Sie sind auf Seite 1von 3

Odds

- eine Odd beschreibt das Verhältnis aus der (Stichproben-


)Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis eintritt, zur
Gegenwahrscheinlichkeit seines Nicht-Eintretens
 Bsp.: die Odd (= Chance oder Quote) für die Inhaftierung eines weißen
Amerikaners: o = 0,4/99,6 = 0,004 (Chance 4:1000); für einen Afroamerikaner:
o =3/97 =0,03 (Chance 3:100) Weiß Afro-Amerik.
Inhaftiert 869.076 (0,4%) 891.360 (3%)
Nicht inhaftiert 196.728.068 39.245.559 (97%)
(99,6%)
Spaltensumme 197.597.144 40.136.919 (100%)
(100%)

Übung: Methoden der deskriptiven Datenanalyse (M2)


1
Odds-Ratio
- odds-ratio 0,03/0,004 = 7,5: die Chance inhaftiert zu werden ist für Afro-Amerikaner 7,5
Mal so groß wie für weiße Amerikaner
- Prozentsatzdifferenz der Ethnien für Inhaftierung 2,6 Prozentpunkte, also eher
vernachlässigbar, bezieht aber die allgemein verhältnismäßig geringe Fallzahl beim
Ereignis „inhaftiert“ nicht ein, die odds-Ratio tut dies und kann (je nach Forschungsfrage)
daher bei schiefen Verteilungen von Vorteil sein

Weiß Afro-Amerik.
Inhaftiert 869.076 (0,4%) 891.360 (3%)
Nicht inhaftiert 196.728.068 39.245.559 (97%)
(99,6%)
Spaltensumme 197.597.144 40.136.919 (100%)
(100%)

Übung: Methoden der deskriptiven Datenanalyse (M2)


2
Yules Q

• Wozu?
 Odds Ratios liegen im Intervall [0,unendlich ], Yules Q standardisiert auf [-
1,+1]: es ist der Versuch aus der OR ein Assoziationsmaß zu bestimmen
 fiktive Beispiele:
a) es wurde festgestellt, dass die OR für Erwerbstätige im Vergleich zu Erwerbslosen
Alkoholismus zu entwickeln bei 0,003 liegt
b) die OR dafür verheiratet zu sein liegt für Erwerbstätige vs. Erwerbslose dagegen bei 1,23
 Welcher Zusammenhang ist stärker: Yules Q ergibt für a) -0,99 und für b) 0,19:
starker [negativer] Zusammenhang bei a), schwacher [positiver] bei b)

Übung: Methoden der deskriptiven Datenanalyse (M2)


3