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Niedersächsische Verordnung über

Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus SARS-CoV-2


(Niedersächsische Corona-Verordnung)

Vom 30. Oktober 2020

(Nds. GVBl. S. 368)

Geändert durch

 § 4 der Verordnung vom 6. November 2020 (Nds. GVBl. S. 380)

 Artikel 1 der Verordnung vom 27. November 2020 (Nds. GVBl. S. 408)

 Artikel 1 der Verordnung vom 11. Dezember 2020 (Nds. GVBl. S. 456)

 Verordnung vom 15. Dezember 2020 (Nds. GVBl. S. 488)

 Artikel 1 der Verordnung vom 18. Dezember 2020 (Nds. GVBl. S. 561)

 Verordnung vom 22. Dezember 2020 (Nds. GVBl. S. 576)

 Artikel 1 der Verordnung vom 8. Januar 2021 (Nds. GVBl. S. 3)

 Verordnung vom 22. Januar 2021 (Nds. GVBl. S. ..)

Aufgrund des § 32 Satz 1 in Verbindung mit den §§ 28, 29 und 30 Abs. 1 Satz 2 des
Infektionsschutzgesetzes vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), zuletzt geändert durch Artikel
5 des Gesetzes vom 19. Juni 2020 (BGBl. I S. 1385), in Verbindung mit § 3 Nr. 1 der
Subdelegationsverordnung vom 9. Dezember 2011 (Nds. GVBl. S. 487), zuletzt geändert
durch Verordnung vom 4. August 2020 (Nds. GVBl. S. 266), wird verordnet:

Erster Teil

Allgemeine Vorschriften

§1

Grundsatz
1
Jede Person hat Kontakte zu anderen Personen, die nicht dem eigenen Hausstand
angehören, auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren und darüber hinaus soweit
möglich Abstand zu jeder anderen Person einzuhalten. 2Kann eine Person den Abstand nicht
einhalten, so hat sie eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. 3Die näheren Einzelheiten zu
Inhalt und Umfang der Sätze 1 und 2 ergeben sich aus den §§ 2 und 3. 4Jede Person soll
zudem private Reisen einschließlich tagestouristische Ausflüge sowie private Besuche
vermeiden.

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§2

Kontaktbeschränkungen, Abstandsgebot

(1) 1Jede Person darf sich in der Öffentlichkeit außerhalb der eigenen Wohnung nur
allein oder mit Personen, die dem eigenen Hausstand angehören, und höchstens einer
weiteren Person oder als Einzelperson mit mehreren Personen aus einem gemeinsamen
Hausstand sowie jeweils mit zugehörigen Kindern bis einschließlich drei Jahren aufhalten.
2
Begleitpersonen oder Betreuungskräfte, die erforderlich sind, um Menschen mit einer
wesentlichen Behinderung oder Pflegebedürftigkeit eine Teilhabe am Leben in der
Gesellschaft zu ermöglichen, werden nicht eingerechnet. 3Eine weitere Person ist zulässig,
soweit diese Dritte im Sinne des § 1684 Abs. 4 Satz 3 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ist.
4
Die Sätze 1 bis 3 gelten nicht für Versammlungen im Sinne des § 2 des Niedersächsischen
Versammlungsgesetzes.

(2) 1Jede Person hat in der Öffentlichkeit, in den für einen Besuchs- oder Kundenverkehr
geöffneten Einrichtungen und Veranstaltungen jeglicher Art sowie in den übrigen in dieser
Verordnung geregelten Fällen soweit möglich einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu
jeder anderen Person einzuhalten (Abstandsgebot); die Regelungen dieser Verordnung über
Beschränkungen und Verbote von Veranstaltungen, Dienstleistungen und des Betriebs von
Einrichtungen bleiben unberührt. 2Kann eine Person das Abstandsgebot in der Öffentlichkeit
unter freiem Himmel nach Satz 1 nicht nur vorübergehend nicht einhalten, so hat sie eine
Mund-Nasen-Bedeckung nach § 3 zu tragen; im Übrigen bleibt § 3 unberührt.

(3) Die Kontaktbeschränkungen nach Absatz 1 und das Abstandsgebot nach Absatz 2
gelten nicht

1. gegenüber den Personen im Sinne des Absatzes 1,

2. (gestrichen)

3. im Zusammenhang mit der Ausübung einer beruflichen Tätigkeit oder einer Tätigkeit
zur Gefahrenabwehr,

4. im Zusammenhang mit der Wahrnehmung eines politischen Mandats,

5. bei Veranstaltungen und Sitzungen des Niedersächsischen Landtags, seiner Gremien


und Fraktionen und von kommunalen Vertretungen, deren Gremien, Fraktionen und
Gruppen sowie bei Versammlungen von Parteien und Wählergruppen zur Aufstellung
ihrer Bewerberinnen und Bewerber nach den jeweiligen wahlrechtlichen Regelungen
für bevorstehende Wahlen,

5 a. bei verfahrensrechtlichen Handlungen der Gerichte und Staatsanwaltschaften, die der

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Aufrechterhaltung der Rechtspflege zu dienen bestimmt sind,

6. im Bereich der beruflichen Aus-, Fort- oder Weiterbildung,

7. im Rahmen der Aus- und Fortbildung im Bereich des Brand- und


Katastrophenschutzes sowie des Rettungsdienstes,

8. im Rahmen von Einrichtungen und Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe,


insbesondere der Sozialen Gruppenarbeit nach § 29 des Achten Buchs des
Sozialgesetzbuchs (SGB VIII) sowie der Erziehung in einer Tagesgruppe nach § 32
SGB VIII,

9. im Rahmen von Angeboten der Jugendarbeit nach § 11 SGB VIII, der


Jugendsozialarbeit nach § 13 SGB VIII und des erzieherischen Kinder- und
Jugendschutzes nach § 14 SGB VIII,

10. bei sportlicher Betätigung zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands,

11. beim Bringen und Abholen von Kindern und Jugendlichen zu und von den
Einrichtungen und Angeboten nach den Nummern 8 und 9, Kindertageseinrichtungen
(§ 12) und Schulen (§ 13).

(4) Die Betreiberinnen und Betreiber einer Einrichtung und die Veranstalterinnen und
Veranstalter einer Veranstaltung im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 haben auf die Pflicht zur
Einhaltung des Abstandsgebots nach Absatz 2 hinzuweisen und auf die Einhaltung dieser
Pflicht hinzuwirken.

§3

Mund-Nasen-Bedeckung

(1) 1Jede Person hat, unbeschadet der Regelungen dieser Verordnung über
Beschränkungen und Verbote von Veranstaltungen, Dienstleistungen und des Betriebs von
Einrichtungen, in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs-
oder Kundenverkehrs zugänglich sind, und in den vor diesen Räumen gelegenen
Eingangsbereichen sowie auf den zugehörigen Parkplätzen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu
tragen. 2Dies gilt auch für Personen, die

1. Tätigkeiten und Dienstleistungen ausüben, die eine Unterschreitung des


Abstandsgebots nach § 2 Abs. 2 naturgemäß erfordern, insbesondere im Rahmen der
Gesundheitsversorgung, der Pflege von Personen, des Handels, der Gastronomie und
der körpernahen Dienstleistungen,

2. Verkehrsmittel des Personenverkehrs oder die dazugehörigen Einrichtungen wie zum


Beispiel Haltestellen, Bahnhöfe, Flughäfen und Fähranleger nutzen, wobei

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Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer ausgenommen sind,

3. an einer Veranstaltung in geschlossenen Räumen teilnehmen und

4. am Unterricht oder einer Prüfung in einem Fahrzeug im Rahmen einer Fahrausbildung


oder Fahrlehrerausbildung teilnehmen.
3
Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist auch von jeder Person in einer Arbeits- oder Betriebsstätte
zu tragen, es sei denn, dass

1. die Person einen Arbeitsplatz eingenommen hat und das Abstandsgebot nach § 2
Abs. 2 Satz 1 zu jeder anderen Person in der Arbeits- oder Betriebsstätte eingehalten
wird oder

2. die Art der Tätigkeit, wie insbesondere handwerkliche oder körperlich anstrengende
Tätigkeiten, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zulässt.

