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[EMOTIONALE ERPREESSUNG]

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[Aus der Kurzgeschichtensammlung „Leben mit Viola“]

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Emotionale Erpressung (EE)

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„Ich bin ein guter Ehemann.
Sie darf alles, wann und wie sie will.
Aber ob sie will, wenn und wann ich wie will?
Heute hab ich Lust, aber nur wenn ich darf.
Manchmal muss ich, weil sie will und ich soll.
Aber kann ich dann - so wie es sich gebührt, wenn ich muss?
Eigentlich will ich heute nicht, auch wenn ich jetzt darf.
Vielleicht will ich dann, wenn ich soll?
Oder doch nicht - wenn ich darf, soll, muss und kann?
Sollte ich abwarten, ob etwas anderes geschieht,
als das, was immer so sein wird, wie es immer gewesen ist.
Wenn nichts geschieht, bin ich dann ein guter Ehemann?“
Paul van Cre

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Bedienungsanleitungen werden von führenden


Verbraucherschutzorganisationen als wichtiger Bestandteil
eines Qualitätsprodukts empfohlen. Dieser großen
Verantwortung möchte ich mich im Hier und Jetzt stellen.
Im ersten Teil meiner Forschungsarbeit habe ich dir
die vielfältigen Möglichkeiten der Emotionalen
Konditionierung (EK) ausführlich dargestellt. Bei
gewissenhafter Anwendung konnten viele meiner Leser

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[EMOTIONALE ERPREESSUNG]

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beeind
druckendee Dressureerfolge erzielen. Ab
ber das ist noch
nicht alles.
a Auch
h das körp nd seelische Befinden
perliche un
vieler Männer im mittlereen bis gesetzten Altter konntee dank
meineer ausführlichen Anlleitung verbessert werden.
w D
Damit
diese schönen Ergebnisse
E e nicht nur kurze Erfolge, son
ndern
zur daauerhaften
n Freude werden,
w isst es an deer Zeit,
schonungslos über Risikeen und Neb
benwirkun
ngen
aufzukklären.

Eine häuffige zu beo


obachtend
de Reaktio
on bei nich
ht
fachgeerechter oder
o inkon
nsequente
er Emotion
naler
Kondittionierungg (EK) ist Emotional
E e Erpressu
ung (abgeekürzt
Methoden und Variaanten ersccheinen au
„EE“). Alle EE-M uf den
ersten
n Blick willlkürlich un
nd unbeab
bsichtigt. Oft
O werdeen sie
auch mit
m dem oft
o gebeutelten Kliscchee des „typischen
„ n“
weiblichen Verh ntschuldigt und gleicchzeitig alls
haltens en
harmlos vernied
dlicht, abeer sie sind es aber nicht.
n Sie
werdeen im Vollb
besitz derr geistigen Kräfte geeplant und
d die
Anwen
ndung hatt nur ein Ziel:
Z Das Opfer,
O der rechtschaaffene
Mann, soll sich klein, schlecht und minderweertig fühleen. Er
soll „fu
unktionieren“, dam
mit es Ande
eren gut geht.
g Oderr wie
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die Werbung geern verkün


ndet: „Untterm Strich zähl ich.“
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Diesem Missstand möchte ich beheben, denn schon

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der Prophet, dessen Name mir momentan entfallen ist,
sagte: „Möge die Kraft mit dir sein, aber wehret den
Anfängen. Darum achte auf die dunkle Seite der Macht.“

EE ist heimtückisch und kommt in jedem


Lebensbereich vor. EE ist bedauerlicherweise auch keine
einmalige Aktion, sondern eine sich selbst verstärkende
Kraft, vergleichbar mit dem Wirkungsgrad mittelalterlicher
Folterinstrumente. Ist man erst in den Fängen der
Inquisition, kommt man nur noch schwer und fast immer
an Leib und Seele derangiert wieder raus.
Das Erpressungsspiel beginnt, oft nach einer langen
Zeit des Beziehungsglücks, so nach etwa einem halben Jahr
zuerst harmlos und unbedeutend erscheinend, mit kleinen
gutgetarnten Vorwürfen über angeblich nicht konformes
Verhalten. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel wird man
(und auch du mein Freund) dann getroffen, wenn man es
am wenigsten vermutet.
Einige dieser Erpressungsmethoden möchte ich dir
jetzt vorstellen. Meine besten Zweitfreundin Viola und
mein bester Kumpel Werner haben sich bereit erklärt, als

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[EMOTIONALE ERPREESSUNG]

