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Öchsle - Öchsle Schmalspurbahn


e.V.
Geschäftsstelle

Aktuell
Am Bahnhof 1, Postfach 1228
88412 Ochsenhausen

August 2001

Öchsle – Aktuell! Wo war es die letzten Jahre?


Jürgen Jauch, neugewählter 1. Vorsitzender unseres Vereines zur Situation und dem Geschehen beim Öchsle und
warum unsere Museumseisenbahn in diesem Jahr Pause machen muss.
Der Kesselzerknall des Öchsle konnte in letzter Sekunde Vorstandsarbeit und erklärte am Tag nach der Wahl seinen
durch das Eingreifen der Mitglieder, die jetzt in den Rücktritt. Hierzu muss man wissen, dass die Satzung
Vorstand gewählt wurden, verhindert werden. vorsieht, dass der Verein vertreten wird durch den 1.
Zeitweise sah es wirklich so aus, dass alle Fahrzeuge in alle Vorsitzenden und je einem stellvertretenden Vorsitzenden
Herren Länder verkauft werden müssen. oder durch die beiden stellvertretenden Vorsitzenden. Also
hatte das Lager der Rhetoriker die absolute Mehrheit.
Jetzt aber alles der Reihe nach: Jetzt war dem euphorischen Treiben Tür und Tor geöffnet.
Der Beginn allen Übels liegt vier Jahre zurück. Uwe Jöstingmeier war zugleich Geschäftsführer der EBO,
Die Anstrengung den Fahrbetrieb durch den Verein der 100 %-igen Tochter des Vereins, die den
durchzuführen war geschafft Der Alltag begann. Wie sollte Eisenbahnbetrieb durchgeführt hat.
es weitergehen? Schon bildeten sich verschiedene Mit der Zeit wurde die Vereinsarbeit immer mehr
Personenkreise jeder mit anderen Denkweisen über die vernachlässigt, nur noch die EBO war wichtig. So fand die
Zukunft. Die Schaffer verloren immer mehr an Rückhalt Jahreshauptversammlung für 1998 im Oktober 1999 statt.
und die hervorragenden Rhetoriker mit ihren euphorischen Dann war der Verein tot. Erst im Jahr 2001, im März,
Ansichten gewannen die Oberhand. erhielten die Mitglieder eine Einladung zu einer
Bei der Vorstandswahl im Januar 1998 konnte sich von den Hauptversammlung, die aber zu spät abgeschickt wurde, so
Schaffern lediglich Bernhard Günzl durchsetzen. Doch dass die Versammlung lediglich informellen Charakter
auch ihm fehlte der Rückhalt eines großen Teils der aktiven haben konnte.
Mitarbeiter. Die Herren Uwe Jöstingmeier, Jörg Woker und Endlich, am 08. Mai 2001, konnte die seit Januar 2000
Udo Tietz gehörten dem anderen Lager an. Bernhard Günzl überfällige Vorstandswahl durchgeführt werden.
sah keine Möglichkeit zu einer vernünftigen

Was ereignete sich von 1999 bis zum Mai 2001?


1999 Das Erneuern der Radreifen an Dampflok Rosa wird diskutiert. Ursprünglich war dies für 2001
vorgesehen.
10.Okt 1999 Es findet die Hauptversammlung für das Jahr 1998 statt. Der Schatzmeister ist unentschuldigt nicht
anwesend. Die Kassenprüfung erbrachte eine teilweise mangelhafte Kassenführung. Der
Schatzmeister wurde nicht entlastet. Ein Protokoll der Versammlung ist den Mitgliedern bis heute
noch nicht zugegangen.
Februar / Örtlicher Betriebsleiter Woker (Elektroingenieur) misst die Radreifen. Er bestimmt, dass Rosa
März 2000 ausgeachst wird. Dampflokfachmann Martin Cichon stellt fest, dass das Grenzmaß noch nicht
unterschritten ist.
Statt die Lok wieder zusammenzubauen, wird ein Werk gesucht, das die Radreifen erneuert. Die
Aufarbeitung zieht sich in die Länge. Bis heute hat die Rosa keine eingebauten Achsen.
1. Mai 2000 Der Saisonstart wird um 14 Tage verschoben. Dann fährt die Diesellok.
Im Bach schwimmt eine Öllache, da der Lokschuppen noch nicht an die Kanalisation angeschlossen
ist, wird dieser als Verursacher angenommen. Der Lokschuppen wird gesperrt für
Dampflokunterhaltung, die gar nicht notwendig ist, da die Lok ja ausgeachst ist.

