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LOGO!

___________________
Vorwort

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LOGO! kennen lernen 1
___________________
LOGO! montieren und
verdrahten 2
___________________
LOGO! programmieren 3
___________________
LOGO! Funktionen 4
___________________
Webserver 5
LOGO!
___________________
UDF (benutzerdefinierte
Funktion) 6
___________________
Data Log 7
Gerätehandbuch
___________________
LOGO! parametrieren 8
___________________
Arbeiten mit Speicherkarten 9
___________________
Sicherheit 10
___________________
LOGO! Software 11
___________________
Anwendungsfall 12
___________________
Technische Daten A
___________________
Zykluszeit ermitteln B
___________________
LOGO! ohne Display
("LOGO! Pure") C
___________________
LOGO! Menüstruktur D
___________________
Bestellnummern E
___________________
Abkürzungsverzeichnis F

Dieses Handbuch gilt nur für die Geräteserie LOGO!


0BA8.

06/2014
A5E33039696
Rechtliche Hinweise
Warnhinweiskonzept
Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von
Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise zu Ihrer persönlichen Sicherheit sind durch ein Warndreieck
hervorgehoben, Hinweise zu alleinigen Sachschäden stehen ohne Warndreieck. Je nach Gefährdungsstufe
werden die Warnhinweise in abnehmender Reihenfolge wie folgt dargestellt.

GEFAHR
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten wird, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

WARNUNG
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

VORSICHT
bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen
nicht getroffen werden.

ACHTUNG
bedeutet, dass Sachschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen
werden.
Beim Auftreten mehrerer Gefährdungsstufen wird immer der Warnhinweis zur jeweils höchsten Stufe verwendet.
Wenn in einem Warnhinweis mit dem Warndreieck vor Personenschäden gewarnt wird, dann kann im selben
Warnhinweis zusätzlich eine Warnung vor Sachschäden angefügt sein.
Qualifiziertes Personal
Das zu dieser Dokumentation zugehörige Produkt/System darf nur von für die jeweilige Aufgabenstellung
qualifiziertem Personal gehandhabt werden unter Beachtung der für die jeweilige Aufgabenstellung zugehörigen
Dokumentation, insbesondere der darin enthaltenen Sicherheits- und Warnhinweise. Qualifiziertes Personal ist
auf Grund seiner Ausbildung und Erfahrung befähigt, im Umgang mit diesen Produkten/Systemen Risiken zu
erkennen und mögliche Gefährdungen zu vermeiden.
Bestimmungsgemäßer Gebrauch von Siemens-Produkten
Beachten Sie Folgendes:

WARNUNG
Siemens-Produkte dürfen nur für die im Katalog und in der zugehörigen technischen Dokumentation
vorgesehenen Einsatzfälle verwendet werden. Falls Fremdprodukte und -komponenten zum Einsatz kommen,
müssen diese von Siemens empfohlen bzw. zugelassen sein. Der einwandfreie und sichere Betrieb der
Produkte setzt sachgemäßen Transport, sachgemäße Lagerung, Aufstellung, Montage, Installation,
Inbetriebnahme, Bedienung und Instandhaltung voraus. Die zulässigen Umgebungsbedingungen müssen
eingehalten werden. Hinweise in den zugehörigen Dokumentationen müssen beachtet werden.

Marken
Alle mit dem Schutzrechtsvermerk ® gekennzeichneten Bezeichnungen sind eingetragene Marken der
Siemens AG. Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch Dritte für
deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen kann.
Haftungsausschluss
Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard- und Software geprüft.
Dennoch können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden, so dass wir für die vollständige Übereinstimmung
keine Gewähr übernehmen. Die Angaben in dieser Druckschrift werden regelmäßig überprüft, notwendige
Korrekturen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten.

Siemens AG A5E33039696 Copyright © Siemens AG .


Industry Sector Ⓟ 06/2014 Änderungen vorbehalten Alle Rechte vorbehalten
Postfach 48 48
90026 NÜRNBERG
DEUTSCHLAND
Vorwort

Mit LOGO! haben Sie ein Logikmodul erworben, das den hohen Qualitätsrichtlinien nach ISO
9001 entspricht.
LOGO! ist auf zahlreichen Gebieten einsetzbar. Durch die hohe Funktionalität und dennoch
sehr einfache Bedienung bietet Ihnen LOGO! ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit in nahezu
jeder Anwendung.

Zweck des Handbuchs


Dieses LOGO!-Handbuch informiert Sie über die Erstellung von Schaltprogrammen, über
den Einbau und die Verwendung von LOGO! 0BA8-Basismodulen mit zusätzlichen
erweiterten Funktionen, des LOGO! TDE (Text Display mit Ethernet-Schnittstellen) und der
LOGO!-Erweiterungsmodule. 0BAx sind die letzten vier Zeichen der Bestellnummer der
Basismodule, wobei das "x" die Geräteserien unterscheidet.

Einordnung in die Informationslandschaft


Die Verdrahtungsinformationen finden Sie auch in der Produktinformation zur LOGO!, die
jedem Gerät beiliegt. Weiterführende Informationen zur Programmierung der LOGO! über
den PC finden Sie in der Online-Hilfe zu LOGO!Soft Comfort.
LOGO!Soft Comfort ist die LOGO!-Programmiersoftware für PCs. Sie läuft unter Windows®
(auch Windows XP®, Windows 7® und Windows 8®), Linux® und Mac OS X® und hilft Ihnen,
LOGO! kennenzulernen, Schaltprogramme unabhängig von LOGO! zu schreiben, zu testen,
zu drucken und zu archivieren.

Wegweiser
Das Handbuch enthält die folgenden Kapitel:
● LOGO! kennen lernen
● LOGO! montieren und verdrahten
● LOGO! programmieren
● LOGO! Funktionen
● Webserver
● UDF (benutzerdefinierte Funktion)
● Data Log
● LOGO! parametrieren
● Arbeiten mit Speicherkarten
● Sicherheit
● LOGO! Software
● Anwendungen
Das Handbuch enthält außerdem die Anhänge A bis F, die auf die Kapitel folgen.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 3
Vorwort

Gültigkeitsbereich des Handbuchs


Das Handbuch ist gültig für die Geräte der Serie 0BA8.

Neue Funktionen der LOGO! Geräteserie 0BA8


Die folgenden Funktionen sind neu bei den LOGO! 0BA8-Geräten:
● Unterstützung der Ethernet-Kommunikation durch alle LOGO! 0BA8-Basismodule
Jedes LOGO! 0BA8-Basismodul verfügt über eine RJ45-Schnittstelle und eine
zweifarbige Status-LED für die Ethernet-Kommunikation.
● Geringe Modulgröße des LOGO! 0BA8
Jedes LOGO! 0BA8-Basismodul ist auf eine Breite von 71,5 mm dimensioniert. Die
geringen Einbaumaße des LOGO! 0BA8 erlauben die optimale Nutzung des
vorhandenen Platzes.
● Neues Textanzeigemodul LOGO! TDE mit verbesserten Funktionen
– Das LOGO! TDE-Modul ist mit zwei Ethernet-Schnittstellen erhältlich. Diese beiden
Ethernet-Schnittstellen können auch als Umschalter zwischen zwei Ports fungieren.
Sie können das LOGO! TDE über die Ethernet-Schnittstellen mit einem Basismodul,
einem PC oder einem anderen LOGO! verbinden. Das LOGO! TDE kann mittels
Auswahl der IP-Adresse mit verschiedenen Basismodulen verbunden werden.
– Das LOGO! TDE bietet eine Klemme mit drei Stiften (P1, P2 und FE) für den
Netzanschluss.
– Das LOGO! TDE verfügt über drei Haupt-Menübefehle. Diese dienen jeweils zur
Auswahl der IP-Adresse eines Basismoduls, zum Festlegen der Remote-
Einstellungen des angeschlossenen Basismoduls und zur unabhängigen
Konfiguration des LOGO! TDE.
● Unterstützung eines 6-zeiligen Displays und drei Farben für die Hintergrundbeleuchtung
Sowohl das integrierte LOGO!-Display als auch das LOGO! TDE unterstützen ein 6-
zeiliges Zeichendisplay und drei Hintergrundbeleuchtungsfarben (weiß/bernstein/rot).
Das integrierte LOGO! Display kann maximal 16 Zeichen aus dem Zeichensatz
Westeuropäisch oder 8 asiatische Zeichen pro Zeile anzeigen. Das LOGO! TDE kann
maximal 20 Zeichen aus dem Zeichensatz Westeuropäisch oder 10 asiatische Zeichen
pro Zeile anzeigen.
● Höhere Anzahl von E/A-Verbindungen
Das LOGO! 0BA8 unterstützt maximal 24 Digitaleingänge, 20 Digitalausgänge, 8
Analogeingänge und 8 Analogausgänge.
● Integrierter Webserver in LOGO!- Basismodulen
Das LOGO! 0BA8 bietet Ihnen einen einfachen Zugriff über Internet-Browser. Mithilfe der
Webserver-Funktion können Sie über ein Gerät, das mit dem Internet verbunden ist (PC,
Tablet, Smartphone), auf das Basismodul zugreifen, indem Sie die IP-Adresse des
LOGO!-Moduls in den Webbrowser dieses Geräts eingeben.
● Erweiterte Funktionen bei Sonderfunktionsblöcken
– Astronomische Uhr: Zwei neue Parameter "TR Offset" (Offset Sonnenaufgang) und
"TS Offset" (Offset Sonnenuntergang) sind für diesen Funktionsblock verfügbar. Mit

LOGO!
4 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Vorwort

diesen beiden Parametern können Sie einen Offset für die Werte von Sonnenaufgang
und Sonnenuntergang einstellen. Der Offsetbereich beträgt -59 bis 59 Minuten.
– Meldetexte: Die LOGO! 0BA8-Geräte unterstützen ein 6-zeiliges Meldetext-Display
und Tickermeldungen sowie die Meldetextanzeige auf dem Webserver. Die
Tickereinstellung für jede Displayzeile können Sie mithilfe der Blockparameter
aktivieren.
● Mehr Merker für die Erstellung des Schaltprogramms
Das LOGO! 0BA8 unterstützt 64 digitale Merker und 64 analoge Merker. Einige neue
Sondermerker werden wie folgt beschrieben:
– M28: Aktiviert die bernsteinfarbene Hintergrundbeleuchtung des LOGO!-Displays
– M29: Aktiviert die rote Hintergrundbeleuchtung des LOGO!-Displays
– M30: Aktiviert die bernsteinfarbene Hintergrundbeleuchtung des LOGO! TDE
– M31: Aktiviert die rote Hintergrundbeleuchtung des LOGO! TDE
● Erweiterte Menübefehle für die Diagnose
Mit den erweiterten Menübefehlen für die Diagnose bietet das LOGO! 0BA8 eine
Möglichkeit zur Diagnose von Software- und Hardwarefehlern und zum Anzeigen von
Fehlerprotokollen. Diese Menübefehle können Sie zur Fehlerbehebung und zum Testen
des LOGO! Systems einsetzen.
● Kurvendarstellung von Analogwertänderungen
Das LOGO! 0BA8 unterstützt die grafische Anzeige von Analogwertänderungen in Form
einer Trendkurve auf dem integrierten Display. So lässt sich mühelos jeder verwendete
analoge Eingang oder Ausgang über die Trendkurven anzeigen, wenn sich LOGO! in
RUN befindet.
● Unterstützung für Micro-SD-Karten
Das LOGO! 0BA8 unterstützt Micro-SD-(Secure Digital)Karten, die wiederum das
Dateisystemformat FAT32 unterstützen. Ein Schaltprogramm kann mit oder ohne Data-
Log (Datenprotokoll) der Prozessdaten von einem LOGO! 0BA8 auf eine SD-Karte
gespeichert und mit Kopierschutz versehen werden oder umgekehrt von der Karte auf ein
LOGO! 0BA8 kopiert werden.
● Erweiterte Data-Log-Funktion
Das LOGO! 0BA8 unterstützt bis zu 20000 Zeilen pro Data-Log-Datei, die auf der Micro-
SD-Karte gespeichert ist. Wenn die Anzahl von Zeilen in der aktuellen Datei die maximal
zulässige Anzahl von Zeilen überschreitet, erstellt LOGO! automatisch eine neue Data-
Log-Datei mit einem neuen Namen auf der Micro-SD-Karte.

Kompatibilität mit vorherigen Geräten


Die Serie der LOGO! 0BA8-Geräte ist mit den Serien der Vorgängergeräte nicht kompatibel.
Ausführliche Informationen zur Kompatibilität zwischen verschiedenen Geräteserien finden
Sie unter "Kompatibilität (Seite 31)".

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 5
Vorwort

Unterstützung
Zusätzlichen Support erhalten Sie über die LOGO!-Website von Siemens
(http://www.siemens.com/logo)

Security-Hinweise
Siemens bietet Produkte und Lösungen mit Industrial Security-Funktionen an, die den
sicheren Betrieb von Anlagen, Lösungen, Maschinen, Geräten und/oder Netzwerken
unterstützen. Sie sind wichtige Komponenten in einem ganzheitlichen Industrial Security-
Konzept. Die Produkte und Lösungen von Siemens werden unter diesem Gesichtspunkt
ständig weiterentwickelt. Siemens empfiehlt, sich unbedingt regelmäßig über Produkt-
Updates zu informieren.
Für den sicheren Betrieb von Produkten und Lösungen von Siemens ist es erforderlich,
geeignete Schutzmaßnahmen (z. B. Zellenschutzkonzept) zu ergreifen und jede
Komponente in ein ganzheitliches Industrial Security-Konzept zu integrieren, das dem
aktuellen Stand der Technik entspricht. Dabei sind auch eingesetzte Produkte von anderen
Herstellern zu berücksichtigen. Weitergehende Informationen über Industrial Security finden
Sie unter (http://www.siemens.com/industrialsecurity).
Um stets über Produkt-Updates informiert zu sein, melden Sie sich für unseren
produktspezifischen Newsletter an. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter
(http://support.automation.siemens.com).

Hinweis
Um LOGO!Soft Comfort im Falle eines bösartigen Angriffs auf Ihren PC aus dem Internet vor
unerwünschten Manipulationen zu schützen, empfiehlt Siemens dringend die Installation
einer Whitelist-Software wie McAfee Application Control 6.1 auf dem PC.

LOGO!
6 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Inhaltsverzeichnis

Vorwort ................................................................................................................................................... 3
1 LOGO! kennen lernen ........................................................................................................................... 13
2 LOGO! montieren und verdrahten ......................................................................................................... 25
2.1 Aufbau der modularen LOGO! .....................................................................................................27
2.1.1 Maximalausbau des Netzwerks mit LOGO! .................................................................................27
2.1.2 Maximalausbau mit Erweiterungsmodulen ..................................................................................29
2.1.3 Aufbau mit unterschiedlichen Spannungsklassen .......................................................................30
2.1.4 Kompatibilität................................................................................................................................31
2.2 LOGO! einbauen/ausbauen .........................................................................................................32
2.2.1 Hutschienenmontage ...................................................................................................................33
2.2.2 Wandmontage ..............................................................................................................................35
2.2.3 Montieren des LOGO! TDE ..........................................................................................................36
2.2.4 LOGO! beschriften .......................................................................................................................37
2.3 LOGO! verdrahten .......................................................................................................................37
2.3.1 Spannungsversorgung anschließen ............................................................................................37
2.3.2 Spannungsversorgung für das LOGO! TDE anschließen ...........................................................39
2.3.3 Eingänge von LOGO! anschließen ..............................................................................................40
2.3.4 Ausgänge anschließen ................................................................................................................47
2.3.5 Ethernet-Schnittstelle anschließen ..............................................................................................48
2.4 In Betrieb nehmen ........................................................................................................................49
2.4.1 LOGO! einschalten ......................................................................................................................49
2.4.2 Betriebszustände .........................................................................................................................52
3 LOGO! programmieren ......................................................................................................................... 53
3.1 Klemmen ......................................................................................................................................54
3.2 Blöcke und Blocknummern ..........................................................................................................57
3.3 Vom Stromlaufplan zum LOGO! Programm ................................................................................59
3.4 Die 4 goldenen Regeln zum Bedienen von LOGO! .....................................................................61
3.5 Zugriffsschutz auf die Menüs in LOGO! konfigurieren .................................................................63
3.6 Übersicht über die Menüs von LOGO! .........................................................................................65
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten ........................................................................................67
3.7.1 In die Betriebsart Programmieren wechseln ................................................................................67
3.7.2 Erstes Schaltprogramm ...............................................................................................................68
3.7.3 Schaltprogramm eingeben ...........................................................................................................69
3.7.4 Schaltprogrammnamen vergeben................................................................................................73
3.7.5 Passwort zum Schutz des Schaltprogramms ..............................................................................74
3.7.6 LOGO! in RUN schalten ...............................................................................................................78
3.7.7 Zweites Schaltprogramm .............................................................................................................82
3.7.8 Einen Block löschen .....................................................................................................................87
3.7.9 Mehrere zusammenhängende Blöcke löschen ............................................................................88

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 7
Inhaltsverzeichnis

3.7.10 Programmierfehler korrigieren .................................................................................................... 89


3.7.11 Analogausgabewerte für RUN/STOPÜbergang auswählen ....................................................... 90
3.7.12 Art der Analogausgänge definieren ............................................................................................ 91
3.7.13 Einschaltverzögerung von LOGO! festlegen............................................................................... 92
3.7.14 Schaltprogramm und Passwort löschen ..................................................................................... 93
3.7.15 Sommer/Winterzeitumstellung .................................................................................................... 94
3.7.16 Synchronisation ........................................................................................................................... 97
3.8 Konfigurieren zusätzlicher Funktionen für LOGO! ...................................................................... 99
3.8.1 Konfigurieren von Netzwerkeinstellungen................................................................................... 99
3.8.2 Konfigurieren einer UDF (benutzerdefinierten Funktion) .......................................................... 101
3.8.3 Konfigurieren des Data-Log-Blocks .......................................................................................... 101
3.8.4 Netzwerkeingänge/-ausgänge anzeigen................................................................................... 101
3.8.5 Umschalten von LOGO! zwischen Master- und Slave-Modus .................................................. 103
3.8.6 Fehlerdiagnose mit LOGO! ....................................................................................................... 105
3.9 Speicherplatz und Größe eines Schaltprogramms ................................................................... 110
4 LOGO! Funktionen ...............................................................................................................................115
4.1 Konstanten und Verbindungsklemmen ..................................................................................... 115
4.2 Liste Grundfunktionen - GF ....................................................................................................... 120
4.2.1 AND (UND)................................................................................................................................ 121
4.2.2 AND mit Flankenauswertung .................................................................................................... 122
4.2.3 NAND (UND nicht) .................................................................................................................... 123
4.2.4 NAND mit Flankenauswertung .................................................................................................. 124
4.2.5 OR (ODER) ............................................................................................................................... 124
4.2.6 NOR (ODER nicht) .................................................................................................................... 125
4.2.7 XOR (exklusiv ODER) ............................................................................................................... 126
4.2.8 NOT (Negation, Inverter)........................................................................................................... 126
4.3 Sonderfunktionen ...................................................................................................................... 127
4.3.1 Bezeichnung der Eingänge ....................................................................................................... 127
4.3.2 Zeitverhalten ............................................................................................................................. 128
4.3.3 Pufferung der Uhr ...................................................................................................................... 129
4.3.4 Remanenz ................................................................................................................................. 129
4.3.5 Schutzart ................................................................................................................................... 129
4.3.6 Gain und Offsetberechnung bei Analogwerten ......................................................................... 130
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF...................................................................................................... 132
4.4.1 Einschaltverzögerung ................................................................................................................ 137
4.4.2 Ausschaltverzögerung............................................................................................................... 140
4.4.3 Ein-/Ausschaltverzögerung ....................................................................................................... 142
4.4.4 Speichernde Einschaltverzögerung .......................................................................................... 144
4.4.5 Wischrelais (Impulsausgabe) .................................................................................................... 146
4.4.6 Flankengetriggertes Wischrelais ............................................................................................... 148
4.4.7 Asynchroner Impulsgeber ......................................................................................................... 150
4.4.8 Zufallsgenerator ........................................................................................................................ 152
4.4.9 Treppenlichtschalter .................................................................................................................. 154
4.4.10 Komfortschalter ......................................................................................................................... 156
4.4.11 Wochenschaltuhr ...................................................................................................................... 159
4.4.12 Jahresschaltuhr ......................................................................................................................... 162
4.4.13 Astronomische Uhr .................................................................................................................... 167
4.4.14 Stoppuhr .................................................................................................................................... 170
4.4.15 Vor/Rückwärtszähler ................................................................................................................. 172

LOGO!
8 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Inhaltsverzeichnis

4.4.16 Betriebsstundenzähler ...............................................................................................................175


4.4.17 Schwellwertschalter ...................................................................................................................179
4.4.18 Analoger Schwellwertschalter ....................................................................................................182
4.4.19 Analoger Differenzschwellwertschalter ......................................................................................185
4.4.20 Analogkomparator ......................................................................................................................187
4.4.21 Analogüberwachung ..................................................................................................................191
4.4.22 Analogverstärker ........................................................................................................................194
4.4.23 Selbsthalterelais .........................................................................................................................196
4.4.24 Stromstoßrelais ..........................................................................................................................197
4.4.25 Meldetexte..................................................................................................................................199
4.4.26 Softwareschalter ........................................................................................................................208
4.4.27 Schieberegister ..........................................................................................................................210
4.4.28 Analoger Multiplexer ..................................................................................................................213
4.4.29 Rampensteuerung .....................................................................................................................215
4.4.30 PI-Regler ....................................................................................................................................219
4.4.31 Impulsdauermodulator (PWM) ...................................................................................................223
4.4.32 Mathematische Funktionen ........................................................................................................226
4.4.33 Fehlererkennung Mathematische Funktionen ...........................................................................229
4.4.34 Analogfilter .................................................................................................................................231
4.4.35 Max/Min ......................................................................................................................................233
4.4.36 Mittelwert ....................................................................................................................................236
5 Webserver .......................................................................................................................................... 239
5.1 Webserver aktivieren .................................................................................................................239
5.2 Beim Webserver anmelden ........................................................................................................240
5.3 LOGO! Systeminformationen anzeigen .....................................................................................242
5.4 Virtuelles Basismodul auf dem Webserver bedienen ................................................................243
5.5 Variablenspeichertabellen anzeigen und bearbeiten .................................................................248
5.6 Abmeldung von Webserver ........................................................................................................248
6 UDF (benutzerdefinierte Funktion) ...................................................................................................... 249
7 Data Log ............................................................................................................................................. 253
8 LOGO! parametrieren ......................................................................................................................... 255
8.1 In die Betriebsart Parametrieren wechseln ................................................................................255
8.1.1 Parameter ..................................................................................................................................257
8.1.2 Auswählen der Parameter .........................................................................................................258
8.1.3 Ändern der Parameter ...............................................................................................................259
8.2 Voreinstellungen für LOGO! festlegen .......................................................................................261
8.2.1 Einstellen der Uhrzeit und des Datums .....................................................................................262
8.2.2 Einstellen des Displaykontrasts und der Hintergrundbeleuchtung ............................................264
8.2.3 Einstellen der Menüsprache ......................................................................................................266
8.2.4 Einstellen der Anzahl der AI in LOGO! ......................................................................................267
8.2.5 Startanzeige einstellen ...............................................................................................................267
9 Arbeiten mit Speicherkarten ................................................................................................................ 269
9.1 Formatieren von Micro-SD-Karten .............................................................................................269
9.2 Einstecken und Ziehen der Karte in die/aus der LOGO! ...........................................................273

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 9
Inhaltsverzeichnis

9.3 Daten von LOGO! auf die Karte kopieren ................................................................................. 274
9.4 Daten von der Karte in die LOGO! kopieren ............................................................................. 275
10 Sicherheit ............................................................................................................................................277
10.1 Zugriffsschutz für das Netzwerk ................................................................................................ 277
10.2 Zugriffsschutz für das Programm .............................................................................................. 279
10.2.1 Passwortschutz für das Programm ........................................................................................... 279
10.2.2 Kopierschutz für das Programm ............................................................................................... 279
10.3 Zugriffsschutz für die Menüs ..................................................................................................... 280
11 LOGO! Software ..................................................................................................................................281
11.1 LOGO! Software ........................................................................................................................ 281
11.2 LOGO! mit einem PC koppeln................................................................................................... 283
12 Anwendungsfall ...................................................................................................................................285
A Technische Daten ................................................................................................................................287
A.1 Allgemeine Technische Daten .................................................................................................. 287
A.2 Technische Daten: LOGO! 230... .............................................................................................. 289
A.3 Technische Daten: LOGO! DM8 230R und LOGO! DM16 230R .............................................. 292
A.4 Technische Daten: LOGO! 24... ................................................................................................ 294
A.5 Technische Daten: LOGO! DM8 24 und LOGO! DM16 24 ....................................................... 296
A.6 Technische Daten: LOGO! 24RC... .......................................................................................... 297
A.7 Technische Daten: LOGO! DM8 24R und LOGO! DM16 24R .................................................. 299
A.8 Technische Daten: LOGO! 12/24... LOGO! DM8 12/24R ......................................................... 301
A.9 Schaltvermögen/Lebensdauer der Relaisausgänge ................................................................. 303
A.10 Technische Daten: LOGO! AM2 ............................................................................................... 304
A.11 Technische Daten: LOGO! AM2 RTD ....................................................................................... 305
A.12 Technische Daten: LOGO! AM2 AQ ......................................................................................... 306
A.13 Technische Daten: LOGO! Power 12 V .................................................................................... 306
A.14 Technische Daten: LOGO! Power 24 V .................................................................................... 308
A.15 Technische Daten: LOGO! Contact 24/230 .............................................................................. 309
A.16 Technische Daten: LOGO! TDE (Textdisplay mit Ethernet-Schnittstellen) .............................. 310
A.17 Technische Daten: LOGO! CSM12/24 ...................................................................................... 311
A.18 Technische Daten: LOGO! CSM230 ......................................................................................... 312
B Zykluszeit ermitteln ..............................................................................................................................315
C LOGO! ohne Display ("LOGO! Pure") ...................................................................................................317
D LOGO! Menüstruktur ............................................................................................................................319
D.1 LOGO! Basic ............................................................................................................................. 319
D.1.1 Übersicht über die Menüs ......................................................................................................... 319

LOGO!
10 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Inhaltsverzeichnis

D.1.2 Hauptmenü.................................................................................................................................319
D.1.3 Programmiermenü .....................................................................................................................320
D.1.4 Kartenmenü................................................................................................................................320
D.1.5 Setup-Menü................................................................................................................................321
D.1.6 Netzwerkmenü ...........................................................................................................................322
D.1.7 Diagnosemenü ...........................................................................................................................322
D.1.8 Startmenü ...................................................................................................................................323
D.2 LOGO! TDE................................................................................................................................324
D.2.1 Übersicht über die Menüs ..........................................................................................................324
D.2.2 Hauptmenü.................................................................................................................................325
D.2.3 LOGO! Auswahlmenü ................................................................................................................326
D.2.4 LOGO! Einstellungsmenü ..........................................................................................................326
D.2.5 LOGO! TDE-Einstellungsmenü ..................................................................................................329
E Bestellnummern .................................................................................................................................. 331
F Abkürzungsverzeichnis ....................................................................................................................... 333
Index................................................................................................................................................... 335

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 11
Inhaltsverzeichnis

LOGO!
12 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! kennen lernen 1
Das ist LOGO!
LOGO! ist das universelle Logikmodul von Siemens. Es integriert:
● Steuerung
● Bedien- und Anzeigeeinheit mit Hintergrundbeleuchtung
● Stromversorgung
● Schnittstelle für Erweiterungsmodule
● Schnittstelle für eine Micro-SD-Karte
● Schnittstelle für ein optionales Textdisplay (TDE-Modul)
● Fertige praxisübliche Basisfunktionen, z.B. für verzögertes Einschalten, verzögertes
Ausschalten, Stromstoßrelais und Softwareschalter
● Zeiten
● Digitale und analoge Merker
● Ein- und Ausgänge je nach Gerätetyp
Das LOGO! 0BA8 verfügt zusätzlich über die folgenden Komponenten:
● Schnittstellen für die Ethernet-Kommunikation
● FEKlemme (Funktionserde) für den Anschluss an Erde
● Eine LED für die Anzeige des Ethernet-Kommunikationsstatus

Das kann LOGO!


Mit LOGO! lösen Sie Aufgaben in der Haus- und Installationstechnik, z. B.
Treppenhausbeleuchtung, Außenlicht, Markisen, Rolläden, Schaufensterbeleuchtung usw.
Es bietet zudem Lösungen im Schaltschrankbau sowie im Maschinen- und Apparatebau, z.
B. Torsteuerungen, Klimaanlagen und Brauchwasserpumpen.
Ferner kann LOGO! für Spezialsteuerungen von Wintergärten oder Gewächshäusern, zur
Signalvorverarbeitung für Steuerungen und durch den Anschluss eines
Kommunikationsmoduls, z. B. eines AS-i-Moduls, zur dezentralen Vor-Ort-Steuerung von
Maschinen und Prozessen eingesetzt werden.
Für Serienanwendungen im Kleinmaschinen- und Apparatebau, im Schaltschrankbau und
Installationsbereich gibt es spezielle Varianten ohne Bedien- und Anzeigeeinheit.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 13
LOGO! kennen lernen

Welche Gerätetypen gibt es?


LOGO! Basismodule gibt es für zwei Spannungsklassen:
● Klasse 1 ≤ 24 V, d. h. 12 V DC, 24 V DC, 24 V AC
● Klasse 2 > 24 V, d. h. 115 V AC/V DC bis 240 V AC/V DC
LOGO! Basismodule gibt es in zwei Ausführungen:
● LOGO! Basic (Ausführung mit Display): 8 Eingänge und 4 Ausgänge
● LOGO! Pure (Ausführung ohne Display): 8 Eingänge und 4 Ausgänge
Jedes Modul besitzt eine Erweiterungsschnittstelle und eine Ethernet-Schnittstelle und stellt
Ihnen 44 vorkonfigurierte Grund- und Sonderfunktionen für die Erstellung des
Schaltprogramms zur Verfügung.

Welche Erweiterungsmodule gibt es?


● Die Digitalmodule LOGO! DM8 sind für den Betrieb mit 12 V DC, 24 V AC/DC sowie mit
115 V AC/DC bis 240 V AC/DC erhältlich und jeweils mit vier Eingängen und vier
Ausgängen ausgestattet.
● Die Digitalmodule LOGO! DM16 sind für den Betrieb mit 24 V DC und 115 V AC/DC bis
240 V AC/DC erhältlich und jeweils mit acht Eingängen und acht Ausgängen
ausgestattet.
● LOGO! Analogmodule gibt es für den Betrieb mit 24 V DC und einige mit 12 V DC, je
nach Modul. Jede Ausführung verfügt über zwei Analogeingänge, zwei PT100-Eingänge,
zwei PT100/PT1000-Eingänge (entweder PT100 oder PT1000 oder jeweils einer davon)
oder zwei Analogausgänge.
Jedes Digital-/Analogmodul besitzt zwei Erweiterungsschnittstellen zum Anschluss weiterer
Module.

Welche Anzeigemodule gibt es?


● LOGO! Basic
● LOGO! TDE

Funktionen des LOGO! TDE


Das LOGO! TDE ist für die 0BA8-Geräte erhältlich. Es bietet ein zusätzliches Display mit
größerer Breite als das Display des LOGO! Basic. Es hat vier Funktionstasten, die Sie in
Ihrem Schaltprogramm als Eingänge programmieren können. Wie das LOGO! Basic hat es
vier Cursortasten, eine ESC-Taste und eine Enter-Taste, die Sie ebenfalls in Ihrem
Schaltprogramm programmieren und für die Navigation auf dem LOGO! TDE verwenden
können.
Ein Startbild für das LOGO! TDE können Sie in LOGO!Soft Comfort erstellen und von dort
herunterladen. Dieses Startbild wird kurz angezeigt, wenn Sie das LOGO! TDE einschalten.
Sie können das Startbild auch aus dem LOGO! TDE in LOGO!Soft Comfort hochladen.
Das LOGO! TDE verfügt über drei Haupt-Menübefehle. Diese dienen jeweils zur Auswahl
der IP-Adresse eines Basismoduls, zum Festlegen der Remote-Einstellungen des
angeschlossenen Basismoduls und zur unabhängigen Konfiguration des LOGO! TDE. Die
Menüs für das LOGO! TDE finden Sie im Anhang "LOGO! TDE (Seite 324)".