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reprässentativess Musterpaaar die Leistungsfäh


higkeit von EK
mbination mit EE zu demonsttrieren.
in Kom

Stell dir bitte


b die fo
olgende Szzene vor: Es ist Sonn
ntag
am Morgen und
d ein schöner Frühliingstag. Viola und d
der
ahnun
ngslose Werner sitzeen am Frü
ühstückstissch und w
wir,
und am
m allerweenigstens Werner,
W ahnen das kommend
de
Unheil, denn ess kommt unverhofft
u t und dann
n, wenn m
man es
am weenigsten erwartet.
e
Gern garn
niert Violaa, stellverttretend für unzähligge
n, das kleiine Frühsttückchen, morgens um Halb zzehn
Frauen
in Deu
utschland, mit der Einleitung:
E : „Warum bist du geestern
so späät nach Haause gekom
mmen?“ Ohne
O einee Antwort
abzuw
warten, wird der Verrdächtigung, die jed
der Grund
dlage
entbehrt, eine weitere
w un orangestellten Satz eine
nd dem vo
vollkommen zussammenh
hanglose Frage
F angeehängt.
„Hast du etwa etwas mit derr Schlampe aus dein
nem
Büro?“
Darauf reeagiert Weerner natü
ürlich nicht sofort. EEr hat
ein reiines Gewissen und ein Stück von seineem
meladebröttchen mit Butter in seinem Mund,
Marm M denn er
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hat nicchts mit seiner Sekrretärin, ab


ber etwas mit der
Praktikantin. Daarum ist er nicht dem Anlass gebühren
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zerknirscht, und hustet wegen der Krümel des

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Marmelademitbutterbrötchens, die er zu schnell
verschluckt hat. Außerdem las er bis zu Viola Fragen
konzentriert im Wirtschaftsteil der WELT.
Dementsprechend lässt die Antwort etwas auf sich warten.
Darauf hat Viola nur gewartet, denn sie interpretiert sein
Schweigen als Schwäche und Zeichen für ein sich
anbahnendes, erstes Teilgeständnis.

Was ist geschehen? Viola hat mit der ersten Frage,


wie bei mittelalterlichen Folterungen üblich, dem
Delinquenten die verbalen Folterwerkzeuge gezeigt. Da
aber das verbale Vorzeigen des kommenden Unheils beim
modernen Mann nur ängstigend, aber nicht abschreckend
wirkt, hat Viola die anschuldigende Eröffnungsfrage mit
einer kleinen Zusatzbemerkung verstärkt, die eigentlich
keine Antwort erfordert. Sie hat dem unschuldigen Mann
gezielt und prophylaktisch, schlechten Geschmack
unterstellt, was Werner nachweislich auch hat, aber das ist
eine andere Sache, die hier nicht weiter erwähnenswert ist.
Als ob das nicht schon genug wäre, schiebt Viola
auch noch eine von der Allgemeinheit als inakzeptabel
empfundene Lebensform, sozusagen als Sahnehäubchen

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[EMOTIONALE ERPREESSUNG]

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oben drauf
d (odeer hinterher, je nach
hdem wiee man es
betracchtet). Diee Botschafften der EE-Sätze lauten dann
n:
„Wie die
d immerr rum läufft, die ist irrgendwie ungepfleggt. Die
treibt es doch mit
m jedem Penner.“
Der gutveerdienend
de Wernerr wäre dam
mit als
zukünftiger Obd
dachloser stigmatisiert, wenn
n er es mitt der
bezeicchneten Person treiben würd
de, was er aber nicht tut,
weil Werner
W meein besterr Kumpel isst, und miir alles erzzählt.

Da ich Vio
ola schon sehr lange
e kenne und mit ihrr
hen kann, weiß ich, dass sie in der EE-D
umgeh Disziplin
durchaaus den scchwarzen Gürtel de
er Meisterrinnen traggen
könnte. Das maacht sie niccht absich
htlich und von mir
trainieert, sondern mehr in
ntuitiv, daafür aber besonders
b s
brutal. Sie kenn
nt keine Skkrupel, und darum lässt sie w
wie
eine halbverhun
h ngerte Hyäne beim Anblick eines
humpelnden Sp
pringbockb
babys nich
ht locker. Sie
S schmü
ückt
den errsten, halb
boffensiveen Vorwurrf mit der lautstarkeen
Behau Wie ich dicch kenne, habt ihr es
uptung: „W e ohne Gu
ummi
gemaccht. Nimm
mst du eigeentlich überhaupt keine
k Rückksicht
auf miich? Du sp
pielst mit meinem
m Leben.“
L
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Werner isst wegen dem


d h nicht verrschluckten
noch
hen und der glibbriggen Bio-Orangenmaarmelade, die
Brötch
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jetzt auf seinen marineblauen Jogginganzug tropft,

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sprachlos und weiß beim besten Willen nicht wie ihm am
heiligen Sonntagmorgen geschieht. Hilfesuchend richtet er
seinen Blick gen Himmel, aber von dort kommt keine Hilfe,
und Werner beschließt wegen mangelhafter Leistungen
gelegentlich aus der Kirche auszutreten.

