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DEIN NEUES

LEBEN

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FINDE DICH SELBST. GEHE DEINEN WEG. ERREICHE DEINE ZIELE.

99WOCHEN
Coaching mit Dr. Stefan Frädrich
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LEVEL 1 : FINDE DICH SELBST

DAS LEBEN IST


EIN SPIEGEL
DU BIST SCHÖPFER DEINER WELT

Bevor du das Video anschaust:


Reflexion von Lektion 1
Nicht träumen, sondern machen! Erinnerst du dich an den Satz aus
dem ersten Tagesimpuls von Lektion 1? Der Gedanke ist genauso
wichtig, wie du Dringlichkeiten schaffen solltest. Wenn dir etwas wich-
tig ist, mach es dringend! Was wichtig ist, mach gleich. Das solltest
du dir auf jeden Fall noch einmal vergegenwärtigen und vornehmen.
Was ist wichtig in deinem Leben? Was hat höchste Priorität?

Und erinnerst du dich an die drei Level von Informationen? Level 1


sind Informationen – Nachrichten, Sonderangebote und Alltägliches,
was dich nicht weiterbringt. Auf diesem Level bleiben viele Menschen
stecken und sind natürlich überfordert, weil sie sich das ganze Zeug
reinziehen. Level 2 ist Wissen – und zwar kein Klatsch und Tratsch
über die Schwangerschaften irgendwelcher Prinzessinnen, sondern
relevantes Wissen. Zum Beispiel aus Büchern (damit meine ich keine
Romane!) und Podcasts. Hast du dir angewöhnt, Wissen zu tanken?
Level 3 schließlich ist Weisheit. Das ist das Wissen, das du brauchst,
um wirklich erfolgreich zu sein. Weisheit musst du dir selbst erarbei-
ten. Trainierst du deine Weisheit?

Und beherzigst du, dass alltägliche Ärgernisse und Sorgen nur


kleine Prüfungen sind? Hast du dir angewöhnt, kleine Probleme
zur Kenntnis zu nehmen und abzulegen? Die wenigsten Dinge sind
wirklich wichtig.

Du hast die Tagesimpulse nicht gehört? Bitte hol das nach, bevor
du mit Lektion 2 beginnst.

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Teste dein Wissen! Die Lösung
Und hier die Lösung für das Quiz aus Lektion 1:
c. Das Coaching-Programm dauert 99 Wochen, weil es in
die Tiefe geht und entsprechende Kontinuität braucht. Es
soll das Gegenteil sein von einer Druckbetankung.

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?
Böse Königin (aus dem Märchen „Schneewittchen“)

Du bist das Ergebnis deiner Entscheidungen


Es ist ein Gedanke, der vielen Leuten nicht schmeckt: Wir alle sind
das Ergebnis unserer Entscheidungen. Wie es dir heute geht, wie du
dastehst und aussiehst, deine Fitness, dein Kontostand, die Qualität
deiner Beziehungen – alles das ist das Ergebnis deiner Entscheidun-
gen der Vergangenheit. Wer unzufrieden ist, hört das vielleicht nicht
gern, aber grundsätzlich ist es einmal so.

Na gut, lass uns das einschränken: Wer richtig reich und glücklich ist,
der akzeptiert natürlich gerne, dass sein Erfolg das Resultat seiner
Entscheidungen ist. Schwerer machen es sich da Menschen, die nicht
erfolgreich sind. Seltsam, oder? Die reden dann oft von Glück und
Pech, von Zufällen, von der Konjunktur, ihren Genen, ihrer Erziehung
und vom Wetter oder der falschen Jahreszeit.

Und sicher: Manchmal haben wir keinen Einfluss auf das, was
geschieht. Es gibt Schicksalsschläge wie Autounfälle. Wenn du
einen Schicksalsschlag erlebst, resultieren die Folgen eines solchen
Schicksalsschlages nicht unbedingt aus deinen Entscheidungen. Das
ist schon klar. Aber in der überwiegenden Mehrzahl aller Lebenssitu-
ationen gilt es: Du bist das Ergebnis deiner Entscheidungen.

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Hast du bisher die Verantwortung für bestimmte Dinge in deinem
Leben abgelehnt? Für welche?

Und es gibt natürlich auch Lebensbereiche, für die du nicht unmittel-


bar verantwortlich bist – aber eben mittelbar. Wenn das Problem in
deiner Wahrnehmung bei deinem Chef liegt, gehört es dennoch zu
deinen Entscheidungen, in diesem Job zu arbeiten. Und du bist dann
eben mittelbar für deine Situation verantwortlich.

Mir geht es hier um einen ganz wichtigen Punkt: Wir leben in


einem freien Land. Es gibt keine Ausreden. Du hast dir dein Leben
ausgesucht – jedenfalls im Wesentlichen, von Schicksalsschlägen
mal abgesehen. Lass es mich noch krasser sagen: Du machst dir
dein Magengeschwür selbst. Es bringt nichts zu motzen, über
Zipperlein zu schimpfen – du erschaffst das alles selbst.

