfläche. Beine frei. Arme waren angesetzt. Brauen in Relief.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit. Schlanke Proportionen.
ERHALTUNG. Arme, 1. Bein vom Knie ab, r. Fuß, r. Nasenhälfte und r. Mundseite
fehlen. Mehrere Längssprünge.
1
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 2 8 9 0 2 ).

1
) Die Zahl 2 8 9 0 3 steht daran. Es liegt aber eine Verwechselung mit Nr. 2 8 9 0 2 vor.
150 CATALOGUE DU M U S É E D U CAIRE.

227. Bemalte Statue eines Knaben, stehend. — Holz. — Höhe: 0,49 m vom
Sockel ab. — Herkunft ?. M. R.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Hand zum Munde geführt, den sie mit dem
Zeigefinger fast berührte. Der 1. Arm hängt herab. Die Hand geballt. L. Fuß
wenig vorgesetzt. R. Bein Standbein. — Fußbrett modern.
TRACHT. Eignes kurzes Haar mit Kinderlocke auf der r. Seite (s. Skizze).

FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen schwarz. Hautfarbe rotbraun.

Weißes im Auge weiß.


INSCHRIFTEN. Fehlen.

TECHNIK. Die Farben sitzen auf einer Stuckschiebt. Oberflächen glatt. Arme und
Beine frei. Arme und Füße aus besonderen Stücken, r. Arm aus zweien.
Zehen wenig gelöst. Nägel nicht angegeben.
KUNSTWERT. Sehr schlanke Proportionen.
ERHALTUNG. Die Farben haben stark gelitten. R. Mein morsch.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Auf dem Sockel in roter Farbe: 376.

228. Bemalte Statue einer Frau, stehend. — Holz. — Höhe: 0,54 m. —


Abb
- Achmim 1890. M. R.
HALTUNG. Geradeausblickend. Der 1. Arm hängt am Körper herab. Hand offen.
Beine fast geschlossen. — Fußbrett fehlt.
TRACHT. Lange, gescheitelte, die Ohren freilassende Strähnenperücke, welche vorn

in zwei Zöpfen glatt auf die Brust fällt und hinten entsprechend
weit reicht. Unter den Strähnen sehen zwei Reihen kurzer Locken
hervor. Merkwürdig geformtes, gemaltes Halsband (s. Skizze).
Schanihaare usw. durch Gravierung angegeben (s. Skizze). ^
Bänder an den Hand- und Fußgelenken:
Spuren der Sandalenriemen / v Ergänzt Pland

an den Fersen (s. Skizze). C J D Z ^ T J


Fuß
FARBEN. Haare schwarz. Augen eingelegt.
Metallwimpern (Ansatz von Schminkstreifen), weißer und schwarzer Stein.
INSCHRIFTEN. Fehlen.

TECHNIK. Glatte Oberfläche. Beine frei. Arm angesetzt. Finger gelöst.


Daumen frei, schwach S-förmig (s. Skizze hierneben). Nägel angegeben.
Der hintere Teil der Perücke und der vordere Teil des r. Oberschenkels
ist mit Holznägeln angesetzt. Ohren schlecht detailliert. R. Fuß war
angesetzt.
KUNSTWERT. Rohe Arbeit von übertrieben schlanken Proportionen.

ERHALTUNG. R. Arm und Füße fehlen.

VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 28992.

229. Bemalte Statue einer Frau, stehend. — Holz. — Höhe: 0,55 m. —


Abb
- Achmim 1890. Dyn. 6.
HALTUNG. Geradeausblickend. Der r. Arm hängt am Körper herab. Hand ge­
öffnet. L. Bein wenig vorbewegt. R. Bein Standbein. — Fußbrett fehlt.
STATUEN U N D STATUETTEN. 151

TRACHT. Große, gescheitelte, die Ohren deckende Strähnenperücke, deren vordere


zwei Zöpfe bis auf die Brüste fallen, hinten entsprechend, aber in einer
Masse. Die Strähnen sind detailliert (s. Skizze hierneben). Schmink-
streifen an den Augen. Langes, enganliegendes Frauengewand.
FARBEN. Nur Spuren. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen schwarz. Weißes der
Augen weiß.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Oberflächen. Beine frei. Arm angesetzt. Finger gelöst. Daumen frei.
KUNSTWERT. Gute Arbeit von schlanken Proportionen.
ERHALTUNG. Füße, 1. Arm und Nase fehlen.
VERZ. Ü. VERÖFF. : Journal Nr. 28991.

230. Bemalte Statue einer Frau, stehend. — Holz. — Höhe: 0,67 m. —


A b b
- Herkunft? M. R
HALTUNG. Geradeausblickend. L. Bein vorgesetzt. R. Bein Stand-
bein. — Ohne Fußbrett.
TRACHT. Kurzes, gelocktes Haar, durch aufgelegte
Stuckkringel dargestellt: '). Schminkstreifen an den
Augen. Breites, gemaltes Halsband mit Brustschmuck
und Gegengewicht. Außerdem fünfreihige Perlenkette unter
der Brust und Bänder auf der Hinterseite der Tragbänder des
langen, engen Frauengewandes (s. untenstehende Skizzen).

Band am Fuß-
gelenk :

3aEn b b 230
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen schwarz. Weißes der Augen und Ge-
wand weiß. Flautfarbe gelb. Im Auge ein roter Strich an der
Pupille (s. Skizze hierneben). c^£2>— ")

') Vgl. Nr. 3 7 3 .


2
) V g l . die Augen auf dem Sarge der [Journal Nr. 2 8 8 0 3 ] und auf einigen an
deren Särgen derselben Zeit.
152 C A T A L O G U E DU M U S E E D U CAIRE.

INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Starker Stuckauftrag zur Bildung der Flächen. Beine frei. Arme waren
angesetzt. Für die aus Stuck aufgesetzten Locken war rote Vorzeichnung an­
gegeben.
KUNSTWERT. Sehr schlanke Proportionen.
ERHALTUNG. Nase, r. Auge, Mund, Arme und Füße fehlen. Farben vielfach ab­
gestoßen.

231. Bemalte Statue einer Dienerin, stehend. — Holz. — Höhe: 0,52 in. —
Abb
- Luksor (gekauft?) 1890. M. R.
HALTUNG. Geradeausblickend. L. Bein wenig vorgesetzt. R. Bein Standbein. —
Fußbrett fehlt.
TRACHT. Große, gescheitelte, die Ohren freilassende Strähnenperücke, welche vorn in
zwei Zöpfen auf die Brust fällt, hinten entsprechend tief reicht, aber in einer Masse.
Die einzelnen Strähnen sind nicht angegeben. Augen
mit Schminkstreifen. Dünne Halskette:
UNTERER SAUM
Langes, enganliegendes grünes Frauenge-
wand mit Tragbändern und Besatz (s. Skizzen hierneben).
An den Fußgelenken Bänder; Sandalenriemen
s
(s. nebenstehende Skizzen). . . .. "
s
FARBEN. Haar, Brauen, Wimpern, Pupillen jJ|^"
i 3
schwarz. Weißes im Auge weiß. Hautfarbe '
gelb. Kleid grün.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Starker Stuckauftrag. Beine frei. Arme waren angesetzt. Ohren nur
gemalt. Zapfenloch auf dem Scheitel').
KUNSTWERT. Langgezogene Gestalt.
ERHALTUNG. Nase, Mund, Arme und Füße fehlen. Farben an verschiedenen Stellen
bestoßen.
VERZ. U. VERÖFF. : Journal Nr. 2 8 9 0 5 .

232. Bemalte Statue eines Mannes, stehend. — Holz. — Höhe: 0,45 m. —


Abb
- Luksor 1890. M.R.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Handfläche berührt die r. Seite des drei­
eckigen Vorderblattes des Schurzes. Die 1. hing am Körper herab. Das 1. Bein
vorgesetzt. R. Bein Standbein. — Fußbrett fehlt.
TRACHT. Kurze, die Ohren verdeckende Perücke mit Strähnen, die
radial vom Wirbel ausgehen, an den Seiten und hinten vier
Reihen Locken. Halsband, das auf die, Brust mit zwei freien
Enden herabfällt (s. Skizze hierneben). Langer, bis auf
die Waden fallender Schurz mit oberem saumartigen / \ ^ ^ ^ \
r
Rande und langgezogenem dreieckigen Vorderblatt: 232

') Sie trug einen Korb auf dem Kopfe.


STATUEN UND STATUETTEN. 153

FARBEN. Haar, Brauen, Wimpern. Pupillen schwarz. Weißes der Augen, Schurz
und Nägel weiß. Hautfarbe rotbraun.
TECHNIK. Ziemlich glatte Oberfläche. Arme und Beine frei. Finger wenig getrennt.
Nägel nur angedeutet.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit. Schlanke Proportionen.
ERHALTUNG. Nase. 1. Arm, r. bis auf die Hand, r. Fuß, 1. Bein fehlen.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 2 8 9 0 0 .

233. Bemalt gewesene Statue eines Mannes, stehend. — Holz. — Höhe:


A b b
- 0,385 m. — Achmim 1890. M. R.
HALTUNI;. Geradeausblickend. Der 1. Arm hängt am Körper herab, Hand ge­
schlossen. L. Bein vorgesetzt. R. Bein Standbein. — Längliches, rechteckiges
Fußbrett.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke.
FARBEN. Nur am Sockel Spuren rötlicher Farbe.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatt bearbeitete Oberfläche. Arme waren angesetzt. Beine frei. L. Fuß
angesetzt. Brustwarzen eingesetzt. Hohlraum der Faust glatt vertieft. Zehen
wenig gelöst. Haare roh bearbeitet.
KUNSTWERT. Sehr schlanke Figur.
ERHALTUNG. R. Arm fehlt. Gesicht zerstört. Vielfach zerbrochen und zusammen­
gebunden.
VERZ. U. VERÖFF. : Journal Nr. 28990.

234. Bemalt gewesene Statue einer Frau, stehend. — Holz. — Höhe: 0,30 m.
Abb. — Herkunft? Spätzeit.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust liegt unter der 1. Brust und hielt ehe­
dem etwas. Die 1. Hand liegt offen am 1. Oberschenkel. Beine geschlossen. —
Fußbrett war wohl nie vorhanden.
TRACHT. Dichtes, breit abstehendes, die Ohren deckendes
Haar. An der Stirn eine kleine, runde Scheibe. Halb­
kugelige Ohrringe. Breiter, gemalter Halskragen mit einer
Katzenfigur daran: breite grüne Armbänder an den Hand­
gelenken (s. Skizzen hierneben).
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen schwarz. Hautfarbe rotbraun.
TECHNIK. Starker Stucküberzug. Arme und Beine frei. Die untere Linie der Augen­
höhle ist mitmodelliert. Die fette Bauchmuskulatur durchmodelliert.
KUNSTWERT. Kurze, gedrungene Figur.
ERHALTUNG. Nase und Mund bestoßen. R. Oberarm fehlt. Farben haben sehr
gelitten.
20
154 CATALOGUE D U M U S É E D U CAIRE.

1
235. Bemalt gewesene Statue des ^ — — J ( Q
> sitzend ). — Alabaster. —
ABB. A _
Höhe: 0,22 m. — Siut, Grab des - J ^ . 1894. M. R.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die
1. Hand faßt auf den 1. Die Unterschenkel nach unten konvergierend. — Sitz
würfelförmig. Fußbrett vorn abgerundet.
TRACHT. Anscheinend völlig nackt, da die Bemalung fehlt. Die Haare waren wohl
kurz gehalten, ohne Farbe sieht jetzt der Kopf wie kahl aus.
FARBEN. Brauen schwarz. Augen eingesetzt. Wimpern Metall, das Innere aus Stein
in zwei Farben.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Ziemlich glatte Oberflächen. Arme und Beine nicht frei. Zehen und
Finger wenig gelöst. Nägel nicht angegeben. Brauen in Relief. Hohlraum
der Faust glatt.
KUNSTWERT. Rohe Arbeit. Sehr breitschulterige, gedrungene Figur.
ERHALTUNG. Bis auf die Farben gut.
VERZ. u. VERÖFF.: Journal N r . 3 0 9 7 1 ; Kat. 1 8 9 5 [Suppl. 9 4 ] N r . 1 3 3 9 .

236. Bemalte Statue des ( ° ! ) ! ) ] • — F 9 ^ , stehend. — Holz. — Höhe:


0,70 m. — Meir, Grab des (°L]0] März 1894. Nach
dem Berieht des Inspektors M O H A M E D D O H E R : In einem Loche im Boden
in der Mitte der Grabkammer gefunden, zusammen mit den folgenden
Nummern. Dyn. 6.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend. L. Fland offen.
3
Die r. faßt einen Zipfel des Schurzes ). L.Bein vorgesetzt. R . F u ß Standfuß.
Etwas fette Körperbildung. — Rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Kurzes, eigenes Haar. Langer, bis auf die Mitte der Waden reichender
Schurz mit dreieckig fallendem Vorderblatt, zurückgeschlagenem
Ende und vorn in den saumartig umgelegten oberen Rand einge­
stopftem Zipfel. In der r. Hand ein Zipfel (a) des Schurzes. Durch
horizontale, reliefierte Linien sind die vom Zusammenlegen her­
rührenden Falten des Schurzes angedeutet. Der obere Abschluß
des Gürtels sitzt unter dem Nabel tiefer als auf den Hüften.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen und Fußbrett schwarz.
Weißes im Auge, Nägel und Schurz weiß. Hautfarbe braun.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatt bearbeitete Oberfläche. Arme und Beine frei. Füße und Arme
angesetzt. Zehen und Finger gelöst. Nägel zum Teil über die Fingerspitzen

1
) Aus demselben Grabe Statuen Nr. 2 5 7 , 2 5 8 ; Schiff Nr. 4 9 1 8 ; Sarg Nr. 1 3 5 4 (Kat. 1895).
2
) Siehe Nr. 6 0 .
3
) Siehe Nr. 5 0 6 .
STATUEN U N D STATUETTEN. 155

überstellend. Ohrmuscheln detailliert. Stuckbewurf auf dem Schurz. Die braune


1
Hautfarbe mit einem glänzenden Firnis überzogen ).
KUNSTWERT. Sorgfältige Arbeit.
ERHALTUNG. Stuck an einigen Stehen abgegangen.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 30797; Kat. 1895 [Suppl. 94] Nr. 1340a.

237. Bemalte Gruppe zweier Dienerinnen, mahlend. — Holz. — Länge: 0,40 m.


Abb. — Herkunft wie bei vor. Nr. Dyn. 6.
HALTUNG. Beide knien einander gegenüber, auf ihre Arbeit blickend. Mit den
Knien und Zehen berühren sie den Boden. Die Fersen berühren die Hinter­
teile. Die vorgestreckten Hände halten die Reibsteine. Die unteren Steine sind
vorn niedriger wie hinten. Zwischen den Vorderenden derselben ein kleiner,
runder Erdwall, in dem das Mehl gesammelt wird. Oben auf den Steinen Häufchen
Mehl. — Längliches, rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Eigenes, kurzes Haar. Kurzer, glatter Schurz.
FARBEN. Haare, Brauen, Pupillen, Brustwarzen schwarz. Schurze, Mehl weiß.
Hautfarbe gelb.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wenig geglättete Oberfläche. Arme angesetzt. Finger nur angedeutet.
Die Figuren sind mit langen Holznägeln befestigt.
KUNSTWERT. Rohe Arbeit.
ERHALTUNG. Nase der einen Frau fehlt.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 3 0 8 1 1 .

238. Bemalte Statue einer Dienerin, Feuer schürend"). — Holz. — Länge:


Abb
- 0,305 m. — Herkunft wie bei Nr. 236. Dyn. 6.
HALTUNG. Die Frau sitzt, geradeausblickend, mit hochgezogenen Knien am Boden.
Der Mund erscheint wie geöffnet. Der r. Arm, etwas vorbewegt, hält einen
Stock, dessen Spitze zwischen den vor der Frau aufgestellten Scheiben sich be­
findet. Der 1. Arm ist erhoben, der Unterarm vor das Gesicht gebogen. Vor
3
der Frau sind vier Scheiben, in natura aus gebranntem Ton ), aufgestellt. —
Längliches, rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Kurzes, eigenes Haar. Kurzer, glatter Schurz.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen schwarz. Hautfarbe gelb. Weißes
der Augen, Schurz, Fußbrett weiß. Scheiben und Stock rot.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei vor. Nr.

