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NASA bestätigt "Touchdown" auf dem Mars

Der amerikanische Mars-Rover "Perseverance" ist erfolgreich auf dem Roten Planeten
gelandet. Das bestätigte das Kontrollzentrum der US-Raumfahrtbehörde NASA im
kalifornischen Pasadena. Schon wenige Minuten nach der Landung schickte der Rover
erste pixelige Schwarz-Weiß-Fotos vom Mars. "Perseverance" soll auf dem Planeten nach
Spuren früheren mikrobiellen Lebens suchen sowie das dortige Klima und die Geologie
erforschen. Bei einer späteren, gemeinsam mit der Europäischen Raumfahrt Agentur
ESA entwickelten Mission, sollen auch Proben vom Mars zurück zur Erde gebracht
werden.

Junge Demonstrantin in Myanmar stirbt Tage nach Kopfschuss


Eine bei den Protesten in Myanmar schwer verletzte Demonstrantin ist gestorben. Die
20-Jährige erlag den Folgen eines Kopfschusses, den sie bei einer Demonstration in
Naypyidaw in der vergangenen Woche erlitten hatte, wie ein Krankenhausarzt sagte. Die
junge Frau war in der vergangenen Woche zu einer Symbolfigur der Protestbewegung
geworden. Seit dem Militärputsch am 1. Februar finden in dem südostasiatischen Land
Massenproteste gegen die Militärjunta statt. Die Demonstranten fordern die Rückkehr
zur Demokratie und die Freilassung der entmachteten De-facto-Regierungschefin Aung
San Suu Kyi.

USA lassen Asylsuchende aus Mexiko wieder ins Land


Nach dem Richtungswechsel in der Migrationspolitik lässt die US-Regierung wieder
Asylbewerber aus Mexiko über die Grenze. Von diesem Freitag an dürfen Antragsteller
für ihre Gerichtsanhörungen in die Vereinigten Staaten kommen und dort für die Dauer
ihrer Verfahren bleiben. Bisher mussten sie in Mexiko auf die Entscheidung warten. Die
US-Demokraten brachten zudem einen Gesetzentwurf für die von Präsident Joe Biden
angestrebte Einwanderungsreform im Kongress ein. Demnach soll unter anderem elf
Millionen Migranten ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung der Weg zu einer
Einbürgerung geebnet werden.

USA zeigen Gesprächsbereitschaft im Atomkonflikt


Im Streit um das Atomabkommen mit dem Iran ist die neue US-Regierung bereit, sich
mit Vertretern der Teheraner Führung und der übrigen Vertragsstaaten zu treffen. Man
werde eine Einladung des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell annehmen, um
gemeinsam nach einer diplomatischen Lösung zu suchen, erklärte das
Außenministerium in Washington. Der Atomdeal wurde 2015 zwischen dem Iran sowie
den USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China vereinbart.
2018 waren die Vereinigten Staaten unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump
einseitig aus dem Abkommen ausgestiegen.

NATO vertagt Entscheidung über Afghanistan


Die NATO führt ihren Einsatz in Afghanistan bis auf Weiteres fort. Man habe keinen
endgültigen Beschluss über die zukünftige Präsenz in dem Krisenland gefasst, erklärte
Generalsekretär Jens Stoltenberg nach Beratungen mit den Verteidigungsministern des
Bündnisses. Es solle erst noch einmal geprüft werden, ob die Taliban die Bedingungen
für einen Rückzug der NATO erfüllt hätten. Damit bleiben rund 10.000 Soldaten aus
verschiedenen Staaten, darunter Deutschland, vorerst am Hindukusch, um die
demokratisch gewählte Regierung durch Ausbildung und Beratung von
Sicherheitskräften zu unterstützen.

Algerien steuert auf Neuwahlen zu


Angesichts wieder aufkeimender Proteste in seinem Land hat Algeriens Präsident
Abdelmadjid Tebboune vorgezogene Parlamentswahlen angekündigt. Zudem solle
innerhalb von 48 Stunden das Kabinett umgebildet werden, erklärte der Staatschef in
einer Fernsehansprache am Donnerstagabend. Ein "grundlegender Wandel" müsse zu
Institutionen führen, an denen es keine Zweifel gebe, betonte Tebboune. Außerdem
begnadigte er Dutzende inhaftierte Aktivisten der Protestbewegung "Hirak". Sie entstand
vor rund zwei Jahren und stürzte den damaligen Langzeitherrscher Abdelaziz Bouteflika.

Draghi gewinnt zweites Vertrauensvotum


In Italien hat der neue Ministerpräsident Mario Draghi auch die zweite
Vertrauensabstimmung überstanden. In der Abgeordnetenkammer in Rom stimmten
535 Parlamentarier für seine Regierung der nationalen Einheit, lediglich 56 dagegen.
Bereits zuvor hatte ihm der Senat mit klarer Mehrheit das Vertrauen ausgesprochen.
Damit endet eine politische Krise, die das südeuropäische Land inmitten der Corona-
Pandemie über Wochen blockierte. Im Gegenzug für EU-Hilfsgelder wird die italienische
Regierung wohl auch unpopuläre Reformen durchsetzen müssen.