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Forschungen zur Religion und Literatur

des Alten und Neuen Testaments

Herausgegeben von
Dietrich-Alex K(lCh und Matthias Köckert

Band 206

Vandenhoeck & Ruprecht


Das Deuteronomium zwischen
Pentateuch und
Deuteronomistischem
Geschichtswerk
Herausgegeben von
Eckart Otto und Reinhard Achenbach

Vandenhoeck & Ruprecht


Bibliografische Information Der Deutschen Bibliothek
Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind
im Internet über <http://dnb.ddb.de> abrutbar.
ISBN 3-525-53070-6

o 2004~ Vacdenhoeck & Ruprecht in Göttingeli


Internet: YiWW. v-r.de
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Printed in Germany.
Druck und Bindung: Hubert & Co." Göttingen

Gedruckt auf alterungsbeständigem Papier.


Inhalt

REINHARD ACHENBACH
Einleitung ' ' I

ECKARTOTTO
The Pentateuch in Synchronical and DiachronicaJ Perspectives:
Protorabbinic Scribal Erudition Mediating Between Deuteronomy
and the Prie,stly Code . ' ' ' ' I, ' , 14

MOLLV M. ZAHN
Reexamining Empirical Models: The Case of Exodus 13 I 36

REINHARD ACHENBACH
Grund) inien redaktioneller Arbeit in der Sinai-Perikope 56

CHRISTOPHE NIHAN
The Holiness Code between D and P
Same Conunents on the Function and Significance ofLeviticus 17-26
in the Composition of the Torah 81

REINHARD ACHENBACH
Nurne'" und Deuteronomium , I 123

GARY N. KNOPPERS
Establishing the Rule of Law? The CompositionNum 33,50-56 and the
Relationships Among the Pentateuch, the Hexateuch and the
Deuteronomistic History ' 135

WILLIAM M. SCHNIEDEWlND
The Textualization of Torah in the Deuteronomic Tradition 153

THOMAS C. RÖMER
Cult Centralization in Deuteronomy 12:
Between Deuteronomistic History and Pentateuch 168

HANS-CHRISTOPH SCHMJTT
Dtn 34 als Verbindungsstück zwischen Tetrateuch und
Deuteronomistischem Geschichtswerk 181
VI Inhalt

KONRAD SCHMID
Das Deuteronomium innerhalb der "deuteronomistischen Geschichtswerke'~
in Gen - 2 Köo., ' ' ' , , 193

Stellenregister ' ' '.' .' .'.oo . , •• 'oo • o • • 212


Vorwort

Im Frühjahr 2002 wurde ich von Frau Kollegin Jaqueline Du Troit angefragt, ob
ich eine Section rur die internationalen Kongresse der Society of Biblical
Literature, die längerfristig arbeiten sollte, auf die Beine stellen könnte. Ich habe
mich nach einigem Zögern dazu bereit erklärt und eine Section "Biblicaland
Ancient Near Eastem Law" entworfen. Ich bat meinerseits den Kollegen
Bemard M.Levinson,der vor einigen Jahren bei mir an ,der Universität Mainz
gearbeitet hat, den Part des amerikanischen Partners zu übernehmen. Er hat po-
sitiv geantwortet~ so dass sich auf dem Kongress vom 19-22.7.2002 in Berlin
eine Reihe namhafter Kollegen aus Europa und Amerika zusammenfand, um zu
dem Thema "Das Deuteronomium zwischen Pentateuch und Deutero-
nomistischemGeschichtswerk" zu referieren, zu diskutieren und die Fragent die
sich zu den literarischen Relationen zwischen Tetrateuch und Enneateuch
ergeben, auszuloten. Aufgrund intensiver Beanspru,chung durch die Edition von
Max Webers Religionssoziologie des antiken Judentums habe ich nach dem
Berliner Kongress die Stafette an meinen Schüler PrivDoz. Dr. Reinhard
A'chenbach übergeben und auch Bemard M. Levinson musste aufgrund starker
Arbeitsbelastung seine Aufgabe an den Kollegen Gary Knoppers übergeben. In
dieser Konstellation tagte die Section vom 20.-25.7.2003 im Rahmen des
Cambridge-Kongresses derSociety ofBibHcaI Literatw-e.
Der vorliegende Band legt die Vorträge dieser heiden Kongresse der wissen-
schaftlichen Öffentlichkeit vor. Herrn Kollegen Matthias Köckert danke ich filr
die spoDtaneBereitschaft, die Beiträge in die renommierte Reihe FRLANT auf-
zunehmen, sowie Herrn Kollegen R.einhar,d Achenbach fllr die Betreuung des
Bandesa

München, im Juli 2004 Eckart Otto


Einleitung

REINHARD ACHENBACH

I Synchrone und diachrone Perspektiven


PenJateuch - Hexateuch - Enneateuch

Das Deuteronomium ist Teil zweier literarischer Einheiten - einerseits Teil des
Pentateuchs, andererseits der Geschichtserzählung von der Mosezeit bis zum
Ende des Königreichs Juda, die man. seit M. NOTH alsdeuterono,mistisches
Geschichtswerk bezeichnet Aus der Perspektive synchroner Endtextlektüre ist
es Teil eines Erzählzyklus, d,er die Bücher Genesis bis Könige umfasst, also
eines Enneateuchs. Der jüdische Kanon rechnet es aufgrund seiner Zuweisung
zu Mose und seiner Gesetzematerie zur Tora und grenzt es von den erzählenden
Werken Jos - Kön als den sog. vorderen Propheten ab. Für die Entstehungs-
geschichte beider Kanonteile hat das Deuteronomium konstitutive Funktion. Es
ist daher nur konsequent, wenn die neuere Pentateuchforschung zunehmend
ihren Ausgangspunkt nicht mehr bei einer aufgnmd des Erzählwerks der Genesis
gewonnenen Urkundenhypothese sucht, sondern bei dem Gesetzbuch, das sich
seit W.M.L. OE WETTE als der archimedische Punkt der alttestamentlichen
Literaturgeschichte erwiesen hat. Die Fragestellung hinsichtlich der Formie-
rungsprozesse des Pentateuchs wie der erzählend,en Werke wird dabei in
vierfaeher Hinsicht zu entfalten sein: erstens, in welcher entstehungsgeschicht-
lichen und in welcher redaktionsgeschichtlichen Korrelation stehen die Gesetze
des Bundesbuches, des Deuteronomiums und des Heiligkeitsg'esetzes zuein-
ander? Zweitens, in welcher literarhistorischen. Korrelation steht der histo-
risieren,de Rahmen des Deuteronomiums zu den heiden Ursprungslegenden
Israels Exodus- und Vätergeschichte? Drittens, in welcher literarhistorischen
Korrelation stehen die Redaktions- und Bearbeitungsschichten des Deuterono-
miums zu den Bearbeitungs- und Redaktionsschichten der in den Büchern Josoo,
Richter, Samuelis und Könige zusammengestellten Erzählzyklen und schließlich
viertens, worin liegt die Absonderung des Deuteronomiums von denselben im
Rahmen des Pentateuchs begründet?
Ausgehend von der Debatte der letzten Jahre um das Verhältnis von syn-
chroner und diachroner Perspektive in der Textanalyse macht im Eingangsbeitrag
dieses BandesE. DITO darauf aufmerksam, dass die alttestamentlichen Autoren
selbst sich natürlich über die Ungleichzeitigkeit von Erzählzeit und erzählter
Zeit bewusst waren und sich bemühten, heide in eigentümlicher Weise miteinan-
der zu verbinden. Dass Mose der Verfasser des Pentateuchs sei, wird im
2 Reinhard Achenbach

Pentateuch selbst ja nie gesagt. Dort wird vielmehr unterschieden zwischen der
mosaischen Verfasserschaft des Bundesbuches und des Deuteronomiums als
deren Auslegung einerseits und der Autorenschaft anonymer Verfasser der
Väter-, Exodus- und Wüstenerzählung, die im Land Israel leben (Gen 12 6; Dtn
t

34,6) und die Königszeit kennen (Gen 36,31), andererseits. Dass das deutero-
Damische Gesetz erst in der Josiazeit "gefunden", und d.h. literarisch virulent
werden konnte, war den Deuteronomisten bewusst. Mit Hilfe der Mosefiktion
differenzieren sie dessen historisch nachgeordneten 'Charakter gegenüber der
älteren Überlieferung, indem sie diese als an die ausgestorbene Exodusgeneration
ergangen darstellen das deuteronomis,che Gesetz mit Hilfe seiner historisie-
t

renden deuteronomistischen Rahmung selbst aber als Rede an die gegenwärtig


von Mose angeredete Landnahmegeneration stilisieren. Nimmt man die Technik
der permanenten Aneignung des Credos durch die jeweils gegenwärtige Genera-
tion hinzu (vgl. Dtn 26 8: " ... Wld JHWH filhrte uns heraus aus Ägypten ... U) -
t

so dient die paränetische Einkleidung zugleich zur Überbrückung zwischen


fiktional angeredeter und in der Fiktion sich identifizierender, faktisch
adressierter Generation,d.h. die der Überlebenden der Exilszeit, die vor ,der
Entscheidung stehen, ins Verheißungsland zurückzukehren. Ihre Position kann,
ihrerseits idealbildlich ständig perpetuierbar, auf jede künftige "nachexilische~C.
Generation angewandt werden. Mit anderen Worten: schon eine rein synchrone
Lesung des Endtextes von Dtn und Pentateuch macht deutlich, dass dessen
Verfasser notwendiger Weise eine diachrone Leseperspektive mit Absicht
impliziereoa Die Forschungsgeschichte kann letztlich nur historisch-kritisch
spiegeln, was die Verfasser des Pentateuchs selbst übe.r dessen Entstehungs-
geschichte an Hinweisen geben, aber während die Verfasser mehr an der
sinnstiftenden Kraft der Ursprungsfiktion interessiert waren, richtet sich das
Forschungsinteresse der modemen Exegeten auf den historischen Horizont der
Verfasser selbst und auf ihre theologischen und po,litischen Absichten. Eine
U
literarkritische Analyse, die indes allein nach "Grundschichten der Überlie-
ferung sucht, gibt ohne Not die bewussten Signale aus kohärenten Bezugnahmen
folgender Bearbeiter und Redaktoren preis. Dies begründet, warum bei einer
kanonischen Lektüre der Texte diachrone Perspektiven. geradezu konstitutiv
sind und eine historisch-kritische Erschließung unausweichlich. E. OTTO
begründet in seinem Beitrag, warum die Frage nach der Existenz eines P'enta-
teuchs nicht allein von außen aufgrund der Bezugnahmen auf ein als ,,Fünfbuchu
verstandenes ,~ose-GesetzU zu beantworten ist, sondern aufgnmd der innere~
synchronen Verweisstruktur zur Integration der diachronen Wachstumsstufen
des Pentateuchs als solchem notwendigerweise schon in der Konstitutionsphase
des Pentateuchs selbst eine Rolle gespielt hat. Eine synchrone Analyse des
Pentateuchs, die mit Mose als Autor einem Homer vergleichbar rechnet, ist eine
modeme Fiktion.
Bei der Untersuchung des Verschriftungsprozesses, der zur Ausformung des
Pentateu·chs geführt hat, liegt es demnach nahe, von den Gesetzeseorpora auszu-
EinleilJlng 3

gehen. Dabei ist zunächst in Rechnung zu stellen, dass das deuteronomische


Gesetz sich anflinglich aJs ein eine ältere Sammlungen alternierendes Werk litera-
risch eigenständig entwickelt hat, sodann durch Moseftktion und Horebiegende
eine fiktionale narrative Einbindung erfuhr und schließlich durch seine Rahmen-
red,e in Dtn 1-3.31· .34 Teil eines Werkes wurde, das im Josuabuch seine
Fortsetzung fand. Wenn nun aber mitFug anzunehmen is~ dass in Dtn 1-3 eine
literarische Einheit sui generis einsetzt I , dann endet der Erzählverlaufdes Tetra-
teuchs (Gen - Num) offen, bleibt Fragment. Eine vor-deuterono'mistische
Erzählung vom Tode des Mose und damit der Beendigung der Mosezeit ist
nicht nachweisbar. Nach traditioneller Forschungsmeinung waren es nicht die
Deuteronomisten, die dem Erzählzusammenhang von Exodus- und Wüstener-
zählung mit dem Bericht vom Tode des Mose einen relativen Abschluss gaben,
sondern die Priesterschrift. War es aber nach Ausweis der Urkundenhypothese
die Priesterschrift, auf deren Grundlage ein Redaktor das Deuteronomium mit
dem vor-deuteronomistischen Tetrateuch verband, so muss es sich hierbei um
einen nach-priesterschriftlichen Redaktor .handeln. Wenn zugleich angenommen
wird, dass das Deuteronomium zu diesem Zeitpunkt schon die deuterono-
mistischen Rahmenreden enthiel~ muss es sich zugleich um einen nach-deutero-
nomistischen Redaktor gehandelt haben, dem ,der Pentateuch zu verdanken ist.
Die Priesterschrift als Erzählwerk entwickel.t die literarische Verbindung der
beidengroßen Urspnmgslegenden Israels, der Väter- und der Exodusgeschichte2.
Auf der anderen Seite liegt die Verbindung von Wüstenwan,d,erungserzählung
und Landnahmeerzählung in iher deuteronomistischen Form dem jetzigen Er-
zählkontinuum zugrunde. So liegt auch von daher der Schluss nahe, dass die
Verbindung beider Komplexe auf nach-priesterschriftliche und nach-deuterono-
mistische Redaktion zurückgeht. Indes ist der Konsens hinsichtlich einer
Nachweisbarkeit einer literarischen FortsetzungderPriesterschrift bis ins Buch
Dtn hinein in den letzten Jahren zerbrochen 3. Wie immer man in dieser Sache
votiert, stellt sich die Frage, ob der Vorgang des Anschlusses des Deuterono-
miums an den Tetrateuch ein narratives Kontinuum zwischenDtn und Jos
bewusst zerrissen oder integriert und also einen Hexateuch geschaffen har.

I Anders votiert in neuerer Zeit besonders R.G. Kratz: Die Komposition der erzählenden
Bücher des AIren Testaments. Grnndwissen der Bibelkritik, UTB 2157, Göttingen 2000, 118-
138 der annimmt, zunächst sei dasUrdeuteronomium (Dtn 6,4-26,16*) in eine Hexateuch-
t

erzählung eing,eftlgt worden und habe dann im Rahmen der Fortschreibung dieses Erzählwerks
einen sukzessiven Ausbau vor allem durch die Rahmenreden erfahren. Einen Überblick Ober
Kratz Theorie Ober die Entstehung des Pentateuch im Konnex des Enneateuch bietet E. Zenger
u.a.: Einleitung in das Alte Testament, StBTh I, I, Stuttgart S2004 t 118-123.
2 K. Schmid: ErzvAter und Exodus. Untersuchungen zur doppelten Begründung der Ur-
sprUnge Israels innerhalb der Geschichtsbücher des Alten Testaments, WMANT 81,
Neukirchen-Vluyn 1999.
3 Vgl. zur Debatte Zenger: Einleitung, 159-167.
4 Dabei erhebt sich die alte Frage nach den "Quellenu des Hexateuchs erneut, jedoch unter
Beachtung des Umstandes, dass das in i.hnen enthaltene vor.. deuteronomistische und vor..
exilische Erzählgut teilweise in, teilweise neben den deuteronomistischen Kreisen tradien
worden sein dUrfte.
4 Reinhard Achenbach

Wie steht es aber nun mit dem literarischen Konnex der Bücher Josua bis 2
Könige? Die NOTH'sche These von einem einheitlichen deuteronomistischen
Geschichtswerk wird in den letzten Jahren zunehmend in Frage gesteIltS. Die
durchgängige Korrelierung der irmeren S,chichtung des Deuteronomiums mit der
dtr Geschichtsdarstellung ist bisher weder im Rahmen eines Schichten-Modells,
d.h. d,er Annahme durchgängiger redaktioneller Schichten in den Büchem Dtn - 2
Kön, noch im Rahmen eines Block-Modells, d.h. der Annahme sukzessiver
r,edaktioneller Rahmung durch programrn,atische, literarisch in sich geschlossene
Texte, gelungen. Stattdessen weist das deuteronomistische Deuteronomium
unterschiedlich zu gewichtende Bezüge zu den dtr Büchern Jos Ri, Sam und t

Kön einerseits und zum Tetrateuch andererseits auf. Zudem liegen im Dtn keine
unmittelb,aren Verbindungen zu P, wohl aber zu nach-priesterschriftlichen
Texten vor. Schließlich muss die Frage beantwortet werden, warum und wie das
Dtn nun als Teil des Pentateuchs erscheint und nicht mehr als Teil einer
Darstellungseinheit mit dem Josuabuch.
Im Eingangsau fs atz entwirft E. ,OlTO seine Sicht von der Entstehung eines
Hexateuchs nicht i.S. der traditionellen Quellentheorie, sondern i.S. eines redak-
tionellen Werks aus der frühen Perserzeit mit einer ausgeprägten von der Väter-
zeit bis zur Landnahme reichenden Theologie des Landes, dem dann in der Esra-
Zeit eine Pentateuch-Redaktion folgt, die in der Tora die zentrale Heilsgabe
JHWHs an Israel sieht und Moses als den Erz-Prophet aller Prophetie vorordnet.
Die Verbindung von P und D auf der Basis einer Hexateuchredaktion ist
hiernach nicht Ergebnis eines historischen Rechtskompromisses zwischen den
Trägerkreisen von .,pu und .,D", sondern basiert auf der Vorstellung eines
Auslegungsverhältnisses zwischen den Gesetzes-Teilen des Pentateuchs. Die
hierdurch ausgelösten Diskussionsprozesse verlagern sich sukzessive in das
Corpus propheticum und führen zu dessen fortschreitender Kanonisierung.
Ist die konzeptionelle und literarische Integration von Wüstenweg- und
Landnahmeerzählung deuteronomistisch präjudiziert und die Verbindung von
Väter- und Exoduserzählung priesterschriftlich, so erfordert die Kompilierung
heider Komplexe eine hexateuchische Perspektive. Eine vordeuteronomistische
Verbindung von Exodus- und LandnahmeerzähllL'lg ist materialiter nicht mit
Sicherheit nachweisbar, erhalten sind Teile einer vor-du Exodus-Mose-Erzäh-
lung 6 und (bestenfalls) Fragmente einer vor-dtr Josua-Landnahme-Erzählung 7 .
Andererseits ist auch eine vor-priesterschriftliche literarische Verbindung von
Väter- und Exodus-Erzählung nicht erhalten, sondern lediglich Teile einer vor-

5 Vgl. Kratz: Komposition, 155-218; zur Diskussion T. Römer (Hg.), The Future of the
Deuteronomistic History, Leuven 2000.
6 J.C. 'Gertz: Tradition und Redaktion in der Exoduserzahlung. Untersuchungen mr Endr,e-
daktion des Pentateuch, FRLANT 186, Göttingen 2000.
7 Kratz: Komposition, 193-217; T.C. Römerl J.-D Macchil C. Nihan (Hg.): Introduction a
I' Aneien Testament, Genf 2004. 254-260.
Einleitllng 5

priesterschriftlichen Väter-Erzählung8. Zudem ist anerkanntennaßen eine Quelle


Pjedenfalls bis ins Buch Exodus hinein (Ex 29, Ex 40), nach einigen bis ins Buch
Leviticus 8 oder 9 (E. ZENGER) nachweisbar9 . Darüber hinaus aber ist das
Vorhandensein einer Quelle P in d,en Büchern Numeri, Deuteronomium und
Josua umstritten, ebenso die These einer durchgängigen P-Redaktionsschicht 10•
Eine über das Buch Josua hinausgehende Bezugnahme auf die Konzepte
priesterschriftlicher oder priesterlicher Texte ist lediglich punktuell, vor allem in
1 Kön 8 noch erkennbar.
Dies ergibt, dass eine literarische Integration von Väter-, Exodus-Mose- und
Landnahmeerzählung durch die Annahme einer Redaktion zu erklären ist, die die
heiden Komplexe, also die Väter-Exodus-Mose-Geschichte integriert durch P
und Wüstenwanderungs-Landnahrneerzählung integriert durch D,miteinander
verbindet. Sie muss die divergierenden Corpora (B und D)und die divergie-
renden Gottesbergerzählungen, einerseits der priesterschriftlichen Sinaioffen-
barungsgeschichte, andererseits der deuteronomistischen Erzählung von der
Gesetzesoffenbarung am Horeb, in ein narratives undhenneneutisch,es Ver-
hältnis zueinander setzen. Die Frage nach einem Hexateuch ist also in hohem
Maße wieder virulent geworden 11, jedoch wenigier aufgnmd der Annahme von
von Genesis bis ins Buch Josua reichenden 'Quellen 12, sondern auf der Ebene
redaktionsgeschichtlicher Fragestellungen 13.

8 Anders votieren diejcnigen die nach wie vor an der Urkundenhypothese festhalteo, U.8.
t

W.H. Schmidt, L. Schmidt und H. Seebass; vgl. zur Auseinandersetzung mit dem gegen-
wärtigen Forschungsstand H. Seebass: Das Erbe Martin Noths zu Pentateuch und Hexateuch,
in: U. RUterswörden (Hg.): Martin Noth - aus der Sicht der heutigen Forschung, BThSt 58,
Neukirchen-Vluyn 2004, 21-59. Seine Kritik an denVertrelem der auch in diesem Bande ver-
sammelten redaktionsgesch ichtlich interessierten Forschungsrichtung, si'e nahme gegenteilige
Positionen nicht zur Kenntnis (eb(t, 23f A.8), beantwortet die Frage nach der literarischen
Wirksamkeit von Redaktionsprozessenim Pentateuch und deren Bedeutung fllr die Rekonstru-
ierbarkeit der Quellenn18terialien noch nicht.
9 Zur Diskussion der verschiedenen Positionen vgl. Zenger.: Einleitung, 142-159.
10 Ebd.; Römer: lntroduction, 93-98.
11 Seit jeher war die "Hexateuchperspektive ein "Stachel im Fleiscbu des Deuteronom isti-
sehen Geschichtswerks" - so eine Fonnulierung vo,n C. Frev,el: DeuteronomistischesGe-
schichtswerk oder Geschichtswerke? Die These Martin Noths zwischen Tettateuch, Hexateuch
und Enneateuch, in: U. RUterswOrden (Hg.): Martin Noth - aus der Sicht der heutigen For-
schung, BThSt 58, Neukirchen- Vluyn 2004, 60-95.80.
12 So Kratz, op.cit. der eine relativ schmale Grundschicht annimmt und damit das
t

Dilemma C. Levins: Der Jahwist, FRLANT 157., Göttingen 1993, zu lösen scheint. der mit ei-
ner relativ schmalen (allerdings nach-dtr) Jahwisten-Quelle nur im Rahmen des Tetrateuchs
rechnen konnte; alternierend hierzu nimmt J. van Seters einen nach-dtr Jahwisten in den
Büchern Gen - Jos an, dem dann gar die Abfassung des Bundesbuches mgeschrieben wird, vgl.
1. van Seters: A LawBook (or the Diaspora, Ox(ord 2003. M. Rose rechnet nach wie vor mit
einem Jahwistischen Geschichtswerk, das von Gen - 2 KOn reicht., vgl. T. Römer: Introduc-
tion, 2) 6f.
13 Zur Diskussion um die Zuweisung an einen "Jahwisten vgl. J.C. Gertzl K. Schmidl M.
U

Witte (Hg.): Abschied vom Jahwisten. Die Komposition des Hexateuch in der jÜngsten Diskus-
sion,B.ZAW 315, Berlin/ N,ew York 2002.
6 Reinhard Achenbach

Ein Eigengewicht kommt der programmatischen Einführung des Heiligkeits-


gesetzes zu, mit der der Pentateuch als Tora wiederum einen neu,en hermeneu-
tischenSchlüssel erhält, der im Verhältnis zwischen Bundesbuch und Deutero-
nomium als Gebot aus dem neu errichteten Heiligen Zelt (Lev 1, 1) Priorität
unter der Perspektiv1e des bestehenden neuen Kultus beansprucht. Es nimmt die
Grundpositionen der Priesterschrift auf und radikalisiert in Herausstreichung
des Ged.ankensd,er Heiligungund der KuJtuszentralisation die Forderungen des
Deuteronomiums. Damit nimmt es die Position einer "Mitte der Tora"14 ein
und entfaltet ,eine für den Pentateuch entscheidende fonnativeWirkung. Nimmt
man an, dass dieses Eigengewicht mit einem bewussten formativen Akt eines
Pentateuchredaktors in Zusammenhang steht (so OTTO und ACHENBACH), so
ist die Abgrenzung des Pentateuchs von seiner narrativen Fortsetzung im
Josuabuch schon im Prozess seiner so erfolgenden Neuformierung selbst
angelegt JS • Führt man hingegen das Heiligkeitsgesetzes auf das Wirken einer
Schule ("Holiness-SchooI zurück (so NIHAN)16, die das Erzählwerk der
U
)

Priesterschrift vollendet, verschiebt sich die Verbindung der beid.en Pole des
Pentateuchs "P" und "D" auf eine sehr späte Ebene des Entstehungsprozes-
ses l7 . In jedem Falle stellt mit Hinsicht auf einen über den Pentateuchrahmen
hinausreichenden Erzählzusammenhang das Heiligkeitsgesetz ein Element der
Diskontinuität dar, welches das Eigengewicht des Pentateuchs als Tora
begründet.
Gleichwohl bleibt in den Beiträgen des vorliegenden Bandes höchst
umstritten, in welchem Ausmaß sich durch die Integrationsprozesse im
Pentateuch auch eine literarische Konnexion zwischen Ursprungsgeschichte
(Gen - Dtn) und Geschichte Israels (Jos - Kön) ergibt Ist das Deuteronomium
Scharnier in ,einem mehrschichtigen Redaktionsprozess, der zunächst ein
deuteronomistisches Geschichtswerk oder mehrere deuteronomistische Erzähl-
werke her\'orbringt, dann einen Hexateuch, aus dem dann der Pentateuch
ausgegrenzt wird? Oder gibt es weder das eine noch das andere, sondern nur

14 So E. Zenger: Das Buch Levitikus als Teiltext der Tara! de·sPentateuch. Eine synchrone
LektOr~ mit diachroner Persp:ktive, in: H-J. Fabry/ H-W. Jüngling (Hg.): L,evitikcs als Bucht
BBB 119, Berlin u.a. 1999, 47-84.
ISVgl. die Beitrage von E. Otto und R. Achenbach in diesem Band.
16 Vgl. in diesem Band den Beitrag von C. Nihan. L Knohl: The Sanctuary ofSilence. The
Priestly Torah and the HoHness School, Minneap<'lis 1995; zustimmend hierzu A. Rofe:
lntrcxluction 10 the Composition of the Pentateuch, Sheffieldl999, 135: "The Pentateuch thus
can be seen as a combination of the compositions of three defined schools - D. H and P...;'.
17 Weder mit einer durchgängigen dtr Redaktion noch Oberhaupt mit durchgehenden
Redaktionen fUr die Endfassung des Pentateuchs rechnet Seebass: Erbe, 43; er vennutet ,Je ei-
gene Buchredaktionen tur die fUnf BUcher des Pentateuch" (ebd., 43). Die sachlogische Unter-
gliederung der Stoffe wird in der letzten Phase der Bearbeitung zwar durch erkennbar'e
Strukturs,ignale unterstrichen (vgl. etwa die Bucheinleitungen und SchlUsse Levl, 1; 26.46;
27 ~34; Num 1, I; 36,13). Diese setzen aber ihrerseits das Beieinander der Schriften voraus und
weisen eo ipsoeinen pentateuch-UbergreifendenBezug auf. Deswegen wird man sicherlich nicht
einen .,Genesis-Redaktor" oder einen "Exodus.. Rcdaktor'& finden, wohl aber Bearbeitungs-
schichten auf der Grundlage einer konzeptionell erkennbaren Pentateuch-Redaktion.
Einleitung 7

ein.en Enneateuch, der einerseits sukzessive durch Fortschreibungen erweitert


wird bzw. aus dem ein Pentateuch erst nachträglich sekundär und rein formal
ausgegliedert wird?
Entsprechend der historisch gewachsenen Doppelfunktion des Deuterono-
miums einerseits als Einleitung d.er alttestamentlichen Darstellung der Geschich-
te Israels in Dtn - 2 Köo, andererseits als konstitutives Gesetzbuch ftlr die
Fonnation des Pentateuchs orientiert sich die Fragestellung der Beiträge dieses
Bandes einerseits an dem Problem der Prägung der Fonnierung des Pentateuchs
und der Korrelierungdes Deuteronomismus zu den vor-dtr und priesterschrift-
lichen bzw. nach-priesterschriftlichen Überlieferungen, andererseits an den Pha-
sen der deuteronomistisch geprägten Ausarbeitungen des Geschichtswerkes.

2. Das Deuteronomium im Kontext von Hexateuch- und PentaleuchredakJion

a) Innerpe'ntaleuchische Aus/egungsprozesse.· MM Zahn


Die Verbindung von Bundesbuch und Deuteronomium in einem übergreifenden
Darstellungszusammenhang setzt einen Prozess innerpentateuchischer Ausle-
gung in Gang. Dies ist z.B. bei der Mazzot..Überlieferung der Fall, der sich
M.M.ZAHN zuwendet. Sie weist- in Fortführung von Überlegungen von B.M.
LEVINSONI8 darauf hin, dass die traditionellen empirischen Modelle zur
Texterfassung als solche zwar von allgemeiner Bedeutung fi1r deren Erschließung
seien, die tatsächliche Aufgabe, die Komposition des Pentateuchs aufzuhellen
aber die Entwicklung einer differenzierten, am Text selbst jeweils zu entwickeln-
de Methodik erfordere. Dies schließt eine schematische Anwendung der Urkun-
den-Hypothese aus. Als hervorragendes Beispiel filr die Techniken der litera-
rischen Komposition sei die Tempelrolle anzusehen, an der die Verschiedenheit
im Umgang mit Quellen deutlich werde. So seien einer redaktionsgeschichtlichen
Rekonstruktion ohne die Kenntnis der pentateuchischen Paralleltexte enge
Grenzen gesetzt. Dies führt zum Einsatz der Analyse bei Dubletten, die im
Verweissystem des Pentateuchs "innerbiblische Exegesen dokumentieren. Im
U

Anschluss an D. CARRI9, d,er aus dem Vergleich mit späten Techniken der
Textverarbeitung in 11 QT, 4QReworked Pent und im Samaritanischen Penta-
teuch Paralleltexte auf das Abhängigkeitsg,eflille hin untersucht und dabei vor
allem auf Überschüsse, Ausgleich von divergierenden Texten und konzeptionelle
Anreicherungen achtet, versucht die Verfasserin Kriterien zur Bestimmung der

18 B.M. Levinson: Deuteronomy and the Henneneutics of Legal Innovation, New York
1997; ders.: You Must Not Add Anything to What I Commad You: Paradoxes ofCanaan and
Authorship in Ancient Israel, Numen SO, 2003, 1-5 I.
19 D. Carr: Method in Determination of Direction of Dependence: .An Empirical Test of
CriteriaApplied to Exodus 34 11-26 and its Paralleis, i.n: M. KOCkertl E. Blum (Hg.): Gones
t

Volk am Sinai. Untersuchungen zu Ex 32-34 und Dtn 9-10, VWGTh 18, GQtersloh 200 I,
101-140.
8 Reinhard Achenbach

Richtung literarischer Abhängigkeiten zu entwickeln. Ihr Ergebnis koinzidiert


mit der Untersuchung von J.C.GERTZ zu Exodus 1-1.420 dahingehend, dass Ex
13,1-16 die Anweisungen für das Mazzotfest aus dem Bundesbuch mit denen
des Deuteronomiums und des P-Bereichs ausgleicht. Dass der Verfasser dies
noch im Rahmen der formativen Ebene des Pentateuchs leistet, qualifiziert den
Text als Leittext fUr eine Interpretation. Die späteren Verfasser von llQT
suchen den Ausgleich und die konzeptionelle Weiterfllhrung in kombinato-
rischen Neuentwürfen.

b) Alternierende Auslegung durch das Hei/igkeilsgeselz: C. Nihan

Eine besondere Position bei der Frage nach redaktionellen Perspektiven auf den
Pentateuch nimmt das Heiligkeitsgesetz ein, dem in diesem Band eine einge-
H
hende Studie von C. NlHAN gewidmet ist. Das Heiligkeitsgesetz als "Mitte der
Tora sei eine Sammlung sui generis. Sie sei auf der Ebene ein.er priesterschriftli-
ehen Grunderzählung nicht integriert, für die Korrelierung der o.g. Überlieferun-
gen von Väter-, Exodus- oder gar der Landnahmeerzählung spiele sie k'eine Rolle,
wohl aber fl1r das Verständnis des Deuteronomiums vor dem Hintergrunde der
Priesterschrift. H sei also demnach nicht unabhängig vom Deuteronomium mit
der Priesterschrift integriert, sondern mit dem Blick auf dasselbe; zugleich
repräsentiert H ein Stadium der Fortschreibung in Anknüpfung an den
Erzählfaden von den sich an P anlagernden Schichten. Angesichts des in dem
Segens- und Fluch-Kapitel Lev 26 kulminierenden Abschlusses des Heiligkeits-
gesetzes erhebt NIHAN die Frage, ob H auf den Abschluss eines eigenen
priesterlichen Tora-Komplexes durch eine "Holiness-School u hin ziele, also
eines in sich abgeschlossenen Tritoteuchs, was zur Folge hätte, dass das
Numeribuch nahezu komplett als Brücke zum Anschluss des Deuteronomiums
interpretiert werden müsste.

c) Hexa/euchische und penlateuchisehe Auslegungsperspelaive:


R.Achenbach
R. ACIIENBACH nimmt wie E. OTTO einen zwiefachen Redaktionsprozess im
Pentateuch an und darüber hinaus eine Phase umfänglicher weiterer
Bearbeitungen vor allem im Numeribuch. In diesem Band geht er der Frage nach,
wie die dtr Horeberzäh!ung (Dtn 5.9f), die vor-dtr Gottesberg-Erzählung (Ex
18f*) und die Sinaierzählung (Ex 19-34·) redaktion,ell aufeinander bezogen
wurden. Dabei vertritt er die Auffassung, die dtr Fassung der Vorgäng,e in Dtn 5
und 9f greife auf einen vor-dtr Text zurück, der allerdings aus dem Deuterono-
miumstextallein nicht rekonstruierbar wäre 21 • Erst die nach-dtr Kombination

20 J.G. Gertz: Tradition und Redaktion in der Exoduserzlhlung. Untersuchungen zur Endre-
daktion des Pentateuch. FRLANT 186, Göttingen 2000 29-73.
t

21 So auch D. Carr: Method in Determination of Directionof Dependance, VWGTh 18,


107-140.
Ein/ei/ung 9

der dtr Darstellung mit der vor-dtr unter Einbeziehung von P filhre dazu, dass
auch die älteren Vorlagen zumindest teilweise wie,der zutage träten, wenn auch
im Gewande redaktioneller Reecriture durch einen Hexateuch-redaktor. Binde-
gli,ed zwischen der dtr Präsenztheologie der Idee einer Einwohnung des Namens
und der priesterschriftlichen Heiligtumstheologie werde das alte Motiv der Lade,
deren Fertigung mit P in der Wüstenzeit angenommen und die dann mit der
Aufbewahrung der Gesetze in die Verantwortung eines mosaischen levitischen
Priestertums in Verbindung gebracht werde.
Ein analoger Vorgang sei ausgehend vom Vergleich der Dubletten zwischen
Dtn 1-3 un,d Num 10,29-14,45; 20-21; (22-24); 25.(32·) erkennbar: das im
Numeribuch erhaltene ältere Überlieferungsmaterial werde vom Hexateuch-
redaktor unter Berücksichtigung des vom deuteronomistischen Erzähler
gegebenen Fachwerks eingefügt; die Wüstenwanderungserzählung werde zur
Brücke zwischen den Erzählungen von Gen 1 - Lev 9· und dem Deuterono-
mium. Die innere Schichtung der Kapitel Num 16-19 sei ein Spiegel der nach-
exilischen Entwicklung der sakralen Institutionen des Priestertums und zugleich
der Redaktionsgeschichte des Pentateuchs. Der Pentateuchredaktor, dessen
Präsenztheologie gegenüber der Ladetheologie des Hexateuch-Redaktors um das
Motiv des wandelnden kab6d orientiert sei, begründe gegenüber allen fremden
Ansprüchen auf die Mitwirkung im Kultus das alleinige Recht des Hohenprie-
sters an der Durchfilhrung der Opfer und filhre so den Gedanken einer hierarchi-
schenVorrangsstellung des hohepriesterlichen Geschlechts vor allen weiteren
Laien- und Levitengeschlechtem ein. Mit der Einführung des Heiligkeitsgesetzes
und der Konzeption einer aller prophetischen Autorität vorgeordneten mosa-
ischen Offenbarung werde in der Pentateuchredaktion die formative Selbstän-
digkeit des Fünfbuches begründet. Die folgenden, für die Endgestalt des Numeri-
buches als abgeschlossenem Abschnitt fonngebenden Erzählungen und die daran
anknüpfenden Tarot in Num 1-10.15.16-19.26-36· entfalteten die sich hieraus
ergebenden hierokratischen bzw. ihrem Selbstverständnis nach th.eokratischen
Ordnungen, welche die Verhältnisse am Tempel in der Zeit nach Esra wider-
spiegelten. Während der Bearbeitungsprozess des Pentateuchs im Numeribuch
somit zu einer Vollendung der Tara strebt, wird abhängig davon in den
sogenannten "priesterlichen Bearbeitungen" des Josuabuches (namentlich in Jos
13-22) auch die Frühgeschichte einer idealisierten Darstellung unterzogen. Eine
Fortschreibung des Enneateuchs fmdet unter diesen Voraussetzungen nurmehr
punktuell statt: das Erfordernis, die 'Geschichte des israelitischen Kultus neu zur
Darstellung zu bringen, bringt die Chronikbücher hervor, in denen Konzepte der
sog. "Theokratischen Bearbeitung" ihre Fortsetzung finden. Die Chronikbücher
implizieren somit die Kanonizität des Pentateuchs gegenüber allen weiteren
Entwicklungen einer um ihre Mosaizität bemühten zadoqidisch-priesterlichen
oder rabbinischen Tora-Elteilung in hellenistisch-römischer Zeit.
10 Reinhard Achenbach

d) Nachpriesterschriftliche und nach-deuteronomistische Perspektiven


aufdie Geschichtsbucher: G.N. Knoppers

Im Numeribuchfinden sich bekanntlich Passagen, die die Perspektive auf die


dem Pentateuch erzähllogisch nachgeordnete Landnahme wieder aufnehmen.
Diese Texte belegen, dass der Integrationsprozess vor-dtr, dtr, priesterschriftli-
cher undnach-priesterschriftlicher Texte durchaus mehrschichtig verlaufen ist
G.N. KNOPPERS etwa weist in seiner Untersuchung der Sprache und komposi-
tionellen Stellung von Num 33,50-56 daraufhin, dass dieser Text die dtr Kritik
an den KuIthöhen voraussetzt und das Deuteronomi~ konkret Dtn 12, um das
mosaische Gebot der Zerstörung aller heidnischen bämot ,ergänzt. Zugleich
spricht der Text eine Spra,che, welche die sog. priesterlichen Schichten des
Pentateuchs voraussetzt und den Verfasser als deren Schüler ausweist. Darüber
hinaus ist der Text thematisch und kompositorisch mit Jos 13-22· verzahnt.
Begründet aber das Vorhandensein einer enneateuchischen Perspektive nach-dtr
und nach-priesterschriftlicher Bearbeitungen des Pentateuchs auf der literari-
schen Brücke zwischen Leviticus und Deuteronomium aber auch die Annahme
eines enneateuchischen Literaturwerks, wenn anders doch gerade die in Num
33,50-56 nachgewiesenen sprachlichen Merkmale sich jenseits des Jo,suabuches
nicht mehr nachweisen lassen?

3. Das Deuteronomium im Kon/exl deuteronomistischer RedalcJionen

a) Das dir Deuteronomium als Ausgangspunkt des Verschriftungsprozesses


des Pentateuchs

Die Fragestellung der folgenden Beiträge geht von der form.gebenden Kraft des
Deuteronomismusaus. W.M. SCHNIEDEWIND arbeitet heraus, dass sowohJder
Gedanke als auch der Prozess der Verschriftung des Gesetzes als einer
Verschriftung von Tora vom Deuteronomium ausgegangen sei und erst in dessen
Gefolge auf das Exodusbuch übergegriffen habe, wo die Idee der Verschriftung
des Gesetzes durch Mose schon auf dem Hintergrund einer gemeinsamen
Lesung von 2 Kön 22f und dem Deuteronomium geschehe. D'emgegenOber ha.lte
die Priesterschrift an d,em Grundgedanken einer Vorrangigkeit der mündlich
gegebenen Untelweisung fest. Jet 8,8f scheine gar atlS prophetischer Perspektive
den Verschriftungsvorgang als Verfälschung zu kritisieren. Gleichwohl setze sich
die Reflexion der theologischen Bedeutung des Verschriftungsvorgangs im
Pentateuch selbst wie auch darüber hinaus in den Spätsehriften (Esra, Nehemia,
Chronik~ Esther) fort. Mit anderen Worten: die Verfasser des Pentateuchs waren
sich des Vorgangs der sukzessiven Literaturwerdung der Mosetora bewusst und
es macht zugleich Sinn, die Fragen hinsichtlich der Formatierungsprozesse vom
Deuteronomium her zu entwickeln.
Einleitung 11

b) Die Schichtungen des Deu/eronomiums m;1 Hinsicht aufdas


deuteronomis/ische Geschichtswerk und den' Hexa/euch: T. C. Römer
T.C. RöMER geht in diesem Band der Frage nach, in wiefern eine BrOcken-
funktion aufseiten des Deuteronomiums in Hinsicht auf das Thema der
Kultuszentralisation nachweisbar ist. Er korreliert die traditionell im Deutero-
nomium beobachteten drei Phasen der Ausformung des Zentralisationsgedan-
kens in Dtn 12 [erstens, die praktischen Konsequenzen der josianischen Kultus-
zentralisation (v. 13-18·), zweitens, die dtr Historisienmg infolge des Verlustes
des Tempels (v. 8-12,exilisch) und drittens, die kategorische Zurückweisung
illegitimer Kultpraktiken (v. 2-7, nach-exilisch)] mit den Wachstumsphasen der
Tempelweiherzählung in 1 Kön 8, Le. einem vor-dtr Erzählkem in v. 1-13·,
einer früh..dtr Erzählung aus josianischer Zeit in v. 14-21 gleichzeitig zu Dtn
12,14, einer dtr (exilischen) Erweiterung in 1 Kön 8,22-53 und einer nach-
exilischenBearbeitung in v. 54-61 mit späten Zusätzen in v. 62-64. Damit hält
RÖMER weiter an der Annahme eines mehrschichtigen Deuteronomistischen
Geschichtswerks fest. Da die Ansichten der Redaktoren des Bundesbuches und
der nicht-dtr Erzählungen in Gen und Ex (außer P) einerseits nach-dtr
erscheinen, andererseits nicht mit den Ansichten der Deuteronomisten kompa-
tibel sind (vgl. Ex 20,24-26), nimmt er die Abfassung durch eine dem Deutero-
nomismus kritisch gegenüberstehende Gruppierung an, die möglicherweise mit
der Vorgeschichte der Samaritaner zusammenhängt. Die Vereinigung von deren
Literatur mit dem Deuteronomium vennutlich. in Verbindung mit dem Josuabuch
fuhrte zur Trennung des Deuteronomiums aus dem Deuteronomistischen
Geschichtswerk und zur Bildung eines Hexateuchs.

c) Das Deuteronomium als Scharnier eines Enneateuchs: H-C. Schmitt

Eine Abgrenzung des Pentateuchs vom Josuabuch signalisiert nach Auffassung


vieler Dtn 34,10-12 22 . H...C. SCHMITT sieht hingegen in diesem Text eine
Schamierstelle des Enneateuchs. Er arbeitet zunächst die motivischen Bezüge
heraus, die in Dtn 34 sowohl zurück auf die Abraham-Überlieferung und das
Exodusereignis verweisen, andererseits aber auch zu den weiteren dtr Büchern.
Die Aussage von Dtn 34,10-12 habe nicht die Funktion der Abgrenzung des
Pentateuchs als Literaturwerk, sondern sei vielmehr d,as Bindeglied, welches den

22 M.Z. Brettlerl T.C. Römer: Deuteronomy 34 and the Case ror a Persian Hexateuch, JBL
119,2000,401-419; E. 000: Das Deuteronomium im Pentateuch und Hexateuch. Studien zur
Literaturgeschichte von Pentateuch und Hexateuch im Lichte des Deuteronomiumrahmens FAT ,l

30, TUbingen 2000, 211-233; J.-L. Ska: Introduction a la lecture du Pentateuque. Cl~s pour
I' interpretation des cinq premiers livres de la Bible, Brtlssel 2000, 22ff; F. Garcia L6pez: Deut
34, Dtr History and the Pentateuch, in: Gareia Martfnez u.a.(Hg.): Studies in DeuteronomY"FS
C.J. Labuschagne, SVT 53, Leiden 1994, 47-61; ders.: EI Pentateuco. Introducci6n a la lectura
de los cinco primeros libros de la BibHa, Estella 2003, 3ISf.33Sff. R. Achenbach: Die
Vollendung der Tora. Studien zur Redaktionsgeschichte des Numeribuches im Kontext von
Hexateuch und Pentateuch, BZAR 1, Wiesbaden 2003, 297ff.3 18-334.
12 Reinhard Achenbach

Pentateuch als Zeugnis von dem leidenden Mittler und "Urpropheten Mose U

mit den folgenden Büchern verknüpfe, die hierin vorkommenden Propheten


seien so dezidiert auf die mosaische Tradition hin bezogen. Gleichwohl hält
SCHMITT auch an der These eines dtr Geschichtswerks fest, das freilich dann
sekundäre, mehrschichtige Weiterungen durch spät-dtr Bearbeitungen (DtrS)
erfahren habe 23 . Mit C.FREVEL24 und L. SCHMIDT2S hält er desweiteren an der
traditionellen Annahme einer bis Dtn 34 reichenden Priesterschrift fest und
weist Dtn 32,48-52 trotz der konzedierten redaktionellen Funktion des Textes
P zu. Es ist also im Wesentlichen die Einarbeitung von P, die die Besonderheiten
der Bücher Gen - Dtn gegenüber dem folgenden Teil des Enneateuchs ausmacht.
Die darüber hinausgehenden jüngeren Texte wie z.B. Num 27,15-23 und Dtn
34,9 interpretiert H.-C. SCHMITT eher im Gefälle eines nach-priesterschrift-
lichen Deuteronomismus. Es ist nicht ein. Pentateuchredaktor, sondern ein n,ach-
priesterschriftlicher "Spätdeuteronomistischer Enneateuchredaktor", der die
komplexen Werke miteinander verbindet. Deutlich wird aber auch in diesem
Modell, dass die Einarbeitung der der Priesterschrift zugewiesenen Materialien
dem Tetrateuch ein gegenüber den Vorderen Propheten eigentümliches Gewicht
verleiht, dessen Strahlkraft durch die DtrS zugewiesenen Texte nur sehr
punktuell auf die folgenden Schriften übergeht.

d) Das Deuteronomium als konstitutives Element mehrerer deu/erononislischer


Geschichtswerk und des Enneateuchs: K. Schmid

Noch weiträumiger argumentiert K. SCHMID. Er löst sich vom traditionellen


Konzept eines dtr Geschichtswerks und stellt die Frage der Synthese von
Pentateuch und Vorderen Propheten neu im Rahmen eines enneateuchischen
Grundkonzepts. Dabei trägt er dem Umstand Rechnung, dass das Deutero-
nomium vor seiner Integration mit einem dtr Geschichtswerk in Sam - 2 Kön
und dtr Geschichtserzählungen in Jos (- Ri?) eine eigene Entstehungsgeschichte
gehabt hat Erst mit der Erzählung von der wiederholten Verkündigung des
Dekaloges durch. Mose in Dtn 5, welche schon auf Ex 20 literarisch bezogen ist
und also - so SCHMID - ei.nen literarischen Konnex zwischen Ex und Dtn impli-
zie~ sei ein dem ersten Gebot verpflichtetes deuteronomistisches Geschichts-
werk entstanden, welches Ex - Jos und Sam - 2 Kön· umfasst habe. Durch die
Einarbeitung der Priesterschrift sei dann ein drittest von Gen - 2 Kön reichendes
nachpriesterschriftliches.~ auf die Mosetora bezogenes deuteronomistisches

23 So J. Nentel: Trlgerschaft und Intentionen des deuteronomistischen Geschichtswerks.


Untersuchungen zu den Retlexionsreden Jos I; 23; 24; 1 Sam 12 und 1 Kön 8, BZAW 297.
BerlinI New York 2000.
24 C. Frevel: Mit Blick auf das Land die Schöpfung erinnern. Zum Ende der Priester-
grundschrift, HBSt 23. Freiburg i.Br. U.8. 2000.
25 L. Schmidt: Das 4. Buch Mose Numeri Kapitel 10,11-36,13, ATD 7/2 Göttingen 2004,
4 f; allerdings rechnet L. Schmidt mit einer Pentateuchredaktion von erheblichem Gewicht ftlr
die Textentstehung.
Einleitung 13

Geschichtswerk entstanden. Manche Fragen bleiben bei ihm offen, so die nach
dem Umfang der vor-dtr Exodus- und Landnahmeerzählung oder etwa, auf
welcher Ebene des literarischen Wachstums Dtn 1-3 oder das Heiligkeitsgesetz
anzusiedeln sind.
Alle in diesem Bande versammelten Arbeiten zeigen auf ihre Weise, dass das
Deuteronomium filr die Genese eines narrativen Konnexes von Gen - 2 Kön wie
für die Konstitution des Pentateuchs als dem religionsbegrUndenden Gesetzes-
und Erzählwerk des Judentums die entscheidende Schlüsselfunktion innehatte.
Die redaktionsgeschichtliche Frage um die Verhältnisbestimmung von Penta-
teuch, Hexateuch und Enneateuch wird neben der Rückfrage nach deren Quellen
die Forschungsdiskussion mit Sicherheit auch in den nächsten Jahren weiter be-
schäftigen.
The Pentateuch in Synchronical and Diachronical Perspectives:
Protorabbinic Scribal Erudition Mediating Between Deuteronomy
and the Priestly Code·

ECKARTOrrO

I The Lilerary His/ory ofthe Pentateuch Between Synchrony


and Diac.hrony

We are like the ancient Greek king Midas. Whatever he was touchingbecame
gold and what we are touching becomeshistory - also the biblical canon.
Modem exegets were looking for a way out of the par,adox, that the canonas
basis of Christian identity and faith, that transcends the relativity of history,
becomes part of this relativity. Exegets offer different .strategies to overc'ome
this paradox. Either they deny the relevance of a historical-critical approach to
the biblical text at all and advocate for a synchronie interpretation claiming, that
the text, as we have it, is the only reliable basis for the interpretation without
any relevance of historical authors' intentions or the question t how a text deve-
loped historically. Or modem ex.egets t.ry to overcome the problems of historical
interpretation of theBible by historical-criticalmeans looking for sources as
unreducible basic texts within the given final text, which far them is o,nly a kind
of patchwork without any coherence I. That this latter attempt is leading to
iUogical results is obvious, because there is no reason to presuppose~ that a hy-
pothetically reconstructed literary core-text should be m,ore coherent than the
final text as the only text we have for sure. Synchronie approaches have their
rightas pr,otest against this kind of historical-critical dissolution of the given
biblical text. But if they presuppose, that the aneient readers were careless
("unbekümmert")2 of the literary origin and development of the biblical text,

• With respect for the Society of Biblical Literature as organizer ofthis International
Congress in Berlin and the great number of guests from overse,as I presented my paper in
EngHsh, what I retained far the publication.
1 This approach overlooks, that the more hands were involved in forming a text does not
necessari ly mean more incoherence of the final text, but could improve its coherence; cf. H.
Utzschneider: Das Heiligtum und das Gesetz. Studien zur Bedeutung der s inaitiscben
Heiligtumstexte (Ex 24--40; Lev 8-9), 080 77, Fribourgl Göningen 1988, 15-16.
2 So N. Lohfink: Prolegomena zu einer Rechtshenneneutik des Pentateuch, in: G. Braulik
(Hg.), Dias Deuteronomium ÖBS 23, Frankfurt a.M. 2003, (11-55) 12 n. 6. For a critical eva-
9

luation of this thesis cf. the review of this volume by E. Otto in: ZAR 9 (2003) 258-261; id.:
Wie usynchronu wurde in der Antike der Pentateuch gelesen?, in: F.-L. Hossfeldl L.
Schwienhorst-Schönberger (cd.s), Das Manna ßllltauch heute noch. Beitrage zur Geschichte
The Pentateuch in Synchronica/ and Diachronical Perspectives 15

they are loosing the historical context of the text, because such an ancient reader
is a modem fiction. The idea of a mosaic authorship of all the Pentateuch was a
postcanonical idea, which Icarne up in the frrst century CE). The biblical refe-
rences to mosaic writing within the Pentateuch were confined to the tarab, espe-
cially the Covenant Code at Mount Sinai (Ex 24,4.7; 34,27) and the mosaic in-
terpretation of the Sinai-torah in the land of Moab in Deuteronomy (Dtn 31,9)4.
The plot of the final Pentateuch demanded areader who did not only differen-
tiatebetween narrated time and time of narration and count with several authors
of the pentateuchal narratives, but differentiatedalso between the written Sinai-
torah and its mosac interpretation in Deuteronomy. Modem historical-critical
analysisof Deuteronomy shows exactly what the plot of the final Pentateuch
said, that Deuteronomy was an exegetical interpretation of the Covenant Codes,
different from the Holiness Code which was part of the Sinai-torah6 .
These positions of modem exegets trying to overcome the problem of histo-
rization of the biblical text' either by ignoring the literary-historical dimension

und Theologie des Alten Testaments! Ersten Testaments, Festschrift für Erleh Zenger, Freiburg
i. Br. 2004, 470-485.
3 See Philo: Oe vita Mosis I §4; IV §291; Josephus: Antiquitates Prooemium 4 § 18-26;
IV 8,48 §326;id.: Contra Apionem 1,8 §37--41; cf. E. Otto: Art. Pentateuch, in: RGG4 VI
(2003) ( 1089-1 102) 1090 with further literature.
4 For the referencesto mosaic writing in the Pentateuch cf. E. Ouo: Das Deuteronomium
im Pentateuch und Hexateuch. Studien zur Literaturgeschichte von Pentateuch und Hexateuch
im Lichte des Deuteronomiumrahmens, FAT 30, TUbingen 2000, 124-125.180-184.195-
196.207-209.232.246.249.260.269. For Dtn 4,44-28,68 as a scribal interpretation of the
Sinai-torah cf. J.-P. Sonnet: Tbc Book within the Book. Writing in Deuteronomy~ BIS 14,
Leiden! New York 1997, 248-249; E. Otto: loe. cit., 156-115; J .-L. Ska: La structure du
Pentateuque dans 53 fonne canonique, ZAW 113 (200 1" (33 1-352) 35 I.
5 Cf. E. Otto: Das Deuteronomium. Politische Theologie und Rechtsreform in Juda und
Assyrien, BZAW 284, Berlinl New Vork 1999, 203-378. For the proto-scribal techniques in
the revision of the Covenant Code in Deuteronomy and their henneneutical implications cf. id.:
Enneneutica giuridica nella Bibbia ebraica. in: Ars Interpretandi. Annuario di enneneutica giuri-
dica 4, Mailand 1'999, 215-241; id.: Rechtshermeneutik in der Hebräischen Bibel Die inner-
biblischen Ursprünge halachischer Bibelauslegung, ZAR 5 (1999) 75-98. B.M. Levinson
(Deuteronomy and the Henneneutics of Legal Innovation. New York 1997) missed thepoint
t1
with his thesis, that Deuteronomy was a kind of"recycling ofthe Covenant Code. The reason
ror this misinterpretation is the fact, thaI B.M. Levinson does not dispose of a coherent idea of
the literary history neither of Deuteronomy northe Covenant Codenor the Pentateuch and does
not take into account the plot of the Pentateuch and the position of the Covenant Code within
that plot as part of the Sinai-torah,which could not. be "recycledn • Contra D.M. Levinson see
the critical reviews by E. Otto: Biblische Rechtsgeschichte als Fortschreibungsgeschichte, BiOr
56 (1999) 5-14 and P. Dion: Bib 80 (1999) 116-119.
6 For the litera')' position of the Holiness Code (Lev )7-26) within the framework of the
legal material of the Pentateucb cf. E.Ono: Innerbiblische Exegese im Heiligkeitsgesetz
Levitikus 17-26, in.: H.J. Fabry (ed.). Levitikus als Buch, BBB 119, Berlin 1999, 125-196.
7 Unconvincingly 1. Van Setersattempts to make out of the problem of historicaJ relativity
arthe Bible a virtueinterpreting biblicaJ authors as "historians" comparableto Greek authors;
cf. id.: The Pentateuch. A SociaJ-Science Commentary. Sheftield 1999. For a critical review of
16 Ecluul DIto

of the biblical texts8 or by trying to overcome the problem of historization of


the Bible by historical-critical means9 fail to take into account the P,entateuch's
own understanding of its literary development: This should be the decisive cri·
terion for any mod,em theory ofthe Pentateuch's literaryhisto,ry.

II. The Pentateuch 's Theory 0/ ils Li/erary Developmenl

Interpreting the Bible by historical-critical tools we ask ourselves, if there exists


any relationship between our modern hypotheses of the Pentateuch's literary
history and the Pentateuch's view of its development and if the Pentateuch
itself had a theory of its literary origins.We should not renounce of the
Pentateuch's view of its literary history, hut take it as a decisive criterion for
evaluating aUf ,own modem ideas., Dnly if a modem theory explains the biblical
view ofthe Pentateuch's literary history, it can convince 1o.
Tbe scribal authors ofthe Pentateuch created their own monument~ when.
they made God the first scribe ofthe Decalogue and the ideal king the first, who
copied Deuteronomy as th,e mosaic interpretationof torah (Dtn 17, 18-20) 11.
The idea of a divine scribe is restricted to the Decalogue, which was transcribed
by JHWH himself from oral to writtencommunication (Ex 24,12; 31,18; 32,16;
34,1.28; Dtn 4,13; 5,22; 9,10; 10,2.4). The other laws, that were revealed by
God in connection with the Sinai-Covenant, were written down by Moses at
Mount Sinai (Ex 24,4.7; 34,27). In the Ancient Near East the codification oflaw

thismonograph see E. Otto: Forschungen .zum nachpriesterschriftli.chen Pentateuch, ThR 67


(2002)(125-155) 130-134.
8 A typical example for the attempts to overcome the problem of the historical relativity of
the biblical text by a synchronie exegesis, that intends to fight the spirit of enlightment is the
t

monograph by N. MacDonald: Deuteronomy and the Meaning of "Monotheism", FAT 11/1,


TObingen 2003. Cf. the critical review of this book by E. Otto: Monotheismus im Deut,erono-
mium oder wieviel Aufklärung es in der Alttestamentlichen Wissenschaft geben soll. Zu einem
Buch von Nathan MacDonald, .ZAR 9 (2003) 251-257.
9 This approach is nothing else but the transference of pictistic hermeneutics to the field of
historical criticism. As the pietists were looking for a christological troth hidden behind the
text, these exegets are looking for a literary~critiC8l1y unreducible text hidden in the given final
text. Synchronie and diachronie interpretations of a biblical text should not be oppositions but
part of one process of interpretation, because no literary~historicat interpretation can ren.ounce of
understanding the ufmal text·' that we have. Ta describe its coherence and religious logie must
be the fmal act of any interpretation of a single peric,ope~ a biblical book or allthe canon of the
Hebrew Bible.
1.0 1I meant a kind cf captivitas babylonica for mode'rn historical criticism of tbe Bible that
scholars were of opinioD, that their own theories about the literary history of the Bible were
more reliable than the Bible's own ideas of its origins.
11 Cf. J.-P. Sonnet: Book (n. 4), 71-78~ For a review of this monograph see E. Otto:
Mose der Schreiber. Zu upoetics" und Ugenetics" in der Deutcronomiumsanalyse anhand eines
Buches von Jean Pierre Sonnet, ZAR 6 (2000) 320-329.
The Pentateuch in Synchronical andDiacJuonicaJ Perspec.tives 17

was a royal task, which King Hammurapi was a prototype 12 for, that the pen-
tateucha) scribes tr,ansfered with anti-babylonian intentions 'subversively' to
Moses 13 • For the pentateuchal scribes the patriarehs in Genesis only knew oral
communicationswithout any transscription into writing. Neither the stipula-
tions of the ,covenant in Gen 15; 17 nar the contract of Abraham's land-sale at
Hebron werewritten down. Writing in the Pentateuch was connected with the
revelation of the torahat Mount Sinaiand its interpretation by Moses in the
land of Moab. The different references to writing formed a framework within
the Pentateuch's narratives and its plot and differentiated the religious dignity
of the legal stipulations l4 . The Decalogue transcribed from oral to written ,com-
munication by God himself at Mount Sinai was standing on to,p of the revela-
tional value scale followedby the Sinaitic Covenant stipulations and then Col-
lowed by their scribal interpretation in the land of Moabtranscribed by Moses.
That in the Pentateuch only legal stipulations werewritten down by God and
Moses but not the narratives from Genesis to Numbers 1S means, that the
Pentateuch differentiated between Moses and the anonymous authors of the
narratives, i. e. between a time of narration and a narrated time. There are a lot
of references in the Pentateuch intentionally underlining this difference ,e. g. in
Gen 12,6; 13,7 "at that time the Canaanite dwelled in the country", in Gen
40,15 "land of the Hebrews", in Gen 32,33; Dtn 3,14; 34,6 Uuntil today" and in
Gen 36,31 ubefore a king ruled over the Israelites"16. The geographical stand-

12 C[ E. Otto: Kodifizierung und Kanonisierung von Rechtssitzen in den keilschriftli·chen


und biblischen Recbtssammlungen, in: E. Lc!vy (00.): La codification des lois dans I' Antiquit~.
Actes du colloque de Strasbourg 27-29 novembre 1997, Universite de Strasbourg. Travaux du
Centre de Recher,che sur Je Proche-Orientet la Grke antiques 16, Paris 2000. 77-124; H.
Neumann: Recht im antiken Mesopotamien, in: U Manthe (ed.), Rechtskulturen in der Antike,
Munich 2003, (55-122) 85-88.
13 For Moses as an antitype to thc A.ssyrian, Babyl.onian and Persian royal ideology cf. E.
Otto: Die Tora des Mose. Die Geschichte der lit'crarischen Vermittlung von Recht, Religion
und Politik durch die Mosegestalt, Berichte aus den Sitzungen der Joachim Jungius-Gesell-
schaft der Wissenschaften Hamburg 1912, GOttingen 2001.
14 Cf. E. Otto: DeI Libro de la Alianzaa la Ley de Santidad. La refonnula~jon deI derecho
Israelita y la fonna~ion dei Pentateuco, EstBib 52 ( 1994) 195-217; id.: Gesetzesfortschreibung
und Pentateuchredaktion, ZAW 107 (1995) 373-392. Already Adalbert Merx <tl909), Ordina-
rius of Old Testament at the University of Heidelberg,. used the pentateuchal legal corpora in
his monograph '~Die BÜcher Moses und Josuas. Eine Einführung für Laienn (RV 11/3, TObingen.
1907) as a framework far the literary history ofthePentateuch contra J. Wellhausen's reduction
to culüc law; cf. E. Otto: Max Webers Studien des Antiken Judentums. Historische Grund-Ie-
gung einer Theorie der Modeme. TObingen 2002 2--6.85-88; id.: Einleitung, in: Max Weber~
t

Die Wins,chafts,ethik der Weltreligionen. Das antiken Judentum. Schriften und Reden 1911-
1920 MWG 1/21 TObingen 2004, 3-20 ete.
t t

15 Only the report of a baule against the Amalekites (Ex 17,14) and a stationHst of Israel's
wandering in the desert (Num 33.22) was writtcn down by Moses.
16 Hislorical criticism of the Pentateuch up to now looked upon these references as Hterary
mistakes in relation to the Pentateuchts plot. This only makes sense, if we are of opinion thai
the logical capacity of anci'cnt writers was less developed Ihan OUfS. It should be a bettcr solu-
18 Eckart 0"0

point of the anonymous authors of the pentateuchal narratives was not east but
west of the river Jordan (Gen 50,10-11; Num 22,1; Dtn 1,5), what they didnot
hide. The narrative of Moses' death in Dtn 34,5-12 and the fact, that Moses
could not have been a witness in the primeval and patriarchat stories in Genesis,
did not fit to the idea of mosaic authorship in the Pentateuch 17. As the Penta-
teuch's literary theory differ,entiated betweenMoses and several anonymous
authors of the narratives the Pentateuch bad 00 problems with logical and
semanticaJ tensi,ons and dublicates ofnarrati.ves.
Modem historical-critical exegesis of the Pentateuch began two hundred
years ago with the que.stion of Jean Asttuc, which sources Moses bad used rar
writing the first chapters of Genesis I8, and as a solution ofthis question he dif·
ferentiat,ed between Moses and several authors of premosaic sources in Gene-
sis 19 • After two thousand years of a predominance of the postcanonical theory
of a mosaic authorshipof all the Pentateuch the early modemliterary critical
approach liberated the Pentateuch~s own theory of its anonymous authors. The
canoni,cal Pentateuch was not interested in identifying these non-mosaic authors
of the pentateuchal narratives, whereas modem exegets tried to replace the
author Moses of the postcanonical theory by other authorsof fragments and
sources of the narratives, and if they could not identify these authors with
historical persons, they invented authors like a uJahwist" oder '~Elohist" as
artificial beings. For Benedict de Spinoza and Richard Simon 20 not Moses hut
Ezra was the Pentateuch's forming author. As we shall see these early modern
interpreters of the Pentateuch were already on the right track dating the decisive
formation of the Pentateuch to the postexilic period21 • But even if the biblical

tion to understand these references as intentional signals of the Pentateuch s authors for the dif·
t

ference bctween nanated time and time of narration. 1do not use the tenn Unarrated timen as a
measure oftime (so G. Genette: Die ErzIhlung. Munich 1994, 21-22; J.-L. Ska: "Our Fathers
Have Told Us". Introduction to the Analysis of Hebrew Narratives, subsidia biblica J3. Rom
1990, 7-8) but as an indicator of the time-level of the narrative was opposed to that of the nar·
ration.
17 Also ancient authors knew that more then three millions of Israelites wandering inthe
desert between Egypt and Palestine were an impossibiHty, Le. that the authors had their time of
narration in mind.
18 See J. Astruc: Conjectures sur les memoires originaux donl il paroit que Moyse s'est
servi, pour comooser le livre de 18 Genese, Brussels 17S3(reprint with introductionand Dotes
byP. Gilbert Paris 1999).
19 Cf. E. Otto: Art. Bibelwissenschaft I. AItes Testamen~ in: RGG4 I (1998) (I S17-1528)
1523-1 524; id.:Art~ Pentateuch (n. 3), 1092.
20 See B. Spinoza: Tractatus theologico-politicus, Amsterdam 1670 and R. Siman:
Hist,oire critique du Vieux Testam.ent, Paris 1678/ Ronerdam 1685.
21 Far the stale of discussion cf. J. Blenkinsopp: Was the Pentateuch thc Civic and
Rel.igious Constitution of the Jewish Ethnos in the Persian Period?t in: J. W. Watts (ed.),
Persia and Torah. The Theory of Imperial Authorization of the Pentateuch. SBL Symposium
Series 17, A.tlanta 2001, (40-62) 56-62; L.L. Grabbe: The Law ofMoses in the Ezra Tradition:
More Virtualthan Real?, ibid., 91-1 14 with further literature.
The Pentateuch in Synchronical andDiachronical Perspeclives 19

narrators of the Pentateuch were not interested in identifying the different


authors of the Pentateuch's narratives, this does not mean that the way, how
they constructed the Pentateuch's plot, does not give valuable hints far OUf
modem theories of literary history of the Pentateuch. I restriet here myself to
Deuteronorny. Since WilhelmMartin Leberecht De Wette's 'Dissertatio critico-
exegetica'22 we know, that Deuteronomy was not only discovered in the temple
of Jerusalem, but alsowritten in the Josianic period (2 Kgs 22-23)23. Not only
the modern exegets 24 but already the ancient authors disposed of this
knowledge, which for them did not contradict the fiction of Moses' authorship
of Deuteronomy. The story of the emissaries to the promised land in. Num 13-
14 and Dtn 1,19-46 had a key- function in the plot of the Pentateuch2S . As the
first generation of the Israelites in the desert did not trust in God's promiseo,f
the land, the whole Exodus-generation, who stood at Mount Sinai, had to die in
the desert. None of themever should get to knowDeuteronomy because it was
readoutby Moses to the second generation in the land of Moab. The authors of
Deuteronomy and their ancient readers, differentiating between narrated time
and time of narration" were aware of the fact as we are, that the narrative of the
emissaries dealt with the experience of a whole generation that bad to die during
the exile and could not return horne to their promised land. The authors of
Deuteronomy answered the question of the second generation in exile, whether
they would come horne or had to pay far the sins of their fathers. As in the plot
of Deuteronomy the second generation crossed the riv,er Jordan and entered the
promised land, it was the message of thc authors of Deuteronomy on the level
of the time of narration, that the second generation ·of theexiled people w,ould
corne horne "tomorrow", i. e. very 5000. Only to them Deuteronomy was given

22 See W.M.L. de Wette: Dissenatio critico-exegetica qua Deuteronomium div,ersum a


prioribus Pentateuch i libris alius cuiusdam recentioris autoris opus esse demonstratur Jenat

1805; id.: Beiträge zur Einleitung in das Alte Testament, Halle 1806/07.
23 Cf. M. Ameth: Die antiassyrische Reform Josias von Juda. Überlegungen zurKompo-
sition und Intention von 2 Reg 23,4-1 S, ZAR 7 (200 I) 189-216; E. Otto: Josial Josiarefonn.
in: RGG4 IV, Tübing,en 2001,587-58'9.
24 Cf. E. Otto: Das Deuteronomium als archimedischer Punkt der Pentateuchkritik. Auf
dem Wege zu einer Neubegrtlndung der de Wette'schen Hypothesc~ in: J. Lustl M. Vervenne
(ed.s)t Deuteronomy and Deuteronomic Literature (FS C.H. W. Brekelmans). BEThL ]33,
Leuven 1997, 321-339.
2S For a literary-historical analysis of this complex narrative see E.Otto: P'entateuch (n. 4),
12-109; R. Achenbach: Die Erzlhlung von der gescheiterten Landnahme von Kadesch Bamea
(Numeri 13-14) als SchlOsseltext der Redaktion.sgeschichtc des Pentateuch~ZAR 9 (2003) S6-
123. For the literary contcxt of this narrative in the book of Numbcrs cf. T. Römer: Das Buch
Numeri und das Ende des Jahwisten. Anfragen zur uQuellenschcidung im vierten Buch des
i
'

Pentateuch, in: lC. GertzJ K. Schmidl M. Witte (ed.s), Abschied vom Jahwisten. Die Kom-
positi~on des Hexateuch in der jüngsten Diskussion, BZAW 315, BerlinJ New York 2002, 215-
231, and especially the monograph of R. Achenbach: Die Vollendung der Tara. Studien zur
Redaktionsgeschichte des Numeribuches im Kontext von Hexateuch und Pentateuch, BZAR 3.
Wiesbaden 2003.
20 Eclart Olto

but not to their fathers and forfathers who did not get to know it, so that they
t

failed and bad to die in exile. Several times the deuteronomistic authors left be-
bind the Moab-fiction and addressed directly their exilic readers, especially in
those passage, where the Israelites were summoned to leam and fulfil the torah
as aprecondition for their entering the promised land26 • In the fictional horizon
of the Moab-situation there was no time to fulfil this precondition, because
Israel had to cross the river Jordan the next day so that the focus of the narra-
t

tive was not on the fictional auditorium of the narrated time hut on the addres-
sees of the time of narration. Thehistorical-critical analysis of the deutero-
nomistic Deuteronomy written during the exile confinns the authors of Deutero-
nomy27. The pre-exilic D'euteronomy was a loyalty oath to JHWH, that
circulated in a small group ofpriestly intellectuals in Jerusalem 28 and was
largely unknown tothe Judean people 29 • This changed with the deuteronomistic
editions of Deuteronomy during the exile. which was written to be read out to
the people. Now they became acquainted with Deuteronomy exa,ctly as the plot
of Deuteronomy said. Deuteronomy answered the question of the second
generation in the exile, wh'ether their expected new history after the exile could
fail again or not The answer of D,euteronomy was, that this should not happen,
because now they got to know all the law different from the first generation,
who only had kno,wn the stipulation of the Horeb covenant, i.e. the Decalogue,
but not Deuteronomy. The Moab-covenant was concluded on the basis of
Deuteronomy and not only the Decalogue as the Horeb-covenant. As the
narrative of the molten calf showed, that the Horeb-generation failed andhad to
die, because they were unaware of Deuteronomyas it was read out by Moses in
the land of Moab. From the second generation on the Judeans were acquainted
with Deuteronomy and could assume that, as the decisive set of God, his cove-
nant was concluded with them.
The authors of Deuteronomy paved the way to making their text transparent
in such a way as to allow it to be readily understandable as applying to the time
of narration - the very phenomenon which is now occu.pying historical-critical

26 See Dtn 6, 18; 8~1; I] ,8.22-25; cf. N. Lohfink: Der neue Bund im Buch Deuterono-
mium?, ZAR 4 (1998) (100-125) 121.
27 Cf. E. ,Otto: Pentateuch (n. 4), 129-155.
28 Cf. E. Otto: Gottes Recht als Menschenrecht. Rechts... und literaturhistcrische Studien
zum Dcuteronomium BZAR 2, Wiesbaden 2002, $-19.57-75..
t

29 T. Veijola (Das Deuteronomium im Pentateuch und Hexateuch. ThR 8 [2003] [374-382]


381) missedthe point, when he assumes, that the existence of a pre-exilic Deuteronomy contra-
diets the possibi1i.ty, that a deuteronomistic author could have had the id~ that the Judeans bc..
carne acquainted with Deuteronomy during the exile. T. Veijola did not ask~ what kind of li-
terature the pre-exilic Deuteronomy was compared to the exilic deuteronomistic Deuteronomy,
that introduced the Moses-fiction, who was acquainted with the pre-exilic Deuteronomy as
subversive anti-Assyrian literature and to whom the exilic Deuteronomy was readout; cf. E.
Otto: Menschenrecht (n.. 28), 29-35; id.: Art. Deuteronomium, in: RGG4 11 (1999) 693-696
with further literature.
The Penta/euch in Synchronica/ and Diachronica/ P,erspecttves 21

analysts of the book. Hypotheses ,of the literary history of the Pentateuch
should be judged according to the criterion, if they correspond to the P,enta-
teuch's ideaof its literary origins and development: In the Pentateuch's plot
Dtn 4,44-28,68 was the mosaic interpretation of the Sinai..torah in Ex 20--24.
Lev 26,46; 27,34 closed the Sinaitic law as the basic revelation in the
Pentateuch, which also in a synchronie perspective downgraded Deuteronomy
inta a secondary legal corpus. Num 36,13; Dtn 1,1 separated Deuteronomy
from the legal stipulations of the Tetrateuch30 and. Dtn 1,1-5; 4,1-44 func-
tioned as the hermeneutica1 key for the deuteronomic law as mosaic interpreta-
tion of the Sinai-torah31 • The theory of the canonical Pentateuch corresponds to
the results of the historica1-critical analysis of the legal corpUS of Deuteronomy
in comparison the Covenant Code as we11 32 : Th,e legal stipulations of

30 Cf. J.-L. Ska: Structure (n. 4), 315: ULa loi (sc. of Deuteronomy) n'est plus proclamee.
mais interpretee et expliquee. Avec Je Deut~ronome, Je lecteur passe pour ainsi dire du ,texte'
au commentaire." For the function of Num 36,13 in tbc fmal structure of the Pentateuch cf. E.
Zenger: Das Buch Levitikus als Teiltext der Tara! des Pentateuch. Eine synchrone Lektüre mit
kanonischer Perspektive, in: H....J. Fabryl H.W. Jüngling (cd.s), Levitikus als Buch, BBB 119,
Berlin 1999, (47-83) 59-60. E. Zenger shows the finn connections of this verse, which preda-
t,ed the separation of the book.s in the Pentateuch, with Dtn I, 1-5. For a different view cf.
Achenbach: Tora (n. 25), 600-00 I. In a synchronical perspective this difference is irrelevant.
3 I Cf. E. Otto: Deuteronomium 4. Di,e Pentateuchredaktion im Deuteronomiurnsrahmen,
in:T. Veijola (ed.)t Das Deuteronomium und seine Querbeziehungen, SESJ 62,Göttingenl
Helsinki 1996, 196-222; id.: Pentateuch (n. 4), 167-175. For the semantic meaning of b·r in
Dtn 1,S cf. M. Fishbane: The Weil of Living Water: A Biblical Motif and its Ancient
Transformations in: id. et al. (ed.s), Sha'arei Talmon. Studies in Bible, Qumran, and the
t

Ancient Near East Presented to Shemaryahu Talmon, Winona Lake 1992. 3-16. Fo.r a different
option cf. G. Braulikl N. Lohfink: Deuteronomium 1,5 b'r 'I hfwrhhz l : er verlieh dieser
t U

Torah Rechtskraft", in: K. Kiesowl Th. Meurer (ed.s), Textarbeit. Studien zu Texten und ihrer
Rezeption aus dem Alten Testament und der Umwelt Israels. Festschrift ftlr Peter Weimar,
AOAT 294, MÜnster 2003, 35-51. Already the deut,cronomistic Deuteronomy (DtrD) under-
5toOO itself as an exegetical interpretation of the Decalogue; cf. E. Otto: Der Dekalog in der
deuteronomistischen Redaktion des Deuteronomiums, in: C. Frevel et 81. (ed.s), Festschrift fUr
Frank Lothar Hossfeld. QD. Freiburg LBr. 2004 (forthcoming). For a survey of the different
hypotheses of a D'ccalogue-redaction in Dtn 12-26 cf. E. Otto: Deuteronomium (n. 5), 218-
236. For a review of the monograph of G.Braulik: Die deuteronomischen Gesetze und der
Deka.log. Studien zum Aufbau von Deuteronomium 12-26 SBS 145. Stuttgart 1991 cf. E.
t

Otto in: ThLZ 119 (1994) 15-17. Theauthors of the final Pentateuch-redaction (PentRcd)
refered to the deuteronomistic concept ofDeuteronomy when they interpreted Deut,eronomy as a
mosaic interpretation of the Sinai-torah.
32 For the literary history of the Covenant Code cf. E. Otto: Wandel der
RechtsbegrDndungen in der Gesellschaftsgeschichte des antiken Israel Eine Rechtsgeschichte
des uBundesbuches" Ex XX 22-XXIll 13, StB 3, Leiden! New Vork 1988. For the redactional
integration of this law code into the Sinai-pericope cf. id. : Die nachpriesterschriftliche
Pentateuchredaktion im Buch Exodus, in: M. Vervenne (ed.), Studies in the Book of Exodus.
Redaction - Reception - Interpretation, BEThL 125, Leuven 1996, (61-111) 70-10 l. For the
post-priestly i:nterpretation of tbealtar-Iaw cf. H.-C. Schmitt. Das Altargesetz Ex 20, 24-26
und seine redaktionsgeschichtlichen BeZUge. in: J.F. Diehll R. Heitzenröderl M. Wine (ed.s),
HEinen Altar von Erde mache mir ..:'. FS D. 'Conrad, KlAANT4/S WaJtnJp 2003, 269-282.
22 EcJcart Olto

Deuteronomy interpret those of the Covenant Code using the requirement of


cu!t centralisation (Dtn 12) as a hermeneutical key for rewriting the Covenant
Code 33 . Thus the ancient pentateuchal theory of the function of Deuteronomy
within the plot of the Pentateuch and the modem historical-critical theory of the
literary history of Deuteronomy coincide. This is the best proof for the validity
of a modem hypothesis of the iiterary history of a biblical text.
But ancient ideas of pentateuchal authors about the Pentateuch's literary
origin and modem hypotheses of the literary history of the Pentateuch differ in
one decisive point. Although the ancient authors of the Pentateuch differen-
tiated between narrated time and time of narration, their main cancern was the
fiction of the narrated time, ioto which they wove some signals of transparency
für the time of narration. For the modem exegets the reconstruction of the time
of narration as a historical horizon for the interpretation of a biblical text is an
important concem 34 . Thus we modem exegets have to locate the authors in their

33 Cf. E. Otto: Vom Bundesbuch zum Deuteronomium. Die deuteronomische Redaktion in


Dtn 12-26, in: G. BraulikJ W. Großl S.E. McEvenue (ed.s), Biblische Theologie und geseU..
schaftlicher Wandel. Festschrift fllr Norben Lohfink, Freiburgl 8r. 1993. 260-278; id.: Tbc
Pre-Exilic Deuteronomy as aRevision of the Covenant Code, in: id., Kontinuum und
Proprium. Studien zur Sozial- und Rechtsgeschichte im Alten Orient und im Alten Testament,
Orientalia Biblica et Christiana 8, Wiesbaden 1996. 49-58; id.: Deuteronomium (n. 5), 208-
378. Entirely misleading is the hypothesis of J. Van Seters (A Law Book far the Diaspora.
Revision in the Study of the Covenant Code, Oxford 2003) that the Covenant Code imitated
Deuteronomy; see the critical review of this monograph by E. Otto in Biblica 85 t 2004, 273-
277; cf. already id.: Deuteronomium und Pentateuch. Aspekte der gegenwärtigen Debatte. ZAR
6 (2000) (222-284) 238-243; id~: Menschenrecht (n. 28), 24-29. Apart trom the exegeticaJly
improbable arguments it does not malee sense that the Jahwist as a Uhistorian n should now
U
U

also become a Ulawyer". But already Van Seter's "Jahwist" is a fiction; cf. J.C. Gertzl K.
Schmidl M. Wirte (cd.s): Abschied vom Jahwisten. Die Komposition des Hexateuch in der
jüngsten Diskussion, BZAW 31S t Berlin! New York 2002; E. Otto: Review of J. Van Seters,
The Pentateuch, A Social-Science Commentary, in: ZAR 8 (2002) 407--411. In the same W8)'
rr1isleading is the hypothesis of J. Van Seters (The Place of the Yahwist in the History of
Passover and Massat, ZAW 95 [1983] 167-182), that Ex 21,1-28 belangs entirely to P; for a
different approach cf. E. Otto, päsa~J p~saJ:a., in: TDOT XII, Grand Rapidsl Cambridge 2003,
1-24 with further literature. For an apology of traditional Wellhausian source--criticism in the
Pentateuch cf. H. Seebaß: Das Erbe Martin Noths zu Pentateuch und Hexateuch, in: U.
ROterswOrden (ed.), Manin Noth - aus der Sicht der heutigen Forschung, BThSt 58,
Neukirchen-Vluyn 2004. 2 t- S9 w ith further literature.
34 In order to prevent a circle in the historica1 interpretation of a biblicaJ text it is necessary
to consult the contemporary extra-biblical literature of the Ancient Near East. This is especially
val id. where extra..bibl ical texts were integrated ioto biblical texts., as it happened with
Esarhaddon's loyalty oath (VTE) in Dtn 13 and 28 (cf. E. Otto: Deuteronomium [no 5), 15-90;
H.-U. Steymans: Deuteronomium 28 und die ade zur Thronfolgeregelung Asarhaddons. Segen
und Fluch im Alten Orient und in Israel. 080 145, Fribourgl GOttingen 1995) cr with
AssurbanipaJ's coronation hymn (SAA IIVII) in Ps 72· (cf. M. Ameth: "Sonne der Gerech-
tigkeit". Studien zur Solarisicrung der Jahwe-Religion im Lichte von Psalm 72, BZAR 1,
Wiesbaden 2000; id.: Psalm 72 in seinen altorientalischen Kontexten, in: E. Otto/ E. äRger
(ed.s), "Mein Sohn bist du" [Ps 2~ 7). Studien zu den Königspsalmen, SOS 192. Stuttgan
The Pentateuch in SyncJvonical and Diachronica/ Perspeclives 23

time in order to understand their theological and political intentions 3S i. e. in t

OUf case of their fonnation of the Pentateuch.