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Nase und 1. Hand fehlen.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 3 0 8 2 0 .

') Der Firnis ist auf fast allen Statuen dieses Fundes noch erhalten.
2
) V g l . Nr. 108.
3
) Solche Scheiben werden noch heute in Ägypten beim Brotbacken verwendet.
20*
156 CATALOGUE DU MUSEE DU CAIRE.

239. Bemalte Statue einer Dienerin, Bier bereitend). — Holz. — Höhe:


Abb
- 0,305 m. — Herkunft wie bei Nr. 236. Dyn. 6.
HALTUNG. Die Frau stellt, geradeausblickend, mit etwas gebogenen Knien und wenig
vorgebeugtem Oberkörper. Mit beiden Händen knetet sie in einem auf einem
großen Topf mit Ausguß stehenden Korbe voll rötlichen Teiges. Vor diesem
Topf ein anderer ohne Ausguß, mit demselben Teig gefüllt. Darauf eine kleine
flache Schale. — Fußbrett länglich, rechteckig.

TRACHT. Wie bei vor. Nr.

FARBEN. Haar, Brauen, Pupillen schwarz. Weißes im Auge, Fußbrett weiß. Schurz
hatte dieselbe Farbe. Hautfarbe und Korb gelb. Töpfe rotbraun. Teig desgleichen.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei Nr. 2!>7. Die Figur ist eingezapft.
KUNST W E R T . Desgleichen.
ERHALTUNG. Die Farben haben etwas gelitten.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 3 0 8 2 3 .

2
240 Bemalte Statue eines Dieners, Teig formend ). — Holz. — Länge: 0,36 m.
Abb. _ Herkunft wie bei Nr. 236. Dyn. 6.
HALTUNG. Der Mann sitzt, ganz wenig nach rechts blickend, auf der Erde. Das
r. Bein untergeschlagen, das 1. Knie hochgezogen. Mit der r. Hand scheint er
mit einem länglichen, beiderseits zugespitzten Brettchen Teig auf einer vor ihm
liegenden Tafel zusammenzukratzen. Die 1. Hand ist ganz mit Teig umhüllt,
der Arm etwas gebogen. L. neben der Tafel liegen in zwei Haufen zehn fertig
geformte platte, viereckige Kuchen. In der 1. vorderen Ecke des Fußbretts sind
vier Scheiben, darunter eine viereckige, zusammengestellt |s. Nr. 238], darunter
liegen mehrere Hölzer. — Fußbrett länglich, vorn eckig, hinten abgerundet.

TRACHT. Wie bei Nr. 2:58.

FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen. Fußbrett schwarz. Hautfarbe braun.


Weißes der Augen, Schurz, Teig, Kuchen weiß. Letztere mit einer braunen
elliptischen Linie in der Mitte. Die zusammengestellten Platten grau und rot­
braun.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei den vor. Nrn. Die Statue ist mit Holznägeln auf dem Fußbrett
befestigt.
KUNSTWERT. Etwas bessere Arbeit als die vorigen drei Nummern.
ERHALTUNG. Die Farben haben stellenweise gelitten und sind mit dem Stucküberzug
abgegangen.
VERZ. u. VERÖFF. : Journal Nr. 3 0 8 1 9 ; Vermutlich Kat. 1895 [Suppl. 9 4 ] Nr. 1 3 4 0 j .

1
) Vgl. Nr. 246.
2
) Vgl. Nr. 109a, 252; 329.
STATUEN UND STATUETTEN. 157

241. Bemalte Statue eines Dieners, Gepäck tragend ). — Holz. — Höhe: 1

Abb
- 0,36 m. — Herkunft wie bei Nr. 236. Dyn. 6.
HALTUNG, Geradeausbliekend. Auf dem r. Unterarm, der
unter der Brust liegt, und auf der geöffneten 1. Hand trägt
er ein achteckiges Kästchen mit Henkel und geflochtenen
Seiten (s. Skizze hierneben). Auf dem Rücken trägt er
ein längliches Futteral (Waschesack), das ihm an einem
weißen, breiten Riemen um den Hals hängt. E r berührt
In manchen Hauten ist die
es außerdem oben mit der 1. Hand. Um den 1. Arm liegt Farbenfolge unregelmäßig.
ein breites weißes Band, das den Oberarm dicht
unter der Achselhöhle mit dem Handgelenk ver-
bindet. Die Ornamen-
tierung des Futterals ist
hierneben angegeben. Es
scheint eine Pantherfell-
decke mit breitem, buntem
Saum darauf zu liegen. L.
Bein vorgesetzt. R. Bein
Standbein. — Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke.
Glatter, kurzer Schurz ohne Detaillierung. Ansatz
von Schminkstreifen.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, Fußbrett schwarz. Weißes der Augen
und Schurz weiß. Nägel mit Henna: l ~ i • Augenwinkel rötlich. Hautfarbe
w

braun.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Oberfläche infolge ziemlich starken Stuckbewurfs. Arme und
Beine frei. Zehen ganz gelöst. Arme und 1. Fuß angesetzt.
KUNSTWERT. Sauber durchgeführte Arbeit.
ERHALTUNG. R. Seite der Perücke abgefallen.
VERZ. Ü. V E R Ö F F . : Journal Nr. 3 0 8 1 0 ; Kat. 1895 [Suppl. 94] Nr. 1 3 4 0 i .

242. Bemalte Statue eines Dieners, eine Gans bratend-). — Holz. — Länge:
A b b
- 0,285 m. — Herkunft wie bei Nr. 236. Dyn. 6.
HALTUNG. Der Mann sitzt, geradeausblickend, mit geschlossenen Füßen und hoch­
gezogenen Knien am Boden, in der L., die mit dem Daumen den Boden be­
rührt, hält er den Stumpf eines Stockes. Die R., etwas mehr erhoben, hielt
etwas anderes [wohl einen Papyruswedel, s. Nr. 245]. Vor ihm steht eine flache
Schüssel mit Kohlen. Vor der Schüssel war noch etwas angebracht. [Der Holz-
uagel ist noch vorhanden.] — Fußbrett länglich rechteckig.

') V g l . Nr. 111 u. 4 9 3 s o w i e Relief Nr. 1536.


2
) Vgl. Statue N r . 2 4 5 u. 4 9 9 .
158 CATALOGUE DU M U S E E D U CAIRE.

TRACHT. Eignes, kurzes Haar. Kurzer, glatter Schurz.


FABBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupille und Inhalt der Schüssel schwarz. Weißes
der Augen, Schurz weiß. Schüssel rot. Hautfarbe rotbraun.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Ziemlich glatte Oberfläche. Arme angesetzt. Die Figur usw. mit je
einem Holznagel aufgenagelt.
KUNSTWERT. Rohe Arbeit, sehr lange Arme.
ERHALTUNG. Bis auf das eine fehlende Stück vollständig.
VERZ. U. VERÖFF. : Journal Nr. 30824.

243. Bemalte Gruppe zweier Dienerinnen, die eine mahlend, die andere Feuer
Abb
- anfachend. — Holz. — Länge: 0,60 m. — Herkunft wie bei Nr. 236.
Dyn. 6.
FIALTUNG. Die erste Frau kniet, etwas nach unten blickend, vor dem Mahlstein.
Knie und Zehen berühren den Boden. Oberkörper leicht ÇxfHÏ-^->r w
w

vornüber gebeugt. Die Hände berühren den Reib- _^^StT~~ \ ^ — ? = 0 ^


stein (s. Skizze liierneben) ; auf dem unteren Steine liegt 2«
das Mehl wie auf den andern ähnlichen (s. Nr. 1 1 0 , 1 1 4 , 1 1 5 , 1 3 7 ) . Vor dem
Reibstein steht 1. ein großer, mit einer Scheibe ver-
deckter Topf in einem geflochtenen Fuße, r. ein kleines
zylindrisches Gefäß (s. Skizzen hierneben). Quer vor
der ersten Frau sitzt die zweite, geradeausblickend, am
Boden, die Knie hochgezogen. Der r. Arm hängt am
Körper herab, die Faust hielt einen Stock [s. Nr. 2 3 8 ')] ; die 1. Hand hält sie
2
geöffnet in einiger Entfernung vom Gesicht ). Vor ihr ein
Haufen Holzkohlen (?), die zum Teil schon in Glut sind (?) :
— Fußbrett ländlich. Hinter der ersten Frau rechtwinklig,
bei der zweiten schräg abgeschnitten.
TRACHT. Bei beiden gleich. Kurzes, eignes Haar. Kurzer, glatter Schurz ohne
Details.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, Brustwarzen, Fußbrett schwarz.
Weißes der Augen, Schurz weiß. Hautfarbe gelbbraun.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei vor. Nr.

KUNSTWERT. Wie bei Nr. 241.

ERHALTUNG. Teil der 1. Hand der zweiten Frau fehlt. Die erste ist der Länge
nach gespalten.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 3 0 8 1 2 ; Kat. 1895 [Suppl. 94] Nr. 1340h.

') Dieselbe Darstellung auf den Reliefs Kat. 1895 Nr. 83 2. Reihe r. und Nr. 91 2. Abs. 1. unten.
2
) U m sich gegen die Glut zu schützen.
STATUEN UND STATUETTEN. 159

244. Bemalte Gruppe zweier Diener, der eine brauend, der andere Töpfe
A b b 1
- reinigend ). — Holz. — Länge: 0,53 m. — Herkunft wie bei Nr. 236.
Dyn. 6.
HALTUNG. Der erste Mann steht, auf seine Arbeit blickend, mit geschlosse­
nen Füßen und etwas vornüber gebeugtem Oberkörper vor einem in
einem Geflecht stehenden großen Topfe, auf dem ein Korb steht. In
dem Korb eine gelblichrote Masse, auf die der Mann mit beiden über­
einander gelegten Händen drückt. Am Rande nimmt
die Masse die Form von länglichen Klößen an. Vor
dem Topfe zwei im Winkel aufgestellte schwarze
Bretter mit weißer Oberkante, in deren Winkelraum elf rotbraune, schwarze
(mit Ton) verschlossene, lange Bierkrüge lehnen. Davor sitzt ein zweiter
Mann, dem ersten zugewendet, am Boden, etwas nach unten blickend.
Zwischen den weit vorgestreckten Füßen hält er mit der L. einen Krug,
in den er mit der R. greift. — Fußbrett länglich, rechteckig.
TRACHT. Bei beiden gleich. W i e bei vor. Nr.
FARBEN. Desgleichen. Nur Hautfarbe braun.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei Nr. 242.

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Der Stuckbewurf stellenweise gesprungen.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 3 0 8 2 1 ; Kot. 1895 [Suppl. 94] Nr. 1 3 4 0 d .

2
245. Bemalte Statue eines Dieners, eine Gans bratend ). — Holz. — Länge:
Abb
- 0,24 in. — Herkunft wie bei Nr. 236. Dyn. 6.
HALTUNG. Geradeausblickend, sitzt er mit hochgezogenen Knien am Boden. Der
1. Arm hängt am Körper herab und hält einen Stock, auf dem eine gerupfte Gans
steckt. Die r. Hand, halb erhoben, hält
einen Papyruswedel. Vor ihm steht eine rote
Schüssel mit Kohlen. — Fußbrett länglich,
rechteckig.
TRACHT. Wie bei Nr. 24.'!.
FARBEN. Desgleichen. Gans gelb mit roten Punkten und schwarzen Konturen.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei Nr. 242.

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Ein großer Längssprung.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 3 0 8 1 4 ; Kat. 1895 [Suppl. 94] Nr. 1340f.

!) Vgl. Nr. 117, 118 s o w i e Nr. 112, 113, 115 u. 2 5 1 .


2
) Vgl. auch Nr. 242 u. 4 9 9 . Der Stock mit der Gans wurde erst am 18. Februar 1899 in einem
Magazin gefunden.
160 CATALOGUE DU M U S E E D U CAIRE.

246. Bemalte Statue einer Dienerin, brauend. — Holz. — Länge: 0,39 m. —


A b b
- Herkunft wie Nr. 236. Dyn. 6.
HALTUNG. Ganz wie bei Nr. 239, nur fehlt die kleine Schale im vorderen Topf.
Das Geflecht des Korbes nicht angegeben.
TRACHT. Desgleichen wie bei Nr. 239.
FARBEN. Desgleichen. Nur ist der Teig grau, nicht rötlich.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei Nr. 239.

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Arme und Töpfe lose.
VERZ. Ü. V E R Ö F F . : Journal Nr. 30816.

247. Bemalte Statue einer Dienerin, Feuer anfachend(?). — Holz. — Länge:


A b b
- 0,28 m. — Herkunft wie bei Nr. 236. Dyn. 6.
HALTUNG. Die Frau sitzt, geradeausblickend, schräg auf dem Fußbrett, die Beine
geschlossen, die Knie hochgezogen. Der 1. Arm hängt am Körper herab, die
Hand geöffnet. In der r. Faust hält sie horizontal einen Stab dicht
über dem Boden. Das Ende des Stabes steckt in einem Loch des
vor ihr befindlichen Aufbaues von Kohlen (?) oder Broten (?)'). —
Fußbrett länglich, rechteckig.
TRACHT. Wie bei Nr. 239.

FARBEN. Desgleichen.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei Nr. 239.

KUNST W E R T . Desgleichen.
ERHALTUNG. Die Farben haben ein wenig gelitten.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 3 0 8 1 8 ; Kat. 1895 [Suppl. 94] Nr. 1 3 4 0 g .

248. Bemalte Statue einer Tänzerin, stehend. — Holz. — Höhe: 0,37 m. —


A b b
- Herkunft wie bei Nr. 236. Dyn. 6.
HALTUNG. Geradeausblickend. Beine geschlossen. — Dickes, rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Eigenes, kurz gehaltenes Haar. Am Hinterkopf hingen drei
Zöpfe, aus Leinenfäden geflochten, herab. Der mittlere, allein noch
ganz erhaltene, hängt bis fast auf Hüfthöhe herab und hat am Ende
ein konisches Gewicht. Augen mit Schminkstreifen.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, Oberseite des Fußbretts schwarz.
Weißes im Auge weiß. Hautfarbe gelb. Seiten des Fußbretts rot.
I NSCHRIFTEN . F ehlen.

') Dieselbe Handlung auf dem Relief Kat. 1895 Nr. 9 1 .


STATUEN U N D STATUETTEN. 161

TECHNIK. Glatte Oberflächen. Arme waren angesetzt. B e i n e n i c h t frei. Zehen roh


angedeutet. Ohne Angabe der Nägel. Ohrmuscheln detailliert.

KUNSTWERT. R o h e Arbeit v o n sehr schlanken Proportionen.

ERHALTUNG. Farben haben sehr gelitten. Arme fehlen. E i n u n d ein halber Zopf
desgleichen.

VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 3 0 8 0 9 ; Kat. 1895 [Suppl. 94] Nr. 1340b.

249. Bemalte Statue eines Arbeiters, die Erde aufhackend. — Holz. — Höhe:
Abb
- 0,29 m. — Herkunft wie bei Nr. 236. Dyn. 6.
HALTUNG. Etwas nach unten blickend. Das 1. Pein weit vorgesetzt. Mit beiden
Händen die Hacke haltend, und zwar die r. Faust über der 1. — Fußbrett länglich
und rechteckig.
TRACHT. Wie bei Nr. 244.

FARBEN. Desgleichen. Hacke rot. Farbe des Fußbretts fraglich.


INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei den vor. Nrn.

KUNSTWERT. Rohe Arbeit. Sehr dünner, unproportionierter Körper.


ERHALTUNG. Füße fehlen. Die Beine stecken jetzt ohne die Füße tief im Fußbrett:
ob das auf eine neuere Zusammensetzung zurückzuführen ist oder angeben soll,
daß der Mann in noch von der Überschwemmung weichem Boden arbeitet und
eingesunken ist, konnte nicht festgestellt werden. Der r. Arm war gebrochen.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 3 0 8 2 2 ; Kat. 1895 [Suppl. 94] Nr. 1 3 4 0 e .