Was lernen wir aus dieser kleinen


Sonntagmorgenszene? Mit solchen Attacken wird der
sündlose Mann nicht nur gehörig gequält, sondern in die
Gesellschaft von potenziellen Ehefrauenmeuchelmördern
und Non-Gummi-Fetischisten gedrängt. Jeder Versuch
einer Rechtfertigung wäre wirkungslos, und zwischen
Kaffeekanne und Orangenmarmeladenbrötchen bleibt
Werner nur die bedingungslose Kapitulation um wegen
dem tückischen Butterfly effect1 einen drohenden, dritten
Weltkrieg zu vermeiden. Nicht ahnend, dass Viola mit ihrer
verbalen Attacke zwei Dinge erreicht hat. Erstens hat sie

1
Der einprägsame Begriff Schmetterlingseffekt stammt von dem amerikanischen Meteorologen Edward
N. Lorenz, der 1972 vor der American Association for the Advancement of Science einen Vortrag mit
dem Titel Predictability: Does the Flap of a Butterfly’s Wings in Brazil set off a Tornado in Texas? hielt. In
seiner ursprünglichen Form verwendete er allerdings den Flügelschlag einer Möwe statt
des Schmetterlings. Es ist gut möglich, dass Lorenz durch die 1952 erschienene Kurzgeschichte Ferner
Donnervon Ray Bradbury inspiriert wurde. In dieser Geschichte tritt ein Zeitreisender versehentlich auf
einen Schmetterling und sorgt dadurch für Veränderungen in der Gegenwart. (Aus Wikipedia)

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[EMOTIONALE ERPREESSUNG]

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kunstvvoll von ih
hren eigen
nen Taten abgelenktt und den
alltäglichen Eheekrieg nach dem Vorbild erfah
hrener
Guerillakämpfer erfolgreich auf Ne
ebenschau
uplätze
verlaggert, und zweitens
z a einem unbestim
aus mmten Verrdacht
heraus, Fakten geschaffen, die nurr schwer zu wiederleegen
sind, weil
w ein Reestverdacht wie ein
n Orangenmarmelad
derest
immerr irgendwo kleben bleibt.
b
Die Botscchaft des komprimie
k erten Anw
wurfs des
emotionalen Erpressungssbombard
dements isst: „Ich weeiß,
dass da
d was läuft, aber du offentlich nicht
u wirst dicch doch ho
mit ein
ner Asoziaalen einlasssen und uns
u schlim
mme
Krankheiten inss Haus schleppen.“
Jeder Unvvorbereiteete verfällt unter diesem
Vorwu
urfsbeschu
uss in eineen hilflos und
u stotteernd
vorgeb
brachten Antwortzw
A wang. Dass Ergebnis ist der
garanttiert unglaaubwürdigge Versuch
h, eine glaaubwürdigge
Ausred
de zu konstruieren,, die nicht wirkt, weeil nach ein
nem
Volltreeffer auch
h das unsin
nkbarste Schlachtsc
S chiff wankkt.
Denn wenn es auch
a nichtt die mit unschönen
u n Namen
bezeicchnete Neette, aber Unerreich
hbare aus dem Büro
o,
sondeern die Füllige, aber Verfügbare von der Currybude an
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der Eccke wäre (was sie ab


ber nicht ist, es ist die
d
Praktikantin).
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Werners einzige und universell wirksame

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Gegenreaktion ist der neutrale Satz: „Schatz, du weißt
doch, dass du für mich die Beste bist. Eine Andere die so
wie du bist, gibt es doch nicht.“
Viola schweigt mit eisigem Gesichtsausdruck, aber
innerlich rückwärts von hundert bis zur Eins zählend um
das Gesagte auch wirken zu lassen. Denn Viola hat keine
Lust ein leckeres Sonntagsessen zu brutzeln, sondern Bock
auf ihren aktuellen Lover, der am Sonntagnachmittag zwei
Stündchen frei machen kann, und die Vorwürfe die im
Raum stehen, geben genug Gründe, unter Tränen das
eheliche Heim vorübergehend zu verlassen. Zurück bleibt
Werner, ein kleiner, verunsicherter Ehemann und ein
Häufchen Elend in Personalunion.

Dennoch hat sich Werner erfolgreich gewehrt. Viola


weiß noch nichts, und Werner verschweigt es geflissentlich,
dass das Prädikat „die Beste“ nur verliehen werden kann,
wenn man vorher ausgiebig getestet hat und darum auch
vergleichen kann, was Werner mit der Praktikantin, die auf
eine Festanstellung hofft, ja auch macht.
Dieses erste aus dem prallen Leben gegriffene
Beispiel der Wirksamkeit von EE kann noch verstärkt

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[EMOTIONALE ERPREESSUNG]

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werdeen, wenn man


m das Wörtchen
W „man“ alss Vorspiel
öchte es dir demonsstrieren.
einsettzt. Ich mö