III. The Formation ofthe Pentateuch in a Diachronica/ Perspective


oflts Li/erary His/ory

Since W.M.L. de Wette's dating ofthe 'Urdeuteronomium' into the Josianic pe-
riod Deuteronomy functioned as a kind of "archimedie point' for the reconstnlc-
tion of the literary history of the Pentateuch. De Wette differentiated between
the three literary layers of P/JEID literary-critically with Pasthe earliest and D
as the latest source 36 . One of the key questions of any literary history of the
Pentateuch~ why there is DO P in D, could find an easy answer~ if D was youn-
ger than P. The problem came up, when K.H. Graf 37 and especially J. Well-
hausen 38 following E. Reuss and A. Kuenen dated P late as the youngest Iite-
rary source ofthe Pentateuch, Le. younger than D. Since J. Wellhausen scholars
tried to salve the problem that there is 00 P in D by separating fragments of
four or five priestly verses (Dtn 1,3; 34,la.[7].8.9) out of a deuteronomic con-

2002, 135-172.). More than with the scholars of the "Religionsgeschichtliche Schule" nOW8-
days the subversive charaeter of Judean receptions of cuneifonn texts is on the agenda of exege-
tical scholarship. Judean intellectuals took central texts of Assyrian, Babylonian and Persian
royal ideology and transfonned them. in order to fight the political claims of these hegemonial
powers and their religious fundaments; cf. E. Otto: Political Theology in Judah und Assyria.
Tbc Beginning of the Old Testament as Literature, SEA 165 (2000 [FS T. Mettinger]) 59-76.
Confrontation with hegemonial claims was one of the main motives in the Jiterary history of
the Pentateuch; cf. E. Otto: Mose und das Gesetz. Die Mose-Figur als Gegenentwurf Politi-
scher Theologie zur neuassyrischen Königsideologie im 7. Jh. v.ehr.• in: id. (ed.), Mose.
Ägypten und das Alte Testament, SBS 189, Stuttgan 2000, 43-83; id.: Mose (n. 13), 11-60;
id.: Art. Mose I. Altes Testamen~ in: RGG4 V, TObingen 2002, 1534-1538, id.: Art. Penta-
teuch (n. 3), 1097~1101.
35 An exegesis thaI takes leave of the religious and political intentions of ancient authors
gives up the historical dimension of the exegeticaJ task and becomes an unhistorical endeavour
of litenuy anistry or biblical fundamentalism, which is even opposed by the literary theory of
the Pentateuch itself that counted with the intenions of authors like Moses.
36 Cf. W.M.L. De Wette: Lehrbuch der historisch-kritischen Einleitung in die kanonischen
und apokryph ischen Bücher des Alten Testaments, Berlin 81869 t 270-299. For a biography of
de Wette's scholarship cf. R. Smend: Wilhelm Martin Leberecht de Wettes Arbeit am Alten
und am Neuen Testament, Basel 1958; J.W. Rogerson: W.M.L. de Wette - Founder ofModem
Biblical Criticism. An Intellectual Biography. JSOT.S 126, Sheffield 1992.
37 See K.H. Graf: Die 5.g. Grundschrift des Pentateuchs t AEWAT 1/4, 466-477.
38 See J. Wellhausen: Die Composition des Hexateuchs und der historischen BÜcher des
Alten Testaments, Berlin 31899. J. Wellhausen's literary separation of P was based on T.
Nöldeke: Die s.g. Grundschrift des Pentateuchs, Kiel 1869, 1-144. Different from J.
Wellhausen T. NOldeke dated P earlier than D.
24 EckarlOIlO

text39 . This implied a literary isolation of 0 from the rest of the priestly formed
Pentateuch, a1though far J. Wellhausen D should not only be the archimedic
point for dating the sources of the Tetrateuch but should be the cradle of the
connection of lawand narrative in the Pentateuch, which was decisive for the
formation of the Pentateuch40 . The literary isolation of D increasedtwhen M.
Noth integrated Deuteronomy into a Deuterono,mistc History from Deuterono-
my to 2 Kings41 . As with the conquest-narratives in Joshua, which M. Noth
also isolated as part of DtrH from the Pentateuch, he tried to salve the problem,
that the plot of the Pentateuchdoes not function without Moses' death and the
conquest of the land, by the hypothesis, that the original narratives of the
Hexateuch were lost at the time the Pentateuch was redactionally connected

39 J. Van Seters (Pentateuch [n. 7]. 176) reduces P in D even 10 one single verse in Dtn
34,9 and does not realize, that he has an exegetical problem on the table, if, as he supposes, P
was a supplementary layer interpreting the'6Jahwist". As lang as there is no convincing solu-
tion ofthe question, why there is no P in D com.parable t·o Gen-Num, although P should be la-
ter than D~ an those, who count with an early P, hav·e a strong argument on their side; cf. M.
Weinfeld: Deuteronomy I-li, AB 5/1, 25--44; J. Milgrom: The Antiquity of the Priestly
Source: A Reply to Joseph Blenkinsopp, ZA WIll (1999) 10-22; id.: Does H Advocate the
Centralization o( Worship?, JSOT88 (2000) 59-76; A. Hurvitz, Once Again: The Linguistic
Profile of the Priestly Material in the Pentateuch and its Historical Age. A Response to J.
Blenkinsopp, ZAW 112 (2000) 180-191. For an evaluation of the approach of Y. Kaufmann
dating P early cf. T.M. Krapf. Die Priesterschrift und die vorexilische Zeit. Yehezkel
Kaufmanns vernachlässigter Beitrag zur Geschichte der bibi ischen Religion, OBO 119,
Fribourgl Göttingen 1992.
40 Cf. J. Wellhausen.: Prolegomena zur Geschichte Israels Berlin 61905, 343: uWie der
t

Jehovist ursprtlnglich ein reines Geschichtsbuch. so war das Deuteronom ium als es zuerst ge·
t

funden wurde, ein reines Gesetzbuch. Dies,e heiden Schriften. die geschichtliche und die gesetz-
liche. waren anfangs ganz unabhängig voneinander, erst hinterdrein wurden sie verbunden, weil
das neue Gesetz die Popularität des alten Volksbuches teilen und dasselbe zugleich mit seinem
Geiste durchdringen sollte."
41 See M. Noth: OberlieferungsgeschichtHche Studien L Die sa.'11melnden und bearbeiten-
den Geschichtswerke im Alten Testament, TOhingen 21957. For a historical reconstructi:>D of
M. Nolh's conception of the hypothesis of DtrH cf. C. Frevel: Deuteronomistisches Ge-
schichtswerk oder Geschichtswerke? Die These Martin Nothszwischen Tetrateuch Hexateuch
t

und Enneateuch, in: U. ROterswörden (ed.), Martin Noth aus der Sicht der heutigen Forschung~
BThSt 58. Neukirchen·Vluyn 2004, (60-95) 62-70. For the actual state of the discussion of
DtrH cf. T. Römer (ed.): The Future of the Deuteronomistic History, BEThL 147~ Leuven
2000. Far a critique ofthe hypothesis ofa DtrH see als·o C. Westermann: Die Geschichtsbücher
des .Alten Testaments. Gab es ein deuteronomistisches Geschichtswerk?, ThB 87, GQtersloh
1994; E.A. Knauf: Ltt>'Historiographie Deuteronomiste" (DtrG) existe-t-elle?t in: A. de Puryl T.
Römer} 1.-D. Macchi (ed.s)tlsra!l construit son histoire. L'historiographie deuteronomiste a la
lumiere des recherehes recentes, MoBi 34 Geneva 1996,409-418; E. WUrthwein: Erwägungen
t

zum sog. deuteronomistischen Geschichtswerk. Eine Skizze, in: id., Studien zum
Deuteronomistischen Geschichtswerk, BZAW 227, Berlinl NewYork 1994. 1-11; H.N.
ROsel: Von Josua bis Jojachin. Untersuchungen zu den deuteronomistischen GeschichtsbÜchern
des Alten Testaments, VT.S 75, Leiden! New York 1999; R.G. Kratz: Die Komposition der
erzAhlenden BÜcher des AI.len Testaments. Grundwissen der Bibelkritik. UTB 2157, Göttingen
2000, esp. 219.
The Pentateuch in Synchronica/ and Diachronical Perspectives 25

with DtrH. Although such an argumentum e silen/io is the worst basis for a
literary hypothesis, this is not even the decisive problem with the hypothesis
of a DtrH. More important is the fact, that up to now nobody has succeeded in
correlating the l.iterary layers of Deuter,onomy with those of DtrH, whether one
favors a layer-model or a block-model of the latter42• Any literary historyof the
Pentateuch should solve the problems, 1. that Deuteronomy shows strang
literary links to the Tetrateuch on the one side and to the book of Joshua but
not to I Samuel - 2 Kings on the other side, 2. that there is no P ioD hut blocks
of post-P-material not only in the frame (Dm 4; 31-34 43 )but also in the legal
corpus (e. g. Dtn 23,2-944 ) of Deuteronomy. Thusany literary history of the
P'entateuch should 1. overcome the isolation of Deuteronomy from the rest of
thePentateuch, 2.explain thefirm links between Deuteronomy and Joshua and
3. answer the question, why the Pentateuch was cut off from Joshua in spite of
these firm links. The older discussion of Hexateuch or Pentateuch4S , which

42 For the fundamental difference's between the idea ofkingship in Deuteronomy and in the
Deuteronomistic History cf. G.N. Knoppers: The Deuteronomist and the Deuteronomic Law of
the King: A Reexamination afa Relationship, ZAW 108 (1996) 329-346; id.: Rethinking the
Relationship between Deuteronomy and the DeuteronomisticHistory: The ease of Kings, CBQ
(2001) 393-415. B.M., Levinson (The Rec:onceptualization of Kingship in Deuteronomy and
the Deuteronomistic History's Transformation ofTorah, VT SI [2001] 511-543) confounded
origin and reception assuming (Ioc. cit 525). that the Deuteronomistic Historian reversed "the
t

double denial by the Deuteronomistic author that there should be any connection between king
and cull". The direction of reversion is exactly the other way round. As already in his disserta-
tion B.M. Levinson'ls analysis is negatively affected by the fact. that he does not dispose of ,8
clear idea of the literary history of Deuteronomy. T. Veijola (Principal Observations on the
Basic Story in Deuteronomy 1-3. in: M. Augustinl K.-D. Schunck [ed.5], uWOnschet Jerusa-
lem Frieden". 'Collected Communications tothe XIIth Congress of the International Organiza·
tion for the Study of the Old Testament, BEAT 13, Frankfurt a.M. 1988, 249-259) tried to ar-
gue that the basic literary layer in Dtn 1-3 was written as an introduetion of DtrH independent
from Deuteronomy, which was incorporated into DtrH by a nomistic Deuteronomist (DtrN),
although the I. pers. of Moses 'l speech was, as already A. Dillmann (Die BUcher Numeri,
Deuteronomium und Josua. KeH 13, Leipzig 21886, 229-231) could show. only explained by
Moses' promulgation of the following Deuteronomy; cf. E. Otto: Pentateuch (n. 4), 14-15.
Contra T. Veijola cf. C. Frevel: Geschichtswerk (n. 41). 90 n. 99. For fonner discussions of
Dtn 1-3 cf. also L. Perlitt: Deuteronomium 1-3 im Streit der exegetischen Methoden, in: id.,
Deuteronomium-Studien, FAT 8. TObingen 1994. 109-122 who missed the point, because he
t

still assumed, that there were predeuteronomistic traditions .in the book of Numbers. Contra
this assumption see Achenbach, Tora (n. 25), passim.
43 See Otto: Pentateuch (n. 4), 175-233. AJready L. Perlitt (Priesterschrift im Deuterono-
mium?, in: id., Deuteronomium-Studi.en, FAT8, TÜbing,en 1994, 123-143) could show, that
there was no P in Dtn 34. Cf. also E. Ott.o: loc. cit. 211-233. For a different view cf. C.
t

Frevel: Ein vielsagender Abschied. Exegetische Blicke auf den Tod des Mose in Dtn 34, 1-12.
BZ (N.S.) 34 (2001) 209-234.
44 See E. Otto: loc. cit., 132-113.203-206.
45 Cf. S. Mowinckel: Tetrateuch - Pentateuch - Hexateuch. Die Berichte Ober die Landnah-
me in den drei altisraelitischen Geschichtswerken, BZAW 90. Berlin 1964. For the actua) dis-
cussion cf. Frevel: Geschichtswerk (n. 41), 80-'95.
26 EclarlOllo

seemed far so many years to be outdated~ is


now back again on the agenda of
Old Testament scholarship.Scholars like K. Schmid and H.C. Schmitt who
favor an Enneateuch from Genesis to 2 Kings46 have difficulties to explain, why
the Pentateuch was cut off from the other books of this Enneateuch, if they do
not at all even refuse the question as J. Van Seters claiming, that the formation
of the Pentateuch schould not be a part of a literary history of the Pentateuch at
all: uWhile it seerns fairly certain that, by the fllSt century CE, the Pentateuch
or Law was a fixed collection of five books, our direct evidence far any
Pentateuch earlier than this remains conjectural ... Tbe process by which the
Pentateuch became divided into five books and then was regarded as distinct
from the books that followed is separated in time from the composition of the
Pentateuch's context by perhaps several centuries"47. But the epitaph in Dtn
34, 10-12 separating the Pentateuch from the books of the Former Prophets
(Joshua - 2 Kings) was part of the composition of the Pentateuch and not at alt
separated fr,om it by centuries48 . To explain the formation of the Pentateuch
from Gen 1 to Dtn 34 should be the main purpose of any reconstruction of the
Pentateuch's literary history.
The fonnation of the Pentateuch was a function of the first commandment of
the Decalogue in Ex 20. Tbe postexilic scribal authors received the two different
programmes of Israel's origins, Deuteronomy and the Priestly Code, that were
according to the difference between narrated time and time of narration also pro·
grammes far the New Israel after the exile. These programmes contradicted each
other not onJy in several items of cultic law but even more decisive in the ideas
what the people of Israel forrned and integrated, a covenant or a genealogy49,

46 Sec H.·C. Schmitt: Theologie in Prophetie und Pentateuch. Gesammelte Schriften~


BZAW 310, Berlin/ New York, 2001; K. Schrnid: Erzväter und Exodus. Untersuchungen zur
doppelten BegrOndung der UrsprUngelsraeJs innerhalb der Geschichtsbücher des Alten Testa..
ments. WMANT 81, Neukirchen-V luyn 1999.
47 See J. Van Seters: Pentateuch (n. 7), 10. The same problem burdens the hypothesisof
H.-C. Schmitt (Die Erzählung vom Goldenen Kalb Ex. 32· und das Deuteronomistische
Geschichtsy/erk, ~n: S.L. McKenziel T. Römer [ed.5]. Rethinking the Fcundations. Historio·
graphy in the Ancient World and in the Bible, BZA W 294, Berlinl New York 2000, [235-250]
250), thai the fIrSt Pentateuch was that of the Septuagint. Thc Moses-image of a late deuterono..
mistic redaction of an Enncateuch should be the reason for cuning off the Pentateuch from an
Elmeateuch without leaving al1Y traces in the Hebrew t,ext bu( only in the Sepiuagint. This is a
not very convincing solution of the Pentateuch ~s origins.
48 See Otto: loc. eil., 215-216.228-230. For the analysis of Dtn 34 as part of the Hexa·
teuch and Pentateuch cf. also T. Römer: Deuteronomium 34 zwischen Pentateuch. Hexateuch
und deuteronomistischem Geschichtswerk, ZAR S (1999) 167-178; id.l M.Z. Brettler:
Deuteronomy 34 and the Case for a Persian Hexateuch, JBL 119 (2000) 401-419.
49 It was A. de Pury's merit to recognize these two different ··myths" of Israel~s origins; cf:
A. dePury: Las dos leyendas sobre cl origin de Israel (Jacob y Moises) yla elabora~ion dei
Pentateuco" EstBib 52 (1'994) 95-131; id.: Erwlgungen zu einem vorex i tischen Stämme-
jahwismus. Hos 12 und die Auseinandersetzung um die Identi.tlt Israels und seines Goltes. in:
w. Dietrich/ M.A. Klopfenstein (ed.sl. Ein Gott allein? JHWH-Verehrung und biblischer
The Penlateuch in Synchronical and Diachronica/ Perspeclives 27

and what constituted it, Abraham, the patriarch, or the Exodus so . For the
postexilic scribes God was one (Dtn 6,4-5)51 so that God's will related to
Israel's ethics could only be one. Thus they had to combine these two program-
mes and they did it by exegetical scribal-protohalachic techniques S2 . In the
Pentateuch's plot Deuteronomy as a scribal-mosaic exegeticaJ interpretation of
the Sinaitic torah became the paradigm Cor the scribal endeavour forming the
Pentateuch out of the two contradicting programmes of the deuteronomistic
Deuteronomy and the Priestly CodeS). The Pentateuch was not at all a U com-
promise" between a priestly and a non-priestly lay literature and theologyS4

Monotheismus im Kontext der israelitischen und altorientalischen Religionsgeschichte, OBO


139, Fribourgl Göttingen 1994, 413-439.
SO Cf. T. Römer: Israels VAter. Untersuchungen mr Vaterthematik im Deuteronomium und
in der deuteronomistischen Tradition, OBO 99, Fribourg/ Göttingen 1990; A. de Pur)':
Abraham: The Priestly Writer's ~'Ecumenical" Ancestor, in: S.L. McKenzie/ T. Römer (ed.s),
Rethinking the Foundations. Historiography in the Ancient World and in the Bible, BZA W
294, BerlinJ New York 2000, 163-181.
SI For a post-exilic monotheistic interpretation of Dtn 6,4-5 cf. O. Loretz: Des Gottes
Einzigkeit. Ein altorientalisches Argumentationsmodell zum "Schma Jisrae)", Dannstadt 1997;
T. Veijola: Das Bekenntnis Israels. Beobachtungen zur Geschichte und Theologie von Dtn 6,4-
9, ThZ 48 (1992) 369-381; id.: Höre Israel! Der Sinn und Hintergrund von Deuteronomium VI
4-9, VT 42 (1992) 528-541. For the deuteronomic-preexilic origin of Dtn 6,4-5 as a mono-
jahwistjc confession see E. Otto: Deuteronomium (n. 5)1I 360-364; cf. also P. Höffken: Eine
Bemerkung zum religionsgeschichtlichen Hintergrund von Dtn 6,4, BZ 28 (N.S.) (1984) 88-
93; F. Garc'a L6pez: "EI unico pueblo sabio einteligente." Dios, ley y pueblo eo la estrategia
religiosa dei Deuteronomio (Dt 4,5-8; 6,4-9; 30, I5-20), in: S. Barbaglia (cd.), Deuterono-
mismo e Sapienza: la riscrittura dell'identitä culturale e religiosa di Israele. Atti dei XII con-
vegno di Studi Veterotestamenti (Napoli, 10-12 Settembre 2001), Richerche Slorio Biblico 1,
2003, (9-24) 11-12.
52 For a survey of these techniques cf. M. Fishbane: Biblical Interpretation in Ancient Isra-
el~ Oxford 1985; E. Otto: Ermeneutica (n. S), 215-241; id.: Rechtshenneneutik (n. 5), 75-98.
53 Cf. Otto: Pentateuch (n. 4), 234-265.
54 For the priestly tradition of the torah cf. apart from Dcuteronomy cf. especially Jer 8,8;
18,18; Ez 7,26; 44,2f.; Ezr 7,10; Neh 13, 13. It is a fatal mistake to interpret Deuteronomy as
religious lay literature; contra T. Veijola (Die Deuteronomisten als Vorgänger der Schriftge·
lehnen. Ein Beitrag zur Entstehung des Judentums, in: id., Moses Erben. Studien zum
Dekalog, zum Deuteronomismus und zum Schriftgelehrtentum, BWANT 149, Stuttgart 2000,
192-240), who projected conditions of the fU'St century BCE., when the Zadokite priests were
"secularized" by hellenistic influence and no longer able Uto fulfi I the task of scribal interpreta-
tion of the holy texts" (see M. Hengel: "Schriftauslegung" und nSchriftwerdungU in der Zeit des
Zweiten Tempels, in: id.l H. Löhr [ed.s), Schriftauslegung im antiken Judentum und im
Urchristentum, WUNT In3, )-71) into the exilic period. For the priestly roots of the prOlO-
rabbinie halacha in the Hebrew Bible cf. also G. Boccaccini: Roots of Rabbinie Judaism. An
Intellectual History fram Ezekiel to Daniel, Grand Rapids/ Cambridge (U .K.) 2002. As scribal
families like the Shafan-family were of Zadokite origin (cf. e.g. W.B. Barrick: Dynastie
Politics, Priestly Succession and Josiah's Eighth Year, ZA W 112 [2000] 564-582) also
Deuteronomy, wh ich was of scribal origin, had a Zadokite background; cf. Otto:
Menschenrechte (n. 28), 57-75. For the hislory of Judean priesthood cf. J. Schaper: Priester
und Leviten im achlmenidischen Juda. Studien zur Kult- und Sozialgeschichte Israels in
28 Eckar' 0110

even forced by the Persian imperial govemment SS by means of an imperial


authorization of the torah56 . The exilic Priestly Code encompassed the penta-
teuchal narrative from creation (Gen 1) to the promise of YHWH's inhabitation
in the midst of His people (Ex 29,42--46)57 and was supplemented by Ex 30-
Lev 9 (PS) after the exile. The kerygma of the Priestly Code was the idea, that
YHWH's inhabitation in the midst of his people Israel was the purpose of the
creation of the world and, as the primeval story in Gen 1-11 showed, also of
the world history of all the nations. Whereas the theme of Israel's settlement in

persischer Zeit FAT 31, TUbingen 2000; E. Otto: Gab es ,,historische" und "fiktive" Aaroniden
t

im Alten Testament?, ZAR 7 (200 I) 403-414; id.: Art. Priestertum 11. Religionsgeschichtlich.
1. Alter Orient und Altes Testament. 2. Antikes Judentum, in: RGG4 VI (2003) 874-878 with
further 1iterature.
S5 Contra E. Blum: Studien zur Komposition des Pentateuch BZAW 189 Berlinl New
t t

York 1990 333-360. For a critical review of this monograph cf. E. Otto: Pentateuch (n. 4),
t

164-181. The main problem of E. Blum's monograph operating with a deuteronomistic


composition is its neglect of Deuteronomy as part of the Pentateuch. As it was in the 19th
century there will be no new "Wellhausen" (cf. J...L. Ska: Un nouveau Wellhausen?, Biblica 72
[ 1991] 261-262) w ithout a new uDe Wette"; cf. F. Garefa L6pez: Oe 1a antigua a la nueva
criteria literaria dei Pentateuco, EstB 52 (1994) (7-35) 17 n. 27; id.: EI Pentateuco.
Introducci6n a la lectura de los einco primero libros de la Biblia, Introducci6n al estudio de la
Biblia 3a, Estella 2003, 65 n. 58. E. Blum is depending on R. Rendtorff: Das Uberlieferungs-
geschichtliche Problem des Pentateuch, BZAW 147. Berlinl New York 1977. For a critical re-
view of this monograph cf. E. Otto: Stehen wir vor einem Umbruch in der Pentateuchkritik?,
VuF 22 (1977) 82-97.
S6 For the hypothesis of 8 "Persian imperial authorization" of the torah cf. P. Frei: Zentral-
gewalt und Lokalautonomie im Achlmenidenreich, in: id.l K. Koch: Reichsidee und Reichs-
organisation im Perserreich, OBO 55, Fribourg/ Göningen 21996, 8-13 t; id.: Die persische
Reichsautorisation. Ein überblick, ZAR 1 () 995) 1-35. The discussion of this hypothesis
proved, that it is without any historical basis; cf. E. Otto: Pentateuchredaktion (n. 32)t 66-70;
G. Ahn: Israel und Persien~ in: RGG4 IV. TObingen 2001, 309-311; L. Fried: UYou Shall
Appoint Judges u : Ezra's Mission and the Rescript of Artaxerxes, in: J. W. W3ttS (ed.), Persia
and Torah. The Theory of Imperial Authorization of the Pentateuch~ SBL Symposium Series
17 Atlanta 2001~ 63-90; G.N. Knappen: An Achaemenid Imperial Authorization ofTorah in
t

Yehud?, Joc. cit., ) 15-134; J.L. Ska: uPersian Imperial Authorization": Some Question Marks,
loc. eit., 161-182; id.: Inttoduction ä 18 lecture du Pentateuque. CI~s pour I' interpretation des
cinq premiers livres de la Bible. Blllssels 2000, 310-323; J. Wiesehöfer: nReichsgesetzU oder
nEinzelfallgerechtigkeit". Bemerkungen zu Peter Frei, These von einer achämenidischen
Reichsautorisation, ZAR I (1995) 36-46; U. RQterswOrden: Die persische Reichsautorisation
der Thora: fact or fiction?, ZAR 1 (1995) 47-61. For the problem of authenticity of the
Anaxerxes-firman in Ezra 7 t 2-26 cf. the critical evaluation by S. Grätz (Der königliche Erlaß
t

Ober den Jerusalemer Tempel und den Auftrag Esras. Eine Untersuchung zum religionspoliti-
sehen und historischen Umfeld von Esr 7,12-26, Habilitationsschrift Bonn 2003), who favors a
Ptolemaic context for Ezra 7.
57 For P ending in the Sinai-pericope cf. T. Pola: Die ursprüngliche Priesterschrift. Beob-
achtungen zur Literarkritik und Traditionsgeschichte von pO, WMANT 70 Neukirchen-Vluyn
t

1995; E. Otto: Forschungen zur Priesterschrift, ThR 67 (1997) I-SO; E. Zenger: Einleitung in
das Alte Testament~ KStTh I/I, Stungart 3]998, 145-159.
The Pentateuch in Synchronica/ and Diachronica/ Perspeclives 29

the promised land had no structural function in the plot of p's narrative 58 , this
was one of the main topics of the deuteronomistic Deuteronomy, which was li-
terarilyconnected with adeut.eronomistic book of JoshuaS 9 : Entering the pro-
mised land, i. e. coming home out of the exile, should p,rove, that JHWH did not
give up his people and that their history shouId go on after all. The postexilic
scribes conflated P and D and formed the Hexateuch from Gen I to Jos 2460 ,
using the sources of its sourc,es P and D in order to fann the postpriestly and
postdeuteronomistic narratives of the Hexateuch.

I P Gen I - Lev 9* o Dtn I-JO; Jos 1-23*


~,

"
Hexateuch
Gen 1 - Jos 24* (Judges 2,9)
I

The scribal authors forming the Hexateuch (HexRed) in the fifth century aCE.
in the period of Nehemia's activity in Jerusalem were of opinion, and this was
the kerygma of their Hexateuch, that Israel's inheritance of the promised land
and aseeure life in this land were the purpose of creation and world history .
The scribal intellectuals in Jerusalem subversivly took over the Persian imperial
ideology as already the authors of the pre-exilic Deuteronomy did with regard
t

to the Assyrian royal ideology. In the Persian imperial ideology it was part of
the worldorder (arta-), thatthe Great God Ahura-Mazdah worldwide gave each
nation its land with Persepolis as the center of the world 61 . The authors of the

58 Contra C. Frevel: Mit Blick auf das Land die Schöpfung erinnern. Zum Ende der
Priester-grundschrift, HBS 23, Freiburg i.Br. 1999. See the critical review of this monograph
by E. Otto in: ThRev 97 (200 1) 212-214; id.: Forschungen (n. 7)~ 128-130.
59 For the deuteronomistic material in Joshua in the horizon of a Hexateuch contra M. Noth
cf. already E. 0«0: Das Bundesmazzotfest von GilgaI. Ein Beitrag zur Kultgeschichte Israels
und Überlieferungsgeschichte des Hexateuch, Diss.theoL Hamburg 1973, 24-99'; id.: Das
Mazzotfest in Gilgal, BWANT lOS, Stuttgart 1975,26-103. More than thirty years later the
results of this monograph are 10 be revised this way, that the non-deuteronomist layers in
Joshua (A)were not pan of a pre- but of a post-deuteronomistic H.cxateuch. The coherent deute-
ranom istic layer was not an independent source (8) but the pusuit of the deuteronom istic
Deuteronomy (DtrL). At that time very few German scholars shared my critique of M. Noth's
hypothesis of Joshua as part of a DtrH. Now after more than thirty years later the number of
those, who agree,that Joshua was never part of a DtrH, is increasing.
60 Cf. Otto: Pentateuch (n. 4).~ 17-86.103-109.130-135.175-180.243-262.
61 Cf. G. Ahn: ReligiOse Herrscherlegitimation im achämenidischen Iran. Die Voraus-
setzungen und die Struktur ihrer Argumentation. Acta lranica 31, Leiden! Leuven 1992, 255-
297; K. Koch: Weltordnung und Reichsidee im alten Iran und ihre Auswirkungen auf die
Provinz Jehud, in: id.l P. Frei, Reichsidee und Reichsorganisation im Perserreich, OBO 55,
Fribourg/ Göningen 21996, (133-337) 149-159.197-202; E. Dno: Moses (n. 13),49-54. For
the semanticalmea-ning of arlQ- see Sanskrit ,ra "cosmic ordern; cf. B. Geiger: yRta und
30 Eckart Dito

Hexateuch, that culminated and ended with a covenant between Israel in its land
and JHWH at Shechem in Jos 2462, advocated for a Great-Israel including the
northem tenitories of Samaria and Galilee and contra,dicted the programme of a
Judean Israel in the Nehemia-Memorial, which for its part criticized to thedeu-
teronomistic Deuteronomy, which connected favored a Great Israel including
Samaria with the deuteronomistic book of Josua (DtrL). The authors of the
Hexateuch refered to this deuteronomistic concept of an Israel including the
northem tribes. The pre-Nehemia Persian province system63 seemed to corre-
spond to a realization of this exilic deuteronomistic idea of a Great-Israel. The
authors of theHexateuch only shifted its center from Samaria to the traditio-
nally highly esteemed Shechem (Gen 33,18-20)64. The authors ofthe Nehemia-

Verwandtes, WZKM 41 (1934) 107-126; M.A. Dandamaevl V.G. Lukonin, T'heCulture and
Sociallnstitutions af Ancient Iran,Cambridge 1989, 339.353.
62 For the literary relationship between the deuteronomistic chapter Jos 23 (DtrL) and the
post-deuteronomistic chapter Jos 24 (Hexateuch-redaction) cf. E. Otto: Pentateuch (n. 4), 230-
232.244-247.
63 There are good reasons far the thesis, that pre-Nehemia Yehud was a subprovin,ce of
Samaria (cf. already A. Alt: Die RoHe Samarias bei der Entstehung des Judentums, in: id.,
Kleine Schriften zur Geschichte des Volkes Israel 11, Munich 1953, 316-337) or at least under
Samarian influence without being aprovince of its own right; cf. T. Willi: Juda - Jehud -
Israe L Studien zum Selbstverständnis des Judentums in persischer Zeit, FAT 12, TUbingen
1995. 30; D. Vanderhooft (New Evidence Pertaining to the Transition from Neo-Babylonian to
Achaemenid Administration in Palestine, in: R. Albertzi B. Becking [ed.s],Yahwism after the
Exile. Perspectives onlsraelite Religion in the Persian Era. Studies in Theology and Religion
5. Assen 3003 [219-233] 227-228) correctly denies. that there was a neo-babylonian province
9

of Juda during the exilic period; far a critique of the hypothesis of Mizpa as pol itical center of
such a province cf. also HJ. Stipp: Gedalja und die Kolonie von Mizpa, ZAR 6 (2000) 155·-
171. E.A. Knauf (Towards an Archaeology of the Hexateuch, in: J.C. Gertzl K. Schmidl M.
Witte [ed.s], Abschied vom Jahwisten. Die Komposition des Hexateuch in der jüngsten
Diskussion, BZAW 315, Berlinl N,ew Vork 2002, 275-294)givesgood reasons for correlating
literary h,storical data of tbe Pentateuch with socio-archaeological data. This approach should
be promoted by further sl'Jdies.
64 For Gen 33, IS·-20 as a core section of the Jacoi).narratives cf now E.A. Knauf: Bethel,
in: RGG4 I, TQbingen 1998.. 1375-1316 ("vom 12. bis zum 10. Jh. war B[ethel] wenig bedeu-
tend; wahrscheinlich war damals Sichern [Gen 33.18·-20] und nicht B[ethel) [Gen 28,11-22;
35.1-8.14-] S) westjordanischcr Haftpunkt der Jakobs· Tradition'~). Cf. aJready E. Otto: Jakob
in Sichern. Übcrlieferungsgeschichtliche, archlologische und tcrritorialgeschichtliche Studien
zur Entstehungsgeschichte Israels. BWANT 110, Stuttgart J919, 67-108. For the late :-cvival
of Shechenl cf. N. Na'aman: The Law of the Altar in Deuteronomy and the Cultic S*le Near
Shechem, in: S.L. McKenziel T. Römer (ed.s), Rethinking the Foundations. Historiography in
the Ancient World and in the Bible, BZAW 29'4. BerlinI New York 2000, 141-161. For the ar-
chaeological context cf. G.E. Wright: Shechem. The Biography of a Biblical City. London
1965; K. Jaros: Sichern. Eine archäologische und religionsgeschichtliche Studie mit besonderer
Berücksichtigung von Jos 24, 080 11, Fribourgl Göttingen 1916; E. Otto: Überlieferungen
von Sichern und die Ausgrabungen aufteil baJatä, BN 6 (1978) 19-26; id.: Jakob (see above),
108-140; E.F. Campbell: Shechem, in: NEAE IV, Jerusalem 1993, J345-1354; V. Fritz:
Sichern, in: TRE 31, BerlinJ New York 2000,245-247; E. Otto: Sichern, in: LThK3 IX~
The Pentateuch in Synchronical and Diachronical Perspectives 31

Memoirs criticized this idea in favor of a Judean Yehud, because they advocated
for Jerusalem 6s as the political and religious center of a Judean province
Yehud66 .
For the authors of the Hexateuch the possession of the Judean land was
God's central gift und purpose of Israel's salvation history, but for Judeans li-
ving inthe diaspora this concept was not convincing. For them the revelation of
the torah was God' s maingift. They prefered the idea, that Israel was not
constituted by the possession of I.and but by the torah. 'Israel' could be
anywhere in the world, where Judeans were fulfilling God's will. This diaspora
perspective was brought to Jerusalem by Ezra's mission67 . The authors of the
Pentateuch-redaction (PentRed)were linked to or part of thisgroup of scribes
coming from the Persian diaspora68 . The Ezra-narratives, as especially Neh 8-9
shows, were already based on the Pentateuch inthe literary fonn shaped by the
Pentateuch-redaction69 . The authors of this Pentateuch-redaction extended the
Sinai-pericope by forming the Holiness Code inLev 17-2670 and inserting the

Freiburg LBr. 2000" 558-559; id.: Sichem, in: RGG4 VII, Tübingen 2004 with further litera-
ture.
65 The Chronicler look up the ideal of a Great Israel oftwelve tribes one hundred years la-
ter; cf. Y. Levin: Who was the Chronicler's Audiencc? A Hint from His Geneal.ogies, JBL 122
(2003) 229'-245. For the history aod archaeology of Jerusalemin the Persian period see the
survey in E. Otto: Jerusalem - die Geschichte der Heiligen Stadt. Von den Anßingen bis zur
K.reuzfahrerzeit, Urban 308, Stuttgart 1980, 100-109 with further literature.
66 For a survey ofthe political programmcofthe Nehemia-Memorial see C. Karrer: Ringen
um die V,erfassung Judas. Eine Studie zu den theologisch.. politischen Vorstellungen im Esra-
Nehem ia-Buch, BZAW 308, Berlinl New York 2001, 128-213.
67 As the Ezra-namdves were Iiterarily dependent on the Nehemia-Memorial Ezra histori-
caHy followed Nehemia.
68 For the historical background of Ezra's mission cf. K. Koch: Reichsidee (n. 60). 202-
284.; id.: Art. Esra/ EsrabOcher.in: RGG4 11 (1999) 1581-1586.
69 See E. 'Otto: Pentateuch (n. 4). 196-211. ThaI the P'entateuch·redaction (PentRed)
should be a "final redaction'" as E. Blum (Die literarische Verbindung von Erzvätern und
Exodus. Ein Gespräch mit neueren Endredaktionshypothesen, in: J.C. Gertzl K. Schmidl M.
Witte [cd.s), Abschied vom Jahwisten. Die Komposition des Hexateuch in der jüngsten
Diskussion. BZAW 315. BerlW New York 2002, 119-156) assumes, is ,8 fatal misinterpreta-
lion, because there was left no doubt" that the Pentateuch-redaction did not have the character of
a final redactioß, hut that !here were alot ofpost-redactional additions to the Pentateuch rar-
ming schaols; cf. E. Otto: Pentateuch (n. 4), 38-39.93-101.. 105-106.118.133-134.195-
196.227-233.236.242-244.262-263; R. Achenbach: Tara (n. 25), 443-633.
70 The Holiness Code was formed by the Pentateuch-redaction; cf. E. Otta: Das
Heiligkeitsgesetz Leviticus 17-26 in der PentateuchredaJction, in: P. Mommerl W. Thiel (ed.s).
Altes Testament. Forschung und Wirkung. Festschrift fllr H. Graf Reventlow, Frankfun I.M.
1994 65-80; id.: Heiligkeitsgesetz (n.6)" 125-196; id: Heiligkeitsgcsctz, in: RGG4 Ill
11 t

TObingen 2000, 822-821. For an evaluation ofthe hypothese5, that the Holiness Code was eit-
her part of P (soA. Ruwe: .,HeiUgkeitsgesetz" und ..,Priesterschrifr'. Literaturgeschichtliche und
rechtssystematische Untersuchungen zu leviticus 17,1-26.2, FAT 26~ TQbingen 1999) or a li..
terarily independent law codepost...P (so K. Grilnwald: Das Heiligkeitsgesetz Leviticus 17-26.
Ursprüngliche Gestaltt Funktion und Theologie, BZAW 271 Berlinl New Vork 1999) cf. E.
t
32 Eclcar, 0110

Decalogue and Covenant Code in Ex 20-23 71 . On the other side they cut offth.e
book of Joshua from Deuteronomy and reduced the Hexateuch to, a Pentateuch,
becausethe theme of the land should 00 longer function as culmination and
purpose oflsrael's salvation history in the Pentateuch's plot:

Otto: DasHeiligkeitsgesetz zwischen Priesterschrift und Deuteronomium. Zu einem Buch von


Andreas Ruwe, ZAR 6 (2000)336-340; id.: Rezension von K. GrOnwald, in: Biblica 82
(2001) 418-422; R. Achenbach: Das Heiligkeitsgesetz im nachpriesterschriftlichen Pentateuch,
ZAR 6 (2000) 341-350 (review of K. Grtlnwald, op. eiL). But aU the same how one votes in
regard to the Holiness Code, there is no doubt, that Neh 8-9 quoted Deuteronomy and
Holiness Code likewise, what means that Neh 8-9 was literary-historically postdeuteronomistic
and post-priestly. This was exactly the literary horizon orthe Hexateuch- and Pentateuch-redac..
tions. So there is a partial truth in the hypothesis of a "HoHness School u supp]ementing the
priestly Pentateuch; cf. I. Knohl: Thc: Sanctuary of Silence. The Priestly Torah and the
HoJiness School. Minneapolisl99S; rar a critical evaluation of Ibis monograph see E. Otto:
Priesterschrift (n. 57), 44-50. If a nHoliness School" should be responsi.ble for the Holiness
Codeand some supplementary fragments in a UTritoteuch" (cf. T. R,ömer: Das Buch Numeri
und das Ende des Jahwisten. Anfragen zur ".Quellenscheidung" im vierten Buch des Pentateuch t

in: J.C. Gertzl K. Schmidl M. Witte [ed.s]: Abschied vom Jahwisten. Die Komposition des
Hexateuch in der jüngsten Diskussion, BZA W 31 S, BerlinJ New York 2002, 215-23 I) there
remainsthe problem, that a "Tritoteuch"independent fromDeuteronomy cannot be a solution
foranything, because 1. .it does not make sense 10 revise Deuteronomy in the "Tritoteuch i fU 9

Deuteronomy is not part of it, 2. Numbers has a lot of post-redactional supplements but the li-
terary basis of Numbers was part of a Hexateuch; cf. E. Dno:Pentateuch (n. 4l~ 12-109; R.
Achenbach: Tora (n. 25), 173-442.
71 Thc authors of the Pentateuch-redaction used the sources of their sources for suppl,emen-
ting their sourcesD and P. TheDecalogue in Ex 20" which theyintegrated in the Sinai-peri-
cope in order to underline the identity of the Sinai-torah and Deuteronomy, showed same
characteristi,cs, that were earlier than those ofthe Decalogue in Dtn St because theauthors ofthe
Pentateuch-redaction quoted the Decalogue, which was the source ofthe Decalogue in Dtn S (cf.
E. Otto: Dekalog [no 31 ]), in the Sinai-pericope. But theauthonof the Pentateuch-redaction
also revised this Decalogue in Ex 20,when they insert,ed il int,o the Sinai-pericope,. so thai it
also shows som,c postdeutcronomistic characteristics: cf. E.Otto: Theologische Ethik im Alten
Testament, ThW 3/2, Stuttgart 1994, 208-219~ id.: Der Dekalog als Brennspiegel israelitischer
Rechtsgeschichte., in: id., Kontinuum und Proprium. Studien zur Sozial- und Rechtsgeschichte
des Alten Orients und des Alten Testaments, Orientalia Biblica ct Christiana 8, Wiesbaden
1996, 293-304;id.:Dekalog, in: R'GG4 11 (1999) 625-628 with further literature. Also the
Covenant Code shows early andlate characteristics; cf. now H.C. Schmitt: Altargesetz (n. 32),
269-282. As the main source for the legal corpus of the deuteronomic Deuteronomy (cf. E.
Otto: Deuteronomium (n. Sj, 203-318) the authors of the Pentafeuch-redactioninserted the
Covenant Code into the Sinai-pericope and revised i.t; cf. E. Otto: Ethik (see abovc), 230-233;
id.: Pentateuchredaktion (n. 32), 70-77; id.: Bundesbuch, in: RGG4 I (1998) 1876-1877. For a
review ofthe mon.ograph ofV. Osumi (Die Kompositio·nsgeschichle des Bundesbuches Exodus
20,22b-23,33,. OBO 105 t Fribourg/ Göttingen 1991) cf. E. Otto: Die Kompositionsgeschichte
des alttestamentl ichen "Bundesbuches" Ex 20 22b--23,33. WZKM 83 (1993) 149-165, far the
t

monogr.aph of L. Schwienhorst.. Schönberger (Das Bundesbuch [Ex 20,22-23,33]. Studien zu


seiner Entstehung und Theologie, BZA W 188, Berlin/ New Y·ork 1990) see the review by E.
Dno: Vom Profanrecht zum Gottesrccht, ThR 56 (1991) 412-427; id.: Körperverletzung oder
Verletzung von Besitzrechten? Zur Redaktion von Ex 22.1Sf. im Bundesbuch und §§ 55; 56
im Mittelassyrischen Kodex der Tafel A,ZAW 105 (1993) 153-165.
The Penlaleuch in SynchronicaJ and Diachronica/ Perspeclives 33

Hexateuch
Gen 1 - Dtn 34; Jos 1-24 (Judges 2,9)

~.

Pentateuch" FonnerProphets
Gen 1- Dtn 34 Jos 1- 2 Kings 25

With Moses' death ended the time of the torah' s revelation. From then on the
torah, that Moses wrote down the day he died, took over his function of media-
ting between God's will and his people's ethos. Thus Moses had to die the day
before the people crossed the Jordan, so that the written torah could cross the
river and enter the land together with God's people.
The authors of the Pentateuch-redaction like those of the Hexateuch-redac-
tion too bad a theo-political perspective, that citizised the religious implications
of the Persian royal ideology. Arguing against the Persian ideology they could
refer to P. The kerygma of the exilic Priestly Code was a counter-programme to
the Babylonian creation-epos of the Enuma Elis 72 . There the creation of the
world, Marduk's kingship and the foundation of the city of Babyion and
Marduk's inhabitation in the temple E.SAG.IL in this city were the purpose of
the divine theogony and battle. For the Priestly Code YHWH was in a
monotheistic perspective the only God, so that there could be 00 theogony and
divine battle as preconditions for the creation of the world. Instead of divine
actions in a pantheon P narrated of YHWH's actions in history. But apart from
these differences there were several structural identities between the sixth and
seventh tablet of the Enuma Elis 73 and P. For P the purpose of the creation of

72 For the cuneifonn text of the Babylonian creation epic see W.G. Lambert: Enuma Elis.
The Babylonian Epic ofCreatioß. The Cuneiform Text. Oxford 1967. For the interpretation of
this epos see T. Jacobsen: Thc Treasures of Darkness. A History of .Mesopotamian Religion~
New Haven 1978, 167-191. W.G. Lambert: Tbc Relationship of Sumerian and Babylonian
Myth as Seen in Accounts of Creation, in D. Charpinl F. Joannes (ed.s): La circulation des
biens. des personnes et des idees dans la Proche-orient ancicn. Actes de 18 XXXVllle Rencontre
Assyriologique intemationale t Paris 1992, 129-135; B. Pongratz-Leisten: INA AJLMI -IRUB.
Die kulttopographische und ideologische Programmatik der akt,u-Prozession in Babylonien
und Assyrien im 1. Jahrtausend v.ehr., Baghd Forsch 16, Mainz 1994, 15-18.74-78.87-90.
73 For a transliteration and translation of the seventh lablet see E. Ebeling: Die siebte Tafel
des akkadischen Weltschöpfungsliedes Enuma Elis, MAG 1214, Wiesbaden 1939 (Reprint
OsnabrOck ]972). The great number of tablets of the enuma elis found e.g. in BabyIon,
Borsippa, Kis) Sippar and Warka in neoassyrian and neobabylonian contcxts of the first mille-
nium aCE. shows the great meaning t that thc epos had also in this millenium in
Mesopotamia. For the traditio-historical context of the motif of the divine battle in west· and
east-semitic contexts cf. E. Otto: Krieg und Frieden in der Hebräischen Bibel und im Alten
Orient. Aspekte fllr eine Friedensordnung in der Modeme, ThFr 18 t Stuttgart 1999 t 13-7S.
34 Eckar' 0110

the world and world history was the establishment of YHWH's sanctuary, the
'tent of meeting', and the inhabitation of God in his sanctuary 74. P was written
in a diaspora perspective, so that the sanctuary ofthe ,tent ofmeeting' could be
folded up. The authors ofthe Pentateuch.. redaction shared this diaspora per-
spective of the Priestly Code. As for P also for them the land of Israel had no
specific religious value. But different from P for the authors of the Pentateuch-
redaction not theestablishment o,f a sanctuary7S but the revelation ofthe torab
was the purpose of creation of the world and world history 76. The concept of
the torah as God's central gift in Israel's salvation history the authors of the
Pentateuch-redaction got from Deuteronomy and integrated it into the pro-
gramme of the Pentateuch. They critizised by theirprogramme of th,e Sinai-co-
venant and -torah written down by Moses (Dtn 31,9-13) a prophetie idea ara
terah written into human's heart (Jer 31,31-34)77. Against the whole corpus
propheticum the Pentateuch-redaction stated that with Moses as the arch-pro-
phet prophecy had come to ,an end. This was not the last wordof the Hebrew
Bible, hut the redactors of the canon formed a kind of triad of the Pentateuch,
Former Prophets and corpus propheticum 78 . After the period of revelation of
the torah in the Pentateuch aperiod of sin and distress in the Former Prophets
should follow. The authors of the canon differentiating betweennarrated time
and time of narration were of opinion, that the Hellenistic period as a time of

74 Cf. E. Otto: Moses (n. 13), 33-48+


75 With the restoration of the postcxilic temple in Jerusalem (cf. P.R. Bedford: Temple
Restoration in Early Achaemen id Judah~ JSJ Suppl. 65. Leiden! New York 200 I) the concept
of P became obsolet inspite of its postexiHc actualization by PS.
76 For an analysis ofthe postpriestly primeval story in Gen 1-11 cf. J.L. Ska: EI retato de
diluvia. Un relato sacerdotaJ yalgunos fragmentos redaccionales posteriorest EstB 52 (1994)
37-M.; E. Otto: Die Paradieserzlhlung Gen 2~3: Eine nachpriesterschriftliche Lehrerzlhlung in
ihrem religionshistorischenKontext, in: A.A. DieseU R.G.. LehmannJ E. Otto/ A+ Wagner
(ed.s): ~~Jedes Ding hat seine Zeit ...n. Studien zur israelitischen und altorientalischen Weisheit
Festschrift tUr D. Michel~ BZAW 241, BerJinI New York 1996, J67-192: J. Blenkinsopp: A
Postexi lie lay source in Genesis I-lI, in: J.C. 'Gertz/ K SchmidtJ M. Witte (ed.s lt Abschied
+

vom Jahwisten. Die Komposition des Hexateuch in der jüngsten Diskussion, BZA W 3 t S.
Berlinl New York 2002, 49-61; M. Ameth: "Durch Adams Fall ist ganz verderbt ...u. Studien
zur Entstehung der alttestamentlichen Urgeschichte, Habilitationsschrift Munich 2003. For a
discussion of the analysis ·of redactions in Genesis 1-1 J by D. Carr (Reading the Fractures of
Genesis. Historical and Literary Approachcs. Louisville lQ96" 48-11 J) cf. E. Otto: BrUrke~­
schlAge in der Pentateuchforschung, ThR 64 (1999) 84-95. For the monograph of M. Wjne
(Die biblische Urgeschichte. Redaktions- und theo,logiegeschichtliche Betrachtungen zu Genesis
1.1-11,,26, BZA W 265, BerlinJ New York 1998) cf. the review by E. Ouo in: Bibtica 82
(2001) 270-273.
77 For Jer 31,31-34 as a counterprogramme to the Pentateuch-redaction cf. E. Otto:
Pentateuch (n. 4), 153-154.172.1964207-208.232.260. For the postdeuteronomistic character
of Jer 31.31-34 cf. K. Schmid: Buchgestalten des Jeremiabuches. Untersuchungen zur Redak-
tions- und Rezeptionsgeschichte von Jer 30-33 im. Kontext des Buches, WMANT 72, Neu-kir..
chen-Vluyn 1996, 302-304.
78 Cf. K. Schmid: Urspronge (n. 46), 19-26.
The Pentateuch in Synchronical and Diachronica/ Perspectives 3S
distress, which they were living in, had its paradigm in tbe pre-exilic period
from Judges to 2 Kings. But they were aware of the fact, that different from the
people of the pre-exilic Israel and Juda they could expect not only a cata-
strophe, hut after it a messianic-eschatological future, which was promised in
the corpus propheticum beginning with the messianie prophecies in the book of
Isaiah 79 . A canonical reading ofthe Pentateuch this way could overcome a too
simplistic synchronie reading of its plot80 . But this problem would need already
another artiele.

79 The Septuagint de-eschatologized the canon ofthe Hebrew Bible by dissolving this triad
of Pentateuch, Fonner Prophets and corpus propheticum transfering the corpus propheticum to
the end of the canon following the Scriptures. Psalms and wisdom literature got the funetion of
application of the torah to a Jewish life in an hellenistic context. For the interpretation of the
Pentateuch in this context cf. R. Weber: Das Gesetz im hellenistischen Judentum. Studien zum
Verständnis und zur Funktion der Thora von Demetrius bis Pseudo-Phokylides. Arbeiten zur
Religion und Geschichte des Urchristentums 10. Frankfurt 3.M. 2000 and the review of this
monograph by E. Otto, in: ZAR 6 (2000) 371-377.
80 For correlating a synchronical and canonical reading ofthe Pentateuch with a literary-hi..
storical approach cf. E. Otto: Pentateuch (n. 4). 266-273.
Reexamining Empirical Models:
The Case of Exodus 13

MOLLY M. ZAHN

In a field like pentateuchaJ theory in which so much is based upon hypothesis


t

and probability, the idea of empirical models almost makes the mouth water.
These are texts from the Ancient Near East and early Jewish and Christian lite-
rature whose compositional history can be traced with same confidence because
they exist in several versions or rework a known source. Yet for all the promise
of stability and decisiveness that the word '~empirical" brings to mind, empiricaJ
models have not played a major role in pentateuchal criticism. There are per-
haps good reasons für this.. But at the same time, empirical models represent an
underexplored area in a discipline that, given the breakdown of the Documen-
tary Hypothesis and the lack of a convincing replacement far it, badly needs
new models. In this essay, after considering the contributions and limitations of
empirical models as they have traditionally been used in biblical criticism~ I will
discuss two recent studies that point towards a new way in which empirical
models might successfully be employed. I will then apply that new method to a
text that has long eluded consensus: the Mazzot and Firstlings legislation of Ex
13,1-16 1•

l. Empirica/ Models: Limitations and Promise

The study of cmpirical models has pla}ed a key role in establishing and main-
taining the prominence oftraditional literary criticism ofthe Bible as developed
at the end of the 19th century. One of the most serious early chailenges to lite-
rat)' criticism in general and the Documentary Hypothesis in particular was that
it presumed methods of composition unattested in any other body of literature.
Analysis of empirica! models has shown decisively that this criticism is un..

I This essay bu ilds on my analysis of Exodus 13 done in connection with my postgraduate


research at the University of Oxford.. I am grateful (0 John Day far his effort IOd care in super·
vising that work. I would also like especially to thank Bemard M. Levinson for allowing me to
see the manuscript of his forthcoming article on Exodus 34 (see n. 7 below), and far his
valuable comments and suggestions. Thanks are due also to Peter Grund and Kevin Cathcart far
reading and commenting on earlier drafts ofthis essay.
Reexamining Empirica/ Models: The Case 01 Exodus JJ 37

justified 2. Ancient Near Eastem and postbiblical Jewish and Christian texts
display many of the same types of editorial activity as are presumed by the
Documentary Hypothesis, such as combination of a variety of independent
sources and limited or large-scale revision of an earlier source. Thus, empirical
models have demonstrated that the basic presuppositions of biblical source cri-
ticism are quite reasonable, and that the Documentary Hypothesis is not so rar-
fetched as it may appear.
Despite the significance of this conclusion, it is unclear whether empirical
models have anything further to contribute to pentateuchal criticism. For while
empirical models provide pentateuchal theory with an important response to
external critique, within the discipline itselfthe basic principles of diachronicity
and source criticism are widely assumed. To put it another way, the further role
of empirical models in pentateuchal criticism is unclear because the function of
empirical models quite simply does not match the goal of pentateuchal criticism.
Empirical models serve to indicate which compositional techniques might plau-
sibly have been used in the Bible by demonstrating which techniques were used
in culturally and historically similar contexts3 . Most pentateuchal criticism, on
the other hand, seeks to go beyond merely determining what is plausible. The
goal is to determine, with as much confidence as possible, how the Pentateuch
was actually composed. Here empirical models can be of little help. They can
provide a range of reasonable alternatives, but they cannot tell us which particu-
lar technique was used to compose a given biblical text. If we use the termino-
logy of the Documentary Hypothesis, we might say that what empirical models
demonstrate is that the authors of the Pentateuch might weil have used the
compositional techniques that the Documentary Hypothesis attributes to them.
What they do not prove, however, is that the authors of the Pentateuch used
these techniques in the particular way that theDocumentary Hypothesis has
theorized; i.e., to create four continuous sources out of earlier material and then
stitch these sources together in successive stages to fonn the Pentateuch as we
know it.
The problem that empirical models pose for traditional source criticism may
go beyond their simple inability to give any concrete evidence as to how a given
biblical text manipulated its source(s). Empirical models indirectly make the
process of reconstructing the sources behind a biblical text more difficult by in-
dicating the wide range of ways in which ancient authors reworked their sour-
ces. The various contributions to the major volume on the subject, Empirical
Models for Bib/ica/ Cri/icism, edited by Jeffrey Tigay, provide numerous
examples. These include integration of several originally independent sources

2 For a useful outline of the history of empirical analysis within modem biblical studies
and the debates over the feasibility of the Documentary Hypothesis, see the editor's introduc·
tion to Jeffrey H. Tigay (ed.): Empirical Models rar Bibi ical Criticism, Philadelphia 1985, 1-
20.
3 See Tigay: Empirical Models, 17.
38 MollyM. Zahn

into a single whole, supp,lementation on various scales~ omission or summary of


parts of the source, and conflation of parallel accounts of the same event4. Even
more telling are texts like the Qumran Temple Seroli, which demonstrate that
even a single author can utilize several compositional techniques within a single
works. That me,ans that pentateuchaJ theorists attempting to reconstruct an ear-
lier source within a biblical text must reckon with a whole range of possible
techniques, any of which might have been used by the later redactor to modify
the source. Maybe the redactor has preserved his source text with onJy minor
alterations; then again, maybe hehas transformed it extensively.. In the absence
of the source text itself, it is impossible to know. In fact, the evidence of the
Temple Seroll impells Stephen Kaufman to level a stinging critiqueagainst
"higher criticism": if biblical authors used their sources in as many different
ways as the author of the Temple ,SeraIl used his biblical sour,ces, and trans-
fonned them as radically, most attempts by biblical scholars to reconstruct the
liter,ary history of the Pentateuch are unothing more than so much wasted ef-
fort"6.
The implications of Kaufman's critique may be significant, since he points
out that the evidence of the Temple Seroll is double-sided. On the one hand,
traditional indicat.ors of diachronicity, such as differences in terminology
between sections with disparate origins, were preserved in the SerolL On the
other hand, the extent andvariety of theauthor's editorial activity makes it ex-
tremely unlikely that we could accurately reconstruct the Temple Scroll's sour-
ces without the help of the biblical text. In other words, analysis of the Temple
Seroll suggests that traditional criteria far source division can rarely be used as
theymost often have been: to enable detailed reconstructions of a text's re,dac-
tion history. But this issue~ important as it may be, cannot be discussed here.
Thepoint is that analysis of empirical analo,gues does not and cannot decide far
us which of a wide variety of possible compositional techniques was employed
in a given biblical passage. Empirical modelscannot conjure up far us an
unknown source
Perhaps it is 00 use tuming to empirieal models to legitimate a particular re-
cC'nstruction of an unknown source. The question is whether this situation - a
biblical text with one or more hypothetical but unknown sources - is the only
one in the Bible to which empirical models might be relevant. What about cases

4 See especially the contributions by Tigay: Empirical Modeis, 21-52.53-95 Tov, ibd.,
1

97-130, and Rore, ibd., 131-147.


5 The variety of compositional techniques in the Temple Seroll is outlined by Yadin in the
,editio princeps, and fonns the basis foran important early artiele by StephenKaufman. See
Yigael Yadin: The Temple SerolI, 3 vols., Jerusalem 1977-83. 1.71-88; St. Kaufman:The
Temple Scroll and Higher Criti,cism, HUCA S3 (1982) 29-43. For a critique of the theory that
attributes the different compositional techniques found in theTemple Seroll to different
authors, see Molly M. Zahn: Schneiderei oder Weberei: Zum Verstlndnis der Diachronie der
Tempelrolle,RdQ 20 (200 1) 255-286.
6 Kaufman: Temple Serail, 43.
Reexamining Empirical Models: The Case o[ Exodw J3 39

in which the source of a given text is not, in fact t unknown t but has been preser-
ved within the Bible itself? The frequent occurrence of two or more versions of
the same narrative or the same law (known as paralieis or doublets) was one of
the key arguments for multiple saurces within the Pentateuch7. While the pos-
sibility can never be completely dismissed that both versions of a biblical paral-
lel derive independently from a third, prior version, it is generally accepted that
in many cases of parallels, especially in legal texts, one version has utilized the
other version as a source8 . Thus, in many instances we do in fact have both a
biblical text and its source.
In such instances of parallelism within the Bible, or at least in those where
we can be fairly confident that two passages are directly related, the range of
questions regarding compositional history that roust be faced in cases where 00
source is preserved is narrowed down to one major issue: which way does the
direction of dependence run? Unfortunately, determining which parallel i5 the
source and which is the later revision has proven to be anything hut simple.
With regard to almost every set of paralieis in the Bible, there are scholars on
both sides of the argument. One has only to think of the debates regarding, far
example, the version of the Decalogue in Deuteronomy 5 and that in Exodus 20,
or the manumission laws of the Covenant Code, Deuteronomy (0), and the
Holiness Code (H)9. Thus, even in cases where aur understanding of the com-
positional process should ostensibly be aided by the existence of a source we t

find ourselves not much further ahead because of the difficulty in deciding
which text in a set of parallels is in fact the source.
It is with regard to this issue of paralieis and direction of dependence that
two recent studies have demonstrated the continuing relevance - and usefulness
- of empirical models. In a way, it makes sense intuitively that empirical models
might have a particular contribution to make in this area. Unlike cases in which
00 source far the biblical text is extant, instances of parallelism actually consti-

7 For an in-depth examination of the role of double narratives in critical biblical scholarship
from Spinoza to the present, see Aulikki Nahkola: Double Narratives in the Old Testament:
The Foundations of Method in Biblical Criticism, BZAW 290, Berlin 2001, 6-72. As the tille
implies, Nahkola's work does not address law. Legal texts, howevcr, were decisive in the for-
mulation of the "New Documentary Hypothesisn by Graf, Kucnen, and Wellhausen, according
to which the priestly stratum followed ralber than preceded the bulk of the Pentateuch '5 narra-
tive material. See Bemard M. Levinson: The Revelation of Redaction: Exodus 34: I~26 as a
Challenge 10 the Standard Documentary Hypothesis, ZAW (forthcoming), [6].
8 Sec David Carr: Method in Determination of Direction of Depcndence: An Empirical Test
of Criteria Applied to Exodus 34,11-26 and its Paralleis, in: Matthias Köckertl Erhard Blum
(ed.s), Gottes Volk am Sinai. Untersuchungen zu Ex 32-34 und Dm 9-10, VWGTh 18,
GOtersloh 2001, 107-140, 108.
9 For a brief summary of the reccnt debate on the Decalogue, with bibliograph)', see
Comelis Houtman: Exodus, Volume 3: Chapters 20-40. Leuven 2000, 10-11. On manumis-
sion, see most recently John Van Seters: A Law Book for the Diaspora, Oxford 2003, 82-95;
D.M. Levinson: The Manumission of Henneneutics: The Slave Laws of the Bible as a Chal-
lenge to Contemporary Pentateuchal Theory (forthcoming).
40 Mol/y M Zahn

tute a textual situation analogous to that of empirical models, since same record
of their compositional history has been preserved. 80th studies capitalize on
this analogy to produce fresh analyses of an important case of parallelism in
which the direction of dependence has long been disputed: Ex 34,11-26 and its
parallel in Ex 23,1 0-19 10• In a forthcoming article, Bemard Levinson argues that
Exodus 34 represents a late reworking ofthe Covenant Code's festival calendar.
As evidence, he demonstrates how Exodus 34 evinces precisely the same com..
positional goals and strategies as the Temple Seroll. Specifically, the authors of
both Exodus 34 and the Temple Seroll ereate their new texts by interweaving
material from a variety of earlier sourees. As Levinson demonstrates, the
Temple Serail reuses the divine speech ofEx 34,10-16 in its opening column,
but also inserts parallel material from Deuteronomy 7. In the same way, the
author of Exodus 34 reworks the cultic legislation of Exodus 23 by inserting
language from Deuteronomy 7, 5, and 16. In more general terms, just as the
Temple Seroll represents an attempt to remove the contradictions inherent in
the highly redacted canonical Pentateuch, Exodus 34 represents an attempt to
update and revise the earlier Covenant Code in light of deuteronomic law.
In analyzing the relationship between Exodus 34 and its sourees, Levinson
does not explicitly take up the more general issue of how to detennine direction
of dependence. Rather, his larger cancern is the insights into the fonnation of
the Pentateuch that might be gained by examining the methods of composition
demonstrated in Jewish writings from the late Second Temple period J I. Levin-
son's use of extrabiblica1 analogues thus works in a direction opposite to that of
most other empirical analyses. Instead of seeking evidence in extrabiblical texts
for a predetermined hypothetical model of composition, this approach starts
from the extrabiblical analogue and uses its compositional techniques as a model
far explaining the biblical text.. It should be noted that this methodology seems
especially well-suited to cases of parallelism or inner-biblical exegesis, since in
these situations the compositional techniques of the biblical text and the extra-
biblical analogue can be compared directly, without having to reconstruct the
biblical text's prior source l2 .

10 Levinson: Revelalion of Redaction; Carr: Method. 80th articles provide useful summa-
ries of the history of scholarship on the issue. On the development of the traditional view of
Exodus 34 as an ancicnt urin_al decalogue," see B. M. Levinson: Goethe's A:1alysis of Exodus
34 and It5 lnfluence on \\'ellhausen: The Pfropfung ofthe Docunlentary Hypothesis" ZA W 114
(2002) 212-223.
11 Levinson: Revelation of Redaction [3].
12 Levinson's approach builds on his earlier work, in which he stresses that the hleamed
reworking of authoritative texts" that is usually associated with the post-bibI ical period is also
charaeteristic of the Bible itsclf. See especially B. M. Levinson: Yau Must Not Add Anylhing
10 What I Command Yau: Paradoxes of Canon and Authorship in Ancient Israel, Numen SO
(2003) 1-5 I (quoted here at p. 42); id.: Tbc Hermeneutics of Tradition in Deuteronomy: A
Reply to J.G. McConville, JOt 119 (2000) 269-86, at 283-85; id.: Deuteronomy and the
Henneneutics of Legal Innovation, New York 1997, 22, 47, 155. Earlier moves in this direc..
Reexamining Empirica/ Models: The Case o[ Exodus J3 41

David Carr takes his eue from Levinson's project 13 and seeks to explo,re
more systematically Levinson's insight about the relevanceof Second Temple
texts to pentateuchaltheory. His concems differ slightly in that he is explicitly
interested in the problem of direction of dependenceI4~Carr'spremise is that
by examining known cases of modification. and rearrangement of a source te~ it
should be possible to identify a list of features that distinguish the later revision
from the earlier source. These features could then serve as empirical criteria for
establishing which text is later in cases where the direction of dependence is not
known. Carr examines a variety of Second Temple texts that can aH in som,e
way be considered revised versions of the Pentateuch: the Temple Seroi), the
"proto-Samaritan" pentateuchal Mss~ from Qumran (4QpaleoExod m and
4QNum b ), the Samaritan Pentateuch itself, and 4QReworked Pentateuch lS . He
finds that these revisions of the Pentateuch ,do tend to, display many of the
same characteristics. On th.at basis, Carr is able to fonnulate six criteria that
might serve to distinguish a later revision from its earlier source. In his words, a
text tends to be later than its "parallel" when it 16 :

1) Verbally parallels that text and yet includes subslantial pluses vis-a-vis
that text.
2) Appears to enrich its parallel (fairly fully preserved) with fragments
from various locations in the Bible (Iess completely preserved)~
3) Includes a plus that fills what could have been perceived as an apparent
gap in its parallel.
4) Includes expansive material in character speeches, particularly theo
phanic speech.
5) Has an element which appears to be an adaptation of an element in the
other text to shifting circumstances/ ideas.
6) Combines linguistic phenomena from disparate strata of the Pentateuch
Having formulated these criteri~
Carr tums to Exodus 34 as a means to test
them, and fiods that many of the criteria appear in that text as weil. It therefore
appears most likely that Exodus 34 is later than its parallels in the Covenant
Code and Deuteronomy, and is indeed, as Carr suggests, u one of the latest legal

tion include the work of Michael Fishbane,who, in his groundbreaking study on inner-biblical
ex,egesis~ also notesnumerous paralleis in exegetical technique between the Bible and early
Jewish exegesis. See M. Fishbane: Biblicallnterpretation in Ancient Israel. Oxford 1985, 525-
27. See also Jacob Weingreen, who vigorously defends the thesis that the urabbinic u approach
to the interpretation ofthe Bible Uis a continuation and development of modes of interpretation
evident in the Old Testament itself' (J. Weingreen: From Bible to Mishnah: The Continuity of
Tradition, Manchester 1976, 2).
13 See CaJT: Method, 108 0.4.
]4 Carr: Method, 107.
15 Carr: Method, 114.
16 Carr: Method, 126 (emphasis in the original).
42 MollyM Zahn

compilations in the Pentateuch"I? - The work of Levinson and especially of


Carr has given new life to the issue of empirical models by developing new
means ofusing extrabiblicalliterature as a control upon biblical criticism. Earlier
empirical studies provided some measure of control by establishing parameters
for which compositional techniques might plausibly be ,attributed to a biblical
author, butcould not help to choose between the various plausible models of
composition. Even in the case of parallel passages,where the number of
possibilities is reduced to two, depending on direction of dependence, choice
between the two alternatives is rarely straightforward. Carr's proposal to derive
criteria rar relative lateness from empirical examples narrows the parameters in
cases of parallelism by providing a tool by which to decide which text is most
probably later. Even these criteria cannot provide concrete proof of direction of
dependence - as Tigay points out, 00 argument from analogy can ever prove
how a text wascomposedl 8. But thepresence in a given textof clearly defined
features that tend to occur in texts demonstrably later than their parallels
constitutes a strong indication that that text is also later than its parallels.
Given the apparent success of Carr's model with regard to Exodus 34, the
question inevitably becomes how widely this new method might be applied.
Can other texts in the Pentateuch also be judged to match the criteria that Carr
develops? Might a different set of criteria be required to detennine direction of
dependence in other cases of parallels? Carr himself nates that, at the same time
as the criteria hedevelops seem to fit in the case of Exodus 34, other cases may
not be so clear l9 . In order to detennine the extent ofthe model's applicability to
cases of parallelism within the Pentateuch, many cases would have to be exami-
ned individually. As a beginning to that work, I will argue in what foHows that
there is at least one other biblical text that meets Carr's criteria at least as weIl
as Ex 34,11-26. That is the block of legislation in Ex 13, ]-16.

11. Evidtnce 01Late Composilional Techniques in Exodus /3,1- J6

The laws for the festival of Mazzot and tlle consecration of Firstlings in Exodus
13 havebeen subject to at least as many competing interpretations as have
those of Exodus 34. Already at the beginning of the last century the passage
\\085 dated in sev:ral different ways: Dillmann considered it .1, Driver and
Kuenen labelied it Je, and Wellhausen was undecided asto whether it should be
attributed to Je or to a dtr redactor20 . Noth and others simply attributed it to

17 Carr: Method, 130


18 Tig,ay: Empirical Models, 170
19 Carr: Method, J29.
20 See August Dillmann: Die BUcher Exodus und Leviticus, KeH 12. Leipzig 31897, 139,
141; Abraham Kuenen: An Historico-Critical Inquiry into the Origin and Composition of the
Hexateuch, London 1886, 256; S.Ro Driver: The Book of Exodus in the Revised Version with
Reexamining Empirica/ Models: The Case 01 Exodus JJ 43

Dtr21 . As part of the movement tow,ard findiog "proto-deuteronomic" material


in the Pentateuch, Lohfink, Brekelmans, and others have argued that Exodus 13
is proto- D22 .
For all their differences, all these approaches agree on one point: that Exodus
13 is earlier than the priestly material (P). This conclusion, however, is not self..
evident. While much of the passage is distinctly deuteronomistic in tone, at se-
veral points the author uses language otherwise found exclusively in P, or ap-
pears to respond to priestly material. In light of this evidence, Ex 13,1-16
seems best explained as a late, post-P composition that attempts to mediate
between or incorporate the perspectives of the various pentateuchal legal
collections. This thesis has been defended brilliantly by Jan Christian Gertz in
his Tradition und Redaktion in der Exoduserzählung, and I have confirmed and
expanded upon it in my Oxford M.PhiLthesis23 . The author of Exodus 13 drew
upon the language of the Covenant Code, D, and P in order to integrate the range
of pentateuchal prescriptions on Mazzotand Firstlings and to present this new
law as divine revelation within the Passover narrative itself.
The work of Levinson and Carr provides an opportunity to test this hypo-
thesis. For although I and others would interpret the biblicaJ evidence as indica..
ting thatExodus 13 is later than its parallels, many have interpreted the evi-
dence in the opposite way. However, if Exodus 13 is later than its parallels in
theCovenant Code, D, and P, it should exhibit some of the compositional tech-
niques that Carr identifies as characteristic for late reworkings of a prior source.
As I will show in what foliows, Exodus 13 in fact meets all of Carr's criteria.
First, the passage shows a marked cancern with the identity and authority of
the text's speaker, and the whole is presented as a divinely mandated character
speech (Carr's criterion 4). Second, it combines linguistic features nonnally as-
sociated with various layers ofthe Pentateuch (criterion 6). Third, the text con-
tains elose paralieIs to several different sources (criterion 2), which means that it
contains substantial expansions as compared with any one of those sources

Introduction and Notes Cambridge Bible for Schools and Colleges, Cambridge 1911. 106;
t

Julius Wellhausen: Die Composition des Hexateuchs und der historischen Bücher des Alten
Testaments. Berlin 31899. 74.
2] See already C.H. Comill: Einleitung in die kanonischen Bücher des Alten Testaments,
TUbingen 61908, 85; also Georg Beer: Exodus, HAT 1.3, TUbingen ]939, 61 72; Martin Noth:
t

Exodus. OTL. London 1962, 101; and recently Reinhard Achenbach: Israel zwischen
Verheißung und Gebot. EHS XXIIU 422, Frankfurt 1991, 192-206.
22 Norbert Lobfink: Das Hauptgebot. Eine Untersuchung literarischer Einleitungsfragen zu
Dtn 5-11., Analeeta biblica 20. Rome 1963; Christianus H.W. Brekelmans: Die sogenannten
deuteronornisehen Elemente in Gen.-Num~ Ein Beitrag zur Vorgeschichte des Deutero-
nomiums, in: Volume du Congres: Gen~ve 1965, VT.S IS, Leiden 1966, 90-96; Masseo
Caloz: Exode, XIII, 3-16 et son rapport au Deut~ronome. RB 7S (1968) 5-62.
23 Jan C. Gertz: Tradition und Redaktion in der ExoduserzlhJung: Untersuchungen zur
Endredaktion des Pentateuch, FRLANT 186~ Göttingen 2000; Molly M. Zahn: ·'Remcmber
this Dayn: Grounding Narrative in Law through Redactional Composition (Exod 13: 1-16), un-
published M. Phil. thesis, University of Oxford, 2003.
44 Mo./ly M. Zahn

(criterion 1). Fowth, there is evidence that source material has been adapted to
fit a particular authorial agenda (here I combine Carr's criteria 3 and 5). Just like
the authors of the Temple Seroll and the Samaritan Pentateuch, the author of
Exodus 13 reworked biblical law in the service of his own theological and ideo-
logical program24.

1. TheSpeaker o[the Laws

A c'ommon feature of the rewritten Bible texts that Carr examines is their in-
terest in character speeches, especially divine speech. 4QReworked Pentateuch
contains substantial expansions of speeches by Rebecca and Miriam. The
proto-Samaritan texts from Qumran and the Samaritan Pentateuch cluster their
expansions and rearrangements around the theophany at Sinai in Exodus 20. The
Temple Seroli, as is weIl known, presents its entire reworking of pentateuchal
law asfirst-person divine revelation 25 . To Carr's examples could be added the
book of Jubilees, which depicts i15 rewriting of Genesis and the beginning of
Exodus as the words of God's angel to Moses on Sinai. Jubilees thus gives its
version of Israel's earliest history a degree of authority that the canonical one
does not explicitly possess 26 . Levinson points out how the same ·concem is
evident in Exodus 34, which reuses material from Deuteronomy and, in the pro-
cess, increases the authority of that material by transforming the speaker from
Moses to God 27 .
If we look for signs of a similar interest in theophanie speech in Ex 13, 1-16,
the first thing we might notice is that most of the pericope is not in fact spoken
by God. After the introductory formula in v. 1, "And Yahweh spake toMoses,
saying," v. 2 contains Yahweh's command regarding consecration ofFirstlings.
But then v. 3 opens with the introduction of Mosaic speech, and in the rest of
the passage it is Moses who speaks to the people. He frrst relates the laws für
Mazzot invv. 3-10, and then the laws for Firstlings in vv. 11-16. In that w.ay,
v. 2 and vv. 11-16, which both cancern Firstlings, are redundant in terms of
content. This has led some schalars to separate vv. 1-2 from the rest of the
unit, usual!y ascribing them to P28. However, Yahweh's brief speech in v. 2

24 On such ideologicaJ re\\o'orking within the Bible, see especially Levinson: Paradoxes.
25 For these examples, see Carr: Method, 124-25.
26 See Hindy Najman: Interpretation asP'rimordial Writing: Jubilees and its Autlaority
Conferring Strategies, JSJ 30 (1999) 379-410, at p. 403; Bemard M. Levinsonl Molly M.
zahn: Revelation Regained: The Henneneutics of"~ and CM in tbe Temple Seroli, Dead Sea
Discoveries 9 (2002) 295-346, at p. 308.
27 Levinson: Revelation ofRedaction [41]; see also Carr: Method, 129. Levinson also ar·
gues that the author ofExodus 34 reused Ex 13,12 and similarly recasted the voicing so that
God,. rather than Moses, is the 5peaker (36]. Ho·wever, as I will discuss below, it is Exodus 13
that most probably used Exodus 34 as a source, and not the other way around.
28 See e.g. DiUmann: Exodus, 138; Driver: Exodus, lOS; O,eorg Fohrer: Überlieferung und
Geschichte des Exodus. Eine Analyse von Ex I-IS, BZA W 91, BerlinI964, 89; JohnVan
Seters: The Place of the Yahwist in the History of Passover and Massol, ZA W 9S (1983), 167-
Reexamining Empirica/ Models: The Case o[Exodus /3 45

serves an important purpose, and demonstrates that the author was acutely
aware of issues of speaker and authority. Without v. 2, the Firstlings legislation
that Moses propounds in vv. 12-13 would have no divine precedent - Moses
would be functioning as lawgiver, not as mediator far the divine lawgiver!
Furthennore, as was noted as early as Dillmann, Ex 13,1-16 continues a larger
pattern of divine command and Mosaic mediation that was begun in eh. 12 29 .
This pattern is illustrated in Figure 1:

I
I

Divine Command Mosaic Mediation


Passover 12.1-14 12~21-27a
Mazzol 12.15-20 13.3-10
Firstlin$!s 13.1-2 13,11-16
Figure I: Divine Command and Mosaic Mediation in Exodus 12-13

The table demonstrates how each section of divine command is paralleled with
one section ofMosaic mediation ofthat command30 . Just as the Mosaic legisla-
tion on Mazzot finds it precedent in the divine speechof 12,15-20, so the
Firstlings legislation is rooted in the divine command of 13,2. Even though
Moses, not God, is the speaker for the bulk of eh. 13, the cancern to legitimate
Moses's speech by presenting it as mediation of divine command seems di-
rectly comparable to the cancern with divine speech and divine authority found
in texts ofthe late SecondTemple periode

2. Diversity of Linguislic Features


Another of the criteria that Carr establishes for determining the "relative late-
ness" of a text is that it "combines linguistic phenomena from disparate strata of
the Pentateuch"3l. One of many possible examp,les from the Temple Scroll,oc-
curs 8t 11 QT 52,6. Here, the author reuses Lev 22,28, hut replaces Leviticus's

82 at p. 177; Petcr Weimar: Exodus 12,24-27a: ein Zusatz nachdeuteronomisticher Provenienz


1

aus der Hand der Pentateuchredaktion, in: Mare Vervennel JohaM Lust (ed.s), Deuteronomy
and Deuteronomistic Literature (FS C.H. W. Brekelmans), BEThL 133, LeuvenJ 997. 421-48,
at pp. 440-41.
29 See Dillmann: Exodus, 141; Beer: Exodus 72; Gertz: Tradition, 60.
t

30 The divine command of 12,43-49 is not explicitly related by Moses and Aaron to the
people. Yet v. 50, which represents a Wiederaufnahme of 12,28 ,and may therefore mark vv.
43-49 as a later addition; records the Israelites" compliance and therefore assumes the mediation
oftbe preceding law.
31 Carr: Method, 126.
46 Molly M. lahn

distinctly priestly verb onw with n~r, which tends to oceur in earlier texts (see
Figure 2)32.

J J,QT 52.6 Lev 22.28


'J:J-nM' 1r1t iTW-~ ,'W, ,):!-nM, ,nat n<u-1t .,,~,

'"M c,,~
M" n~rn ,rm c,~~ ,~ntUn
M"
And anox or sheep, it and its young, And an ox or she,ep, it and its young,
you shall not ~3] on the same you shall not ~ on the same
day. day.
Figure 2: Mixing of Linguistic Features in the Temple Seroll

Exodus 34 provides another example. As Levinson points out, Ex 34~22 calls


the second annual pilgrimage festivaln'jJ~qj, uweeks" as in DeuteronomyJ

(16,10), whereas the language of the rest of that verse is drawn from the
Covenant Code (Ex 23,16)34.
In the same way, Exodus 13 displays a mix of language. Some of its termino..
logy points unmistakeably to relatively early material. Its use of :J'::]MLT tö,n,
"month of Abib~', in v.4 and )M, "pilgrimage festival", in v. 6 seem to be delibe-
rate allusions to the festival calendars of the Covenant Code and Deuteronomy.
Similarly, the phrase "0'0' 0'0'0, "from year to year" (v. 10), is found else-
where only in Judges and I Samuel. At ,other points, Exodus 13 employs stock
deuteronomistic language, such as the list of nations, the oath formula, and the
phrase Uflowing with milk and honey'" in v. 5 (see also vIII); and terms like
0":311 n':lo, "from the house of bondage", in v. 3. Finally, several tenns seem
to pointexplicitly to P: the form "~~', ~"shall be eaten"', Niph'aJ imperfect (vv.
3.7), is found almost exlusively in priestly cultic law3S , 1,.,~t (v. 9) occurs
overwhelmingly in lale and priestly texts 36 , and npn in the singular (v. 10)
elsewhere occurs only in P37. Such a mixture of style and vocabulary indicates
that the authormust have had access to most of the range of Israelife literary
traditions 38 .

32 Carr; M,ethod, 122.111.00 the reason rar this change, se,e Molly M. Zahn: NewVoices,
Ancient Words: The Temple Scrollts Reuse of the Bible, in: John Day (ed.), Temple and
Worship in Ancient Israel, Sheffield rorthc.oming, [13].
33 I translate n:n here as .Isacrifice u simpiy 10 indicate in the EngJish translation that the
Temple Seroll uses a different verb than Leviticus does. In reality~ nJ' can refer to both sacri·
fice and non-sacrificial slaughter, as canthe tenn that Leviticus employst C!11u).
34 Levinson: Revelation of Redaction [37].
3S Tbe onl)' exceptions are Ex 21.28 and Dtn 12 22; see A. Even-Shoshan: A New Con-
t

cordance ofthe Old Testamen~ Jernsalem 21997,59.


36 In this panicular instance~ the use of l":lf m,ay be intended to recall Ex 12, 14; see be..
low.
37 See Caloz: Exode, 1.7, 25.
38 For more detaHed discussion of 811 these tenns, see Zahn: Remember This Day.
Reexamining Empirical Models: The Case 0/ Exodus 13 47

3. Combination 01Disparate Sources


One of Carr's most significant criteria far relative lateness isthe presence in a
single text of material that occms in different sources elsewhere. This criterion is
similar to the one just discussed. The distinction is that the previous criterion
dealt with words or phrases that can be regarded as characteristic of a particular
biblical source, but m.ay be impossible to localize to a particular text within that
source. On the other hand~ this criterion focuseson identifiable quotations from
or allusions to specificearlier texts. Thus, ror example, Exodus 34 has paralIeis
to Exodus 23, Deuteronomy 5, 7,and 16, and Leviticus 1939 . One might argue
that this simplymeans that parts of Exodus 34 were taken up by a large number
of later texts. However, the empirical evidenceof the Second Temple period
shows that the presence of parallels to a variety of texts is a distinguishing
characteristic of late compositions that rework earlier material4o . Such confla-
tion of sources is found in all fourSecond Temple texts that Carr examines.
Levinson's example was mentioned earlier: CoL 2 of the Temple Seroll com-
bines material from Exodus 34 with parts ofDeuteronomy 7. This procedure of
combining different pentateu.chal sources is one ofthe Scroll's most characteri-
stic techniques, and essentially occurs throughout41 • Another well-known exam-
pie is found in the Samaritan and proto-Samaritan texts: the insertionof legisla-
lion from chs. 5 and 18 ofDeuteronomy into the Sinai narrative at Exodus 2042 .
The same phenomenon of parallels to a variety of other texts can also be ob-
served in Exodus 13, where the most significant paralieIs are toDeuteronomy
16, Deuteronomy 6, and Exodus 34. Carr's observations lead to the conclusion
that it is Exodus 13 that is quoting and revising these texts, and not the other
way around. Here, however, a slight difference should be noted between. ·Carr's
criterion as he fonnulates it and the situation found in Exodus 13. As is clear
from the list of Carr's criteria above, the type of c·onflation that Carr observes
in his texts i5 most often in the fonn of shorter additions from various sourees

39 See Carr: Method, 127-28; Levinson: Revelation of Redaction [31-39]. It must be no-
ted that the border between these two criteria lean be indistinct. Forexample, when the author of
Exodus 13 uses the terms :]":J~n ~,n and Yl he may be alluding specifically to the Covenant
t

Code's Mazzot law (Ex 23~lS). On the other hand, he may simply have been using what he re·
garded as traditional language for the festival, since those terms also occur in Dtn16, 1 and Ex
34,18.
40 Carr: Method, 128.
41 See Yadin: Temple Serail, 1.71.
42 earr: Method, 115. See also Tigay: Conflation as a Redactional Technique, in: J. Tigay
(e(L). Empirical Models rar Biblical Criticism, Philadelphia 1985, 53-95. Additional examples
of conflation occur in Jubilees (e.g., eh. 49,which combines material from Exodus 12 and
Numbers 9) and in 4QTestimonia (4Q 175), which consists of quotations from Dtn St28~29;
18,18-19; Num 24,15-17.; Dtn 33,8-11; and the nonbiblical 4QPsaims of Joshua. On
4QTestimonia, see Josepb A. Fitzmeyer: '4QTestimonia' and the NewTestament, in: idem,
Essays on the Semitic Background ofthe New Testament, London 1971, 59-89. I am grateful
to Kevin Cathcart forpointing out this example.
48 Mo/lyM Zahn

to a more fullyreproduced ubase text". While there does seem to be same of


this type of conflation present in Exodus 13 (see, far example, the discussion of
13,6-7 b-elow), Exodus 13 diverges from the situation Carr describes in that
there is no one base text that forms the core of the later revision. Rather, several
one- or two-verse sections from different sanfces (Deuteronomy 6, Deutero-
nomy 16, and Exodus 34) are brought together to fann a sort of composite base
text that is then revised and supplemented with more fragmentary material from
other sourees. This phenomenon, like the base-text conflation that Carr
identifies, alsohas analogues in the Temple Seroli. In 11 QT col. 52, the redactor
begins with Dtn 16,21-17 1, then moves to an extrabiblical injunction, then
J

moves to H (Lev 22,28), and then includes four laws from various places in D
(Dtn 22,6; 15,19-23; 25,4; 22,10). Besi.des unifying all these sources into a
single flowing text, the redactor of the Temple Seroll also modifies them indivi-
dually, in part by introducing fragments of other sourees. For ,example, he in-
serts parallel material from Lev 26,1 inta the quotationof Dtn 16,21-17,1 43 . It
thus appears that Exodus 13 and the Temple Seroll preserve another facet of the
common editorial technique of combining material from a variety of different
sources44 . Before discussing the author's reuse ofhis sources in more detail, we
might note in passing that the presence of several sources in Exodus 13 implies
that it also meets the first of Carr's criteria: the text "verbally parallels" its
sources but (because of the insertion of other material as weIl) "includes sub-
stantial pluses vis-a-vis" each of those sources45 .
The first major source that Exodus 13 quotes extensively is Deuteronomy's
law fOT a combined Passover and Mazzot (16, 1-8), which forms the core of the
stipulations for Mazzot (see Figure 3 below). V. 6 draws on Dtn 16,8, while v.
7b expands Dtn 16,4. The near-repetition (rOM l' ilM"~ M~', "and there must
not be seen with yall any leavened bread"), which is inserted before the quoted
material in 13,7b, must be intended to stress that both leaven itself (,~W) and
items made from it <ron) were forbidden during the week of Mazzot. The
author nlay have feIt this addition necessaJ)' on account of Deuteronomy's
mention of Cmx, rather than it-tW, as the prohibited substance in 16,3. The
change also brings Exodus 13 into confOlmit): with the pricstly injunctions
found in Ex 12, 15.19, each of which demand the removal of both items. Another
significant feature is the supplementary chiastic citation of Num 28 J 17b at the
beginning of 13,7: here we see the type of enrichrnent of a base text via insertion
of fragments from other sources that Carr identifies asch,aracteristic of late re-
visionary compositions.

43 See Yadin: Temple SerolI, 2.232-34.


44 This procedure of bringing together larger blocks of source material also seems 10 have
been used in 4QTestimonia; see n. 42 above.
4S,Carr: Method, 126.
Reexamining EmpiricaJ Models: The Case 0/ Exodus /3 49

Ex 13.6-7 Source Texts


O'Q' n»~tD ~ ntDUi Dtn 16,8aba
~ n,~c "~t!O
, J)'~{QiT C,,~, ,.u'::3uiM 01'::11
)n nl~J) Num 28,17b
n'il'7 ,,.,'M !llt:!=.2
"::>M' n,~o i 0'0' n»:w Dtn 16,4
Q'C'i1 nj)~Ul ~, n,;so
ron 1" :1'-,' M" 'MfD " :-TM,' M"
.,MW l' irM,' ~" 0'0' n.v:nD :1,::1) ,:::>~
::l';)) ,~~
Figure 3: Reuse ofDeuteronomy's Passover Law in Exodus 13

The next major source for Exodus 13 is Deuteronomy 6,which the author draws
upon in the parenetical conclusions to both the Mazzot and the Firstlings laws
(for the texts, see Figure 4 below). In each case, there is evidence that the source
has been slightly revised to fit its new context. Ex 13,9 begins with a nearly ex-
act parallel to Dtn 6,8, but it replaces Deuteronomy's term, nDoo, "frontlet",
with l"~t, umemorial". Ofthe Cour occurrences in the Pentateuch ofthe injunc-
tion to bind to the hand and forehead, the parallel objects to be bound are
unanimously n.M, Usign", and nE)O~, "frontlet", except for here (Ex 13,16; Dtn
6,9; 11,18). The change to l"~t seems to be a deliberate reference to the
priestly Passover law in Exodus 12, where the feast is referred to as a l'i:>t
(12, 14)46. Evidence for this is the reversion to the standard pair, n'M and nD~O,
when the author again draws upon Dtn 6,8 at the end of the Firstlings law
(13,16).
A similar type ofrevision occurs in vv. 14-15. Again, v. 14 begins by quo-
ting th,e Kinderfr,age of Dtn 6,20-22 relatively precisely, with some abbrevia-
tion. It chiastically cites the beginning ofthe parent's response: UWith strength
of hand Yahweh led us out from Egypt"47. But while Deuteronomy goes on to
describe quite generally the "great and terrible signs and wonders" that Yahweh
performed in Egypt, the author of Exodus 13 revises the parent's answer to re-
fer to the specific point at issue: Yahweh's slaying ofthe Egyptian firstbom in
the tenth plague. Here, at the end of the law for the consecration of Firstlings, it
is only this specific wonder that is of interest to the author, since it is upon this
action of Yahweh that he bases the call for th,e reciprocal action of Israel: the
sacrifice to Yahweh of every firstborn.

46 See also Weimar: Exodus, 444.


47 On the Kinderfr,age ronn, see Lohfmk: Hauptgebot, 113-17.
50 Mo/Iy M. Zahn

Ex /3,8 Dln 6.21


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" n,."
C,'::J ~
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C"~O::1 ill1~~? 'J"it
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C'''~OC "nM~~ iTprn ,,~ C'''~CC ."." 'JM'I~'"

Ex 13.9 Dtn 6.8 (cf J1.18)


::("-,,JJ mt5" 1" il"i1' ~cn.,a;p'
~ l'i:>r", ~rmo" TIn
1'!:):J n\,' n., in jt"iln 1»0"
iTü" lM~';1 ilprn "~ ,~
C'''~oo
Ex 13,14-J5a Dln 6,20-22
"DM~ ,no 1):1 l"MtD'-'=> n'iT'
n"T-i10
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C'ODWOil' c"pniT' n,l';' irQ
C~nM 'J'iT~M iT,." ~,~ lWN
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C~QO iI'iT' ')~'>e,n " pmJ I
nprn "~ C'''j(OO iT'jf' 'JM'~'"
C"~j) n':Jo
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C""~O riM~ "'~::J-~~ ,n':J-~~:J' i1.ViE3:J C'''~O~
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Ex 13,16 Dm 6.8 (cf. Jlt 18)
iT~"-" J)
"J' 1.' 1':1
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C'''~OC
Figure 4: Reuse of Deuteronomy 6 in the Mazzot and Firstlings Laws

4. Adapting /he Source 10 ils New Conlext


It was mentioned above thaI I believe Exodus 34 also constituted one of tt
major sources for Exodus 13. As Figure 5 demonstrates, the parallels betwee
the Firstlings lawof 34,19-20 and that of 13,12-13 are so strong that a litera)
relationship seems certain.
Reexamining Empirical Models: The Case 0/ Exodus J3 51

Ex 13,12-13 Ex 34.J9-20ba
""iT'" cn"-'~!)-'j n':1l'i1' '7 cn, ,op~~
MOiT:1 l)tD \~p_~:>, I

.,~rn/ST48 =!)PO-~~'
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I

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.,'Dn 1')~ "~:1 ";j
Figure 5: Parallel Firstlings Laws

However obvious it may seem that one of these texts is dependent upon the
other, the direction of that dependence is anything hut obvious. In the context
of their arguments that Exodus 34 is a late text that draws on a variety of earlier
material, both Levinson and Carr assume that Exodus 13 is an,other one ofthese
sourees; that is, that Exodus 34 is later than Exodus 13 4'9. At this point, I
disagree with their analysis. The reason fcr this is that I believe the differences
between the two Firstlings laws can be plausibly explained as changes made by
the author of Exodus 13 in order to fit his legislation ioto its new narrative and
theological context. As we have seen, this phenomenon of reworking the source
text in order to confonn it to new ideas or n,ew circumstances is in fact another
of the criteria that Carr identifies far relative lateness of a text over against its
parallel 50 . For example, both 4QReworked Pentateuchand the Temple Seroll
adapt the pentateuchal festival calendar to include the Festival of Wood, which
is unknown in the Pentateuch but appears to have developed during the Persian

48 It is widely agreed, given the near.. universal translation "male" or the like in the ver..
sions, that ':ttt:' in Ex 34,19 shouJd be read as ,~tij. Seee.g. GKC § 51,9; Jöm Halbe: Das
Privilegrecht Jahwes. Ex 34, 10-26, FRLANT 114, Göttingen 1975, 176; Houtman, Exodus,
265.
49 Levinson: Revelation of Redaction, 36;Carr: Method, 127, 129.
50 Cur: Method, 125. Into this fifth of Carr's criteria I am subsuming the third criterio'n,
according to which the later text revises its source in order to fill an apparent gap in the source.
My reasoning for combining the two criteria is that they seern essentially to be variations of a
single phenomenon: a uperceived gap" in an earlier text might be ideologieal as weil as logical,
and in either case the closing of the gap adapts the text to ushifting circumstances or ideas,"
whether these be theological ideas or ideas abaut how coherent a narrative should be. Thus,
both criteria might be characterized as correction of the source to conform with the lal,er
author's ideas. This correction might fill a gap of logic (such as the prot<rSamaritan versions'
insertion of notices, absent in the MT, that Moses and Aaron carried out the divinecommands
given to them in the plague narrative; Carr:Metho<L 11 S), or respond to readers' expectations
(such as 4QReworked Pentateuch's expansion ofthe seemingly abbreviated Song ofMirjam in
Exodus 15; Carr: Method, 117), cr fill a gap of a more ideological nature (such as the
Samaritan Pentateuch's insertion of a command legitimating the Samaritan cult al Gerizim at
the end of theDecalogue [Ex 20,17]; Carr: Method, 116).
52 Mo/ly M. Zahn

period 51 . A few instances of such a procedure in Exo,dus 13 have alrea,dy been


mentioned, such as the adaptation of Deuteronomy 6's Kinderfrage to refer
specifically to the tenth plague, or the insertion of the clause mentioning ron
into the Mazzot law to make clear that both ronand .,MW were prohibited. In
the case of Exodus 34, however, evidence of similar adaptation takes on special
importance. Since both Exodus 13 and Exodus 34contain many of Carr' S other
criteria for relative lateness,an indication that one text hadadapted the other to
new circumstances would constitute the only real evidence ror determining the
direction of dependence.
A convincing explanation for the most significant of the changes that the
author of Exodus 13 made to Exodus 34 was providedby Jörn Halbe in his
1975 monograph 52 . Halbe attributes the final redaction of Exodus 34 to a
Solomonie Yahwist and considers Exodus 13 proto-DS3. I would of course argue
that both texts are significantly later, hut I think bis arguments far the relativ,e
dating of the two passages remain convincing even if they are both dated later.
One of the changes Halbe notes is the addition of the terms ilO;':l, "anima}", in
Ex 13,12and C'M, "human", in v. 13. These two tenns constitute a significant
word pair for the author of Exodus 13, since they aredeployed not only here in
the middle but, as a pair, at the beginning and end ,of the pericope (13,2.15). The
threefold stress in the Firstlings laws on iton::l' C'M serves to highlight the le-
gislation's status as a response to the powerful acts of Yahweh in Egypt: it is a
recurrent motif in the plague narrative that all of Egypt was affected, humans
and animals alike (see Ex 8,13.14; 9,10.19.22.25)54.
A second significant difference between Exodus 13and Exodus 34 is the shift
from "~', "all your livestock" (34,,1 9) t0::l" i1'jr' .,tzj~ ... ';:)', "all ...
'1Jpc,
~ich wilLbe yours" (13,12). The replacem,ent of the simple noun ;"1)PO, \~pro-
perty; livestock", with the verbal phrase "which will be yours" removes the
emphasis from present conditions to future ones. This creates a connection with
v. 11, which opens with the land grant formula ("when Yahweh brings you into
the land ..."), and thereby makes clear that the following law is on!y to come
into force after the Israelites are settled in Canaan SS • The purpose for beginning
both the Mazzot and th~ Firstlings laws with the land grant formula may be to
anchor the legislation of Exodus 13 in the deuteronomic theology of land and
covenant. Deuteronomy 6, for example, presents the whole law as the response
due to Yallweh because he brought Israel out of Egypt and is about to settle
them in the land (6,23). By reusing tlle land grant formula, Exodus 13 evokes

SI earr: Method, 118, 125.


52Halbe: Privilegrecht.
S3Halbe: Privilegrecht~ 315.
54See Gcrtz: Tradition, 64 . Halbe notes the introduction of C'M and itC;-r:J into v. 12, but
explains this onl)' as anattempt to create a connection with 13, I S - he does not address the
reason for the ward pair's prominence in the pericope as a whole (Privilegrecht, 183).
55 See Halbe: Privi legrecht, 182; 'Gertz: Tradition, 64.
Reexam'ining Empirica/ Models: The Case 0/ Exodus /3 53

this construcl. The author presents Mazzot and Firstlings as commemorating


Yahweh's acts ofpower in Egyp~ but implies that since entry into the land is
th,e natural conclusion of these acts of power, it is not ootll then that the obliga-
tion to observe the laws goes into effect.
One final element found in Ex 13,12-13 hut absent from the parallel in Ex
34,19-20 also seems inteo,de,d to evoke deuteronomic covenant theology. This is
the rare word ,)tD, "offspring". Outside ,af Exodus 13,iJrD occurs only four
times, always in Deuteronomy (7,13; 28,4.18.51}.t and always within a very
specific context: the description of the agricultural abundance that will result
from Israel's obedience to the covenant (or, conversely, the devastation that will
result from disobedience). The author ofExodus 13 seems to have inserted the
tenn \)tD, with its connotations of prosperity, to function as areminder that the
sacrifice of Firstlings commemorates Yahweh's acts ofpower, which culminate
with the settlement of Israel in a good and fruitful land.
It thus appears that the differences between the Firstlings laws of Exodus 13
and Exodus 34 stern from adaptation and revision of the latter by the author of
Exodus 13. It should probably be noted that this criterion for determining direc-
tion of dependence must be treated with some caution, since with some sets of
paralleis it may be possible to argue in both directions; that is, for one side to
present evidence that text A adapts text B to later circumstances, and for the
other si,d·e to presentevidence that text B in fact adapts text AS6. Ideally, then,
this criterion would be accompanied by other indications of relative lateness. In
this case, since both texts exhibit many other criteria for lateness, this criterion
represents essentially all the evidence we have. I am not aware, however, of any
argument for the priority of Exodus 13 over Exodus 34 that accounts in specific
terms für the differences in fonnulation between the two passages.Therefore,
we can at least tentatively conclude that Ex,odus 13 is the later text.