LOGO!
14 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! kennen lernen

Sie haben die Wahl


Die verschiedenen LOGO! Basismodule, Erweiterungsmodule, das LOGO! TDE und die
Kommunikationsmodule erlauben Ihnen eine sehr flexible und genaue Anpassung an Ihre
spezielle Aufgabenstellung.
Das LOGO! System bietet Ihnen Lösungen von der kleinen Hausinstallation über einfache
Automatisierungsaufgaben bis hin zu umfangreichen Aufgabenstellungen unter Einbindung
in ein Bussystem.

Hinweis
Es dürfen nur Erweiterungsmodule für dieselbe Spannung wie beim LOGO! Basismodul
verwendet werden. Durch eine mechanische Codierung (Stifte im Gehäuse) wird verhindert,
dass Geräte mit unterschiedlicher Spannungsklasse aneinander angeschlossen werden
können.
Ausnahme: Die Schnittstelle auf der linken Seite eines Analogmoduls bzw.
Kommunikationsmoduls ist potentialgetrennt. Dadurch können diese Erweiterungsmodule an
Geräte unterschiedlicher Spannungsklassen (Seite 30) angeschlossen werden.
Ein LOGO! TDE besitzt zwei Ethernet-Schnittstellen. Jede Schnittstelle kann an ein
Basismodul, einen PC oder ein anderes LOGO! TDE angeschlossen werden.
Jedes LOGO! Basismodul unterstützt, unabhängig von der Zahl der angeschlossenen
Module, folgende Anschlüsse für die Erstellung des Schaltprogramms:
• Digitaleingänge I1 bis I24
• Analogeingänge AI1 bis AI8
• Digitalausgänge Q1 bis Q20
• Analogausgänge AQ1 bis AQ8
• Digitalmerker M1 bis M64:
– M8: Anlaufmerker
– M25: Hintergrundbeleuchtungsmerker: LOGO! mit integriertem Display weiß
– M26: Hintergrundbeleuchtungsmerker: LOGO! TDE weiß
– M27: Merker für Zeichensatz des Meldetexts
– M28: Hintergrundbeleuchtungsmerker: LOGO! mit integriertem Display
bernsteinfarben
– M29: Hintergrundbeleuchtungsmerker: LOGO! mit integriertem Display rot
– M30: Hintergrundbeleuchtungsmerker: LOGO! TDE bernsteinfarben
– M31: Hintergrundbeleuchtungsmerker: LOGO! TDE rot
• Blöcke für Analogmerker: AM1 bis AM64
• Schieberegisterbits: S1.1 bis S4.8 (32 Schieberegisterbits)
• 4 Cursortasten
• Unbeschaltete Ausgänge: X1 bis X64
Das LOGO! 0BA8 unterstützt zusätzlich die Anzeige der folgenden digitalen/analogen
Netzwerkein- und -ausgänge, wenn diese zuvor im Schaltprogramm in LOGO!Soft Comfort
V8.0 konfiguriert wurden und das Schaltprogramm in das 0BA8-Gerät geladen wurde:
• 64 digitale Netzwerkeingänge: NI1 bis NI64
• 32 analoge Netzwerkeingänge: NAI1 bis NAI32
• 64 digitale Netzwerkausgänge: NQ1 bis NQ64
• 16 analoge Netzwerkausgänge: NAQ1 bis NAQ16

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 15
LOGO! kennen lernen

So ist LOGO! aufgebaut

① Stromversorgung ② Eingänge
③ Ausgänge ④ FEKlemme für den Anschluss an Erde
⑤ RJ45-Schnittstelle für die Verbindung über Ethernet ⑥ LED für den Ethernet-Kommunikationstatus
(10/100 Mbit/s)
⑦ Steckplatz für Micro-SD-Karten ⑧ LCD
⑨ Bedienpanel ⑩ Erweiterungsschnittstelle
⑪ Mechanische Codierung - Buchsen ⑫ Standard-Hutschiene

LOGO!
16 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! kennen lernen

① Stromversorgung ② Eingänge
③ Ausgänge ④ RUN/STOP -LED
⑤ Erweiterungsschnittstelle ⑥ Mechanische Codierung - Stifte
⑦ Mechanische Codierung - ⑧ Schieber
Buchsen
⑨ Standard-Hutschiene

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 17
LOGO! kennen lernen

① Stromversorgung ② Eingänge
③ Ausgänge ④ RUN/STOP -LED
⑤ Erweiterungsschnittstelle ⑥ Mechanische Codierung - Stifte
⑦ Mechanische Codierung - ⑧ Schieber
Buchsen
⑨ Standard-Hutschiene

LOGO!
18 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! kennen lernen

LOGO! AM2

① Stromversorgung ② Eingänge
③ RUN/STOP -LED ④ Erweiterungsschnittstelle
⑤ Mechanische Codierung - ⑥ Mechanische Codierung - Buchsen
Stifte
⑦ Schieber ⑧ FEKlemme zum Anschluss von Erde und
Leitungsschirm der analogen Messleitungen
⑨ Standard-Hutschiene

LOGO! AM2 AQ (0 ... 10 V DC oder 0/4 ... 20 mA)

① Stromversorgung ② Ausgänge
③ RUN/STOP -LED ④ Erweiterungsschnittstelle
⑤ Mechanische Codierung - ⑥ Mechanische Codierung - Buchsen
Stifte
⑦ Schieber ⑧ FEKlemme für den Anschluss an Erde
⑨ Standard-Hutschiene

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 19
LOGO! kennen lernen

LOGO! TDE

① Stromversorgung
② Ethernet-Schnittstellen

Das LOGO! TDE bietet einen breiteren Anzeigebereich als das integrierte LOGO! Display.
Es hat vier programmierbare Cursortasten, vier programmierbare Funktionstasten, eine
ESC-Taste und eine ENTER-Taste. Mit dem Ethernet-Kabel stellen Sie eine Verbindung
zwischen der Ethernet-Schnittstelle an der rechten Seite des LOGO! TDE und der Ethernet-
Schnittstelle am LOGO! Basismodul her.

So erkennen Sie LOGO!


Die Kennung von LOGO! gibt Auskunft über verschiedene Eigenschaften:
● 12/24: 12/24 V DC-Variante
● 230: 115 V AC/V DC bis 240 V AC/V DC-Variante
● R: Relaisausgänge (ohne R: Transistorausgänge)
● C: Integrierte Echtzeituhr
● E: Ethernet-Schnittstelle
● o: Variante ohne Display ("LOGO! Pure")
● DM: Digitalmodul
● AM: Analogmodul
● TDE: Textdisplay mit Ethernet-Schnittstellen

Symbole
Die Variante mit Display verfügt über 8 Eingänge, 4 Ausgänge und 1 Ethernet-
Schnittstelle.
Die Variante ohne Display verfügt über 8 Eingänge, 4 Ausgänge und 1 Ethernet-
Schnittstelle.
Das Digitalmodul verfügt über 4 Digitaleingänge und 4 Digitalausgänge.

Das Digitalmodul verfügt über 8 Digitaleingänge und 8 Digitalausgänge.

Das Analogmodul verfügt je nach Typ über 2 Analogeingänge oder 2 Analogausgänge.

Das LOGO! TDE-Modul besitzt 2 Ethernet-Schnittstellen.

LOGO!
20 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! kennen lernen

Varianten
Folgende LOGO! Ausführungen stehen zur Verfügung:
Symbol Bezeichnung Versorgungsspann Eingänge Ausgänge Eigenschaften
ung
LOGO! 12/24RCE 12/24 V DC 8 digital 1) 4 Relais
(10 A)
LOGO! 230RCE 115 V AC/V DC bis 8 digital 4 Relais (10
240 V AC/V DC A)
LOGO! 24CE 24 V DC 8 digital 1) 4 Transistor
24 V/0,3 A
LOGO! 24RCE 3) 24 V AC/V DC 8 digital 4 Relais (10
A)
LOGO! 12/24RCEo 12/24 V DC 8 digital 1) 4 Relais (10 keine Anzeige
A) keine Tastatur
LOGO! 24CEo 24 V DC 8 digital 1) 4 Transistor keine Anzeige
24 V/0,3 A keine Tastatur
LOGO! 24RCEo 3) 24 V AC/V DC 8 digital 4 Relais (10 keine Anzeige
A) keine Tastatur
LOGO! 230RCEo 2) 115 V AC/V DC bis 8 digital 4 Relais (10 keine Anzeige
240 V AC/V DC A) keine Tastatur
1) Davon sind alternativ nutzbar: 4 Analogeingänge (0 V bis 10 V) und 4 schnelle digitale Eingänge.
2) 230-V-AC-Versionen: Eingänge in zwei Gruppen von je 4. Innerhalb einer Gruppe muss an allen
Eingängen die gleiche Phase verwendet werden. Zwischen den Gruppen sind verschiedene
Phasen möglich.
3) Digitaleingänge können wahlweise Pschaltend oder Nschaltend betrieben werden.

Erweiterungsmodule
An LOGO! können folgende Erweiterungsmodule angeschlossen werden:
Symbol Name Stromversorgung Eingänge Ausgänge
LOGO! DM8 12/24R 12/24 V DC 4 digital 4 Relais (5 A)
LOGO! DM8 24 24 V DC 4 digital 4 Transistor 24
V/0,3 A
LOGO! DM8 24R 3) 24 V AC/V DC 4 digital 4 Relais (5 A)
LOGO! DM8 230R 115 V AC/V DC bis 4 digital 1) 4 Relais (5 A)
240 V AC/V DC
LOGO! DM16 24 24 V DC 8 digital 8 Transistor
24 V/0,3 A
LOGO! DM16 24R 24 V DC 8 digital 8 Relais (5 A)
LOGO! DM16 230R 115 V AC/V DC bis 8 digital 4) 8 Relais (5 A)
240 V AC/V DC
LOGO! AM2 12/24 V DC 2 analog Keine
0 V bis 10 V oder
0/4 mA bis 20 mA 2)

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 21
LOGO! kennen lernen

Symbol Name Stromversorgung Eingänge Ausgänge


LOGO! AM2 RTD 12/24 V DC 2 PT100 oder 2 Keine
PT1000 oder 1 PT100
plus 1 PT1000 6)
-50 °C bis 200 °C
LOGO! AM2 AQ 24 V DC Keine 2 analog
0 V DC bis 10 V
DC oder
0/4 mA bis 20 mA
5)

1) Keine unterschiedlichen Phasen innerhalb der Eingänge zulässig.


2) 0 V bis 10 V, 0/4 mA bis 20 mA kann optional angeschlossen werden.
3) Digitaleingänge können wahlweise Pschaltend oder Nschaltend betrieben werden.
4) Eingänge in zwei Gruppen von je vier. Innerhalb einer Gruppe muss an allen Eingängen die
gleiche Phase verwendet werden. Zwischen den Gruppen sind verschiedene Phasen möglich.
5) 0 V bis 10 V, 0/4 mA bis 20 mA kann optional angeschlossen werden.
6) Vom LOGO! AM2 RTD-Modul unterstützte Sensoren sind die Widerstandsthermometer PT100 und
PT1000 mit einem Standardtemperaturkoeffizienten α von 0,003850.

Textdisplay-Modul
Das folgende LOGO! TDE-Modul ist erhältlich:
Symbol Name Versorgungsspannung Display
LOGO! TDE 24 V AC/V DC LCD (160 x 96)
12 V DC 6-zeiliges Display

Zertifizierung und Zulassungen


LOGO! ist nach cULus und cFMus zertifiziert.
● cULus Haz. Loc.
Underwriters Laboratories Inc. (UL) to
- UL 508 (Industrial Control Equipment)
- CSA C22.2 No. 142 (Process Control Equipment)
- UL 1604 (Hazardous Location)
- CSA-213 (Hazardous Location)
Zulassung (APPROVED) für den Einsatz in
Class I, Division 2, Group A, B, C, D Tx
Class I, Zone 2, Group IIC Tx
● FM-Zulassung (Zulassung für USA und Zulassung für Kanada)
Factory Mutual Research (FM) nach
- Approval Standard Class Number 3611, 3600, 3810
- CSA C22.2 No. 213
- CSA C22.2 No. 1010-1
Zulassung (APPROVED) für den Einsatz in
- Class I, Division 2, Group A, B, C, D Tx
- Class I, Zone 2, Group IIC Tx

LOGO!
22 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! kennen lernen

Hinweis
Die aktuell gültigen Zulassungen finden Sie auf dem Typenschild des jeweiligen Moduls.

LOGO! trägt das CE-Kennzeichen, erfüllt die Normen IEC 60730-1 und IEC 61131-2 und ist
funkentstört nach EN 55011, Grenzwertklasse B.
Schiffsbauzulassung ist beantragt.
● ABS (American Bureau of Shipping)
● BV (Bureau Veritas)
● DNV (Det Norske Veritas)
● GL (Germanischer Lloyd)
● LRS (Lloyds Register of Shipping)
● Class NK (Nippon Kaiji Kyokai)
LOGO! Module sind damit sowohl im industriellen Bereich als auch im Hausbereich
einsetzbar. Der Einsatz in Bereichen Class I, Division 2, Group A, B, C und D sowie in
Bereichen, bei denen es sich nicht um Gefahrenbereiche handelt, wird unterstützt.

Kennzeichnung für Australien

Unsere Produkte mit nebenstehendem Zeichen erfüllen die Anforderungen


der Norm AS/NZS 2064:1997 (Class A).

Kennzeichnung für Korea

Unsere Produkte (außer den LOGO! CSM-Modulen) mit nebenstehendem


Zeichen erfüllen die einschlägigen koreanischen Normen.

WARNUNG
Explosionsgefahr
Trennen Sie keine Geräte im spannungsführenden Zustand von der Stromversorgung, es
sei denn, Sie wissen, dass der betreffende Bereich frei von Stoffen in entzündlichen
Konzentrationen ist.
Der Austausch von Komponenten kann die Einhaltung von Class I, Division 2
beeinträchtigen. Kombinationen von Geräten sind der Überprüfung durch diejenige lokale
Behörde vorbehalten, die zum Einbauzeitpunkt rechtlich zuständig ist.

Recycling und Entsorgung


LOGO! ist aufgrund der schadstoffarmen Ausrüstung vollständig recyclingfähig. Für ein
umweltverträgliches Recycling und die Entsorgung Ihres Altgeräts wenden Sie sich an einen
zertifizierten Entsorgungsbetrieb für Elektronikschrott.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 23
LOGO! kennen lernen

LOGO!
24 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! montieren und verdrahten 2
Allgemeine Richtlinien
Die folgenden Richtlinien sind bei Montage und Verdrahtung Ihrer LOGO! zu beachten:
● Stellen Sie sicher, dass Sie bei der Verdrahtung Ihrer LOGO! alle geltenden und
verbindlichen Richtlinien und Normen befolgen. Beachten Sie bei Installation und Betrieb
der Geräte die entsprechenden nationalen und regionalen Vorschriften. Erfragen Sie bei
den Behörden vor Ort die Normen und Vorschriften, die für Ihren speziellen Fall zu
befolgen sind.
● Baugruppen dürfen nur im spannungslosen Zustand verdrahtet bzw. ein-/ausgebaut
werden.
● Verwenden Sie Leitungen mit dem angemessenen Querschnitt für die jeweilige
Stromstärke. LOGO! können Sie mit Leitungen mit einem Querschnitt (Seite 37) zwischen
1,5 mm2 und 2,5 mm2 verdrahten.
● Ziehen Sie die Anschlussklemmen nicht zu fest an. Anzugsmomente: 0,5 Nm bis 0,6 Nm.
● Verlegen Sie Leitungen immer so kurz wie möglich. Sind längere Leitungen notwendig,
verwenden Sie geschirmte Leitungen. Verlegen Sie Leitungen immer paarweise, d. h.
einen Neutral oder Nullleiter zusammen mit einem Phasenleiter oder einer Signalleitung.
● Trennen Sie:
– Wechselstromverdrahtung
– Hochspannungs-Gleichstromverdrahtung mit schnellen Schaltfolgen
– Niederspannungs-Signalverdrahtung
● Die Leitungen müssen die erforderliche Zugentlastung haben.
● Versehen Sie blitzschlaggefährdete Leitungen mit einem geeigneten
Überspannungsschutz.
● Schließen Sie eine externe Spannungsversorgung nicht parallel zu einem DC-Ausgang
an eine Ausgangslast an. Dadurch kann am Ausgang Rückwärtsstrom entstehen, sofern
Sie den Aufbau nicht mit einer Diode oder einer ähnlichen Sperre versehen.
● Verwenden Sie nur zertifizierte Komponenten, um eine sichere Gerätefunktion zu
gewährleisten.

Hinweis
Nur qualifiziertes Personal, das die allgemein gültigen Regeln der Technik und die jeweils
gültigen Vorschriften und Normen kennt und beachtet, darf die LOGO! Geräte
installieren.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 25
LOGO! montieren und verdrahten
2.1 Aufbau der modularen LOGO!

Was Sie beim Einbau beachten müssen


LOGO! ist für den festen und geschlossenen Einbau in einem Gehäuse oder Schaltschrank
vorgesehen.

WARNUNG
Wenn Sie die LOGO! oder zugehörige Geräte im eingeschalteten Zustand einbauen oder
verdrahten, kann dies zu elektrischem Schlag oder zu fehlerhaftem Betrieb der Geräte
führen. Wenn Sie die LOGO! und zugehörige Geräte während des Einbaus oder Ausbaus
nicht vollständig von der Netzspannung trennen, kann es zu Tod, Verletzungen des
Personals und/oder Sachschaden kommen.
Befolgen Sie stets alle Sicherheitsvorkehrungen und stellen Sie sicher, dass die
Stromversorgung der LOGO! ausgeschaltet ist, bevor Sie die LOGO! oder zugehörige
Geräte einbauen oder ausbauen.
Baugruppen einer LOGO! sind offene Betriebsmittel. Das heißt, Sie dürfen LOGO! nur in
Gehäuse oder Schränke einbauen.
Der Zugang zu den Gehäusen oder Schränken darf nur mit einem Schlüssel oder mit
einem Werkzeug möglich sein und nur unterwiesenem oder zugelassenem Personal
gestattet werden.
Sie können LOGO! jederzeit über die Frontseite bedienen.

Sicherheit elektronischer Steuerungen


Einführung
Die nachfolgenden Ausführungen gelten unabhängig von der Art der elektronischen
Steuerung und deren Hersteller.
Zuverlässigkeit
Die Zuverlässigkeit der LOGO! Geräte und Komponenten wird durch umfangreiche und
kostenwirksame Maßnahmen in Entwicklung und Fertigung so hoch wie möglich getrieben.
Hierzu gehören:
● Auswahl qualitativ hochwertiger Bauelemente
● Entwurf aller Stromkreise für Szenarien im ungünstigsten Fall
● Systematische und rechnergesteuerte Prüfung aller angelieferten Komponenten
● Burn-in (Einbrennen) aller hochintegrierten Schaltungen (z. B. Prozessoren und
Speicher)
● Verhinderung von statischen Aufladungen beim Hantieren an oder mit MOS-Schaltungen
(Metalloxid-Halbleiterschaltungen)
● Sichtkontrollen in verschiedenen Stufen der Fertigung
● Wärmedauerlauf bei erhöhter Umgebungstemperatur über mehrere Tage
● Sorgfältige rechnergesteuerte Endprüfung
● Statistische Auswertung aller Rückwaren zur sofortigen Einleitung korrigierender
Maßnahmen
● Überwachung der wichtigsten Steuerungsteile durch Online-Tests (Watchdog für die CPU
usw.)
Diese Maßnahmen werden als Basismaßnahmen bezeichnet.

LOGO!
26 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! montieren und verdrahten
2.1 Aufbau der modularen LOGO!

Tests durchführen
Sie müssen für die Sicherheit Ihrer Anlage sorgen.
Führen Sie vor der endgültigen Inbetriebnahme einer Anlage einen vollständigen
Funktionstest und die notwendigen Sicherheitstests durch.
Testen Sie auch auf mögliche vorhersehbare Fehler. Sie vermeiden dadurch, Anlage oder
Personen während des Betriebs in Gefahr zu bringen.
Risiken
Überall dort, wo auftretende Fehler Personen- oder Materialschäden verursachen können,
müssen besondere Maßstäbe an die Sicherheit der Anlage und der Anwendung angelegt
werden. Für diese Anwendungen existieren spezielle, anlagenspezifische Vorschriften, die
beim Aufbau der Steuerung berücksichtigt werden müssen (z.B. VDE 0116 für
Feuerungsanlagen).
Für elektronische Steuerungen mit Sicherheitsverantwortung richten sich die Maßnahmen,
die zur Vermeidung bzw. zur Beherrschung von Fehlern zu ergreifen sind, nach dem Risiko,
das von der Anlage ausgeht. Ab einem gewissen Gefahrengrad sind die oben aufgeführten
grundlegenden Maßnahmen nicht mehr ausreichend und Sie müssen zusätzliche
Sicherheitsvorkehrungen für die Steuerung ergreifen.
Wichtiger Hinweis
Befolgen Sie die Anweisungen im Betriebshandbuch genau. da durch falsche Hantierung
möglicherweise Vorkehrungen zur Verhinderung gefährlicher Fehler außer Kraft gesetzt oder
zusätzliche Gefahrenquellen geschaffen werden.

2.1 Aufbau der modularen LOGO!

2.1.1 Maximalausbau des Netzwerks mit LOGO!

Maximalausbau des Netzwerks mit LOGO! 0BA8


Die LOGO! 0BA8 unterstützt die SIMATIC S7-Kommunikation über ein TCP/IP-Ethernet-
Netzwerk mit 10/100 Mbit/s.
Ein LOGO! 0BA8-Gerät kann die folgenden Netzwerkverbindungen unterstützen:
● Bis zu 16 S7-Kommunikationsverbindungen über TCP/IP mit folgenden Geräten:
– Zusätzliche LOGO! 0BA8-Geräte
– SIMATIC S7-Steuerungen mit Ethernet-Funktionalität
– Maximal ein SIMATIC HMI-System, das die Ethernet-Kommunikation mit vernetzten
S7-Steuerungen unterstützt.
Für die S7-Kommunikation stehen zwei Arten von Verbindungen zur Verfügung: statische
und dynamische Verbindungen. Bei der statischen Verbindung reserviert der Server die
erforderlichen Ressourcen für den verbundenen Client, um eine stabile
Datenübertragung zu gewährleisten. Bei der dynamischen Verbindung antwortet der
Server auf eine Kommunikationsanfrage nur dann, wenn freie Ressourcen verfügbar
sind. Sie können die statischen und dynamischen Verbindungen nach Bedarf

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 27
LOGO! montieren und verdrahten
2.1 Aufbau der modularen LOGO!

konfigurieren, z.B. n statische Verbindungen und 16-n dynamische Verbindungen.


LOGO! unterstützt maximal acht statische Verbindungen.
● Maximal eine TCP/IP-Ethernet-Verbindung mit dem LOGO! TDE. Ein LOGO! TDE-Modul
kann über die Auswahl der IP-Adresse mit verschiedenen Basismodulen verbunden
werden, es kann jedoch nicht mit mehreren Basismodulen gleichzeitig kommunizieren.
● Maximal eine TCP/IP-Ethernet-Verbindung zwischen einem LOGO! Basismodul und
einem PC mit installiertem LOGO!Soft Comfort V8.0

Hinweis
Eine Netzwerktopologie mit einer LOGO! 0BA8 lässt sich nur mithilfe von LOGO!Soft
Comfort V8.0 aufbauen.

Die folgende Grafik zeigt einen typischen Netzwerkaufbau mit LOGO! 0BA8:

① Physische Ethernet-Verbindungen
② Logische Verbindung für die Kommunikation zwischen LOGO! und PC (über TCP/IP-basiertes Ethernet)
③ Logische Verbindungen für die S7-Kommunikation zwischen SIMATIC-Geräten (mit S7-Protokoll über TCP/IP)

LOGO!
28 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! montieren und verdrahten
2.1 Aufbau der modularen LOGO!

2.1.2 Maximalausbau mit Erweiterungsmodulen


LOGO! unterstützt maximal 24 digitale Eingänge, 8 analoge Eingänge, 20 digitale Ausgänge
und 8 analoge Ausgänge (Seite 13). Den Maximalausbau können Sie wie im Folgenden
dargestellt auf verschiedene Arten erreichen:

Maximalausbau einer LOGO! mit analogen Eingängen - vier beschaltet


LOGO! Basismodul, 4 Digitalmodule und 6 Analogmodule (Beispiel)

Maximalausbau einer LOGO! mit analogen Eingängen - zwei beschaltet


LOGO! Basismodul, 4 Digitalmodule und 7 Analogmodule (Beispiel)

Maximalausbau einer LOGO! ohne analoge Eingänge integriert (LOGO! 24RCE/24RCEo und LOGO!
230RCE/230RCEo)
LOGO! Basismodul, 4 Digitalmodule und 8 Analogmodule (Beispiel)

Bei LOGO! 12/24RCE/12/24RCEo- und LOGO! 24CE/24CEo-Modulen können Sie


konfigurieren, ob das Modul null, zwei oder vier der vier möglichen Analogeingänge
verwendet. Alle Eingänge sind entsprechend der Anzahl Eingänge, die Sie für die Nutzung
durch das LOGO! Basismodul konfigurieren, fortlaufend nummeriert. Wenn Sie zwei
Eingänge konfigurieren, werden diese als AI1 und AI2 nummeriert, sie entsprechen den
Eingangsklemmen I7 und I8. Nachfolgende AI-Erweiterungsmodule beginnen dann mit der
Nummerierung bei AI3. Wenn Sie vier Eingänge konfigurieren, werden diese als AI1, AI2,
AI3 und AI4 nummeriert, sie entsprechen den Eingangsklemmen I7, I8, I1 und I2, in dieser
Reihenfolge. Nachfolgende AI-Erweiterungsmodule beginnen dann mit der Nummerierung
bei AI5. Siehe "Konstanten und Verbindungsklemmen (Seite 115)" und "Einstellen der
Anzahl der AI in LOGO! (Seite 267)".

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 29
LOGO! montieren und verdrahten
2.1 Aufbau der modularen LOGO!

Schnelle/optimale Kommunikation
Wenn Sie eine optimale und schnelle Kommunikation zwischen dem LOGO! Basismodul und
den verschiedenen Modulen sicherstellen möchten, installieren Sie zuerst die Digitalmodule
und dann die Analogmodule (wie in den Beispielen oben). (Ausnahme ist die Sonderfunktion
Regler: Der für den Wert PV verwendete Analogeingang sollte sich auf dem LOGO!
Basismodul oder auf einem Analogeingangsmodul neben dem LOGO! Basismodul
befinden.)
Das LOGO! TDE-Modul wird separat eingebaut und über die Ethernet-Schnittstelle mit dem
LOGO! Basismodul verbunden.

2.1.3 Aufbau mit unterschiedlichen Spannungsklassen

Regeln
Digitalmodule können Sie nur an Geräte der gleichen Spannungsklasse anschließen.
Analogmodule und Kommunikationsmodule können Sie an Geräte mit beliebiger
Spannungsklasse anschließen.
Sie können ohne eine Änderung des Schaltprogramms zwei gleiche DM8-
Erweiterungsmodule durch ein gleichartiges DM16-Erweiterungsmodul ersetzen (und
umgekehrt).

Hinweis
Zwei DM8 12/24R-Module können nur bei einer Versorgungsspannung von 24 V DC durch
ein DM16 24R-Modul ersetzt werden.
Zwei DM8 12/24R-Module können nur bei DC-Spannung und positivem Spannungseingang
durch ein DM16 24R-Modul ersetzt werden.

Übersicht: Erweiterungsmodul an das LOGO! Basismodul anschließen


In den folgenden Tabellen bedeutet "X", dass der Anschluss möglich ist, während "-"
bedeutet, dass der Anschluss nicht möglich ist.
LOGO! Basismodul Erweiterungsmodule
DM8 12/24R, DM8 24, DM 8 DM8 AM2,
DM16 DM16 24 24R 230R, AM2 RTD, AM2
24R DM16 AQ
230R
LOGO! 12/24RCE x x x - x
LOGO! 230RCE - - - x x
LOGO! 24CE x x x - x
LOGO! 24RCE x x x - x
LOGO! 12/24RCEo x x x - x
LOGO! 24CEo x x x - x
LOGO! 24RCEo x x x - x
LOGO! 230RCEo - - - x x

LOGO!
30 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! montieren und verdrahten
2.1 Aufbau der modularen LOGO!

Übersicht: Zusätzliches Erweiterungsmodul an Erweiterungsmodul anschließen

Erweiterungsmodul Zusätzliche Erweiterungsmodule


DM8 DM8 24, DM8 24R DM8 AM2,
12/24R, DM16 24 230R, AM2 RTD,
DM16 DM16 AM2 AQ
24R 230R
DM8 12/24R, x x x - x
DM16 24R
DM8 24, x x x - x
DM16 24
DM8 24 R x x x - x
DM8 230R, - - - x x
DM16 230R
AM2, x x x - x
AM2 RTD,
AM2 AQ

2.1.4 Kompatibilität
Das LOGO! TDE-Modul kann nur mit der Geräteserie 0BA8 verwendet werden. Das LOGO!
TDE ist mit der LOGO! 0BA8 vollständig kompatibel.
Das LOGO! TDE-Modul besitzt zwei Ethernet-Ports für die Netzwerkverbindung und ein 6-
zeiliges Textdisplay speziell für das LOGO! 0BA8-Gerät.
Alle Erweiterungsmodule (mit der Bestellnummer 6ED1055-1XXXX-0BA2) sind mit den
LOGO! Basismodulen der Geräteserie 0BA8 vollständig kompatibel und können nur mit der
Geräteserie 0BA8 verwendet werden.
LOGO! 0BA8 unterstützt nur Micro-SD-Karten.
Auf dem LOGO! Basismodul können Sie keine Meldetexte ändern, die einen der folgenden
Parameter enthalten:
● Par
● Zeit
● Datum
● EnTime
● EnDate
● Analoger Eingang
● Digitaler E/A-Zustand
● Sonderzeichen (z. B.: ±, €)
Solche Meldetexte können Sie nur in LOGO!Soft Comfort bearbeiten.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 31
LOGO! montieren und verdrahten
2.2 LOGO! einbauen/ausbauen

2.2 LOGO! einbauen/ausbauen

Abmessungen
LOGO! besitzt die Abmessungen für Installationsgeräte gemäß DIN 43880.
LOGO! kann durch Einrasten auf einer 35-mm-Standard-Hutschiene nach DIN EN 60715
befestigt oder mit zwei Schrauben M4 an der Wand montiert werden.
Breite von LOGO!:
● Das LOGO! TDE hat eine Breite von 128,2 mm.
● Die LOGO! 0BA8-Basismodule haben eine Breite von 71,5 mm.
● LOGO! Erweiterungsmodule haben eine Breite von 35,5 mm (DM8...) bzw. 71,5 mm
(DM16...).

Hinweis
Die unten stehende Abbildung zeigt ein Beispiel für den Einbau und Ausbau eines
LOGO! 12/24RCE und eines Digitalmoduls. Die gezeigten Maßnahmen gelten auch für
alle anderen LOGO! Basismodule und Erweiterungsmodule.

WARNUNG
Lebensgefahr bei Berührung von stromführenden Teilen
Bei Berührung von stromführenden Teilen kann es zu Tod oder schweren Verletzungen
kommen.
Das Ziehen und Stecken der Erweiterungsmodule darf nur im spannungslosen Zustand
erfolgen.

LOGO!
32 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! montieren und verdrahten
2.2 LOGO! einbauen/ausbauen

2.2.1 Hutschienenmontage

Montieren
So montieren Sie ein LOGO! Basismodul und ein Digitalmodul auf einer Hutschiene:
1. Setzen Sie das LOGO! Basismodul auf die Hutschiene auf.
2. Drücken Sie das hintere Ende nach unten, bis es einrastet. Der Montageschieber auf der
Rückseite muss einschnappen.

3. Nehmen Sie auf der rechten Seite des LOGO! Basismoduls/LOGO! Erweiterungsmoduls
die Abdeckung des Verbindungssteckers ab.
4. Setzen Sie das Digitalmodul rechts vom LOGO! Basismodul auf die Hutschiene auf.
5. Schieben Sie das Digitalmodul nach links bis zum LOGO! Basismodul.
6. Mit einem Schraubendreher drücken Sie auf den integrierten Schieber und schieben ihn
nach links. In der Endposition rastet der Schieber in das LOGO! Basismodul ein.