250. Bemalte Gruppe dreier Dienerinnen, Körbe (?) auf den Köpfen tragend.
Abb. _ Holz. — Höhe: 0,59 in. Herkunft wie bei Nr. 236. Dyn. 6.
HALTUNG. Alle drei hintereinander. Die, zweite kleiner als die erste, die
dritte kleiner als die zweite. Auf den Köpfen bedeckte Körbe (?):
Die erste hält ihn mit der 1., die andern mit beiden Händen. Der
r. Arm der ersten hängt am Körper herab. Die Faust hielt etwas. Die 1. Beine
vorgesetzt. Die r. Standbeine. — Fußbrett länglich, rechteckig.
TRACHT. Eignes, kurzes Haar. Langes, enganliegendes Frauengewand mit einem
Tragband über der r. Schulter.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen schwarz. Weißes der Augen, Ge­
wänder, Fußnägel und Fußbrett weiß. Hautfarbe gelb. Auf der Mitte der
Längsseitenflächen des Fußbretts j e ein horizontaler schwarzer Strich.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei den vor. Nrn.

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. ES fehlt nur der von der ersten in der R. gehaltene Gegenstand.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 3 0 7 9 8 ; Kat. 1895 [Suppl. 94] Nr. 1340c.
21
162 C A T A L O G U E D U M U S É E DU CAIRE.

1
251. Bemalte Statue eines Dieners, Krüge reinigend ). — Holz. — Länge:
A b b
- 0,40 m. — Herkunft wie bei Nr. 236. Dyn. 6.
HALTUNG. Der Mann sitzt schräg auf dein Fußbrett, geradeausblickend, die Knie
hochgezogen. Mit dem ausgestreckten 1. Arm hält er vor sich einen
Krug, in den er mit der R. hineinfaßt. L. neben ihm steht ein größerer
roter Topf, mit einer rötlichen Masse gefüllt. Weiter links ein Gestell
aus drei Brettern, an das auf jeder Seite fünf verschlossene Krüge ge­
lehnt sind (s. Skizze hierneben). — Langes rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. Wie bei Nr. 244. 251

FARBEN. Desgleichen. Fußbrett weiß.


INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei den vor. Nrn. Die Töpfe sind auf zwei lange Stifte aufgereiht.
KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Die Farben haben wenig gelitten.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 30817.

2
252. Bemalte Statue eines Dieners, Teig formend ). — Holz. — Länge: 0,30m.
Abb. _ Herkunft wie bei Nr. 236. Dyn. 6.

HALTUNG. Etwas nach unten blickend, kniet der Mann vor einer liegenden, vorn
abgerundeten Tafel (s. Skizze), von der er mit der R. den ,—^^F^jZ ~i
Teig mit Hilfe eines beiderseits zugespitzten, an den Kanten ( rbr
scharfen Instruments zusammenkratzt. Auf der 1. Hand, die
er vor sich hält, hat er einen kleinen weißen Teigballen. — Fußbrett länglich,
rechteckig.
TRACHT. Wie bei Nr. 244.

FARBEN. Desgleichen. Fußbrett oben rotbraun.


INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei den vor. Nrn.

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Gut.

VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 3 0 8 1 3 .

253. Bemalte Gruppe zweier Dienerinnen, Bier bereitend. — Holz. — Länge:


A b b
0,38 m. — Herkunft wie bei Nr. 236. Dyn. 6.
HALTUNG. Die beiden Figuren stehen einander gegenüber, sonst genau wie bei
Nr. 239, nur ist das Geflecht der Körbe nicht angegeben. — Fußbrett länglich,
rechteckig.

1
) Vgl. N r . 112, 113, 115 u. 244.
2
) Vgl. Nr. 240.
STATUEN UND STATUETTEN. 163

TRACHT. Wie bei Nr. 239.

FARBEN. Desgleichen. Teig grau.


INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei Nr. 239.

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Die Farben haben wenig gelitten.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 3 0 8 1 5 .

254. Rest einer bemalten Gruppe, ein Diener ein Lasttier treibend. — Holz. —
A b b
- Länge: 0,485 m. — Herkunft wie bei Nr. 236. Dyn. 6.
HALTUNG. Ein Rind steht auf dem vorderen Teile des Fußbretts, dahinter die
Füße eines Mannes, dessen Körper fehlt. Der auf dem
Rinde liegende Doppelsack paßt sich nicht gut dem
Rücken des Tieres an (s. Skizze). — Fußbrett länglich,
rechteckig.
TRACHT. —

FARBEN. Farbe des Felles weiß mit schwarzen Flecken. Füße schwarz. Fußbrett weiß.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Die Figuren waren eingezapft, Hörner und Ohren angesetzt.
KUNSTWERT. Äußerst rohe Arbeit.
ERHALTUNG. Der Treiber fehlt, dem Rind fehlen Ohren und Hörner.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 30825.

255. Bruchstück der Statue einer Königin (?), sitzend. — Graugrüner Diorit
A b b
- mit weißen Adern. — Höhe: 0,19 m. — Abydos, Februar 1862; Kom-
es-Sultan. Nach Journal Nr. 18539 in einem Grabe der 6. Dynastie
gefunden. Dyn. 6.
HALTUNG. Geradeausblickend. Die Hände lagen anscheinend auf den Oberschenkeln.
TRACHT. Lange Strähnenperücke, die in zwei Zöpfen bis auf die
Brust fällt und hinten in einer Masse entsprechend weit herab­
geht. Ohren frei. Davor Andeutung des eignen Haares. Auf der
Perücke Geierhaube, enganliegend. Augen mit Schminkstreifen.
FARBEN. Keine Spuren.
Von üben gesellen
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Sehr gut geglättete Flächen. Arme nicht frei. Brauen und Schmink­
streifen in Relief. Ohren ungeschickt modelliert.
KUNSTWERT. Gesicht ungeschickt wiedergegeben.
ERHALTUNG. Yon Gürtelhöhe abwärts fehlt der Unterkörper.
21*
164 CATALOGUE DU M U S E E DU САIRЕ.

VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 18539; vielleicht auch Journal N r . 2 0 4 5 2 ' ) ; Kat. M A R . N r . 5 1 6 .
daselbst Fundbericht; Kat. MASP. Nr. 3 9 1 1 ; M A R . , Alb. phot. Taf. 3 7 ; M A R . , Cat. d'Abyd.
Nr. 344 S. 28.

256. Statue des , stehend. — Feiner weißer Kalkstein. — Höhe: 0,17 m.


— Qurnah 1885. M. R.
FIALTUNG. Arme am K ö r p e r anliegend. H ä n d e offen. L. F u ß vorgesetzt. R. Bein
Standbein. — F u ß b r e t t rechteckig. Breiter Rückenpfeiler bis zur Mitte der
Schulterblätter, oben abgerundet.
TRACHT. Kurzer, gefaltellter Schurz mit gefälteltem
Mittelstück und Gürtel (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. In vertieften, blau ausgemalt gewesenen
Hieroglyphen auf dem Rückenpfeiler: m—>•
TECHNIK. Gut bearbeitete Oberfläche. Arme und Beine
nicht frei. Zehen gelöst. Nägel angedeutet. Daumen:
Brustwarzen in Relief.
KUNSTWERT. Sorgfältige Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf fehlt.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 26564.

2
257. Bemalte Gruppe von 40 Bogenschützen, marschierend ). — Holz. — Länge:
A b b
' 1,93 m. — Siut, Grab des J \ ^ _ | o , 1894. M. R.

HALTUNG. Inzehn Reihen zu je vier Mann marschieren sie, geradeausblickend, 1. Fuß vor­
gesetzt. Der r. Arm etwas aus der hängenden Lage vor­
bewegt, die Faust hält vier Pfeile mit Feuersteinspitzen: -> • 3=3
Der 1. Unterarm horizontal gehoben, in der
Faust einen Bogen (s. Skizze hierneben).
Die Größe der Soldaten wechselt. — Das
gemeinsame Fußbrett rechteckig und auf drei Querleisten ruhend.
FRACHT. Langes, die Ohren deckendes Haar, in Genickhöhe
glatt abgeschnitten, an den Stellen der Ohren ein kleiner
Vorsprung (a) (s. Skizzen ^ hierneben). Um den Kopf
ein Band mit Schleife hinten: —1.7— Nur der zweite
von 1. in der ersten Reihe {/ \\ hat andere Haar­
tracht (s. Skizze). Augen mit 2 5 7
Schminkstreifen (s. Skizze).
Bei einigen dünnes, grünes Halsband, auch wohl grüneLinie
imi die Fußgelenke. Der vorletzte in der r. Reihe: desgleichen um die

') Unvollendete Doppeleintragung mit der Angabe »Dec 1862«.


2
) Aus demselben Grabe: Statuen N r . 2 3 5 ; 2 5 8 ; Schiff Nr. 4918. Sarg Nr. 1354 (Kat. 1895).
STATUEN U N D STATUETTEN. 165

Armgelenke und ein weißes Band um den r. Oberarm, (ranz kurze Schurze mit
lang herabfallendem vorderen Mittelstück. Die Bemalung der Schurze ver-
schieden (s. untenstehende Skizzen).

vorn Hinten Variante vorn hinten

und einige andere Varianten.


FARBEN. Hautfarbe dunkles Braun. Haare schwarz. Weißes der Augen und Nägel
weiß. Fußbrett weiß mit gelblichem Band.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Ziemlich dicke Stuckschicht. Beine frei. Arme und Füße angesetzt.
Zehen wenig gelöst. An den vier Ecken des Fußbretts linden sich je zwei
Löcher').
KUNSTWERT. Sauber durchgeführte Arbeit, aber ohne Kunstwert.
ERHALTUNG. Nur an wenigen Stellen ist die Farbe abgeblättert.
V E R Z . U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 3 0 9 6 9 ; Kat. 1 8 9 5 [Suppl. 9 4 ] Nr. 1 3 3 8 .

2
258. Bemalte Gruppe von 4 0 Soldaten, marschierend ). — Holz. — Länge:
A b b
- 1,93 m. — Siut, Grab des 1894. M. R.
HALTUNG. Wie bei vor. Nr. Der r. Linterarm horizontal vorbewegt.
Die Faust hält eine etwa mannshohe Lanze mit Kupferspitze:
Letztere modern befestigt. Der 1. Unterarm in die Flöhe bewegt.
Die Fland faßt den Schildgriff (a). Die Schilde
sind bemalt, als ob sie mit Fell bespannt
wären. Nähte darauf sichtbar (s. nebenste­
hende Skizzen). — Fußbrett wie bei vor. Nr.
TRACHT. Flaare wie bei vor. Nr., jedoch ohne andere Varianten. u n d

die vorspringende Ecke auf den Ohren. Augen wie bei vor. Nr. Kurzer Schurz
mit mittlerem, herabhängendem Latz (s. Skizze).
FARBEN. Hautfarbe rotbraun. Brustwarzen und
Nabel schwarz. Sonst alles wie bei vor. Nr. Das
Fußbrett hat blauen und gelben Rand (s. Skizze).
TECHNIK. Wie bei vor. Nr.

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Desgleichen.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 3 0 9 8 6 ; Kat. 1 8 9 5 [Suppl. 9 4 ] Nr. 1 3 3 7 .

') Vielleicht für Schlaufen, durch die Tragstangen für den Transport gesteckt wurden.
2
) Aus demselben Grabe: Statuen Nr. 2 5 7 , 2 3 5 ; Schiff Nr. 4 9 1 8 ; Sarg N r . 1 3 5 4 (Kat. 1 8 9 5 ) .
166 CATALOGUE D U M U S É E D U CAIRE.

259. Teilweise vergoldete, bemalt gewesene Statue des [_J des (o/^oj,
A b b 1
Stehend ). — Holz. — Höhe: 1.75m einschl. d e s \ J . — Dahschur 1894.
Dyn. 12 •).
HALTUNG. Geradeausblickend. Der r. Arm hängt am Körper herab. Die Faust
3
hielt etwas ) horizontal. Der 1. Unterarm bis zur horizontalen Lage gehoben.
4
Die Faust hielt eine vertikale Stange ), deren Spur auf dem Fußbrett neben dem
1. Fuß sichtbar ist. L. Bein vorgesetzt. Das r. steht wenig hinter der Verti- m
kalen des Oberkörpers zurück. — Fußbrett rechteckig, an den Längsseiten
5
unten eine Feder (a), welche in die Nut des zugehörigen Schreines ) paßt. 259
TRACHT. Große, die Ohren frei lassende Strähnenperücke, die in zwei Zöpfen auf
die Brust fällt, hinten entsprechend tief in einer Masse. An der Stirn laufen
die Strähnen horizontal, ohne Scheitel. Die unteren Enden der Perücke sind
mit einem horizontalen Streifen von Goldblättchen verziert: Vor den
Ohren ein Eckchen eignes Haar: Dünner, unten nach ^ vorn um­ 9

gebogener Kinnbart [sogenannter W y Götterbart] (s. Skizze hierneben).


0
Breiter, vergoldeter ) Halskragen 259 zwischen den vorderen Zöpfen
der Perücke: * Spuren eines gemalt gewesenen oder vergoldeten
Gürtels (b) JB/ULT um die Lenden, dessen Enden (c) vorn auf die
Oberschenkel J E fallen: von der Mitte desselben hing- ehemals
-Uhu.
ein Latz (d) •) 259 herab, dessen Nagellöcher (ee)
noch sichtbar sind. Ob ein Schurz ( / / ) vorhanden war,
ist unwahrscheinlich; an der 1. Seite sieht es so aus. Die
Nägel an Händen und Füßen waren vergoldet. Auf
8
dem Kopf war das Zeichen | j ) eingezapft.
FARBEN. Nur am r. Oberarm Spuren von Bemalung. Die

Vergoldung h a t sich nur an wenigen Stellen erhalten.


Augen eingelegt; das r. modern, vom 1. nur das Weiße
und die durchsichtige Iris alt.
INSCHRIFTEN. Fehlen, dieselben standen am Schrein.

TECHNIK. Glatte Bearbeitung der Oberflächen. Arme und 1. Bein angesetzt. Zehen
gelöst. Nägel ohne Nagelhaut. Ohren richtig detailliert. Brustwarzen ein­
gesetzt. Verschiedene alte Flickstücke.
KUNSTWERT. Gute, aber zu glatte Arbeit.

ERHALTUNG. Bis auf einige Sprünge und das Fehlen der Bemalung vollständig.
Bart und r. Auge modern.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 30948; Kat. 1895 [Suppl. 9 4 ] Nr. 1 3 4 1 ; DE MORGAN, Fouilles
äDahchour, Mars—Juin 1894, Taf. 3 3 — 3 5 ; Fundbericht: S. 87ff., 91 Nr. 2 .

') Kanopen desselben Nr. 4 0 1 9 — 4 0 2 1 . Rest derselben Statue Nr. 1159. Ähnlicbe kleinere
Statue aus demselben Grabe Nr. 1163.
2
) Nach dem Siegel des Grabes (DE MORGAN, Fouilles ä Dahchour S. 104 ff.).
3
) Vielleicht eine Feder, die der | j hinter Königsbildern s o zu halten pflegt.
*) Vielleicht mit dem »Horus«namen des Königs.
5
) Siehe DE MORGAN, Fouilles ä Dahchour S. 9 2 / 9 3 ; Kat. 1895 [Suppl. 94] Nr. 1342.
°) Das Gold ist stark rötlich oxydiert.
7
) Oder eine Penistasche, oder drei riemenartige Enden.
s
) Heute modern nach dem zerfallenen alten Stück nachgebildet.
STATUEN UND STATUETTEN. 167

1
260. Bruchstück einer bemalten Dienerstatue, Kohlenherd ). — Weißer Kalk-
A b b
- stein. — Länge: 0,17 m. — Herkunft? Dyn. 5.
Rechteckiger Kasten, an den Seiten in Relief (in natura in durchbrochener Arbeit)
11 bzw. 6 ^-Zeichen, an den oberen Längskanten j e zwei längliche Ösen (un-
durchbohrt, in natura zum Transport an Stangen). Oben in einem erhöhten,
ovalen Rande sind die Kohlen angegeben.
FARBEN. Der Kasten braun, unten ein wenig schwarz (vom Fußbrett), die Kohlen
rot und schwarz.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Flächen. Unten Mörtelfuge.
KUNSTWERT. Sorgfältige Arbeit.
ERHALTUNG. Eine Ecke etwas bestoßen.

261. Bruchstück einer bemalten Dienerstatue, Kohlenbecken'). — Weißer Kalk-


A b b
- stein. — Durchmesser: 0,155 m. — Herkunft? Dyn. 5.
Rundes, nach oben zu breiter werdendes Becken. Der Rand oben aus vier kon­
zentrischen Ringen bestehend. In der Mitte sind die Kohlen angegeben.
FARBEN. Nur Spuren von Rot auf den Kohlen.