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P w 4 iv T
3 7 24 2 3 ,5 t
1 0 ,5 m
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B Ö

Bw O c h s en h a u s e n R B D S t ut t g a r t
Öchsle Schmalspurbahn e.V. Öchsle-Aktuell August
2001

Saison 2000 Es wird mit Diesel gefahren.


Nach Ausfall des österreichischen Gepäcktriebwagens VT 137 343 fährt die Heeresfeldbahnlok.
Die Fahrgastzahlen gehen stark zurück.
Herbst 2000 Die Öchsle Bahn AG denkt darüber nach, was sich beim Öchsle ändern muss.
Winter 2000 Die Öchsle Bahn AG kündigt den Vertrag mit dem Verein. Ziel ist, die Zusammenarbeit neu zu
definieren.
16.02.2001 Die Öchsle Bahn AG gibt dem Verein bekannt, dass er nicht mehr mit dem Bahnbetrieb beauftragt
wird. Gleichzeitig wird die Bank des Vereins benachrichtigt, dass dieser zukünftig keine Einnahmen
mehr hat. Daraufhin werden die Darlehen des Vereins gekündigt.
24.02.2001 In einer Besprechung der Aktiven wird alles so dargestellt, wie wenn die Fahrzeuge in alle Welt
verkauft werden müssen.
01.04.2001 In der Mitgliederversammlung betont Landrat Schneider, dass der Verein eine sehr wichtige
Funktion im neuen Betriebskonzept hat.
Bernhard Günzl stellt den Antrag, die Fahrzeuge des Vereins bei Vorlage eines akzeptablen Gebotes
der Öchsle-Bahn AG bzw. einer zu gründenden Betriebsgesellschaft zu verkaufen. Damit sollen die
Schulden des Vereins getilgt und der Verbleib der Fahrzeuge auf dem Öchsle gesichert werden.
Der Antrag wird mit 42 Ja-, 2 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen angenommen.
06.05.2001 Auf Initiative von Horst Köhler findet eine ordentliche Hauptversammlung mit Wahl des Vorstands
statt.

Ein sehr holpriger Weg, der die letzten Monate gegangen 2. Die Einbauküche im Güterschuppen im Bahnhof in
wurde, gewiss, vielleicht ist die Öchsle Bahn AG auch Ochsenhausen:
etwas über das Ziel hinaus geschossen, als sie die Bank Immer hat Herr Jöstingmeier behauptet, die Stadt
des Vereins auf die Zahlungsunfähigkeit hinwies und den Ochsenhausen zahlt die Küche. Der Vereinsvorstand
Verein zwang die Fahrzeuge verkaufen zu müssen. sah nie eine entsprechende Vereinbarung. In einer
Jedenfalls wurden die Mitglieder des Vereins doch sehr Vorstandssitzung wurde einstimmig der Beschluss
verunsichert. Ziel der Öchsle Bahn AG war nicht den gefasst, das Projekt „Küche“ erst bei schriftlicher
Verein zu zerstören, sondern die Herren Jöstingmeier und Vorlage der Vereinbarung zu starten. Bei unserem
Woker aus der beherrschenden Vereinsführung zu Gespräch mit Bürgermeister Denzel, Stadt
entfernen. Ochsenhausen, bestätigte dieser, dass die Stadt diese
Zusage nie machte. Trotzdem wurde die Küche
War dies notwendig? Einige wenige Beispiele sollen eingebaut. Die nahezu 20.000,-- DM zahlte die EBO.
zeigen, dass ein Wechsel in der Vorstandschaft Vor einigen Monaten baute Herr Jöstingmeier die
dringend notwendig war. Küche wieder aus. Diese wartet jetzt in einem Lager,
was mit ihr passieren soll.
1. Die Zusammenarbeit
3. Die Qualität der Arbeit
In der Mitgliederinformation vom 13.03.2001 ist die
In dem Schreiben vom 13.03.2001, das an fast alle
Frage aufgeworden:
Mitglieder versandt wurde, ist von einer Vorlage und
“Soll der Verein Erfüllungsgehilfe sein, oder seine
von beigegebener Niederschriften die Rede.
Handlung frei von fremdem Einfluss selbst
Diese wurden weder beigegeben, noch wie
bestimmen“.
handschriftlich ergänzt, mit gesonderter Post
Kann ein Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat das
zugesandt. Ein Beispiel für viele solcher leerer
Öchsle zu erhalten und Dampfzugfahrten
Versprechungen.
durchzuführen, frei von fremdem Einfluss sich selbst
bestimmen? Ist dieser Verein nicht auf die 4. Der Speisewagen
Zusammenarbeit mit den Gemeinden, den Behörden, Bei der Mitgliederversammlung 1998 hingen fertige
dem Streckeninhaber (Öchsle Bahn AG) usw. Pläne für einen Speisewagen aus. Der dafür
angewiesen? vorgesehene Wagen wurde ausgeschlachtet (Sitzbänke
Genau dies ist der springende Punkt, hier haperte es in verschrottet, Innenverkleidung entfernt).
den letzten Jahren gewaltig. So stand er bis jetzt da, niemand baute ihn in einen
Der neue Vorstand kann hinkommen wo er will, Speisewagen um.
sofort wird gefragt, ob die vereinbarten Termine Dieser Wagen wurde mit seinem noch intakten Bruder
zukünftig eingehalten werden. Jeder hat eine Story auf an die Döllnitzbahn verkauft. Der Intakte brachte
Lager, dass Herr Jöstingmeier Termine häufig platzen 50.000,- DM ein. Der ausgeschlachtete Wagen nur
bzw. sich erst per Telefon herbei holen ließ. noch 20.000,-- DM.
Die Zusammenarbeit konnte mit solchem Verhalten
nicht zum Erfolg führen.

