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LEKTION 3

Klinische Pharmazie
A. Das Pharmaziestudium
Aufgabe 1. Schauen Sie sich die Bilder an und notieren Sie die Objekte, die jungen Menschen
besuchen.

 

 

 
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..............................................................................................................................................
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..............................................................................................................................................

7.01
Schauen Sie sich nun das Video „Pharmaziestudium - die Tour“ an und vergleichen bzw.
korrigieren Sie. Bestimmen Sie die Reihenfolge der Bilder.
7.02

Aufgabe 2. Schauen Sie sich bitte das Video "Klinische Pharmazie" an und kreuzen Sie die
richtige Ergänzung an.
1. Das Studium der Pharmazie dauert insgesamt ...
a) acht Jahre
b) acht Semester
c) fünf Jahre
2. Das Fach Klinische Pharmazie ist ein Teil des Pharmaziestudiums seit ....
a) 2001
b) 2011
c) 2003
3. Die Studierenden lernen in der klinischen Pharmazie, ...
a) die Arzneimittelstoffe zu analysieren und die Dosierungen zu korrigieren.
b) die Heilkräuter zu erkennen und sie zu bearbeiten.
c) individuelle Dosierungen für die Patienten zu berechnen und mit ihnen richtig zu kommunizieren
4. Die Empfehlungen in den Leitlinien ändern sich ständig, .............
a) deshalb muss man alle Leitlinien auswendig lernen.
b) deshalb ist in der klinischen Pharmazie sinnlos, auswendig zu lernen
c) deshalb arbeitet man in kleinen Gruppen.
5. Bei der besprochenen Patientin war der Digoxin ....
a) am Anfang unterdosiert.
b) am Anfang an die Nierenfunktion gebunden
c) am Anfang überdosiert
6. Die Ursache für die Unterdosierung war:
a) Die Patientin nimmt ihre Medikamente nicht regelmäßig.
b) Die Patientin nimmt ein Antazidum ein, der die Resorption von Digoxin reduziert.
c) Die Patientin hat selbständig die Dosis von Digoxin stark reduziert.
7. Im Fach Klinische Pharmazie lernen die Studierende noch, ....
a) ihr Wissen an die Patienten weiterzugeben.
b) ihre Kenntnisse selbständig zu erweitern.
c) die Wechselwirkungen der Abführmittel mit Herzmedikamenten zu überprüfen.
8. In Bonn untersucht man mit dem elektronischen Monitoringsystem .....
a) die Treue der Ehepaare.
b) die Apothekentreue der Patienten
c) wann und wie oft die Patienten ihre Medikamente einnehmen.
9. Forschungsprojekte in der klinischen Pharmazie stellen sich die Aufgabe, ...
a) die Häufigkeit von Neben- und Wechselwirkungen zu erhöhen.
b) die Möglichkeiten zur Reduzierung der Häufigkeit von Neben- und Wechselwirkungen
c) der Reduzierung der Häufigkeit von Neben- und Wechselwirkungen entgegenzuwirken.
10. Gezielte pharmazeutische Dienstleistungen tragen auch .......... zur Einsparung im Gesundheitswesen
bei.
a) durch Erweiterung der Krankenhausaufenthalte
b) durch Reduzierung der Krankenhausaufenthalte
c) durch Vermeidung der Krankenhausaufenthalte

7.02

Aufgabe 3. Schauen Sie sich bitte das Video "Klinische Pharmazie" nochmals an und
ergänzen Sie die passenden Wörter.
Klinische Pharmazie
Wer Apotheker werden will, muss Pharmazie an einer Universität studieren. In 8 Semester lernen
Studierende dabei die verschiedensten Aspekte rundum Arzneimittel (1)_________________. Die
Studenten werden in fünf Disziplinen ausgebildet. Die (2)______________________Disziplin ist
das Fach Klinische Pharmazie. Es gehört seit 2001 zum Pharmaziestudium.