INSCHRIFTEN. Fehlen.

TECHNIK. Wie bei vor. Nr. Unten zwei runde Dübellöcher außer der Mörtelfuge.

KUNSTWERT. Wie bei vor. Nr.

ERHALTUNG. Bis auf die Farben gut.


VERZ. U. VERÖFF. : M A R . , Alb. phot. Taf. 1 1 .

262. Bruchstück einer bemalten Dienerstatue, Schlachtbank mit drei gerupften


A b b 3
- Gänsen ). — Weißer Kalkstein. — Länge: 0,18 m. — Herkunft?
Dyn. 5.
Auf einem hinten rechteckigen, vorn abgerundeten Brette liegen drei gerupfte
Gänse, darunter das Steinmesser.
FARBEN. Das Brett rotbraun, nur am untern Rande etwas schwarz (vom Fuß­
brett). Die Gänse gelblich, ihre Knöchel rosa, Flälse rotbraun, Köpfe schwarz,
Augen weiß (?). Messer schwarz.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Oberflächen. Die Stellen, wo die Federn saßen, durch kleine
Vertiefungen angegeben. Unten Mörtelfuge.
KUNSTWERT. Sehr sorgfältige Arbeit.
ERHALTUNG. L. vordere Ecke des Brettes abgebrochen.
1
') Vgl. dazu LD. 11 52 aus dem Grabe des ^^(j^ e
' n
Diener bratet eine Gans über solchem
Kohlenherd.
2
) Vgl. Nr. 245.
3
) Vgl. LD. I I 52 und BAEDECKER 1 8 9 7 S. 1 3 3 Holzschnitt 1 (aus dem Grabe des
168 CATALOGUE D U MUSEE D U CAIRE.

1
263. Bemalter Kopf der Statue des
a
®
-
LK?) )- — G e l b e r
Kalkstein. —
Abb ^*^—.
Höhe: 0,085 m. — Saqqara, Mastaba D 47. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend.
TRACHT. Große, gescheitelte, bis ins Genick fallende, die Ohren halb frei lassende
Strähnenperücke. Die Strähnen sind detailliert, am untern Ende sehen die
Spitzen zweier Reihen hervor. An der r. Seite Spur eignen Haares vor dem
Ohr noch sichtbar. Kleiner, dünner Schnurrbart.
FARBEN. Nur Spuren. Haare, Brauen, Schnurrbart schwarz. Hautfarbe die des Steines.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Gut bearbeitete Oberfläche. Brauen in Relief. Rand der Lippen wenig erhöht.
KUNSTWERT. Arbeit von hohem Kunstwert.
ERHALTUNG. Kleine Eckchen der Schultern sitzen noch am Hals, sonst fehlt von
da ab alles.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Kat. M A R . Nr. 4 5 9 ; Kat. MASP. Nr. 3 0 4 5 S . 1 1 6 ; Kat. 1 8 9 2 [GRERAUT]
Nr. 3 0 4 5 S. 133; Kat. 1 8 9 5 Nr. 7 2 5 ; PRISSE D'AVENNES, Hist. de l'art. Fragments des
statues iconiques Nr. 3 .

264. Bemalter Kopf der Statue eines Mannes. — Weißer Kalkstein. — Höhe:
A b b
- 0,08 m. — Saqqara. Dyn. 5.
HALTUNG . Geradeausblickend.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Dünner Schnurrbart. Spur
eines gemalten Halskragens.
FARBEN. Haare, Wimpern, Brauen, Pupillen, Schnurrbart schwarz. Weißes der
Augen weiß. Hautfarbe rotbraun.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Bearbeitung der Flächen.
KUNSTWERT. Gute Arbeit.
ERHALTUNG. Wie bei vor. Nr. Kinn bestoßen.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Kat. M A R . Nr. 4 6 0 ; Kat. M A S P . Nr. 3 0 1 3 ; Kat. 1 8 9 5 Nr. 7 2 9 .

AAAAAA ÄjÄ

2
265. Zwei Bruchstücke der bemalten Statue des U 00> sitzend ), zu
Kopf Nr. 2 6 3 gehörig. — Gelber Kalkstein. — Höhe: 0,32 in. —
Saqqara, Mastaba D 47. Dyn. 5.
HALTUNG. R. Faust steht, ein bandartig zusammengelegtes Tuch haltend, auf dem
r. Oberschenkel. L. Handfläche liegt auf dem 1. Die Unterschenkel parallel.
— Vom Fußbrett nur eine Ecke erhalten.
1
) Ergänzungsstücke s. Nr. 2 6 5 . Siehe Bemerkungen zu Nr. 2 6 5 .
2
) Anscheinend Pendant zu Nr. 2 6 6 , daher vielleicht aus dem Grabe des [ | , MAR.,

Mast. D 4 7 . Statuen desselben Nr. 3 0 , 3 1 , 6 9 , 9 4 , 1 0 3 , 1 7 0 , 1 7 4 , 1 7 8 , 2 6 6 , 2 8 4 , 3 2 1 , 3 2 2 , 3 2 3 ;


Scheintür desselben Nr. 1 4 8 4 ; Reliefs desselben Nr. 1 5 3 3 , 1 5 5 8 .
STATUEN UND STATUETTEN. 169

TRACHT. Zwischen den Schulterblättern Spuren eines gemalten Gegen­


gewichts (s. Skizze hierneben). Kurzer Schurz mit gefälteltem Über­
schlag; die Falten sind noch detailliert (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei Nr. 2 6 3 . Arme und Beine nicht frei. Beine
sorgfältig gearbeitet.
KUNSTWERT. Wie bei Nr. 263.

ERHALTUNG. 1. Stück: Brust zwischen Hals und Ellenbogen. 2. Stück: Beine,


Teil der r. und 1. Hände und Arme. Stück des Fußbretts und vordere Kante
des Sitzes.

266. Vier Bruchstücke einer Statue des ^ ^ [ J , sitzend. — Gelber Kalk­


stein. — Höhe: 1: 0,24 m, 2 — 4 : 0,14 m. — Saqqara. Nach M A R . ,
1
Mast. S. 304ff.: Mastaba D 4 7 ) . Dyn. 5.
HALTUNG. Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel. — Fußbrett war vorn an
den Ecken abgerundet.
TRACHT. Kurzer glatter Schurz.
FARBEN. Fehlen.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett vorn in vertieften Hiero­
glyphen: m—>-
TECHNIK. Wie bei vor. Nr.

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. 1. Stück: Vom Körper nur der r. Arm und das r. Bein bis zur Mitte
des Schienbeins. Stück 2 — 4 : Vorderer Teil des Fußbretts mit den Fußspitzen.

267. Bemalt gewesene Statue des 8 © , stehend. — Holz. — H ö h e : 0,94 m.


ABB. Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. R. Arm am Körper herabhängend, die Faust hielt
ein Zepter horizontal L. Unterarm gehoben, die Faust hielt einen schräg nach
vorn gerichteten Stab. L. Fuß vorgesetzt. R. Bein Standbein. — Fußbrett war
rechteckig.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke.
Spur eines gemalten Halskragens mit Gegen­
gewicht. Kurzer Schurz mit gefälteltem Über­
schlag, Gürtel und Knoten; die Fältelung reicht
bis auf die Mitte des Rückens (s. Skizzen hier-
neben).

l
) Die Statue ist nicht genannt; Name und Titel stimmen. Statuen desselben Nr. 30, 3 1 , 69,
94, 103, 170, 174, 178, 263/265(1'), 2 8 4 , 3 2 1 , 322, 3 2 3 ; Scheintür desselben Nr. 1 4 8 4 ; Reliefs des­
selben N r . 1 5 3 3 , 1558.

22
170 CATALOGUE D U M U S É E D U CAIRE.

FARBEN. Nur Spuren: Haare schwarz, Hautfarbe rotbraun,


Schurz weiß. Halskragen grün und weiß.
INSCHRIFTEN. Oben auf dem Fußbrett neben und vor dem 1.
Fuß in vertieften Hieroglyphen: m—>-
TECHNIK. Glatte Oberfläche. Arme und Beine frei, xlrme an­
gedübelt. L. Unterarm desgleichen. L. Fuß ebenso. Zehen
gelöst. Nägel mit Nagelhaut. Brustwarzen eingesetzt und
Brauen in Relief.
KUNSTWERT. Leidliche Arbeit. Schlanke Proportionen.
ERHALTUNG. Der Länge nach gesprungen. Fußbrett zum Teil
zerstört.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. MASP. Zettel 4880.

268. Bemalte Statue des stehend. — Holz mit Stuck- und Lein-
A b b
' wandüberzug. — Höhe: 1,01 m. — Saqqara, 18. Mai 1873(?). Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei vor. Nr.

TRACHT. Kurzes, eigenes Haar mit Detaillierung. Spuren eines gemalten Halskragens
mit Amulett auf der Brust und Gegengewicht (s. untenstehende Skizzen). Langer,
bis etwas unter die
Knie reichender Schurz
mit zurückgeschlage­
nem Finde, vorn ein­
gestopftem Zipfel und
dreieckigem Vorder­
blatt. D a r ü b e r Gürtel
mit Knoten, Bändern')
und vier Reihen Perlen
vorn (s. 3. Skizze hier­
neben).

FARBEN. Haare schwarz. Hautfarbe rosa. Schurz und


Weißes der Augen weiß.
INSCHRIFTEN. Die Inschriften sind beide anscheinend schon
im Altertum absichtlich zerstört. Auf dem Fußbrett in
vertieften Hieroglyphen: » >
Auf dem umgeschlagenen Streifen des Schurzes (x) von unten anfangend
in roter Farbe: .,

*) Der gewöhnlich dargestellte Knoten dieser Art Gürtel ist also nur dekorativ.
2 < :>
) ( ^ ~j 1 - — ~ ) | ' ' J | jj z u
ergänzen. Vgl. Kat. 1895 Nr. 66, w o diese Pyramide auch mit j|
geschrieben ist.
STATUEN UND STATUETTEN. 171

TECHNIK. Auf dem Holz liegt eine ziemlich starke Schicht rötlichen Stucks, dar­
auf Leinwand und dann eine dünne Lage Stuck und Farbe. Arme angesetzt.
Zehen gelöst. Nägel ohne Nagelhaut.
KÜNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Der Stuck vielfach abgelöst. Der 1. Unterarm fehlt.
VERZ. u. VERÖFF. : Journal Nr. 2 6 0 4 5 ' ) .

269. Bemalte Statue einer Frau, stehend. — Holz. — Höhe: 0,54 m. —


Saqqara, 18. Mai 1878. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. L. Ann am Körper herabhängend. Fland offen.
Beine fast geschlossen. — Fußbrett fehlt.
TRACHT. Große, die Ohren deckende, gescheitelte, bis fast auf die
Schultern reichende Strähnenperücke. Vielleicht Angabe eigenen
Haares an der Stirn. Spuren eines gemalten Halsbandes mit
Gegengewicht und Best eines Brustschmcks. SpurenvonBän-
dern um die Hand- und Fußgelenke. Langes,
enges Frauengewand mit zwei Tragbändern, j e ­
doch nur Spuren.

FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern schwarz. Haut­


farbe gelb. Nur Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Starke Stuckschicht. Arm angesetzt. Zapfen unter den Füßen.
KUNSTWERT. Sorgfältige Arbeit.
ERHALTUNG. R. Arm fehlt. Stuckschicht fast ganz abgefallen. Etwas gesprungen.
VERZ. u. VERÖFF. : Journal Nr. 2 2 0 7 3 .

270. Bemalte Statue des stehend. — Holz. — Höhe: 0,79 m. —


Abb
" Saqqara, 18. Mai 1873. Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend Arme am Körper herabhängend. Hände geschlossen.
L. Fuß vorgesetzt. R. Bein Standbein. — Fuß­
brett rechteckig.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke.
Gemaltes Halsband mit Gegengewicht (s. Skizzen
hierneben). Langer, bis unter die Kniescheiben
reichender Schurz mit zurückgeschlagenem
Ende, mit dreieckigem Vorderblatt (s. Skizze).
FARBEN. Haar, Brauen, Wimpern, Brustwarzen,
Fußbrett schwarz. Hautfarbe rotbraun. Schurz
und Weißes der Augen weiß.
l
) Vielleicht a u c h Nr. 2 2 0 7 4 . Vgl. Nr. 3 8 0 , vielleicht Statue desselben.

22*
172 CATALOGUE D U MUSEE D U CAIRE.

INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett in vertieften Hieroglyphen:


TECHNIK. Starker Stucküberzug. Arme angedübelt. Unteres
Stück des Schurzes desgleichen. Füße ebenso. Hohlräume
der Fäuste halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Holz sehr gesprungen. Stuckschicht vielfach
abgefallen. Der vorn eingestopfte Zipfel des Schurzes war besonders eingesetzt
und fehlt jetzt.
V E R Z . U. V E R Ö F F . : Journal Nr. 2 2 0 7 5 ; auf dem Fußbrett: 3 4 1 in roter Farbe.

271. Statue einer Frau, stehend. — Weißer Kalkstein. — Höhe: 0 , 6 6 m. —


Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme am Körper herabhängend. Hände offen.
L. Fuß wenig vorgesetzt. R. Bein Standbein. — Fußbrett rechteckig. Breiter
Rückenpfeiler bis zur Schulterhöhe.
TRACHT. Gescheitelte Strähnenperücke, bis auf die Schultern reichend. Spuren
eigenen Haares au der Stirn. Langes, enges Frauengewand.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wegen der vollständigen Zerstörung der Oberfläche nichts zu erkennen.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Die Oberfläche allseitig völlig korrodiert.

1
272. Bemalte Statue des ^ , stehend ). — Weißer Kalkstein. — H ö h e :
/WVAAA
ABB
- 0 , 7 0 m. — Saqqara. Nach M A R . , Mast. S. 233: Mastaba ü 2 0 . De-
zember 1859. Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei Nr. 2 7 0 . — Schmaler Rückenpfeiler bis zur Schulterhöhe.
TRACHT. Große, die Ohren halb verdeckende, bis auf die Schultern fallende, ge-
scheitelte Strähnenperücke. Spur eines dünnen Schnurrbarts.
Gemalt gewesener Halskragen (s. Skizze hierneben). Kurzer
Schurz mit gefälteltem Überschlag, Gürtel und Knoten.
FARBEN. Haare, Brauen, Wimpern, Pupillen, Schnurrbart,
Fußbrett, Rückenpfeiler schwarz. Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett in vertieften Hieroglyphen: »—>-
TECHNIK. Wie bei Nr. 2 1 1 . Brustwarzen in Relief. Nägel mit
Nagelhaut. Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Ziemlich gute Arbeit.
ERHALTUNG. Aus drei Stücken zusammengesetzt. L. Arm ergänzt.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 6 0 7 4 ; Kat. M A R . Nr. 2 7 ; auf der Rückseite:
3 7 2 ; Inschrift: M A R . , Mast. S. 2 3 3 .

l
) Statue desselben Nr. 2 1 1 ; seine Diener Nr. 1 1 0 , 1 1 4 , £ 1 1 6 ] , 1 1 8 ; sein Priester Nr. 1 1 9 .
STATUEN UND STATUETTEN. 173

273. Zwei Bruchstücke der Statue einer Frau, sitzend. — Weißer Kalkstein.
— Höhe: 0,49 m. — Abusir 1887(?). Dyn. 5.
HALTUNG. Handflächen auf den Oberschenkeln. Die Unterschenkel parallel. —
Sitz würfelförmig. Fußbrett rechteckig. Schmaler Rückenpfeiler bis zur Genickhöhe.
TRACHT. Spur der langen Strähnenperücke: Langes, enges Frauen- s
gewand. Spur eines reliefierten Armbandes am 1. Handgelenk (s. Skizze). c3>^
2 7 3
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Flächen. Arme und Füße nicht frei. Zehen wenig gelöst. Nägel
mit Nagelhaut.
KUNSTWERT. Schlanke Proportionen.
ERHALTUNG. Kopf, r. Arm und r. Sitzseite fehlen. In Gürtelhöhe zerbrochen.
VERZ. U. V E R Ö F F . : Journal Nr. " 2 7 9 9 2 .