I/I. Co'nclusions

The above analysis has demonstrated that Ex 13,1-16 evinces several composi-
tional strategies that are also found in late Second Temple reworkings of the
Bible. The text thereby fulfiIls Carr's criteria forrelative lateness, which indi-
cates that Exodus 13 is later than its parallels in the Covenant Code, D, and P.
This conclusion in turn suggests that Ex 13,1-16 belangs to a very late period in
the composition of the PentateuchS?.. In a way, therefore, the similarity to the

56 See ror example Van Seters' interpretation ofthe Covenant Code's manumissi,on law (Ex
21,2-11) as arevision of that found in Dtn 1.5,12-18, in contrast to the consensus view that
would regard Deuteronomy's law as arevision ofthe Covenant Code~s (Van Seters: Law Code,
82-95).
57 In fact, Gertz identifiesthe author of Ex 13,1-16 with the Pentateuch Redactor (id.:
Traditioo 396).
t
54 Molly M. Zahn

compositional techniques ofSecond Temple texts is not surprising: if th.e author


ofExodus 13 knew and reused the Covenant Code, D, andP, thenhe was facing
essentially thesame situation as the composers of those Second Temple texts
faced. All bad to respond to the problem posed by the redacted Pentateuch,
with its several different law codes thatare often redundant or contradictoryS8.
The Temple Seroli, far instance, responds to this difficulty by creating an
entirely separate law code, finnly rooted in bibl.ical law but ironing out difficul-
ties and incorporating its own perspectives. Tbe response found in Exodus 13 is
similar~ in that itcreates a new version of tbe laws for Mazzot and Firstlings
that aims to integrate the language and outlook of the various earlier laws. Also
similar to the Temple Seroll is the attempt to legitimate the new version by
making sure it is tied to divine revelation S9 . However, unlike the Temple Sero11
and oth.er Second l·emple texts,whichwere composed as independent works,
the response to the diversity of pentateuchal law found in Exodus 13 was in-
tended from its inception to be inserted into the newbom Pentateuch itself. Tbe
Bible thus contains its own Interpretalionsschlüssel ("key to interpretation"),
to use a formulation of Gertz's, and the unified interpretive framework by
which the Pentateuch' s various Mazzot and Firstlings laws are to be under-
stood is presented asGod's ·original command60 .
One might think that just this correspondence in perspective between
EXOidus 13 and Second Temple texts would pointup the limits of models like
Carr's and Levinson's. It is highly unlikely that in all cases ofparallellegaJ pas-
sages in the Pentateuch one of the texts represents a late hannonistic reworking
of multiple earlier sourees. How many more texts Carr's criteria can success-
fully be applied to remains to be seen. Perhaps in s·ome cases, especially those
in which hath texts are relatively early, none of Carr's criteria would apply to
either parallel, and different criteria would have to be established for detennining
direction of dependence. Perhaps it might be possible to identify additional cha-
racteristics that we might expect to find in later revisions by examining other in-
stanccs of known revision. There is clearly more v/ork to be done. Ho\vever,
whatever the scope of this particular set of criteria, it has important implica-
tions about the COlltinuing relevance of empirical models. It has become in-
creasingly clear that the history ofthe Bible's composition is to a large extent a
history of exegesis, response~ and Fortschreibung. What better tool do we have
by ,,,,hieh to un.derstand these processes in the Rihle than comparison with the
exegetical and editorial activities of communities cuIturally and historically con-
tiguous withbiblical Israel 61 ? The studies discussed here, and hopefully this
study as weil, have shown how crucial extrabiblical literature can be to an un-

58 See Levinson: Revelation of Redaction (40,43].


59 Levinson makes the same points with regard to Exodus 34; see Levinson: Revelation of
Redaction [40, 4 t, 43J.
60 See Gertz:Tradition, 71 t 73.
61 See Levinson: Revelation of Redaction [4].
Reexamining Empirica} Models: The Case 0/ Exodus JJ 55

derstanding of key pentateuchal texts. They suggest that if we continue to ex-


plore points of contact between biblical literature and its empirical analogues,
the results can only be favorable Car pentateuchal theory.
Grundlinien redaktioneller Arbeit in der Sinai-Perikope

REINHARD ACHENBACH

1 GOltesberg - Horeb - Sinai


Zur Verbindung vordeuteronomistischer. deuteronomistischer und
priesterschriftlicher überlieferungen

Die Forschung an der Sinai-Perikope hat in den letzten Jahren mehr und mehr zu
der Einsicht geführt, dass den Redaktionsprozessen bei der Zusammenführung
diverser Überlieferungen mehr fonnatives Gewicht zuzumessen ist l als es in der
traditionellen, an der Urkundenhypothese orientierten Analyse veranschlagt
wurde 2. Die folgenden, skizzenhaften ÜberlegungenJorientieren sich dement-
sprechend weniger an der Frage nach den ursprünglichen Gestalten der in Exodus
18 bis Numeri 10 verbundenen Erzählungen als danach, welche literarischen
Hinweise für die Verbindung derselben erkennbar sind. Dabei können aus dem
komplexen literarischen Gebilde an dieser Stelle nur einige Motive und Grund-
linien in Ex 18, 19, 24 und 32 aufgezeigt werden, an denen deutlich hervortritt,

1 Nachdem E. Dtto: Die nachpriesterschriftliche Pentateuchredaktion im Buche Exodus, in:


M. Vervenne (Hg.), Studies in theDook of Exodus. R,edaction - Reception - Interpretation,
BEThL 126, Leuven 1996, 61-111, zunächst massiv auf MerkmaJe redaktioneller Tätigkeit in
der Sinaiperikope aufmerksam gemacht hatte. zeigte schon die Arbeit von W. Oswald: Israel am
Gonesberg. Eine Untersuchung zur Literargeschichte der vorderen Sinaiperikope Ex 19-24 und
deren historischen Hintergrund, OBO 159. Fribourgl Göningen 1998,] 14-149.202-237, dass
hinsichtlich der Redaktionsgeschichte mit mehr als nur einer Phase der Redaktion zu rechnen ist.
In den Einleitungen der letzten Jahre wird daher nicht ohne Grund der fonnativen Funktion der
Pentateuchredaktion mehr Aufmerksamkeit gewidmet vgl. J.- L. Ska: Introduction ä lalecture
t

du Pentateuque. eies pour I' interpretation des cinq prem iers livres de la Bible. Bruxelles 2000;
F. Garcfa L6pez: EI Pentateuco. Introducci6n a la lectura de los einco primeros Iibros de la
Biblia, Introcuccion al estudie de la biblia 3~ Estella 2003. J30--343; E. Zenger u.a.: Einleitung
in das Alte Testament, StBTh 1,1, Stuttgart 52004, 74-135; T. Römer/ 1.-D. Macchil C. Nihan:
Introduction ä I' Ancien Testament. Le Monde de la Bible 49, Geneve 2004,85-113.
2 Vgl. die Auflistung traditioneller Positionen in E. Zenger: Die Sinaitheophanie. Unter-
suchungen zum jahwistischen und elohistischen Geschichtswerk, fzb 3, WUrzburg 1971 207- t

231; auch die Kommen.tare der Folgezeit fUhren nicht zu befriedigenden Lösungen des Problems,
vgl.: John I. Durham: Exodus, WBC 3, Waco (Texas) 1987; C. Houtman: Exodus, 3 Bde.,
Kampen 1993, 1996/ Leuven 2000.
3 Grundlage des vorliegenden Aufsatzes ist mein Vortrag in Cambridge zu .,Redactional
Techniques in the Sinai Perikopeu ; er ,enthalt dementsprechend Vortlberlegungen zu einer ein-
gehenderen J\nalyse der Kapitel Ex 18-34, welche einer monographischen Darstellung
vorbehalten bleiben muss.
Grundlinien redalclioneller Arbeit in der Sinai-Perik.ope 57

dass die Formgebung unterschiedliche Phasen durchlaufen hat, die sich im


Endtext überlagern.
Ein wesentliches Kriterium der Analyse ist die Frage nach der sukzessiven
Zuordnung der Gesetzes-Texte (8, D, P, H) zu der Ursprungserzählung der
Offenbarung 4 am Gottesberg (C'i1'Mn iit)S, wobei die dtr Verbindung von
Dekalog und Gesetz und die analoge Korrelienmgvon Dekalog und Bundesbuch
zu den redaktionell entscheidenden Voraussetzungen des fonnativen Prozesses
gehört hat6 . Eine "GottesbergU-Erzählung scheint zu dien Vorgaben der dtr
Überlieferung zu gehören, welche den Ort ihrerseits symbolträchtig als nÖdnis-
Berg" = "Horebu identifiziert und ihn als solchen bezeichnet'. Daneben hat sich
vor allem in der Priesterschrift und den daran anschließenden literarischen
Schichten der- aus alter Tradition nur fragmentarisch bezeugte - Sinai-Name8 fiir

4 Gegen den Versuch, B als jünger gegenQber dem Dtn einzuordnen durch J. Van Seters: A
Law Book for the Diaspora. Revision in the Study of the Covenant Code, Oxford 2003. vgl. die
grundlegenden Einwände von E. Otta, Rez., (Bib 85), 2004, 273-277. Mit der Verbindung von
D mit Peinerseits und mit der Einbeziehung des HeiHgkeitsgesetzes in die Sinaiperikope ande-
rerseits werden im Gesamtgeftlge des Pentateuchs neue Gewichtungen geschaffen, die von be-
trächtlichem formativem Gewicht sind.
5 Ex 3,1; 4,27; 18,5; 24,13; I KOn 19,8; (Ez 38,[14]16; Ps 68,16[17]; [Dan 9,20]).
6 So mit E. Zenger: Wie und wozu die Tora zum Sinai kam. Literarische und Theologische
Beobachtungen zu Exodus 19-34, in: M. Vervenne (Hg.), Studies in the Book ofExodus.
Redaction - Reception - Interpretation~ BEThL 126, Leuven t 996, 265-288. Sie ist allerdings
in mehreren Schritten erfolgt, einerseits beschränkt auf das Dtn, andererseits beschränkt auf die
Gottesberg..Erzählung. Die Kombination beider Texte stellt eine eigene redaktionelle Maßnahme
dar. Der Versuch von F. CrUsemann: Die Tora.Theologie und Sozialgeschichte des alttesta-
mentlichen Gesetzes, München 1992, die Priesterschrift als Ausgangspunkt des formativen
redaktionellen Prozesses zu bestimmen. hat sich nicht bewährt; vgl. die Einwände bei Zenger,
ebd., 271 Cf. Die von Cr1lsemann hierzu vorgetragenen Beobachtungen knOpfen an ein fortge-
schrittenes Stadium des redaktionellen Vorgangs an.
7 Ex 3,1; 17,6!; 33,6; Dtn 1.2.6.. 19; 4,10.1.5; 5,2; 9,8; 18,16; 28,69; 1 Kön 8,9;19,8; vgJ.
Mal 3,22; Ps 106, 19; 2 ehr 5, IO. Den programmatischen Charakter der Bezeichnung hat L.
Perlitt: Sinai und Horeb~ in: H. Donner U.8. (Hg.): Beiträge zur Alttestamentlichen Theologie
(FS W. Zimmerli) Göttingen 1977, 302-322, = ders., Deuteronomium-Studien, FAT 8,
TÜbingen 1994, 32-49, herausgearbeitet. Er geht allerdings davon aus, dass die Bezeichnung
nHoreb" die Iltere Benennung .,S inaiu alterniert habe. Im Leseverlauf von Ex 3-24 gliedert sich
der Horeb-Name jedoch zunächst an die allgemeinere Bezeichnung "Gottesberg" an (Ex 3, I; vgl.
4,27). Dies geschieht analog übrigens auch in 1 KOn 19,8. Der Zusatz, der den "Felsen" in Ex
17,6 mit dem Horch verbindet, bildet zugleich einen Vorverweis auf Ex 18,5. Erst die weitere
Lokalisierung der Episoden in der Wüste Sin (Ex 17,1) und sodann in der WUste Sinai (Ex 19,1)
alterniert die lokale Identifikation und provoziert ein neues perspektivisches Verstlndnis ftlr die
Bezeichnung "Gottesberg (vgL Ex 24~ 13).
U

8 Traditionell wird auf Ri 5,5; Ps 68,9 sowie Dtn 33,2 verwiesen. In Dtn 33,2 steht der
Sinai.. Name parallel zum Se'ir. meint also nicht einen bestimmten Berg, sondern eine Region.
Ri 5,5 und Ps 68,9 sind vennutlich Glossen, die auf die Sinaiperikope als so,lche schon
zurückverweisen. Vgl. Oswald: Israel. 289; C. Levin: Der Dekalog am Sioai, VT 35, 1985,
165-191.184; T.B. Dozeman: God on the Mountain. A Study of Redaction. Theology and
Canon in Exodus 19-24~ SBL MS 37, Atlanta 1989, 32f.
58 Reinhard Achenbach

Berg ('J'O ";') und Wüstenregi.on f')~O I::!,0 )9 durchgesetzt. Der W,andel der
Überlieferungen ist auch an dem Neben- und Ineinander unterschiedlichster
Vorstellungen über den Charakter der Theoph.anie am Berge lO und den mit der
Gottesbegegnung verbundenen Ritualen 11 von Opferkult und Bundesschluss
l
erkennbar. Nach Ex 18,12 ist es gar zunächst Jetro, der "Priester Midians und '

"Schwiegervater Moses" (18,1), der am Gottesberg Brandopfer und Schlacht-


opfer d,er Gottheit darbringt, sogar in Gegenwart Aarons lmd der Ältesten Israels
(v. 12b). Nach Ex 24,5 sind es gar die Jünglinge der Israeliten, die Brand-,
Schlacht- und Dankopfer darbringen! Die dtr Verfasser des Deuteronomiums
erwähnen diese oder die in Ex 18 geschilderten Ereignisse und vor allem die
midianitischen Verbindungen des Mose mit keinem Wortl2 ! Vielmehr erklärt Dtn
5,2f, JHWH habe Israel am Horeb eine Bundesverpflichtung auferlegt, die vor
allem für die Landnahmegeneration Gültigkeit besitze. Die Deuteronomislen in-
terpretieren somit die Tradition vom Ritual am Gottesberg im Sinne ihrer
Bundestheologie. Für die Priesterschrift steht hingegen die Offenbarung des
käbod JHWH und die Begründung der kultischen Einrichtungen Israels im Zent-
rum der Darstellung, die in der Opferdarbringung durch den Hohenpriester ihren
Höhepunkt findet (Ex 24,16-18 ... Lev 9,23f). Auch die Priesterschrift will von
der Gegenwart Fremder beim Opfer am Sinai nichts wissen! Und von einem
Bundes-Ritual erzählt sie gleichfalls nichts. Der Versuch, die durch die Träger des
dtr wie des priesterschriftlichen Überlieferungskreises (D und P) verdrängten
vor-dtr Überlieferungen 13 mit den dtr und priesterschriftlichen in ein sinnvolles
Erzählkontinuum zu stellen, erfordert also von einem Redaktor erhebliche kon-

9 Ex 16,1;. 19,1.2.11.18 (vor-dtr 1).20.23; 24 16; 31. 18; 34~2.4.29.32; Lev 7,38; 25,1; 27~
t

34; Num 1,1.19; 3,1.4.14; 9,1.5; 10,12; 28,6; 33.15.16; Dtn 33,2; Ri 5,5; Ps 68,9.18; Neh 9,
13; 1 ehr l,15~
]0 Die klassische Untersuchung hierzu von J. Jeremias: Theophanie. Geschichte einer alt-
testamentlichen Gattung.WMANT 10, Neukirchen- Vluyn 21977, J00-111 ~ hat gezeigt, dass
neben der Darstellung der Theophanie in Gewitter und Wolke nach dem sog. "Baal-Hadad-
'rypus" (Ex 19,16.19) die Erscheinung im Feuer steht (Ex t 9, 18 (vor-dtr.?), vgl. Dtn 5,23f;
9, ISb; 4, 111), die in P als nOffenbamng des kilböd" (Ex 24, 16-18a-; 29,43; Lev9,23 f) darge-
stellt wird.
11 Dem Satz von L. Perlitt: Bundestheologie im Alten Testament, WMANT 36, Neukir-
ehen- Vluyn 1969; 194: "Die Sinaierzlhlung ist ... aus Theophanie (Ex 19) und Ritual (Ex 34)
heraus gewa.chsen; ihr Ton lag auf Gottesherrschaft~ Gotteserscheinung und Gottesbegegnung. H

ist m.t. weiterhin zuzustimmen, allerdings wird man dabei die Verbindung von WOstc=nfest- und
Gottesberg-Motiv (Ex 3,18; 5,3-; 18,5.12; in V,erbindung mit 19,3a·.16.19) mit in den Blick
zu nehmen haben.
12 Die dtr Version der "Entlastung des Mose in Dtn 1~9-18 (par Ex 18,13-21) ist dezidiert
U

hinter den Autbruch vom Horeb gestellt worden. die m.osaischen Maßnahmen sollen demnach
auf der Grundlage des geoffenbarten Gesetzes erfolgt sein.
13 Ein Verdrlngungsprozess von 0 undP gegenÜber Ex 18- ist anzunehmen, denn eine
spätere Erfindung fremden Einflusses auf die UrsprUnge der Religion Israels ist unter den
Bedingungen des dtr Einflusses auf die Theologiebildung in Israel schwerlich anzunehmen.
Dieser Verdrängungsprozess schließt anscheinend auch die aus der Mischehe stammenden Kinder
des Mose mit ein (vgl. Ex 18,3f)!
Grundlinien redaktioneller Arbeit in der Sinai-Perikope 59
U
struktive Vorstellungskraft, eine "Rekonstruktion im Rahmen eines Lesekon-
tinuums von Exodus bis Deuteronomium zahlreiche Harmonisierungen bzw.
komplementäre Leseweisen. Dabei enn.öglicht die Geschichte von der 40jährigen
Wüstenwanderung eine diachrone Zuordnung der Stoffe in eine frühere Phase der
Offenbarung am Gottesberg und eine spätere der Belehrung durch Mose im
Lande Moab bzw. im Ostjordanland.
Die Herstellung solch besonderer Art von Komplementarität lässt sich am
Beispiel der unterschiedlichen Benennungen des Offenbarungsortes noch erken-
nen. Nach der vor-dtr Erzählung war das Volk schon am Gottesberg angekom-
men, als es zur Begegnung mit dem Midianiter kam (Ex 18,5). Der Aufstieg des
Mosezu Gott (Ex 19,3) filhrt - so LXX mit der lectiodifficilior - im Kontext zu
v. 2b und analog zu Ex 24,13b MT zum Gottesberg hinauf: "" i1~.v :1tDO,
O'ST'a-tn-,iT. Will man dies mit Dtn 5,2 und 1,6 verbinden, wo die dtr Version
vom Horeb spricht, so liegt eine Identifikation des einen mit d,em an.deren nahe
(vgl. Ex 3,1 b; Ex 17,6a.·). Das Fehlen der fremden Midianiterbei D und P lässt
sich auf der textimmanenten Ebene nur durch die Annahme verstehen, dass Mose
sich von seinem Schwiegervater verabschiedet haben muss, und so kommt es ver-
mutlich zu der entsprechenden Bemerkung in Ex 18,27. Gleichwohl rechnet be-
kanntlich Num 10,29 mit der Anwesenheit eines Schwiegervaters. Die Überzeich-
nung dieses vor-dtr Fragments ist anscheinend nur mit Hilfe einer Namens-
variante (Hobab) möglich gewesen.
Zud,em stellt sich die Frage, wie sich die auf den Sinai-Namen gründende Über-
lieferung und damit auch P integrieren lässt. Dies geschieht mit Hilfe der Itinerar-
notiz Ex 19,2a, an die die jüngere Zeitangabe Ex 19,1 anknüpft: Der Gottesberg
wird zum "BergSinai" (vgl. Ex 19,11.18.20.23 14 ). Komplementär dazu steht die
Itineramotiz Num 10,12a vor Num 10,29: erst nach dem Verlassen des Sinai
kommen die Midianiter wieder in den Blick. Durch die Verbindung von Gottes..
berg- und Sinai-Überlieferung gewinnt die Bezeichnung r=r~i1"Mrt-.,n einen allge-
meineren Charakter imS,inne von: der Berg, auf dem Gott verweilte, bevor er auf
dem Berg Sinai ankam. Zugleich ennöglicht aber die lokale Abgrenzung, die spezi-
fische Bedeutung des Offenbarungsgeschehens zu betonen und infolgedessen das
an der Kult-Thematik orientierte Material .aus P sukzessive in die Erzählung ein-
zubauen.
Auch hinsichtlich des Verständnisses des Rituals am 'Gottesberg erfordert die
Kom.pilation unterschiedlicher Überlieferungskomplexe neue Konstruktionen.
Wenn P im Unterschied zu D nichts von einem Bundesschlussritualweiß, dann
wird erstens der Bezug des Bundesgedankens erzähltechnisch sich mit dem ande..
ren, vor-dtr Komplex von Gottesberg-Erzählung undBundesbuch verbinden und
das P-Material erzähltechnisch hintanstellen. So wird man die eigentümlich syn-
thetische Ausgestaltung des Bundesschluss-Rituals in Ex 24,3-4a.6-8 in einer
nach-dtr und nach-priesterschriftlichen Phase der Textentstehung anzusiedeln

14 S.8. Ex 24.16 (P); 31.18; 34.2.4.29.32 passim. Dadurch erscheint im Rückblick des
Mose nicht mehr der "Gottesberg" als Horeb, sondern der GOhesberg Sinai.
60 Reinhard Achenbach

haben I s. Die Beschränk.ung der Communio des Kultmahls auf den Kreise des
Mose, des Aaron und seiner Söhne und der 70 Ältesten in Ex 24,1-2·.9-11· .14-
ISa hebt sich konzeptionell vo.n der Darstellung in v. 3-8 ab und wird demgegen-
über auf einer späteren Phase der redaktionellen Bearbeitung anzusiedeln sein l6.

Il. Zur Bedeutung der Doppelüber./ieftrungen von


dIr Horeb-Erzdhlung und Sinai-Perikope

Zur Bestimmung der redaktionellen Prozesse ist das Vorhandensein der


Doppelüberlieferungen im Dtn und in Ex und Nwn ein wichtiger Ausgangspunkt,
denn durch die Bestimmung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden einerseits
und der Möglichkeit einer annähenmgsweisen Ermittlung der Kriterien der litera-
rischen Verbindung beider im Rahmen des Pentateuchs andererseits ist für die
Aufhellung der literarhistorischen Sachverhalte eine vergleichsweise günstig,e
Voraussetzung gegeben. Aus den bisher vorgetragenen Beobachtungen wird schon
deutlich, dass die Verfasser der dtr Version der Horeb-Erzählung zwar auf ältere
ÜberlieferungenzurQckgegriffen und diese interpretierend weiterentwickelt ha-
ben, dabei aber wahrs'cheinlich auch eine Reihe von Traditionen beiseite gelassen
oder vielleicht bewusst verdrängt haben. So hat das Dtn den Stoff der Entlastung
des Mose Ex 18,13-27 zwar in Dtn 1,9-18 aufgenommen, dabei aber jede Bezie-
hung zu der Midianiter-Tradition vermieden. Zum Zeitpunkt der Formulierung
dieser Variante im Kontext der dtr Landnahme·erzählung war das Dtn nicht
B,estandteil eines Erzählkontinuums von Ex - Dtn. Dies gilt auch für andere Züge
von Ex 18 wie z.B. die Jetro-Überlieferung, die Gottesberg-Erzählung und die
Überlieferungen vonMose Nachkommen Ex 18,2ff. Gleichzeitig muss die alter-
nierende Erzählung in Ex 18 literarisch überliefert worden sein, so dass ein nach-
dtr Redaktor gen.ötigt war, das Verhältnis beider zueinander zu bestimmen. Die
Lösung: Ex 18 wird vor der Offenbarung am Gottesberg angenommen, die Ereig-
nisse aus Dtn 1 müssen gemäß dem Mose-Bericht danach angesiedelt werden. So
werden gleichsam zweimal "vorläufige" mosaische Ordnungen des Volkes zur
Darstellung gebracht, nicht zum letzten Mal, wie in Num 11,24-30 und N1J111 1--4
ersichtlich 17.
E. Otto hat in seiner Untersuchung des literarischen Rahmens in Dtn 1-3
gezeigt, dass neben der dtr Verwe.ndung der vor-dtr Kundschaftererzählung in
Dtn 1,19--46 im Kontext der dtr Landnahmeerzählung (DtrL) auch Spuren ,einer

I5 Otto~ Die nachpriesterschriftliche Pentateuchredaktion, 61-111. 78,-82.


16 Die Vorstellung, der Repräsentanz Israels durch 70 Älteste schreibt den Text fort in
AnknOpfung an 0 (Dtn 31,9; Jos 23,3), P (Ex 1.5) und Vorstellungen priesterlicher Kreise aus
der Gola (vgl. Ez 8, I ]) und bildet einen Vorgriff auf Num 11, 16.24--30;vgl. R.Achenbach: Die
Vollendung der Tora. Studien zur Redaktionsgeschichte des Numeribuches im Kontexte von
Hexateuch und Pentateuch, BZAR 3, Wiesbaden 2003, 237-266.
17 Zum Vergleich zwischen Ex 18, Dtn 1 und Num 11 vgL Achenbach: Vollendung, 246-
25t.
Grundlinien redalctione//er Arbeit in der Sinai-Perikope 61

Redaktion erkennbar sind, die diese nun ihrerseits mit der Darstellung der älteren
Überlieferung in Num 13f literarisch im Gesamtzusammenhang einer hexateuchi-
sehen Erzählung verbindet I8. Eine eingehende Untersuchung des Numeribuches
zeigt t dass die ausgleichende Korrelierung der vor-dtr Texte mit der dtr Darstel..·
lung in der Moserede Dtn 1-3 diese gleichsam als ein Fachwerk nutzt, das sie mit
weiteren Überlieferungen ausfilllt l9 . Der Redaktor knüpft an die dtr Bundes-
theologie U.8. dadurch an, dass er die Erzählung des Numeribuches in Num 25 mit
der Legende von der Sünde mit dem Baal von Peor enden lässt, so dass das Dtn
als Dokument einer Bundesemeuerung im Lande Moab erscheint. Und auch di.e
Landnahmeerzählung endet mit einer Bundesemeuerungs-Erzählung in Jos 24.
Dabei zeigt der regelmäßige Rekurs auf die Väterverheißungen der Genesis einer-
seits und das Signal einer zumindest zeitweisen Buchtrennung durch die Dublette
in Jos 24,28-31 und Ri 2,6-9, dass die Texte in einem von Gen - Jos reichenden
Darstellungszusammenhang gelesen werden. Man wird also mit Fug von einer
Hexateucherzählung zu reden haben, die das Ergebnis einer redaktionellen Reecri-
ture, also der Arbeit einer Hexateuch-Redaktion ist.
Will man im Rahmen einer synchronen, komplementären Lesung die Beweg..
gründe erkennen, die das Beieinander von Ex 18.19-34 und Dtn 5.9-10 im
Pentateuch ennögiicht haben, muss man beim detaillierten Vergleich der Dublet-
ten einsetzen20. Dabei wird nach Indizien zu fragen sein, die darüber Aufschluss

18 E. Otto: Das Deuteronomium im P,entateuch und Hexateuch. Studien zur Literatur-


geschichte von Pentateuch und Hex.ateuch im Lichte des Deuteronomiumrahmens, FAT 30,
TUbingen 2000,130-138; R. Achenbach, Die Erzählung von der gescheiterten Landnahme von
Kadesch Bamea (Numeri 13-14) als SchlOsseltext der Redaktionsgeschichte des Pentateuchs,
ZAR 9,2003,56-123.
19 S. hierzu den Überblick in diesem Band. S. 122-134.
20 Zu Versuchen, das Nebeneinander von Ex 19'-34 and Dtn 5-11 mit Hilfe der Annahme
mehrerer dtr Redaktionen zu erklären vgl. J. Venneylen: Les sections narratives de Deut 5-11 et
leur relation a Ex 19-34, in: N. Lohfink (Hg.): Das Deuteronomium. Entstehung, Gestalt und
Botschaft, BEThL 68, Leuven 1985. 174-207; E. Aurelius: Der Fürbitter IsraeJs. Eine Studie
zum Mosebild im Alten Testament, CS OTS 27. Lund 1988,8-126; einen Forschungsüberblick
bietet K. Schmid: Israel am SinaL Etappen der Forschungsgeschichte zu Ex 32-34 in seinen
Kontexten, in: M. Köckertl E. Blum, Gottes Volk am Sinai. Untersuchungen zu Ex 32-34 und
Dtn 9-10, VWGTh 18, GOtersloh 2001,9-40. Einen instruktiven Versuch zur synchronen
Lesung der Dubletten entwickelt N. Lohfink: Deuteronomium 9, 1-10,11 und Exodus 32-34. Zu
Endtextstruktur, Intertextualität, Schichtung und Abhängigkeiten, ebd., 41-87. Allerdings
stehen synchrone Erklarungsversuche vor dem Problem, dass in der Endtextlektüre die Phase, in
der dasDtn als Teil einer zunächst auf das Josuabuch hinftlhrenden dtr Textgestait zu lesen war,
und diejenige, in der es zugleich auch als Teil einer Ex - Dtn übergreifenden Textgestah
angehörte, einander überlagern. So ist also mit divergierenden Bedingungen intertextueller
BeZOge zu rechnen. Beim Ausgleich dieser Bezugs,syst,eme kommt es zu Perspektivverschie-
bungen. Dass Redaktoren dabei bemÜht sind~ Kohärenz herzustellen~ erschwert die Analyse. So
wird man Lohfink einerseits zustimmen können, wenn er hinsichtl ich auf den ersten Blick
widersprüchlicher Aussagen konstatiert (op.cit. 67 A.76): nDie [...] synchrone Analyse [...] bietet
rur viele dieser Sachverhalte synchron eine sinnvolle Erklärung. Andererseits wird man ihm
U

nicht folgen können in dem Schluss, den er hieraus ableitet (ebd.): "und in allen diesen Fälle
62 Reinhard Achenbach

geben, was der Grund rur den Erhalt z.'T. abweichender Deutungsperspekti.ven
innerhalb des neu gefUgten Textkontinuums gewesen sein mag. Im Folgenden sol-
len nur beispielhaft einige solcher Hinweise in den Blick genommen werden.
Vergleicht man etwa die Legende von der Motivation der Gesetzesmittler-
schaft Moses in Ex 20,18-21 und Dtn 5,23-30, so kann man feststellen, dass
sich in Ex 20 eine literarisch ältere Fonn erhalten hat. Nach dieser bittet das Volk"
das durch die Konfrontation mit den Begleitumständen der Theophanie zu Tode
erschrocken ist, Mose um die Wort-Vermittlung zwischen Gott und sich selbst.
Die Formulierung von Ex 20, 18a hebt ,die Wahrnehmung der Theophanie hervor,
schon durch die Wahl des Verbums MMi, das letztlich auf das Spektakel des
rauchenden Berges hinweist: ~'P nM' C"E)'.-t-nM' n",p.,-~ C~Mi c.vn-~~i
... lWJJ l;rn-M' .E)Wit; in Dtn 5,23 wird die Formulierung in der Weise abge-
wandelt, dass das Erschre,cken vor allem auf die Wahrnehmung der göttlichen
Stimme verweist; dementsprechend wird das Verbuml.'otD gewählt: C::>l'oW:> -';''''
tDM~ "1'::1 iiTiT' ltDnn 1,no ~'pit-nM . Dementsprechend wird Mose nicht wie
in Ex 20,19 aufgefordert, statt Gottes zum Volke zu reden, sondern vor allem
auch dazu, anstelle des Volkes zu hören (Dtn 5,27)! Dtn 5,24 gleicht die heiden
Versionen Ex 20,18 und Dtn 5,23 miteinander aus, indem zwischen Vision und
Audition unterschieden wird. Der Vers baut so eine Verstehensbrücke zwischen
heiden Texten, die vor allem dann nötig wird, wenn diese in einem literarischen
Erzählkontinuum stehen. Implizit scheint die Wiederholung des Dekalogs zudem
eine Erklärung dadurch zu erfahren, dass hier Moses Dekalog-Mittlerschaft noch
einmal explizit betont werden soll. Zugleich wird der (literarisch gegenüber Dtn 5
jüngeren) Rezension des Dekaloges von Ex 20,1-17 mit dem Rückverweis im
Sabbatgebot auf Gen 1 die Authorität des Ursprünglichen zuerkannt.
Alternierte zunächst das Deuteronomium das ältere Bundesbuch und suchten
die Deuteronomisten, es auf die Offenbarung vom Horeb zurUckzufilhren, so nö-
tigte die Verbindung heider in einem Erzählkontinuum dazu, dem Bundesbuch
den Charakter der vorausgehenden Offenbarung zuzumessen und zugleich dem
mo~aischen Deuteronomium den seinen zu belassen. In einem weiteren Stadium
der redaktionellen Bearbeitung des vorhandenen Textkontinuums von Gen bzw.
Ex - Dtn ist Ex 19,3b-8 anzllsiedeln, vor aJlem mit Blick allf Ex 19,6.. Hier wird
der gesamten Theophanie- und Bundesschlusserzählung eine göttliche Erklärung
zur Bedeutung des Bundes vorausgeschickt, die die dtr Erwählungszusage in Dtn
7.6 zur konstitutiven Zusage schon in der Disposition der Offenbarungs-

muß man methodisch von Schichtungsannahmen Abstand nehmen." Vielmehr signalisiert gerade
das Vorhandensein von Differenzen in der Darstcllungsfolge von Dubletten, dass BrUche
akzeptiert wurden: auf der Erzlhlebene der Mosezeit wird so der Wandel von Anschauungen und
Konzepten im Laufe der Religionsgeschichte Israels in einem stetig anwachsenden Prozess der
Reecriture im Spiegel der Mosezeit zur Darstellung gebracht. Vgl. zum Problem auch E. Talstra:
Deuteronomy 9 and lO~ Synchronie and Diachronie Observations, in: J. de Moor (Hg.): Syn-
chronie or Diachronie? A Debate 0'0 Method in Old Testament Exegesis. Papers Read at the
Ninth Joint Meeting of het Oudtestamentisch Werkgezelschap in Nederland en Belgie and the
Society for Old Testament Study (OTS 34), Leiden 1995, 187-120.
Grundlinien reda1cJioneller Arbeit in der Sinai-Perikope 63

erzählung erweitert: Israel soll am Sinai nicht nur als Jahwe geweihtes Gottesvolk
(tD"IP 011), sondern zum hierokratisch geführten (C')if:> ro,OC) heiligen Nation
(W"P '1) )21. Die hierzu passende Gesetzgebung, die sowohl Instruktionen für
Priester als auch kultische und religiöse Instruktionen für das heilige Volk enthält,
findet man im Heiligkeitsgesetz (Lev 17-26), in dem die Konzepte des dtr Deute-
ronomiums aus der Perspektive der Vorstellungen der Priesterschrift radikalisiert
werden.. Diesem Vorstellungskreis entspricht es dann auch, wenn in Ex 19»9 das
Kommen JHWHs in der dichten Wolke und die Offenbarung seines Redens
angekündigt wird, um die Moserede als von Gott stammend zu beglaubigen. War
die Zusammenschließung der Darstellungen durch die Hexateuch-Redaktion an
einer bundestheologisch strukturierten Darstellung von Väter-, Exodus-, Gottes·
berg- und Landnahmeerzählung orientiert, so kreist die zw·eiteBearbeitungum
das Thema der Verfaßtheit Israels auf der Grundlage der mosaischen Gesetze.
Wie sich in der doppelten Konzeption der Rahmung in Ex 24,1 f* .9-11 und 24,
3~.6-8 schon andeutete, wird man in der Sinaiperikope also mit zwei Phasen ·der
redaktionellen Bearbeitung zu rechnen haben, einerseits derjenigen, die durch den
Zusammenschluss von Bund D und von vor-dtr, dtr und priesterschriftlicher
Darstellung mit der dtr Landnahmeerzählung bestimmt ist (Hexateuch-Redaktion)
und derjenigen, die auf die Abrundung des Pentateuchs als Tora durch das Heilig-
keitsgesetz hin orientiert ist (Pentateuch-Redaktion).

I/I Parallelen und Unterschiede in Dtn 9,7-10,1 J und Ex 24-34·


und die Duplizität redaktioneller Bearbeitungen

J. D/n 9,9- JJpar.: Der Aufstieg des Mose aufden Berg

Vergleicht man die beiden Versionen der dtr Horeb-Erzählung in Dtn 9,7-10,11
und in der Sinai-Perikope Ex 24-34· miteinander, so zeigt sich, dass Dtn 9,9ff
deutliche, wörtliche Parallelen zu Ex 24, 18b und 31,18· aufweist, die auf die Ver-
arbeitung einer Vorlage schließen lassen (vgL die Unterstreichungen in Tabelle
1)22. Andererseits ist deutlich, dass die dtr Darstellung noch keinen literarischen
Bezug zur Priesterschrift hat, denn es finden sich keine Hinweise auf eine Verar-
beitung der Darstellung von Ex 25-29· die in den Rahm.en der nicht-prie-
t

sterschriftlichen Offenbanmgserzählung ·eingefilgt ist.

21 Zur späten Ansetzung vgl. J .-L. Ska: Exode 19.3b-6 et I' identite de I-Israelpostexilique,
in: M. Vervenne (Hg.), Studies inthe Book of Exodus. Redaction - Reception - Interpretation,
BEThL 126, Leuven 1996,289-317; mr Zurweisung zur Pentateuch-Redaktion vgl. Achenbach:
Vollendung, 56ff..
22 R+ Achenbach: Israel zwischen Verheißung und Gebot. Literarkritische Untersuchungen zu
Deuteronomium 5-11 t EHS.T 422, Frankfurta.M. 1991 t3S0-371; S. Boorer The Promise of
t

the Land as Oath. A Key to the Fonnation of the Pentatcuch,BZAW 205. Berlinl New York
1992,297-324; Lohftnk: Deuteronomium 9,1-10,11, 77ff.
Exodus 24 12. 18; 31,18
t Deuteronomium 9,9-1 J
ittDO-'M iT,." 10M" 24,12
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1::JMil nm-Nt 1" itJnM' C~j::1Mn nn,~ nnp?
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.,?.. ~ C'.t'::JiM1
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C'l::1Mi1 nn" 'Jtzj-M I

:n'''~iT n,n";
Tabelle I: Ex 24,12.18; 31 J 18/ Dtn 9,9-11

Dass die dtr Darstellung ihre Vorlage nicht vollständig wiedergibt, wird etv
daran deutlich, dass sie auf eine Schilderung des Vorgangs der Anfertigung d,
Kultbildes selbst verzichtet. Diese ist zwar i.n Ex 32,1--6· enthalten, aJlerdinj
wird dort die Person des Aaron in die Vorgänge einbezogen, wohl in Kennm
seiner Rolle in der Priesterschrift2J. In Dtn 9,13-19 gibt es jedoch hinwiederu
noch keinen Hinweis darauf, dass die Deuteronomistenetwas von einer Betei:
gung Aarons an dem Geschehen gewusst hätten. Der Hinweis auf ihn in D

23 Auf den Umstand, dass es sich also bei der Darstellung in Ex 32 um eine redaktionel
nach-dtr und nachpriesterschriftliche Komposition handeln muss, hat Otto: Die nachpriest~
schriftliche Pentateuchredaktion, 83-93, aufinerksam gemacht
Grundlinien redaktioneller Arbeit in der Sinai-Perikope 65

9,20b wirkt deutlich nachgetragen und setzt die Darstellungseinheit von Dtn und
Ex schon voraus 24 .
Ex 24,12a.ba erzählt vom Befehl JHWHs an Mose, auf den Berg zu steigen,
dort bei ihm zu verweilen und die Tafeln aus Stein (l~Mn m,) entgegenzuneh-
men. Dtn 9,9 erzählt das Gleiche~ nennt die Tafeln jedoch "Steintafeln" (n,n"
O"J:J~i1). In der dtr Version wer,den diese nun entsprechend Dtn 5,2 als "Tafeln
des Bundes, den mit JHWH euch geschlossen hat" bezeichnet. Schon die Vorlage
der dtr Version hat wohl das Motiv der göttlichen Beschriftung der Tafeln
gekannt, wie die Entsprechung von Ex 31, 18b und Dtn 9,10 zeigt (vgl. a. Ex
32,,15~). Ex 24,12bfilgt darüber hinaus nun hinzu, JHWH habe die Übergabe auch
von der Tora und der Mizwa, die er selbst geschrieben habe, sie zu unterweisen,
angekündigt (vgl. Text in Tabelle I). Nach Ausweis des Kontextes hat Mose
allerdings schon einmal Anweisungen zur Übermittlung von Gesetzen erhalten
(Ex 20,22; 21,1 : Cn~]D'~ c'wn \tDM O'ODtDO;1 .,'M'),
die er verkündet (Ex 24,3)
und kodifiziert (Ex 24,4) hat, und zu deren Einhaltung er sodann unter Vollzug
eines Bundesrituals das Volk verpflichtet hat (Ex 24,S). So wird deutlich, dass Ex
24,12b auf eine Tora und eine Mizwa vorausblickt, die Mose noch nicht ver-
kündigt haben kann. Sucht man nach dem nächstmöglichen Bezugstext dieses
Verses, so ergibt sich ein deutlicher Verweis auf Dtn 4,44 (CtD-ltDM "'~i1 nMT'
:'M,W' 'J:l ,~!)" iTtOc) und auf Dtn 6,1 a: ,tOM C'C!)!)WC;', C"pni1' i1'~Cit n~f'
C,nM '0" C~'il~~ ;"il' i1'~. Alle übrigen Stellen, an denen in den Büchern
Leviticus und Numeri von Tora und Mizwa die Rede ist 25" beziehen sich auf
priesterliche Torot, Einzelanweisungen, die an Mose im Kontext spezieller kulti-
scher Situationen ergangen sein sollen und die durch die Fiktion der Offenbarung
am Heiligen Zelt an das Kultzentrum gebunden sind (vgl. Lev 1,1; Num 1) 1). Das
Deuteronomium hingegen gilt als Mose letzte Tora-Belehrung an Israel (Dtn 1,5)
darüber, wie das Leben im Land zu gestalten sei. Der Verschriftung der Tora
durch Mose für die levitischen Priester und Ältesten in Dtn 31,9 soll also nach
Ex 24, 12beine göttliche Verschriftung der Tara vorausgegangen sein. Der
Abschluss des Heiligkeitsgesetzes in Lev 26,46 erhebt darüber hinaus ebenfalls
den Anspruch, dass dieses die Tora beinhalte, welche JHWH Mose übergeben
habe. Es ist deutlich, dass Ex 24) 12b konzeptionell über Dtn 31,9 hinausfUhrt:

24 Lohfink: Deuteronomium 9,I-IO,ll 80f, gibt zu bedenken: ",Was zur Abfassungszeit der
ll

deuteronom ischen Horeberzlhlung schon alles im Exodustext stand, läßt sich positiv jedoch
II

nicht exklusiv von dem her definieren, was das Deuteronomium aufgenommen hat. u Er geht
demnach davon aus, dass schon in der vor-dtnldtr Fassung die Rolle Aarons festgeschrieben war.
Da in Otn 9,20 der Rückbezug zur Ro) le des Aaron explizit erst auf einer Ebene hergestellt wur-
de, in der das Exodusbuch schon in einer literarischen Verbindung mit dem Dtn stand, muss
j,edoch m.E. davon ausgegangen werden, dass der Text auch eine Phase kannte, in der diese lite..
rarische Einheit noch nicht gegeben war. Das schließt das Nebeneinander mit dem Dtn und die
Kenntnis Gottesbergerzahlung seitens der dtr Verfasser nicht aus.
2S ;,,~ nach Ex 24,12: 16x in L,ev 6f.11-15; danach in Lev 26,46!; Num 5,29f; 6 I3.21; ll

15,16.24; 19,2.14; 31,21. it'~C: Ex 24,12; Num 15,31; Dtn 5,31; Dtn 6,1.25; 7,11; 8,1; 11,8.
22; 15,5; 17,20; 19,9; 26,13; 27,1; 30,ll!; 31,5; Jos 22,3.5.
66 ReinJ,ard Achenbach

die Behauptung, dass die mosaische Toraverschriftung auf einer göttlichen Tora-
verschriftung basiere, begründet die Kanonizität der Tora insgesamt. Der anti-
sarnarische Zusatz in 2 Kön 17,34b.3726 setzt diesen Anspruch deutlich voraus,
wenn er den Bewohnern Samarias Missachtung von Tora und Mizwa (auch in
ihrer verschrifteten Form) "bis auf den heutigen Tag't. (v. 34a) vorwirft27 .
So lassen sich aus dem Vergleich der heiden Versionen wiederum mehrere
Phasen der Textgeschichte ennitteln. Eine in Ex 24,12· noch erhaltene Grund-
gestalt der Erzählung 28 , ihre dtr Rezeption in Dtn 9,9f*, die Verbindung bei der
im Zuge der Hexateuch-Redaktion und die Überarbeitung durch eine auf den
Tora-Gedanken konzentrierte Pentateuch-Redaktion in Ex 24,12b·.
In Ex 24, 12 wird der Inhalt der Tafeln nicht expliziert, wohl weil in der
Gnmderzählung der ursprüngliche Konnex zu dem in Ex 31,18·; 32,1 sr verarbei-
teten Erzählfaden gegeben war, der nun allerdings durch die Einfilgung von P eine
beträchtliche Unterbrechung erfahren hat. Nach dtr Auffassung (Dtn 9,1 Ob;
5,22a) beinhalten die Tafeln den Dekalog, der also im Kern das Dokument des am
Horeb geschlossenen Bundes (DtD 5,2) darstellt und ihnen die Bezeichnung
nBundes-Tafelnu einbringt (n'l:1 n,n~ [:]']:11"" m" "JtD, Dtn 9~lOb). Die Vari-
ante dieser Bezeichnung in Ex 31,18 <l:lM m, n'.11il nn, 'JW) nimmt in dem
Zusatz n'l'it nn, einerseits die dtr Auffassung auf, dass die Tafeln als Doku-
ment der am Gottesberg ergangenen Verpflichtung darstellen, variiert aber mit
Rücksicht auf die Priesterschrift, die den Ausdruck n"i:l filr das Sinaigeschehen
meidet und das Tafelmotiv auch nicht kennt, die Bezeichnung mit Blick auf Ex
25,16 in n'l'it nn~ 29. Solcherlei Rücksichtnahme der nach-dtr und nach-pries-
terschriftlichen Redaktion ist ein Anzeichen dafür, dass die Integration hetero-
gener Überlieferungen nicht allein aus dem Geist des Deuteronomismus heraus zu
verstehen ist, auch wenn der (aus P modifizierte) Dekalog nunmehr als verbin-
dender Leittext der Gesetzestheologie von Ex und Dtn erscheint. Das wird
bestätigt durch redaktionelle die Notiz über die göttliche Erneuerung der Tafeln

26 E. WOrthwtin, Die BUcher der Könige. I. Kön. 17 - 2+KlSn. 25, ATD 11/2, Götti"g~n
1984, 401 ff, charakterisiert 2 Kön 17,34b-40 als anti-samaritanischen Zusatz. Die heftige Kritik
am Synkretismus der Kultgemeinde in Samaria setzt m.E. die Verschiffung der Spannungen in
der zweiten Hälfte des 5. Jh.s voraus. Von "Samaritanern" im Sinne der Ausbildung einer von
Jerusalern endgÜltig religiös getrennten Religionsgemeinschaft wird man erst in hasmonlischer
Zeit zu reden haben (R. Achenbach: Art. Samaria 111. Samaritaner, RGG4 VII, im Druck).
27 Die eigentOmlic-he P"raJ lel~tellu'1g der Beuichnungen erscheint in der Folge i1~01 :-rl'.M,
außer in 2 KOn 17,34b.37 nur noch in den ChronikbOchem (2 ehr 14,3; 19,10; 31,21; vgL aber
auch Prv 3,1, pI. Neh 9,13+34) in umgekehrter Reihenfolge in dem spaten Text Jas 22,S und Esr
10,3, pi. vgl. Ex 16,28; 5.8. Gen 26,S; 2 Kön 17,13; Neh 9,14.
28 In welchem Verhllmis die hier zutage tretende Version zur Iltesten Gottesberg·Erzlhlung
steh~ muss an dieser Stelle offenbleiben. Da sie wohl den dtr Dekalog voraussetzt~ handelt es
sich allem Anschein nach nicht um die alteste Fonn der Überlieferung.
29 Vgl. auch Ex 32,1 SfI'; 32,29. Zum redaktionellen Charakter des Audrocks s.a. J.C. Gertz:
Beobachtungen zu Komposition und Redaktion in Exodus 32-34, in: M. Köckertl E. Blum.
Gottes Volk am Sinai. Untersuchungen zu Ex 32-34 und Dtn 9-10, VWGTh 18, GOtersloh
200 1. 88~ I 06.91.
Grundlinien reda/cJionel/er Arbeit in der Sina;-Perilcope 67

°,
Ex 34,28 3 in denen der Inhalt der Bundesworte eindeutig mit dem Verweis auf
das "Zehn-Wort" festgelegt wird. Auf der Ebene des Hexateuch-Redakt,ors findet
die Verschriftung des Deuteronomiums noch durch Moseallein statt (Dtn 31,9),
erst der Pentateuch-Redaktor will von einer göttlichen Vorlage auch dieser Schrift
wissen (Ex 24 12b). Dabei akzeptiert er mit Ex 34,28, dass diese nicht Inhalt der
t

Tafeln gewesen sind. Ex 24,13b.15a.18aß und Dtn 9,98 erwähnen mehrfach den
Aufstieg des Mose auf den Berg. Während in Ex 24,13b noch die Bezeichnung
"Gottesberg" erhalten ist (C'n't'r1 ,n-~MiTqjo ".11"') und - wohl in Hinsicht auf
die im Folgenden eintretenden Verzögerung,en durch v. 14 - zunächst mit der
Präposition "t-t
nur vom Beginn des Aufstiegs die Rede ist wie in v. 15amit
Blick auf v. 15b.16ff, heißt es inder dtr Version Dtn 9,9a wie in der die priester-
schriftliche Darstellung (Ex 24,16.18a·) integrierenden Version (24,15a.18aß)
schlicht, er sei "auf den Berg" gestiegen. In Ex 24,13a und 32, 17 wird darüber
hinaus behauptet, Josua habe als dessen Diener Mose begleitet. Die dtr Version
erwähnt dieses Motiv nicht. So ist es unklar, ob er es schon gekannt hat, es also
an ,dieser Stelle bewusst zu erwähnen meidet, oder nicht 31 • Im jetzigen hexa-
teuchischen Erzählkontinuum aus Exodus- und (dtr) Landnahmeerzählung dient
es jedenfalls wie Ex 17,8-16· zur Vorbereitung der Sukzession des Josua (Jos
1,1; vgL Ex 33,11.; Num 11,28). Nach Ex 24,14 in Anknüpfung an Ex 24,.9-11
überträgt Mose die Aufgabe der Lösung von Konflikten unter Verweis auf die
Anwesenheit von Aaron und Hur als Berufungsinstanz. Damit setzt der Vers
nicht nur die in Ex 18,13--27 angesprochene Thematik voraus, sondern zugleich
den dtr Gedanken, dass diese letztlich in der Verantwortung der Ältesten stehen
soll (vgl. Jos 23,2; Ri 2,7) und die Vorschrift der Appelation an das priesterliche
Zentralgericht am Kultort (Dtn 17,8f). Als fur die Rechts- und Religionskultur
verantwortliche Vertreter des Volkes erscheinen sie auch in der hexateuchischen
Erzählung (vgl. Ex 3,16.18; 12,21; 17,6; 18,12; Dtn 5,23; 31,9; Jos 8,33). Aaron

30 Den redaktionellen Charakter des Verses wie der Eintragung des Konzeptes einer
Bundeserneuerung in die Sinaiperikope hat C. Dohmen: Der Sinaibund als Neuer Bund nach Ex
19-34. in: E. Zenger (Hg.), Der Neue Bund im Alten. Studien zur Bundestheologie der beiden
Testamente, QD 146, Freiburg/ Basel! Wien 1993, 51-84.68, beschrieben; allerdings halt er
unter Verweis auf 2 Kön 17,37 das Begriffspaar hatlorähwehammi~wah Ex 24,12 ftlr auf den
Dekalog bezogen (im Anschluss an C. Frevel: Vom Schreiben Gottes. Literarkritik~ Kompo-
sition und Auslegung von 2 Kön 17 34-40 (Bib 72) 1991, 23-48). Dass der Dekalog Teil und
t

'Grundlage der Tora ist und dass Tora und Mizwa den Dekalog explizieren, liegt vom Sprachge-
brauch in Dtn 4,44f; 6,1 und 31,9 her nahe, die eingeschränkte Identiftkation des Wortpaares mit
dem Dekalog selbst aber wäre singulär. 2 Kön 17,34-37 setzt den spateren durch Ex 24,12b
geprägten Sprachgebrauch voraus, nachdem alle Tora, Mizwa, Gesetze und Ordnungen auf der
göttlichen Vor-Schrift beruhen.
31 In Dm 3,21 wird behauptet, Mose habe Josua mit der Führung des Volkes schon nach den
Klmpfen gegen Sihon und Og beauftragt; eine dem entsprechende Überlieferung fehlt wiederum
im Numeribuch. Muss man hier umgekehrt mit einem Ausfall von Tradition in Num rechnen?
Auch ist im Blick auf die Einbringung der Person des Josua nicht sichert in welchem Maße Ex
17 8-16 vor·dtr Überlieferungen enthält (vgL zum Problem ,Co Levin: Der Jahwist, FRLA.NT
t

157 Göttingen 1993;358).


1
68 Reinhard Achenbach

gilt somit schon als demnächst zu designierender Repräsentant des hohe-


priesterlichen Amtes, Hur als Großvater des Bezaleel aus dem Stamme Juda als
Prätendent des höchsten Richteramts i.S.v. Dtn 17,9. Später wird Hur gar mit
Efrata! Bethlehem assoziiert (vgL 1 ehr 2~19f.42.50.53; 4,1.4) und von daher
vielleicht sogar mit der Vorgeschichte des Hauses David (vgl. Jos. Ant 111,2.4;
6.1). Ex 24, 14b entspricht so einer synthetischen Sichtweise, die Konzepte des
dtr Deuteronomiums (Dtn 17,8f; 1,9ft), der Priesterschrift (Ex 31,2) und der
Hexateuch-Redaktion voraussetzt und innerhalb einer eigenen, die Vorgaben aus
Ex 18 gänzlich hinter sich lassenden Vorstellung der institutionellen Gestalt
Israels alterniert, die der zweiten redaktionellen Phase (Pentateuch-Redaktion)
zuzurechnen ist. Allerdings wird erst in einer neuerlichen Version der Erzählung
von der Entlastung des Mose in Num 11,16.24-30 die mosaische geistliche Auto-
rität auf die 70 Ältesten übertragen32 . Ex 24, I f. 9-11.14 bildet also einen Vorgriff
auf diese. Die Verse 15b.16.18aa sind der Priesterschrift zuzuweisen und
bereiten auf Ex 29,43-46 vor. Die Beschreibung des Anblickes des kab6d JHWHs
in v. 17 hingegen bildet eine Digression die sachlich auf Dtn 5,4.24 voraus-
t

zuweisen scheint und zugleich einen erläuternden Nachtrag zu der Theophanie-


beschreibung von Ex 19 bildet, wo der käbod -Begriff noch fehlt. Während dem
Volk allerdings nur die feurige Außenseite der Gotteserscheinung sichtbar wird,
wird der Zugang zur unmittelbaren Begegnung allein Mose gewährt eine Vor- J

stellung, die programmatisch von der Pentateuch-Redaktion in Ex 33,11, Num


12,8 und Dtn 34,10 vertreten wird 33
Aus dem Vergleich mit der dtr Dublette lassen sich wiederum funf formative
Phasen erkennen: die Gottesberg-Erzählung in Ex 24, 12a.13·, die dtr Rezeption
in Dtn 9, die priesterschriftliche Erzählung in Ex 24, 15b.16.18a·, die Integration
durch die Hexateuch-Redaktion (Josua-Motiv) und die Überarbeitung durch die
Pentateuch-Redaktion (in Ex 24,12b.14*.17).
Die Übergabe der Tafeln wird in Ex 31, 18 nur einmal erwähllt, in Dtn 9,1 Of
hingegen zweimal (vgl. Tabelle 1), was auf Überarbeitung des Dtn-Textes
hindeutet. Der Text der Grunderzählung ist an heiden Stellen nicht völlig un-
verändert erhalten. In Ex 31,18 ist mit Rücksicht auf den Einschub der P-Erzäh-
Jung die Feststelltmg ~J~O "tT~ ,nM 1:J,a, 'n,~~ eingefiigt worden, die Be-
zeichnung der Tafeln als 1~~ rrt~ mit Rückbezug zu Ex 24 12ba ist gemäß P und
t

D durch n'l'}T nn" (s.o.) ergänzt worden. Die dtr Version hat in Dtn 9,IOa den
glatteren Text bewahrt und alterniert lediglich die Bezeichnung der Tafeln durch
O'J:JMi!nn," ~JrD-n~. Im alten Mesopotam.ien herrschte die Vorstellung von
göttlichen Tafeln, die einem Mittler übergeben wurden, geknüpft an die Idee der
Schicksalstafelo, die dem König ausgehändigt wurden 34 . Die alttestamentliche
Transformation des Motivs ist eigentümlich: die Tafeln enthalten nicht Schick-

32 Zur Zuordung zur Pentateuch-Redaktion vgl. Achenbach: Vollendung 237-266.


9

33 Achenbach: Vollendung, 293ft (Lit.).


34 J.N. Lawson: The Concept of Fate in Ancient Mesopotamia of the First Millenium.
Toward an Understanding of sfmlu, OBC 7, Wiesbaden 1994.
Grundlinien redalclione/ler Arbeit in der Sinai-Perikope 69

salsbestimmungen sondern Gebote, anstelle des Königs steht Mose als Offen-
barungsmittler35 , das dtr Königsgesetz unterstellt den König dem Recht (Dtn 17,
18ft). Der Transformationsprozess steht im Gefälle der dtr Theologieund hat
über das Tafel-Motiv in Ex 24,1200 in die Sinai-Perikope Eingang gefunden.

2. Ex 32.1-6: Das goldene Kalb


Das gilt auch filr ein weiteres Motiv der Erzählung, die Herstellung des golde-
nen Kalbs. Da Mose nicht als Zeuge der Anfertigung des Kalbes gelten konnte,
wird diese im dtr Rückblick nicht erwähnt. Ausgangspunkt des dtr Rückblicks ist
die Aussage, dass Israel JHWH am Horeb im höchsten Maße erzürnt und gegen
ihn aufbegehrt habe (Dtn 9,7-8). Lediglich die Übereinstimmung der Worte
JHWHs in Dtn 9,12 und Ex 32,7.8a zeigt, dass heide Texte auf einer gleichen
Grunderzählung basieren. Allerdings konstatiert die dtr Version in Dtn 9 lediglich
die Sünde des Volkes <1CJ1 rrrtD), das sich ein Gussbild angefertigt hat (eil" ,(01'
i1~o») und bezieht sich damit lediglich auf Ex 32,la.48ß*.b.6 (ohne die Einbezie-
hung Aarons, der in Dtn 9,12f. nicht erwähnt wird). Die Disposition der Grund-
erzählung ist durch den Verweis auf den vierzigtägigen Verbleib des Mose auf
dem Berg gegeben (vgl. Ex 24,18b; 32,la; Dtn 9,11). Ex 32,4b enthalten einen
deutlichen wörtlichen Anklang an die paradigmatische dtr Erzählung von der
Sünde Jerobeams in 1 Kön 12,28 (vgl. Tabelle 2).

Exodus 32.4 1 Könige 12.28


1"0., r J)'"
iT~O ')j.) ,nWl"'... :li1T ,,, ll1 'JfD W1)"
',OM" CiT"~ iOM"
c'''td,., n,".vo C~'-~l
'~.,tD' 1'ir"t-t il~M ?t-t,w' 1'i1~M iTJ.,
:C'''~C r.,MC 1"1':1 .,COM :Citl~O r'MO "~J)" itDM
Tabelle 2: Ex 32,4/ I Kön 12,28

Die Inkongruenz der pluralischen Verbfonn gegenüber dem singularischen


Verständnis von C'''~M in Ex 32,4 ist nicht völlig unmöglich (vgl. Gen 20,13;
35,7; los 24,19; I Sam 4,8). Vielleicht hatte der Verfasser auch spät-dtr Erzäh-
lungen über den Kultus aus Ri 20)26; 21,2ffim Ohr36 • Dennoch: der Umstand,

35 Zur Beschreibung dieses Phänomens vgl. J. Assmann: Fünf Stufen auf dem Wege zum
Kanon. Tradition und Schriftkultur im frOhen Judentum und in seiner Umwelt, MThV 1, MUns-
ter 1999, 20ff; E. Otto: Exkamation ins Recht und Kanonsbildung in der Hebräischen Bibel~
ZAR 5, 99-110; ders.: Art. Gesetz: 11. Altes Testament. RGG4 (lI, TObingen 2000, 845-848.
845; ders.: Deuteronomium im Pentateuch, 124f.
36 Aurelius: FUrbitter. 77f, meint, 1 Kön 12,32 und Ex 32,6 bezOgen sich auf unter-
schiedliche rituelle Hintergründe (vgl. Hos 9,1 ff; Am 5,23; 8~3; Jes 30,32; vgl. Ex 15,20f; 2
Sam 6 S.21 ).
t
70 Reinhard Achenbach

dass sich die Erzählung explizit auf das Gussbild eines Kalbes bezieht, spricht
dafilr, dass es sich um eine sehr bewusste Retrojektion der typologischen dtr
Erzählun,g in die paradigmatische Frühgeschichte Israels am Gottesberg handelt37 .
Umgekehrt gibt es keinen Hinweis darauf, dass 1 Kön 12,28.32 Rücksicht auf
eine vor-dtrErzählung in Ex 32 nimmt. Einen Ausgleich im Sinne einer ennea-
teuchischen Darstellungsperspektive gibt es auch nicht. So wird man annehmen
müssen, dass die Erzählung vom goldenen Kalb, die nun in Ex 32 die
Grunderzählung bildet, nach der dtr Erzählung in 1 Kön 12 abgefasst wurde und
als solche Vorlage von Dtn 9 war. Sie überlagert anscheinend die ihr voraus-
gehende Gottesberg-Erzählung.
Ex 32, Ibwird behauptet,das Volk habe in einer eigenmächtig veranstalteten
Versammlung J 8 Aaron untier Druck gesetzt (l'''tTM-~ 1) CJ)it '51P"), die Fonnu-
lierung von "itp (nif.) in Verbin,dung mit der Präposition ".u
hat wie auch in
Num 1'6,3; 17,7; 20,2 39 deutlich adversativen Sinn: "sie ftlhrteneine Versamm-
lung durch gegen Aaron". Während, wie oben schon bemer~die dtr Version eine
Beteiligung Aarons am Geschehen nicht kennt, wird in Ex 32 mit Rücksicht auf
seine Rolle in der Priesterschrift (Ex 28,1 fI) davon ausgegangen, dass ihm eine
Mitverantwortung filr die Idolatrie zugekommen sein muss. Die kategorische
Form der Forderung des Volkes an ihn: "mach uns einen Gott/Götter" ('~" n~l'
C--iT~M, Ex 32,1 b, vgL v. 4.23.31) ist auch im Blick darauf, dass Mose auf dem
Berge den Befehl zur Anfertigung ,eines Heiligtums erhält (Ex 25,8)40 in hohem
Maße polemisch wie vergleichbare Texte erkennen lassen (vgl. Ri 18,31; Jer
16,20;Hos 8,6; Neh 9,18). Die Wendung fehlt in der dtr Version, hat aber einen
Bezugspunkt in der redaktionellen Eröffnung des Bundesbuches., Ex 20,23b41 :
c~" 'Wl'n M'
~ilr "i1""'
~O~ \n"M .. ~ l,wvn .-c,. In ihr verbinden si.ch der
Ausschließlichkeitsanspruch des lersten. Gebotes des Dekaloges Ex 20,3 mit dem
Bilderverbot Ex 20~4 zu einer Einheit Die erneute Einschärfung trägt dem Um-

37 Weitere Beobachtungen zur Abhlngigke:it der Darstellung in Ex 32 von I KOn 12,26-32


bei Gertz: Beobachtung'en, 9 t-94. Sie betreffen m.E. die Grundschicht der Erzählung ohne die
Einbeziehung Aarons.Erst mit ihr wird das redaktionelle Arrangement von Ex 32 im Kontrast
zu P in den Text einge~ dabei unter Herstellung einer beträchtlichen Kohärenz mit nur weni-
gen Spannungen. Eine davon liegt in der Dublette Ex 32,3Sa.ba/bf! vor, deren Bedeutung Genz
aber mit der Annahme sekundlrcr Abfassung des gesamten Verses herunterspielt (ebd~, 94).
38 Otto, Die nachprieslerschriftliche Redaktio'D, 84f., sieht ,einen Kontrast zu Ex 35,1, P..
39 S.8. Est 8,11; vgl. demgegenOber Jos 18,1; 22,12; 2 SaYJ1 20,14; Ex 9,2.15f.18; 2 ehr
20,26; mit prp. ".P Lev 8,4; Ri 20,1; 1 KOn 8,2; Jer 26t9~ 2 ehr 5,3; der Sprachgebrauch in Ez
38,7 ist aramaisierend, vgl. W. Zimmerli: Ezechiel, BK XIII, I, Ncunkirchen- Vluyn 1969, 6.
40 Auch hier steht die Darstellung kontrapunktisch zu P, vgL auch Ex 32,2f.l 35,22; E.Ot1o:
Die nachpriesterschriftlicbe Redaktion, 8ff.
41 Zum redaktionellen Charakter von Ex 20,22f vgl. E. Otto: Wandel der Rechtsbe-
grOndungenin der 'Gesellschaftsgeschichte des Antiken Israel. Eine Rechtsgeschichte des
"Bundesbuchesu Ex XX 22 - XXIII 13, Studia Biblica 111. Leiden u.a. 1988, S7f; die damals
erfolgte Zuordnung zur .Pentateuchredaktion aufgrund der sprachlichen Bezüge zu Ex 19,3b-8
und Dtn 4 wird nunmehr dahin .zu differenzieren sein, dass der Einbau des Bundesbuches der
früheren Phase der Hexateuch-Redaktion zuzurechnen ist.
Grundlinien redaklione/ler Arbeit in der Sinai-Perikope 71

U
stand Rechnung, dass das Valk möglicherweise den Dekalog nicht recht "gehört
hat (Ex 20,18), wohl aber die Mitteilung des Bundesbuches in Ex 24,3. Zu der
re,daktionellen Verknüpfung von Dekalog, Bundesbuch und Bundesbruch-Erzäh-
lung, an die Ex 32,1 b anschließt, kommt ein spezifisches inhaltliches Anliegen:
durch die Einbeziehung des (priesterschriftlichen) Protagonisten des altisraeliti-
sehen Priestertums Aaron in das Geschehen wird die Rückprojektion der Sünden-
Geschichte Israels in die Frühzeit vervollständigt. Das Priestertum war von
Anbeginn an in die "große Sündeu (i1"') iMon) Israels verstrickt (vgl. Ex 32,2-
4a.21.30.31), die die Deuteronomisten vor allem mit der P·erson Jerobeams I. in
Verbindung gebracht hatten (vgl. 2 Kön 17,21 )42. Die Schmucksammlungam
Fuße des Berges Ex 32~2f bildet einen definitiven Kontrast zu der Darstellung
einer Schmucksammlung in Ex 35,22 (PS), die nach der priesterschriftlichen Dar-
stellung als eine Folge der Moseoffenbarung zu verstehen ist43 . Gleichwohl
musste erklärt werden, warum Aaron nach P dennoch hatte zum Hohenpriester
eingesetzt werden können. Diesem Umstand ist es zuzuschreiben, dass in Ex
32,5 betont wird, aaron habe sich bemüht, vor dem Bild einen JHWH-Kultus
einzurichten Opferfest für JHWH ("'i1~" Jn, vgl. Ex 12,14; 13,6)44 auszurufen. So
erscheinen die Brand- und Dankopfer, die das Volk darbringt (v.6), als an JHWH
gerichtet. Blickt man :sodann voraus auf Lev 9,2.7f, wo nach P Aaron seinen
Opferdienst mit der Darbringung eines Kalbes als Sündopfer rur sich (nM~n,
"P:J-l:J ~)j)) beginnt, so erscheint Aaron hinreichend exkulpiert. Die Erwähnung
der nach dem anschließenden Kultmahl anhebenden Feier (pn~, pi.) blickt voraus
auf v.17f. Es könnte sich also hinter v. 6 noch eine ältere Oberlieferungsschicht
erhalten haben, in der das Volk im Verstoß eigenmächtig Kulthandlungen voll-
zieht4S . Wie durch Jerobeam in 1 Kön 12,33 so wird auch schon am Gottesberg
vor dem Idol ein Opferfest veranstaltet Liest man den Text von Dekalog und

42 H.-C. Schmitt: Die Erzählung vom Goldenen Kalb Ex 32- und das Deuteronomistische
Ges'chichlswerk, in: S.L. McKenzie/ T. Römer (Hg.), Rethinking the Foundations.
Historiography in the Ancient World and in the Bible, BZA W 294, Berlinl New York 2000,
235~250.236ff (= in: ders., Theologie in Prophetie und Pentateuch. Gesammelte Schriften,
BZA W 310, Berlinl New York 200 I t 3 11-32S.312fl) meint, dass aufgrund dieses Ausdrucks
viel dafUr spreche, v. 21-24 zum Grundbestand der Erzählung zu rechnen (s.a. Gertz: Beobach·
tungen, 95). Die Retrojektion des Motivs unter Einbeziehung der Aaron-Figur sprengt jedoch
den Rahmen der ursprünglichen dtr Darstellung und degradiert Jerobeamzum schlichten
Wiederholungstäter. Durch die prinzipielle Behandlung des Stoffes im Kleide der mosezeitlichen
Fiktion erhält die Thematik eine ins Überzeitliche gehende Grundsltzlichkeit, wie man es fUr
exemplarische Ursprungs-Geschichten einer Frühzeit erwartet Diese blickt auf die dtr Königs-
geschichte herab und stellt sich literarisch nicht mit ihr auf eine Stufe. Einen Ausgleich zu
diesem Übergewicht kann der nachträgliche Verweis auf die Einsetzung nicht levitischer Priester
in 1 Kön 12,31 kaum leisten.
43 Otto:Die nachpriesterschriftliche Pentateuchredaktion 86.
t

44 Sonst nur noch Lev 23,41; Num 29,12. E.Otto, op.cit., 87, weist i.m Anschluss an C.
Dohmen darauf hin, dass die Tenninologie priesterschriftlich geprlgt ist, aber die genannten
Belege sind vermutlich noch jÜngeren Schichten zuzuweisen.
4S Anders Otto, ebd., der Ex 32,1--6 insgesamt ftlr einen redaktionellen Text hält.
72 Reinhard Achenbach

dem von daher redigierten Bundesbuch (Ex 22,19) her, wird deutlich, dass aus
redaktioneller Perspektive hier ein Bundesbruch vollzogen wird. Damit wird Ex
24,3-8 vorausgesetzt Insgesamt wird man in Ex 20,23; 32, 1b.2-4a.5 deutlich die
Spuren einer Bearbeitung durch einen D und P voraussetzenden Hexateuch-
Redaktor erkennen.

3. Dm 9 12-29 und Ex 32, 7-35: Mose als Sühnemittler und Fürbitter


t

In der Rückblicksperspektive des Mose erfährt dieser zunächst durch Gott von
dem Geschehen am Fuße des Berges, welcher ihn auffordert, vom Berge herabzu-
steigen. Die Formulierungen weichen z.T. nur in Nuancen vo'neinander ab. Dass
Dtn 9,9-10,11 sich aus Texten speist, die in ihrem tragenden Grundbestand in Ex
32-34 ebenfalls überliefert werden, wobei das Abhängigkeitsverhältnis zum Dtn
hin verläuft, ist eine weithin anerkannte Tatsache46 • Gleichwohl wird man nicht
grundsätzlich ausschließen dürfeo, dass im Einzelfall in Dtn 9f. Textvarianten .zu
finden sind, die aufgrund von literarischen Überlagerungen in der Ex-Version
gegenüber dieser ältere Motive erhalten haben (vgL zum Folgenden Tabelle 2).
Dtn 9,12 nfC liTrJ " O'p entspricht der Disposition in 9,10 iii:J :ltVtti, Ex
32,7 hat die schlichtere Wendung ('" 1").
Das Motiv des Antreibens zur Eile
verstärkt die Dramatik der Darstellung. Die Formulierung der Begründung ist
zunächst identisch und beinhaltet zugleich die Schuldfeststellung der verderbli-
chen Verfehlung (lOll nntD, pi. ohne Objekt, vgL Hos 9,9; 2 Sam 14,11). Ex 32,7
spiegelt die in dem götzendienerischen Anti-Credo verwendete Fonn der Heraus-
ftlhrungsfonnelEx 32,4 (C'i~C riMO 1".11:1 l'n," n?M) in ambivalenter Form
polemisch wider, indem er die Gottheit sich vom Exodusakt distanzieren lässt
und allein auf das Handeln Moses verweist (n~"J)i1 iW~). Das Dtn hat l,ediglich
die im dtr Sprachgebrauch häufigere und auch im Dekalog verwendete H,eraus-
fUhnmgsfonnel mit "~' hif. im analogen Sinne konterkariert, wohl ein weiteres
Signal dafm, dass die dtr Version den Text von Ex 32,1-6* in der vorliegenden
Form noch nicht vorausgesetzt hat. Der Urteilsspruch ist in heiden Texten iden-
tisch: On"~irDM 1";'-10 li1C ,.,0. Das Verbum .,'0 bezieht sich auf den in
Dtn 13 explizierten bundestheologischen Grundgedank,en ,des Verbotes jeglicher
Apostasie von JHWH oder die Verleitung dazu (vgl. akk sarratu, hebr. ii'O ,:1"
Dtn 13,647 ). Er bestand in der Anfertigung des Gussbildes, der gleichfalls in hei-
den Texten festgestellt wird. Ex 32,8b wiederholt den blasphemischen Satz aus v.
4b und fügt somit der Schuldfeststellung noch eine zusätzliche Begründung hin-
zu. Es folgt in beiden Texten der Schuldspruch (Ex 32,9/Dtn 9,13): Israel gilt als

46 Vgl. die Darstellung der Befunde bei Boorer: Promise, 297-234; Lohfink: D'eutero-
nomium 9. I-I 0, 11., 77ff; Gertz: Beobachtungen, 88-106. Ein umgekehJtes Verhältnis nimmt 1.
Van Seters: The Life of Moses.The Yahwist as Histo,rian in Exodus - Numbers, Louisville/Ky.
1994, 290-360. an.
47 VgL auch Jer 28 t 16; 29,32; Jes 59 t 13. Zum traditionsgeschichtlichen Hintergrund von
Dtnl3 in assyrischen Vassalitätsvertrlgen vgL E. Dtto: Das Deuteronomium. Politische Theo-
logie und R,echtsrefonn in Juda und Assyr.ien, BZAW 284, Berlinl New York 1999, 32-90
Grundlinien redalclione//er Arbeit in der Sinai-Perikope

"hartnäckiges Volk", d.h. es verweigert den Geboten des Bundes den GehoJ
sam48 .

Exodus 32_ 7-15 Deuteronomium 9~ J2-15

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Tabelle 3: Ex 32,7-15/ Dtn 9,12-15

Die Konsequenz, mit Mose einen Neubeginn anzustreben (Ex 32,10/ Dtn 9,14)
ergibt sich aus dem Grundgedanken, dass Mose zum vorgestellten Zeitpunkt al
einziger Gerechter Israels zwischen Gott und dem Volk steht, da er von den
blasphemischen Geschehen am Fuße des Berges nicht tangiert worden ist. In de
Wortwahl gibt es indes einige leichte Unterschiede. Dtn 9,14 wählt das Verbun
nE)i hif. imp. + ')00 = "Iass ab von mir", was impliziert die Aufforderung, VOI
dem ihm noch verbleibenden Rechtsanspruch (hinsichtlich seiner Zugehörigkei
zu Israel) abzusehen 49 . Die Variante in Ex 32,10 verwendet das Verbum n'J hif
("und nun lass mir Ruhe") und impliziert damit die Aufforderung, Mose mög~

48 Vgl. die Belege für den Ausdruck ~,» itWp: Ex 32,'9; 33,3.5; 34,9; Dtn 9,6.13; lOt 16
31,27; 2 Kön 17 14; Jes48,4; Jer 1,26; 1'~23; Prv 29,1; Neh 9~16f; 2 ehr 30,8; 36,13.
t

49 Vgl. zur Verwendung des Ausdrucks Ri 11.37.


74 Reinhard Achenbach

Gott nicht an der Durchsetzung seines Rechtsanspruches hindern und spielt


damit an dessen Funktion als Fürbitter an, die er nach Ex 32,11-14 dann auch
wahrnimmt und von der in der dtr Parallelversion an dieser Stelle noch nicht die
Rede istSo. Während also dieWortwahJ in Ex 32,10 im Zuge der Reecriture schon
aufv. litT. vorbereitet, hat sich in Dtn 9,14 vermutlich noch die ältere Variante
erhaltenS I.
Während die wörtlichen Übereinstimmungen zwischenDtn 9.. 15 und Ex 32.15
klar machen, dass Dtn 9 auf einen vorgegebenen Text rekurriert, und während an
den Varianten Dtn 9 15aß un.d d,er Einfilgung des Wortes n.''':J in v. I5b weitere
t

dtr Ausgestaltung erkennbar ist (vgl. Dtn 5,3.23), so ist die Bezeichnung der
Tafeln in Ex 32,15 wie in Ex 31,18 mit Rücksicht auf P in n".vn m"
abgewan-
delt (vom Hexateuch-Redaktor). Die Erwähnung des Umstands der beiderseitigen
Beschriftung in Ex 32, 15b und die nochmalige Hervorhebung ihres göttlichen
Ursprungs bildet wiederum eine im dtr Text nicht erwähnte Ausgestaltung des
Motivs, die sich sachlich gut zu der Disposition in Ex 24,12b fUgt Gleichwohl
muss die Zuordnung offenbleiben. Die plötzliche Erwähnung des Dialogs mit
Josua in Ex 32,17f könnte, wie oben zu Ex 24, 13a schon erwogen, auf die Tradie-
rung eines Fragments deuten. Dass er den Lärm im Lager nicht interpretieren
kann, zeigt, dass der Verfasser nicht annahm, Josua sei mit Mose gemeinsam vor
Gott getreten. Aufjedenfall wird die Hexateuch-Redaktion ein Interesse an der
Wahrung des Motivs gehabt haben.
Im Kontext der Erzählung vom goldenen Kalb werden vier Fürbi.ttengebete des
Mose tradiert: Ex 32,11-14 und Ex 32,30-34; Dtn 9,18-20; 9,25-29. Die einge-
henden Studien von E. Aurelius, H.-C. Schmitt und S. Boorer haben gezeigt, dass
Ex 32,11-14 einer nach-dtr redaktionellen Schicht zuzuweisen ist S2 . In der dtr
Version erfolgt die Fürbitte unmittelbar nach der Zerstörung der Tafeln durch
Mose zum Zeichen des Bundesbruchs, d.h. nachdem Mose durch eigene Inaugen-
scheinnahme des Tatbestandes das göttliche Urteil bestätigen muss (Dtn 9,18-
19). Nach der Erhörungsnotiz v. 19b, die die Rücknahme der Vernichtungs-
drohung bedeutet, hat offensichtlich in Hinsicht auf Ex 32,1 h-5ein Redaktor
noch einen Ausgleich zur Aaron- Tradition geschaffen. Er steht in der Linie der
Hexateuch-Redaktion. Die beispielhafte Ausführung des in Dtn 9, t8f. nicht
erwähnten Textes der mosaischen Fürbitte wurde gleichfalls durch nach-dtr
Bearbeitung in Dtn 9~25-29 nachgetragen S3 . Der Kern der Überlieferung scheint,
folgt man den Überlegungen von Aurelius, in Ex 32,30-34· zu liegen S4 , der ur-

50 Nlheres siehe im Folgenden.


SI Auf eine wei.tere detaillierte Analyse des Sprachgebrauchs der heiden Verse soU an dieser
Stelle aus RaumgrOnden verzichtet werden.
52 Aurelius: Fürbitter, 91-100; Boorer, Promise, 203-325; H.-C. Schmitt: Die Erzlhlung
vom Goldenen Kalb Ex 32-, 311-325; Otto: Deuteronomium im Pentateuch,4Q-43.
53 Achenbach: Israel, 365f.
S4 Aurelius: Fürbitter, 79-88; Gertz:Beobachtungen, 97: "die in v. 2$-29 berichtete
Strafaktion der Leviten ist in der Fürbitte in v. 30-34- noch unbekannt und konkuniert mit der
AnleQndigung einer aufgeschobenen Strafe in v. 34 ... u.
Grundlinien redalcJionel/er Arbeit in der Sinai-Perikope 7

sprüngliche Ort fiir das Fürbitter-Thema wäre demnach nach der Zerstörung dc
Idols, vor dem göttlichen Strafvollzug über die Verantwortlichen und vor d~
daran anschließenden Bundeserneuerung. Die dtr Version hat die Fürbitte vorg~
zogen und sie unmittelbar an die Zerstörung der Tafeln angeschlossen, d~
Redaktor von Ex 32,11-14 hat sie unmittelbar auf die göttliche Strafandrohul1
erfolgen lassen. Der weitere Ausbau der Thematik ist dann in Ex 33 erfolg
Neben der Fürbittenthematik ist zur Entsühnung der Akt der Zerstörung dc
Idols von höchster Bedeutung (vgl. Tabelle 4).
Die engen Übereinstimmungen zwischen Dtn 9, 16-1 7.21 und Ex 32,19.2
(vgl.. Tabelle 4) zeigen, dass nach der Grunderzählung Mose vom Berg heral
kommt, das Stierbild sieht, zornig wird und also das göttliche Verdammungsurte
bestätigt und die Konsequenzen zieht: die Bundestafeln werden zerbrochen~ d,
Götzenbild wird zerstört. -

Exodus 32.19-20 Deuteronomium 9, J6-21


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:'iTiTlO '.'"

Tabelle 4: Ex 32,19-201 Dtn 9,16-21

In Dtn 9,16 bestätigt Mose den göttlichen Schuldspruch (9,12) und konstati~
die Versündigung: C~'iT"M :1,;'''' CnM~.
In Ex 32,20 folgt der Akt der Zerstörung unmittelbar auf das Zerbrechen d
Tafeln und die wörtlichen Entsprechungen zu Dtn 9,21 zeigen, dass dies d
ursprüngliche literarische Zusammenhang war, der durch Dtn 9,18ff. sekund
76 Reinhard Achenhach

unterbrochen wird. In der dtr Version entspricht die Verbrennung und Zer-
malmung des Idols der Zerstörungsart, die Josia nach 2 Kön 23,6f.1S für die
Ascheren in Jerusalem und Bethel angewandt haben soll, und analog zur Loka-
lisierung der Ereignisse im Kidrontal (2 Kön 23,6.12) soll man sich den Akt des
Mose gleichfalls in einem Tal vorstellen, in dessen Wadi die Asche des zerstörten
Idols zerstreut wird (Dtn 9,21 b). Die dtr Version lässt Mose somit als Prototyp
ftlr Josia erscheinen. Ex 32.. 20 hingegen lässt Mose aus dem Staub des Idols ein
Fluchwasser bereiten, das er dem Volk zu trinken gibt, und Ex 32,35aba
konstatiert, dass JHWH das Volk, das sich durch die Anfertigung des Stierbildes

gestraft habe ~)l'rt-~ ,tv.v '~M 't'


schuldig gemacht hat, durch eine entsprechende Heimsuchung geschlagen und
O»i1-~ iT1.,' ~)"). Der Nachtrag in dem
Relativsatz v. 35bß, der darauf verweist, dass es Aaron gewesen sei, der das Idol
angefertigt habe (l""~.-TtDl1 iWlt), zeigt, dass die Aarongestalt erst später hinzu-
gekommen ist.

4. Ex 32,21-29: Das Versagen Aarons und der Eifer der Söhne Levis

Der ursprüngliche Konnex zwischen v. 20 und v. 35· wird also durch die Aaron-
Thematik in v. 21-25 unterbrochen. Der Vorwurf der großen Sünde wird
aufgegriffen (~",) irMCn vgl. Ex 32,21.30.31; 34,7; vgl. 2 Kön 17,21) und dem
Protagonisten des altisraelitsichenPriestertums Aaron vorgehalten. Die Thematik
vom Versagen dieses Priestertums wird in die Mosezeit zurückprojiziert. Zu
seiner eigenen Entschuldigung verweist Aaron auf ,die innere Neigung des Volkes
zum Bösen (v. 22) und wiederholt in v. 23-24a, was in v. Ib-3 geschildert wor-
den ist. Dabei lässt er allerdings ein entscheidendes Motiv beiseite: dass er selbst,
Aaron, es war, der das Stierbild geformt hat (v. 4a). Stattdessen tischt er Mose
nahezu eine unglaubliche Wundergeschichte auf: "lch warf es (das Gold) ins
Feuer und heraus kam dieses Kalb!U Andererseits wiederholt er nicht sein
Bemühen, das Bild mit einem JHWH-Kultus in Verbindung zu bringen.
Das Ergebnis, das Mose zu konstatieren hat, ist, dass trotz der Kenntnis der
Gebote des Bundesbuches das Volk in kultischer Hinsicht immer noch als ver-
wildert und zuchtlos gelten muss (11"~, vgl. Ex 5,4; Prv 19,18; 2Chr 28,19). In 2
ehr 28,19 wird der gleiche Ausdruck zur Interpretation der dtr Erzählung über
die Einftlhrung assyrischer Kultelemente in den Jerusalemer Tempel durch Ahas,
2 Kön 16,10-18, verwendet: er habe damit in Juda ein zuchtloses Wesen auf-
kommen lassen. Diese Charakterisierung des Bilderkultes wird besonders dann
verständlich werden, wenn manfilr die nach-dtr und nach-priesterschriftlich ge-
staltete Episode die Annahme zugrundelegt, dass die priesterschriftlichen Ein-
richt\mgen eines ordentlichen JHWH-KuJtus in Ex 32 ja noch ausstehen. Dadurch
ist Aaron zwar vor einer unmittelbaren persönlichen Bestrafung in Schutz
genommen, gleichwohl wird er vom Vorwurf, die Verwahrlosung zugelassen zu
haben, nicht freigesprochen. Dies erklärt wohl, warum in der Rückschau des
Mose Dtn 9,20 eine eigene Fürbitteninitiative zugunsten Aarons noch einmal zu
erwähnen nötig geworden ist In Ex 32 fUhrt das Versagen Aarons nach Ex 32,26--
Grundlinien redalclioneller Arbeit in der Sinai-Perilcope 77

29 ZU der Maßnalune, die der Legende nach die besondere Position der Leviten in
der Religion Israels begründet und setzt damit einen Kontrapunkt zu der auf das
Hohepriestertum konzentrierten Priesterschrift. Die Purifikation Israels, die die
Leviten durchfUhren, begründet ihre Befiihigung zum priesterlichen Dienst. Der
Text setzt die Rechtspositionen des Dtn.s voraus: Mose verkündet die Strafak-
tion im "Tor" des Lagers. Sie trifft auch die "BlÜder Nächsten und Freunde, die
4
',

sich der Apostasie schuldig gemacht haben, wie es Dtn 13,6.10 vorsieht. Die
Eingrenzung der Strafe auf den Kreis derer, die schuldig geworden sind, bedeutet
gegenüber v. 35* eine Spezifizierung, v. 35 erhält nach dem Bericht von Straf-
handlung und Fürbitte den Charakter einer abschließenden Feststellung. Die dtr
Erzählung weiß von einer Aktion der Leviten noch nichts, auch nicht die dtr
Geschichtserz.ählung in 1 Sam -2 Kön ss . Die Vorstellung, dass die Söhne Levis
die (nach Ex 2,1) Stammesverwandten des Mose sind, die durch ihren radikalen
Eifer ihre Bundestreue beweisen, begründet die nach-dtr im Dtn verankerte
Konzeption einer levitischen Abstammung allen Priestertums (vgl. Dtn lO,8f.)56.
Ihnen obliegt in einer von Dtn 17,9 bis Jos 8,33 s7 reichenden Darstellung das
oberste Wächteramt über die Bundeslade und die Mosetora (Dto 31,9). Man
wird es demnach mit der Hexateuch-Redaktion in Verbindung bringen können. Sie
verändert das dtn Bild von den Leviten als personae miserae ebenso wie das
historische Bild von den Leviten, welche in vorstaatlicher Zeit sukzessive in
familiare Kulte eindrangen (Ri 17 ~5.12) und lokale Priesterrechte erlangten. Ihr
Eifer für JHWH begründet nach Ex 32,26-29 seit mosaischer Zeit das Anrecht auf
dem Priesterdienst (vgL zur Wendung" ~'c, v. 29: Ex 28,41; 29,9; Lev 8,33; 1
Kön 13,33). Die Einfiihnmg des mit Mose verbundenen genealogischen Prinzips

55 1 Kön 12,31 ist ein Nachtrag ohne Bezug zum näheren Kontext.
56 Achenbach: Israel, 371-378; U. Dahmen: Leviten und Priester im Deuteronomium.
Literarkritische und redaktionsgeschichtliche Studien, BBB 110, Bodenheim 1996, 21-73; R.
Achenbach: Levitische Priester und Leviten im Deuteronomium. Überlegungen zur sog. "Leviti-
sierung" des Priestertums, ZAR 5, Wiesbaden 1999, 285-309; ders., Art. Levit Leviten, RGG4
V (2002) 293-295; ders.: Vollendung, 71-7S.164ff 1. Schaper: Priester und Leviten im achäme-
nidischen Juda. Studien zur KuJt- und Sozialgeschichte Israels in persischer Zeit, FAT 31, Tü-
bingen 2001 hat die Wichtigkeit von Ez 44 für die Rekonstruktion der nach-exilischen Kultge-
J

schichte erkannt, sie allerdings nicht mit den Schichtungen im Pentateuch, z.B. in Num 16ff~
korreliert.
57 Dtn 17,9.18; 18,1; 21,5; 24,8; 27,9; 31,9!; J05 3,3; 8,33! Hiernach verharren die levi-
tischen Priester also zwischen Ebal und Garizim, während die weitere historische Verantwortung
fllr die Einhaltung der Gesetze bei Josua und den Ältesten liegt (Jos 24, If.25t). In 1 Kön 8,4
werden die nlevitischen Priester" plötzlich noch einmal erwähnt, um die Lade und den heiligen
Schrein in den Tempel zu ÜberfUhren, um fortan wieder gänzlich aus der Geschichtsdarstellung
zu verschwinden. Auch 1 Kön 8,9-1'- setzen die Synthese aus dtr und priesterschriftlicher
Thematik aus Ex 25,21; Dtn 10.5; Ex 40,34fvoraus. Die NachtrAge (M. Noth: Könige, BK
IX, 1, Neukirchen- Vluyn 1968, 177f.180f und die weitere Kommentarliteratur) sind kaum ge-
eignet, die These eines durchgängigen enneateuchischen Geschichtswerks zu begründen, besten..
falls den Umstand, dass vor der alternativen Geschichtsdarstellung durch die Chronik die
KönigsbUcher als Teil einer enneateuchischen Sammlung angesehen wurden, in der jedoch die
Geschichtsbücher einen der Mosetora nachgeordnete Bedeutung gehabt haben dUrften.
78 Reinhard Achenbach

nötigt spätere Redaktoren und Bearbeiter zu der Annahme, Aaron habe gleichfalls
dem Stamme Levi angehört und sei der Bruder des Mose gewesen S8 .
Die literarhistorischen Konsequenzen dieses Umstands werden in der
Literatur immer noch weitgehend unterschätzt. Die sog. "Levitisierung des U

Priestertums hat ihre Wurzeln weder im Kernbereich der P-Tradition noch im


Kernbereich der dtr Überlieferung, sondern wurde aus ihrer Verbindung heraus
mit Hinsicht auf Bedürfnisse ,der nach-exilischen Zeit entwickelt. Die Zadokiden
der Gola haben das Konzept akzeptiert, jedoch entschieden zugunsten der
Vorrangstellung der hohepriesterlichen Familie modifiziert (vgl. Ez 44,6-15). Ihre
Position hat sich dann in einer neuen Redigierung des Pentateuchs nieder-
geschlagen, der Pentateuchredaktion. Dies ist etwa in den inneren Verbindungen
der Priestervorschriften aus Ez 44,20-31 mit dem Heiligkeitsgesetz (Lev 19,27;
21,1--4.13f; 22,8; erkennbar, vgl. a. Lev 10,9f.; Num 15,20; 18,14.20). Sie hat in
Num 16f. den exklusiven Status d,es Hohenpriestertums gegenüber dem Levi-
tismus neu begründet.
Für Ex 32 ist also erkennbar, dass mit einer vor-dtr und einer dtr Phase der
Entstehung zu rechnen ist, einer dtr Version in Dtn 9 und zwei redaktionellen
Phasen der Bearbeitung, einer nach-dtr und nachpriesterschriftlichen, das Dtn
und das Josuabuch mit einschließenden Hexateuch-Redaktion und einer diese
korrigierende, auf die Ausarbeitung des Pentateuchs als Tora orientierten Penta-
teuch-Redaktion. Dieser Prozess ist auch an dem Vergleich der Episode über die
Erneuerung der Tafeln erkennbar (vgl. Tabelle 5).

5. Dln 10, J-4. JO[ und Ex 34, J-5 *: Die Erneuerung der Tafeln

Vergleicht man Dtn 10,1-4 mit dem Paralleltext in Ex 34,1.4-5, so lässt sich
anband der wörtlichen Übereinstimmungen wieder feststellen, dass Dtn 10 der
GrunderzähJung \veitgehend gefolgt ist. Das Fasten während der 40 Tage und
Nächte zur Erhaltung der Reinheit (Ex 34,28) hat der dtr Verfasser schon für den
ersten Aufenthalt angenommen (Dtn 9,9; vgl. I Kön 13,8). Nicht berichtet wird
in Ex 34 die Anfertigung der Lade. Sie kann erst von Mose im zusammen-
schauenden Rückblick auf die Darstellung von Ex 34 in Verbindung mit P
erwähnt werden (Dtn IO,lb.2b.3), der sie nach der Anweisung Ex 25,10 aus
Akazienholz gefertigt habe S9 . Durch die Eintragung des Lademotivs ins
Deuteronomium ist die VerbindWlg aus priesterschriftlicher Heiligtumserzählung
und dtr Landnahmeerzählung gewährleistet, weswegen hier wiederum mit dem
Wirken des Hexateuch-Redaktors zu rechnen ist, dem auch Dtn 10,8f. zuzu-
schreiben ist.

58 Zu Ex 6,14-27 s. Achcnbach: Vollendung 110-123.


t

S9 Die zusltzliche Erwähnung Bezaleels in Ex 37,1 ist demgegenüber sekundär.


Grundlinie" redakJioneller Arbeit in der Sina;-Perikope

Exodus 34,1.4.28-29 Deuteronomium JO,1-4


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ilWC-"~ n'.1Ji1nn~ 'JW, "npn 0":1 tDMi1 1,no
...•iTi1 10 ~'''::3 :,,,~ i1'~' c)n',
Tabelle 5: Ex 34,1.4.28-29/ Dtn 10,1-4

Dtn I0, 10 geht eigentümlicherweise davon aus, dass neben ,der Erneuerung cl
Tafeln der zweite Aufenthalt auf dem Berg der Fürbitte des Mose gewidmet W~
Das Gebet von Dtn 9,25-29 wird so in den Kontext der Episode einbezoge
Dieser dtr Ausbau des Abschnitts findet seine Entsprechung in Ex 32,30-34 ur
dem weiteren Ausbau der Motivik in Ex 33. Ex 33,1 hinwiederum setzt mit de
Befehl ein, das Volk in das Land zu fuhren, und steht insofern parallel zu 0'
10,11. Dtn 10,11 hat demnach noch die einfachste Version des Landnahmebefeh
an Mose bewahrt. Die dtr Landnahmeerzählung knüpft in Dtn 1,6~ hieran a
Man wird demnach auch im weiteren Verlauf von Ex 33-34 mit hexateuchischc
und pentateuch-orientierten redaktionellen Texten zu rechnen haben. Das wiJ
schon dadurch erkennbar, dass zunächst der weitere Ausbau des Dialoges ~
sehen Mose und Gott frei stattfindet, dass aber der Pentateuchredaktor und Ve
fasser von Ex 33,7-11 sich genötigt gesehen hat, vor dem Bericht über d
80 Reinhard Achenbach

Erstellung der Stiftshütte nach den göttlichen Anweisungen schon ein Proviso-
rium anzunehmen, indem Mose sein eigenes Zelt vorläufig zur Stiftshütte erklärt,
um dort Gott "von Angesicht zu Angesicht" zu begegnen und dessen bleiben,d.e
Gegenwart über Israel zu erflehen (vgL 33,14).

IV. Ausblick

Die hier vorgetragenen Beo,bachtungen machen m..E. ,deutlich, dass di,e komplexe
Entstehungsgeschichte der Sinaiperikope kaum durch ein rein auf der Annahme
von z.ugrundeliegenden Urkunden erklärt werden kann. Vielmehr ist mit einer vor-
dtr und einer dtr Phase der Verarbeitung der Gottesberg-Erzählung zu rechnen,
bei deren Aufbellung die spätere dtr Aufnahme in Dtn 9,7-10,11 ebenso zu
berücksichtigen ist wie bei der Analyse der Redaktionsprozesse, die den vor-dtr
und dtr Überlieferungskreis mit dem priesterschriftlichen verbinden~ Die
Annahme zweier Phasen der redaktionellen Bearbeitwlg, einer Hexateuch-Redak-
tion und einer Pentateuch-Redaktion, wie sie im Deuteronomium und im Numeri-
buch plausibel zu machen ist, scheint sich dabei auch bei der Analyse der Sinai-
Perikope zu bewähren. Darüber hinaus ist mit thematisch orientierten Bearbei-
tungen zu rechnen, die perspektivisch mitunter auch über den Bereich des
Pentateuchs hinausweisen und (wie in 1 Kön 8,4.9-11) punktuell auch in den
Enneateuch eingreifen. Erst die Chronik nimmt jedoch die Spätschichten des
Pentateuchs systematisch auf und belässt dadurch dem Pentateuch sein kanoni . .
sches Eigengewicht.
The Holiness Codebetween D and P
Same Comments on the Function and Significance of
Leviticus 17-26 in the Composition of the Torah

CHRISTOPHE NIHAN

J. Introduction

In the Pentateuch, the so-called "Holiness Code" (= H) in Leviticus 17-26/27 1


is singled out by its proximity to bolb P andD. 'On the one hand, coming after
the instructions on sacrifices and ritual pwification in Lev 1-16, it concludes the
book (serolI) of Leviticus, which represents in many respectsthe very center of
the P work in the Torah. On the other hand,however ~ the form, structure and
language of H offer numerous paralIeIs with the other Pentateuchal codes, espe-
cially with D.Within the ,context of the classical documentary hypothesis, this
observation was fitted into the specific evolutionist scenario underlying that
model. Since Lev 17-262 manifestly formed a distinct collection within Levi-
ticus, and since P was consider,ed the latest legislation of the Pentateuch! Hexa-
teuch, H was logically defined as a pre-P collection, later edited by a P scribe
who inserted it at its present place in Leviticus; as such it represented, in a
sense, the missing link between the D and P legislations 3• The proximity of H
to the language an.d theology of the book of Ezekiel suggested a dating in the
time of that prophet's activity; and although Grars original suggestion that the

1 The original subscription to His clearly found in 26,46. Lev 27 as a whole has long been
identified as a later interpolation, whose subscription in 27,34 is modeled upon 26,46. See far
instance J. Wellhausen: Die Composilion des Hexateuchs und der historischen BUcher des
Alten Testaments. BerJin 41963, 172; further. B. Baentsch: Exodus - Leviticus - Numeri, HK
II2,G,öttingen 1903, 437.
2 Graf himself considered that H consisted exclusively of Lev 18-26· (minus a few later
editions in the style of P). andregarded Lev 17 as a later, postexilic interpolation. See K.H.
Graf: Die geschichtlichen Bücher des Alten Testaments. Zwei historisch-kritische Unter-
suchungen, Leipzig J866, 66 and 75ff He was then followed by Kuenen in his "Godsdienst van
Israel", although Kuenen already hesitated on the inclusion cf Lev 17 in the original H code (A.
Kuenen:The Religion of Israel to the Fall of the Jewish State.Vol. 11, translated by A.H. May,
London! Edinburgh 1875" 150-1 S 1 and 182-192). It is Wellhausen : Composition, 149-152,
who imposed the original belonging of eh. 17 to H, in particular because of the parallels
between this text and the opening orthe D code in. Deuteronomyl2.
3 See especially Graf: Untersuchungen, 75-83; and Wellhausen: Composition, 149-172.
82 Christophe Nihan

author of H was Ezekiel himself rec,eived on the whole little support4, the paral-
leis between H and Ezekiel seemed to seeure, in any case, the placing of the ori-
ginal H code betweenD and P in the traditional sequence of the documentary
hypothesiss. Despite the fact that in later, post- Wellhausenian studies of H the
relationship between D and H gradually became a ,disputed issue (see below),
the classical conception of H as a pre-P code approximately contemporary with
D (whether slightly older or slightly later) remained a firm basis fo,r Pentateu-
chal studies during most of the 20th century. This conclusion, however, is put
into question by same of the studies on H published in the last decades, whose
findings suggest that H is systematically dependent not only upon D, but also
uponP. This observation, if it can be substantiated, implies a completely dif-
ferent view of the significance of H and of its place in the composition of the
Pentateuch. H~s dependence upon bothD and P suggests that thewhole code is
a late composition by a Pentateuchal redactor; the intennediary position of H
between D and p~ accordingly, does not reflect the transition from one tradition
to the other, bu.t, rather, an editorial attempt to combine D, P, and other Penta-
teuchal traditions into a single document. The implications of this view for the
interpretati.on of H will be briefly addressed in the last two sections of this
paper.