Zum Beispiel kann folternde Frau mit dem belieebig


oft anzuhängen b Freud und Leid passenden
nden und bei p n Satz:
„Man macht so etwas niccht“ signalisieren, dass die
Allgem
meinheit nicht
n gewillt ist, eine mte, in diesem
e bestimm
Fall Werners
W un ne Verhalttensweise zu tolerieeren.
nbewiesen
man“ Satz lässt sich übrigens an jeder Stelle
Der „m S als
wirkun
ngsvoller Vorspann
V verwende
en.
was nicht...“ ist aber nur die
„Man macht so etw
Anfängervariante der Em n Erpressung. Nur die
motionalen
Braven
n und Anggepassten reagieren
n wie im Kindergart
K ten, sie
gehorchen und tun das nicht, was „man“ niccht macht.
Starkee und von mir trainierte Ehem
männer geehören niccht
u könneen cleveree Abwehrsstrategien entwickeln. Zu
dazu und
einer wirkungsv
w vollen Abw
wehrstrate
egie gehörrt das Wisssen
um diee EE-Erken
nnungsmeerkmale.

Eine schö
öne Varian
nte ist das magischee Fragewort
„Waru
um“, und ein
e wesen
ntliches Errkennungssmerkmal der
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Emotionalen Erpressung. „Warum““ ist wie ein


e sich sch
hnell
vermeehrender Erregersta
E amm. An einigen
e Beeispielen
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möchte ich dir die Gefährlichkeit von „Warum“

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demonstrieren.
„Warum machst du...?“
Arglos wie Werner, stellvertretend für brave
Ehemänner nun mal ist, gibt er auf eine Frage die mit
einem „warum“ beginnt eine Antwort, und es ist garantiert
immer die falsche. Jede Antwort zieht weitere, verschärfte
„Warum“ Fragen nach sich. Werner (das Opfer) verstrickt
sich in hilflosen Rechtfertigungen und er wird zum Opfer
der blutrünstigen Bestie Weib.
Darum merke, und wenn du das wegen deinem
zwangslobotomisierten Denkapparats nicht mehr kannst,
notiere: Wenn dir jemand eine Frage stellt, die mit einem
„Warum“ beginnt, solltest du nicht antworten, auch wenn
es dir schwer fällt. Denn in Männerkreisen weitgehend
unbekannt ist, auch wenn arglose Ehemänner gern und
ausführlich über Dies und Das plaudern, dass es in der Ehe
und Liebe kein Antwortgesetz gibt. Geh die „Warum“
Teufelsspirale einfach nicht weiter, dann entgehst du auch
jedem weiteren Erpressungsversuch.

Besonders megärende Erpresserinnen verstärken die


Standardfrage: „Warum machst du …“ mit dem emotional

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berührenden Zu
usatz „imm
mer.“ In der Frage an
a sich, un
nd in
der zu
usätzlichen
n Betonun
ng des Wo
ortes „imm
mer“ liegt eein
ultrascchwerer Vorwurf.
V D
Doch beachte die To
onlage.

Ein mit ab
bgesenkteer Stimme gesproch
henes „imm
mer“
signaliisiert Trau n menschliicher Enttäuschung und
uer wegen
zielt auf das lateent schlecchte Gewisssen des Mannes.
M
ellender und höhereer, in
Dagegen ist ein mitt anschwe
den Ohren schm
merzenderr Stimmlagge gespro
ochenes
„immeer“ eine unschöne Drohung,
D die Angst erzeugen soll.
„Immer“ hat ein hö
öheres Zie
el. Dem peeinlich
Befraggten werd
den trotz Belehrung
B und Andrrohung vo
on
Sanktiionen Wieederholungstaten und damit ein
der Tatvorsatz unterrstellt. Unvorbereiteete
schweerwiegend
reagieeren auf „immer“ mit
m langatm
migen Rechtfertigun
ngen.
Unbew
wusst wird
d damit deer Nährbo
oden für weitere,
w scchwere
Vorwü
ürfe, bereitet.
„Immer“ beeinflussst auch daas Verhalten. Meist
verfälllt der ehelich Befraggte in eine
e Art Schu
uldposition
n. Der
Blick wird
w gesen
nkt, die Scchultern faallen zusam
mmen, deer
Befraggte weichtt etwas zu
urück, weicht aus, kriecht in d
die
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Ecke, zusamme
z ngekrümm
mt wie ein
n Häufchen Elend,
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weitere emotionale Schlagworte wie Peitschenhiebe

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erwartend, den Tränen nah und verzweifelt.