(2) 1Eine Mund-Nasen-Bedeckung hat unbeschadet des § 2 Abs. 2 Satz 2 auch jede
Person an Örtlichkeiten in der Öffentlichkeit unter freiem Himmel, an denen sich Menschen
entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, zu tragen. 2Die
Landkreise und kreisfreien Städte legen durch öffentlich bekannt zu gebende
Allgemeinverfügung die betreffenden Örtlichkeiten im Sinne des Satzes 1 einschließlich der
Dauer oder des Zeitraums der Pflicht nach Satz 1 fest.

(3) 1Eine Mund-Nasen-Bedeckung im Sinne der Absätze 1 und 2 ist jede geeignete
textile oder textilähnliche Barriere, die aufgrund ihrer Beschaffenheit eine Ausbreitung von
übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln durch Husten, Niesen und Aussprache verringert,
unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie. 2Die Mund-Nasen-
Bedeckung ist nur geeignet, wenn sie eng anliegt. 3Abweichend von Satz 1 ist für eine
Person, die

1. sich in einem geschlossenen Raum eines Betriebs oder einer Einrichtung jeweils im
Sinne des § 10 Abs. 1 b Satz 1 Nrn. 1 bis 23 und Satz 2, in dem vor dem Raum
gelegenen Eingangsbereich, auf einem zugehörigen Parkplatz oder während der
jeweiligen Marktöffnungszeiten auf einem Wochenmarkt aufhält,

2. nach Absatz 1 Satz 2 Nr. 2 ein Verkehrsmittel des Personenverkehrs oder eine
dazugehörige Einrichtung nutzt, ausgenommen Fahrzeugführerinnen und
Fahrzeugführer, oder

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3. nach § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 9 zulässige Tätigkeiten im Bereich der körpernahen
Dienstleistungen oder Körperpflege ausübt oder als Kundin oder Kunde
entgegennimmt,

nur eine medizinische Maske zulässig; Atemschutzmasken mit Ausatemventil sind nicht
zulässig.

(4) Absatz 1 gilt nicht

1. in Bezug auf ausschließlich der privaten Nutzung dienende Räumlichkeiten der


pflichtigen Person sowie privat oder beruflich genutzte Kraftfahrzeuge, soweit dies
nicht in Absatz 1 Satz 2 Nr. 2 anders geregelt ist,

2. im Zusammenhang mit der Ausübung einer beruflichen Tätigkeit, soweit dies nicht in
Absatz 1 Satz 2 Nr. 1 und Satz 3 anders geregelt ist,

3. im Zusammenhang mit der Wahrnehmung eines politischen Mandats,

4. bei Veranstaltungen und Sitzungen des Niedersächsischen Landtags, seiner Gremien


und Fraktionen und von kommunalen Vertretungen, deren Gremien und Fraktionen,

5. im Rahmen von Einrichtungen und Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe bei der
Sozialen Gruppenarbeit nach § 29 SGB VIII sowie bei der Erziehung in einer
Tagesgruppe nach § 32 SGB VIII,

6. im Rahmen von Angeboten der Jugendarbeit nach § 11 SGB VIII, der


Jugendsozialarbeit nach § 13 SGB VIII und des erzieherischen Kinder- und
Jugendschutzes nach § 14 SGB VIII, wobei § 13 Abs. 1 entsprechend gilt,

7. bei sportlicher Betätigung,

8. im Rahmen des Betriebs einer Musikschule, wenn die musikalische Aktivität, zum
Beispiel das Spielen eines Blasinstruments oder die Gesangsausbildung, das Tragen
einer Mund-Nasen-Bedeckung ausschließt, allerdings nur im Rahmen der
Einzelausbildung.

(5) Abweichend von Absatz 1 darf während einer Veranstaltung, an der die
Besucherinnen und Besucher sitzend teilnehmen, die pflichtige Person die Mund-Nasen-
Bedeckung abnehmen, soweit und solange sie einen Sitzplatz eingenommen hat und das
Abstandsgebot nach § 2 Abs. 2 und 3 Nr. 1 eingehalten wird.

(6) 1Personen, für die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen
Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung, zum Beispiel einer schweren Herz- oder
Lungenerkrankung, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist und die
dies durch ein ärztliches Attest oder eine vergleichbare amtliche Bescheinigung glaubhaft

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machen können, und Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres sind von den
Verpflichtungen nach den Absätzen 1, 2 und 5 ausgenommen. 2Soweit in den Regelungen
dieser Verordnung bestimmt ist, dass Personen eine medizinische Maske zu tragen haben,
so gilt dies mit der Maßgabe, dass Kinder zwischen dem 6. und dem 15. Geburtstag nur eine
Mund-Nasen-Bedeckung im Sinne des Absatzes 3 Satz 1 zu tragen haben.

(7) 1Die Betreiberinnen, Betreiber und verantwortlichen Personen haben in Bezug auf
die von ihnen zu verantwortenden Bereiche im Sinne des Absatzes 1 auf die Pflicht, eine
Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, hinzuweisen und auf die Einhaltung dieser Pflichten
hinzuwirken. 2Die Betreiberinnen und Betreiber von Verkehrsmitteln des Personenverkehrs
sind insbesondere verpflichtet, auf die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, und
auf die Anforderungen nach Absatz 3 Satz 3 Nr. 2 durch Aushang sowie zusätzlich mit
Durchsagen hinzuweisen und für deren Einhaltung zu werben; sie sollen innerbetrieblich
sicherstellen, dass Personen ohne Mund-Nasen-Bedeckung im Rahmen der
Kontrolltätigkeiten beim Verdacht eines Verstoßes gegen Absatz 1 oder 3 Satz 3 Nr. 2 im
Einzelfall persönlich angesprochen, angemessen zur Einhaltung ermahnt und bei Bedarf
erforderliche Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

§4

Hygienekonzept

(1) Der Betrieb einer öffentlich zugänglichen Einrichtung mit Kunden- oder
Besuchsverkehr jeglicher Art sowie die Durchführung einer Veranstaltung oder Versammlung
setzen ein Hygienekonzept nach den Vorgaben des Absatzes 2 voraus.

(2) 1In dem Hygienekonzept im Sinne des Absatzes 1 sind insbesondere Maßnahmen
zum Schutz vor Infektionen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 vorzusehen, die

1. die Zahl von Personen auf der Grundlage der jeweiligen räumlichen Kapazitäten
begrenzen und steuern,

2. der Wahrung des Abstandsgebots nach § 2 dienen,

3. Personenströme einschließlich Zu- und Abfahrten steuern und der Vermeidung von
Warteschlangen dienen,

4. die Nutzung sanitärer Anlagen regeln,

5. das Reinigen von Oberflächen und Gegenständen, die häufig von Personen berührt
werden, und von Sanitäranlagen sicherstellen und

6. sicherstellen, dass Räume möglichst durch die Zufuhr von Frischluft gelüftet werden.
2
Das Hygienekonzept nach Satz 1 kann Regelungen und Maßnahmen enthalten, die den

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Verzicht auf eine Mund-Nasen-Bedeckung ermöglichen, zum Beispiel durch die Verwendung
geeigneter physischer Barrieren aus Glas oder Plexiglas. 3Die oder der jeweils Verpflichtete
hat die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Einhaltung des Hygienekonzepts zu
gewährleisten. 4Auf Verlangen der zuständigen Behörde hat die oder der Verpflichtete das
Hygienekonzept vorzulegen und über dessen Umsetzung Auskunft zu erteilen. 5Darüber
hinausgehende Pflichten zur Aufstellung von Hygieneplänen nach dem
Infektionsschutzgesetz oder anderen Vorschriften bleiben unberührt.