274. Zwei Bruchstücke der bemalt gewesenen Statue einer Frau, schreitend.
— Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,73 m. — Abusir 1887(?). Dyn. 5.
HALTUNG. Arme lagen am Körper an. Hände offen. L. Fuß vorgesetzt. R. Bein
Standbein. — Schmaler Rückenpfeiler.
TRACHT. Enges, langes Frauengewand mit Tragbändern. Spuren
von einem Perlennetz über dem Gewand (s. Skizze hierneben).
Spur eines gemalten Armbandes am 1. Handgelenk.
FARBEN. Freie Räume schwarz.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Flächen; Arme und Beine nicht frei.
KUNSTWERT. Sehr schlanke Figur.
ERHALTUNG. Kopf, Ted der Brust, Arme bis auf die 1. Hand, Füße fehlen. In
der Mitte der Oberschenkel zerbrochen.
V E R Z . U. VERÖFF. : Journal Nr. 2 7 9 9 9 .

275. Zwei Bruchstücke der bemalten Gruppe eines Mannes und seiner Frau.
— Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,30 m. — Herkunft? Dyn. 5.

HALTUNG. Der Mann: Arme herabhängend. Hände geballt. L. Fuß vorgesetzt.


Die Frau: R. von ihm. Geradeausblickend. Arme herabhängend. Hände
1
g e b a l l t ) . — Gemeinsamer Bückenpfeiler bis zur' Mitte der Schulterblätter.
TRACHT. Der Mann: Kurzer Schurz mit gefälteltem Überschlag (s. Skizze).
Die Frau: Große, die Ohren deckende, gescheitelte
Strähnenperücke, welche auf dem Rücken tiefer reicht als vorn:
An der Stirn eignes, gescheiteltes Haar. Enganliegendes gemaltes

J
) Bei Statuen von Frauen nicht üblich.
174 C A T A L O G U E DU MUSÉE D U CAIRE.

Halsband, desgleichen breiter Halskragen, langes, enges Frauen­


gewand mit Tragbändern, auf denen Rosetten aus einer Nym-
phäa-Lotus-Blüte; Perlennetz (s. Skizzen hierneben).
Am 1. Handgelenk ein Armband: -,,,, , , ?
w
FARBEN. Haare und freie Räume, s* ~
Rückenpfeiler schwarz. Hautfarbe
des Mannes rotbraun, der Frau gelb. Kleidung weiß.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Oberflächen glatt. Arme und Beine nicht frei. Finger nicht getrennt.
Hohlräume der Faust halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Sorgfältige Arbeit. Gesicht der Frau war gut.
ERHALTUNG. Vom Manne nur Stück des Schurzes und des 1. Armes und Beines
erhalten. Füße und r. Arm der Frau fehlen. Oberkörper der Frau einzeln.

276. Bruchstück der bemalten Statue eines Mannes, stehend. — Weißer Kalk­
stein. — Höhe: 0,43 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Arme am Körper herabhängend. L. F u ß vorgesetzt. — Schmaler, nach
oben zu wenig dünner werdender Rückenpfeiler.
TRACHT. Kurzer Schurz mit gefälteltem Überschlag, dessen Zipfel durch den Gurt
hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten.
FARBEN. Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Arme und Beine nicht frei. Flächen glatt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf, Unterarme und Beine fehlen.

277. Bruchstück der bemalten Statue eines Mannes, stehend. — Weißer Kalk­
stein. — Höhe: 0,18 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Ganz wie bei vor. Nr. Hände geballt.
TRACHT. Wie bei vor. Nr.

FARBEN. Desgleichen.
INSCHRIFTEN. Fehlen.

TECHNIK. Wie bei vor. Nr. Hohlräume der Fäuste halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Oberkörper von oberhalb des Nabels an, Unterschenkel und 1. Arm
bis auf die Hand fehlen.

278. Bruchstück der bemalten Statue eines Mannes, stehend. —~ Weißer Kalk­
stein. — Höhe: 0,24 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Arme am Körper herabhängend. Schmaler Rückenpfeiler.
TRACHT. Spur des durch den Gurt hinaufgezogenen Zipfels vom gefältelten Uber­
schlag des Schurzes.
STATUEN U N D STATUETTEN. 175

FABBEN. Flautfarbe rotbraun. Rückenpfeiler rot mit schwarzen Tupfen (Granit).


INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Arme nicht frei. Flächen glatt.
KUNSTWERT. Wie bei vor. Nr.

ERHALTUNG. Nur das Stück zwischen Hals und Nabel erhalten.


VERZ. u. V E R Ö F F . : Vorn: 3 5 8 .

279. Bruchstück der bemalten Statue eines Mannes, sitzend. — Weißer Kalk­
stein. — Höhe: 0,20 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Die Oberarme lagen am Körper an.
TRACHT. Nicht mehr festzustellen.
FARBEN. Hautfarbe rotbraun.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. ZU zerstört, um ein Urteil zuzulassen. Arme nicht frei.
KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Nur die Brust bis zum Gürtel und der r. Oberarm erhalten. Ober­
fläche stark durch Salz zerstört.

< = >
280. Bruchstück der bemalten, lebensgroßen Statue des ^ ( ? ) , stehend (?)
— Weißer Kalkstein. — Größte Ausdehnung: 0,30 m. — Herkunft?
HALTUNG. — Dyn- 5-

TRACHT. Spur eines gemalt gewesenen Halskragens.


F A R B E N . Hautfarbe rotbraun.

INSCHRIFTEN. Fehlen.

TECHNIK.Gut bearbeitete Flächen. Brustwarzen in Relief.


KUNSTWERT. Anscheinend gute Arbeit.

ERHALTUNG. Nur r. Brust und Schulter. Starke Salzausschwitzungen.

281. Bruchstück der Statue eines Mannes, stehend. — Weißer Kalkstein. —


Höhe: 0,30 in. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Arme am Körper herabhängend. L . Bein vorgesetzt. — Schmaler
Rückenpfeiler.
TRACHT. Kurzer Schurz mit gefälteltem Überschlag, Gürtel und
Knoten (s. Skizze).
F A R B E N . Keine Spuren.

INSCHRIFTEN. Fehlen.

TECHNIK. ZU zerstört, um ein Urteil zu gestatten.

KUNSTWERT. Desgleichen.

ERHALTUNG. Nur r. Brust, Stück des r. Armes und Schurz erhalten.

') Vgl. Nr. 2 8 7 , zu der es vielleicht gehört. Vgl. auch Nr. 3 1 8 , 3 5 0 .


176 C A T A L O G U E DU M U S E E DU CAIRE.

282. Bruchstück der Statue eines Mannes, stehend. — Weißer Kalkstein. —


Höhe: 0,32m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei vor. Nr. Hände geschlossen.
TRACHT. Kurzer Schurz mit gefälteltem Überschlag. Falten detailliert.
FARBEN. Keine Spuren mehr.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Zu zerstört, um ein Urteil zu gestatten.
KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Nur Beine ohne Füße, Unterteil des Schurzes und 1. Faust zum Teil
erhalten.

283. Bruchstück der bemalt gewesenen Statue eines Mannes. — Weißer Kalk­
stein. — Höhe: 0,29 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Arme anliegend. — Schmaler Rückenpfeiler bis zur
Genickhöhe.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke.
FARBEN. Spur rotbrauner Hautfarbe.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. ZU zerstört, um ein Urteil zu gestatten.
KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Nur 1. Kopf- und Brustseite erhalten. Oberfläche stark korrodiert.

284. Drei Bruchstücke der bemalten Statue des ^ > stehend. — Weißer
Kalkstein. — Höhe: 0,30m. — Saqqara. Nach M A R . , Mast. S. 304ff.:
1
Mastaba D 4 7 ) . Dyn. 5.
HALTUNG. R. Fuß Standfuß, 1. Bein vorgesetzt. — Breiter Rückenpfeiler. Vorn
abgerundetes Fußbrett.
TRACHT. —

FARBEN. Hautfarbe rotbraun. Fußbrett und freie Räume schwarz. Rückenpfeiler


rötlich.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett in vertieften Hieroglyphen: »—> ^ ^
TECHNIK. Flächen glatt. Vorgesetztes Bein nicht frei. Zehen gelöst. Nägel
mit Nagelhaut. ^
KUNSTWERT. ZU wenig erhalten, um ein Urteil zu ermöglichen. © ^
ERHALTUNG. Nur Fußbrett, Füße und ein Stück des Rückenpfeilers er- | J
halten.
') Die Statue ist nicht genannt; Namen und Titel stimmen. Statuen desselben Nr. 3 0 , 3 1 , 6 9 ,
94, 1 0 3 , 1 7 0 , 1 7 4 , 1 7 8 , 2 6 3 / 2 6 5 ( ? ) , 2 6 6 , 2 8 5 , 3 2 1 , 3 2 2 , 3 2 3 ; Scheintür desselben Nr. 1 4 8 4 ; Reliefs
desselben Nr. 1 5 3 3 , 1 5 5 8 .
S T A T U E N UND S T A T U E T T E N . 177

u n 1
285. Bruchstück der bemalt gewesenen Gruppe des ^ . ^ U d seiner Frau ).
— Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,13 m. — Saqqara. Nach MAR.,
Mast. S. 304ff.: Mastaba D 47. Dyn. 5.
HALTUNG. Der 1. Oberarm liegt horizontal unter der Brust. — Spur eines schmalen
Rückenpfeilers.
TRACHT. —

FARBEN. Keine Spuren.


INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei Nr. 94.

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Nur Brust und 1. Arm ohne Hand erhalten.

286. Zwei Bruchstücke der Statue eines Mannes, am Boden sitzend (?). — Rot­
bunter Granit. — Höhe: 0,21 m. — Herkunft? Dyn- 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. Oberarme am Körper anliegend.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperucke. Spur eines weiten Schurzes
mit zurückgeschlagenem Ende und vorn eingestopftem Zipfel.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Flächen leidlich glatt. Arme nicht frei.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Nur Oberkörper vom Gürtel ab erhalten. Kopf lose.

2 < = >
287. Kopf ) einer lebensgroßen, bemalten Statue") des ^ , stehend (?).
— Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,32 m. — Gise. Aus dem Grabe des
4
^ Ü ^ ) - Dyn. 5.

HALTUNG. Geradeausblickend. — Breiter, bis zur Scheitelhöhe reichender Rücken­


pfeiler.
TRACHT. Große, gescheitelte, die Ohren halb deckende, bis auf die Schultern
reichende Strähnenperücke mit detaillierten Strähnen.
FARBEN. Haare schwarz, Hautfarbe rotbraun.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Oberflächen.
KUNSTWERT. Sehr gute Arbeit.

') Zu Nr. 9 4 gehörig.


2
) Brust dazu s. Nr. 2 8 0 . Vgl. auch Nr. 3 1 8 , 3 5 0 .
3
) Ähnlieh Nr. 1 9 .
4
) Aus demselben Grabe Nr. 1 9 7 — 2 0 0 , 2 1 6 , 2 1 7 , 2 8 0 ( ? ) ; 3 1 8 ( ? ) , 3500'), 3 6 5 — 3 6 7 , 8 1 5 .
23
178 CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE.

ERHALTUNG. Nase fehlt, 1. Gesichtsseite stark bestoßen. Stück des Rückenpfeilers


desgleichen. War zerbrochen.
VERZ. U. VERÖFF.: Kat. 1892 [GREBAUT] Nr. 6232 S. 58 ' ) .

288. Kopf der Statue eines Mannes. — Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,21 m.
n
— Herkunft? Dy - 5-
HALTUNG. Geradeausblickend.
TRACHT. Große, die Ohren halb verdeckende, gescheitelte, bis auf die Schultern
reichende Strähnenperücke.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Soweit noch zu sehen, glatte Flächen. Brauen in Relief.
KUNSTWERT. Gute Arbeit.
ERHALTUNG. Nase bestoßen.

289. Kopf der bemalten Statue eines Mannes. — Weißer Kalkstein. — Höhe:
A b b
- 0,14 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei vor. Nr.

TRACHT. Desgleichen.
FARBEN. Haare schwarz, Hautfarbe rotbraun.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Gute Oberflächen. Brauen in Relief.
KUNSTWERT. Leidliche Arbeit.
ERHALTUNG. Nase bestoßen.
VERZ. U. VERÖFF.: Am Sockel: . 9 8 8 8 .

290. Zwei Bruchstücke eines ebensolchen Kopfes. — Weißer Kalkstein. —


Höhe: 0,12 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei Nr. 288.

TRACHT. Desgleichen. Spur eines etwas breiter als gewöhnlich gezeichneten


Schnurrbarts.
FARBEN. Wie bei vor. Nr. Brauen und Wimpern schwarz.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei vor. Nr.

KUNST WERT. Desgleichen.

ERHALTUNG. L. Seite der Perücke lose. L. Auge und Nase beschädigt.

') Kat. 1 8 9 2 [GRÉBAUT] Z e t t e l 6 2 3 2 : appartenant à un groupe de 5 personnages de grandeur


< >
~ ,
gr <
naturelle (3 adultes, 2 enfants), laissé provisoirement en place dans le tombeau de - ~ a Guizeh.
— Les autres têtes sont brisées.
S T A T U E N UND S T A T U E T T E N . 179

291. Kopf der Statue eines Mannes. — Dunkler Stein. — Höhe: 0,09 m.
— Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend.
TRACHT. Große, gescheitelte, bis auf die Schultern fallende, die Ohren deckende
Strähnenperücke.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Flächen.
KUNSTWERT. Ungeschickte Arbeit.
ERHALTUNG. Nase abgeschlagen.

1
292. Kopf der Statue eines Mannes. — Gelber, schwarz geäderter Kalkstein ).
— Höhe: 0,10 m. — Saqqara 1861. Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei vor. Nr.

TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke.


FARBEN. Haare, Wimpern schwarz.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Gut bearbeitete Oberfläche.
KUNSTWERT. Leidliche Arbeit.
ERHALTUNG. Nasenspitze angestoßen.
VEKZ. U. VERÖFF. : Journal Nr. 1 7 8 0 9 .

293. Kopf der Statue eines Mannes. — W e i ß e r Kalkstein. — Höhe: 0,11m.


— Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei Nr. 2 9 1 .

TRACHT. Wie bei Nr. 2 9 2 .

FARBEN. Nur Spuren: Haare schwarz, Hautfarbe rotbraun.


INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei vor. Nr. Brauen in Relief.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Nase fehlt.

294. Kopf der Statue eines Mannes. — W e i ß e r Kalkstein. — Höhe: 0,10 m.


— Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei Nr. 2 9 1 .

TRACHT. Wie bei Nr. 2 9 2 .

FARBEN. Keine Spuren.

') Aus demselben Stein Nr. 3 0 3 .


23*
180 CATALOGUE DU MUSEE DU CAIRE.

INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. ZU stark zerstört, um ein Urteil zu erlauben. An der unteren Bruch­
fläche Spur eines viereckigen Zapfens.
KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Stark beschädigt und vom Salz angegriffen.

295. Kopf der Statue eines Mannes. — Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,14 m.
— Herkunft? Dyn- 5.
HALTUNG. Wie bei Nr. 2 9 1 .

TRACHT. Wie bei Nr. 2 9 2 .

FARBEN. Keine Spuren.


INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Leidliche Flächenbearbeitung.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Nase fehlt.

296. Kopf der Statue einer Frau(?). — W e i ß e r Kalkstein. — Höhe: 0,15 m.


— Labyrinth (Hawara), Oktober 1862. M. R. (?)
HALTUNG. Wie bei Nr. 2 9 1 . — Rest eines schmalen Rückenpfeilers.
TRACHT. Weit abstehende, die Ohren verdeckende Lockenperücke.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Gut bearbeitete Oberflächen.
KUNSTWERT. Gesicht gut gearbeitet.
ERHALTUNG. Nase beschädigt.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 1 9 9 9 8 .

297. Bruchstück einer Familiengruppe. — Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,13 m.


— Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Frau: Geradeausblickend. R. Arm herabhängend, der 1. umfaßte den Mann.
•— Bruchstück des gemeinsamen, bis zur Scheitelhöhe reichenden Rückenpfeilers.
TRACHT. Große, gescheitelte, die Ohren deckende Strähnenperücke mit zwei Reihen
unter den oberen Strähnen hervorsehenden Locken.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Gute Flächen. Arme nicht frei.
KUNSTWERT. Gute Arbeit.
ERHALTUNG. Nur Kopf, Brust und Schultern erhalten. Kinn und Nase abgeschlagen.
STATUEN UND STATUETTEN. 181

298. Bruchstück des Kopfes der bemalten Statue eines Mannes. — Weißer
Kalkstein. — Größte Ausdehnung: 0,16 m. — Saqqara, (aus dem
Magazin daselbst in nachmariettescher Zeit ins Museum gebracht).
L. Seite einer Lockenperücke mit Spuren schwarzer Farbe. Dyn. 5 (.).
VERZ. u. VERÖFP.: Daran Zettel mit: 1 3 4

299. Bruchstück des Kopfes der Statue eines Knaben (?). — Weißer Kalk­
stein. — Größte Ausdehnung: 0,09 m. — Herkunft? M. R.(?)
Vorderer und 1. Ted des Schädels mit dem 1. Ohr und dem Gesicht bis zum Munde.
Keine Farbspuren. Augen mit Schminkstreifen. Haar nicht angegeben. Nase
bestoßen.