11. Hand olher Penlaleuchal Codes

Throughout the 20th century.. the classical view according to which the main
redaction responsible for H was later than D was maintained by a majority of
scholars. At the same time, however, the hypothesis of the existence ofone or
several earlier collections of pre-deuteronomic originbehind Lev 17-26 became
gradually accepted, especially under the influence of form-criticism. In particu-
tar, the form-critical approach encouraged the reconstruction of an "Ur-
Heiligkeitsgesetz", conceived on the model ofthe "Ur-Deuteronomium"6. In the

4 Graf:Untersuchungen~ 81-83. See already ror instance the criticism by Kuenen:ReJigion


of Israel. 189-192; similarly. T. NOldeke: Untersuchungen zur Kritik des Alten Testaments.
Kiel 1869, 67-71; Wellhausen: Composition. 168ff. The main supporter fcr Grars hypothesis
was L. Horst: J~viticu~ XVII-XXVI und He7.ekiel Ein Beitrag zur Pentateuchkritik? Colmar
1881..
5 The exact nature ofthe literary relationship between H and Ezekiel has always remained an
object of dispute since then. Following Kuenen and Wellhausen. tenants of the classical docu-
mentary model generally assumed thai H was later than Ezekiel, whereas a few dissident voices
argued for reversing the direction of dependence, especially under the lead of A. Klostennann:
Ezechiel und das Heiligkeitsgese~ ZlThK 28 (1877) 401-445 = id.: Der Pentateuch. Beiträge
zu seinem Verständnis und seiner Entstehungsgeschichte, Leipzig 1893. 368-418.
6 See in particular R. Kilian: Literarkritische und formgeschichtJiche Untersuchung des
Heiligkeitsgesetzes, BBß 19, Bonn 1963; C. Feucht: Untersuchungen zum Heiligkeitsgese~
ThA 20, Berlin 1964; A. Cholewinski: Heiligkeitsgesetz und Deuteronomium. Eine verglei-
The Holiness Code between D and P 83

work of some scholars, this trend became so dominant that most ifnot all of the
H code was considered to have been composed befare the redaction of D7, thus
anticipating the position argued today by some Jewish scholars, suchas 1_
Knohl and J. Milgrom 8, who date H to the time of Hezekiah. Growing, aware-
ness of the redactional history of the D code, which continued to be supplemen-
ted in the Neo-Babylonian and early Persian periods, also gave rise to complex
models far the mutual interaction of the composition of H and 0 9 . In 1976,
however, A. Cholewinski dev,oteda complete study to the problem of the rela-
tionship between H and DIO, andconcluded that D is consistently prior to H.
Since then, his conclusions havebeen entirely confumed by aseries of recent
studi.es, especially by E. Otto ll and K. Grünwaldt l2 , and so the ease for H's
dependence upon D needs only briefly be reviewed here.
H's literary and conceptual dependence upon D is most evident in Lev 17;
23 and 25, to wh ich Cholewinski devoted th~ major part of his analysis)3. Lev
25 has its closest parallel.s in Ex 21,2-6 (lt)and 23,10-11, as weIl as in Dtn

chende Studie, AnBib 66, Rome 1976; G. Benenzoli: Geist der Heiligkeit, QuSem 8, Florenz
1979, 51-104; id.: Deuteronomium und Heiligkeitsgesetz, VT 34 (1984) 385-398.
7 See especiaUy H.G.Reventlow: Das Heiligkeitsgesetz formgeschichtlich untersucht,
WMANT 6, Neukirchen..Vluyn 1961, for whom most of H contains very ancient material,
some portions of which would even go back to the predication of Moses in the wildemess.
L.E. Elliott-Binns: Some Problems of the Holiness Codc,ZAW 67 (1955) 26-40, also regards
H as being older than D, and dates itto the time ofManasseh.
8 I. Knahl: The Sanctuary of Silence, Minneapolis199S; J. Milgrom: Leviticus 1-16, AB
1, New York el al. J 991 13-42; id.: Leviticus 17-22, AB 3A, New Vork etat 2000, J 3 19-
t

1367.
9 See in particular Bettenzoli: Deuteronomium; as weil as G. Braulik: Die deka.logische
Redaktion der deuteronomistischen Gesetze. Ihre Abhängigkeit von Levitikus 19 am Beispiel
von Deuteronomium 22,1-2; 24,10-22; 25,13-16, in: G. Braulik (cd.), Bundesdokument und
Gesetz. Studien zum Deuteronomium, HBS 4, Freiburg 1995. 1-25; id.: Weitere Beobachtun-
gen zur Beziehung zwischen dem Heiligkeitsgesetz und Deuteronomium 19-25, in: T. Veijola
(ed.), Das Deuteronomium und seine Querbeziehungen, Schriften der Finnischen Exegetischen
Gesellschaft 62, Helsinkil Göttingen 1996, 23-55, where Braulik identifies in 0 a late redactio-
nal stratum which would have been already influenced by H.
10 Cholewinski: Heiligkeitsgesetz, especially 145-327.
11 E. Otto: Theologische Ethik des Alten Testaments, ThW 3,2, Stungartl Berlin/ Köln
J994, 234ff; id.: Das Heiligkeitsgesetz Leviticus 17-26 in der Pentateuchredaktion, in: P.
Mommerl W. ThieJ (ed.s), Altes Testament - Forschung und Wirkung. FS Henn.ing Graf
Reventlow, Frankfurt a.M. et al. 1994, 65-80; id.. : Innerbiblische Exegese im Heiligkeitsgesetz
Levitikus 17-26, in: H.-J. Fabryl H.-W. JÜngling (ed.s), Levitikus als Buch, BBB 119,
Bodenheim 1999, 125-196.
12 K. GrünwaldtDas Heiligkeitsgesetz Leviticus 17-26. Ursprüngliche Gestalt, Tradition
und Theologie, BZA W 271. Berlinl New York 1999.
13 These three chapters have aJl been the subjeet of several studies, ,especially in the case of
the jubilee legislation in Lev 25. Forobvious reasOD.S t the foUowing discussion cannot address
in detail the numerous issues raised by the exegesis of these texts and will limit itself to the
sOUTce-critical issue of H' 5 literary dependence vis-a-vis earlier laws.
84 Chrislophe Nihan

15,1-11 and 12-18 14 • While Dtn 15,1-18 reinterprets the seven-year cycle of
Ex 23,10-11 by transforming the nOofD from an instruction conceming leaving
land fallow with a social dimension (whatever grows upon it may be eaten by
needy persons) into a purely socio-economic instruction (debt-release in the
seventh year) with 00 agricultural implication, and by combining it explicitly
with the instruction on slave-release found in Ex 21,2-11 1S (cf. Dtn 1S t 12-
18) 16, Lev 25 revives in v. 2-7 an interpretation of the 7th year as exclusively
meant to allow the land to "rest". Thus, on the one hand we see that Lev 25,2-7
is clearly modeled upon Ex 23, 10-11, as several scholars have noted 17, but the
seventh year is now definedas a Usabbath for the land" (riM~ lV1:JtD n:nd, v.
4aa), which is at the same time a "sabbath far YHWH" (iT'il'" n~~, v. 4aß),
thus introducing the notion, central to the whole of Lev 25, that YHWH is the
only possessor of the I.and (as is explicitly stated in 25,23a). Furthermore, the

1.4 See on this in parti.cular Cholewlnski: HeHigkeitsgeseu., 217-251; Dno: Innerbiblische


Exegese, 164-172; GrOnwaldt Leviticus 17-26, 312-333. The literary unity of (his chapter has
aften been disputed, and this issue cannot be reviewed here in detail; for abrief survey of past
literary-criticism of this chapter, see far instance H.T.C. Sun: An Investigation into the
Compositionallntegrity of the So Called Holiness Code (Leviticus 17-26), Ann Arbor (Mich.)
1990, 531-546. Most analyses, however, were based on dubious assumptions, such as the
Numeruswechsel (thus in particular K. Eiliger: Leviticus, HAT U4, TObingen 1966, 338fT. and
Cholewlnski: HeiHgkeitsgesetz, 101 tl). or the notionthat the sabbathlegislation (vv. 2-7) had
to be older than the jubilee (vv. 8ff; thus already Baentsch: Leviticus, 422--430; and more
recently Kilian: Untersuchung, 121-148). However. this latter postulate is unwarranted, as was
noted by several scholars (see already Cholewinski; HeiJigkeitsgesetz, 116). and the use of the
Numeruswechse/ as criterion is not only methodologically problematic. but also leads to
unconvincing results. For a criticism of these two literary..critical approaches see now Grtln-
t

waldt: leviticus 11-26, 104-107, who concludes to the literary homogeneity of the text as a
whole~ even though a fewinterpolations may not be excluded (such as far instance 25,32-34,
the instruction on levitical towns).
15 See on this Cho!ewfnski: Heiligkeitsgesetz, 221-222; G.C. Chirigno~ Debt-Slavery in
ISr3el and the Ancient Near East JSOT.S 141, Sheffield 1993, 256ff. The combination of the
t

two instructions in Dtn 1S t 1-18 is significant since, as Otto and Lohfink have observed, Exod
21,2-11 and 23,10-11 compose the inner frame of the Covenant code, the outer frame being
composed by the cultic laws in 20,23-26 and 23 I3-19. See E. Otto, Vom Bundesbuch zum
t

Deuteronomium, in: G. Braulik et aL (ed.s), Biblische Theologie und gesellschaftlicher


Wandel. FÜr Narben Lohfmk 5J, Freiburg 1993, 260-278; 269; N. Lohfink: Fortschreibung?
Zur Technik von Rechtsrevisionen im deuteronomischen Bereich, erörtert an Deuteronomium
12 Ex 21,2-11 und Dtn I S, 12-18, in: T. Veijol.a (ed.), Das Deuteronomium und seine
t

Querbeziehungen, Schriften der Finnischen Exegetischen Gesellschaft 62, Helsinkil GOttingen


1996, 127-171; 151-152. 80th authors disagree on the stage of t-he composition of the
Covenant Code to which this redactional frame should be attributed~ but this issue may be left
aside here.
16 Even if the seventh year in Dtn I S, 12ff is not identical to the seventh year mentioned in
I5, 1-1 I., as it has long been observed.
17 See cspecially Cholewfnski: Heiligkeitsgesetz, 224--225; M. Paran: Fonns of the
Priestly Style in the Pentateuch, Jerusalem 1989, 29-34; J. Milgrom: Leviticus 23-27, AB
3B, New York etal,. 2000) 2154-2156.
The Holiness Code between D and P 85

specific concern rar the personae miserae in Ex 23 lo-11 is lost, since the in-
t

struction to eat of whatever grows upon the land in the seventh year is now
extended to the whole household (cf. Lev 25,6) 18. The social dimension of the
seventh year is thus carried over to thejubilee year of Lev 25,8-55, which is no
longer primarily concemed with the rest ofthe land (the expression ~W riM'
does not oceur in 25,8-55) but with the remission of alt debts and the liberation
from slavery. On the other hand, the general parallelism with the structure of
Dtn 15,1-18 is obvious (Lev 25,1-38// Dtn 15,1-11; Lev 25,39-55/1 Dtn
15,12-18)19, and is further reinforced by various explicit analogies between the
two laws. 80th texts open with the mention of the year of release (Dtn 15,1/
Lev 25,8-12) and the description of its implications (Dtn 15,2-3/ Lev 25,13-
34). In both texts, we find an exhortation in which the prosperity of the land is
made conditional upon obedience to (iOtD) and enactment of (ittDl') YHWH's
laws (Dtn 15,4-6/ Lev 25,18-19)20. Both laws contain an exhortation to sup-
port the impoverished Israelite "brother" (nM) by lending hirn what he needs in
order to survive (Dm 15,7-11/ Lev 25,35-38). Lastly, the two laws are conclu-
ded by a section dealing with the issue of debt slavery and release (Dtn 15,12-
18/ Lev 25,39-55). As was already observed by Cholewinski, Lev 25,39a begins
with the same formulation as Dtn 15,12aa 21 ; note also that in both slave laws,
the treatment of the slave is motivated by reference to the exodus (compare Dtn
15,15/ Lev 25,42). However, the law of Lev 25,8-55 is considerably more deve-
loped than Dtn 15 and offers a systematic reinterpretation of the latter. In par-
ticular, with the concept of the jubilee, the text of Lev 25 develops a completely
new argument, according to which neither the land nar the Cul) citizens of Israel
can be sold in adefinite manner to other Israelites. It is only possible fcr
Israelites to seil the usufruct ofthe soil (25,14-16), or, ifnecessary, to mortgage
the land itself (v. 25-28) or even their own labor force (v. 39-43), but the mort-
gage is automatically ended in the year of the jubilee22 , and the possibility of
redemption is permanent. The theological justification given far this specific
doctrine is that hoth the land and its inhabitants are the possession of YHWH
himself (cf. 25,23 and 55). With this perspective~ Lev 25 considerably extends

18 Thus also Cholewinski: Heiligkeitsgesetz, 225; Otto: Innerbiblische Exegese, 167-168.


19 As was already noted by Cholewlnski: Heiligkeitsgesetz. 242.
20 Cholewinski: Heiligkeitsgesetz, 241. The formulation of Lev 25, 18a occurs, with slight
variations, at central points of the laws of Lev 18-20, where it functions as a parenetic frame
(cf 18,4.26; 19,19.37; 20,8.22). But the use ofthe verbs"OO and i1W.P to express obedience is
simultaneously a common deuteronomistic feature and also occurs in Dtn 15,5. Note further
that the expression "to dweil in security" in Lev 2S 18b and 19b is mainly found in Ezekiel (Ez
t

28,26 [bis]; 34 25; 34,28; 38,8.11.14; 39,6.26) as weil as mostly in late passages of the deute-
1

ronomistic literature (Dm 12,10; 33,12; Judg 18,7; I Sam 12,11; 1 Kgs 5,5).
21 Cholewfnski: Heiligkeitsgesetz, 241.
22 Hence the necessity, in case the usufruct of the land is sold, to detennine the value of the
productivity of the land according to the number of years remaining until the jubilee (25, 15-
16).
86 Christophe Nihan

the ubrotherly ethic n characteristic of D23. Israelites are defined primarily as a


community ,of "brothersu (note the recuning use of the typical tenn nM in Lev
25), a11 of whom are identified as slaves (C"'~1» of the national God, YHWH
(25,55; see already 25,42), and share the same status as "resident aliens"
(c'::1W'ln' c .. ..,J) upon the land of this god (25,23)24. It is, therefore, impossible
for them to enslave other members of the comrnunity, or to appropriat1e their
land permanently2s.
That H, here, reinterprets in a completely new perspectivethe ttaditional in-
struetions of both the ce and D is further confinned by a close comparison of
Lev 25,35-38 and 39-55 with Dtn 15,7-11 and. 12-18. First (1), Lev 25,35-38

23 On this notion and its import inD, see the classical study by L. Perlin: ·'Ein einzig
Volk von Brtldern". Zur deuteronom istischen Herkunft der biblischen Bezeichnung "Bruder".
in: id., Deuteronomium-Studien, FAT 8, TUbingen 1994,50-73; see especiaHy '67-7J, where
Perlitt establishes that in Lev 25 and in H in general, the idea of a nation of brothers is laken
from D. On the brotherly ethos in Dtn 1S see H.-J. fabl)': Deuteronomium 15. Gedanken zur
t

Geschwister-Ethik im Alten Testament, ZAR 3 (1997) 92-1 t 1.


24 As noted by Milgrom: Leviticus 23-27, 2187, the expression :Juhn, 1) 1S probably a
hendiadys designating an aUen who Uhu taken root and settled in 8 community", since, except
in 1 Kgs 17,1 (but cf. LXX), the tenn ;Jq1y, never occurs alone. J. Joosten: People and Land in
the Holiness C,ode: An .Exegetical Study of the Ideational Framework of the Law in Leviticus
17-26, VTS 67, Leiden! New Yorkl Köln 1996, 73-74, makes the insightful suggestion that
:JW~ describcs the social position and i l the juridical condition of the alien.
25 Hence, of course, the reason why H does no longer require an instruction on debt-release,
as in D, since ancestral estate can never become fully alienated according to the logic of Lev 25.
The absence of this instruction in Lev 2S is then in RO way an &'irrefutable" proof that H is ear-
lier than D (thus Milgrom: Leviticus 23-27, 2254-2255), hut is on the contrary a necessary
consequence of the development of H overthelegislation of D. For this reasoo, I cannot accept
the solution proposed by G.C. Chirichigno: Debt-Slavery and the Ancienl Neu East, JSOT.S
14), Shefficl,d 1993, esp. 342-343, and further resumed (with some modific8tions) by A.
Schenker: The Biblical Legislation on the Release of Slaves: The Road from Exodus to
Leviticus, JSOT 78 (1998) 23-41, botb of whom vi,ew the biblicaJ slave laws (especially Exod
21 and Lev 25) as being complcrnentary (cr. Schenker 33: ULeviticu.~ 25,39--41 thus neither
t

changes nOT replaces the laws of Exodus 21 and Dtn. 15.12. It completes them"). Chirichigno's
argument rests mainly upon the idea that in Exod 21. the Israelite slave would be a child sold
by his father. whereas Lev 25 would consider the case of a paler tomi/jas who had to seil him-
self 8S slave..According to this reasoning the slave law of Lev 25 would only appJy tathe case
t

ofthe paterfamilias, who must be treated as a resident alien and a hired warker (cf. 25 39-40)
9

and will be sllowed to return to his estate at the year of the jubilee. The whole argument of
Chlrlchigno presupposes, however, !hat an Israelite citizen couJd only be sold by his father, and
not by force, which,as Schenker himself acknowledges (28-29), is contradietcd by a few bibli-
cal passages such as Neh 5,2-5. Also the fact that Exod 21 specifies. in the case ofthe daugh-
t

ter. that she is sold by her falber (21 t7fl)9 whereas the same infonnation is missing in the case
ofthe Israelite male (21,2--6), goes against theassumption that he, too, would have been sold
by his father. It is more likely, therefore, that the situation addressed in the two texts of Exod
21 and Lev 25 is idcntical and that the H legislation is a reworkingof that of the ce, and not a
mere complemenl. This conclusion is all the more logical since the sabbath law of Lev 25.2-7
is already a refonnulation of Exod 23,10-11 (see above); there is no rcason that the same rela-
tionship does not apply in the case of Lev 25,8-55.
The Holiness Code between D and P 87

does not simply resume the exhortation of Dtn 15,7-11, but combines it with
the instruction fauod in Dtn 23,20-21 to lend without interest, be it money
(~O~) or food C:':>M )26, which is itsel f a development of the original instruction
of Ex 22,24 27 . One has here a very nice example of the kind of "inner-biblical
exegesis"28 practiced by the author of the H code, inasmuch as the instruction
of Dtn 15,7-} I is now harmonized with Dtn 23,20 and Ex 22,24. Second (2),
the innovation introduced by H in the matter of slavery makes necessary a
complete redefinition of tbe traditiona) slave-Iaws of Ex 21,2-11 and Dtn
15~ 12-18, as is manifest in Lev 25,39-55. On the one hand, it renders super-
fluous D~s provisions far the gifts to be granted to the slave in the year of his
release (cf. Dtn 15,13-14), which were themselves an improvement of the slave-
law of Ex 21,2--6; in the logic of Lev 25, the Israelite simply recovers at the jubi-
lee bis ancestralland which he bad to mortgage, in agreement with the general
principle posited in introduction, in 25,10.13 (cf. 25,41b). It also renders
superfluous the traditionaI instruction, in the slave-laws of the ce and of D, ror
the case ofan Israelite slave who wishes to stay in the service ofhis master (cf.
Ex 21,5--6/ Dtn 15,16-17). But this second innovation of H also raises two new
issues, which form the largest section of Lev 25,39-55, namely the necessity to
compensate for the economic force of IsraeHte slaves by emphasizing the
authorization to use strangers as slaves (25,44-46)29, and the case of an Israelite
who has become the debt-slave of a wealthy non-Israelite residing in the land of

26 Compare:'''~M lM-'" n4t :Jin:J' ,m]~ ,~ lnn-M" l00~-nM (Lev 25,37; reading
n"~lnJ with Sam). 1W' .,fDM ":J'~:l ,~) ,,=* 10] t')O::> 1W] 1'nM" l'wn-M" (Dtn 23,20).
The exact meaning of the tenns 1W3 and n'~'n is unclear, even though they manifestly refer to
same kind of loan. I. Cardellini: "Possessio" 0 "dominium bonorum"? Riflessioni sulla
proprietä priV8la e la "rimessa dei debiti~' in Levitico 25, Antonianum 70 (1995) 344, interprets
them respectively as '~loan of moneyn and uloan of cereaJs" on the basis of Akkadian paralleis.
27 Contrary to Dtn 23,20, which mentions the interdiction to take interest on loans of
money, food, or u any other thingt~ (,:J,-',::», Exod 22,24 originally mentioned money exclu-
sively. Braulik: Beobachtungen, 33-50, argues that it is Dtn 23.20-21 which depends upon
Lev 25,35-38, but this is unlikely. The motivation of the law in H develops over Dtn 23,20-
21 the brotherly ethos (cf. v. 35-36)~ which has its roots in 0 (cf. similarly Perlitt: "Ein einzig
Volk", 68--69). Moreover, the fonnulation of v. 38 is unique in H, inasmuch as it adds to the
typical statement: "I arn YHWH, your God, who freed you from the land of Egypt to be your
God" (cf. 19,36; 22,33; 26,13; further, 23,43; 26,45) the specification, Uto give you the land of
Canaan". Of course~ this specification makes sense in the contcxt of the law on jubilee in Lev
25. but it is also probably arefleetion of the fonnulation of Dtn 23.21, where the law on the
interdiction oftaking interest on money loans is motivated by reference to "the land where you
will enter to take possession of it In this case. it is a elear indication that the author of Lev 2S
tt

had not only Dtn 15 as its Vorlage (as Braulik may accept), but also 23,20-21 . Whether this
laner instruction is later or not than Dtn 15 may remain open here.
28 For this nation, see M. Fishbane: Biblical Interpretation in Ancient Israel, Oxford 1989
(reprinted); and fwther E. Otto: Rechtshermeneutik in der Hebrlisehen Bibel. Die innerbibli...
sehen Ursprünge halachischer Bibelauslegung. ZAR S (1999) 75-98.
29 For this reason, I cannat agree with Gronwaldt: Leviticus 17-26, 109-112, who consi...
ders v. 44--46- as an interpolation.
88 Clvistophe Nihan

Israel (25,47-54). Interestingly, the first instruction, in Lev 25,44-46, seems


clearly to bebased upon one of the principles of the D legislation on debt,
where it is systematically stipulated that brotherly compassion does not apply
to the foreigner (cf. Dtn 15,3 and 23,20-21; and fwther, Dtn 15,6). Third (3),
and finally, another significant innovation of Lev 25 over Dtn 15,1-18 is that
the combination of the law on the septennial i10otZ1 and on the seventh-year
release of slaves~ which were initially separate in the ce (cf. Ex 21 ,2-1 1 and
23,10-11), is laken a step further in H, since the remission of lan.d and the re-
lease of dependent workers now occur in the same year,the jubilee, that is every
seven sabbatical years30 , whereas they were still chronologically distinct in D.
In addition, a specific date is set for the beginning of the jubilee year (the tenth
day of the seventhmonth), contrary to the fonner legislation on debt remission
and slave release, thus enabling its integration into the cultic calendar of H (since
the tenth day of the seventh month corresponds to the celebration of Yom
Kippur, cf. Lev 23,27). But above all, the reworking of th.e deuteronomic ilOOW
into the jubilee yearof Lev 25 implies a considerable theological development
over D, since the release of debts is now defined as a fixed stage within a reCUf-
ring cosmicpattem, and thus inscribed in the permanent order of the creation.
The systematic reinterpretation and development of 'earlier traditions is simi-
larly at work inthe calendar of Lev 23, which is built on the pattern of the three
pre-exilic pilgrimage festivals originally presented in Ex 23,14-17 and reinter..
preted in Dtn 16,1-17 in the perspective ofD's ideology ofcultic centraliza-
tion. As in D, the calendar of H combines the celebration of n'~o with that of
MO~ (cf. Dtn 16,1-8 and Lev 23,5-8). The celebration of the wheat harvest
(\'~pn )n in Ex 23,16) also takes place "seven weeks" after the beginning ofthe
harvest (Lev 23,16-17), as in Dtn 16,9 (although in H, the celebration is not
explicitly designated as nlV:ltDir 1M as in Dtn 16,10.16). Similarly, the ~Ot-tj1 Jn
in Ex 23,16 has become the UFestival of Booths", n'~OiT iM, in both D (Dtn
16,.13.16) and H (Lev 23,34). However, the calendar ofH is much more elabora-
ted, inasmuch as itadds new celebrations to the three traditjonal feasts 31 ; above
all, it sets fOT the first time a specific ,dating for each feas4now referred to as
:1,;" ""J)'O, "designated (times) of YHWH"12 in the redactional frame of L,ev 23
(cf. 23,2.4.37.44). This is a total innovation of H, despite the fact that both Ex
23,15 and Dtn 16,6 already refer to a Udesignated time" ('1)'0) for the beginning
of the feast of n,~c. Note also that the expression iT\-r" "'.11'0 is otherwise only

30 The issue of whether the jubilee year falls on the 49th or 50th year may remain open
here, although Jwould hold with a majority of modem commentatorsthat the jubilee year is
the seventh sabbati,caI year itself:
J.l Cf. tbc celebrations of the offering of the first wheat, Lev 23,9-14; of the Festival of
Blasts on the ftrst day of the seventh month, Lev 23,23-25; and of the Day of Purgation, Vom
Kippur, on the tenth day ofthe seventh month, Lev 23~6-32.
32 From the root '.1)' udesignate u •. See on this for instance Milgrom: Leviticus 23-27,
t

1955-1956.
The Holiness Code between D anti P 89

attested in late postexilic literature (Ezr 3,5 and 2Chron 2,3 )33. Furthermore,
the calendar of H goes beyond Dby systematically specifying the burnt offe-
rings for YHWH ("'iflt,
iTfDM) that must be presented at the sanctuary on the oc-
casion of each festival (cf. Lev 23,8.13.18.25.27.36)>> andthe cultic feasts them-
selves are now specifically designated (except in the case of the celebration of
n,~o - nOE) in 23,S-8and of theFestival of Blasts in 23,23-25) as "a law tor
all time. throughout your generations. in all your settlements" (23~ 14.21.31.
41 )34.
The way in which Hreworks the calendar of D is particularly manifest in the
case of the celebration of the wheat harvest in Lev 23,9-22. The beginning of
the period of seven weeks is now specified (it must take place "the dayafter
the sabbath", 23, 15 3S )t and it is marked by a specific ceremony, described in v.
9-14 (the offering of the first wheat), which is probably based on Ex 23,1 9
(34,26)36. Furthermore t the precise duration of the period of seven weeks is
similarly specified, and consists of an interval of 50 days, covering the time
from the day after the first sabbath to the day after the seventh (23,16). At the
same time, as was already noted by some scholars, Lev 23,9-22 revives, in
contrast toD, the traditional conception of Ex 23,16a, according to which the
presentation of the first fruits of the new harvest is an obligatory offering (cf.

33 As noted by Grünwaldt: Leviticus 17-26~ 295. GrOnwaldt further suggests that the ori..
gin of this expression may possibly be faund in Ez 44,24, where YHWH refers to ualJmy de-
signated times~t, "'.11'0-":>:3.
34 For the observation that H systematicaJly presupposes and develops the instructions of
Dm 16, see similarly Cholewfnski: Heiligkeitsgesetz, 179-216. The literary homogeneity of
the chapterwas traditionaUy disputed. In particular, since A. George: Die älteren jÜdischen
Feste, Berlin 1835, 122ff, it has often been held that the insttuction of 23,9-21 (22), whose
style and tenninology are distinct fr,om the rest of the chapter, belongs to an e.arlier tradition,
possibly together with v. 39-43. See ror instance Wellhausen: Composition, 159-163; B.
Baentsch: Das Heiligkeits..Oesetz Lev .XVII-XXV I: eine historisch-kritische Untersuchung,
Erfurt 1893, 44-50; L.B. Paton: Tbe Original Fonn of Leviticus xxiii, xxv, JBL 18 (1899),
35-60; 35-42; Kilian: Untersuchung, 103-111; etc. VV. 39-43 are certainly not traditional;
they come manifestly too late after the first instruction for this fesst in 23,33-36 aod the sub-
scription of 23,37-38~ and the type of instructions given in 23,39-43 is unparalleled in the rest
of the chapter. V. 39aa is manifestly modeled upon v. 34ba. As M. Noth: Leviticus: A
Commentary, OTL, Philadelphia 21917 talready correctly noted: U( .... ] The section vv. 39-43
cannat be taken for anything else than a litcrary addition. although it is close to vv. 9-21 in
manner and content"; for a simHar conclusion, see also GrUnwaldt: Leviticus 17-26~ 77-78.
The possibil ity that an older tradition lay behind v. 9-21- may not be excluded, given thai this
passage exemplifies same distinct features (see similarly GrUnwaJdt: Lcviticus 17-26., 28Sff);
but even ifthis is the case, it does not alter the fact that the H redaction in Lev 23 already pre-
supposes both Exod 23 and Dtn16.
35 As is weil known, the identification of the sabbath mentioned in 23,11 and 15 rapidly
gave rise to a considerable polemies in the Second Temple period (for a detailed treatment of
this question, see Milgrom: Leviticus 23-27~ 2056-2063), but this issue may be left aside
here.
36 See on this GrOnwaldt: Leviticus 17-26, 287-288.
90 C/vistophe Nihan

C·"':l,Lev 23,17) for each Israelite, and not merely a spontaneous gift as in
Dtn 16,10. The most explicit case far the dependence of H upon D, however,
lies in Lev 23,5-8. As it was traditionally recognized, the combination of nOE)
and n,~o oceurs for the first time in D, in Dtn 16,1-8. This combination~ still
unknown to the ce (compare Ex 23,15), was made possible by the connection
of the two ,celebrations withthe event of theexodus; this connection is separa-
tely attested in Ex 23,15 for .n,~o, and in the pre-dtr tradition ofEx 12,21-23
for no~37. This process is still manifest in the text of Dtn 16,1-8, where the
Passover ritual can function as the overture ofthe seven days ofn,~c because it
celebrates the day ofthe departure fromEgypt (cf. ] 6, 1.6b; note how the signi-
ficance of the commemoration of the exodus ror the celebration of n,~o is ac-
cordingly emphasized in v. 3 as opposed to Ex 23,15)38. In Lev 23,5-8, in con-
trast, the combination presented in Dtn 16,1-8 is still assumed, but all reference
10 the exodus has now disappearetf3 9 .This development would of course be
impossible had H been thefirSllo connect the!wo pre..exi/ic ce/ebrations.
Grünwaldt has recently suggested that this evolution reflected the gradual
dilution of the connection of major feasts with the tradition of the exodus in the
second temple period 40 . However,another process seems to be at work heTe,
since the connection with the exodus tradition is now reported on the Feast of
Booths in the (manifestly secondary41) passage of Lev 23,39-43 (cf. v. 43), a
complete innovation of H over D since in Dtn 16 the Feast of Booths is pre-
cisely the sole of the three traditional feasts of pilgrimage which is not associa-
ted to th,e exo,dus (cf. Dtn 16, 13-15)42. Another significant difference between

37 For arecent reassessment of the origin of Exod 12.21-23, see now J.C. Gertz: Tradition
und Redaktion in der Exoduserzlhlung. Untersuchungen zur Endredaktion des Pentateuch.
FRLANT 186, Göttingen 2000, 38-50, who concludes - albeit not without hesitation - to the
pre-P origin of this passage. The reference to MO!)' Jn rt:n in Exod 34.25b is general1y ack-
nowledged as a late interpolation. See for instance Gertz: Tradition, 43 ß. 68.
38 The issu~ of the diachrony of Dtn 16,1-8 need not be discussed here. Among recent con-
tributions, see in particular ; .e. Gertz: Die Passa-Massot-Crdnung im deüteroliomischcn Fest..
kalender, in: T. Veijola (ed.). Das Deuteronomium und seine Querbeziehung,en, Schrift'cn der
Finnischen Exegetischen Gesellschaft 62, Helsinki/ Göttingcl1 1996, 56-80; as weil as T. Vei·
jola: The History arthe Passover in thc Light ofDeuteronomy 16,1-8, ZAR 2 (199'6) 53-75.
39 As is observed for instance by K.GrUnwaldt:Heiligkeitsgese~286: uln Lev 23,.5-8
sind die Feste nicht mehr heilsgeschichtlich motiviert. Weisen Ex 23.] 5 und 34,18 noch auf
den AusZU8 aus Ägypten hin, um das Festdarum zu begründen, so ist davon im Heilig-
keitsgesetz keine Rede mehr".
40 K. Gl1lnwaldt: Heiligkeitsgese~ 286-287.
41 See on this supra, note 34.
42 This development recaUs the Ezra tradition, where the return of the Babylonian golah is
compared to a new exodus and culminates with the celebration of the Feast of Booths in Neh 8,
with explicit reference to Lev 23,39-43; ifthis passageis secondary, as I believe, it is tempting
to regard it as having been interpolated bythe scribal,circle responsible far the composition of
Neh 8.For a different view ofthe relationship between the two texts, see E. Otto: Das Deutero-
nomium zwischen Pentateuch und Hexateuch. Studien zur Literaturgeschichte von Pentateuch
und Hex81euch im Lichte des Deuteronomiumrahmens, FAT 30, TQbingen, 2000, 196-21 I.
The Holiness Code between D and P 91

Lev 23,5-8 and Dtn 16,1-8 concems the duration ofthe celebration ofrto!) and
n,~o. Whereas in D, the Passover meal corresponds to the first day of the
weekly celebration of the Azymes (cf. Dtn 16,3-4), the two feasts are clearly
dissociated in H, and the celebration of Passover 00 langer corresponds to the
beginning of Azymes. This development in H is in line with the conception
found in the late redaction responsible for the interpolation of Ex 12, 14-2043 ,
which combines the original instruction on Passover in 12,1-13· (Pg) with an
instruction on the celebration of Azymes, obviously in order to harmonize Ex
12,1-13 with Dtn 16,1-8 44 . A closer analysis of Lev 23 would assemble evi-
dence that several other passages in this chapter, especially v. 39-43, reflect the
influence of dtr language and formulation 4S .
Lev 17, finally, is an elaborated composition significantly placed at the june-
tion between P and H, which raises several important issues in terms of stroc-
ture and meaning that cannat be discussed here. As A. Ruwe has recently &r-
gued, the legislation itselfis composed oftwo major seetions, v. 3-9 and 10-14,
each composed of two sets of instructions (v. 3-7/ 8-9 and 10-12/ 13-14) to
which a complement (or hetter, a sub-case, see below) has been appended in v.
15-1646 • Although the two sections are related by the motif of blood (0'), each
of them nevertheless has its own thrust: 17,3-9 deals with the obligation to
sacrifice animals by offering them exclusively on the altar of the Tent of

43 The secondary nature of Exod 12,14-20 has long been recognized. Among recent stu·
dies, see for instance K. Gronwaldt: Exil und Identität Beschneidung, Passa und Sabbat in der
Priesterschrift, BBB 85, Frankfurt 8. M. 1992, 84-89 (who would nevertheless retain v. 14ao
as original, which seems doubtful); Gertz: Tradition, 35-37.
44 Thus E. Otto: Art. noo, ThWAT VI (1989) 659--682; Gertz: Tradition, 53.
4S See on this in particular Cholewlnski: Heiligkeitsgesetz, 208-21 t.
46 A. Ruwe: uHeiligkeitsgesetzn und "Priesterschrift". Lileraturgeschichtliche und rechts·
systematische Untersuchungen zu Leviticus 17,1-26,2, FAT 26, Tübingen 1999, 137-140.
Past scholarship of this chapter has generally disputed its literary integrity; for a detailed
review, see Sun: Compositional Integrity, 87-94. Most of the arguments advanced, however,
are fragile or even mistaken. For instance, it is not correct that v. 8-9 are simply arepetition of
3-7; 17,3-7 concern solei)' Israelites and addresse the case where an animal is slaughtered
without being brought to thc sanctuary, whereas 17,8-9 deaJ with the case where a man who is
either an Israelite or a resident alien ofTers an animal as an holocaust, but not to the sanetuary of
YHWH. The two instructions are therefore complementary, and there is no need to regard VV. 8-
9 as an older tradition (thus in partieular Eiliger: Leviticus, 219-220) or a Jater interpolation
(thus apparently Noth: Leviticus, 131; Sun: Compositionallntegrity. 99), as it has sometimes
been clone. SimilarJy. the instruction of v. 13-14 is a logical and necessary complement to 10-
12; whereas 10-12 dealt with the blood of sacrificial animals, 13-14 addresses the case of non-
sacrificial. that iSt game animaJs. On the raison dtelre of v. 15-16, which have generally been
viewed as a late glass with Httle coMection to the rest of the text (thus for instance Eil iger:
Leviticus, 221-222; Cholewinski: Heiligkeitsgesetz, 27), see below. One may hesitate in the
ease of v. 6, which seems to interrupt the transition from v. 5 to v. 7 and which, for this
reason~ was often considered a later interpolation (thus already Baentsch: Leviticus, 388); in
any case, the traditional argument thai the manifest influence of P tenninology in this verse be-
trays its secondary character does not hold if H is post-P (see below).
92 Chrislophe Nihan

Meeting, whereas 17,10-14 is concemed with the prohibition of ingesting the


blood of animals, whether sacrificiaJ (10-12) or non-sacrificial (13-14)47. Since
Wellhausen, Lev 17 has traditionally been interpreted as a reaction against, and a
reinterpretation of, the authorization of profane slaughter in Dtn 12 48 , and
although this interpretation has sometimes been disputed, I believe it remains
the most satisfying explanation of the text49 . As it has long been recognized~ the
argument ofv. 3-7 requires that a11 animals among those that may be sacrificed
(enwnerated in v. 3a) must be ofTered, when they are slaughtered, as a sacrifice
of well-being to YHWH (v. 5). It thus defines the slaughter (ontd, v. 3) of a
sacrificial animal outside the Tent of meeting as an illegitimale sacrifice, offered
to foreign deities (literally, "hairy ones", C'" J)W, most likely goat-demons 50 )
and characteristic of a non-yahwistic cult (v. 7). Every slaughter of an animal
belonging to those that can be offeredon the altar is thus de facto defined to be a
sacrificial act wherever it takes placeS 1. This is why in v. 7 the slaughter of an

47 For this reason, I reject the idea thatthis chapter would have a concentric structure cen-
tered on v. 10-12, as has been argued in particular byB. Schwartz: The Prohibitions Concer-
ning the HEating" of Blood in Leviticus, 17, in: G.A. Anderson etat. (ed.s), Priesthood and
Cult in Ancient Israel, JSOT.S 125, Sheffieldl991, 34-66; further, A. Schenker: Das Zeichen
des Blutes und die Gewißheit der Vergebung im Alten Testament. Die sÜhnende Funktion des
Blutes auf dem Altar nach Lev 17.10-12, in: id. Text und Sinn im Alten Testament.
t

Textgeschichtliche und bibeltheologische Studien, 080 103, Fribourg/ Göttingen l' 991, 167-
185; Milgrom: Leviticus 17-22 l448-1449. Against Schwartz, v. 10--12 cannot be the general
t

axiom ror the four other sections (v. 3-7.8-9.13-14.15-16). Tbc very formulation of v. 10-12
suggests clearly, it seems tome,that the motivation given in v. 11 where the ofTering of the
t

blood of the sacrificiaJ anima) is presented~ as Schwartz has convincingly argued, as serving to
ransom the Iives of the IsraeHtes (C~'ntD!:)~~JJ ,~:>~) by means of the life of the animaJ i.tself
(fljD~:J, v. 11, interpreting with Schwanz the beth as a beth instrumentii), applies first and
foremost to the prohibition of ingesting blood in v. 10 and 12 and not to the whole chapter
11

48 See Wellhausen: Composition, 150: "Lev. 17 vergleicht sich mit Dtn.12; dies Gesetz
verlangt ebenfalls die Centralisirung des Opferdienstes~ halt aber trotzdem die Forderung auf-
r=cht, dass alle Schlachtung Opfer sein müsse u •
49 Among recent authors, see in particular Cholewinski: Heiligkeitsgesetz, 149-178; OUo:
Innerbiblische Exegese.. 141-146; Grünwaldt: Leviticus 17-26, 142fT
50 See on this far instance Grtlnwaldt: Leviticusl7-26, 152-153.
51 Older scholarship assumedthe interdiction of profane slaughter of every animal, but this
wouldmake linIe sense and is clearly contradicted by 17 13-] 4. See for instance Baentsch:
t

Leviticus. 389; Feucht: Unte:suchunsen, 30; Cholewfnski: Heiligkeitsgesetz, 165; most re·
cenl]y, E.Blum: Studi.en zur Komposition des Pentateuch, BZAW 189, Berlin/ New '''ork
1991, 338. For the interpretation proposed here, see for instance Noth: Leviticus., 129-130;
Eiliger: Leviticus, 226-227; most recently, Ruwe: Heiligkeitsgesetz. 141 ff GrUnwaldt:
Leviticus 17-26. 26-27, argues that the verb ~nd in v. 3 has a sacrificial meaning, and that. the
instruction of 17,3-7 should be taken as merely forbidding ritual slaughter outside the (central)
sanctuary. However, in non-P sources, this verb may clearly have a non-sacrificial meaning and
even in P, it may be used with reference to the slaughter of an animal outside thealtar (cf.
Exod 12,6). Moreover., if this were the meaning of the law of Lev 17,3-7, it would be redun-
dant with the foUowing instruction in 17.8-9, which precisely ordains that every sacrificial of-
fering made by an Israelite or an alien resident must be offered to YHWH.
The Ho/iness Code between D and P 93

animal outside the Tent of meeting is automatically defined as an offering to


other deities. But this move is already evident in the fonnulation of the instruc-
tionof v. 5S2 , which is the positive counterpart to 17,3-4. Whereas v. 3 used
the verb ond, which refers to the technical act ·of slitting the animal' s throat and
may designate hoth sacrificial and non-sacrificial slaughter bolb in P (Ex 12,6)
and in non-P traditions (Ex 12,21; I Sam 14,32), with reference to the slaughter
of animals, 17,5 now uses the verb n::n whose sacrifi·cial connotation is unmis-
takable, and refers to the slaughtered animals of v. 3 as sacrificial offerings,
C'n:3T. The purpose of such legislation is evidently to condemn the very pos-
sibility of profane, non-sacrificial slaughter, and this canonly be und,erstood as
a critical reaction to the innovation brought by Deutero,nomy 12. Moreover, the
use ofn:1T in 17,5 and 7 to designate the sacrificiaJ aCl, which is exceptionaJ in P
(Lev 9,4!), is also probably to be viewed as reflecting the attempt to rehabilitate
against D the exclusively sacrificial connotation of this verb, and thus to reject
the semantic innovation of Dtn 12,15.21 where it is used in reference to non-
sacrificial slaughters3 .
The reference to Dtn 12 also explains, I believe, the connection between the
two sections Lev 17,3-9 and lQ-14.Fo,r in Dtn 12, the authorization ofprofane
slaughter in 12,15 is immediately followed by the absolute prohibition of in-
gesting (literally "eating") blood in 12,16; the same sequence is found in the later
reinterpretation of the original D law of 12,13-19 in 12,20-27, where 12 21-22 t

(permission of profane slaughter) is completed by 12,23-25 (prohibition of


eating blood). In Lev 17, the H legislator manifestly followed this sequence; the
obligation of bringing animals to be offered on the altar (and hence, the condem-
nation of the possibility of profane slaughter) Jed hirn to compose a new moti-
vation for the prohibitionof ingesting blood in v. 11 which is closely connected
to the previous law of v. 3-9, with the notion that the blood, that is the Iife, of
the animal was given by God himself to the Israelites to ransom their lives
(c:r'nrDDJ-'11 "!)~') by means of the life the animal itself (qjE)):J, v. 11, inter-
preting the beth as a berh instrumentil)S4. Finally, D's instrnction for the dispo-
sa) ofblood in case ofprofane slaughter (Dtn 12,16.23-25) is restricted to game
(that is, non-sacrificial) animaJs (17,]3-14), and the law is completed by the
mention of a specific case in 17,15-16, that ofan edible anima) which has been
neither sacrificed nor hunted, but which is already found dead. This last case is

52 Note that the center of the section 17)3-9 is built by the motivation gi.ven in v. 5-7t

which is nicely framed by the parallel instructions of v. 3-4 and 8-9; thecentral positionof
this motivat.ion is further emphasized by the concluding fonnula of v. 7b, uan etemal law
throughout the ir generationsn.
53 See for this in particularOtto: Innerbiblische Exegese 143. Hence probably the relative
t

redundancy of v. 5. which specifies aga;nst D that every n:n must be a c~c~ n:3f offtred at
t

the Tent of meeting.


54This expression has been the subject of a considerable discussion, whichcannot be
addressed here in detail. Forthis interpretatioß see in particular Schwartz: Prohibitions, 47
t

with n. 2; as wellas Milgrom: Leviticus 17-22, I474ff.


94 Chrislophe Nihan

in several regardsa fitting example ofthe harmonizing techniqueofthe redactor


of H, and a very clear indication that Halready knows both D' and the ce.
First, it improvesthe traditionallegislation of D (cf.the parallel instruction in
Dtn 14,21a) by connecting now thecase ofthe dead anima) to the prohibition of
eating blood, whereas the two were still. disconnected in D. Behind this move,
there is clearly in H arefleetion in terms of legal classification. Namely, the
implicit postulate is obviously that since the animal that died for reasons other
than being sacrificed or hunted has not been correctly drained of its blood, the
consumption of its carrio.n will automatically induce consumption of blood, so
that this instruction appears as a complemenl to the law on blood eating (Lev
17,10-14 )SS. Second~ the formulation of 17, 15-16 purposely mediates between
the traditions of D and the ce by using both "':1)
(Dtn 14,21) and :-TE)'O (Ex
22,30) to designate the carrion itself, thus conflating the two legal fonnula-
tions S6 . Third, however, H goes further and reinterprets both the CCand D in
the view of the P tradition, since, contrary to Ex 22,3,0 and Dtn 14,2], the eating
of carrion is not forbidden in Lev 17,15-16 but induces astate of impurity
which requires a proc,edure of purification, in confonnity with Lev 11,40. Here
we have a very clear illustration of the fact that H is not only post-D, hut also
post-P, as we will see in detail below. Yet another significant modification is
implied by H's rereading of Ex 22,30 and Dtn 14,21: in Lev 17, 15-16 H no
longer connects thelaw on carrion eating with the notion of the sanctity of the
people. As was suggested by Otto 57 , thisdevelopment must probably be ex-
plainedas serving to prepare the complete redefinition of the conception of the
holiness ofthe community in H in 19,2ff In Lev 17-27, Israel's sanctity, and~
beyond, its distinctiven,ess among the nations, are no longer merely defined by
its alimentary practices and the special purity of its diet, as in Ex 22 and Dtn
14, but by the observance ofthe entireTorah.
To sum up: this brief survey of the three laws of Lev 17; 23 and 25 shows
very clearly that H knows and presupposes both the Covenant Code and the
Deuteronomic Code, and systematically reinterprets them. Several other exam-
pies of detail could be given, and an elaboratedlist of such cases can be found in
the last chapter of Cholewinski's stud y S8. In addition to these cases) Otto has
very convincingly argued, I believe, that several sequences in H can only be
understood against the background of the structure of theD code, which the
author of H had before his eyes. Thus it has already been noted that the pare..
t

neses of Lev 18,1-5.24-30 and 20,1-8.22-26(27), are close to the language and

55 For Lev 17,15-16 as a complement of 17, 13-14, see also Ruwe: Heiligkeilsgesetz,ll9
(UHauplfall-Gegenfall-Geftlge"). For theidea that the connection between v. 10-12. 13-14 and
I5,-16 resides in the problem that consumption of canion induces consumption of blood, see
especially Schwartz: Prohibitions, 64--66; MHgrom: Leviti,cus 17-22, 1484; Ruwe: HeiHg-
keitsgesetz, J58.
56 Cf.Otto: Innerbiblische Exegese, 143-145; GrOnwaldt: Leviticus 17-26, 171.
57 Otto: Innerbiblische Exegese, 144-145.
58 Cbolewlnski: Heiligkeitsgesetz., 252-309.
The Holiness Code between D andP 95

formulation ofthose in Dtn 12,29-31 and 18,9-13 S9 • But more than this, th,e
very positioning of the pareneses ofLev 18 and 20 inside the H code reflects
the structure of D. As the D legislation on sacrifices in Dtn 12,1-28is followed
by an inStnlction forbidding Israel to imitate the ways of the nations occupying
the land into which it will enter, a similar instruction is found, however much
more developed, inthe parenetic frame ofLev 18 (=: 18,2-5.24-30), imme-
diately after the H legislation on sacrificial offerings in Lev 17. In Lev 20~2-8,
the practice of necromancy (v. 6) is connected to the sacrifice (or at least the
dedication) of children to foreign deities, as in Dtn 18,9-13 60 . Finally, in Lev
20,22-26, where we find a clearecho of Dtn 14,261 ,the election of Israel among
the nations is related to the observanceof a diet of pure animals exclusively ex- t

actlyas Dtn 14,2 is follo,wed by 14,3-20 in 1)62.


Another remarkable example of this redactional technique can be found in
Lev 19,19.20-22. The reason why the law on forbidden mixtures in 19,19,
which is clearly dependent upon the parallel in Dtn 22,9-11 as most scholars
have recently acknowledged63" is followed bythe law on the slave-girl of Lev
19,20-22 can only be understood when one realizes that this sequence reflects
the sequence of the Dco,de, Dtn 22,9-11 being itself followed by the law of
22, 13-29 on the illegitimate appropriation of the sexual capacity of a woman by
a male m.ember ,ofthe community; once this connection is perceived, it becomes

59 Cholewlnski: Heiligkeitsgesetz, 253-258.


60 Although the cult of LIMolech" was probably originaUy a ronn of yahwistic worship (=
i1\'''' 1'01), it is c le,arly envisioned by the author of H as a non·yahwistic cult. Against the
traditional interpreta,tion, it is unclear whether the ritual referred to in Dtn 18, IOdid effectively
imply thesacrifice ofchildren; it may bave been the equivalent ofa Neo-Assyrian ritual forthe
dedication of a cbild to theworship of a deity. See on this R.Albertz: A History of Israelite
Rel igion. in the 01d Testament Period. Volume 1: From the Beginnings to tbe End of the
Exile, transl. by J. Bowden, London 1994, 192-193. In any case, however, the two rituals
referred to in Lev 20,2-5 and Dtn 18. I0 implied the ritual dedication of children to a foreign
deity, and could thus be identified by the authorof H.
61 Cholew[nski: Heiligkeitsgeset~ 283-287.
62 Otto: lnnerbiblische Exegese, 174.
63 Braulik: Dekalogische Redaktion, 5-11; Milgrom: Leviticus 17-22, 1665ff See especi-
ally nowJ.A. Wagenaar: You Sball not Sow Two Kinds of Seed in Your Field: Leviticus
19,19 and the Formation of the Holiness Code) in: ZAR 7 (200 (l, 318-331; as weil as
Grünwaldt: Leviticus 17-26,241-242. Dtn 22,9-11 is closer to Ancient Near Eastem law (cf.
§ 167-168 of the Hittite Laws in: E. Neufeld: The HittiteLaws: Translated iota Eng) ish and
Hebrew with a Commentary. London 195 I), whereas Lev 19,19 is areinterpretation that intro-
duces the ban on interbreeding, a typical concem of H still absent from D. Although it is shor-
tcr than Dtn 22 9-ll, Lev 19.19 exemplifies a manifest tendency to harmonization and genera-
t

lization.. The construction of the threefold prohibition in H with the systematic use of the ad-
t

verb C.. lt"~, is more straightforward than in D, which employs both C~tt"~ (22,9)and "n'
(22. I 0-11). Also, the H legislation isgiven a more general extension. While the prohibition in
D is limited to specific kinds of fields (vineyard, cf. 22,9'), animals (ox and donkey, 22,10) and
fabrics (Iinen and wool), ia now applies in H to all types of fields (il,(D), canle (iTCi1::1) and
clothes (,)~).
96 Chrislophe Nihan

clear that the law of Lev 19,20-22 is in fact a complement to the law of Dtn
22,13-29 which envisions a sophisticated case unforeseen by the deuteronomic
law64. This last example neatly illustrates the function of H in both reinterpre-
ting, hannonizing and supplementing the previous legislation. A detailed study
of the fOnDulation of H's laws would adduce evidenceof other, additional
examples of H's dependence upon D. For instance, the introduction of a new
instruction by the sentence "when you have entered the landwhich I [YHWH]
give yau ...", with lnJ in the participial formof the Qal conjugation (cf. Lev
23,10 and 25,,2), is also found in D, and occurs in Dtn 17,14; 18,9; 26,1 (with a
slight variation: 27,2).
Finally, another legal tradition which is instrumental in H is the Decalogue of
Ex 20 (20,2-17) and Dtn 5 (5,6-21). The reception of the Decalogue in H was
already pointed out by the rabbis and has also been noted since long in modem
scholarly tradition. Under the influence of the fonn-critical approach to the legal
traditions, however,this observation was systematically explainedby the idea
that the decalogue, or som'etimes the ,dodecalogue, was the primary form of legal
tradition in Israel.. Hence the reconstruction of an amazing number of original
deca- or dode'calogues behind the present text of Lev ] 7-26, especially in chaps.
18-2065 . However ~ recent studies have clearly established that the influence of
the Decalogue uponH is not one of sim.ple form, but points unmistakably to
the use of Ex 20 and Dtn 5 as literary Vorlagen. After the generaleall to
holiness in 19,2, Lev 19 is introduced by aseries of quotations from the
Decalogue in v. 3-4. 19,3aa.ß quotes, in reverse order, the command.ments to
keep the sabbath (19,3.aß ..... Ex 20,8-11/ Dtn 5,12-15) and to obey both
par,ents (3aa -. Ex 20,12/ Dtn 5,1666 ); in th,e Decalogue, these two com-
mandrnents follow each ather, andrespectively close (sabbath) the first series of
comrnandments defining loyalty towards YHWH (Ex 20,3-11/ Dtn 5,7-15)and
open (parents) the second series that defines loyalty towards the next kin (Ex
20,12-17/ Dtn 5,16--21). Tbe fact that these two commandments are quoted in
reverse order in Lev 19,3a most likely illustrates the principle of USeidel' s

64 Otto:lnnerbiblische Exegese, 148.


6S See for instance the classical study by Eiliger onLev 18: K. Eiliger: Das Gesetz Lev.
18 ZAW 67 (1955) 1-25, which had aconsiderable impact on later studies of this chapter.
1

According to Eiliger, the original kernet of the law may be found in 1:8,7-17a·; although only
eleven prohibitionscan be found in the present text of these verses t Eiliger surmises that tbere
were initially twelve (the ban on having intercourse with one's daughtcr ha.ving been later sup-
pressed), and that the original law was therefore a dodecalogue.
66 Note that in Lev 19,3aa, the verb "to honoru , ,~~, is replaced by "ta fear". Mi\ which
is otherwise employed in H ror obedience to YHWH and his sanctuary. The idea behind this
development in 19,3a is probably tha.t loyalty to the divinepatron is already em.bedded in
loyalty towards onets parents.
The Holiness Code between D and P 97

law"67; this same principle probably accounts rar the traditional crux of 19,3aa,
where the mother is mentioned be/ore the father, a unique circumstance in bibli-
cal law68 . Lev 19,4aaß summarizes the first two commandments of the
Decalogue forbidding the worship of other gods (Ex 20,31 Dtn 5,7) and the
making of idols ~OE:) or representations (;,~on) of deities (Ex 20,5/ Dtn 5,8).
This verse ofTers yet another good illustration of the technique of legal exegesis
practiced by the author of H, who not only synthesizes the first two com-
mandments of the Decalogue hut simultaneously comments upon them. First,
by introducing the designation of the other gods as "nothings", C"'?M, the H
redactor makes clear that although the community may be tempted to worship
such deities they nevertheless have no existence Dor reality, an assumption
which was probably not shared yet by the authors of the Decalogue. Second, by
using the term iI:>OC in Lev 19,4a instead ofthe terms ~O~ and it)On used in Ex
20 and Dtn 5, the author of H establishes the equivalence of the second prohi-
bition of the Decalogue with the parallel prohibition found in the small code of
Ex 34,14-26 (v. 17), which also reads i1=>O069. The interdiction to "bow before"
images of deities found in Ex 20,51 Dtn 5,9 is not found in Lev 19,4a; hut it oc-
curs at the other end of the H code, in Lev 26,18. This hemistiche is part of a
central passage of H, 26,1-2, that concludes the legislation itself and introduces
the final series of blessings and curses in 26,3ff In 26,la, the terminology of
19,4a (C"""'~)70 is reused, in combination with the language of Ex 20,5/ Dtn 5,8
<"OE), ofDtn 16,21-22 (i1:1~O)71, and ofEzekiel (n':>(vo)72, in what is mani-
festly an attempt to build a kind of compendium, in the Hebrew Bible, of diffe-
rent traditions forbidding the worship of idols. Lev 26,1 a thus completes 19,4a,
and the exegesis of the first two commandments of the Decalogue builds a cohe-
rent redactional frame around Lev 19-26, as has been noted by several schalars;
similarly, the instruction to keep the sabbath in 26,2a« not only resumes lite-
rally 19,30 but also echoes 19,3aß, thus building a second frame around eh. 19-
26 73 . Other references to the Decalogue are found at central places in H, espe-

67 Cf. M. Seidel: ParalleIs bctween Isaiah and Psalms, Sinai 38 (1955-1956) 149-172~
229-240~ 272~280, 333-355 (Hebrew); and far abrief discussion in English, Levinson:
Henneneutics, 18-20.
68 A similar phenomenon may be found elsewhere in H in Lev 21,2 where the mother is
t

also listed before the father; but the contcxt is nevertheless different
69 In a context of legal instruction, cf. also Num 33 52; Dtn 27,15. Otherwise, in the
t

whole Pentateuch only in Exod 32,4.8; Dtn 9,12.16, where it is always connected 10 the story
of the golden calf.
70 The tenn oecues mainly in Is 1-39. In H, and in the whole Pentateuch, it is found only
in Lev 19,4 and 26, I.
7 J As suggested by A. Cholewfnski: Heiligkeitsgesetz, 261-269; see also Grünwaldt:
Leviticus 17-26, 349; Otto: Innerbiblische Exegese, 140.
72 In a cultic context, only in Num 33,52 (a late passage clearly dependent upon H) and Ez
8,11.
73 See in particuJar Otto: Innerbiblische Exegese, 139; Ruwe: Heiligkeitsgesetz, 98ff,
although I would disagree with Ruwe's idea that the two positive commandments of 26,2a

r_
98 Clvislophe Nihan

cially in Lev 19,11 a (= Ex 20,15/ Dtn 5,19) and 11 b (Ex 20,16; Dtn 5~ 18), where
it introducesa series of instruction, in 19, 11-18, on duties towards the next
kin 74 ; and in 20,10 (= Ex 20,14/ Dtn 5,18), where it opens the series ofinstruc-
tions on punishment in cases of sexual crimes (non-legal unions) by recalling the
commandment of the Decalogue on adultery.
In short, a survey ofthe evidence clearly confinns the view that H was com-
posed after all the other Pentateuchal codes, including the Covenant Code, the D
code, the Decalogue of Ex 20 and Dtn 5, and the small code of Ex 34,14-26. H
not only hannonizes these legal traditions, in particular by rehabilitating the ce
over D in several places, as Cholewinski has noted, and as we have seen in some
eases, but also develops, revises and supplements them in the perspective of its
own legal and religious agenda. This redactional activity systematically engages
a very elaborated type of innerbiblical exegesis and legal commentary, the full
significance of which may be hetter appreciated when the second significant
development within recent scholarship on H is brought into the discussion,
namely H's pOSI-P origin.

111. Hand the Priest/y Source

Since GraPs original proposal in 1866, the hypothesis of H's original indepen-
dence has always been plagued by the absence of a clear introduction to the H
code, comparable to that of the mispä~;m in Ex 21,1, by the pregnancy of the
Sinaitic fiction (cf. the divine addresses to Moses and Aaron, as weil as the set-
ting presupposed by severallaws, such as Lev 17 and 24,10-23; further, 19,23-
25 and 25,2ff.), and the numerous parallels with P. Already in 1959 K. Eiliger
brake with the established scholarly consensus, and asserted that Lev 17-26
had been conceived from the beginning as a sequel to the original P source
(Pg)7S. Since then, there has been a growing recognition that the author of H al-
ready presupposed at least a first version of P. However, there is still signifi-
cant disagreement as to the exact nature of the relationship between H and P,
and - above all - as to the implications of this observation for our understanding
of the condept of H. Same scholars continue to view H as an originally inde-
pendent collection, although it would be later than the first elaboration of the P
narrative (Pg); in particular, this is the position argued, most recently, by

('~Keep my sabbaths and rever my sanetuary") can be regarded as a precis of the central issue of
the rwo major sections of the H legislation, eh. 17-22 and 23-25.
74 For a discussion ofthe reception ofthe Decalogue in Lev 19 with a table comparing the
t

findings of different ancient and modem scholars, see also Milgrom: Leviticus 17-22, 1600-
1602.
7S K. Eiliger: Art. Heiligkeitsgesetz, RGG] (1959), 175-176. This short article, where
Eiliger already lays out the original view on the literary dependence of the H code which he
later devcloped in his commentary (cf. Leviticus. esp. 14-20), is ignored in recent histories of
20th century scholarship on H.
The Holiness Code between D and P 99

Grünwaldt 76 . Others follow EIliger in assuming that H was composed as the


original sequel to Pg77. In the wake of a seminal article by V. Wagner in 197478 ,
E. Blum79 , F. Crüsemann80 , R. Albertz81 and, most recently, A. Ruwe 82 , hold
that the code found in Lev 17-26(27) is in fact an integral part of the book of
Leviticus, and therefore of P (which they envision more as "compositional
layer" [Bearbeitungsschicht] than as a source). Finally, I. Knohl and J. Milgrom
have argued in aseries of publications that H was in fact post-P, thus comple-
tely reversing the traditional source-critical chronology of H and P, both of
which they consider, however, to be pre-D83. A post-P dating ror H is also
argued, a1though in a completely different perspective, by E. Otto84, who attri-
butes H to the redactor of the Pentateuch (Penlaleuchredalctor).
Grilnwaldt's recent attempt to reassert the case ror the original independence
of H fails to convince, and I believe this theory should clearly be abandoned by
now. GrUnwaldt has to assume that the redactional frame of divine addresses to
Moses and Aaron has been systematically interpolated 8S , which is not only
speculative but also difficult to accept~ especially since Moses and Aaron are
also mentioned outside the divine addresses, in the body of the laws themselves
(Aaron: Lev 21,17ba.21aa; 22,3ab.4aa; Moses: 24,11.13.23)86, all references

76 Grünwaldt: Leviticus 17-26. See also far instance H.-P. Mathys: Liebe deinen Nächsten
wie dich selbst. Untersuchungen zum alttestamentlichen Gebot der Nächstenliebe (Lev 19,18),
OBO 71, Fribourg/ GOttingen 21990.
77 Thus in particular Cholew'nski: Heiligkeitsgesetz, 338; W. Kornfeld: Levitikus, NEB 6,
Wurzburg 1983,6; H.D. Preuss: Art. Heiligkeitsgese~ TRE 14 (1985), 713-719, esp. 714-
715; most recently, R.G. Kratz: Die Komposition der erzählenden BÜcher des Alten
Testaments. Grundwissen der Bibelkritik, UTB 2157, Göttingen 2000, 114.
78 V. Wagner: Zur Existenz des sogenannten uHeiligkeitsgesetzes", ZA W 86 (1974) 307-
316.
79 Blum: Studien, 318ff.
80 F. CrUsemann: Die Tara. Theologie und Sozialgeschichte des alttestamentlichen
Gesetzes, München 1992 = The Torah: Theology and Social History of 01d Testament Law,
transJ. by A.W. Mahnke, MinneapoHs (Mn) 1996,277-282.
81 R. Albcrtz: A History of Israelite Religion in the Old testament Period. Val. 2: From
the Exile to the Maccabees, transl. by J. Bowden, London 1994, 480ff and 629 n. 100.
82 Ruwe: Heiligkeitsgesetz.
83 I. Knohl: Thc Priestly Torah Versus the Holiness School: Sabbath and the Festivals,
HUCA 58 (1987) 65-J 17; id.: Sanctuary of Silence; Milgrom: Leviticus 1-16, 13--42; id.:
Changing Concept of Holiness; id.: Leviticus 17-22, 1319-1443.
84 Otto: Theologische Ethik, 234ff; id.: Heiligkeitsgesetz Leviticus 17-26; id.: Inner-
biblische Exegese.
85 Grünwaldt: Leviticus 17-26, especially 121-130.
86 "rhe fact that Lev 21, I-I 5 refers impersonally to tbc "priest" or the UHigh priest''. and
not directly to Aaron and his sons (except in thc opening verse) may suggest that H has used a
source; altematively, this mayaIso be explained by Ht s tendency in some passages to address
directly its aetual audience t as was insightfully perceived by Joosten: People and Land, esp.
195. In any case, the situation is different in the remainder of eh. 21-22, where the priests are
systematically designated as Aaron's otTspring.
100 Christophe Nihan

which Grünwaldt is obliged to 'consider as interpolations as weil. Furthennore,


he is unable to account for the systematic literary fiction ioto which all afH is
embedded. If eh. 17-26· were originally an independent legal collection, not
connected to any narrative, why would it be systematically addressed to a com-
munity residing at Mount Sinai? As faras I can see, GrünwaJdt has noconvin-
cing answer to otTer to this problem87 •
The second option, which regards H as an original supplement to Pg, races
another difficulty, inasmuch as it seems difficult to assumethat H only knows
the P narrative and not the legislation of Lev 1-16. H's dependence onthe P
laws, espe,cially the laws ,on offerings (Lev 1-7) and ritual purity (11-16) seems
to be attested by several passages in Lev 17-26, which cannot all be regarded
systematically as being tater interpolations. Lev 19,5-8 has a parallel in 7, 11-
22; 22,29-30 is equivalent to 7,15; 24,2-4 is equivalent to Ex 27~20-21. Lev
19,20-22 develops a specific case for the application of the CWl-t legislation,
whereas 24,5-9 develops instructions for the permanent offering of the bread on
the golden table inside the sanctuary, previously mentio,ned in Ex 25,30. The in-
struction in 21,1-15 systematicallypresupposes the distinction in P between
lay Israelites, priests and the High Priest, who has a higher degre,e of sanctity
and is the only one permitted 10 enter the adytum (Lev 16), and the characteri-
zation of the High Priest in 21, 10 explicitly refers to the P tradition on Aaron' s
consecration as found in Ex 29 andLev 8, as it has often been noted 88 . 21,16-23
fills a lacuna in the P legislation of Lev 1-7 on the offering of sacrifices by
priests (no blemished man can approach YHWH to offer him food, cf. 21,21). As
in Lev 11-15 (cf. especially 11 and 13-14), physical deviations (anomalies) vis-
c\-vis the norm in the animal (Lev 11) or human (Lev 13) world are viewed as a
source of pollution and must not be tolerated inside the perfect realm of the
sanctuary. Lev 22,4-14 is similarly best understood as an exegetical develop-
ment ofthe instruction found in Lev 6,9-11.19-23; 7,6. It addresses the cases in
which a priest may not eat his share of the sacred offerings because he is lern-
porarily impure (v. 4-9), defineswho in his house may eat ofit (v. 10-13) and,
finally, specifies what happens when a lay person eats of it inadvertently (v.
14). The legislation in this latter case (restitution of the equivalent of the food
eaten plus an additional 20%) seems clearly .modeled upon the g,eneral principle
laid down in Lev 5 J 16a in case of fraud against the sanctuary89. Note further

87 See funher the detailed criticism of Grünwaldt's study by R. Achenbach: Das Heilig-
keitsgesetz im nachpriestcrschriftlichen Pentateuch. Zu einem Buch von Klaus Grtlnwaldt~ ZAR
6 (2000) 341-350.

~:l"" ..
88;"Tnftioil locD '~M"..a,P p~" ,tOlt .... Lev 8,12; "'-nM M~O' .... Lev 8,33; C'ij:Jil-nM
Lev 8,2.7. See on this far instance Eiliger: Leviticus, 282.
89 Against Eiliger: Leviticus, 287 and GrOnwaldt: Leviticus 17-26, 273, the fact that 22,14
does not instruct to offer to the sanctuary an unblemished ram to be sacrificed as an cuiK ,otTe..
ring cannot be taken asan indication thatthe original version of H would still ignore tbe P
legislation of Lev S,16. Lev 22,14 precisely envisions a case that is not covered by the legisla-
The HolinessCode between D and P 101

how the various possible cases of impurity listed in 22,4-5 constitute a mani-
fest attempt to summarize the legislation of Lev 11-15.
Developing an idea already found in the work ofBlwn90, Ruwe argues in his
recent monograph that H is systematically informed by the dominant theme of
the P narrative, namely the restitution of the divine presence in Israel afler the
Flood 91 . I believe that he is entirely correct, and his work represents in this
respect a significant contribution to the exegesis of H, but I doubt nevertheless
that this observation suffices to establish that H sterns from the hand of the
scribes responsible ror the composition of P. As was already noted by N.
Lohfink in a seminal artiele on Lev 2692 (a chapter unfortunately notdiscussed
by Ruwe), the divine promise in 26,9.11.12 takes up several central statements
from P, but reinterprets them in a distinct perspectiv,e93 . Tbe promise to "make
you fruitful and multiply you" in 26,98 is typical of P, and corresponds to the
commandment given to humanity before (Gen 1,28) and after (Gen 9,1.7) the
Flood, repeated in the promise made to the Patriarehs (Abraham: Gen 17,6.7;
Ishmael: Gen 17,20; Isaac: Gen 26,4.24; Jacob: Gen 28,3; 35,11; 48,4), and ful-
filled by Israel during its sojourn in Egypt (Ex 1,7 Pg). The "upholding"
(Cpi1)94 of the tr,eaty (n"~:J) between God and the Israelites in 26,9b refers to
the treaty concluded with Abraham in Gen 17 (cf. 17,7, and further Ex 6,4). Tbe
,establishment ofthe dwelling (1~o)9S in the middle ofIsrael in 26,118 is a clear
reference to Ex 40,34. Finally, YHWH's promise that he will "walk amidst" the
Sansof Israel (c:>~,n:J ~n~"j1nit') in 26,12 seerns to canflate two different
motifs in P. The tenn "in your midst" (C:>:;'1n:J) is generally found, in P, in refe-
rence to the Tent of Meeting, which allows YHWH to reside in the middle of his

tion of 5, 16: the crime it addresses is not serious enough to require the offering of an ccöM, but
nevertheless requires the payment of an additional 200A, fine.
90 See Blum: Studien, 287-332.
91 Ruwe: Hei ligkeitsgesetz, esp. 90-120.
92 N. Lohfink: Die Abänderung der Theologie des presterlichen Geschichtswerks im Segen
des Heiligkeitsgesetzes. Zu Lev. 26.9.11-13, in: H. Gesel H.P. ROger (ed.s), Wort und
'Geschichte. FS. K. Eiliger, AOAT 18, Kevelaerl Neukirchen-Vluyn 1913, 129-136.
93 Under the influence of fonn-criticalapproaches to H, the literary unity of this chapter has
often been disputed in the past. Several attempts have been made, in particular, to reconstruct
an older version with a regular metric arrangement (see especially Reventlow: Heiligkeitsgese~
]46-148; Eil iger: Leviticus, 364-367). Lohfink S own analysis, attributing v. 9.11-12 to a
t

later P edition of Lev 26, was similarly dependent on Elliger's analysis, even though it carne to
a different result. In recentresearch, however, the fraBt}' ofthis criterion has been progressively
acknowledged, and the text tcnds now to be viewed as an homogeneous composition; see in
particular Grünwaldt: Leviticus 17-26, 115-121; H.U. Steymans: Verheissung und Drohung:
Lev 26, in: H.-J. Fabry/ H.-W. Jüngling (ed.s)t Levitikus als Buch. BBB 119, Bodenheim
1999,263-307; N.C. Baumgart: Überkommene Traditionen neu aufgearbeitet und angeeignet:
Lev 26,3-45. Das HeiHgkeitsgesetz in Exil und Diaspora, BZ 43 (1999), 1-25.
94 FOT this rendering cf. Milgrom: Leviti,cus 23-27, 2343-2346.
t

95 Contra Milgrom: Leviticus 23-27 2299-230 I. I see no reason to translate here the
t

expression ')~C by "my presence", a rendering which has 00 parallel elsewhere in P or H.


102 Chrislophe Nihan

comrnunity96. The use oftheverb "to walk" <1',n) recalls, for its part, therela-
tionship between God and man before the Flood in the P version of Gen 1-11,
where certain privileged ancestors are described as '~alking with YHWH" (Gen
5,22.24; 6,997 ). In Lev 26,11-12, the presence ofthe sanc.tuary in Israel appa-
renlly ex/ends this pr;v;./ege 10 Ihe whole communityofthe Sons ofIsrael, thus
reestablishing in Israel the relationship between God and men that prevailed be-
fore the Flood. (Note further how these verses are the culmination of the series
of divine promises in 26,3-13). Lev 26, which concludes eh. 17-25, thus links
up with the very beginning of the P story in Genesis, rounding off the collection
Genesis-Leviticus with the motif of the complete restoration of the divine pre-
sence. But contrary to what is the case in p' in Gen l-Lev 16, this res/ora/ion is
now madeenlirely dependent upon Israel's obedience 10 the laws and the com-
mandmen.ts (cf 26.3) given by YHWH 10 the SOlns o[ Israel, as is. made clear by
the very fonnulation of Lev 26,3-13 and 14-39. As was already observed by
Lohfink, this phenomenon is best explained as reflectingthe attempt to synthe-
size the P promises with the deuteronomistic tradition ofmaking the covenant
between YHWH and Israel conditional upon strict obedience bythe people98 .
Thisconclusion is all the more evident since Lev 26 was clearly intended to
parallel Deuteronomy 28, the original conclusion to the D code99 . It implies that

96 Cf. in particular Ex 29,45-46.


97 See on this Blum: Studien, 291-292. Theremay also be an allusion to the non·P story
of Gen 3, where YHWI-Its voice is described as t'walking abouf' in the Garden (3,8), as noted by
Milgrom: Leviticus 23-27, 2301. This observation may be of interest if. as argued below
(section 4 of this paper), Halready belongs to one of the redactions of the Pentateuch.
98 Thc nation that the absence of a specific covenant at mount Sinai in P is related to the
fact that in this source the n'.,~ is no longer conditioncd to Israel ~s obedience [0 the divine
commandments goes back to a seminal article by W. Zimmerli: Sinaibund und Abrahambund.
Ein Beitrag zum Verständnis der Priesterschrift~ in: id., Gones Offenbarung. Gesammel,te Auf..
sätze, ThB 19, München 1963. 205-216. Although it has received considerable support since
then, Zimmerli·s thesis hns reccntly been disputcd by same authors who reject thc idea that P' s
covenant would be unconditional. See in particular already Knohl: Sanctuary of Silence, 143-
144 n. 80; Joosten: People and Land, 107-120; esp. 110-112; and Miigrom:Leviticu~23-27,
2339-2340. Some o( their criticisms are based on correct observations, and Zimmerli'sthesis
should indeed be nuanced; in particular, the nation of a pure uGnadenbund' in P is proble·
matic, and the instruction opening Gen 17 C'Walk before meand be blamelessu ) v. I), makes
c)ear that the issue of morality and obedien~e is not cornpletely ,absent from P, as was noted by
Knoh1. On the whole, however, the difTerences between 0"5 and P's conceptions ·of the n"::l,
and the uniqueness of pt s covenant, arc unmistakable. In P, thecovenant has become a C,"U;
n"':1; its establ ishment is DO longer connected to the proclamation of divine commandments
(cf. Gen 17), and we no longer find the idea expressed that violation of the divine tom-
mandments might put an end to the relationship between YHWH and Abraham 's offspring.
99 Besides the functional and conceptual parallelism 0.( the two chaplcrs, both of which
close the preceding legislation in the manner of the series of blessings and curses concluding
the Neo-Assyrian treaties, there are significant paralleis in thc wording of these texts. Thus (or
instance, Lev 26,16a ("61 will bring upon you confusiontconsumption [n!)ntfil) and fever
[m'piT], wearingout the eyes [0")'P ntt:>o1and drying out the tbroat [tttg] m',e, )'~), which
The Holiness Code between D and P 103

H is unlikely to stern from the same hand as P, and is best explained as a post-P
composition, which presupposes P but corrects i~ in p,articular in order to har-
monize it with the D tradition.
More generally, the modelattributing the composition of Lev 17-26(27) to P
is unable to account for the combined influence of P and dtr traditions through-
out the H legislation. T,o give only a few exarnples: as I have mentioned above,
Lev 17, 13-14 restriets to game animals in contrast to D (Dm 12,15-16) and P
the pennission of profane slaughter. But this instruction at the same time quali-
fies the general permission granted to man after the Flood to kill animals in order
to eat them (Gen 9,2) by adding aprecision, missing in Pt on the disposal of
blood in case of profane slaughter parallel to that of Dtn 12,16b (Lev 17,13 b).
Lev 17, 15-16~as we have seen, not only hannonizes the traditions of Ex 22,30
and Dtn 14~21 a, but also corrects them in view of P (Lev 11,39-40), for which
the eating of the tlesh of a dead animal is not absolutely forbidden, and is not a
prerequisite for holiness, hut is nevertheless a source of pollution. However,
against P, H reinforces the gravity of the pollution (the man must wash not only
his clothes, as in Lev 11,40, but also himsel!), and specifies the consequences
sho,uld the instructions for purification not be followed (the man must "bear his
sin",ltl' MtD), Lev 17,16 100). Lev 19,20-22 similarly presents a very interesting
case for the combination of D and P legal tra,ditions. As noted above, this in-
struction is probably intended to supplement the D legislation in Dtn 22,13-29;
but the legal resolution of the ,criminal case addressed in 19,20 instructs the of-
fering of an OtDM (reparation) sacrifice. The necessity of this offering here is
probably connected to the fact that the slave-girl has been Uassigned" (cf.
nEJ,nJ, v. 20 I 0 I), therefore contractually promised, to another man. Since she is
still a slave and has notbeen ransomed, the death penalty envisionedby Dtn 22
Cor cases of adultery does not apply, as the text explicitly states (VI 20b). But
sinc,e sh,e was contractually assigned to another man,who expe,cted to receive
her still a virgin, the case of the slave-girl was probably viewed by the author of
H as being subsumed under the category of the legal ease addressed in Lev 5,21,
when a man lies about an object which he provisionally keeps in deposit
(1"i'~) far someon,e else, a crime which precisely requires the offering of an

opens the series of divine punishments in Lev 26, combines elements laken from the beginning
and the end cf the sanctions cf Dtn 28. As reccntly observed by Steymans, the two terms
~n[)jT and nn'p:1 are fouod elsewhere in the HB only in Dtn 28.22, whereas the expression
~E)~ n~ "0' C~)"1) n,":>o has a close parallel ar the end of Dcuteronomy 28., in 28,65 (01))
reit" c'r.p 1""~). Cf. H. U. Steymans: Lev 26, 270-271. Milgrom" 5 view (Leviticus 23-27.,
2346-2348) that the two ehapters would represent the two separate fonns of a common tradi-
tion (ofwhich Lev 26 wou]d nevertheless be the earlier expression!) simply fails to convince.
100 The significance of this expression is debat~ but this issue may be left aside here. See
in particular on this BJ. Schwartz: UTenn" or Metaphor - Biblical M~I l'0!)!lW MW~t Tarbiz
63 (1994) 149-171 (Hebrew; English summary XI-XII).
101 The rendering of this term is disputed; sec on this MHgrom: Leviticus 17-22., 1666-
1667.
104 Chrislophe Nihan

c~ sacrifice in order to be expiated (5,25-26);hence the necessity ofthis sacri-


fice in Lev 19,21-22. As observed above, the parenetic instruction of Lev
20,22-26 imitates Dtn 14,2ff by combining the statem.ent of Israel's election
among the nations to be consecrated to YHWH with the requirement of absten-
tion fromeating impure animals (cf. Lev 20,25). However, in Lev 20,24 and 26,
the (typically dtr) tenn -'"::1 for Israel's election is now replaced by theterm
',:1 Hi., which is characteristic of the idiom of P and which re,caUs, in particu-
lar" the P version of the c reati on account in Gen 1 (cf. I,4.6.7.14.18). Finally, a
remarkable case for the combination and mutual correction ofthe legal traditions
of D and P in H is also found in Lev 23,5-8. H adopts there (against 0) P's
dating far the celebration ofnoE) (23,5, cf. Ex 12,6). But againsl P, H ,combines
the celebration of MC!) with that of Azymes (23,5-8), thus followi.ng the
sequence initially introdu.ced by D' (Dtn 16,1-8; as already notcd above it is
generally acknowledged that Ex 12,14-20 is a tater addition to Ex 12 102 ).
Moreover, in Lev 23, the celebration ·oC Passover and Azymes is again cOlnnec-
ted with the sanctuary, as in 0, contrary to what is the case in Ex 12,1-13 (P).
The systematic combination with the legal traditions of D is unparaHeled in
P, and clearly suggests a different origin for H 103. As in the case of Lev 26,Lev
17-25 appears to be the workof a scribe who already knows the legal traditions
of both P and D, and tries to mediate and harmonize between them. The post-P
dating of Halso allows us to account for the detailedanalyses of Knohl and
Milgrom, who have identified a considerable number of instances where H dif-
fers from P, and cannat be attributed to the work ofthe same schooL As Knohl
and Milgrom have convincingly established, H has a distinctvocabulary 104, and
its theology exemplifies important developments vis-a-vis of pI os. Thus,
whereas P is rnainly (ifnot exclusively) concemed with cult and ritual, H enlar-
ges the cultic concern to the sphere of family (Lev 18 and 20) and of the whole
society (19). Accordingly, H does not restriet purity to the realm of the sanc-
tuary and its precinct, but extends it to the entire land in the middle of which
YHWH resides, and accepts - albeit with. qualification - the notion of th,e
holiness of the entire community found in Ex 22,31 and Dtn 14,2.21. The larger
social perspective characteristic of H as compared to P, and its more upopular"

I02 See the works quoted in note 43 supra.


103 Most revealing in this regard is the solution argued by Albertz: Israelite Religion 2,
629 n. 100, who acknowledges the problem raiscd by the presence of several idioms characte-
ristic of Ezekiel and of theDtr literature in Lev 17-27 forattributing H to thesame fayer as P,
and is obliged 10 postulate that H is the work of a specific group within the scribal circle
responsible fo,r thecomposi:tion of the priestly literatur,e. ~'[ ... ] Here we have the work of mem-
bers of the group of reform priests who derived from the disciples of the prophets or the priests
orientated on the Deuteronomists. u
104 See on this Knohl: Sanctuary of Silence. espe 108-110; Milgrom: Leviticus 1-16: 35-
42; id.: Leviticus 17-22. 1325-1332.
]05 On H's distinctive theology, see in panicular Knohl: Sanctuary of SHence, esp. t 24ff;
Milgrom: Changing Concept of Holiness; id..: Leviticus 17-22. 1368-1443.
The Ho'/iness Code between D andP 105

outlook, is further manifest in its recurrent cancern far th,e fertility of the fields
and for basic economic issues (cf. Lev 23,9-22; 25,1-7.] 1-12.20-22; 26,4-10),
an orien.tation completely absent from P, and in its greater anthropom,orphism
in the representation ofthe deity, transparent far instance in the description of
the offerings as YHWH' s "food" (on') inLev 21 ,21 106 • Another important dif-
ference lies in the fact that H develops a systematic conception according to
which the Israelites have been brought by YHWH out of Egypt. to, be his slaves
and serve hirn on his land (cf. Lev 25,55), a notion entirely absent from P. As a
consequ,ence, the land is defined as YHWH's ,exclusive possession (25,23),
whereas in P the land is represented, on the contrary, as having been given to
Abraham' soffspring as a "permanent possession" (0"1' nfnM~~ Gen 17:8;
23,4.9.20; 36,43)107. A systematic survey of H would show several additional
examples of the wa.y in which H not only mediates between D' and P hut deve-
tops, throughout its legislation, its own specific ideology, a point which is
entirely missed when H is merely attributed tothe work ofP.

W. H and the Redaction 01the Pentateuch

If the conclusion stated above is correet, and if H is not only post-D, as was
traditionally assumed, hut also post-P, it most likely implies that H is the work
of a Pentateuchal redactor, as argued by Otto 108 . As was correctly noted by
Grünwaldt - who however did not infer the logical consequence -, the combina-
tion of P and D traditions aJready found in H is a phenomenon characteristic of
the literary activity ofthe editors ofthe Torah, who had to mediate between the
major received traditions 109. The reception in H not only of 0 and P, but also
of allother legal traditions ofthe Pentateuch (Ex 20,22-23,33; Ex 34,14-26, and
the Decalogue) further suggests that H was conceived both as a complement to
earlier laws and as a legal synthesis of a sort at the time ,o,f the compilation of
these laws. More specifically, H's function within the Sinaitic collection, as
weil as the way in which otherPentateuchal laws are receive,d in this code,can
be accounted for only by reference to the composition of the Torah as a whole.

106 Knoh I: Sanctuary of Silence, 168-198, esp. 170- t 72. See also on this GrOnwaldt:
Leviticus 17-26, 129.
107 As noted for instance by Otto: IMerbiblische Exegese. 172.
108 Fo,r a similar conclusion, see also recently Wagenaar: Leviticus 19',19, esp. 330-331.
109 Grünwaldt: Leviticus 17-26, 367: t'H hat also die Begrifflichkeit der Priesterschrift
usurpiert [sie), ja P gleichsam seiner Begriffiichk'eit be raupt. P war demnach so prominent, daß
es einer veröffentlichen theologischen Korrektur bedurfte. Vielleicht aber sollte man als
Intention der Rezeption der Priesterschrift nicht so sehr die Korrektur der P-Theologie heraus-
stellen, sondern eher von dem Versuch eines Ausgleichs der Theologie von P und Dtr sprechen.
1m Hei!igkeilsgeselz steht man zum ersten Mal vor dem PhlJnomen einer Kombination von
priesterschri/tlichen lind deuteronomistischen The%gumena, wie sie später für die
PenlateuchredakJion chara/rJerisch wird' (italies by C.N.).
106 Chrislophe Nihan

Thisis especially evide.nt in the case of H's relation to D. In numerous instan-


ces, H, as we have seen~ explicitly revises D (see in particular Lev 17; 23~ 25!).
This revision implies in particular the revival of central aspects of the ce
against the ideology of D (see above for example on the agricultural and non-
social understanding of the sabbatic year in Lev 25,2-7)110, as weil as the
systematic reinterpretation of several central passages of D in order to harmo-
nize them with P concepts (see especiallyDtn 28 -. Lev 26). Simultaneously,
however, Hwas manifestly not merely composed toreplace D, as was some..
times argued; a large number of laws in D have no equivalent in H, and some H
instructions, such as Lev 19,20-22, were apparently conceived as supplements
to the D legislation. Thus, H was composed [rom the beginning to belong to a
literary collection within which 0 was indeed included, but only as a supple-
ment 01 second rank. In this respect, the very placing of H, whose conclusion
coincides with the conc/usion althe whole Sinaitic Law (cf. 26~46 and further
27,34) is no coincidence 111. With H, the totality of the divine revelation on
Mount Sinai has been proclaimed, and the instructions found in Num 1ff are
complements of lesser importance, which arie no langer proclaimed to Moses on
Mt Sinai, hut in the "wilderness of Sin" (Num 1,1)112. The book of
Deuteronomy itself is downgraded into a secondary law (a notion still expJicit in
thc Greek tradition) I 13; and the fonnulation ofDtn 1,1 and 1,5 even suggests
that for the edit,orsof the Torah, the seroll of Deuteronomy essentially repre-
sented a kind of authorizedcornmentary of the Sinaitic Torah by Moses him-
selfl14. It is still part ofthe Torah but only aslar as it conforms 10 the ,"~inailic
t

I 10 In all Iikelihood, D itself was conceived to replacethe Covenant code; see on th is


Levinson: Hermeneutics; as weil as E& Otto: Das Deuteronomium. Politische Theologie und
Rechtsreform in Juda und Assyrien BZA W 284, BerlinI New York 1999, esp. 217-364.
t

11 I TI1C traditional view of HdS d pre-P Ulilectioll \\'85 never able to ac~ount for uds phc:-
nomenon. Not only it had to supposc that 26,46 was a laler interpolation by the editor of H
(thus for in4)tanc~ C. Levin: Die Verheißung des neuen Bund~s. FRLA.NT 137, Göttingen
1985 227 ß. 111); but above all, it could not explain why it was precisely H wh ich had been
t

chosen to close the Sinaitic collection~


112 Note also that the instnIetions found in the first part of the book (Num 1-10) alt take
plact (with the interesting exception of Num 7 and 9,1-14) on the second month of the second
year after the exodus, whereas all the instnlctions of Leviticus are delivered within (he first
month oflhe second year, immediately after the erection ofthe Tabemacle (cf. Exod 40~34-35
~ Lev 1,1 ff ).
113 Cf~ similarly Otto: Heiligkeitsgesetz Leviticus 17-26. 79 (Uln der Pentateuchredaktion
werden Dekalog und B[undes]B[uch], zur Primlroffenbarung. die das Dtn zur Sekundär-
offenbarung degradieren"); id.: Das Deuteronomium im Pentateuch und Hexateuch. Studien zur
Literaturgeschichte von Pentateuch und Hexateuch im Licbte des Deuteronomiumrahmens, FAT
30, TObingen 2000, esp. 245-246.
114 See on this for instance J.-L. Ska: La stnlcture du Pentateuque dans S8 forme canoni-
que, ZA W 113 (200 I) 331-352; 3S I, who comments: uLorsque debute le Deuteronome, le dis-
,cours change de niveau. Les, principales differences sont au nombre de deux. (1) Ce n' est plus
Dieu qui s'adresse i Morse pour lui transmettre un message destine • Israel; a present. ctest
Morse qui 5' adresse ä Israel pour lui redire ce que YH WH lui a communique. (2) La loi n' est
The Ho/ine.fs Code belween D and P 107

Jegislarion, as is systematically exemplified by O's reception in H. The nature of


the relationship between D and H thus defines, in asense, the whole relation-
ship betweenthe Sinai and Moab revelations. In this respect. H was manifestly
conceived by the editors of the Pentateuchas the "hermeneulic key" to the
whole Torah 11S •
Two additional comments may briefly be made here with regard to the her-
meneutic significance of H Cor the PentateuchaJ editors.
1. The importance of H in the composition of the Torah is further in,dicated
by the reception of severaI non-Pentateuchal traditions in Lev 17-26. Thus, as
it has often been observed, echoes of traditionaJ wisdom are found in some parts
of H, especially in Lev 19. 19,14 has a elose parallel in the Wisdom of
Amenemope (XXIV,9-14) 116. The respect far and obedience to parents (Lev
19,3aa; 20,9; further, 19,32) is a recurring motif in Proverbs 10-31, inasmuch as
it is one of the foundations of social order (cf. Prov 19',26; 23,22; 28,24; 30,11;
30,17). Similarly, the instruction on equity in weights and measures which
co,ncludes Lev 19 (v. 35-36a) occw-s in several biblicaJ corpora as a paradigmatic
prerequisite for justice andsocial order (cf. Dtn 25,13-16; Ez 45,10; further, Os
12,8; Am 8,5), but is mainly found in .Proverbs (cf. 11,1; t 6, 11; 20,10; 20,
23)117. In five passages (19,14.32; 25,17.36.43), the cancern for social justice
and the prohibition of exploiting the helpless is connected to the fear of YHWH,
another m·otif that may betray wisdom intlue'ßce. All th,ese paralieis probably
reflect the attempt to integrate traditional wisdom into the Torah l18 . In this
perspective, the fonnulation of Lev 18,5a implies that, as in some late passages
of Deuteronomy (Dtn 4,40; 5,32-33; 30,15-20), observanceof thecommand-
ments of theTorah now replaces the traditional motif of wisdom as the source

plus proclamee, mais interpret~e et expliquec. Avec le Deut~ronome, le lecteur passe ainsi du
itexte' au &commentaire'''. This interpretation is already implied by tbc subtle cootrast between
Dtnl . 1 and the closing fonnulation of Num 36.13, whi.ch opposes YHWH"s instructions (=
Num) to Moses's words (= Dtn); the contrast already emphasizes the distincI. statute of Dtn vis-
a-vis the previous books of the Torah and the importance of the Mosaic interpretation. This
point is made clear further in Otn. 1,5, when itis stated that Moses began to write down, or
even interpret (~:J) this Torah, and is thus represented as the first scribe orthe Law.
115 On this central development (or the composition of the Pentateuch, see further Otto:
Deuteronomium. esp. lS6ff. As will become elcar beJow however, I cannot accept the idea that
t

it is merely the work of a single UPentateuchal redactor" as 'Otto sustains. In particular, this
t

conclusion c,annotaccount rar the manifest differences in style and theology between. the texts
which may be attri.butedto the Pentateuchal reda,ction responsible ror the composition of the
Sinaitic collection.
116 See on this far instance H. Jagersma: Leviticus J9. Identiteit - Bevrijding -
Gemeenshap, SSN 14, Assen 1972. 93-94.
117 For paralleIs in the wisdom tradition of tbe Ancient Near East~ see Milgrom: Leviticus
17-22, 1708.
118 Note also that Lev 26, 17bß has a parallel in Prov 28, 1.
108 Chrislophe Nihan

of life ror man; note further that the use of C," in this verse is somewhat
singular in H119, but is reminiscent ofthe language of Proverbs.
Above all, the major tradition received in H is that of the prophetie collec-
tion. In asense, this point hasbeen noted by Knohl and Milgrom, who have
used the parallels with the preexilic prophets, especially Hosea and Amos, in
order to sustain a dating of H in the late eighth century SeE, under Heze-
kiah 120. However, there are also numerous paraUels with the exilic and post-
exilic prophecy as weil, above all in Lev 26. Thus, the plagues described in Lev
26 (cf. v. 18-33) have paralieis not only in Am 4,6-11 (which is generally
recognizedas a late addition) and in Dtn 28 but also in Jerenliah and Ezekiel.