Die süddeutsche Großmeisterin im Spiel der


Emotionalen Erpressung, meine beste Zweitfreundin Viola,
beherrscht alle EE-Facetten. Sehr beliebt ist die verbale
Form der Emotionalen Erpressung in Kombination mit
Mimik, Gestik, Stimmlage und Körpersprache, die bei ihr
eine stimmige Einheit bilden. Violas gebräuchlichsten
Strategien sind:
Mit traurigen Augen, die sich tief in die empfindsame
Seele eingraben, verbunden mit leichtem Vorwurfston an
liebesselig eingegangene, aber längst vergessene
Verpflichtungen erinnern.
Violas „schmollende“ Variante, ist: „Du hattest mir
doch schon so lange versprochen, dass ...“

Auch die leidende Märtyrerin wird von ihr so perfekt


gespielt, dass untrainierte Männer in Zugzwang geraten.
Das Erkennungszeichen der leidenden Märtyrerin ist: „Das
was ich alles für dich tue, da kannst du doch einmal für
mich...“

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Wenn Weerner nich


ht sofort re
eagiert, seetzt sie gern
noch ein
e unwirssches: „Ich
h mach es dann haltt selbst“ d
drauf.
In der Übersetzung bedeutet das: „Ich
„ hol jeetzt die Leiter
und reepariere das
d Dach. Garantiert
G t falle ich dann runtter
d Genickk. Die Polizei wird annehmen, dass
und brrech mir das
du micch vom Daach geschubst hast,, und jedeer Richter w
wird
u fünfundzwanzig Jahren mitt anschließ
dich zu ßender
Sicherrungsverw n. Das willlst du doch
wahrung veerdonnern
nicht, oder?“

Sehr belieebt ist aucch: „Wenn


n du jetzt nicht
n kom
mmst,
bleib ich halt alllein Zuhau
use“ (mit einer
e unteerschwellig
verletzt-weinerlichen Stim prochen und mit der
mme gesp
urfsvollen Betonungg auf dem letzten Teeil des Sattzes)
vorwu
hinzu. Diese belliebig kom
mbinierbarren Sätze wirken
w au
uf
empfindsame Männer
M staark emotionalisiereend. Vielleicht
nicht sofort
s und
d nicht bew
wusst, abe
er zusamm
men mit d
der
wickeln sich darauss
Taktikk der kleinen Nadelsstiche entw
hochw
wirksame Waffen,
W die irreparaable Schuldgefühle zur
Folge haben.
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Violas spiielt auch besonders


b s gern und
d
leiden
nschaftlich
h die „Misssachtete.““ In dieserr Rolle heb
belt sie
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jedes Gespräch mit einem empörten „du hörst mir nie zu“

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aus. Es ist die beginnende Metamorphose zur tödlich
Beleidigten mit Elefantengedächtnis und niedrigem
Verdacht.

Dazu kommt das Spiel der vertauschten Rollen. Es


wird so gespielt, dass die Erpresserin die Beleidigte, und
der ahnungslose Mann der gefühlsrohe Beleidiger ist. Für
Violas sind es immer die Andern, die alle und ohne
Ausnahme falsch und heimtückisch sind. Bitten um
Vergebung, flehende Worten, oder kniefällige
Vergebungsschwüre bringen bei ihr nichts. Dazu spielt sie
das EE-Spiel zu gut. Die tödlich Beleidigte erinnert sich an
längst verjährte, angebliche Kränkungen, auch wenn sich
niemand mehr daran erinnern kann. Damit wird das
Gewissen des Opfers, wie eine Voodoo-Puppe, mit Nadeln
bis aufs Herzblut malträtiert.
Alternativ oder ergänzend, je nach Stimmungslage
verwendet Viola auch die Opfervariante. Damit drängt sie
den Erpressten in eine Schuldrolle aus der es kaum ein
Entrinnen gibt, denn der Mann im Allgemeinen ist sensibel.

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Violas Em
motionale Erpressun
ng in der dramaturg
d gisch
gern gespielten
g Opferrollle beginntt mit einem
m: „Wenn
n du
das nicht machsst, dann …“
… Satz, de
em je nach
h Situation
n und
Background ein „… kann ich meine
e kranke Mutter
M nicht
besuchen. Du weißt,
w es geht
g ihr niccht gut“ angehängt wird.
Die Fo
olgen bei einer
e Verw
weigerungg müssen nicht
n
ausgesprochen werden. Sie
S hängen unausgeesprochen
n wie
ein rassiermesseerscharfes Damoklesschwert aus rostfreiem
Solingger Edelstaahl an hau
uchdünnen
n Bindfädeen an der
Wohnzimmerdeecke. Jedeer kennt den Strafkaatalog, der von
Tränen zum soffortigem Verweis
V us dem gemeinsameen
au
Haus, Konfiszierrung des gemeinsam
g men Besitzes, Zuflucht zu
einer weibliche
w n und darrum beson
nders fanaatischen
Scheid
dungsanw
wältin und finanzielle
em Ruin fü
ür die näcchsten
drei Generation n Opfer bleibt
nen reicht. Dem unsschuldigen
nur die Wahl zw
wischen deer Suche nach
n einem
m stillkalteen
Plätzchen unterr einer Brü
ücke, oderr funktionierendem
m
Gehorrsam ums Gotterbarmen und
d der armeen Seele R
Ruh.
Um die gaanze Tragweite diesser heimtü
ückischen
Erpresssungsvariante etwaas aufzuhe
ellen, einige Erkläru
ungen:
„Wenn du
u es heutee nicht maachst...“ bedeutet, ees
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muss sofort
s er Mann findet statt
gettan werden, oder de
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seiner Frau einen abgeschnittenen Pferdekopf unter seiner

