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Chemie 

Nature Magazine  
13.12.2020 

Die Entstehung des Ozonlochs 

Schutzmantel der Erde in Gefahr? 


Die Ozonschicht der Stratosphäre schützt die Erde vor der schädlichen UV-Strahlung der Sonne und 
ermöglicht so pflanzliches, tierisches und menschliches Leben. Seit Anfang der 80er Jahre wird jedoch 
besonders über der Antarktis eine Abnahme der Ozonkonzentration beobachtet, für die nach 
wissenschaftlichen Erkenntnissen hauptsächlich Chloratome aus künstlich erzeugten 
Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW)​[1]​ die Hauptursache bilden. Die Folgen der Ausdünnung der 
Ozonschicht sind vor allem in Australien erkennbar. So erkranken zwei von drei Australiern 
mindestens einmal in ihrem Leben an Hautkrebs, etwa 1500 pro Jahr sterben daran. Australien hat die 
höchste Hautkrebsrate der Welt, da die geschwächte Ozonschicht mehr von der dem schädlichen 
UV-C-Anteil der Sonnenstrahlung durchlässt.  

Fluorchlorkohlenwasserstoffe sind eine umfangreiche chemische Gruppe niedermolekularer organischer 


[1] ​
Verbindungen, die als Treibgase, Kältemittel oder Lösemittel verwendet werden. 


 
 

Die Ozonschicht  
Molekularer Sauerstoff (O​2​) wird in der Stratosphäre, durch die energiereiche ultraviolette Strahlung 
der Sonne, in atomaren Sauerstoff zerlegt. Dabei absorbieren die Sauerstoffmoleküle die 
UV–C–Strahlung bei der Zerlegung. Die Sauerstoff-Atome sind sehr reaktiv, da sie ungepaarte 
Elektronen besitzen und reagieren daher mit anderen Sauerstoff-Molekülen zu dem Gas Ozon (O​3​).  

O + O​2​ → O3 

Aber auch die Ozon-Moleküle können durch ultraviolette Strahlung gespalten werden, dabei wird, der 
energieärmere, UV-B-Bereich großteils absorbiert. Die Konzentration an Ozon in der Stratosphäre 
bleibt also in der Regel gleich und die Ozonschicht schützt uns vor der gefährlichen, energiereichen 
UV-C-Strahlung und größtenteils auch vor der UV-B-Strahlung. 

Zerstörung der Ozonschicht durch FCKWs 


Das anthropogene​[2]​ Fluorchlorkohlenwasserstoffe​[3]​ (FCKWs)​ eine
​ negative Auswirkung auf die 
Ozonschicht haben, bewiesen bereits 1974 Mario J. Molina und Frank Sherwood Rowland zusammen 
mit Paul J. Crutzen, für ihre wissenschaftliche Arbeit bekamen sie 1995 den Nobelpreis für Chemie.  

von Menschen verursachte; ​[3]​ chemische Gruppe niedermolekularer organischer Verbindungen (Treibgase, 
[2] ​
Kältemittel oder Lösemittel) 


 
 

Ihre Theorie: in der oberhalb der Troposphäre liegende Stratosphäre sammeln sich ozonschädigende 
Gase. Auf Grund getrennter Temperaturverhältnisse und Strömungskreisläufe, in beiden Schichten, 
können in die Stratosphäre gelangte Stoffe nicht mehr verschwinden. Die Grenzregion zwischen 
Stratosphäre und Troposphäre bildet eine Barriere (Tropopause). Die dann in die Stratosphäre 
eingetragenen Stoffe, reagieren mit dort befindlichen Ozon. Dieses wird aufgespalten, wobei 
verschiedene chemische Verbindungen zusammen mit den Gasen entstehen.  

Folgen dieser chemischen Reaktion sind dann, dass die Mengen des Ozons in der Stratosphäre 
abnehmen und die Ozonschicht ihre schützende Funktion zunehmend weniger erfüllen kann.  

Ein Beispiel für ihre Theorie ist das verbotene und künstliche Dichlordifluormethan (CC​2​F​ 2​), ein 
ungiftiges, farbloses, unbrennbares und eher reaktionsträges Gas, in Verbindung mit den 
meteorologischen Bedingungen der Antarktis. Denn kommt es im Winter und Frühjahr zu einem 
Polarwirbel​[3]​,welche so einen “Gasaustausch“ der beiden Schichten ermöglicht, gelangt dass für das 
Ozon gefährliche Dichlordifluormethan in die Stratosphäre. In der Stratosphäre wird dies dann durch 
die energiereiche UV-B Strahlung der Sonne so gespalten, dass Chlorradikale entstehen, die mit dem 
molekularen Ozon zu molekularen Sauerstoff und Chloroxid-Radikalen reagieren.  

Cl​∗​+O​3​⟶ClO​∗​+O​2 

ein Kaltluftgebiet, in dessem Inneren sehr tiefe Temperaturen erreicht werden können(bis unter 188 K, das 
[3]​
entspricht −85 °C), welche wiederum am Südpol nie soweit absinken können, wie nötig wäre um polare 
Stratosphärenwolken zu bilden um so die Stickstoffverbindungen aus der Luft zu entfernen. 


 
 

Chloroxid-Radikale reagieren wiederum mit weiteren Ozonmolekülen, wodurch wieder molekularer 


Sauerstoff und Chlor-Atome entstehen.  

2 ClO​∗​⟶Cl​2​O​2​⟶Cl​2​+O​2 

Letztere wirken bei diesem Prozess der Ozonzerstörung als Katalysatoren, sprich sie setzen eine 
Reaktion in Gang und gehen unverändert aus der Reaktion wieder hervor, und das tuen sie so lange 
bis es per Zufall zu einer Abbruchreaktion kommt. 

Cl​2​+h⋅ν⟶2 Cl​∗ 

h⋅ν = ein Photon geeigneter Frequenz ; Cl​∗​ = Chlorradikal 

Lässt sich das Ozonloch wieder schließen? 


Ja und das ist gerade auch der Fall. Denn nachdem es 1990 zu einem vollständigen FCKW-Verbot kam, 
schließt sich das Ozonloch langsam wieder.  

Informationen bezogen aus 


https://chemiezauber.de/inhalt/basic-4-kl-910/halogenalkane/das-ozonloch.html 

https://www.chemie-schule.de/KnowHow/Fluorchlorkohlenwasserstoffe 

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwjP8KfBmcztAhXK
A2MBHZVfBD4QFjAHegQICxAC&url=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FFluorchlorkohlen
wasserstoffe&usg=AOvVaw330KWveBygtYdE4mz39rNT 

https://www.google.de/url?sa=i&url=https%3A%2F%2Fwww.weltderphysik.de%2Fthema%2Fhinter-
den-dingen%2Fozonschicht%2F&psig=AOvVaw048OsLFTli3BQmE0meLDrf&ust=1607991850645000&s
ource=images&cd=vfe&ved=0CAMQjB1qFwoTCKClssqazO0CFQAAAAAdAAAAABAJ 

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwicuZ2aosztAhUK0
uAKHU6jDcQQFjABegQIDBAC&url=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.de%2Fthemen%2Fklimawand
el%2Fursache-und-wirkung-des-ozonlochs&usg=AOvVaw1tpTQ1nZPZv7ZbSemZEUXy 

https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Ozonloch_über_der_Antarktis 

https://youtu.be/lxQ5kzR6PBI 

Pia Feldbusch