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Gouverneur meldet Freilassung von entführten Schülerinnen in

Nigeria
Fünf Tage nach ihrer Entführung aus einem Internat im Nordwesten Nigerias sind alle
279 Schülerinnen wieder frei. Die Mädchen seien am Morgen freigelassen worden und
bei guter Gesundheit, teilte der Gouverneur des Bundesstaats Zamfara, Bello Matawalle,
mit. Bewaffnete Angreifer hatten am Freitag das Mädcheninternat in Jangebe überfallen.
Die Banden handeln vornehmlich aus finanziellen Motiven. Es wachsen jedoch
Befürchtungen, dass sie mit Dschihadisten aus dem Nordosten Nigerias kooperieren
könnten. Diese kämpfen seit Jahren für die Errichtung eines islamistischen Staats.

UN: Zehntausende Zivilisten in Syrien verschleppt


Zehn Jahre nach dem Beginn des Syrienkriegs haben die Vereinten Nationen in einem
Bericht "unvorstellbares Leiden" tausender inhaftierter Zivilisten angeprangert. Der
Verbleib zehntausender Menschen, die durch Sicherheitskräfte des Regimes von
Präsident Baschar al-Assad verschleppt wurden, sei unklar, heißt es in einem Bericht der
UN-Ermittlungskommission zu Syrien. Das Regime halte noch immer Zehntausende
Zivilisten unter schlimmsten Bedingungen gefangen. Viele Menschen seien in der Haft
getötet worden. Gewalt gegen Häftlinge habe nicht nur die Regierung verübt, sondern
alle Konfliktparteien.

UN: Russland steckt hinter Nawalny-Attentat


Der Giftanschlag auf den Kremlkritiker Alexej Nawalny geht nach Ansicht von zwei UN-
Expertinnen auf das Konto des russischen Staats. Die Verantwortlichen müssten zur
Rechenschaft gezogen werden, verlangten Agnès Callamard und Irene Khan, die für die
Vereinten Nationen außergerichtliche Tötungen und Redefreiheit beobachten. Zudem sei
eine internationale Untersuchung dringend nötig, erklärten die Menschenrechtlerinnen
in Genf. Das Attentat gehöre zu einer Serie von Angriffen im In- und Ausland. Russland
weist eine Verwicklung in den Fall zurück und lehnt auch Ermittlungen ab.

WHO: Ende der Corona-Pandemie in diesem Jahr unrealistisch


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält einen Abschluss der Corona-Pandemie
noch in diesem Jahr für unrealistisch. Möglich sei, dass es gelingen werde, die Corona-
bedingten Krankenhausaufenthalte und Todesfälle stark zu reduzieren, sagte WHO-
Notfalldirektor Michael Ryan. Das Virus werde aber die Kontrolle behalten. Ryan
verwies in Genf auf den globalen Anstieg bei den Infektionsfällen mit dem Coronavirus
in der vergangenen Woche, nachdem es zuvor sechs Wochen in Folge einen Rückgang
gegeben hatte.
Präsidentenpartei in El Salvador steuert auf Wahlsieg zu
In El Salvador geht Präsident Nayib Bukele offenbar gestärkt aus der Parlamentswahl
hervor. Nach Angaben des Obersten Wahlgerichts erreichte seine Partei Neue Ideen
zusammen mit der Großen Allianz für Nationale Einheit (GANA) nach Teilergebnissen
deutlich mehr als die Hälfte der Stimmen. Nach der Wahl am Sonntag wurden bisher 86
Prozent der Stimmzettel ausgezählt. Bukele erklärte auf Twitter, beide Parteien bekämen
mehr als 60 Abgeordnete. Das wären mehr als zwei Drittel der 84 Sitze im Ein-Kammer-
Parlament. Die Beteiligung der gut fünf Millionen Stimmberechtigten lag bei 51 Prozent.

Bericht: Marokko legt Beziehungen mit deutscher Botschaft auf Eis


Marokko will nach Angaben aus marokkanischen Diplomatenkreisen "jeden Kontakt"
mit der deutschen Botschaft in Rabat aussetzen. Hintergrund seien "tiefgreifende
Missverständnisse" zwischen Marokko und Berlin, etwa in der Westsahara-Frage.
Marokkanische Medien zitierten aus einem Brief von Außenminister Nasser Bourita an
Regierungschef Saad-Eddine El Othmani. Darin werden alle Ministerialabteilungen
aufgerufen, jede Interaktion mit der Botschaft und politischen Stiftungen auszusetzen.
Deutschland hatte kritisiert, dass die USA im Dezember die Ansprüche Marokkos auf die
Westsahara anerkannten.