The triad composed of sword, pestilence, and hunger (Lev 26,25-26) is commonly
found in both Jeremiah and Ezekiel, although most frequently in a different order
(sword, hunger, pestilence)121. In 26,19a~ the association of 1'l't)and t l' in 26,19a
is attested elswhere only in Ez 30 6.18; 33,28 122 . Lev 26,22 has several paralleis
t

in Ezekiel, asit has been noted since loog 123. The im:ge of YH W H Ubringing a
sword" (with M'~ HL) against his people in 26,25a is found several times in Ezekiel
(Ez 5,17;6,3; 11,8b; 14,17; 33,2; in 29,8, against Egypt)J24. The whole
hemistiche has also a close reminiscence in Ez 21,6-22. The expression "when I
break your staff of bread" in 26,268 has a literal parallel in Ez 4, 16; 5~ 16 and 14, 13
(see further Is 3, I; Ps 105.16). 26,29 has a parallel in Dtn 28,53 (ff, where the
motif of eating one's own children is considerably more developed), but is also
faund in Jer 19,9 (see further 2 Ki 6,28-29; in a different formulation, Ez 5,10).
26,30 bas a clear parallel in Ez 6,3-6 125 , whereas 26,3 1 seems to conflate several
passages in Ez 4-7 126 . YHWH's announcement that he will Inake the land <r.,M)
desolate (with CO~ in the Qal and Hiphil conjugations) in 26,32 has several
paralleIs in Ezekiel as weil (see in particular Ez 12 19; 19,7; in Ez 33; 35 and 36,
t

the verb also occurs with the mountains of Israel and Edom as object). FinaUy,

119 See however Lev 22,5; 24,17.20.21.


120 See in particular Knohl: Sanctuary of Silence, 214-216.
121 Thus Jer 14,12; 21,9; 24,10; 27,8; 27,13; 29,17-18; 32,24; 32,36; 38,2; 42,17; 42,22;
44,13; Ez 6,11; 7,15; 12,16. See 1. Milgrom, Leviticus 23-27, 2313. l1te only parallel to the
order found in Lev 26 25-26 is, in Jer 34, 17, which, fascinatingly, also follows an instruclion
t

on slave release (Jer 34,8-16), as in Lev 25,8-55.. The sequence pestilence. sword, hunger is
found in Jer 21,7; and hunger, pestilence" sword, in Ez 5,17. A fourth element, wild beast. is
attested in Ez 5,17 and 14,15.21, and has a parallel in Lev 26,22, although it is less closely
coMected to the three other elements there.
122 GrUnwaldt: LeviticusI7-26, 357.
123 Cf.. Baentsch: Leviticus, 431. See also Grtlnwaldt: Leviticus 17-26, 358.
124 GrOnwaldt: Leviticus 17-26, 358.
125 c~~nO:J-nM 'n,cw;" (Lev 26,30) -. c~~n'c::l ~n':J~' (Ez 6 3bß); -rnt ~n.,~;"
t

c:>'~on ... C~~Jon ":lfVJ' (Ez 6,4ap); C~"'''J ',)!:)-".v C:;''''JD-nM \nn~, -. ~n~!);"'T'
C:f"") \~!)" c:>\"~n (Ez 6,4b). + Cit~"''') ')13' "",fD' \):J \i,m-nM 'nru, (Ez 6 Sa).
t

126 Lev 26,3 Iaa -. Ez S, I 5 (although with a different fonnulation; but ln~ + ;'~in also
occurs in Ez 2S't 13); Lev 26,31a{3 ~ Ez 6,480; Lev 26,31b -. Ez 6~ 13.
TheHoliness Code between D and P 109

26~33 has a parallel in Ez 5,2.1.2; the two expressions "I will scatter you among the
nations" and uI will draw the swordafter yau" are often found separately in
Ezekiel 127, and have manifestly been combined here by theauthor of Lev 26.

Thus, one finds in the description of the plagues of Lev 26,18-33 a clear in-
fluence ofthe prophetie tradition ofjudgment upon Jerusalem in Ezekiel and, to
a (esser extant, in Jeremiah. As is correctly observed by Grünwaldt, 26,27-33,
in particular, was clearly modeled after Ez 5--6. Several other connections with
Ezekiel may be found in the sequel ofthe chapter. Thus, 26,38, with the men-
tion of the land of the enemies which will "devour" <,:>ta:) the exiled IsraeHtes,
echoes Ez 36,1~15 (cf. 36,13-14; see also Num 13,32).. In hoth traditions,
Israel's punishment culminates with th'e reference to the Israelites "rotting"
(ppo Ni.) in their crimes (Cf4 Lev 26,39 and Ez 24,23), followed shortly thereaf-
ter by perspectives of restoration (Lev 26,40; Ez 33,10-12, which begins by
quoting Ez 24,23)128. However, in H, the Israelites are described as "rotting" in
exile not only because of their own crimes, but also because of the crimes of
their fadlers (26,39). The discussion with the doctrine of the book of Ezekiel on
the responsibility of the sons for the crimesof their fathers (Ez 18) is evident
here. In this regard, it may not bea coincidence that the language of Ez 18,24
(~1)O-.,tDM ".1'0:1; see also 17.20 and 39,26) is found immediately after, in Lev
26,40 129 • Lev 26,41 explicitly refers to the motif of the circumcision of the
heart, which recurs in Jeremiah and Ezekiel (cf. Jer 4,4; 9,25; Ez 44,7.9; see also
Dtn 1O~ 16; 30,6). The most striking connection between Lev 26 and the literary
tradition ofEzekiel, however, is found in v. 3-13. The proximity ofthese verses
with the prophecy of Ez 34,25-30, where YHWH, depicted as Israel's shepherd,
announces that he will conclude a "covenant of peace" with his people who will
now live in security in the land t has lang been noted (cf. Lev 26,4-6, and 13)130.
Alth.o,ugh the contrary opinion has sometimes been held 131 , it seems likely that

127 For YH WH scatteringlsrael among the nations, see Ez 12,15; 20,23;. 22,15 (although
always with n'~"M:J); applied to other nations, it is found in 29,12; 30,23.26. FOT YHWH
drawing thesword after Israel,see Ez 5~2; S,12; 12,14.
128 Scholarship on Ezekiel has acknowledged that the threefold division of thc book (Ez J-
24; 25-32; and 33-48) is probably a late development, the manifest connection between Ez 24
and 33 suggesting instead a twofold division originally: judgment (1-24) and salvation for
Israel (33-48). See for inslance T.KrOger: Geschichtskonzepte im Ezechielbuch, BZAW 180,
Berlinl New York 1989. 298ff. The coHection of oracles against the nations in 25-32 was
probably inserted at a laler stage, in order 10 conform Ezekiel with the so-called 4>'escha.tological
schemen also found in First lsaiah, Zephaniah and Jeremiah LXX. Thc fact that Lev 26,39-40
is modeled after Ez 24,23 + 33.10 might indicate that the author of H was still aware of a ver-
sion ofEz where eh. 1-24 and 33-48 were immediately connected.
129 Note further that in. Ez 39,26-27, thisexpression is combined with the mention of the
ulands ,of theenemies" (in the plural), as in Lev 26 40--41 (where it is used however in the
1

singular).
130 Fora synopsis ofthe paraUels, see rar instance Grilnwaldt: Leviticus 17-26, 349.
131 Thus for instance MHgrom: Levitieus 23-27,2348-2349.
110 Cluistophe Nihan

it is the author of H who borrows from Ez 34 132 . The prophetie program of


restoration found in the book of Ezekiel is thus taken up in Lev 26; hut contrary
to the eschatological perspective of Ezekiel t where Israelts restoration exclu-
sively depends on YHWH's intervention, ;1 ;s now conditional upon the obser..
vance oftheTorah o[ Moses (cf. v. 3). In a nutshell, we have here, then, the two
major theological options of the politicaJ and religious elites of the Persian pe..
riod: ,eschatological prophecy vs. Torah-based observance. It is 00 coincidence
that the Pentateu,chal redactor responsible for the composition of H concluded
the Sinaitic legislation in Lev 26 with the reaffinnation ofthe latter o,ption 133 .
Another major allusion to the prop,hetic tradition in Lev 26 is probably
found in v. 41, where the announcement that the crime of the Israelites will be
one day "atoned" (llU i1~") picks up the opening statement of Second Isaiah
(cf. Is 40,2)134. With this explicit allusion, a literary connection is established
inLev 26 with the proclamation of Is 40ff on the return from exile and the re-
storation of Zion, thus allowing them already to be announced, in a sense, in the
Mosaic Torah. In Lev 26, however, the announcement of ]srae)'s restorationis
now connected, in the final verses (26,42-45), to the theme of the covenant
concluded by YHWH with the Patriarehs, Jacob, Isaac and Abraham I 35, which
YHWH will uremember" (':;'f). With this motif, taken from P (cf. Ex 6,5), the
postexilic restoration of Judah and Zion prophesied by Isah. 40ff is now de-
scribed as being in fact a consequence of the tyrb originally concluded by God
with Israel's ancestors l36 . The exegesis of former traditions by the author of H
is remarkable heTe. The non-P Sinaitic n~':J (Ex 19,3-8; 24,1-11) is clearly in-
terpreted, in Lev 26,as a consequence of the covenant between YHWH and the
Patriarehs found in the p' tradition (Gen 17). YHWH has led Isra,el out of Egypt
in order to become their God (26,45). The nature of the duties implied by this
relationship for Israel is defmed in the Sinaitic legislatioß that is, in the "Iaws,
t

rules, and the rituals that YHWH established between himself and the Israelites

132 See already Baentseh: Heiligkeits-Gesetz, 125; more recentJy" Levin: Verhei.ßung" 224-
225, alld GrOnwaldt: Leviticus 17-26, 349-35 I.
133 A further problem is raised, in Ez 34, by Ule messianlc motif introduced in v. 23-24;
but this is probablya later revision. See far instance K.-F. Pohlmann: Das Buch des, Propheten
Hesekiel (Ezechiel). Kapitel 2G-48 ATD 22fl, Göningen 200 1, 467.
t

134 Tbis expression occurs only in Lev 26,41.43 andls 40.2.


135 Quoted in chiastic order in accordancc with Seide!'s law (sec above" n. 67).
136 Note further that the use of the term 1,U;Ml in 26,45 is unusual in H. It is othenvise
employed in Lev 23 exclusivcly, and only to designate tbe beginning of a feast (such as
l'0M'it C'~::1t lwiM';' 0,n~, dC.). Tbc use of l'\CDMi to refer to the origins is rather characte-
ristic of Second Isaiah (cf. 15 41 t4.22; 42,9; 43,9.18.27; 44,6; 46.9; 48,3.12; 52,4). In this
context, there might be a subtle intertextual allusion implied in the expression ••• will remem-
ber (i:>r) in their r_vor tbe covenant with the ancients (C'JWM')'1t in 26,45, which is possibly
modeled upon 15 46,9 in particular, where YHWH calls the Israelites to remember (i::>r) the
events of origin (n,lWM').
The HolinessCode between D and P 1I I

on Mount Sinai through Moses" (26,46, original conclusion of H)137, which


Israel did not obey. However.. because this covenant with the Sons of Israel
proceeds fr,om the former covenant with the Patriarehs which, according to the
P tradition, is an etemal covenant, a 0",.11
n'j,~ (Gen 17,7), even the violation of
the Sinaitic covenanl by the Israeli/es does not end their relalionsh'ip w;lh YHWH
ina definitive manner (Lev 26,42-45). Rather, as is exp,licitly stated in 26,45,
YHWH will once more remember bis covenant with the Patriarehs, even after
Jerusalem's fall and the exile. Accordingto this perspective, postexilic restora-
tion, as prophesied by Isaiah and the whole prophetie tradition, was thus
already embedded in the covenantwith Abraham. Moreover, 26,45, by iden-
tifying H's addresses, the postexilic community, with the fathers freed from
Egypt, performs a remarkable actualization of the Sinaitic covenant - co,mpa-
rable to what is found in Dtn 5,3 -, which is propo.sed to the members of this
community os it was already proposed 10 the;r fathers. Members of the Second
Templ.e community are thus in.cit'ed to obey YHWH's commandments, unlike
their Ufathers", in order to benefit from the divine blessings (26,3-13).
To sum up: Lev 26 refers to the prophetie tradition in three main ways.
26,3-13 takes up the eschatological blessings of Ez 34, hut relates them to
obedience to the Torah. Disobedience to YHWH's commandmen.ts leads to a
series of plagues of growing severity, the description of which occurs in 26,14fT
and contains several allusions to the traditions on theexile and the fall of
Jerusalem in Ezekiel (especially Ez 4-7) and Jeremiah. Finally, the introduction
of the last section in 26,40-45 takes up the overtureof Second lsaiah (Is 40,2),
but interprets now Israel'srestoration after the exile as a consequence of the
original covenant between YHWH and the Patriarehs. Thepurpose ofthis com-
plexand manifold reception of major prophetie seraIls in Lev 26 is essentiaJly
to reinterpret the prophetie tradition on exile and restoration in the perspective
of the two covenants (Abrahamic and Sinaitic) on which the Torah is buHt
These two covenants are themselves reinterpreted and articulated in Lev 26,
where they become one sole, enduring covenant, which is offereded to the mem-
bers of the Second Temple community as ;1 had already been ojJered 10 their
farhers after they werefreedfrom Egypt.
2. H's central position and hermeneutic importance within the priestly edited
Torah are also apparent in the redefinition of the community's identityt and of
its relationship to law and land. Much like D, H strives to impose a view of
Israel as a community (0)>) of equaJsand "brothers" which are related one to
another both ethnically and by their participation in the cult at the sanctuary. In
H, however, this view of Israel as a community is developed into a distinct con-
ceptioD, in which the Israelites are now systematically defined as the servants

137 Note further that tbe motif of the "sword executing vengeance far the covenant" in
26,25 can only be a reference to the covenant concluded at Sinai in Exod 24,1-8. aft,er the pro-
mulgation of the Decalogue and the Covenant code, and renewed in Exod 34 after the episode
ofthe golden calf.
112 Chrislophe Nihan

(C~'=j1) of the deity on his sacred estate. The exodusitself is thus reinterpreted
as the means by which YHWH, the God ofthe earth,chose for himself a specific
nation, separated <',:1)
it from the othernations (Lev 20,22-26), and consecra-
ted (W'P) it to the service ofbis estate J38 • With the exodus, the Israelites were
therefore liberated from slavery in Egypt in order to become YHWH's personal
slaves, as is explicitly stated in the motive clauses of Lev 25,42 an,d 55. As was
correctly noted by J. Joostenl 39 , in. particular, this conception seems to be
inspired by the legal tradition of temple estates in Mesopotamia and elsewhere
in the Ancient Near East, where specific territory is granted by the king to a
deity and becomes subject to the authority ofthe temple; here, however, in the
post..monarchical and monotheistic perspective of the author of H, it is YHWH,
as king over the whole earth, who has granted tohimself the land of Israel ashis
specific temple estate 140 . LegaUy, therefore, the land of Israel belongs exclu·
siv,ely to YHWH (Lev 25,23a), and the Israelites, to whom he has entrusted the
exploitation of his land, are nothing else than dependenl workers, c':no,n, C'i~
(25,23b), working for the temple and its divinity. As such, they are entirely
subject to the divine laws goveming this estate, the violation of which causes
"pollution" of the land and the expulsion of its inhabitants.
Such a conception has several important implications. As has often been
observed, it serves to prevent land speculation and the development of .Iatifun-
dia; since, as is explicitly stated in Lev 25 (see above), the land of Israel and its
inhabitants ar,e YHWH's exclusive possessionand cannot be sold, it may only be
leased for a Iimited number ofyears (namely, until the nextjubilee)~ Clearly, the
jubilee legislation was conceived as a response to the social and economic crisis
of the 5th century BeE, when the policy of Acheamenid taxation, coupled with
cyclical periods of drought, threatened the fragile economy of Yehud and encou-
raged the concentration of the rural estates in the hands of a few wealthy fami-
lies l41 . Domains too 5mal) for producing the required surplus were automati-

138 See on this in particular F. CrOsemann: Der Exodus als Heiligung, in: E. Bluml R.
Blum (ed~s), Die Hebräische Bibel und ihre zweifache Nachgeschichte. FS R. Rendtorff,
Neukirchen-Vluyn 1990, 117-129.
139 Joosten: People and Land, esp. 181 ff.
140 As suggested by Joosten: People and Land, 176, the fact thai the expression ;'1\" r'M
is never used in H (with a partial exception in 25,23 however) may be explained as retlecting
the view that YHWH's dominion, in a monolheistic perspective, is not limited to a single land
but extends overthe whole earth. Against Joosten (189), however, I would not assume that ~1he
land is YHWH"s because his sanctuary is located there n • P.assages such as 18,24-30 and 20,22-
26 seem at least to suggest thal ror H, YHWH had chosen this spccific land even before Israel's
arrival; and 26,34-36 similarly irnplies that the specific quality of Israel's land as YHWH's land
does not vanish with the exile of its inhabitants.
141 Since Darius, this tax was fixed independently of the effective harvests and hadto be
paid in silver coin (cf. Herodolus: Hist. 111,89), which meant that the provinces that did not
produce siJver had toproduce an important surplus of natural products. See on this especially
H.G. Kippenberg: Religion und Klassenbildung im antiken Judäa. Eine religionssoziologische
Studie zum Verhältnis von Tradition und g,esellschaftlicher Entwicklung. SUNT 14, Göttingen
The Holiness Code between D and' P 113

cally bankrupted, and the vast majority of small farmers were taken in the
mechanism of debt; in Judah as in the rest of the Ancient Near East, loan rates
were extremely high, and their non-reimbursement gavethe creditor the right to
seize the property and the farnily of the debtor. The text of Neh 5, where this
situation is expiicitly addressed, shows that bythe mid-fifth century aCE the
economic crisis raised bad become a major issue and threatened the whole social
organization l42 . Whereas the evidence ofNeh 5 makes clear that the social class
responsible for this situation was the politicaJ and economic elite (cf. the oftin
["nobles"] and the C'J)O [Uofficials", or "magistrates"] mentioned in 5,7)143, the
author o,f H clearly sought the support not only of the Jerusalemite aristocracy,
but also of the 8mall free farmers, whose existence as a social class was conti-
nuously threatened by the economic crisis. It is this historical context which
accounts for His "provincial outlook", on which Knohl and a few others have
insisted 144. In this regard, the legislation of Lev 25 in particular, and of H in
general, is manifestly intended to give economic guarantees to this class. Like
the other biblical and ANE ,codes, the H legislation has nothing to do with law in
the modem, normative sense of the term l4S ; it is more a kind of ideal constitu-

1978, 51-52; M.A. DandamaC!vl V.O. Lukonin: The Culture and Social Institutions of Ancient
Iran, Cambridge 1989, 177-195; Albertz: Jsraelite Religion 2, 495-497. Kippenberg also
emphasizes the fact that the royal lax was all the more heavy in a region such as Juda whose
economy was essentially rural and very little diversified. According to Herodotus: Hist. 111, 91t

the total sum imposed by Achaemenid administration on the distriet of •Abar-Nahara arnounted
to 350 silver talents.
142 The text reports the complaints of three distinet groups. The first group had to mort-
gage its children in order to survive (5,2; emending O':1i 10 C'~i» with BHS); the second
group had to mortgage his fields, vineyards and houses in order to buy whcat in a context of
drought (5,3») whcreas the third not only had to mortgage its tields and its vineyards, but also
to sell its children as slaves (5,4-5). The burden imposed by the royal tax <1"0:1 n,o) is
explieitly mentioned by the third group in 5,4. Following thc suggestion of Kippenberg:
Klassenbildung, 55ff tone may surmise that the literary arrangement of these complaints
retlectssuccessive stages in a process of social and economic decline caused by the mechanism
of debt.
143 Nehemiah~s response to the crisis who, in the traditional manner ofANE kings edicts
t

a decree ordaining the general release of debts, could only be a temporary solution (ir it was
actually applied!) thaI did not solve the problem, as is evidenced by the aggravation of the eco-
Domic crisis in the remainder of the Persian period. See on 811 this R. Albertz: Der sozialge-
schichtliche Hintergrund des Hiobbuches und der "Babylonischen Theodizee", in: J. JeremiasJ
L. Perlitt (ed.s), Die Botschaft und die Boten. FS H. W. Wolff 1981 349-372; id.: Die
l t

"Antrinspredigtn Jesu im Lukasevangelium auf ihrem alttestamentlichen Hintergrund, ZNW 74


(1983) 182-206.
144 Against Knohl: Sanctuary of Silence, esp. 204ff ; see al50 with same differences,
1

Joosten: People and Land, esp. 154-164; both interpret H'5 distinct outlook in the perspective
of apreexilic Neo-Assyrian setting.
145 For ANE codes, see already F.R. Kraus: Was ist der Codex Hammurabi?, Genava 8
(1960) 283-296; 1J. Finkelstein: Ammisaduqals Editt and the Babylonian "Law Codes'\ JCS
IS (1961) 91-104. For biblical codes, see in/er alia 8.S. Jackson: "Ideas of Law and Legal
Administration: A Semiotic Approach·" in: R.E. Clem,ents (ed.), The WorJd of Ancient Israel:
114 Chris.lophe Nihan

tion laying out general religio,us~ moral and politicaJ principl,es far the organiza-
lion ofthe community which) like the rest ofthe Torah, is intended to serve as a
source of inspiration and a model for the discussion on the nature ofthe com-
munity in the second half of the Persian period. In this respecl, the law of Lev
25 served adouble function. Not only did it imp,ly that a community in which
lands and persons can be alienated is not conform to YHWH's will, hut it also
modifiedthe traditional conception of the temple community. Throughout the
ANE, temple communities were essentially composed of free citizens, economi-
cally non-dependent, most of whom would possess estates from which they
drew the major part of their income l46 ; this is especially true in the case of a
province such as Judah, wh.ose economy was almost exclusively based on agri-
culture~ Clearly, this is also the situation envisioned in Lev 25, which systema-
tically presupposes that the members of the community addressed, who are
called Ubrothers'" are all possessors of land (cf. 25,13-19.23-28.35-38.39-
43)147. In this system, loss of land and tbe downgrading to the status of a
dependent, non-free, worker, logically implied lass of full citizenshipand pro-
bable exclusion from the temple community. In Lev 25, however, this logicis
completely reversed; since the co-member of the community can never defini-
tely lose his ancestral estate nor his freedorn, he always remains a "brother" and
can never be expelled from the community. Only violation of YHWH's com-
mandrnents can lead to exclusion from the community (cf. the various instances
of the n"~-fonnula in H 148). Torah obedience is now presented in H as the
means to overcome the social and economic split in the community, and as the
foundation for a new equality between membersof the community. Very much
like the reception of non-Pentateuchal traditions (wisdom and prophets, see
above), the utopia, in H, of a community solely organized by the observance of

Sociological, Anthropo,logical, and PoHtical Perspectives.Essays by Members of thc Old


T~stament Soc;ety. Cambridge 1989 J 8~-102; R. Otto: A~pects of [,egal Reform~ 9nd
t

Refonnulations in Ancient Cuneiform and Israelite Law, in: D.M. Levinson (ed.), Theory and
Method in Biblical and Cuneifonn Law, Sheffield, 1994, 160-196; 160-163. The exact nature
ofthe original function of the ~·Iegaln codes in the ANE rcmains disputed; one may think, in
particular, of scribal exercises senring far the formation ofjudges.
146 See on th is especially Dandamaevl Lukonin: Culture of Ancient Iran, I52-177.
147 A point similarly noted by H. Kreissig: Oie so,zialOkonomische Situation in Juda zur
Achlmenidenzeit, Schriften zur Geschichte und Kultur des Alten Orients 7, Berlin 1973, 88, in
the ease of Lev 2S,39~O.
148 The most logicaJ interpretation of this sanction is a form of excommunication. See on
this Milgrom: Leviticus 1-6, 457-460; and Grtlnwaldt: Leviticus 17-26, 149. The fact that
death penalty may occasionally be added (0 the n':>-sanction suggests that contrary to a
common suggestion (most recently argued by Joosten: People and Land, 80), the two types of
sanction are not to be equa.ted. The 'exclusion implied in the n"':>-sanction first concems
exclusion from one"s clan (CoP or O~OJ1). In cerrain case5, however, the tenn C» clearly appears
to designate thc whole community of Israel (see especially Lev 20,2-5); this interpretation
seems to be supported by the fact that the n"~-fonnula is used in a few occurrences outside of
H with "M.,~r' (Exod 12,15; Num 19,13), il'.u (Exod 12 19), or ~iTP (Num 19,20).
t
The Ho/iness Code between D and P 115

the Torah to the exclusion of any other political or economic factor betrays the
editorial significance of this code at the time of the composition of the
Pentateuch.

V Lev 17-26 and the H Schoo/ in the Pentateuch

The above observations have suggested that the composition of H must be


situated in the context of the first edition of the Torah as a document combining
and organizing the different legal traditions of Israel, probably in the second half
of the 5th century BCE. This dating is corroborated by the fact that references
to Hinthe Hebrew Bible are exclusively found in postexilic works l49 . A termi-
nus ad quem is given by the reception of Lev 23,39-43 in Neh 8 (8,13-18).
However, the dating of this text (which should not be taken as a historical
source prima facie) is disputed, and Neh 8 apparently already quotes a later,
revised version of Lev 23 since the instruction on the celebration of the Feast of
Booths in Lev 23,39-43 must probably be regarded as an interpolationlso.
This historical context accounts in particular for the numerous parallels
between H and the book of EzekieL As shown by K.-F. Pohlmann lS1 , T.A.
Rudnig lS2 and J. Lust 1Sl , the book ofEzekiel was systematically reworked and
edited in the second half of the Persian period by a diaspora-oriented redaction,
which insisted in particular on the final gathering of Israel from among the na-
tions in an eschatological perspective lS4 . The reception in Lev 26 of several
programmatic texts of this diaspora redaction, especially Ez 34 and 36,1-15
(see above), shows that Halready presupposes a first version of this redaction,
and reacts to it. 80th works are concemed with the issue of the realization of
the divine promises for the Second Temple community (cf. Lev 26 and Ez 34),
but their perspectives are entirely opposed: whereas the editors of the Torah

149 A point implicitly acknowledged by GrOnwaldt: Leviticus 17-26, 397-398, who men..
tions Mal 1,8; I 14; Zech 7,]2; Neh (5,1-13?) 8,13-18; 9.29; Ezr 9,11; 2 Chron 36,21 (1
t

Chron 29,15).
150 On the secondary character of Lev 23,39-43, see above, note 34. Thus, against Otto:
Deuteronomium, 196-211, this passage cannot be taken as an argument ror a precise dating of
the Pentateuchal redaction responsible for the composition of H in the time of Ezra' s mission
(398 aCE).
151 K.-F. Pohlmann: Ezechielstudien. Zur Redaktionsgeschichte des Buches und zur Frage
nach den Iltesten Texten, BZA W 202, Berlinl New York 1992. See also id.: Das Buch des
Propheten Hesekiel (Ezekiel), ATD 22, Göttingen 1996-200 I.
152 T.A. Rudnig: Heilig und Profan. Redaktionskritische Studien zu Ez 40-48 (BZA W
287), Berlin/ New York 2000.
153 J. Lust: "Exile and Diaspora: Gathering From Dispersion in Ezekiel'\ in: J.-M.
Auwersl A. Wenin (ed.s)t Lectures et relectures de la Bible. Festschrift P.-M. Bogaert, BEThL
144, Leuven 1999, 99-122.
154 Lust, however, would envision an even later dating for his udiaspora redaction", namely
in the first part of the Hellenistic period.
116 Chr;stophe Ninan

reassert in H that restoration is solely dependent on obedience to the Law, the


restoration program of the diaspora redaction of Ezekiel expresses the hopes of
the eschatological circles in Jerusalem who were deliberately excluded from the
editing ofthe Torah at the Temple of JerusalemiSS; as such the debate between
H and Ezekiel condenses whatwas probably the major issueamong literate eir..
eIes of the time.
This first edition of the Pentateuch, of which H was the centerpie,ce, was
probably a collective effort. On the one hand, as was already suggested above,
the composition of H as the editorial closure of the Sinai pericope was plainly
part of a larger process making the Sinaitic legislation into the center of the
Torah and relegating Deuteronomy to the subordinate statute of a law of second
rank. This implies that H is necessarily connected with the Pentateuchal edition
of the whole Sinaitic pericope in Ex 19-Lev 26 (27), and especially with the
redaction responsible for the final edition of Ex 19-24, as weil as of the book of
D,euteronomy. On the other han,d, however, it is obvious that H forms a distinct
collection with a specific style, terminology and theology, several aspects of
which hav,e been addressed in th.ispaper. Neither H's language nor its general
conceptuality have any direct parallel in Ex 19-24 or in Deuteronomy. The
specific articulation, in H~ ,of land, community and law, with the basic idea that
Israel's land, as the temple estate ofthe God ofthe universe, must be kept pure
by a strict observance of the divine commandrnents (18,24-30; 20,22-26), so
that the Israelites will be consecrated to YHWH (19,2) and YHWH himselfwill be
sanctified (W'P Ni.!) in the midst of his community, are unique toH in the
Pentateuch. For this reason, I cannot accept Otto's attribution of Lev 17-26 to
the same Pentateuchalredactor (Pentatcuchr,edaktor) at work elsewhere in the
other books of the Torah 156. Although it is part of a larger editorial process, and
altho,ugh it clearIyalready considers th.e combination of various legal and narra-
tive traditions into a single document, the composition of H nevertheless seems
to be the work of a distinct school within the Pentateuch, with its own tennino-
logy and ideology. On this point at least, I would entirely concur with Knohrs
and Milgr,om's hypothesis on the existence of a "Holiness ·S,choor' (= HS) inthe
Torah, even though I differ with them about its dating and its place in the COffi-
position of the Pentateuch.
This conclusion allows os to account in particular for the problem raised by
the existence of a few passages whose language and theology resemb,le very
much those of H, and which are scattered throughout the Pentateuch apart from
Deuteronomy. A detailed analysis of these passages cannat be offered in the

155 See on this already Crüsemann: Torah, 345-347. "Ifwe [... ] are aware ofthegreal role
of eschatology and early apocalyptic at this ti.me, the enonnous work [that iSt the Pentateuch,
C.N.] must be regarded as extremely unprophetic and uneschatological, even anti-eschatologi-
cal" (346).
1S6 On this, see in panicular Otto: Deuteronom ium.
The Holiness Code between D and P 117

context ofthis study, butgood examplesare found in Ex 12,14-20IS7.43--49IS8;


31,12-17 159; Lev 11,43-45 160; and 16~29-34aI161. The kinship of such passages
with Lev 17-26 is anything hut a new observation in itself, and was already
acknowledged by several scholars in the late 19th and early 20th century 162. But
within the traditional view of H as an originally independent collection, they
could not account forthis phenomenon, and so had to resort, in general, to the
idea that such passages were fragments originally belonging tothe H code, and
later separated from it Car unknown reasons. Some fifty years ago, however, H.
Cazelles and P. Grelot already observ,ed that most if Dlat all of these passages
werealmost systematically found in Peontexts, and were generally considered
to be late interpoiations 163 . They thus suggested that such passages should be
regarded as late attempts to harmonize the originalP laws with th.e general
principles of the H code, and correspo,nded to the latest layers of the finaliza-
tion of the Pentateuch. This proposal by Cazelles and Grelot remained largely
ignored (probably in part because it waswritten in French), although it anticipa-
tes, in some respects, Knohl '5 view that these passages are systematically later
expansions of the original H code in Lev 17-26. Since CazellesandGrelot still
worked with the traditional conception of H, h,owever they wereat pains to
t

explain the reasons why late ,editors of the Pentateuch would hav,e sought to
harmonize systematically the P legislation with this code in particular. In addi-
tion to this, Grelot at least had noted that several elements in H also seemed to

157 For the analysis of H's terminology in Exod 12,14-20. see Knohl: Sancluary ,of
Silence, 52and 19tT.
158 See in particular the expression "There shall be one law for the citizen and for thestran-
ger who dweils among you U in 12,49; the assimilation of the ,J to the nlfM in 12~48; as weil
as the combin.ed mention of the ~a1~n and the -r-:;)q, in 12,4S t only in Lev 22,10; 25,6.40.
159 See Knohl: Sanctuary of Silence, 15-16; Milgrom: Leviticus 17-22: 1338-1339.
GrOnwaldt: Exil und Identitlt, 173-177, as weil as W. Grass: uRezeption" in Ex 31,12-17 und
Lev 26,39-45. Sprachliche Form und theologisch-konzeptionelle Leistung, in: R.G. Kratz} T.
Krüger (ed.s), Rezeption und Auslegung im Alten Testament und in seinem Umfeld. FSO.H.
Steck, 080 153 t Fribourgl Göttingen 1997, 45-64, have correctly noted the late character of
this passage, which they both attribute lathe PentateuchaJ redaction; hut they hav,e not noted
its specific proximity 10 the language of H. For a closer analysis of the parallels~ see below n.
171.
160 See on this Milgrom: Leviticus 1-16, 683-688 and 694; id.: Leviticus 17-22, 1340.
161 M ilgrom: Leviticus l-16 t 1064-] 065.
162 See in particular A. Klostermann: Ezechiel und das Heiligkeitsgesetz (1877), in: Der
Pentateuch. Beitrage zu seinem Verständnis und seiner Entst,chungsgeschichte, Leipzig) 893,
377-379. ulch denke [ ... ] daß Lev. 18-26 nur Fragmente enthalt aus einer umfassenden
'Gesetzgebung" von der wir auch im Exodus und in Numeri einzelne StOcke wiederfinden [... ]"
(378). Interestingly, Klostennann already mentioned inter alia Ex 31,13 tT and Lev 1 J,43--45 as
typical H passages outside of Lev (17) 18-26.
163 H. Cazelles: La mission d'Esdras, VT 4 (1954) 113-140; P. Grelot: Etudes sur Je
UPapyrus pascal" d'Elephantine, VT 4 (1954) 349-384; id.: Le papyrus pascal d'Elephantine et
le probleme du Pentateuque, VT 5 (1955) 250-265; id.: La demiere empe de la redaction sacer-
dotale, VT 6 (1956) 174-189.
118 Chrislophe Nihan

point towards the activity of Pentateuchal redactors, and had then to assume a
rather complicated model of mutual interdependence between late additions in H
and in the rest ofthe Pentateuch l64 . Once it is a,cknowledged, however, that the
composition of the H code is systematically POSI-P (Knohl) and already takes
place within the context of a frrst edition of the Pentateuch, the variousappea-
rances in the Pentateuch of a late reworking of P in the direction of H observed
by Cazelles and Grelot can be much more satisfactorily explained. Namely, as
one of the schools in charge for the edition and the finalization of the Torah in
the second half of the Persian period, the H schoollogically extended its redac·
tional activity to the entire Pentateuch after composing Lev 17-26.
A detailed analysis of the precise extent of H'sredactional activity in the
Pentateuch is beyond the scope of this paper. Knohl himself attributes a consi-
derable number of texts within P to HS16S, but the criteria for this are often
fragile and open to question 166. On the whole, the identification of H texts
outside of Lev 17-26 raises a methodological issue inasmuch as it implies some
circularity (the tenninology characteristic of H is first defined by comparing Lev
17-26 with P, and then used to identify H texts within P). For this reason, cau-
tion requires, in my opinion, that the attribution to HS be limited to those pas-
sages where several terms characteristic of Lev 17-26 can be found and which
are demonstrably late additions to P. My own analysis would therefore suggest
a rather minimal reconstruction of the collection of H texts outside Lev 17-
26 167 .
Another important issue concems the nature of the activity of the H school
in the rest of the Pentateuch. Some of the texts attributed to HS in Exodus and
Leviticus are among the latest passages interpolated v.;ithin these books. Ex
31,12-17 probably constitutes the last addition to Ex 25-31; together with
35,,1-3, it closes the collection on the instructions für the sanctuary in 25-31
and bridges them with the diescription of 35-40 by building a redactional fram,e
around the non-P story of eh. 32-34. The important textual variants in eh. 35-
40 between the MT, LXX and the Vetus Latina suggest that these chapters
were probably reworked even later; hut the fact that eh. 25-31 show consi-
derably less textualvariation implies that this recension was essentially limited
to eh. 35-40 and was 00 longer concemed with the edition of the book as a
whole. In Leviticus too severallate additions similarly manifest the concems of
the H editors to harmonize the P torah in Lev 1-16 with the H code in 17-26
(27). For instance, HS introduces in 11,43-45 the connection bet,veen purity

164 See in panicular Grelot: Demiere ~tape.


165 See the summary in Knohl: Sanctuary of Silence, 104-106.
166Compare with the list proposed in Milgrom: Leviticus 17-22" 1337-1344.
167 Provisjonally, J would include the following texts: Gen 17: 14; Exod 12: 12-20, 43-49;
27:20-21 (/1 Lev 24:1-3); (30:17-21, 22-33, 34-38); 31:12-17; 35.1-3; Lev 3:16b-17;
7:19b-21; 7:22-27; 7:28-36?; 10:8-9; 10:10-117; 11:43-45; 15:317; 16:29-34; Num 3:11-
13, 40-5 I?; 8:14b, 15-19; 9:1-14; 10:1-10; 15; 19; 28-29; 3S (cf. v. 33-34). The case ofthe
H passages in Nurnbers, however, raises a specific issue; see below.
The Ho/iness Code between D and P 119

and sanctification, otherwise entirely absent from the torah of Lev 11-15, thus
bridging eh. 11-15 with the H instructions for the purification of the commu-
nity in Lev 18-20 (cf. 11,43-45 --+ 20,24b-26, which concludes eh. 18-20). In
16,29-34a, the H school identifies for the first time the ritual of 16,1-28 with
the celebration of Vom Kippur on the tenth day of the seventh month instruc-
ted in the calendar of 23~26-32. 10,10-11, which ofTers a kind of precis of the
entire book of Leviticus and probably sterns from the hand of the final editor of
the scroll 168 , similarly mediates between the P and H sections of the book; the
reference to the distinction between "pure and impure" in 10,10 is a clear intro-
duction to eh. 11-16, whereas the fonnulation of 10,11 is rem ini scent of Lev
26,46 (tbe subscription concluding Lev 17-26), and probably refers to H169.
Taken together, these observations suggest that HS was possibly the final editor
of a "Tritoteuch" (Gen-Lev), in which its activity mainly consisted in suppte-
menting the original P legislation to hannonize it with H.
At the same time, however, this editorial work was also ror HS the oppor-
tunity to develop further certain aspects of the H legislation in Lev 17-26. This
phenomenon is evident, far instance, in Ex 12,14-20 where the P legislation on
Passover in 12,1-13 is now connected with the celebration of Azymes in con-
formity with Lev 23,5-8, hut where several precisions are also added with
respect to the original H calendar. Contrary to Lev 23, the celebration of
Passover and Azymes is now connected with the exodus (12,17), and it is de-
fined as a umemorial" (1'1~r, cf. 12,14) of the exodus, thus building a parallel
with the Festival of Blasts in the seventh month (the second part of the year) in
Lev 23,24, which is also defined as a day of memorial. The prohibition of all
"servile" work in Lev 23,7 (it,:JJ) n~M"o-'~) is transfonned into a general in-
terdiction in Ex 12,16 (which then necessitates the following precision, absent
from Lev 23: "Only what every person is to eat, this will be made for you").
Above all, Lev 23 merely juxtaposed the evening celebration of Passover with
the seven-days celebration of Azymes so that the two feasts still appeared as
t

separate celebrations. In contrast~ Ex 12,14-20 now explicitly specifies that the


rite of Passover is the beginning of a unified seven-days celebration extending
not from the 15 th day of the first month to the 21 th, as in Lev 23,6-8, but/rom
Ihe evening o/the J4th day 10 the evening ol/he 21 st (cf. Ex 12,18)170. Similarly,

168 See on this far instance Milgrom: Leviticus 1-16, 615-618; id.: Leviticus 17-22,
1339-1340.
169 In P, the tenn pn does not mean UlawU but udue n (in the sense of Uassigned portionn );
see on this Milgrom: Leviticus 1-16, 6 J8--619. Its use in the plural is characteristic, in the
Torah, of 0 and also occurs in the non·P traditions. Outside of Lev. 10: 11, it is only present in
the priestly literature in Lev 26:46 and Num 30: 17.
170 Against several scholars, I wou ld dispute the classical assumption that 12~) 4-20 is
composite, and that 12, 18-20, at least, must be attributed to Ps and is earlicr than Lev 23,5-8;
see for instance recently Gertz: Tradition. 55-56. The language of 12,19, in particular, with the
excommunication formula and the combined mention of the ,) and the "1rM. is characteristic
ofH.
\
120 Christophe Nihan

the HS pericope on sabbath in Ex 3 1~ 12-17 combines several elements from Lev


17-26 171 ; however, it goes further than the original H code by stating explicitly
that since the Sabbath is sacred (W'P, cf. Ex 20,8), it belongs to the saneta
which must not be desecrated by Israel <,,"n Pi., 31,14), together with the
divine name (Lev 18,21; 19,12; 20,3; 21,6; 22,2.32), the sanctuary (Lev
21,12.23)~ the offerings (19,8; 22,9.15), and the lineage ofthe High Priest
(21,15). Above all, Ex 31,12-17 reinterprets the sabbath as the "sign" (n1M) of a
permanent covenant (0-"1' n~.,~) between YHWH and Israel on Mt Sinai
(31, 13.16.17). This motif is a logical development of the conception of Lev 26,
where the P torah on Mt Sinai was reinterpreted in a post-P perspective as a
covenant between YHWH and Israel and paralleled with the 0",,1> n'l:1 of Gen
17 (see above). The observance of sabbath thus becomes in asense the paradigm
of the observance of the whole Torah, to which the divine covenant is now
conditioned, even though it does remain a C"W n"::1.
As to the remaining books of the Torah, no clear trace of H can be found in
Deuteronomy 172. Apparently, the H school was not interested in the editing of
this seroli. This observation confirms that with the composition of Lev 17-27
and the closure ofthe Sinaitic Law, Deuteronomy was definitely relegated to the
rank of a mere commentary upon the previous law. Some evidence for H termi-
nology can be found in Numbers, and the kinship with H of a text such as Num
15, in particular, was already observed by Kuenen and Wellhausen 173 . On the
whole, however, it is more difficult to isolate in Numbers typical H passages,
and apart from a few passages such as Num 15 and 9,13-14 (= Ex 12,48-49 H)~
what we mainly have are iso/ated expressions reminiscent of the terminology of
H 174. Since Knohl considers that H is the only post-P redaction in the

i 71 See in particularrow .,0ILf (3 1t 13.14.16), in the Pentateuch on Iy in Lev 19,3.30 and


26,2; ~nn~u; (31, 13), also in Lev 19,3.30; 26,2 (and frequently in Ezekiel; see Ez
20,12.13.16.20.21.24; 22,8; 23,38; 44,24; othe:wise only in 15 56,4 and 2 ehren 36,21); the
expression C~'po ;"1\'" "JM e~] (31, 13b), with the Piel participle of ~'P only in Lev 20,8;
t

21,8.15.23; 22,9.16.32 and in Ez (Ez 20,12; 37,28); the expression 1,n:JtD n~fDt only in Ex
31,15; 35,2; Lev 16,31; 23,3; 23,32; 25,4 (in Exod 16,23~ n:nD l,njw); the fonnula of
excommunication it.. o.u :J"po ,,\-m tDEl]it iln.,:», in 31 t 14b; and tinally, the use of the Piel
participle of ~"n (31,14), in the Pentateuch only in Lcv 21.9 (otherwise in Is 56,2.6; Ez
24,21; Mall, 12; Neh 13, 17).
172 Against Knohl: Sanctuary of Silence, 95-96, I see no reason 10 attribute Dtn 32,48-52
to H, even though it is clearly a late passage that belangs most likely to a post-P Pentateuchal
redaction.
173 Wellhausen: Composition, 175; A. Kuenen: Historisch-kritische Einleitung in die
BOcher des Alten Testaments hinsichtlich ihrer Entstehung und Sammlung. Erster Teil. Erstes
StUck. Die Entstehung des Hexateuchs, Leipzig 1887, 92-93. Wellhausen attributed it to the
redactor of H, a solution which already implied de facta the existence of an editorial recension
of the Pentateuch in the style and the spirit of H...
174 See rar instance the use of the expression (C~\"'M) .,'il" "lM (Num 3,13.41; 10,10;
15,41), of the "excommunication fonnula'~ (Num 9$ 13; 15,30.31; with interesting variants in
Num 19: 19$ 13: "ttitD"o; 19,20: "ilpn 1y,o), the combined mention of the j ) and the nifR
The Ho/iness Code between D and P 121

Pentateuch, and since he has no difficulty to show that several texts traditio-
nal1y identified as P are in factpost-P,he can attribute most ofthe"P" material
in Numbers to HI7S. This conclusion, however, does not account for theobser-
vation that His influence in Numbers is manifestly less marked than in Exodus
and Leviticus, and the basic methodological assumption that H is the only post-
P redaction in thePentateuch is unjustified.
In fact, this whole issue must be connected with the specificity of Numbers,
which is probably the most recent book within the Pentateuch. Over the past
few years, discussions of the original conclusion of P have made it clear that it
was not to be found in Deuteronomy or in Numbers, hut in the Sinai narrative
(most likely in Ex 40) 176, but this itself implies that all the uPriestly'~ texts in
Numbers actually stern from a post-P redaction. In the case ofthe non-P mate-
rial, it is often very difficult to reconstruct an original layer entirely free from P
influence, so that the entire book is probably the work of post-P redactors, as
R. Achenbach has now convincingly demonstrated l77 . This conclusion accounts
ror the specific nature of the book~ which consists mainly of supplements to the
Tritoteuch in Gen-Lev, on the one hand, and to the book of Deuteronomy, on
theother: Numl-lO complement the PI H legislation in Leviticus; the rebellion
stories in Num 11-21 reinterpret Dtn 1-11 by combining it with traditions on
Israel"s sojoum in the wilderness in Ex 15-18; etc. On the whole, the composi-
tion of Numbers probably arose out of the necessity, for the Pentateuchal edi-
tors, to introduce additional material within the Pentateuch at a time when the
other books (especially Gen-Lev) bad already been given their final shape and
could only be slightly supplemented l78 . Ifthis conclusion is correct, the edition
of Numbers would refle,ct a laler stage in the composition of the Pentateuch
than the edition of Gen-Lev by the HS. The post-P editors of Nurnbers were
still influenced by the tenninology and general principles of the HS, such as the
insistence on the validity of certain cultic or ritual laws for both the native and
the foreigner (cf. 9,14; 15,15-16; 15,29-30); hut they clearly represent a later
generation, whose terminology and concems are DO longer simply identical to

(Num 9,14; 15,29; 35,15; sirnilarly, 19,1 O)t the expression c::)'n:lW'O e,::>~ C'in all your
settlements") in Num 35,29 (otherwise only in Exod 12~20; 35 3; Lev 3,17; '.26; 23,3.14.
21.31. all H passages)tor the expression CJ'n.,,~ C", t

npn (Num 10,8; 1S.l S; 18,23;


otherwise, in Exod 12,14.17 [in reverted order]; 27.21; Lev 3,17; 7,36; 10,9; 17,7; 23,14.21.
31.41; 24,3,an probable H passages).
175 See the summary in Knohl: Sanctuary of Silence, 105-106; in N umbers. Knohl attri-
butes to P only S, 11-31-; 6,1-21·; 19; 28-29-.
176 See especially T. Pola: Die ursprüngliche Priesterschrift. Beobachtungen zur
Literarkritik und Traditionsgeschichte von Pg. WMANT 70, Neukirchen-Vluyn 1995.
177 R. Achenbach: Die Vollendung der Tora. Studien zur Redaktionsgeschichte des
Numeribuches im Kontext von Hexateuch und Pentateuch. BZAR 3. Wiesbaden 2003.
178 See especially for this idea T. Römer: Das Buch Numeri und das Ende des Jahwisten.
Anfragen zur "Quellenscheidung'~ im vierten Buch des Pentateuch. in: J.C. GertV K. Schmidl
M. Witte (ed.sJ. Abschied vom Jahwisten. Die Komposition des Hexateuch in der jüngsten
Diskussion. BZA W 31 S, BerlinI New York 2002, 215-231.
122 Chrislophe Nihan

those of the HS. This observation may imply that by the time of the editing of
Numbers (late 5thl early 4th century BCE), the HS as a distinct religious school
was probably in theprocess of disappearing. If so, the composition of Lev 17-
26 in the second half of the 5th century marks, in asense, the birth of a distinct
school of Torah interpretation, which 'continued to participate in the editing of
the Pentateuch during approximately onegeneration, until the end of the Sth
century.
Numeri und Deuteronomium I

REINHARD ACHENBACH

Die Einordnung des deuteronomischen Gesetzes in die Fiktion einer Moserede


fußt auf einer deuteronomistischen Verarbeitung und Interpretation vorexilischer
Überlieferungen. Wollte man allerdings die Quellen der Nacherzählungen der
Horeb-Offenbarung o-der des Wüstenweges vom Horeb an die Schwelle des
Verheißungslandes allein aufgrund des Deuteronomiums zu rekonstruieren su-
chen, so ergäbe sich in mancher Hinsicht ein fragmentarisches Bild. Für die
Sinaiperikope ist seit langem deutlich geworden, dass die deuteronomistische
Darstell.ung der Offenbarung des Dekaloges und des Bundesbruches am
Gottesberg prägend geworden ist sowohl für den Umgang und die Einpassung
vor-dtr Erzählfragmente in dieselbe wie für die alternierende Darstellung der
Sinaiperikope in der Priesterschrift. Die Legenden von der Eroberung des
Ostjordanlandes und den Kämpfen gegen Sihon und Og sind z.T. in ihrer dtr
Ausprägung in das Numeribuch übernommen worden, vgL Dtn 2,26-3,7*; Num
21,21-35 2. Hinzu kommt, dass auch die Erzählungen von der Landnahme im
Westjordanland erst in ihrer dtr Prägung auf uns gekommen sind, und auch hier
führen Rekonstruktionsversuche der vor-dtr literarischen Gestalt zu höchst
komplexen, fragmentarischen Ergebnissen. Ein vor-dtr Zyklus, in welchem der
Konnex zwischen Exodus- und Landnahmeerzählung erhalten geblieben wäre, ist
literarisch nicht mehr sicher rekonstruierbar 3 . Hinzu kommt, dass die

1 Mit dem Abdruck des Vortrags vor dem Berliner SBt folge ich dem mehrfach an mich
herangetragenen Wunsch nach einer Zuammenfassung der Ergebnisse meiner ausfUhrlichen
Untersuchung zum Numeribucb vgl. R. Achenbach: Die Vollendung der Tora. Studien zur
t

Redaktionsgeschichte des Numeribuches im Kontext von Hexateuch und Pentateuch, BZAR 3,


Wiesbaden 2003; ders.: Die Erzlhlung von der gescheiterten Landnahme von Kadesch Bamea
(Numeri ] 3-14) als SchIUsseltext der Redaktionsgeschichte des Pentateuchs, ZA R 9.. 2003 56-
t

123. Seide Arbeiten knopfen an. den Ansatz einer doppelten Pentateuch-Redaktion an einerseits
t

im Rahmen einer Hexateuch-Redaktion, andererseits im Rahmen einer Pentateuch-Redaktion;


vgl. E. Otto:Das Deuteronomium im Pentateuch und Hexat.euch, FAT 30. Tübingen 2000. FOr
ausfUhrliche Verweise auf Sekundärliteratur wie auf die Details der literarkritischen Entschei-
dungen sei auf diese Arbeiten verwiesen.
2 Zum komplexen Befund der Überlieferung vgl. Achenbach: Vollendung 335-369.
t

3 Der letzte Versuch von R.G. Kratz: Die Komposition der erzählenden Bücher des Alten
Testaments, UTB 2157, Göttingen 2000 29S-304 t fUhrt lediglich zu einer Fragmenten-
t

hypolhese, deren wesentlicher Bezugspunkt hinsichtlich einer Verbindung von nichtpriester-


schriftlicher Exodus.. und Landnahmeerzlhlung der Verweis auf Schittim (Jos 2, t; 3,1) aus der
Itineramotiz in Num 2S Ia· ist; da die dtr Erzlhlung in Dtn 1-3 und Jos 1- diesen Punkt
t

übergeht, ist allerdings unsicher, ob die redaktionelle Aufnahme des Ortsnamens in Num 25,.-
124 ReiMard Achenbach

Verbindung der dtr Version der 'Gottesberg-Offenbarung mit d,er dtr


Landnahmeerzählung im Josuabuch literarisch auch im Rahmen der dtr
Überl.ieferung erst in einem sekundären Schritt erfolgt ist: Dtn 1-3.31·.34
setzen den Konnex von Dtn 5-28* voraus.
Nun sind allerdings, wie man etwa an der Kundschaftererzählung (Num 130
sehen kann, vor-dtr Überlieferungen über d,en Wüstenweg im Numeribuch erhal-
ten geblieben, die deutlich machen, dass die Deuteronomisten die ihnen zur
Verfügung stehenden Stoffe durchaus nicht vollständig rezipiert haben 4. Sie be-
legen, dass es eine vor-dtr Erzählung gegeben haben muss, die ihre sachlogische
Fortsetzung in Legenden über die Landnahme gehabt haben. Umgekehrt aber ha-
ben wir diese vor-dtr S,chichten nunmehr frühestens in einem Konnex mit der
deuteronomistischen Landnahmeerzählung. Das Dilemma der Offenheit des
Tetrateu,chschlusses hat seit M.Noth denn auch die Forschung beschäftigt 5. Sie
paart sich mit der Erkenntnis, ,dass die Priestergrundschrift Pg literarisch besten-
falls bis Lev 9 rekonstruiert werden kann 6 . Die zyklische Anordnung der Stoffe
in. vor-exilischer Zeit mag man annehmen, ihre literarische Verbindung ist in den
Büchern Gen - Ex eingebett.et in die Synthese von Väter-, Exodus-und Sinaj..
erzählung durch die Priestergrundschrift, andererseits findet sie ihre erzähllogi-
sehe Fortsetzung in derdtr Landnahmeerzählung Dtn - Jos. Die Brücke
zwischen beiden bildet eine nach-dtr und nach-priesterschriftliche Synthese von
Stoffen im Numeribuch (Num 10-32·). Redaktionsgeschichtlich bedeutet dies:
die Bewahrung der vor-dtr Überlieferungen der Wüstenerzählung dort setzt
deren dtr Rezension im Dtn schon voraus. Traditionell gesprochen: wir haben
einen "Jahwisten" oder "Jehowisten" nicht anders als in der nun vorfindlichen
Verbindung mit den ursprünglich deuteronomistischen Büchern Deuteronomium
un,d Josua und - wie man seit der Kommentierung des Numeribuches durch M.
Noth weiß - ergibt eine Rekonstruktion der vor-dtr Stoffe einen in vieler Hin-
sicht fragmentarischen Erhaltungszustand derselben. Mit anderen Worten: die
vor-dtr Stoffe des Numeribuches sind nurmehr nur noch als Teil eines
Hexateuchs zu haben, ihre Erhaltung ist einer Hexateuchredaktion zu verdanken.
Dabei sind indes eine Fülle von Überlieferungen bewahrt geblieben, die die Deu-
teronomisten übergangen hatten'. Wollte man sie bewahren, so konnte dies nur

auf einer außerhalb des Josua-Zyklus liegenden vor·dtr Überlieferung fußt (Achenbach: Vollen-
dung, 425ft).
4 Zur Schichtung von Num ]3-14 par. Achenbach: Erzählung, 123 A 313.
S Vgl. hierzu die instruktive Darstellung bei T.C. Römer: Das Buch Numeri und das Ende
des Jahwisten. Anfragen zur nQuellenscheidung im vierten Buch des P,entateuchs in: le.
U
t

Gert71 K. Schmidl M. Witte (Hg.): Abschied vom Jahwisten. Die Komposition des Hexateuch
in der jüngsten Diskussion, BZAW 315. BerUn! New York 2002, 215-23 1.218f (Lit.).
6 Römer: Numeri, 216tT(Lit.).
7 Dies ist wohl der Hauptgrund, weswegen die Kommentatoren des Numeribuches an der
Urkundenhypothese mit unterschiedlichen Akzentuierungen weiterhin festhalten (so l.
Schmidt: Das vierte Buch Mose Numeri. Kapitel 10, t 0-36,13, ATD 7,2, Göttingen 2004; H.
Seebass:NumerL BK IV, Neukirchen-Vluyn 1993ft), dabei aber das Noth'sche Dilemma
Numeri und Deuteronomium 125

geschehen unter Berücksichtigung der dtr Darstellung. Das Interesse der Hexa-
teuchredaktion an der Wahrung dieser Stoffe muss sich aus der Präsentation
derselben im Vergleich mit den Deuteronomium ergeben.

J. Die HexateuchredaJction

Die Deuteronomisten knüpfen an den Landnahmebefehl JHWHs am Horeb an


(vgl.Dtn 10,11 -. Dtn 1,6fl).Die Erzählung von d,er Entlastung des Mose stellt
diese als eine an einer Heeresordnung orientierten Delegation der Verantwortung
dar, die auf Initiative des Mose selbst zurückgeht (Dtn 1,9-18·). Gegenüber der
textlich in vieler Hinsicht verwandten Dublette in Exodus 18,13-27 fällt auf,
dass dort die Initiative und Gestalt der Entlastung auf den Einfluss des midiani-
tischen Schwiegervaters zurückgeführt wird. Die Wahrung der Dublette war nur
möglich, indem man für sie einen anderen geschichtlichen Ort annahm, nämlich
vor der Offenbarung des Gesetzes am Gottesberg, an der - wie man ja schon
von Dtn 5.9f her wissen kann - der Schwiegervater keinen Anteil mehr gehabt
haben durfte (Ex 18,27). Der Wüstenweg wird in Dtn 1,19 nur skizzenhaft
angesprochen. Er führt zum Ausgangspunkt des ersten Landnahmeversuchs am
Amoritergebirge, der am Ungehorsam Israels scheitert und die 40jährige
Wüstenwanderung zur Folge hat (Dtn 1,19-45). Demgegenüber ist in Num
10,29-32 ,die Einladung Moses an seinen Schwiegervater enthalten, Israel auf
dem Weg durch die Wüste zu begleiten, wodurch - entgegen derdtr
Überlieferung - die Erinnerung an die Anwesenheit nicht-israelitischer Sippen
im Zuge der Landnahme erhalten bleiben sollte (vgl. Ri 1,16).
Auch wird in Num 10,33· die Mitführung der Bundeslade erwähnt, die in
Dtn )-3 keine Rolle spielt. Währen,ddie deuteronomistische Landnahmeer-
zählung dieses Motiv anscheinend im Sinne von Jer 3,16 dem schmerzlichen
Vergessen anheimgeben wolltet muss der Verfasser von Num 10,33· die
priesterschriftliche Sinaierzählung hier vorausgesetzt haben, die an der Lade-
tradition festgehalten hat. In Num 14,44 betont er, die Lade sei bei dem Verstoß
gegen JHWHS Verbot nicht mitgeführt worden. Ansonsten teilt er anscheinend
die Zurückhaltung gegenüber dem Motiv, zumal er es ja in der außerpriester-
schriftlichen Wüstenüberliefenmg nicht wiederfinden konnte8.

weiterhin inkauf nehmen, jedoch der Rolle der Pentateuchredaktion gleichwohl größeres
Gewicht beimessen. Die Aufgabe des RedaktionsbegritTes und die Bestreitung seinergrundle-
genden mäeutischen und hermeneutischen Funktion bei der Erfas.sung der Texte in Verbindung
mit den in ihnen verarbeiteten Vorlagen und Überlieferungen durch J.Van Seters, The Life of
Moses. The Yahwist as Historian in Exodus-Numbers" eBETh 10. Kampen 1994, und zuletzt
in ders.: A Law Book for the Diaspora. Revision in the Study of the Covenant Code, Oxford
2003, fUhrt zu einer unhistorischen und uMötigen Überfrachtung des Autorenbegriffs, da nun
konsequenterweise die Abfassung von Überlieferungen unterschiedHcher Provenienz einem
einzigen nach-deuteronomistischen Verfasser mgewiesen werden muss.
8 Zur literarischen Schichtung vgl. Achenbach: Vollendung, 173-202.
126 Reinhard Achenbach

Die drei Episoden an den drei Stationen vom Horeb zum Amoritergebirge9
Tabera - Kiberöt ha Ta'awa - Hazerot (Num 11,3.34; 12~16) dienen zur Illus-
tration des Aufbegehrens Israels schon vor Beginn des Landnahmezuges. Dabei
wird einerseits auf den üblen Einfluss nichtisraelitischer Gruppen hingewiesen
(Num 11,4), andererseits aber wird eine Sonderüberliefenmg eingefiigt, nach der
der Angriff auf die Mischehe des Mose mit einer Kuschitin durch göttliche
Strafe zurückgewiesen wird (Num )2, 1.9f*113-15+). Der Skopus der Kund-
schaftererzählung (Dtn 1,19-46) wird in Num 13 f charakteristisch verschoben:
der einzige Kundschafter, welcher vollständig hinter JHWH steht~ d.h. auf seine
Verheißungen vertraut, ist Kaleb der Kenisiter (Jos 14,6.14)! Die vom Deutero-
nomisten nur fragmentarisch genutzte und eigenwillig interpretierte Kundschaf·
tererzählung wird vom Hexateuchredaktor mit der Kaleb-Überlieferung in
Verbindung gebracht und mit ein,em eigenen Akzent versehen in Jos 14,6--15 in
die Landn.ahmeerzählung eingefilgt 1o. Anliegen ist U.8., eine Erklärung dafür zu
bieten, warum Hebron auch nach der Land.nahme Wohnsitz nichtisraelitischer
Sippen bleiben musste. Und die Erklärung ist überraschend: weil das Vertrauen
ihres Stammvaters auf JHWH größer war als das aller anderen Israeliten II! D'i.e
Rückverweise auf diese Motive finden sich im Deuteronomium jeweils lediglich
in sekundären Ei.nschüben und gehören nicht zum dtr Grundbestand der Texte.
Das gilt sowohl fUr den Hinweis auf Kaleb in Dtn 1,36 als auch für den Rück-
verweis auf den Ungehorsam Israels in Tabera und Kiberöt ha Ta'awa in Dtn
9,22 und auf den Aussatz der Miriam in Dtn 24,9. Lediglich die Konstruktion
der Bundeslade wird in Dtn 10,1 b.2b.3a systematisch, gleichwohl re,daktionell
irnErzählkontinuum verankert l2 .
Di,e Zeit der Wüstenwandenmg und das Aussterben einer ganzen Generati.on
bleibt im Deuteronomium unerzählt: es war eine lange Zeit des Umherirrens im
Gebiet zwischen Schilfmeer und Seir (vgl. Dtn 2.1 ).Der Behauptung eines

9 Di: Nennung Kadeschs ist in Verbindung mit ,der Kaleb-Hebron-Ü~rlleft:rung erfolgt,


vgl. E. Otto: Deueronomiumim Pentateuch, 19fpassim.
10 Otto: Deuteronomium im Pentateuch, 21 f. 76--85; die Anbindung an eine 1udlische
Sippe ist erst später konstruiert worden, Achenbach: Erzählung" 81 f.
11 Die Person Josuas wird in dieser Schacht der Erzählung ganz im Getolge von Dtn I noch
ftlr zu jung angesehen. rechnet also nicht zu den erwachsenen Israeliten. die sich durch Unglau-
ben versündigt haben. (Achenbach: ebd.).
12 Zur Gesamtanalyse von Num 11-12 vgl. Achenbach: Vollendung, 173-301; die von
Tle. R.ömervorgetragenen Beobachtungen zu einer nach-dtr und nach.prieslerschriftl ichen lite-
rarischen Integration der Kapitel (vgI.T.C. Römer: Nombres 11-12 et la question d"une
rtdaction deuteronomique dans le Pentateque, in: M. Vervennel J. Lust (Hg.): Deuteronomy
and Deuteronomic LiI'crarure, FS C.H.W. Brekelmans, BEThL 133, 1997,481--498; ders.: Das
Buch Numeri. 224-229)" der zugleich die "Unauffindbarkeit des lahwisten in Numeri"
konstatiert. sind also m.E. dahingehend zu modifizieren, dass mit Fragmenten einer vor- bzw.
außer-dtrOberlieferung in Num IOt29b.30-32; 11,( 1b* .2r)4b.1 0.-
113 .18-208- ... 31-32 ge·
rechnet werden kann, die aber nunnehr in ihrer nach-dtr Verarbeitung durch einen Hexateuch..
redaktor und nachträglicher Überarbeitung durch einen Pentateuchredaktor (m.E. in Num ]0.
11·.12.3lbt3; 11,10~.11-12.t4f:16-17.24-30; 12, 1·.2a.3-8.9b.10aa.b.I 1-12) vorliegen.
Numeri und DeuJeronomium 127

Durchzugs durch dasedomitische Gebiet steht in der vor-dtr Überlieferung die


EI7..ählWlg von der Verweigerung der Durchzugsgenehmigung durch die Edomiter
entgegen (Num 20,14-21), welche ursprünglich wohl mit der Sihon-Erzählung
zusammengehörte. Der Hexateuchredaktor ordnet diese jedoch noch der
Wüstenwanderungszeit zu und vermutet, dass hinter Dtn 2,1-8 schon das Ende
der Wüstenzeit bevorgestanden habe. Zugleich begründet er dort in v. 4f durch
ein JHWH-Wort, das einen Rückverweis auf Gen 36,8 enthält~ die brüderliche
Verwandtschaft zu dem Edomitem und von daher das Verbot eines Angriffs auf
dieselben. Hier entwickelt die Hexteuchredaktion eine Haltung, die dem (nach-
dtr) qähäl-Gesetz in Dtn 23,8 entspricht in einer Linie, die bis nach Jos 24,4
reicht. Die infolge des arabischen Vordringens in der Mitte des 5. Jh.s im Nie-
dergang befindlichen Edomiter sollen bei einer möglichen Rückkehr in die
Gemeinschaft des qahä/ Israels Aufnahme finden. Auf die weiteren komplexen
Befunde der Überlieferung in Num 20f.32 kann hier nicht eingegangen werden tJ .
Auffällig ist gegenüber Dtn 1-3 der Überschuss der umfänglichen Bileam-
Erzählung. Sieht man von der jüngeren EinfUgung der Eselinnenlegende und den
späten Orakeln in Kap 24 ab, so wird in der Erzählung vor allem der Glaube an
die Möglichkeit JHWHs deutlich, auch den großen, nicht-israelitischen Propheten
des Ostjordanlandes zum Bekenntnis zu JHWH allein bewegt zu haben. Wieder
wird hier einem Nichtisraeliten im Ostjordanland ein glühendes Bekenntnis zu
JHWH angedichtet, welches im Kontrast zu den Anfeindungen der Moabiter
(und sekundär auch der Ammoniter) steht l4 . Auch dieses Motiv findet Eingang
in das qähä/-Gesetz, worin in Erinnerung an die Bileam-Erzählung das Verbot
ausgesprochen wird, Moabiter (und Ammoniter) in den qähäl aufzunehmen
(Dtn 23,4t). Die Deutungslinie reicht bis nach los 24,9, wo allerdings nur die
Moabiter erwähnt werden.
Die Sünde bei "Ba'al-Pe"or4f. findet in Dtn 3,29 keine Erwähnung. Die
Erzählung in Num 25,1-5· begründet aber gegenüber dem Dtn einen wichtigen
Umstand: die Moserede erscheint im Großkontext der Hexateucherzählung als
Rede zur Bundeserneuerung, der ein Bundesbruch an der Schwelle des Landes
vorangeht. Ein Rückverweis auf diesen Vorgang ist sekundär dann in Dtn 4,3
eingebracht worden.

13 Römer: Numeri 228: nFUr die nichtpriesterlichen Texte in Num 16-11, 20-21 und 2S
t

mehren sich die Stimmen, die eine späte nicht-quellenhafte Entstehung dieser Texte postulie-
ren." (vgl. ebd. A. 70 Lit.). Zum gesamten Komplex vgl. Achenbach: Vollendung~ 335-403.
14 In der durch den Hexateuch-Redaktor in Num 22f verarbeiteten Tradition liegt eine
Verschmelzung aus Moab-Kriegs-Legende, Bileam-überlieferung und Legendenbildung Ober die
Landnahme vor, deren vorredaktionelle Gestalten literarisch kaum noch zu ermitteln sein
dUrften. Spätere redaktionelle Bearbeitung hat den heidnischen Seher dann wieder negativ
konnOI iert. V gl. im einzelnen Achenbach: Vollendung, 389-424. In der gleichen Richtung
gehen die Beobachtungen von M. Witte: Der Segen Bileams - eine redaktionsgeschichtliche
Problemanzeige zum "Jahwisten" in Num 22-24, in: J.C. Gert7J K. Schmidl M. Witte (Hg.),
"Abschied vom Jahwisten!' Der nichtpriesterliche Hexateuch in der Diskussion, BZA W 315.
2002, 191-213.
128 Reinhard Achenbach

Liest man die Einbringung der älteren Überlieferung gegenüber dem Deutero-
nomium im Numeribuch im Zusammenhang mit demselben, so wird deutlich,
dass die Hexateuchredaktion ein sehr eigenes Interesse vertritt. Gegenüber der
rigoristischen Abgrenzung der Deuteronomisten von allen fremden Völkern wird
hier die Möglichkeit der Integration erwogen. Dabei bleibt es bei dem Bemühen
um die Selbstbehauptung der israelitischen Religion und des Anspruchs auf das
Land. Auch weiterhin schreibt man den Verlust des Landes und der Souveränität
dem Unglauben Israels zu. Von den Fremden geht wohl die Versuchung zum
Unglauben aus, aber wenn sie sich zum Gott Israels bekennen, so wird auch
ihnen Bürgerrecht in der Religionsgemeinschaft Israels zuteil. Das gilt fur die
Edomiter, den Kenisiter Kaleb, ja selbst die Kuschitin oder die kanaanäische
Hure Rahab (vgL Jos 2,9-11)15.
Mit DtrL hat die Hexateuchredaktion auch die Erzählung vom Tode des
Mose mit übernommen (Dtn 34,5·). Da Mose für ihn schon als Anfänger der
Landnahme im Ostjordanland erscheint, betont er besonders die Inaugenschein-
nahme des Westjordanlandes als symbolischen Akt der Bekundung des
Besitzanspruches (Dtn 34,2fra.7t)16.
Das Problem der Nichterwähnung der Bundeslade in Dtn 1-3 wurde schon
genannt. Es war anscheinend in der vor-dtr Überlieferung nicht enthalten. Die
Priesterschrift enthielt allerdings eine ausfilhrliche Legende von der Fertigung der
Lade aus "Akazienholz~' (Ex 25). Die Erzählung von der Unterstützung des
Mose nach dem Bundesbruch am Sinai durch die levitischen Anführer in Ex
32,26-29 wird in einem Nachtrag zur dtr Version in Dtn 1O,8f zwn Anlass ge-
nommen, Ladeüberlieferung und Leviten in der Weise miteinander zu verbinden,
dass behauptet wird, Mose habe seinen Stammesgenossen den Auftrag gegeben,
für die Überführung der Lade und die Aufbewahrung des Gesetzes (Dtn 31,9-
13) Sorge zu tragen. Der von hier ausgehende Erzählfaden bezieht Dtn 27 (9f)
und Jos 8,30-35 ein: noch auf späterhin samaritanischem Gebiet seien die
Gesetze im Angesicht der Lade von Josua auf Steine geschrieben dem Volke
verkündet und zugänglich gemacht worden. Gegenüber der Legende der Priester-
grundschrift von einer ursprünglich aaronidischen, altisraelitischen Linie des
Priestertums wird hier das Prinzip der mosaisch begründeten Levitizität des
Priestertums eingefilhrt. Von einer Institution des levitischen Priestertums ist in
den Büchern Ri-2 Kön nicht mehr die Rede! Dieser Vorgang liegt also nicht im
GeOOle der dtr Vorstellungen, wie das völlige Fehlen eines Hinweises auf den
Levitismus in den Samuels- und Königsbüchern zeigt, besonders auch in 2 Kön
22f Der Vorgang wird auch nicht verstehbar aus dem Gefälle der priester-
schriftlichen Heiligtumslegende (Leviten werden in Ex 25-31·.35-40·; Lev. 1-
9* nirgends erwähnt), sondern im Gefllie einer Hexateuchredaktion.

loS Der Einschub fUgt sich in das Konzept des Hexateuch-Redaktors, vgL Achenbach:
Vollendung. 395.398.
16 Achenbach: Vollendung, 318-334.
Numeri und Deuteronomium 129

Neben dem Festhalten an herkömmlichen Ansprüchen Israels auf das Ver-


heißungsland in seinen alten (legendär "davidischen Ausmaßen und zugleich
U
)

der Eröffnung der Möglichkeit der Integration von Nichtisraeliten in den qähal
hat die Hexateuchredaktion (möglicherweise in einer Ergänzungsstufe zu ihrer
Grundschicht) also auch das Interesse an einer Gewährleistung der mosaischen
Bindung des Priestertums und der Vereinheitlichung der Religiosität Israels in
neuerlicher Bindung an das Zentralheiligtum in Jerusalem.. Schließlich scheint
diese Redaktion die Erwartung eines künftigen Kommens eines neuen Propheten
Israels im Sinne von Dtn 18, 15~ also eines neuen prophetischen, charismatischen
Führers, zu teilen.
Ganz anders endet dagegen die Tora in Dtn 34,10-12, wenn betont wird,
dass kein Prophet wie Mose mehr erstand in Israel, weil allein diesem es gege-
ben war, mit JHWH von Angesicht zu Angesicht zu reden. Dieser Text steht in
einer redaktionellen Linie mit Ex 33,11 und Num 12,6-8. 17, die die Integration
der Priestergrundschrift, der nicht-dtr Erzählungen und der dtr Landnahme-
erzählung voraussetzen. Die Texte vertreten das Anliegen~ den Maßstab norma-
tiver Offenbarung auf Mose allein zu beschränken, die Tora von der Offenba-
nmgsqualität dessen, was im Josuabuch tradiert worden ist, abzugrenzen und sie
zugleich auch von der Prophetie zu unterscheiden. Es ist daher mit E. Otto von
einer zweiten Redaktionsschicht im Pentateuch zu reden.

2. Die Pen/ateuchredalction

Die Pentateuchredaktion nimmt das Motiv der Theophanie über dem Heiligtum
aus der Priestergrundschrift auf (Ex 29,43ff). Diese ereignet sich - und das ist
das Eigentümliche gegenüber der priesterschriftlichen Vorstellung - aber unge-
bunden an den priesterlichen Opfervollzug im Heiligtum je und dann. JHWH
kann sich vom Heiligtum lösen, in Feuerschein- und Wolkensäule mitwandem.
Beachtet man, wann von solcherlei Theophanien die Rede ist, so sind es jeweils
Szenen, die der Einrichtung nach-sinaitischer Institutionen dienen: der Rat der
70 Ältesten die im mosaischen Geiste handeln sollen (Num 11,24-30), die
Bestätigung der unumschränkten Autorität des Mose auch gegenüber den
Propheten (Num 12,2-8.10aa*), die Bestätigung des unumschränkten Vorrangs
des (nunmehr als levitisch angesehenen) Hohenpriestertums Aarons vor den
Laien (Nurn 16,17-18.19b·.35), die Einsetzung des Josua in die rein politische
Nachfolge des Mose (Dtn 31, 14f.23). Eigentümlicherweise endet hier die

17 Ebd., 290-301; schon A.H.J. Gunneweg: Das Gesetz und die Propheten. Eine
Auslegung von Ex 33.7-11; Num 11,4-12,8; Dtn 31,14f; 34,10. ZAW 102,1990,169-180;
H.-C. Schmin: Die Suche nach der Identität des Jahweglaubens im nachexilischen Israel.
Bemerkungen zur theologischen Intention der Endredaktion des Pentateuch (1995), in: ders.•
Theologie in Prophetie und Pentateuch. Gesammelte Schriften. BZA W 310, BerlinI New York
200 L 255-276.
130 ReiMard Achenbach

Einbringung des Motivs. Das Josuabuch erzählt nicht mehr von käbod-
Erscheinungen. Erst sekundär wird das Motiv in 1 Kön 8,IOf eingebracht. Mit
dieser Begrenzung der Zeit der Offenbarung des käbod auf die mosaische Zeit
wird zugleich der Pentateuch als Tora und exklusiver Maßstab aller weiteren
Offenbarung festgeschrieben. Interessant ist vor allem die Umstilisierung des
Konflikts um die Mischehe des Mose zu einem Konflikt um die Qualität seiner
Autorität als Offenbarungsmit1ler in Num 12, auch in seiner Vorordnung ge-
genüber Aaron. Beide, Prophetin und Priester, obschon von levitischem Ge-
schlecht, können ihren Wortempfang nur unter den des Mose stellen l8 . Nach Ex
4, 15f muss Mose das göttliche Wort in den Mund des Aaron legen, und das
Lied der Mirjam Ex 15,21 wird durch die Voranstellung des Moseliedes in Ex
15,1 b so stilisiert, dass Mirjam nur aufnimmt, was Mose schon vorher gedichtet
hat. Die Kritik der Prophetin oder des Priesters an Mose wird als Bestreitung
seiner einmaligen prophetischen Autorität als Mittler der grundlegenden
Offenbarung Israels interpretiert und zurückgewiesen.
Besonders eindrücklich lässt sich der Prozess der redaktionsgeschichtlichen
Entwicklung an Num 16-17 (18) zur Darstellung bringen l9 . Diese hat sich-
was seit der Analyse von A. Kuenen 20 zu einem weitgehenden Grundkonsens
der Wissenschaft gehört - in drei aufeinander folgenden Schichten bzw. Phasen
vollzogen. Ausgangspunkt ist als Fortsetzung und Anhang an die Erzählung von
der gescheiterten Landnahme Num 13f die Erzählung von den Nachfahren des
Erstgeborenen Israels Ruben namens Datan und Abiramt die Mose die Gefolg-
schaft ins Verheißungsland verweigern mit den Worten "'»J t-t,
(16,12, vgl.
16,lb·.12-15.23-34* [ohne Korach]). Sie ist zusätzlich akzentuiert durch den
ausdrücklichen Wunsch, Ägypten als dem Verheißungslande überlegen an-
zusehen. Datan und Abiram fahren zur Strafe hierfür nunmehr direkt in die
Unterwelt und auf Erden bleibt nichts zurück.. was an sie erinnert. M.E. lebt
diese Legende von einer Polemik des Hexateuchredaktors gegen entsprechende
Tendenzen, das Leben in der Diaspora dem miihevollen Weg ins Verheißungs-
land vorzuziehen. Die Episode richtet sich bewusst an die Generation der

18 Die Doppelschichtigkeit von Num 12, das aus einer Grundschicht und einer Bearbeitung
besteht~ ist vielfach beobachtet worden, vgl. auch H. Seebass: Numeri IV,l, Neukirchen-Vluyn
1993, 57-75. Er bestreitet allerdings die späte Ansetzung von v. 6-8 und nimmt eine
Bearbeitung durch den "Jehowisten an (641). Dieser ware dann allerdings merkwürdigerweise
U

sehr lange ohne Wirkungsgeschichte geblieben. Seebass mein~ die Hervorhebung des Mose ge-
genüber einem gewöhnlichen Propheten Israels (MT, LXX) in v. 6-8 betone gerade dass Mose
t

nicht als Prophet gelte und schließe eine Zusammengehörigkeit mit Dtn 34,10 (und Ex 33,7-
11) aus (ebd., 64t). Tatslchlich aber hebt der Text die Besonderheit des Offenbarungsempfangs
des Mose hervor, Dtn 34,10 bestltigt dies im Gegenzug zu den Hoffnungen von Dtn 18,15 und
grenz! gerade dadurch alle folgenden Offenbarungstexte vom Pentateuch ab.
19 Achenbach: Vollendung, 37-172.
20 A. Kuenen: Bijdragen tot de critiek van Pentateuch en Jozua. IV. Oe opstand van
Korach, Dathan en Abiram Num. XVI, ThT 12, 1878, 139-162.
Numeri und Deuteronomium 131

"Kinder" Israels. Dtn 11,7 wird an sie im Anschluss an einen nach-dtr Wld nach-
priesterschriftlichen. Text erinnert~ ebenfalls durch die Hexateuchredaktion21 •
Diese Episode ist nun durch. eine weitere überformt worden, die den ge-
samten Vorgang als Rebellion einer großen Schar von 250 Laien nicht allein ge-
g,enüber Mose, sondern auch gegenüber Aaron als dem Wortmittler und Priester
gerichtet erscheinenlässt22 . Dabei wird in Num 16,3 der Grundsatz der
Verfasstheit Israels als eines unter von Priestern bestimmten Herrschaft stehen-
den durch seine Heiligkeit für JHWH ausgezeichneten Staatsvolkes problemati-
siert: Ihr überschreitet eure Kompetenzen! Denn alle Glieder der gesamten
u

'&lah sind heilig, da JHWH in ihrer Mitte weilt. Warum erhebt ihr euch über den
qähol JH WHs?! " (lJ,'O, "~:1' c:>,n~, c'qj,i' C,:,j ~,.t'i1-"~ ,~ 0:>"-:11
;',:1' ~Lrp-~l' '~W)nn).
Der Bezugstext dieser von Num 16 bestrittenen Auslegung ist der program-
matische Satz von Ex 19,6 (td"p 'u, C')iT~ n~,cc ""i1n CM) ein von Dtn
7,6 (l'it"'l't iT,iT" nn~ qj"P Cl.' ,~ ) her vor dem Hintergrund der Priester-
schrift entwickelter Programmtext, der vermutlich mit Hinsicht auf das
Heiligkeitsgesetz die Exklusivität des kultischen Alleinvertretungsanspruches
des Hohenpriesters zur Konsequenz hat. Die 250 Laien werden zu einem
Gottesurteil herausgefordert. Gemeinsam mit Aaron treten sie mit Räucher-
pfannen vor die Gottheit, der käbod JHWHs erscheint und verbrennt alle 250
außer Aaron. Diesem verbleibt als einzigem die Möglichkeit, die Entsühnung des
Lagers zu vollziehen. Die Entfaltung dieser Legende ist zu verstehen wiederum
vor dem Schlüsselkapitel der Gola-Theologie Ez 8, worin gerade die Gefahr der
Überfremdung des JHWH-Kultes durch kanaanäische und mesopotamische
Elemente, vor allem die Räucheropfer der Ältesten4j beschworen wird und daran
erinnert, dass es gerade diese Vorgänge gewesen sind, die den Auszug des kaböd
JHWHs aus dem Tempel bewirkt haben. Mit der Bestätigung der Institution des
Hohenpriesters ist aber zugleich auch Ex 19,6 als Grundsatz der Verfasstheit
Israels als Hierokratie bestätigt. Indem in dieser gleichen Phase der redaktio-
nellen Bearbeitung das Heiligkeitsgesetz, welches das Deuteronomium untier der
Perspektive der Priestergrundschrift radikalisiert, als Abschluss der sinaitischen
Gesetzgebung dem Deuteronomium vorangestellt worden ist, tritt nun vor die
im Dtn entfaltete Theorie der Levitizität des Priestertums die Betonung der
Präponderanz der hohepriesterlichen Funktionen und damit eine Differenzierung
der priesterlichen Institutionen in die Familie des Hohenpriesters und die
übrigen Leviten ein. Diese wirkt sich auf das Priestergesetz des Deuterono-

21 Zur redaktionsgeschichtlichen Spätansetzung vgl. U. Schom: Ruhen und das System der
zwölf Stimme Israels. Redaktionsgeschichtliche Untersuchungen zur Bedeutung des Erstg,ebo-
renen Jakobs, BZAW 248 t BerlinI New York 199'7 2S 1~268; Achenbach: Vollendung, 46.
t

22 Die Datan-Abiram-Ep'isode in der Version des Hexateuchredaktors umfasst Num 16,Jb·.


12-IS.2S-26.27b.28-32a.33aba.34; die hierauf aufbauende Rebellionserzlhlung Num 16,21#!.
3.4.16aa·b.; 17.7af3.18.19b.23.24a.27a.35; 17,11-15 steht in Verbindung mit der Pentateuch·
redaktion.
132 ReinhardAchenbach

miums aus, in.dem dort Versorgungsregeln für das Hohepriestertum gegenüber


dem levitischen eingeftlhrt werden (Dtr: 18,3f*;HexRed: 18,la.5.6-8; PentRed
18,lb.2). Die Leviten, die "die Lade tragen'" sind hiernach nicht mehr C'Jit~r1
C"'~i1 - die levitischen Priester, sondern einfache nLeviten" (Dtn 31,25: C"~"
it'~' n'''~-l''M -'M(o), die die Mosetora neben der Bundeslade aufbew,ahren
sollen (Dtn 31,26). Das allgemeine Recht auf die priesterliche Amtsausübung,
welches die Hexateuchredaktion mit dem Konzept der Levitisierung des
Priestertums dem Levitenturn insgesamt zugemessen hatte, wird durch die
Pentateuchredaktion deutlich eingeschränkt, indem diese strikt zwischen der
priesterlichen Aufgabe im 'Opferdienst und im Heiligtum und der Aufgabe der
Tradition der Tora un,d der Torabelehrung nach außen unterscheidet. Es war vor
allem die zadokidische Priesterschaft der Gala, von der wir im Anhang an das
Ezechielbuch erfahren, dass sie das Prinzip der Levitisienmg des Priestertums
zwar akzeptiert hatte, aber darauf bestand, dass allein den Zadokiden das
hohepriesterliehe Amt zustehen durfte. Sie gab nicht zuletzt den Leviten die
Schuld an den Abirrungen Israels und begrUo,dete so ihren Alleinver..
tretungsanspruch (Ez 44,6-15)23. So ist es wohl auch auf ihren Einfluss
zurückzu,ftihren, dass sich an die durch die Pentateuchredaktion gefo,nnte Tora
eine Bearbeitungsschicht angliederte, die vor allem das Numeribuch als Brücke
zwischen dem Heiligkeitsgesetz und dem Deuteronomium genutzt hat, um im
Klei.de der Ursprungslegenden der heiligen Ordnungen Israels die Strukturen der
jüdischen Theokratie 24 zu festigen.

3. Die Ihe%·a/ische Bearbeitung

In diese Phase gehört die dritte Bearbeitungsschicht in Num 16f, die den Leviten
Korach zum Anstifter des Aufstandes gegen das Priestertum stilisiert und in
harten Worten den Leviten die kahunna t das Recht auf die Ausübung des
Priesteramtes. versagt (Num 16,5.8-11) und Korach mitsamt den Rubeniten zur

23 Hierzu R. Achenbach: Levitische Priester und Leviten im Deuteronomium.Überle-


gungen zur sog. "Levitisierung" des Priestertums (ZAR 5) 1999, 285-309.
24 Zur Legitimation der weiteren Verwendung des von Josephus Contra Apionem 11,.165
geprägten Begriffes und zur Diskussi'on vgl. Achenbach Vollendung, 130-140. Er erfasst m.E+
t

das Selbv,erständnis des hierokratisch bestimmten seiner staatlichen Souveränitat ennangelnden


t

5elbstverwaltungssystems in der Provinz Jehud der spaten Perserzeit am treffendsten; aus der
Binnenperspektive ihrer religiösen Verfaßtheit unterscheidet sich di.e jÜdische Provinz von den
weiteren Stadtstaaten der hellenistisch-römischen Epoche, auch wenn in der soziologischen
Außenperspektive die Durchsctzung eines politisch souveränen theokratischen Staatswesens in
der biblischen Form nie zustande gekommen ist. Dies übersieht M. Semett. Polis und Politeia.
Zur politischen Organisation Jerusalems und Jehuds in der Perserzeit, in: S. Alkicrl M. Witte
(Hg.), Die Griechen und das antike Israel. Interdisziplinlre Studien zur Religion.s- und
Kulturgeschichte des Heiligen Landes, 080201, Fribourgl Göttingen 2004, 73-130.
Numeri und Deuteronomium 133

Hölle gefahren sein lässt (16,32)25. Der Erwartung eines politischen Verant-
wortungsträgers über die ideelle Repräsentanz der Zwölf Stämme im Umfeld des
Heiligtums in Jerusalem, wie sie noch Ez 45 entfaltet, wird allerdings nun die
Einsetzung des Hohenpriesters als Regent über die zwölf Würdenträger der
Stämme Israels (n~si);m) durch die Legende vom blühenden Aaronstab, Nurn
17,16--26, entgegengestellt. Sie begründet die Theokratie, wie sie sich in spät-
persischer bzw. frühhellenistischer Zeit in der Provinz Jehud entwickelt hat und
die - im Gefälle der Pentateuchredaktion - von jeder weiteren kultischen
Auszeichnung irgend eines anderen Ortes absieht. Um die eigene, nunmehr
"Ievitisch" interpretierte Genealogie der Zadokiden abzusichern und zugleich die
Zurückdrängung des altisraelitischen Priestertums, wie sie in den Erzählungen
vom Scheitern der Eliden (1 Sam 2f1) und der Bevorzugung der Zadokiden durch
Salomo (1 Kön 2,35) begründet worden war, in die Ursprungserzählung des
Pentateuchs zurückzuprojizieren, wird in Analogie zum Räucherpfannenurteil
von Num 16 in Lev 10,1-3 die Erzählung vom Scheitern der ältesten Söhne
Aaronseingefugt und in Lev 10,4-11 mit den Grundsätzen der Priesterordnung
aus Ez 44,20-27 verbunden. Die Anlage der genealogischen Verbindung der
Zadokiden mit dem Geschlecht des Aaron wird in dem Genealogie-Fragment Ex
6,14-27 verankert, in welchem alle drei gescheiterten Generationen benannt
werden: Rubeniten, Aaroniden und Korachiten. Die Weiterführung und
Vervollständigung dieser Genealogie ist bekanntlich in 1 ehr 5,27-41 zu finden:
Während schon die beid,en Erstgeborenen Aarons an der kultischen Aufgabe
scheitern, bewährt sich der Drittgeborene Eleasar (Num 17,1-5), auf dessen
Linie sich die Zadokiden zurückführen (lehr 5 30.38). Was nun folgt, ist eine
t

Neuordnung der Ämterrechte der Priester und der Leviten (Num 18). Sie erhält
in einer breiten Ausfilhrung der Lagerordnung Num 1--4· eine beispielhafte
Gestalt. Diese spiegelt vor dem Eindruck, den die jährlichen Heereszählungen
der Achämenid.en in den Satrapien auf Israel gemacht haben müssen, eine
Auseinandersetzung mit der Frage der wahren göttlichen Ordnung und der damit
in Zusammenhang stehenden Reinheitsvorstellungen wieder.
In mehreren Phasen wird das Numeribuch nun, nachdem Sinaiperikope und
Deuteronomium als Corpora in ihrer Kanonizität ,etabliert und quasi unantastbar
geworden waren, zu dem Ort, an welchem Ausführungen zur Tara Eingang fin-
den konnten. Dies geschah mit Hinsicht auf nach der Etablierung des Heilig-
keitsgesetzes zunehmenden Wallfahrtsbetrieb am Heiligtum in Jerusalemzum
einen in der Explikation der Reinheitstorot (Num 5f; 15; 19) und (vermutlich in
einer späten, vor-chronistischen Phase) im legendenhaften Ausbau der Sinai-
und Wüstenwanderungserzählung mit z.T. midraschhaften ZOgen (Num 7-9;
31). Die Bearbeiter filhren die Entwicklung eines weitreichenden Konzeptes der
Levitenversorgung durch sogenannte Levitenstädte noch auf die Mosezeit
zurück und begründen damit die Entlastung des Zentralheiligturns hinsichtlich

2S Dieser Bearbeitung ist im Weiteren zuzuweisen: Num 16, I- .5-7· .8--11.16- , 19a.20-
22.24b· .27b*(32·);! '.1-5.6-10.16-26; Num 18-.
134 Reinhard Achenbach

seiner Asylaufgaben (Num 34ff; Jos 21 f). Die Gestalt des Josua samt der
Vollversammlung der Religions-Gemeinschaft Israels, der cidah, unter Führung
ihrer Würdenträger, der n~siJim, erscheint nunmehr gänzlich als dem Hohen-
priester als oberstem Tara-Mittler nach- und untergeordnet. Dies betrim die
Fragen der Landverteilung und de,s Erbrechts aber au,cb das Wächteramt über die
Reinheit des Volkes und die radikale Abgrenzung gegenüber den Nachbam~den
h
"Midianitem Vor allem durch die Wahrung der Exklusivität des Opferkultes

und der präzisen Grenzziehung zwischen dem Inneren d.es Heiligtums., von dem
allein durch die Worte des Hohenpriesters der naaronidische Segen" ausgeht
(Num 6,22-27), und der klaren Bestimmung der Möglichkeit und Grenze, einer
eigenen Teilnahme am Kultgeschehen im Rahmen des Wallfahrtsgottesdienstes,
zu welchem jeder gläubige Jude verpflichtet wird (das richtet sich letztlich gegen
einen dauerhaften Verbleib in der Diaspora!), wird somit im Numeribuch die
Mosetora vollendet.
Die Vermutung von T.C. Römer26 , bestätigt sich: "Anscheinend konnten
diese Texte nur noch im Numeribuch Aufnahm·e finden, ,d,a die anderen vier Bü-
cher wohl scho,n einen protokanonischen Status innehatten. In der Tat schließen
Lev 26,46 bzw. 27,34 die Sinaioffenbarung eindeutig ab ... Man hat also im
Nachhinein dieSinaiperikope durch Num 1-10 ausgeweitet und diese Ver-
längerung mit einer neuen Überschriftversehen.uAllerdings ist es erst auf der
Ebene ,dieser Pentateuch-Bearbeitung zum System der Offenbarungsphasen (Ex
19-40; Lev 1-16.17-27; Num 1-25.26-36) und also einer Unterteilung in
buchhafte Rollenabschnitte gekommen. Die Unterscheidung in ,..Bändeu des
Pentateuchs setzt die Existenz des in ftlnf Phasen (Gen - Ex - Lev- Num -
Dtn) einteilbaren Ganzen als sog. ,Yentateuchischc Einheit" voraus. Die Unter-
teilung in "Bücheru ist also nicht Teil der Redaktionsgeschichte, sondemFolge
der Bearbeitungsgeschichte 27. Die frühhellenistische Zeit konnte Änderungen
der kultischen Ordnungen~ vor allem das zunehmende Eindringen der Leviten in
die Funktionen des Tempeiwächteramtes und der Tempelsängerschaft nur noch
erklären aus der Annahme davidischer oder noch späterer 'Ordnungen im
Rahmen der Chronikbücher. Vor deren Hintergrund musste die vorstaatliche
Zeit, wie sie im Richter- und Samuelsbuch dargestellt wird, als eine Zeit
finsterer Gottesvergessenheit erscheinen.D'ie Tora erschien vollendet und
konnte fortan lediglich in auszugsweisen Gebrauchsrezensionen kopiert oder
auch erläutert (Tempelrolle), nicht aber ersetzt od,er selbst erweitert werden.
Alle weiteren nachgeordn,eten Tempelordnungen mussten aus der Geschichte
erklärt werden (so in der Chronik), und die Prophetie konnte nur .n,och als
Auslegungsgeschichte ,der und M.ahnung zur Tora interpretiert werden, wonach
das Corpus Profeticum denn auch mit einer Mahnung endet: ;,wo n,,,, ,,~t
',:J1' (Mal 3,22).

