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9.

Onomatopoetika – lautmalende Verben


Schon Georg Christoph Lichtenberg schrieb: „Es donnert, heult, brüllt, zischt, pfeift, braust, saust,
summet, brummet, rumpelt, quäkt, ächzt, singt, rappelt, prasselt, knallt, rasselt, knistert, klappert,
knurret, poltert, winselt, wimmert, rauscht ... Diese Wörter und noch andere, welche Töne
ausdrücken, sind nicht bloße Zeichen, sondern eine Art Bilderschrift für das Ohr.“

132. Wie sprechen die Tiere?


bellen – blöken – gackern – grunzen – heulen – krächzen – krähen – meckern – schnurren
– quaken – summen – wiehern
1. die Biene 5. das Huhn 9. das Schwein
2. der Frosch 6. das Pferd 10. der Wolf
3. der Hahn 7. der Rabe 11. die Katze
4. der Hund 8. das Schaf 12. die Ziege

133. Welche Tiere und in welcher Situation geben folgende Geräusche von sich?
1. miauen 5. fauchen
2. kreischen 6. jaulen
3. piepsen 7. zwitschern
4. quieken 8. schnattern

134. Was klirrt, knarrt, knirscht, knackt, kracht, rattert, quietscht?


Baum – Bombe – Bremse - Dielen – Donner – Krieg – Kristallglas – Lastwagen – Maschine –
Motor – Sand – Schlüsselbund – Schnee – Schuss – Treppe – trockene Zweige – Tür – Türangel
– Weinglas

135. Setzen Sie ein Verb aus der Liste ein.


knabbern – knacken – knallen – knirschen – knurren – schnalzen – schnarchen –
schnauben
1. Der Kutscher ... mit der Zunge, ... lustig mit der Peitsche, und die Pferde zogen an. 2. Bald
liefen sie in schnellem Trab und ... heftig durh die Nüstern. 3. Unter den Kufen ... der
Schnee. 4. Am Landgasthog angekommen, lief uns der Hofhund entgegen und ... uns an.
5. In der Gast-stube saßen wir gemütlich um den großen runden Gästetisch versammelt,
tranken Tee und ... Gebäck, während im Kamin die Holzscheite ... . 6. Als wir wieder
aufbrechen wollten, fehlte der Kutscher; er war am Kaminfeuer eingeschlafen und ... .

136. Was verursacht folgende Wassergeräusche? Ordnen Sie zu.

1. Wasserfall sprudeln
2. Meer rieseln
3. Springbrunnen, Bach rauschen
4. Strom spritzen
5. Rinnsal plätschern
6. starker Regen prasseln
7. Quelle murmeln
8. Wasserschlauch
10. Funktionsverbgefüge - FVG
Unter einem Funktionsverbgefüge versteht man die feste Verbindung eines Verbs, das seine
Bedeutung weitgehend verloren hat und nur eine grammatische Funktion hat (Funktionsverb), mit
einem Substantiv, das die verbale Aussage enthält (Verbalabstraktum). FVG werden sowohl in
der Alltagssprache als auch in den Fachsprachen zur Bedeutungsdifferenzierung neben den
Grundverben gebraucht:
- kausativ (verursachen): bewegen – in Bewegung setzen
- inchoativ (beginnen): bewegen – in Bewegung kommen
- durativ (dauern): bewegen – in Bewegung sein
Beim Gebrauch der FVG muss man auf Einschränkungen achten: Vorsicht beim Gebrauch des
Artikels, beim Gebrauch von Singular und Plural, bei den Präpositionen und bei der
Austauschbarkeit der Funktionsverben.

137. Verwandeln Sie das FVG in ein Verb.


1. Ich soll dir Grüße ausrichten. → Ich soll dich ... .
2. Ich habe keine Ahnung, wer das sein könnte. → Ich .... nicht, wer das sein könnte.
3. Die Geschichte hat mir die Anregung für mein Buch gegeben. → ...
4. Man hat mir den Auftrag gegeben, dich zu finden. → ...
5. Den Gewinnern des Preisausschreibens wird eine Nachricht geschickt. → ...
6. Man hat mir den Rat gegeben, nicht mit der Presse zu sprechen. → ...
7. Er hat mir das Versprechen gegeben, mich bald anzurufen. → ...

138. Wird das FVG mit geben oder machen gebildet?


1. Der angeklagte Autofahrer hat angedeutet, die Radfahrerin sei betrunken gewesen.
2. Vor der Verkehrspolizei konnte er jedoch nichts Genaues angeben.
3. Schließlich musste er in eine Alkoholkontrolle einwilligen.
4. Der Stadtreporter berichtete über den ganzen Vorfall.

139. erfahren oder finden?


1. In der Medizin werden neue Forschungsergebnisse berücksichtigt.
2. Die Umweltforschung wird immer stärker beachet.
3. Neue Medien werden in der Information verwendet.
4. Der moderne Mensch wird aber von den eigentlichen Problemem abgelenkt.

