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Tafsīr Al-Qur’ān Al-Karīm

Daten der Religionsgeschichte . 39

Teil 1: Von der Erschaffung Adams bis Abraham (a.s.) in steigender Anordnung biginnend
vom Jahr 1 (Ab Jahr 1 nach Adam = 3760 v.Chr. nach der jüdischen Zeitrechnung):

1-930 Adam (a.s.) (Lebensdauer: 930 Jahre).

130-1042 Seth (Lebensdauer: 912 Jahre); durch die Geburt seines Sohnes ist Adam zum
ersten Mal Vater geworden.

235-1140 Enos (Lebensdauer: 905 Jahre).

325-1235 Kenan (Lebensdauer: 910 Jahre).

395-1290 Malalee (Lebensdauer: 895 Jahre).

460-1422 Jaret (Lebensdauer: 962 Jahre).

622-978 Henoch (Idris [a.s.]) (Lebensdauer: 365 Jahre).

687-1656 Methusala (Lebensdauer: 969 Jahre).

874-1651 Lamech (Lebensdauer: 777 Jahre).

1056-2006 Noah (a.s.) (Lebensdauer: 950 Jahre).

1556-2156 Sem (Lebensdauer: 600 Jahre).

1654 Die Sintflut des Propheten Noah (a.s.).

1658-2096 Arphachsad (Lebensdauer: 438 Jahre).

1693-2122 Salah (Lebensdauer: 433 Jahre).

1723-2187 Eber (Lebensdauer: 464 Jahre).

1757-1996 Phalek (Lebensdauer: 239 Jahre).

1787-2026 Ragu (Lebensdauer: 239 Jahre).

1819-2049 Sarug (Lebensdauer: 230 Jahre).

39 Aus dem Titel: Islam international, Daten und Fakten für Muslime von der Erschaffung der
Erde bis 2000 nach Jesus (a.s.), IB.

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1849-1997 Nahur (Lebensdauer: 148 Jahre).

1878-2083 Tharah (Lebensdauer: 205 Jahre).

1948-2123 Abraham (a.s.) (Lebensdauer: 175 Jahre). Der Prophet Abraham (a.s.) begann
seine Wirkung in seinem Heimatort Ur im Irak.40.

Teil 2: Daten nach jüdischer Zeitrechnung von der Erschaffung Adams (a.s.) bis zum Tod
des Herodes in absteigender Anordnung:

3760 Erschaffung Adams (a.s.).

3500 Bau der sumerischen Ansiedlung als Hauptstadt des Assyrischen Reiches, das
sich zu einer der damaligen Großmächte in Westasien entwickelte, und dem
Babylon tributpflichtig wurde.

3000 Beginn der Völkerwanderung. Anfänge der Kulturen der Ägypter, Sumerer und
Chinesen.

2850 Erste Dynastie in Ägypten.

2800 Rivalisierende Stadtstaaten in Babylonien und Entstehung des Gilgamesch-Epos.

2595-2160 Bau der Kheops-Pyramide in Ägypten.

2500 Abraham (a.s.) lässt Hadschar (a.s.) mit ihrem gemeinsamen Sohn Isma‘il im
öden Tal in der Wüste (dem späteren Makka) ansiedeln. Entsprengung des
Wassers von Zamzam durch das Wunder Allāhs.

2349 Die Sintflut des Propheten Noah (a.s.).

2200-1550 Palästina beherrscht durch Ägypten.

2160 Geburt des Propheten Abraham (a.s.).

2061 Untergang der beiden frevelhaften Städte Sodom und Gomorrah am Roten Meer.

2000-550 Vormachtstellung Assyriens, Madiens, Babyloniens und Lydiens im Nahen


Osten.

2000-1800 Beginn der iranischen Einwanderung von den südrussischen Steppen nach

40 Für ausführliche Information über Abraham (a.s.) vgl. den Titel: "Allāhs Friede auf Ibrāhīm",
Islamische Bibliothek.

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Kleinasien.

1910-1800 Der Prophet Yūsuf (a.s.) (vgl. Sura 12).

1900 Indogermanenzüge durch Europa. Der Prophet Abraham (a.s.) wandert von
Mesopotamien nach Palästina.

1792-1750 Hammurabi von Babel.

1750-1550 Ägypten von den Hyksos beherrscht (Sammelbezeichnung für verschiedene


Völker: Horiter, Amoriter u.a.). Hauptstadt Tanis (bibl. Zoan).

1740-1200 Reich der Hetiter (von Anatolien bis zeitweise nach Kanaan).

1700-1580 Hyksos-Herrschaft. Befreiung des Propheten Yūsuf aus dem Gefängnis.

1550 Vertreibung der Hyksos aus Ägypten.

1545-1525 Amenhotep von Ägypten.

1502-1448 Die Ägypter besiegen Nordnubia und die benachbarten Staaten des
Mittelmeeres.

1468 Nach der Schlacht bei Megiddo dehnt Ägypten seine Herrschaft bis zum Eufrat
aus.

1447-1417 Die Teilung des Meeres und die Errettung der Kinder Israels.

1417-1379 Amenophis III. herrscht in Ägypten.

1400 Die Söhne des Propheten Jakob (a.s.) in Ägypten.

1379-1362 In Ägypten herrscht Amenophis IV. (Echnaton). Amarnabriefe: u.a.


Korrespondenz der kanaanäischen Herrscher, in akkadischer Sprache, mit dem
Hof der beiden Pharaonen.

1377-1360 Bereits zuvor unter dem Pharao Echnaton verordnet religiöse Umwälzungen
zugunsten des Monotheismus, die jedoch durch einen späteren König wieder
rückgängig gemacht worden waren. Der Einfluss aber blieb, und dieser Pharao
fürchtete, Moses könnte wieder eine ähnliche Revolution auslösen.

1361-1352 Tutankhamun.

1324-1258 Mosesgeschichte mit dem Pharao Ramses II.

1300 Weggang Yūsufs (a.s.). Ankunft 1290-1279 in Ägypten.

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1300-1200 Landnahme. Eindringen israelitischer Stämme in Palästina.

1274 Ramses II. siegt in der Schlacht bei Kadesch über die Hethiter.

1230 Ansiedlung der Hebräer unter Josua in Palästina41.

1225 Der Prophet Moses (a.s.) führt die Israeliten aus Ägypten ins Gelobte Land und
empfängt auf dem Sinai die Zehn Gebote.

1200 Zerfall des Hetiterreiches. Königreiche der Minäer und Sabäer in Südarabien.

1200 Beginn der Eisenzeit. Die Herstellung von Panzerhemden wird hier David (a.s.)
zugeschrieben (vgl. die Anmerkung zu 21:80).

1200-1020 Richterzeit.

1190 Ansiedlung der Philister in Kanaan.

1187-1156 Ramses III. (20. Dynastie).

1126-1108 Ramses Xl. Mission von Wen-Amun.

1100 Könige Saul und Jonathan. Ende des 11. Jh. Entstehung eines vereinigten
Königreiches von Israel und Juda.

1050 Die Philister schlagen die Israeliten bei Aphek.

1020-1000 Saul (Ṭālūt [a.s.]) erster König der Hebräer.

1013-973 Prophet David (a.s.), König der Kinder Israels, erobert Jerusalem. Großreich.
Israelstämme werden monarchisch regiertes Staatswesen (Saul, David, Salomo).
Entstehung der phönizischen Stadtstaaten.

1004 König David (a.s.) besetzt nicht nur ganz Palästina, sondern auch einen großen
Teil Syriens.

973-933 König Salomon.

969-930 Regierung des Propheten Salomo (a.s.); Bau des ersten Tempels (961-931
Tempelbau in Jerusalem.42 950 Blütezeit des vereinigten Staates von Israel und
Juda. Bau einer riesigen Palastanlage mit Jahwetempel in Jerusalem. Salomon
(a.s.) empfängt die Königin von Saba’ in Jerusalem.

41 Für Quellenangaben vgl. ferner den Titel: Islam international, a.a.O.


42 ”Der Tempel war 3000 Jahre nach Erschaffung der Welt vollendet worden, l000 Jahre vor der
Geburt Christi.“ (FAZ Nr. 248 / 1997)

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950-115 Die Sabäer waren ein arabisches Volk in der Zeit vor dem Islam. Es gehörte zum
Königreich Saba (vgl. Sura Saba’, Nr. 34 und die Anmerkung dazu).

945-924 Schischak herrscht in Ägypten.

932 Teilung der Reiche Israel und Juda.

931 Zerfall des salomonischen Reiches in zwei Teile: Israel, d.h. Nordreich, und
Juda, d.h. Südreich.

931-914 Rehabeam, Sohn Salomons, König von Juda.

926-722 Die geteilten Königreiche Israel und Juda. Wachsender politischer Einfluss der
Assyrer in Palastina.

924 Palästinafeldzug des Pharao Schischak.

914-912 Abija von Juda.

911-871 Asa von Juda.

909 Nadab von Israel.

909-886 Bascha von Israel.

885 Simri von Israel, Ela von Israel.

885-881 Kämpfe um die Herrschaft zwischen Omri und Tibni.

885-874 Omri von Israel. Hauptstadt ist Samaria. Der Staat Juda ist politisch ohne
größere Bedeutung.