26 Römer: Numeri, 223,


27 Zur Unterscheidung zwischen kanonischen und postkanoniscben Theorien zur literari-
schen Genese des Pentateuch vgl. E. Otto; Art. Pentateuch, RGG4 V (2003) 1089-1102.
Establishing the Rule of Law?
The Composition Num 33,50-56 and the Relationships Among the
Pentateuch, the Hexateuch, and the Deuteronomistic History

GARY N. KNOPPERS

In recent decadcs, scholars have devoted significant attention to exploring larger


issues in the relationship between the composition of Deuteronomy and the
composition of the Deuteronomistic History I. The organization of
Deuteronomy, the nature and extent of Deuteronomistic editing in the work, and
the history of Deuteronomy's redaction have all been reevaluated. Some
scholars have focused their attention on the presence of Deuteronomistic tenni-
nology and themes in books, such as Genesis and Exodus, while others have
studied the relationship between the Deuteronomic and the Priestly works.
Some have questioned the usefulness and viability of the Deuteronomistic
History hypothesis itself2. Yet others have reexamined the relationship between
the Holiness Code and the Priestly writing, reversing the line of dependence
from the latter to the former). In this context of questioning older positions t

new and important questions have been raised about the process leading to the
fonnation of the Tetrateuch, Pentateuch, Hexateuch, and Enneateuch. How did
Deuteronomy become part of the Pentateuch? How is it that Deuteronomic and
the Priestly traditions were combined ioto a single work? Were 0 and P inde-
pendent sources or were they compositional layers that influenced one
another4? Did this combination of D and P represent a single development, an
unprecedented compromise between scribes stemming from Deuteronomistic
and Priestly circles, or aseries of developments, a long process of compromises
by scribes within the Deuteronomistic and Priestly traditions? Or was there a
redactor or aseries of PentateuchaJ and Hextateuchal redactors culling, supple-
menting, and editing older texts? If so, what were the contributions of editors to

1 Convenient overviews of the issues may be found in T.C. Römer and A~ de Pury:
L'historiographie deuteronomiste (HO): Histoire de la recherche ct enjeux du debat, in: A. de
Puryl T. C. Römer! J.-O. Macchi (ed.s), Israel construit son histoire: L'historiographie deu-
teronomiste a la lumi~re des recherches r«entcs. MdB 34, Geneva 1996. 9-120; T. Veijola:
Deuteronomismusforschung zwischen Tradition und Innovation (1.11). ThR 67 (2002) 273-
327.391-424.
2 See the references in my Is there 8 Future far the Deuteronomistic History?, in: T.C.
Römer (ed.): Tbc Future ofthe Deuteronomistic History. BETL 147, Leuven 2000, 119-134.
31. Knohl: The Sanctuary ofSilence, Minneapolis ]995; J. Milgrom: Leviticus 17-22, AB
3A, New York 2000 t 1319-1367.
4 E. Blum: Studien zur Komposition des Pentateuch t BZAW 189, Berlinl New York 1990.
136 Gary N. Knoppers

these older compositions? Were the redactors minimalists or maximalists in the


nwnber of texts they themselves added to create larger literary works?
Some scholars have reopened the question of the relationship between
Joshua and the corpus of Genesis through Deuteronomy. Recalling the position
of nineteenth-century scholars and critiquing the negative position forcefully ar-
gued by Martin Noth, these comrnentators have argued far the existence of a
Hexateuch, a body of narratives and laws including the stories about Israe)'s
entry into the land, that was deemed instructive for the larger community5. To
be sure, these scholars have not abandoned the theory of a Deuteronomistic
History or the theory of a Pentateuch, for that matter, hut they do argue far the
existence of scribes in postexilic Judah who promoted the authority of a
Hexateuch. It would be untrue to say that recent years have witnessed an aban-
donment of monograph-length studies of the compositional history of individual
passages~ Such detailed analyses have continued unabated~ But it would be fair
to say that recent years have witnessed a renewed interest in the literary and
historical developments that led to the formation of the Pentateuch and the
Hexateuch.
In examining the process leading to the combination ofthe Deuteronomic and
Priestly traditions, schalars have devoted new attention to texts at the seams of
these works. Passages, such as Num 32-35 (36) and Dtn 31 and 34, have recei-
ved elose attention, because these texts have been viewed as largely editorial in
nature. Some have discemed in these chapters and others the work ofthe redac-
tor(s) ofthe Pentateuch and/or the work ofthe redactor(s) ofthe Hexateuch. Of
special interest, in this context, are passages that contain both Deuteronomic
and Priestly language, that is, passages containing vocabulary and phraseology,
or variations thereof, normaIly found in either the Deuteronomic work or in the
Priestly work, but not in bath. Such texts are not restricted to a single book or

S Blum: Komposition, 363-365; C. Minette de Tillesse: La Cris~ du Pentat~uque. ZA \J.!


111 (1999) 1-9; E. OUo: Das Deuteronomium im Pentateuch und Hexateuch, FAT 30,
TObingen 2000; id., Forschungen zum nachpriesterschriftlichen Pentateuch t ThR 67 (2002)
125-1 S5; T.C. Römer/ M. Brettler: Deuteronomy 34 and the Case far a Persian Hexateuch,
JBL 119 (2000) 401-419; T.C. Römer: Le Pentatcuque tOiljours en queslion: Silan et per-
spectives apres ub quart de sieeie de d~bat, in: A. Lernaire (ed.), Congress Volume, Basel
2001, VTS 92, Leiden 2002, 355-360; R.G~ Kratz: Der literarische Ort des Deuteronomiums,
in: R.G. Kratz} H. Spieckermann (ed.s): Liebe und Gebot Studien zum Deuteronomium,
Festschrift zum 70. Geburtstag von Lolbar Perlitt, FRLANT 190, GOttingen 2000, 101-120;
id., Die Komposilion der erzlhlenden BOcher des Alten Testaments, UTB 2157, Göttingen
2000; J.C. Gert:rJ K. Schmidl M. Witte (ed.s), Abschied vom Jahwisten: Die Komposition des
Hexateuch in der jÜngsten Diskussion, BZAW 31 S, Berlin 2002; R. Achenbach, Die
Vollendung der Tora. Studien zur Redaktionsgeschichte des Numeribuches im Kontext von
Pentateuch und Hexateuch, Habilitationsschrift, Evangelisch Theologische Fakultät der
Ludwig-Maximillans-Universitlt München, 2001; id., Die Vollendung der Tora: Studien zur
Redaktionsgeschichte des Numeribuches im Kontext von Hexateuch und Pentateuch~ BZAR 3,
Wiesbaden 2003. My quotations are laken from the Habilitationsschrift. I want to thank the
author far making a copy of this work available to me.
Establishing the Rule 0/ Law? The Composition Num 33,50-56 137

to the Pentateuch. They may be also found in Joshua. Tbe very fact that certain
passages include botb Deuteronomic-style and Priestly-style locutions is
deemed to be an important indicator that such texts stem from the hand of a re-
dactor, rather than from scribes working within either circle.
The present paper is an exploration of one of the texts that lies between the
seams of the Priestly and Deuteronomistic works - Num 33,50-56. As I hope
to show, the texthas a hearing on the .Iarger question of the relationships among
the Tetrateuch, Pentateuch, Hexateuch, and Enneateuch. The authorship ofthis
passage is disputed, so considerable attention will be devoted to the text's com-
position, context, and literary structure. A number of phrases in the pericope
overlap with those used by the Deuteronomic, Deuter,onomistic, and Priestly
writers. In the case of Num 33,50-56, one cao demonstrate ties to both
DeuteronomiclDeuter,onomistic tradition and Priestly tradition. How best can
one explain such links?

J. The Deuteronomic and Deuteron'omislic Re/orms

I wish to begin with campaign of the Deuteronomic and Deuteronomistic wri-


ters to define various sorts of cultic malfeasance. Tbe theological concerns sha-
red by the Deuteronomic and the Deuteronomistic writers arewell-known and
do not require an extensive discussion in this context. Many traditional sanc-
tuaries, rites, an.d forms of iconography are assoiciated with indigenous
Canaanite practices and judged to be illicit in both Deuteronomy and the
Deuteronomist.icwork. Centralization of the Israelite cult, involving hoth
Kultuseinheit and Kultusreinheit, is a major feature of the legislation found in
Deuteron,omy. In fact, a number 0'[ scholars havecommented that there is no
Deuteronomy without centralization, although the contrary position has occa-
sionally been argued in the past6 . Within the Deuteronomistic work, kings are
chiefly judged by the same criterion - how weil orhow poorly they promote
the exclusive claims of the royal sanctuary in Jerusalem. By such a strict stan-
dard, the tenures of all kings in the North and those of many kings in the South
are deemed unsatisfactory.
Yet the correspondences between Deuteronomy and the Deuteronomistic
work are not always there'. Take for example~ the issue ofthe high places. The
t

oomöt function as a major criterion in evaluating monarchical conduc~ appearing

6 E.g., A.C. Welch: The Code of Deuteronomy: A New Theory cf Its Origin, London
1924, 45-86.
7 G.N. Knoppers: Rethinking the Relationship Bctween Deuteronomy and the
Deuteronomistic History: The Case ofKings t CBQ 63 (200 1) 393-415; B.M. Levinson: The
Reconceptualization of Kingship in Deuteronomy and the DeuteronomisticHistory's
Transfonnation of Torah, VT 51 (200 I) 511-534.
138 Gary N. Knoppers

some 39 times in the book of Kings 8. The high places are mentioned in connec-
tion with Solomonand the reign of virtuaJ)y every southem king. Their con-
struction, survival, or destruction become the detennining factors in how much
commendatio,n a Judahite king rec,eives. Refonners" such as Jehn and Jehoash in
Israel, and A~ Jehoshapha~ Joash, Amaziah, Azariah, Jotham, Hezekiah, and
Josiah in Judah win varying degre,es of recognitio,o. But those southem kings
who have implemented some reforms, hut who have not removed the high pla-
ces, have not done weil enough. Only those kings wh,o eliminate the highplaces,
whether Canaanite or Yahwistic, receive the highest Deuteronomistic evalua-
tions 9 .
The bäm6t are also a recurring, aJbeit not a dominant, theme in some of the
Latter Prophets, espe,cially the writings associated with the southem pr1o-
phets 10. In the book of Jeremiah one finds complaints about the high places of
Tophel for child sacrifice (7,31), the high places far Baal (19,5), and the use ·o,f a
high place in Moab (48,35). The author of Micah finds fault with the shrines of
Judah (1,5) 11. Employing the divine voice, Ezekiel declares to Israel: "I will de-
cimate your shrines" (wcPibbadtf bämotiklem; Ez 6,3)12. Playingon the verbal
root, bw> and the interrogative pronoun md, Ezekielclaims that when Israel's
ancestors saw any high hilI or verdanl tree, they slaughtered their sacrifices
U

there ... Then I said to them: 'What is this high place, which you are entering?'"
(md habbämd Jäsler )attam habba'im säm; 20,27-29). There are also occasional
complaints abo'ut the high places in the books depicting the activities of pro·..
phets in the northern kingd.om. The author of Ho 10,8 declares that "the shrines
of (Beth-)aven will be destroyed, the sin of Israel" (w:Jnism-du b,amöt Jäwän
J:ra~{a)t yisrä)ef)13. Amos (7,9) predicts that "the high places of Isaac will bc

8 1 Kgs 3,2.3.4; 11,7; 12,31.32; 13 2.32.33 (bis); 14,23; 15.14; 22,44 (bis); 2 Kgs 12,4
t

(bis); 14,4 (bis); 15,4 (bis).35 (bis); 16,4; 17,6.9.11.29.32; 18,4.22[1/15 36.7]; 21,3; 23,S.8.
9.13.15 (bis). I9.20. Th: tenn bämd 'Nith the meaning "high plaee" appears same seven times
in Samuel, but without the pejorative connotations the tenn carries in Kings (1 Sam 9,12.13.
14.19.25; IO,SJ3).
9 G.N. Knoppers: Two Nations Under God: The Deuteronomistic His,tory of Solomon and
the Dual Monarchies; Bd. 2: The Reign of Jeroboam, the Fall of Israel, and the Reign of
Josi.ah, HSM 53, Atlanta 1994.
10 The book of Isaiah is an exception. There, the high places appear in connection with
Moabite religion (Is 15,2; 16,12; cf. KAI 181.3). The mention of Hezekiah's removal of the
high places (Is 36,7) is drawn from the parallel in 2Kgs 18;2.
, 11 Reading
, with the MT. Tbc reference is textually disputed. LXX Mic 1,5 reads ~
QtJapna.
12 Further references to high places appear in MT Ez 6,6, 16,16 and 43,7, hut these referen·
ces are textually disputed.
13 Referring to Bethel (Am 4,4.5). The possibility of Deuteronomistic editing in some of
the prophetie books (aside from the obvious case of Jeremi,ah) is a legitimate issue, but one that
lies beyond the scope of this essay. See further, E. Ben Zvi: A Deuteronomistic Redaction in!
among 'The Twelve'? A Contribution from the Standpoint of the Books of Micah, Zephaniah,
and Obadiah (pp. 232-61) and R.A. Kugler: Tbe Deuteronomists and tbe laUer Prophets (pp.
Establishing the Rule 0/ Law? The Composilion Num 33,50-56 139

made desolate, the sanctuaries of Israel will be ruinedu (w~näsamml1 bämot


y;s~äq umiqlPse yisra'el ytel;ttZräbu). Other references to the high places may
be found in one of the historical Psalms - "they vexed him with their high pla-
ces (wayyak('-suhu babämötäm) and they incensed hirn with their imagesn
(tJbipasflehiem yaqni'lJhu; Ps 78,58) - and in Chronicles 14 •
Given the prominence of the high place theme in the Deuteronomistic pre-
sentation of the monarchy, it is all the more surprising that the high places do
not appear in Deuteronomy. In spite of all of the attention devoted to the high
places in Kings, as weIl as the denunciations against the high places in Micah,
Jeremiah, Ezekiel, Amos, and Hosea, the high places are nowhere mentioned in
Deuteronomy, Joshua, and Judges. To be sure, the term bäma does appear in
the Song ofMoses (Dtn 32) and in the Blessing ofMoses (Dtn 33). But in each
case, the term carries the meaning "hilI" or Uheight"IS. The use of bäma with
this meaning also occurs in the poetry of Samuel, specifically in the Lament of
David and in David's Song ofThanksgiving l6 .. But the use ofbämd to designate
a type of shrine is not found in either the narratives or the legislation of
Deuteronomy.

/1. The Divine Speech ofNum 33,50-56

This brings us back to the issue of the editing of the Pentateuch or, if you pre-
fer, the Hexateuch. The bämot hardly ever appear in the Tetrateuch 17 . They do
appear, however, in one ofthe final texts in the book ofNumbers, Num 33 t SD-
56. In this divine speech, communicated to Moses on the Plains of Moab as the
people prepare to discamp and cross the Jordan River, God charges Israel with
its mission and wams the people about the perils they face in the years ahead.

127--44), both in: L.S. Schearing and S.L. McKcnzie (ed.s): Thase Elusive Deuteronomists:
The Phenomenon of Pan-Deuteronomism, JSOT.S 268, Sheffield 1999; T. Römer: L'eeole
deuteronomiste et la formation de la Bible h~braJque in: T. Römer (ed.), The Future of the
Deuteronomistic History, BEThL 147, Leuven 2000, 185-187.
14 That the high places appear often in the Chronicler's work is not surprising, given the
fact that he draws heavily upon Samuel-Kings to depiet the monarchie era. In Chronicles,
however, the problem of thc high places only appears in the time of thc Judahite monarchy (2
ehr 14,4; 15,17; 17,6; 20,33; 21,11.21; 28,25; 31,1; 33,3; 33,19~ 34,3), S. Japhet: Thc
Ideology of the Bock of Chronicles and its Place in Biblical Thought, BEATAJ 9, Frankfurt
am Main 1989, 203-221. The high place at Gibeon (I Kgs 3,2.3.4; 2 ehr 1,3.13) is considered
to be a legitimate Yahwistic sanctuary. Indeed Chronicles places the tabemacle !here already
,l

during David '5 reign (I ehr 16,39; 21,29). See further, G. N. Knoppers: I Chron ic les 10-29,
AB 12A, New York, forthcoming.
15 Dtn 32,13; 33,29. See further HALOT I 136--37.
16 2 Sam I t 19.25; 22,34/lPs 18,34. A similar usage of the tenn appears in the poetry of
Num 21,28 and Hab 3,19.
17 The only exceptions that lamaware of occur in Lev 26,30 and Num 33,52. There are
also references to a place in Moab named Bamoth (Num 21,19.20.28).
140 Gary N. Knoppers

In discussing the import of this passage, it may be appropriate to begin with a


few comments about literary context. Tbe passage immediately follows a sum-
mary of thepeople's wildemess joumeys fromEgypt to the Plains of Moab
(Num 33,1-49). It identifies aseries of clear objectives, evicting all of the land's
inhabitants, destroying their cultic installations, and allocating the land among
Israel's tribes. Tbe oracle is carefully constructed. Tbe charge given to Israel in
v.51-53 is balanced by a waming of whatwill happen if Israelneglects its
charge (v.55-56)18. Mediating the charge and the warning is a mandate for the
Israelites to allocate the land by lot among the clans within their tribes.

aDefinition ofIsrael's Task (Num 33,51-53)


b Allocation ofLand (Num 33,54)
a' Punishment for Failure to Fulfill Task (Num 33,55-56)

The attention given to proscribingtypes ofCanaanite worship sites and the


cultic paraphernalia associated with the inhabitants of the land raises some
questions about the function of these declamations within their literary context
In this respect, the oracle resonates with many of the speeches appearing in
Deuteronomy and theDeuteronomistic History spaken by major characters at
crucial moments in Israe)'s history, rehearsing the past, spelling out achallenge
in the present, and waming against future temptationsl9~ Tbe speech moves far
beyond the impending task of crossing the Jordan by pointing ahead to a future
challenge the people will encounter in the land. As such, the oracle looks ahead
to the events that will only be narrated in the book of Joshua 20 . Thepassage
also raises the unpleasant prospect that YHWH will dispossess the Israelites,
should they fail to dispossess the indigenous inhabitants and destroy their pla-
ces of worship21 ~
Withinits broader context Num 33,50-56 is one of a number of disparate
texts (speeches, narratives, statutes, and lists) that affect Israel's preparations
to enter the land from the Steppesof Moab, across the Jordan from Jericho.
Within the literary context of Numbers, all of the material, beginning with at

18 My Iiterary analysis of the structllre of this passage is indebted to that provided by J.


Milgrom: Numbers, JPS. Philadelphia 1990, 500-501 even thoughmy understanding of !his
t

structure differs from the understanding shared by hirn and his student. Daniel Levy. For a
more extensive discussion of the passage's unity, see Achenbach, Vollendung~ 639-641.
19 M. Noth: Überliefenmgsgeschichtliche Studien. Die sammelnden und bearbeitenden Ge-
schichtswerke im Alten Testament~ TUbingen 21957, 3-12, 100-109; O. Plöger: Reden und
Gebete im deuteronomistischen und chronistischen Geschichtswerk, in: W. Schneemeleber
(ed.), Festschrift ftlr GUnther Dehn zum 75. Geburtstag, Neukirchen-Vluyn 1957, 35--49.
20 On the dependence of this material in Numberson texts in Joshua, see A.G. Auld:
Joshua, Moses and the Land, Edinburgh 1980.
21 That the issue is land disposs,ession (vv.S I-53), and not land allocation (v. 54), cao be
seen by the very manner in which the waming is ph.rased, Ulfyou da not dispossess the land's
inhabitants .. !' (v. 55).
Eslab/ishing the Rule 0/ Law?The Composilion Num 33,50-56 141

least the second census in Num 26 and concluding with the second narrative
about the inheritance of Zelopheha.d'sdaughters inNum 36, involves Israel~s
experiencesat one geographical location - the Plains 'of Moab22 • The wildemess
travels are over, the old generation has died, and a new generation of Israelites
prepares to enter the land. These pr,eparations include taking a second census
(Num 26), addressing the inheritance issues posed by the daughters of
Zelophehad (Num 27,1-11), appointing a new leader to succeed Moses (Nurn
27, 12-23), establishing a calendarof ritualofferings in the land (Num 28-29),
establishing policies on women's vows (Num 30)t taking revenge against the
Midianites (Num 31), distributing land to the two and a half tribes in the
Transjordan (Num 32), rehearsingthe wildemess campaigns (Num 33,1-49),
setting the boundaries ofthe land ofCanaan (Num 34), arranging for Levitical
towns and towns of asylum (Num 35, 1-34)~ and creating additional statutes to
deal with the new inheritance questions posed by the daughters ofZelophehad
(Num 36,1-12). This section ofthe book concludes with the summary, "These
are the commandments and the statutes (w~hammilpä{rm) that YHWH com-
manded by the hand of Moses to the children of Israel on the Plains of Moab
across the Jordan from lericho" (Num 36, t 3)23. Because these texts within
Num 26-36 deal with an Israel encamped on thePlains of Moab on the verge of
entering the promised land, they constitute in their present literary setting a
kind of pre-Deuterono.mic Deuteronomy.

I/I Engagement with Priestly Traditions

Having briefly discussed the literary structure and context of the passage, we
may ana)yze its content. A number of statements in the speech seem to reso-
nale with cliches found within Priestly traditions. These include:
i. wayy~dabber YHWH '«I-mösleh ... I'emördabber )ce/-/YIne yiiräJel
waämarlä 'ä/ih{em, "and YHWH spoke to Moses ... saying, 'Speak to the child-
ren of Israel and say to them'" '(Num 33,50). The passage begins in a typically
Priestly way. It is characteristic ofboth the Priestly writer and those influenced
by his work to subordinate Mosaic speeches andcommandments to a divine
source 24 . On the collocation, wayrdabber YHWH Jcel-mäsah ... /~emör, see Ex
6, 10.29; 13,1; 14,1; 16,11; 25,1; 30,] 1.17.22; 31,1; 40,1; Lev 4 t 1; 5,14.20;
6,1.12.17;.7,22.28; 8,1; 12,1; 14 t l; 17,1; 18,1; 19,1; 20,1; 21,16; 22,1.17.26;

22 Num 26,3.63 (see also V.i below); Auld: Joshua, 72-83. B.A. Levine would begin ear-
Her t wilh (Abel-)Shittim in Num 22, I (cf. Numl 2S,I; 33,49), cp. id.: Numbers 1-20, AB 4,
New York 1993; id.: Numbers 21-36, AB 4A, New York 2000. Milgrom demurst id.:
Numbers, xiii, 282-284.
23 Similar postscripts relating to the statutes and commandments deliv,ered at Mt Sinai are
found in Lev 26,46 and 27,34.
24A. Rafe: Introduction to the Composition of the Pentateuch, The Biblical. Seminar 58,
Sheffield 1999, 121; Achenbach: Vollendung, 640-641.
142 Gory N. Knoppers

23,1.9.23.26.33; 24,1.13; 25,1; 27,1; Nurn 1,48; 3,5.11.44; 4,21; 5,1.5.11;6,1 ..


22; 8,1.5.23; 9,9; 10,1; 13,1; 15,1.17; 16,23; 17,1.9.16; 18,25; 20,7; 25,10.16;
26,52; 28,1; 31,1; 34,1.16; 35,925 . Bycontrast~ the editors of the book of
Deuteronomy introduce this work, "These are the words that Moses spoke to
all Israel on the other side ofthe Jordan" (Dtn 1,1).
ii. Idma~!ot Jäbötek~m titna~äll2, l'by your ancestral tribes will you ap-
portion (it)" (Num 33,54).10 refening to the tribes as ma~!öt (Num 33,54), the
writer uses a tenn that is very common in the Priestly source and in materials
influenced by Priestly tradition. The tenn ma{~reh is found some 111 times in
Numbers and 59 times in Jos 7,1-22,14. It is characteristic of Priestly usage,
but is not confined to Priestly tradition 26 . References to "the tribe(s) of
her/his/their ancestor(s)" (ma!!6t Jäbotam I ma!!~h Jöbötäm Ima{{fzh
'äbötäyw) are found in Num 1,16.47; 13,2; 26,55; 36,6.7.8; cf.. Num 36,12
(Utribe oftheir ancestral clan"). Probably the closest parallel to th,e expression is
found in Num 26,55, "by the names of their ancestral tribes they will inherit"
(liImot ma!~6t Jäbötäm y;n~älu)27. In short, one can make the argument that
the expression in Num 33,54 hasbeen influenced by Priestly usage, hut it does
not duplicate any widespread Priestly locution.
iii. wahitnaJ:ral/~m )tzt-hä)är~~ I?göräl /am;spa~ötek{em., U(and) you will
apportion the land among yourselves by lot according to your clans" (Num
33 t S4). The command recalls similar usage elsewhere in Numbers. Of the 303
occurences of mispä~a in the OT, 159 appear in Numbers and 47 in JOShU8.
The term mispä~d is commonly faund in Priestly contexts, hut not exclusively
s028. Even more telling is the social division of Israel implied by the references
to dividing up the land, according to lot, specifying individual tribes and the
clans making up those tribes. Such a system of land distribution is outlined in
Num 26,52-56 and seems to be presupposed in Num 36,2-12. 29 The approach
generally comports with the principle of land division operative in Jos 13 1-
°.
t

19,51 3 There, tribaI inheritances of various sizes are generally allocated by

2S Tbc locution may be compared with the briefer, wayyöJnuzrYHWH Jal-mös~h., a phrase
that can be faund in more than one source (Ex 4,4.6.] 9.21; 6,1; 7,1.8.14.19.26; 8,1.12.16;
9,1.8.13.22; 10,1.12.21; 11,1.9, 12,1.43;14,;5.26; 16,4.28; 17,5.14; 19,'9+10+21; 20,22(i9);
24,12; 30,34; 31,12; 32,9.33; 33,5.17; 34,1.27; Lcv 16,2; 21,1; Num 3,40; 7.4.11; 11,16.23;
I2.4 14; t 4, I I; I S 3 S.3 7; I7,2 S; 20 12.23; 2 1,8.34; 2 S,4; 26, 1; 27,6. 12. I8; 3 I 25; Dtn
+ J t t

31,14.16).
26 H. Simian-Yofre: Art ma~!trh, TDOT 8 (1997) .245-247.
27 Assigned to the redactor of the Pentateuch by M. Noth: Numbers, OTL, Philadelphia
1968, 202-204, 208-209. The text of Num 26,52-55 shares a number of affinities with Num
33,54, Achenbach: Vollendung, 638-639.
28 H.·1. Zobel: Art. :-rn!)(ljc, TDOT 9 (1998) 79-85.
29 The relationship between these cl,ans and the ancestral houses (bit Jäböt) within a given
tribe is another matter (cf. Num 34,13.17.18). See most recently, Levine: Numbers 21-36,
328-337.
30 E.g., Jos 13,15.24.29; ) S, 1.20; 16,8; 18,11.21; 19,1.8.23.24.31.39.40.48. Sec also Jdg
1,3. The authorship cf these chapters in Joshua has been hotly ,contested. My as.sumption is
Establishing the Rille 01 Law? The Composilion Num 33,50-56 143

lot 31 to the individual tribes and to the clans making up those tribes 32 • Indeed,
in its larger context, the introduction to the relevant section in Joshua dealing
with the territorial distributions alludes back to our passaget uconclu,ding by the
lot of their inheritance as YHWH commandedby the hand of Moses for the nine
and one-half tribes" (Jrlg,(jral na~älätäm ka'älar ~iwwä YHWH 1:Jayadmosleh
/atiFat hamma!~öt wa~~r hamma~~{eh; Jos 14,2). The citation cannot be Lev
26,52-56, because that text deals with all of the Israelite sodalities,whereas Jos
14,2 specifically dealswith the inheritance ofthe nine and one-half sodalities on
the west bank. The text of Jos 14,2, in its preseot c,ontext, presupposes some
form of the story of Num 32.
iv. lärab tarbü 'tel-nQ~äläIÖ walama<at. tQm(;~ )at-na~ä/ätot "For themore
numerous youwill increase the size of the estate and rar the less numerous you
will reduce the size of the estate" (Num 33)54). The polarity of Unumerous -
few," ularge - small," and related verbal usage, ''to increase, reduce" is characte-
ristic of Priestly idiom and imitations thereof (Ex 16,17.18; 30,15.; Lev 25,16;
Num 26 54.56; 33,54; 35,8)33. In this case, the command given to Moses is al-
t

most identical totheone given in Num 26,54, larab tarb~h naJ:uilätö' walamaca~
tamCf~ na~älalo, uFor the more numerous you will increase the size of the
estate and far the less numerous you will decrease the size of the estate." But
the usage is not unique to Priestly style.The verbal polarity expressed by "to
increase" (rbh, hif) and Uto reduce" (m'{t hif.) occasionally occurs elsewhere in
the Hebrew scriptures (e.g., Jer 30,19; Ps 107,38-39).

that Jas 13,J -23, I has been interpolated into thc book through the literary technique of
Wiederaufnahme and that the bulk of this material was edited by someone (or some group),
who was intluenced by Priestly tradition. Forthe view that these chapters have been authored
by the Priestly writer, see, for instance S. Mowinckel: Tetrateuch - Pentateuch - Hexat'cuch.
9

Die Berichte Über die Landnahme in den drei altisracelitischen Geschichtswerken.. BZAW90,
Berlin 1964, 61 f.; J. Blenkinsopp: The Structure of P,CBQ 38 (1976) 275-92; E. Cortese:
Joshua 13-21. Ein priesterscriftlicher Abschnitt im deuteronomistischen Geschichtswerk, OBO
94, Göningen 1990; J. Peterson: Priestly Materials in Joshua 13-22: AReturn to the
Hexateuch, HAR 4 (1980) 131-14S;J. Van Seters: In Search of Histo,f)', New Haven 1983,
331-337. For the opposing view, that the materials inJos 13-22 represent aseries ofadditions
of vary ing length to the Deuteronom istic book of Joshua, see Noth: Oberl ieferungs-
geschichtliche Studien. 40-47, 182-190; J. Soggin: JOShU8, OTL, Philadelphia 1972, 3-14;
AuJd: Joshua, 88-98. In this theory, the contributions of the Priestly writ'er(s) to the editing of
Joshua were minimal. In his recentcommentary, R.D. Nelson acknowJedges some Priestly
editing in Joshua (13~21 b-22; 14,1-2; 1',,2-6; 18,1; 19 5 I; 21,1-2; 22,9-34), but is hesitant
1

to link the editing of Jos 13-21 to thePriestly writing in the Pentateuch,. id.: Joshua, OTL,
Louisville 1997, 9.
31 E.g., Jos 14,2; 15,1; 16,~1; 17.1-21;18,8.10.11; 19,1.10.17.24.32.40.51. Cf. Num
26,55-56; 34,13; 36,2-12;. Jdg 1,3.
32 E.g., Jos 13,,24.31; 15,20; ]6,8; 17 J 1-2.S~; 19,24.31.32.39.40.48.5 I. In this schema,
the [wo and one-half tribes who requested land on the east bank received their portions earlicr
(Num 32, 19).
33 Levine: Numbers 21-36, 325.The verbal poIarity is not found, however, in los 13-22.
144 Gary N.. Knoppers

In part because ofthe literary context ofthis passage in Numbers and in part
becauseof its content, scholars such asCortese, Weinfeld, and Friedman have
assigned aur passage to the Priestly writers34 . The attention devoted to appor-
tioning the territory west ofthe Jordan by assigning it to tribes and to individual
clans within these tribes resonates with the pattern of land distribution one
finds in Jos 13,1-19,51. In the view ofFriedman, Num 33,50-56 is one afa
number of texts found near the end of Numbers, which present the first Priestly
writer's (P 1) response to tbe earlier writings of JE and the first Deuteronomist
(Dtrl )35. Knohl envisions a more complex compositionaJ process, noting the
connections earlier scholars~ such as Kuenen and Wellhausen, made between this
text and the Holiness Code 36 . Knohl assigns Num 33,50-51.54 to the Priestly
writing and Num 33,52.55-56 to the laterwork of the Holiness Schoo}37.
Milgrom goes a step further and assigns the entire pericope to HR38. Levine
demurs from assigning this passage to H. He thinks that Num 33,50-56 is a late
text within the broader Priestly tradition, but acknowledges that these verses
also resonate with sections of Deuteronomy, especially Dtn 12 39 .
There are, however, some good grounds to doubt whether Num 33,50-56
stern from the Priestly author or from someone else firmly in the Priestly
school. To begin with, virtually all of theexpressions with the closest resem-
blance to standard Priestly idioms are all clustered in two verses (Num
33,50.54). Second with two possible exceptions (III.i and iv), none oftheabove
t

expressions duplicates standard Priestly locutions. The closest parallels to lII.ii


and III.iii lie in Num 26,54-55, hut the authorship of these verses is disputed.
Third, there are a variety of other expressions within our passage that da not re-
semble traditional Priestly usa,ge.

34 E. CoJ1ese: La terra di Canaan nella storia sacerdotaJe dei Pentateuco, Revbib suppl. 5~
Brescia 1972~ 147-150; M. Weinfeld: Deuteronomy and the Deuteronomic School, Oxford
1972. 342; id.: The Promise of the Land: The Inheritance of the Land of Canaan by the
lsr&elites, The Taubman L-=ctures ~n Jewish Studies 1, Berkt:ley 1993, 7i, 82-84; R.E.
Friedman: The Exile and Biblical N8IT8livc, HSM 22, Chico )981. Cf. Milgrom: Numbers.,
282-284.
3S Exile, 116-117.
36 A. Kuenen: An Historico-critical Inquiry into the Origin and Composition of the
Hexateuch, tondon 1886, 101-102; J. Wellhausen: Die Komposition des Hexateuchs und der
historischen BUcher des Alten Testaments, Berlin 41889, 352.
37 Knohl: Sanctuary ofSilence, 98-99.
38 Milgrom: Leviticus 17-22~ 1506; From theWorkshop of the Redactor HR: An
Egalitarian Thrust. in: S~M. Paul et al.. (ed.s): Emanuel: Studies in Hebrew Bible. Septuagint,
and Dead Sea ScroUsin Honor ofEmanuel Tov, Leiden 741-753.
39 Levine: Numbers 21-36, 56-59, S11-512, 522-525. Levine is skeptical that H repre-
sents the work ofa later redactor, who postdates P,id.: Review of Baruch Schwartz, Studies in
the Priestly Code, RB 109 (2002) 604-607.
Estab/ishing the Rule 0/ Law? The Composilion Num 33.50-56 145

IV Engagement with Deuleronomic and Deuteronomistic Traditions

We have focused aUf attention thus rar on locutions that duplic8te or partially
resemble those appearing in Prie.stly iiterary contexts. Yet other words and
phrases in the oracle resemble those fouod in Deuteronomic and Deutero-
nomistic texts.
i. w a J al kdl-~alme massekötäm ,w'abbidu, Uall of their cast images yau
will decimate~' (Num 33,52).
At first glance, the locution seems to resemble one appearing in the centrali-
zatio.n directions of Dtn 12,2-3. There, the pi. of the mot 'bd is also use,d in re-
ference to destroying alt Canaanite cultic installations (Dm 12,2), ""You will su..
rely decimate all nf the sites (',abbed ~)abb:ldun )tet-käl-hamm~qömot) at
which the nations you dispossess worship their gods"40. The text of Dtn 12,3
speaks of decimating the name of the nations from the sites associat,ed with
their altars, pillars, and asherahs. Elsewhere in the Deuteronomistic work, the
pi. of the verb 'bd is used on one occasion to depict Hezekiah' s destruction of
the Judahite high places (2 Kgs 21,3). But in other contexts, the pi. :and hif. of
the verb Jbd more commonly take a human object in the sense of annihilating an
individual or a people41 •
The phrase ~alme masseköt bears further study. The term massekd "cast
image" is, of course, not unusual at all. It recurs in both Deuteronomy (9,12.16;
27,15) and the Deuteronomisticwork (Jdg 17,3.4; 18,14.17.18; lKgs 14,16; 2
Kgs 17,16) to denote a cast or molten image. But the word is not unique to
Deuteronomic and Deuteronomistic contexts. It appears in H (Lev 19,4), lsaiah
(25,7; 28,20; 30,1.22; 42,17), Hosea (13,2), Habakkuk (2,18), Nahum (1,14),
and of course in Ex 32 (vv. 4.8), the authorship of which has been tang deba-
ted 42 . The idiom ~alme masseköt is unique to aur text.
iL wa'ibbadtam tel ka/-maskiYYÖI~m,"and you will decimate all of their
figured images" (Nwn 33,52).
Ibis locution is very similar to IV.i. Again, the chargemirrors the command to
extirpate foreign cult paraphemalia delivered in Dtn 12. Neverth.eless, the term
maskit is relatively rare and i15 precise meaning is elusive43 . The tenn only ap-
pears here, in Lev 26,1, Ez 8.,12, Ps 73,11, Pr 18,11, and 25,11. 44 . Apart from
its appearance in this context, the collocation is never found with the verbal root
'bd. Thecomplete phrase appearing in Num 33,52 does not recur elsewhere.

40 In this context" the tenn mäqdm carries the ,connotation of sanctuary,'1I A. Cowley:The
U

Meaning ofmaqom in Hebrew, JTS 17 (1916) 174-176.


41 B. Otzen: Art. :-r':JM, TDOT ) (t 974) 20-22.
42 Onc should also mention some clearly late texts (Ps 106.19; Neh 9.18; 2 ehr 34,3.4).
43 The tenn has sometimes been compared to aram. mslcy (KAI 215.18), designating a
stone decorated with an image (DNWSI 701), but the reading is disputed.
44 Given the tenn's distribution, I da not see its presence in this context as a sure sign of
the work of HR (Milgrom: Leviticus 17-22, 1506).
146 Gary N. Knoppers

111. /akam nätatti Jät-hä)ära~ läriestZt Jö1äh, 4~To you have I given the
land to possess it" (Num 33,53).
This locution may be compared with the Deuteronomic phrase "(the
landlyour land), which YHWH your God is giving to you as an inheritancelto
possess it" (hä)är~~ I ba)ära~ I 'admatkä) 'asler YHWH '«löhekä nöten l~kä
na~älii /:Jristäh); Dtn 4,21; 15,4; 20,16; 21,23; 24,4; 25,19; 26, 1)45. By contrast,
Priestlyexpressions speak ,of YHWH's granting tbe land of Canaan as an U

estate" (Iträ~üzza; Lev 14,34; Num 32,5; Dtn 32,49)46.


iv. käl-bamötäm tasmidu, "all of their high places you will destroy"
(Num 33,52).
We have already mentio,ned the prominence ofthe high place theme in the
regnalevaluations of Kings (section I). The locution Uto destroy the high pla-
ces" is, however, not found in Kings. The refonn notices pertaining to Hezekiah
and Josiah's termination of the high places employ other verbs to describethe
royal activities47 . One should also note that the term high place, with one pos-
sible exception, never appears in either Priestly narratives or in Priestly legisla-
tion. The possible exception is the C\USe appearing near the end of the Holiness
Code within Lev 26,30: "'and I will destroy your high places, cut down your in-
censealtars, and I will place your corpses upon the corpses of your idols. And
my soul will disdain you" (wahismadti )tzl-bamötektem w~eh;kralti J at-
~ammänekiem w~nätattt 'tet-pigrektzm'al-pigre gi/laleklEm wagä(äld napsi
)telk~m). But one may legitimstei}' doubt whether this impreccation sterns from
the Holiness Code or the Priestly writer. The term ~ammän does not ap'pear
elsewhere in the Priestly writings48 .Similarly, the word gi/lu/im normally
translated as uidols" or "fetishes" does not appear in the Priestly writing,
although it often appears in Ezekiel 49 • The gillülim are mentioned once in
Deuteronomy (29,16) and appear more regularly in the Deuteronomistic editing
ofKings (1 Kgs 15,12; 21,26; 2 Kgs 17,12; 21,21; 23,24)50. The relatively rare
verb, Uto disdain, spurn, loathe" (g I) appears three times in Lev 26
i

(v.l1.15.43). In other contexts, the verb g tJ only appears in Jer 14,19 and Ez

4S 45 In Dtn 19, I0 the expression occurs without either na~aJd or JariIlilh. In Otal 15,4 8nd
2S t 19 bothoccur. The phrasing of I Kgs 8,36 is slighdy different.
46 Weinfeld: Deuteronomic School) 341-42. The phrase "to passess the land" (qaf) occurs
89 times in the Hebrew Bible, 47 times in Deuteronomy (HALOT 2 441).
47 2 Kgs 18,4 (hü J hisir ' tpthabbämOl was;bbar'lZIhammQ~~iböl w~käral JiZ1häJälera
wakittat ~J.uzI hannd~öI(Z' ).22 (swr, .hif.)[lfls 36,7]; 21 t3 ( 'bd. pi.); 23,8 (wQ""{amme~ )«1-
habbäm'" ... ~nälQ~ bäm6t hajPCörtm).13 ({mJ,pi.).IS (...gam J/hQmmizbid~ hahf4 J ~tZl­
habbämd nälä~wayyiiröp 'tE1habbämd hidJJq latäpär ~iärap 'äIird).19 (swr, hif.).
48 Aside from Lev 26,30, thc term appears inls 17,8; 27~9; Ez 6,4.6; 2 ehr 14.4; 34,4.7.
49 Ez 6,4.5.9.13; 8,10; 14,3.4 (bis).S.6.7; 16,36; 20,7.8.16.18.24.31.39; 22,3.4; 23,7.30.
37.39.49; 30,J3;33 t 2S; 36,18.25; 37,23;44,10.12.
50 Whether gilla/fm should be listed as a distinctive Deuteronomic or Deuteronomistic term
(Weinfeld: Deuteronomic School, 323) may be contested, given the occurrence of the word in
other literary contexts. See also Jer 50,2; Hi 20.7; Sir 30,18.
Estoblishing the Rule 01 Law? The Composilion Num 33.50-56 147

16,45. Given the appearance of g'J in Lev 26~11.15.43, one may hypothesize
that the (Iater) author of Lev 26 30 modeled his eurse on verbiage that he found
9

in his source.
In surveying these four expressions, one is struck by two facts. First, only
one (IVjii) replicates a standard idiom in theDeuteronomic and Deuterono-
mistic works. The others resemble Deuterono,mic and Deuteronomistic cliches
only in partS I. Second, alt four of the expressions are clustered in Num 33,50-
52. It may be that the writer was influenced by his reading of earlierDeutero-
nomic and Deuteronomistic texts. Deuteronomicl Deuteronomistic style is
easily copied and simulated S2 . Granting Deuteronomic and Deuteronomistic
influences, it should, be observed that the author chose to make adaptations
from these older works, rather than slavishly imitate them in his own compo-
sition.

V Other Locut;ons

In Num 33,50-56, there are locutions that da not fit squarely within either the
D,euteronomiclDeuteronomistic or the Priestly traditions.
i. ~a,ab6t moJäb ('äsfEr) cal-yarden rrr~o, Uin the Plains of Moab across
the Jordan from Jericho" (Num 33,50).
This expression is specific to this section of the book of Numbers (Num
26,3.63; 31.,12; 33,48.50; 35,1; 36,13).lt does not appear elsewhere inthe
Hebrew Bible S3 . A related but ·different phrase appears in Joshua and
Chronicles: tJalarabot moJäb me'ibter [ayarden rri~o (mizrä~), "in the Plains
of Moab across the Jordan (to the east) of Jericho" (Jos 13,32; 20,8; 22,11; I
ehr 6.,63)54. In Deuteronomy onefinds the locution lJil'eb~r hayyarden 1Ja11zrlZ~
mo'äb, on the other side ofthe Jordan in the land ofMoab" (Dtn 1,5) cr sim-
U

ply 1Ja1fertE~ mö'äb, "in the land ofMoab," (Dtn 28,69; 32,49; 34,5.6).
ii. 'attäm (ölrrim'athayyarden )äl)fert:e~ /{anäcan, "you are about to cross
over the Jordan into the land of Canaan" (Num 33,51).
At first glance, this idiom reminds one ofthe DeuteronomiclDeuteronomistic 10-
cution, hä)ära~ 'äsfzr 'attfEm cöliJr;m 'athayyarden Iämmä /aristah, '~e land
which you are about to cross over (the Jordan)." But the Deuteronomic/

51 The claim that Num 33,50-56 is Ustrongly characteristic ofthe deuteronomist" (Noth:
Numbers. 248) is too sweeping. Cf. his Überlieferungsgeschichtliche Studien. 195.
52 A point underscored by RO.mer: LI«ole, 179--193.
53 Note the appearance of the variant in MT Num 34.1 S mi~ ih«r layardin ~re~ö
m;zrahah.
54 The text of 1 ehr 6.63 bas been lost by haplography in MT Jos 21 ~36. The testimony of
LXX· Jos 21.36-37 is teUin& in this respecl. On the depcndency of the Levitical townlist in
Chronicles on its counterpart in Joshua, see my I Chronicles 1-9, AB 12, New York, forth-
coming; id.: Projected Age Comparisons of the Levitical Townlists: Divergent. Theories and
Their Significance, Textus, forthcoming.
148 Gary N. Knoppers

Deuteronomistic locution, although it admits to some variation, always conclu-


des with the infinitival phrase I~ristäh, "to possess it" (Dtn 4,14.22.26; 6,1; 9, I;
11,8.11.31; 30,18; 31,13; 32,47; Jos 1,11)55. The precise phrase found in Num
33,51 reappears in Num 3S,lOs6. A similar phrase with the verb bw) apipe,ars in
Num 34,2, )attäm bti);m )tZlhä'ärtz~ k'-na(an, 4i'you are about to enler into the
land of Canaan"S7. Hence, the phrase employed in Num 33,51 seems to be loca-
lized to one part ofNumbers.
üL wWlhörastrem 'cet(kdl-jyösb'e hä)ärtr~, U(and)you will dispossess (all)
the inhabitants ofthe land" (Num 33,52.55)58.
One should also note the related locution in Num 33,53: wdhorasliem )(Zr-
hä)lzra~, '~(and) you will dispossess the land" (Num 33,53)59. The use of the
hif. of the verb yrs with the meaning "to dispossess" isimportant, because this
usage often appears in Deuteronomy and the Deuteronomistic History60. Some
46 out of 64cases of the hif. of yrsappear in Deuteronomy, Joshua~ Judges,
Samuel, and Kings and another 11 out of the total 64 cases continue
Deuteronomistic style61 . The common DeuteronomicIDeuteronomistic locution
is /ahor;I ()retkdl hag)goyim, "to dispossess (all the) nations" (Dto 4,38; 7,17;
9,4.5; 11,23; 18,12; 31,3; Jos 23,5.9.13; Jdg 2,21.23; 1 Kgs 14,24;, 2 Kgs 16,3;
17,8; 21,2)62. It should be noted that the Cul) expression "to dispossess (all the)
nations" always occurs witha divine subjecl. The instruction given in aur pas-
sage is therefore unusual in that it commands Israel to evict the land's au-
tochthonous population. Indeed, the threefold repetition of the summons to
udispossess (the inhabitants of) the land" (v.52.53.55) underscores the fact that
it is Israe)'s responsibility to implement this divine injunction.

SS Weinfeld: Deuteronomic School" 342 [A 3))~


56 Reading with SamP r'M-',M. Tbe MT has "~'M.
57 So the MT. A few Heb. mss and the SamP read lJJ)~ riM.
58 In Num 33,52, 2QNum b reads "tbc inhabitants of the land." The MT, LXX, and SamP
read Hall the in."abitan~ of the land,n The texts of 4QLe'l-Num 8, 4QNum b are fragme!Jtary;
but, given spaee limitations, seem to agree with the MT. The Jeclio breviar of 2Q'Num b may
represent the oldest lemma. The MT, LXX, and SamP explicate.
59 The object arthe verb in the MT is uthe land." Fragmentary 2QNumb and 4QLev-Num 8
seem 10 agree with th~ MT. but the LXX· and the Tgs. read &'the inhabitants of the land" (=
'retyösfJbi ha)ärcr~). 'Ibe tenn yöPbl may weil have been lost by haplography. On the witnes-
ses to the LXX, see J.W. Wevers: Notes on the Greek Text of Numbers, SBLSCS 46, Atlanta
1998, 568.
60 In Num 33"S3" the NJPS translates, uand you shall take possession of the land."But the
verb appears here in the hif. and not in tbe qaJ.
61 N. LohfinJc Art. ~i~,TDOT 6 (1990) 368-396. Whether, as Lohfink argues, takes on
the meaning "to destroyn in some later contexts is uncertain. To bc sure, in cenain
Deuteronomisticcontexts the verb yrI, when. uscd with other verbs such as bo', Imd can de-
t

signate taking someone's property after that person has been exterminated. But, even so, the
verb never loses its primary meaning (in the hif) of taking possession or dispossessing. Itmay
reading too much into a text that lacks other key verbs (e.g., Nurn 33.52.53.55) to say that
entails destruetion.
62 Weinfeld: Deuteronomic School, 342 rAS]). Cf. Ex 34 24.
t
EstabJishing the Rule 01 Law? The CompOJitionNum 33,50-56 149

Aside from th,e common DeuteronomiclDeuteronomistic locution, 4.'to dis-


possess (all the) nations," there are related expressions pertinent to the analysis
of our text But these locutions are not ,confined to clearly Deuteronomic or
Deuteronomistic contexts. In many cases, the hif. of the verb takes a specific
people as an object, so Israel or one of the Israelite tribes dislodges (or fails to
do so) the Canaanites (e.g., Jos 3,10; 16,10; 17,13.18; Jdg 1,28.29.32), the
Amorites (Num 21,32.39; Jdg 11 ~23.24; 1 Kgs 21,26), the Anaqites (Dtn 9,3;
Jos 14,12; 15,14; Jdg 1,20), and so forth. In a few cases, Israelite tribes evict (or
fail to do so) specific towns (e.g., Jos 1,27; 8,7; 17,12; Jdg 1,27) or the residents
of towns (e.g., Jos 15,63; Jdg 1,27.30.31.33). How one assesses the origin and
nature of these related expressions is tied to one' s understanding of the author-
ship of Jos 13-19 and Jdg 1-2. Dnly in two other cases, aside from Num 33,53,
is Israel expected to dispossess a general geographical territory - the h.ill coun-
try of Judah (Jdg 1,19) and the land (Ez 33,24)63.
The phrase yöldbe hä)ärtz~t uinhabitants of the land," is not confined to any
one corpus of literature in the Hebrew scriptures (e.g., Ex 23,31; 34,12.15; Num
13,28; 32,17; Jos 7,9; 9,24; 24,18; Jdg 1,32; 2,2; 2 ehr 20,7). The closest ex-
pression Uto dispossess (all) the inhabitants of the land" is found elsewhere
only in 2 ehr 20,7 in which King Jehoshaphat credits YHWH with dispossessing
the inhabitants of this land (horasta 'tetyorbe hä'ärtz~ hazzö;)t) from befare his
peoplie Israel. It may be that the writer, like the Chronicler, employs this gene-
ralized expression based on his reading of earlier biblical sourees.
iv. wah;tna~alttEm ~tzth,a)är~~, "(and) you will apportion the land among
yourselves" (Num 33,54).
In the hitp.., theverb n~J is relativeiy rare, appearing only seven times in the
Bible. The..hi.JJz. of n~1 appears in connection with allocating the land in Num
32,18 (apportioning shares of land among the two and one-half tribes in the
Transjordan), in Num 34,13 (apportioning shares of land among the nine and
one-half tribes in the Cis-Jordan), and in Ez 47,13 (apportioning shares of land
among all twelve tribes)64. Elsewhere the hitp. refers to the disposition of hu-
man property (Lev 25,46; Is 14,2). The repeated use ofthe relatively rare hitp.
of n~l may be another indication of a conscious effort to unify the material near
the close ofthe book ofNumbers65 .

63 In these instances, as in the instances pertaining to specific towns, the inhabitants of the
respective towns andterritories are meant. In 2 ehr 20,11 YHWH is creditedwith causing Israel
to take possession (höraIlänu) of the land. See my Jerusalem at War in Chronicles, in: R.S.
Hess and G.J. Wenharn (eds+)~ Zion, City of Dur God, Grand Rapids 1999, 57-76.
64 Achenbach develops the connections with the inheritance programme of Ez 4'.
Vollendung, 643-645.
65 The authorship of Num 32,18 and 34,13 is disputed. The text of 32, 16-19may be rela-
ted to 32,1, Nalh: Numbers, 238; id.: Oberlieferungsgeschichtliche Studien 195. In Noth's
t

view, the material in Ihis chapter is based on old sources, but was overwritten and expanded+
Numbers 34 is late, being related to similar material in Jos 14-19. The whole seetion presup-
150 Gory N. Knoppers

v. /aiikkfmlJa'enektZm W-iif'ninim 1Jae~;ddeklEm, Ustingers in your eyes and


pricks in your sides" (Num 33,55).
The phrase is unique within the Hebrew Bible. The tenn sikkim.. Ustingers,
pricks," occurs only here. The term f'ninim appears elsewhere only as part of a
longer, similar expression in the speech of Joshua (23, 13), u/~s9tet. I;~iddektem
w~/;f'ninim IJacenekcem, "as a scourge in your sides and as pricks in your
eyes"66.
As OUf b,rief survey indicates, these expressions are distributed throughout
the passage in question(Num 33,50.51.52.54.55). When one considers these 10-
cutions along with those studied in sections 111 and IV, one is struck by the
paucity of idioms that fit squarely within either DeuteronomiclDeuteronomistic
tradition or Priestly tradition. A number of locutions are clustered within the
last sectionof Numbers (that is,Num 26-36).. There are also, of course, ex-
pressions that are unique to this pericope. Because Num 33,50-56 contains so
many phrases that are limited to a distribution within Num 26-36 and because
Num 33,50-56 contain many locutions that resemble but da not replicate
Deuteronomistic and Priestly usage, the pericope does not yield to standard
Pentateuchal source analysis. One could make the argument that the passage is
somehow pre..Deuteronomic andpre-Priestly or perhaps a sourceemployed by
the Deuteronomistic and Priestly editors. But the text shows some familiarity
with both the Deuteronomicl Deuteronomistic and the Priestly writings. Ind.eed,
it presupposes and combines some features of both works.Rather than thinking
that this pericope sterns from either Deuteronomistic or Priestly writers, it may
be best to surmise that it sterns from a late editor6 7 . The work ofthis writer at-
tempts to coordinate,. harmonize, and supplement earlier traditions68 .

poses the Pentateuch and the Deutcronomistic History and derives from the time of their com-
bina'ion~ Noth, Numben:;, 248.
66 The term ~nrnrm is undoubtedly relatcd to the equally rare ~innrm (Hi 5,5; Pr 22:5). In
Jos 23,13, many read Ijj~tm (1 Kgs 12,11.14 (//2 ehr 10,11.14]; Ez 5,21.) instead of J{~. Same
commentators see the appearance of ~iikktm IfItlnektzm wdlirninim "ae~iddeJc~m in our text
3S a derivat;on from Jos 23, but the: expressions differ.
67 Hence, Lohfink assignsNum 33,50-56 to a post-P recension of the Pentateuch (W' ~ ,
392-393). According to Achenbach, the passage belangs to the first theocratic reworking of the
Pentateuch (ThB I) in thc late Persian period,id.: Vollendung, 63~39.
68 It could be argued that the duality of traditions reflected in this pericope results from the
intluence of one scribal circl·e upon another. In this line of thought, a Priestlyeditor or tradenl
could have incorporated Deuteronomistic material into his own late composition. See, ror
example, Blum's theory about the work of KP, id.: Komposition, 378. Such a reconstruction
is possible, but the writer of this text secms to have some distance from the Priestly ttadition
itself and so may be better viewed as a later editor or redactor. Ta put things somewhat diffe-
renti)', ifthe author of ourtext was a member ofthe Prieslly school, he was profoundly affeeted
by the Deuteronomic and Deuteronomistic works. Indeed, insofar as the text looks ahead to
Israel's entry into the land, hints about the trouble Israel will encountcr in the land (cr. Judges),
caUs ror the elimination of the high places, and hints about Israel' 5 possible exit from the land~
Establishing the Rule 01 Law? The Composilion Num 33,50-56 151

Conclusions

The text ofNum 33,50-56 engages Deuteronomic and Priestly writings, yet mo-
ves beyond thema The author(s) also shows familiarity with parts of the
Deuteronomistic History, especially Joshua and Kings. Earlier traditions are
thus drawn from, augmented, and applied in a new context Dut the tradent does
not inertly imitate older locutions and blindly promulgate established themes.
He also develops Deuteronomistic and Priestly usage to address perceived lacu-
nae within these traditions. Blending and supplementing older materials, he
creates a new text that does not duplicate any one of his sourees. His work is
both indebted to and moves beyond the very traditions he engages.
Attributing the authorship of the passage to a late editor raises questions
about the text's place and function within its larger literary context.
Interpolating his own composition within the larger context of Numbers, the
writer can present his work as part and parcel of the original revelation.
Ingeniously prefacing the Deuteronomic legislation delivered in the Plains of
Moab with legislation delivered in the same location, he compensates for gaps
within Deuteronomy itself. By providing a legal precedent far the type of land
division one finds in the latter parts of Joshua, the writer draws Numbers and
Joshua closer together. In calling for the apportioning of the tenitories west of
the Jordan to the tribes and to individual clans within these sodalities, the au-
thor anticipates and justifies the prevailing pattern of land distribution found in
Jos 14,1-19,51. The author thus complements, if not subverts, the legislation
found in Deuteronomy by providing a legal precedent ror the division of land
among the nine and one-half tribes west of the Jordan (Jos 14,1-19,51). In so
doing, the writer brings the Tetrateuch into closer confonnity with materials in
the book of Joshua. When the Israelites apportion the land by tribe and by clans
within each tribe in Joshua, they implement the mandate given to Moses by
YHWH in Numbers. A continuity is thus generated between divinely authorized
legislation far Israelite conduct in the land and Israelite actions within the land.
In creating such links, the writer makes the Hexateuch a more unified and inter-
nally consistent work.
The passage addresses challenges posed by Israe)'s future existence in the
land. The Moses of Numbers anticipates the Moses of Deuteronomy and the
elderly Joshua, who warn the Israelites about the perils posed by the land's na-
tive inhabitants. Like the Deuteronomistic peroration of Joshua (Jos 23), the
oracle wams against Israelite infidelity in fulfilling the conquest. Unlike the
Deuteronomistic oration of Joshua, the problem is not the worship of other
gods (Jos 23,7.16) or intennarriage with members of the autochthonous nations
(Jos 23,7.12). Rather, the problem is the possible failure of the Israelite tribes to

one may say that he has much of the Deuteronomistic History in view. In this context, one
may question how useful it is to view this writer as fundamentally Priestly in his orientation.
152 Gary N. Knoppers

evict the land's indigenous residents69 . Lest readers be led astray into thinking
that it was YHWH's task to dispossess the autochthonous population in the
land (Dtn 4,38; 7,17; 9,4.5; 11 ~23; 18,12; 31,3; Jos 23,5.9.13; Jdg 2,21.23; 1 Kgs
14,24; 2Kgs 16,3; 17,8; 21,2), the author has YHWHrepeatedly command Israel
that it is Israel' s responsibility to do so. By making this correctioß, the text
prep1ares readers for what oceurs in the period ofthe Judges (1-2)70. There, one
finds repeated notices that individual tribes failed todislodge all of the land's
aboriginal residents 71.
The writer shares the DeuteronomicIDeuteronomistic interest in defining and
outlawing certain forms of cultic deviancy. Indeed, the demand that the
Israelites destroy all figured images, cast images, and high places confinns one of
the pillars of the Deuteronomic mandate far centralization - the elimination of
foreign cult installations~ Addressing rea/ia not mentioned in Dtn 12, the writer
of Num 33,50-56 extendsthe campaign to abolish illicit cult symbols. By spe-
cifically calling for the extirp,ation of all the high places, the author harmonizes
the Deuteronomic campaign against illegitimate cultic installations with the coo-
tent of the Deuteronomistic evaluations of the monarchy. Those kings who fail
to remove the high places earn at best mixed reviews. Conversely, when
Hezekiah and Josiah remove the high places, they fulfill the expl.icit comrnand
delivered to Moses by YHWH in Numbers.
The issues posed by a ,close analysis of our text thus go beyond the question
of a Pentateuch versus a Hexateuch. This question is, of course, aperfectly ap-
propriate issue to pursue in and of itself.But our text raises a related set of
issues. Not only Deuteronomy hut also parts of the Tetrateuch have been
shaped with a view to the course of events fauod in theDeuteronomistic
History ~ In this context, it is appropriate to speak not only of a Pentateuch and
a Hextateuch, hut also of an Enneateuch. The subject of OUf International SBL
Biblical and Ancient Near Eastem Law section in Berlin was "~Deuteronomy
Between the Pentateuch and the Deuteronomistic History." The pericope
discussed inthis chapter reminds us that Deuteronomy is not the only text in
the Pentateuch that prep,ares readers for what they find in the present text of
the Fonner Prophets. Deutero,nomy may be the final book of the Pentateuch,
but the Deuteronomists did not have the final say in the composition and
editing of the books found within this part of the Hebrew Bible.

69 The addr,ess of Jos 23.3-5 acknowledges tbe incomplete nature of the conquest, but di-
vine punishment does not follow from this fact
70 Joshua's wamings about the worship afalien gods and the effects ofintennarriage (23,2-
16) are picked up in the narration ofJdg 3,5-7.
71 Se:e section V.iii (above).
The Textualization of Torah in the Deuteronomic Tradition

WILLIAM M. SCHNIEDEWIND

Recent research has seen a spate of new studies reflecting onthe importan.ce of
orality for understanding the literature of ancient Israeli. WhiJe these studies
have added a great deal to our understanding ofancient Israel's literature, they
must also contend with the fact that we have no oral literature. The Bible is a
text. Judaism is a textual culture. In this paper I explore the textualization of
t

the central text of Jewish culture - the Torah. The very writtenness of the
Torah - which we take for granted in aur modem world - is a rather remarkable
innovation. Inthis respect, Deuteronomy and the Deuteronomistic History
(DtrH) hold a privileged place. Writing is one of themore overlooked~ yet
important concepts in Deuter·onomy. It is Deuteronomy and the Deuteronomic
School that introduce the centrality of thewritten text, then the orthodoxy of
the written text, and finally the Mosaic authorship of a written Torah (though
not necessarily the written Torab). How does it come about that biblical
tradition conceives of the Torah as a text? It is worthwhile to begin with some
superficial observations about the roJe of writing in the Pentateuch. Tbe role of
writing in the Pentateuch is not what we mightexpect given the centrality of the
Torah as a wrinen text in our religious communities.
Ta get a quick overview of writing~ we can examine the key terms :Jn~ "to
write '5)0 "'seroli, document, book", and n" "tahlet". The verb ~n~ occurs
U
,

38 times in the Pentateuch~ predominantly in Deuteronomy where it appears 22


times; it does not appear in Genesis or Leviticus; it occurs teD times in Exodus
(17,14; 24,4.12; 31,18; 32,15.32; 34,1.27.28; 39,30) and live times in Numbers.
This distribution already hints at the centrality ofwriting to the book of
Deuteronomy. A similar distribution in the Pentateuch can be found with the
term iDO 4'written text, scroll'~, in which 11 of the 18 occurrences appear in
Deuteronomy; other occurrences include once in Genesis (5, I)~ four times in
Exodus (17,14; 24,7;.32,32.33), and twice in Numbers (5,23; 21,14). These
distributions make it clear that writing plays a much more prominent role in
Deuterono:my than in the earlier books of the Pentateuch.The idea that the
revelation ofthe Torah on the mountain ofGod was a written text is introduced
and sustained only by the Deuteronomic School. Remarkably, writing has no
central role in the dissemination of the Priestly Work. Nowhere in P is Moses

I See. for example, S. Niditch: Oral World and Written Ward: Ancient Israelite Literature,
Library of Ancient Israel, Philadephia 1996, and the survey by W.M. Schniedewind: Orality
and Literacy in Ancient Israel, RSR 26 (2000) 327-32.
154 Wi/liam M. Schniedewind

instructed to write down the Torah. Nowhere in P do we find a description of


the writing down of the text. While P obviously comes to be a written text, P is
not conspicuous about its own textuality. This latter point is particularly
noteworthy when we consider the prominent place of the written Torah in
Ezra-Nehemiah (and Chronicles), that is~ in the post-exiHc priestly literature.

I Writing and Text in Exodus 24

Before discussing the deuteronomic tradition, it is necessary to place it in the


context of the Sinai .revelation as told in Exodus. Surprisingly, the writing down
of the Sinai revelation is not mentioned in Exodus 19-23. These chapters reflect
the oral. world of ancient Israel. God speaks to Mos,es; Moses speaks to the
people. There is 00 writing. The language of rev,elation is framed by oraJity.
An interesting linguistic analysis by Frank Polak actually confirms the oral
background of Exodus. Polak uses modem linguistic observations about the
stylistic differences between texts that grow out of oralliterature and those that
derive from s'cribal chancellery2. Modern linguistic studies show that oral
literature is written in a "rhythmic-verbal" style as opposed to chancellery texts
that are written in a '~complex-nominaln style 3. Features of the "rhythmic-
verbal" style include preference for short clauses withrelatively fewexplicit
arguments, short noun strlngs referencewith pronouns and deitic particles, and
t

paratactic junction of independentclauses. These may be measuredby statisti-


cal analyses and texts fall somewhere on the continuum between oralliterature
and scribal chancellery. Obviously, genre needs also to be taken into considera-
tion so that this analysisdoes not yield a simple dating of texts. According to
Polak's analysis, the book of Exodus asa whole falls into the classical Urhyth..
mic-verbal" style (along withthe Elijah-Elisha narratives, Samso,n stories, Patri-
arehaI stories, and Court narratives)4. In this respect, the linguisticanalysis ,of
Exodus matchesup nicely with the literary analysis that observes the depiction
of an oral revelation in the Sinai Pericope.
Exodus 24 introduces writing into the Sinai revelation. This chapter has been
an enigma to the last century of literary criticss. Although many have attempted

2 F. Polal<: Tbc Oral and the Written: Syntax, Stylistics and the Development of Biblical
Prose Narrative, JANES 26 (1999) 59-105.
3 Palale eiles the work by W.L. Chafe: Linguistic Differences Produced by Differences
between Writingand Speaking. in: D.R. 01500 ;et al. (ed.s), Literacy, Language and Leaming:
The Nature and Consequences of Reading and Writing,Cambridge 1985 105-123; and the
t

literaturecited in notes S7~2.


4 Polalc: The Oral and the Written, 70.
S Some recent literature includes T. Dozeman: God on the Mountain: A Study of
Redactioß. Theology and Canon in Exodus 19-24, SBLMS 37, Atlanta 1989; W. Oswald:
Israel am Gottesberg. Eine Untersuchung zur Literaturgeschichte der vorderen Sinaiperikope Ex
19-24 und deren historischem Hintergrund 080 1S9, Fribourgl Göttingen 1998; T
t +
The Texlualizal;On ofTorah in the Deuteronomic Tradition 155

to give a detailed source criticaJ analysis, Brevard Childs wisely conceded that
the evidence does not permit a detailed reconstruction6 . While I share Childs
caution, a careful reading does uncover some disjunctions and tensions that
betray a complex source critical history,even if we cannat be certain as to the
exact history of the text. Indeed, the centrality of events and issues raised in
Exodus 24 are just the reason for this chapter's complexity7. Here we ascend
Mount Sinai, Moses writes down the Torah, the people make a covenant of
blood with God, Israel actually sees God, and God himself promises to write on
"tablets of stone" and give them to Moses. How could any Priestly redactor,
any deuteronomic editor, or indeed any commentator resist sucha chapter?
First, Exodus 24 begins abruptly without a subject in verse 1, leading to the
conclusion that the chapter is removed or truncated from its original context.
There is actually some tension with the assumption that the implied speaker of
verse 1 is YHWH, who would have naturally told Moses to comeup to himself
on the mountain. The problemwith that interpretation is that the narrative is
told with YHWH in the third person, thus uh.e said"Go up to YHWH~" and not
"YHWH said, ,Come up to me~." In addition, verse 1 does not easily connect to
Exodus 23. It is noteworthy that the group ascending the mountain includes
Moses, Aaron, Nadab, Abihu and the elders of Israel. Nadaband Abihu are
notorious far the later ,extermination by God fo·r offering "strange fire" (cf. Lev
10,1; Num 3,4; 26,61; 1Chr 24,2). The special privilege accorded Nadab and
Abihu seems peculiar given their ultimate rate, which the biblical tradition is
careful to repeat..
Verses 2-3 will integrate Exodus 24 b'ack ioto the Sinai revelation that began
in Exodus 19. This is evident, first 'of alt, fromthe change in subject, the explicit
reversal of the command in verse 1. Now Moses alone shall ascend to the
mountain and not the gr,oup from verse 1. Tbe use of the disjunctive waw in
Hebrew to introduceverse 2 marks it as parenthical to the narrative. Traditional
source critical analysis would suggest that verses 2-8 represent a different
source, although admittedly it is difficult tobe certain about the exact recon-
struction of earlier literat}' stagesa At a minimum, verses 2-8 represent a digres-
sion in the narrative. In verse 1, a large cohort i8 instructed to ascend the moun-
tain. Verse 2 reverses this: Moses should ascendalone. This b,rings the story of

Alexander: The Composition ofthe Sinai narrative in Exodus XIX I-XXIV 11, VT 49 (1999)
2-20; E. Zenger: Wie und wozu die Tora zum Sinai kam. Literarische und theologische
Beobachtungen zu Exodus 19-34, in: M. Vervenne (ed.), Studi,es in the Book of Exodus.
Redaction - Reception - Interpretation, BEThL 126, Leuven 1996, 265-288.
6 8.5. Childs: Exodus: A Critical, Theological Commentary,l OTL, Philadephial972,
500.
7 A similarpointis made by M. Brenler in his analyses of thePrayer of Solomonand the
Fall of Samaria, id.: Ideolog)', History and Theology in 2 Kings XVII 7-23, VT 39. 1989,
268-282; id.: Interpretation and Prayer: No,tes on the Composition of 1 Kings 8.15-53, in: M..
Brettler/ M. Fishbane (ed.. s): Minttah le-NalJum: Biblical and Other Studies Presented to
Nahum M. Sama in Honour ofhis 70th BirthdaYt JSOT.S 154. Sheffield 1993. 17-35.
156 William M Schniedewind

Moses' ascent to the mountain in line with the earlieraccount in Exodus 19.
Within the digression in vv. 2-8 there isa repetition ofthe oath ofthepeople in
vv. 3b and 7b. These type of repetitions are often editorial markers used to
insert ,comments or additions, although (again) they could be used. asauthorial
devices8.The tirst oath intertextually echoes Exodus 19,5-8, where Moses first
set the words of God before Israel and Israel responded v. 5: UEverything that
the LORD has spokenwe will do." In this way, verses 2-3 have now connected
Exodus 24 back to the original account in Exodus 24.
The repetition of the oath ceremony in vv. 2-8 certainly seems redundant
For this reason, it seems hetter to see the repetition as marking an editorial
addition than as an authorial device. While the first oath in 24,3 essentially
follows thevery first oath swom by the people in Exodus 19,5-8, the second
oath in 24,7 is inspired by Moses writing down the revelation and then reading
"the book of the covenant" to the people. Verse 4 notes that uMoses wrote
down all the words of YHWH." What an amazing understatement! Moses isn't
commanded to write down the revelation; he just does! This establishes that
Moses apparently had written down hoth ~4book of the covenant" (Ex,od.us 21-
23) and the Decalogue (Exodus 20). Moses then m,akes a covenant of blood that
reaches its climax in the reading of the "book of the covenant" and the repeated
oath of the people. It is im.portant to remember here that the people bad already
heard these words orally (v. 3a) and swore to faithfully perforrn them (v. 3b).
For this reason, we should recognize vv. 4-8 as a secondary digression within
vv. 2-8.
Verse 9then resumes the narrative thread from verse 1, which had been
interrupted by verses 2-8. Note, for example, the explicit resumption of the
subjects who are going up the mountain. This thencontinues with the re-
markable statement that upon going up the mountain, UMoses ,and Aaron,
Nadab, and Abihu, and seventy of theelders ofIsrael ... saw the God of Israel."
Theyeven havea banquet on themountain (v. Ilb).
Verse 12 begins a new paragraph with a change ofsubject (and divine name).
Now Moses is commanded to ascend the mountain. Again, literary critics would
usuallyassign thisverse to a different source9 . Verse 12 introduces a second
revelation, pf'omising stone tablets that God himself would write and give to
Moses. This new narrative finds its closure in Exodus 31,18, which explicitly

8 On repetition as an editorial device see M. Fishbane, Biblical Interpretation in Ancient


Israel, Oxford 1985. 44-65; B.M. Levinson: Deuteronomy and the Henneneutics of Legal
Innovation.Oxford 1997, 18-20. On repetition as an authorial dcvice see B.O. Lang: UFraming
Repetitions in Biblical Historiography,·' JBL 106 (1987) 385-399.
9 See. rar example. S.R. Driver:The Book of Exodus, Cambridge Bible, Cambridgel918,
255. B. Renaud envisions an ancient source and two successive deuteronomic redaetions in vv.
4-8; id.: La Theophanie du SinaY, eRB 30, Paris 1991. As Childs notes, however, there has
been linie agreement on the precise source critical divisions andassignments (Exodus 499-
t

502).
The Texlua/izalion ofTorah in the Deuleronomic Tradition 157

recalls verse 12 when it says that "when God finished speaking with Moses on
Mount Sinai, he gave hirn. the two tablets."
Thus, Exodus 24 has two different accounts of writing. First, 24,4 completes
the Sinai Narrative of Exodus 19-23. It casually notes thatMoses hadwritten
down thewords of God. A second account ofwriting appears in 24,12, hut this
time God himself writes on tablets that God gives to Moses. As many have
noted, the Hebrew syntax of uand the law and the commandment (i1'~OiT'
iT1Tli1,)" in verse 12 is particularly difficult. Childs notes, 4'The waw ... befa Te
the word toräh can be translated" either asa conjunction or as an explicative 1o.
Both these interpretations are problematic. For this reasoD t already a ,century
ago, S.R. Driver suggested that the words toräh an,d m;~wäh must be a deutero-
nomic redactor's glossll. In Michael Fishbane's magisterial work, Biblical
Interpretation in Ancient Israel, he notesthat waw was part of "the technical
exegetical vocabulary of ancient Israelite draftsmen" and was employed to modi-
fy, qualify, or clarify biblical texts l2 . In the present case, a deuteronomic editor
has been posited because the words toroh and mi~wah are terms closely asso-
ciated with the book of Deuteronomy's description of the revelatioD.
How does the addition of toräh and mi~wäh shap,e OUf reading of this text?
Obviously, they are an attempt to describe further the contents of the two
tablets. Even if we cannot make a definitive source critical assessment of this it t

neverthe.less points us to question the content of the tablets of stone. One of


the gr,eatmysteries as weread Exodus 24 is just what were its contents. This is
only an open question when we read Exodus 24 strictly within the immediate
literary context and outside of OUf traditions (or OUT knowledge of the movie
"The Ten Commandments"). Why would it have been necessary to add an
ex egeti caI comment t,o further defme the contents of the stone tablets?
There are two problems that readers might notic,e in Exodus 24. First,
a,ccording to verse 4, Moses had already written down uall the words of
Yahweh." So what exactly is this new revelation? From a literary point ofview,
Exodus 31,18 explicitly harkens back to 24,12: when God fini.sh.ed speaking
with Moses, then God gave Moses the tablets. By implication, the revelation of
the tabemacle and the Sabbath in Exodus 25-31 would be the p,rimary content
fOT the "tablets of stone." Apparently, the Priestly tradition first understood
the tablets as containing the plans for their tabernaeIe (which prefigured the
Solomonie Temple) as weIl as the institution of the Sabbath. There are several
things that point specifically to this as apriestly reading. First~ the reference to
the stone tablets as Utablets of the pact (n,.viT nr-r,)n in 31,18 is a priestly ex-
pression]]. Second, the content of Exodus 25-31 are all those things that are

10 Childs: Exodus. 499.


11 Driver: Exodus, 255.
12 Fishbane: Biblical Interpretation, 199.
13 The term n".t' appears 61 times in the Hebrew Bible. primarily in Priestly literature
(e.g.• 35 limes in Exodus-Numbers. but never in Deuteronomy). J.P. Hyatt is most certainly
158 Wil/iam M. Schniedewind

first of all priestly concerns: the tabemacle, its fumishings, priestly garments
like the ephod~ the ark~ the Sabbath. Thus, the writing of God - the famous two
stone tablets - were app,arently understood by a Priestly author as the revela-
tion of the plans for the Tabemacle and the co"mmandment of the Sabbath. This
supernatural writing of God would have justified two main institutions of the
Priests: the Temple and the Sabbath. By this Priestly account, the tablets would
have been sealed in the ark upon the completion ofth,e Tabemacle because the
divine blueprints were no longer necessary for the completed Tabemacle (cp. I
ehr 28,11-12.19).
In pre-literate societies, writing is often magical and supematural l4 . The
writing down. of names is considered a magical aet as in the Egyp,tian Execration
texts; as a result, anoffering isgiven to ward off evil when names are written
down in a census (cf. Ex 30,11-16). Writing is used in a magical ritual to deter-
mine whether awoman has been faithful to her husband (Num 5,11-26) .
Writing of one's Dam,e in the uBook of Life" inscribes one's destiny; erasing
one's name has terrible consequences (e.g.~ Ex 32~32;, Dtn 29,20). This presen-
tation of writing is in keepingwith Priestly literature; writing is a secret art of
the priests. Mostly, however, writing is barely even mentioned in Priestly
literature. Without going into details, a quick way to gauge the re.lativeabsence
of writing in Priestly literature is simply to observe that the verbal root KTB
H
'''to write does not even appear in Leviticus andappears only five times in
Numbers (5,23; 11,26;17,2.3; 33,2). The Priestly Ijterature is not absorbed with
its own textuality. Unless a text like Ex 24,4-8 is assigned to a Priestly author,
there is 00 account of the writing down of the Sinai revelation in the Pentateu-
ehal priestly corpus.
In its currentliterary fann, Exodus 24 textualizes the Torah in significant
ways. This textualization is mostclosely tied to thelanguage of Deuteronomy
andtheDeuteronomistic History. First, it adds the statement that "Moses
wrote down all the words ofthe Lord" (v. 4). Second, Moses takes the ubook of
the covenant" and reads it befor,e alt the people (vv. 7-8)- Surely, it is no coinci-
dence that the expression "the book of the ,covenant" (nfti:Jit ,5:0) occurs only
here in Ex 24,8and in 2 Kgs 23~2.23. This ritual reading of the text then the
basis far the continnation of the covenant between God and Israel hoth here in
Exodus 24 and in 2 Kings 23. The deuteronomists' bands are evident in Exodus
24, and conversely, Ex,odus 24 influences Deuteronomy~s descriptio,n of the
revelation 8t Horeh.

wrong when he makes the simple equation thatn"»i1 m" uis P's word for tbc Decalogue''',
id.: Exodus, NeB; Grand Rapids 1971. 266; his argumentation essentially reads
Deuteronomy's interpretation back into this text - a commonproblem.
14 See B. Holbek: What the Hliterate Think of Writing~in:K. Shoushoe/ M.T. Larsen
(ed.s):Literacyand Society.. Copenhagen 1989. 183-196.
The TexIIlQ/izal;On 01 Torah in the Deuleronomic Tradition 159

Il. Deuleronomy·s Textua!ization ofTo'rah

Deuteronomy is conspicuously aware of itself as a written text. Deuteronomy


integrates the God's writing on the two stone tablets into the main narrative of
the revelatioD. The centrality of writing in the revelation is clear from the
beginning. In Dtn 4,13, for example, we [lead, "(YHWH) declared to you bis
covenant, which he commanded you to observe, that is, the ten words; and he
wrote them on two stone tablets." In Dtn 5,22, this is reiterated: uYHWH spake
these words to your whole assembly at the mountain, out of the fire, thecloud,
and the thick darkness with a loud voice, and he added 00 more. He wrote them
on two stone tablets, and gave themtome.. " The Deuteronomist re-emphasizes
the centrality of writing at several places in the work (9,10; 10,2.4).. In 9,10, we
note that the use of the expression Uhy the finger of God" intertextually echoes
Ex 31,18. However, Deuteronomy makes it clear that these tablets contain the
Decalogue and not the plans for the Tabemacle as was suggested by the c]osure
in Ex 31,18.
While Deuteronomy gives the text a central place in the revelation, it still
ffarnes itself in the oral mode as a speech ofMoses beginning in Dtn 1,5.
Deuteronomy 27 then completes the "'teaching ofMoses.. " Moses expounded
this torab or "teaching"; in other words, the book ofDeuteronomy is framed as
a sp,eech of Moses, nota written text. Torah is still a specific Uteaching" and
not the defined written text.. Tobe sure, Deuterono,my 27 makes provision far a
written bockt but the book was to be written after Israel crossed the Jordan.
And, the book is not explicitly the writing of Moses,rather it was the teaching
of Moses.This text extends beyond the Decalogue or Covenant Code to the
entire "teachingltorah of Moses,~' as theDeuteronomists understood it. This is
still an early stage of the tradition~where Moses apparently does not have to be
the writer..
In i.ts final form, Deuteronomy would address the idea that Moses had
written down the "words of the Lord." In an artiele on "Moses and the Law,"
Eckart Otto makes note of this distinction between the two written texts - one
written by the finger of God, the other by Moses himself. Otto observes, "In
Deuteronomy 31-34, (which he associates with the postdeuteronomic author of
the Hexateuch], the Pentateuchal redaction presents itself as a hermeneutical
exercise." I S However, the description of this henneneutic exercise begins
already in Deuteronomy 27, as we see in verses 3 and 8. I would draw attention
particularly to verse 8, because Dtn 27,8 closes a narrative introduced in Dtn
1,5. Theunusual verb b #r "to expound" or "to mak,e clear" points to the entire

IS E. Otto: Mose und das Gesetz.. Die Mose-Figur als Gegenentwurf Politischer Theologie
zur neuassyrischen Königsideologie im. 7. Jh.v.Chr~, in: E. Otto (ed.), Mose. Ägypten und das
Alte Testament SBS t 89 Stuttgart 2000 43-83, 74, also see n. 132.
t t
160 Wil/iam M. Schniedewind

hermeneutic enterprise of Deuteronomyl6, which is so' delightfully illustrated


by Bemhard Levinson's book, Deuteronomy andthe Hermeneutics of Legal
Innovation 17.
Deuteronomy 31 gives written Mosaic authority to tbis henneneutic expo-
sition and carefully defines the extent of the .Mosaic written composition.
Apparently, it was not sufficient thatlsrael had written down the Uteachings"
expounded by Moses on the plains of Moab. Deuteronomy 31 ~24-26 provides
a second capstone to the Mosaic speech: '~when Moses had. finished writing the
words of this Teaching to the very end ... , Moses charged the Levites who
carried th,e Ark of the Covenant: ,Take this book of the Torah and place it
beside the Ark of the Covenant of the LORD your God, and let it remain there as
a witness against you" ."
There are two intertextual allusions in Dtn 31,24-26. First, the language of
completion hwhen Moses finished writing (:Jn~" "WO n"~:J ":'1" )" recalls Ex
31 , 18, hwhen hefinished speaking with hirn he gave Moses ( .,q;l:) ln'1'M
1M .,:1," ,n?::>::»." Exodus gives the a,ccount of the giving of the two tablets,
whereas Deuteronomy gives the account of the written Torah. According to Ex
25, 16, Israel was told to "put into the Ark the tablets of the Pact which I will
give you." It was the two stoße tablets written by the finger of God that were
placed in the Ark of the Covenant. Deuteronomy 31 now adds an additional
written text that was placed into the Ark -the Mosaic Torah.
The second intertextual allusion recalls Dtn 27,3.8, "all the words of this
teaching (nMrlT .,."nn-''':l-r-'''-nM).'' This makes certain that Moses wrote
down uthis Torah" that had been referred to in Dtn 27,3.8. No Ionger was the
teaching written down after Israel crossed the Jordan, now it is clarified that the
Torah ha,d beenwritten down by Moses himself. The use of this terminology in
Deuteronomy 31 both distinguishes it from the writing on the tablets ,and makes
it clear that Moses first wrote down this Torah. This is an interesting
development itself, reflecting the increasing importance of both written text and
the person of Moses as the basis of religious orthodoxy 18.
Deuteronomy shows the importance of the written text in other ways as
weIl. Most notably, in the well-known injunction to write the words of
Moses/God on your doorp,osts (Dtn 6,9). The written word serves as a
reminder and a witness of Israel's covenant with God inscribed at the entrance
to the house. In Deuteronomy 17, the king is required to write for himselfa
copy of the torah. The written text binds hirn to the deuteronomic legislation. In
tum,the DtrH will use this legislation to critique the kings of Israel, particularly

16 On theverb 'M~, see further M. Fishbane: The WeH of Living Water: A Biblical Motif
and ils Ancient Transformations. in: id. cl a1 (ed.s), Sha'arei Talmon: Studies in Bible, Qum-
ran, and the Ancient NearEast Presented to Shemaryahu Talmon Winona Lake 1992, 3-16.
9

17 Seeparticularly the study by B.M. Levinson: Dcuteronomy (n. 8).


18 On Mosaic authority, seeT. Dozeman: Masking Moses and Mosaic Authorityin Torah,
JBL 119, 2000, 21-45.
The Textualizolion 0/ Torah in the Deuleronomic Tradition 161

Solomon l9 . Oneaspect of the textualization of Torah in Deuteronomy that


needs further investigation its use of the treaty genre. In the ancient near east,
treaties are by definition written texts. The written serves a witness to the
covenant. To what extent does the use of this treaty form justify the
introduction of the written text as an authoritative basis for Judaean religion?
The idea that the written text serves asa witness against those who disobey the
covenant is certainly borrowed from the treaty genre.

I/I. Centrality ofthe Book in DlrH

Clearly, the centrality of a written book is connected with the account of the
discovery of the Book of theCovenant the DtrH. The description of this book
in 2 Kings 23 as "1he book of the covenant" appears only in 2 Kings 23 and Ex
24,7. Either the deuteronomic historian was making aconscious intertextual
reference to Exodus Of, perhaps more plausibly, the deuteronomic historian
actually made the editorial insertion to Exodus 24~ which was marked ofT by the
repetition of the oath ceremony in vv. 3b and 7 culminating inthe words: uall
the words that YHWH has spoken, we shall do." It may be that the reference to
"the book of the covenant" was part of the final authorial shaping of the
Pentateuch or Hexateuch.
One of the key developments in the losianic reforms is the orthodoxy of the
book. Josiah's Reforms begin the discovery of a book, and the execution of
losiah's Reforms follow the proscriptions of a book. Ever since de Wette's
Dissertatio Critica in 1805, most scholars have associated this book with some
form of Deuteronomy because of the spe,cifics o,f the reforrns seem to follow
Deuteronomy in important ways20.
Probably one of the most important., yet overlooked, ways in which these
refonns follow Deuteronomy is the very textual nature of the refonns. In lack
Goody's classic work, he points out that U ••• alphabetic literacy~ made it pos-
sible to scrutinise discourse in a different kind of way by giving oral 'communi-
cation a semipermanent form"21. Although there is a great deal of debate about
the extent of literacy in late monarchie JUdah22 , thegreat mass of Hebrew

19 See M. Brettler:The Structure of 1 Kings 1-11, JSOT 49, 1991, 87-97.


20 For example, M. Cogan and H. Tadmor: 11 Kings, AB; GardenCityl New York 1988,.
294; C. Uehlinger: Gab es eine joschijanische Ku1tre form ? in: W. Groß (ed.), Jer'emia und die
Udeuteronomistische Bewegung", BBB 30, TQbingen 1995, 70-74. For a survey of opinions
see E. Eynikel: The Refonn of King Josiah and the Composition of the Deuteronomistic
History, OTS 33, Leiden! New Yorkl Köln 1996, 7-3 L
21 J. Goody: Tbc Domestication ofthe Savage Mind, Cambridge 1977,37.
22 Those arguing for extensive literacy include A. Demsky: On the Extent of Literacy in
Ancient Israel, Biblical Ar,chaeology Today (1984) 349-353; M. Haran: On the Diffusion of
Literary and Schools in Ancient Israel, SVT 40 (1988) 81-95; A. Millard: Tbe Knowledge of
Writing in (ron Age Palestine, TynBul 46 (1995) 207-218; id.: Oral Proclamation aod Written
162 Wi/liam M Schniedewind

inscriptions from 7th century BCE point to a rise in literacy (even if it was only
mundane literacy) that allowed far a profound changes in Judaean religious
practice including the introduction of an authoritative written text 2J . Goo,dy
argues that "'literacy encouraged, 8t the very same time, crilicism and commen-
tory on the one band and the orthodoxy of the book on the other"24 [emphasis
added). Criticismand commentary are evident in Deuteronomy's textual herme-
neutic. The orthodoxy of the book was obviously a central feature of Josiah's
Reforms. The spread of literacy in Israel introd.uced a new mode of communi-
cation - the written word - with all the attendant authority that the written
word conveys. Given evidence for the rise of litera.cy in the late monarch)', the
prominence of awritten seroll - usually understood as some ronn of the book
of Deuteronomy - in the Josianic reforms should hardly be considered surpri-
sing. Written authority became theb'asis of religious critique. The book of
Deuteronomy evidences throughout its reliance ona textual model that presup-
poses a literate culture. This is implicit in the exegetical techniques of D'eutero-
nomy. As Goody pointed out, the rise of alphabetic literacy brought an increase
in critical activity. In deuteronomic terms, for example~Deuteronomy's insis-
tence oncomparing the ward of the prophet with the fulfillment (in Deutero-
no,my 13) relies on the textual witness of the prophet~s words. In fact, this
further suggests that the paradigm shift from an oral to a written word of God
began already in the late Judaean monarchy even if it does not ,culminate until
much later.

IV. A Crilique ofWritlen Authority

Writing isnot necessarily considered a universal good.. For example, in an inter-


esting vignette involving Pharaoh and the god Thoth,Plato criticizes the
Egyptiangod and inventar of writing: ....You have invented anelixir not of

Record: Spreadin.g and Pcrserving Infonnation in Ancient Israel, in: Y. Avishurand R. Deutsch
(ed.s), Michael: Historieal, Epigraphical and BibHcal Studies In Honor or Prof. Michael
Hehzer, Tel Avivl Jaffa 1999, 237-242; A. Lemaire: Les Scoles ct la Fonnation de 18 Bible
dans I'ancien Israel.. OBO 39, Fribourgl Göttingen 1981. Thase suggesting that literacy con-
tinued to be quite limited include I. Young: Israelite Literacy: Interpreting the Evidence: Part I,
VT 48 (1998) 239-253; id.: Israelite Literacy: Interpreting the Evidence: Part 11, VT 48 (1998)
408-422; J. Crenshaw: Education in Aneient Israel: Across the Deadening Silence~ New York
1998. 29-50. Archaeologists. who work with the material evidence, tend to favor a substantive
rise in literacy; c.g.• P. King and L. Stager: Life in Biblical Israel, Library of Ancient Israel,
Louisville 200 1~ 300-318; B. Mazar, Archaeology of the Land of the Bible: 10.000-5.86
B.C.E., Garden Cityl New York J990, SI4-S20; I. FinkelsteinJ N"A. Silbennan, The Bible
Unearthed, New Vork 2001. 280-281.
23 See my artiele, Jerusalem. the Late Judaean Monarchy and the Composition of Biblical
Texts. in: Essays in the History. Literature and Archaeology of Jerusalem. SBt Symposium
Series, Atlanta 2003. 375-393.
24 J. Goody: Domestication, 37.
The Texluo/izalion ofTorah in the Deuleronomic Tradition 163

memory, but of reminding;and YOU offer yourpupils the appearance of wis-


dom, not tnle wisdom, for they will read many things without instruction and
will therefor'e see to know manythings, when they are for the most part igno-
rant and hard to get along with, since they are not wise,but only appear wise"
(Phaedrus, §275a). It is the instructioß that is, the community of learning,
t

rather than the text that makes one wise. The text undermines the comrnunity
and does not bring wisdom.
Writing locates authority in a text and its reader instead of in the tradition
and its community. Thereby, writing has the power to supplant tradition.
Traditional authority in an preliterate society was entirely dependent upon tta-
ditions held by parents and elders that were passeddown ,orally from generation
to generation~ It is the community that held the keys to wisdom and authority ~
Written texts had the possibilityof supplanting traditionalciommunity centered
wisdom. One 00 longer needed to be dependent upon the community far know-
ledge and wisdom. Rather, the writtenword - without the traditional instruction
of the comrnunity - could canfer knowledge. Viewed from this perspective, the
emphasis on a written text in the Josianic Refonns and in the Book of Deutero-
nomy was not only a novel development, hut also a dangerous development.
Although it was orginially employed by the Deuteronomic refonners to reassert
traditional orthodoxy, it also, had the' power to supplant orthodoxy. The written
text actually introduced a revolutionthrough hermeneutics2S . It must be under-
stood as trying to create a new orthodoxy. This orthodoxy, although it couches
itself in the antiquity of the Mosaic revelation, comes by means of a new type
of orthodoxy - the written text.
A glimpse into the tension between text and tradition, between the written
and the oral, is already evident in the book of Jeremiah. One of the more
enigmatic passages in biblica.lliterature has been Jeremiah 8,8: "How can you
say, ,We are wise, and we possess the Torah of Yahweh'?, In fact, the false pen
of the scribes has tumed it into a lie!" It is natural to look to the JosianicRe-
fonns and the discovery of the book of the covenant, although commentators
have been reluctant to conclude that this Torah of Yahweh is the book of
Deuteronomy or some version thereof26. One commentator writes, uThis short
passage is one of the most difficult to understand in the entire book. "27 He

25 See D+M. Levinson: Hermeneutics, 1997.


26 For example. W. McKanc, who suggests that this must be a rejection of the
interpretation of tbe Torah.id.: A Critical and Exegetical Commentary on Jeremiah I, lee;
Edinburgh 1986, 186. See tbe survey of opinions by H. Cazelles: Jcremiah and DeuteronomYt
in: L. Perduel B. Kovacs (ed.s). A Prophet to the Nations: Essays in Jeremiah Studies, Winona
Lake 1984, 100-10 I.
27 E. Nicholson:Jeremiab 1-25, Cambridge 1973 t 86+ In his papular worktWho Wrote the
Bible?, Englewood Cliffs NJ, 1987, Richard EIHot Friedman arguedthat Jeremiah hims,elf was
the deuteronomist. Therefore, Jeremiah8,8 couldnot be referring to the book of Deuteronomy.
As a resuJl, Friedman seizes on Jeremiah 8 8 as a deuteronomic critique of the Priestly work.
t
164 Wi/liam M Schniedewind

muses that it is not possible that the prophet refers to some bogus law code or
that he condemns the book of Deuteronomy itself. The late Robert Carroll bad
suggested a possible solution, namely that this is a condemnation of writing.
Carroll wrote, "The simplest way to understand it is to treat it as a straightfor-
ward ideological clash between a written töräh and the spoken word. "28 AI-
though earroll was uncertain about this solution, the wider context far
understanding the Jeremiah passage suggests that his intuition was correct. In
Jeremiah 8,7-9, this written Torab of YHWH is juxtaposed with different types
of oral tradition: "'7 Even the stork in the heavens knows its times; and the
turtledove, swallow, and crane observe the time of their coming; hut D1Y people
do not know the tradition ofYHWH (tr.." OEXOC). 8 How can you say, ··We are
wise, and the Law of the YHWH (.,,,.,' n,~) is with us?" In fact, the Iying pen
of the seribes has tumed it ioto a lie. 9 The wise shall be put to shame, they
shaJl be dismayed and taken; since they have rejected the word of YHWH (.,::J,
it,n'), what wisdom is in them?U Critical to the proper interpretation are the
Hebrew terms .,'iI'0000, i1,,,'
n."n, and iT,iT' 1:1,. It seems clear that the
Torah ofthe LORD (il'iT' ni1n) refers to a written text, though schalars debate
which text. Some think it refers to Deuteronomy, others suggest that it refers
already to written (and false) interpretations of deuteronomic law. The context
suggests that the issue is not which text, but the authority of any written text as
opposed to oral tradition. The term milpä{ (ODIDO) in verse 7 is somewhat fluid
in meaning in biblical literature, but in this case refers to the "tradition of
YHWH." Verse 7 uses the metaphor of animals who know their customa,ry ways
as an analogy to Israel. These are things that are intuitive or leamed through
social conditioning. Although m;spa~ somctimes may imply some written legal
tradition, biblical literature in places where it appeals to 00 known written
tradition, it is also frequently employed to appeal to weil established customs
or traditions. So, for example, a new king is installed in a traditional procedure
and place, "according to the custom of the king" (2 Kgs 11,14). The prophet
Samuel will warn Israel about uthe ways afa king" (1 Sam 8,9.11). The use of
mispa{ as a legal tenn does not reflect written texts, but rather legal judgments.
In most eases, there is no written text as such that even could form the basis of
the judgment (e.g., Gen 18,25; Lev 19,15)29. Both the general social context of
Jeremiah's day and the larger literary context, suggests that Jeremiah 8,8 is a
protest against the authority of written texts, which was understood as subver-
ting oral educational tradition (n'it~ O~CZ;O) and the authority of the prophets
(iT'''' ,:1,).