In der klinischen Pharmazie lernen die Studierenden ihr pharmazeutisches Wissen auf den
einzelnen (3)_____________________ anzuwenden. Es steht also nicht der
(4)_____________________ im Mittelpunkt, sondern der Patient und seine Medikation. Das Fach
vermittelt die Grundlage dafür, dass Apotheker später Ärzte und Patienten kompetent
(5)____________________ und bei der Anwendung von Arzneimitteln unterstützen können. Bei
uns beschäftigen sich die Studierenden unter anderem damit, (6)______________________ zu
bewerten und die Therapie des Patienten zu optimieren. Beispielsweise lernen sie,
patientenindividuelle (7)___________________ zu berechnen und richtig mit dem Patienten zu
kommunizieren. In der klinischen Pharmazie steht problem- und fallorientiertes Lernen im
Vordergrund, z.B. in kleinen Arbeitsgruppen. Die Studenten lernen zu
(8)____________________, ob eine Therapie mit aktuellen Empfehlungen in Leitlinien
übereinstimmt. Diese ändern sich ständig, deshalb macht Auswendiglernen in der klinischen
Pharmazie wenig Sinn. Stattdessen vermitteln wir, wie der Apotheker auch später im
(9)___________________ immer auf dem Laufenden bleibt. Für das sogenannte „Drug
monitoring“ werden Blutproben entnommen und die (10)___________________ im Blut
bestimmt.

Umfangreiches Faktenwissen ist die Basis für die Arbeit des Apothekers, aber Wissen alleine reicht
nicht. Im Fach Klinische Pharmazie lernen die Studierende auch, ihr Wissen an die Patienten
weiterzugeben.

Arzneimittel können nur (11)___________________, wenn sie auch eingenommen werden. In


Bonn untersucht man die Therapietreue mit diesem elektronischen (12)___________________. Im
Deckel ist Computerchip eingebaut, der jede Öffnung der Dose und damit jede
(13)_________________ registriert. Damit können wir feststellen, zu welchen Zeitpunkten der
Patient mit großer Wahrscheinlichkeit sein Medikament (14)_____________________ hat. Vor
allem können wir erforschen, wie Apotheker die Therapietreue steigern können und wie
Therapieabbrüche vermieden werden können. Forschungsprojekte in der klinischen Pharmazie
zeigen, dass Apotheker die Häufigkeit von Neben- und Wechselwirkungen verringern können.
Gezielte pharmazeutische (15)____________________ erhöhen daher die
Arzneimitteltherapiesicherheit. Gleichzeitig tragen sie zur Einsparung im Gesundheitswesen bei,
wenn Krankenhausaufenthalte vermieden werden können. Das Fach Klinische Pharmazie wird
deshalb in Zukunft eine immer wichtigere Rolle im Pharmaziestudium und in der Praxis der
Apotheker spielen.
Aufgabe 4. Ordnen Sie die unterstrichenen Wörter bzw. Ausdrücke aus dem Text „Klinische
Pharmazie" den jeweiligen Erklärungen zu.

im Fokus, im Zentrum sein.................................................................................................................

es lohn sich nicht...............................................................................................................................

alle Aspekte der Medikamente ...........................................................................................................

Medikamente nach dem Therapieplan einnehmen.............................................................................

man macht nicht mehr die geplante Therapie....................................................................................

eine Vorrangstellung nehmen............................................................................................................

etwas unmittelbar miterleben/verfolgen.............................................................................................

übertragen..........................................................................................................................................

B. Klinische Pharmazie – ein Bestandteil des Pharmaziestudiums

Klinische Pharmazie – eine neue


Fachdisziplin an Pharmazeutischen Instituten
U. Jaehde, Bonn; H.P.T. Ammon, Tübingen, aus: DGPT-Forum 25: 27-28, 1999