Zur Montage zusätzlicher Erweiterungsmodule wiederholen Sie die Schritte für das
Digitalmodul.

Hinweis
Die Erweiterungsschnittstelle des letzten Erweiterungsmoduls muss abgedeckt bleiben.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 33
LOGO! montieren und verdrahten
2.2 LOGO! einbauen/ausbauen

Ausbau
So bauen Sie LOGO! aus, wenn Sie nur ein LOGO! Basismodul installiert haben:
1. Stecken Sie einen Schraubendreher in die auf dem Bild gezeigte Öse am unteren Ende
des Montageschiebers und bewegen Sie ihn nach unten.
2. Schwenken Sie das LOGO! Basismodul von der Hutschiene.

So bauen Sie LOGO! aus, wenn Sie mindestens ein Erweiterungsmodul an das
LOGO! Basismodul angeschlossen haben:
1. Mit einem Schraubendreher drücken Sie auf den integrierten Schieber und schieben ihn
nach rechts.
2. Schieben Sie das Erweiterungsmodul nach rechts.
3. Stecken Sie einen Schraubendreher in die Öse am unteren Ende des Montageschiebers
und bewegen Sie ihn nach unten.
4. Schwenken Sie das Erweiterungsmodul von der Hutschiene.
Für jedes weitere Erweiterungsmodul wiederholen Sie die Schritte 1 bis 4.

Hinweis
Achten Sie beim Ausbau von Modulen darauf, dass der Schieber des Moduls, der die
Verbindung zum nächsten Modul herstellt, nicht eingerastet ist. Beim Ausbau mehrerer
Module ist es am einfachsten, mit dem letzten Modul auf der rechten Seite zu beginnen.

LOGO!
34 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! montieren und verdrahten
2.2 LOGO! einbauen/ausbauen

2.2.2 Wandmontage
Befolgen Sie die unten stehende Anleitung zur Wandmontage von LOGO! mithilfe von zwei
Montageschiebern und zwei Schrauben M4 (Anzugsmoment 0,8 Nm bis 1,2 Nm).

Hinweis
Wenn LOGO! nicht an der Wand montiert wird, müssen die Montageschieber immer in den
werkseitig voreingestellten Positionen, d. h. innerhalb des in der obigen Abbildung
angegebenen Datenbereichs belassen werden. Andernfalls können sich die
Montageschieber verformen, falls sie über lange Zeit heißen und feuchten
Umgebungsbedingungen ausgesetzt sind.

Bohrplan zur Wandmontage


Bevor Sie LOGO! an der Wand montieren, sollten Sie diese Bohrungen nach dem folgenden
Plan ausführen:

Alle Maße in mm
Bohrung für Schraube M4, Anzugsmoment 0,8 Nm bis 1,2 Nm.
①LOGO! Basismodul
② LOGO! Erweiterungsmodule DM8..., AM...
③ LOGO! Erweiterungsmodule DM16...

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 35
LOGO! montieren und verdrahten
2.2 LOGO! einbauen/ausbauen

2.2.3 Montieren des LOGO! TDE


Hinweis
Achten Sie darauf, das LOGO! TDE senkrecht auf der ebenen Fläche eines Gehäuses IP 65
oder NEMA Typ 4X/12 zu montieren.

Zum Vorbereiten der Montagefläche für das optionale LOGO! TDE und dessen Montage
gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Schneiden Sie einen Ausschnitt von 119 mm × 78,5 mm (Toleranz: +0,5 mm) aus der
Montagefläche aus.

2. Legen Sie die im Lieferumfang enthaltene Dichtung auf die Frontplatte des LOGO! TDE.
3. Passen Sie das LOGO! TDE in den Ausschnitt in der Montagefläche ein.
4. Bringen Sie die Montagehalterungen am LOGO! TDE an (im Lieferumfang enthalten).
5. Ziehen Sie die Schrauben an den Montagehalterungen mit einem Anzugsmoment von 0,2
Nm fest, um das LOGO! TDE zu befestigen.

① Montagehalterungen
② Schrauben
③ Dichtung
④ Schaltschranktür oder
Bedienfeld (Stärke: 1,5 mm bis 4
mm)

Dann können Sie das LOGO! TDE über die Ethernet-Schnittstelle mit dem LOGO!
Basismodul verbinden.

LOGO!
36 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! montieren und verdrahten
2.3 LOGO! verdrahten

2.2.4 LOGO! beschriften


Für die Beschriftung der LOGO! Module sind die Rechtecksflächen auf den Modulen
vorgesehen.

Bei Erweiterungsmodulen können Sie die rechteckigen Flächen z. B. zur Beschriftung der
Eingänge und Ausgänge verwenden. Sie können bei dieser Verbindung einen Deltafaktor
von +8 für die Eingänge bzw. von +4 für die Ausgänge angeben, wenn das LOGO!
Basismodul bereits 8 Eingänge bzw. 4 Ausgänge besitzt.

2.3 LOGO! verdrahten


Zum Verdrahten von LOGO! verwenden Sie einen Schraubendreher mit 3 mm Klingenbreite.
Für die Klemmen brauchen Sie keine Aderendhülsen. Sie können Leitungen verwenden, die
folgende Anforderungen erfüllen:
● Querschnitte bis zu folgender Stärke:
– 1 × 2,5 mm2
– 2 × 1,5 mm2für jede zweite Klemmenkammer
● Leitungsmaterial: Cu
● Nenn-Isolationstemperatur: 75 °C
Anzugsdrehmoment: 0,5 Nm bis 0,6 Nm oder 4,5 in-lbf bis 5,3 in-lbf.

Hinweis
Nach dem Einbau müssen die Klemmen abgedeckt sein. Um LOGO! ausreichend gegen
unzulässiges Berühren spannungsführender Teile zu schützen, sind die landesspezifischen
Normen einzuhalten.

2.3.1 Spannungsversorgung anschließen


Die 230-V-Varianten von LOGO! sind für Netzspannungen mit den Nennwerten 115 V AC/V
DC und 240 V AC/V DC geeignet. Die LOGO! 24-V- und 12-V-Varianten sind für eine
Versorgungsspannung von 24 V DC, 24 V AC bzw. 12 V DC geeignet. Beachten Sie dazu
die Anschlusshinweise der Ihrem Gerät beigelegten Produktinformation sowie die
technischen Daten im Anhang A bzgl. der zulässigen Spannungstoleranzen, Netzfrequenzen
und Stromaufnahmen.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 37
LOGO! montieren und verdrahten
2.3 LOGO! verdrahten

Das LOGO! TDE muss mit einer Spannung von 12 V DC oder 24 V AC/V DC gespeist
werden.

VORSICHT

Die Erweiterungsmodule DM8 230R und DM16 230R müssen mit derselben Art von
Spannungsversorgung (Gleichstrom oder Wechselstrom) wie die angeschlossene 230-V-
Variante des LOGO! Basismoduls betrieben werden. Dabei muss der gleiche
Versorgungsausgang "+/-" (bei DC-Stromversorgungen) bzw. "N/L" (bei AC-
Stromversorgungen) jeweils mit der gleichen Phase sowohl am Erweiterungsmodul DM8/16
230R als auch am angeschlossenen LOGO! 230 .... verbunden werden. Nichtbeachtung
der Anweisungen kann zu Verletzungen führen.

Hinweis
Ein Spannungsausfall kann dazu führen, dass bei flankengetriggerten Sonderfunktionen eine
zusätzliche Flanke verursacht wird. Die gespeicherten Daten sind dann vom letzten
ununterbrochenen Zyklus.

LOGO! anschließen
Schließen Sie LOGO!, abhängig davon, ob Sie mit einer Gleichstrom- oder
Wechselstromversorgung arbeiten, wie im Folgenden gezeigt an die Stromversorgung an:

Hinweis
LOGO! ist ein schutzisoliertes Schaltgerät. Sie müssen die FE-Klemme an Erde
anschließen.

LOGO!
38 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! montieren und verdrahten
2.3 LOGO! verdrahten

Schutzbeschaltung bei Wechselspannung


Bei Spannungsspitzen auf der Versorgungsleitung können Sie einen Metalloxidvaristor
(MOV) einsetzen. Achten Sie darauf, dass die Arbeitsspannung des Varistors mindestens 20
% höher ist als die Nennspannung (z. B. S10K275).

Schutzbeschaltung bei Gleichspannung


Um Spannungsspitzen auf den Versorgungsleitungen zu unterdrücken, installieren Sie eine
Schutzvorrichtung, z. B. DEHN (Bestellnummer 918 402).

2.3.2 Spannungsversorgung für das LOGO! TDE anschließen


Das LOGO! TDE muss an eine externe Versorgung mit einer Spannung von 12 V DC bzw.
24 V AC/V DC angeschlossen werden. Das LOGO! TDE verfügt über einen Netzanschluss.
Verbinden Sie die Stromversorgung mit dem Netzanschluss und anschließend den
Anschluss mit der Stromversorgungsschnittstelle am LOGO! TDE.

① Ethernet-Schnittstellen
② Stromversorgung
• Der Spannungsanschluss ist nichtpolar. Bei Anschluss einer DC-Versorgung an das
LOGO! können Sie die positive oder die negative Versorgungsleitung an Stift 1 bzw.
2 anschließen.
• Stift 3 muss mit Erde verbunden werden.

Hinweis
Siemens empfiehlt, das LOGO! TDE durch eine Sicherung von 0,5 A an der
Spannungsversorgung abzusichern.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 39
LOGO! montieren und verdrahten
2.3 LOGO! verdrahten

2.3.3 Eingänge von LOGO! anschließen

Anforderungen
An die Eingänge werden Sensorelemente angeschlossen wie: Taster, Schalter,
Lichtschranken, Dämmerungsschalter usw.

Sensoreigenschaften für LOGO!


LOGO! 12/24RCE LOGO! 24CE LOGO! DM8 LOGO! DM8
LOGO! 12/24RCEo LOGO! 24CEo 12/24R 24
I3 ... I6 I1, I2, I7, I8 I3 ... I6 I1, I2, I7, I8 I1 ... I8 I1 ... I8
Schaltzustand 0 < 5 V DC < 5 V DC < 5 V DC < 5 V DC < 5 V DC < 5 V DC
Eingangsstrom < 0,85 mA < 0,05 mA < 0,85 mA < 0,05 mA < 0,85 mA < 0,85 mA
Schaltzustand 1 > 8,5 V DC > 8,5 V DC > 12 V DC > 12 V DC > 8,5 V DC > 12 V DC
Eingangsstrom > 1,5 mA > 0,1 mA > 2 mA > 0,15 mA > 1,5 mA > 2 mA

LOGO! 24RCE (AC) LOGO! 24RCE (DC) LOGO! 230RCE (AC) LOGO! 230RCE (DC)
LOGO! 24RCEo (AC) LOGO! 24RCEo (DC) LOGO! 230RCEo (AC) LOGO! 230RCEo (DC)
LOGO! DM8 24R (AC) LOGO! DM8 24R (DC) LOGO! DM8 230R (AC) LOGO! DM8 230R (DC)
Schaltzustand 0 < 5 V AC < 5 V DC < 40 V AC < 30 V DC
Eingangsstrom < 1,0 mA < 1,0 mA < 0,03 mA < 0,03 mA
Schaltzustand 1 > 12 V AC > 12 V DC > 79 V AC > 79 V DC
Eingangsstrom > 2,5 mA > 2,5 mA > 0,08 mA > 0,08 mA

LOGO! DM16 24R LOGO! DM16 24 LOGO! DM16 230R (AC) LOGO! DM16 230R (DC)
Schaltzustand 0 < 5 V DC < 5 V DC < 40 V AC < 30 V DC
Eingangsstrom < 1,0 mA < 1,0 mA < 0,05 mA < 0,05 mA
Schaltzustand 1 > 12 V DC > 12 V DC > 79 V AC > 79 V DC
Eingangsstrom > 2,0 mA > 2,0 mA > 0,08 mA > 0,08 mA

Hinweis
LOGO! 230RCE/230RCEo und das Erweiterungsmodul DM16 230R enthalten jeweils zwei
Gruppen zu je 4 Eingängen, mit insgesamt acht Eingängen. Innerhalb einer Gruppe muss an
allen Eingängen die gleiche Phase verwendet werden. Verschiedene Phasen sind nur
zwischen den Gruppen möglich.
Beispiel: I1 bis I4 an Phase L1, I5 bis I8 an Phase L2.
An den Eingängen der LOGO! DM8 230R dürfen keine unterschiedlichen Phasen
angeschlossen werden.

Sensoranschlüsse
Anschließen von Glimmlampen und 2-Draht-Näherungsschaltern (Bero) an LOGO!
230RCE/230RCEo oder LOGO! DM8 230R (AC) und LOGO! DM16 230R (AC)
Im folgenden Bild wird dargestellt, wie ein Schalter mit Glimmlampe an LOGO!
angeschlossen wird. Der durch die Glimmlampe fließende Strom lässt LOGO! das Signal 1

LOGO!
40 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! montieren und verdrahten
2.3 LOGO! verdrahten

erkennen, obwohl der Schalterkontakt nicht geschlossen ist. Wird jedoch ein Schalter
benutzt, dessen Glimmlampe mit einer eigenen Spannungsversorgung versehen ist, tritt
dieses Verhalten nicht auf.

Wenn Sie 2-Draht-Näherungsschalter einsetzen möchten, dann müssen Sie auf den
Ruhestrom der Näherungsschalter achten. Bei einigen 2-Draht-Näherungsschaltern ist der
Ruhestrom so hoch, dass er von LOGO! als Signal 1 erkannt wird. Vergleichen Sie daher
den Ruhestrom der Näherungsschalter mit den technischen Daten der Eingänge (Seite 287).
Abhilfe
Um dieses Verhalten zu unterdrücken, können Sie einen X1/X2Kondensator mit 100 nF und
275 V AC einsetzen. Dieser Kondensatortyp erzeugt im Fall der Zerstörung eine sichere
Trennung. Die Höhe der Spannung, für die der Kondensator ausgelegt ist, müssen Sie so
wählen, dass dieser bei Überspannung nicht zerstört wird!
Die Spannung zwischen N und einem Eingang I(n) darf bei 230 V AC nicht größer als 40 V
sein, um das Signal 0 zu gewährleisten. An den Kondensator können ca. 10 Glimmlampen
angeschlossen werden.

Beschränkungen
Schaltzustandswechsel 0 → 1 / 1 → 0
Beim Wechsel des Schaltzustands von 0 nach 1 muss Schaltzustand 1 und beim Wechsel
von 1 nach 0 muss Schaltzustand 0 mindestens für einen Programmzyklus anliegen, damit
LOGO! den neuen Schaltzustand erkennt.
Die Ausführungszeit des Schaltprogramms ist von der Größe des Programms abhängig. Im
Anhang "Zykluszeit ermitteln (Seite 315)" finden Sie die Beschreibung eines kleinen
Testprogramms, mit dem Sie die aktuelle Zykluszeit ermitteln können.

Besonderheiten von LOGO! 12/24RCE/RCEo und LOGO! 24CE/24CEo


Schnelle Digitaleingänge: I3, I4, I5 und I6
Diese Module besitzen schnelle Digitaleingänge (Vor-/Rückwärtszähler,
Schwellwertschalter). Für diese schnellen Digitaleingänge gelten die oben genannten
Beschränkungen nicht.

Hinweis
Erweiterungsmodule besitzen keine schnellen Digitaleingänge.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 41
LOGO! montieren und verdrahten
2.3 LOGO! verdrahten

Analogeingänge: I1 und I2, I7 und I8


Bei den LOGO! Varianten 12/24RCE/RCEo und 24CE/24CEo können Sie die Eingänge I1,
I2, I7 und I8 als Digitaleingänge oder als Analogeingänge nutzen. Das LOGO!
Schaltprogramm definiert den Eingabemodus (digital oder analog).
Die Eingänge I1, I2, I7 und I8 sind Digitaleingänge und die Eingänge AI3, AI4, AI1 und AI2
sind Analogeingänge, siehe "Konstanten und Verbindungsklemmen (Seite 115)". AI3
entspricht der Eingangsklemme I1, AI4 entspricht I2, AI1 entspricht I7, AI2 entspricht I8. Die
Verwendung von AI3 und AI4 ist optional. Sie konfigurieren Ihre LOGO! für die Verwendung
von zwei oder vier Analogeingängen wie unter "Einstellen der Anzahl der AI in LOGO!
(Seite 267)" beschrieben.
Bei der Nutzung der Eingänge I1, I2, I7 und I8 als Analogeingänge steht nur der Bereich von
0 bis 10 V DC zur Verfügung.
Anschließen eines Potentiometers an die Eingänge I1, I2, I7 und I8
Um bei einer vollen Umdrehung des Potentiometers 10 V als Maximalwert zu erhalten, muss
unabhängig von der Eingangsspannung am Potentiometer noch ein Vorwiderstand
vorgeschaltet werden (siehe folgende Abbildung).
Folgende Größen der auszuwählenden Potentiometer und des dazugehörigen
Vorwiderstands werden empfohlen:

Spannung Potentiometer Vorwiderstand


12 V 5 kΩ -
24 V 5 kΩ 6,6 kΩ

Bei Einsatz eines Potentiometers und 10 V Eingangsspannung als Maximalwert müssen bei
einer anstehenden Eingangsspannung von 24 V über den Vorwiderstand 14 V abfallen,
damit bei einer vollen Umdrehung des Potentiometers als Maximum 10 V abgegeben
werden. Bei einer Spannung von 12 V kann dies vernachlässigt werden.

Hinweis
Das LOGO! AM2 Erweiterungsmodul bietet weitere Analogeingänge. Das LOGO! AM2 RTD-
Erweiterungsmodul bietet PT100/PT1000-Eingänge.
Verwenden Sie bei Analogsignalen immer verdrillte und geschirmte Leitungen und führen
Sie diese so kurz wie möglich aus.

Sensoranschlüsse
Schließen Sie Sensoren wie im Folgenden gezeigt an LOGO! an.

LOGO!
42 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! montieren und verdrahten
2.3 LOGO! verdrahten

LOGO! 12/24.... und LOGO! 24...

Die Eingänge von diesen Geräten sind


potentialgebunden und benötigen daher das
gleiche Bezugspotential (Masse) wie die
Spannungsversorgung.
Bei den Modulen LOGO! 12/24RCE/RCEo
und LOGO! 24CE/24CEo können Sie analoge
Signale zwischen Versorgungsspannung und
Masse abgreifen (* = Vorwiderstand (6,6 kΩ)
bei 24 V DC).

Anschlussbeispiel

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 43
LOGO! montieren und verdrahten
2.3 LOGO! verdrahten

LOGO! 230....

Die Eingänge dieser Geräte sind in zwei


Gruppen zu je vier Eingängen aufgeteilt.
Verschiedene Phasen sind nur zwischen den
Blöcken, nicht innerhalb der Blöcke möglich.

Anschlussbeispiel

WARNUNG

Aufgrund bestehender Sicherheitsbestimmungen (VDE 0110, ... und IEC 61131-2, ... sowie
cULus) ist es nicht zulässig, verschiedene Phasen an einer Eingangsgruppe (I1 - I4 oder I5
- I8) einer AC-Variante bzw. an den Eingängen eines Digitalmoduls anzuschließen.

LOGO!
44 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! montieren und verdrahten
2.3 LOGO! verdrahten

LOGO! AM2

① FEKlemme zum Anschluss von Erde und ③ Leitungsschirm


Leitungsschirm der analogen Messleitung
② Erde ④ Standard-Hutschiene

Die obige Abbildung zeigt ein Beispiel für 4-Draht-Strommessung und 2-Draht-
Spannungsmessung.
Anschließen eines 2-Draht-Sensors an LOGO! AM2
Verdrahten Sie die Anschlussleitungen des 2-Draht-Sensors wie folgt:
1. Verbinden Sie den Ausgang des Sensors mit dem Anschluss U (0 V bis 10 V
Spannungsmessung) bzw. Anschluss I (0/4 mA bis 20 mA Strommessung) des AM2-
Moduls.
2. Legen Sie den Plusanschluss des Sensors auf die 24 V der Versorgungsspannung (L+).
3. Schließen Sie den Masseanschluss des Stromausgangs M (an der rechten Seite des
Sensors, siehe Bild oben) an den entsprechenden M-Eingang (M1 oder M2) des AM2-
Moduls an.

LOGO! AM2 RTD


Sie können maximal zwei PT100-Sensoren oder zwei PT1000-Sensoren oder einen PT100-
plus einen PT1000-Sensor in 2-Leiter- oder 3-Leitertechnik oder in einer Mischung aus 2-
Leiter- und 3-Leitertechnik an das Modul anschließen. Beachten Sie, dass das Modul nur
den Sensortyp PT100 oder PT1000 mit dem Standard-Temperaturkoeffizienten α= 0,003850
unterstützt.
Wenn Sie die Anschlussart 2-Leitertechnik wählen, müssen Sie am Modul eine
Kurzschlussbrücke zwischen die Klemmen U1- und IC1 bzw. U2- und IC2 setzen. Bei dieser
Anschlussart erfolgt keine Korrektur des durch den ohmschen Widerstand der Messleitung
verursachten Fehlers. Wenn ein PT100-Sensor angeschlossen ist, entspricht ein
Leitungswiderstand von 1 Ω einem Messfehler von +2,5 °C. Wenn ein PT1000-Sensor
angeschlossen ist, entspricht ein Leitungswiderstand von 1 Ω einem Messfehler von +0,25
°C.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 45
LOGO! montieren und verdrahten
2.3 LOGO! verdrahten

Die Anschlussart 3-Leitertechnik unterdrückt den Einfluss der Leitungslänge (ohmscher


Widerstand) auf das Messergebnis.

Hinweis
Schwankende Analogwerte sind das Ergebnis einer nicht vorhandenen oder falsch
montierten Abschirmung der Verbindungsleitung vom Analogwertgeber zum analogen
LOGO! Erweiterungsmodul AM2 / AM2 RTD (Geberleitung).
Um beim Einsatz dieser Erweiterungsmodule schwankende Analogwerte zu vermeiden,
ergreifen Sie folgende Maßnahmen:
• Verwenden Sie nur Geberleitungen mit einem Leitungsschirm.
• Kürzen Sie die Geberleitung so weit wie möglich. Die Geberleitung darf nicht länger als
10 m sein.
• Klemmen Sie den Schirm der Geberleitung nur einseitig und nur an der FEKlemme des
Erweiterungsmoduls AM2/AM2 AQ/AM2 RTD an.
• Verbinden Sie die Masse der Geberversorgung mit der FE-Klemme des
Erweiterungsmoduls.
• Vermeiden Sie den Betrieb des LOGO! Erweiterungsmoduls AM2 RTD an einer nicht
geerdeten (potentialfreien) Stromversorgung. Lässt sich dies nicht vermeiden, so
verbinden Sie den negativen Ausgang/Masseausgang der Stromversorgung mit dem
Leitungsschirm der Messleitungen des Widerstandsthermometers.

LOGO!
46 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! montieren und verdrahten
2.3 LOGO! verdrahten

2.3.4 Ausgänge anschließen

LOGO! ...R...
Die LOGO! ...R...-Variante verfügt über Relaisausgänge. Die Kontakte der Relais sind von
der Spannungsversorgung und von den Eingängen potentialgetrennt.

Voraussetzungen für Relaisausgänge


An die Ausgänge können Sie verschiedene Lasten anschließen, z.B. Lampen,
Leuchtstoffröhren, Motoren, Schütze usw. Zu den erforderlichen Eigenschaften der an
LOGO! ...R... angeschlossenen Last, siehe technische Daten (Seite 287).

Anschließen
Schließen Sie die Last wie im Folgenden gezeigt an LOGO! ...R... an:

LOGO! mit Transistorausgängen


LOGO! Varianten mit Transistorausgängen erkennen Sie daran, dass in der
Typenbezeichnung der Buchstabe R fehlt. Die Ausgänge sind kurzschlussfest und
überlastfest. Eine getrennte Einspeisung der Lastspannung ist nicht notwendig, da LOGO!
die Spannungsversorgung der Last übernimmt.

Voraussetzungen für Transistorausgänge


Die an LOGO! angeschlossene Last muss folgende Eigenschaften besitzen:
● Der maximale Schaltstrom beträgt je Ausgang 0,3 Ampere.

Anschließen
Schließen Sie die Last wie im Folgenden gezeigt an eine LOGO! mit Transistorausgängen
an:

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 47
LOGO! montieren und verdrahten
2.3 LOGO! verdrahten

LOGO! AM2 AQ
Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel für den Anschluss der Spannung oder Stromlast.

① Erde
② Standard-Hutschiene

2.3.5 Ethernet-Schnittstelle anschließen

LOGO! ...E
Die Variante LOGO! ...E verfügt über eine RJ45-Ethernet-Schnittstelle mit 10/100 Mbit/s.

Anforderungen an das Netzwerkkabel


Verwenden Sie ein geschirmtes Ethernet-Kabel zum Anschluss an die Ethernet-Schnittstelle.
Um elektromagnetische Störungen zu minimieren, verwenden Sie ein geschirmtes
Ethernetkabel mit verdrilltem Leitungspaar (Kategorie 5) mit einem geschirmten RJ45-
Stecker an beiden Enden.

LOGO!
48 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! montieren und verdrahten
2.4 In Betrieb nehmen

Anschließen
Schließen Sie die FE-Klemme an Erde sowie ein Netzwerkkabel an die Ethernet-
Schnittstelle an.

① Erde
② Ethernet-Kabel zum Anschluss an die Ethernet-Schnittstelle
③ LED für den Ethernet-Status

LED für den Ethernet-Status


LED-Typ Farbe Beschreibung
Status-LED Orange blinkend LOGO! empfängt/sendet Daten über Ethernet.
Dauerlicht grün LOGO! ist bereits an Ethernet angeschlossen.

2.4 In Betrieb nehmen

2.4.1 LOGO! einschalten


LOGO! besitzt keinen Netzschalter. Wie LOGO! beim Einschalten reagiert, hängt von den
folgenden Bedingungen ab:
● Ob ein Schaltprogramm in LOGO! gespeichert ist
● Ob eine Micro-SD-Karte eingesetzt wurde
● Ob es sich um eine LOGO! Variante ohne Display (LOGO!...o) handelt
● Ob LOGO! sich zum Zeitpunkt des Stromausfalls im Betriebszustand RUN oder STOP
befindet
Damit das Erweiterungsmodul an LOGO! in den RUN-Modus wechselt, prüfen Sie bitte
Folgendes:
● Ist der Schiebekontakt zwischen LOGO! und dem Erweiterungsmodul richtig eingerastet?
● Wurde die Spannungsversorgung am Erweiterungsmodul angeschlossen?
● Bitte achten Sie darauf, dass Sie zuerst die Stromversorgung des Erweiterungsmoduls
einschalten und danach die Stromversorgung des LOGO! Basismoduls (oder beide
Stromversorgungen gleichzeitig), sonst wird das Erweiterungsmodul beim Anlauf des
LOGO! Basismoduls nicht erkannt.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 49
LOGO! montieren und verdrahten
2.4 In Betrieb nehmen

Die folgende Abbildung zeigt alle möglichen Reaktionen der LOGO!:

LOGO!
50 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! montieren und verdrahten
2.4 In Betrieb nehmen

Sie können sich aber auch die vier einfachen Regeln für den Anlauf von LOGO! merken :
1. Wenn weder LOGO! noch die eingesteckte Karte ein Schaltprogramm enthalten, zeigt
LOGO! Basic Folgendes an:

2. LOGO! kopiert das Schaltprogramm automatisch zum Speichern auf die Karte und
überschreibt das vorhandene Schaltprogramm.
3. Befindet sich in LOGO! oder auf der Karte ein Schaltprogramm, dann wechselt LOGO! in
den Betriebszustand, den es vor dem NetzAus hatte. Handelt es sich um eine Variante
ohne Display (LOGO!...o), dann erfolgt ein automatischer Übergang von STOP nach
RUN (LED wechselt von Rot nach Grün).
4. Wenn Sie bei mindestens einer Funktion Remanenz eingeschaltet bzw. eine Funktion mit
ständig eingeschalteter Remanenz eingesetzt haben, behält LOGO! die aktuellen Werte
bei einem Netz-Aus bei.

Hinweis
Wenn Sie ein Schaltprogramm eingeben und während der Eingabe ein Netzausfall auftritt,
dann fehlt das Schaltprogramm in LOGO! nach Netzwiederkehr.
Sichern Sie deshalb vor dem Ändern Ihr ursprüngliches Schaltprogramm mit LOGO!Soft
Comfort auf einer Speicherkarte oder einem Computer.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 51
LOGO! montieren und verdrahten
2.4 In Betrieb nehmen

2.4.2 Betriebszustände

LOGO! Basismodul, Betriebszustände


LOGO! Basismodule (LOGO! Basic oder LOGO! Pure) haben zwei Betriebszustände: STOP
und RUN.
STOP RUN
• Beim Start des Programms zeigt das • Display: Maske zum Beobachten der Eingänge
Display an, dass das Programm leer ist bzw. Ausgänge und Meldungen (nach START im
Hauptmenü) oder für das Parametriermenü.
(außer bei Geräten LOGO!...o)
• LOGO! in die Betriebsart Programmieren (außer bei Geräten LOGO!...o).
schalten • LOGO! in die Betriebsart Parametrieren schalten
(außer bei Geräten LOGO!...o) (außer bei Geräten LOGO!...o)
• LED leuchtet rot • LED leuchtet grün
(nur bei Geräten LOGO!...o) (nur bei Geräten LOGO!...o)
Aktion von LOGO!: Aktion von LOGO!:
• Eingänge werden nicht eingelesen. • LOGO! liest den Zustand der Eingänge ein.
• Schaltprogramm wird nicht bearbeitet. • LOGO! berechnet mit dem Schaltprogramm den
• Relaiskontakte sind immer offen bzw. die Zustand der Ausgänge.
Transistorausgänge sind abgeschaltet. • LOGO! schaltet die Relais-/Transistorausgänge
ein bzw. aus.

Hinweis
Nach dem Einschalten schaltet das System schnell nacheinander die Ausgänge auf der
LOGO! 24CE/24CEo. Unbeschaltet kann bis ca. 100 ms eine Spannung > 8 V auftreten; bei
Belastung der Schaltung sinkt die Zeit in den Mikrosekundenbereich.

LOGO! Erweiterungsmodule, Betriebszustände


LOGO! Erweiterungsmodule haben drei Betriebszustände. Die Farbe der LED (RUN/STOP)
zeigt einen von drei Betriebszuständen für LOGO! Erweiterungsmodule an.

Grün (RUN) Rot (STOP) Orange/Gelb


Das Erweiterungsmodul Das Erweiterungsmodul Initialisierungsphase des
kommuniziert mit dem linken kommuniziert nicht mit dem Erweiterungsmoduls
Gerät. linken Gerät.

LOGO!
52 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren 3
Die ersten Schritte mit LOGO!
Die Programmierung bezieht sich auf ein Schaltprogramm des LOGO! Basismoduls.
In diesem Kapitel stellen wir Ihnen vor, wie Sie mit LOGO! Ihre Anwendungen in LOGO!
Schaltprogramme umsetzen können.
LOGO!Soft Comfort ist die LOGO! Programmiersoftware, mit der Sie auf Ihrem PC die
Schaltprogramme schnell und bequem erstellen, testen, ändern, speichern und drucken
können. Die Themen in diesem Handbuch beziehen sich nur auf die Erstellung von
Schaltprogrammen auf dem eigentlichen LOGO! Basismodul. Die Programmiersoftware
LOGO!Soft Comfort enthält eine umfangreiche Online-Hilfe.

Hinweis
LOGO! Varianten ohne Display, d. h. die LOGO! 24CEo, LOGO! 12/24RCEo, LOGO!
24RCEo und LOGO! 230RCEo haben keine Bedien- und Anzeigeeinheit. Diese Geräte sind
ideal für Serienanwendungen im Kleinmaschinen- und Apparatebau.
Die Varianten LOGO!...o werden nicht direkt auf dem Gerät programmiert. Stattdessen laden
Sie ein Programm, das Sie auf einem anderen LOGO! Gerät erstellt haben, über LOGO!Soft
Comfort oder von Speicherkarten auf das Gerät.
LOGO! Varianten ohne Display können keine Daten auf Speicherkarten schreiben.
Weitere Informationen finden Sie in den Kapiteln "Arbeiten mit Speicherkarten (Seite 269)",
"LOGO! Software (Seite 281)" und im Anhang "LOGO! ohne Display ("LOGO! Pure")
(Seite 317)".