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Öchsle Schmalspurbahn e.V. Öchsle-Aktuell August
2001
5. Geschäftsgebaren Diese trägt das Risiko des Bahnbetriebes und auch ein
Bis heute erhält der Verein pro Woche viele mögliches Defizit. Die Öchsle Bahn Aktiengesellschaft
Mahnungen über Rechnungen, die die alte wird weiterhin für die Strecke und die für den Betrieb
Vorstandschaft nicht bezahlte. Größter Brocken dabei erforderlichen Gebäude zuständig sein. Wichtigster Punkt
ist eine Telekom-Rechnung über 10.000 DM (!) vom ist hier, neben der Sanierung der Strecke, der geplante
Oktober 2000. Einige Rechnungen, wie zum Beispiel neue Lokschuppen in Warthausen. Der Verein stellt
die Versicherungsbeiträge der Berufsgenossen- ehrenamtliche Mitarbeiter für Wartungsarbeiten und als
schaftlichen Unfallversicherung wurden erst nach
Androhung gerichtlicher Zwangsmaßnahmen, über
gerichtliche Mahnbescheide oder unter Einschaltung Was machen wir mit Ihrem Mitgliedsbeitrag?
eines Gerichtsvollziehers bezahlt.
 Wir lassen Ihnen wenigstens 3 Infoschreiben
pro Jahr zukommen.
Wie geht es weiter?
 Wir restaurieren die württembergischen
 Wir sind eine Säule des Öchsle Fahrzeuge, die in Vereinseigentum sind.

 Wir geben die für den Tourismusverkehr  Die Mitarbeiter bekommen zukünftig freies
notwendigen Fahrzeuge an die Getränk. Dies war in den letzten Jahren nicht
Betriebsgesellschaft ab. Die Gespräche dauern immer selbstverständlich.
derzeit noch an.
 Wir feiern mit den Mitarbeitern ab und zu
 Wir behalten die württembergischen ein Fest.
Museumsfahrzeuge.
 Bereits in unserem ersten Gespräch mit der  Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit Ihnen
Stadtverwaltung Ochsenhausen haben wir einmal eine Freifahrkarte zukommen zu
abgestimmt, dass sie uns einen schriftlichen lassen.
Mietvertrag über die Wohnung im Bahnhof
zukommen lässt.
 Wir arbeiten wieder im Lokschuppen in
Ochsenhausen.
Interessenten, die gerne ein Projekt Zugpersonal.
übernehmen wollen können sich mit mir in
Verbindung setzen. Und sonst sind wir alle gespannt, ob das neue Öchsle am
Beispiele für Projekte: 1. Mai 2002 wieder dampft. Übrigens ist dies dann der 3.
- Eine Wagenseite entrosten und neu lackieren. Beginn als Museums- und Touristenbahn. Aller guten
- Die Inneneinrichtung eines Abteils renovieren Dinge sind drei! Hoffen wir es!
- Bremsrevision eines Wagens durchführen
- Scherengitter für Wagenübergänge bauen Jürgen Jauch
1. Vorsitzender
Heuweg 32
88326 Aulendorf-Blönried
e-mail: familie.jauch@arcormail.de
 privat: (07525) 7769
geschäftlich: (0751) 3626-121
Jetzt hat der Verein also einen neuen Vorstand. Zum ersten Anzeige
mal seit 1998 ist dieser auch wieder komplett besetzt. Der