However, this assumes that the Josianic refonns are primarily a priestly reform. This also
misses one afthe critical aspects of Jeremian critique, namely the critique of a written text.
28 R.P. emoll: Jeremiah~ OTL, Philadephia 1986, 229.
29 See my artiele, The Chronicler as an Interpreter of Scripture, in: M.P. Graham and S.L.
McKenzie (ed.s)t The Chronicler as Author: Studies in Text and Texture, Sheffield t 999, 172-
t 78.
The Texlualiza/ion 01 Torah in the Deuleronom;c Tradition 165

The expression uthe word of YHwH" in verse 9 also refers to oral authority.
uThe ward of YHWH" is a technical tenn in biblical Hebrew literatme that refers
to the oral word of God given to the prophets30 . Wisdom is associated with the
oral tradition of the community and proclamations of God's messengers so how
could one be wise if one rejected them. With this in mind, we can retum to the
enigmatic expression "the lying pen of the scribe has turned the torab of YHWH
ioto a lie." I would suggest that here the author plays on the double meaning of
torah as first ~'teaching" and then the ubook." It is indeed the pen itself that
turns "'teaching" into Torah - with a capital "T" - by putting it into written
form. There seems to be an allusion back to the beginning of Jeremiah's critique
of the Josianic Reforms here. According to Jer 3,10, dwing the Josianic Reforms
"Judah did not return to me with her whole heart, hut only in a lie (iptD), says
YHWH." What was this pretense of the Josianic Refonns? Apparently, it was
the introduction of a new mode of authority - the written word - that displaced
the traditional oral teaching and the prophetie word..

v Final Reflections
Finally, we need to raise the question: if P (tbc Priestly literature) was
essentially postexilic t as most scholars seem to think, why does P take so little
account ofthe writing ofTorah? Was P a critic ofthe written text? Judging from
Jer 8,8, there were critics of the innovative authority given written texts by the
Josianic refonners. However, are we to believe that P is to be counted among
those rejecting the written Torah? Especially when the written Torah is central
to the Priestly perspective of Ezra. Tbe public displayand reading of Torab
reaches its apex in biblicalliterature in Nehemiah 8, where Ezra "a scribe skilied
in the Torah of Mosesn reads tbc sacred written text to the people who are
bound to obey the written word. Late biblicalliterature (here I refer especially
to Ezr-Neh, Chronicles, Esther, and Daniel) reflects a development of writing
terminology not seen in deuteronomic literature 31 . This includes the
introduction of new terminology like the word )iggeret to replace se/er as
Hletter,U the introduction of the term midräI as weIl as the changing meaning of
the verb daras. Most impressively ~ late biblical literature uses the tenn ubook
of Moses" to refer - apparently - to the completed Pentateuch. The term

30 See the classic discussion by S. Mowinckel: The (Spirit' and the 'Ward' in the Pre-
exilic Refonning Prophets, JBL 53 (1934) 199-227.
31 See, for example, A. Hurvitz: On the Borderline between Biblical Criticism and Hebrew
Linguistics: The Emergence of the Term itmC ~DOtn in: M. Coganl B.L. Eichlerl J.H. Tigay
(ed.s), Tehillah le-Moshe: Biblical and Judaic Studies in Honor of Moshe GreenbergJ Winona
Lake 1997, 37*-43·; id.: The Origins and Development of the Expression -'00 n")o: A
Study in the History of Writing-Related Terminology in Biblical Times, in: M.V. Fox el al.
(ed.s), Texts, Temples, and Traditions: a tribute to Menahem Haran, Winona Lake 1996, 37*-
46- [Hebrew].
166 Wi/liam M. Schniedewind

Ubook of Moses" gives earlier descriptions of Deuteronomy such "words of


this teaching that are in aseroll" (nm iny,n '1:)0, ,m-',» nMfn-i1iT\ ":J1,
Deut 31,24.26) concrete fonn. It becomes a technical name for the Pentateuch in
2nd Temple literature (e.g., Tob 6,13; 7,11; 1 Esr 1,11; 5~49; 7,~9; Mark
12,26). The emergence of this "book of Moses" is foreseen in the way
deuteronomic literature textualizes the revelation at the mountain of God. This
process of textualization developed over the centuries and would have rar-
reaching for Judaism and Christianity32.

VI. A Final ,Comment

I cannot conclude without briefly looking at the theology of writing in one more
set of priestly texts, namely the post-exilic books of Chronicles and Ezra. The
idea of the text as a canon for orthodoxy is, of course, already suggested in the
Deuteronomistic History, especially in its account ofthe Josianic Reforms. It is
alsoapparent in the Book of Deuteronomy in the Law of th.e King as weil as in
the commissioning of Joshua. An important expression that we may use as a
yardstick measuring the authority ·of the written text is the expression "ag it is
written" (:l,n~~). Thisexpression appears only Cour times in the entire DtrH.
In Jos 8,31, for example, it appeals to the altar law fr·om the Covenant Code.
The expression also appears in 1 Kgs 2,3 in the admonishing of Solomon, in 2
Kgs 14,6 to explain why children were not put to death for theirparents' trea-
son, and 2 Kgs 23,21 in referring to thePassover sacrifice. kakkalüb becom,es
much more common in "late" Biblicalliterature like Esther, Ezra and Chronicles.
The ,expression appears 4 times in Esther, 6 times in Ezra-Nehemiah, and 7
times in the book ,of Chronicles.
The written word is central to the religious prograrn of the Persian period as
reflected in Ezra-Nehemiah. This is nicel.y captured by the story in Nehemiah 8
where '1.he entire people assembled ... and they askedEzra the scribe to bring
the seroll of the TeachingITorah of Moses with which the LORD had charged
Israel.... Ezra the priestbrought theTeachingITorah before the congregation,
men and warnen and all who could listen with understanding. He read from. it ...
from the first iight untiJ midday, to the men and the women and those who
couldunderstand; the ears ,of all the people were given to the seroll of the
Teaching. Ezra the scribe stood upon a wooden tower made for the purpose (of

32 On the dev,elopment of a textual culture in fonn.ative Judaism and early Christianity see
t

for example, B. Gerhardsson: Memory and Manuscript: Oral Tradition and Wrinen
Transmission in Rabbinie Judaism and Early Christianity. Lund 1961; reprint, Grand Rapids
1998; W.H. Kelber: The Oral and the WrittenGospel. Philadelphia 1983;H. Koester: Written
Gospels or Oral Traditions? JBL 113 (1994) 293-297; id.: Writings and the Spirit: Authority
and Politics in Ancient Christianityt HTR 84 (1991) 353-72. Also see W. Schniedewind: How
the Bible Became a Book: the Textualization of Ancient Israel Cambridge 2004.
t
The TexluaJization 0/ Torah in Ihe Deuteronomic Tradition 167

reading the T'orah), ... Ezra opened the seroll in the sight of all the people, for
he was above all the people; as he opened i~ all the people 8toOO up.... " Later
in the chapter we read that '1hepriests and Levites came together with Ezra to
study the words of the Torah." Here we have more th,an the orthodoxy ,or the
book, we have the reverence ror the written Torah ·of Moses. I cannot help but
think that the theology of the written word here echoeswhatwe find in
Deuteronomy 31 and in the law of the king 33 .
Let me conclude with one final observation. We are all weil aware of the
meaning of the Hebrew term Torah as ''teaching, instructioD." The term origi-
nally comes from the root yrh meanin.g'Cto instruct" and meaning the oral
inStnlction and teaching. We are also aware that the term Torah comes to mean
a text. Obviously, in Nehemiah 8 the Torah is a text. This textualization of
Torah is also evident in th,e Book of Chronicles. In Chronicles, for instance, the
term Torah means a text without qualification. It is not necessary to qualify the
term Torah by saying uthe seroll of the Torahu (mn, '00). This is in rnarked
contrast with the DtrH where Torah is a text, but it is qualified as a text. That
is, DtrH has ''!he scroll of the Torah." What about the priestly literature in the
Pentateuch? There.. Torahis still simply "teaching"; it is never qualified as a
text Priestly literature in the Pentateuch is essentially unaware of the impor-
tance of the writlen text. It is conspicuous that textual authority is never asser-
ted in the Pentateuchal priestly writings, a fact whicb certainly suggests a pre-
deuteronomic date.

33 See T. Eskenazi: Ezra-Nehemiah: From Text to A,ctuality, in: C. Exum (cd.), Signs and
Wonders: Biblical Texts in Lil'crary Focus, Atlanta 1989, 165-98.
Cult Centralization in Deuteronomy 12:
Between Dellteronomistic History and Pentateu,ch

THOMAS CHRISTIAN RöMER

1. Introduction

The present discussion on the Pentateuch and on the so-called Deuteronomistic


History (DH) looks like a battlefield. In particular, the recent and scathing
contestations of the existence of a DH have again raised the issue of the very
nature of Deuteronomy.
If there is 00 organie bond between the lastbook of the Pentateuch and the
first part of the Former Prophets, Deuteronomy should be interpreted exclu-
sivelyas the conclusion of the Pentateuch, and not as the overture to the
Former Prophets, as the Dtr History hypothesis would have it. However,
anyone reading Deuteronomy carefully will sooo notice how numerous texts
prepare the reader forwhat foliows. Thus, the Promised Land is very often
referred to in thebook of Deuteronomy as the "land you will enterwhen cros-
sing the Jordan"'. Does such a fonnula mean anything without the narrative in
Jos 3--4? Of course, the oppoo,ents of theDH hypothesis may object to this
observation by arguing for the existence of an Hexateuch ci Ia Wellhausen. But
this suggestion would not solve the problem. Several other texts in Deutero-
nomy prepare their readerllistener far events reported later in Judges I or in
Kings.This is notably the case far the motif of sanctuary centralization, which
relates Deuteronomy to recurring concems in the Booles of Kin.gs. In contrast to
the Patriarchal narratives or to the Covenant Code, which do not seem really to
be concerned with the issue of anunique sanctuary, the loyalty of the succ,es-
sive kings to the Temple of Jerusalem is a leitmotif and major issue in Kings.
The insistence on YHWH's one legitimate temple could nevertheless seem
bizarre inasmuch as the end of Kings (2 Kgs 24-25) recounts the destruction of
that very temple. And yet it is precisely that tension. which, to mymind, ofTers
strang support to the existence of a Deuteronomistic History, even if this
Uhistory" should ditTer considerably from that ofNoth's original theory.

1 Cf. the exhortations in Dtn 6. 12ft" and the corresponding transgressions in Jdg 2~ 12fT. or
the curses in Dtn 28 and their fulfiUment in 2 Kgs 17 and 2 Kgs 25.
Cull Cenl,alizat;on in Deuteronomy J1 169

2. Deuteronomy 12: A program with multiple ainu

The Deuteronomic code opens with a text that insists several times on the fact
that YHWH has chosen for himself only one place "ta put his Name there" (vv.
4-7.11-12.13-14.26-27). If we start from this fourfold insistence on the uni-
queness of the place chosen by YHWH, we may notice how the first three
statements are at the center of three sequences, which are all structured the same
way. Namely, in these three cases the main commandment is preceded by a
negative statement: vv.2-4 (4) - not to act towards YHWH in the way ofthe
nations; vv. 8-10 (8) - not to act as today; v. 13 - not to offer holocausts in all
places. Furthermore, each sequence ends witch a call to joy (vv. 7.12.18)2.
These observations thus point to three distinct units, delimited as foliows: vv.
2-7/8-12/13-18(19 3 ). The first unit is manifestly linked with vv. 29-31,
whereas vv. 13-18 are taken up in 20-28. Such delimitation, which joins a
remarkable scholarly consensus4, allows for the identification of at least three
periods or three different theologies ofthe unique sanctuary.
It is generally acknowledged that within Dtn 12,1-19, vv. 13-18 constitute
the kernel to which frrst vv. 8-12, then vv. 2-7 were added. This redactional
process corresponds to a kind of inverted Fortschreibung, which may be com-
pared to the modern practice of successively prefacing new editions to success-
ful bookss.

2. J. Dtn /2, 13- J8: Practical consequences 01cult centralization

This prescription begins by opposing the multitude of sacred places (käl-


mäqom) to the unique sanctuary that YHWH will choose in the territory of only

2 Cf. R. Smend: Die Entstehung des Alten Testaments, Stuttgart et al. 1978, 72-73.
3 The cancern for the Levite in v. 19 may stern from a late redaction close to the ideology
of Chronicles cf. U. Dahmen: Leviten und Priester im Deuteronomium. Literakritische und
t

redaktionsgeschichtliche Studien, BBß ) 10, Bodenheim 1996, 379.


4 See among recent studies E. Reuter: Kultzentralisation. Entstehung und Theologie von
Dtn 12, BBB 87, Frankfurt a.M. 1993, 100-114; E. Nielsen: Deuteronomium, HAT 1/6,
TObingen 1995, 135-136; M. Keller: Untersuchungen DIr deuteronomisch-deuteronomistischen
Namenstheologie, BBB lOS, Weinhcim 1996. 25-44; B.M. Levinson: Deuteronomy and the
Henncneutics of LegaliMovation, New Yorkl Oxford 1997, 21-28.
5 The sequence: 12,12-18/ 12,8-121 12,2-7 is corroborated by thc evolution of the centrali-
zation fonnula:
v. 14: The place (mäqom) that YHWH will choose in one ('tZJ:aQd) ofyour tribes;
v. 11: The place (maqöm) that YHWH, your God, will choose as a dwelling (Jakkin) for his
name;
v. 5: The pi ace (mäqöm) that YHWH. your God, will choose out of all your tribes as his
habitation (lkn) to put his name there.
V.5 obviously combines v. 14 and v. 11.
170 Thomas C. Römer

one tribe. This precision6 makes it difficult to read the centralization formula in
a distributive manner, so as to understand that at each period God would choose
far himself another sanctuary. Thus, the mäqom in Dtn 12 does not point at
anything other than the Temple ofJerusalem,and the "one" tribe cannot mean
any other than (the kingdomof) Judah'. The same ideology is to be found in Ps
78, which is generally identified as DtrB, and where YHWH explicitly refuses 10
choose Ephraim (the North) hut chooses instead "the tribe of Judah, the moun-
tain of Zion which h.e loves" (v. 68). The author of Dtn 12,13ff. thus takes up
the tradition of Zion's election and harmonizes it with the Otr ideology by
transforming it into an ex,clusive election, incompatible with any other sanc-
tuary .
The social-historical context of Dtn 12, 13-18 is most probably that of the
measures of administrative centralization of the kingdom of Judah under the
reign of Josiah. Even if it remains difficult, if not highly hazardous, to attempt
any historical reconstruction of the so-called "Josianic reform'1, it seems
nevertheless quiteclear that the first version of Deuteronomy must have origi-
nated in that context, or if one prefers to remain vague: in the context of the
Assyrian Empire of the seventh century BCE9.
If one agrees that the extentof the Josianic Deuteronomy corresponde,d to
the original kernel of Dtn 12-26, introduce,d by the beginning of the Shema 4

Yisra 'ei (Dtn 6,4-5) and concluding with a first version of the set of blessings
and curses fauod ioOtn 28·, it appears then that Dtn 6,4-5 and 12,13-14 are
linked together and coherently organized:
"Hear 0 Israel, YHWH is Out God~ YHWH is ONE ()~I:Wd). YOll shalilove YHWH
your God with all (bd-käl) your heartt with all (!Ja-kaT) your soul, and with all
(b--käl) your might. Take care that you do not offer your burnt-offerings at any
(lJa-kdl) place you happen to see. But only at the place that YHWH will choose
in ONE ()a~ad) of your tribes - there yau shall offer your bumt-offering and
there yau shall da everything (käl) I command you".
This passage isorganized by way of the dialectical oppositio,n between käl
(five times) and 't:e/:läd (twice). To theone God corresponds the election of a
unique sanctuary in one tribe alone, together with the rejection ofalloth.er hofy
places and all other tribes (Le., the Northem kingdom). There is nowhere here
any aJlusion to the literary fiction of Deuteronomy in its final form. The pas-

6 Against M. Rose: S. Mose. ZB.AT 5, Znrich 1994. 12,andothers" it is unnecessary to


consider this relative clause as a later addition.
7 A.D.H. Mayes: Dcuteronomy, NeBe, Grand Rapidsl London 1981, 227; Reuter:
Ku Itzentralisation, 121.
8 Thepsalm is variously dated: from Josiah's time up to thePersian period. See the discus-
sion in B. Weber: Psalm 78: Geschichte mit Geschichten deuten, ThZ S6 (1978) 194-214.
9 One major argument is the fact that the author of Dtn 28 copies the curses of
Essarhaddon's treaty (about 672 SeE). See on this H.U. Steymans: Deuteronomium 28 und
die ade zur Thronfolgeregelung Asarhaddons. Segen und Fluch im Alten Orient und in Israel.
OBO 145, Fribourgl GOttingen 1995.
CuJt Cenlralizalion in Deilieronomy J2 171

sage is addressed to free, rather wealthy citizens (they own slaves), who are
settled in their townships (v. 18).
The Question remains as to the link between 12,13-18 and 12,20-28. 12,20-
28 takesup again the main issue ofvv. 13-18, the legislation on profane slaugh-
ter, and restriets it to cases in which uthe place where YHWH yonr God will
choose to put his name is too distant flom you" (v. 21). Same scholars assume
that vv. 2Off. stern from the same author as vv. 13-18 1°; others situate them a
little later, towards the end of Josiah's reign, und,erstanding v. 2'0 as an allusion
to Josiah's expansion policy as related in Kings I I. This last point is far from
being assured: historically speaking, the actual expansionof Judah under Josiah
was most likely quite modest 12 • Moreover, the narrative of 2 Kgs 23,15-20
never takes up the tenninology of Dtn 12,20 '13. The use of gabul in Dtn 12 2o- t

28 (cf. also Dtn 19,8, a text of late origin) can hardly refer to the Promised Land~
which in the Dtr tradition i.s called 'äd'ämä or ~äriZ~. Dtn 12,20-28might be
connected to the promotion of the ideology of a "Davidic-Solomonic Empire"
(as in 1 Kgs 5,1-5); however, the best hypothesis may be to see it as an allusion
to the situation of the diaspora in post-exilic times: the Temple is rehuilt, but
the Jews in Babyion or in Egypt cannot go there each time they slaughter l4 .
According to A. Rofe, Dtn t 2,20-28 is meant to hannonize the Dtr law of
centralization with the legislation of Lev 17 1s, which seems less concemed with
the idea of centralization than with the condemnation of profane slaughter. If
this is the ,ease, Dtn 12,20ff presupposes the post-exilic Holiness Code, and is
still later 16.
These two passag,es dealing with the practical consequences of cultie centra-
lization presuppose the existence ofthe Temple: in 12,13ff., thefirst Temple, in
12,20ff, the second Temple. This is not the case with Dtn 12,8-12, where the

10 For instance E. Otto: Vom Rechtsbruch zur SOnde. Priesterliche Interpretationen des
Rechts, J8Th 9 (1994) 25-52;35'.
11 For instance Keller: Untersuchungen 37.t

12 Cf. Reuter: Kultzentralisation. 92.


13 Levinson: Hermeneutics, 19-40. Also, we might ask with J. Van Selers: Tbe
Deutcronomistic History: Can It Avoid Death By Redaction?, in: T. Römer (ed.), The Future
of the Deuteronomistic History, BEThL 147 Leuven. 2000, 213-2.22, if this story is not
t

entirely fictitious.
14 See also Num 9, 10-14. which reflects the same cancern, this, time in .relationship to the
celebration of Passover in the Persian period: the case is made that somebody might travel and,
being far away, be unable to accomplish the ritual, and aspecific legislation is then promoted
in order (0 answer the case.
15 A. Rofe: Introduction to Deuteronomy: Part I and Further Chapters (Ivrit), Jerusalem
1988, ]6.
16 Reuter: Kultzentralisatioß t 106, wants to locate Dtn 12,20ff during the period of the
monarchy~ arguing, that the passage can only be understood if the Temple still exists; but she
never imagines that the temple in question could also be the second Temple. The late date of
12 20ff is further supponed by the fact that in v. 21 ,the central ization fonnula appears in a
t

fann which corresponds to its most recent formulation.


172 Thomas C. RlJme,

original prescription is now brought up to date in order to fit a new historical


context.

2.2. Dtn J2,8- J2: Cultcentralization in the absence 0/ the Temple

The addressees of this instruction aremanifestly the exiles. They are identified
as the generation ofthe desert to whom (re)entrance intothe land is promised.
Here the literary fi,ction of Deuteronomy as Moses' testament becomes for the
first time transparent, since v. 10 evokes the coming crossing of the Jordan. The
beginning of the text constructs an opposition between "'today" (where
everyone does "what is right in his own eyes'\ cf. Jdg 17,6; 21,25) and the
entrance into the promised - hut not y,et fulfilled - "rest" (v. 9). What does this
term, manu!tä, mean? In a number of texts (Is 66,1; Ps 95,11; 132,8.14), the
word refers to the Jerusalem Temple. More important still, how,ever, Dtn 12,9
prepares far the central passage of 1 Kgs 8,56 17, as has often been noted.
Dtn 12,9: uYou have not yet come ioto the resl and the possession that
YHWH your God is giving to you". - 1 Kgs 8,56: "Blessed be YHWH whohas
given rest to the people Israel according to all ... that he spoke through his ser-
vant Moses".
Only in these two texts do we read that YHWH gives a manü~a to Israel; this
implies a very clear connection. The link between Dtn 12,9fT. and Kings is fur-
ther reinfofc,ed by the fact that the last occurrence oftheverb Uto live securely"
(12,10) in the historical books is found precisely in 1 Kgs 5,5 ("During
Solomon 's, lifetime Judah and Israellived in security ..."). These intertextual re-
lations between Dtn 12,9-10 and 1 Kgs 5-8 18 strongly support the existence of
a DH, as we will see further below. At the sam'e time, how,ever" they also exem-
plify a will to create a periodization of history: promises made to the addres-
sees of Deuter,onomy did not come to ciomplete fulfillment until the building of
the Temple under Solomon. Indeed, although Joshua already achieves rest from
his en,emies by theend of the conquest (Jos 21,43-45), as in Dtn ]2,.1 0, it is
only with the building of the Temple that the motif of the gift of the land finds
its accomplishment. This is made possible by the fact that in the Dtr literature,
the tenn mäqom may designate not only the place of the Temple., but also the
entire land, in the center of which theunique sanctuaryo,f YHWH will stand.
Since in Dtn 12,9 t the author draws a parallel between m~nüJ:ta and na~älä, the
term mäqom mentioned in 12,11 may weil have the same meaning..
Ir Dtn 12,8-12 is the opening of the exilic edition of the Dtr Code, it is
remarkable that the same ambiguity about the place shows up agam in the finale

17 G. Braulik: Zur deuteronomistischen Konzeption von Freiheit und Frieden, in: J .A.
Emerton (ed.), Congress Volumc. Salamanca 1983, VTS 36~ Leiden 1985, 29-39; 30~ B.
Gosse: La redaction deuteronomiste de Deuteronomel2,lO ä, I Rois 5,18 et la tranquiUite
devant les ennemis d'alentour, Eglise cl Th~ologie 25 (1994) 323-331; 331.
18 Go,sse: R~daction deuteronomiste. 330.
Cu/t Cenlra/iza/ion in Deuleronomy /2 173

ofthe Code. In Dtn 26,3, namely, the same centralization fonnula appears as in
12,11 ('-tbe mäq6m that YHWH will choose for his name to dweil in if'); thcn
the following historical creed in vv. 5-9 ends with this statement: "(YHWH)
made us enter this mäqom, he gave os this land").
In these texts from the exilic ,edition of Deuteronomy, temple and land are
intrinsically bound together. For the author of Dtn 12,8ff., restoring the temple
and its sacrificiaI worship cannot be separated from restoring YHWH's people to
its country. Does this imply that there can be 00 worship of YHWH without the
Temple? Dtn 12,8-12 does not cl.early answer this question. However, a close
look detects a eine in the broadening of the centralization fonnula: YHWH will
choose the place where to make his name dw,ell. This is a probable recurrence of
the Akkadian sakallU sumSu which designates the taking over and juridical claim
ofa place l9 . In the context of(exilic) Dtr theology, the fonnula implies a certain
"secularization20" of the Temple: YHWH himself does not dweil in the Temple
but in the sky (cf. also Dtn 26,15 and 1 Kgs 8). Although he may have his name
dweil in the Temple, which means that his presence may be experienced by his
people through worship, this divine presence 00 longer depends on theTemple
itself2 1• The question is thus raised anew: in what does the foundation of
Israel's identity as YHWH's people reside, if not in the temple? This is the
question which the author of Dtn 12,2-7 tries to answer.

2.3. Drn J2.2-7: Cult centralizalion and the rejeclion o[ ,. illegilimate .. culls

VV. 2-7, which open the centralization law in its present formt give to the legis-
lation a spe,cifically aggressive tone. The theme ofthe unique sanctuary becomes
mainly apretext für developing a theology of strict separation fr·om tbe
"nations" dwelling in the land. A comparable ideology is to be found in Dtn
7,1-6.22-26 and 9,1-6. Scholars from the "Göningen School" often. attribute
these texts to "DtrN",which is to be dated around the end ofthe Exile or, more
likely, at the beginning of the Persian period 22 • Vocabulary and co'ntent indeed
corroborate this dating. Thus,the idiom "to seek YHWH" (v. 5) is typical ofthe
Book of Chronicles; the words ra,umä ("appropriation") and ma'äiir (tithe,
dime),which appear as a pair in Dtn 12,6, are not attested together elsewhere
except Cor Neh 12,44 and Mal 3,8, two texts from the Persian period.

19 F. Garcla L6pez: Le Deuteronome, CEv 63, Paris 1988, 32. See now S.L.Richter: The
Deuteronomisti,c History and the Name Theology. Lelakhen Iem6 sam in the Bible and the
Ancient Near East, BZA W 318, Berlinl New Vork 2002.
20 T.N.D. Meninger: The Dethronement of Sabaoth: Studies in the Shem andKabod
Theologies,CB.OT 18, Stockhom 1982,36-37.
21 Reuter: Kultzentralisation, 128, indi,cates that Iln, contrary to ysb, impliesan 8,ction
which is limitedin time.
22 Cf. recently Keller: Untersuchungen, 40-42, as weil as J. P'akkala: Intolerant Monolatry
in the Deuteronom istic History, Publications of the Finnish Exegetical Society 76, Helsinkil
Göttingen 1999. 94-99.
174 Thomas C. Römer

Furthermore, the ideology conveyed by Dtn 12,4ff. is elose to that of the


books of Ezra-Nehemiah. "The nations from which onemust separate oneselr'
designate either the Babylonian or Persian mult.iculturaland ethnically mixed
society, or the so-called "people of the land", that is the non-exiled population
,or Judah, whom the representalives of the BabylonianGolah understood as not
belonging to the "true Israel" (cf. Ezr 9,1-3; Neh 9,2; 13 23 ). The population
that bad remained in Judea was probably more "conservative" in its religious
practices than the deported intelligentsia. Texts such as Ez 8 (a vision of
polytheistic cults in the Temple of Jerusalem) or Jer 44,15-19 (libations for the
"Queen of heaven") bear witness to a continuing popular religiosity. Ibis
explains the ideological and very harsh tone ofDtn 12,2fT.
On the one hand, Dtn 12,2-7 contrasts the places where the "nations" wor-
ship to the one place chosen by YHWH; on the other hand, the "name" of the
nations (v. 3) is set over against the name of YHWH (v. 5). The issue at stake
here is 00 Jonger the multiplicity of Yahwistic sanctuaries (as opposed to the
only legitimate one),as in Dtn 12,13ff., Dor the traditional connection between
possession ofthe land and worship in the Temple, as in Dtn 12,8ff. Für now, it
is YHWH, the God o,f Israel, who is set Qver against the gods of the göyfm
(12,2). The theme ofthe one sanctuary is used to affirm YHWH's uniqueness
against traditional, ongoing polytheism. Dtn 12,2-7 and 12,29-31 (hoth sequen..
ces are generally attributed to the same redactor24 ) arecomposed in accordance
with the literary fietion of Deuteronomy. They are addressed to an audience
that has the possibility to return into the land.. With the use of verbs such as
~~odemolishn, "to break", Uto bum", Dtn ] 2,2 also a11udes to cultic reforms as
related in Kings, especially those of Josiah25 . But the issue here is no longer the
ucleansing" of the Temple, but rather the purification of the addressees from
their polytheism.
Ta sum up' briefly aur investigation on Dtn 12: the threemain layers identifiable
in this text are differently concemed with the problem of 'cult centralizatioß.
The topics brought forward are not so much topics characteristic of the

23 These texts are primarily concemed with the prohibition of mix.ed marriages, as in Dtn
7.
24 See ror instance N. Lohfink: Fortschreibung? Zur Technik von Rechtsrevisionen im deu-
teronomistischen Bereich, erörtert an Deuteronomium 12 Ex 21.2-11 und Dtn 15, 12-1 :8, in:
t

T. Veijola (ed.), Das Deuteronomium und seine Querbeziehungen, Schriften der Finnischen
Exegetischen Gesellschaft ,62, HelsinkiJ GOttingen 1996, 12.7-171; 13,7. Levinson: Herme·
neuries, 2S-26 notices that vv. 29-3 1 do not mention cult centralization, and ascribes them
t

therefore to a later redactor. Another difference between 12 2ffand 12,2'9ffmay be emphasized:


t

acco,rdingto VV. 2ff, the Israelites are going to drive out the nations, whereas according to vv.
29ff, this is done by YHWH. However. the same phenomenon can be observed in Dtn 7,1-
6.21-26, and in 9. 1--6;thus, there is no need to postulate another Du layer. The current
inflation of Dtr redactors is already sizeable enough.
25 H.-D. Hoffmann: Refonn und Refonnen. Untersuchungen zu einem Grundthema der
deuteronomistischen Geschichtsschreibun& AThANT 66, Zürich 1980, 342-346.
Cult CentraJization in Deuleronomy J2 175

Tetrateuch, but key themes ofthe DH. In a certain way, the three Dtr layers in
Dtn 12 thus lay the groundwork for the three distinct layers discemable in 1
Kgs 8, as we will now demonstrate.

3. From rhe dedicalion olthe Temple 10 its destruction (1 Kings 8)

In the framework of the DH, the narrative of the building of the temple (1 Kgs
6-7)26 and of its dedication by Solomon (1 Kgs 8) holds a central position. The
report of the dedication itself is dominated by agrand prayer. At the level of the
narraled story, the building of the temple corresponds to the fulfillment of all
divine promises: At the level of the audience, however, two distinct historical
contexts seem to be addressed: the situation of the exile, when the Temple
whose construction has just been related in the previous chapters stands in
ruins; and the context of the return and the restoration.
In its final fonn, 1 Kgs 8 offers a finely worked stnlcture.

vv. 1-2: Introduction: Assembling the people


VV.3-13: Setting ofthe Ark and sacrifices
VV. 14-61: THREE SPEECHES SV SOLOMON
vv.14--21: Facing the assembly: blessing
VV 22-53: Facing the altar: prayer
VV. 54-61: Facing the assembly: blessing
VV.62--65: Sacrifices
V.66: Conc/usion: Sending back the people back

The text clearly places at its center Solomon's prayer to YHWH. Despite the
structme, however, it is quite clear that 1 Kgs 8 was not written by one single
author. Even if there is a debate about the chapter's diachrony, we may grosso
modo distinguish among a traditional (pre-Dtr) kemel in vv. 1-13. 27, a losianic
edition and two exilic or even post-exilic Dtr editions, plus a late reworking in
the Priestly style from the Second Temple period. From a diachronie per-
spective, the successive stages in the redaction of the text correspond more or
less to the synchronie succession of the sequences in vv. 14-21.22-53.54-

26 J. Van Seters: Solomonls Temple: Fact and Ideology in Biblical and Near Eastem
HistoriographYt CBQ S9 (1997) 45-57.
27 We cannat discuss here the problem raised by vv. 12~13, which state that YHWH desires
to dweil in the darkness. The LXX quotes this poem at another place (after 8,S3); 1 Kgs 8,12-
13 may thus weil be a fragment fram an alder text. The mention of the darkness probably
alludes to the clouds in which the weather-God YHWH hides himself. If this is correet, the old
story was probably about the coming of the weather-God YHWH to inhabit the Jerusalern
Temple. It is clear in any case that the original kernel of w. 1-13 was considerably reworked
by Priestly redactors (cf. vv. ) 0-11 and Exod. 40,34f (P); see on this E. WOrthwein: Die
BOcher der Könige. 1 Kön ige 1-16, ATD 11/1, Göttingen 1977, 84-9 L
176 Thomas C. Römer

61.62-64, each n,ew redactor expanding the text of the previous ones. Atthe
same time, it is apparent that each sectioncannot be attributed to a single redac-
tor, and that each further redactor probably also edited the already existing text.

3./. 1 Kings 8,14-21: Temple and Davidic dynasty

This unitdraws a parallel between the divine election of David and his dy nasty,
and the election of the Temple (cf. v. 16 and the parallel in 2 Chron 5,5-6)28.
Thus i.t posits an indissoluble bond between the Davidic dynasty and the
Temple of Jerusalem 29 • This observation favors an attribution of vv. 14ff. to a
Josianic edition of the Book of Kings. The same results from the fact that the
emphasis placed upon the divinechoice operated "among the tribes" clearly
recalls the formulation of Dtn 12,14, which belongs to the Josianic layer of Dtn
12 as we have seen above. The triurnphant tone of 1 Kgs 8, 14-21 • regarding the
king andthe Temple is however altered in the central prayer that foliows.

3.2. J Kings 8,22~53and YHWH 's withdrawalfrom the Temple

The first part ofthis long sequence (vv. 22-26) otTers a transition from the pre-
ceding verses. There is still mention of the ufather David" - who does not oceur
again -,but v. 26 now makes the promise of an etemal dynasty conditional, "a
typical Dtr concept reflecting the situation after 587" according to Würth-
weinJ,o. The same can be said about vv. 27-30, which introduce the presentation
of the seven occasions for prayer in vv. 31 ff.
Significantly enough, two important transformations takeplace in these ver-
ses regarding the Temple. The first is fouod in v. 27, whereSolomon acknow-
ledges: UMay God really dweIl on earth? The heavensand the heavens of hea-
vens cannot contain you. And much less the Hause I built für you". In flagrant
contrast to the importance gi.ven to the building of the temple in the first part of
the Solomonie speech, this verse highlights the absolute transcendence of
YHWH. This does in 00 way downplay the importance of the Temple, but it
makes now possible to worship YHWH outside the Temple.
When analyzing the exilic layer of Dtn 12, we noted how the redactors of vv.
8fC. bad indissolubly connected the gift of the land to the election of the
Temple. I Kgs 8,31-53 stands alongside ofthose verses, frequently mentioning

28 The MT of 1 Kgs 8 does not mention the election of Jerusalem. in contrastto


Chronicles. Either 'Chronicles wants to correc:t a difficult text, or the MT in I Kgs 8, 16 was
corrupted by a scribal error (homoioarchton). According 10 A.G. Auld: Kings WithoUI
Privilege: David and Moses in the Story of the Bibles Kings, Edinburgh ] 994, 59. the text in
Chronicles reflects the original version. For the relationship between 1 Kgs 8 and 2 ehr 6, cf.
w. Johnstone: Solomon's Prayer: ]5 Intentionalism Such a Fallacy?, STh 47 1993, 119-133.
1

29 This is anothcr parallel with the Deuleronomic code: besidesthe place (especially in Dtn
12 and 16), it is lhe king (] 7,15) who is chosen by YHWH.
30 WOrthwein, Könige. 97.
Cult Cenlra/izat;on in Deuteronomy J2 177

the land, which is characterized three times as having been giv,en to the fathers
(vv. 30.40.48). This is another element that argues for the existence of a cohe-
rent Dtr redaction linking together the books of Deuteronomy to Kings. In
Deuteronomy and Joshua, the motif of the land promised to the fathers occurs
very often. It appears far the last time in Jos 21,43-45, in a passage in which
Joshua states that all the divine promises have been fulfilled. After the book of
Joshua, the oath fonnula will be replaced by the motif of the land given to the
fathers 31 . Now, the first time this motif appears is precisely in I Kgs 8. This
means that in the mind of the Deuteronomists, the land is not entirely given
until the temple is built32 .
Going back to the structure ofvv. 31-53, one may further observe that every
description of the various occasions far prayer mentions the same basic ele-
ments: the situation, the localization of the person praying, the appeal to God
asking hirn to listen, and the divine intervention as required in the prayer.
Among these elements, themost stable formulation is found in the call to
listen: on each occasion, we find the same idiom t "listen from heaven", someti-
mes with a specification added: '~the place where you dwell". As against this
call to God, which remains always identical, there is an evolution as to the place
of prayer. In the first case mentioned, the place is clearly located in the Temple,
"before your altar, in this house" (v. 31). Then (from the third case onwards),
prayer goesin the direction ofthe housel place.YHwH'S withdrawal becomes
reinforced by the end when praying individuals are set in another country; their
prayer is then addressed towards the land of the fatbers the city and the house
t

(vv. 46-51). Thus, beginning with its very dedication the Temple's function is
defined as detennining the direction of the prayers of the distant community,
very much like the qib/a in Islamic tradition. While insisting on the importance
of the Temple, the exilic Dtr authors build up new patterns for the worship of
YHWH in trying to respond to the situation of exile and diaspora.

3.3. I Kings 8,54-61 and the disappearance althe Temple

While there is a strategy of divine withdrawal at work in the central prayer, the
Temple ten,ds to disappear allogether in the last blessing by Solomon, after a
last allusion in v. 56 33 . In asense, laws and ordinances (v. 58 and 61) now re-
place Temple and land. This sequence also insists on the opposition. between
Israel, YHWH's people, and other peoples (vv. 59.60, cf.. also v. 53). This ob-

31 For more details see T. Römer: Deuteronomy in Search of Origins, in: G.N. KnoppersI
J.G. McConvilie (cds), Reconsidering Israel and Judah. Recent Studies on the Deuteronomisti,c
History, SBTS 8, Winona Lake 2000, 112-138; 126-135.
32 The same link between thegift of the land to the fathers and the Temple occurs in Jer. 7,
cf. T. Römer: How Did Jeremiah Become a Convert to Deuteronomistic Ideology?, in: S.L.
McKenzieJ L.S. Schaering (ed.s), Those Elusive Deuterono,mists, JSOT.S 268, Sheffield 1999,
189-199 194.
1

33 Apparently, v. 56 and vv. S7ffdo not belang to the same Dtr layer.
178 Thomas C. Römer

servation connects these verses to the late Dtr strata of Dtn 12,2ff.: ]srae)'s
identity is not primarily expressed in tenns of the T,emple, butby its el,ection
and its obedience to the Torah, which suffice to defme Israel's distinctiveness
from the other nations.

3.4. 1 Kings 8.62-64 and Priestly elaborations on the slQcrijicia/ cult

The ultimateepisode, reported in vv. 62-64, which concludes the inauguration


of the Temple, clashes with the cootent of the Solomonie prayer. It deals with
an incredible quantity of animals sacrificed (22000 heads of cattle and 1200000
heads of small cattle, v. 63). Tbis description, with its fantastic numbers 34 ,
thereby ch.anges the whole precinct of the Temple into a gigantic place of sacri-
ficial slaughter. This text is definitely not from the hand ofDtr. It must come
from a priestly milieu close to Chronicles1S , which cannot conceive of YHWH.'s
cult as being other than sacrificiaJ, and reacts critically to the evolution traceable
in the previous redactional. stages
To sum up: Tbe different strata identified in 1 Kgs 8 extend frorn the time of
the First to the Second Temple. The thr,ee Dtr layers are closely connected to
those already manifest in Dtn 12. This means at least that the two texts were
systematically composed in relation to each other. Dtn 12 clearly opens a theo-
logical pattern which is then resumed in Kings, and which definitely charac-
terizes the DH as a distinct literary collectioß. This becomes all. the more evi-
dent when we observe that the Tetrateuch evidences a very different cultic cOß-
cem; and we will briefly address this last issue by way of conclusion.

4. TheTelraleuch and cull centra/izalion

It is commonly held that the Dtr and the Priestly school share the idea of one
legitimate sanctuary. It seems quite clear, however, that the pri,estly writers
must have had a more open Wlderstanding of this doctrine, possibly accepting a
diversity of cultic places. Thus, one may ask whether the building of the mobile
sanctuary at Mt Sinai in Ex 2Sff. cannot be understood as reflecting a willing-
ness to accept Yahwistic sanctuaries else\vhere than in Jerusalem, for instance
Bethel or Samaria36 . Be that as it may, certain texts of the Tetrateuch (but also

34 Assuming that these sacrifices took place during all seven days, and thallhey were offe-
red 24 hours a day, there would bave been ].30 head of large canle and 714 head of small cattle
sacri ticed per hour.
35 WUrthwein: Könige, IOI-I02;P. Buis, Le livre des Rois, SB, Paris 1997,88.
36 B.J. Diebner, Gottes Welt, Moses Zelt und das salomonische Heiligtum. Anmerkungen
zur Vollendung des Tempels, in: T. Römer (ed.), Lectio difficilior probabilior? L'exege.se
comme experience de d~cloisonnement.M~langesofferts a Fran~oise Smyth-Florentin,
B.DBAT 12, Heidelberg 1991, 127-154; J. Blenkinsopp: The Judaean Priesthood during the
Neo-Babylonian and Achaemenid Period, CBQ 60 (1998) 2.5-43.
CuJt Centralization in Deuteronomy /2 179

some texts in Samuel and Kings 37) assUJn.e the existence of several Yahwistic
sanctuaries, and this without apparent criticism.Th,e traditional solution has
been to attribute these texts to the"ancient"sources ofthe Pentateuch38 . But in
the context of the recent evolution of Pentateuchal criticism, other solutionsto
this tension may ,exist. C. Levin, for instanoe, holds that the "'Yahwist" should
be dated to the beginning of the Persian period, and regards him as being repre-
sentative of "popular" religion, thus coming elose to Van Seters' view of a
Yahwist chara,cterizedby a more "liberal" ideology than his Dtr forerunners 39 .
The insistence on th,e various cultic sites from Noah through Sinai, including the
numer,ous altars built by Abraham and Jacob, could then be explained as anti-
Dtr polemics4o . The recent thesis by W. Oswald goes in the same direction: h.e
attempts to demonstrate that the so-called "Covenant 'Code" was edited in the
Neo-Babylonian period, together with a first version. of its present narrative
frame (Ex 19-24·), by the civil servants of Gedaliah in Mizpah. The introduc-
tion of the code, in Ex 20,24-26, underlines the simplicity of the altar, thus
taking into account, according to Oswald, the precarious economic situation of
th,e country and opposing the sophisticated cult of the Temple 41 • Ex 20,24
("Make an altar of earth for me and sacrifice upon it your bumt o,fferings and
peace offerings, your sheep and goats and your cattle. Wherever I cause my
name to behonored, I will come to you and bless you") could then be under-
staod asa critical response to Dtn 12, underlining YHWH's total freedom even
with respect to the place where he has tobe worshipped 42 . This does not
necessarily mean that the Covenant Code is later than the Deuteronomic Code,
as Van Seters would have it43 . Even though itwas m.ost likely earlier, itcould
have been used during and after the exile in order toexpress an ideology other
than that of the Deuteronomists. When the book of Deuteronomy was separa-
t.ed from the Dtr history to become the last book of the Pentateuch, both views
carne to coexist, even if, from a synchronie perspective" Deuteronomy presents
itself as the uorthodox" interpretation of the foregoing Sinai pericope44 .

37 For instancel Sam 1,3; 7 17; 16; I Kgs 3,4.


t

38 See still recently Levinson: Henneneutics, 4.


39 J. Van Seters: The Theology of the Yahwist. A Preliminary Sketch, in: L Kottsieper et
al. (ed.s), 'HWer ist wie du, Herr, unter den GOttem?n: Studien zur Theologie und
Religionsgeschichte Israels (FS O. Kaiser), Göttingen 1994, 219-230.
40 C4 Levin: Der Jahwis~ FRLANT 157, Göttingen 1993,430-432.
41 W. Oswald: Israeli am Gottesberg, 080 159, Fribourg/ Göttingen 1998, 141-143.
42 Levin: Der JahwiSl; 431.
43 So J. Van Seters: A Law Book for the Diaspora. Revision in the Study of the Covenant
Code, Ox ford et al., 2003.
44 At least in the perspective of the Pentateuch. The scribes who wanted to ereate a
Hexateuch had possibly a different concepti O'ß, since the final cultic actions of Joshua takc place
in Shechem. This may be unders,toocl as an attempt to make the sanctuary of Samariaaccep-
table.
180 Thomas C. R6mer

One may note, in this context, that at the beginning of the Abraham cycle a
compromise is found between the Dtr theolo,gy and a more Uliberal" one. During
bis wanderings, Abraham builds altars in Shechem, Bethel (Gen 12,7-8; 13,4)
and Mamre-Hebron (13,8), but uses them only "ta call upon the name of
YHwH"4S (a similar compromise exists in Jos 22). The only place where
Abrahamactually sacrifices (Gen 22) is the "land of Moriah", which was soon
(and possibly by the narrator himself) identified with the Temple of Jerusalern.
In this manner, the Abraham story stages the post-exilic scenario of Judaism:
liturgical worship anywhere, sacrificial worship at the Temple of Jerusalem
exclusively_ If this scenario is correct, it implies that the tension between the
DH, with its exclusive requirement far cultie centralization, and the priestly-
intluenced Tetrateuch, with its more open perspective on cultic worshipJ was
thus resolved, in later times~ by the co-existence ofTemple and Synagogue.

45 See on this E. Blum: Die Komposition der Vltergeschichte~ WMANT 57, Neukirchen·
Vluyn 1984. 337.
Dtn 34 als Verbindungsstück zwischen Tetrateuch und
Deuteronomistischem Geschichtswerk

HANS-CHRISTOPH SCHMllT

1. Dtn 34 als Tei/ des Späldeuteronom;stischen Geschichtswerks


Gen 1-2 Kön 25

In der Analyse von Dtn 34 scheint - wenn man die in den letzten Jahren
erschienenen Arbeiten von Thomas C. Römer und Mare Z. Brettler 1 einerseits
und Eckart Otto2 andererseits zugrundelegt - neuerdings insofern Überein-
stimmung zu bestehen, dass wesentliche Teile von Dtn 34 t l-9* auf eine das
U
Buch Josua einbeziehende nachpriesterschriftliche "Hexateuchredaktion ]

zurückzufllhren sind, während die abschließenden Verse 34,10-12 fur den


"Pentateuchredaktor"4 reklamiert werden, der rur die heutige Begrenzung der
"Toral~ auf die Bücher Genesis - Deuteronomium verantwortlich ist. Trotz der
gegenwärtigen Beliebtheit der Hypothesen einer "Hexateuchredaktion" S und
einer "Pentateuchredaktion"6 haben diese Annahmen jedoch keinen Anhalt am
Textbefund.

1 M.Z. Brettlerl T.C. Römer: Deuteronomy 34 and the Case Cor a Persian Hexateuch, JBL
119 (2000) 40 1-419.
2 E. Otto: Das Deuteronomium im Pentateuch und Hexateuch, FAT 30, TObingen 2000,
211-233.
3 Otto weist seiner "Hexateuchredaktion" 34,1-6.8 zu. Nach Römerl Brettler: Deuteronomy
34, gehören zu ihr 34,1- .7-9.
4 Zur "Pentateuchredaktion" gehören nach Römerl Brettier 34,1-3·.4·.10-12. Otto ordnet
ihr 34,7.10-12 zu; 34,9 ist nach ihm als spätere Ergänzung der Pentateuchredaktion zu verste-
hen. Ähnlich R. Achenbach: Die Vollendung der Tara. Studien zur Redaktionsgeschichte des
Numeribuches im Kontext von Hexateuch und Pentateuch, BZAR 3, Wiesbaden 2003, 3 18-
334, der allerdings Dtn 34,8 auch der Pentateuchredaktion zuordnet
5 Hinzuweisen ist, dass auch R.G. Kratz (Die Komposition der erzahlenden Bücher des
Alten Testaments, UTB 2151, GOttingen 2000, 304-313) mit einem bereits vordtr. ex istie-
renden "Hexateuch", der allerdings zunlchst nur Exodus bis Josua umfasste, rechnet
6 Zur Pentateuchredaktion vgl. auch E. Otto: Die Tora des Mose. Die Geschichte der
literarischen Vennittlung von Recht~ Religion und Politik durch die Mosegestalt, Berichte aus
den Sitzungen der Joachim Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften Hamburg )9, 200 1, Heft
21, 55-58; außerdem U.3. E. Blum: Studien zur Komposition des Pentateuch, BZAW 189,
Berlin/ New York 1992, 381-425; E. Zenger U.8.: Einleitung in das Alte Testament, Stuttgart
4200 1, 74-84; C. Levin: Das Alte Testament, MOnchen 2001, 81-85; Kratz: Komposition,
224-225.
182 Hans-Chrisloph Schmitt

So ergeben sich in Dtn 34,1-9* keine Hinweise auf einen Hexateuchbezug,


vielmehr stößt man auf Stellen, die nicht nur mit den dem Deuteronomium vor-
ausgehenden Büchern des Pentateuch, sondern auch mit den ihm folgenden Bü-
chern des Deuteronomistischen Geschichtswerks Verbindungen herstellen: Von
der bisherigen Forschung' ist sehr stark der Rückgriff von 34,1-4 auf die
Abrahamüberlieferung (vor allem auf Gen 12,7 und auf 13,10) betont worden.
Gleichzeitig wird hier eine Reihe von geographischen Vorstellungen aufgenom-
men, die uns ansonsten aus dem Richterbuch (vgl. fi1r die "Palmenstadt Ri U

U
1,16; 3,13) bzw. aus den Samuelbüchem (vgl. für "Gilead bis nach Dan von
34,1 vor allem 2 Sam 24,6) und den Königsbüchem (vgl. für "ganz Naftali'~ von
34,2 vor allem 2 Kön 15.29) bekannt sind. Somit lassen die Textbezüge von Dtn
34,1-9· nicht an eine Hexateuchredaktion, sondern eher an eine Enneateuch-
redaktion denken8.
Zu einem ähnlichen Ergebnis filhrt die Analyse von Dtn 34,10-12. Auch hier
ist offensichtlich nicht nur der Pentateuch im Blick. Der Hinweis, dass Jahwe
mit "Zeichen" ('wtwt) gegen Israels Feinde wirkt, ist nicht nur auf Moses
Auftreten vor Pharao bezogen (vgL Ex 4,30; 7,3; 10,1; Nwn 14,22; Dtn 4,34;
6,22; 7,19; 26,8; 29,2; 34,11), sondern auch auf die Zeichen bei der Landnahme
(Jas 24,17). In gleicher Weise findet sich die Vorstellung von Jahwes Eingreifen
"mit starker Hand u (bjd ~zqh), wie es in Ägypten unter Mose geschah (vgL Ex
3,19; 6,1; 13,9; 32,11; Num 20,20; Dtn 3,24; 4,34; 5,15; 6,21; 7,8.19; 9,26; 11,2;
26,8; 34,12), auch im späteren Deuteronomistischen Geschichtswerk, wie das
Tempelweihgebet Salomos in I Kön 8,42 zeigt.
Trotz der Betonung der einzigartigen Stellung des Mose in Dtn 34,10-12
trennt dieses "Epitaph" auf Mose den Pentateuch nicht ab9 , sondern teilt die
Geschichte des Enneateuch in "ein Vorher und ein Nachher" (Christian
Frevel' 0): Die einzigartige durch Mose vennittelte Offenbarung Jahwes wird
hier zum unübertreffbaren Leitbild fl.1r die gesamte weitere Geschichte Israels,
wie es für das Spätdeuteronomistische Geschichtswerk Gen 1 - 2 Kön 25
(DtrS) charakteristisch ist. Die im weiteren Enneateuch auftretenden Propheten

7 Vgl. zuletzt F. Garcfa L6pez: Deut 34, dtr. History and thc Pentateuch. in: Studies in
Deutt:ro'1omy (FS C.J. Labuschagne), Leiden l!.8. 1994, 54-56; M. Rose: S. Mose, ZBK.~. T
5, ZÜrich 1994, 585; Brettlerl Römer: Deuteronomy 34, 405f; Ono: Pentateuch 21.
8 Gegen Otto: Pentateuch, 219, reicht die Kette der Landschwurtexte - wie Ri 2,1 zeigt-
durchaus Ober Jos 24 hinaus.
9 Vgl. tnr Dtn 34.10-12 als Überleitung zu den ..Vorderen Propheten" auch R. Lux: Der
Tod des Mose als ubesprochene und erzählte Welt'\ ZThK 84 (1987) 395-425, 409; M.A.
DIBrien: The Deuteronomistic History Hypothesis: A Reassessment, 080 92, Fribourgl
Göttingen 1989, 66; R. Mosis: Pentateuch als Bahnlesung und Tod des Mose, 11hZ 109
(2000) 139-160. Vgl. P. Stoellger: Deuteronomium 34 ohne Priesterschrift, ZAW lOS (1993)
26-5 I, der zu Recht darauf hinweist, dass in Dtn 34,) 0-12 "zum Auftakt der Landnahme die
Wundertaten in Ägypten vergegenwlrtigt werden"(48).
10 C. Frevel: Mit Blick auf das Land die Schöpfung erinnern. Zum Ende der
Priestergrundschrift, HBSt 23, Freiburg U.8. 2000, 379.
Dln 34 als Verbindungsstück zwischen Tetrateuch und DIr. GeschichlswerJc 183

müssen sich daher dem Urpropheten Mose, mit dem Jahwe nvon Angesicht zu
Angesicht verkehrte, unterordnen 11.
4
'

Auch liegt in dieser spätdeuteronomistischen Schicht die Auffassung vor -


wie die in enger Beziehung zu Dtn 34 stehende spätdeuteronomistische Stelle
Dtn 3,23-29 zeigt, dass hier Mose nicht das Betreten des Gelobten Landes,
sondern nur (vgL ebenso Dtn 4,21fDtrS) das Betreten "des guten Landes~~ jen-
seits des Jordan verwehrt wird. Nach den spätdeuteronomistischen Vorstel·
lungen von Dtn 2-3 und den entsprechenden Texten in Num 21-36· wird ja der
ostjordanische Teil des verheißenen Landes bereits von Mose erobert, so dass es
durchaus zu den Vorstellungen dieses spätdeuteronomistischen Werkes Gen 1-2
Kön 25 passt, wenn in Dtn 34,lb auch das ostjordanische Gilead als Teil des
verheißenen Landes geschaut wird 12.
Dtn 34 ist somit als ScharniersteIle innerhalb des spätdeuteronomistischen
Enneateuch Gen 1-2 Kön 25 sowohl auf das Deuteronomistische Geschichts-
werk als auch auf den Tetrateuch bezogen. Es stellt sich daher die Frage, ob in
diesem Kapitel auch noch Elemente des Deuteronomistischen Geschichtswerks
bzw. des Tetrateuch (vor allem der Priesterschrift) aufzuspüren sind.

2. DlrH in Dtn 34

Nachdem die Endgestalt von Dtn 34 Mose als einzigartigen Propheten versteht,
der das verheißene Land in seiner das Ost- und Westjordanland umfassenden
Größe nur in der "prophetischen Schau" wahrnehmen darf, zeigen sich in Dtn
34 auch Aussagen, die zu dieser Sicht in Spannung stehen.
Zunächst fällt auf, dass sich nach Dtn 34,1 13 .5.6.8 Mose nicht im verheiße-
nen Land, sondern noch im Land Moab befindet Dabei liegen in dieser den Tod
Moses in Moab betonenden Versen zwei unterschiedliche Vorstellungen vom
Tod Moses vor. 34,5.6· betonen, dass die genaue Lage des Mosegrabes in der
Gegend des moabitischen Bet-Peor unbekannt ist Somit ist es hier nicht die

11 Zum spltdtr. Zusammenhang des Enneateuch und zum spltdtr. Moseverstlndnis vgl. H.·
C. Schmitt: Das spltdeuteronomistische Geschichtswerk Gen I - 2 Reg XXV und seine theolo-
gische Intention, in: U. Schoml M. Büttner (Hg.): Theologie in Prophetie und Pentateuch.
Gesammelte Schriften, BZAW 310. BerlinI New York 200 I, 277-294 besonders 293. Anders
t

N. Lohfink: Moses Tod, die Tora und die alttestamentliche SOMtagslesung, ThPh 71 (1996)
481-494.
12 Zur Vorstellung vom Ostjordanland als Teil des verheißenen Landes bei DtrS vgl. U.
Scham: Ruben und das System der zwolf Stimme Israels, BZAW 248, Berlin/ New York
1997,223.
13 In 34, Ia stellt "Gipfel des PisgaU einen sekundlren spltdeuteronomistischen Zusatz dar.
In eindeutig Spltdeuteronomistischem Zusammenhang kommt "Gipfel des Pisga'~ in Dtn 3,27
vor. Älter ist wohl die Erwlhnung des "Gipfel des PisgaU in der Bileamerzlhlung in Num
23,14 E. Ansonsten findet sich "Pisga" noch in nachexilischen schriftgelehrten Ortsnotizen:
Num 21,20; Dtn 3,17; 4,49; Jos 12,3; 13,20.
184 Hans-ChristophSchmill

Person des Mose, sondern die deuteronomische Tora des Mose, die im Zentrum
steht. Sie ist daher auch die Norm, die der Beurteilung der Zeit Josuas, der
Richter und ,der Könige zugrund,e gelegt wird und von deren Nichtbeachtung her
das Exilsgeschick Israels als Strafe Jahwes zu verstehen ist.
Wenn auch nicht zu bestreiten ist, dass wesentliche Teile der Bücher
Deuteronomium - 2 Könige erst auf spätdeuteronomistische Bearbeitungen
zurückgehen l4 , bleibt doch die traditionelle von Martin Noth herausgestellte
Beobachtung bestehen, dass die dtr Grundschicht dieser Bücher (die ich im
Anschluss an Rudolf Smend ls mit DtrH bezeichne) aus der Exilszeit stammt
und der theologischen Deutung des Exilsgeschicks Israels von 722 und 587 als
gerechtes Gericht dienen wi11 16 • Dabei ist davon auszugehen, dass im Mittel-
punkt der ursprünglichen dtr Schicht des Deuteronomiums das deuteronomische
Gesetz in seiner exilischen Fassung steht.
Besonders deutlich wird dies an der dtr Fassung des Kultzentra-
lisationsgesetzes in Dtn 12,8-28: Hier wird in 12,25.28 darauf hingewiesen,
dass es Israel nur gut gehen wird, wenn es tut, was "recht" Usr) ist "in den
Augen Jahwes" . In direkter Bezugnahme auf diesen DtrH-Text stellen sowohl
das Richterbuch (Ri 2,11; 3,7.12; 4,1; 6,1; 10,6) als auch die Königsbücher fest -
und zwar jeweils in ihren dtr Grundschichten -, dass Israel bzw. der Großteil
der Könige von Israel und Juda tun, was nicht recht, sondern "böseu (r') ist nin
den Augen Jahwes" (vgl. 1 Kön 11,6; 14,22; 15,26.34 etc.; nur bei wenigen Kö-
nigen wird auf Taten hingewiesen, die "recht" Usr] sind ,.,in den Augen Jahwes'"
[vgL 1 Kön 11,33.38; 15,5.11 etc.]). Dabei ist die Nichteinhaltung des Kultzen-
tralisationsgebotes in der Königszeit in gleicher Weise als Götzendienst
verstanden wie der Abfall zu anderen Göttern in der Richterzeitl7 . Beach-

14 Vgl. Kratz: Komposition 219f, auch Schmilt: Das spätdeuteronomistische


Geschichtswerk, 277-294.
15 R.. Smend: Die Entstehung des Alten Testaments, Stuttgart u.a. 4) 989, 115.
16 VgI.M. Noth: Überlieferungsgeschichtliche Studien. Die sammelnden und bearbeitenden
Geschichtswerke im Alten Testament, Ttlbingen 21957 100-110. Für die These Noths eines
t

"Deuteronomistischen Geschichtswerks u auch levin: Das Alte Testament, 55-59. Zur


DiskussionvgL T.C. Römer (Hg.): The Future ofthe Deuteronomistic History, BEThL 67.
I"euven 2000. Gegen ein von Dtn - 2 Kön durchlalJfendes Dtr. Geschichtswerk E. Würthwein:
Erwlgungen zum sog. deuteronomistischen Geschichtswerk. Ein,e Skizze. in: Studien zum
Deuteronomistischen Geschichtswerk., BZAW 227, Berlinl New York 1994, 1-11. Eine spätere
Entstehung der dtr Grundschicht des Josua.. und Richt'crbuches gegenÜber der dtr Grundschicht
der Samuel.. und der KönigsbQcher nimmt Kratz (Komposition 193-218, besonders 198) an,
wobei er einen Zusammenhang dieser splteren dtr Schicht mit den BÜchern Ex-Dtn vennutet.
Zur Bestreitung eines nDeuteronomistischen 'Geschichtswerkes"vgl. auch H.N. ROsel: Von
Josua bis Jojachin. Untersuchungen zu den deuteronomistischen GeschichtsbUchem des Alten
Testaments. VT.S 7S. Leiden u.8.1999.
17 Gegen Kratz: Komposition, 196f, der in der dtr Gnmdschicht des Richterbuches ein an-
deres SOndenverstlndnis als in der DtrH-Schicht der KOnigsbQcher annimmt Zum von Kratz
postulierten Unterschied zwischen einem zyklischen Geschichtsverstlndnis im Richterbuch und
einem linearen in den KönigsbQchem vgl. schon Smend.: Entstehung 113.
Dln 34 als Verbindungsstiick zwischen Tetrateuch und DIT. Geschichtswerk 185

tenswert ist~ dass im ursprünglichen Deuteronomistischen Geschichtswerk 18 für


die Josuazeit festgestellt wird, dass Israel Jahwe diente, solange Josua und die
Ältesten lebten, die die Taten Jahwes gesehen hatten (Jos 24,31 DtrH). Dagegen
wird für die Richterzeit konstatie~ dass Israel nur während der Tätigkeit der
von Jahwe berufenen Richter am Dienst Jahwes festhielt (Ri 2,11-16.18-19).
Schließlich find'en sich für die Königszeit überwiegend negative Urteile über die
Könige und über Israel und Juda. Diese vom Josuabuch Ober das Richterbuch bis
hin zu den KönigsbOchem zunehmende Tendenz Israels zum Abfall von Jahwe t

die Israels Weg in die Katastrophe als unaufhaltsam erscheinen lässt, legt ein-
deutig einen ursprünglichen Zusammenhang d,er Bücher Deuteronomium - 2
Könige nahe 19.
In einer weiteren zentralen Vorstellung zeigt sich ein innerer Zusammenhang
der dtr Gnmdschichten vom Deuteronomium bis in die Königsbücher. So fordert
die DtrH-Schicht des Kultzentralisationsgesetzes von Dtn 12.,8-28, Opfer auf
das Zentralheiligtum im verheißenen Land zu begrenzen. Wichtig ist, dass in
dieser Schicht das verheißene Land auf das Westjordanland beschränkt gedacht
ist und dass in diesem Zusammenhang davon gesprochen wird, dass Jahwe
Israel in diesem Land Ruhe geben wird vo,r allen seine Feinden (Dtn 12 9f). Von t

der Erfüllung dieser Verheißung wird dann im Josuabuch in Jos 21,43-45 DtrH
berichtet20 . Nachdem das ganze Westjordanland erobert war, wird davon ge-
sprochen, dass Jahwe Israel ringsum Ruhe gegeben hatte und dass nichts von der
Verheißung Jahwes hingefallen war. Aufgenommen wird diese Feststellung
schließlich in der dtr Grundschicht des Tempelweihgebets Salomos in I Kön
8,56, in der auf die endgültige Errichtung des Zentralheiligtums Bezug genom-
men wird: "Gelobt sei Jahwe~ der seinem Volk Israel Ruhe gegeben hat~ wie er es
zugesagt hatte. Es ist nicht eine dahingefallen von allein seinen Verheißungen, die
er gegeben hatte durch seinen Knecht Mose" 21. Auch hier zeigt sich somit eine
Konzeption der dtr Grundschicht, die vom Deuteronomium über das Josuabuch
bis in die Königsbücher .hinein zu verfolgen ist.

18 Erst in den spltdtr. Schichten des Deuteronomiums und des Josua- und Richterbuches
wird dann gezeigt~ dass auch das Israel der Mose· und Josuazeit sich zum Abfall zu fremden
Göttern verfUhren ließ (vgL nur Dtn I und Ri 2,1-5).
19 Vgl. o. Kaiser: Einleitung in das Alte Testament, Gütersloh 1984, 172-178.
20 Vgl. hierzu zuletzt J. Nentel: Trlgerschaft und Intentionen des deuteronom istischen
Geschichtswerks. Untersuchungen zu den Reflexionsreden Jas I; 23; 24; I Sam 12 und 1 Kön
8~ BZA W 297, Berlinl New York 2000, 97-98. Anders Kratz: Komposition 199f, der Jos
21.43-45 alssekundlr gegenüber dem seiner Meinung nach zur ursprOnglichen dtr Schicht
gehörenden StOck Jos 11, 16-23 versteht, dabei aber den nachpriesterl ichen Charakter von Jos
11,16-23 (vgl. nur in 11 ~20 das n VerhlJ1en·' des Herzens der Feinde Israels durch Jahwe wie in
Ex 9.12 P) übersieht (vgl. auch V. Fritz: Das Buch Josu~ HAT IJ 8,TObingen 1994, 124f).
21 Zur RuhevorsteUung bei DtrH im Unterschied zu DtrS vgl. J. Nentel: Trlgerschaft, 265-
270.
186 Hans-Christoph Schmilt

3~Das Vorliegen der Prieslergrundschrift in Num 20·, Dtn 32,48-52*


und 34; J *.7-9*

Im Widersprulch zur spätdtr Vorstellung vom Ostjordanland als Teil des


Gelobten Lan,des steht auch die Auffassung, dass der Berg Nebo im Land Moab
der Ort des Todes und des Begräbnisses22 Moses gewesen sei. Diese Vorstel-
lung vom Tod Moses auf dem BergNebo findet sich nun in den Versen Dtn
34,1 a*. 7-9·, die traditionellerweise der Grundschrift der Priesterschrift (PG)
zugewiesen werden. Seit d,em Aufsatz von Lothar Perlitt23 im lubiläumsheft der
ZAW 100 von 1988 sind zwar von einem Großteil der Exegeten diese Verse der
Priesterschrift abgesprochen und einer nachpriesterschriftlich-deuteronomisti-
sehen Bearbeitung zugeordnet worden. Die Tatsache, dass hier entgegen der
spätdeuteronomistischen Vorstellung der Tod Moses in Moab angenommen und
somit mit dem Jordan als Grenze des verheißenen Landes gerechnet wird, deutet
jedoch eher darauf hin, dass hier noch eine priesterschriftliche Anschauung
vorliegt. Wie schon bei den Erzvätern in der Genesis ist es typisch rur die
Priesterschrift, dass sie die Grabtraditionen der führenden Gestalten der
israelitischen Frühgeschichte betont und die Erinnerung an sie mit eindrucks-
vollen Graborten (Höhle Machpela bei Hebron, Berg Hor, Berg Nebo) in
Verbindung bringt. Zwar sind von Perlitt vor allem stilistische Argumente gegen
die Zugehörigkeit dieser Verse zur Priesterschrift angeführt w,orden. Doch hat
Christian Frevel 24 ge.zeigt, dass aus sprachlichen Gründen die Zugehörigkeit die-
ser Verse zu PO nicht ausgeschlossen werden kann.
Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr das im letzten Jahrzehnt intensiv
diskutierte Problem, ob mit einem Ende der Priesterschrift im Zusammenhang
der Sinaioffenbarung (entweder in Lev 9,24 25 oder sogar schon in Ex 40,33 26

22 Eine enge Parallele zum Tod Moses auf einem Berg stellt der Bericht Uber den Tod
Aarons auf dem Berg Hor dar (Num 20,28). Die hier fehlende Erwähnung eines Begräbnisortes
Jässt mit der Auslegungstradition vennuten. dass Aaron auch auf dem Berg Hor sein Grab fand.
In gleicher Weise dUrfte wohl auch mit der Vorstellung vom Tod Moses auf dem Berg Nebo
die Vorstellung von einem Mosegrab auf diesem Berg verbunden gewesen sein. Vgl. hierzu
auch Achenbach: Vollendung, 33).
23 L. PerJitt· Prie,terschrift im Deuteronomi'Jm?, in: Deuteronomium-Studien, FAT 8,
TObingen 1994, 123-143 (~ursprünglich: ZA\V 100 (1988) SupplemenI65-88).
24 Frevel: Blick, 66. FOr das Vorliegen von priesterlichem Stil in Dtn 34, la- .7-9 vgl. U.8.
zu (rbl mw'b (nGefilde von Moab in 34,1: Num 22.16; zu wjbkw ... IJIjm jwm in 34,8: Num
U
)

20,29; zu ml' rwJ.a J)kmh in 34,9: Ex 28,3; 31 ,3; 3S~31. Auch entspricht die Altersangabe
Moses in. Dtn 34.7 der Altersangabe in Ex 7,7 (vgl. Frevel: Blick, 52~7 und vor allem W.H~
Schmidt: Exodus 2, BKAT 1112, Neukirchen-Vluyn 1995,332, der darauf hinweist, dass Ex
7,7 P eine weitere Aussage Ober das Ah,er Moses innerhalb der Priesterschrift, wie sie in Dtn
34,7 vorliegt, erwarten lässt).
2S So E. Zenger U.8.: Einleitung 42001, 142-162.
26 So T. Pola: Die ursprüngliche Priesterschrift Beobachtungen zur Literarkritik und
Traditionsgeschichte von PG, WMANT 70, Neukirchen-Vluyn 1995; auch Kratz: Komposition
226-248.
Dtn 34 als Verbindungsstück zwischen TetraJeuch und Dir. Geschichtswerk 187

bzw. in Ex 29,4627 gerechnet werden muss oder ob an der traditionellen Sicht,


dass die Priesterschrift sich auch in den Murrgeschichten nach der SinaiotTen-
barung (vgl. vor allem Nwn 13-14· und Num 20·) findet, festzuhalten ist. Zu
klären, ist dabei vor allem, ob es sich bei den sogenannten priesterlichen Texten
von Num 1Off um priesterlich-deuteronomistische Mischtexte handelt28 oder ob
auch hier wie in Genesis und. Exodus mit ursprünglichen Bestandteilen einer
priesterschriftlichen Grundschrift zu rechnen ist. Unter dieser Fragestel.lung
sollen in den folgenden Abs'chnitten Num 20·; Dtn 32,48-52* und Dtn
34, I· .7-9· kurz analysiert. w,erden.
Wir setzen ein mit der priesterlichen Murrerzihlung vom Wasser aus dem
Felsen Num 20,1-13·, die begrilndet, weshalb Aaron und Mose die "Gemeindeu
Israel nicht in das verheißene Land bringen werden. Reinhard G. Kratz29 be-
trachtet diese Erzählung als Beleg dafür, dass die sogenannten priesterlichen
Texte von Num 1Off ihren nichtpriesterlichen Kontext voraussetzen. So sei das
Ziel der Erzählung, ",nichts anderes als eine theologische Ortsätiologie der Oase
Kadesch, wo Israel gemäß dem vorgefundenen, nichtpriesterschriftlichen Text
20,laa.b lagertU ~ wie dies Num 20,13 zeige ("Das ist das Haderwasser [Wasser
von Meriba], wo ,die Israeliten mit Jahwe haderten und mit dem er sich heilig
erwies" ) .
Demgegenüber hat jedoch Ludwig Schmidt30 nachgewiesen, dass Num 20,13
nicht zur ursprünglichen priesterschriftlichen Erzählung gehört hat. Num 20,1-
13 weist nämlich starke Spannungen und Dubletten auf, die am leichtesten da-
durch zu erklären sind, dass Num 20 im Sinne der nichtpriesterlichen wasser-
wundererzählung von Ex 17, )-7· überarbeitet wurde. So erklärt sich die
störende Einführung des Stabes des Mose in Num 20,8-9· .11 a am einfachsten
als Angleichung an Ex t 7. Auch die Anspielung auf Meriba in Num 20,13 geht
auf diese erst sekundäre Bezugnahme auf Ex 17 zurück 31 • Somit ist entgegen der

27 So E. Ono: Forschungen zur Priesterschrift, ThR 62 (1997) I-SO.


28 So Kratz: Komposition 108-117. Vgl. ahnIich Otto, Forschungen. 13-18; auch
Achenbach, VoUendung.I4-22. 173-442. Zur Kritik dieser Thesen vgl. u.a. H.-C. Schmitt:
Spltdeuteronomistisches Geschichtswerk und Priesterschrift in Deuteronomium 34, in: FS P.
Weimar, MOnster 2003, 407-424, besonders 413-424.
29 Kratz: K,omposition. 111.
30 Vgl. L. Schmidt: Studien zur Priesterschrift, BZA W 214, Berlinl New York, 45-72. Zu
pG gehOren nach ihm nur Num 20 1aa.2~3b.4.6. 7.8aa 2p. 10.11 b.12.
11

31 Vgl. M. Noth: Das vierte Buch Mose,ATD 7, Göttingen 1966» 129. Das Argument von
Duo: Forschungen 1sr, dass auch die ursprUngliche Schicht von Num 20,1-12* bereits Ex
17,1-7 und verwandle spitdeuteronomistische Texte voraussetze (so beziehe sich Num 20» 11 b
auf Ex 17,'6; vgL Ihnl.ich auch A. Schart: Mose und Israel im Konflikt, 080 98 Fribourgl
1

Göttingen 1990, 1110. ist m.E. nicht zwingend. -In Num 20.12 geht jedoch das h'mnlm wohl
auch auf die sekundäre Überarbeitung durch DtrS zurück (vgL H.-C. S,chmitt: Redaktion des
Pentateuch im Geiste der Prophetie" in: U. Scham! M. BOttner (Hg.): Theologie in Prophetie
und Pentateuch. Gesammelte Schriften. BZAW 310, BerIinl New Vork 200 I, 220-237 beson-
t

ders 229-230; auch H. Seebass: Biblisch..theologischer Versuch zu Num 20,,1-13 und 21,4-9·,
in: Altes Testament. Forschung und Wirkung. FS H. Graf Reventlow, Frankfurta.M~ 1994,
188 Hans-Christoph Sehnt;1t

Auffassung von Kratz eine ursprüngliche priesterliche Schicht der Erzählung zu


rekonstruieren, die man sich durchaus als Teil einer separaten priesterschriftli-
ehen Quelle vorstellen kann.
Ebenso wie in Num 20,1-13· sind au,ch in der Erzählung vom Tod Aarons
Num 20 22-29 32 Überarbeitungen durch nachpriesterliche spätdeuterono-
J

mistische Redaktoren wahrscheinlich .ZU machen. Inder ursprünglichen priester-


lichenSchicht wurde nämlich in 20,23-26 nur Mose angesprochen, wie V. 25f
zeigen, so dass die Rede an Mose und Aaron in V. 23-24· auf eine nachpriester-
schriftliche RedaktionzurUckgeht. Auf diese Redaktion sind daher auch die
Bezugnahmen auf Kadesch und die Wasser von Meriba in V. 228 und V. 24b
zurilckzufUhren.
Für di:e Fortsetzung der Priestergrundschrift finden sich nun zwei in priester-
lichem Stil fonnulierte Berichte über eine Ankündigung des Todes Moses durch
Jahwe. D,er erste Bericht liegt in Num 27 12ff vor, der zweite in Dtn 32,48-52.
t

Dabei spricht m.E. alles dafUr, dass es sich bei Dtn 32,48-52· um die ursprO,ng-
liehe Ankündigung des Todes Moses in der Priesterschrift handelt 3]. Typisch
für die priesterliche Grundschrift ist vor allem die Fonnulierung von 32,49"das
Land Kanaan, das ich den Israeliten zum Erbbesitz (J~zh) geben werde". Der
hierdurch hergestellte Rückbezug auf die Landverheißung des Abrahambundes
(Gen 17,8) passt hervorragend an den Schluss derPriesterschrift 34 . Auch stellt
das Dtn 32,48 einleitende nan eben diesem Tage" einen spezifisch priesterlichen
Terminus dar (vgl. Gen 7,13; 17,23.26; Ex 12,17.41.51 etc. 3S ). Der einzige
Hinweis auf eine nichtpriesterliche Vorstellung in Dtn 32,48-52 liegt in 32,51 a
vor, wo von der Versündigung Moses und Aarons am Wasser von Meribat
Kadesch (vgL Num 20,13 DtrS) gesprochen wird. 32,51 a unterbricht jedoch
deutlich den Zusammenhang zwischen 32,50 und 32,51 b, so dass fur di,esen

219-229, 224). Die Schuld Moses und Aarons, die zu ihrem Ausschluss von der Landnahme
fUhrt (Num 20,12), besteht hier in ihrem fehlenden Vertrauen auf die Macht Jahwes (20,10) und
seiner Zusage (20t 8aa 2b; vgl. Noth: ATD 7" 219; anders Frevel: Blick, 306-336, der 20, 12 der
pO abspr-icht und die Aussage ober ein Fehlverhalten Moses und Aarons erst der Pentateuch-
redaktion zuweist; zur Kritik an Frevel "gI. jedoch Otto: Pentateuch, 24 Anm. 56).
32 Vgl. U.3. Schmidt: Studien, 251f, der in Num 22;2--29 nur V. 22b.23aa.25-28.29·
(ohne "das ganze Haus IsraelI') der Priestergrundschriftzuweist" aber auch Weimar, P.: Der Tod
Aarons und das Schicksal Israels. Num 20,22-29- im Rahmen der Priesterschrift, in: Biblische
Theologie und gesellschaftlicher Wandel. FS N. Lohfink, Freiburg U.8. 1993, 345-358, und
Frevel: Blick, 239f.
33 Vgl. Frevel: Blick" 273-280; anders Schmidt: Studien, 212f und Perlitt:Deuterono-
miumstudien, 131. FOr die Annahme, dass Dtn 32,48-52* eine gegenüber Num 27.12ff ältere
Schicht darstellt, vgl. zuletzt auch Achenbach, Vollendung, 557-567.
34 Vgl. Frevel: Blick, 303.
U
JS In Dtn32,48 liegt in der Wendung "genau an diesem Tag kein ROckbezug auf 32,45-47
(so Schmidt: Studien. 21 S) vor. Vielmehr gehört diese Wendung durchaus zum priesterschri ftli-
ehen Sprachgebrauch. VgL dazu auch Frevel: Blick, 298f.
Dtn 34 als VerbindungsstücJc zwischen Telrateuch und DIr. GeschichJswerJc 189

Bezug auf Kadesch und Meribaein nachpriesterlicher spätdeuteronomistischer


Einschub anzunehmen ist36 .
Demgegenüber dürfte es sich bei Num 27,12ff* insgesamt um einen nachprie-
sterschriftlichen spätdtr.Text handeln, wie erneut der Bezug auf Meribat-
Kadescb in V. 14 zeigt37 • Dass die Einsetzung Josuas zum Nachfolger Moses in
Num 27,15-23 nicht zur ursprünglichen Priesterschrift gehörte, hat schon
Martin Noth 38 in seinem Numerikommentar nachgewiesen. Lothar Perlitt39 und
Christian Frevel 40 haben dieses Verständnis von Num 27,15-23 bestätigt und
dabei die Auffassung vertreten, dass die priesterliche Grundschrift überhaupt
noch nicht mit Josua als Nachfolger des Mose rechnete.
Dagegen spricht allerdings, dass die besondere Stellung, die Josua in der prie-
sterschriftlichen Kundschaftergeschichte einnimmt (vgl. Num 14,6f.9* und dabei
besonders die Vorordnung vor den durch die Tradition vorgeg,ebenen Kaleb),
eine Sonderstellung Josuas in der priesterschriftlichen Darstellung der
Landnahme erwarten lässt 41 • Die Feststellung von Dtn 34,9·,dass losua das
erfUllt, was Jahwe Mose befohlen hatte, genUgt m.E. jedoch auch ohne einen
Bericht über Josuas Einsetzung dieser Erwartung. Die Funktion Josuas be-
schränkt sich dabei darauf, im "Geist der Weisheit" (Dtn 34,9·) die Landgabe
Jahwes, die Mose verwehrt wurde, in Empfang zu nehmen 42 .
Allerdings liegt in Dtn 34,9ab "denn Mose hatte seine Hände auf ihn gelegt"
ein sich aufdennachpriesterschriftlichen Text Num 27, 15-23 zurückbe-
ziehender4 3 redaktioneller Einschub vor, der die Geistbegabung Josuas von
Mose herleiten wilL Dieser Einschub passt gut in die dienachpriesterliche Re-
aktion von Dtn 34 bestimmende Tendenz, Mose zu dem unüberbietbaren
Urpropheten Israels zu machen, von dem alle Geistbegabung in Israel herzulei-
ten ist.
Den ursprünglichen priesterschriftlichen Text von Dtn 34,9· muss man dage-
gen auf dem Hintergrund von Ex 6,2-9 der priesterschriftlichen Darstellung der
t

36 In 32,S 1a stellt die Begründung "weil ihr euch inmitten der Israeliten beim Wass'cr von
Meribat-Kadesch in der Wüste Zin an mir vergangen habt eine Dublette m der Begründung
U

von 32,51 b (uweil ihr mich nicht inminen der Israeliten geheiligt habt') dar.
37 Zum nachpriesterschriftlichen Charakter von Num 27~ 14vgl. vor allem Schmidt:
Studien, 21 SC; auch S. Mittmann: Deuteronomium 1 1-6,3 literarkritisch undtTaditionsge-
t

schichtlich untersucht, BZAW 139, BerlinJ New York 1975, 109f.


38 Noth: ATD 7, 185-187.
39 Perlitt: Deuteronomium-Studien, 137- J39.
40 Frevel: Blickt 42-67.272-290. Nach Frevel stellen allerdings Num 27,17· .21.23b noch
spätere zusatze zu 27 ~ 12-23 dar.
41 Vgl vor allem Schmidt: Studien, 221-239.
42VgJ. Schrnidt: Studien, 234-239.
43 Vgl. Schmidt: Studien t 246-249; Frevel: Blick 65; auch C. Schlfer-Lichtenberger:
Josua und Salomo. Eine Studie zur Autorität und Legitimität des Nachfolgers im Alten
Testament, VT.S 58, Leiden u.a. I99S t 188f und zuletzt Achenbach, Vollendung, 566f (entge-
gen der Auffassung von Achenbach deutet jedoch in Dtn 34,9 nichts auf die Einsetzung eines
Rates aus Hohenpriester, J0500 und Gemeindevertretem lJIr LandvertciJung hin).
190 Ham-Chrisloph Schmitt

Berufung M,oses, verstehen 44 . Dort kündigt Jahwe dem Mose die Heraus-
fUhrung aus Ägypten und das Hineinbringen in das den Erzvätern verheißene
Land an. Als Mose dies,e Verheißung den Israeliten weitergibt~ hören sie nicht
auf ihn, und zwar wegen "Geistes Kürze" 4S und wegen harter Arbeit (Ex 6,9).
Am Ende der Mosezeit stellt P nun in Dtn 34,9· fest, dass die Israeliten - jetzt
anders als in Ex 6,9 - tun, was Jahwe Mose befohlen hat, indem sie unter der
Führung Josuas der Landv'erheißung Jahwes an Mose vertrauen. Auch der
Hinweis, dass Josua mit dem "Geist (rUQ~) der Weisheit" erfüllt ist,weist dabei
auf einen Unterschied zu der "Geisteskürze" von Ex 6,9 hin46 •
Im Gegensatz zur Auffassung von Eckart Otto und Reinhard G. Kratz zeigt
sich somit, dass in den Gnmdschichten von Num 20·; Dtn 32· und 34* eine
priesterschriftliche Darstellung des Endes der Mosezeit vorliegt, die sich in
spezifischer Weise von den Vorstellungen der Deuteronomistik unterscheidet
und daher nicht einer Schicht zugeordnet werden kann, die priesterli.che und deu-
teronomistische Vorstellwtgen miteinander verbindet.
Von zentraler Bedeutung für diese priesterschriftliche Darstellung von Dtn
32· und 34* ist dabei nicht nur der Rückverweisauf die in Gen 17,8 in der
Abraham-Berit gegebenen Landverheißung47 , sondern vor allem der Hinweis
darauf, dass die Erfüllung dieser Verheißung durch die Sünde des Volkes und
ihrer Führer4 8 verzögert wurde. Vieles spricht dafür, dass - wie dies vor allem
Rudolf Kilian 49 gezeigt hat - der Schluss der Priesterschrift als Spiegel der
Situation der Exilierten fern des Gelobten Landes konzipiert wurde: Ebenso wie
Mos,e Uß,d seine Generation befinden sich die Exilierten wegen ihres Ungehor-
sams gegenüber Jahwe nicht im Gelobten Land.

44 P. Weimar: Untersuchungen zur priesterschriftUchen Exodusgeschichte., fzb 9, Würzburg


1973. 182- J86.
4S Zu dieser Übersetzung vgl. M. Buberl F+ Rosenzweig: Die fünf Bücher der Weisung,
Köln 1954, 166.
46 Vgl. auch Schmidt: Studien, 229f.
47 Dies hat Frevel: Blic~ 349-371, gegenOber der neueren Tendenz, pG am Sinai enden zu
lassen, zu Recht betont. Zur Bedeutung des Landes fbr P vgl. auchM. Köcken: Das Land in
der priesterlichen Komposition des PentJ1teuch, in: Von Gott reden. FS $. Wagner, Neuktrcl,en-
Vluyn 1995, !47-162. Gen 28,4; 35,12; Ex 6,4 (\'gl. auch Num 20,12) gehen davon aus, dass
das Land bereits den ErzvAtern übereignet wurde (111ft perl:). Dem widerspricht nicht~ dass
Jahwe dieses Land den Zeitgenossen des Mose erneut übereignen wird (futurisches Partizip
aktiv; vgL Num 13,2; Dtn 32 49).
9

48 Die spezifisch priesterliche Darstellung von der individuellen Schuld der Führer Israels
ist bei Frevel:. Blick, 306-348, der diese Stellennachpriesterschriftlich datiert, nicht
hinreichend berücksichtigt worden. Die nachpriesterschriftliche spltdtr. Darstellung nimmt
nämlich gerade nicht eine individuelle Schuld Moses an.
49 Vgl.vor allem R. Kilian: Die Priesterschrift Hoffnung auf Heimkehr, in: J. Schreiner
(Hg.): Wort und Botschaft des Alten Testaments, WQrzburg 1969. 243-260, 246 und K.
Eiliger: Sinn und Ursprung der priesterlichen Geschichtserzlhlung, in: Kleine Schriften zum
Alten Testament., ThB 22, München 1966) 174-195, 196.
Dtn 34 als Verb.indungsstück zwischen Tetra/euch und Dir. Geschichtswerk 191

Dass rur die Priestergrundschrift - gerade wegen ihres Exilsbezugs - das


Thema Sünde eine zentrale Bedeutung hat, darauf hat schon Norbert LohfinksO
unter Hinweis auf die drei Texte Gen 6,9-13; Num 13f* und Num 20,1-13·
aufmerksam gemacht. Zudem hat Peter Weimars1 gezeigt, dass diese drei
Sündenerzählungen in der Struktur der Priestergrundschrift eng aufeinander
bezogen sind. Dabei steht Num 10,11-20,12· P in einer chiastischen Stellung
zum Sündenabschnitt der Urgeschichte Gen 6,9rt-. Gerade angesichts dieser
engen Entsprechung zwischen Urgeschichte und Landgabeerzählung Num 10-
Dtn 34· kann der Versuch der neueren Priesterschriftforschung,Num 10,11-
Dtn 34,9· ,aus der Priestergrundschrift zu streichen, nur als ein Irrweg betrachtet
werden.