Im ersten Teil des Kapitels lernen Sie anhand eines kleinen Beispiels die Arbeitsweise mit
LOGO! kennen:
● Zunächst erfahren Sie die Bedeutung der zwei Grundbegriffe Klemme und Block.
● In einem zweiten Schritt entwickeln Sie aus einer einfachen konventionellen Schaltung
ein Schaltprogramm.
● Und zum Schluss geben Sie dieses Programm direkt in LOGO! ein.
Nach wenigen Seiten Handbuchlektüre wird Ihr erstes Schaltprogramm lauffähig im LOGO!
Gerät abgelegt sein. Mit der passenden Hardware (Schalter usw.) können Sie dann bereits
erste Tests durchführen.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 53
LOGO! programmieren
3.1 Klemmen

3.1 Klemmen

LOGO! besitzt Eingänge und Ausgänge


Beispiel einer Zusammensetzung mehrerer Module:

Die Abbildung zeigt die Nutzung der Eingänge, nicht die tatsächliche Markierung auf dem
Modul.
Die Eingänge sind durch den Buchstaben I gefolgt von einer Zahl gekennzeichnet. Wenn Sie
LOGO! von vorn betrachten, sehen Sie die Klemmen für die Eingänge oben. Nur bei den
Analogeingangsmodulen LOGO! AM2 und AM2 RTD befinden sich die Eingänge unten.
Die Ausgänge sind durch den Buchstaben Q gefolgt von einer Zahl gekennzeichnet (auf
dem Modul AM2 AQ ist die Kennzeichnung AQ und eine Zahl). Die Klemmen der Ausgänge
sehen Sie im Bild unten.

LOGO!
54 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.1 Klemmen

Hinweis
LOGO! kann die Ein- und Ausgänge der einzelnen Erweiterungsmodule unabhängig von
deren Typ erkennen und kann sie lesen bzw. schalten. Die Nummerierung der Ein- und
Ausgänge folgt der Reihenfolge, in der die Module zusammengesteckt sind.
Bei der LOGO!-Serie 0BA8 sind die folgenden Ein-/Ausgänge und Merkerblöcke zum
Erstellen des Schaltprogramms in LOGO! verfügbar:
• I1 bis I24, AI1 bis AI8, Q1 bis Q20, AQ1 bis AQ8, M1 bis M64 und AM1 bis AM64.
• 32 Schieberegisterbits S1.1 bis S4.8
• 4 Cursortasten C , C , C und C
• Vier Funktionstasten auf dem LOGO! TDE: F1, F2, F3 und F4
• 64 unbeschaltete Ausgänge X1 bis X64
Wenn Sie zuvor einen der digitalen oder analogen Netzwerkeingänge/-ausgänge NI1 bis
NI64, NAI1 bis NAI32, NQ1 bis NQ64 und NAQ1 bis NAQ16 in Ihrem Schaltprogramm mit
LOGO!Soft Comfort konfiguriert haben, sind diese digitalen oder analogen
Netzwerkeingänge/-ausgänge nach dem Laden des Schaltprogramms in die LOGO! darin
verfügbar. Sie können jedoch nicht das übrige Programm über die LOGO! bearbeiten, mit
Ausnahme des Parameters Par.
Weitere Details dazu erhalten Sie unter "Konstanten und Verbindungsklemmen (Seite 115)".
Das Folgende gilt für die Eingänge I1, I2, I7 und I8 der LOGO!-Varianten 12/24... und LOGO!
24CE/24CEo: Wenn Sie I1, I2, I7 oder I8 im Schaltprogramm verwenden, ist dieses
Eingangssignal digital. Wenn Sie AI3, AI4, AI1 oder AI2 verwenden, ist das Eingangssignal
analog. Die Nummerierung der Analogeingänge ist bedeutend: AI1 und AI2 entsprechen I7
und I8. Durch die zwei zusätzlichen neuen Analogeingänge nutzen diese Module optional I1
für AI3 und I2 für AI4. Eine grafische Darstellung finden Sie unter "Maximalausbau mit
Erweiterungsmodulen (Seite 29)". Beachten Sie, dass Sie die Eingänge I3, I4, I5 und I6 auch
als schnelle Digitaleingänge nutzen können.

Klemmen der LOGO!


Als Klemme werden alle Anschlüsse und Zustände in LOGO! bezeichnet. .
Die digitalen Ein- und Ausgänge können den Zustand '0' oder '1' annehmen. Zustand '0'
bedeutet, dass am Eingang keine spezifische Spannung anliegt. Zustand '1' bedeutet, dass
am Eingang eine spezifische Spannung anliegt.
Die Anschlüsse 'hi' und 'lo' erleichtern Ihnen die Erstellung des Schaltprogramms. Dem
Anschluss 'hi' (High) ist der Zustand '1' und dem Anschluss 'lo' (Low) der Zustand '0'
zugewiesen.
Sie müssen nicht alle Anschlüsse eines Blocks benutzen. Für nicht benutzte Anschlüsse
nimmt das Schaltprogramm automatisch denjenigen Zustand an, der das Funktionieren des
jeweiligen Blocks gewährleistet.
Informationen zur Bedeutung des Begriffs "Block" finden Sie unter "Blöcke und
Blocknummern (Seite 57)".

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 55
LOGO! programmieren
3.1 Klemmen

LOGO! hat folgende Klemmen:


Klemmen

Eingänge LOGO! 230RCE Zwei Gruppen: I9 bis I24 AI1 bis keine
LOGO! 230RCEo I1 bis I4 und I5 bis I8 AI8
LOGO! 24RCE
LOGO! 24RCEo
LOGO! 12/24RCE I1, I2, I3-I6, I7, I8 I9 bis I24 AI5 bis
LOGO! 12/24RCEo AI3, AI4 ... AI1, AI2 AI8
LOGO! 24CE
LOGO! 24CEo
Ausgänge Q1 bis Q4 Q5 bis keine AQ1
Q20 bis
AQ8
lo Signal mit Pegel '0' (Aus)
hi Signal mit Pegel '1' (Ein)
Merker Digitale Merker: M1 bis M64
Analogmerker: AM1 bis AM64
Schieberegisterbits S1.1 bis S4.8
Netzwerkeingänge 1) NI1 bis NI64
Analoge NAI1 bis NAI32
Netzwerkeingänge 1)
Netzwerkausgänge NQ1 bis NQ64
1)

Analoge NAQ1 bis NAQ16


Netzwerkausgänge
1)

DM: Digitalmodul
AM: Analogmodul
1) Um diese vier Klemmen in einem LOGO! 0BA8 verfügbar zu machen, müssen Sie sie im
Schaltprogramm mit LOGO!Soft Comfort V8.0 konfigurieren und das Schaltprogramm in das
LOGO! 0BA8-Gerät laden.

LOGO!
56 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.2 Blöcke und Blocknummern

3.2 Blöcke und Blocknummern


In diesem Kapitel stellen wir Ihnen vor, wie Sie mit den Elementen von LOGO! umfangreiche
Schaltungen erstellen können und wie die Blöcke untereinander und mit den Ein- und
Ausgängen verknüpft werden.
Unter "Vom Stromlaufplan zum LOGO! Programm (Seite 59)" erfahren Sie, wie Sie ein
herkömmliches Schaltprogramm in ein LOGO!-Schaltprogramm umwandeln.

Blöcke
Ein Block in LOGO! ist eine Funktion, die Eingangsinformationen in Ausgangsinformationen
umsetzt. Früher mussten Sie die einzelnen Elemente im Schaltschrank oder
Anschlusskasten verdrahten. Beim Erstellen des Schaltprogramms verbinden Sie Klemmen
mit Blöcken.

Logische Verknüpfungen
Die einfachsten Blöcke sind logische Verknüpfungen:
● AND
● OR
● ...

Wesentlich leistungsfähiger sind die Sonderfunktionen:


● Stromstoßrelais
● Vor-/Rückwärtszähler
● Einschaltverzögerung
● Softwareschalter
● ....
Das Kapitel "LOGO! Funktionen (Seite 115)" enthält eine vollständige Liste der LOGO!-
Funktionen.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 57
LOGO! programmieren
3.2 Blöcke und Blocknummern

Blockdarstellung im integrierten Display von LOGO!


Im Bild zeigen wir Ihnen eine typische Anzeige auf dem integrierten Display der LOGO!. Es
ist also immer nur ein Block darstellbar. Wenn Sie diesem Block keinen Namen zuweisen,
zeigt LOGO! standardmäßig oben im Display die Blocknummer an. Anhand der
Blocknummern können Sie den Aufbau der Schaltung prüfen. Alternativ können Sie statt der
Blocknummer auch einen benutzerdefinierten Blocknamen anzeigen. Weitere Informationen
zum Zuweisen von Blocknamen finden Sie im Abschnitt "Schaltprogramm eingeben
(Seite 69)".

Zuordnen einer Blocknummer


Immer wenn Sie einen Block in ein Schaltprogramm einfügen, gibt LOGO! diesem Block
automatisch eine Blocknummer. Über die Blocknummer zeigt Ihnen LOGO! die Verbindung
zwischen Blöcken an. Die Blocknummern dienen also zunächst nur Ihrer Orientierung im
Schaltprogramm.

Im obigen Bild sehen Sie drei Ansichten des integrierten Displays der LOGO!, die
zusammen das Schaltprogramm ergeben. Wie Sie sehen, verbindet LOGO! die Blöcke über
die Blocknummern miteinander. Zum Blättern im Schaltprogramm verwenden Sie die Tasten
oder .

LOGO!
58 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.3 Vom Stromlaufplan zum LOGO! Programm

Vorteile der Blocknummern


Fast jeden Block können Sie über seine Blocknummer an einen Eingang des aktuellen
Blocks hängen. Auf diese Weise können Sie Zwischenergebnisse aus logischen
Verknüpfungen oder anderen Operationen mehrmals verwenden. Dadurch sparen Sie
Eingabearbeit und Speicherplatz, und Ihre Schaltung ist übersichtlicher. In diesem Fall
müssen Sie wissen, wie die Blöcke von LOGO! benannt wurden.

Hinweis
Sie erleichtern sich dadurch die Erstellung des Schaltprogramms. In diesen Plan können Sie
dann die von LOGO! vergebenen Blocknummern eintragen.
Wenn Sie für die Programmierung der LOGO! die Software LOGO!Soft Comfort nutzen,
können Sie direkt einen Funktionsplan Ihres Schaltprogramms erstellen. Mit LOGO!Soft
Comfort können Sie außerdem 12 Zeichen lange Namen für bis zu 100 Blöcke vergeben und
diese auf dem integrierten LOGO!-Display in der Betriebsart Parametrieren anzeigen. Siehe
hierzu "Die 4 goldenen Regeln zum Bedienen von LOGO! (Seite 61)".

3.3 Vom Stromlaufplan zum LOGO! Programm


Darstellung einer Schaltung im Stromlaufplan
Die folgende Abbildung zeigt einen typischen Stromlaufplan, der die Schaltung darstellt:

Realisierung der Schaltung mit LOGO!


In LOGO! bauen Sie eine Schaltung auf, indem Sie Blöcke und Klemmen miteinander
verbinden:

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 59
LOGO! programmieren
3.3 Vom Stromlaufplan zum LOGO! Programm

Hinweis
Obwohl Ihnen bei den logischen Verknüpfungen (Seite 120) vier Eingänge zur Verfügung
stehen, werden aus Gründen der Übersichtlichkeit in den meisten der folgenden
Abbildungen nur drei Eingänge dargestellt. Sie parametrieren und programmieren den
vierten Eingang wie die anderen drei Eingänge.

Für die Umsetzung einer neuen Schaltung in LOGO! beginnen Sie am Ausgang der
Schaltung.
Der Ausgang ist die Last bzw. das Relais, das schalten soll.
Die Schaltung wandeln Sie in Blöcke um. Dazu gehen Sie vom Ausgang zum Eingang die
Schaltung durch:
Schritt 1: Schließen Sie den Schließerkontakt S3 in Reihe mit einem anderen Schaltelement
an Ausgang Q1 an. Eine Reihenschaltung entspricht einem AND-Block:

Schritt 2: Schließen Sie S1 und S2 mittels eines OR-Blocks parallel an. Eine
Parallelschaltung entspricht einem OR-Block:

Freie Eingänge
Für nicht benutzte Anschlüsse nimmt das Schaltprogramm automatisch denjenigen Zustand
an, der das Funktionieren des jeweiligen Blocks gewährleistet.
In unserem Beispiel werden nur zwei Eingänge des OR-Blocks und zwei Eingänge des
AND-Blocks genutzt; der jeweils dritte und vierte Eingang bleibt frei.
Schließen Sie nun noch die Ein- und Ausgänge an LOGO! an. .

Verdrahtung
Die Schalter S1 bis S3 schließen Sie an die Schraubklemmen von LOGO! an :
● S1 an Klemme I1 von LOGO!
● S2 an Klemme I2 von LOGO!
● S3 an Klemme I3 von LOGO!
Der Ausgang des AND-Blocks steuert das Relais am Ausgang Q1. Am Ausgang Q1 ist der
Verbraucher E1 angeschlossen.

LOGO!
60 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.4 Die 4 goldenen Regeln zum Bedienen von LOGO!

Beispielverdrahtung
In dem folgenden Bild zeigen wir Ihnen die Verdrahtung anhand einer 230-V-AC-Variante
von LOGO!.

3.4 Die 4 goldenen Regeln zum Bedienen von LOGO!

Regel 1: Wechseln des Betriebszustands


● Sie erstellen das Schaltprogramm in der Betriebsart Programmieren. Nach dem
Einschalten und wenn das Programm in LOGO! leer ist, wählt LOGO! standardmäßig die
Betriebsart Programmieren aus.
● Die Änderung der Zeit- und Parameterwerte in einem bereits vorhandenen
Schaltprogramm kann in den Betriebsarten Parametrieren und Programmieren erfolgen.
Während des Parametrierens befindet sich LOGO! im Betriebszustand RUN, d. h., es
führt weiter das Schaltprogramm aus (siehe "LOGO! parametrieren (Seite 255)"). Zum
Programmieren müssen Sie das Schaltprogramm beenden.
● Sie gelangen in den RUN-Modus, indem Sie im Hauptmenü den Menübefehl
wählen.
● Im RUN-Modus gelangen Sie in die Betriebsart Parametrieren zurück, indem Sie die
Taste ESC drücken.
● Befinden Sie sich in der Betriebsart Parametrieren und möchten in die Betriebsart
Programmieren zurückkehren, dann wählen Sie im Parametriermenü den Befehl
, um den STOP-Modus auszuwählen.
Weitere Einzelheiten zu Betriebsarten finden Sie im Anhang unter "LOGO! Menüstruktur
(Seite 319)".

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 61
LOGO! programmieren
3.4 Die 4 goldenen Regeln zum Bedienen von LOGO!

Regel 2: Ausgänge und Eingänge


● Sie geben ein Schaltprogramm immer vom Ausgang zum Eingang ein.
● Sie können einen Eingang mit mehreren Ausgängen verbinden, aber nicht mehrere
Eingänge auf einen Ausgang schalten.
● Sie können innerhalb eines Programmpfads keinen Ausgang mit einem vorangehenden
Eingang verbinden. Für solche internen Rückkopplungen können Sie Merker oder
Ausgänge verwenden.

Regel 3: Cursor und Cursorbewegung


Beim Eingeben eines Schaltprogramms gilt:
● Sie können den Cursor bewegen, wenn er als Vollblock angezeigt wird:
– Mit , , oder bewegen Sie den Cursor im Schaltprogramm.
– Mit OK wechseln Sie zu "Klemme/Block auswählen".
– Mit ESC verlassen Sie den Programmiermodus.
● Ist der Cursor als Vollblock dargestellt, dann sollen Sie eine Klemme/einen Block
auswählen:
– Mit oder wählen Sie eine Klemme/einen Block aus.
– Drücken Sie die Taste OK.
– Mit ESC gelangen Sie einen Schritt zurück.

Regel 4: Planung
● Vor dem Erstellen eines Schaltprogramms planen Sie dieses zunächst vollständig auf
Papier oder programmieren LOGO! direkt mit LOGO!Soft Comfort.
● LOGO! kann nur vollständige und korrekte Schaltprogramme speichern.

LOGO!
62 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.5 Zugriffsschutz auf die Menüs in LOGO! konfigurieren

3.5 Zugriffsschutz auf die Menüs in LOGO! konfigurieren


LOGO! stellt mit der Administrator- und der Bedienerstufe zwei Zugriffsstufen bereit und
beschränkt dadurch in der Betriebsart Programmieren den Zugriff auf bestimmte Menüs. Als
Administrator können Sie auf alle Menübefehle zugreifen, während für den Bediener
bestimmte Menübefehle nicht sichtbar sind (siehe Abschnitt "Übersicht über die Menüs von
LOGO! (Seite 65)"). Standardmäßig ist LOGO! bei Auslieferung auf die Zugriffsstufe
Administrator eingestellt; es kann jedoch jederzeit zur Zugriffsstufe Bediener gewechselt
werden. Beim Wechsel vom Bediener zum Administrator müssen Sie ein gültiges Passwort
eingeben (die Voreinstellung lautet "LOGO"). LOGO! speichert vor dem Ausschalten stets
die Zugriffsstufe.

Hinweis
Die Zugriffsstufe der LOGO! TDE lautet standardmäßig "Bediener"; Sie können sie auf
"Administrator" mit dem Passwort "LOGO" umstellen.
Das LOGO! TDE speichert vor dem Ausschalten seine Zugriffsstufe und behält sie bei, wenn
es nach dem Einschalten an dasselbe Basismodul angeschlossen wird. Wenn Sie jedoch ein
anderes Basismodul an das LOGO! TDE anschließen, stellt dieses nach dem Einschalten
die Zugriffsstufe "Bediener" wieder her.
Die Zugriffsstufe des LOGO! TDE ist unabhängig von der des Basismoduls.

LOGO! von Administrator auf Bediener umschalten


Um die LOGO!-Zugriffsstufe von Administrator auf Bediener umzuschalten, führen Sie
folgende Schritte aus:
1. Cursor im Hauptmenü der Betriebsart Programmieren auf "①" bewegen: Taste oder

2. "①" übernehmen: Taste OK


3. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

4. "②" übernehmen: Taste OK


LOGO! wechselt jetzt zur Zugriffsstufe "Bediener" und kehrt in das Hauptmenü zurück.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 63
LOGO! programmieren
3.5 Zugriffsschutz auf die Menüs in LOGO! konfigurieren

LOGO! von Bediener auf Administrator umschalten


Um die LOGO!-Zugriffsstufe von Bediener auf Administrator umzuschalten, führen Sie
folgende Schritte aus:
1. Cursor im Hauptmenü der Betriebsart Programmieren auf "①" bewegen: Taste oder

2. "①" übernehmen: Taste OK


3. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

4. "②" übernehmen: Drücken Sie OK. Das Display erscheint wie folgt:

5. Durch Drücken von oder navigieren Sie durch das Alphabet und wählen Buchstaben
aus (z. B. "LOGO").

6. Passwort bestätigen: Taste OK


LOGO! wechselt jetzt zur Zugriffsstufe "Administrator" und kehrt in das Hauptmenü
zurück.

LOGO!
64 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.6 Übersicht über die Menüs von LOGO!

3.6 Übersicht über die Menüs von LOGO!


Die folgende Abbildung zeigt eine Übersicht über die Menüs des LOGO! 0BA8:

* Diese Menüs sind nur in der Zugriffsstufe "Administrator" verfügbar.


Mehr Details über die Menüs erhalten Sie im Anhang "LOGO! Basic (Seite 319)".

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 65
LOGO! programmieren
3.6 Übersicht über die Menüs von LOGO!

Die folgende Abbildung zeigt eine Übersicht über die Menüs des LOGO! TDE:

Das LOGO! TDE verfügt über die folgenden drei Menüs:


● Das Menü zur Auswahl der Remote-IP
Mit diesem Menü können Sie ein angeschlossenes Basismodul auswählen, indem Sie
eine bestimmte IP-Adresse eingeben.
● Das Menü für die Einstellung des Basismoduls
Mit diesem Menü führen Sie die Ferneinstellung des angeschlossenen Basismoduls
durch. Dieses Menü bietet nahezu die gleichen Menübefehle wie die Menüs in den
Basismodulen. Ausgenommen sind die Menübefehle unter "①". Die Menübefehle zum
Festlegen von Startbild, Meldetext, Kontrast und Hintergrundbeleuchtung sowie der
Menüsprache für das Basismodul sind beim LOGO! TDE nicht verfügbar.
● Das Menü zur Konfiguration des TDE
Über dieses Menü können Sie die unabhängige Konfiguration des LOGO! TDE
vornehmen.
Mehr Details über die Menüs erhalten Sie im Anhang "LOGO! TDE (Seite 324)".

LOGO!
66 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

3.7 Schaltprogramm eingeben und starten


Das unten abgebildete Beispiel zeigt die Erstellung eines Programms für Ihre
Schaltungsauslegung in LOGO!.

3.7.1 In die Betriebsart Programmieren wechseln


Wenn Sie LOGO! an die Stromversorgung anschließen und einschalten, zeigt das Display
das Hauptmenü in der Betriebsart Programmieren an:

Die erste Zeile ist hervorgehoben. Mit und bewegen Sie den hervorgehobenen Balken
auf und ab. Bewegen Sie den Cursor auf "①" und bestätigen Sie mit OK. Daraufhin
wechselt LOGO! in das Programmiermenü.
Das Programmiermenü der LOGO! 0BA7 erscheint wie unten abgebildet:

Auch hier können Sie den hervorgehobenen Balken mit den Tasten und bewegen.
Bewegen Sie den hervorgehobenen Balken auf "②" und bestätigen Sie mit OK.
Sie sind jetzt im Fenster des Schaltprogramms. Mit OK gehen Sie in den
Programmbearbeitungsmodus und der Cursor wird als Vollblock am Block "NEW" angezeigt.
Das Display erscheint nun wie folgt:

Bestätigen Sie mit OK und LOGO! zeigt Ihnen den ersten Ausgang an:

Sie sind jetzt im Programmiermodus. Mit und können Sie die anderen Ausgänge
auswählen. Jetzt können Sie mit der Bearbeitung Ihres Schaltprogramms beginnen.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 67
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

Hinweis
Da hier noch kein Schaltprogramm mit Passwort in LOGO! gespeichert wurde, gelangen Sie
direkt zum Bearbeiten des Schaltprogramms. Wenn Sie zuvor ein passwortgeschütztes
Schaltprogramm gespeichert haben, werden Sie jetzt nach Auswahl der
Programmbearbeitung von LOGO! zur Passworteingabe aufgefordert und bestätigen das
eingegebene Passwort mit OK. Bearbeiten dürfen Sie dann nur nach Eingabe des richtigen
Passworts (Seite 74).
Nachdem Sie Ihr Schaltprogramm in LOGO! erstellt haben, können Sie es im
Schaltprogrammfenster anzeigen, indem Sie den Cursor auf die Blöcke setzen. LOGO! kann
im Schaltprogrammfenster maximal 31*31 Blöcke anzeigen.

3.7.2 Erstes Schaltprogramm


Der folgende parallele Stromkreis besteht aus zwei Schaltern.

Stromlaufplan
Der entsprechende Stromlaufplan wird wie folgt angezeigt:

Übersetzt in ein LOGO! Schaltprogramm bedeutet dies, dass Sie einen OR-Block zur
Steuerung von Relais K1 am Ausgang Q1 verwenden.

Schaltprogramm
Schalter S1 ist an Eingang I1 angeschlossen und Schalter S2 ist an Eingang I2
angeschlossen. Die Eingänge I1 und I2 sind an den Anschlüssen des ORBlocks
angeschlossen.
Das Schaltprogramm in LOGO! sieht also wie folgt aus:

LOGO!
68 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

Verdrahtung
Die entsprechende Verdrahtung erscheint wie folgt:

Der Schalter S1 wirkt auf Eingang I1 und der Schalter S2 auf den Eingang I2. Der
Verbraucher ist an Relais Q1 angeschlossen.

3.7.3 Schaltprogramm eingeben


Jetzt können Sie das Schaltprogramm schreiben (und zwar vom Ausgang zum Eingang). Zu
Beginn zeigt LOGO! den Ausgang an:

Sie sehen einen Vollblock an Q1. Dies ist der Cursor (die Schreibmarke). Der Cursor zeigt
im Schaltprogramm die Stelle an, an der Sie sich gerade befinden. Den Cursor können Sie
mit den Tasten , , und bewegen. Drücken Sie jetzt die Taste . Der Cursor bewegt
sich nach links.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 69
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

An dieser Stelle geben Sie nur den ersten Block (den OR-Block) ein. Wechseln Sie in den
Bearbeitungsmodus, indem Sie die Taste OK drücken.

Der Cursor erscheint jetzt als blinkender Vollblock. Gleichzeitig bietet LOGO! Ihnen
verschiedene Auswahlmöglichkeiten an.
Wählen Sie GF (Grundfunktionen), indem Sie die Taste drücken, bis GF erscheint, dann
drücken Sie OK. LOGO! zeigt Ihnen nun den ersten Block aus der Liste der Grundfunktionen
an:

Drücken Sie OK, um den Bearbeitungsmodus auszuwählen, woraufhin LOGO! den Cursor
als blinkenden Vollblock anzeigt. Drücken Sie jetzt oder , bis im Display der OR-Block
erscheint:

Drücken Sie nun die Taste OK, um Ihre Auswahl abzuschließen.

Den ersten Block haben Sie hiermit eingegeben. LOGO! weist jedem neuen Block
automatisch eine Blocknummer zu. Wenn Sie dem Block einen Namen geben, zeigt LOGO!
statt der Blocknummer den Blocknamen an. Sie können nach Bedarf einen Blocknamen
zuweisen:
Bewegen Sie mit den Cursor auf "B1".

LOGO!
70 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

Drücken Sie OK. Der Cursor erscheint jetzt als blinkender Vollblock. Mit und können Sie
jetzt das Alphabet, Nummern und Sonderzeichen in aufsteigender oder absteigender
Reihenfolge auflisten. Weitere Informationen zu den verfügbaren Zeichensätzen finden Sie
im Abschnitt "Schaltprogrammnamen vergeben (Seite 73)".
Bestätigen Sie Ihre Änderungen abschließend mit OK.
Sie können den Blockeingang wie folgt anschließen:
Drücken Sie , um den Cursor auf In1 zu positionieren. Drücken Sie dann OK, um den
Bearbeitungsmodus auszuwählen.
Mit den Tasten oder wählen Sie die Liste der Digitaleingänge aus. Das erste Element in
der Liste der Digitaleingänge ist der "Eingang 1", nämlich "I1". Sie können den Cursor mit
zur Nummer des Eingangs bewegen und den gewünschten Eingang dann mit oder
auswählen (I1 bis I24).

Hinweis
Die Eingänge F1, F2, F3 und F4 entsprechen den vier Funktionstasten auf dem optionalen
LOGO! TDE.
Weitere Schieberegisterbits (S1.1 bis S4.8), unbeschaltete Anschlüsse (X1 bis X64) und
analoge Merker (AM1 bis AM64) sind bei der Serie 0BA8 verfügbar.
Bei der Geräteserie 0BA8 sind digitale Netzwerkeingänge (NI1 bis NI64), analoge
Netzwerkeingänge (NAI1 bis NAI32), digitale Netzwerkausgänge (NQ1 bis NQ64) und
analoge Netzwerkausgänge (NAQ1 bis NAQ16) verfügbar. LOGO! 0BA8 nimmt diese
Eingänge und Ausgänge erst auf, wenn Sie sie in einem Schaltprogramm in LOGO!Soft
Comfort V8.0 konfigurieren und das Programm in Ihr LOGO! 0BA8-Gerät laden.

Nach Auswahl von I1 zeigt das Display nun Folgendes an:

Bestätigen Sie mit OK. I1 ist jetzt mit dem Eingang des OR-Blocks verbunden.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 71
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

Jetzt verbinden Sie den Eingang I2 mit dem Eingang des OR-Blocks.
1. Cursor auf In2 bewegen: Taste oder
2. In den Bearbeitungsmodus wechseln: Taste OK
3. Wählen Sie die Liste der Digitaleingänge aus: Taste oder
4. Bewegen Sie den Cursor auf die Eingangsnummer: Taste
5. I2 auswählen: Taste oder
6. I2 übernehmen: Taste OK
I2 ist jetzt mit dem zweiten Eingang des OR-Blocks verbunden:

Hinweis
Sie können Eingänge von Grund- und Sonderfunktionen einzeln negieren, d. h.. liegt an dem
bestimmten Eingang eine "1" an, können Sie bewirken, dass das Schaltprogramm eine "0"
ausgibt. Sie können ferner bewirken, dass LOGO! ein Signal "0" in eine "1" invertiert.

Um einen Eingang zu invertieren, bewegen Sie den Cursor auf den gewünschten Eingang,
z. B.:

Drücken Sie die Taste OK.


Mit der Taste oder können Sie nun die Negation des Eingangs setzen:
Drücken Sie danach die Taste ESC.

Wenn Sie sich Ihr erstes Schaltprogramm noch einmal ansehen möchten, dann können Sie
mit den Tasten oder den Cursor durch das Schaltprogramm bewegen.
Um die Betriebsart Programmieren zu verlassen und ins Programmiermenü zurückzukehren,
drücken Sie ESC

LOGO!
72 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

Hinweis
LOGO! hat nun Ihr Schaltprogramm netzausfallsicher gespeichert. Das Schaltprogramm ist
so lange in LOGO! gespeichert, bis Sie es per Befehl wieder löschen.
Aktualwerte von Sonderfunktionen können bei Stromausfall gesichert werden, sofern diese
den Parameter "Remanenz" unterstützen und der benötigte Programmspeicher zur
Verfügung steht. Standardmäßig ist der Parameter "Remanenz" beim Einfügen einer
Funktion deaktiviert. Zur Nutzung müssen Sie diese Option aktivieren.

3.7.4 Schaltprogrammnamen vergeben


Sie können Ihrem Schaltprogramm einen Namen geben. Dieser besteht aus Klein- und
Großbuchstaben, Nummern und Sonderzeichen und kann bis zu 16 Zeichen lang sein.
1. Bewegen Sie im Hauptmenü mit oder den Cursor auf "①".

2. Zum Bestätigen von "①" drücken Sie OK.


3. Bewegen Sie mit oder den Cursor auf "②".

4. Zum Bestätigen von "①" drücken Sie OK.


Mit und können Sie das Alphabet, Nummern und Sonderzeichen in aufsteigender oder
absteigender Reihenfolge auflisten. Sie können dann je nach Belieben Buchstaben,
Nummern oder Zeichen auswählen.
Für ein Leerzeichen einfach mit der Taste zur nächsten Position gehen. Es ist das erste
Zeichen der Liste.
Beispiele:
Einmaliges Drücken der Taste ergibt ein "A" Viermaliges Drücken der Taste ergibt ein
"D" usw.
Folgender Zeichensatz ist verfügbar:

A B C D E F G H I J K L M N O
P Q R S T U V W X Y Z 0 1 2 3 4
5 6 7 8 9 ! " # $ % & ' ( ) * +
, - . / : ; < = > ? @ [ \ ] ^ _
` { | } ∼ a b c d e f g h i j k
l m n o p q r s t u v w x y z

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 73
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

Angenommen, Sie möchten Ihr Schaltprogramm "ABC" nennen, dann gehen Sie wie folgt
vor:
1. "A" auswählen: Taste
2. Zum nächsten Buchstaben: Taste
3. "B" auswählen: Taste
4. Zum nächsten Buchstaben: Taste
5. "C" auswählen: Taste
6. Gesamten Namen bestätigen: Taste OK
Jetzt heißt Ihr Schaltprogramm "ABC" und LOGO! kehrt zum Programmiermenü zurück.
Für die Änderung des Schaltprogrammnamens gehen Sie genauso vor wie bei der Vergabe
des Schaltprogrammnamens.

Hinweis
Der Schaltprogrammname kann nur im Programmiermodus geändert werden. Wenn Sie ein
passwortgeschütztes Schaltprogramm gespeichert haben, können Sie den Namen des
Schaltprogramms erst nach Eingabe des Passworts ändern (siehe Abschnitt "Passwort zum
Schutz des Schaltprogramms (Seite 74)"). Sie können den Schaltprogrammnamen im
Programmier- und im Parametriermodus lesen.