M o d e lle is e n b a h n - B ö r s e
neue Vorstand versucht seit seiner Wahl Klarheit zu
bekommen, was die letzten Jahre so gelaufen ist. Dazu
gehört sowohl das Geschehen beim Verein, wie auch bei
seiner Tochtergesellschaft, der Eisenbahn- 4 . N ov em b er 2 00 1, 10 - 16 U h r
Betriebsgesellschaft Ochsenhausen gGmbH.
- K a p fh a lle O c h s e n h a u se n -
Ein Schema des zukünftigen Betriebskonzeptes mit einer  A n - u n d V e r k a u f a l le r S p u rw e it e n , Z u b e h ö r , e t c .
(vorläufigen) Aufgabenverteilung finden Sie auf Seite 5.  B e w ir t u n g , K a f f e e u n d K u c h e n
Es zeigt, dass der Betrieb mit seinem wirtschaftlichen und  E i n t r it t 4 . - D M . - K i n d e r E i n t r it t f r e i -

organisatorischen Risiko zukünftig bei der öffentlichen


Hand liegt. Der Landkreis Biberach, die beteiligten
Gemeinden und die Tourismusförderungsgesellschaft Email: familie.jauch@arcormail.de
Oberschwaben gründen dazu eine Betriebsgesellschaft.

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Öchsle Schmalspurbahn e.V. Öchsle-Aktuell August
2001

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Öchsle Schmalspurbahn e.V. Öchsle-Aktuell August
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Zukünftiges Betriebskonzept des Öchsle

Öchsle Schmalspurbahn

Öchsle Bahn AG Betriebs GmbH Öchsle Schmalspurbahn


Infrastrukturunternehmen Verkehrsunternehmen e.V.
Förderverein

Gesellschafter: Gesellschafter: (geplant)

Landkreis Biberach 34,75 % Landkreis Biberach 50 % Vereinsmitglieder


Kreissparkasse 25,00 % Tourismus GmbH 5% Ehrenamtliche Mitarbeiter
Ochsenhausen 9,33 % Ochsenhausen 30 %
Maselheim 4,45 % Maselheim 5%
Warthausen 1,47 % Warthausen 10 %
Freie Aktionäre 25,00 %

Aufgaben: Aufgaben: Aufgaben:

Erbbaurecht Strecke o Eigentum an Teilen der o Eigentum an Teilen der


Lokschuppen Warthausen Fahrzeuge Fahrzeuge
Streckensanierung o Fahrbetrieb auf eigene o Förderung des Öchsle ohne
Streckenunterhaltung Rechnung und Risiko wirtschaftliches Risiko.
o Betriebsdefizit

Mitgliederverwaltung
Etwas gelitten hat in den letzten Jahren auch die Pflege über das aktuelle Geschehen bei unserer
unserer Mitgliederverwaltung. Zwar wurde einerseits die Museumseisenbahn. Dies wollen wir versuchen jetzt wieder
Mitgliederverwaltung auf ein neues Computerprogramm gutzumachen, indem wir Ihnen in regelmäßigen Abständen
umgestellt, andererseits wurde die Pflege nur sporadisch drei mal im Jahr unser „Öchsle-Aktuell“ zusenden.
durchgeführt.
Die Jahre ohne Kontakt zu Ihnen führten aber auch zu
So kann es sein, dass der eine oder andere von Ihnen, der zahlreichen fehlerhaften Adressen und Kontoverbindungen
sich vor zwei Jahren entschlossen hat unserem Verein durch Umzüge oder Wechsel der Banken. Dadurch
beizutreten, heute zum ersten Mal von uns hört. Andere entstehen uns hohe Kosten. Sollten Sie uns eine
haben schon mehrfach versucht ihre Mitgliedschaft zu Einzugsermächtigung erteilt haben und Ihr Beitrag wurde
kündigen. Die katastrophale Informationspolitik der letzten in diesem Jahr nicht eingezogen, dann liegt ebenfalls ein
Jahre hat verständlicherweise etliche Mitglieder gekostet. Fehler vor. Bitte setzten Sie sich mit uns in Verbindung,
Verständlich, denn Sie erwarten für Ihren Beitrag eine falls in den letzten Jahren Änderungen in Ihrer Adresse
Gegenleistung und seien es nur regelmäßige Informationen oder bei Ihrer Kontoverbindung eingetreten sind.