Heftig? Vielleicht. Das ist mir aber egal. Lass dich darauf ein!
Es bringt dir nichts, wenn du jetzt Gegenbeispiele suchst oder
die Behauptung relativierst. All das wären nur Ausreden, um den
elementaren Grundsatz nicht anerkennen zu müssen: Wir alle
sind der Spiegel unserer bisherigen Entscheidungen. Das ist Fakt.
Von dem Punkt aus denken wir weiter.

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Einverstanden? Bist du bereit, dich darauf einzulassen? Gut. Dann
überleg und schreib auf: Was tut dir gut, was raubt dir Kraft?

Stell dich mal nackt vor den Spiegel und schau dir lang in die Augen.
Dazu brauchst du ein wenig Mut. Sei ehrlich. Was empfindest du?

Und dann überleg: Was in deinem Leben ist im Augenblick nicht so


aufgeräumt? Das musst du jetzt erst mal nicht aufschreiben – dazu
kannst du das Modell des Lebensrades nutzen.

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Das Lebensrad

FAMILIE &
ZEIT PARTNERSCHAFT

SOZIALES
PERSÖNLICHKEIT
UMFELD

GEIST BERUF

GESUNDHEIT FINANZEN
& FITNESS

Wie bei einem Fahrrad oder Motorrad sollten auch bei deinem
Lebensrad alle Speichen gleich stark sein. Falls nicht, verzieht sich
die Felge. Das Rad bekommt einen Drall, und dein ganzes Leben
läuft unrund. Nicht nur die eine Speiche, die zu locker sitzt. Wenn dein
Leben rumpelt wie ein nicht ausgewuchtetes Rad am Auto, dann rum-
pelt nicht nur ein Teil des Rades, sondern eben das komplette Auto.

Das Lebensrad besteht aus acht Bereichen (das sind die Speichen).
Alle müssen stimmen!

Wie gut bist du jeweils aufgestellt? Die Skalen zeigen Prozente, aber
trag das ein, wie du es willst. Überleg dir einfach: Steht es um einen
bestimmten Lebensbereich toll, mitteltoll oder nicht so toll? Lies dir
erst die Bereiche durch, und dann trägst du am Ende der Lektion
deine Werte in dein Lebensrad ein. Dadurch siehst du, in welchem
Lebensbereich du besser oder eben auch schlechter aufgestellt bist.
Du erkennst deine Baustellen.

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Lebensbereich 1: Familie und Partnerschaft
In Lebensbereich 1 geht es um Familie und Partnerschaft. Fühlst du
dich geliebt? Wie sieht es in deiner Familie aus? Hast du ständig
Stress und Drama, oder ist alles super? Geben dir deine Nächsten
Kraft? Oder stören und behindern sie dich?

Lebensbereich 2: Soziales Umfeld


Mit welchen Menschen umgibst du dich? Mit Stinkstiefeln und
Energieräubern? Oder mit Menschen, die dir Energie geben?
Oder dominieren nur einige wenige Energieräuber dein Leben?
Worüber reden deine Freunde? Womit beschäftigen sie sich und dich?
Mit welchen Gedanken und Mindsets befüllen sie dich? Mit Sorgen
und Zweifeln? Oder mit Mut und Motivation?

Lebensbereich 3: Beruf
Machst du beruflich etwas, was dir wirklich liegt? Lernst oder
studierst du etwas, was zu dir passt? Sofern du im Ruhestand bist:
Erfüllen dich deine Lebensaufgaben? Oder erscheint dir deine Arbeit
sinnlos und mühsam, und in Wahrheit lebst du nur fürs Wochenende?
Dieser Lebensbereich ist besonders wichtig, weil wir darin sehr viel
Zeit verbringen.

Work-Life-Balance oder
Work-Life-Blending?
Sicher kennst du den Begriff „Work-Life-Balance“. Der Begriff geht
davon aus, dass wir Beruf und Privatleben unter einen Hut bringen
sollen – und das wiederum setzt voraus, dass Arbeiten und Leben
zweierlei Dinge sind. Tatsächlich ist das das traditionelle Verständ-
nis: Jahr für Jahr ergibt der berühmte „Gallup Engagement Index“,
dass die meisten Menschen schlicht Dienst nach Vorschrift machen
und sich beruflich kaum engagieren. Ich ziehe den Begriff „Work-Li-
fe-Blending“ vor: Der bedeutet, dass wir Leben und Arbeiten mitein-
ander verbinden. Weil beides ohnehin miteinander zusammenhängt.
www.gallup.de

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Lebensbereich 4: Finanzen
Dann geht es um dein Geld. Welchen Fokus hast du auf Geld? Freut
es dich, deinen Kontostand zu sehen, oder schaust du lieber nicht so
genau hin? Richtest du dein Leben danach aus, dass du deine Rech-
nungen bezahlen kannst, oder ist das für dich kein Problem? Wenn du
kein sinnvolles finanzielles System für dein Leben hast, dann wird sich
das auf Beziehungen auswirken, auf Familie und Bindungen, und du
bist im Hamsterrad. Du verbringst deine Zeit mit Gedanken, die nicht
sehr konstruktiv sind, auch nicht in Sachen Geld. Im schlimmsten Fall
ist es in Teufelskreis, weil dir deine Sorgen nicht aus deinem finanziel-
len Loch heraushelfen.