3.7.5 Passwort zum Schutz des Schaltprogramms


Mit einem Passwort wird ein Schaltprogramm vor dem Bearbeiten durch Unbefugte
geschützt.
Sie können ein Programmpasswort in einem LOGO! Basic, in LOGO!Soft Comfort oder in
einem LOGO! TDE vergeben, ändern oder deaktivieren..

Hinweis
Sie können in LOGO! nur ein einziges Passwort für den Schutz des Schaltprogramms
vergeben.

Vergeben eines Programmpassworts in LOGO! Basic


Ein Passwort darf bis zu 10 Zeichen lang sein und besteht ausschließlich aus
Großbuchstaben. Bei LOGO! Basic können Sie das Programmpasswort nur in der
Betriebsart Programmieren vergeben, ändern oder deaktivieren.
Um ein Passwort einzugeben, gehen Sie im Programmiermenü folgendermaßen vor:
1. Cursor auf ''①" bewegen: Taste oder

LOGO!
74 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

2. "①" übernehmen: Taste OK


3. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

4. "②" übernehmen: Taste OK


5. Mit oder können Sie das Alphabet von A nach Z bzw. von Z nach A durchgehen und
beliebige Buchstaben auswählen. Da das LOGO! Basic für das Passwort nur
Großbuchstaben zur Verfügung stellt, können Sie mit der Taste schnell auf die
Buchstaben "am Ende" des (in diesem Beispiel englischen) Alphabets zugreifen.
Taste einmal drücken ergibt ein "Z"
Taste zweimal drücken ergibt ein "Y" usw.
Das Display erscheint wie folgt:

Um z. B. das Passwort "AA" einzugeben, gilt die gleiche Vorgehensweise wie bei der
Eingabe des Schaltprogrammnamens.
6. "A" auswählen: Taste
7. Zum nächsten Buchstaben: Taste
8. "A" auswählen: Taste
Das Display erscheint nun wie folgt:

9. 'Passwort' übernehmen: Taste OK


Damit ist Ihr Schaltprogramm mit dem Passwort "AA" geschützt und LOGO! kehrt ins
Programmiermenü zurück.
Hinweis
Die Eingabe eines neuen Passworts können Sie mit ESC abbrechen. In diesem Fall kehrt
LOGO! Basic ohne Speichern des Passworts in das Programmiermenü zurück.
Das Passwort können Sie auch über LOGO!Soft Comfort oder mit dem LOGO! TDE
festlegen. Ein passwortgeschütztes Schaltprogramm können Sie in einem LOGO!
Basismodul nur ändern und in LOGO!Soft Comfort hochladen, wenn Sie das richtige
Passwort eingeben.
Falls Sie ein Schaltprogramm für ein geschütztes Programmmodul (Karte) erstellen und es
später ändern möchten, müssen Sie bei der Erstellung dieses Schaltprogramms ein
Passwort vergeben (Seite 279).

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 75
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

Passwort in LOGO! Basic ändern


Um das Passwort zu ändern, müssen Sie das aktuelle Passwort kennen. Zum Ändern des
Passworts gehen Sie im Programmiermenü folgendermaßen vor:
1. Cursor auf ''①" bewegen: Taste oder

2. "①" übernehmen: Taste OK


Das sehen Sie im Anzeigefeld:

Geben Sie Ihr altes Passwort ein (in diesem Fall: 'AA'), indem Sie die oben
beschriebenen Schritte 5 bis 9 wiederholen. Taste OK.
Nun ist es möglich, ein neues Passwort einzugeben, z. B "ZZ":
3. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

4. "②" übernehmen: Taste OK


5. "Z" auswählen: Taste
6. Zum nächsten Buchstaben: Taste
7. "Z" auswählen: Taste
8. Neues Passwort übernehmen: Taste OK
Jetzt haben Sie das Passwort "ZZ" festgelegt und LOGO! kehrt zum Programmiermenü
zurück.

Passwort in LOGO! Basic deaktivieren


Um das Passwort zu deaktivieren, damit z. B. ein anderer Anwender Ihr Schaltprogramm
bearbeiten kann, müssen Sie Ihr aktuelles Passwort kennen (in unserem Beispiel "ZZ").

LOGO!
76 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

Um das Passwort zu deaktivieren, gehen Sie im Programmiermenü folgendermaßen vor:


1. Cursor auf ''①" bewegen: Taste oder

2. "①" übernehmen: Taste OK


Geben Sie Ihr aktuelles Passwort ein wie unter Schritt 5 bis 7 oben beschrieben. Mit OK
Ihre Eingaben bestätigen.
3. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

4. "②" übernehmen: Taste OK


Dies sehen Sie im Anzeigefeld:

Alternativ können Sie auch "③" auswählen und das Passwort löschen, indem Sie das
Eingabefeld leer lassen.

5. Drücken Sie eine beliebige Taste und LOGO! kehrt zum Programmiermenü zurück. Sie
haben das Passwort nun gelöscht.

Hinweis
Mit dieser Deaktivierung wird die Passwortabfrage ausgeschaltet und das Bearbeiten ohne
Passwort wird möglich.
Lassen Sie das Passwort deaktiviert, um die nachfolgenden Übungen und Beispiele
schneller durcharbeiten zu können.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 77
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

Passwort: Falsches Passwort!


Wenn Sie das falsche Passwort eingeben und die Eingabe mit OK bestätigen, öffnet LOGO!
Basic den Bearbeitungsmodus nicht und zeigt Folgendes im Display an:

Drücken Sie in diesem Fall eine beliebige Taste und LOGO! kehrt zum Programmiermenü
zurück. Dies wiederholt sich so lange, bis Sie das richtige Passwort eingegeben haben.

3.7.6 LOGO! in RUN schalten


Um LOGO! in den RUN-Modus zu versetzen, gehen Sie wie folgt vor:
1. Zum Hauptmenü zurückkehren: Taste ESC
2. Cursor auf ''①" bewegen: Taste oder

3. "①" übernehmen: Taste OK. Dies sehen Sie im Anzeigefeld:

4. Bewegen Sie mit den Cursor auf "②" und drücken Sie OK.
LOGO! startet das Schaltprogramm und zeigt folgendes Display an:
Das Startbild der LOGO! zeigt eine der folgenden Möglichkeiten an:
● Datum und Uhrzeit (nur bei Varianten mit Uhr). Diese Anzeige blinkt, solange Datum und
Uhrzeit nicht eingestellt sind.
● Digitaleingänge
● Parametriermenü

LOGO!
78 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

Die Voreinstellung für das Startbild der LOGO! im RUN-Modus können Sie festlegen:
Weitere Informationen finden Sie in Kapitel "Startanzeige einstellen (Seite 267)".

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 79
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

Anzeigen der Analogwertänderungen


Sie können die Wertänderungen der analogen Ein- und Ausgänge in Form einer Trendkurve
anzeigen, wenn sich LOGO! in RUN befindet. Um beispielsweise die Wertänderungen von
AI3 anzuzeigen, gehen Sie wie folgt vor:
1. Versetzen Sie LOGO! in RUN.
2. Blättern Sie auf dem Display zum AI-Formular (3/9): Taste oder

LOGO!
80 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

3. Cursor auf AI3 bewegen: Taste oder


4. Zum Bestätigen Ihrer Auswahl drücken Sie OK. Auf dem Display werden jetzt die
Wertänderungen von AI3 in Form einer Kurve angezeigt. Beispiel:

Das Display wird kontinuierlich aktualisiert und die Kurve verschiebt sich bitweise nach
links. Durch Drücken von oder können Sie den Bildschirm nach links bzw. rechts
bewegen, um frühere/spätere Wertänderungen anzuzeigen.

Was bedeutet: "LOGO! ist in RUN"?


In RUN bearbeitet LOGO! das Schaltprogramm. LOGO! liest zunächst die Zustände der
Eingänge, ermittelt mit dem Schaltprogramm die Zustände der Ausgänge und schaltet die
Ausgänge je nach den von Ihnen angegebenen Einstellungen ein oder aus.
Den Zustand eines Eingangs oder Ausgangs stellt LOGO! so dar:

In diesem Beispiel sind nur die Eingänge I1 und I15 und die Ausgänge Q8 und Q12 "high".

Zustandsanzeige im Display
Anhand des Beispiels können Sie sehen, wie LOGO! die Zustände der Eingänge und
Ausgänge anzeigt:

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 81
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

3.7.7 Zweites Schaltprogramm


Sie haben bisher das erste Schaltprogramm erfolgreich erstellt, ihm einen Namen
zugewiesen und optional ein Passwort für das Programm eingerichtet. In diesem Abschnitt
erfahren Sie, wie Sie bestehende Schaltprogramme ändern und Sonderfunktionen
verwenden können.
Anhand dieses zweiten Schaltprogramms lernen Sie, wie Sie die folgenden Tätigkeiten
durchführen:
● Wie Sie einen Block in ein bestehendes Schaltprogramm einfügen
● Wie Sie einen Block für eine Sonderfunktion auswählen
● Wie Sie Parameter eingeben

Ändern von Schaltungen


Für das zweite Schaltprogramm ändern Sie das erste Schaltprogramm ein wenig.
Sehen wir uns den Stromlaufplan für das zweite Schaltprogramm zunächst an:

In LOGO! sieht das Schaltprogramm dazu so aus:

Aus dem ersten Schaltprogramm finden Sie den OR-Block und das Ausgangs-Relais Q1
wieder. Neu ist nur die Ausschaltverzögerung.

Bearbeiten des Schaltprogramms


So bearbeiten Sie das Schaltprogramm:
1. Schalten Sie LOGO! in den Programmiermodus. Weitere Details, siehe "Die 4 goldenen
Regeln zum Bedienen von LOGO! (Seite 61)".
2. Im Hauptmenü den Cursor auf "①" bewegen: Taste oder

LOGO!
82 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

3. "①" übernehmen: Taste OK. Dies sehen Sie im Anzeigefeld:

4. Bewegen Sie im Programmiermenü den Cursor auf "②": Taste oder


5. "①" übernehmen: Taste OK. Geben Sie, falls erforderlich, das Passwort ein und
bestätigen Sie mit OK.
6. Drücken Sie im Schaltprogrammfenster die Taste OK, um den Cursor als Vollblock zu
aktivieren.
Sie können jetzt das vorhandene Schaltprogramm ändern.

Einfügen eines zusätzlichen Blocks in ein Schaltprogramm


Bewegen Sie mit den Cursor auf B1 (B1 ist die Blocknummer des OR-Blocks):

Fügen Sie an dieser Stelle den neuen Block ein.


Bestätigen Sie mit OK. Der Cursor erscheint jetzt als blinkender Vollblock.

Drücken Sie zweimal , um die Liste SF auszuwählen. In der Liste SF finden Sie die Blöcke
für Sonderfunktionen.

Drücken Sie die Taste OK.


LOGO! zeigt den Block der ersten Sonderfunktion an:

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 83
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

Beim Auswählen eines Blocks für eine Sonder oder Grundfunktion zeigt LOGO! den
relevanten Funktionsblock an und positioniert den Cursor als Vollblock auf dem Block. Mit
OK gehen Sie in den Bearbeitungsmodus und der Cursor wird als blinkender Vollblock
angezeigt. Mit den Tasten oder wählen Sie den gewünschten Block aus.
Wählen Sie den gewünschten Block (Ausschaltverzögerung, siehe nächstes Bild) aus und
drücken Sie OK:

Bewegen Sie mit den Cursor auf Trg. Drücken Sie dann OK.
Mit den Tasten oder wählen Sie B1 aus und bestätigen mit OK.

LOGO! schließt den obersten Eingang des neuen Blocks automatisch an B1 an, den Sie
zuvor an Q1 angeschlossen hatten. Es ist allerdings nur möglich, einen Digitaleingang mit
einem Digitalausgang bzw. einen Analogeingang mit einem Analogausgang zu verbinden.
LOGO! entfernt ansonsten den 'alten' Block.
Der Block für die Ausschaltverzögerung besitzt zwei Eingänge und einen Parameter. Der
oberste Eingang ist der Trigger-Eingang (Trg). Über diesen Eingang starten Sie die
Ausschaltverzögerung. In unserem Beispiel wird die Ausschaltverzögerung vom OR-Block
B1 gestartet. Über den Reset-Eingang (R) setzen Sie die Zeit und den Ausgang zurück.
Über den Parameter T von Par stellen Sie die Zeit für die Ausschaltverzögerung ein.

Parametrieren eines Blocks


Geben Sie nun die Zeit T für die Ausschaltverzögerung ein:
1. Cursor auf Par bewegen: Taste
2. In den Bearbeitungsmodus wechseln: Taste OK
Bei Parametern zeigt LOGO! das Parametrierfenster an:

LOGO!
84 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

So verändern Sie den Zeitwert:


1. Cursor auf den Zeitwert bewegen: Taste
2. In den Bearbeitungsmodus wechseln: Taste OK
3. Mit und positionieren Sie den Cursor.
4. Mit und ändern Sie den Wert an der gewünschten Stelle.
5. Mit OK bestätigen Sie Ihre Eingaben.

Einstellen der Zeit


Stellen Sie die Zeit T = 12:00 Minuten ein:
1. Bewegen Sie den Cursor an die erste Stelle: Taste oder
2. Wählen Sie die Ziffer "1": Taste oder
3. Bewegen Sie den Cursor an die zweite Stelle: Taste oder
4. Wählen Sie die Ziffer "2": Taste oder
5. Bewegen Sie den Cursor auf die Einheit: Taste oder
6. Wählen Sie als Zeitbasis die Einheit "m" für Minuten: Taste oder
7. Mit OK bestätigen Sie Ihre Eingaben.

Anzeigen/Ausblenden von Parametern - Schutzart


Wenn Sie möchten, dass der Parameter im Parametriermodus (nicht) angezeigt wird und
(nicht) verändert werden kann, gehen Sie wie folgt vor:
1. Cursor auf ''-/" bewegen: Taste oder
2. In den Bearbeitungsmodus wechseln: Taste OK
3. Wählen Sie die Schutzart: Taste oder
Auf dem Display sollten Sie jetzt sehen:

4. Mit OK bestätigen Sie Ihre Eingaben.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 85
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

Einschalten/Ausschalten von Remanenz


Wenn Sie möchten, dass z. B. bei einem Netzausfall die aktuellen Daten (nicht) erhalten
bleiben, gehen Sie wie folgt vor:
1. Cursor auf ''-/" bewegen: Taste oder
2. In den Bearbeitungsmodus wechseln: Taste OK
3. Bewegen Sie den Cursor auf die Remanenzart: Taste oder
4. Wählen Sie die Remanenzart: Taste oder
Dies sehen Sie im Anzeigefeld:

5. Mit OK bestätigen Sie Ihre Eingaben.

Hinweis
Weitere Informationen zur Schutzart finden Sie unter "Schutzart (Seite 129)".
Weitere Informationen zur Remanenz finden Sie unter "Remanenz (Seite 129)".
Die Schutzart und die Remanenzeinstellung können Sie nur im Programmiermodus ändern.
Im Parametriermodus ist dies nicht möglich.
LOGO! zeigt die Einstellungen für die Schutzart ("+" oder "-") und die Remanenz ("R" oder
"/") nur dann an, wenn Sie diese Einstellungen auch ändern können.

Überprüfung des Schaltprogramms


Sie haben nun den Programmzweig für Q1 beendet und LOGO! zeigt Ihnen den Ausgang
Q1 an. Sie können sich das Schaltprogramm noch einmal am Display ansehen. Mit den
Tasten bewegen Sie sich durch das Schaltprogramm. Mit oder gehen Sie von Block zu
Block und mit und zu den verschiedenen Eingängen eines Blocks.

Verlassen des Programmiermodus


Wenn Sie die Programmierung beenden, können Sie den Programmiermodus wie folgt
verlassen:
1. Zum Programmiermenü zurückkehren: Taste ESC
2. Zum Hauptmenü zurückkehren: Taste ESC

LOGO!
86 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

3. Cursor auf ''①" bewegen: Taste oder

4. "①" übernehmen: Taste OK


LOGO! ist jetzt wieder in RUN:

3.7.8 Einen Block löschen


Angenommen, Sie möchten aus dem eingegebenen Schaltprogramm den Block B2 löschen
und B1 direkt mit Q1 verbinden.

Um diesen Block zu löschen, gehen Sie wie folgt vor:


1. Versetzen Sie LOGO! in die Betriebsart Programmieren.
(Zur Erinnerung: Siehe "Die 4 goldenen Regeln zum Bedienen von LOGO! (Seite 61)").
2. "①" auswählen: Taste oder

3. "①" übernehmen: Taste OK


4. "①" auswählen: Taste oder

5. "②" übernehmen: Taste OK


(Geben Sie ggf. Ihr Passwort ein und bestätigen Sie mit OK.)

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 87
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

6. Wählen Sie im Schaltprogrammfenster OK und der Cursor wird nun als blinkender
Vollblock angezeigt.
7. Bewegen Sie den Cursor auf den Block Q1 und drücken Sie OK.
8. Bewegen Sie den Cursor auf B2, den Eingang von Q1, und bestätigen Sie mit OK.

9. Jetzt setzen Sie statt des Blocks B2 den Block B1 direkt an den Ausgang Q1.
– Cursor auf die 2 in B2 bewegen: Taste
– 'B1' auswählen: Taste
– 'B1' übernehmen: Taste OK
Ergebnis: LOGO! löscht Block B2 aus der Schaltung und verbindet den Ausgang von B1
direkt mit dem Ausgang Q1.

3.7.9 Mehrere zusammenhängende Blöcke löschen


Nehmen Sie den Fall an, dass Sie die Blöcke B1 und B2 aus dem zweiten
Schaltprogrammbeispiel löschen möchten (siehe "Zweites Schaltprogramm (Seite 82)").

Zum Löschen dieser zwei Blöcke aus dem Programm gehen Sie wie folgt vor:
1. Versetzen Sie LOGO! in die Betriebsart Programmieren.
(Zur Erinnerung: siehe "Die 4 goldenen Regeln zum Bedienen von LOGO! (Seite 61)").
2. "①" auswählen: Taste oder

3. "①" übernehmen: Taste OK

LOGO!
88 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

4. "①" auswählen: Taste oder

5. "①" übernehmen: Taste OK


(Geben Sie ggf. Ihr Passwort ein und bestätigen Sie mit OK.)
6. Wählen Sie im Schaltprogrammfenster OK und der Cursor wird nun als blinkender
Vollblock angezeigt.
7. Bewegen Sie den Cursor auf den Block Q1 und drücken Sie OK.
8. Bewegen Sie den Cursor auf B2, den Eingang von Q1 und bestätigen Sie mit OK.

9. Jetzt setzen Sie statt des Blocks B2 die leere Klemme an Ausgang Q1.
– Leere Klemme wählen: Taste oder
– Leere Klemme übernehmen: Taste OK
Ergebnis: LOGO! löscht Block B2 und alle Blöcke, die an B2 angeschlossen sind (in diesem
Beispiel Block B1), aus der Schaltung.

3.7.10 Programmierfehler korrigieren


Sie können Programmierfehler in LOGO! ganz einfach beheben. Vorausgesetzt, Sie
befinden sich noch im Bearbeitungsmodus, können Sie einen Arbeitsschritt mit der Taste
ESC rückgängig machen. Wenn Sie schon alle Eingänge eingegeben haben, dann geben
Sie einen falschen Eingang einfach neu ein:
1. Bewegen Sie den Cursor an die fehlerhafte Stelle.
2. Wechseln Sie in den Bearbeitungsmodus: Taste OK.
3. Geben Sie die richtige Beschaltung für den Eingang ein.
Wenn Sie einen Block durch einen anderen ersetzen möchten, dann geht das nur, wenn der
neue Block genauso viele Eingänge besitzt wie der alte Block. Sie können aber den alten
Block löschen und einen neuen Block einfügen. Den neu einzufügenden Block können Sie
frei wählen.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 89
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

3.7.11 Analogausgabewerte für RUN/STOPÜbergang auswählen


Sie können das Verhalten von bis zu acht Analogausgängen festlegen, wenn LOGO! vom
RUN in den STOPModus wechselt. Um das Verhalten von Analogausgängen für einen
Wechsel von RUN in STOP festzulegen, gehen Sie wie folgt vor:
1. Im Programmiermenü den Cursor auf "①" bewegen: Taste oder

2. "①" auswählen: Taste OK


3. Den Cursor auf "AQ" bewegen: Taste oder
4. "AQ" auswählen: Taste OK
5. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

6. "②" auswählen: Taste OK


LOGO! zeigt das folgende Display:

Der Kreis mit einem Punkt vor "④" oben kennzeichnet die aktuelle Einstellung für die
Analogausgangskanäle.
Sie können entweder "③" oder "④" wählen. Die Standardeinstellung ist "④". Das
bedeutet, dass die Werte der Analogausgänge auf ihrem letzten Wert bleiben. Die
Einstellung "③" bedeutet, dass die Werte der Analogausgänge auf bestimmte Werte
gesetzt werden, die Sie konfigurieren können. Wenn LOGO! vom RUN- in den STOP-
Modus wechselt, ändern sich je nach Einstellung auch die Werte der Analogausgänge.
7. Gewünschte Einstellung des Ausgangs auswählen: Taste oder
8. Eingabe bestätigen: Taste OK.

LOGO!
90 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

Definieren eines bestimmten Analogausgabewerts


Um an den Analogausgängen einen bestimmten analogen Wert auszugeben, gehen Sie wie
folgt vor.
1. Cursor auf ''①" bewegen: Taste oder

2. "①" übernehmen: Taste OK


Das Display zeigt:

3. Wählen Sie einen gewünschten Analogausgang aus und drücken Sie OK.
4. Geben Sie für den Analogausgang einen bestimmten Ausgangswert ein.

5. Zum Bestätigen Ihrer Eingabe drücken Sie OK.

3.7.12 Art der Analogausgänge definieren


Analogausgänge können für 0-10 V/0-20 mA (Voreinstellung) oder 4-20 mA eingestellt
werden.
Zum Definieren der Art der Analogausgänge gehen Sie im Programmiermenü wie folgt vor:
1. Cursor auf ''①" bewegen: Taste oder

2. "①" auswählen: Taste OK

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 91
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

3. Cursor auf "AQ" bewegen: Taste oder


4. "AQ" auswählen: Taste OK
5. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

6. "②" auswählen: Taste OK


LOGO! zeigt das folgende Display:

7. Cursor auf den gewünschten AQ bewegen und Taste OK drücken.


LOGO! kennzeichnet den definierten Typ für den Analogkanal mittels eines Kreises mit
einem Punkt.
8. Wählen Sie entweder 0..10V/0..20mA (Standard) oder 4..20mA: Taste oder
9. Bestätigen Sie Ihre Auswahl: Taste OK.

3.7.13 Einschaltverzögerung von LOGO! festlegen


Sie können für LOGO! eine Einschaltverzögerung festlegen, um zu gewährleisten, dass alle
angeschlossenen Erweiterungsmodule eingeschaltet und betriebsbereit sind, bevor LOGO!
die Schaltprogramme ausführt.
Um die Einschaltverzögerung festzulegen, gehen Sie wie folgt vor:
1. Im Programmiermenü den Cursor auf "①" bewegen: Taste oder

2. "①" übernehmen: Taste OK.

LOGO!
92 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

3. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

4. "②" übernehmen: Taste OK. LOGO! zeigt das folgende Display:

5. Mit oder erhöhen oder verringern Sie die Zeitverzögerung um 0,2 s. Sie können
oder auch gedrückt halten, um den Zeitwert schneller zu erhöhen oder zu verringern.
6. Die Einstellung übernehmen: Taste OK.

3.7.14 Schaltprogramm und Passwort löschen


Um ein Schaltprogramm und das ggf. vorhandene Passwort zu löschen, gehen Sie wie folgt
vor:
1. Schalten Sie LOGO! in die Betriebsart Programmieren. LOGO! zeigt das Hauptmenü:

2. Bewegen Sie im Hauptmenü mit oder den Cursor auf "①". Drücken Sie OK.
Daraufhin wechselt LOGO! in das Programmiermenü.
3. Bewegen Sie im Programmiermenü den Cursor auf "②": Taste oder

4. "②" übernehmen: Taste OK

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 93
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

5. Wenn Sie sich sicher sind, dass Sie das Schaltprogramm im Speicher löschen möchten,
bewegen Sie den Cursor auf "③" und bestätigen mit OK. LOGO! löscht das
Schaltprogramm und das Passwort.
Wenn Sie das Schaltprogramm nicht löschen möchten, dann lassen Sie den Cursor auf
"④" und drücken OK.

3.7.15 Sommer/Winterzeitumstellung
Die automatische Sommer-/Winterzeitumstellung können Sie aktivieren bzw. deaktivieren.

Hinweis
Die Sommerzeit entspricht der Sommerzeit und die Winterzeit entspricht der "Standardzeit"
in den Vereinigten Staaten.

Sommer-/Winterzeitumstellung in der Betriebsart Programmieren aktivieren/deaktivieren:


1. Schalten Sie LOGO! in den Programmiermodus. LOGO! zeigt das Hauptmenü.
2. "①" auswählen: Taste oder

3. "①" übernehmen: Taste OK


4. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

5. "②" übernehmen: Taste OK


6. Cursor auf ''③" bewegen: Taste oder

LOGO!
94 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

7. "③" übernehmen: Taste OK


LOGO! zeigt das folgende Display:

Die aktuelle Einstellung der automatischen Sommer-/Winterzeitumstellung ist durch einen


Kreis mit einem Punkt gekennzeichnet. Die Voreinstellung ist "④": deaktiviert.
Erläuterung der Displayanzeige:
– "④": LOGO! deaktiviert die automatische Sommer-/Winterzeitumstellung.
– "⑤" entspricht Beginn und Ende der Sommerzeit in Europa.
– "⑥" entspricht Beginn und Ende der Sommerzeit in Großbritannien.
– "⑦" entspricht Beginn und Ende der Sommerzeit in den Vereinigten Staaten vor
2007.
– "⑧" entspricht Beginn und Ende der Sommerzeit in den Vereinigten Staaten ab 2007.
– "⑨" entspricht Beginn und Ende der Sommerzeit in Australien.
– "⑩" entspricht Beginn und Ende der Sommerzeit in Australien/Tasmanien.
– "⑪" entspricht Beginn und Ende der Sommerzeit in Neuseeland.
– "⑫": Hier können Sie Monat, Tag und Zeitunterschied beliebig einstellen.
Die folgende Tabelle führt die voreingestellten Umstellungszeiten auf:
Menübefehl Beginn der Sommerzeit Ende der Sommerzeit Zeitunterschied
Δ
⑤ Letzter Sonntag im März: Letzter Sonntag im Oktober: 60 Minuten
02:00→03:00 03:00→02:00
⑥ Letzter Sonntag im März: Letzter Sonntag im Oktober: 60 Minuten
01:00→02:00 02:00→01:00
⑦ Erster Sonntag im April: Letzter Sonntag im Oktober: 60 Minuten
02:00→03:00 02:00→01:00
⑧ Zweiter Sonntag im März: Erster Sonntag im November: 60 Minuten
02:00→03:00 02:00→01:00
⑨ Letzter Sonntag im Oktober: Letzter Sonntag im März: 60 Minuten
02:00→03:00 03:00→02:00
⑩ Erster Sonntag im Oktober: Letzter Sonntag im März: 60 Minuten
02:00→03:00 03:00→02:00
⑪ Erster Sonntag im Oktober: Dritter Sonntag im März: 60 Minuten
02:00→03:00 03:00→02:00
⑫ Monat und Tag frei einstellen: Monat und Tag frei einstellen: Wird von Ihnen
02:00→02:00 + Zeitunterschied Zeitunterschied: 03:00→03:00 - bestimmt
Zeitunterschied (minutengenau)

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 95
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

8. Um die Sommer-/Winterzeitumstellung zu aktivieren und Parameter festzulegen, drücken


Sie oder , um die gewünschte Umstellung auszuwählen. Bestätigen Sie dann mit OK.

Hinweis
Der Zeitunterschied Δ kann zwischen 0 und 180 Minuten festgelegt werden.

Sommer-/Winterzeitumstellung in der Betriebsart Parametrieren aktivieren/deaktivieren


Wenn Sie die automatische Sommer-/Winterzeitumstellung in der Betriebsart Parametrieren
aktivieren/deaktivieren möchten, wählen Sie im Parametriermenü "①" und anschließend die
Menüs "②" und "③" aus. Nun können Sie die Sommer-/Winterzeitumstellung aktivieren
bzw. deaktivieren.

Eigene Parameter einstellen


Wenn diese Parameter/Umstellungen denen Ihres Landes nicht entsprechen, dann gehen
Sie wie folgt vor, um die Einstellungen beliebig zu definieren.
1. Bewegen Sie den Cursor auf den Menüpunkt ''①": Taste oder

2. Drücken Sie die Taste OK.


Das Display zeigt:

Beispiel: Sie möchten die folgenden Parameter einstellen:


● Beginn der Sommerzeit = 31. März
● Ende der Sommerzeit = 1. November
● Zeitunterschied von 120 Minuten

LOGO!
96 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

Um diese Einstellungen zu konfigurieren, gehen Sie wie folgt vor:


1. Mit oder bewegen Sie den blinkenden Vollblock/Cursor.
2. Mit und ändern Sie den Wert an der Cursorposition.
Das Display zeigt:

3. Mit OK bestätigen Sie alle Ihre Eingaben.


Damit haben Sie Ihre persönliche Sommer-/Winterzeitumstellung eingegeben.

Hinweis
Die Sommer-/Winterzeitumstellung funktioniert nur, wenn LOGO! in Betrieb ist (in RUN oder
STOP). Sie funktioniert nicht, wenn die interne Echtzeituhr von LOGO! nach einem
Spannungsausfall den Betrieb fortsetzt (siehe hierzu Abschnitt "Pufferung der Uhr
(Seite 129)").

3.7.16 Synchronisation
Sie können die Uhrzeitsynchronisation zwischen LOGO! und einem angeschlossenen
Kommunikationsmodul über das Setup-Menü aktivieren bzw. deaktivieren.
Ist die Synchronisation eingeschaltet, kann LOGO! die Uhrzeit von einem
Kommunikationsmodul empfangen.
Unabhängig davon, ob die Synchronisation eingeschaltet ist oder nicht, sendet LOGO! die
Uhrzeit bei einem Netz-Ein, stündlich (STOP-Modus oder RUN-Modus) und bei jeder
Uhrzeitänderung (wenn die Uhr zurückgesetzt wird oder bei Sommer-/Winterzeitumstellung)
an die Erweiterungsmodule.

Hinweis
Bei Verwendung eines LOGO! Basismoduls mit digitalen oder analogen
Erweiterungsmodulen, aber ohne Kommunikationsmodul, darf die Uhrzeitsynchronisation
nicht aktiviert werden. Prüfen Sie, ob die Uhrzeitsynchronisation aktiviert ist.

Synchronisation in der Betriebsart Programmieren aktivieren/deaktivieren


Um die Uhrzeitsynchronisation zu aktivieren bzw. zu deaktivieren, gehen Sie wie folgt vor:
1. Schalten Sie LOGO! in den Programmiermodus. LOGO! zeigt das Hauptmenü.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 97
LOGO! programmieren
3.7 Schaltprogramm eingeben und starten

2. "①" auswählen: Taste oder


3. "①" übernehmen: Taste OK
4. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

5. "②" übernehmen: Taste OK


6. Cursor auf ''③" bewegen: Taste oder

7. "③" übernehmen: Taste OK


LOGO! zeigt das folgende Display:

LOGO! kennzeichnet die aktuelle Einstellung der automatischen


Synchronisationsfunktion anhand eines Kreises mit einem Punkt. Die Einstellung im
Auslieferungszustand ist "④", d. h., die Synchronisation ist ausgeschaltet.
8. Um die Synchronisation zu aktivieren, wählen Sie mit der Taste oder "⑤" aus und
bestätigen dann mit OK.

Synchronisation in der Betriebsart Parametrieren aktivieren/deaktivieren


Wenn Sie die automatische Synchronisation in der Betriebsart Parametrieren aktivieren bzw.
deaktivieren möchten, wählen Sie im Parametriermenü "①" und anschließend die Menüs
"②" und "③". Nun können Sie die automatische Synchronisation aktivieren bzw.
deaktivieren.

