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Kupfer

Was für ein Material ist Kupfer und welche


Eigenschaften hat es?

Wofür kann man Kupfer einsetzen?

Welchen Stellenwert hat Kupfer in der


Blechverarbeitung?

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Kupfer gehört zu den Metallen, dessen Verarbeitung dem Menschen
schon seit über 10.000 Jahren bekannt ist. Durch die rote, metallisch
glänzende Farbe, war Kupfer sehr lange als Material für Schmuck begehrt.
Es hat einen relativ niedrigen Schmelzpunkt und lässt sich durch die
geringe Härte sehr leicht bearbeiten. Neben Gold und Silber gehörte
Kupfer zu den Metallen, die schon sehr früh zu Blechen verarbeitet
werden konnten.

Förderung
Kupferlagerstätten gibt es auf der ganzen
Welt. Doch in reiner Form, als gediegen Kupfer,
ist es nur in wenigen Lagerstätten zu finden. Aus
diesem Grund werden vorrangig Kupferkiese
und andere Erze abgebaut, in denen das
begehrte Metall zu finden ist. Kupfer bildet in
der Verwitterung recht farbintensive Mineralien
aus, die durch ihre blauen und grünen
Verfärbungen einen guten Hinweis auf mögliche
Lagerstätten darstellen. Vor allem Chrysokoll
und Chalkopyrit sind wichtige Kupfererze, die zur
Gewinnung des Metalls genutzt werden.
gediegen Kupfer (Utah, USA)

Chalkopyrit (USA) Chrysokoll


(Mexiko)

Verwendung

Kupfer ist leitet sehr gut Strom und Wärme. Diese Eigenschaften machen
dieses Metall unverzichtbar für die Industrie. Vor allem im Elektrobereich
kann auf Kupfer nicht verzichtet werden und ist praktisch in jedem Kabel
zu finden.

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In der Chemie sind Kupferverbindungen auch
von großer Bedeutung. Sehr bekannt ist dabei
das Kupfersulfat, welches als chemischer
Katalysator benutzt wird oder in
Schwimmbädern als Algenschutzmittel. Weitere
Verwendung findet Kupfersulfat in der Medizin
und als Pflanzenschutzmittel gegen Pilzbefall.
Dieses Sulfat eignet sich hervorragend zur
Züchtung von intensiv blauen Kristallen.
gezüchteter Kupfersulfatkristall

Auch im Bauwesen wird Kupferblech als Dachdeckung bei historischen


Gebäuden genutzt. Dabei spielen neben der guten Formbarkeit auch die
optischen Eigenschaften des Metalls eine Rolle. Kupfer hat die Eigenschaft
im Laufe von mehreren Jahrzehnten zu korrodieren. Dabei entsteht eine
dünne Patina die mit fortschreitendem Alter einen grünen Farbton
annimmt.

Chemisch betrachtet reagiert das Kupfer mit


dem Sauerstoff in der Luft und den Mineralien
und dem Wasser von Niederschlägen. Dabei
bildet sich ein Malachit, ein Mineral, welches
auch in natürlichen Lagerstätten entsteht.
Malachit hat eine grüne bis grünblaue Farbe und
verleiht den Kupferdächern sein typisches
Erscheinungsbild.

Malachit (Russland)

Laserschneiden von Kupfer

Kupfer ist ein Werkstoff, der sich extrem schwierig mit dem Laser
zuschneiden lässt. Kupfer wurde im Altertum als Spiegeloberfläche benutzt
und diese Eigenschaft macht das Laserschneiden mit einem
herkömmlichen CO2-Laser fast unmöglich. Der Laserstrahl würde zum
großen Teil reflektiert, was durchaus ein Sicherheitsrisiko darstellen kann.

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Auch mit anderen Lasertypen ist Kupfer nur schwer zu schneiden, da
dieses Metall eines der besten Wärmeleiter überhaupt ist. Da bei der
Einwirkung des Laserstrahls die Wärme sofort an das umgebende Material
abgegeben wird, kann Kupfer nur mit sehr viel Leistung geschnitten
werden, um die Hitzeableitung zu kompensieren.

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