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In der Kunstinstallation wird Ištar mit architektonischen Motiven verbunden.

Die geometrischen Formen


ihres Läufers stammen vom Ištar-Tor und der früheren Zikkurat von Ur, die dem Mondgott Nanna
gewidmet ist, der einer Überlieferung nach der göttliche Vater von Ištar war. Die aufsteigenden Stufen
neben dem Namen auf dem Tischläufer stellen die aufsteigenden Stufen der Zikkurats nach, die
Innenseite des oberen Bogens, gearbeitet im Ziegelstich, ist ein Hinweis auf die Kacheln des Ištar-Tors.
Durch die architektonischen Motive soll auf den Fortschritt der Zivilisation und die Beziehung zur
Anbetung der Göttin hingewiesen werden, die durch die bessere Organisation eine Stärkung in der
Gesellschaft erfuhr. Umrandet ist der Tischläufer mit einem schwarzen Zopf, der an die Technik des
Flechtens erinnert.

Die farbliche Gestaltung des Tellers und des Tischläufers mit Goldtönen und grünen Reflexen wurde als
Ištar-Farben bezeichnet. Gold soll ihre Größe repräsentieren und an die Farbe der mesopotamischen
Architektur und Landschaft erinnern. Grün ist die heilige Farbe der Ištar. Sie ist auf dem Teller als
positive Schöpferin mit mehreren brustähnlichen Formen dargestellt, die auf ihre Rolle als
Lebensspenderin hinweisen sollen.

Da Ištar normalerweise als spätere Form von Inanna, einer sumerischen Göttin, identifiziert wird, gibt es
viele Ähnlichkeiten zwischen ihren Mythen und künstlerischen Darstellungen. Die beiden werden oft als
eine Göttin mit einer Tradition gesehen. In weiten Teilen der Literatur werden sie als ein einzelnes
Wesen bezeichnet. In der Installation The Dinner Party hat Judy Chicago jedoch beschlossen, sie als zwei
getrennte Gottheiten zu betrachten. Inanna ist als einer der Ishtar zugeordneten Namen auf dem
Heritage Floor zu finden.