875 Ben-Hadad I., König der Aramäer in Damaskus.

875-854 Achab von Juda.

874-849 Josaphat von Juda.

873-853 Ahab von Israel.

871-862 Enge Beziehungen zu Phönikien. Elija und Elischa.

871-848 Joschafat von Juda.

859-824 Salmanassar III. in Assur. 854 siegt er bei Karkar über Damaskus und Israel.

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853-852 Ahasja von Israel.

852-841 Joram von Israel.

850 Mescha, König von Moab.

848-841 Joram von Juda.

845-818 Jehu Usurpator in Israel, ehemaliger Heerführer, an Assyrien tributpflichtig.

841 Ben-Hadad II. in Damaskus. Ahasja von Juda.

841-813 Jehu von Israel. 840 zahlt er Tribut an Salmanassar III.

840-835 Atalja von Juda.

835-796 Joasch von Juda.

813-797 Joahas von Israel.

810-782 Adad-Nirari III. in Assur.

800 Gründung Karthagos, Aufstieg des klassischen Griechenland.

800 Der Prophet Jonas (a.s.) verließ zornig die Stadt, deren Bevölkerung ihn
abgewiesen hatte. Allāh (t) vergab den Assyrern, als sie durch Vorzeichen der
drohenden Strafe einsichtig wurden und umkehrten.

797 Hasael in Damaskus.

797-782 Joasch von Israel.

796-767 Amazja von Juda.

782-747 Jerobeam II. von Israel.

767-739 Asarja (Usija) von Juda. Amos und Hosea.

753 Gründung Roms.

750 Wirken von Amos und Hosea.

747 Secharja von Israel. Schallum von Israel.

746-737 Menahem König von Israel, an Assyrrien tributpflichtig.

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745-727 Tiglat-Pileser III. in Assur und Babel.

743 Sallum von Israel (Zacharias und Sallum).

743-738 Menachem von Israel.

742-740 Pekachja von Israel.

740-730 Rezin, Usurpator in Damaskus.

739-734 Jotam von Juda. Jesaja und Micha.

738-736 Jotam von Juda.

736-721 Achas von Juda, zu seiner Zeit Wirksamkeit Jesaja' und Michaas.

735-734 Syrisch-ephraimitischer Krieg.

734-728 Ahas von Juda.

733 Israel und Juda werden zu assyrischen Vasallenstaaten.

731-722 Hoschea von Israel.

728-699 Hiskija von Juda.

727-722 Salmanassar V. in Assur und Babel.

722 Eroberung Samarias und Untergang des Nordreiches. Assyrische


Gefangenschaft.

722-705 Sargon II. König in Assur, seit 710 auch von Babel.

721 Eroberung von Samaria durch Scharrukin II. von Assyrien. Ende des Staates
Israel.

721-710 Merodach-Baladan II. König von Babel.

721-693 Hiskia von Juda.

711 Eroberung von Asdod, um jene Zeit in Ägypten äthiopische Dynastie.

705-681 Sanherib von Assur in Ägypten. Zerstörung Babyloniens. 701 Besetzung Judas.
Erfolglose Belagerung Jerusalems.

705-612 Wirkung des Propheten Jonas in der Stadt Ninive (vgl. die Anmerkung zu

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37:139-148).

700 Auftreten Jesajas.

700-675 Achaimenes. Sagenhafter Begründer der Dynastie. Die persischen Stämme


befinden sich noch in assyrischer Abhängigkeit.

699-643 Manasse.

690 Auftreten Jeremias.

690-664 Tirhaka in Ägypten.

689 Zerstörung Babels. Ninive Hauptstadt des neuassyrischen Reiches.

681-669 Asarhaddon von Assur erobert Ägypten; Wiederaufbau Babels.

675-640 Teispes. Eroberung der Landschaft Persis (Parsa).

669-627 Assurbanipal in Assur und Babel, berühmt durch seine große Bibliothek. In der
Folgezeit langsamer Zerfall des Reiches.

650-115 Mariaba Machtzentrum in Südarabien. 115 Reiche der Minäer und Sabäer durch
Ḥimyariten zerstört.

642-641 Amon.

641-609 Joschija. Jeremia, Nahum, Habakuk und Zefanja.

640-559 Unter Kyros I. (640-600) und Kambyses I. (600-559) befindet sich Persien in
medischer Abhängigkeit.

639-638 Amon von Juda.

639-609 Josia, zu seiner Zeit Jeremias, Zephanja.

630 Geburt Zarathustras in Baktrien, seine Lehre wird von den Achämeniden als
Staatsreligion anerkannt. Er verstarb 553 v.Chr. in Keschmar (Khorassan,
Nordost-Iran).

625 Mederkönig Kyaxares II. gründet das erste Großreich in Persien.

625-605 Nabopolassar wird König in Babel; 614 erobert er mit Hilfe der Meder die Stadt
Assur, 612 Ninive. Ende des neuassyrischen Reiches.

621 Einführung des jüdischen Gesetzes (Deutoronomium) in Juda. Kompromiss

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zwischen den Propheten und den Hohenpriestern des Tempels.

610-595 Necho II. in Ägypten. Unterliegt 605 bei Karkemisch den Babyloniern.

609 Zusammenstoß zwischen Pharao Necho (610-594) und Josia bei Megiddo.

609-598 Jojakim.

608 Joachas, durch Necho nach Ägypten geführt.

604-562 Nebukadnezar II. Syrien und Palästina werden unterworfen. Wiederherstellung


der Bewässerungsanlagen. Begünstigung der babylonischen Priesterschaft.
Letzte Blütezeit des Mardukkultes. Anlage von Grenzbefestigungen gegen
Madien.

597-586 Zidkija.

593-571 Wirksamkeit des Ezechiel.

587 Nebukadnezar II. erobert Jerusalem, zerstört Tempel und Stadt und führt große
Teile der Bevölkerung in die Babylonische Gefangenschaft. 539 Eroberung
Babylons durch Kyros, Rückkehr der Juden nach Judäa.

580-496 Pythagoras entdeckt die Kugelgestalt der Erde (vgl. die Anmerkung zu 79:30-
33).

575 Geburt Kyros' des Großen. 559 besteigt er den Thron von Anschan in
Westpersien und beginnt mit der Unterwerfung von ganz Persien. Sein
Nachfolger wird Kambyses II. 568-567 Feldzug an die Grenze Ägyptens.

561-560 Awil-Marduk. Niedergang des Neu babylonischen Reiches.

560-480 Gautama Buddha.

559-529 Kyros II. Bildung eines großen vorderasiatischen Reiches.

559-330 Das Reich der Achämeniden. Die berühmtesten Königsresidenzen sind: Susa,
Pasargadae und Persepolis; Achämenes ist der erste König dieser Dynastie.

556 Labaschi-Marduk. Ebenso wie sein Vorgänger von der Mardukpriesterschaft in


Babylon abhängig.

555-538 Nabonid. Letzter König des Neubabylonischen Reiches. Politischer Exponent


der Priesterschaft des Mondgottes Sin in Ur und Harran.

554-553 Aufstände in Syrien und Palästina.

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550 Persische Erhebung gegen Madien. Persien wird unabhängig. Residenz:


Pasargadai.

550-545 Belschazzar Mitregent in Babel.

549-540 Die Residenz wird nach Taima (in der arabischen Wüste) verlegt. Nabonids
Sohn Belsazar wird Resident des Königs in Babylon.

547-546 Eroberung des lydischen Staates in Kleinasien (König Kroisos). Die


Griechenstädte in Westkleinasien, die Lykier und Karer werden unterworfen.

539 Eroberung Babels durch den Perserkönig Kyros II. (558-529), dessen Nachfolger
Darius (521-486), Xerxes (Achaschwerosch) (485-465); Artaxerxes I. (464-424).

538-537 Kyros II. gestattet den deportierten Judäern die Rückkehr nach Palästina (bis auf
einen Rest, der 458 nachfolgt).

530-529 Feldzug gegen die Massageten jenseits der Nordostgrenze des Reiches, am
Jaxartes (Syr-Darja). Gründung der Stadt Kyreschata an der Jaxartesgrenze.

530-522 Kambyses von Persien; erobert 525 Ägypten.

525 Serubbabel, Statthalter von Juda. Haggai und Sacharja. Eroberung Ägyptens. Die
libyschen Stämme werden tributpflichtig. Persische Niederlage im Kampf gegen
die Äthiopier. Gaumata, der Magier, erobert die Herrschaft im Reich. Das Reich
droht zu zerfallen.

521-485 Darius I. Niederwerfung der Aufstände (Inschrift von Behistun). Förderung des
Ahuramazdakultes. Das Reich wird in 20 Satrapien eingeteilt. Residenz:
Persepolis. Schaffung eines einheitlichen Münzsystems.

520 Die Juden kehren aus der babylonischen Gefangenschaft zurück.

520-516 Josua. Wirksamkeit Haggais (Aggäus) und des Propheten Sacharja (Zacharias).
515 Neubau des Tempels in Jerusalem unter Serubbabel (Zorobabel).

519-518 Zug der Perser nach Ägypten.

513-512 Erste asiatische Invasion in Europa; die Perser erobern Thrazien und
Mazedonien. 480-479 Ende der Ära der persischen Expansion.