Lebensbereich 5: Gesundheit und Fitness


Der fünfte Lebensbereich umfasst deine Gesundheit und deine
Fitness. Wenn du keine Krankheiten hast, ist das schon mal prima.
Wenn du darüber hinaus fit bist und Energie hast, die durch den
Tag reicht, ist es noch besser. Hier stellt sich die Frage: Bist du nur
gesund, oder bist du auch richtig fit? Oder auch: Wenn du krank
bist – was tust du dagegen?

Lebensbereich 6: Der Geist


Wichtig ist auch dein Geist. „Geist“ meine ich nicht im Sinne von
Hui Buh, dem Schlossgespenst, sondern im Sinne von „Denken“.
Es geht um dein Gehirn. Wie und was denkst du? Bist du fit und
klar im Kopf? Verstehst du die Welt, und vollziehst du die enormen
Veränderungen nach, die wir derzeit erleben? Merkst und weißt
du, was da draußen passiert? Oder bist du verloren und verstehst
nicht, was die anderen sagen zum Beispiel über „Social Media“ etc.?
Bist du auf Zack oder möglicherweise stehen geblieben in deiner
geistigen Entwicklung?

Dabei muss es übrigens gar nicht ums Alter gehen! Ich kenne auch
junge Leute, die glauben, sie wüssten schon alles. Es ist wie bei der
Trennung zwischen Arbeit und Leben: Schule und Ausbildung reichen
vielen Menschen für Jahrzehnte. Sie lernen etwas und machen dann
ein Leben lang ihren Job. Wie ist das bei dir? Bist du neugierig?
Willst du wissen, was in der Welt geschieht? Oder gehörst du
möglicherweise zu der Fraktion, die keine Entwicklung mehr braucht
und Neues auch gleich verurteilt?

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Lebensbereich 7: Deine Persönlichkeit
Der siebte Lebensbereich betrifft deine Persönlichkeit. Es geht
darum, was du täglich tust, und zwar auf lange Sicht betrachtet.
Bist du authentisch? Bist du du? Hast du ein Gefühl für Sinn im
Leben? Ein Gespür dafür, was du tun und lassen solltest? Ruhst du in
dir selbst und brauchst möglicherweise gar nicht so viel von außen?

Oder musst du dich verbiegen? Kompromisse machen, die du nicht


willst? Musst du kämpfen? Fühlst du eine Leere in dir? Bist du getrie-
ben und möglicherweise sogar anfällig für Süchte?

Lebensbereich 8: Deine Zeit


Der achte Bereich im Lebensrad ist deine Zeit. Hast du Zeit für dich
selbst? Oder bist du komplett eingespannt, um äußeren Ansprüchen
zu genügen? Wer entscheidet, was du mit deiner Zeit anfängst: du
oder deine To-do-Liste? Du oder andere Menschen? Wie flexibel
kannst du deine Zeit gestalten? Hast du Zeitautonomie?

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Dein persönliches Lebensrad
Jetzt kennst du alle acht Lebensbereiche. Bitte füll jetzt die Tortenstü-
cke in der Grafik aus. Lebensbereich für Lebensbereich. In der Mitte
der Torte bist du bei null Prozent, am Rand der Torte bei hundert
Prozent. Wie steht es also um deine Lebensbereiche?

Reflexion
Male dein eigenes Lebensrad! Fülle die Speichen aus!

FAMILIE &
ZEIT PARTNERSCHAFT

SOZIALES
PERSÖNLICHKEIT
UMFELD

GEIST BERUF

GESUNDHEIT FINANZEN
& FITNESS

Wo läuft es gut?

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Wo läuft es nicht gut?

Teste dein Wissen!


In irgendeinem Zusammenhang verwendest du das Wort „Wording“.
Dein Gegenüber lacht dich aus – das sei ja gar kein korrektes
Englisch. Um welchen Sektor im Lebensrad geht es hier bei
deinem Gegenüber?

Um das soziale Umfeld. Menschen denken nun einmal verschieden.


Um den Beruf. Fachleute sprechen eben manchmal Fachsprachen.
Um die Persönlichkeit. Starke Menschen stehen über
solchen Konflikten.
Um den Geist. Manchmal müssen wir ungewohnte
Begriffe akzeptieren.

Die Lösung erfährst du zu Beginn der nächsten Lektion. Bis morgen!


Da kommt der erste Tagesimpuls zu Lektion 2.

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ANHANG

IMPRESSUM

Inhalte:
Dr. Stefan Frädrich

Produktmanagement
Kerstin Müller, Sarah Schneider, Köln

Redaktion
Thilo Baum, Köln

Layout und Gestaltung


Natasha Cvetkovic, Eric Greven, Köln

Herausgeber
GEDANKENtanken GmbH, Köln

© 2019 by GEDANKENtanken
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede
Verwertung ist ohne Zustimmung des Herausgebers unzulässig. Dies gilt
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