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Projekt Nr.

9: Lichtsirenen
2. RanG | 2. pREIS

Architektur: Selbstverständlich und präzise fügt sich der betont industriell ge-
Staufer & Hasler Architekten AG I BSA SIA haltene Bau der neuen Wache in die Reihe seiner Nachbarn an der
Industriestrasse 23, 8500 Frauenfeld Binzmühlestrasse ein. Wie diese weist er grosszügige strassenbeglei-
Verantwortlich: Astrid Staufer, Sabine tende Freiflächen auf, die dem zukünftigen Potenzial dieses Strassen-
Harmuth raums Rechnung tragen. Auch auf den anderen Seiten sorgt die Vo-
Mitarbeit: Lars Inderbitzin (verantwort- lumensetzung für ein entspanntes Verhältnis zu den Nachbarbauten.
licher Projektarchitekt), Arthur B enesch, Die «Lichtsirenen» genannten, verglasten Dachlaternen akzentuieren
Adrian Weber, Maurjin Rouwet, Anina die ansonsten moderate, beinahe nüchterne Erscheinung mit ihrer
Schmid, Alexandra Dumbur Verkleidung aus Betonlamellen, Verglasungen und Rohzinkblechen.
Sie verweisen auf die raffiniert im Dachgeschoss versteckten spä-
Bauingenieurwesen: teren Ausbaumöglichkeiten des Projekts. Innen wird die dreischiffig
ACS-Partner AG, Dipl. Bauingenieure kompakte Anlage geprägt von weit gespannten Betonrippendecken.
ETH SIA USIC, Zürich Lichthöfe brechen deren industrielle Strenge und versprechen span-
Verantwortlich: Rainer Hohermuth, nungsvolle, ansprechende Innenwelten.
Rudolf Vogt Die Struktur des Gebäudes ist als einfacher Stahlbeton-Skelettbau
mit grossen Spannweiten konzipiert. Das Untergeschoss, die auf-
HLKS-Planung: gehenden Kerne, die das Gebäude stabilisieren, und die primären
hps energieconsulting ag, Zürich Unterzüge sind in Ortbeton vorgesehen. Die Decken und Stützen
Elektroplanung: der Obergeschosse sind vorfabriziert, wobei die Deckenelemente
EBP Schweiz AG, Zürich mit Ortbeton, zwecks Scheibenwirkung, übergossen werden. Das
Bauphysik und Akustik: vorgeschlagene Tragwerk ist gut strukturiert, weist eine klare Lastab-
Mühlebach Partner AG, Wiesendangen tragung auf und tritt selbstverständlich in Erscheinung.
Die Organisation des Baus ist einfach und klar. Zwischen den Kernen
werden die verschiedenen Nutzungsschichten mit ihren unterschied-
lichen Raumbedürfnissen aufgespannt. Die Funktionalität ist mit eini-
gen Einschränkungen nachgewiesen. Die Retablierung der Feuerwehr
ist zu weit von den Einsatzfahrzeugen entfernt. Bei den Ruheräumen
fehlen die Sanitärräume. Unbefriedigend sind die Platzverhältnisse
für den rollenden Verkehr im Aussenbereich. Manövrierende, ein- und
ausfahrende Fahrzeuge kommen sich auf eine Weise in die Quere
und schränken die Funktionalität empfindlich ein. Unglücklich ist
auch, dass der grosszügig überdachte Innenhof mit der hier vorge-
schlagenen Parkierung der Abrollcontainer verstellt wird.
Das Gebäude ist betont kompakt gehalten. Die ausgewiesenen
Volumen und Flächen liegen im Durchschnitt. Der hohe Präfabrika-
tionsanteil und die generell industrielle Bauweise versprechen eine
hohe Wirtschaftlichkeit. Die Aussagen zur Nachhaltigkeit sind sehr
allgemein gehalten, es springen aber auch wenige Mängel ins Auge.
Der vorgeschriebene Freiflächenanteil ist unterschritten, liesse sich
aber mit Optimierungen einhalten.
Das Projekt «Lichtsirenen» überzeugt auf vielen Ebenen mit
Kohärenz und Stringenz. Städtebaulich passt es tadellos.
Struktur und Ausdruck zeigen einen hohen Grad an Angemessenheit.
Unbefriedigend sind die Platzverhältnisse für den Fahrzeugverkehr.
Erweiterung 2. Etappe

32 Neubau | Wache Nord mit Zentraler Einsatzlogistik Schutz & Rettung | Zürich-Oerlikon
Projekt Nr. 9: Lichtsirenen
Situationsmodell 1:500

Neubau | Wache Nord mit Zentraler Einsatzlogistik Schutz & Rettung | Zürich-Oerlikon 33


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Visualisierung / Situation 1:2000

34 Neubau | Wache Nord mit Zentraler Einsatzlogistik Schutz & Rettung | Zürich-Oerlikon
Projekt Nr. 9: Lichtsirenen

  



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Erdgeschoss 1:600

Neubau | Wache Nord mit Zentraler Einsatzlogistik Schutz & Rettung | Zürich-Oerlikon 35

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1.OG und UG 1:600

36 Neubau | Wache Nord mit Zentraler Einsatzlogistik Schutz & Rettung | Zürich-Oerlikon
Projekt Nr. 9: Lichtsirenen



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Süd- und Ostfassade, Schnitte 1-1 und 2-2 1:600

 

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Projekt Nr. 9: Lichtsirenen
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Schnittperspektive Innenhof / Fassadenschnitt 1:150





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