Sie sind auf Seite 1von 4

Das Periodensystem und die Bindungsarten

Wiederholung: Systematik hinter dem Periodensystem


Die Systematik, die hinter dem Periodensystem steckt, ergibt sich aus den
Elektronenkonfigurationen der Elemente.

1 2 Gruppennummer nach IUPAC 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18

s-Block f-Block d-Block p-Block (und


Haupt- Lanthanoide und Nebengruppen Helium)
gruppen Actinoide Übergangsmetalle Haupt-
gruppen

Die Gruppen (=Spalten) des s-Blocks und des p-Blocks werden auch die Hauptgruppen
genannt. Die beiden Gruppen aus dem s-Block werden dann Hauptgruppe 1 und 2 genannt,
die sechs Gruppen aus dem p-Block werden die Hauptgruppe 3 bis 8 genannt.

Die Zeilen des Periodensystems werden Perioden genannt.


Die grün markierten Elemente sind die sogenannte Nichtmetalle, die weiß gelassenen
Elemente sind die Metalle und Halbmetalle.

Wichtige Eigenschaften, die am PSE ablesbar sind:


Lies dir dazu die Seite 224 im Buch ab dem Satz „Der Atomradius ist entscheidend für die….“
durch.
Eine der Eigenschaften, die du dir besonders gut einprägen solltest, ist die
Elektronegativität: Die EN (kurz für Elektronegativität) gibt an, wie stark ein Atom in einer
Bindung die Bindungselektronen an sich zieht (bei chemischen Bindungen werden immer
Elektronen entweder abgegeben, aufgenommen oder geteilt)

Frage 1: Warum hat Fluor einen hohe Elektronegativitätswert, Natrium einen geringen und
Helium gar keinen Wert für die Elektronegativität?

Die chemischen Eigenschaften der Hauptgruppenelemente (zumindest in der 2. Periode)


lassen sich mit der sogenannten Oktettregel beschreiben: Die Elemente wollen durch
Bindungen in die Edelgaskonfiguration, also das s-Orbital und die drei p-Orbitale des
höchsten Energieniveaus (oft Schale genannt) sollen voll sein (da man dafür acht Elektronen
braucht, heißt diese Regel Oktett-Regel).
Die Elektronen des höchsten Energieniveaus werden die Valenzelektronen oder die
Außenelektronen genannt.

Die Valenzelektronen sind die Elektronen, die an chemischen Bindungen beteiligt sind:
Bsp.: NaCl

In der Verbindung NaCl hat Natrium sein Elektron im 3s-Orbital abgegeben und Chlor hat das
Elektron in eines der 3p-Orbitale aufgenommen. Somit sind beide Atome in der
Edelgaskonfiguration und damit energetisch gesehen zufrieden.

Chemische Bindungen
Um eine energetisch stabilere Elektronenkonfiguration zu erreichen, gehen alle Elemente
(außer die ohnehin schon stabilen Edelgase) chemische Bindungen ein. Durch diese
Bindungen entstehen chemische Verbindungen.
Dabei werden entweder Elektronen aufgenommen bzw. abgegeben oder ein Elektronpaar
wird gebildet, was sich zwei Atome teilen.

Es gibt drei wichtige Grundtypen an chemischen Bindungen (s. auch S. 226 im Buch):
• Metallbindung: Mehrere Metallatome geben die Elektronen, die sie loswerden
wollen, um in einen stabileren Zustand überzugehen, schlicht ab, wobei ein
Elektronengas aus frei beweglichen Elektronen entsteht. Dabei wird ein Gitter aus
positiv geladenen Metallionen gebildet, wobei die positiven Metallionen von dem
Elektronengas zusammengehalten werden.
• Ionenbindung: Ein Atom (meist ein Metall) gibt ein oder mehr Elektronen ab, ein
weiteres Atom (meist ein Nichtmetall) nimmt diese Elektronen auf. Dabei entstehen
Ionen mit entgegengesetzten Ladungen. Durch diese entgegengesetzten Ladungen
und den Anziehungskräften, die wirken, entsteht wieder ein Gitter. Die daraus
entstehenden Verbindungen nennt man Salze.

• Atombindung: Zwei Atome teilen sich ein Elektronenpaar. Dabei glauben beide, dass
ihnen das paar zur Gänze gehört. Die dabei entstehenden Verbindungen nennt man
Moleküle.

Anmerkung zur Atombindung: Hierbei werden keine Gitter gebildet, sondern eben
voneinander abgetrennte Moleküle. Jeweils zwei H-Atome verbinden sich zu einem
H2-Molekül, was unabhängig von anderen H2-Molekülen ist. Anders ist es bei den
Gittern: Die Na+ und Cl- Ionen in einem Salz finden sich zu einem Gitter zusammen
und bilden sozusagen ein „zusammenhängendes großes Ganzes“ (im festen
Zustand!). Genauso bei den Metallen: Na+ -Ionen finden sich zu einem
zusammenhängenden Metallgitter zusammen (im festen Zustand!).

Frage 2: Aus welchem Orbital gibt Kalium ein Elektron ab und in welches Orbital nimmt Brom
das Elektron in der Verbindung KBr auf?