300. Vier Bruchstücke der Strähnenperücke einer Statue. — Weißer Kalkstein.


— Größte Ausdehnungen: 1: 0,17 m, 2: 0,11 m, 3: 0,10 m, 4: 0,075 m.
— Herkunft? Dyn. 5(?).
Spuren schwarzer Farbe. Zum Teil aneinander passend.

301. Ein Bruchstück gleicher Art. — Weißer Kalkstein. — Größte Aus­


dehnung: 0,09 m. — Herkunft? Dyn. 5(?).

302. Ein Bruchstück gleicher Art. — Weißer Kalkstein. — Größte Aus­


dehnung: 0,055 m. — Herkunft? Dyn. 5 (?).

>
303. Fußbrett einer Statue des ^ ^ , stehend. — Gelber, schwarz ge­
1 2
äderter Kalkstein ). — Länge: 0,24 m. — Abusir ) 1887. Dyn. 5.
HALTUNG. L. Fuß vorgesetzt. — Schmaler Rückenpfeiler. Fußbrett rechteckig.
TRACHT. —

FARBEN. Keine Spuren.


INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen auf dem Fußbrett:
TECHNIK. Gute Oberflächen. Nägel nur angedeutet.
KUNSTWERT. Leidliche Arbeit.
ERHALTUNG. Nur Fußbrett und Füße erhalten.
VERZ. U. VERÖFF. : Journal Nr. 2 8 0 0 2 .

') Vgl. Nr. 2 9 2 .


-) Ein denselben Namen und Titel führender Mann w a r in Saqqara, Mastaba C 2 4 begraben
(vgl. MAR., Mast. S . 1 5 7 ff.). Statuen desselben Nr. 1 2 7 , 1 3 0 , 1 6 3 , 1 7 2 , 1 8 2 , 1 8 3 , 1 8 4 , 1 8 5 , 1 8 7 , 1 8 8 ,
192, 194, 205, 107/312.
182 C A T A L O G U E DU M U S E E DU CAIRE.

304. Fußbrett einer Statue des L K X ^ U , stehend. — Weißer Kalkstein.—


Länge: 0,22 m. — Abusir 1887. Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei vor. Nr.

TRACHT. —

FARBEN. Keine Spuren.


INSCHRIFTEN. Wie bei vor. Nr.: m—>-

TECHNIK. ZU sehr zerstört, um ein Urteil zu gestatten.


KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Wie bei vor. Nr., jedoch vordere und 1. Kante des Fußbretts sowie
1. Fußspitze abgeschlagen.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 2 8 0 0 1 .

1
305. Fußbrett einer Statue des stehend ). — Weißer Kalkstein.
— Breite: 0,18 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei Nr. 803. — Fußbrett vorn abgerundet (s. Skizze).
TRACHT. —

FARBEN. Keine Spuren.


INSCHRIFTEN. Wie bei Nr. 803: -»—>

TECHNIK. ZU sehr zerstört, um ein Urteil zu gestatten.


KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Nur 1. Fuß und der dazugehörige Teil des Fußbretts
erhalten. Starke Salzausschwitzungen.

306. Bruchstück des Fußbretts der Statue eines Mannes, stehend. — Weißer
Kalkstein. — Länge: 0,14 m. — Herkunft? Dyn. 5 (?).
HALTUNG. Wie bei Nr. 303. — Fußbrett rechteckig.
TRACHT. —

FARBEN. Keine Spuren.


INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Saubere Flächen. Zehen gelöst. Nägel ohne Nagelhaut.
KUNSTWERT. Saubere Arbeit.
ERHALTUNG. Nur 1. Fuß mit dem zugehörigen Teile des Fußbretts.

307. Bruchstück des Fußbretts der Statue eines Mannes, stehend. — Weißer
Kalkstein. — Längste Ausdehnung: 0,12 m. — Herkunft? Dyn. 5 (?).
HALTUNG. L . Bein vermutlich vorgesetzt.
TRACHT. —

') Bruchstück einer Statue desselben Nr. 3 1 3 .


S T A T U E N UND S T A T U E T T E N . 183

FARBEN. Hautfarbe rotbraun. Fußbrett rot mit schwarzen Tupfen.


INSCHRIFTEN. Vor dem r. Fuß in vertieften Hieroglyphen:
TECHNIK. ZU sehr zerstört, um ein Urteil zu gestatten.
KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Nur r. Fuß mit einem Stückchen Fußbrett.

308. Fußbrett einer bemalten Familiengruppe. — Weißer Kalkstein. — Breite:


0,25 m. — Abusir 1887. Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann stand links, den 1. Fuß vorgesetzt. Die Frau rechts mit
geschlossenen Füßen. — Gemeinsamer Rückenpfeder. Rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. —

FARBEN. Fußbrett schwarz.


INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Flächen. Zehen gelöst. Nägel angedeutet.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Nur Fußbrett und Füße erhalten.
VERZ. U. VERÖFF. : Journal Nr. 28003.

309. Fußbrett der Statue der J L ^ J ^ I stehend. — Weißer Kalkstein. —


Länge: 0,36 m. — Abnsir 1887. Dyn. 5.
HALTUNG. L. Fuß vorgesetzt. — Schmaler Rückenpfeiler. Rechteckiges Fußbrett.
TRACHT. —

FARBEN. Hautfarbe gelb. Fußbrett schwarz.


INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen r. neben dem 1. Fuß auf dem
Fußbrett: m—>•
TECHNIK. Gute Oberfläche. Zehen gelöst. Nägel mit Nagelhaut.
KUNSTWERT. Gute Arbeit.
ERHALTUNG. Nur Fußbrett und Füße erhalten.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 2 8 0 0 0 ; daran auf einem Zettel: 133 «k» ') N*V.

310. R. vordere Ecke des Fußbretts einer Statue des -^--<2>- P . — Weißer
Kalkstein. — Länge: 0,14 m. — Herkunft? Dyn. 5.
FARBEN. Schwarz.
INSCHRIFTEN. In vertieften, unausgemalten Hiero­
glyphen:
ERHALTUNG. Spur eines Fußes noch außerdem zu
sehen.

') Soll wohl *«LAJ »Bruchstück« heißen.


184 C A T A L O G U E DU M U S É E DU CAIRE.

311. Fußbrett der bemalten Statue des stehend. — Weißer Kalk-


stein. — Länge 0,25 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. L. Fuß vorgesetzt. — Schmaler Rückenpfeiler. Rechteckiges Fußbrett.
FARBEN. Spuren: Hautfarbe rotbraun. Fußbrett gelblich.
INSCHRIFTEN. Auf dem Fußbrett in vertieften Hieroglyphen:
TECHNIK. ZU sehr zerstört, um ein Urteil zu gestatten.
KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. R. Fuß ganz, 1. teilweise erhalten.

< = > 1
312. R. Ecke des Fußbretts einer Familiengruppe des ^ ) - — Weißer
Kalkstein. — Breite: 0,18 m. — Saqqara. Nach M A R . , Mast. S. 157:
Mastaba C 24. — Dezember 1861. Dyn. 5.
HALTUNG. L. Fuß des Mannes vorgesetzt.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen auf dem Fußbrett:
TECHNIK. Wie bei Nr. 1 0 7 .

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Nur ein 1. Fuß mit einem Stück Fußbrett.

2
313. Fußbrett der bemalten Statue des ^ stehend ). — Weißer Kalk­
stein. — Länge: 0,25 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. L. Fuß vorgesetzt. — Schmaler Rückenpfeiler. Rechteckiges Fußbrett.
FARBEN. Hautfarbe rotbraun. Fußbrett und freie Räume schwarz.
INSCHRIFTEN. Wie bei vor. Nr., r. neben dem 1. Fuß: ^—>
TECHNIK. Zu sehr zerstört, um ein Urteil zu gestatten.
KUNSTWERT. Desgleichen.

ERHALTUNG. Nur die Füße und Fußbrett erhalten, r. Ecke fehlt.


VERZ. U. VERÖFF.: Darauf in Blei: 360.

314. Zwei Bruchstücke des Fußbretts der bemalten Familiengruppe des J - C S > - ^ .
— Weißer Kalkstein. — Breite: 0,36 m. — Abusir 1887. Dyn. 5.
HALTUNG. Die Füße des sitzenden Mannes stehen wenig entfernt voneinander
parallel. Rechts am Sitz stand die in kleinerem Maßstabe gehaltene Figur
einer Frau. — Fußbrett rechteckig.
FARBEN. Hautfarbe rotbraun. Fußbrett schwarz.

') Ergänzungsstück zu Nr. 107. Statuen desselben Nr. 107, 127, 130, 163, 172, 182, 183, 184,
185, 187, 188, 192, 194, 205, 303(?).
2
) Bruchstück einer Statue desselben Nr. 305.
S T A T U E N UND S T A T U E T T E N . 185

INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen auf dem Fußbrett:


Füße
TECHNIK. Gute Flächenbearbeitung. Zehen gelöst. Nägel des
Mannes
mit Nagelhaut. Bei a Vertiefung für das Fußbrett der
weiblichen Figur, die am Sitz stand.
KUNSTWERT. Anscheinend gute Arbeit.
ERHALTUNG. Nur Füße und Fußbrett. B. Seite bestoßen.
VERZ. U. VERÖFF.: Journal Nr. 2 7 9 9 7 ; auf einem Zettel: 129 — \ Y \ .

315. L. vordere Ecke eines Fußbretts mit der 1. Fußspitze einer Statue. —
Weißer Kalkstein. — Größte Ausdehnung: 0,25 m. — Herkunft?
Das Fußbrett schwarz. Dyn. 5 (?).

316. R. Ecke eines Fußbretts mit der 1. Fußspitze eines am Boden sitzenden
Mannes. — Weißer Kalkstein. — Größte Ausdehnung: 0,10 m. —
Herkunft? Dyn. 5 (?).
Hautfarbe rotbraun, Fußbrett schwarz.

317. Stückchen Fußbrett mit 1. Fußspitze. — Weißer Kalkstein. — Größte


Ausdehnung: 0,07 m. — Herkunft? Dyn. 5 (?).

318. Stückchen Fußbrett mit r. Fußspitze (Lebensgröße) der Statue des


Q "!fe=f(?)')• — Weißer Kalkstein. — Größte Ausdehnung: 0,11 m.
— Herkunft? Dyn. 5.

319. Fußbrettecke, schwarz. — Weißer Kalkstein. — Größte Ausdehnung:


0,15 in. — Herkunft? Dyn. 5 (?).

320. Bruchstück der Statue des I ^ P , kniend. — Weißer Kalkstein. —


Höhe: 0,225 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Die gespreizten Zehen und Knie berühren den Boden. Der Hintere
liegt auf den Fersen. Oberkörper war vertikal. Hände liegen mit
den Außenseiten auf den Oberschenkeln. Jede hielt etwas. — Fuß­
brett war rechteckig.
TRACHT. Kurzer Schurz mit abgerundetem Uberschlag und Gürtel:
FARBEN. Spuren rotbrauner Hautfarbe.
INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen auf dem Fußbrett:
TECHNIK. Glatte Flächen. Arme und Beine nicht frei.
Zehen gelöst. Nägel ohne Nagelhaut. Knie und
Unterschenkel
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit. des
Mannes
ERHALTUNG. Oberkörner und auch Teil des r. Unterarmes
fehlen. E. Seite des Fußbretts beschädigt.

') Vgl. Nr. 280, 2 8 7 , 3 5 0 .


24
186 C A T A L O G U E DU M U S É E DU CAIRE.

321. Bruchstück des Fußbretts der Statue eines Dieners des ^ U , am


1
Boden sitzend ). — Weißer Kalkstein. — Länge: 0,15 in. — Saqqara.
Nach M A R . , Mast. S. 304ff.: Mastaba D 47. Dyn. 5.
HALTUNG. Knie waren hochgezogen. Die r. Hand liegt auf dem r. Fuß und hielt
einen nach vorn schräg links gerichteten Stock. Die 1. scheint am 1. Fuß ge­
legen zu haben. — Fußbrett rechteckig.
TRACHT. •—

FARBEN. Hautfarbe rotbraun. Fußbrett schwarz.


INSCHRIFTEN. An der r. Seite des Fußbretts in vertieften
Hieroglyphen: »—>-
TECHNIK. ZU sehr zerstört, um ein Urteil zu erlauben.
KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Nur die Füße, Rest der r. Hand und hinterer Teil des Fußbretts
erhalten.

ЛЛЛЛЛЛ ^ _
2
322. Bruchstück der bemalten Statue eines Dieners des ^ [_J, kniend ).
— Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,09 m. — Saqqara. Nach M A R . ,
Mast. S. 304ff.: Mastaba D 47. Dyn. 5.
HALTUNG. Knie und Zehen berührten den Boden. Oberschenkel waren vertikal.
TRACHT. Kurzer, glatter Schurz.
FARBEN. Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß. Fußbrett schwarz.
V W W 4
INSCHRIFTEN. An der r. Seite des Fußbrettfragments in ver- PP © ^ i j
tieften Hieroglyphen: m—*- ÚÚ\ о _л_
TECHNIK. ZU sehr zerstört, um ein Urteil zu erlauben.
KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Nur die Knie, der r. Unterschenkel und ein Stück des Fußbretts
erhalten.

лллллл s~\

323. Bruchstück der bemalten Statue eines Dieners des ^ ^ ^ L B kniend ).


— Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,085 m. — Saqqara. Nach M A R . ,
Mast. S. 304ff: Mastaba D 47. Dyn. 5.
HALTUNG. Knie und Zehen berühren den Boden, der Hintere liegt auf den Fersen.
Der 1. Unterarm berührte den 1. Oberschenkel. — Fußbrett war rechteckig. Vor
den Knien scheint ein horizontales Brett gelegen zu haben.

') Anscheinend in der Stellung der Feuer schürenden Diener. Statuen aus demselben Grabe
Nr. 3 0 , 3 1 , 6 9 , 9 4 , 1 0 3 , 1 7 0 , 1 7 4 , 1 7 8 , 2 6 3 / 2 6 5 ( ? ) , 2 6 6 , 2 8 4 , 2 8 5 , 3 2 2 , 3 2 3 ; Scheintür ebendaher
Nr. 1 4 8 4 ; Reliefs ebendaher Nr. 1 5 3 3 , 1 5 5 8 .
2
) Vielleicht in der Stellung der Teig formenden Diener. Statuen aus demselben Grabe s. v o r .
Anmerkung.
3
) Vielleicht in derselben Stellung w i e die Teig formenden Diener. Statuen aus demselben
Grabe s. Anm. 1.
S T A T U E N UND S T A T U E T T E N . 187

TRACHT. Kurzer Schurz mit zurückgeschlagenem Ende.


FARBEN. Hautfarbe rotbraun, Schurz weiß, Fußbrett schwarz.
INSCHRIFTEN. Auf der r. Seite des Fußbretts wie bei vor. Nr.: »—> GL | |
TECHNIK. ZU sehr zerstört, um ein Urteil zu erlauben.
KUNSTWERT. Desgleichen.
-
ERHALTUNG. Nur die Beine und der dazugehörige Teil des Fußbretts erhalten.
II. hintere Ecke des Fußbretts fehlt.

324. Bruchstück der Statue eines Mannes, kniend. — Weißer Kalkstein. —


Breite: 0,18 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Zehen und Knie berührten den Boden. — Fußbrett rechteckig.
TRACHT. —

FARBEN. Keine Spuren.


INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Die Beine waren frei gearbeitet.
KUNSTWERT. ZU sehr zerstört, um ein Urteil zu erlauben.
ERHALTUNG. Nur die Zehen und ein Stück des Fußbretts erhalten.

