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NetBIOS

• Registrieren und Überprüfen von Netzwerknamen

• Herstellen und Beenden von Sitzungen

• Verlässliche, verbindungsorientierte Übertragung von Sitzungsdaten

• Unzuverlässige, verbindungslose Übertragung von Datagrammen

• Überwachen und Verwalten von Protokollen und Adaptern


Ermöglicht die Kommunikation mit älteren Windows Systemen (vor Windows 2000)
und diversen Diensten.
NetBIOS-Name

Ein NetBIOS-Name ist 16 Byte lang und identifiziert eine NetBIOS-Ressource im


Netzwerk. Ein NetBIOS-Name ist entweder ein eindeutiger Name (exklusiv) oder ein
Gruppenname (nicht exklusiv). Bei der Kommunikation mit einem bestimmten
Vorgang auf einem Computer werden von NetBIOS-Anwendungen normalerweise
eindeutige Namen verwendet. Bei der Kommunikation mit mehreren Computern zur
selben Zeit werden von NetBIOS-Anwendungen Gruppennamen verwendet.

Bei der Datei- und Druckerfreigabe über die Komponente für Microsoft-Netzwerke
(der Server-Dienst im Snap-In Dienste) handelt es sich z. B. um einen Dienst, der
einen NetBIOS-Namen verwendet. Beim Start des Server-Dienstes wird ein
eindeutiger NetBIOS-Name registriert, welcher auf dem Namen des Computers
basiert. Der genaue vom Server-Dienst verwendete NetBIOS-Name ist der 15 Byte
lange Computername plus einem sechzehnten Byte.

Auch von anderen Netzwerkdiensten wird der Computername verwendet, um die


jeweiligen NetBIOS-Namen zu erstellen. Daher kennzeichnet das sechzehnte Byte
üblicherweise einen bestimmten Dienst. Andere Dienste, die NetBIOS verwenden,
sind z. B. die Komponente Client für Microsoft-Netzwerke (Arbeitsstationsdienst im
Snap-In Dienste) oder der Nachrichtendienst (nicht zu verwechseln mit Windows
Messenger). Der Arbeitsstationsdienst (auch als Redirectordienst bezeichnet)
verwendet den 15 Byte langen Computernamen plus ein sechzehntes Byte 0x00. Der
Nachrichtendienst verwendet den 15 Byte langen Computernamen plus ein
sechzehntes Byte 0x03.

Computername konfiguriert werden. Wenn der Computername kürzer ist als 15 Byte,
wird er von Windows durch Leerzeichen auf 15 Byte erweitert. Computernamen mit
mehr als 15 Byte werden gekürzt. Wenn Sie in Windows mit dem Befehl net use oder
in Windows Explorer eine Verbindung mit einem freigegebenen Ordner herstellen
möchten, wird von NetBT versucht, den NetBIOS-Namen für den Server-Dienst des
angegebenen Computers aufzulösen. Nachdem der NetBIOS-Name zur
entsprechenden IPv4-Adresse aufgelöst wurde, kann vom Arbeitsstationsdienst auf
dem Clientcomputer die Kommunikation mit dem Server-Dienst auf dem Dateiserver
initiiert werden.
Der Server-, Arbeitsstations- und Nachrichtendienst sowie alle Dienste, die von
diesen Diensten abhängig sind (z. B. die Dienste Computerbrowser, Verteiltes
Dateisystem und Netzwerkanmeldung), registrieren NetBIOS-Namen. Windows-
Netzwerkanwendungen, die auf diese Dienste zugreifen, müssen die
entsprechenden NetBIOS-Namen verwenden.

Verbindungsloser Datenaustausch (datagram service)


Die entsprechenden Funktionen realisieren die ungesicherte, paketweise
Kommunikation zwischen zwei Endpunkten, ähnlich zu UDP im Internet. Der
verbindungslos arbeitende Datagramm-Modus unterstützt einige Broadcast-
Funktionen und bietet die Möglichkeit des Aufbaus virtueller Transportverbindungen
sowie die Verwaltung symbolischer Namen für Endadressen. Dabei ist die
Anwendung verantwortlich für die Aufrechterhaltung der Session.

Verbindungsorientierter Datenaustausch (session service)


Analog zu TCP bietet NetBIOS gesicherte, serialisierte Punkt-zu-Punkt
Verbindungen an, d.h. es können Nachrichten übermittelt werden, die größer sind als
die maximale Länge eines einzelnen Datenpaketes, und eventuell fehlerhaft
angekommene oder verlorene Pakete werden erneut angefordert. Somit wird in
diesem Modus eine Fehlererkennung und Fehlerkorrektur durchgeführt.

Quellen:

http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/600966.mspx