4. Der Tod des Mose im Spätdtr. Geschichtswerk

Die priesterschriftliche Vorstellung von dem Murren der Israeliten bei der
Wüstenwandenmg, bei dem auch Mose und Aaron in SUnde fallen, ist dann von
den spätdtr. Redaktoren aufgegriffen worden, um die Darstellung des DtrH von
der Sünde Israels nach der Landnahme mit der Vorstellung von einer sich bereits
in der Mosezeit zeigenden Sünde Israels zu verbinden. Diesen permanenten
Sün,den-zusammenhang von Mosezeit und späterer Geschichte Israels bringt das
Spätdeuteronomistische Geschichtswerk dadurch zum Ausdruck, dass es
sowohl im Pentateuch als auch in den Vorderen Propheten von der SUnde des
"Sich-Widersetzens gegenüber Jahw·e" (mrh qa/ und hiff;/) spricht. Dies zeigen
die zur spätdtr. Redaktion gehörenden :Stellen Num 20,10·.24-; 27,14; 1 Sam
12,15 qalund Dtn 1,26.43; 9,7.23.24; 31,17; 1 Sam 12,14 hif-i/. Bemerkenswert
ist, dass in dieser Spätdeuteronomistischen Schicht Moses Tod vor dem
Errei,chen des Westjordanlandes gleichzeitig als stellvertretendes Leiden ."um des
Volkes Israel willen" verstanden wird (Dtn 1,37; 3,23-26; 4,21-22). Dies ent-
spricht nun der Deutung Moses als "unüberbietbarem Propheten~' von Dtn
34,10-12, der mit seiner Existenz filr die Zukunft des sündigen Volkes einsteht
und insofern "Mosebücher" und "Vordere ProphetenUmiteinander verbindet.
Zusammenfassend kann somit festgestellt werden, dass das in Dtn 34,10-12
vorliegende Verständnis von Mose als filr die permanente Sünde Israels eintre..
tenden "unüberbietbarem Propheten'~ auf die '9Enneateuchredaktion" zurück-
g·eht, die das "Spätdeuteronomistische G,eschichtswerk" (Gen 1-2 Kön 25) ge..
schaffen hat. Aufgrund anderer in Dtn 34 noch zu erkennender Mosever-
ständnisse sind jedoch in Dtn 34,5-6· noch Restbeständ,e des ursprünglichen
Deuteronomistischen Geschichtswerks (DtrH) und in Dtn 34,1·.7-9· auch

SO N. Lohfink: Die UrsDnden in der priesterlichen Geschichtserzlhlung, in: Studien zum


Pentateuch, SBAB 4, Stuttgart 1988, 169-189.
SI P. Weimar: Struktur und Komposition der priesterschriftlichen Geschichtsdarstellung
t

ON 23 (1984) 81-134 und 24 (1984) 138-162, besonders 24, IS8und 144 Anm.163.
192 Hans-Christoph Schmitt

noch der ursprüngliche Schluss der Priestergnmdschrift zu erschließen. Insofern


bestätigt diese Analyse trotz aller notwendigen Modifikationen im Grundsätz-
iehen die heiden Thesen Martin Noths von einem exilischen Deuterono-
mistischen Geschichtswerk Deuteronomium - 2 Könige und einer mit Dtn 34·
endenden exilischen Priesterschrift, die beide das Exilsende Israels durch ein
spezifisches theologisches Verständnis der Sünde Israels und seiner Führer zu
deuten versuchten.
Das Deuteronomium innerhalb der
"deuteronomistischen GeschichtswerkeU in Gen - 2 Kön

KONRAD SCHMID

I Das Problem der literarischen Vernetzung ,des Deuteronomiums


in seinen Kontexten

Die Deuteronomiumsforschung kennt traditionell im Wesentlichen vier Haupt-


felder: 1. Die Frage nach der literarischen Schichtung des Dtn (inklusive des
Problems des sog. "Ur"-Deuteronomiums), 2. die Frage nach dem historischen
Ort des literarischen Kerns des Dtn (traditionell: die Beziehung zur josianischen
Reform), 3. das Verhältnis von Dtn und Bundesbuch und 4. die Frage der litera-
rischen Einbindung des Dtn in seine Kontexte.
Dem vierten Problemkreis, der mit der Frage nach dem Dtn zwischen Penta-
teuch und deuteronomistischem 'Geschichtswerk zur Diskussion steht, wurde
lange Zeit nur wenig Beachtung geschenktl. Die Forschung ging diesbezüglich

1 Vgl. exemplarisch etwa die knappen (und zugleich aporetischen Aussagen) von H.D.
Preuß: Deuteronomium. EdF 164, Darmstadt 1982, 22f; neuerdings hat sich das Blatt aber ge-
wendet. Vgl. zuletzt R.G. Kratz: Der literarische Ort des Deuteronomiums. in: ders.l H.
Spieckennann (Hg.), Liebe und Gebot. Studien zum Deuteronomium, FRLANT 190, Göttin gen
2002, 101-120; ders.: Die Komposition der erzlhlenden BUcher des Alten Testaments, UTB
2157, Göttingen 2000, ] 18-138; E. Dtto: Deuteronomium und Pentateuch. Aspekte der ge-
genwärtigen Debatte, ZAR 6 (2000) 222-284 und monographisch ders.: Das Deuteronomium
im Pentateuch und im Hexateuch, FAT 30, TObingen 200 I; zur neueren Forschungsgeschichte
T. Veijola: Deutcronomismusforschung zwischen Tradition und Innovation (111), ThR 68 (2003)
1-44. Eine besonders pointierte Position vertritt Otto in der Frage der literarischen Verbindung
des Dtn zu den Büchern der Vorderen Propheten nach los: .,Die umgreifende Redaktion der
Vorderen Propheten unter Einschluß des Richterbuches als negatives Gegenstück zum
Pentateuch einerseits und zum corpus prophe/icum andererseits ist Ilngstpostdtr, setzt die
Pentateuchredaktionim S. Ih. voraus und hat im Zuge der Kanonsfonnierung eine als proloapo-
kalyptisch zu bezeichnende 'Geschichtsinterpretation zur Voraussetzung (...]. Die endgültige
Fonnierung der Vorderen Propheten als Verbindungsstück zwischen Tora und corpus prophet'..
cum unter Einschluß des von der Pentateuchredaktion abgetrennten Josuabuches und der dtr
Grundschichten in den Samuel- und KönigsbOchem ist bereits ein Akt der Kanon.sbildung im
3.12. Jh. v.Chr.~~ (Deuteronomium im Pentateuch. 235, Anm. 7; vgl. dazu T. Veijola:Das
Deuteronomium im Pentateuch und im Hexateuch, ThR 68 [2003], 374-382). Nach Otto
schließt Jos 24 einen literarisch vormals selbständigen Hexateuch ab, als Argument gilt der
Befund dass es keine explizitenVerweisungs.l1Isarnmenhlnge wie den hexateuchischen Bogen
t

der Überführung und Grablegung der Josephsgebeine (Gen 50,25; Ex 13,19; Jos 24.32) inner-
halb von Gen- 2 Kön insgesamt gebe. In der Tat kommen in Jos 24 hexateuchische Linien zu
einem Abschluss, zugleich aber werden in demselben Kapitel - literarisch von den hexateuchi..
194 Konrad Schmid

im 20. Jh. weithin von zwei elementaren und vermeintlich klaren Voraus-
setzungen aus: Gegen vorne, in Richtung auf den Tetrateuch~ ist das Dtn im
Gefolge von Wilhelm Martin Leberecht de Wette von seinen vorgehenden
Büchern zu trennen, gegen hint,eß, in Richtung auf die Vorderen Propheten, be-
stehen enge Verbindungen.. die man mit Martin Noth in Hinsicht auf ein deute-
ronomistisches Geschichtswerk auswertete, das von Dtn- 2 Kön gereicht haben
solL Das Dtn soll also redaktionsgeschichtlichvor allem mit den Folgebüchern
Jas - 2 Kön vernetzt worden sein. Für ,den vorlaufenden Kontext galt nach Noth
das Gegenteil: ,,[... 1]0 den Büchern Gen. -Num. fehlt jede Spur einer ,deutero-
nomistischen Redaktion', wie allgemein anerkannt ist"2.
Damit war deutlich: Die tiefste Zäsur in dem jetzigen Erzäh1zusammenhang
Gen - 2 Kön lag zwischen Num und Dtn, die heiden Elementarbausteine des
Großgeschichtswerks Gen. - 2 Kön sind der undeuteronomistische Tetrateuch
Gen - Num und das deuteronomistische Geschichtswerk Dtn - 2 Kön. Das Dtn
war zunächst Kopfstück des deuteronomistischen Geschichtswerks, bevor es
dann im Zuge der Formierung der Toradem Tetrateuch als dessen Ende zuge-
schlagen wurde.
An dieser ebenso einfachen wie weit akzeptierten These haben sich nach der
Ausblendungdes Gewohnheitsfaktors mehrere Punkte als äußerst problema..
tisch erwiesen:
Zunächst einma.1 war sie mit einer erstaunlich schlechten literarkritischen
Theorie verbunden, die mit einem massiven Textverlust rechnen musste: Der
von Schöpfung bis Bileam reichende Zusammenhang Gen - Num soll der
erhaltene Restbestand einer älteren (jehowistischen) Darstellung sein, die auch
noch einen Landnahmebericht umfasst habe, der aber im Zuge der Zusammen-
arbeit.ung mit dem deuteronomistischen G'eschichtswerk weggebrochen sei.

sehen P'erspektiven nicht isolierbar - neue Linien eröffnet, die in Ri - 2 KOn weiterlaufen (vgl.
nur Ri 6,7-10; JO lo--l6; I Sam 1.3f; 10.17-19; 12.10; dazu etwa E. Blum: Die Komposition
y

der \'tltergeschichte, WMANT 57, Neukirchen- VluYil 1984, 45--6,1). Ober deren zeitli,he
Ansetzung mag man durchaus geteilter Meinung sein - sie sind aber kaum erst im 3.I2.Jh.
v.ehr. entstanden. Der These, dass auch Jos 24, 19f ("Ihr kt'Jnnt JHWH nicht dienenU) kein
"Hinweis auf eine Fortsetzung des Hexateuch in den Vorderen Propheten" (Otto: Deutero-
nomium im Pentateuch, 220) enthalte, sondern von Jos 23, I sr (bei Otto "DtrL 4ft) her zu
verstehen sei. steht entgegen, dass diese Bestimmung zum einen dem auf eine entsprechende
erzählerische Fortsetzung hinweisenden Textsinn offenkundig zuwiderläuft und zum anderen
fUhrt schon los 23.1Sfdeutlich in die Vorderen Propheten hinein: "Was J05 23,16a als Warnung
fonnulienwerden musstet wird 2 K 17, ISaals negative Erfllliungkonstatiert: das Verschmähen
(OMC) und das Übertreten ('~.P) der n'i::J&' (L. Perlitt: Bundestheologie im Alten Testament,
WMANT 36, Neukirchen-Vluyn 1969, 19).
2 M. Noth: Oberlieferung.sgeschichtliche Studien, Stuttgartl9'43, 13. mit der kleinen Ein-
schränkung: "Dass es einzelne SteHen gib~ an denen der alte Text im deuteronom istischen Stile
erweitert worden ist, wie etwa Ex 23.20ff und Ex 34, IOff, hat mit Recht meines Wissens noch
niemand fUr ein Merkmal einer durcbg,ehenden •Redaktion, gehalten" (ebd. Anm. I; vgl. zuletzt
in der Sache wieder A. Graupner: Der Elohist Gegenwart und Wirksamkeit des transzendenten
Gottes in der Geschichtc. WMANT 97, Neukirchen-Vluyn 2002, 5).
Das Deuleronomium innerhalb der "deuteronomis/ischen Geschichtswerke" 195

Wenig überzeugend ist, dass so innerhalb desselben Theorierahmens damit


gerechnet werden muss, dass die Redaktoren bei der Quellenkompilation etwa
im Bereich der Sintflutperikope (Gen 6-9) oder des Durchzugs durch das Meer
(Ex 13f) alles daran setzten, ihre Vorlagen zu bewahren, während sie bei der
Zusammenarbeitung von Hexateuch und deuteronomistischem Geschichtswerk
einen ganzen Darstellungskomplex, denjenigen der Landnahme, schlicht strei-
chen konnten.
Dann hat sich gezeigt, dass sich die pauschalen Thesen, dass Gen - Num
"undeuteronomistisch seien~ während dies vice verSQ für die Deuteschichten in
U

Dtn - Kön durchgängig der Fall sein soll, nicht halten lassen. Elementarisiert
man das breit diskutierte Definitionsproblem dessen, was unter ,..deuterono-
mistisch verstanden werden so1l3, auf das Merkmal der Orientierung an Spra-
H

che, aber auch an Sachanliegen 4 des (in sich gestuften) Dtn, so finden sich,
namentlich in Ex, aber auch in Num, massiv Deuteronomismen, andererseits ist
in Dtn - Kön nicht alles "deuteronomistisch'~, was "deuteronomistisch" klingt.
Sprachliche und sachliche Deuteronomismen können durchaus auch ausein-
ander treten. Um nur ein Beispiel zu nennen: Das ausgebaute sogenannte "deu-
teronomistische Richterschema" steht jedenfalls mit seiner Motivkonstellation
des "Schreiens" (p l'f, Ri 3,9.15; 4 3; 6,6; 10,1 0) und der darauf folgenden
t

Hilfe s sprachlich wie sachlich der Priesterschrift wesentlich (vgl. v.a. Ex 2,·23-
25) näher als dem Deuteronomismus und ist kaum vor "pu denkbar, sondern
gehört in den Bereich der "P"-"D"-Mischtexte6 • Weder also ist Gen - Num
durchgehend "undeuteronomistisch", noch ist Dtn - 2 Kön durchgehend
U
"deuteronomistisch sondern beides ist differenziert zu beurteilen.
,

Weiter war auch schon im klassischen Modell des deuteronomistischen


Geschichtswerks umstritten, ob das dtn Gesetz (Dtn ·12ff) von vornherein
Bestandteil der Darstellung war oder ob dieses nicht erst später eingebaut wor-
den ist, wie etwa Julius Wellhausen, Gerhard von Rad, Hans-Walter Wolff oder

3 Vgl. K. Schmid: Buchgestalten des Jeremiabuches. Untersuchungen zur Redaktions- und


Rezeptionsgeschichte von Jer 30-33 im Kontext des BucheSt WMANT 72, Neukirchen-Vluyn
1996. 31-33 (Lit.); vgl. zur Diskussion R. Coggins: What Does tDeuteronomistic' Mean?, in:
L. Schearingl S.L. McKenzie (Hg.), Thase Elusive Deuteronomists. The Phenomenon of Pan-
Deuteronomism, JSOT.S 268. Sheffield 1999 22-35 (vgl. dazu Veijola: Deuteronomismus-
t

forschung, 260; W. Dietrich: Art. Deuteronomistisches Geschichtswerk, RGG4 11, TObingen


1999,688-692.
4 Darin ist über den von M. Noth postulierten "Sprachbeweisu (Studien, 4) hinauszugehen.
S Auch das Motiv des "Mitleidsi' (On) Ri 2,18; vgl. die Parallelen bei H. Sim ian-Yofre: Art.
en], Tb WAT V, Stuttgart U+8. 1986, 366-384, 37S; J. Jeremias: Die Reue Gottes. Aspekte alt-
testamentlicher Gottesvorstellung, BThSt 31, Neukirchen· Vluyn 21997 4S Anm. 7; bei heiden
t

gilt allerdings Ri 2, 18 als Bestandteil des Richterschemas nach wie vor als "deuterono-
mistisch ist sowohl wortstatistisch wie auch sachlich keineswegs primär im Deuteronomismus
U
)

beheimatet. sondern setzt dessen priesterlich motivierte Transfonnation voraus.


6 Vgl. K. Schmid: Erzväter und Exodus. Untersuchungen zur doppelten Begründung der
Ursprünge Israels innerhalb der GeschichtsbÜcher des Alten Testaments WMANT 81, 9

Neukirchen-Vluyn 1999, 220.


196 Konrad Schmid

Jon D. Levenson vermutet haben'. In der Tat passt die Geschichtstheologie in


Jos - 2 Kön, namentlich in Kön" nur einigennaßen, aber eben nicht genau auf
Formulierung und Sachanliegen des deuteronomischen Gesetzes8 . Namentlich
in Bezug auf die Königsideologie gibt es signifikante Unterschiede, wie
Bemard Levinson9 und Gary Knoppers10 zuletzt wieder deutlich herausgestellt
haben.
Schließlich ist es erzähllogisch wenig sinnvoll, die D'arstellung des Exodus
und der Wüstenwanderung in Ex - Nwn vom Großzusammenhang Dtn - 2 Kön
literarisch derart scharf abzutrennen, wie dies im Rahmen der Annahme eines
deuteronomistischen Geschichtswerks geschieht, denn zum einen basiert das
übergreifende chronologis,che Gerüst, auf das Noth so sehr als Argument ab-
stellte, auf dem Exodus als Anfangsdatum (1 Kön 6,1), zum anderen sind die
zahlreichen Rückverweise auf den Exodus im Dto ll und in Jos- 2 Kön l2 einer
solchen Ausklammerung nicht günstig l3 . Diese Problemlage verschärft sich
noch, wenn man mit John Van Seters, Erhard Blum, Martin Rose und anderen
der Auffassung zuneigt, dass der redaktionelle Zusammenhang Gen - Num

'Vgl. die Hinweise bei Schmid: ErzvAter und Exodus, 164 Anm. 658 (Li!.).
8 Vgl. dazu bereits die von J.D. Levenson: Who Inserted the Book of Torah?, HThR 68
(1975), 203-233, 221-23 I mitgeteilten Beobachtungen.
9 B.M. Levinson: The Reconceptualization of Kingship in Deuteronomy and the
Deuteronomistic History's Transfonnation ofTorah. VT SI (2001), 511-543, 525: "The double
denial by the Deuteronomic author thatthere should be anycoMection between king and cult is
revers,ed by the Deuteronomistic Historian~i. Es wlre allerdings zu prOfen, ob das konzeptio-
nelle Geflile nicht umgekehrt y·erläuft.
10 G.N. Knoppers: The Deuteronomist and the Deuteronomic Law afthe King: A Reexami-
nation of a Relationship) ZA W 108 (1996), 329-346; ders.: Rethinking the Relationship
between Deuteronomy and the Deuteronomistic Hislory: The Case of Kings, CBQ 63 (200 I),
393-415.
11 Vgl dazu S. Kreuzer: Die Exodustradition im Deuteronomium, in: T.Veijola (Hg.),Das
Deuteronomium und seine Querbeziehungen" SESJ 62" HelsinkiJ Göttingen 1996, 81-106.
12 Vgl. dazu C.Westermann:Die Geschichtsbücher des Alten Testaments. Gab es ein deu-
teronomistisches Geschichtswerk? ThB 87, Gütersloh 1994. 39f; T. Römer/ A. de Pury:
L'historiographie deuteronom iste (HO): Histoire de la recherche et enjeux du debat, in: A. de
Puryl T. Römerl J.-O. Macchi (Hg.») Israel construit san histoire. L )historiographie deuterono-
miste a la lurniere des rec:herches r~cent,es. MoDi 34, Geneve 1996, 9-120) 3S; Schm id:
Erzvater und Exodus, 77f; Kratz: Komposition. 174 mit Anm. 77 (vgl. 1 Kön 6,1; 8,,9.16.21.5 t.
53;9,9; 12,28; 2 KOn 17,7.36; 21,15).. s. auch S. Mittmann: Deuteronomium 1,1-6,,3. Literar-
kritisch und traditionsgeschichtlich untersucht. BZA W 139. Berlin/ NewYork 1975, 177f.
13 Mit E.A. Knauf (L 'nHistoriographie Deuteronomiste [DtrG] existe-t-elle?, in: A. de
U

Puryl T. Römerl J.-D. Macchi [Hg.], Israel construit san histoire. L'historiographie deuterono-
miste ä la lumiere des recherches r6centes, MoBi 34, Geneve 1996) 409'-418,418) sowie A~G.
AuJd (Tbc Deuteronomists and the Fonner Prophets. or What Makes the Former Prophets
Deuteronomistic?, in: L.S. Sche.aringl S.L. McKenzie [Hg.]. Those Elusive Deuteronomists.
The Phenomenon of Pan-Deuteronomism) JSOT.S 268, Sheffield 1999,116-126, 121) lässt
sich zudem darauf hinweisen, dass etwa in den Geschichtssummarien der Psalmen die
Zusammenhange Gen - Dtn, Gen - Jas" Jas - Kön oder Gen - Kö,n thematisiert werden, nicht
aber Dtn - KOn.
Das Deuteronomium innerhalb der deuteronomistischen Geschichtswerke
H U 197

nachdeuteronomistisch ist; dann fehlt der rückblickenden Zusammenfassung in


Dtn ]-3 ihre erzählerische Grundlage 14.
Für die Frage der literarischen Einbindung des Dtn in seine Kontexte muss
man m.E. deshalb neu ansetzen~ Als Ausgangspunkte können folgende Feststel-
lungen dienen:
1. Das Dtn steht jetzt in einem durchlaufenden Erzählzusammenhang, der von
Gen - 2 Kön reicht I s.
2. Dieser Erzählzusammenhang ist zweifellos literarisch gewachsen.
3. Die Rekonstruktion dieses Wachstums ist strittig, das gilt auch filr bislang
etablierte Grundentscheidungen. Gegen die klassische Zugangsweise darf we-
der von vornherein Dtn(ff) von Gen - Num abgetrennt werden, noch kann die
Hypothese eines in Dtn - 2 Kön vorliegenden deuteronomistischen Geschichts-
werks aus dem 6. Jh. fraglos vorausgesetzt werden. 16
4. Deuteronomismen sprachlicher Artl7 gibt es in Gen - 2 Kön insgesamt, sie
müssen jedoch sorgfältig nach ihren Konzeptionen Wld literarischen Horizonten
getrennt werden. Historisch lassen sie sich grundsätzlich irgendwann zwischen
der Assyrerzeit und dem Abschluss des Kanons einordnen, man denke nur an so
späte Texte wie Dan 9, das apokryphe Baruchbuch oder das 4. Esrabuch l8 , die
das deuteronomistische Idiom noch ohne weiteres benutzen können.
5. Das Dtn scheint zunächst flir sich entstanden zu sein, es ist kaum - wie neu-
erdings erwogen 19 - als Fortschreibung in seinem Kontext erklärbar.
Wie ist nun das Dtn in seine Großkontexte eingebunden worden? Das Thema
kann im Folgenden nur angeschnitten werden, es kann innerhalb dieses be·

14 Vgl. die Hinweise bei Schmid: Erzväter und Exodus. 36f.


15 Für übergreifende Strukturen vgl. Schmid: ErzvAter und Exodus, 19-26. Zu Gen - 2 KOn
als Großgeschichtswerk vgl. auch Veijola: ThR 2003, 30.
16 Vgl. Schmid: Erzväter und Exodus, 361. Anders jetzt wieder J. Nentel: Trlgerschaft und
Intentionen des deuteronomistischen Geschichtswerks. Untenuchungen zu den Reflexionsreden
Jos I; 23; 24; I Sam 12 und I Kön 8, BZA W 297, Berlin/ New York 2000. 4f.
17 Vgl. M. Weinfeld: Deuteronomy and the Deutcronomic School, Oxford 1972, 320-365,
dessen Glossar vielfach aufgenommen worden ist (vgl. etwa R.F. Person. jr.: The Deuteronomic
SchooJ. History, Social Setting and Literature, Atlanta 2002, 19 Anm. 5 [Lit.]).
18 Grundlegend zur langzeitigen Überliefenmgsgeschichte des Deuteronomismus nach wie
vor O.H. Steck: Israel und das gewaltsame Geschick der Propheten. Untersuchungen mr Über-
lieferung des deuteronomistischen Geschichtsbildes im Alten Testament, Spltjudentum und
Urchristentum, WMANT 23, Neukirchen-Vluyn 1967, dahinter zurückfallend Person: The
Deuteronomic School, der offenbar Stecks Arbeit nicht kennt und breit nachzuweisen versucht,
dass die "Deuteronomic School u auch noch in der Perserzeit aktiv war. was zweifellos nicht
falsch ist, aber weder ein neues noch ein zureichendes Urteil darstellt. Zum angelsichsischen
Kontext der Deuteronomismusdiskussion vgl. Veijola: Deuteronomismusforschung, 28-31.
19 Vgl. Kratz~ Komposition, 128f. Das Argument besteht vor allem darin, dass sich die
Zentralisationsformel "an dem Ort, den ich erwlhlen werde einerseits nicht aus dem uUr"·
4
&

Deuteronomium streichen lasse, andererseits mit ihrer futurischen Fonnulierung die Situation
vor der Landnahme bereits voraussetze. Dem stehen die Iiterarische und konzeptionelle Ge-
schlossenheit des dtn Gesetzes und die aufs Ganze gesehen unebene Einbettung in den narrati-
ven Kontext gegenüber.
198

schränkten Darstellungsrahmens nur um einige elementare Beobachtungen ge..


hen.

1/. Der vorlaufende Kontext des Dtn

Im Leseablauf Gen - Dtn ist deutlich, dass das Deuteronomium als Abschieds-
rede des Mose an. seinem letzten Lebenstag gestaltet ist (Dtn 31,2; 32,48; 34,7).
In ihm übennittelt Mose dem Volk Israel die Gesetze, die es im Land, dahin es
zieht, zu halten hat. Entscheidend ist nun, dass - rezeptioneil gesehen -
dasjenige, was M,ose im Dtn aß Gesetzesmaterial überliefert, offenbar dem
entspricht, was er zuvor, seit Ex 20, am Gottesberg seinerseits von Gott er-
halten, aber bislang nicht weiterüberliefert hat. Es gibt zwar einige kleine
Notizen in Ex 20ff, die bereits Mose das eine oder andere an Israel übennineIn
lassen- etwa das "Bundesbuchu (2'0,22-23,33; vgl. Ex 24,72 verkündet in °,
24,3)t dasSabbatgebot (Ex 31,12ff; verkündet in 35,1-3) und die Anweisungen
zur Erstellung des Begegnungszelts (Ex 25ff;verkündet in Ex 34,32.. 34; Ex
35,4fO -, doch es fehlt im narrativen Großkontext von Ex - Num eine eindeu-
tige Ausführungsnotiz21 , dass Mose auch tatsächlich befolgt hat, was ihm
beständig von Gott aufgetragen worden ist: "Rede mit den Israeliten und sprich
zu ihnen u22 • Im vorliegenden Leseablauf der Tara scheint erst das Dtn die maß-

20 Vgl. bereits J. WeUhausen: Die Composition des Hexateuch, Berlin 31899. 194f. Anm. 1.
21 Anders N. Lohfink: Prolegomena zu einer Rechtshermeneutik des Pentateuch, in: G.
Braulik (Hg.), Das Deuteronomium, ÖBS 23. Frankfurt 3.M. U.8. 2003, li-55, 37 mit Anm.
111; Mo:se gebe alle Weisun,gen nstetsweiter, obwohl das selten ausdrÜcklich gesagf' werde; L.
verweist auf Ex 34,34; Lev 2,6.46; Num 36.,13 .tund in deren licht vielleicht auch schon Ex
25.22 Zu diskutieren ist über die von L. genannten Stellen hinaus der Beleg Num 30, I: HUnd
4
'.

Mose sagte den Israeliten alles, was JHWH ihm geboten hatt,e diese Aussage ist aber wohl nur
4
\

auf den Teilblock Num 28f zu beziehen. Zu Ex 34,34 $.0. im Text; Lev 26.46; Num 36,13 sind
weder zwingend noch naheliegenderweise so zu verstehen. dass die VennitUung der Gesetze
iWo ''':J an Israel bereits erfolgt sei - es handelt sich nicht um Aussagen auf der Handlungs-
ebene, sondern hier spricht der Erzahler. Als "Kolophone·' gehören Lev 26,46; Num 36,13
wahrscheinlich zu den jüngsten textlichen Erglnzungen im Pentateuch; sie sind also historisch
gesehen im Wesentlichen fnr die Endtexthermeneutik des Pt!ntateuch (der L. sich dezidiert
zuwendet) von Belang. Das Prob!em der Kundgabe der Weisungen vom Sinai ist aber auch für
die davorliegenden Entstehungstufen relevant. Dass im pentateuchiscben Gesamtkontext
jedenfalls eine Ausfllhnmgsnotiz zu den Auffordenmgen "Rede mit den Israeliten und sprich zu
ihnen" ([,ett'l C~" n'rJM' +] ',,"iW~ '):J ," ,::1,) 1JJ erwarten ist) Iisst sich aus den beiden
kleinen Szenen Num 16,23-26 und Num 17,1'6-22 ersehen: Der Beauftragung Num 16.24
entspricht die wörtliche Ausfllhrung inV.26 (.,.::1,'
,:1,',),. dasselbe lässt sich in Num 17.16-22
beobachten: Num 16,23-26 entsprechend wird in Num 17tl6-21 die Austllhrung des eingangs
V.16 an Mose ergangenen Befehls ('~') in V. 21 berichtet (~:l''''). VgL zum Problem auch J.
Joosten: Mol"se a.. t-iI recele Je Code de Saintete?, ON 84 (1996), 75-86.
22 (,ott,' cm" ,:J,
n"ett, +) "t-t,q,' ']:J "M 0.1. Lev 1,2; 4,2; 7,29; 11;2; 12,2; 15.2; [17,2,
s. dazu gleich] 18,2; 19,2; 20,2; 21, I; 23.2.10.24.34; 24,2; 25)2; 27,2; Num 5,2.12; 6.2;
15,2.18.38; 19,2; 28,2; 34,2; 35,2; vgl. Lev 6,2.18; 22 2.J8; Num 6,23; 8,2.
t
Das Deuteronomium innerhalb der ~~deuleronom;slischen Geschichtswerke" 199

gebliche Kundgabe des Gottesgesetzes in der Auslegung durch Mose darzustel-


len.
Dieser Eindruck kommt nun nicht b,loß aufgrund der Textanordnung zu-
stande, sondern er wird auch mittels bestimmter Texteinträge unterstützt.
Erstens lässt sich die Doppelüberlieferung des Dekalogs vor der Sinai- und
der Ostjordanland-Gesetzg,ebung kaum anders erklären, als dass damit festge-
halten werden will: Diese beiden legislativen K.orpora sind im Grunde ihrer
'Substanz identisch, wie jeweils ihre maßgeblichen Kurzzusammenfassungen
zeigen. Wie die doppelte Verankerung des Dekalogs im Pentateuch diachron
zustande gekommen ist, das ist bekanntlich eine kontrovers diskutierte Frage -
an der Identifizierungsfunktion von Sinai- und Ostjordanlandgesetzgebung än-
dert dies aber nichts 23 •
Zw,eitens lässt sich die jetzige mosaische Fiktion des dtn Gesetzes kaum
erklären, wenn dieses nicht in engem Konnex zum Gottesgesetz des Sinai gese-
hen wird. Ein Mos,egesetz als solches ist kein plausibles Konstrukt im Rahmen
altorientalischer Rechtsvorstellungen24 , die Mosefiktion des Dtn, die wahr-
scheinlich ja nicht ursprünglich ist2S , wird vielmehr im Rahmen einer Vorstel-
lung verständlich, die das Deuteronomium als einen bereits ausgelegten Text
bestimmt (sei es nun als Auslegung noch des Dekalogs allein oder der ebenfalls
durch den Dekalog eingeleiteten Sinaigesetzgebung).
Drittens gibt es im Dtn durchaus Texte, die die Theorie, dass das Dtn die
Auslegung der Gesetzesoffenbarung vom Sinai enthält26, ausformulieren. Zu
nennen ist hier zunächst die Überschrift Dtn 1,5: "Jenseits des Jordans im
U
Lande Moab begann Mose, diese Tora deutlich zu machen! zuerläutern

23 Man kann aufgrund der Begründung des zentralen Sabbatgebots im Exodusdekalogt die
auf Gen I - also den Anfang der Tora - zurilcklenkt, erwlgen~ ob der Exodusdekalog speziell
im Zuge der Fonnierung der Tora in Ex 20 seinen Platz gefunden hat. wie dies F.-L. Hossfeld
(F.-L.Hossfeld: Der Dekalog" OBO 45. Fribourg/ Göttingen 1985. 161) und E. Otto (Die nach-
priesterschriftliche Pentateuchredaktion im Buch Exodus, in: M. Vervenne [Hg.], Studies in the
Book of Exodus, BEThL 126, Leuven 1996, 61-111, 78) vorgeschla:gen haben. Zur Diskussion
s. jetzt auch M.Köckert: Wie kam das Gesetz an den Sinai? in: C. Bultmann U.8. (Hg.),
Vergegenwärtigung des Alten Testaments, FS R. Smend, GOttingen 2002, 13-27 der allerdings
t

urteilt: "Die Zitierung des Dekalogs in DtnS setzt eine Iltere Vorlage voraus, die schon mit
dem Sinai verbunden war'· (22).
24 Vgl. Otto: Deuteronomium im Pentateuch, 123: "Alles Recht ist in Babylonien wie im
gesamten Alten Orient Königsrechr'.
25 Vgl. N. Lohftn.k: Das Deuteronomium: Jahwegesetz oder Mosegesetz?, ThPh 6S (1990),
387-391 = ders.: Studien zum Deuteronomium und zur deuteronomistischen Literatur 111,
SBAB 20, Stungart 1995, 157-165; E. Dtto: Art. Deuteronomium, RGG4 2, TUbingen 1999,
693-696, 695, vgl. zur Diskussion E. Reuter: Kultzentralisation. Entstehung und Theologie von
Dtn 12, BBB 87, 213-226; N. Lohfink: Kultzentralisation und Deuteronomium. Zu einem Buch
von Eleonore Reuter, ZAR 1 (1995) 117-148 = ders., Studien zum Deuteronomium und zur
deuteronomistischen Literatur IV, SBAB 31, Stuttgart 2000, 131-161.
26 Otto: Deuteronomium im Pentateuch, 173f.
200 Konrad Schmid

(lM:1)27. Das aber be,deutet, dass das Dtn laut Dtn 1,5 bereits ausgelegtes Gesetz
ist - nämlich Auslegung der Sinaigesetzgebung. Deutli.cher noch wird die Sach-
lage in Dtn 4 expliziert, hier besonders in den EinfUhrungsversen V.l f.5.
Schließlich ist viertens auf lQ22 ("Dibre MosheU)28 hinzuweisen. In diesem
Text wird durch die Situierung dieser Moserede gemäß Dtn 1,3 29 und die expli-
zite Anweisung an Mose, den "Söhnen Israels" <""lW'
')::3 .nM) die "V/orte der
Torah, die ich dir befohlen habe arn Berg Sinaiu (jY~n~ 'n',~ itDM n,n, ',:1,
'J'O "":J), zu "befehlen" (i1n4t'~'),genau diese Zuordnung von Sinaigesetzge-
bung und Ostjordangesetzgebung ausfonnuliert und so zeigt sich, dass sie auch
in der späteren Rezeption aufgenommen werden konnte.
Im Zusammenhang mit Gen - Num gelesen hat das Dtn somit als diemosai-
sehe Auslegung des göttlichen Sinaigesetzes zu gelten, deren Gleichsinnigkeit
durch die beidenDeka.loge gesichert wird. Man kann sogar sagen: Der jetzige
narrative Ablauf entfaltet nichts anderes als die tatsächlichen Entstehungs-
bedingungen des Oto, das ja als Reforrnulierung des Bundesbuichsunter der
Leitidee der Kultzentralisation konzipiert worden ist 30.
Dass die Theorie, dass das Dtn die Sinaigesetzgebung auslegt, allerdings
nichtursprüngiich, sondern nachträglich aufgesetzt i.st, muss nicht eigens er-
wiesen werden: Für einen reinen Fortschreibungstext in seinem pentateuchi-
sehen Kontext verhält sich das Dtn zu sperrig zu seiner Sinai-Vorlage. Zudem
wäre dann zu erwarten, dass das Dtn tatsächlich genau dekalogisch strukturiert
ist, das ist aber nur auf einer sekundären Redaktionsstufe des Dtn der FaI1 3!.
Wie alt diese Theorie ist, lässt sich allerdings nur schwerentscheiden32 . Es
kann sein, dass das Dtn zunächst in ein Auslegungsverhältnis zum Dekalog in
Dtn 5 gebracht worden ist und erst in einem zweiten Schritt zur Auslegung der
(wegen des Exodusdekalogs dann gleichsinnigen) Sinaigesetzgebung geworden
ist; bestimmt man aber anders die Einfügung des Dm-Dekalogs als sekundär,
dann wäre das Deuteronomium bei seiner Kontexteinbettung sogleich als
Auslegung der Sinaigesetzgebung betrachtet worden. Die Frage muss in diesem

27 Das Lexem iM:l ist zwar semantisch nicht ganz einfach zu bestimmen, da es nur noch
Dtn 27.8 und Hab 2,,2, dort jeweils in Verbindung mit ~ro, belegt ist (vgJ. HALA T I, 102; s.
auch Dno: Deuteronomium im Pentateuch. 130f Anm. 89), doch die Deutung von HALAT ist
nach wie vor plausibel: ndeutlich machenJ erläutern". G. Braulik und N. Lohfmk (Prolegomena~
30f mit Anm. 80) schlagen vor, ''':J
von b6ru 111 0 (vgL AHw s.v.) h~r als "eine Sache in
Geltung setzen, einer Sache Rechtskraft verleihen" zu verstehen.
28 D. Barth~lemyl J.T. Milik: Qumran Cave 1, DJD I, Oxford 1955,91-96.
29 Die Jahreszahl C'JJ:::1-'M ist in IQ22 I, 1 zwar ergänzt, aber aus 11.6 sicher zu erschließen.
JO Vgl. W.S. Morrow: Scribingthe Center. Organization IOd Redaction in Deuteronomy
14: 1-17: 13, SBL.MS 49, Atlanta 1995; D.M. Levinson: Deuteronomy and the Henneneutics of
Legal Innovat.ion, New York 1997; E. Otto: Das Deuteronomium. Politische Theologie und
Rechtsrefonn in Juda und Assyrien, BZAW 284, Berlin! New York 1999; ders.: Gottes Recht
als Menschenrecht. Rechts- und literaturhistorische Studien zum Deuteronomium, BZAR 2,
Wiesbaden 200 1.
J I Vgl. Otto: Deuteronomium im Pentateuch, 115 ("DtrDh)+
32 Vgl. o. Anm. 23.
Das Deuteronomium innerhalb der ,. deuteronomistischen Geschichtswerke" 201

Rahmen offen gelassen werden. Festzuhalten bleibt aber vorerst die ,~deka)o­
U
gisch gedachte Anbindung des Dtn an seinen vorlaufenden Ko,ntext.

I/I. Der nachfolgende Kontext

Wie ist nun das Dtn mit seinen Folgebüchern vemetztJJ ? Auch hier sind nur
einige elementare Hinweise möglich~ die vieles ungenannt und undiskutiert las-
sen müssen. Anders als dies wichtige andere Studien geleistet haben, sol.len im
Folgen,den nicht vokabularische, sondern konzeptionelle Fragen im Vorder-
grund stehen - nicht als Altemative~ sondern als Ergänzung zu bisherigen
Herangehensweisen. Ausgehen lässt sich d,abei von der Beobachtung, dass die
Vorderen Propheten (Jos - 2 Kön) in ihrem jetzigen Erzählzus,ammenhang als
eine große GerichtsdoxologieJ4 bezeichnet werden kö,nnen: Die Bücher Jos - 2
Kön begründen, wie es zu den nationalen Katastrophen des Untergangs des
Nord- und des Südreichs gekommen ist
In der vorliegenden Fassung stellen die Vorderen Propheten die Geschichte
Israels in seinem Land dar als eine Geschichte der sich aufstauenden Sünden:
Die Nordreichskönige ließen nicht ab von der SUnde Jerobeams, die Südreichs-
könige schafften in ihrer Mehrzahl die Höhen nicht ab und mit den Sünden
Manasses dann war das Maß so voll, dass selbst der fromme Josia das drohende
Unheil nicht mehr abzuwenden vennochte. So verwarf JHWH nach Israel auch
Juda.
So lässt sich ganz knapp umrissen die Logik von Jos - 2 Kön nachzeichnen,
die allerdings in sich sehr komplex ist. Schaut man genauer hin, so wird man
konzeptionell schnell zu einer ersten Unterscheidung genötigt, die in sich je-
weils noch weiter zu differenzieren ist: J. Worin b'esteht genau die Schuld, de-
ren die Schuldigen an,geklagt werden, und 2. wer ist überhaupt unter die
Schuldigen zu zählen?

J. Worin besteht die Schuld?

Diese Frage wird in Jos - 2 Kön nicht einheitlich beantwortet. Zu unterscheiden


sind elementar die folgenden drei Positionen:
Erstens: Blickt man auf die Königsbeurteilungen, so scheint ursprünglich das
Problem der Kultzentralisation ganz im Vordergrund gestanden zu haben Js . Als

Vgl. dazu zuletzt allerdings selektiv und mit keineswegs sicheren literarhistorischen
33 1

Zuordnungen A. Moenikes: Beziehungssystemezwischen dem Deuteronomium und den


BUchern Josua bis Könige, in: G. Braulik (Hg.), Das Deuteronomium, ÖBS 23, Frankfurt 8.M.
U.8. 2003, 69-85.
34 Vgl. G. von Rad: Theologie des Alten Testaments. Band I: Die Theologie der geschicht-
lichen Überlieferungen Israels, München 1957, 355; Steck: Israel, 138.
35 Vgl. E. Aurel ius: Der Ursprung des Ersten Gebots, ZThK 100 (2003),1-21, 4.
202 KonradSchmid

Bewertungskriterienwerden für die Nordreichskönige das Festhalten an der


Sünde Jerobeams36 und ftlr die Südreichskönige die Vielzahl der Kultstätten 37
vorgebracht.
Allerdings ist zu den (in sich gestuften 38) Königsbeurteilungen - gerade auf-
grund ihrer sachlichen Ausrichtung auf das Problem der Kultzentralisation -
schon mit JuliusWeilhausen39 und dann einem breiten Strang der Forschung im
Gefolge von Frank Moore Cross40 gegen die klassische deutschsprachige
"Deuteronomismus"-Forschung des 20. Jh. anzumerken, dass sie wahrschein-
lich ursprünglich innerhalb einer vorexilischen Ausgabe von (·Sarn?-)·Kön
entstanden sind, a]so sachlich ursprünglich nicht auf die Begründung der
Katastrophe von 587 v.Chr. zugelaufen sind, sondern vielmehr mit der negati-
ven Evaluation aller Nordreichs- (und einiger Südreichs-) Könige und mit dem
Untergang des Nordreichs die Notwendigkeit der josianischen Reform begrUn-

Vgl. 1 KOn 12,25-30 (Jerobeam 1.); 1 KOn lS,2Sf (Nadab); 1 KOn15,33f (Baesa); I Kön
36
16 18f (Simri); I Kön 16,25f (Omri); I Kön 16,'29-33 (Ahab); I Kön 22,52f (Ahasja); 2 Kön
t

3~1-3 (Joram); 2 Kön 10,29 (Jehu) 2 Kön 13,lf(Joahas); 2 Kön 13,10f(Joas); 2 Kön 14,23f
(Jerobeam 11); 2 KOn I 5,Sf (Sacharja); 2 Kön lS, 17f (Menachem); 15,23f (Pekachja); 2 Kön
15,27f(Pekach); 2 Kön 17,lf(Hosea).
37 I Kön 3,2f(Salomo); 1 Kön 14,22 (LXX: Rehabeam; MT: Juda); 1 Kön 15,1-3 (Abia); 1
Kön 15,·11-15 (Asa); J Kön 22,41--45 (Josaphat); 2 Kön 8,16-19 (Jehoram); 2 Kön 8,.25--27
(Ahasja); 2 Könl2 ~ 1-4 (J08S); 2 Kön 14.1-4 (Amasja); 2 Kön I S, 1-4 (Asarja); 2 Kön ]5,32-
3S (Jotham); 2 Kön 16,1-4 (Ahas); 2 Kön 18,·2-1 (Hiskia); 2 Kön 21.1 f (Manasse); 2 Kön
21 -19-22 (Amon); 2 Kön 22.1 f (Josia); 2 Kön 23,31 f (Joahas); 2 Kön 23.36f (Jojakim): 2 KOn
t

24,8f (Jojachin); 2 Kön 24.17-20 (Zedekia).


38 Vgl. die Diskussion bei H. Weippert: Die ndeuteronamistischen'4 Beurteilungen der
Könige von Israel und Juda und das Problem der Redaktion der KOnigsbOcher• .Bib. 53 (] 972),
301-339; A. Lemaire: Vers I'histoire de la redaction des Jivres des Rois, ZAW98 (1986), 221-
236; E. Aurelius: Zukunft jenseits des Gerichts. Eine redaktionsgeschichtliche Studie zum
Enneateuch, BZAW 319, BerlinI New York 2003, 21-70.
39 Wellhausen war der Auffassung, "dass die eigentliche Abfassung des Buches der Könige
noch vor dem Exil stattgefunden hat und nur nachträglich noch ei.ne eX.iJische oder (wenn nicht
und) nacllexilische Überarbeitung hinzugekommen isr' (Composition, 298). Sachlicher Kulmi-
nationspunkt der KOnigsbeurteilungen is,t die Darstellung 2 KOn 22f: "Der Schriftsteller, der
dies Skelett des Buchs der Könige gebildet hat, steht mit Leib und Seele zu der Refonnation
Josias" (295).
Vgl. F.M. Cross: The Themes,of theBook of Kings and the Structure of the
40
Deuteronomistic History. in: ders.• Canaanite Myth and Hebrew Epic. Essays in the History of
Religion of Israel, 'Cambridge MAI London 1973, 274-289 und in der Folge LB. R.D'. Nelson:
The Double Redaction of the Deuteronom istic History, JSOT.S 18, Sheffield 1981; G.N.
Knoppers: Two Nations Under God. The Deuteronomistic Hi.story of Solomon and the Dual
Monarchies, Val 1/11, HSM 52J 53, AI,tanta 1993/ 1994, I, SI f; E. Eynikel: The Reform of King
Josiah and the Composition of the Deuteronomistic History, OTS 33. Leiden U.8. 1996; M.A~
Sweeney: King Josiah of Judah: The Lost Messiah of Israel. 'Oxford 200 1; ausführlicher zur
Forschungsgeschichte: Römerl de Pury: Histoire de la rechc'rchc, 47-50.
Das Deuteronomium innerhalb der udeuluonomistischen GeschichtswerJce·· 203

,det haben 41 • Für eine vorexilische Ansetzung sprechen vor allem - neben den
auffällig,en Stellen "bis, zum heutigen Tag" wie in lKön 8,8; 9,21; 10,12;
12, 19; 2 Kön 8,22, die offenbar die Verhältnisse der Königszeit voraussetzen 42
- (1) der Befund, dass eine eigentliche Reflexion auf den Untergang Judas im
Stil von 2 Kön 17 in den Königebüchern43 fehlt (und in 2 Kön 17 in V.] 9f
nachgetragen worden ist) und (2) die offenbar sekundären Versuche, die Ver-
dienste der josianischen Reform inden Manassepassagen 2 Kön 23,26; 24,3
sowie in den Pauschalverurteilungen44 aller Könige in den nachjosianischen
Königsbeurteilun.gen 23,32.37 (vgL 24,9.19) theologisch zu annullieren 4s . Es
bot sich allerdings nach dem Untergang Judas - entsprechend der al.torientali-
sehen Königsideologie, die den König für Wohl oder Unheil des Staates ver-
antwortlich sein lässt - an, die Königsbeurteilungen rezeptioneIl als Begrün-
dung der Katastrophe zu lesen~
Zweitens: Auf einer nächsten Stufe wird der Vorwurf, gegen das Prinzip des
einen Kultortes verstoßen zu haben, erweitert zum Vorwurf der Abgötterei, der
einen Verstoß gegen das Erste (und - je nachdem~ wie man zählt - das Zweite)

41 Anders- mit dem Mainstream der deutschsprachigen Forschung - ausftlhrlichAurelius:


Zukunft, 39-57.207f, allerdings mit der zweifelhaften Option der historischen Verortung der
Forderung nach Kultzentralisation erst in der Exilszeit (40f.44). Die dtn Bindung Israels an
JHWH (statt an den Konig~ wie dies entsprechend der neuassyrischen Vorgabe zu erwarten
wäre), erklart sich gegen A. (41 Anm. 77, dort gegen Otto:Deuteronomium. 72) nicht aus dem
Untergang des Königtums, sondern eher aus gesamtisraelitischen Interessen heraus. Das oft an..
geftlhrte und nicht von der Hand zu weisende Problem, dass sich in 2 Kön 23 kein Ober..
zeugender literarischer Schluss finden lasse (zu 2 Kön 23,2Sf vgl. Aurelius: Zukunft, 481), ist
nJcht mit allzuviel Gewicht zu versehen; die Annahme, dass sich literarische Anflnge und
5eh IOsse jeweils wönl ich erhalten haben sollen, ist historisch weder durchgängig anzunehmen
noch sicher zu erweisen. - Vgl. zur Diskussion der Refonn Josias zuletzt M.. Ameth: Die anti-
assyrische Refonn Josias von Juda. Überlegungen zur Komposition und Intenti.on von 2 Reg
23,4-15, ZAR 7 (2001) 189-216; W. Boyd Barrick: The King and the Cemeteries. Toward a
New Understanding of Josiah's Refonn, VT.S 88, Leiden U.8. 2002.
42 Vgl. Wellhausen: Composition; 298; A.Moenikes: Zur Redaktionsgeschichte des soge..
nannten Deuteronom istischen 'Geschichtswerks, ZA W 104 (1992), 333-348, 335f; J.
Geoghegan: "Until This Dayu and the Preexilic Redaction ofthe DeuteronomisticHistory, JBL
122 (2003 l. 201-227.
43 Zu 2 Kön 24 s. K. Schmid: Manasse und der Untergang Judas: nGolaorientierteU
Theologie in den Königsbüchem?, Bib. 78 (1997) 87-99, anders C.R. Seitz: Theology in Con-
flicl. Reactions 10 the Exile in the Book of Jeremiah, BZAW 176. Berlin/ New York 1989, 164-
200.
44 2 Kön 23,32 .17 sind entgegen "eueren Bestreitungen tatsächlich am nächstliegenden ent-
sprechend zu deuten, s. dazu u. Anm. 60.
45 Vgl. zur Frage noch vorexiHs'cher ndeuteronomistischer Geschichtswerk!c 'neben den im
4

Gefolge von Cross: Themes, entstandenen Arbeiten di,e unterschiedlichen Ansitze dazu bei H.
U
Weippel1: Beurteilungen; W. Boyd Barrick: On the "Removal of the ,High Places in 1-2 '

Kings~ Bib. 55 (1974). 257-259; A. Lemaire:Vers Phistoire (Anm. 38); L Provan: Hezekiah
and the Book of Kings, BZAW 172, BerHnJ New York 1988; B. Halpeml D.S. Vanderhooft:
The Editions of Kings in the 7th--6th Centuries B.C.E.• HUCA 62 (1991), 179-244; Moenikes:
Redaktionsgeschichte, sowie insgesamt Veijola: Deutcronomismusforschung (ThR 2003).
204 Konrad Schmid

Gebot bedeutet46 • Interessant ist hierbei die Beobachtung, dass nun der Höhen-
kult.. der zuvor als an sich zulässiger, aber falsch lokalisierter, nämlich nicht
zentralisierter lHWH-Gottesdienst (vgl. 2 Kön 18,22) galt - die judäischen
Könige, die "das Rechte in den Augen JHWHs tatenU , aber nur die Höhen nicht
abgeschafft hatten, konnten insgesamt gute Zensuren bekommen -, nun unter
den Götzendienst an sich subsumiert und als solcher interpretiert wird (vgl. bes.
2 Kön 17,9-12 sowie 1 Kön 14,22-24)47.
Drittens: Man kann konzeptionell schließlich noch eine weitere Stufe beob-
achten, filr die "a1les, was Mose, JHWHs Knecht, geboten hatteh (2 Kön 18, 12)
der Bewertungsmaßstab ist, also nicht der Verstoß gegen ein so oder anders be-
stimmtes Hauptgebot, sondern der Verstoß gegen die Gebote der Tora über-
haupt 48 •
Diese konzeptionelle Dreistufigkeit scheint sich auf den ersten Blick leicht
mit elementaren Phasen im literarischen Wachstum des Dtn parallelisieren zu
lassen 49 : So wie im Dtn zunächst die Kultzentralisation im Vordergrund stand,
wurden die Könige zuerst vor allem an diesem Maßstab gemessen. Mit der
Vorschaltung des Dekalogs Dtn 5s0 avancierte dann auch in den erzählenden
Büchern das Erste Gebot zum Beurteilungskriterium. Schließlich wurde das Dtn
Bestandteil der Tora und es galt, diese insgesamt zu halten.
Doch ganz so einfach lassen sich Dtn und Vordere Propheten redaktionsge-
schichtlich nicht koppeln. Ein literarischer Zusammenhang zwischen dem durch
die Zentralisationsforderung geprägten ,.,Uru-Deuteronomium und den älteren
Königsbeurteilungen, die noch nicht nach dem Ersten Gebot bzw_ später der
Tora überhaupt messen, ist aus folgenden Gründen unwahrscheinlich: In den
Königsbeurteilungen ist das Zentralisationsprinzip zwar der Sache nach, nicht
aber den Formulierungen nach präsent. "Statt von ,jedem Ort' und ,deinen
Toren' in Dtn ist in Reg von den ,Höhen' die Rede, der deuteronomische ,Ort·
den JHWH erwählt hat~ um seinen Namen dort wohnen zu lassen' kommt nur an
sekundären Stellen im Schema von 1-11 Reg (I Reg 14,21; 11 Reg 21,4.7; 23,27,
ferner I Reg 8; 9,3; 11,13.32), umgekehrt die für Reg typische Formel ,das
Rechte/Böse tun in den Augen JHwHs' nur an sekundären Stellen im Deutero-
nomium vor (Dtn 6,18; 12,8.25.28; 13,19; 21,9)" SI.

46 Vgl. Ex 20,2--6; 23,13.23f; Jos 23.6f.16; 1 Sam 7.3f; 8~8; 12.10; 26,19; 1 Kön 9.6.8f; 11.
1f.9f; 14,7-9; 16,30-33; 18~17f; 21,25f; 22,54; 2 KOn 10,18; 17,15-17.35.38f; 21.3.21; 22,17.
47 Vgl. Provan: Hezekiah,60--90.
48 Vgl. Jos I ~7f; 8,30ff; 22,S; 23,6f; 1 KOn 2,1-3; 6,11-13; 2 Kön 10.31; 14,6; 18,6.12; 21,
7f; 22,8.IOf; 23,1-3.25.
49 Redaktionsgeschichtlich undifferenzicrt zusammengenommen werden die Kriterien bei R.
Albertz: Die Exilszeit. 6~ Jahrhundert v.Chr., BE 7, Stuttgart u.a~ 200 I, 220; vgl. seine Position
zur Verfasserschaft des "deuteronomistischen Geschichtswerks~' (214).
so Vgl. dazu Otto: Deuteronomium im Pentateuch, 111-129.
SJ Kratz: Komposition, 166; vgl. auch G.N. Knoppers: Solomon's Fall and Deuteronomy,
in: L.K. Handy (Hg.), The Age of Solomon. Scholarship at the Turn of the Millenium,
SHCANE 11, Leiden u.a. 1997, 392--410, 402f.
Das Deuteronomium innerhalb der .. deuleronomislischen Geschichtsweru" 205

Was als Bewertungskriterium in den Königsrahmen angeführt wird, ist nicht


explizit Dtn 12, sondern bei den SüdreichskönigenS2 in der Reg,el das Verhalten
des Vorgängers - und.! oder der Vergleich mit David (1 Kön 3,3; 15,3; 2 Kön
14,3; 16,2; 22,2) -, bei den Nordreichskönigen das Verbleiben auf dem Weg
Jerobeams I. Der Sache nach ist das natürlich die Kultzentralisation, aber eben
nur der Sache nach.
Hinzu kommt, dass das Kriterium von Dtn 12 in den deuteronomistischen
R,eflexionspassagen der Bücher Jas und Ri keine Rolle spielt und somit der re-
daktionelle Zusammenhalt zwischen Dtn und den Königebüchern fehlt. Das
aber deutet darauf hin, dass die ältesten Königsbeurteilungen Dtn 12 literarisch
noch nicht kennen, schon gar nicht als Kopfstück in ein und demselben literari-
schen Werk. Es wäre sogar zu prüfen, ob Dtn 12 diese Königsbeurteilungen
voraussetzt S3 und sie im Sinne eines zu befolgenden "Hauptgebots" allererst
systematisiert Der literarische Horizont der ältesten Königsbeurteilungen reicht
jedenfalls nicht über Sam - Kön hinaus S4 , wie übrigens auch schon das berühm-
te doppelte Thema des deuteronomistischen Geschichtswerks nach Frank
Moore Cross ss , die Dynastieverheißung an David und die SOnde Jerobeams, das
sich ebenfalls auf Sam - Kön beschränkt.
Erst auf der Ebene des Ersten Gebots stimmen die Fonnuliemngen in den
Vorderen Propheten nun eben auch inklusive Jos und vielleicht Ri, mit denen
t

im Deuteronomium überein und d,euten entsprechend auf eine literarische


Vernetzung hin, die dann aber wahrscheinlich auch bereits schon über Dtn
zurück zumindest bis Ex reicht, da das Dtn zum einen zwar syntaktisch~ aber
sachlich keinen befriedigenden Anfang bietet, zum anderen aber auch - wie o.
11. dargestellt - prominent "dekalogisch" auf den vorlaufenden Erzählkontext in
Ex - Num abgestimmt worden ist.
Am Ende dieser Entwicklung kann schließlich explizit auf das "Gesetz
Moses" o.ä. rekurriert werden (Jos 8,31 f; 23,6; 1 Kön 2,3; 2 Kön 14,6; 18 6; t

21 t 8; 22,8-13; 23,25). Hier liegt das geschriebene Gesetz als Maßstab zugrun-
de, gemeint ist damit die gesamte Tora~

52 Negativ beurteilt werden von den SOdreichskOnigen nur Joram und Ahasja (2 KOn
8~ 18+27), weil sie mit Ahab velWandt waren und sich auch entsprechend verhielten.
53 Diese Möglichkeit legt sich besonders dann nahe, wenn man - wie o. erwogen - die
Königsbeurteilungen in ihrem Grundbestand noch kOnigszeitlich ansetzt Die tenninologische
Inkongruenz zwischen Dm 12 und den Königsbeurteilungen erkllrt sich jedcnfaHsplausibler,
wenn man Dm 12 als nachträgliche juristische Systematisierung des dortigen Grundgedankens
in eigener Sprachgestalt begreift und nicht annehmen mu.ss, dass die Königsbeurteilungen in
tatsächlicher Kenntnis der Bestimmung Dtn 12 deren Formulierung nicht berücksichtigt hltten+
Eine ähnliche relative Bestimmung von "deuteronomistischen Texten~' in ·Sam-KOn und Dtn
12 nimmt R.E. elements, The Deuteronomic law of ,centralisation and the catastrophe of 587
B.C, in: J. Barton/ DJ. Reimer (Hg.). After the exile. Essays in honour of Rex Mason Macon
t

1996, 5-25 (vgL bes. 13f) vor. allerdings mit Option fUr eine exiliscbe Ansetzung vonDtn 12.
54 VgL Aurelius: Ursprung (ZThK 2003). 3fmit Anm.6 (Lit)~
55 Vgl. Cross: Th,emes.
206 KOnTad Schmid

2. Wer ist überhaupt unter die Schuldigen zu zählen?

In den Geschichtsbüchern sind vier Hauptperspektiven zu erkennen, die sich


abbreviatorisch wie folgt umreißen lassen: Die Schuld fUr die Katastrophe tra..
gen erstens die negativ beurteilten Könige S6 , zweitens alle Könige S7 , drittens
das Volk sS und viertens allein Manasse S9 •
Die erste Perspektive ergibt sich aus den Königsbeurteilungen insgesamt:
Die Königebücher nennen positiv und negativ beurteilte Könige und die zweite
Gruppe scheint den Ausschlag zum Gericht gegeben zu haben. Das Volk spielt
hier durchaus auch eine Rolle, weil es sich von den Königen verführen lässt
bzw. von ihnen nicht abgehalten wird, aber es ist kein autonomes Handlungs-
subjekt
Die zweite Perspektive begründet sich von den Beurteilungen der letzten vier
Könige Judas in 2 Kön 23,26-25,30 her. Die hier vorgetragenen Urteile unter..
scheiden sich, wie Vanoni herausgestellt hat, sprachlich wie sachlich von den
übrigen Königsbeurteilungen60 . Besonders bemerkenswert ist, dass das durch-
gängig negative Urteil gefolgt wird vom Refrain: "ganz wie seine Väter getan
U H
hatten (23,32.37; vgl. 24,9.19 "ganz wie sein Vaterl Jojakim getan hatte ).

Damit wird ein Pauschalurteil über die Könige insgesamt anvisiert und das
negative Urteil auf alle Könige ausgedehnt.

56 D.h. alle Könige des Nordreichs sowie des SUdreichs. dort aber mit Ausnahme von Hiskia
(2 Kön 18,-2-7) und Josia (2 Kön 22, I f), eingeschränkt auch Asa (] Kön 15,·] I ~ J5), J085 (2
Kön 12,1-4), Asarja (2 KOn 15,1-4) und Jotham (2 Kön 15,32-35).
S7 2 Kön 23,31 f; 2 Kön 23,36f; 2 Kön 24,8f; 2 Kön 24,17-20; s. dazu u. Anm. 60.
SB I KOn 9,6-9; 2 Kön 17,7-20.
59 2 Kön 23,26; 24,3; vgl. 2 Kön 21 t 1-18.
60 G. Vanoni: Beobachtungen zur deuteronomistischen TenninoJogie in 2 Kön 23,25-25,30,
in: N. Lohfink (Hg.), Das Deuteronomium. Entstehung, Gestalt und Botschaft, BEThL 73,
Leuven 1985, 357~362. Aurelius (Zukunft, 45-47) bestreitet mit Verweis aufT. Römer (Israels
Vater. Untersuchungen zur Vaterthematik im Deuteronomium und in der deuteronomistischen
Literatur, OBO 99. Fribourgl Göttingen 1990, 284), dass sich die letzten vier Beurteilungen von
den vorangehenden absetzen und dass 2 Kön 23,32.37 als Pauschalurteile zu verstehen seien~
Doch unter den in Frage kommenden Belegen findet sich nur einer, der genau entsprechend 2
Kön 23,32.37, nimlich mit n Vltem im Plural fonnuliert ist: 2 Kön 15,9. Eben hier macht diese
U

Fonnulienmg auch im Besonderen Sinn, denn in 2 Kön IS,9 wird Sacharja als letzter Vertreter
der Jehu-Dynastie in Blick genommen (s~ Aurelius selbst, 46). Entsprechend thematisieren 2
Kön 23,32.37 die David-Dynastie insgesamt. Das erklirt wahrscheinlich auch die abweichende
Fonnulierung bei Jojachin ("sein Vater" 24,9) und Zedekia (nJojakim" 24~ 19), die nach dem
Antritt der Weltherrschaft durch Nebukadnezar nicht mehr als vollgÜltige Vertreter der David-
Dynastie gelten können (vgl. entsprechend den Abbruch der Davidsdynastie im 4.15. Jahr
Jojakims in Jer 36,29-31 und die gleichzeitige Übertragung der Weltherrschaft an
Nebukadnezar in Jer 2S,I.9 [nNebukadnezar, mein Knecht"), s. dazu Schmid: Buchgestalten,
226). Zu L. Camp, Hiskija und Hiskijabild. Analyse und Interpretation von 2 Kön 18-20,
Münster 1990, 17-21 vgl. B. Lehn art, Prophet und König im Nordreich Israel. Studien zur
sogenannten vorklassischen Prophetie im Nordreich Israel anhand der Samuel-, EI ija- und
ElischaUberliefenmgen, VT.S 96, Leiden! Boston 2003, IOf Anm. 16.20.
Das Deuleronomium innerhalb der IIdeuteronomülischen Geschichtswerke" 207

Die dritte Perspektive, die das ganze Volk in die Verantwortung zieht, wird
innerhalb d,er Geschichtsbücher vorbereitet durch Ex 32, die "frühestens exi-
lisch[e]"61 Erzählung vom Goldenen Kalb, die die "Sünde Jerobeams~' auf
Aaron als Anstifter, aber auch deutlich auf das als ganzes mitschuldige Volk
transferiert 62 , findet sich dann in den Reflexionsstücken in Jos und Ri und lässt
sich schließlich wieder breit in I Kön 9,6-9 sowie V.8. in 2 Kön 17,7-20 bele-
gen, wo vorlaufend zur älteren Perspektive in 2 Kön 17,21-23, die den Unter-
gang des Nordreichs auf die Sünde Jerobeams zurückfilhrt, nun darüber hinaus
Israel als Volk beschuldigt wird. Außerdem gehört auf diese Stufe die Ein-
tragung von Juda in den Königsrahmen von Rehabeam in I Kön 14,21 f: "Reha-
beam aber, der Sohn Salomos, war König Ober Juda geworden. 41 Jahre alt war
Rehabeam, als er König wurde~ und siebzehn Jahre regierte er in Jerusalem [...]
Und Juda (LXX:. Rehabeam63 ] lai. was JHWH missfiel [.,.lu, Beim ersten Süd-
reichskönig Rehabeam wird also nicht der König, sondern das Volk beurteilt,
was deutlich macht, dass hier - vom Leseablauf her offenbar überlegt am
Anfang positioniert - über den König hinaus ganz Juda in die Verantwortung
genommen wird.
Die vierte Perspektive schließlich, die Manasse allein verantwortlich macht
filr die Katastrophe, ist ein Sonderfall: Es handelt sich bei den entsprechenden
Stücken in 2 Kön 21-24, wieandemorts zu zeigen versucht worden ist64 , um
Einträge einer "golaorientierten" Redaktion, die sich ähnli'ch auch in Jer und Ez
betätigt hat 65 : Sie sieht in den Ereignissen von 597 v.Chr. das entscheidende
Gericht und begründet dieses exklusiv mit den Sünden Manasses (2 Kön 24,30,
was sich bruchlos in die Bedürfnisse der ersten Gola einpasst: Das Exil ist nicht
Strafe für eigene Schuld, sondern deportiert wurden die "guten Feigen" von Jer
24.
Diese vier Perspektiven, die nach denVerantwortungsträgem unterscheiden,
lassen sich nun wiederum auf die Frage nach dem zugrunde liegenden Maßstab
zurückbinden. Es scheint einigermaßen deutlich, dass die ersten beiden
Perspektiven der Sache nach auf der Kultzentralisation basieren, während die
dritte Perspektive deutlich das Erste Gebot voraussetzt. Das gilt auch für die
vierte Perspektive; di,e Schuldzuweisung an Manasse, den Sündenbock der go-
laorientiertenTheologie in den Königsbüchern, weist aber zudem auffällige in-

61 J.C. Gertz: Beobachtungen zur Komposition und Redaktion in Ex 32-34, in: E. Bluml M.
K.öckert (Hg.), Gottes Volk am Sinai. Untersuchungen zu Ex 32-34 und Dtn 9-10, VWGTh 18,
Gütersloh 200 l.~ 88-106,98.
62 Vgl. Genz: Beobachtungen, 99.
63 Mit M. Noth (Könige, I. Teilband, BK lXII, Neukirchen-Vluyn 1968, 323) kann man
envägen: ,,Am wahrscheinl ichsten hat hinter WJ):'" kein Subjekt gestanden; daher sind sekundär
verschiedene Subjekte eingesetzt worden. G hat sachHch richtig erglnZt.&&
64 Vgl. Schmid: Bib. 1'991 87-99.
t

6S Vgl. grundlegend K.-F. Pohlmann: Studien zum Jeremiabuch, FRLANT 118, 'GlSttingen
)978, ferner Schm id: Buchgestalten, 253-269.
208 Konrad Schmid

tertextuelle Verbindungen zum Moabbund von Dtn 29 aufti6• In der Gerichts-


begründung 2 Kön 24,4 heißt es, dass JHWH Manasse "nicht vergeben wollte"
("'0" :1,;" ,,~t' "'). Diese Formulierung hat in Dtn 29,19, wo Manasse wegen
der mosaischen Fiktion allerdings nicht namentlich genannt sein kann, eine sig-
nifikante Parallele und ist dort wahrscheinlich von vornherein auf Manasse hin-
geschrieben67 .
Für die Tora-Perspektive von 2 Kön 18,(5-) 12, die Israel am mosaischen
Gesetz misst, hat Aurelius zeigen können, dass diese eine Eröffnungsszene in
Ex 19,3 b-8 hat 68 , die Israel zum einem Volk von "Priestern" erklärt69 .
Ausweislieh des Kontextes geht es darum, dass alle Israeliten in die priesterli-
che Verantwortung hineinrücken, es gibt in dieser Sicht auch keinen anderen
König über Israel als JHWH selbst. Der Tara ist also jeder Einzelne als Glied ei-
nes "Königreiches von Priestern" verantwortlich.

W. Zusammenfassender Ausblick

Welche vorläufigen Auswertungen und Ausblicke lassen sich nun - in aller


Knappheit - ziehen?
I. Die fixeste Anbindung des Dtn im vorlaufenden Kontext ergibt sich über
die Doppelüberlieferung des Dekalogs sowie Dtn 1,5 + 4,I.5f: Das Dtn ist mo-
saische Auslegung der Sinaigesetzgebung. Die sachliche Identität von Sinai-
und Ostjordanlandgesetzgebung wird über die heiden Dekaloge gesichert. Die
diachrone Einordnung ihrer redaktionellen Kontexteinbindung ist gegenwärtig
umstritten und muss vorerst offen bleiben70 •
2. Gegen hinten zeigt sich, dass die ältesten Königsbeurteilungen zwar der
Sache nach an der Zentralisationsforderung messen, literarisch aber das Dtn

66 Vgl. zu Dtn 29 jetzt E. Otto: Deuteronomium im Pentateuch, 129-155; ferner N. Lohfink:


Der Bundesschluß im Land Moab. Redaktionsgeschichtliches zu Dt 28,69-32,47, BZ N.F. 6
{1962) 32-56, wieder abgedruckt in: ders.: Studien zum Deuteronomium und zur deute-
ronomistischen Literatur Ii t SBAB 12 t Stuttgart 1991, 87-106; A. Rofe: The Covenant in the
Land of Moab (Dt 28.69-30,20): Historico-literary, Comparative, and Formcritical Considera..
tions in: N. Lohfink (Hg.). Das Deuteronomium. Entstehung, Gestalt und Botschaft, BEThL
t

68, Leuven 1985, 310-320; A. Cholewinski: Zur theologischen Deutung des Moabbundes, Bib.
66 (1985), 9~ 111.
67 Weiter flUt auf, dass das Lexem m1C t,wegwischen u von Dtn 29,19 an in Jos - 2 Kön bis
auf die Belege Ri 21,11 (Benjamin aus Israel) und 2 KOn 14,27 (Name Israels) prominent erst
wieder in der Manassepassage 2 KOn 21 10-15, in 21, 13, vorkomm~ dort aber gleich dreimal
t

(Jerusalem wird wie eine SchOssei "ausgewischt'). Manasses SUnden setzen zwar auch klar das
Erste Gebot voraus, offenbar aber wird Manasse noch zusltzlich als derjenige gezeichnet, der
den Moabbund von Dtn 29 bricht.
68 Vgl. Aurelius: Zukunft, 95-110.141-168.
69 Zur weitgreifenden Diskussion um den singularen Ausdruck C'li'~ ro"oo vgl. AureJius:
Zukunft, 146-149 (Lit.).
10 S.o. Anm. 23.
Dm Deuteronomium innerhalb der " deuteronomistischen Geschichlswerke 4' 209

noch nicht zu kennen scheinen. Man kann vielmehr umgekehrt vermuten. dass
das Dtn mit der Zentralisationsfordenmg aus den Königsbeurteilungen heraus
entwickelt worden ist 71 • Literaris,che Verbindungen zum Dtn lassen sich erst
über den Maßstab des Ersten Gebots und im Gefolge dann über die "Tora des
Mose beobachten.
U

3. Die literarischen Verbindungen des Dtn nach vorne und nach hinten er-
geben sich aufflilligerweise über ein- und denselben Maßstab, nämlich den
Dekalog. Das weist darauf hin, dass das Dtn bei seinem literarisch,en Einbau in
die Geschichtsbücher von vornherein gleichsinnig, nämlich "dekalogisch", auf
den vorwärtigen wie auch rückwärtigen Kontext abgestimmt worden ist und vor
allem, dass es - entgegen d,er klassischen Theorie eines s,elbständigen Werkes
Dtn- 2 Kön - bei der redaktionellen Einbindung des Dtn in seine literarische
Umgebung wahrscheinlich eben auch von vornherein einen vorwärtigen Kon-
text gegeben hat (Ex - Num; später Gen - Num), zumal das Dtn keinen
sachlich suffizienten Erzählanfang bietet72.
4. Bezüglich der These eines "deuteronomistischen Geschichtswerks"7) ist
angesichts dieser Überlegungen deutlich festzuhalten dass diese nur im Plural
t

richtig ist. Es gab verschiedene ,..deuteronomistische Geschichtswerke u im


Enneateuch: In Umrissen kann man ein erstes "deuteronomistisches 'Geschichts-
werk" in Sam - 2 Kön erkennen, das sachlich (noch nicht sprachlich von Dtn
12 her) von der Kultzentralisation in Jerusalem bestimmt war. Ein weiteres
"deuteronomistisches GeschichtswerkU ist in Ex - Jos + Sam - 2 Kön auszu-
machen, das vom Ersten Gebot bestimmt ist un,d durch die literarischen Bögen
Ex 32/1 Kön 12 sowie die thematische Reziprozität ,,Auszug aus Ägypten" und
"Rückkehr nach Ägypten" in 2 Kön 25,26 ("From Egypt to Egypt"74) theo-
logisch qualifiziert wird, und man kann schließlich ein drittes "deutero-
nomistisches'" - nunmehr sicher nachpriesterschriftliches 7s - nGeschichtswerk'~
in Gen - 2 Kön bestimmen, das bereits von der Vorstellung der "Tara des
Mose" beherrscht ist, die es in der Geschichte zu beachten gilt, und das lite-
rarisch eine Großinklusion von Joseph in Ägypten auf König Jojachin an der

71 S.o. Anm. 53.


72 Vgl. o. Anm. 14.
73 Vgl. zur Forschungsgeschichte Römerl de Pury: Histoire de la recherche. 9-120; G.N.
Knoppers: Introduction, in: Reconsidering Israel and Judah. Recent Studies on the Deutero-
nomistic History, Winona Lake 2000. 1-18; ders.: Is There a Future For the Deuteronomistic
History? in: T.. Römer (Hg.), The Future of the Deuteronomistic History, BEThL 97, Leuven
2000. 119-134; W. Dietrich: Art. Deuteronomistisches Geschichtswerk.
74 Vgl. R.E. Friedman: From Egypt to Egypt Dtrl and Dtr2, in: B. Halpeml J.D. Levenson
(Hg.), Traditions in Transformation: Turning Points in Biblical Faiths, FS F.M. Cross, Winona
Lake 1991. 167-192
7S Vgl Schmid: Erzvater und Exodus. "Nachpriesterschriftlich" ist hier zu verstehen als
zeitlich nach dem Einbau von "P'~ in ihren narrativen Kontex~ damit einen weiteren Schritt
später als die Entstehung von n~~ selbst.
210 Konrad Schmid

Tafel des babylonischen Königs Amel-Marduks schlägt, mithin eine Dia-


sporatheologie für Israel vertritt.
5. In literatur- und theologiegeschichtlicher Hinsicht lässt sich rür den
Funktions- und Gestaltwandel des Dtn innerhalb von Gen - 2 Kön umrisshaft
folgender Prozess erkennen: Das (monoJ·ahwistische 76 ) "Urdtn" in Dtn *6-28
setzt möglicheIWeise das älteste Hdeuteronomistische Geschichtswerk" in Sam-
Kön bereits voraus und bringt dessen implizites Kriterium in Dtn 12 theo-
logisch auf den Punkt?7, verbleibt aber vorerst literarisch unverbunden neben
Sam - Kön. In der Gestalt von (mindestens) Dtn .5-30 78 wird das Dtn
Bestandteil eines größeren "deuteronomistischen Geschichtswerksu *Ex - 2
Kön 79 und ist sachlich vor allem durch den vorlaufenden Dekalog Dtn 5 be-
stimmt (der mit dem Verbot der Verehrung anderer Götter diese nicht negiert,
sondern vorausse~ also mono/atrisch gedacht ist), der nun - aber eben erst
jetzt - auch die Binnenstruktur des Dtn redaktionell prägt80. Die Vorschaltung
von Dtn 4 schließlich reflektiert auf einen Großkontext Gen - 2 Kön, hier wird

76 Vgl. nach wie vor p~ Höffkcn: Eine Bemerkung zum religionsgeschichtlichen


Hintergrund von Dtn 6,4, BZ 28 (1984), 88-93, gegen die Dtn 6,4 und J. Gebot sachlich identi-
fizierende Auffassung von T. Veijola: Das Bekenntnis Israels. Beobachtungen zur Geschichte
und TheoJogie von Dtn 6,4-9, ThZ 48 (1992), 369-381; ders.: HOre Israel! Der Sinn und
Hintergrund von Deuteronomium VI 4-9, VT 42 (1992). 528-541, die zwar rezeptionsge-
schichllieh wirksam geworden ist, nicht aber den Primärsinn von Dtn 6,4 triffl. Die von Veijola
genannten Argumente gegen ein monojahwistisches Verständnis von Dtn 6 4 Überzeugen nicht:
t

Dass die KultzenttaJisation nirgends explizit mit dem Wesen des einen JHWH begründet wird,
ist zu vernachlässigen gegenüber der Tatsache, dass der Monojahwismus von Dtn 6,4 theolo-
gisch bestens zur Kultzentralisation passt der sonst eine entsprechende konzeptionelle
t

Untermauerung fehlen würde. Dass der Monojahwismus von Dtn 6,4 wirkungsgeschichtlich
nicht weitertradiert worden ist, ist nach der Vorschaltung des l. Gebots in Dtn 5 auch nicht zu
erwarten. Aurelius (ZThK 2003, 5-7) bestimmt zwar die religionspolitische Pointe von Dtn 6,4
richtig, bleibt aber merkwOrdigerweise bei Veijolas Obersetzungsvorschlag mit zwei Nominal-
sätzen stehen, obwohl dieser diese Pointe gerade nicht deutlich herausstreicht und zudem den
Oblicherweise appositionellen Gebrauch von Uil'M im deuteronomistischen Schrifttum gegen
sich hat (von Aurelius [5 Anm. 9] unnötigerweise relativiert). VgL insgesamt die trefflichen
Überlegungen bei J. Pakkala: Intolerant Monolatry in the Deuteronomistic History, SESJ 76,
Hel~inkil Göttingen 1999 t 73-84.
77 S.o~ Anm. 53.
78 Vgl. Schmid: Erzväter und Exodus 164f.
t

79 Mit Beginn in Ex 2, vgl. Schmid: Erzväter und Exodus, 152-157. Vgl. zur AMahme ei-
nes Großzusammenhangs Ex - 2 Kön jetzt auch die Beschränkung von "KD" bei E. Blum: Die
literarische Verbindung von Erzvätern und Exodus. Ein Gespräch mit neueren Endredak-
tionshypothesen in: J.C. Gertz u.a. (Hg.), Abschied vom Jahwisten. Die Komposition des
t

Hexateuch in der jüngsten Diskussion, BZAW 315 Berlinl New Vork 2002. t 19-156, auf Ex--
t

Dtn (+ "DtrG u ; vgl. ders., Studien zur Komposition des Pentateuch, BZAW 189, Berlin/ New
York 1990~ 107-110, was auf einen literarischen Gesarntzusammenhang -Ex - 2 Kön hin-
auslauft); s. auch Kratz: Komposition, 33 I (nEx 2 - 2Reg 2SU
).

10 Vgl. Otto: Deuteronomium im Pentateuch, 115 <"DtrD").


Das Deuteronomium innerhalb der .. deuteronomistisehen Geschichtswerke" 211

nun das Dtn - im sachlichen Gefolge der Priesterschrift81, die in Dtn 4 voraus-
gesetzt und verarbeitet ist 82 - zu einem strikt monotheistischen Maßstab. Die
jetzt vorliegende textliche Sequenz Dtn 4-6 ist also in umgekehrter Reihenfolge
transparent sowohl auf die entstehungs- als auch auf die theologiegeschichtliche
Prägung des Dtn in seinen Kontexten 83 •

81 Vgl. zu ihrer elementar monotheistischen Argumentation, namentlich über ihren


Gebrauch von undetenniniertem C'il"M als Eigennamen, A. de Pury: Gottesnamc. Gottes-
bezeichnung und Gottesbegrjff. E/ohim als Indiz zur Entstehungsgeschichte des Pentateuch. in:
J.C. Gertz u.a. (Hg.), Abschied vom Jahwisten. Die Komposition des Hexateuch in der jl1ngsten
Diskussion, BZAW 315, Berlin/ New Vork 2002,25-47; K. Schmid: Differenzierungen und
Konzeptualisierungen der Einheit Gottes in der Religions- und Literaturgeschichte Israels.
Methodische, religionsgeschichtliche und exegetische Aspekte zur neueren Diskussion um den
sogenannten nMonotheismusu im antiken Israel in: M. Oeming/ K. Schmid (Hg.), Der eine
9

Gon und die Göner. Polytheismus und Monotheismus im antiken Israel, AThANT 82, ZÜrich
2003, 11-38, 28-38.
82 Vgl. E. Otto: Deuteronomium 4: Die Pentateuchredaktion im Deuteronomiumsrahmen,
in: T. Veijola (Hg.), Das Deuteronomium und seine Querbeziehungen, SESJ 62, Helsinkil GOt-
tingen 1996, 196-222; ders.: Deuteronomium im Pentateuch, 168f.
83 Dazu filgen sich zudem fllr die theologiegeschichtliche Profilierung der jeweiligen
Kontexte des Dtn die sachlichen Ausrichtungen der Erzlhlanßnge, die die Leseperspektive fllr
das Nachfolgende bestimmen: Gen-2 Kön beginnt in Gen I (aufgenommen in Dtn 4) mit einer
universal-monotheistischen Argumentation, -Ex ~ 2 Kön setzt in Ex -2-4 mit einer partikular-
monolatrischen Perspektive ein, während der Auftakt von Dtn ·6-28 entsprechend Dtn 6,4 mo-
nojahwistisch konzipiert ist
Stellenregister
(in Auswahl)

Genesis 28,,4 190 12, I-I 3... 91 .104. I 19


32,33 17 12,6... n 93.104
•••••••••

1-11 28.34.102 33,18-20 30 12, 12-20 118


t 199.211 3S,7 ' '..'.. 69 12,14 46.49.71
1,4.6.7 104 35,11 101 12,14-20 9].104
1,14.18 104 35,12 190 ................... 117.119
1,28 101 36,8 u •••••• 127 12,15 48.114
2-3 + 34 36,31 2. 17 12,17 188
3t,8 .•... ..............• I 02 36,43 105 12,19 48.1 14
5' t I ••. ...•. ..••.......• 15,3 40,15 17 12,21 67.93
5,22.24 102 48,4 101 12,21-23 90
6--9 ... ................. 19S 50,10f. 18 12.,41 82
6,9 ' 102 50,25 193 12,43-49, 117.118
6,9-13 191 12,48f ]20
7,13 u •••••••• 188 12,51 188
9, I , ' 101 Exodus 13f 195
9,2 103 13,1 14]
9,7 101 1,S 60 13,1-16 8.36-55
12,'6 2.11 1,7 10,1 13,6 , 71
12,7 182 2,1 77 13,19 193
12,7f 180 2,23-25 195 14,1 141
13,4 180 3,1 57.59 15-18 121
13,8 180 3,16.18 67 15 51
13,10 182 3,18 58 I S, 1 130
13,17 17 1, 19 ................. 182 15,20f 69
IS 17 4,4 142 15,21 130
I7........... 17. I02. I 10 4, 1sr 130 16,1 58
17,6. .. .. .... . ....... 101 4,27 47 16, 11 , 141
17,7 u l01.110 4,30 182 16,17f 143
17,8 105.188.190 S,3 58 J7,1-7 )87
17,14 118 5,4 76 11,6 , 57.59.67
17,20 101
0 ••••••• 6.2-9 190 17,8-16 61
17,23.26 .. .......... 188 6,4 .............. I0 1. 190 17,14 17.153
18,25 164 6,5 , 110 18 8.,56.60
20) 13 69 6,9 190 18, I ' 58,
22 180 6,10 141 18,2 ff. 58.60
23,4.9 0'" lOS 6,14-27 78.133 18,5 57.58
23,20 lOS 6,29 141 18,12 58.67
26,4 101 7t 7 186 18,13-27 58.60.67
26,24 0 •••••• 101 8,13-14 52 ........................... 125
25,45 110 9,10.19.22.2S 52 18,27 59.125
26,S 66 9, 12 18S 19-34 8
28 t 3 101 12 45.47.104 19-23 154.157
SleJlenregisler 213

19-24 179 23, I5. ............. 47.90 30.15 143


19 ' '. '. S6 23,16 46.58.89 30,17-21 118
19,1 ,.S8f 23, 19 89 30,22. ........ .... 141
19,2 S8f 23,20ff. 194 31,1 141
19,3 H S8f
••••••• 23,2) u ••••• 149 31,2 68,
19,3-8 62.70.110 24 S6.1 54-1 S9 31,3 186
......... ' ' ~ ' '. '..•2:0,;8 24,1-8 u. 111 31,12-17 117.118
19,5-8 1S6 24,1-11 110 ................... 120.198
19 ~6 62.131 24, If 60.67.68 31,13fT 117
19,9, 63 24,3-8 59fT.72 31, 13 120
19 11
t S8f 24,3 65 .198, 31 14t 120
19,16 , S8 24,4.7 15.16 31, 16f 120
19,18 .. S8f
u ,• • • • • • • • • • • • • 24,4 65.1 S3 31~18 16.58.59
19,19 , S8 24,S 58 .................63-69.74
19,20 S8f 24,7 4.7.161.198 ............ ]53. 157-160
19,23 S8f 24,8 65 32-34 6If
20-24 , 21 24,9 58 32 26.56.78
20 12.26.39 24,9-11 60.63.67 + I"207.209
.. , , 47.198 ...........................68 32, 1-6 64 .69-72
20,2-1 7 62.96-98 24, 12-18 63-69 " + ,11 • '• • • '. '. '. ' '.+. 74
+ " ••

.................... 156.199 24,12 16.64.74 32,4 97.145


20,2--6 204 ........................... 1;53 32,7-8 69.72
20,3.4 70 24,13 57.74 32,7-35 nff
20,8, 120 24, 14 68 32,7-15 72ff
20,17 51 24, 14 f , 60 32,8 72.97.145
20,18-21 62 24, 16-18 S8r 32,9' 73
20,18 71 24, 18 63.64.69 32, I0 1

74
• • • • • • • • • • • • • • • • • •

20,22-23,33 22.32 25-31 129.157f 32,11-14 74-75


................ 105.156.198 .................. 178.198 32,1 S 74
20,22f 65.70 25 127 32, I sr 65.66. 153
20,23-26 +.84 25,1 141 32,16 16
20,23 70.72 25 8t 70 32,17-18 74
20,24-26 11.179 25, 10.............. 77.78 32,19-20 75-76
21, 1-18 22 25, 16 66. 160 32,20 74.75.76
21 , 1 6S .98 25,21 77 32,21-25 76
21,2-11 53.84.86 25,22 198 32,21 71. 76
...................... 87.88 25,30 100 32,23 70
21,2--6 83 27,20-21 100.118 32,26-29 77.78. J28
21, 11 83 28,1 58 32,29 66
21,28 46 28,lff 70 32,30 71.76
22, 19 72 28,3 186 32,30-34 74-76.19
22,24 81 28,41 77 32,31 71.76
22,30 94.103 29 S.I 00 32,32f 153.1 S8
22,31 104 29,9 , 77 32,35 70.76.77
23 ' , 47 29,42 , 28 33, I 79
23,2-11 83 29,43--46 28.68 33,3.S 73
23 t 10-19 40 ........................ 129 33,6 , 57
23, I0-11 83.84.85 29,45-46 102 33,7-11 79.129.130
...... I 8,8
' 29,46 187 13.11 6,7.68
23, 13-19 84 30, 11-16 158 33,14 ,80
23,14-17 88 30,11.17 n 141 34 41 f.47.48
214 Ste/lenregisler

..................... 79.111 6-7 65 8,26 85


34,1 16.78.79 6,9-11 1.00 9 47.83
.................. , 153 6,19-23 100 9,2 94.96. 116
34,2.4 S8f 7,6 100 9.3-4 96-98
34,4-5 78.79 7,11-22 100 9,3 107. 120
34.7 76 7,15 100 9,4 J45
34.1 Off 194 7.,19-36 118 9,5-8 100
34.10-16 40 7,26 121 9,8 120
34.11-26 40 7,38 58 9,11 98
34,14-26 97.98. lOS 8-9 129 9,11-18 98
34.18 47.90 8 5.100 9,12 120
34.19-20 50-53 8,2.7 100 9,14 107
34 22
t 46 8,4 70 9,15 164
34,24 148 8,12 ' 100 9,19 85.95.1 05
34,25 90 8,33 77.78.100 9,20-22 ..95.96.100.
34,26 89 9 ,.,., ,., , ~ S ............ 103. 104. I 06
34,27 1S.16. 153 9,2 71 1'9,23-25 0+ 98
34,28 16.67.153 9,4 93 19,27 H 78 •••••••

34,28-29 79 ·9,7.8 71 19,30 97.120


34,29· S8f 9,23-24 58 19,32 107
34,32 58f.198 9,24 186 19,35 107
34,34 198 10, I 155 19,36 87.107
35-40 129 10,1 ff 58 19,37 85
35,1-8.14-15 30 10, 1-11 133 20,1-8 94.95
35,1-3 118.19'8 10,8-11 118 20,2-5 I ]4
3S, 1 70 lOt9f 78. 12 I 20,3 120
35,4ff 198 10. 10-11 119 20,8 85.120
35,22 70.71 11-15 65.100 20,9 107
35,) I 186 .................. 101.119 20,10 98
37, I 78 11,39.40 103 20,22 26 94.95
39,30 153 11,43--45 117.118 ............ 104.112.116
40 S ............... ; 119 20,22 85
40,1 141 15,31 118 20,24-26 119
40,33 186 1·6.................•.... 100· 21 f 99
40,34f 77.175 16,1-28 - 119 21 ,1-15 . 9q. 100
16,29-34..,. .. 117.118 21,1-4 78
.... , 119 21,2 97
Leviticus 16,31 + ••••••••••120 21,6 120
17~26 15.31 21,8f 120
J-7 I00. 129 ................... 81-122 21, 10 100
1,1 5.6.65 17 91-94 21,13f 78
1,'2 98 17,7 121 21 t1 S 120
3,16f 18 17, 13-14 103 21,16-23 H •••••• 100
3,17 21 I. 7 t 16.. ............... 103 21,23 120
4, I 41 18.1-5 94.95 2 I, I7.2 I 99
St14 41. 18,4 ' 85 21,21 105
5,16 00 18,7-17 96 22,2 + 120
5,20 41 18,9-13 95 22,3-4 99
5,21. 03 18,21 120 22,4-14 100.1 01
5,25-26 104 18,24-30 94.95 22 ,4- S••.. + • • • •• • • • • • 10 I
6, I 141 .................. I 12.116 22,S + •••• 108
Ste//enregister 215

22.8 78 2S,SS IOS.112 I, 16 142


22,9 120 26 8. 10 I. 102 I t I9 S8
22, 10 117 ............. 103.106.108 1,47 142
22, I sr 120 ............ 110.111.11 S 1,48 142
22,33 87 26, 1 97. 145 3, 1 S8
22,28 45.46.48 26,2 97.120 3,4 58.1 55
22,29-30 100 26,3 110 3,S 142
22,32 120 26,3-13 102.109 3,11-13 118
23 88-91 . 110 ."' 111 3,13 120
......................... .115 26,4-10 lOS 3,14 58
23,3 120.121 26,4-6 109 3,40-5 I ........ 118
23,5-8 104. 119 26,9 101 3,41 120
23,9-22 105 26,IIf 101.102.146 5---6 133
23,10 96 " .. ""' .. 4.",, 147 5.11-26 158
23,14 121 26,13 87.101.109 5,11-31 121
23.21 121 26,14-39 102 5,23 HIS 3. I S8
23,24 119 26, 14 ff. .............. I1 1 5,29f 65
23~6-32 119 26,15 l46f 6,1-21 121
23,27 88 26, 16 102 6,13.21 6S
23,31 .121 26, 17 107 6,22-27 . H 134
••••••••••

23,32 120 26.18-33 109 7-9 133


23,39--43 .115 26,19 t 07 7 I!I 106
23,41 71.121 26.22 108 8, 14-19 .... ......... 118
23,43 87 26,25-26 108 9 47
24,1-3 118 26.29 108 9.1-14 106.118
24,2-4 100 26,30 108.139.146f 9.1.5 58
24,3 121 26,31 108 9.10-14 171
24,5-9 .100 26,32 )08 9.13 f. .......... 120.121
24,10-23 98 26,33 108 10-32 124
24, 11. 13 99 26,34-36 112 10, 1-1 0 ........... ... 118
24.17.20f. .108 26,38 109 10.8 121
24,23 99 26,39................. I09 10, I0 120
25 84-88. 113 26,40--45 111 10, I 1-20, 12 ....... 191
................................. 114 26,40 109 10. 11-12 126
25,1-7 1OS. 106 26,41 109. 110 10,12 58f
2 S, 1 58 26,42-45 110.111 10,29-14,45 9
25,2 96 26,43 I46f 10,29 59
25,2 ff 98 26,4 S 87 10,29-32 125.126
2S,4 120 26,46 6.21.65 10.33 125
25,6 .117 ..............81.106.111 10.35f 125
25,8-55 108 ............ 119.134.198 11-21 121
25,40 117 27 81 I1 126
25,11-12 .105 27.34 6.21.58 I 1, 1-3 126
25,16 143 ..............81.1 06.134 11,16f.24-30 58.60
2St 17 107 ...........67.68.126.129
25.20-22 lOS 11,26 158
25.23 105.112 Numeri 11.28 67
25,36 107 11,31 f t 26
25,42 .112 1-10 u 106.121
•• 11,34 126
2S, 4 3 I07 1-4 60.. 133 12 + ~ 126
25.46 149 I, I 6.58.. 65.106 12.6-8......... 129.130
216 Stellenregister

1.2 , 8 68. J26 21.20 183 Deuteronomium


12,9f. 126 21,21-35 123
12, 10 129 21,32 149 1-3 3.9.60.61
12,13ff 126 22-24 9.127 ••••••••••• n 123.124.
12,16 126 22, I 18.141 .................. 127.197
13-14 19.61 . 124 22, 16 186 1-11 .H 121
................... 126.187 23,14 183 1,1-5 21
I3,2 142.190 24, I5-1 7 47 I, 1 21.106.107
13,32 109 25 9.61.127 . . . . . +"!!I •• I .... I .. III"+ .... +~I!!l. 1.41
14,6f 189 2S I 11 123. 14 1 1,2 57
14..9 189 2S t 1-5 127 1,3 23.200
14,44 125 26-36 134.141 1,S 18.65. 106
I S..•...... 118.120.133 26,3 147 ............. 107.147.159
15,15f 121 26.52-56 142ff ................... ]99f.208
I S, 16 65 26,61 1SS 1,6 S9
15,20 78 26,63 147 1.6--8 79.125
15,24 6S 27, 12- I4 18B! 1,9-18 58.60.68
15,29f 121 27,14 191 ., + ' 125
15,31 f 120 27 15-23
,1 12.189 1,19-45.46 19.126
15,31 65 28f 118 1,19 57
15,41 120 28,6 5,8 1,26 191
16--19
1

9.77 28,17 4,8.49 1,36 ? 126


16-17 127.130.. 133 29.. 12 71 1,37 191
16,3 70.131 30, I 198 1,43 191
16,23-26 198 31 13·3 2-3 ? •• 127.183
17.2 f l 58 31,21 65 2,1-8 127
1" ,'7 70 32-36 136 2,26-3,7 ? •••••• 123
17,16-26, 133. 1'98 32 9.127 3,14 ?.? 17
18 1!I • • 133 32,18 149 3, 17 183 ? • • • ••

18, 14 78 33,1-49 140 3,23-26. ............ 191


18,20 78 ,33,2 I S8 3,23-29 183
18,23 121 33,49 141 3,27 183
19 118.133 33, I 5-16 S8 3,29 127
19,2.14 65 33,22 .. H 17 4 25.70.2) 1
19,10 121 33,50-56 10. 135- 152 4 1-44
9 21
19,13 114.120 33,52 97 4.1 200.208
19~20 114.120 34f 134 4,3 ... .......... ....... 128
19,28-29 121 34,2 , 147.148 4,5 200.208
20-21 9.127 34,13 142.143.149 4, I0 57
20,1- t 3 186-191 34, I 5 147 4,11-12 58
2·0,2 70 34, I7 f. . ... . ..... . ...... 142 4, 13 16. )59
20,10 191 3S 118 4,14 148
20,12 190 35,8 143 4, I S 57
20, 14-21 127 3S,. 0 148 4,21 146
20,22-29 188 35.15 121 4,21 f 183.191
20,24 191 35.29 121 4,38 148
20,29 186 36,2-12 42.143 4,38 152
21-36 183 36,13 6.2 J .107 4,40 107
21,4-9 188 ............ 141.147. 198 4,44-28,68 21
21,14 153 4,44 65
21, 19f.28 u ••• 139 4,44f. ? 67
SIel/enregitter 217

4,49 183 9,12-15 72-74 13,19 204


5-30 210 9.12 69.97.145 14.,2 95.104
5 12.40.47 9,13 69.73 14,3-20 95.104
................ 61.63.200 9,13-19 64 14,21 94.103.104
•• H 204.210 9,,],4 ,.. ,.,.74 15, 1-18 83-88
5,2 57.59.65.66 9,] 5 58.74 15,1-11 83.84
5,3 111 9,16-21 74-76 15,4 146
5,6-21 96-98 9,16 97.145 I S,S 65 .8S
5.22 16.159 9', 18-19 74 15,12-18 53.83.84 u ••

5,23 67 9,20 74.77 15,19-23 48


5,23-30 62 9,21 74.75 16 40.47
S,23-24 S8u ••••• 9,22 126 16, I 47
S,31 6S 9,23f 191 16., 1-8 48.90.104
S. 9f 8 9,25-29 , 74 16.1-17 88
5,28-29 47 10, 1-4 78ff.126 16.,4 49
5,32-33 107 10,2.4 16.159 16,8 49
6-28 210 10,8-9 77.128 16,10 46.90
6 47.48 10,IOf 78.