512 Ergebnisloser Feldzug gegen die Skythen nördlich des Schwarzen Meeres.

500-494 Aufstand der Griechenstädte in Westkleinasien gegen die Perserherrschaft.

490 Feldzug gegen Griechenland, Niederlage des persischen Heeres bei Marathon an

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der attischen Küste.

485-465 Xerxes. Niederwerfung von Aufständen in Ägypten und Babylonien.

485-464 Perserkönigs Xerxes unter dessen Herrschaft (vgl. die Anmerkung zu 28:5-6).

480 Schlacht bei den Thermopylen. Kriege Persiens mit Athen. Kampf um den
Thermopylenpass in Mittelgriechenland, Niederlage der persischen Flotte bei
Salamis.

479 Niederlage des persischen Heeres bei Plataiai, der Flotte bei Mykale (bei Milet
an der kleinasiatischen Westküste).

465-424 Artaxerxes I. Aufstände in Ägypten, Baktrien (in Mittelasien) und in Syrien.


Beginnender Niedergang des Perserreiches.

463-454 Aufstand des Inaros und des Amyrtaios in Ägypten.

458-428 Auftreten Esras, zu dieser Zeit Maleachi (Malachias).

449 Niederlage des Perserheeres gegen die Griechen bei Salamis (auf Zypern).
Kalliasfrieden.

448 Erfolgreicher Aufstand in Syrien gegen die Perserherrschaft.

445-425 Nehemia, Statthalter von Juda. Mauerbau In Jerusalem.

444 Erneuerung des "Gesetzes" der Judäer durch Esra.

431-404 Peloponnesischer Krieg.

427-347 Platon.

424-404 Darius II. Nothos. Zahlreiche Erhebungen in den Satrapien. Persische


Einmischung in die Peleponnesischen Kriege zugunsten Spartas.

404-362 Artaxerxes II.

401 Revolte des Bruders des Königs, Kyros' (des Jüngeren). Er fällt in der Schlacht
bei Kunaxa.

400 Quṣayy Ibn Kilāb, ein Nachkomme des Propheten Ismā‘īl (a.s.), Herrschr von
Makka. Zur Zeit Quṣayys erlangt Makka eine städtische Kultur und erlebt eine
viel ruhigere und ausgeglichenere Epoche wie niemals zuvor. Quṣayy befahl den
Bewohnern von Makka, sich Häuser zu bauen, um darin zu wohnen anstatt in
Lauben und Zelten; denn sie hatten bis zu jener Zeit eine Scheu davor, andere

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Häuser in der Nähe des Hauses Allāhs zu errichten. Quṣayy selbst machte sich
daran, ein Versammlungsgebäude und Rathaus zu bauen, in dem jeder wichtige
Beschluss bestätigt werden sollte.

398 Esra.

387 Westkleinasien und Zypern geraten erneut unter persische Herrschaft.

362-360 Aufstände der Satrapen gegen Artaxerxes II.

358-338 Artaxerxes III. Ochos. Aufstände in Kleinasien und Phönikien.

350 Die Nabatäer, ein arabischer Stamm im nordarabisch-jordanischen Gebiet,


beherrschen den Karawanenhandel aus Südarabien (Hauptstadt Petra).

336 Alexander der Große aus Mazedonien gelangt an die Macht.

336-331 Darius III., besiegt 333 bei Issus und 331 bei Arbela durch Alexander d. Großen.
Niedergang des persischen Reiches.

336-323 Alexander der Große erobert das achämenidische Weltreich und Indien. 334
Beginn des Alexanderfeldzuges gegen das Perserreich. Kleinasien wird von den
Makedoniern erobert. 332 Alexander der Große erobert Jerusalem. 331
Vernichtung des persischen Heeres bei Gaugamela. Ganz Vorderasien bis
Madien und Persien wird von Alexander erobert. 330 Alexander der Große
zerstört das Persische Reich: Persipolis brennt nieder. Ermordung Darius' III. auf
der Flucht nach dem Ostiran durch Bessos, den Satrapen Baktriens. Bildung des
Alexanderreiches von Griechenland bis zum Indus. Entstehung hellenistischer
Staaten im Vorderen Orient nach dem Tode Alexanders (323), die im 2. und 1.
Jh. v.d.Z. von Rom bzw. von den Parthern erobert werden.

323 Tod Alexanders des Großen in Babylon. Arabische Kleinkönige in Edessa,


Emesa und Kharax (an der damaligen Euphratmündung). Ptolemäus wird Satrap
von Ägypten, Seleukos Satrap von Babel.

320-198 Ständiger Kampf zwischen Ptolemäern und Seleukiden um Palästina. 312


Beginn der seleuzidischen Zeitrechnung.

312-64 Herrschergeschlecht der Seleukiden in Syrien.

305-283 Ptolemäus I. König von Ägypten.

305-281 Seleukos I. König von Babylon.

301 Seleukos gründet die Seleukiden-Dynastie und hat die Oberhand über den Iran,
Mesopotamien, Nordsyrien und große Teile Kleinasiens.

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301-198 Palästina unter den ägyptischen Ptolemäern. Übersetzung der Schriften ins
Griechische. Ausbreitung des Judentums in der damaligen Welt.

285-246 Ptolemäus II. in Ägypten.

275 Die Ḥimyariten erobern das Königreich Hadramaut. Die Tubba‘-Könige trugen
von da an den Titel eines Herrschers von "Saba’, Ḏu Raydān, Ḥaḍramaut und
Yamanat". (vgl. die Anmerkung zu 44:37).

272-23I Kaiser Ashoka, Patron des Buddhismus.

261-246 Antiochus II. in Syrien.

250 Beginn der griechischen Übersetzung der Bibel (Septuaginta).

247 (-224 n.Chr.) Die Römer erobern Griechenland. Konstantinopel wird Hauptstadt
des Oströmischen Reiches (auch Byzantinisches Reich genannt (330 n.Chr.).

223-187 Antiochus III. in Syrien.

221-203 Ptolemäus IV. in Ägypten.

218 Hannibal überquert die Alpen.

216 (-72 n.Chr.) Römische Kaiser Arabischer Herkunft: Elagabalus, Severus


Alexander, Philippus Arabs, Lucius Domitius Aurelianus (erobert das Reich der
arabischen Königin Zenobia von Palmyra).

201 Hannibal wird von Scipio bei Zama geschlagen.

198 Schlacht bei Paneas; Syrien und Palästina endgültig unter der Herrschaft der
Seleukiden. Die Seleukiden erobern Jerusalem.

198-63 Palästina unter syrischer Herrschaft.

187-175 Seleukos IV. Philopator.

180-170 Jesus Sirach.

175-164 Antiochus IV., der Erlauchte von Syrien.

171 Der Partherkönig Mithridates I. errichtet ein Reich, das von Babylonien bis nach
Baktrien reicht.

170 Onias III., Hoherpriester.

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169 Antiochos IV. Epiphanes entweiht bei der Rückkehr aus dem ägyptischen Krieg
den Tempel in Jerusalem und raubt die Tempelschätze (unter anderem den
goldenen Altar und den Leuchter). 168 Verbot der jüdischen Religionsausübung.

167 Antiochos erlässt Dekrete gegen die Religion der Juden; seine
Hellenisierungsversuche lösen den Makkabäer-Aufstand 167-141 aus unter
Judas (165-161), Jonatan (161-142) wird 153 Hoherpriester 150 militärischer
und ziviler Befehlshaber von Juda.

167-63 Asmonäer-Dynastie.

167-166 Mattatias.

166-161 Judas.

165 Reinigung und Neueinweihung des Tempels.

164-162 Antiochus V. Eupator; sein Vormund Lysias.

161-143 Jonatan Hoherpriester Alkimus.

149-146 Dritter punischer Krieg und Zerstörung Karthagos. Griechenland römische


Provinz.

145 Antiochus VI. Dionysos kämpft gegen Demetrius II. mit Unterstützung seines
Vormunds Tryphon.

142-135 Simon, Hoherpriester und Begründer der makkabäischen oder hasmonäischen


Dynastie. Von 142 an Beginn der nach ihm benannten Ära.

141-139 Tryphon tritt die Nachfolge des auf seinen Befehl hingerichteten Antiochus VI.
an.

140-130 Errichtung der Gemeinde von Qumran.

139-129 Antiochus VII. Sidetes.

134-104 Johannes Hyrkanus I. Hoherpriester und Ethnarch.

133 Tod des Tiberius Gracchus.

125-96 Antiochus VIII.

120 Königreich der Lihyan in Zentralarabien.

115 Die Ḥimyariten stehen gleichberechtigt neben den Sabäern. Von da an trugen die

1070
Tafsīr Al-Qur’ān Al-Karīm

Ḥimyariten-Könige den Titel "König von Saba’ und Ḏu Raydān". (vgl. die
Anmerkung zu 44:37).

115-575 Reich der Ḥimyariten in Südarabien.

104-103 Aristobul I. Als Hoherpriester und König unterwirft er die Ituräer und zwingt sie
zum Judentum.

103-76 Alexander Jannäus. Nach kriegerischen Erfolgen umfaßt sein Herrschaftsgebiet


die alten Staaten Juda und Israel, das Philisterland und die Küstenstraße nach
Ägypten. Völlige Entartung des Königtums, das von den Pharisäern gehaßt wird.