(1) In den letzten Jahrzehnten hat sich das Berufsbild des Apothekers grundlegend gewandelt.
Traditionelle Tätigkeiten wie Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln werden zunehmend von
der pharmazeutischen Industrie geleistet und spielen in der Apotheke eine immer geringere Rolle.
Dagegen nimmt die Bedeutung patientenorientierter Dienstleistungen zu, insbesondere solcher, die
die unmittelbare Anwendung von Arzneimitteln betreffen. Beispiele hierfür sind die Teilnahme
von Apothekern an Visiten im Krankenhaus, die Arzneimittelanamnese, die Rolle des Apothekers
in der Selbstmedikation und die Pharmazeutische Betreuung von Patienten mit chronischen
Erkrankungen.
(2) Im internationalen Vergleich setzte die Entwicklung der Klinischen Pharmazie in Deutschland
ungefähr 10 bis 15 Jahre später ein als in den USA. Erfahrungen mit Klinischer Pharmazie kommen
deshalb vor allem aus dem Ausland. Vorliegende Untersuchungsergebnisse zum Nutzen von
klinisch-pharmazeutischen Dienstleistungen waren kürzlich das zentrale Thema eines
gemeinsamen Kongresses von ACCP (American College of Clinical Pharmacy) und ESCP
(European Society of Clinical Pharmacy) in Orlando/Florida. Vereinzelt konnte aber auch in
Deutschland bereits gezeigt werden, dass durch eine stärkere Einbeziehung des Apothekers in die
Arzneimitteltherapie die Therapiequalität verbessert und in vielen Fällen auch Kosten eingespart
werden können.
(3) Diese Verlagerung bzw. Erweiterung der Aufgaben des Apothekers konnte nicht ohne
Konsequenzen für Lehre und Forschung an Pharmazeutischen Instituten bleiben. Die
pharmazeutische Ausbildung in Deutschland ist im Vergleich zu anderen Ländern wesentlich
stärker naturwissenschaftlich ausgerichtet. Die starke Betonung der Naturwissenschaften,
insbesondere der Chemie, im Pharmaziestudium ist unverzichtbar für die Entwicklung eines
wissenschaftlichen Grundverständnisses für Arzneistoffe und Arzneimittel. Andererseits reicht sie
aber – trotz der stärkeren Gewichtung von Pharmakologie und Toxikologie bei der letzten
Novellierung der Approbationsordnung - nicht aus, um zukünftige Apotheker auf die vielfältigen
Aufgaben hinsichtlich patientenorientierter Dienstleistungen vorzubereiten.
(4) Die DPhG (Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft) hat deshalb die Etablierung der Klinischen
Pharmazie als eigenständige Disziplin gefordert und zusammen mit der ABDA
(Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände) die neue Fachdisziplin 1997 wie folgt
definiert:
"Klinische Pharmazie ist die Disziplin der Pharmazie, die aufbauend auf pharmazeutisch-
naturwissenschaftlichen Kenntnissen die Optimierung der Arzneimittelanwendung am und
durch den Patienten zum Inhalt hat".
Die Definition bringt zum Ausdruck, dass die Klinische Pharmazie auf allen anderen
pharmazeutischen Disziplinen aufbaut. Sie stellt auch klar, dass Klinische Pharmazie nicht auf das
Krankenhaus beschränkt ist, sondern überall dort Bedeutung erlangt, wo Arzneimittel angewendet
werden. Das Fach Klinische Pharmazie soll angehende Apotheker auf diese Tätigkeiten in
Wissenschaft und Praxis vorbereiten und damit sicherstellen, dass die spezifischen Kenntnisse des
Pharmazeuten in Zukunft stärker in die Arzneimittelanwendung eingebracht werden können.

Aufgabe 1. Lesen Sie den Text „Klinische Pharmazie – eine neue Fachdisziplin an
Pharmazeutischen Instituten“ und formulieren Sie die Überschriften der einzelnen
Textabschnitte von 1 bis 4.

(1) ..............................................................................................................................................

(2) ..............................................................................................................................................

(3) ..............................................................................................................................................

(4) ..............................................................................................................................................

Aufgabe 2. Was bedeuten folgende Ausdrücke bzw. Sätze aus dem Text „Klinische Pharmazie
– eine neue Fachdisziplin an Pharmazeutischen Instituten“? Kreuzen Sie die passende
Erklärung an.

1. Traditionelle Tätigkeiten wie Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln werden zunehmend
von der pharmazeutischen Industrie geleistet.
a) Die Produktion und Prüfung von Arzneimitteln sind nicht mehr Gegenstand der
pharmazeutischen Industrie.
b) Die Produktion und Prüfung von Arzneimitteln werden immer mehr von der
pharmazeutischen Industrie übernommen.
c) Der Trend in der pharmazeutischen Industrie führt zur erhöhten Produktion von
Arzneimitteln
2. Pharmazeutische Betreuung von Patienten mit chronischen Erkrankungen
a) Der Apotheker beobachtet und dokumentiert die Wirkung der Medikamente bei
chronisch kranken Patienten.
b) Der Apotheker pflegt und versorgt mit Medikamenten die chronisch kranken Patienten.
c) Der Apotheker führt Statistik der chronisch kranken Patienten im Krankenhaus.