LOGO!
98 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.8 Konfigurieren zusätzlicher Funktionen für LOGO!

3.8 Konfigurieren zusätzlicher Funktionen für LOGO!


Nachdem Sie erfolgreich das zweite Schaltprogramm erstellt haben, können Sie mit den
folgenden Menübefehlen zusätzliche Funktionen konfigurieren:
● Netzwerk
● Diagnose

UDF und Data Log


Die Funktionen UDF und Data Log können Sie nur mithilfe von LOGO!Soft Comfort
konfigurieren. Nachdem Sie die Funktionen in LOGO!Soft Comfort konfiguriert und in das
LOGO! 0BA8-Gerät geladen haben, können Sie anschließend Elemente, die mit folgenden
Funktionen verbunden sind, vom Gerät aus bearbeiten:
● UDFs (benutzerdefinierte Funktionen)
● Data Log

Digitale und analoge Netzwerk-E/A


Die folgenden Anschlüsse für digitale oder analoge Netzwerkeingänge/-ausgänge können
Sie nur mithilfe von LOGO!Soft Comfort konfigurieren:
● Digitale Netzwerkeingänge
● Analoge Netzwerkeingänge
● Digitale Netzwerkausgänge
● Analoge Netzwerkausgänge

Hinweis
Wenn das Schaltprogramm in einem LOGO! 0BA8-Gerät digitale oder analoge
Netzwerkeingänge/-ausgänge enthält, können Sie nur den Parameter "Par" von
Funktionsblöcken über LOGO! bearbeiten. Das übrige Schaltprogramm können Sie vom
Gerät aus nicht bearbeiten.

3.8.1 Konfigurieren von Netzwerkeinstellungen


Ein LOGO! 0BA8-Gerät kann die Netzwerkkommunikation mit anderen LOGO! 0BA8-
Geräten, mit SIMATIC S7-PLCs, einer SIMATIC HMI oder einem PC mit LOGO!Soft Comfort
V8.0 herstellen (weitere Einzelheiten finden Sie unter Maximalausbau des Netzwerks mit
LOGO! (Seite 27)). Sie können das LOGO! 0BA8-Netzwerk nur in LOGO!Soft Comfort V8.0
konfigurieren. In einem LOGO! 0BA8 können Sie die LOGO!-Netzwerkeinstellungen wie IP-
Adresse, Subnetzmaske und Gateway konfigurieren.

Hinweis
Die LOGO!-Netzwerkeinstellungen wie IP-Adresse, Subnetzmaske und Gateway können nur
mit der Zugriffsstufe "Administrator" konfiguriert werden. Mit der Zugriffsstufe "Bediener"
können Sie die Netzwerkeinstellungen nur anzeigen, aber nicht ändern.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 99
LOGO! programmieren
3.8 Konfigurieren zusätzlicher Funktionen für LOGO!

Konfigurieren der Netzwerkeinstellungen


Das LOGO! 0BA8 bietet einen Menübefehl zur Konfiguration der Netzwerkeinstellungen.
1. Schalten Sie LOGO! in den Programmiermodus.
2. Bewegen Sie mit oder den Cursor auf "①".

3. Zum Bestätigen von "①" drücken Sie OK.


4. Bewegen Sie mit oder den Cursor auf "②".

5. Zum Bestätigen von "①" drücken Sie OK. LOGO! gibt folgende Anzeige aus:

6. Das Display zeigt nun die Standard-IP-Adresse Ihrer LOGO!. Um die Einstellung zu
ändern, drücken Sie OK. Wenn der Cursor als blinkender Vollblock angezeigt wird,
bewegen Sie ihn mit oder an die Position der zu ändernden Zahl und verwenden
oder , um diese Zahl zu erhöhen oder zu verringern. Zum Bestätigen Ihrer Änderung
drücken Sie OK.
LOGO! speichert bis zu vier Adressen, die Sie zuvor festgelegt haben. Um Ihre letzten
Einstellungen anzuzeigen, bewegen Sie den Cursor mit auf das Symbol " " und
drücken dann OK, um eine Dropdown-Liste zu öffnen. Beispiel:

Sie können mit oder eine zuvor konfigurierte Adresse in der Liste auswählen und
dann mit OK bestätigen.
7. Gehen Sie mit oder zur Einstellung der Subnetzmaske. Die Standard-Subnetzmaske
wird wie oben abgebildet angezeigt. Um die Einstellung zu ändern, drücken Sie OK.
Wenn der Cursor als blinkender Vollblock angezeigt wird, bewegen Sie ihn mit oder
an die Position der zu ändernden Zahl und verwenden oder , um diese Zahl zu
erhöhen oder zu verringern. Zum Bestätigen Ihrer Änderung drücken Sie OK.
8. Gehen Sie mit zur Einstellung der Gateway-Adresse. Das Standard-Gateway wird wie
oben abgebildet angezeigt. Um die Einstellung zu ändern, drücken Sie OK. Wenn der

LOGO!
100 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.8 Konfigurieren zusätzlicher Funktionen für LOGO!

Cursor als blinkender Vollblock angezeigt wird, bewegen Sie ihn mit oder an die
Position der zu ändernden Zahl und verwenden oder , um diese Zahl zu erhöhen oder
zu verringern. Zum Bestätigen Ihrer Änderung drücken Sie OK.

Das Schaltprogramm in LOGO!Soft Comfort übertragen


Wenn alle gewünschten Netzwerkeinstellungen vorgenommen sind, können Sie das
Schaltprogramm aus der LOGO! in LOGO!Soft Comfort übertragen. Verwenden Sie dazu
den Befehl LOGO!→PC in LOGO!Soft Comfort. Weitere Informationen zum Laden des
Schaltprogramms in LOGO!Soft Comfort mithilfe dieses Menübefehls zum Übertragen finden
Sie in der Online-Hilfe für LOGO!Soft Comfort.

3.8.2 Konfigurieren einer UDF (benutzerdefinierten Funktion)


UDF-Blöcke (UDF - benutzerdefinierte Funktion) können Sie nur in LOGO!Soft Comfort
konfigurieren.
Ein UDF-Block ist ein mit LOGO!Soft Comfort erstelltes, vorkonfiguriertes Schaltprogramm.
Sie können ihn wie einen Funktionsblock zu einem vorhandenen Schaltprogramm
hinzufügen. Eine ausführliche Beschreibung der UDF-Konfiguration mit LOGO!Soft Comfort
finden Sie in der Online-Hilfe für LOGO!Soft Comfort.
Wenn Ihr Schaltprogramm in LOGO! einen UDF-Block enthält, können Sie die mit dem Block
verbundenen Elemente konfigurieren. Weitere Informationen zur Konfiguration von UDF-
Elementen in der LOGO! 0BA8 finden Sie unter UDF (benutzerdefinierte Funktion)
(Seite 249).

3.8.3 Konfigurieren des Data-Log-Blocks


Den Data-Log-Block können Sie nur in LOGO!Soft Comfort konfigurieren.
Mit LOGO!Soft Comfort können Sie maximal einen Data-Log-Block für Ihr Schaltprogramm
konfigurieren. Der Data-Log-Block dient anschließend zum Aufzeichnen von Variablen der
Prozessmessung aus den ausgewählten Funktionsblöcken. Eine detaillierte Beschreibung
der Konfiguration der Data-Log-Funktion in LOGO!Soft Comfort finden Sie in der Online-Hilfe
für LOGO!Soft Comfort.
Wenn Ihr Schaltprogramm in LOGO! einen Data-Log-Block enthält, können Sie die mit dem
Block verbundenen Elemente konfigurieren. Weitere Informationen zur Konfiguration von
Data-Log-Elementen im LOGO! 0BA8 enthält der Abschnitt Data Log (Seite 253).

3.8.4 Netzwerkeingänge/-ausgänge anzeigen


LOGO!Soft Comfort stellt Ihnen folgende Anschlüsse zur Verfügung, die Blöcke für
Netzwerkeingänge/-ausgänge darstellen:
● Digitale Netzwerkeingänge (in LOGO! mit NI gekennzeichnet)
● Analoge Netzwerkeingänge (in LOGO! mit NAI gekennzeichnet)
● Digitale Netzwerkausgänge (in LOGO! mit NQ gekennzeichnet)
● Analoge Netzwerkausgänge (in LOGO! mit NAQ gekennzeichnet)

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 101
LOGO! programmieren
3.8 Konfigurieren zusätzlicher Funktionen für LOGO!

Digitale oder analoge Netzwerkeingänge können mit den Eingängen von Funktionsblöcken
verbunden werden. Digitale oder analoge Netzwerkausgänge können mit den Ausgängen
von Funktionsblöcken verbunden werden.
Wenn Ihr Schaltprogramm einen digitalen/analogen Netzwerkeingang enthält, kann die
LOGO! einen Digital-/Analogwert aus einem anderen Schaltprogramm in einem vernetzten
Gerät auslesen. Wenn Ihr Schaltprogramm einen digitalen/analogen Netzwerkausgang
enthält, kann die LOGO! ihren digitalen/analogen Ausgangswert im Slave-Modus in ein
anderes vernetztes 0BA8-Gerät schreiben.

Hinweis
Diese Netzwerkanschlüsse für Ihr Schaltprogramm können Sie nur mit LOGO!Soft Comfort
konfigurieren. Wenn Ihr Schaltprogramm in LOGO! einen Netzwerkanschluss enthält,
können Sie über das geräteeigene LOGO! Display keine Änderungen am Schaltprogramm
vornehmen.

Darstellung von Netzwerkanschlüssen in LOGO!


Im Folgenden wird von einem Schaltprogramm ausgegangen, bei dem der digitale
Netzwerkeingang NI1 mit dem Funktionsblock B5 verbunden ist. B5 ist verbunden mit Q4.
Zum Anzeigen dieses Netzwerkeingangs gehen Sie wie folgt vor:
1. Schalten Sie LOGO! in den Programmiermodus.
2. "①" auswählen: Taste oder

3. "①" übernehmen: Taste OK


4. "②" auswählen: Taste oder

5. "①" übernehmen: Taste OK


(Geben Sie ggf. Ihr Passwort ein und bestätigen Sie mit OK.)
6. Wählen Sie im Schaltprogrammfenster OK und der Cursor wird nun als blinkender
Vollblock angezeigt.

LOGO!
102 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.8 Konfigurieren zusätzlicher Funktionen für LOGO!

7. Bewegen Sie den Cursor auf den Block B5 und drücken Sie OK. LOGO! zeigt das
folgende Display:

Die Abbildung zeigt einen digitalen Netzwerkeingang NI1, der mit dem ersten Eingang
von B5 verbunden ist.
Die folgenden Anzeigen sind Beispiele für digitale und analoge Netzwerkausgänge in
LOGO!:

Verfügbare Blöcke für Netzwerkeingänge/-ausgänge in LOGO!Soft Comfort


Die folgenden Blöcke für Netzwerk-E/A sind beim Erstellen Ihres Schaltprogramms mit
LOGO!Soft Comfort verfügbar:
● Digitale Netzwerkeingänge: NI1 bis NI64
● Analoge Netzwerkeingänge: NAI1 bis NAI32
● Digitale Netzwerkausgänge: NQ1 bis NQ64
● Analoge Netzwerkausgänge: NAQ1 bis NAQ16

3.8.5 Umschalten von LOGO! zwischen Master- und Slave-Modus


LOGO! 0BA8 bietet einen Menübefehl für die Kommunikationseinstellungen im Netzwerk. In
diesem Abschnitt erfahren Sie, wie Sie den Kommunikationsmodus Ihres LOGO! Netzwerks
ändern.
Ein LOGO! 0BA8-Gerät arbeitet entweder im Master-Kommunikationsmodus oder im Slave-
Kommunikationsmodus.

Master-Modus und Slave-Modus


Eine LOGO! 0BA8 im Master-Modus unterstützt die Client/Server-Kommunikation mit
SIMATIC S7-Steuerungen, einem SIMATIC HMI-System oder anderen 0BA8-Geräten über
Ethernet. Diese LOGO! kann außerdem als Master mit einem oder mehreren 0BA8-Geräten
im Slave-Modus kommunizieren.
Eine LOGO! im Slave-Modus fungiert als LOGO! Erweiterungsmodul. LOGO! Slave-Geräte
benötigen kein Schaltprogramm. Eine Master-LOGO! kann die digitalen/analogen Eingangs-
/Ausgangswerte von einem oder mehreren LOGO! Slave-Geräten auslesen und ihre eigenen
digitalen/analogen Ausgangswerte in diese Slaves schreiben. Hierdurch kann die LOGO!
ihre Netzwerk-E/A erweitern.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 103
LOGO! programmieren
3.8 Konfigurieren zusätzlicher Funktionen für LOGO!

Hinweis
Eine LOGO! im Slave-Modus kann selbst auch über Erweiterungsmodule verfügen. Sie
unterstützt maximal 24 digitale Eingänge, 8 analoge Eingänge, 20 digitale Ausgänge und 8
analoge Ausgänge.

LOGO! vom Master-Modus in den Slave-Modus umschalten


1. Im Hauptmenü der Betriebsart Programmieren den Cursor auf "①" bewegen: Taste
oder

2. "①" übernehmen: Taste OK


3. Cursor auf ''①" bewegen: Taste oder

4. "②" übernehmen: Taste OK


5. Cursor auf ''①" bewegen: Taste oder

6. "①" übernehmen: Taste OK

7. In dieser Anzeige geben Sie die IP-Adresse der LOGO! ein, die als Master für Ihre Slave-
LOGO! konfiguriert werden soll. Um die Einstellung zu ändern, drücken Sie OK. Wenn
der Cursor als blinkender Vollblock angezeigt wird, drücken Sie oder , um den Cursor
durch die Zahlen zu bewegen. Drücken Sie oder , um die Zahl nach Bedarf zu
ändern.
8. Die Einstellung übernehmen: Taste OK
Sie haben die LOGO! erfolgreich vom Master-Modus in den Slave-Modus umgeschaltet.
LOGO! führt selbsttätig einen Neustart durch und zeigt anschließend das Hauptmenü an.

LOGO!
104 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.8 Konfigurieren zusätzlicher Funktionen für LOGO!

Beim Aufruf der folgenden Anzeige sehen Sie, dass die LOGO! sich jetzt im Slave-Modus
befindet.

Hinweis
Von einer LOGO! im Slave-Modus aus können Sie das Schaltprogramm nicht bearbeiten.
In der Betriebsart Parametrieren können Sie den Master-/Slave-Modus von LOGO! nicht
umschalten.

LOGO! vom Slave-Modus in den Master-Modus umschalten


LOGO! ist jetzt im Slave-Modus:

1. Cursor auf ''①" bewegen: Taste oder


2. "①" übernehmen: Taste OK
Sie haben die LOGO! erfolgreich vom Slave-Modus in den Master-Modus umgeschaltet.
LOGO! führt selbsttätig einen Neustart durch und zeigt anschließend das Hauptmenü an.
Alternativ können Sie LOGO! über LOGO!Soft Comfort vom Slave-Modus in den Master-
Modus umschalten. Wenn Sie über LOGO!Soft Comfort ein Schaltprogramm in eine LOGO!
im Slave-Modus laden, werden Sie aufgefordert, LOGO! in den Master-Modus zu versetzen,
um den Ladevorgang durchzuführen. Weitere Informationen finden Sie in der Online-Hilfe zu
LOGO!Soft Comfort.

3.8.6 Fehlerdiagnose mit LOGO!


LOGO! 0BA8 unterstützt die Fehlerereignisdiagnose. Über das Diagnosemenü von LOGO!
haben Sie folgende Möglichkeiten:
● Softwarestatus und -fehler anzeigen:
– S7-Verbindungsfehler
– Firmwareversion von LOGO!
● Hardwarestatus und -fehler anzeigen:
– Ethernet-Verbindungsfehler
– Micro-SD-Kartenfehler (beispielsweise Lese-/Schreibfehler der Karte, Karte ist nicht
gesteckt oder Karte ist voll)
– EM-Status (Erweiterungsmodul) und -fehler (beispielsweise Busfehler und
Konfigurations-Update)
– MAC-Adresse von LOGO!

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 105
LOGO! programmieren
3.8 Konfigurieren zusätzlicher Funktionen für LOGO!

● Ereignisprotokoll anzeigen und löschen und Verfügbarkeit einer bestimmten IP-Adresse


prüfen
● Fehlerereignisalarm umschalten

Softwarestatus und -fehler von LOGO! anzeigen


Zum Anzeigen von Softwarestatus und -fehlern gehen Sie wie folgt vor:
1. Im Hauptmenü den Cursor auf "②" bewegen: Taste oder

2. "①" übernehmen: Taste OK


3. LOGO! zeigt das Diagnosemenü an. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

4. "②" übernehmen: OK drücken. LOGO! zeigt das folgende Display:

5. Wenn Sie "③" wählen, wird der Echtzeitstatus der S7-Verbindung angezeigt und mit "④"
wird die Firmwareversion von LOGO! angezeigt.
Nachdem Sie "③" gewählt haben, können Sie über die Tasten und den Status der
einzelnen S7-Verbindungen anzeigen.

Hardwarestatus und -fehler von LOGO! anzeigen


Zum Anzeigen von Hardwarestatus und -fehlern gehen Sie wie folgt vor:
1. Im Hauptmenü den Cursor auf "②" bewegen: Taste oder

2. "①" übernehmen: Taste OK

LOGO!
106 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.8 Konfigurieren zusätzlicher Funktionen für LOGO!

3. LOGO! zeigt das Diagnosemenü an. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

4. "②" übernehmen: Taste OK. LOGO! zeigt das folgende Display:

5. Mit den folgenden Menübefehlen zeigen Sie den entsprechenden Hardwarestatus und
die Fehler an:
– ③: Zum Anzeigen des Status der Ethernet-Schnittstelle von LOGO!. Ist das Ethernet-
Kabel nicht angeschlossen, wird ein Fehler angezeigt.
– ④: Zum Anzeigen des Status der Micro-SD-Karte. Dieser Menübefehl zeigt ein
Fehlerereignis an, wenn keine Karte gesteckt ist, die Karte voll ist oder ein Lese-
/Schreibfehler aufgetreten ist.
– ⑤: Zum Anzeigen des Echtzeitstatus der angeschlossenen Erweiterungsmodule.
Dieser Menübefehl zeigt die Anzahl der Erweiterungsmodule und die Gesamtzahl der
Ein- und Ausgänge an.
– ⑥: Zum Anzeigen der MAC-Adresse von LOGO!

Fehlerinformationen anzeigen
Um die erkannten Fehler anzuzeigen, gehen Sie wie folgt vor:
1. Im unten abgebildeten Diagnosemenü den Cursor auf "①" bewegen: Taste oder

2. "①" übernehmen: Taste OK.


3. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

4. "②" übernehmen: OK drücken. LOGO! zeigt alle erkannten Fehler an. Mit oder
können Sie jeden Fehlerdatensatz anzeigen. Mit ESC oder OK kehren Sie in die
vorherigen Menüs zurück.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 107
LOGO! programmieren
3.8 Konfigurieren zusätzlicher Funktionen für LOGO!

Fehlerinformationen löschen
Um alle Fehler zu löschen, gehen Sie wie folgt vor:
1. Im unten abgebildeten Diagnosemenü den Cursor auf "①" bewegen: Taste oder

2. "①" übernehmen: Taste OK


3. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

4. "②" übernehmen: Taste OK


5. Cursor auf ''③" bewegen: Taste oder

6. "①" übernehmen: Taste OK. drücken. LOGO! löscht alle Fehlermeldungen und zeigt
Folgendes an:

Diagnose einer bestimmten IP-Adresse


Die Verfügbarkeit einer bestimmten IP-Adresse können Sie wie folgt prüfen:
1. Im unten abgebildeten Diagnosemenü den Cursor auf "①" bewegen: Taste oder

2. "①" übernehmen: Taste OK

LOGO!
108 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.8 Konfigurieren zusätzlicher Funktionen für LOGO!

3. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

4. "②" übernehmen: Taste OK. LOGO! gibt folgende Anzeige aus:

5. Um eine IP-Adresse einzugeben, drücken Sie OK. Wenn der Cursor als blinkender
Vollblock angezeigt wird, bewegen Sie ihn mit oder an die Position der zu ändernden
Zahl und verwenden oder , um diese Zahl zu erhöhen oder zu verringern.
6. Zum Bestätigen Ihrer Eingabe drücken Sie OK.
LOGO! speichert bis zu vier Adressen, die Sie zuvor eingegeben haben. Um Ihre letzten
Eingaben anzuzeigen, bewegen Sie den Cursor mit auf das Symbol " " und drücken
dann OK, um eine Dropdown-Liste zu öffnen. Beispiel:

Sie können mit oder eine zuvor konfigurierte Adresse in der Liste auswählen und
dann mit OK bestätigen.

Fehleralarm umschalten
Sie können einen Fehleralarm wie folgt aktivieren/deaktivieren:
1. Im unten abgebildeten Diagnosemenü den Cursor auf "①" bewegen: Taste oder

2. "①" übernehmen: Taste OK


3. Der Kreis mit einem Punkt kennzeichnet die aktuelle Einstellung. Zum Ändern der
Einstellung: Taste oder

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 109
LOGO! programmieren
3.9 Speicherplatz und Größe eines Schaltprogramms

4. Bestätigen Sie Ihre Auswahl: OK drücken. LOGO! kehrt in die vorherige Anzeige zurück.
Wenn Sie den Fehleralarm aktivieren, wird bei Auftreten eines Fehlers auf der LOGO! die
rote Hintergrundbeleuchtung eingeschaltet und erinnert Sie daran, dass LOGO! einen Fehler
erkannt hat. Durch Aufrufen des Diagnosemenüs können Sie den Fehler anzeigen und
löschen.

3.9 Speicherplatz und Größe eines Schaltprogramms


Die Größe eines Schaltprogramms in LOGO! ist durch den Speicherplatz begrenzt.

Speicherbereiche
● Programmspeicher:
LOGO! gestattet nur eine begrenzte Anzahl von Blöcken in Ihrem Schaltprogramm.
Die zweite Einschränkung ist durch die maximale Anzahl Bytes gegeben, die ein
Schaltprogramm enthalten darf. Die belegte Anzahl der Bytes kann durch Addition der
Bytes der jeweils verwendeten Funktionsblöcke errechnet werden.
● Remanenzspeicher (Rem):
Bereich, in dem LOGO! remanente Istwerte hinterlegt, z. B. den Zählwert eines
Betriebsstundenzählers. Bei Blöcken mit wahlweiser Nutzung der Remanenzfunktion wird
dieser Speicherbereich nur belegt, wenn Sie die Remanenzfunktion eingeschaltet haben.

Verfügbare Ressourcen in LOGO!


Ein Schaltprogramm in LOGO! kann maximal folgende Ressourcen belegen:

LOGO! Geräteserie Bytes Blöcke REM


LOGO! 0BA8 8500 400 250

LOGO! überwacht die Speicherauslastung und bietet in den Funktionslisten nur die
Funktionen an, für die tatsächlich noch genügend Speicher vorhanden ist.

Speicherbedarf
Die unten stehende Tabelle gibt einen Überblick über den Speicherbedarf der Grund- und
Sonderfunktionen bei der LOGO! 0BA8:
Funktion Programm Rem-
speicher Speicher*
Grundfunktionen
AND 12 -
AND mit Flankenauswertung 12 -
NAND (UND nicht) 12 -
NAND mit Flankenauswertung 12 -
OR 12 -
NOR (ODER nicht) 12 -
XOR (exklusiv ODER) 8 -
NOT (Negation) 8 -
Sonderfunktionen

LOGO!
110 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.9 Speicherplatz und Größe eines Schaltprogramms

Funktion Programm Rem-


speicher Speicher*
Zeiten
Einschaltverzögerung 12 3
Ausschaltverzögerung 16 3
Ein-/Ausschaltverzögerung 16 3
Speichernde Einschaltverzögerung 16 3
Wischrelais (Impulsausgabe) 12 3
Flankengetriggertes Wischrelais 20 4
Asynchroner Impulsgeber 16 3
Zufallsgenerator 16 -
Treppenlichtschalter 16 3
Komfortschalter 20 3
Wochenschaltuhr 24 -
Jahresschaltuhr 12 -
Astronomische Uhr 40 -
Stoppuhr 28 19
Zähler
Vor-/Rückwärtszähler 32 5
Betriebsstundenzähler 36 13
Schwellwertschalter 20 -
Analog
Analoger Schwellwertschalter 20 -
Analoger Differenzschwellwertschalter 20 -
Analogkomparator 24 -
Analogüberwachung 24 -
Analogverstärker 12 -
Impulsdauermodulator (PWM) 32 -
Mathematische Funktionen 24 -
Fehlererkennung Mathematische Funktionen 16 1
Analoger Multiplexer 20 -
Rampensteuerung 40 -
PI-Regler 44 2
Analogfilter 20 -
Max/Min 20 7
Mittelwert 32 20
Sonstiges
Selbsthalterelais 12 1
Stromstoßrelais 12 1
Meldetexte 12 -
Softwareschalter 12 2
Schieberegister 16 1

*: Bytes im Rem-Speicherbereich, falls Remanenz eingeschaltet ist

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 111
LOGO! programmieren
3.9 Speicherplatz und Größe eines Schaltprogramms

Hinweis
Da es sich bei einem UDF-Block um ein vorkonfiguriertes Schaltprogramm handelt, das Sie
mit LOGO!Soft Comfort für Ihr LOGO! Gerät erstellen, hängt die Speichergröße
(Programmspeicher und Rem-Speicher) eines UDF-Blocks von der Größe der im UDF-Block
enthaltenen Funktionsblöcke ab.

Belegung von Speicherbereichen


Wenn Sie beim Erstellen eines Schaltprogramms keinen Block mehr hinzufügen können,
dann ist ein Speicherbereich vollständig belegt. LOGO! bietet Ihnen nur die Blöcke an, für
die in LOGO! noch genügend Speicherplatz vorhanden ist. Wenn in LOGO! kein
Speicherplatz für die Speicherung zusätzlicher Blöcke mehr vorhanden ist, verweigert das
System den Zugriff auf die Liste der Blöcke.
Wenn der Speicherbereich belegt ist, optimieren Sie Ihre Schaltung oder setzen eine zweite
LOGO! ein.

Ermittlung von Speicherbedarf


Bei der Ermittlung des Speicherbedarfs einer Schaltung müssen immer alle Einzelbereiche
des Speichers beachtet werden.
Beispiel:

LOGO!
112 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! programmieren
3.9 Speicherplatz und Größe eines Schaltprogramms

Das Beispielschaltprogramm enthält:

Block-Nr. Funktion Speicherbereich


Byte Blöcke REM
B1 OR 12 1 -
B2 AND 12 1 -
B3 Jahresschaltuhr 12 1 -
B4 Einschaltverzögerung* 12 1 3
B5 Treppenlichtschalter 16 1 3
B6 AND 12 1 -
Vom Schaltprogramm belegte Ressourcen 76 6 6
Speichergrenzen in LOGO! 8500 400 250
In LOGO! noch verfügbar 8424 394 244

*: Parametriert mit Remanenz


Das Schaltprogramm passt also in die LOGO!.

Anzeige des verbleibenden freien Speicherplatzes


Um den freien Speicherplatz in LOGO! anzuzeigen, gehen Sie wie folgt vor:
1. Schalten Sie LOGO! in den Programmiermodus.
(Zur Erinnerung siehe "Die 4 goldenen Regeln zum Bedienen von LOGO! (Seite 61)").
2. Cursor auf ''①" bewegen: Taste oder

3. "①" übernehmen: Taste OK


4. Cursor auf "②" bewegen: Taste oder

5. "②" übernehmen: Taste OK


Das sehen Sie im Anzeigefeld:

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 113
LOGO! programmieren
3.9 Speicherplatz und Größe eines Schaltprogramms

LOGO!
114 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen 4
LOGO! stellt Ihnen im Programmiermodus verschiedene Elemente zur Verfügung, die in die
folgenden Listen eingeteilt wurden:
● Liste der Klemmen (Connector) (Seite 115)
● ↓GF: Liste der Grundfunktionen AND, OR, ... (Seite 120)
● ↓SF: Liste der Sonderfunktionen (Seite 132)
● Liste der bereits in der Schaltung fertiggestellten und weiter verwendbaren Blöcke
Bei der LOGO! 0BA8 stehen Ihnen im Programmiermodus zusätzlich die folgenden
Elemente zur Verfügung, wenn Sie sie zuvor im Schaltprogramm mit LOGO!Soft Comfort
konfiguriert haben:
● UDF: Liste der im Schaltprogramm konfigurierten benutzerdefinierten Blöcke
● L: Ein im Schaltprogramm konfigurierter Data-Log-Funktionsblock

Inhalte der Listen


Alle Listen zeigen die in LOGO! verfügbaren Elemente an. Üblicherweise sind dies alle
Klemmen, alle Grundfunktionen und alle Sonderfunktionen.
LOGO! zeigt nicht mehr alle Elemente an, wenn:
● Sie keine weiteren Blöcke hinzufügen können.
Dies geschieht, wenn kein Speicherplatz mehr frei ist oder wenn Sie die maximale Anzahl
Blöcke erreicht haben.
● ein bestimmter Block mehr Speicher verbrauchen (Seite 110) würde, als in LOGO! noch
frei ist.
● Sie in LOGO!Soft Comfort Programmelemente erstellt, das Programm jedoch nicht in
LOGO! geladen haben.

4.1 Konstanten und Verbindungsklemmen


Konstanten und Klemmen (engl. Connectors = Co) bezeichnen Eingänge, Ausgänge,
Merker, Konstanten und digitale und analoge Netzwerkeingänge/-ausgänge.

Eingänge
● Digitaleingänge
Digitaleingänge werden mit einem I gekennzeichnet. Die Nummern der Digitaleingänge
(I1, I2, ...) entsprechen den Nummern der Eingangsklemmen am LOGO! Basismodul und
an den angeschlossenen Digitalmodulen in der Montagereihenfolge. Sie können die
schnellen digitalen Eingänge I3, I4, I5 und I6 der LOGO!-Varianten LOGO! 12/24 RCE,
LOGO! 12/24 RCEo, LOGO! 24 CE und LOGO! 24 CEo als schnelle Zähler verwenden.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 115
LOGO! Funktionen
4.1 Konstanten und Verbindungsklemmen

Hinweis
Um zu verhindern, dass das LOGO! Basismodul keine Eingangssignale auslesen kann,
weil seine integrierte MCU (Microcontroller Unit) zu empfindlich ist und deutlich schneller
läuft als die der LOGO!-Vorgängergeräte, wurde für LOGO! eine
Ein/Ausschaltverzögerungsfunktion entwickelt.
• Bei LOGO! 230RCE und LOGO! 230RCEo ist für die digitalen Eingänge I1 bis I8 eine
Einschaltverzögerung von 25 ms und eine Ausschaltverzögerung von 20 ms definiert.
• Bei allen anderen LOGO!-Varianten ist für alle digitalen Eingänge eine
Einschaltverzögerung von 5 ms und eine Ausschaltverzögerung von ebenfalls 5 ms
definiert.
Außerdem ist für das LOGO! Basismodul im Slave-Modus für alle digitalen Eingänge eine
Einschaltverzögerung von 5 ms und eine Signal-Remanenzzeit von 100 ms definiert.

● Analogeingänge
Die LOGO!-Varianten LOGO! 24 CE und LOGO! 24 CEo, LOGO! 12/24 RCE und LOGO
12/24 RCEo besitzen die Eingänge I1, I2, I7 und I8, die Sie auch für die Nutzung als
Eingänge AI3, AI4, AI1 und AI2 konfigurieren können. Diese Module können Sie für die
Nutzung von zwei Analogeingängen (AI1 und AI2) oder für die Nutzung aller vier
Analogeingänge konfigurieren (siehe "Einstellen der Anzahl der AI in LOGO!
(Seite 267)"). LOGO! interpretiert die Signale an den Eingängen I1, I2, I7 und I8 als
Digitalwerte und die Signale an den Eingängen AI3, AI4, AI1 und AI2 als Analogwerte.
Beachten Sie, dass AI3 dem Eingang I1 und AI4 dem Eingang I2 entspricht. Diese
Nummerierung behält die vorherige Entsprechung von AI1 mit I7 und von AI2 mit I8 wie
bei der Serie 0BA5 bei. LOGO! nummeriert die Eingänge eines angeschlossenen
Analogmoduls entsprechend den bereits bestehenden Analogeingängen. Beispiele für
Aufbauten erhalten Sie unter "Maximalausbau mit Erweiterungsmodulen (Seite 29)". Bei
Sonderfunktionen, die eingangsseitig sinnvoll nur mit Analogeingängen verbunden
werden können, werden im Programmiermodus bei Auswahl des Eingangssignals die
analogen Eingänge AI1 bis AI8, die analogen Merker AM1 bis AM64, die analogen
Ausgänge AQ1 bis AQ8 und die Blocknummer einer Funktion mit analogem Ausgang zur
Auswahl angeboten.