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Bettdecke.
Aus der Alternative ergibt sich die ganze Tragweite.
„... dann kann ich meine kranke Mutter nicht besuchen“
bedeutet, dass die alte Dame womöglich „in den letzten
Zügen liegt“, und wer will schon für ein vorzeitiges
Dahinscheiden jahrelang büßen.

„Du weißt, es geht ihr nicht gut“ ist die


Zusammenfassung und in Wahrheit die ultimative Drohung:
„Wenn du nicht sofort tust, was ich will, dann landest du an
so harmlosen Orten, wie dem ewigen Höllenfeuer (oder ich
mach dir das Leben so zur Hölle, dass du das Höllenfeuer
als heilklimatischen Kurort empfindest).“

Sehr häufig wird EE auch zum Nachweis von Willens-


und damit Charakterschwäche eingesetzt. Damit stellt sich
die Erpresserin auf eine imaginäre, höhere Ebene, aus der
leutselig der Bodensatz der charakterlosen Männer
abgeurteilt werden kann. Widersprüche zwischen Vorsatz
und Verhalten finden sich überall: „Du rauchst ja schon
wieder. Du hast doch versprochen, damit aufzuhören“ ist
vielleicht das bekannteste Beispiel. Wie bei einem

Seite 19
[EMOTIONALE ERPREESSUNG]

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______

erleseenen Menü
ü, kann gaanz nach Lust-
L und Quäl-Laun
Q ne ein
belieb
biger „warum“ und „immer“
„ Satz
S zugeffügt werdeen.
Karlch
hen
In der sch
heinheilig--besorgten
n Variantee wird derr als
charakkterloses Rüsseltier
R r Bezeichn uf hingewiesen,
nete darau
dass Rauchen
R dheit schädigt, und Frau doch
die Gesund h nur
um seine Wohleergehen besorgt
b ist. Damit fü
ühlt sich die
Erpressserin wie Mutter Theresa
T zehn Minuteen vor derr
Verleihung des Friedensn
nobelpreisses.

Du solltesst aber wissen, dasss solche


hocheemotionaleen Erpresssungsverssuche nur Scheingeffechte
sind. In Wirklich
hkeit soll von
v eigene
en Unzulänglichkeitten
ablenkkt werden
n. Die tatsäächliche Botschaft,
B die du natürlich
nie zu hören beekommst, lautet: „D
Du qualmstt wieder d
die
ganze Bude volll und ich muss
m den Dreck weggräumen,
obwoh
hl ich doch
h viel liebeer auf dem
m Sofa lieggen und
gemüttlich, und zwar ohne dich, die
e Kinder-SSchokorieggel
auffutttern würd
de.“

Bevor du dich jetztt vor den nächsten


n V
Vorortzug
g
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E gibt nicht nur bössartige EE-


wirfst,, ein kleiner Trost. Es
nten. Zu den sympathischen Erpressun
Varian E gsversuch
hen
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gehören das Gewohnheitsrecht und der Vergleich mit dem

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Verhalten einer breiten, anonymen Masse. Du kennst diese
Varianten, darum werde ich die Heimtücke etwas
simplifiziert darstellen.

„Das machen doch alle …“ hast du bestimmt schon


mal gehört. Dieser Satz wird nach dem Motto: „Wenn alle
es tun, dann darf ich es auch ….“ ausgesprochen. Den
Zusatz: „Du brauchst also gar nicht den Beleidigten zu
spielen, elender und engstirniger Spießer“ wirst du
natürlich nicht hören. Der wird allenfalls gemurmelt und
fast immer gedacht.

Mit „das machen doch alle“ kaschiert die EE-


Anwenderin auf eine sehr sympathisch Weise solche
nebensächliche Kleinigkeiten, wie zum Beispiel, den
mehrmalige Seitensprung (alle machen das), das Zweit-
Dauerverhältnis („du arbeitest ja so viel. Mir blieb nichts
anderes übrig“), oder das dauerhaft bis zum Anschlag
überzogenen Konto bei der Sparkasse, bei Versandhäusern
und ähnlich unwichtige Vorkommnisse.
Mit der Meinung „wertvoller“ Dritter wird auch gern
und erfolgreich erpresst. Das geht dann so: „Was meinst

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[EMOTIONALE ERPREESSUNG]