Zustimmung zum neuen Öchsle-Konzept


Der Kreistag des Landkreis Biberach hat am 25. Juli mit nur einer Gegenstimme dem neuen Öchsle-Konzept mit jährlichem
Zuschuss sowie 855.000 DM Kapitalerhöhung von Seiten des Landkreises zugestimmt. Zuvor hatten bereits die
Anliegergemeinden Ochsenhausen, Maselheim und Warthausen dem neuen Konzept zugestimmt.

Zweite Dampflokomotive für das Öchsle


Um zukünftig einen längeren Ausfall der Dampfzüge durch Reparaturen oder die Hauptuntersuchung der Dampflokomotive
99 716 „Rosa“ zu vermeiden, hat die Hauptversammlung der Öchsle-Bahn AG die Beschaffung einer zweiten
Dampflokomotive beschlossen. Dazu wurde von der Deutschen Bahn AG die Lokomotive 099 752-8 erworben. Die
hauptuntersuchte und betriebsfähige Lokomotive wird bereits Anfang August in Ochsenhausen erwartet. Bis zu ihrem Einsatz
auf dem Öchsle sind noch Anpassungsarbeiten an Bremse und Kupplung erforderlich.

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2001

Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 6. Mai 2001


Beginn der Versammlung im Hotel Mohren um 14:15 Uhr. Es waren 41 stimmberechtigte Mitglieder anwesend. Zu Beginn der Versammlung wurde kurz
über die Teilnahme von Nichtmitgliedern diskutiert. Die Tagesordnung wurde umgestellt, da noch nicht alle Mitglieder das erst auf der Versammlung
ausgeteilte Protokoll der letzten Hauptversammlung gelesen hatten.
1) Nachprüfung der Kasse für das Geschäftsjahr 1998
Markus Albinger berichtete über die Nachprüfung der Kasse für das Jahr 1998, nachdem die Entlastung für das Geschäftsjahr 1998 auf der letzten
ordentlichen Hauptversammlung nicht erteilt wurde. Die Kasse war weitgehend in Ordnung gebracht worden. Er empfahl deshalb, die Entlastung zu
erteilen.
2) Entlastung des Schatzmeisters für das Geschäftsjahr 1998
Die Entlastung wurde bei 1 Gegenstimme und 2 Enthaltungen erteilt.
3) Bericht des Vorstands
Der stellvertretende Vorsitzende Uwe Jöstingmeier berichtete über die vergangenen zwei Jahre. Er erwähnte dabei insbesondere:
- Wiedereröffnung des DB-Haltepunktes Warthausen, an dessen Planung der Verein beteiligt war.
- Veranstaltungen zum 100-jährigen Jubiläum des Öchsle in Ochsenhausen und Maselheim.
- „Aktionärs-Arbeitstage“ zum Freischneiden der Strecke im Jahr 2000.
- Ölunfall kurz vor Saisoneröffnung 2000. Wegen Auflagen war nur noch ein eingeschränkter Betrieb der Werkstatt im Lokschuppen Ochsenhausen
möglich.
Horst Köhler erläuterte im Anschluss das Angebot der Kreissparkasse Biberach zur Übernahme der Fahrzeuge und Entschuldung des Vereins. Die
Fahrzeuge wurden dazu von einem Sachverständigen bewertet. Wegen zum Teil nicht vorliegender Unterlagen über die Fahrzeuge konnte der Wert teilweise
nicht richtig festgelegt werden. Zur Übernahme der Fahrzeuge durch die neue Betriebsgesellschaft fehlten zu diesem Zeitpunkt noch die Entscheidungen der
politischen Gremien.
4) Bericht der EBO-Geschäftsführung
Als einziger der vorgeschriebenen drei Aufsichträte war Manfred Roth übrig geblieben. Wegen eines Rechnerabsturzes konnten weder er noch der
Geschäftsführer Uwe Jöstingmeier konkrete Zahlen über die Gesellschaft nennen.
5) Entlastung der EBO-Geschäftsführung
Die Entlastung wurde deshalb einstimmig bei einer Enthaltung nicht erteilt.
6) Kassenbericht für die Geschäftsjahre 1999 und 2000
Der Schatzmeister Jörg Woker trug die Zahlen mündlich vor, versprach aber sie schriftlich nachzureichen, was bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch
