Sie sind auf Seite 1von 2

WRI

Definition
-ist ein Instrument zur Erhebung der psychosozialen Umweltfaktoren von Berufstätigen,
die in erster Linie durch Verletzung behindert wurden.
-Klient beleuchtet verschiedene Aspekte seines Lebens und Arbeitsbereiches
(Interview) + prüft anschließend gemeinsam mit Therapeuten die Wahrscheinlichkeit
der (Re-) Integration an (bisherigen) Arbeitsplatz
-WRI kombiniert die Informationen aus dem Interview mit den Beobachtungen der
körperlichen Funktion, des Verhaltens und der Arbeitsfähigkeit
-Betätigung des Menschen steht im Vordergrund
-nicht die Krankheitssymptome an sich, sondern eher deren Auswirkungen aufs Leben
sind wichtig

Ziel
- Überprüfung der Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen (Re-) Integration am den
bisherigen oder einen neuen Arbeitsplatz
-beeinflusst die Therapieplanung indem eine Entscheidung getroffen wird, ob die
Arbeitsfähigkeiten des Klienten verbessert werden können, oder ob eher eine
inhaltliche/örtliche Veränderung am Arbeitsplatz sinnvoll wäre

Ablauf
1. Vorbereitung:
-wichtige Daten aus Patientenakte entnehmen
-ggf. Interview schon vorläufig auf Patienten zuschneiden
-Entscheidung ob WRI für Patienten angebracht ist (Kontraindikation: Personen, die
nicht zuverlässig berichten können, weil zum Zeitpunkt emotional stark belastet oder
kognitive Störungen)
-klare Vorstellung schaffen, was man vom Klienten erfahren möchte

2. Durchführung Interview:
-als Gespräch gestalten (Vertrauensbasis)
-weiche Daten besonders wichtig; nicht nur auf Antworten des Klienten achten, sondern
auch auf Emotionen/persönliches Empfinden
-3 unterschiedliche Bögen, die man je nach Klient zur Auswahl hat:
• Originalbogen des WRI (für verletzte Berufstätige)
• Neuerer Bogen des WRI (für Klienten mit Langzeiterkrankungen oder
Behinderungen)
• Kombination von WRI und OCAIRS (Langzeiterkrankung, Behinderung, auch
nützlich bei noch gänzlich unbekannten Klienten)
-Interview und Reihenfolge der Fragen anpassen, Bogen dient als grober Leitfaden

3. Erhebung zur Arbeitsfähigkeit und zu Arbeitsfertigkeiten:
-funktionelle Befunde ebenfalls wichtig, da beim Interview die Fragen größtenteils um
Interessen, Rollen, Gewohnheiten, Umwelt drehen und Therapeut auch die
Arbeitsfähigkeit des Klienten realistisch einschätzen können muss
-Therapeut kann selbst entscheiden, wie er funktionelle Leistungsfähigkeit des Klienten
bestimmt (Assessments und Evaluationen)
-30-60 min

4. Ausfüllen des WRI-Einstufungsbogens:
-Klienten einstufen
-jeder Inhaltsbereich in mehrere Items aufgespaltet (insgesamt 16 Stück)
-Inhaltsbereiche: Selbstbild, Werte, Interessen, Rollen, Gewohnheiten, Umwelt
-Kommentarspalte für Begründungen
-zum Schluss Einteilung in 4-Punkte-Skala:
• 4 stark unterstützend (unterstützt den Klienten stark, zur bisherigen
Arbeitsstelle zurückzukehren oder allgemein Arbeit zu finden/behalten)
• 3 unterstützend (unterstützt den Klienten, zur bisherigen Arbeitsstelle...)
• 2 behindert (behindert den Klienten,...)
• 1 stark behindert (behindert den Klienten stark,...)
• nicht zutreffend

5. Einsatz des WRI zur Entlassungs-Evaluation und zur Messung von Veränderung
what

Interviewbögen
-3 unterschiedliche Bögen, die man je nach Klient zur Auswahl hat:
• Originalbogen des WRI (für verletzte Berufstätige)
• Neuerer Bogen des WRI (für Klienten mit Langzeiterkrankungen oder
Behinderungen)
• Kombination von WRI und OCAIRS (Langzeiterkrankung, Behinderung, auch
nützlich bei noch gänzlich unbekannten Klienten)

16 Items