83-69 Tigranes I., der Armenier, erobert Syrien, wird jedoch durch die Römer
verdrängt; kurze Regierung des Antiochus XII. Asiaticus.

82-79 Diktatur Sullas in Rom.

76-67 Salome Alexandra wird Königin, ihr älterer Sohn Hyrkan II. Hoherpriester.
Einfluss der pharisäischen Kreise, Unzufriedenheit bei der sadduzäischen
Priesterschaft.

73-71 Spartacus (Sklavenaufstand).

67-63 Thronstreitigkeiten zwischen Hyrkan II. und seinem Bruder Aristobul II., der
sich nach dem Tod seiner Mutter zum Hohenpriester und König macht.

66 Pompeius, römischer Befehlshaber im Osten. 63 erobert er Jerusalem;


Zerstörung des Tempels.

65 Eine andere Dynastie, zu der Herodes gehörte, genoss fast unabhängige Macht.
Die Herrschaft in Syrien und Palästina ging an die Römer über, und die jüdischen
Könige übten eine Art Marionettenherrschaft aus.

64 Syrien römische Provinz.

63 Ende des makkabäischen Königtums, Eroberung Jerusalems. Aristobul als


Gefangener des Pompejus nach Rom, Hyrkan Hoherpriester.

63-40 Johannes Hyrkanus II. Ihm wurde Antipater, ein Sohn des Strategen von Idumäa
gleichen Namens, als Hausverwalter durch Julius Cäsar aufgezwungen.

51-30 Kleopatra VII., Königin von Ägypten.

47-44 Julius Cäsar.

46 Sieg Cäsars bei Thapsus über Juba. Numidien wird römische Provinz.

1071
Tafsīr Al-Qur’ān Al-Karīm

41-54 Klaudius, Kaiser von Rom.

41-30 Marcus Antonius.

40 Herodes, der Sohn des Antipater aus Idumäa zum König genannt.

40-37 Mattatias Antigonus II., der letzte König der makkabäischen Dynastie.

39 Petronius, Legat von Syrien.

37 Geburt des jüdischen Historikers Flavius Josephus. Herodes I., der Große, Sohn
des Antipater, König über Judäa, Galiläa, Samarien, Idumäa und Peräa.
Ausrottung des Herrschergeschlechtes der Hasmonäer und glanzvolle
Bautätigkeit.

31 Oktavianus Augustus, Kaiser von Rom.

30 (-395 n.Chr.) Die Römer übernehmen in Ägypten die Herrschaft. Nach der
Aufteilung des Römischen Reiches kommt Ägypten unter die Herrschaft
Ostroms.

29 Neugründung Karthagos als römische Stadt.

27 Cäsar Augustus regiert Rom.

6 Geburt Jesu (a.s.) in Bethlehem (Angabe seiner Jünger) (Lukas 2,2)43.

4 Tod des Herodes und Verteilung seines Reiches unter die Söhne Archelaus
(Ethnarch von Judäa, Idumäa und Samarien), Antipas und Philippus.44.

Teil 3: Daten ab der Zeitwende45 bis Justinian II. in steigender Anordnung:

43 ”Die Geburt Christi, an der die Christen ihre Zeitrechnung festmachen, lässt sich nach
biblischen Angaben allein nicht präzise datieren. Ausgerechnet die Mitte von Usshers
Panoramagemälde blieb unscharf. "Wir nehmen an", schrieb er nüchtern, dass Jesus am 25.
Dezember geboren wurde." Eine wissenschaftliche Begründung für diese liturgische
Konvention konnte er nicht beibringen.“ (FAZ Nr. 248 / 1997).
44 ”Hatte Herodes das Massaker der unschuldigen Kinder angeordnet, dann war Jesus
mindestens vier Jahre früher zur Welt gekommen als nach den Tabellen des Dionysius.“ (FAZ
Nr. 248 / 1997).
45 siehe oben: 4 v.d.Z.

1072
Tafsīr Al-Qur’ān Al-Karīm

6 Archelaus wird entthront; Judäa, Idumäa und Samarien werden römische


Provinz. Volkszählung, Zensus des Quirinius. Zusammenschluß der Zeloten;
Unruhen unter Judas dem Galiläer.

6-15 Hannas Hoherpriester.

14-37 Kaiser Tiberius, Nachlolger des Augustus (schon vom Jahre 12 an Mitregent des
Augustus).

17-22 Gründung von Tiberias durch Herodes Antipas.

18-36 Kaiphas, Schwiegersohn des Annas, Hoherpriester in Jerusalem.

26-29 Auftreten des Propheten Johannes (a.s.) (des Täufers). 29 erfolgt seine
Enthauptung.

26-36 Pontius Pilatus Statthalter des römischen Kaisers in Judäa und Samarien.

27-33 Öffentliches Auftrerten Jesu (a.s.). 29 Das letzte Abendmahl Jesu (a.s.) 33 (7.
April) Jesu (a.s.) verlässt unsere Erde. Märtyrertod des Stephanus.

35-36 Sauius-Paulus zum Apostel berufen; 39 besucht Petrus in Jerusalem;


anschließend längerer Aufenthalt im Gebiet von Tarsus.

37-44 Herodes Agrippa I., Enkel des Herodes des Großen - er regierte zuletzt von 41-
44 als König über ganz Palästina im Jahre, Befreiung Petri aus dem Kerker.

37-97 Flavius Josephus, Autor einer "Geschichte des Jüdischen Krieges" in


griechischer Sprache 41-54 Kaiser Klaudius; Judenedikt.

42 Hinrichtung des Jakobus des Älteren.

44 Christenverfolgungen in Rom. Paulus mit Barnabas in Antiochien.

45 Paulus beginnt seine Missionsreisen durch das Romische Reich.

48 Vernichtung der Bibliothek des Museions in Alexandrien.

49 Apostelkonzil in Jerusalem. Klaudius weist die Juden (und Judenchristen) aus


Rom aus.

50-100 Herodes Agrippa II., Ethnarch, seit 53 König über Nordpalästina.

54-68 Nero, Kaiser von Rom.

54 Ermordung des Kaisers Klaudius.

1073
Tafsīr Al-Qur’ān Al-Karīm

58-63 Paulus in Haft: zwei Jahre in Cäsarea, Überbringung nach Rom, zwei Jahre in
Rom.

59-60 König Agrippa II., Sohn von Agrippa I. als Gutachter in der Untersuchung gegen
Paulus.

61-62 Gefangenschaft des Paulus in Rom.

62-63 Hannas II., Sohn des Hannas I., Hoherpriester, lässt Jakobus, "den Bruder des
Herrn", hinrichten.

62 Ermordung des Hohenpriesters Jonatan.

63 Reise des Apostels Paulus nach Osten (Pastoralbriefe) und nach Westen.

64 Der römische Kaiser Nero befiehlt die systematische Verfolgung der Christen.

64 Die erste Christenverfolgung in Rom durch den Kaiser Nero. Brand Roms.

65-75 Anfang der ersten Berichte nach dem Abschied Jesu von unserer Erde.

65-95 Verfassung der vier Evangelien: Das älteste Evangelium nach Markus (65-75),
das Evangelium nach Matthäus (80-90), das Evangelium nach Lukas (85) und
das Evangelium nach Johannes (95).

66-68 Aufstand in Judäa, Bewegung der Zeloten.

66-70 Aufstand der Zeloten in Palästina. Einführung des Tempelopfers für den Kaiser.
Flucht der Christen aus Jerusalem nach Pella in Ostjordanien.

67 Einführung des Buddhismus in China. Hinrichtung des Petrus und des Paulus in
Rom.

68 Selbstmord Neros. Zerstörung von Qumran.

69-79 Vespasian, Kaiser von Rom.

70-80 Judenchristen aus Palästina kommen nach Ephesus, unter ihnen der Presbyter
Johannes.

70 Eroberung Jerusalems durch Titus und Zerstörung des Tempels. Mit römischen
Heerscharen gelangen die ersten Juden nach Deutschland.46.

73 Judäa wird römische Provinz.

46 Stern 52/92

1074
Tafsīr Al-Qur’ān Al-Karīm

79-81 Kaiser Titus.

79 Ausbruch des Vesuv.

80-90 Beginn der Verfassung der "neuen Evangelien" von Menschenhand.

81-96 Domitian, Kaiser von Rom.

85 Verfassung des Evangeliums nach Lukas.

90-100 Tod des Propheten Johannes (a.s.).

94 Christenverfolgungen unter dem Römischen Kaiser Domitian (81-96).

95 Verfassung des Evangeliums nach Johannes.

96 Verfolgungen der Christen unter dem römischen Kaiser Domitian.

98-117 Trajan, Kaiser von Rom.

100 Die Synode von Jamnia: Ausschluss der Judenchristen aus der Synagoge. Unter
Kaiser Trajan (98-117) erreicht das Römische Reich (Imperium Romanum) seine
größte Ausdehnung.

106 Trajan gliedert das Gebiet der Nabatäer als römische Provinz Arabia dem Reich
an.

111 Kaiser Trajan erklärt das Christentum für illegal (Edikt des Trajan).

114 Judenaufstand in Ägypten, Zypern und Kyrene.

117-138 Hadrian, Kaiser von Rom.