3. Die Entwicklung der Klinischen Pharmazie in Deutschland setze ungefähr 10 bis 15 Jahre
später ein als in den USA.
a) Die Klinischen Pharmazie in Deutschland ist besser entwickelt als in den USA.
b) Die Klinischen Pharmazie in Deutschland wurde vor 10 Jahren eingeführt.
c) Die Klinischen Pharmazie wurde in Deutschland als Disziplin 10 bis 15 später entwickelt
als in den USA.

4. Die Verlagerung bzw. Erweiterung der Aufgaben des Apothekers


a) Veränderung der Aufgaben des Apothekers
b) veränderte Schwerpunkte der Aufgaben des Apothekers
c) zusätzliche Aspekte in den Aufgaben des Apothekers

5. Wissenschaftliches Grundverständnis für Arzneistoffe


a) wissenschaftliche Basiskenntnisse über Arzneistoffe
b) theoretische Kenntnisse in der Pharmazie
c) Verständnis für Probleme bei Arzneistoffen

6. Etablierung der Klinischen Pharmazie als eigenständige Disziplin


a) Einführung der Klinischen Pharmazie als selbständige Disziplin
b) Anerkennung und Bewehrung der Klinischen Pharmazie als selbständige Disziplin
c) Unterschätzung der Klinischen Pharmazie als führende Disziplin

7. Bedeutung erlangen
a) an Bedeutung gewinnen
b) Bedeutung verlieren
c) die Bedeutung anerkennen
Aufgabe 3. Lesen Sie den Text ein zweites Mal und ergänzen Sie die Informationen in die
Tabelle.

Welche sind die traditionellen Tätigkeiten in


der Pharmazie?

Welche sind die patientenorientierten


Aktivitäten des Apothekers?
Warum kommen die meisten Informationen
und Erfahrungen mit der klnischen Pharmazie
aus dem Ausland?

Was wird durch die Teilnahme der Apotheker


an der Arzneimitteltherapie erreicht?

Welche Rolle spielen die


Naturwissenschaften im Pharmaziestudium?

Für welche Bereiche ist die klinische


Pharmazie laut der Definition besonders
wichtig?

Welche Aufgaben hat die klinische


Pharmazie in der Ausbildung der künftigen
Apotheker?

Aufgabe 4. Recherchieren Sie an Ihrer Hochschule, ob oder wie die klinische Pharmazie
unterrichtet wird. Schreiben Sie aufgrund der Ergebnisse einen kurzen Text zu diesem Thema,
indem Sie folgende Stichpunkte berücksichtigen:
 In welcher Form wird das Fach „Klinische Pharmazie“ in Ihrer Heimat unterrichtet?
 Was beinhaltet eigentlich das Fach „Klinische Pharmazie“?
 Welche Bedeutung könnte das Erlernen dieses Faches für Ihren künftigen Beruf haben?
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WICHTIGE WÖRTER UND FACHBEGRIFFE IN DIESER LEKTION

patientenorientiert ……………………………………….
Naturwissenschaft, die, -en ……………………………………….
Bewehrung, die, -en ……………………………………….
Verständnis, das ……………………………………….
Trend, der, -s ……………………………………….
Anwendung, die, -en ……………………………………….
Novellierung, die, -en ……………………………………….
Konsequenz, die, -en ……………………………………….
wandeln ……………………………………….
Selbstmedikation, die ……………………………………….
Therapietreue, die ……………………………………….
Therapieabbruch, der, -¨e ……………………………………….
rundum ……………………………………….
betreffen ……………………………………….
unmittelbar ……………………………………….
im Vordergrund stehen ……………………………………….
Resorption, die, -en ……………………………………….
Unterdosierung, die, -en ……………………………………….
Wechselwirkung, die, -en ……………………………………….
Leitlinie, die, -n
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