(3) Abweichend von den Absätzen 1 und 2 sollen die Betreiberinnen und Betreiber des
öffentlichen Personenverkehrs ein den besonderen Anforderungen des öffentlichen
Personenverkehrs entsprechendes Hygienekonzept erstellen.

§5

Datenerhebung und Dokumentation

(1) 1Im Rahmen des Zutritts oder der Nutzung einer Einrichtung oder der Teilnahme oder
des Besuchs einer Veranstaltung hat, unbeschadet der Regelungen dieser Verordnung über
Beschränkungen und Verbote von Veranstaltungen, Dienstleistungen und des Betriebs von
Einrichtungen,

1. die Dienstleisterin oder der Dienstleister, die oder der eine Dienstleistung mit
unmittelbarem Körperkontakt zu einer Kundin oder einem Kunden erbringt,

2. die Betreiberin oder der Betreiber einer Fahrschule, Fahrlehrerausbildungsstätte,


Flugschule, einer anerkannten Aus- und Weiterbildungsstätte nach dem
Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz oder einer Aus- und Weiterbildungsstätte für
Triebwagenführer und anderes Personal im Bereich der Eisen- und Straßenbahnen
oder einer ähnlichen Einrichtung,

3. die Betreiberin oder der Betreiber einer Mensa oder einer Kantine,

4. die Betreiberin oder der Betreiber einer Volkshochschule oder einer sonstigen
öffentlichen oder privaten Bildungseinrichtung im außerschulischen Bereich, wie zum
Beispiel in der Erwachsenenbildung, Familienbildung, Jugendbildung oder beruflichen
Aus-, Fort- oder Weiterbildung, oder einer Musikschule,

5. die anbietende Stelle in Bezug auf den Besuch und die Inanspruchnahme eines
gruppenbezogenen, nicht stationären, offenen Angebots der Kinder- und Jugendhilfe,
insbesondere nach den §§ 11 und 13 SGB VIII,

6. die Leitung eines Krankenhauses, einer Vorsorgeeinrichtung oder einer


Rehabilitationseinrichtung

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personenbezogene Daten der besuchenden oder teilnehmenden Personen zu erheben und
bei begründeten Zweifeln auf Plausibilität zu überprüfen, zum Beispiel durch Vorlage eines
Personalausweises. 2Nach Satz 1 sind der Familienname, der Vorname, die vollständige
Anschrift und eine Telefonnummer (Kontaktdaten) der jeweiligen Person sowie das
Erhebungsdatum und die Erhebungsuhrzeit zu dokumentieren; bei dienstlichen Tätigkeiten
genügen die dienstlichen Kontaktdaten der jeweiligen Person. 3Die Kontaktdaten sind für die
Dauer von drei Wochen nach der Erhebung aufzubewahren. 4Es ist zu gewährleisten, dass
unbefugte Dritte von den erhobenen Kontaktdaten keine Kenntnis erlangen. 5Die
Dokumentation ist dem zuständigen Gesundheitsamt auf Verlangen vorzulegen. 6Die
Verwendung der Dokumentation ist auf die Vorlage auf Anforderung an das zuständige
Gesundheitsamt beschränkt. 7Spätestens vier Wochen nach der Erhebung sind die
Kontaktdaten zu löschen. 8Das zuständige Gesundheitsamt ist berechtigt, die erhobenen
Kontaktdaten anzufordern, damit eine etwaige Infektionskette nachverfolgt werden kann.
9
Die nach Satz 8 angeforderten Kontaktdaten dürfen von dem zuständigen Gesundheitsamt
nicht weitergegeben und nicht zu anderen Zwecken als der Nachverfolgung von
Infektionsketten verwendet werden. 10Die nach Satz 8 angeforderten Kontaktdaten sind vom
zuständigen Gesundheitsamt unverzüglich zu löschen, sobald diese für die Nachverfolgung
von Infektionsketten nicht mehr benötigt werden. 11Soweit gegenüber der oder dem zur
Erhebung Verpflichteten Kontaktdaten angegeben werden, ist die besuchende oder
teilnehmende Person zur vollständigen und wahrheitsgemäßen Angabe verpflichtet.
12
Verweigert die besuchende oder teilnehmende Person die Kontaktdatenerhebung oder
erfüllt sie ihre Pflicht nach Satz 11 nicht, so darf ein Zutritt zu der jeweiligen Einrichtung oder
Veranstaltung nicht gewährt werden.

(2) 1Behörden, Gerichte und Stellen, die Aufgaben im öffentlichen Interesse erfüllen oder
in Ausübung öffentlicher Gewalt handeln, können im Rahmen des Zutritts zu den jeweiligen
Gebäuden oder Räumlichkeiten ebenfalls Kontaktdaten nach Absatz 1 Satz 2 erheben;
Absatz 1 Sätze 3 bis 11 gilt entsprechend. 2Wird die Angabe der Kontaktdaten verweigert
oder werden die Kontaktdaten nicht entsprechend Absatz 1 Satz 11 angegeben, so kann ein
Zutritt zu den jeweiligen Gebäuden und Räumlichkeiten verweigert werden.

Zweiter Teil

Besondere Vorschriften

§6

Regelungen für private Zusammenkünfte und Feiern

(1) 1Private Zusammenkünfte und Feiern, die

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1. in der eigenen Wohnung oder anderen eigenen geschlossen Räumlichkeiten,

2. auf eigenen oder privat zur Verfügung gestellten Flächen unter freiem Himmel wie zum
Beispiel in zur eigenen Wohnung gehörenden Gärten oder Höfen oder

3. in der Öffentlichkeit, auch in außerhalb der eigenen Wohnung zur Verfügung gestellten
Räumlichkeiten,

stattfinden, sind nur mit Personen des eigenen Hausstands und höchstens einer weiteren
Person oder als Einzelperson mit mehreren Personen aus einem gemeinsamen Hausstand
sowie jeweils mit zugehörigen Kindern bis einschließlich drei Jahren zulässig.
2
Begleitpersonen oder Betreuungskräfte, die erforderlich sind, um Menschen mit einer
wesentlichen Behinderung oder Pflegebedürftigkeit eine Teilhabe am Leben in der
Gesellschaft zu ermöglichen, werden nicht eingerechnet. 3Eine weitere Person ist zulässig,
soweit diese Dritte im Sinne des § 1684 Abs. 4 Satz 3 BGB ist.

(2) Private Zusammenkünfte und Feiern, die die in Absatz 1 genannten Anforderungen
nicht erfüllen, sind verboten.

§7

(aufgehoben)

§8

(aufgehoben)

§9

Religionsausübung, sonstige Regelungen für Sitzungen,


Zusammenkünfte und Versammlungen

(1) 1Abweichend von den §§ 5 und 6 sind Gottesdienste und ähnliche religiöse
Veranstaltungen in dafür geeigneten Räumlichkeiten und im Freien sowie Zusammenkünfte
in Kirchen, Friedhofskapellen oder entsprechend genutzten Einrichtungen, Moscheen,
Synagogen sowie Cem- und Gemeindehäusern und die Zusammenkünfte anderer
Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften, einschließlich der Zusammenkünfte in
Gemeindezentren und gemeindlichen Einrichtungen zur Durchführung von Veranstaltungen
kirchlicher Bildungsträger und von sozialen und karitativen Veranstaltungen der Gemeinden,
sowie zur Unterweisung und Vorbereitung von Personen auf religiöse Feste und Ereignisse,
wie zum Beispiel Erstkommunion, Firmung, Konfirmation, humanistische Jugendfeier, Bat
Mizwa und Bar Mizwa, sowie Trauungen, Trauerandachten und die Teilnahme am letzten
Gang zur Grab- oder Beisetzungsstelle mit dem dortigen Aufenthalt unabhängig von der Zahl
der teilnehmenden Personen zulässig, wenn sichergestellt ist, dass Maßnahmen aufgrund