132-135 Zweiter jüdischer Aufstand unter Ben Kosiba (Bar Kochba). Völlige Zerstörung
Jerusalems. Vertreibung der Juden aus Judäa. Jerusalem wird als heidnische
Stadt neu aufgebaut: Colonia Aelia Capitolina mit einem Jupitertempel.

135 Scheitern des Bar-Kokhba-Aufstandes. Den Juden wird das Betreten Jerusalems
untersagt.

151-155 Aufstand in Ägypten. Verschlechterung der Getreideversorgung.

155 Erhebung in Judäa.

193-211 Der in Leptis Magna geborene Afrikaner Septimius Severus regiert als römischer
Kaiser.

1075
Tafsīr Al-Qur’ān Al-Karīm

212 Verleihung des römischen Bürgerrechts an alle freien Afrikaner.

216-276 Mani, persischer Religionsstifter.

218-222 Elagabal.

219 Der syrische Sonnenkult wird Staatskult.

224 Ardaschir I. besiegt die Parther und begründet das Sassanidenreich.

235-238 Maxeminus Thrax. Sieg über die Alamannen. Christenverfolgung, Kämpfe


gegen Daker und Perser.

249-558 "Die Gefährten der HöhIe" (arab.: Ahl Al-Kahf). Der heidnische König war
Decius, der die Christen verfolgte, und der christliche ist Theodosius II. (vgl. die
Anmerkung zu 18:9ff.).

257 Verfolgungen der Christen unter dem römischen Kaiser Valerian.

260 Ardaschir Sohn Schapur I. nimmt den römischen Kaiser Valerian in der Schlacht
von Edessa gefangen.

280-336 Christliche Kontroverse zu der Frage, ob Jesus "Gottes Sohn" sei oder nicht (vgl.
die Anmerkung zu 43:74-80).

284-305 Christenverfolgung und Neueinteilung der afrikanischen Provinzen unter


Diokletian.

293 Kaiser Diokletian (28-305) ernennt zwei Mitregenten, um die Reichsverwaltung


zu entlasten. Er bereitet damit die Teilung des Imperium Romanums vor.

303 Verfolgungen der Christen unter dem römischen Kaiser Diokletian.

313 Konstantin der Große kann im Römischen Reich das Christentum politisch
durchsetzen. Aber die heidnischen Kulte bestehen weiter.

319 Einsturz des Staudammes von Ma’rib, den König Saba’ Ibn Ya‘rub Ibn Qahtan
errichtet hatte.

321 Erste jüdische Gemeinde in Köln. Unter dem Schutz von Karl dem Großen und
Ludwig dem Frommen erblühen Gemeinden in Trier, Worms und Mainz.47.

324-1453 Machtkämpfe im byzantinischen Reich.

47 Stern 52/92

1076
Tafsīr Al-Qur’ān Al-Karīm

324 Der oströmische Kaiser Konstantin marschiert in Jerusalem ein. Er stellt die
Stadtmauer wieder her, richtet die Grabeskirche ein und gibt die Stadt für den
christlichen Pilgerverkehr frei.

325 (19. Juni). Konzil von Nicäa. Arius, Presbyter in Alexandria (gestorben 336) und
seine Glaubensbrüder erheben sich in Alexandrien gegen den Versuch des
römischen Kaisers, die Einheitslehre Gottes zu fälschen. Bei ihnen wird die
Trinitätslehre in der von Kaiser Konstantin in der Kirchenversammlung zu Nicäa
diktierten Form verworfen. Kaiser Konstantin entscheidet den alten Streit um
den Ostertermin gegen die Quartodecimaner, die Ostern mit den Juden am 14.
Nisan feierten und nicht am darauffolgenden Sonntag.

326 Mutter des Kaisers Konstantin, begibt sich nach Jerusalem, um die heiligen
Stätten zu besuchen.

328 Tod des Lachmiden Imru’ulqais, "Königs aller Araber", Sohnes des ‘Amr (eines
Auswanderers aus Südarabien), südlich von Damaskus.

330 Die Reichshauptstadt wird von Rom nach Byzanz (Byzantium) verlegt. Kaiser
Konstantin I., der Große (32-337) tauft Byzanz in "Konstantinopel" (Stadt des
Konstantin) um. Die neue Residenz steht als christliche Metropole in bewußtem
Gegensatz zum damals noch heidnischen Rom.

335 Mit der Einweihung der Grabeskirche in Jerusalem erlässt Kaiser Konstantin ein
Gesetz, das den Juden - wie schon nach dem Scheitern des Bar-Kokhba-
Aufstandes im Jahre 135 (s. oben) das Betreten Jerusalems untersagte; Jerusalem
gilt nunmehr als die heilige Stadt des Christentums.

336 Konstantin lässt die Grabeskirche errichten. Tod des Arius, Presbyter in
Alexandria.

339 (13. 8.) Das Gesetz Konstantins' II. zur Diskriminierung der Juden.

340 Antonius protestiert gegen die verweltlichte Kirche und zieht sich in die
ägyptische Wüste zurück. Er wird zum Ahnvater des christlichen Mönchtums.

350 Königreich der Kinda in Zentralarabien. Abessinier (einst aus Südarabien


ausgewandert) erobern das Ḥimyaritenreich. 375 wieder vertrieben.

354-407 Johannes Chrysostomus, der große Prediger gegen die Juden.

354 Augustinus in Tagaste in Numidien geboren.

357 Basileos, griechischer Kirchenlehrer, begründet das Kloslerwesen der Ostkirche.

361-363 Das Scheitern des Wiederaufbaus des Tempels unter Julian. Johannes

1077
Tafsīr Al-Qur’ān Al-Karīm

Chrysostomus beschuldigt die Juden als die Mörder Jesu. Der Versuch Kaiser
Julians, den Tempel wieder zu errichten, wird nach seinem Tod sofort
aufgegeben.

366 Verbrennung der Bibliothek des Caesareums in Alexandrien.

379-395 Unter Theodosius I. griffen Christen Synagogen an, brannten sie nieder oder
übernahmen sie als christliche Kirchen. (Stem).

381 Christentum römische Staatsreligion.

383 Um der heillosen Verwilderung ein Ende zu machen, beauftragt Bischof


Damasus von Rom den Dalmatiner Hieronymus mit der Herstellung eines
einheitlichen Textes der lateinischen Bibeln.

386 In seinen Predigten gegen die Juden trägt Johannes Chrysostomus alles
zusammen, was je an antijüdischen Argumenten von christlicher Seite formuliert
worden ist. (Stem) Er bezeichnet die Juden als "Schweine und Böcke" und
bezichtigt sie des Raubes und Diebstahls.48.

388 Die erste Niederbrennung einer Synagoge am Euphrat erfolgt auf Befehl des
Bischofs von Kallinikon.49.

391 Das Christentum wird durch Kaiser Theodosius I. (379-395) zur Staatsreligion
erhoben, alle heidnischen Kulte werden verboten. 391 Verbrennung der
Bibliothek des Serapeins.

395 Das Imperium Romanum wird nach dem Tod von Theodosius I. endgültig in das
Weströmische Reich (mit der Hauptstadt Rom) und das Oströmische Reich (mit
der Hauptstadt Konstantinopel) geteilt. Anatolien wird zum Kernland der
östlichen Reichshälfte.

400 Der mächtige ḥimyaritische Herrscher Abūkarib Asad tritt vom Christentum zum
Judentum über, dem auch seine Nachfolger angehörten. Daraus ergaben sich in
der Folgezeit ständige, nicht überbrückbare Spannungen zwischen Christen und
Juden.

404 Die Hagia Sophia in Konstantinopel brennt nieder. 537 (25. Dezember) steht
Justinian vor der Hagia Sophia anläßlich der Beendigung der
Restaurationsarbeiten und rief: ”Ehre sei Gott, der mich für würdig befunden hat,
ein solches Werk zu vollenden. Salomon! Ich habe dich übertroffen.“ Am 7. Mai
558 wird Konstantinopel von einem Erdbeben heimgesucht. Die Kuppel der

48 Singer, Fritz: Eine kritische Betrachtung der Kirchengeschichte von Paulus bis zur
Atombombe, Würzburg o.J., S. 16
49 Singer, a.a.O.

1078
Tafsīr Al-Qur’ān Al-Karīm

Hagia Sophia zersprang zum Entsetzen der in ihr betenden Menge.

408-450 Eingriff in das jüdische Leben erfolgte unter Theodosius II., bei dem der
jüdische Patriarch in Ungnade gefallen war. (Stem).

414 Zerstörung des bedeutenden jüdischen Gotteshauses von Alexandrien und eine
Reihe anderer Synagogen. (Stem).

418-462 Al-Munḏir I. Ibn An-Nu‘mān, Lachmidenkönig von Al-Ḥīra.

425 Tod des jüdischen Patriarchen. Kaiser Theodosius II. schafft die übliche
Patriarchensteuer und den Ehrentitel des jüdischen Patriarchen ab und erlaubte
nicht mehr die Ernennung eines Nachfolgers. (Stem).

431 Das 3. ökumenische Konzil in Ephesos beendet den Nestorianischen Streit:


Maria "Gottes Gebärerin" (nicht "Christusgebärerin"). Seitdem Anwachsen der
Marienverehrung.