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du, waas meine Freundinn


F nen im Fitn
nessclub von
v dir denken,
wenn ich immer noch in unserem
u alten
a Golff durch diee
Gegen
nd fahre. Die
D denken ja, wir können
k un
ns gar nich
hts
mehr leisten.“

Bis hierheer war es nur eine nüchterne


n Feststellu
ung
deinerr mangelh
haften Leisstungsfähiigkeit im direkten
d
Vergleeich mit deem Otto Normalbür
N rger an deer nächsteen
och der Scchicksalshammer häängt an einem
Straßeenecke. Do
dünneen Faden, vergleichb
bar mit einem hoch
hgezogeneen Beil
am Schafott. Daarum lauscche und achte wie die
d Maus auf
die Feinheiten. Oft komm
mt dann, manchmal
m mit einerr
bedeu
utungsschw
weren Pau
use garnie
ert, häufigg nach
mehrm
maliger Wiederholu
W ung des Ein
nleitungsssatzes, abeer
immerr brutal un
nd überdeeutlich die
e Realität hinterher:
h : „Ich
hab zu
ufällig den
n neuen Dreier-aufw
wärts-BMW
W-mit-
d-Klappverdeck gesehen. Derr hat
Ledervvollausstaattung-und
jetzt so günstigee Finanzieerungsrate
en. Der kostet prakttisch
nichts. Denn gib
bt’s jetzt schon
s für 0 Prozent im Monatt.“
Damit wirrd das lateent vorhan
ndene
Schuld
dbewusstssein des veerheiratetten Mannes malträttiert.
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In der verschärfften Variante und bei der


selbstbestimmeenden und
d emanzip
pierten Fraau durchau
us
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[Aus der Kurzgeschichtensammlung „Leben mit Viola“]

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nicht unüblich, kommt dann der Satz hinzu: „Ich hab einen

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Waaaahnsinnsrabatt raus gehandelt. Ich konnte sogar
meinen alten Golf in Zahlung geben. Ich hab ihn sofort
bestellt.“
Da dieses Beispiel aus dem prallen Leben gegriffen
ist, bleibt dem eigentlich nichts hinzuzufügen.

Eine weitere Variante von EE ist das Spiel der


unerfüllbaren Sehnsüchte im soften Solidaritätsmodus. Es
ist besonders heimtückisch und soll darum auch nicht
unerwähnt bleiben. Dieses Spiel erzeugt Gemeinsamkeiten
im Liebesmodus und erhöht auf eine für die Frau äußerst
angenehme Weise die Leidensgrenze des Mannes.

Das Spiel der unerfüllbaren Sehnsüchte im soften


Solidaritätsmodus geht so: Die Erpresserin wünscht sich
etwas von ihrem Partner, obwohl sie weiß, dass der
Wunsch aus Mangel an Zeit, an Geld, oder an Interesse
nicht zu erfüllen ist.
Wenn du den nun folgenden Einleitungssatz hörst,
dann beginnt das Spiel, dem du wehrunfähig ausgesetzt
bist.

Seite 23
[EMOTIONALE ERPREESSUNG]

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„Schatz, ich wünsch mir so sehr, dass wir endlicch mal


b machen und ein paar
Urlaub p Woch
hen alles hinter
h uns
lassen
n.“
Das Erpreessungsspiel der unerfüllbareen Sehnsücchte
im sofften Solidaaritätsmod
dus wird auch
a gern mit dem
besorggten Zusattz: „Der Urlaub
U würrde dir besstimmt gu
ut tun,
und du
u kommstt mal auf andere
a Ge
edanken“ verstärkt.
nalisiert, dass es nicht nur um
Damit wirrd dir sign m
egoisttische Wün ht, sondern nur und ganz selb
nsche geh bstlos
um daas Wohl dees geliebteen Ehemaanns.

Nervenstarke EE-Sp
pielerinne
en wie zum
m Beispiel
undin Viola spielen mit höheren Einsättzen.
meinee Zweitfreu
ne Überrasschung fürr dich, ich habe
„Schatz icch hab ein
uns einen sponttanen Urlaaub am ... gebucht. Du freustt dich
doch??“
n sich diesser verordneten Freeude schon
Wer kann n
entzieehen? Ein handfesteer Krach scchwebt im
m Raum un
nd
wartett nur auf den
d entzündenden Funken. Und
U wer isst der
Doofee? Natürlicch der Besschenkte, der jetzt
ungerechterweise seine Haltung
H ve
erliert und
d als elend
der
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Spießeer dastehtt, während


d Viola klaammheimlich auch eine
Reiserrücktrittveersicherun
ng abgesch
hlossen haat.
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Sehr schön lässt sich Werners unverständiges
Verhalten zum Anlass nehmen, jetzt erst recht und zwar
allein in den verdienten Urlaub zu fliegen. Die verbale
Begründung folgt sofort: „Ich flieg dann allein, ich muss mal
zu mir selbst finden. Du brauchst mich überhaupt nicht zum
Flughafen bringen …“ ist der schmollende Zusatz, der in
Wirklichkeit aber nur bedeutet, dass Viola mit ihrem
neuesten Lover fliegt, und Werner möglichst dem
Flughafen fern bleiben sollte, damit er nicht mitbekommt,
dass Violas Mitflieger womöglich sein bester Kumpel Raoul
ist.