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eines Hygienekonzepts nach § 4 Abs. 1 und 2 getroffen werden. 2In Bezug auf Gottesdienste
und ähnliche religiöse Veranstaltungen in Kirchen, Synagogen, Moscheen und anderen
geschlossenen Räumlichkeiten und in Bezug auf Zusammenkünfte anderer Glaubens- und
Weltanschauungsgemeinschaften in geschlossenen Räumlichkeiten ist bei zu erwartenden
Besucherzahlen, die zu einer Auslastung der vorhandenen Personenkapazitäten in den
Räumlichkeiten führen können, in dem Hygienekonzept nach Satz 1 auch ein
Anmeldeerfordernis für die Besucherinnen und Besucher vorzusehen. 3In Veranstaltungen
im Sinne des Satzes 2 haben Besucherinnen und Besucher abweichend von § 3 Abs. 5 auch
dann eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, soweit und solange sie einen Sitzplatz
eingenommen haben; das Abstandsgebot nach § 2 Abs. 2 und 3 Nr. 1 bleibt unberührt. 4In
Veranstaltungen im Sinne des Satzes 2 hat eine Besucherin oder ein Besucher abweichend
von § 3 Abs. 3 Satz 1 eine medizinische Maske zu tragen; Atemschutzmasken mit
Ausatemventil sind nicht zulässig. 5In Veranstaltungen im Sinne des Satzes 2 ist jeglicher
Gesang der Besucherinnen und Besucher untersagt. 6Ist zu erwarten, dass eine
Veranstaltung im Sinne des Satzes 2 von zehn oder mehr Personen besucht wird, so hat die
Veranstalterin oder der Veranstalter die örtlich zuständigen Behörden mindestens zwei
Werktage vor der Veranstaltung über die Art, den Ort, den Zeitpunkt und den Umfang der
Veranstaltung zu informieren, es sei denn, es bestehen zwischen den betreffenden
Veranstalterinnen und Veranstaltern sowie den örtlich zuständigen Behörden Absprachen
über die Durchführung von Veranstaltungen und erforderliche Informationen.

(2) 1Öffentlich-rechtliche Körperschaften sowie Parteien, Vereine, Initiativen und andere


ehrenamtliche Zusammenschlüsse dürfen, auch abweichend von § 6 Abs. 1, die durch
Rechtsvorschriften vorgeschriebenen Sitzungen und Zusammenkünfte in geschlossenen
Räumen durchführen, wenn das Abstandsgebot nach § 2 Abs. 2 und 3 Nr. 1 eingehalten
wird. 2Satz 1 gilt für verfahrensrechtliche Handlungen der Gerichte und Staatsanwaltschaften,
die der Aufrechterhaltung der Rechtspflege zu dienen bestimmt sind, entsprechend.

(3) 1Die Veranstalterin oder der Veranstalter einer Versammlung unter freiem Himmel
nach Artikel 8 des Grundgesetzes hat durch geeignete Maßnahmen den Schutz vor
Infektionen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 sicherzustellen. 2Die zuständige
Versammlungsbehörde kann zum Schutz vor Infektionen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-
2 die Versammlung auf der Grundlage des Niedersächsischen Versammlungsgesetzes
beschränken.

(4) Veranstaltungen, die nicht durch diese Verordnung zugelassen sind, sind verboten.

§ 10

Betriebsverbote sowie Betriebs- und Dienstleistungsbeschränkungen

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(1) 1Für den Publikumsverkehr und Besuche sind geschlossen

1. Clubs, Diskotheken und ähnliche Einrichtungen,

2. Gastronomiebetriebe im Sinne des § 1 Abs. 3 des Niedersächsischen


Gaststättengesetzes, insbesondere Restaurants, die Freiluftgastronomie, Bars
einschließlich Einrichtungen, in denen Shisha-Pfeifen zum Konsum angeboten werden,
Imbisse und Cafés, allein oder in Verbindung mit anderen Einrichtungen, jeweils
ausgenommen der Außer-Haus-Verkauf und die Abholung von Speisen und
alkoholfreien Getränken zum Verzehr außerhalb der jeweiligen Einrichtung und mit
Ausnahme von

a) Gastronomiebetrieben in Heimen nach § 2 Abs. 2 des Niedersächsischen


Gesetzes über unterstützende Wohnformen (NuWG) und in Einrichtungen des
betreuten Wohnens zur Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner,

b) Gastronomiebetrieben in Beherbergungsstätten und Hotels zur Versorgung der


zulässig beherbergten Gäste, allerdings nur zur Versorgung der Personen auf
den Zimmern, und

c) Gastronomiebetrieben auf Raststätten und Autohöfen an Bundesautobahnen zur


Versorgung von Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrern, die ihre Tätigkeit
durch eine Bescheinigung der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers nachweisen
können,

3. Messen, Kongresse, gewerbliche Ausstellungen, Spezialmärkte, Jahrmärkte und


ähnliche Veranstaltungen, ausgenommen Wochenmärkte,

4. Theater, Opernhäuser, Konzerthäuser, Kulturzentren, Museen, Ausstellungen,


Galerien, Bibliotheken, Büchereien und ähnliche Einrichtungen, unabhängig von der
jeweiligen Trägerschaft und den Eigentumsverhältnissen, ausgenommen
wissenschaftliche Bibliotheken wie die Hochschul- und Landesbibliotheken,

5. Kinos, Freizeitparks, Zoos, Tierparks, Angebote von Freizeitaktivitäten sowohl


innerhalb als auch außerhalb von Gebäuden wie Indoor-Spielplätze, Kletterhallen und
Kletterparks und ähnliche Einrichtungen sowie Seilbahnen,

6. Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen,

7. Angebote des Freizeit- und Amateursportbetriebs auf und in öffentlichen und privaten
Sportanlagen, wobei die sportliche Betätigung im Rahmen des Individualsports allein,
mit einer weiteren Person oder den Personen des eigenen Hausstands auf und in
diesen Sportanlagen zulässig bleibt,

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8. Saunen, Thermen, Schwimm- und Spaßbäder, Solarien, Fitnessstudios, Studios für
Elektromuskelstimulationstraining und ähnliche Einrichtungen,

9. Betriebe der körpernahen Dienstleistungen oder der Körperpflege wie Friseurbetriebe,


Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe,
ausgenommen Einrichtungen für medizinisch notwendige Behandlungen wie Praxen
für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Podologie oder Fußpflege, die Betriebe
des Orthopädieschuhmacher-Handwerks und des Handwerks der Orthopädietechnik
sowie die Praxen der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker,

10. Prostitutionsstätten nach § 2 Abs. 3 Nr. 1 des Prostituiertenschutzgesetzes


(ProstSchG) und Prostitutionsfahrzeuge nach § 2 Abs. 3 Nr. 2 ProstSchG.
2
Die Durchführung touristischer Bus-, Schiffs- und Kutschfahrten ist verboten. 3Die
Untersagung nach Satz 1 Nr. 2 gilt nicht für Mensen, Cafeterien und Kantinen, soweit diese
der Versorgung von Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern oder Studierenden der jeweiligen
Einrichtung dienen und nicht gemeinsame Speiseräume und -säle genutzt werden; in
Betriebskantinen der Unternehmen der Ernährungswirtschaft, in Kantinen der Angebote der
Eingliederungshilfe im Sinne des § 15 Abs. 1, in Kantinen von Krankenhäusern sowie in allen
Kantinen von Betrieben, in denen aus hygienischen oder sonstigen zwingenden Gründen
eine Nahrungsaufnahme am Arbeitsplatz nicht möglich ist, bleibt die Nutzung der
gemeinsamen Speiseräume und -säle zulässig. 4Der Verzehr der nach Satz 1 Nr. 2 im
Rahmen des Außer-Haus-Verkaufs abgeholten Speisen in der Öffentlichkeit innerhalb eines
Umkreises von 50 Metern zu den Betrieben nach Satz 1 Nr. 2 ist untersagt. 5Untersagt sind
über Satz 1 Nr. 10 hinaus die Durchführung und der Besuch von
Prostitutionsveranstaltungen nach § 2 Abs. 3 Nr. 3 ProstSchG, die Durchführung der
Prostitutionsvermittlung nach § 2 Abs. 3 Nr. 4 ProstSchG, die Durchführung erotischer
Massagen in einer Prostitutionsstätte oder einem Prostitutionsfahrzeug im Sinne des
Satzes 1 Nr. 10 sowie die Straßenprostitution.