Ausgänge
● Digitalausgänge
Digitalausgänge werden mit einem Q gekennzeichnet. Die Nummern der Ausgänge (Q1,
Q2, ... Q20) entsprechen den Nummern der Ausgangsklemmen am LOGO! Basismodul
und an den angeschlossenen Erweiterungsmodulen in der Montagereihenfolge.
LOGO! 0BA8 bietet außerdem 64 leere Ausgänge, die mit dem Buchstaben x
gekennzeichnet sind. Die leeren Ausgänge können in einem Schaltprogramm nicht
wiederverwendet werden. Die leeren Ausgänge unterscheiden sich beispielsweise von
Merkern, die Sie wiederverwenden können. Die Verwendung eines unbeschalteten
Ausgangs ist z. B. bei der Sonderfunktion "Meldetexte" (Seite 199) sinnvoll, wenn im
Zusammenhang des Schaltprogramms nur der Meldetext von Bedeutung ist.

LOGO!
116 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.1 Konstanten und Verbindungsklemmen

● Analogausgänge
Analogausgänge werden mit AQ gekennzeichnet. Es stehen Ihnen acht
Analogausgänge, AQ1, AQ2 ... AQ8, zur Verfügung. Ein Analogausgang kann nur mit
einem analogen Eingang einer Funktion, einem analogen Merker AM oder einer
analogen Ausgangsklemme verbunden werden.
Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel für eine LOGO! Konfiguration und die
Nummerierung der Eingänge und Ausgänge für das Schaltprogramm.

Hinweis
LOGO! 0BA8 unterstützt die grafische Anzeige von Analogwertänderungen in Form einer
Trendkurve auf dem integrierten Display. So lässt sich mühelos jeder verwendete analoge
Eingang oder Ausgang über die Trendkurven anzeigen, wenn sich LOGO! in RUN befindet.
Weitere Informationen zum Anzeigen der Trendkurve finden Sie unter "Anzeigen der
analogen Änderungen (Seite 78)".

Merker
Die Buchstaben M und AM kennzeichnen Merkerblöcke. Merker sind virtuelle Ausgänge, die
an ihrem Ausgang den Wert anstehen haben, der auch an ihrem Eingang anliegt. LOGO!
0BA8 stellt 64 digitale Merker M1 bis M64 und 64 analoge Merker AM1 bis AM64 zur
Verfügung.

Anlaufmerker M8
LOGO! setzt den Merker M8 im ersten Zyklus des Schaltprogramms. Von daher können Sie
ihn als Anlaufmerker in Ihrem Schaltprogramm verwenden. LOGO! setzt M8 am Ende des
ersten Zyklus zurück.
In allen weiteren Zyklen kann der Merker M8 hinsichtlich Setzen, Löschen und Auswerten
wie die anderen Merker verwendet werden.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 117
LOGO! Funktionen
4.1 Konstanten und Verbindungsklemmen

Merker für die Hintergrundbeleuchtung M25, M26, M28 bis M31


Die folgenden Merker steuern die Hintergrundbeleuchtung des integrierten LOGO! Displays
oder des LOGO! TDE:

Hintergrundbeleuchtung Merker Bemerkungen


Weiß M25 Die Farbe Weiß bedeutet, dass
sich LOGO! im Betriebszustand
RUN befindet.
M26 Die Farbe Weiß bedeutet, dass
sich LOGO! TDE im
Betriebszustand RUN befindet.
Bernsteinfarben M28 Die Farbe Bernstein bedeutet,
dass sich LOGO! in der
Betriebsart Programmieren oder
in der Betriebsart Parametrieren
befindet.
M30 Die Farbe Bernstein bedeutet,
dass sich LOGO! TDE in der
Betriebsart Programmieren oder
Parametrieren oder in der
Betriebsart für die TDE-
Einstellungen befindet.
Rot M29 Rot bedeutet, dass in LOGO!
ein Diagnosefehler aufgetreten
ist.
M31 Die Farbe Weiß bedeutet, dass
beim LOGO! TDE ein
Diagnosefehler aufgetreten ist.

Hinweis: Die Hintergrundbeleuchtung des LOGO! TDE hat eine Lebensdauer von 20.000
Stunden.

Merker für Zeichensatz des Meldetexts M27


Der Merker M27 dient zum Auswählen einer der beiden Zeichensätze, den LOGO! zum
Anzeigen der Meldetexte nutzt. Zustand 0 entspricht Zeichensatz 1, Zustand 1 entspricht
Zeichensatz 2. Wenn M27=0 (low) ist, werden nur Meldetexte angezeigt, die für Zeichensatz
1 konfiguriert wurden. Wenn M27=1 (high) ist, werden nur Meldetexte angezeigt, die für
Zeichensatz 2 konfiguriert wurden. Wenn Sie M27 nicht in das Schaltprogramm aufnehmen,
werden Meldetexte in dem Zeichensatz angezeigt, den Sie entweder in LOGO!Soft Comfort
oder auf einem LOGO!-Gerät ausgewählt haben.
Hinweis
• Am Ausgang des Merkers liegt immer das Signal des vorherigen Programmzyklus an.
Innerhalb eines Programmzyklus wird der Wert nicht verändert.
• Sie können Merker über das Netzwerk lesen oder schreiben. Wenn Sie im Stromlaufplan
keine Sondermerker hinzugefügt haben, sie jedoch über das Netzwerk geschrieben
haben, können diese dennoch funktionieren (mit Ausnahme von M27). Wenn Sie also
Zeichensätze über M27 steuern möchten, müssen Sie den Merker zunächst im
Stromlaufplan hinzufügen, und Sie können M27 mit NI-Blöcken verbinden, um den
Merker über das Netzwerk zu steuern.

LOGO!
118 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.1 Konstanten und Verbindungsklemmen

Schieberegisterbits
LOGO! stellt die schreibgeschützten Schieberegisterbits S1.1 bis S4.8 zur Verfügung. Nur
mit der Sonderfunktion "Schieberegister" (Seite 210) können Werte von Schieberegisterbits
geändert werden.

Cursortasten
Sie können 4 Cursortasten C , C , C und C verwenden ("C" für "Cursor"). Die
Cursortasten werden in einem Schaltprogramm wie die anderen Eingänge programmiert. Die
Cursortasten können Sie in einem dafür vorgesehenem Display in RUN (Seite 78) und in
einem aktivierten Meldetext programmieren (ESC + gewünschte Taste). Die Verwendung
von Cursortasten ermöglicht das Einsparen von Schaltern und Eingängen und das manuelle
Eingreifen in das Schaltprogramm. Die Eingänge der Cursortasten des LOGO! TDE sind mit
den Eingängen der Cursortasten des LOGO! Basismoduls identisch.

LOGO! TDE-Funktionstasten
Das LOGO! TDE hat vier Funktionstasten, F1, F2, F3 und F4, die Sie in Ihrem
Schaltprogramm nutzen können. Sie programmieren diese Tasten wie andere Eingänge.
Wie die Cursortasten können Sie diese Tasten drücken, wenn sich LOGO! in RUN befindet,
um das Verhalten des Schaltprogramms zu beeinflussen und um Schalter und Eingänge zu
speichern.

Pegel
Spannungspegel werden mit hi und lo gekennzeichnet. Wenn an einem Block konstant der
Zustand "1" = hi oder der Zustand "0" = lo anliegen soll, wird der Eingang mit dem festen
Pegel oder konstanten Wert hi oder lo beschaltet.

Offene Klemmen
In LOGO! dient der Buchstabe x zum Kennzeichnen freier Blockanschlüsse.

Netzwerkeingänge/-ausgänge (nur verfügbar, wenn über LOGO!Soft Comfort konfiguriert)


Die folgenden Netzwerkeingänge/-ausgänge können Sie nur mithilfe von LOGO!Soft
Comfort konfigurieren. Wenn Ihr Schaltprogramm in LOGO! einen digitalen/analogen
Netzwerkeingang/-ausgang enthält, können Sie mit Ausnahme des Parameters Par keine
Änderungen am übrigen Schaltprogramm vornehmen. Um das übrige Schaltprogramm zu
bearbeiten, müssen Sie das Programm in LOGO!Soft Comfort laden und dort bearbeiten.

1) Digitale Netzwerkeingänge
Die Buchstaben NI kennzeichnen einen digitalen Netzwerkeingang. Für die Konfiguration im
Schaltprogramm mit LOGO!Soft Comfort sind 64 digitale Netzwerkeingänge NI1 bis NI64
verfügbar.

2) Analoge Netzwerkeingänge
Die Buchstaben NAI kennzeichnen einen analogen Netzwerkeingang. Für die Konfiguration
im Schaltprogramm über LOGO!Soft Comfort sind 32 analoge Netzwerkeingänge NAI1 bis
NAI32 verfügbar.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 119
LOGO! Funktionen
4.2 Liste Grundfunktionen - GF

3) Digitale Netzwerkausgänge
Die Buchstaben N! kennzeichnen einen digitalen Netzwerkausgang. Für die Konfiguration im
Schaltprogramm mit LOGO!Soft Comfort sind 64 digitale Netzwerkausgänge NQ1 bis NQ64
verfügbar.

4) Analoge Netzwerkausgänge
Die Buchstaben NAQ kennzeichnen einen analogen Netzwerkausgang. Für die
Konfiguration im Schaltprogramm über LOGO!Soft Comfort sind 16 analoge
Netzwerkausgänge NAQ1 bis NAQ16 verfügbar.

4.2 Liste Grundfunktionen - GF


Grundfunktionen sind einfache Grundverknüpfungsglieder der boolschen Algebra.
Sie können Eingänge von Grundfunktionen einzeln negieren, d. h., liegt an dem bestimmten
Eingang eine "1" an, so verwendet das Schaltprogramm eine "0"; liegt eine "0" an, so wird
eine "1" verwendet. Siehe Programmierbeispiel unter Schaltprogramm eingeben (Seite 69).
Beim Eingeben eines Schaltprogramms finden Sie die Blöcke für Grundfunktionen in der
Liste GF. Folgende Grundfunktionen gibt es:

Darstellung im Stromlaufplan Darstellung in LOGO! Bezeichnung der Grundfunktion


AND (UND) (Seite 121)

AND mit Flankenauswertung


(Seite 122)

NAND (Seite 123)


(UND nicht)

NAND mit Flankenauswertung


(Seite 124)

LOGO!
120 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.2 Liste Grundfunktionen - GF

Darstellung im Stromlaufplan Darstellung in LOGO! Bezeichnung der Grundfunktion


OR (ODER) (Seite 124)

NOR (Seite 125)


(ODER nicht)

XOR (Seite 126)


(exklusiv ODER)

NOT (Seite 126)


(Negation, Inverter)

4.2.1 AND (UND)

Der Ausgang des AND nimmt nur dann den Zustand 1 an, wenn alle Eingänge den Zustand
1 haben, d. h. geschlossen sind.
Wird ein Eingang dieses Blocks nicht genutzt (x), gilt für den Eingang: x = 1.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 121
LOGO! Funktionen
4.2 Liste Grundfunktionen - GF

Logiktabelle für die AND-Funktion

1 2 3 4 Q
0 0 0 0 0
0 0 0 1 0
0 0 1 0 0
0 0 1 1 0
0 1 0 0 0
0 1 0 1 0
0 1 1 0 0
0 1 1 1 0
1 0 0 0 0
1 0 0 1 0
1 0 1 0 0
1 0 1 1 0
1 1 0 0 0
1 1 0 1 0
1 1 1 0 0
1 1 1 1 1

4.2.2 AND mit Flankenauswertung

Der Ausgang des AND mit Flankenauswertung nimmt nur dann den Zustand 1 an, wenn alle
Eingänge den Zustand 1 haben und im vorherigen Zyklus mindestens ein Eingang den
Zustand 0 hatte.
Wird ein Eingang dieses Blocks nicht genutzt (x), gilt für den Eingang: x = 1.

Timingdiagramm für das AND mit Flankenauswertung

LOGO!
122 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.2 Liste Grundfunktionen - GF

4.2.3 NAND (UND nicht)

Der Ausgang des NAND nimmt nur dann den Zustand 0 an, wenn alle Eingänge den
Zustand 1 haben, d. h. geschlossen sind.
Wird ein Eingang dieses Blocks nicht genutzt (x), gilt für den Eingang: x = 1.

Logiktabelle für die NAND-Funktion

1 2 3 4 Q
0 0 0 0 1
0 0 0 1 1
0 0 1 0 1
0 0 1 1 1
0 1 0 0 1
0 1 0 1 1
0 1 1 0 1
0 1 1 1 1
1 0 0 0 1
1 0 0 1 1
1 0 1 0 1
1 0 1 1 1
1 1 0 0 1
1 1 0 1 1
1 1 1 0 1
1 1 1 1 0

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 123
LOGO! Funktionen
4.2 Liste Grundfunktionen - GF

4.2.4 NAND mit Flankenauswertung

Der Ausgang des NAND mit Flankenauswertung nimmt nur dann den Zustand 1 an, wenn
mindestens ein Eingang den Zustand 0 hat und im vorherigen Zyklus alle Eingänge den
Zustand 1 hatten.
Wird ein Eingang dieses Blocks nicht genutzt (x), gilt für den Eingang: x = 1.

Timingdiagramm für das NAND mit Flankenauswertung

4.2.5 OR (ODER)

Der Ausgang des OR nimmt nur dann den Zustand 1 an, wenn mindestens ein Eingang den
Zustand 1 hat, d. h. geschlossen ist.
Wird ein Eingang dieses Blocks nicht genutzt (x), gilt für den Eingang: x = 0.

LOGO!
124 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.2 Liste Grundfunktionen - GF

Logiktabelle für die OR-Funktion


1 2 3 4 Q
0 0 0 0 0
0 0 0 1 1
0 0 1 0 1
0 0 1 1 1
0 1 0 0 1
0 1 0 1 1
0 1 1 0 1
0 1 1 1 1
1 0 0 0 1
1 0 0 1 1
1 0 1 0 1
1 0 1 1 1
1 1 0 0 1
1 1 0 1 1
1 1 1 0 1
1 1 1 1 1

4.2.6 NOR (ODER nicht)

Der Ausgang des NOR nimmt nur dann den Zustand 1 an, wenn alle Eingänge den Zustand
0 haben, also ausgeschaltet sind. Sobald irgendein Eingang eingeschaltet wird (Zustand 1),
wird der Ausgang des NOR auf 0 gesetzt.
Wird ein Eingang dieses Blocks nicht genutzt (x), gilt für den Eingang: x = 0.

Logiktabelle für die NOR-Funktion


1 2 3 4 Q
0 0 0 0 1
0 0 0 1 0
0 0 1 0 0
0 0 1 1 0
0 1 0 0 0
0 1 0 1 0
0 1 1 0 0
0 1 1 1 0

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 125
LOGO! Funktionen
4.2 Liste Grundfunktionen - GF

1 2 3 4 Q
1 0 0 0 0
1 0 0 1 0
1 0 1 0 0
1 0 1 1 0
1 1 0 0 0
1 1 0 1 0
1 1 1 0 0
1 1 1 1 0

4.2.7 XOR (exklusiv ODER)

Der Ausgang des XOR nimmt den Zustand 1 an, wenn die Eingänge unterschiedliche
Zustände besitzen.
Wird ein Eingang dieses Blocks nicht genutzt (x), gilt für den Eingang: x = 0.

Logiktabelle für die XOR-Funktion


1 2 Q
0 0 0
0 1 1
1 0 1
1 1 0

4.2.8 NOT (Negation, Inverter)

Der Ausgang nimmt den Zustand 1 an, wenn der Eingang den Zustand 0 hat. Der Block
NOT invertiert den Zustand des Eingangs.
Ein Vorteil des NOT-Blocks ist beispielsweise, dass Sie keine Öffnerkontakte verwenden
müssen. Sie benutzen einen Schließer und wandeln ihn mit dem NOT in einen Öffner um.

LOGO!
126 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.3 Sonderfunktionen

Logiktabelle für die NOT-Funktion


1 Q
0 1
1 0

4.3 Sonderfunktionen
Sonderfunktionen unterscheiden sich auf den ersten Blick von den Grundfunktionen durch
die andersartige Benennung ihrer Eingänge. Sonderfunktionen (SF) beinhalten
Zeitfunktionen, Remanenz und verschiedenste Parametriermöglichkeiten zur Anpassung des
Schaltprogramms an Ihre individuellen Bedürfnisse.
Wir möchten Ihnen in diesem Abschnitt einen kurzen Überblick über die
Eingangsbezeichnungen und einige besondere Hintergründe zu den Sonderfunktionen
(Seite 132) vermitteln.

4.3.1 Bezeichnung der Eingänge

Verknüpfungseingänge
Mit den folgenden Klemmen können Sie eine Verknüpfung zu anderen Blöcken oder zu den
Eingängen des LOGO! Geräts erstellen:
● S (Set):
Über den Eingang S können Sie den Ausgang auf "1" setzen.
● R (Reset):
Der Rücksetzeingang R hat vor allen anderen Eingängen Vorrang und schaltet Ausgänge
auf "0".
● Trg (Trigger):
Über diesen Eingang starten Sie den Ablauf einer Funktion.
● Cnt (Count):
Über diesen Eingang werden Impulse gezählt.
● Fre (Frequency):
Auszuwertende Frequenzsignale werden von der LOGO! an diesen Eingang angelegt.
● Dir (Direction):
Über diesen Eingang legen Sie die Richtung fest, d. h. + oder -.
● En (Enable):
Dieser Eingang aktiviert die Funktion eines Blocks. Ist dieser Eingang "0", ignoriert der
Block alle anderen Signale.
● Inv (Invert):
Das Ausgangssignal des Blocks wird invertiert, wenn dieser Eingang angesteuert wird.
● Ral (Reset all):
Ein Signal an diesem Eingang setzt alle internen Werte zurück.
● Lap (für die Stoppuhr-Funktion)
Ein Signal an diesem Eingang lässt die Stoppuhr pausieren.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 127
LOGO! Funktionen
4.3 Sonderfunktionen

Hinweis
Freie logische Eingänge der Sonderfunktionen werden standardmäßig auf logisch 0 gesetzt.

Klemme X an den Eingängen der Sonderfunktionen


Die Klemme "x" an einem SF-Eingang ist "low". D. h., am Eingang liegt das Signal '0' an.

Parametereingänge
An einige Eingänge legen Sie keine Signale an. Stattdessen konfigurieren Sie die relevanten
Blockwerte. Beispiele:
● Par (Parameter):
Sie verbinden den Parameter Par nicht. Stattdessen legen Sie die relevanten
Blockparameter fest (Zeiten, Ein-/Ausschaltschwellen usw.).
● Priority:
Dieser Eingang ist offen. Hier legen Sie Prioritäten fest und entscheiden, ob die Meldung
in RUN quittiert werden muss.

4.3.2 Zeitverhalten

Parameter T
Für einige SF-Blöcke können Sie einen Zeitwert T konfigurieren. Für die Vorgabe der Zeit
beachten Sie, dass sich die einzutragenden Werte nach der eingestellten Zeitbasis richten:

Zeitbasis __:__
s (Sekunden) Sekunden: 1/100 Sekunden
m (Minuten) Minuten: Sekunden
h (Stunden) Stunden: Minuten

Die LOGO! 0BA8-spezifische Stoppuhr (Seite 170)-Funktion bietet eine zusätzliche


Zeitbasis: 10 ms.

Genauigkeit von T
Elektronische Bauteile können kleinste Unterschiede aufweisen. Aus diesem Grund können
Abweichungen von der eingestellten Zeit T auftreten. Eine ausführliche Beschreibung
solcher Abweichungen finden Sie unter "Einschaltverzögerung" (Seite 137).

LOGO!
128 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.3 Sonderfunktionen

Genauigkeit der Zeitschaltuhr (Wochen-, Jahresschaltuhr)


Damit diese Abweichung nicht zu einer Gangungenauigkeit der Echtzeituhr bei den C-
Varianten (LOGO! Geräte mit integrierter Echtzeituhr) führt, vergleicht LOGO! den Zeitwert
kontinuierlich mit einer hochgenauen Zeitbasis und nimmt ständig Korrekturen vor. Es ergibt
sich eine Gangabweichung von maximal ±2 Sekunden pro Tag.

4.3.3 Pufferung der Uhr


Die interne Uhr einer LOGO! läuft auch dann weiter, wenn die Netzspannung ausfällt, d. h.,
die Uhr besitzt eine Gangreserve. Die Umgebungstemperatur beeinflusst die Pufferungszeit.
Bei einer Umgebungstemperatur von 25 °C beträgt die typische Pufferungszeit eines LOGO!
0BA8 20 Tage.
Fällt die Netzspannung einer LOGO! für mehr als 20 Tage aus, befindet sich die interne Uhr
nach dem Neustart wieder in dem Zustand, in dem sie sich vor dem Netzausfall befunden
hat.

4.3.4 Remanenz
Die Schaltzustände, Zähler- und Zeitwerte vieler SF-Blöcke (Seite 132) können als remanent
definiert werden. Das bedeutet, dass z. B. bei einem Netzausfall LOGO! die aktuellen
Datenwerte speichert, so dass nach dem erneuten Netz-Ein die Funktion an der Stelle
fortgesetzt wird, wo sie unterbrochen wurde. Eine Zeit wird also nicht neu aufgezogen,
sondern es läuft die Restzeit ab.
Dazu muss aber bei den entsprechenden Funktionen die Remanenz eingeschaltet sein. Es
gibt zwei mögliche Einstellungen:
R: Die Daten sind remanent.
/: Die aktuellen Daten sind nicht remanent (Voreinstellung). Weitere Informationen zum
Aktivieren und Deaktivieren der Remanenz finden Sie unter "Zweites Schaltprogramm
(Seite 82)".
Betriebsstundenzähler, Wochenschaltuhr, Jahresschaltuhr und Regler sind grundsätzlich
remanent.

4.3.5 Schutzart
Mit der Einstellung zum Parameterschutz können Sie festlegen, ob die Parameter in der
Betriebsart Parametrieren in LOGO! angezeigt und verändert werden können. Es gibt zwei
mögliche Einstellungen:
+: Die Parametereinstellungen werden auch im Parametriermodus angezeigt und können
verändert werden (Voreinstellung).
-: Die Parametereinstellungen werden nicht im Parametriermodus angezeigt und können nur
im Programmiermodus verändert werden. Ein Beispiel zur Schutzart finden Sie unter
Zweites Schaltprogramm (Seite 82).
Hinweis
Der Parameterschutz umfasst nur das Fenster "Parametrieren". Wenn Sie Variablen
geschützter Sonderfunktionen in einen Meldetext einbetten, können die Variablen trotzdem
noch im Meldetext bearbeitet werden. Um diese Variablen zu schützen, müssen Sie auch
den Schutz des Meldetexts aktivieren.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 129
LOGO! Funktionen
4.3 Sonderfunktionen

4.3.6 Gain und Offsetberechnung bei Analogwerten


An einem analogen Eingang ist ein Sensor angeschlossen, der die zu messende Größe in
ein elektrisches Signal umwandelt. Dieses Signal liegt in einem für den Sensor typischen
Wertebereich.
Die LOGO! wandelt die am analogen Eingang anstehenden elektrischen Signale immer in
digitale Werte von 0 bis 1000 um.
Eine Klemmenspannung am Eingang AI von 0 V bis 10 V wird von der LOGO! intern auf
Werte von 0 bis 1000 abgebildet. Eine Klemmenspannung, die größer als 10 V ist, wird von
der LOGO! als interner Wert 1000 dargestellt.
Da Sie aber nicht immer den durch LOGO! vorgegebenen Wertebereich von 0 bis 1000
verarbeiten können, besteht die Möglichkeit, die digitalen Werte mit einem
Verstärkungsfaktor (Gain) zu multiplizieren und anschließend den Nullpunkt des
Wertebereiches zu verschieben (Offset). Damit können Sie nun einen Analogwert auf dem
integrierten Display der LOGO! ausgeben, der dem tatsächlich gemessenen Wert entspricht.

Parameter Minimum Maximum


Klemmenspannung (in V) 0 ≥ 10
Interner Wert 0 1000
Gain -10.00 +10.00
Offset -10000 +10000

Rechenvorschrift
Aktualwert Ax =
(interner Wert am Eingang Ax • Gain) + Offset

Ermittlung von Gain und Offset


LOGO! ermittelt Gain und Offset unter Verwendung der beiden jeweiligen höchsten und
niedrigsten Werte der Funktion.
Beispiel 1:
Es stehen Thermogeber mit folgenden technischen Daten zur Verfügung: -30 °C bis +70 °C,
0 bis 10 V DC (d. h. 0 bis 1000 in LOGO!).
Aktualwert = (interner Wert • Gain) + Offset, also
-30 = (0 • A) + B, d. h. Offset B = -30
+70 = (1000 • A) -30, d. h. Gain A = 0,1
Beispiel 2:
Ein Drucksensor wandelt einen Druck von 1000 mbar in eine Spannung von 0 V und einen
Druck von 5000 mbar in eine Spannung von 10 V um.
Aktualwert = (interner Wert • Gain) + Offset, also
1000 = (0 • A) + B, d. h. Offset B = 1000
5000 = (1000 • A) +1000, d. h. Gain A = 4

LOGO!
130 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.3 Sonderfunktionen

Beispiele für Analogwerte

Messwert Spannung (V) Interner Wert Gain Offset Angezeigter Wert


(Ax)
-30 °C 0 0 0.1 -30 -30
0 °C 3 300 0.1 -30 0
+70 °C 10 1000 0.1 -30 70
1000 mbar 0 0 4 1000 1000
3700 mbar 6.75 675 4 1000 3700
5000 mbar 10 1000 4 1000 5000
0 0 0.01 0 0
5 500 0.01 0 5
10 1000 0.01 0 10
0 0 1 0 0
5 500 1 0 500
10 1000 1 0 1000
0 0 10 0 0
5 500 10 0 5000
10 1000 10 0 10000
0 0 0.01 5 5
5 500 0.01 5 10
10 1000 0.01 5 15
0 0 1 500 500
5 500 1 500 1000
10 1000 1 500 1500
0 0 1 -200 -200
5 500 1 -200 300
10 1000 1 -200 800
0 0 10 -10000 -10000
10 1000 10 -10000 0
0.02 2 0.01 0 0
0.02 2 0.1 0 0
0.02 2 1 0 2
0.02 2 10 0 20

Weitere Informationen zu einer Beispielanwendung finden Sie unter "Analogkomparator


(Seite 187)".
Zu den Analogeingängen siehe auch Konstanten und Verbindungsklemmen (Seite 115).

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 131
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4 Liste Sonderfunktionen - SF


Beim Eingeben eines Schaltprogramms in LOGO! finden Sie die Blöcke für die
Sonderfunktionen in der Liste SF.
Sie können Eingänge von Sonderfunktionen einzeln negieren, d.h. liegt an dem bestimmten
Eingang eine "1" an, so verwendet das Schaltprogramm eine "0"; liegt eine "0" an, so wird
eine "1" verwendet. Siehe Programmierbeispiel unter "Schaltprogramm eingeben (Seite 69)".
In der Tabelle ist angegeben, ob die betreffende Funktion parametrierbare Remanenz besitzt
(Rem). Folgende Sonderfunktionen gibt es:

Darstellung in LOGO! Bezeichnung der Sonderfunktion Rem


Zeiten
Einschaltverzögerung (Seite 137) REM

Ausschaltverzögerung (Seite 140) REM

Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) REM

Speichernde Einschaltverzögerung REM


(Seite 144)

Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) REM

Flankengetriggertes Wischrelais REM


(Seite 148)

LOGO!
132 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Darstellung in LOGO! Bezeichnung der Sonderfunktion Rem


Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) REM

Zufallsgenerator (Seite 152)

Treppenlichtschalter (Seite 154) REM

Komfortschalter (Seite 156) REM

Wochenschaltuhr (Seite 159)

Jahresschaltuhr (Seite 162)

Astronomische Uhr (Seite 167)

Stoppuhr (Seite 170)

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 133
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Darstellung in LOGO! Bezeichnung der Sonderfunktion Rem


Zähler
Vor/Rückwärtszähler (Seite 172) REM

Betriebsstundenzähler (Seite 175) REM

Schwellwertschalter (Seite 179)

Analog
Analoger Schwellwertschalter (Seite 182)

Analoger Differenzschwellwertschalter
(Seite 185)

Analogkomparator (Seite 187)

Analogüberwachung (Seite 191)

Analogverstärker (Seite 194)

LOGO!
134 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Darstellung in LOGO! Bezeichnung der Sonderfunktion Rem


Analoger Multiplexer (Seite 213)

Impulsdauermodulator (PWM) (Seite 223)

Mathematische Funktionen (Seite 226)

Rampensteuerung (Seite 215)

PI-Regler (Seite 219) REM

Analogfilter (Seite 231)

Max/Min (Seite 233) REM

Mittelwert (Seite 236) REM

Sonstiges
Selbsthalterelais (Seite 196) REM

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 135
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Darstellung in LOGO! Bezeichnung der Sonderfunktion Rem


Stromstoßrelais (Seite 197) REM

Meldetexte (Seite 199)

Softwareschalter (Seite 208) REM

Schieberegister (Seite 210) REM

Fehlererkennung Mathematische
Funktionen (Seite 229)

LOGO!
136 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.1 Einschaltverzögerung

Kurzbeschreibung
Bei der Einschaltverzögerung wird der Ausgang erst nach einer parametrierbaren Zeit
durchgeschaltet.

Symbol bei LOGO! Beschaltung Beschreibung


Eingang Trg Über den Eingang Trg (Trigger) starten Sie die Zeit
für die Einschaltverzögerung.
Parameter T ist die Zeit, nach der der Ausgang eingeschaltet
wird (Ausgangssignal wechselt von 0 nach 1).
Remanenz:
/ = keine Remanenz
R = der Zustand wird remanent gespeichert
Ausgang Q Q schaltet nach Ablauf der parametrierten Zeit T ein,
wenn dann Trg noch gesetzt ist.

Parameter T
Beachten Sie die Wertvorgaben für den Parameter T unter Zeitverhalten (Seite 128).
Die Zeitvorgabe für den Parameter T kann auch ein Aktualwert einer bereits programmierten
anderen Funktion sein. Sie können die Aktualwerte folgender Funktionen für den Wert von T
verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187)(Aktualwert Ax - Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)
● PI-Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)
● Vor/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 137
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)


● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus. Die Zeitbasis ist
einstellbar.

Gültigkeitsbereiche der Zeitbasis, wenn T = Parameter


Beachten Sie die folgenden Eigenschaften von Zeitbasiswerten.

Zeitbasis max. Wert kleinste Auflösung Genauigkeit


s (Sekunden) 99:99 10 ms + 10 ms
m (Minuten) 99:59 1s +1s
h (Stunden) 99:59 1 Min + 1 Min

Der Parameter T erscheint im Programmiermodus anfänglich zum Beispiel wie folgt:

Gültigkeitsbereiche der Zeitbasis


Wenn eine bereits programmierte Funktion den Wert von T vorgibt, lauten die
Gültigkeitsbereiche der Zeitbasis wie folgt:

Zeitbasis max. Wert Bedeutung Genauigkeit


ms 99990 Anzahl ms + 10 ms
s 5999 Anzahl s +1s
m 5999 Anzahl min + 1 min

Das LOGO! Display wird im Programmiermodus wie folgt angezeigt, wenn Sie
beispielsweise den Aktualwert von B6 in Sekunden für Parameter T von B12 festgelegt
haben:

Liefert der referenzierte Block (im Beispiel B6) einen Wert außerhalb des
Gültigkeitsbereichs, rundet LOGO! zum nächsten gültigen Wert auf bzw. ab.

LOGO!
138 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Parametervorgabe für Parameter = Aktualwert einer bereits programmierten Funktion


Um den Aktualwert einer bereits programmierten Funktion für Parameter T vorzugeben,
gehen Sie wie folgt vor:
1. Mit bewegen Sie den Cursor auf das Gleichheitszeichen des Parameters T.