1
325. Bruchstück des Fußbretts der Statue einer Dienerin, am Boden sitzend ).
— Weißer Kalkstein. — Breite: 0,145 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Die Knien waren hoch gezogen, die r. Hand liegt neben dem r. Fuß
und hielt einen Stab. — Fußbrett rechteckig.
TRACHT. —

FARBEN. Spuren gelber Hautfarbe.


INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. ZU sehr zerstört, um ein Urteil zu erlauben.
KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Nur die Füße, die r. Hand und das zugehörige Stück Fußbrett
erhalten.

326. Bruchstück der bemalten Statue einer Dienerin, am Boden sitzend. —


Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,23 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Knie hochgezogen. Der r. Arm lag etwas nach vorn bewegt an der
r. Seite des r. Beines. Der 1. Unterarm horizontal gehoben. — Fußbrett hinten
rechteckig.
TRACHT. Kurzer, glatter Schurz.
FARBEN. Hautfarbe gelb, Schurz weiß, Fußbrett schwarz.
INSCHRIFTEN. Fehlen.

') Ganz wie Nr. 1 0 8 , also wohl Feuer schürend.


24*
188 C A T A L O G U E DU M U S E E DU CAIRE.

TECHNIK. Glatte Flächen. Arme und Beine nicht frei.


KUNSTWERT. Leidliche Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf, r. Arm und Schulter, r. Fuß. 1. Hand und vorderer Teil des
Fußbretts fehlen.

327. Bruchstück der bemalten Statue einer Dienerin, am Boden sitzend. —


Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,225 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei vor. Nr. Die Brüste hängend. Vor der Frau
ein jetzt nicht mehr zu erkennender Gegenstand (s. nebenstehende
Skizze des Schnittes). — Fußbrett vorn abgerundet.
TRACHT. Wie bei vor. Nr.

FARBEN. Nur Spuren gelber Hautfarbe.


INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. L. Unterarm frei, sonst wie bei vor. Nr.
KUNSTWERT. Leidliche Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf, 1. Hand, r. Seite des r. Beines und der entsprechende Teil des
Körpers und Fußbretts fehlen.

328. Kopf der Statue einer Dienerin. — Weißer Kalkstein. — flöhe: 0,09 m.
— Herkunft? Dyn. 5.
TRACHT. Der obere Teil der Haare ist mit einem Tuch oder einer Kappe
bedeckt, aus der hinten die Strähnen der Berücke hervorsehen.
FARBEN. Spur gelber Hautfarbe.
TECHNIK. Zu wenig erhalten, um ein Urteil zu erlauben.
KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNO. Allseitig stark beschädigt.

329. Vier Bruchstücke. Kopflose, bemalte Statue eines Dieners, kniend, Teig
A b b 1
- formend ). — Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,27 m. — Saqqara,
Dyn. 5.
HALTUNG. Zehen und Knie berühren den Boden. Der Hintere ruht auf den Fersen.
Oberkörper leicht vornübergebeugt. Die 1. Hand liegt mit der Innenseite nach
oben an der 1. Ecke des vor dem Manne liegenden
länglichen Brettes. Die r. Hand kratzt mit einem
länglichen Instrument vom Brette etwas zusammen:
— Fußbrett der Form der Figur angepaßt.
TRACHT. Kurzer, glatter Schurz.
FARBEN. Hautfarbe rotbraun, Schurz weiß, Fußbrett schwarz. Brett rötlich (?),
vorn oben weiß (?).
INSCHRIFTEN. Fehlen.

') Vgl. Nr. 1 0 9 , 2 4 0 .


STATUEN UND STATUETTEN. 189

TECHNIK. Gut bearbeitete Oberflächen. R. Arm frei. Finger wenig, Zehen nicht
gelöst. Nägel nur angedeutet.
KUNSTWERT. Gute Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf fehlt. Vorderer Teil des Fußbretts lose. Desgleichen zwei
Stücke des r. Armes.
VERZ. U. VERÖFF.: Daran in Blei: 3 9 3 ; Kat. MAR. N r . 7 6 0 ; MAR., Alb.phot. T a f . 2 0 [mit K o p f ! ] .

330. L. Unterarm der Statue eines stehenden Mannes. — Holz. — Länge:


0,20 m. — Herkunft? A. R.
Rotbraun bemalt, die Faust hielt einen Stab. Zwei Finger fehlen.

331. L.Unterarm der Statue eines stehenden Mannes. — Holz. — Länge:


0,23 m. — Herkunft? A. R.
Es fehlt nichts.

332. L. Unterarm der Statue eines stehenden Mannes. — Holz. — Länge:


0,215 m. — Herkunft? A. R.
Fingernägel rosa [Henna].

333. L. Unterarm der Statue eines stehenden Mannes. — Holz. — Länge:


0,355 m. — Herkunft? A. R.

334. R. Arm der Statue eines stehenden Mannes. — Holz. — Länge: 0,50 m.
— Herkunft? A. R.
Rotbraun bemalt. Hohlraum der Faust halbkugelig gefüllt (weiß). Nägel rosa [Henna].

335. R. Fuß einer Statlie. — Holz. — Länge: 0,29 m. — Herkunft? A. R.


Nur der vordere Teil. Keine Farbspur mehr. Sehr zerstörte Oberfläche.

336. L. Fuß einer Statue. — Holz. — Länge: 0,19 m. — Herkunft? A. R.


Rotbraun bemalt, Nägel an den Wurzeln weiß.

337. R. Schulter einer Statue. — Alabaster. — Größte Ausdehnung: 0,08 m.


— Herkunft? A. R.

338. R. Schulter einer Statue. — Weißer Kalkstein. — Größte Ausdehnung:


0,125 m. — Herkunft? A. R.

339. L. Oberarm der Statue eines Sitzenden. — Weißer Kalkstein. — Länge:


0,38 m. — Herkunft? A. R.

340. L. Unterarm der Statue eines Sitzenden. — Weißer Kalkstein. — Länge:


0,16 m. — Herkunft? A. R.
190 C A T A L O G U E DU M U S E E DU CAIRE.

341. L. Oberarm von der Statue eines Sitzenden. — Weißer Kalkstein. —


Länge: 0,17 m. — Herkunft? A. R.
Rotbraun bemalt.
VERZ. U. VERÖFF.: Daran in Blei: 377.

342. R. Oberarm von der Statue eines Sitzenden. — Weißer Kalkstein. —


Länge: 0,135 m. — Herkunft? A. R.
Rotbraun bemalt.
VERZ. U. VERÖFF.: Daran in Blei: 379.

343. Stück des Armes einer Statue. — Weißer Kalkstein. — Länge: 0,10 m.
— Herkunft? A. R.
Rotbraun bemalt.

344. R.Arm einer Dienerstatue. — Weißer Kalkstein. — Länge: 0,09 m. —


Herkunft? Dyn. 5.
Rotbraun bemalt.

345. R. Ellenbogen der Statue eines Sitzenden. — Weißer Kalkstein. — Länge:


0,06 m. — Herkunft? A. R.

T
346. L. Unterarm der Statue eines Stehenden. — W eißer Kalkstein. — Länge:
0,115 m. — Herkunft? A. R.
Rotbraun bemalt.

347. Stück eines l.(?) Unterarms der Statue eines Stehenden. — Weißer Kalk­
stein. — Länge: 0,07 m. — Herkunft? A. R.
Rotbraun bemalt.

348. Stück eines 1. Unterarms der Statue eines Sitzenden. — Weißer Kalk­
stein. — Länge: 0,10 m. — Herkunft? A. R.
Rotbraun bemalt.

349. Stück eines r. Unterarms der Statue eines am Boden Sitzenden (?). —
Weißer Kalkstein. — Länge: 0,09 m. — Herkunft? A. R.
Rotbraun bemalt.

1
350. Bruchstück der 1. Hand der lebensgroßen Statue eines Stehenden ). —
Weißer Kalkstein. — Größte Ausdehnung: 0,27 m. — Herkunft?
Mit daran befindlichem Stücke des Schurzes.
Dyn. 5.
') Vgl. Nr. 280, 287, 318, 3 5 1 .
STATUEN UND STATUETTEN. 191

1
351. Bruchstück der 1. Faust einer lebensgroßen Statue ). — Weißer Kalk­
stein. — Größte Ausdehnung: 0,11 m. — Herkunft? Dyn. 5.
Rotbraun bemalt. Halbkugelig gefüllter Hohlraum der Faust weiß.

352. R. Unterarm einer Statue. — Weißer Kalkstein. — Größte Ausdehnung:


0,125 m. — Herkunft? A. R.
Rotbraun bemalt.

353. L. Faust mit Armansatz einer Statue. — Weißer Kalkstein. — Größte


Ausdehnung: 0,125 m. — Herkunft? A. R.
Rotbraun bemalt.

354. L. Faust einer Statue. — Weißer Kalkstein. — Größte Ausdehnung:


0,06 m. — Herkunft? A. R.
Daumen abgebrochen.

355. Zwei Bruchstücke; r. und 1. Bein der Statue eines Stehenden. — Weißer
Kalkstein. — Größte Ausdehnung: 1: 0,23 m, 2: 0,20 m. — Her­
kunft? A.R.
Rotbraune Hautfarbe. Schmaler Rückenpfeiler.

356. Zwei Bruchstücke; r. und 1. Bein der Statue eines Stehenden. — Weißer
Kalkstein. — Größte Ausdehnung: 1 : 0 , 1 6 m , 2: 0,10 m. — Her­
kunft? A. R.

357. Bruchstück des 1. Unterschenkels der Statue eines Stehenden. — Weißer


Kalkstein. — Größte Ausdehnung: 0,15m. — Herkunft? A.R.

358. Bruchstück des 1. Unterschenkels der Statue eines Stehenden. — Weißer


Kalkstein. — Größte Ausdehnung: 0,12 m. — Herkunft? A. R.

359. Bruchstück eines 1. Fußgelenks einer Statue. — Weißer Kalkstein. —


Größte Ausdehnung: 0,12m. — Herkunft? A.R.

360. Bruckstück eines 1. Fußes einer Statue. — Weißer Kalkstein. — Größte


Ausdehnung: 0,09 m. — Herkunft? A. R.

361. Bruchstück eines 1. Unterschenkels einer Statue. — Weißer Kalkstein.


— Größte Ausdehnung: 0,09 m. — Herkunft? A. R.
:
) Vgl. v o r . Nr.
192 C A T A L O G U E DU M U S E E DU CAIRE.

362. Bruchstück eines r. Beines einer Statue mit Stück des Rückenpfeilers. —
Weißer Kalkstein. — Größte Ausdehnung: 0,155m. —Herkunft? A. R.

363. Bruchstück des Gürtels einer Statue. — Weißer Kalkstein. — Größte


A R
Ausdehnung: 0,095 m. — Herkunft? ~/^>\ - -
Mit Knoten und hinaufgezogenem Zipfel des gefältel­
ten Überschlags (s. nebenstehende Skizze).

364. Zwei Bruchstücke der Statue eines Mannes, stehend. — Dunkler Granit.
— Höhe: 0,60 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Gera deausblickend. Arme am Körper herabhängend, Hände geballt.
L. Fuß vorgesetzt. IL Bein Standbein. — Schmaler Rückenpfeiler.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke. Kurzer Schurz mit gefälteltem
Überschlag, dessen Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.

TECHNIK. Leidlich glatte. Flächen. Arme und Beine nicht frei. Hohlraum der
Faust halbkugelig gefüllt. Nägel nur angedeutet.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Füße und Teil des 1. Fußes sowie 1. Schulter fehlen. Kopf lose.
R. Daumen bestoßen.

< = = > 1
365. Zwei Bruchstücke einer Statue des ^ , sitzend ). — Weißer Kalk­
f

stein. — Höhe: 1,22 m. — Herkunft wie bei Nr. 197. Dyn. 5.


HALTUNG. Wie bei Nr. 198.

TRACHT. Desgleichen. Jedoch ohne Spur des Halskragens.


rechts: » ->- links:
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. An der Vorderseite des Sitzes, r. und 1. neben den
Beinen, beide Male die gleiche Inschrift in vertieften Hiero­
glyphen:
TECHNIK. Wie bei Nr. 198. Zwischenraum zwischen den Unter­
schenkeln tief ausgearbeitet.
KUNSTWERT. Wie bei Nr. 198.

ERHALTUNG. Kopf und r. Arm fehlen. Oberfläche sehr korro­


2
diert. In zwei Stücke zerbrochen ).

') Statuen desselben Nr. 1 9 7 , 1 9 8 , 1 9 9 , 2 0 0 , 2 1 6 , 2 1 7 , 2 8 0 ( ? ) , 285(I')


2 8 7 , 318(1'), 350(?), 3 6 6 , 3 6 7 , 8 1 5 .
a
) Zur Zeit ( 1 8 9 7 ) zusammengebunden.
S T A T U E N UND S T A T U E T T E N . 193

1
366. Vier Bruchstücke einer Statue des sitzend ). — Weißer Kalk-
a
stein. -— Höhe: 1,14 m. — Herkunft wie bei Nr. 197. Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei Nr. 1 9 8 .
links: rechts:
ebenso, nur
TRACHT. Wie bei vor. Nr.
in umge­
FARBEN. Desgleichen. kehrter
Richtung.
INSCHRIFTEN. denselben Stellen und in derselben Aus­
AU
führung wie bei vor. Nr.:
TECHNIK. Wie bei vor. Nr.

KUNSTWERT. Desgleichen.

ERHALTUNG. Kopf und r. Arm fehlen, das übrige in drei


2
Stücke von oben nach unten ) gespalten. L. Arm lose.

1
367. Zwei Bruchstücke einer Statue des ' sitzend ). — Weißer Kalk­
stein. — Höhe: 1,15 m. — Herkunft wie bei Nr. 197. Dyn. 5.

HALTUNG. Wie bei Nr. 1 9 8 .


links :

TRACHT. Wie bei Nr. 365.

FARBEN. Desgleichen.
INSCHRIFTEN. Desgleichen:
TECHNIK. Desgleichen.
KUNSTWERT. Desgleichen.
3
ERHALTUNG. Kopf und r. Hand fehlen, r. Arm lose ).

4
368. Kopflose Statue des ° | J ^ P P , sitzend ). — Weißer Kalkstein. — Höhe:
0,95 m. — Saqqara, Nach M A R . , Mast. S. ll0 ff. und 129ff.: Mastaba
5
Cl oder C 9 ) . Dyn. 5.
HALTUNG. Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die 1. Hand
liegt auf dem 1. Die Unterschenkel wenig nach unten zu konver­
gierend. — Sitz würfelförmig mit einer kleinen Kante an den
Seiten (s. Skizze hierneben). Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Kurzer Schurz mit gefälteltem Überschlag und Gürtel (s.
Skizze hierneben).
FARBEN. Keine Spuren.

') Statuen desselben Nr. 1 9 7 , 1 9 8 , 1 9 9 , 2 0 0 , 2 1 6 , 2 1 7 , 2 8 7 , 3 6 5 , 8 1 5 .


2
) Z u r Zeit ( 1 8 9 7 ) sind zwei Stücke davon zusammengebunden.
3
) Zur Zeit ( 1 8 9 7 ) angebunden.
4
) Statue desselben Nr. 9 3 .
5
) Die Namen und Titel stimmen beidemal.
25
194 C A T A L O G U E DU M U S EE DU CAIRE.

INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen vorn am Sitz und auf dem Fußbrett neben
den Beinen, am Sitz: auf dem Fußbrett:
rechts: >• links: rechts: links:
zerstört,
falls j e
etwas
dastand.

TECHNIK. ZU mangelhaft erhalten, um ein Urteil zuzulassen.


KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Kopf, 1. Ober- und Unterarm fehlen. Viele Risse. Starke Salzaus-
schwitzungen.
VERZ. U. VERÖFF.: DE ROUGE, Inscr. hier. Taf. 6.

<=> 1
369. Kopflose Statue der ^ !|<=, sitzend ). — Grauer Kalkstein. — Höhe:
0,33 m. — Saqqara 1884. Dyn. 6.
HALTUNG. Die r. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, die 1. Handfläche liegt auf
dem 1. Die Füße stehen parallel nebeneinander. — Sitz würfelförmig, hoch.
Fußbrett rechteckig.
TRACHT. Mit vertieften Linien dargestelltes Halsband, desgleichen Armbänder an
den Handgelenken (s. Skizzen hierneben). Bis zur Mitte der
Waden reichendes, enges Frauengewand.
FARBEN. Spuren schwarzer Farbe am Schmuck.
INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen vorn auf dem Fußbrett:
TECHNIK. . Ganz wie bei Nr. 70. ^ J ) ^ £5 < > <=j |
KUNSTWERT. Desgleichen. _
ERHALTUNG . Kopf fehlt. Der Stein zeigt viele kleine Sprünge, (J ^ ^> ^ ^ IJ

VERZ. U. VERÖFF. : Journal Nr. 25669.