(1 a) 1Der Verkauf und die Abgabe alkoholischer Getränke, die nach ihrer
Darreichungsform zum unmittelbaren Verzehr bestimmt oder geeignet sind, insbesondere in
Gläsern, Bechern oder Einweggetränkebehältnissen, sind untersagt. 2Satz 1 gilt nicht für
handelsüblich geschlossene Getränkeflaschen, -dosen und -tüten. 3Die zuständige Behörde
kann den Verkauf und die Abgabe alkoholischer Getränke an bestimmten Orten und zu
bestimmten Zeiten untersagen, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass es an
diesen Orten oder in ihrer unmittelbaren Umgebung aufgrund von gemeinschaftlichem
Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit zu Verstößen gegen § 2 kommt; das Verbot ist
angemessen zu befristen.

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„(1 b) 1Für den Kundenverkehr und Besuche sind alle Verkaufsstellen des
Einzelhandels, einschließlich der Outlet-Center und der Verkaufsstellen in Einkaufscentern,
geschlossen, ausgenommen die Verkaufsstellen für die Versorgung mit Lebensmitteln oder
mit Gütern oder Dienstleistungen des täglichen Bedarfs in den Betrieben und Einrichtungen

1. des Lebensmittelhandels,

2. der Wochenmärkte in Bezug auf den Handel mit Lebensmitteln,

3. des landwirtschaftlichen Direktverkaufs und der Hofläden in Bezug auf den Handel mit
Lebensmitteln,

4. des Getränkehandels,

5. der Abhol- und Lieferdienste,

6. der Reformhäuser,

7. der Babyfachgeschäfte,

8. der Apotheken, Sanitätshäuser und Drogerien,

9. der Optikerinnen, Optiker, Hörgeräteakustikerinnen und Hörgeräteakustiker,

10. der Tankstellen und Autowaschanlagen,

11. der Kraftfahrzeug- oder Fahrrad-Werkstätten und der Reparaturwerkstätten für


Elektronikgeräte,

12. der Banken und Sparkassen,

13. der Poststellen,

14. der Reinigungen,

15. der Waschsalons,

16. der Zeitungsverkaufsstellen,

17. des Tierbedarfshandels,

18. des Futtermittelhandels,

19. gestrichen

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20. des Großhandels und der Baumärkte, jeweils nur für gewerbliche Kundinnen und
Kunden,

21. des Brenn- und Heizstoffhandels,

22. des Brief- und Versandhandels,

23. der Verkaufsstellen von Fahrkarten für den Personenverkehr.

2
Zulässig sind auch Verkaufsstellen mit gemischtem Sortiment, das auch regelmäßig Waren
umfasst, die dem Sortiment einer der in Satz 1 Nrn. 1 bis 9 und 16 bis 18 genannten
Verkaufsstellen entsprechen, wenn die Waren den Schwerpunkt des Sortiments bilden;
bilden die betreffenden Waren nicht den Schwerpunkt des Sortiments, so ist der Verkauf nur
dieser Waren zulässig. 3Zulässig ist auch die Auslieferung jeglicher Waren auf Bestellung
sowie deren Verkauf im Fernabsatz zur Abholung bei kontaktloser Übergabe außerhalb der
Geschäftsräume unter Wahrung des Abstandsgebots nach § 2 Abs. 2 Satz 1. 4Die
Ausweitung der regelmäßigen Randsortimente durch die Betriebe und Einrichtungen nach
Satz 1 Nrn. 1 bis 23 ist unzulässig.

(2) 1Der Betreiberin oder dem Betreiber

a) einer Beherbergungsstätte oder einer ähnlichen Einrichtung,

b) eines Hotels,

c) eines Campingplatzes,

d) eines Wohnmobilstellplatzes oder

e) eines Bootsliegeplatzes

sowie der gewerblichen oder privaten Vermieterin oder dem gewerblichen oder privaten
Vermieter einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses sind Übernachtungsangebote und
das Gestatten von Übernachtungen zu touristischen Zwecken untersagt; im Übrigen sind
Übernachtungsangebote und Übernachtungen nur zu notwendigen Zwecken, wie zum
Beispiel aus Anlass von Dienst- oder Geschäftsreisen, zulässig. 2Bereits vor dem 2.
November 2020 angetretene Aufenthalte mit Übernachtungen müssen nicht abgebrochen
werden. 3Ausgenommen von Satz 1 Halbsatz 1 sind Übernachtungen auf Parzellen auf
Campingplätzen oder auf Bootsliegeplätzen, die ganzjährig oder für die Dauer einer Saison
vermietet sind.

(2 a) 1Das Übernachten zu touristischen Zwecken in Wohnmobilen und Kraftfahrzeugen


auf öffentlichen Flächen und auf für die Öffentlichkeit geöffneten Flächen ist untersagt.
2
Absatz 2 Satz 1 Halbsatz 2 gilt entsprechend.

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(3) 1In Betrieben des Einzelhandels ist neben der Durchführung von Maßnahmen nach
dem nach § 4 erforderlichen Hygienekonzept sicherzustellen, dass sich

1. in einem Betrieb mit einer Verkaufsfläche von nicht mehr als 800 Quadratmetern nur
eine Kundin oder ein Kunde je zehn Quadratmeter Verkaufsfläche und

2. in einem Betrieb mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern

a) in Bezug auf die Verkaufsfläche bis 800 Quadratmeter nur eine Kundin oder ein
Kunde je zehn Quadratmeter Verkaufsfläche und

b) in Bezug auf die 800 Quadratmeter übersteigende Verkaufsfläche nur eine


Kundin oder ein Kunde je 20 Quadratmeter Verkaufsfläche

aufhält. 2Für Einkaufszentren und die Betriebe des Einzelhandels in diesen Einkaufszentren
sind im Rahmen des Hygienekonzepts nach § 4 abgestimmte Maßnahmen zu treffen, die der
Vermeidung von Warteschlangen dienen.

(4) 1Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe, die Personen beschäftigen, die in


Sammelunterkünften oder in betriebseigenen oder angemieteten Unterkünften untergebracht
sind, haben sicherzustellen, dass die beschäftigten Personen auf die aktuellen
Hygieneregeln hingewiesen werden und sie diese verstanden haben. 2Die Unternehmen und
landwirtschaftlichen Betriebe haben die Einhaltung der Hygieneregeln regelmäßig zu
überprüfen und zu dokumentieren. 3Die von der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung herausgegebenen Infografiken mit den wichtigsten Hygienehinweisen sollen in
allen Unterkünften gut sichtbar und für alle Bewohnerinnen und Bewohner zugänglich
ausgehängt werden. 4Eine Unterbringung in den in Satz 1 genannten Unterkünften soll
möglichst nur in Einzelzimmern erfolgen. 5Küche und Bad sind so zu nutzen, dass eine
ausreichende Distanz zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern gewährleistet ist.

(5) Unternehmen im Sinne des § 6 Abs. 9 des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes sind


verpflichtet, von jeder Arbeitnehmerin und jedem Arbeitnehmer sowie von jeder bei ihnen
eingesetzten Person Kontaktdaten nach § 5 Abs. 1 zu erheben, zu dokumentieren und den
zuständigen Behörden auf Verlangen unverzüglich zu übermitteln.