Damit möchte ich meine kurze Abhandlung


schließen. Ich habe den Versuch unternommen, auf die
gebräuchlichsten Anwendungen und
Verwendungsmöglichkeiten der EE einzugehen. Falls deine
ganz persönliche Situation in meinen Ausführungen nicht
beschrieben ist, scheue dich nicht, mich um Rat zu fragen.

Dein (vielleicht einziger) Freund

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[EMOTIONALE ERPREESSUNG]

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Nachsätze

Verehrte Leeserin, liebeer Freund. Was


W ich hier, auf diesen
wenigeen Seiten geeschrieben habe,
h stamm
mt aus mein
ner privaten
n
Schreib
b-Werkstattt. Ich habe es
e mir in lan
ngen, einsam
men Nächteen, im
Schein einer Glühlampe, oft frierend,
f hu
ungrig und durstig,
d
dacht.
ausged
Vielleicht denkst
d du: „Das
„ ist doch alles dum
mmes Zeug. Das
stimmtt doch nichtt. Das kann doch niemaals so gesch
hehen sein, was
der da geschrieben hat ...“
Du hast reccht, es stimmt nicht un
nd es kann nicht
n stimm
men.
Obwoh
hl, manches ist tatsächllich so geschehen. Darum schüttlee nicht
m dem Kopf, wenn ess bei dir ein bisschen anders ist. O
gleich mit Oft ist
das ist nur eine Laune des Zuffalls. Wenn du aber sagst: „Das istt es.
Das mu
uss ich Wern
ner (oder wem
w auch im
mmer) schiccken, dem
Blödmaann!“ dann fühle ich mich
m reichlich belohnt ....
Falls du es noch nicht bemerkt haast, das Zitaat ist frei nach Kurt
Tucholkksky
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[Aus der Kurzgeschichtensammlung „Leben mit Viola“]

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Zitate, Quellen und Namen

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z Zitat: „Man sagte mir nach, dass ich zwar freundlich im Herzen …“ ist aus
SUNZI, Die Kunst des Krieges Seite 10 bis 15 aus dem Verlag Droemer
Knaur ISBN-10: 3426270811 und ISBN-13: 978-3426270813.
z Zitat: „Mit Hilfe von Logik und schlicht und einfach gesundem
Menschenverstand …“ Frei nach Abraham Lincoln.
z Zitat: „… die Andern, die alle falsch und heimtückisch sind.“ Carl May -
Scepter und Hammer / X. Kapitel (3)
z Zitat: „Wehret den Anfängen ...“ Goethe oder Schiller, das ist hier die
Frage?
z Zitat: „Beleidigte mit niedrigem Verdacht …“ Friedrich Schiller - Maria
Stuart, 1.Akt – 4
z Der Tipp mit dem Pferdekopf stammt von Don Vito Corleone.
z An dieser Stelle an Frau Elisabeth S. aus S., außerdem an Frau Susanne W.
aus W, herzlichen Dank für die wertvollen Informationen und praktischen
Vorführungen.
z Dieser Text ist in Erinnerung an ein langes Gespräch im Bellini mit Viola
über Werner, „das militante Arschloch“ (Originalzitat Viola) entstanden.

Seite 27
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______

R
Raoul Yanniik

Geboren im
m Oktober 1950
1 in der damals besschaulichen
n,
schwäb
bischen Kleiinstadt Sind
delfingen. Nach Abitur und Ausbild
dung
schlosss sich ein län
ngeres, aus heutiger Sicht ziemlich
h nutzloses
Studium
m in Berlin an.
a Heute, nach
n einer kurzen
k Ehe und andereen
Missgeschicken lebe ich aus Lebens-
L und nden in Essen. Ich
d Liebesgrün
schreib
be Essays, Kurzgeschich
hten und Ro
omane überr die Abgrün
nde der
Seele, über
ü die Irrw
wege der Liiebe, über das
d was sein
n könnte un
nd was
ist.
Meine Schrreib-Werkstatt: www.rao
oulyannik.de
Meine Web
b-Tagebücher für Kommentare
K und Tipps: http://raaoulyannik.blogspot.com/
und http://raaoulyannik.wordpress.com/
Hier gibt ess noch mehr von mir:
m http://w
www.scribd.com/people/documentss/12496102-raoul--yannik
Kontakt und Fragen an mich: kontakt@
@raoulyannik.de
Tweet mich
h: http://tw
witter.com/RaoulYYannik
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