438 (31.1.) Theodosius II. verbietet den Bau neuer Synagogen. (Stem).

449 Turbulente "Räubersynode" von Ephesos zugunsten des namentlich von dem
Patriarchat in Alexandria vertretenen Monophysitismus (Anerkennung nur einer
der gottmenschlichen Natur Christi).

451 Das 4. ökumenische Konzil in Khalkedon formuliert gegen die Monophysiten,


jedoch in Übereinstimmung mit Rom das Dogma von den zwei vollkommenen
Naturen Christi und fixiert, dem Papst lediglich einen Ehrenrang zubilligend, die
Gleichstellung der Bischöfe von Alt- und Neu-Rom. Die Hunnen unter ihrem
König Attila werden in der Schlacht auf den Katalanischen Feldern von einem
römischen und westgotischen Heer vernichtend geschlagen.

476 Der weströmische Kaiser Romulus Augustulus wird durch den germanischen
Heerführer Odoaker abgesetzt. Dies bedeutet das Ende des Weströmischen
Reiches.

484 Konzil von Karthago zur Aussöhnung der arianischen und katholischen Lehre.

506 Die Synode von Agde verbietet unter Androhung der Exkommunikation, das
Essen mit Juden50; (ca. ein Jahrhundert später wurde der Qur’ān-Vers 5:5 mit
folgendem Wortlaut offenbar: ”Und die Speise derer, denen die Schrift gegeben
wurde (u.a. Juden und Christen), ist euch (Muslimen) erlaubt, wie auch eure
Speise ihnen erlaubt ist.“ Damit öffnet Allāh (t) die Tür für das friedliche
Zusammenleben zwischen Muslimen einerseits und Juden und Christen
andererseits.

50 Singer, a.a.O.

1079
Tafsīr Al-Qur’ān Al-Karīm

517 Übertritt des Ḥimyaritischen Königs Dhu Nuwas zum Judentum und
Christenverfolgung im Ḥimyaritischen Reich (vgl. die Anmerkung zu 85:4-10).

523 König Ella Ashaba schickt mit Billigung von Byzanz ein 70.000 Mann starkes
Expeditionsheer nach Südarabien. (vgl. die Anmerkung zu 85:4-10).

525 Einfall der Abessinier in das Ḥimyaritische Reich; Machtübernahme in Ḥimyar


durch Aryat, den christlichen Vize-König aus abessinischem Geschlecht.

527-565 In einer Reihe von Gesetzen werden die Juden unter Justinian I. - wenige Jahre
vor der Offenbarung des Qur’ān - von allen öffentlichen Ämtern ausgeschlossen.

529 Benedikt von Nursia gründet nahe bei Rom das Kloster von Monte Cassino. Der
Aufstieg des Benediktiner-Ordens beginnt. Schließung der Philosophenschule in
Athen.

531-579 Khosrau I., genannt Anoscharwan (mit der unsterblichen Seele), Sohn und
Nachfolger des Kawadh I., persischer Sassanidenherrscher.

532 Bau der Hagia Sophia durch Kaiser Justinian (527-565). Unter diesem Herrscher
erreicht das Oströmische (Byzantinische) Reich seine höchste Blüte. Justinian
führt einen erfolgreichen Zweifrontenkrieg gegen die Germanenstaaten im
Westen und das Perserreich der Sassaniden im Osten. (13. Januar) Blutbad in
Konstantinopel. Kaiser Justinian lässt seine Truppen den sog. Nika-Aufstand
beenden, wobei 40000 Menschen in einem Bild des Grauens umkommen. Die
Hauptkirche der Stadt, die von Konstantin dem Großen erbaute Hagia Sophia,
wird zerstört.

534 Untergang des Wandalenreichs, Beginn der byzantinischen Herrschaft.

535-536 Eine der größten Naturkatastrophen aller Zeiten (vgl. die Anmerkung zu 91:1).

538 Die Synode von Orleans untersagt den Juden, in der zweiten Hälfte der
Karwoche das Betreten der Straße.51.

540 Tod des Dichters Imru’ulqais aus dem Stamm der Kinda.

542 Zweiter Bruch des Staudammes von Ma’rib und Beginn des Kirchenbaus,
insbesondere in Safar, Nadschran und bei Ma’rib.

544 (22. Nov.) Kaiser Justinian lässt den amtierenden Pontifex maximus der
römischen Kirche, Vigilius (537-555) verhaften und nach Konstantinopel
bringen. Dort zwingt er ihn eine Reihe von Lehrmeinungen, Andersdenkenden
zu verdammen; gegen solche musste Justinian mit Feuer und Schwert vorgehen

51 Singer, a.a.O.

1080
Tafsīr Al-Qur’ān Al-Karīm

und hat das, vor allem in Syrien und Ägypten auch getan, ohne sich letztlich
durchsetzen zu können. Als die Muslime ca. ein Jahrhundert später diese Gebiete
eroberten, zeigten deren Bewohner nicht die geringste Bereitschaft, sich für die
Verteidigung eines Systems einzusetzen, unter dem sie grausam gelitten hatten.

550 Das erste nomadische Türkenreich wird in Innerasien durch Khan Bumyn
begründet, es reicht von der chinesischen Grenze bis zum Schwarzen Meer. Aber
es handelt sich um keinen Staat im modernen Sinn, sondern um einen lockeren
Stammesverband. Es existieren keine schriftlichen Zeugnisse. Nach 580 zerfällt
das ohnehin nicht stabile Reich. Der Sammelname "Türk", der soviel wie "Kraft"
bedeutet, ist vermutlich der ehrende Beiname einer Herrschersippe gewesen und
wird erst später für die Gesamtheit dieser Nomadenvölker verwendet.

552 Einführung des Buddhismus in Japan.

565-578 Justinian II., byzantinischer Kaiser, Neffe und Nachfolger Justinians I.

Teil 4: Daten ab der Geburt des Propheten Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm,
bis zu seinem Tod in steigender Anordnung:

570 Jahr des Elefanten. (23. April / 12. Rabī‘u-l-awwal) Geburt des Propheten
Muḥammad in Makka und Tod seines Vaters ‘Abdullāh. (vgl. die Anmerkung zu
Sura 105). Feldzug Abrahas gegen Makka, um die Al-Ka‘ba zu zerstören.
Zerschlagung des abessinischen Heeres durch die Macht Allāhs. Auftauchen
eines persischen Heeres in Südarabien; Übernahme der Macht im Ḥimyaritischen
Reich durch einen Statthalter des Perser - (Sassaniden-) Königs Khusro.

575 Der Perserkönig Khusro I. (531-579) erobert Südarabien.

576 Āmena Bint Wahb aus dem Geschlecht Banū Zuhra, Mutter des 6jährigen
Muḥammad stirbt. Er kam unter die Obhut seines Großvaters (väterlicherseits)
‘Abdulmuṭṭalib.

578 Tod ‘Abdulmuṭṭalibs, Großvaters Muḥammads, als dieser 8 Jahre alt war.

579 Tod des ‘Abdulmuṭṭalib Ibn Hāšim Ibn ‘Abd-Manāf, Großvater des Propheten
Muḥammad (a.s.s.). ‘Abdulmuṭṭalib trieb Handel mit Syrien und dem Yemen
und hatte das Amt des Tränkens der Pilger an der Al-Ka‘ba inne. Er starb,
nachdem der junge Muḥammad noch einige Jahre bei ihm gelebt hatte.

580-602 An-Nu‘mān III. Ibn Al-Mundhir, Lachmidenkönig von Al-Ḥīra.

581 Die Synode von Macon verlangt von den Juden, die Priester devot zu grüßen und
vor ihnen aufzustehen.

1081
Tafsīr Al-Qur’ān Al-Karīm

590-604 Papst Gregor I. Er bemüht sich zugleich als erster Papst konsequent um eine
Stärkung des Einflusses des Papsttums in den germanischen Staaten und
beauftragt italienische Mönche mit der Christianisierung der Angelsachsen.

591-628 Khosrau II., genannt Parwees (der Siegreiche), persischer Sassaniden Herrscher.

600 Verbrennung der Palatinischen Bibliothek in Rom.

604 Wiederaufbau der Al-Ka‘ba. Die Perser dringen bis zum Bosporus vor. Die
Balkanhalbinsel wird zu großen Teilen von Slawen und Awaren besiedelt.

610-622 Makkanische Periode der qur’ānischen Offenbarung.

610-641 Heraklius, byzantinischer Kaiser.

610 Die Offenbarung der ersten 5 Verse der Sura 96 (vgl. die Anmerkung dazu) in
den letzten zehn Tagen des Monats Ramaḍān. In der »Lailatu-l-qadr« (Nacht der
Macht und der Bestimmung), dem neunten Monat des Mondjahres, wird das
Buch des Erhabenen Schöpfers dem Propheten Muḥammad (a.s.s.) offenbart. Die
Offenbarung des Qur’ān, des heiligen Buches des Islam, gilt als das wichtigste
Ereignis in der Menschheitsgeschichte.

614 Der Perserkönig Khosrau II. erobert Jerusalem und bringt im Laufe der nächsten
Jahre fast ganz Vorderasien und Ägypten unter seine Herrschaft.