§ 11

Kindertagespflege, private Kinderbetreuung

(1) 1Ausgenommen von den §§ 1 bis 3 und 6 ist neben der Betreuung von Kindern in
Kindertagespflege nach § 43 SGB VIII auch die sonstige private Betreuung von fremden

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Kindern in Kleingruppen einschließlich des Bringens und Abholens der Kinder. 2Die
betreuende Person hat geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Gefahr einer Infektion
der eigenen Person und der betreuten Kinder mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 zu
vermindern. 3Während des gesamten Betreuungszeitraums ist die betreuende Person zur
Dokumentation der Zeiten, in denen sie Kinder nach Satz 1 betreut, sowie zur
Datenerhebung und Dokumentation nach § 5 Abs. 1 Satz 2 verpflichtet; § 5 Abs. 1 Sätze 3
bis 11 gilt entsprechend. 4Die Sätze 1 bis 3 gelten für Betreuungsangebote für Gruppen von
Kindern in Familienferienstätten, Familien- und Erwachsenenbildungsstätten,
Mehrgenerationenhäusern und ähnlichen Einrichtungen entsprechend mit der Maßgabe,
dass eine Begrenzung auf bis zu 10 gleichzeitig anwesende, fremde Kinder gilt.

(2) 1Abweichend von Absatz 1 gelten für die Betreuung fremder Kinder von mehreren
Tagespflegepersonen in Zusammenarbeit, also in der sogenannten Großtagespflege, die in
§ 12 Abs. 1 Satz 6 genannten höchstens zulässigen Zahlen der betreuten Kinder
entsprechend, sofern nicht eine räumliche Trennung der durch eine Tagespflegeperson
betreuten Kinder von den durch eine andere Tagespflegeperson in Zusammenarbeit
betreuten Kinder gewährleistet ist. 2§ 12 Abs. 1 Satz 7 und Abs. 2 gilt entsprechend.

§ 12

Kindertageseinrichtungen

(1) 1Der Betrieb von Kindertageseinrichtungen und Kinderhorten ist untersagt.


2
Ausgenommen ist die Betreuung von Gruppen, in denen sich ausschließlich Kinder
befinden, denen Hilfe nach dem Neunten Buch des Sozialgesetzbuchs gewährt wird. 3Ferner
ausgenommen ist die Notbetreuung in kleinen Gruppen. 4Die Notbetreuung ist unter
Berücksichtigung der vorhandenen Kapazitäten auf das notwendige und epidemiologisch
vertretbare Maß zu begrenzen. 5Die höchstens zulässige Zahl der in einer kleinen Gruppe
nach Satz 3 betreuten Kinder richtet sich nach der Altersstruktur in dieser Gruppe. 6Die
höchstens zulässige Zahl der betreuten Kinder darf in einer kleinen Gruppe, in der

1. überwiegend Kinder unter drei Jahren betreut werden, in der Regel 8 Kinder,

2. überwiegend Kinder von der Vollendung des dritten Lebensjahres bis zur Einschulung
betreut werden, in der Regel 13 Kinder und

3. überwiegend Kinder von der Einschulung bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres
betreut werden, in der Regel 10 Kinder

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nicht überschreiten. 7Eine Überschreitung der höchstens zulässigen Zahl der betreuten
Kinder in einer kleinen Gruppe ist unter Berücksichtigung der räumlichen, personellen und
organisatorischen Kapazitäten zulässig. 8Die Notbetreuung dient dazu, Kinder aufzunehmen,

1. bei denen mindestens eine Erziehungsberechtigte oder ein Erziehungsberechtigter in


betriebsnotwendiger Stellung in einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichem
Interesse tätig ist,

2. bei denen ein Unterstützungsbedarf, insbesondere ein Sprachförderbedarf, besteht oder

3. die zum kommenden Schuljahr schulpflichtig nach § 64 Abs. 1 Satz 1 des


Niedersächsischen Schulgesetzes werden.

9
Zulässig ist auch die Betreuung in besonderen Härtefällen wie etwa für Kinder, deren
Betreuung zur Sicherung des Kindeswohls erforderlich ist, sowie bei drohender Kündigung
oder erheblichem Verdienstausfall für mindestens eine Erziehungsberechtigte oder einen
Erziehungsberechtigten.

(2) 1Während der Betreuung in einer kleinen Gruppe nach Absatz 1 Satz 6 Nr. 3 hat jede
Person eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, wenn aufgrund der örtlichen Gegebenheiten
die Einhaltung des Abstandsgebots nach § 2 Abs. 2 Satz 1 nicht gewährleistet werden kann.
2
Ausgenommen davon sind Kinder bis zur Einschulung.

(3) In allen Kindertageseinrichtungen ist der ‚Niedersächsische Rahmen-Hygieneplan


Corona Kindertagesbetreuung‘ vom 10. Januar 2021, veröffentlicht auf der Internetseite des
Kultusministeriums
(https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/fragen_und_antworten_fragen_und_a
ntworten_zum_derzeit_eingeschrankten_betrieb_an_kindertageseinrichtungen/fragen-
undantworten-zu-einrichtungsschliessung-und-notbetreuung-fur-kindertageseinrichtungen-
186238.html), ergänzend zu den Hygieneplänen nach § 36 des Infektionsschutzgesetzes
(IfSG) zu beachten.

(4) 1Die Vorgaben des Gesetzes über Tageseinrichtungen für Kinder und der
Verordnung über Mindestanforderungen an Kindertagesstätten sowie über die Durchführung
der Finanzhilfe zu der Qualifikation des erforderlichen Personals sind ausgesetzt, soweit der
Träger einer Kindertageseinrichtung aufgrund der Auswirkungen der Ausbreitung des
Corona-Virus SARS-CoV-2 ausfallendes Personal nicht durch geeignete Fach- und
Betreuungskräfte ersetzen kann. 2Dies gilt sowohl für den Fall, dass das Personal aufgrund
einer Erkrankung an COVID-19 oder aufgrund eines positiven SARS-CoV-2-Tests nicht in

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der Kindertageseinrichtung tätig werden kann, als auch für den Fall, dass der Träger das
Personal aufgrund einer erforderlichen Quarantäne oder aufgrund der Zugehörigkeit zu einer
Risikogruppe nicht für die Arbeit am Kind einsetzen kann.

§ 13

Schulen

(1) 1An allen Schulen ist der Schulbesuch untersagt, ausgenommen hiervon ist der
Schulbesuch für schriftliche Arbeiten. 2Von der Untersagung ausgenommen sind ferner

1. der 9. und der 10. Schuljahrgang, soweit an der Schule in diesen Schuljahrgängen im
Schuljahr 2020/2021 Abschlussprüfungen vorgesehen sind,

2. der Sekundarbereich II, soweit an der Schule in Lerngruppen dieser Schuljahrgänge im


Schuljahr 2020/2021 Abschlussprüfungen vorgesehen sind,

3. die Schuljahrgänge 1 bis 4 und

4. die Förderschulen im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und die


Tagesbildungsstätten.