140. Formen Sie das FVG in ein Verb um. Siehe Beispiel.
Er hat die Hoffnung, die Prüfung mit „sehr gut“ zu bestehen.
↔ Er hofft, die Prüfung mit „sehr gut“ zu bestehen.
1. Sie hat die Absicht, einen Sprachkurs an der Volkshochschule zu besuchen.
2. Sie hatte keine Ahnung, dass er ein Betrüger ist.
3. Nach seiner Krankheit hatte er Furcht vor einer neuen Infektion.
4. Das Medikament hat stark schmerzlindernde Wirkung.
5. Die Mutter hatte Sorgen um ihr Kind.
6. Mein Freund hat kein Verständnis für moderne Musik und interessiert sich auch nicht dafür.
7. Als Kind hatte ich immer den Wunsch, Pilot zu werden.
8. Er hat Vertrauen zu seinem alten Freund.
9. Der Archivar hatte Zweifel an der Echtheit des Dokuments.

141. Verdeutlichen Sie die konversen Beziehungen, indem Sie statt bringen das Verb
kommen einsetzen.
1. Unser Ausflug hat mich wieder auf andere Gedanken gebracht.
2. Das Gelächter der Zuschauer brachte die Fußballspieler in Wut.
3. Die Ermahnungen seines Freundes brachten ihn wieder zur Vernunft.
4. Der Zwischenfall brachte die Mannschaft aus dem Konzept.
5. Das Experiment brachte mich auf die richtige Lösung.
6. Durch deine Fragen bringstu du uns in Verlegenheit.
7. Die Ausstellung bringt die Verdienste des Wissenschaftlers zur Geltung.
8. Das Kontrastmittel bringt das Krankheitsbild zum Vorschein.

142. Ersetzen Sie das Verb durch ein FVG aus nehmen+nominalisiertes Verb im Akkusativ
oder mit Präposition in.
1. Bitte verwahren Sie in meiner Abwesenheit die Dokumente!
2. Ich musste schriftlich bestätigen, dass ich das Geld empfangen hatte.
3. Der Physiklehrer hat den Jungen wesentlich in seiner Berufswahl beeinflusst.
4. Er hat geschworen, sich zu rächen.
5. Der Beifall für den Pianisten wollte nicht enden.
6. Auf Antrag der Staatsanwältin wurde der Zeuge verhaftet.
7. Die Krankheit verlief nach den ersten Komplikationen normal.

143. Setzen Sie die fehlende Präposition (und wenn notwendig – den Artikel) ein.
1. Erst nachdem ich getankt hatte, brachte ich den Wagen wieder ... Gang.
2. Nur mit Mühe hat er auf der vereisten Straße den Wagen wieder ... Kontrolle gebracht.
3. Der Kinofilm hat mich ... andere Gedanken gebracht.
4. In der Sitzung wollen wir die Prüfungstermine ... Sprache bringen.
5. Die Zwischenrufe haben den Redner ... Konzept gebracht.
6. Ich weiß nicht, was ich tun soll, um ihn wieder ... Vernunft zu bringen.
7. Sein Bruder hat ihn ... Idee gebracht, ein Studium aufzunehmen.
8. Es dauerte Stunden, bis wir nach der Party das Haus wieder ... Ordnung gebracht hatten.

144. Präposition in oder zu? Wann ist statt des Verbs kommen das Verb gelangen, wann
das Verb geraten möglich?
1. ... Ansehen kommen /... 7. ... Not kommen / ...
2. ... Bedrängnis kommen / ... 8. ... Schwierigkeiten kommen / ...
3. ... Bewegung kommen / ... 8. ... Verdacht kommen / ...
4. ... Durchbruch kommen / ... 10. ... Konflikt kommen / ...
5. ... Entfaltung kommen / ... 11. ... Vorschein kommen / ...
6. ... Geltung kommen / ... 12. ... Wut kommen / ...

145. Berichtigen Sie die Fehler! Erklären Sie, worin der Fehler in den FVG besteht.
1. Die Brüder Grimm waren oft bei der Greisin zu Gäste.
2. Sie standen in der engen Verbindung zu der volkstümlichen Tradition.
3. Sie leisteten den Beitrag zur Begründung der Germanistik als Wissenschaft.
4. Die Märchensammlung der Brüder Grimm erfreut sich einer Beliebtheit.
5. Erst in unseren Tagen fand das grimmsche Wörterbuch Abschluss.
6. Jedes deutsche Wort sollte in allen seinen Bedeutungen Darstellung finden.
7. Der junge Dichter beging Selbstmordversuch.
8. Seine Verbindung mit der Volksdichtung spielt eine große Bedeutung.
9. Wir müssen mehr Aufmerksamkeit auf außerunterrichtliche Veranstaltungen schenken.
10. Während des Praktikums konnte ich in zwei Gruppen den Unterricht erteilen.
11. Meine Mentorin gab mir Ratschlag, mich in der Pause mit den Schülern zu unterhalten.
12. Es war komisch, meine ehemaligen Lehrer als Kollegen in Betracht zu ziehen.