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Impeachment-Prozess gegen Trump ist verfassungskonform

Das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen den früheren US-Präsidenten Donald Trump wird nach
einer Entscheidung des Senats fortgesetzt. Bei einer Abstimmung sprachen sich 56 der 100 US-
Senatoren dafür aus, dass das Verfahren verfassungskonform ist. Trumps Anwälte hatten
argumentiert, der Prozess sei verfassungswidrig, da Trump nicht mehr im Amt sei und somit als
Privatperson gelten müsse. Die Demokraten hielten dagegen, auch Ex-Präsidenten müssten für ihre
Taten im Amt zur Rechenschaft gezogen werden können. Sie werfen Trump vor, seine Anhänger zum
Sturm auf das Kapitol angestachelt zu haben.

Polizei in Myanmar setzt auf Gewalt


Bei den Protesten gegen den Militärputsch in Myanmar gehen die Sicherheitskräfte mit zunehmender
Härte gegen die Demonstranten vor. Am Dienstag setzte die Polizei erstmals Gummigeschosse und
Wasserwerfer ein. Es gab zahlreiche Verletzte, Fotos auf Twitter zeigten blutende Demonstranten.
Laut dem Bericht eines Nachrichtenportals sollen Polizisten auch scharf geschossen haben. Dutzende
Teilnehmer wurden Berichten zufolge festgenommen. Sicherheitskräfte durchsuchten und
verwüsteten außerdem die Parteizentrale der entmachteten De-facto-Regierungschefin Aung San Suu
Kyi, wie ihre Partei auf Facebook mitteilte.

Palästinenser vor ersten Wahlen seit 15 Jahren


Die Palästinensergruppen Hamas und Fatah haben sich auf einen Zeitplan und einen Ablauf für die
ersten Wahlen in den Palästinensergebieten seit 2006 geeinigt. Das erklärten beide Seiten nach
zweitägigen Verhandlungen in Kairo. Mit dem Abkommen verpflichten sich beide Gruppen zudem,
den Ausgang der Wahlen "zu respektieren und zu akzeptieren". Die Parlaments- und
Präsidentschaftswahlen sind für den 22. Mai und 31. Juli angesetzt und sollen in Jerusalem, im
Westjordanland und im Gazastreifen stattfinden. Die Vereinbarung beinhaltet auch die Verpflichtung,
alle politischen Gefangenen freizulassen.

Besorgnis wegen neuer Corona-Variante in Großbritannien


Britische Wissenschaftler haben eine veränderte Form der Coronavirus-Variante B.1.1.7 als
"besorgniserregend" eingestuft. Die Variante weise eine zusätzliche Mutation auf, die aus der
südafrikanischen und der brasilianischen Variante bekannt ist. Diese Mutation soll für eine
verminderte Immunreaktion trotz Impfung oder bereits durchgemachter Virusinfektion
verantwortlich sein. Die britische Variante wies diese Mutation mit der Bezeichnung E484K bislang
nicht auf, kann sich wegen anderer Veränderungen aber schneller ausbreiten als die weltweit noch
vorherrschende Variante.

Sendeschluss für Ungarns letzten unabhängigen Radiosender


Das Klubradio, Ungarns letzter unabhängiger Radiosender von Bedeutung, muss den Sendebetrieb
einstellen. Ein Gericht entschied, dass der entsprechende Beschluss des Medienrats rechtens ist. Der
Medienrat, der nur mit Parteigängern des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban besetzt
ist, hatte die Sendelizenz im vergangenen September nicht verlängert. Zur Begründung wurden
kleinere Verstöße des Senders gegen die Meldepflichten angeführt. Die Menschenrechtskommissarin
des Europarats, Dunja Mijatovic, sprach von einem "traurigen Tag für die Medienfreiheit".

Oscar-Hoffnungen für zwei deutsche Künstler


Zwei deutsche Künstler haben eine weitere Hürde für die diesjährigen Oscar-Auszeichnung
überwunden. Der Filmemacher Max Lang schaffte es mit dem Trickfilm "The Snail and the Whale" in
der Kategorie "Animierter Kurzfilm" auf die Shortlist. In der Kategorie "Filmmusik" gelang dies dem
Komponisten Hauschka mit der Musik für das Liebesdrama "Ammonite". In der Kategorie
"International Feature Film" überstand der Film der deutschen Regisseurin Julia von Heinz die
Vorauswahl hingegen nicht. Die endgültigen Nominierungen werden am 15. März verkündet.