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Atemwegssystem

Sauerstoff, den wir mit der Luft einatmen, ist Voraussetzung


für das Leben jeder einzelnen Körperzelle und für die Arbeit
unserer Muskeln. Die Luft setzt sich zusammen aus etwa 80
Prozent Stickstoff und 20 Prozent Sauerstoff.
Durchschnittlich 19.000 Liter Luft atmet der Mensch täglich
ein und wieder aus, führt sich auf diese Weise
lebensnotwendigen Sauerstoff zu und stößt das Abfallprodukt
Kohlendioxid aus. Die Atemtätigkeit muß ununterbrochen
erfolgen, weil Sauerstoff nicht wie andere Stoffe im Körper
gespeichert werden kann.

In Ruhestellung atmet der Mensch pro Minute etwa 18 mal. Wenn man Sport treibt - zum
Beispiel beim Langstreckenlauf - muß auch schneller geatmet werden, damit der Körper dem
Energieverbrauch entsprechend genügend Sauerstoff "tanken" kann. Die Menge der
eingesogenen Luft entspricht dann etwa 15 Eimern in einer Minute.

Am Atemvorgang ist in erster Linie das Zwerchfell beteiligt - der wichtigste Atemmuskel.
Sauerstofftransport
Der Sauerstoff gelangt über die oberen Atemwege und die
Luftröhre zu den Bronchien und weiter über die Bronchiolen bis in
die Lungenbläschen. Hier findet der Gasaustausch mit dem
umliegenden Kapillarnetz statt. Übrigens: Wenn wir Sport treiben,
gelangen bis zu 30 Prozent mehr Sauerstoff in unser Gehirn - was
auch eine Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit bedeutet.

Insgesamt bestimmen drei Teilprozesse den Vorgang, den wir


Atmung nennen:

 die Aufnahme von Sauerstoff aus der Luft in das Blut und die Abgabe von Kohlendioxid aus dem
Blut an die Luft (äußere Atmung)
 der Transport der Gase im Blut zu den Geweben beziehungsweise den Atmungsorganen
 die Abgabe von Sauerstoff aus dem Blut an die Körperzellen und die Aufnahme von
Kohlendioxid aus den Zellen in das Blut (innere Atmung)

Herz- und Kreislauf


Das Kreislaufsystem ist der "Durchlauferhitzer" unseres Körpers. Er
funktioniert optimal, wenn das Blut ungehindert den gesamten
Organismus durchströmt und alle Gefäße mit den nötigen
Nährstoffen versorgt. Wird der Kreislauf über längere Zeit zu stark
strapaziert - beispielsweise durch Rauchen oder fettes Essen - kommt
es zu Störungen der Blutversorgung bis hin zum Schlaganfall.
Über die Lungenvenen fließt sauerstoffreiches Blut zum linken
Vorhof des Herzens und in die linke Herzkammer. Von dort aus wird
es durch Kontraktionen in die Hauptschlagader (Aorta ) gepumpt.
Ausgehend von der Hauptschlagader verteilt sich das
sauerstoffreiche Blut dann im Körper und versorgt so die Zellen mit
Sauerstoff. Umgekehrt geben die Zellen das Stoffwechsel-
Abfallprodukt Kohlendioxid an das Blut ab. Das so angereicherte
Blut gelangt über das venöse System zum rechten Vorhof (Atrium
dextrum) und in die rechte Herzkammer (Ventriculus dexter). Von
hier aus wird es durch Kontraktionen in die Lungenschlagader
(Aorta pulmonalis) und die Lungenarterien (Truncus pulmonalis) gepumpt.
Herz
Das Herz, ein unwillkürlicher Hohlmuskel, hat etwa die
Größe einer Faust, die Form einer Birne und wiegt an die
300 Gramm. Zwei Drittel des schräg liegenden Muskels
ragen in den linken Brustraum hinein, ein Drittel in den
rechten. Eine Scheidewand trennt das Herz in zwei Hälften.
Die rechte Hälfte enthält das venöse, sauerstoffarme Blut,
während sich in der linken Hälfte das sauerstoffreiche,
arterielle Blut befindet. Jede der beiden Hälften ist noch
einmal in einen Vorhof und eine Herzkammer unterteilt.
Die insgesamt vier Herzkammern haben muskulöse Wände,
die in einem rhythmischen Wechsel von Kontraktion
(Systole) und Erschlaffung (Diastole) das Blut
weiterpumpen.

Die Wände der linken Herzkammer sind aufgrund der höheren Anforderung dicker als die der
rechten. Die Herzklappen haben Rückstau-Funktion, so daß nur eine Fließrichtung des
Blutstromes von oben nach unten möglich ist.

Das Herz pumpt das Blut durch unseren Körper, damit es ihn mit allen lebensnotwendigen
Stoffen versorgen kann. Im Blutkreislauf wird Sauerstoff von der Lunge in den ganzen Körper
transportiert, und umgekehrt gelangt das Endprodukt Kohlendioxid zurück zur Lunge, um
ausgeatmet zu werden. Das Herz eines Menschen schlägt in Ruhestellung des Körpers etwa
70mal in der Minute und am Tag 100.000mal. Wenn der Körper aktiv ist, liegt die Schlagzahl
wesentlich höher, damit die arbeitenden Muskeln ausreichend mit Blut versorgt werden können.

Der Blutanteil macht etwa 8 Prozent des Körpergewichts aus. Ein 75 Kilogramm schwerer
Mensch hat also ungefähr sechs Liter Blut. In Ruhestellung des Körpers wirft das Herz bei einem
Schlag 0,07 Liter Blut aus - das sind an einem Tag 7200 Liter. Bei größerer Belastung steigt die
Herzaktivität so stark an, daß in einer Minute 40 bis 50 Liter ausgeworfen werden können. Der
natürliche "Schrittmacher", der die Schlagfrequenz bestimmt, wird Sinusknoten genannt: ein
Gebilde aus Herzmuskelzellen mit Aktin- und Myosinfilamenten, das in Ruhestellung 60-100
Reize pro Minute erzeugt und weiterleitet.

Wie alle Muskeln kann das Herz durch regelmäßige Körperbewegung trainiert werden und damit
die Lebensdauer des Menschen verlängern.
Herzklappen
Die Herzklappen bestehen aus dünnen, stabilen
Bindegewebsschichten, die taschenförmig
(Aortenklappe und Pulmonalklappe)
beziehungsweise segelförmig (Mitralklappe und
Tricuspidalklappe) sind. Wenn sich die Klappen
zwischen Vorhof und Herzkammern öffnen,
schließen sich die Pulmonal- und Aortenklappen
und umgekehrt.
Die vier Herzklappen sind:
Mitralklappe - zwischen Vorhof und linker
Herzkammer
Aortenklappe - zwischen linker Herzkammer und
Aorta
Tricuspidalklappe - zwischen Vorhof und rechter
Herzkammer
Pulmonalklappe - zwischen rechter Herzkammer und Lungenarterie

Arterien Venen

Quelle: http://www.gesundheit.de