3
Der Unterricht, außerunterrichtliche Angebote der Ganztagsschule sowie sonstige
schulische Veranstaltungen der nach Satz 2 von der Untersagung ausgenommenen
Schuljahrgänge finden grundsätzlich in geteilten Lerngruppen statt. 4Die Lerngruppen nach
Satz 3 sollen in ihrer Personenzusammensetzung möglichst unverändert bleiben. 5Die
Gruppengröße darf in der Regel 16 Personen nicht überschreiten. 6Außerhalb von
Unterrichts- und Arbeitsräumen hat jede Person eine Mund-Nasen-Bedeckung in von der
Schule besonders gekennzeichneten Bereichen zu tragen, in denen aufgrund der örtlichen
Gegebenheiten die Einhaltung des Abstandsgebots nach § 2 Abs. 2 Satz 1 nicht
gewährleistet werden kann. 7Darüber hinaus besteht die Verpflichtung zum Tragen einer
Mund-Nasen-Bedeckung in Unterrichts- und Arbeitsräumen während des Unterrichts.
8
Abweichend von Satz 7 darf die Mund-Nasen-Bedeckung in Unterrichts- und Arbeitsräumen
abgelegt werden, soweit und solange die pflichtige Person einen Sitzplatz eingenommen hat
und das Abstandsgebot nach § 2 Abs. 2 Satz 1 eingehalten wird. 9Schulfahrten sind für die
Dauer der Maßnahme untersagt. 10Schulfahrten im Sinne des Satzes 9 sind
Schulveranstaltungen, die mit Fahrtzielen außerhalb des Schulstandortes verbunden sind,
mit denen definierte Bildungs- und Erziehungsziele verfolgt werden; dazu zählen auch
Schüleraustauschfahrten und Schullandheimaufenthalte sowie unterrichtsbedingte Fahrten
zu außerschulischen Lernorten. 11Für Schülerinnen und Schüler, die aufgrund der Teilung

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der Lerngruppe zeitweise nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, gilt die Schule in dieser
Zeit als vorübergehend geschlossen im Sinne des § 56 Abs. 1 a Satz 1 Nr. 1 IfSG.

(2) 1Für die Dauer der Maßnahme nach Absatz 1 ist die Notbetreuung in kleinen
Gruppen an Schulen für Kinder in Schulkindergärten und für Schülerinnen und Schüler in der
Regel der Schuljahrgänge 1 bis 6 in der Zeit von 8.00 bis 13.00 Uhr zulässig. 2Über diesen
Zeitraum hinaus kann eine zeitlich erweiterte Notbetreuung an Ganztagsschulen stattfinden.
3
Die Notbetreuung ist auf das notwendige und epidemiologisch vertretbare Maß zu
begrenzen. 4Die Notbetreuung dient dazu, Kinder aufzunehmen, bei denen mindestens eine
Erziehungsberechtigte oder ein Erziehungsberechtigter in betriebsnotwendiger Stellung in
einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichem Interesse tätig ist. 5Zulässig ist auch die
Betreuung in besonderen Härtefällen wie etwa für Kinder, deren Betreuung aufgrund einer
Entscheidung des Jugendamtes zur Sicherung des Kindeswohls erforderlich ist, sowie bei
drohender Kündigung oder erheblichem Verdienstausfall für mindestens eine
Erziehungsberechtigte oder einen Erziehungsberechtigten.

(3) Im Übrigen ist an allen Schulen der ‚Niedersächsische Rahmen-Hygieneplan Corona


Schule‘ vom 8. Januar 2021, veröffentlicht auf der Internetseite des Kultusministeriums
(https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/schule-neues-schuljahr-190409.html),
ergänzend zu den Hygieneplänen nach § 36 IfSG zu beachten.

(4) Schulen im Sinne des Absatzes 1 sind alle öffentlichen allgemein bildenden und
berufsbildenden Schulen, Schulen in freier Trägerschaft einschließlich der Internate, alle
Schulen für andere als ärztliche Heilberufe, Tagesbildungsstätten sowie
Landesbildungszentren.

§ 14

Besuchsrechte und Neuaufnahmen in Heimen, unterstützenden Wohnformen, und


Intensivpflege-Wohngemeinschaften; Betreten von Heimen durch Dritte; Testungen von
Beschäftigten; Einrichtungen der Tagespflege

(1) 1Die Leitung von Heimen nach § 2 Abs. 2 NuWG und von unterstützenden
Wohnformen nach § 2 Abs. 3 und 4 NuWG hat in einem Hygienekonzept nach § 4 auch
Regelungen zur Neuaufnahme und zum Besuch von Bewohnerinnen und Bewohnern in den
Einrichtungen zu treffen mit der Maßgabe, dass deren Besuchsrechte nicht
unverhältnismäßig eingeschränkt werden. 2Besuch darf nicht empfangen werden, wenn es in
der Einrichtung ein aktuelles SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen gibt. 3Die Einrichtung ist
nach § 5 Abs. 1 zur Datenerhebung und Dokumentation der Kontaktdaten jeder Besucherin
und jedes Besuchers verpflichtet.

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(2) 1Beschäftigte in Heimen für ältere oder pflegebedürftige Menschen nach § 2 Abs. 2
NuWG und unterstützenden Wohnformen für ältere oder pflegebedürfte Menschen nach § 2
Abs. 3 und 4 NuWG sowie in ambulanten Pflegeeinrichtungen nach § 71 Abs. 1 des Elften
Buchs des Sozialgesetzbuchs und in diesen eingesetzte Leiharbeitnehmerinnen und
Leiharbeitnehmer, Praktikanteninnen und Praktikanten, ehrenamtlich Tätige,
Bundesfreiwilligendienstleistende und Freiwilligendienstleistende haben an jedem Tag, an
dem sie in den Einrichtungen oder für die ambulanten Pflegedienste tätig sind, einen PoC-
Antigen-Schnelltest auf das Corona-Virus SARS-CoV-2 durchführen zu lassen. 2Das
Testergebnis ist der Leitung oder einer von der Leitung beauftragten beschäftigen Person
vorzulegen. 3Der Dienst darf bei einem positiven Testergebnis nicht verrichtet werden,
solange eine Überprüfung des Ergebnisses nicht abgeschlossen ist und das Gesundheitsamt
im Falle eines positiven Befundes nicht eine weitere Beschäftigung gebilligt hat. 4Die Leitung
oder die von ihr beauftragten beschäftigten Personen sollen die Tests durchführen. 5Der Test
muss die jeweils geltenden Anforderungen des Robert Koch-Instituts erfüllen. 6Die nach
Satz 1 verpflichteten Personen haben zudem abweichend von § 3 Abs. 3 Satz 1 eine
Atemschutzmaske mindestens des Schutzniveaus FFP2, KN 95 oder eines gleichwertigen
Schutzniveaus zu tragen, soweit und solange sie Kontakt zu einer Bewohnerin oder einem
Bewohner haben; Atemschutzmasken mit Ausatemventil sind nicht zulässig.

(3) 1In Heimen für ältere oder pflegebedürftige Menschen nach § 2 Abs. 2 NuWG gilt
ergänzend, dass der Besuch von Bewohnerinnen und Bewohnern und das Betreten durch
Dritte zur erweiterten Grundversorgung, zur Erbringung von Dienstleistungen oder zu
anderen Zwecken bei der Leitung oder einer von der Leitung beauftragten beschäftigten
Person anzumelden ist. 2Andernfalls kann die Leitung oder eine von der Leitung beauftragte
beschäftigte Person den Besuch oder das Betreten untersagen. 3Übersteigt die aktuelle
Inzidenzzahl 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner pro Woche in
der entsprechenden Gebietskörperschaft, in deren Gebiet die Einrichtung liegt, so sind die
Heimleitung oder die von dieser beauftragten Beschäftigten verpflichtet, den Besucherinnen
und Besuchern sowie den Personen, die die Einrichtung betreten wollen, die Durchführung
eines PoC-Antigen-Schnelltest anzubieten, um den Besuch bei Bewohnerinnen und
Bewohnern oder das Betreten zu ermöglichen. 4Ein Besuch und ein Betreten darf erst bei
Vorliegen eines negativen Testergebnisses ermöglicht werden. 5Eine Testung ist nicht
erforderlich, wenn die jeweils zu testende Person ein schriftliches oder elektronisches
negatives Testergebnis in Bezug auf eine Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2
nachweist und die dem Testergebnis zu Grunde liegende Testung höchstens 72 Stunden vor
dem Besuch oder dem Betreten vorgenommen wurde. 6Der Test muss die jeweils geltenden
Anforderungen des Robert Koch-Instituts erfüllen. 7Für Besucherinnen, Besucher und Dritte,

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die im Falle des Satzes 3 mehr als einmal pro Woche in die Einrichtung kommen, gilt Absatz
2 entsprechend.