nicht geschehen ist. Einige Belege und Buchungsvorgänge für 2000 waren unauffindbar. Der Schatzmeister versprach dies aufzuklären.
7) Bericht der Kassenprüfer
Der Kassenprüfer Andreas Albinger erwähnte unter anderem folgende Punkte:
- Zur Prüfung der Kasse waren vier Termine erforderlich, um alle Belege und Vorgänge zu sichten und zuzuordnen.
- Die Kassenführung war allgemein unübersichtlich und wurde großteils nicht vom Schatzmeister ausgeführt. Es fehlten für 2000 einige Belege und
Auszüge.
- Der Souvenirverkauf war teilweise unklar. Belege wurden nachträglich ergänzt.
- Im Jahr 1999 wurde teilweise sehr großzügig Geld ausgegeben (z.B. für große Bestände teuerer Souvenirartikel)
- Rechnungen wurden teils sehr spät und erst nach mehreren Mahnungen beglichen. Dabei fielen häufig Mahngebühren an.
- Die Kredite konnten nur normal getilgt werden. Sondertilgungen waren nicht möglich.
- Beim Beitragseinzug gab es zahlreiche Rückbelastungen durch falsche Konten, was auf mangelhafte Führung der Mitgliederkartei zurückzuführen ist.
- Trotz sehr angespannter Finanzlage wurde auch im Jahr 2000 teilweise erheblich Geld ausgegeben (Z.B. Telefonkosten).
- Weitgehende Entscheidungen wie der Verkauf der Diesellokomotive 2091.11 und der zwei Spanntenwagen wurden ohne Beteiligung der
Mitgliederversammlung ausgeführt.
8) Entlastung des Schatzmeisters
Für das Jahr 1999 wurde der Schatzmeister mit 16 Ja-Stimmen bei 9 Nein-Stimmen und 10 Enthaltungen entlastet. Für das Jahr 2000 wurde die Entlastung
mit 27 Nein-Stimmen bei 4 Ja-Stimmen und 4 Enthaltungen nicht erteilt.
9) Entlastung des Vorstands
Die Abstimmung zur Entlastung erfolgte auf Antrag für beide Geschäftsjahre und alle Vorstandsmitglieder gemeinsam. Die Entlastung wurde mit 25 Nein-
Stimmen bei 9 Ja-Stimmen und 4 Enthaltungen nicht erteilt.
10) Wahl des Vorstands
Bernhard Günzl wurde zum Wahlleiter bestimmt. Die Wahlen zum Vorstand fanden in geheimer Abstimmung statt. Die gewählten Kandidaten traten jeweils
alleine an. Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis:
- Vorsitzender: Jürgen Jauch (24 Ja-Stimmen, 11 Nein-Stimmen, 6 Enthaltungen)
- 1. Stellvertreter: Horst Köhler (34 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme, 6 Enthaltungen)
- 2. Stellvertreter: Thomas Guter (37 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme, 3 Enthaltungen)
- Schatzmeister Josef Nickel (38 Ja-Stimmen, 3 Enthaltungen)
- Beisitzer Walter Ertl, Guido Steiner, Bernhard Günzl (in gemeinsamer Wahl : 36 Ja-Stimmen, 5 Enthaltungen)
11) Wahl der Kassenprüfer
Per Handzeichen wurden Manfred Pötzl und Gerhard Baum einstimmig bei 5 Enthaltungen gewählt.
12) Wahl des EBO-Aufsichtsrat
Die Vorstandsmitglieder J.Jauch, H.Köhler und T.Guter stellen bis zur Auflösung der EBO den Aufsichtrat (39 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme 1 Enthaltung).
13) Anträge
Bei zwei Enthaltungen wurde die Umstellung des Beitrages auf 30€ für Erwachsene und 15€ für Jugendliche beschlossen.
14) Verschiedenes
Horst Köhler und Jürgen Jauch gaben noch ein paar Informationen zur zukünftigen Vereinspolitik.
Die Versammlung endete um 19:00 Uhr.
Protokollführer: Josef Schumacher

„Öchsle - Aktuell“ Redaktion: Bernhard Günzl


ist das offizielle Mitteilungsblatt des Öchsle Schmalspurbahn Mitarbeit an dieser Ausgabe: Jürgen Jauch
e.V. Bankverbindung: Konto 185 664 008
Erscheinungsweise: 3 x jährlich Seite 6 Volksbank Ochsenhausen (BLZ 654 901 30)
Auflage: 400 Exemplare