615 Erste Auswanderung einiger Muslime mit ihren Familien nach Abessinien.

615 Fall von Jerusalem durch die Perser (vgl. die Anmerkung zu 30:2-7).

616 Offenbarung des Qur’ān-Verses 56:39-40 (vgl. die Anmerkung dazu).

617 Boykott der Makkaner gegen den Propheten Muḥammad (a.s.s.) und seine
Anhänger. Die Muslime ziehen sich aus der Stadt in die Berge zurück und
geraten in große Not. Erst zwei Jahre später, also im Jahre 619, wird diese
Zerrissenheit der Bevölkerung auch von Muḥammads Feinden als unerträglich
empfunden, und die Muslime dürfen nach Makka zurückkehren.

618 (März) Abkommen von Al-Ḥudaibiyya.

620 Im "Jahre der Trauer" sterben Ḫadīǧa Bint Ḫuwailid und Muḥammads Onkel
(väterlicherseits) Abū Ṭālib. Nachtreise des Propheten Muḥammad nach
Jerusalem und seine Himmelsreise.

622 (16. Juli) Muḥammad (a.s.s.) wandert nach Al-Madīna aus. (24. Sept.) Ankunft
des Propheten (a.s.s.) in Yathrib, dem späteren Al-Madīna. Mit dem Jahr der
Auswanderung beginnt die islamische Zeitrechnung (Hiǧra).

1082
Tafsīr Al-Qur’ān Al-Karīm

622-632 Almadinische Periode der qur’ānischen Offenbarung.

622 Sieg der christlichen Byzantiner über die Perser bei Issus. Heraklios drang bis in
die Mitte des persischen Reiches (vgl. die Anmerkung zu 30:2-7).

624 (11. März / 17. Ramaḍān 2 n.H.) Sieg der Muslime bei Badr gegen die
Makkaner. (April) Vertreibung der Juden von Banū Qainuqā‘ aus Al-Madīna.
(vgl. die Anmerkung zu 30:2-7).

625 (21. März / 3 n.H.) Schlacht von Uḥud. Früh am Morgen des 7. Šawwāl im Jahre
3 n.H. ging unser Prophet Muḥammad (a.s.s.) in Stellung für den Kampf.
Vertreibung des jüdischen Stammes Banū An-Naḏīr aus Al-Madīna.

626 Ein Angriff der vereinten Perser, Awaren und Slawen auf Konstantinopel wird
abgeschlagen. (vgl. die ersten Verse der Sura Ar-Rum Nr. 33).

627 (Januar) Unternehmen gegen die Banū Al-Mustaliq. (April) (5 n.H.) Grabenkrieg
um Al-Madīna. (Mai) Vertreibung des jüdischen Stammes Banū Quraiẓa aus Al-
Madīna.

628 (6 n.H.) Feldzug gegen die Banū Quraiẓa. Schreiben des Propheten Muḥammad
an die Könige und Staatsoberhäupter. (März) Vertrag von Al-Ḥudaibiyya mit den
Makkanern. (Mai) (7 n.H.) Kriegszug gegen die Juden von Ḫaibar. Die erste
Pilgerfahrt des Propheten Muḥammad (a.s.s.) nach Makka. Übertritt des
persischen Statthalters im Yemen zum Islam.

629-654 Kampf gegen das Byzantinische Reich; 629 (8 n.H.) Einzug des byzantinischen
Kaisers Herakleios in Jerusalem. Schlacht bei Mu’ta; 631 (9 n.H.) Feldzug nach
Tabūk; 632 (11 n.H.) Usāmas Feldzug nach Syrien; 634-638 (12-17 n.H.).

630 (Januar) (8 n.H.) Eroberung Makkas. Der Prophet Muḥammad (a.s.s.) erscheint
mit einem Heer von 10.000 Kriegern vor der Stadt, die ihm ihre Tore kampflos
öffnet. Muḥammads größter Widersacher, Abū Sufyan, der Vater des späteren
ersten Umayyaden-Kalifen, muss sich dem Sieger unterwerfen. Der Prophet
Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, reinigt die Al-Ka‘ba von
Götzenbildern. (Januar) Schlacht von Ḥunain. (Februar) Zug nach Aṭ-Ṭā’if.

631 (Oktober / November) Kriegszug nach Tabūk. (9 n.H.) Jahr der Abgesandten
und Delegationen (Al-Wufūd). Sendboten des Propheten Muḥammad, Allāhs
Segen und Friede auf ihm, treffen in den yemenitischen Städten San‘ā’ und
Ḥadramaut ein, um Streitigkeiten zu schlichten.

632 (9. Ḏul-Ḥiǧǧa im Jahre 10 n.H.) Die Abschiedspilgerfahrt in ‘Arafāt als der
Prophet Muḥammad (a.s.s.) mit 120000 Muslimen die Pilgerfahrt vollzog. Kampf
gegen rebellierende Stämme und Schwindler. (Februar / März) (11 n.H.)
Vorbereitung des Feldzugs gegen die Byzantiner unter dem Oberbefehl des

1083
Tafsīr Al-Qur’ān Al-Karīm

17Jahre alten Usāma. Tod des Propheten Muḥammad (a.s.s.) im Alter von 63
Jahren in Al-Madīna (11 n.H. / 12. Rabī‘u-l-awwal). Abū Bakr Aṣ-Ṣiddīq 1. Kalif
der Muslime.

Und sprich:
”Aller Preis gebührt Allāh;
Er wird euch Seine Zeichen
zeigen,
und ihr werdet sie erkennen.“
(27) Sura An-Naml (Die Ameisen), Vers 93

1084
Tafsīr Al-Qur’ān Al-Karīm

Kurzbiographien einiger Autoren des Tafsīr


‘Abdullāh Ibn Mas‘ūd: Gehört zu den engsten Gefährten des Propheten (a.s.s.), Bewahrer der
Qur’ān-Verse und Überlieferer von umfangreichen Ḥadīṯ-Sammlungen. Masrūq berichtete:
”‘Abdullāh Ibn ‘Amr erwähnte einmal den Namen von ‘Abdullāh Ibn Mas‘ūd und fügte hinzu:
»Ich höre nicht auf, ihn zu lieben; denn ich hörte den Propheten, Allāhs Segen und Friede auf
ihm, sagen: >Nehmt den Qur’ān von vier Männern: ‘Abdullāh Ibn Mas‘ūd, Sālim, Mu‘āḏ und
Ubaiyy Ibn Ka‘b!<«“ Masrūq berichtete ferner: ”‘Abdullāh Ibn Mas‘ūd, Allāhs Wohlgefallen auf
ihm, sagte: »Ich schwöre bei Allāh, außer Dem kein Gott da ist, dass es keine Sura gibt, die von
dem Buche Allāhs herabgesandt wurde, ohne dass ich am besten wusste, wo sie herabgesandt
worden ist. Und es gibt keinen Vers im Buche Allāhs, der herabgesandt wurde, ohne dass ich am
besten wusste, zu welchem Anlaß dieser herabgesandt worden ist. Und wenn ich wüsste, dass es
einen Menschen gäbe, der das Buch Allāhs besser als ich kennen würde, und er wäre durch eine
Kamelreise erreichbar, so wäre ich zu ihm geritten!«“ Und Šaqīq Ibn Salama berichtete:
”‘Abdullāh Ibn Mas‘ūd hielt uns einmal eine Rede, in der er sagte: »Bei Allāh, ich vernahm aus
dem Munde des Gesandten Allāhs, Allāhs Segen und Friede auf ihm, mehr als siebzig Suren, und
ich schwöre bei Allāh, dass die Gefährten des Propheten, Allāhs Segen und Friede auf ihm,
bereits wissen, dass ich zwar zu denjenigen unter ihnen gehöre, die das meiste Wissen über das
Buch Allāhs besitzen, nicht aber der beste von ihnen bin!« Anschließend begab ich mich zu den
verschiedenen Gesprächskreisen, um die Reaktion darüber zu hören, und ich habe keine
Äußerung gehört, die die meinige widerlegte.“ Er war der sechste Mensch, der zum Islam kam
und einer der "ausgezeichneten Zehn", denen der Prophet die frohe Botschaft von der sicheren
Aufnahme ins Paradies bekanntgab. Er begleitete stets den Propheten und nahm in allen Kämpfen
an seiner Seite teil. Zur Amtszeit des Kalifen ‘Umar Ibn Al-Ḫaṭṭāb (r) wurde er zum Statthalter in
Al-Kūfa ernannt, wo er dank seiner gründlichen Kenntnis des Buches Allāhs und seiner
Vertrautheit mit allen Phasen im Leben des Propheten Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf
ihm, einen hohen Rang unter der muslimischen Bevölkerung innehatte.