(4) In ambulant betreuten Wohngemeinschaften zum Zweck der Intensivpflege, die nicht
in den Geltungsbereich des Niedersächsischen Gesetzes über unterstützende Wohnformen
fallen, treffen die Verpflichtungen nach Absatz 1 die Bewohnerinnen und Bewohner oder
deren gesetzliche oder rechtsgeschäftliche Vertreterinnen oder Vertreter.

(5) Die seelsorgerische Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie die
Begleitung Sterbender bleiben jederzeit zulässig.

(6) Unter Beachtung eines von der Leitung der Einrichtung nach § 4 erstellten
Hygienekonzepts ist der Betrieb von Einrichtungen der Tagespflege nach § 2 Abs. 7 NuWG
zulässig.

§ 14 a

Außerschulische Bildung

1
Im Bereich der außerschulischen Bildung, vor allem in Volkshochschulen, Musikschulen
und Einrichtungen der kulturellen Bildung, ist der Präsenzunterricht untersagt. 2Weiterhin
zulässig sind die Durchführung von Prüfungen und die Bildungsberatung, soweit die
Vorgaben des § 2 Abs. 2 eingehalten werden.

§ 15

Werkstätten für behinderte Menschen, Tagesförderstätten


für behinderte Menschen sowie vergleichbare
Angebote der Eingliederungshilfe

(1) Die Leitung einer Werkstatt für behinderte Menschen, einer Tagesförderstätte für
behinderte Menschen oder eines vergleichbaren Angebots der Eingliederungshilfe kann den
Zugang zu diesen Angeboten unter den Voraussetzungen der Absätze 2 und 3 zulassen.

(2) 1Die Leitung eines Angebots nach Absatz 1 hat in einem angebotsspezifischen
Hygiene- und Schutzkonzept, das auch Fahrdienste zwischen dem Angebots- und Wohnort
umfasst und sich nach dem „Arbeitsschutzstandard SARS-CoV-2“ des Bundesministeriums
für Arbeit und Soziales vom 16. April 2020 richtet, Maßnahmen zu treffen, die geeignet sind,
die Gefahr einer Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 zu vermindern. 2Dabei ist den
Besonderheiten der jeweils betroffenen Personengruppe Rechnung zu tragen.

(3) Jeder Mensch mit Behinderungen muss der Wiederaufnahme seiner Beschäftigung
oder Betreuung zugestimmt haben.

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§ 16

Spitzen- und Profisport

(1) 1Der Betrieb und die Nutzung öffentlicher und privater Sportanlagen zum Zweck des
Trainings und Wettbewerbs durch Sportlerinnen und Sportler des Spitzen- und Profisports,
deren Trainerinnen und Trainer, Betreuerinnen und Betreuer, die jeweiligen
Schiedsrichterinnen, Schiedsrichter, Kampfrichterinnen und Kampfrichter, Personen des
medizinischen und physiotherapeutischen Personals sowie durch weitere Personen, die für
die Durchführung des Trainings oder Wettbewerbs unabdingbar sind, sind zulässig, wenn ein
Hygienekonzept vorliegt, das insbesondere sicherstellt, dass

1. durch geeignete Maßnahmen die Gefahr einer Infektion der Sportlerinnen und Sportler
mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 auf ein noch zu vertretendes Minimum vermindert
ist,

2. die Sportlerinnen und Sportler regelmäßig vor der nicht kontaktfreien Sportausübung
auf das Corona-Virus SARS-CoV-2 von medizinischem Personal getestet werden,

3. Corona-Tests in ausreichender Menge vorhanden sind und nicht zulasten der


Verfügbarkeit im Gesundheitswesen gehen,

4. bei einem erkennbaren Mangel der Verfügbarkeit von Corona-Tests oder der
Laborkapazität die Sportausübung mit Kontakt eingestellt wird,

5. die Zahl der aus Anlass der Sportausübung tätigen Personen, wie zum Beispiel
Trainerinnen und Trainer, Betreuerinnen und Betreuer, Physiotherapeutinnen und
Physiotherapeuten sowie Medienvertreterinnen und Medienvertreter, auf das
erforderliche Minimum vermindert wird.
2
Die Kosten für die aufgrund des Hygienekonzepts erforderlichen Maßnahmen trägt die
verantwortliche Organisation.

(2) Sportlerinnen und Sportler im Sinne des Absatzes 1 Satz 1 sind Personen, die

1. einem olympischen oder paralympischen Kader, das heißt einem Olympiakader, einem
Perspektivkader, einem Nachwuchskader 1 oder 2 oder einem Landeskader,
angehören und an einem Bundesstützpunkt, einem Landesleistungszentrum oder
einem Landesstützpunkt trainieren,

2. einer Mannschaft angehören, die aus Sportlerinnen oder Sportlern besteht, die ihre
Sportart berufsmäßig ausüben, oder

3. wirtschaftlich selbständige, vereins- und verbandsungebundene Sportlerinnen oder


Sportler sind, die ihre Sportart berufsmäßig ausüben, ohne einem Bundeskader im

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Sinne der Nummer 1 anzugehören.

§ 17

(aufgehoben)

Dritter Teil

Schlussbestimmungen

§ 18

Weitergehende Anordnungen
1
Die örtlich zuständigen Behörden können weitergehende Anordnungen treffen, soweit
es im Interesse des Gesundheitsschutzes erforderlich ist. 2Sie können insbesondere für
bestimmte öffentliche Plätze, Parkanlagen und ähnliche Orte in ihrem Zuständigkeitsbereich
generelle Betretungsverbote erlassen oder zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung
verpflichten. 3Die örtlich zuständigen Behörden können zudem in Bezug auf Landkreise und
kreisfreie Städte mit einer 7-Tages-Inzidenz von 200 oder mehr Neuinfektionen je 100 000
Einwohnerinnen und Einwohner den Bewegungsradius jeder Person auf 15 Kilometer um
den Wohnsitz beschränken. 4Es sind Ausnahmen bei Vorliegen eines triftigen Grundes,
insbesondere einer notwendigen medizinischen, psychosozialen oder
veterinärmedizinischen Behandlung, der Wahrnehmung einer beruflichen Tätigkeit und des
Besuchs naher Angehöriger, wenn diese von Behinderung betroffen oder pflegebedürftig
sind, vorzusehen. 5Insbesondere Reisen und tagestouristische Ausflüge stellen keine triftigen
Gründe dar. 6Bei Anordnungen, die Kindertageseinrichtungen oder Schulen betreffen, sind
vorrangig Maßnahmen in Betracht zu ziehen, die ein Aufrechterhalten des jeweiligen
Betriebs ermöglichen.

§ 19

Ordnungswidrigkeiten

(1) Verstöße gegen die §§ 2 bis 10 und 14 bis 16 stellen Ordnungswidrigkeiten nach
§ 73 Abs. 1a Nr. 24 IfSG dar und werden mit Geldbuße bis zu 25 000 Euro geahndet.

(2) Die nach dem Infektionsschutzgesetz zuständigen Behörden und die Polizei sind
gehalten, die Bestimmungen dieser Verordnung durchzusetzen und Verstöße zu ahnden.

§ 20

Inkrafttreten, Außerkrafttreten

(1) Diese Verordnung tritt am 2. November 2020 in Kraft und mit Ablauf des 14. Februar

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2021 außer Kraft.

(2) Gleichzeitig mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Niedersächsische
Corona-Verordnung vom 7. Oktober 2020 (Nds. GVBl. S. 346), geändert durch Verordnung
vom 22. Oktober 2020 (Nds. GVBl. S. 363), außer Kraft.

Hannover, den 30. Oktober 2020

Niedersächsisches Ministerium
für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Reimann

Ministerin

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