370. Bruchstück der bemalten Statue eines Mannes, stehend. — Holz. —


A b b
- Höhe: 0,88 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei Nr. 154.

TRACHT. Desgleichen.
FARBEN. Haare schwarz. Schurz, Hohlraum der Faust, Weißes im Auge weiß.
Hautfarbe rotbraun.

') Statuen im gleichen Stil Nr. 70 ff. Nr. 369 stellt vermutlich die Frau von Nr. 70 dar.
S T A T U E N UNI) S T A T U E T T E N . 195

INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Wie bei Nr. 154. Flickstücke kommen nicht vor.
KUNSTWERT. Desgleichen.

ERHALTUNG. Beine und Fußbrett fehlen. Farben haben sehr gelitten.


VERZ. U. VERÖFF.: Alte Nummer darauf: 326.

371. Zwei Bruchstücke der Statue eines Mannes, am Boden sitzend. — Weißer
Kalkstein. — Höhe: 0 , 5 5 m. — Nach Angabe von Herrn BARSANTI
aus Saqqara, Zeit GRÉBAUTS. Dyn. 5 .
HALTUNG. Geradeausblickend. [Der r. Unterarm liegt vor der Brust').] Die 1. Hand­
fläche auf der 1. Seite des Schurzes. Die Unterschenkel untergeschlagen, der
1. vor dem r. Die Zehen berühren den Boden mit den Oberseiten. — Fuß­
brett schließt sich der Körperform an.
TRACHT. Große, die Ohren halb verdeckende Strähnenperücke, bei der nur an den
Vorderseiten unter den obersten Strähnen noch zwei Reihen weitere hervor­
sehen. Glatter Schurz mit zurückgeschlagenem Ende,
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Oberflächen. Arme nicht frei.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
2
ERHALTUNG. Der ganze Oberkörper ergänzt. Kopf lose ). Stark korrodiert.

372. Bruchstück der bemalt gewesenen Statue eines Mannes, stehend. —


Weißer Kalkstein. — Höhe: 0 , 6 3 m. — Saqqara, nördlich von der
Stufenpyramide, 1 8 8 7 . Dyn- 5 .
HALTUNG. Arme am Körper herabhängend. Hände geballt. I.. Fuß vorgesetzt.
R. Bein Standbein. — Breiter, bis zur Schulterhöhe reichender Rückenpfeiler.
TRACHT. Rest einer großen Strähnenperücke und eines gemalten Halskragens.
Kurzer Schurz mit gefälteltem Überschlag, dessen glatter Zipfel durch den Gurt
hinaufgezogen ist, Gürtel.
FARBEN. Hautfarbe rotbraun, Rückenpfeiler desgleichen.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Glatte Flächen. Arme und Beine nicht frei. Hohlraum der Hand halb­
kugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Leidliche Arbeit.
ERHALTUNG. Kopf, r. Arm und Füße fehlen.

VERZ. u. VERÖFF. : Journal Nr. 2 7 9 9 5 ; auf einem Zettel daran: \VV — 1 2 7 .

') Siehe unter E r h a l t u n g .


2
) Ob der Kopf ursprünglich dazu gehörte, ist unsicher.
25*
196 C A T A L O G U E DU M U S E E DU CAIRE.

373. Bruchstück der bemalt gewesenen Statue eines Mannes, stehend. —


Weißer Kalkstein. — Höhe: 0,64 m. — Herkunft? A. R.
HALTUNG. Wie bei vor. Nr. — Rückenpfeiler war vielleicht auch breit.
TRACHT. Kurze, die Ohren deckende Lockenperücke, deren einzelne Locken, ab­
weichend vom sonstigen Schema, als Kringel in Relief wiedergegeben g ^ g .
1
sind ) (s. Skizze). Kurzer Schurz mit gefälteltem Überschlag, dessen ^ * ^ J 3

Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten.


FARBEN. Spuren rotbrauner Hautfarbe.
INSCHRIFTEN. Fehlen.

TECHNIK. Soweit noch sichtbar, glatte Oberflächen. Arme und Beine nicht frei.
Nägel ohne Nagelhaut. Hohlraum der Fäuste halbkugelig gefüllt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit, Gesicht besser.
ERHALTUNG. Beine fehlen. Das übrige hat sehr durch Korrosion gelitten.

374. Bruchstück einer Gruppe. — Rotbunter Granit. — Höhe: 0,24 m. —


Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend.
TRACHT. Große, die Ohren deckende, gescheitelte, bis auf die Schultern reichende
Strähnenperücke.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Leidliche Flächen. Arme waren nicht frei.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Nur Kopf und Brust erhalten. L. Schulter abgebrochen. Am 1. Ober­
arm Spur der danebenstehenden Person. Nase und Stirn beschädigt.

375. Kopf der lebensgroßen Statue eines Mannes. — Rotbunter Granit. —


Höhe: 0,24 m. — Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend.
'TRACHT. Große, die Ohren halb deckende, gescheitelte, bis auf die Schultern
reichende Strähnenperücke.
FARBEN. Keine Spuren.
INSCHRIFTEN. Felden.
TECHNIK. Gut bearbeitete Flächen.
KUNSTWERT. Gute Arbeit.
ERHALTUNG. Nase bestoßen.

) Vgl. Statue Nr. 2 3 0 .


S T A T U E N UND S T A T U E T T E N . 197

d
376. Bruchstück einer bemalten Gruppe des | - ^ < H = ~ und seiner Familie.
ABB. __ W e i ß e r Kalkstein. — Höhe: 0,59 m ? — Saqqara 1892. Dyn. 5.
HALTUNG. Der Mann: Sitzt geradeausblickend: die Hände liegen mit den Außen­
seiten der Finger auf den Oberschenkeln und halten die gerollten Enden eines
auf dem Schöße ausgebreiteten Papyrus zwischen Daumen und den vier Fingern.
Die Unterschenkel berühren sich mit den Waden.
Die Frau: Stand mit geschlossenen Füßen rechts daneben und umfaßte
ihn mit dem 1. Arm, der auf seinem Rücken noch erhalten ist.
Rückenpfeiler hatte nur die Frau (s. Skizze .hierneben).
Fußbrett rechteckig.
Der würfelförmige Sitz des Mannes ist an den freien Seiten
mit ganz flachen Reliefs'), an der Rückseite mit einem Bilde ver­
-
ziert, und zwar an der r. Seite: ein nach vorn schreitende] Mann, der in der R.
einen Vogel an den Flügeln vor sich hält, dem er mit der L. den Kopf zurück­
biegt (d. h. ihn, wie beim Opfer üblich, abdreht).
An der 1. Seite: Ein nach vorn schrei­
tender Mann, die r. Hand auf der Brust, die
1. herabhängend. Die Fäuste halten ein
bandartig zusammengelegtes Tuch (s.
Skizze hierneben) und einen kurzen, zylin­
drischen Gegenstand (s. Skizze hierneben).
Dahinter steht ein Mädchen, Handhal­
tung wie beim Manne, nur geöffnete Hände.
Auf der Rückseite: In der Mitte schlach­
ten zwei Diener ein Rind, der 1. zieht an dem
einen Vorderschenkel, der r. schneidet ihn ab.
Rechts davon trägt ein dritter den anderen
Vorderschenkel fort, links ein vierter (zum
Teil zerstört).

TRACHT. Der Mann: Kurzer Schurz mit gefältel­


tem Uberschlag, dessen Zipfel durch den Gurt
hinaufgezogen ist, Gürtel und Knoten (?); vom
Halsband keine Spur mehr, wohl aber das Gegen­
gewicht noch erhalten (s. Skizzen hierneben).
Die Frau: Langes, enges Frauengewand. An Hand- und
Fußgelenken Bänder, an der Hand in Relief (s. Skizze hierneben).
Reliefs am Sitz: Die Söhne: Schurz mit dreieckigem Vor­
derblatt, zurückgeschlagenem Ende, dessen Zipfel vorn eingestopft
ist (s. 1. Skizze hierneben). Eignes, kurzes Haar.
Das Mädchen: Kinderlocke (s. 2 . Skizze hierneben).
Die Diener: Eignes Haar und kurze Schurze.
FARBEN. Der Mann: Hautfarbe rotbraun. Schurz weiß.
Die Frau: Hautfarbe gelb. Gewand weiß(?). Sitz,
Fußbrett, freie Räume schwarz. Papyrus dunkelgelb. Rückseite des Sitzes
blaugrau. Figuren daran in natürlichen Farben.

') V g l . Nr. 2 1 .
198 C A T A L O G U E DU M U S E E DU CAIRE.

INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen:


An der Vorderseite des Sitzes und auf dem Fußbrett: rechts : links :
Auf dem Fußbrett vor der Frau: m— v

Kante

An der r. Seite des An der 1. Seite des Sitzes:


Sitzes: »—>•

In grün ausgemalten, schwarz gezeichneten Hieroglyphen über dem Bilde


an der Rückseite des Sitzes: *• J — . • (J ^ | .
Auf dem Papyrus Reste einer schwarz geschriebenen, unleserlichen Inschrift.
TECHNIK. Gute Flächenbearbeitung. Arme und Beine nicht frei. Weitere Details
nicht mehr sichtbar.
KUNSTWERT. Gute Arbeit.
ERHALTUNG. Vom Manne fehlen Kopf und r. Hand. Von der Frau nur die Füße
erhalten. Starke Salz- und Erdschicht an vielen Stellen.
VERZ. u. VERÖFF. : Journal Nr. 30197.

2
377. Bruchstück einer Statue des U ^ J ^ J sitzend ). — Weißer Kalk­
stein. — Höhe: 0,64 m. — Saqqara.^ Nach MAIL, Most. S. 242ff.:
Mastaba D 2 8 . Dyn. 5.
HALTUNG. Wie bei Nr. 61.

TRACHT. Desgleichen. Keine Spur des Halskragens mehr.


1
) W e g e n der W i d m u n g vgl. Nr. 67 u. 190.
2
) Statuen desselben Nr. 6 1 , 65, 6 6 , 1 8 1 .
STATUEN UND STATUETTEN. 199

FARBEN. Keine Spuren. rechts links :


INSCHRIFTEN. In vertieften Hieroglyphen
auf den Seiten des Sitzes:
TECHNIK. Wie bei Nr. 61.

KUNSTWERT. Desgleichen.
ERHALTUNG. Kopf, r. Arm, r. Bein, 1. Ober­
arm und 1. Fuß fehlen. Stark korrodiert.

378. Bruchstück einer Statue des ( O ^ J (?)'). — Graugrüner metamorphi-


scher Schiefer. — Breite: 0,48 in. — Herkunft? Dyn. 4(?).
Schultern mit 1. Brust und Stück des schmalen Rückenpfeilers. Ohne Farbspuren.
Brustwarze in Relief. Glatte Bearbeitung.
VERZ. U. VERÖFF.: Daran: Nr. 3 1 5 .

1
379. Bruchstück einer Statue des ( O ^ ] | ( ? ) , stehend ).— Grauer metamor-
phischer Schiefer. — Höhe: 0,52m. — Herkunft? Dyn. 4(?).
L. Unterschenkel. Ohne Farbspuren. Gut bearbeitet.

2
380. Bemalte Statue eines Mannes, sitzend ). — Holz. — Höhe: 1,27 m. —
A b b
- Herkunft? Dyn. 5.
HALTUNG. Geradeausblickend. R. Faust steht auf dem r. Oberschenkel, 1. Hand
liegt auf dem 1. Die Unterschenkel parallel. -— Sitz würfelförmig, nach hinten
etwas höher werdend. Fußbrett recht­
eckig, lose ( 1 8 9 7 ) ) . 3

TRACHT. Große, gescheitelte, die Ohren


halb deckende Strähnenperücke. Rest
eines gemalten Halskragens mit Ge­
gengewicht (s. untenstehende Skizzen).

l
) Vielleicht mit der ( O ^ ^ Statue Nr. 1 6 zusammengehörig^?).
s
) Vgl. Statue Nr. 2 6 8 , die technisch und in der Tracht sehr ähnlich, vielleicht denselben Mann
darstellt.
3
) Fehlte 1 9 1 0 .
200 C A T A L O G U E DU MUSEE DU CAIRE.

Kurzer Schurz mit gefälteltem Uberschlag, dessen


Zipfel durch den Gurt hinaufgezogen ist Gürtel und
Knoten (s. Skizze hierneben).
FARBEN. Hautfarbe rotbraun. Haare schwarz. Der Sitz
ist weißlichgelb, mit rötlichgelber Holzmaserung be­
malt, Äste darin grau.
INSCHRIFTEN. Fehlen.
TECHNIK. Die Flächen des Holzes ziemlich roh, da sie mit Leinwand und Stuck
bedeckt waren. Arme angedübelt.
KUNSTWERT. Konventionelle Arbeit.
ERHALTUNG. Hat sehr stark gelitten. Stuck fast überall abgefallen. Nase be-
stoßen. Füße fehlen.

Berlin, gedruckt in der Reichsdruckerei.


CATALOGUE DU MUSEE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 1.

1 2

3 4

1—4
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 2.

5 6

7 8

5—8
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 3.

9 10

11 12

9—12
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 4.

13 14

15 16

13—16
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 5.

17 18

19 20

17—20
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 6.

21 22

23 24

21—24
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN Blatt 7.

25 26

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25—28
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 8.

29 30

31 32

29—32
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 9.

33 34

35 36

33—36
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 10.

37 38

39 40

37—40
CATALOGUE DU MUSEE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 11.

41 42

43 44

41—44
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 12.

45 46

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45—48
CATALOGUE DU MUSEE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 13.

49 50

51 52

49—52
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 14.

53 54

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53—56
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 15.

57 58

59 60

57—60
CATALOGUE DU MUSEE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 1 6.

62 63

64 68

61—68
CATALOGUE DU MUSEE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 1 7.

72 75

76 77

69—77
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 1 8 .

78 79

80 81

78—81
CATALOGUE DU MUSEE DU CAIRE. — STATUEN Blatt 1 9 .

82 83

85 87

82—87
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 20.

88 89

90 91

88—91
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 21.

92 93

94 95

92—95
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 22.

96 97

99 100

96—100
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 23.

101 105

106 107

101—107
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 24.

108 109

110 111

108—111
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 2 5 .

112 113

114 115

112—115
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 26.

116 117

118 119

116—119
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 2 7 .

120 121

122 123

120—123
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 28.

124 125

126 127

124—127
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 2 9 .

128 129

130 131

128—131
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 3 0 .

132 133

134 135

132—135
CATALOGUE DU MUSEE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 3 1 .

137 139

140 141

136—141
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 32.

142 143

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142—145
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 3 3 .

146 1 4 8

149 150

146—150
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 34.

151 152

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151—154
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 3 5 .

155 158

159 160

155—160
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 3 6 .

161 1 6 2

163 164

161—164
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 3 7 .

165 166

167 168

165—168
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 38.

169 1 7 0

171 172

169—172
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 3 9 .

175 176

180 185

173—185
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 40.

186 187

189 190

186—190
CATALOGUE DU MUSEE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 4 1 .

191 193

195 196

191—196
CATALOGUE DU MUSEE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 42.

200 201

202 203

197—203
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 43.

204 205

206 207

204—207
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 44.

209 210

211 212

208—212
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 4 5 .

214 218

219 220

213—220
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 4 6 .

221 222

223 224

221—224
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 4 7 .

225 226

228 229

225—229
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 4 8 .

230 231

232 233

230—233
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 4 9 .

237

234 235 236

234—237
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 5 0 .

238 239

240

238—240
CATALOGUE DU MUSEE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 51.

241

242 245

241—245
[Nr. 243. 244. s. Blatt 52.]
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 5 2 .

243

244

243—244
[Nr. 245. s. Blatt 51.]
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 5 3 .

246 247

248 249

246—249
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 5 4 .

250 251

252 253

250—253
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 5 5 .

254 255

257

254—257
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 5 6 .

258

259 260-262

258—262
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 5 7 .

263 264

267 268

263—268
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 58.

270 272

289 329

269-329
CATALOGUE DU MUSÉE DU CAIRE. — STATUEN. Blatt 5 9 .

370 376

380

330—380