Al-Qurṭubyy: Abū ‘Abdullāh Muḥammad Ibn Aḥmad Ibn Abī Bakr Ibn Farḥ Al-Anṣāryy Al-
Ḫazraǧyy Al-Andalūsyy. Werk: Al-Ǧāmi‘ lī Aḥkām Al-Qur’ān wal-Mubīn limā taḍammanahu
min As-Sunna wa Āy Al-Furqān. Er war Anhänger der mālikitischen Rechtsschule und ließ sich
in Minyat Ibn Ḥāsib nördlich von Asyūṭ (Stadt in Ober-Ägypten) nieder und starb dort 1273. Er
galt als sehr fromm und enthielt sich jeglicher Heuchelei. Al-Qurṭubyys mehrbändiges Werk (20
Bde.) enthält oft Zitate von Ibn Ǧarīr, Ibn ‘Aṭiya, Ibn Al-‘Arabyy usw. Die Aḥkām-Verse werden
mit deutlichen und nüchternen Formulierungen ausführlich kommentiert, mit deren
Offenbarungsgründen erwähnt und bei schwerverständlichen Wörtern oder Ausdrücken
grammatisch und lexikalisch erläutert.

Aṭ-Ṭabaryy: Abū Ǧa‘far Muḥammad Ibn Ǧarīr Ibn Yazīd: Werk: Ǧāmi‘ Al-Bayān fī Ta’wīl Al-
Qur’ān. Er war Qur’ān-Kommentator, Qur’ān-Rezitator und Ḥadīṯ-Wissenschaftler. Er wurde in
der Stadt ‘Amūl im Jahre 839 geboren; er hielt sich in Bagdad auf und starb dort im Jahre 923. Er
war unabhängig von irgendeiner Rechtsschule, jedoch wurde nach ihm eine Rechtsschule
benannt. Aṭ-Ṭabaryy stellt in seinem Qur’ān-Kommentar (Tafsīr) zunächst die überlieferten
Auslegungen anhand authentischer Aussagen über die Gefährten des Propheten (Ṣaḥāba) bzw.

1085
Tafsīr Al-Qur’ān Al-Karīm

Aussagen von ihnen selbst für jeden Vers dar und führt dann die notwendigen Erklärungen an;
schließlich weist er auf den nach seiner Meinung besten Kommentar hin. Er deutet nötigenfalls
auch auf unterschiedliche Lesarten der betreffenden Qur’ān-Verse hin und erklärt die
entsprechenden Bedeutungen. Dieses dargestellte Vorgehen Aṭ-Ṭabaryys bei seinem Tafsīr ist in
dieser Art weit umfangreicher und ausführlicher als bei ähnlichen, anderen Tafsīr-Werken.

Az-Zamaḫšaryy: Abūl-Qāsim Ǧārallāh Maḥmūd Ibn ‘Umar Ibn Muḥammad Al-Ḫawārazmyy:


Werk: Al-Kaššāf ‘an Ḥaqā’iq At-Tanzīl. Er war Qur’ān-Kommentator, Ḥadīṯ-Wissenschaftler,
Islam-Wissenschaftler, Grammatiker und Philologe. Er wurde 1075 in Zamaḫšar-Ḫawārazm
geboren. Er kam nach Bagdad, wanderte nach Makka aus und ließ sich dort nieder. Er starb 1144
in Ǧurǧāniya-Ḫawārazm. Az-Zamaḫšaryy war Mu‘tazilit und übte heftige Kritik an Mystikern.
Al-Kaššāf ist hinsichtlich der arabischen Sprache und Rhethorik von großer Bedeutung. Weil Az-
Zamaḫšaryy nämlich in der arabischen Sprache eine Koryphäe war, konnte er sowohl die
grammatischen Feinheiten als auch die unterschiedlichen Lesarten der Qur’ān-Verse (Qirā’a) und
die Bedeutung der wichtigsten Begriffe erklären.

Ibn Al-Aṯīr: ‘Izzuddīn Abū-l-Ḥasan ‘Alyy Ibn Muḥammad Ibn ‘Abdi-l-Karīm Ibn ‘Abdi-l-Wāḥid
Aš-Šaibānyy Al-Mauṣilyy Al-Ǧazaryy: Werk: Usdu-l-Ġāba fī ma‘rifat Aṣ-Ṣaḥāba. Historiker,
Ḥadīṯ-Wissenschaftler, Ḥāfiẓ, Philologe, Genealoge, geboren 1160 in Al-Ǧazīra. Er ließ sich in
Al-Mūṣil nieder und studierte dort. Am 25. Ša‘bān 1233 starb er in Al-Mūṣil. "Usdu-l-Ġāba" ist
ein alphabetisch geordnetes Biographie-Werk, in dem Fremdwörter und schwerverständliche
Begriffe erklärt werden. Ibn Al-Aṯīr zitiert oft von Al-Wāqidyy, Ibn Hišām, Abū Nu‘aim u.a.,
äußert aber seine eigene Meinung selten. Im Gegensatz zu anderen Werken auf diesem Gebiet
gibt Ibn Al-Aṯīr für jede einzelne Biographie Quellen an und ermöglicht uns somit einen
Vergleich mit anderen Berichten.

Ibn Al-Humām: Muḥammad Ibn ‘Abdi-l-Wāḥid Ibn ‘Abdi-l-Ḥamīd Ibn Mas‘ūd As-Siwāsyy
Kamāluddīn: Werk: Fatḥu-l-Qadīr. Fiqh-Gelehrter, Methodiker, Qur’ān-Kommentator, geboren
1388 in Alexandrien, gest. 1457 in Kairo. Er hatte eine einflußreiche Position bei den
Staatsleuten. "Fatḥu-l-Qadīr" ist ein Kommentar von Al-Hidāya von Burhānu-d-Dīn ‘Alyy Al-
Marġinānyy, gest. 1197.

Ibn Al-Qayyim Al-Ǧauziya: Abū ‘Abdullāh Šamsuddīn Muḥammad Ibn Abī Bakr Ibn Ayyūb
Ibn Sa‘d Ibn Ḥāriz Az-Zar‘yy: Werk: I‘lāmu-l-Muwaqqi‘īn ‘an Rabbi-l-‘Ālamīn. Er wurde 1292
in Damaskus geboren und ist dort 1350 gest. Er war Rechtsgelehrter, Methodiker, Qur’ān-
Kommentator, Islam-Wissenschaftler, Grammatiker, Ḥadīṯ-Wissenschaftler und gilt als
islamischer Reformator und bedeutender Schüler von Ibn Taimiyya.

Ibn Isḥāq: Muḥammad Ibn Isḥāq (gest. 768), Autor der ersten Biographie des Propheten (a.s.s.).
Er verbrachte seine Jugend in seiner Geburtsstadt Al-Madīna, unternahm später Reisen nach
Ägypten und dem Irak, wo er sich mit größtem Eifer dem Sammeln von Daten aus dem Leben des
Propheten und den Ereignissen, die mit den Anfängen des Islam verknüpft waren, hingab. Ibn
Isḥāqs Werk "Sirat Raslūli-llāh" (Biographie des Gesandten Allāhs) ist nur in der Form der etwa
ein halbes Jahrhundert jüngeren Bearbeitung Ibn Hišāms (gest. 834) erhalten.

Ibn Kaṯīr: Al-Ḥāfiẓ ‘Imādu-Dīn Abī-l-Fidā’ Ismā‘īl Ibn Kaṯīr Al-Qurašyy Ad-Dimašqyy, gest.

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Tafsīr Al-Qur’ān Al-Karīm

774 n.H: Tafsīr Al-Qur’ān Al-‘Aẓīm, Beirut 1385 n.H / 1966 n.Chr.

Ibn Māǧa: Abū ‘Abdullāh Muḥammad Ibn Yazīd Ar-Rab‘yy Al-Qazwīnyy (824-887): Werk: As-
Sunan. Ḥadīṯ-Wissenschaftler, Ḥāfiẓ, Qur’ān-Kommentator und Historiker. Sein Werk As-Sunan
gehört zu den sechs authentischen Ḥadīṯ-Büchern (Al-Kutub As-Sitta).

Rassoul: Abū-r-Riḍā’ Muḥammad Ibn Aḥmad Ibn, geb. 1929 in Ma‘ṣarat-Ṣamalūt


(Oberägypten). Autor und Herausgeber von zahlreichen Publikationen, die am meisten bei IB
erschienen sind. Anfang 1960 reiste er nach Bonn und ließ sich bei der Universität zu Köln
immatrikulieren. Am 30.5.1968 wurde ihm der Grad eines "Magister Artiums" verliehen,
nachdem er die akademischen Abschlussprüfungen in Sprachen und Literatur der islamischen
Völker sowie in Mittlerer und Neuerer Geschichte und im deutschen Strafrecht bestanden hatte.
Seine Dissertation mit dem Titel "Zum Begriff der juristischen Person im islamischen Recht"
wurde von seinen deutschen Professoren positiv bewertet. Ihm wurde jedoch der Doktortitel unter
sehr dramatischen Umständen, welche Presse und Justiz beschäftigten (Aktenzeichen: 7 U 101/81
Oberlandesgericht Köln / 5049 /74 Landgericht Köln), nicht verliehen.

O Ihr Menschen,
fürchtet euren Herrn;
denn das Beben der Stunde
ist wahrlich etwas Gewaltiges.
An dem Tage, da ihr es seht,
wird jede Stillende ihren Säugling vergessen
und jede Schwangere ihre Bürde abwerfen;
und du wirst die Menschen trunken sehen,
obwohl sie nicht trunken sind;
aber die Strafe Allāhs
ist gewaltig.

(22) Sura Al-Ḥaǧǧ (Die Pilgerfahrt), Vers 1-2

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