2. Mit ändern Sie das Gleichheitszeichen in einen Pfeil. LOGO! zeigt ggf. den zuletzt
referenzierten Block an.

3. Mit bewegen Sie den Cursor auf das "B" des angezeigten Blocks. Mit wählen Sie die
gewünschte Blocknummer aus.
4. Mit bewegen Sie den Cursor auf die Zeitbasis des angezeigten Blocks. Mit wählen
Sie die gewünschte Zeitbasis aus.

Die Ansicht im Parametriermodus erscheint zum Beispiel wie folgt:

Timingdiagramm

Funktionsbeschreibung
Ein Wechsel von 0 nach 1 startet die Zeit Ta am Eingang Trg (Ta ist die aktuelle Zeit in
LOGO!).

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 139
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Wenn der Zustand am Eingang Trg mindestens für die Dauer der parametrierten Zeit T auf 1
bleibt, dann setzt LOGO! nach Ablauf der Zeit T den Ausgang auf 1 (der Ausgang wird
gegenüber dem Eingang verzögert eingeschaltet).
Wechselt der Zustand am Eingang Trg vor Ablauf der Zeit T wieder nach 0, setzt LOGO! die
Zeit zurück.
LOGO! setzt den Ausgang wieder auf 0 zurück, wenn am Eingang Trg das Signal 0 anliegt.
Ist der Block remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und die abgelaufene Zeit auf die Werte
vor dem Netzausfall zurück. Ist der Block nicht remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und
die abgelaufene Zeit nach einem Netzausfall auf die Voreinstellungen zurück.

4.4.2 Ausschaltverzögerung

Kurzbeschreibung
Bei der Einschaltverzögerung (Seite 137) wird der Ausgang erst nach einer
parametrierbaren Zeit zurückgesetzt.
Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung
Eingang Trg Die Ausschaltverzögerung startet bei einer fallenden
Flanke (Wechsel von 1 nach 0) am Eingang Trg
(Trigger).
Eingang R Über den Eingang R setzen Sie die Zeit für die
Ausschaltverzögerung zurück und setzen den
Ausgang auf 0.
Parameter Der Ausgang schaltet aus (Wechsel von 1 auf 0),
wenn die Verzögerungszeit T abläuft.
Remanenz:
/ = Keine Remanenz
R = Der Zustand wird remanent gespeichert
Ausgang Q Ein Signal am Eingang Trg schaltet Q ein. Q bleibt in
diesem Zustand, bis T abläuft.

Parameter T
Beachten Sie die Wertvorgaben für den Parameter T unter Zeitverhalten (Seite 128).
Die Zeitvorgabe für den Parameter T kann auch ein Aktualwert einer bereits programmierten
anderen Funktion sein. Sie können den Aktualwert folgender Funktionen verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax - Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)
● PI-Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)

LOGO!
140 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

● Vor/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)


● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus. Die Zeitbasis ist
einstellbar. Weitere Informationen zu den Gültigkeitsbereichen der Zeitbasis und zur
Parametervorgabe finden Sie im Abschnitt "Einschaltverzögerung (Seite 137)".

Timingdiagramm

Funktionsbeschreibung
Wenn der Eingang Trg den Zustand 1 annimmt, schaltet LOGO! den Ausgang Q sofort in
den Zustand 1.
Wechselt der Zustand an Trg von 1 nach 0, dann startet LOGO! die aktuelle Zeit Ta neu. Der
Ausgang bleibt gesetzt. Wenn Ta den über T eingestellten Wert erreicht (Ta = T), dann setzt
LOGO! den Ausgang Q auf Zustand 0 zurück (verzögertes Ausschalten).
Wenn der Eingang Trg erneut ein- und wieder ausschaltet, startet LOGO! die Zeit Ta neu.
Über den Eingang R (Reset) setzen Sie die Zeit Ta und den Ausgang zurück, bevor die Zeit
Ta abläuft.
Ist der Block remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und die abgelaufene Zeit auf die Werte
vor dem Netzausfall zurück. Ist der Block nicht remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und
die abgelaufene Zeit nach einem Netzausfall auf die Voreinstellungen zurück.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 141
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.3 Ein-/Ausschaltverzögerung

Kurzbeschreibung
Bei der Ein-/Ausschaltverzögerung wird der Ausgang nach einer parametrierbaren Zeit
durchgeschaltet und nach einer parametrierbaren Zeit zurückgesetzt.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang Trg Mit der steigenden Flanke (Wechsel von 0 nach 1)
am Eingang Trg (Trigger) starten Sie die Zeit TH für
die Einschaltverzögerung.
Mit der fallenden Flanke (Wechsel von 1 nach 0)
starten Sie die Zeit TL für die Ausschaltverzögerung.
Parameter TH ist die Zeit, nach der der Ausgang eingeschaltet
wird (Ausgangssignal wechselt von 0 nach 1).
TL ist die Zeit, nach der der Ausgang ausgeschaltet
wird (Ausgangssignal wechselt von 1 nach 0).
Remanenz:
/ = Keine Remanenz
R = Der Zustand wird remanent gespeichert
Ausgang Q LOGO! schaltet Q nach Ablauf der parametrierten
Zeit TH ein, wenn dann Trg noch gesetzt ist. LOGO!
setzt Q zurück, wenn TL abläuft, sofern Trg nicht
gesetzt wurde.

Parameter TH und TL
Beachten Sie die Wertvorgaben für die Parameter TH und TL unter Zeitverhalten (Seite 128).
Die Zeitvorgaben für die Ein- und Ausschaltverzögerung für die Parameter TH und TL können
auch Aktualwerte einer bereits programmierten anderen Funktion sein. Sie können die
Aktualwerte folgender Funktionen verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax - Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)
● PI-Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)
● Vor/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)

LOGO!
142 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)


● Ein-/Ausschaltverzögerung (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus. Die Zeitbasis ist
einstellbar. Weitere Informationen zu den Gültigkeitsbereichen der Zeitbasis und zur
Parametervorgabe finden Sie im Abschnitt "Einschaltverzögerung (Seite 137)".

Timingdiagramm

Funktionsbeschreibung
Wenn der Zustand am Eingang Trg von 0 nach 1 wechselt, dann läuft die Zeit TH los.
Bleibt der Zustand am Eingang Trg mindestens für die Dauer der parametrierten Zeit TH auf
1, dann setzt LOGO! nach Ablauf der Zeit TH den Ausgang auf 1 (der Ausgang wird
gegenüber dem Eingang verzögert eingeschaltet).
Wenn der Zustand am Eingang Trg vor Ablauf der Zeit TH auf 0 wechselt, setzt LOGO! die
Zeit zurück.
Wenn der Zustand am Eingang Trg wieder von 1 nach 0 wechselt, dann läuft TL los.
Bleibt der Zustand am Eingang Trg mindestens für die Dauer der parametrierten Zeit TL auf
0, dann setzt LOGO! nach Ablauf der Zeit TL den Ausgang auf 0 (der Ausgang wird
gegenüber dem Eingang verzögert ausgeschaltet).
Wechselt der Zustand am Eingang Trg vor Ablauf der Zeit TL wieder nach 1, dann setzt
LOGO! die Zeit zurück.
Ist der Block remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und die abgelaufene Zeit auf die Werte
vor dem Netzausfall zurück. Ist der Block nicht remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und
die abgelaufene Zeit nach einem Netzausfall auf die Voreinstellungen zurück.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 143
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.4 Speichernde Einschaltverzögerung

Kurzbeschreibung
Wenn der Eingang ein- und wieder ausschaltet, wird eine parametrierbare
Einschaltverzögerung gestartet. Der Ausgang wird gesetzt, wenn die Zeit abgelaufen ist.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang Trg Über den Eingang Trg (Trigger) starten Sie die Zeit
für die Einschaltverzögerung.
Eingang R Über den Eingang R setzen Sie die Zeit für die
Ausschaltverzögerung zurück und setzen den
Ausgang auf 0.
Parameter T ist die Zeit, nach der der Ausgang eingeschaltet
wird (Ausgangszustand wechselt von 0 nach 1).
Remanenz:
/ = keine Remanenz
R = der Zustand wird remanent gespeichert
Ausgang Q LOGO! setzt den Ausgang Q nach Ablauf der Zeit T.

Parameter T
Beachten Sie für die Wertvorgaben den Hinweis unter Zeitverhalten (Seite 128).
Der Aktualwert einer anderen bereits programmierten Funktion kann die Zeitvorgabe für den
Parameter T sein. Sie können die Aktualwerte folgender Funktionen verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax – Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)
● PI-Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)
● Vor/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)

LOGO!
144 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)


● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus. Die Zeitbasis ist
einstellbar. Informationen zu den Gültigkeitsbereichen und zur Parametervorgabe finden Sie
im Abschnitt "Einschaltverzögerung (Seite 137)".

Timingdiagramm

Funktionsbeschreibung
Wenn am Eingang Trg der Zustand 0 nach 1 wechselt, beginnt die aktuelle Zeit Ta zu laufen.
LOGO! setzt den Ausgang Q, wenn Ta = T ist. Ein weiteres Signal an Eingang Trg
beeinflusst die Zeit Ta nicht.
LOGO! setzt den Ausgang und die Zeit Ta erst wieder auf 0 zurück, wenn am Eingang R der
Zustand 1 anliegt.
Ist der Block remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und die abgelaufene Zeit auf die Werte
vor dem Netzausfall zurück. Ist der Block nicht remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und
die abgelaufene Zeit nach einem Netzausfall auf die Voreinstellungen zurück.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 145
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.5 Wischrelais (Impulsausgabe)

Kurzbeschreibung
Ein Eingangssignal erzeugt am Ausgang ein Signal von parametrierbarer Dauer.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang Trg Über den Eingang Trg (Trigger) starten Sie die Zeit
für das Wischrelais.
Parameter T ist die Zeit, nach der der Ausgang ausgeschaltet
wird (Ausgangssignal wechselt von 1 nach 0).
Remanenz:
/ = Keine Remanenz
R = Der Zustand wird remanent gespeichert
Ausgang Q Q schaltet mit Trg ein und bleibt eingeschaltet, wenn
die Zeit Ta läuft und der Eingang auf 1 gesetzt ist.

Parameter T
Beachten Sie für den Parameter T den Hinweis unter Zeitverhalten (Seite 128).
Die Zeitvorgabe für den Parameter T kann auch ein Aktualwert einer bereits programmierten
anderen Funktion sein. Sie können die Aktualwerte folgender Funktionen verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax – Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)
● PI-Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)
● Vor/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)

LOGO!
146 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)


● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus. Die Zeitbasis ist
einstellbar. Informationen zu den Gültigkeitsbereichen und zur Parametervorgabe finden Sie
im Abschnitt "Einschaltverzögerung (Seite 137)".

Timingdiagramm

Funktionsbeschreibung
Ein Wechsel von 0 nach 1 am Eingang Trg setzt den Ausgang und startet gleichzeitig die
Zeit Ta, während der der Ausgang gesetzt bleibt.
Erreicht Ta den über T eingestellten Wert (Ta = T), dann setzt LOGO! den Ausgang Q auf
den Zustand 0 zurück (Impulsausgabe).
Wechselt vor Ablauf der vorgegebenen Zeit der Eingang Trg von 1 nach 0, dann setzt
LOGO! den Ausgang sofort auf 1.
Ist der Block remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und die abgelaufene Zeit auf die Werte
vor dem Netzausfall zurück. Ist der Block nicht remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und
die abgelaufene Zeit nach einem Netzausfall auf die Voreinstellungen zurück.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 147
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.6 Flankengetriggertes Wischrelais

Kurzbeschreibung
Ein Eingangsimpuls erzeugt nach einer parametrierbaren Zeit am Ausgang eine
parametrierbare Anzahl Signale von parametrierbarer Ein-/Aus-Dauer (retriggerbar).

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang Trg Über den Eingang Trg (Trigger) starten Sie die Zeiten
für das flankengetriggerte Wischrelais.
Eingang R Über den Eingang R setzen Sie die aktuelle Zeit (Ta)
und den Ausgang auf Null zurück.
Parameter Die Impulspausendauer TL und die Impulsdauer TH
können eingestellt werden.
N gibt die Anzahl der Pause/Impuls-Zyklen TL/TH an:
Wertebereich: 1...9
Remanenz:
/ = Keine Remanenz
R = Der Zustand wird remanent gespeichert
Ausgang Q Q schaltet mit Ablauf der Zeit TL ein und nach Ablauf
von TH aus.

Parameter TH und TL
Beachten Sie für den Parameter T den Hinweis unter Zeitverhalten (Seite 128).
Die Impulsdauer TH und die Impulspausendauer TL können auch Aktualwerte einer bereits
programmierten anderen Funktion sein. Sie können die Aktualwerte folgender Funktionen
verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax – Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)
● Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)
● Vor-/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)

LOGO!
148 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)


● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)

Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus. Die Zeitbasis ist
einstellbar. Siehe die Ausführungen zu den Gültigkeitsbereichen und zur Parametervorgabe
unter Einschaltverzögerung (Seite 137).

Timingdiagramm A

Timingdiagramm B

Funktionsbeschreibung
Wenn der Eingang Trg den Zustand 1 annimmt, dann startet die Zeit TL (Time Low). Nach
Ablauf der Zeit TL wird der Ausgang Q für die Dauer der Zeit TH (Time High) auf Zustand 1
gesetzt.
Wechselt vor Ablauf der vorgegebenen Zeit (TL + TH) der Eingang Trg erneut von 0 nach 1
(Retrigger), dann wird die abgelaufene Zeit Ta zurückgesetzt und der Pause/Impuls-Zyklus
wieder gestartet.
Ist der Block remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und die abgelaufene Zeit auf die Werte
vor dem Netzausfall zurück. Ist der Block nicht remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und
die abgelaufene Zeit nach einem Netzausfall auf die Voreinstellungen zurück.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 149
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Parametervorgabe Par
Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren (Beispiel):

4.4.7 Asynchroner Impulsgeber

Kurzbeschreibung
Mit dieser Funktion können Sie asynchron Impulse ausgeben.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang En Über den Eingang EN schalten Sie den asynchronen
Impulsgeber ein und aus.
Eingang Inv Über den Eingang Inv lässt sich das Ausgangssignal
des aktiven asynchronen Impulsgebers invertieren.
Parameter Die Impulsdauer TH und die Impulspausendauer TL
können eingestellt werden.
Remanenz:
/ = Keine Remanenz
R = Der Zustand wird remanent gespeichert
Ausgang Q Die Impuls- und Pausenwerte schalten Q zyklisch ein
und aus.

Parameter TH und TL
Beachten Sie für den Parameter T den Hinweis unter Zeitverhalten (Seite 128).
Die Impulsdauer TH und die Impulspausendauer TL können auch Aktualwerte einer bereits
programmierten anderen Funktion sein. Sie können die Aktualwerte folgender Funktionen
verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax – Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)

LOGO!
150 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)


● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)
● Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)
● Vor-/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus. Die Zeitbasis ist
einstellbar. Siehe die Ausführungen zu den Gültigkeitsbereichen und zur Parametervorgabe
unter Einschaltverzögerung (Seite 137).

Timingdiagramm

Funktionsbeschreibung
Über die Parameter TH (Time High) und TL (Time Low) können Impulsdauer und
Impulspause eingestellt werden.
Der Eingang Inv lässt ein Invertieren des Ausgangs zu. Der Eingang Inv bewirkt nur eine
Negierung des Ausgangs, wenn der Block über EN aktiviert ist.
Ist der Block remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und die abgelaufene Zeit auf die Werte
vor dem Netzausfall zurück. Ist der Block nicht remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und
die abgelaufene Zeit nach einem Netzausfall auf die Voreinstellungen zurück.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 151
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.8 Zufallsgenerator

Kurzbeschreibung
Der Zufallsgenerator schaltet einen Ausgang innerhalb einer parametrierten Zeit zufällig ein.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang En Mit der steigenden Flanke (Wechsel von 0 nach 1)
am Freischalteingang En (Enable) starten Sie die Zeit
für die Einschaltverzögerung des Zufallsgenerators.
Mit der fallenden Flanke (Wechsel von 1 nach 0)
starten Sie die Zeit für die Ausschaltverzögerung des
Zufallsgenerators.
Parameter LOGO! setzt die Einschaltverzögerungszeit zufällig
auf einen Wert zwischen 0 s und TH.
Die Ausschaltverzögerungszeit wird zufällig bestimmt
und liegt zwischen 0 s und TL.
Ausgang Q LOGO! setzt den Ausgang Q, wenn die
Einschaltverzögerung abgelaufen ist und En noch
gesetzt ist. LOGO! setzt Q zurück, wenn die
Ausschaltverzögerung abgelaufen ist, sofern LOGO!
En nicht zwischenzeitlich erneut gesetzt hat.

Parameter TH und TL
Beachten Sie die Wertvorgaben für die Parameter TH und TL unter Zeitverhalten (Seite 128).
Die Einschaltverzögerungszeit TH und die Ausschaltverzögerungszeit TL können auch
Aktualwerte einer bereits programmierten anderen Funktion sein. Sie können die
Aktualwerte folgender Funktionen verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax – Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)
● Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)
● Vor-/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)

LOGO!
152 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)


● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus. Die Zeitbasis ist
einstellbar. Siehe die Ausführungen zu den Gültigkeitsbereichen und zur Parametervorgabe
unter Einschaltverzögerung (Seite 137).

Timingdiagramm

Funktionsbeschreibung
Wenn der Zustand am Eingang En von 0 nach 1 wechselt, dann wird zufällig eine Zeit
(Einschaltverzögerungszeit) zwischen 0 s und TH bestimmt und gestartet. Wenn der Zustand
am Eingang En mindestens für die Dauer der Einschaltverzögerungszeit auf 1 bleibt, wird
nach Ablauf der Einschaltverzögerungszeit der Ausgang auf 1 gesetzt.
Wechselt der Zustand am Eingang En vor Ablauf der Einschaltverzögerungszeit wieder nach
0, dann wird die Zeit zurückgesetzt.
Wechselt der Zustand am Eingang En von 1 nach 0, dann wird zufällig eine Zeit
(Ausschaltverzögerungszeit) zwischen 0 s und TL bestimmt und gestartet.
Bleibt der Zustand am Eingang En mindestens für die Dauer der Ausschaltverzögerungszeit
auf 0, dann setzt LOGO! nach Ablauf der Ausschaltverzögerungszeit den Ausgang auf 0.
Wenn der Zustand am Eingang En vor Ablauf der Ausschaltverzögerungszeit wieder nach 1
wechselt, dann setzt LOGO! die Zeit zurück.
Ist der Block remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und die abgelaufene Zeit auf die Werte
vor dem Netzausfall zurück. Ist der Block nicht remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und
die abgelaufene Zeit nach einem Netzausfall auf die Voreinstellungen zurück.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 153
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.9 Treppenlichtschalter

Kurzbeschreibung
Nach einem Eingangsimpuls (Flankensteuerung) läuft eine parametrierbare Zeit ab
(retriggerbar). Nach deren Ablauf setzt LOGO! den Ausgang zurück. LOGO! kann optional
ein Warnsignal ausgeben, um den bevorstehenden Zeitablauf anzukündigen.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang Trg Über den Eingang Trg (Trigger) starten Sie die Zeit
für den Treppenlichtschalter (Ausschaltverzögerung).
Parameter T ist die Zeit, nach der der Ausgang ausgeschaltet
wird (Ausgangszustand wechselt von 1 nach 0).
T! ist die Zeitvorgabe für den Beginn der
Ausschaltvorwarnzeit.
T!L ist die Länge der Ausschaltvorwarnzeit.
Remanenz:
/ = Keine Remanenz
R = Der Zustand wird remanent gespeichert
Ausgang Q LOGO! setzt den Ausgang Q nach Ablauf der Zeit T
zurück. Vor Ablauf dieser Zeit gibt LOGO! ein
Warnsignal aus.

Parameter T, T! und T!L


Beachten Sie die Wertvorgaben für die Parameter T unter Zeitverhalten (Seite 128).
Die Ausschaltverzögerungszeit T, die Vorwarnzeit T! und die Vorwarndauer T!L können auch
Aktualwerte einer bereits programmierten anderen Funktion sein. Sie können die
Aktualwerte folgender Funktionen verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax – Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)
● Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)
● Vor-/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)

LOGO!
154 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)


● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus. Die Zeitbasis ist
einstellbar. Siehe die Ausführungen zu den Gültigkeitsbereichen und zur Parametervorgabe
unter Einschaltverzögerung (Seite 137).

Timingdiagramm

Funktionsbeschreibung
Ein Wechsel von 0 nach 1 am Eingang Trg setzt den Ausgang Q. Der nächste Wechsel von
1 nach 0 am Eingang Trg startet die aktuelle Zeit Ta neu, und Ausgang Q bleibt gesetzt.
Erreicht Ta die Zeit T, dann setzt LOGO! den Ausgang Q auf 0 zurück. Vor Ablauf der
Ausschaltverzögerungszeit (T - T!) können Sie eine Ausschaltvorwarnung geben, die Q für
die Dauer der Ausschaltvorwarnzeit T!L auf 0 zurücksetzt.
Wird der Eingang Trg erneut ein- und ausgeschaltet, während Ta läuft, dann wird Ta
zurückgesetzt (Retrigger).
Ist der Block remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und die abgelaufene Zeit auf die Werte
vor dem Netzausfall zurück. Ist der Block nicht remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und
die abgelaufene Zeit nach einem Netzausfall auf die Voreinstellungen zurück.

Parametervorgabe Par
Beachten Sie für die Wertvorgaben den Hinweis unter Zeitverhalten (Seite 128).

Hinweis
Alle Zeiten müssen dieselbe Zeitbasis haben.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 155
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren (Beispiel):

4.4.10 Komfortschalter

Kurzbeschreibung
Der Komfortschalter bietet zwei verschiedene Funktionen
● Stromstoßschalter mit Ausschaltverzögerung
● Schalter (Dauerlicht)

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang Trg Über den Eingang Trg (Trigger) schalten Sie den
Ausgang Q ein (Dauerlicht) oder mit
Ausschaltverzögerung aus. Bei eingeschaltetem
Ausgang Q kann dieser mit Trg zurückgesetzt
werden.
Eingang R Über den Eingang R setzen Sie die aktuelle Zeit Ta
und den Ausgang auf Null zurück.
Parameter T ist die Ausschaltverzögerungszeit. LOGO! setzt den
Ausgang zurück (Wechsel von 1 nach 0), wenn die
Zeit T abläuft.
TL ist die Zeit, während der der Ausgang gesetzt sein
muss, um die Dauerlichtfunktion zu aktivieren.
T! ist die Einschaltverzögerung für die Vorwarnzeit.
T!L ist die Länge der Vorwarnzeit.
Remanenz:
/ = Keine Remanenz
R = Der Zustand wird remanent gespeichert
Ausgang Q Der Ausgang Q schaltet mit Eingang Trg ein und
schaltet je nach Länge des Impulses an Trg wieder
aus oder dauerhaft ein oder wird durch erneutes
Betätigen von Trg zurückgesetzt.

LOGO!
156 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Parameter T, TL,T! und T!L


Beachten Sie die Wertvorgaben für die Parameter T unter Zeitverhalten (Seite 128).
Die Ausschaltverzögerungszeit T, die Dauerlichteinschaltzeit TL, die Einschaltvorwarnzeit T!
und die Vorwarnzeitdauer T!L können auch Aktualwerte einer bereits programmierten
anderen Funktion sein. Sie können die Aktualwerte folgender Funktionen verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax – Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)
● Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)
● Vor-/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus. Die Zeitbasis ist
einstellbar. Siehe die Ausführungen zu den Gültigkeitsbereichen und zur Parametervorgabe
unter Einschaltverzögerung (Seite 137).

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 157
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Timingdiagramm

Funktionsbeschreibung
Wenn am Eingang Trg der Zustand 0 nach 1 wechselt, wird der Ausgang Q auf 1 gesetzt.
Ist der Ausgang Q = 0 und wechselt der Eingang Trg mindestens für die Zeit TL von 0 nach
1, dann aktiviert LOGO! die Dauerlichtfunktion und schaltet den Ausgang Q auf Dauer ein.
Wechselt der Zustand am Eingang Trg vor Ablauf der Zeit TL zurück nach 0, startet LOGO!
die Ausschaltverzögerungszeit T.
Erreicht die abgelaufene Zeit Ta die Zeit T, dann wird der Ausgang Q auf 0 zurückgesetzt.
Vor Ablauf der Ausschaltverzögerungszeit (T - T!) können Sie eine Ausschaltvorwarnung
geben, die Q für die Dauer der Vorwarnzeit T!L auf 0 zurücksetzt. Ein erneutes Schalten am
Eingang Trg setzt T in jedem Fall zurück und der Ausgang Q wird ausgeschaltet.
Ist der Block remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und die abgelaufene Zeit auf die Werte
vor dem Netzausfall zurück. Ist der Block nicht remanent, setzt LOGO! den Ausgang Q und
die abgelaufene Zeit nach einem Netzausfall auf die Voreinstellungen zurück.

Parametervorgabe Par
Beachten Sie für die Wertvorgaben den Hinweis unter "Zeitverhalten (Seite 128)".

Hinweis
T, T! and T!L müssen dieselbe Zeitbasis haben.

Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren (Beispiel):

LOGO!
158 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.11 Wochenschaltuhr

Kurzbeschreibung
Die Wochenschaltuhr steuert einen Ausgang über ein parametrierbares Ein- und
Ausschaltdatum. Jede mögliche Kombination von Wochentagen wird unterstützt. Die
Auswahl von aktiven Wochentagen erfolgt durch Ausblenden von nicht aktiven
Wochentagen.

Hinweis
Da die LOGO! 24/24o keine Uhr besitzt, ist die Wochenschaltuhr nicht verfügbar.

Symbol bei Verdrahtung Beschreibung


LOGO!
Nockenparameter Über die Nockenparameter stellen Sie die Einschalt- und
1, 2 und 3 Ausschaltzeitpunkte für jeweils einen Nocken der
Wochenschaltuhr ein. Dabei parametrieren Sie die Tage und
die Uhrzeit.
Sie können auch angeben, ob die Wochenschaltuhr bei
Aktivierung einen Zyklus lang eingeschaltet und dann
zurückgesetzt werden soll. Die Impulseinstellung gilt für alle
drei Nocken.
Ausgang Q LOGO! schaltet Q ein, wenn der parametrierbare Nocken
eingeschaltet wird.

Timingdiagramm (drei Beispiele)

Funktionsbeschreibung
Jede Wochenschaltuhr hat drei Einstellnocken, über die Sie jeweils ein Zeitfenster
parametrieren können. Über die Nocken geben Sie die Einschalt- und Ausschaltzeitpunkte
vor. Die Wochenschaltuhr schaltet den Ausgang zu einem bestimmten Einschaltzeitpunkt
ein, sofern er noch nicht eingeschaltet ist. Die Wochenschaltuhr setzt den Ausgang zu einem
bestimmten Ausschaltzeitpunkt zurück, wenn Sie einen Ausschaltzeitpunkt konfiguriert
haben, bzw. am Ende des Zyklus, wenn Sie einen Impulsausgang angegeben haben.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 159
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Wenn Sie überlappende Ein- und Ausschaltzeitpunkte festlegen, dann verursachen Sie
einen Konflikt. Dabei haben dann die frühesten Ein- und Ausschaltzeitpunkte Priorität. Hier
ein Beispiel:

Nocken Einschaltzeit Ausschaltzeit


1 1:00 h 2:00 h
2 1:10 h 1:50 h
3 1:20 h 1:40 h

In diesem Beispielt ist die Arbeitszeit 1:00 h bis 1:40 h.


Der Schaltzustand der Wochenschaltuhr hängt vom Zustand aller drei Nocken ab.

Parametrierfenster
So sieht das Parametrierfenster für z. B. Nocken No 1 und die Einstellung Pulse aus:

Wochentage
Die Buchstaben hinter "D=" (Day = Tag) haben folgende Bedeutung:
● M: Montag
● T: Dienstag
● W: Mittwoch
● T: Donnerstag
● F: Freitag
● S: Samstag
● S: Sonntag
Großbuchstaben zeigen einen bestimmten Wochentag an. Das Zeichen "-" weist darauf hin,
dass kein Wochentag ausgewählt ist.

LOGO!
160 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Schaltzeitpunkte
Jede Zeit zwischen 00:00 Uhr und 23:59 Uhr ist möglich. Sie können die Einschaltzeit auch
als Impulssignal parametrieren. Der Block der Schaltuhr wird zur angegebenen Zeit einen
Zyklus lang aktiviert und dann wird der Ausgang zurückgesetzt.
- -:- - bedeutet: keine Ein-/Ausschaltzeiten eingestellt.

Wochenschaltuhr einstellen
So geben Sie die Schaltzeitpunkte ein:
1. Stellen Sie den Cursor auf einen der Parameter No der Zeitschaltuhr (zum Beispiel No1).
2. Drücken Sie OK. Der Cursor steht auf dem Wochentag.
3. Mit und wählen Sie einen oder mehrere Wochentage aus.
4. Bewegen Sie den Cursor mit auf die erste Stelle für die Einschaltzeit.
5. Stellen Sie die Einschaltzeit ein.
Ändern Sie den Wert an der entsprechenden Position mit den Tasten und . Zwischen
den einzelnen Stellen bewegen Sie den Cursor mit den Tasten und . An der ersten
Stelle können Sie nur den Wert - -:- - auswählen
(- -:- - bedeutet: keine Ein-/Ausschaltzeiten eingestellt).
6. Bewegen Sie den Cursor mit auf die erste Stelle für die Ausschaltzeit.
7. Stellen Sie die Ausschaltzeit ein (wie in Schritt 5).
8. Ihre Eingaben bestätigen Sie mit OK.
Um Nocken 2 zu parametrieren, drücken Sie . Der Cursor steht auf dem Parameter No
2 (Nocken 2) und Sie können mit den Schritten 1 bis 8 fortfahren.

Hinweis
Aussagen zur Genauigkeit der Zeitschaltuhr finden Sie in den technischen Daten und
unter "Zeitverhalten (Seite 128)".

Wochenschaltuhr: Beispiel
Der Ausgang der Wochenschaltuhr soll täglich von 06:30Uhr bis 08:00Uhr eingeschaltet
sein. Zusätzlich soll der Ausgang dienstags von 03:10 h bis 04:15 h und am Wochenende
von 16:30 h bis 23:10 h eingeschaltet sein.
Dazu sind drei Nocken notwendig.
Hier nun die Parametrierfenster der Nocken 1, 2 und 3 aus dem obigen Timingdiagramm.
● Nocken 1 soll den Ausgang der Wochenschaltuhr an jedem Tag von 06:30 Uhr bis 08:00
Uhr einschalten.
● Nocken 2 soll den Ausgang der Wochenschaltuhr an jedem Dienstag von 03:10 Uhr bis
04:15 Uhr einschalten.
● Nocken 3 soll den Ausgang der Wochenschaltuhr an jedem Samstag und Sonntag von
16:30 Uhr bis 23:10 Uhr einschalten.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 161
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Darstellung in LOGO!:

Ergebnis

4.4.12 Jahresschaltuhr

Kurzbeschreibung
Der Ausgang wird über ein parametrierbares Ein- und Ausschaltdatum gesteuert. Sie
können die Schaltuhr so einstellen, dass Sie jährlich, monatlich oder auf benutzerdefinierter
Basis aktiviert wird. In jeder Betriebsart können Sie die Schaltuhr auch so einrichten, dass
der Ausgang während des definierten Zeitraums einen Impuls erhält. Der Zeitraum lässt sich
innerhalb des Datumsbereichs vom 1. Januar 2000 bis zum 31. Dezember 2099 einrichten.

Hinweis
Da die LOGO! 24/24o keine Uhr besitzt, ist die Jahresschaltuhr bei beiden Varianten nicht zu
benutzen.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Parameter No Über den Parameter No stellen Sie die Betriebsart
und den Einschalt- und Ausschaltzeitpunkt ein.
Außerdem geben Sie an, ob es sich bei dem
Ausgang um einen Impulsausgang handelt.
Ausgang Q LOGO! schaltet Q ein, wenn der parametrierte
Nocken eingeschaltet wird.

Timingdiagramme
Beispiel 1: Betriebsart Yearly ein, Betriebsart Monthly aus, Pulse aus, Einschaltzeitpunkt =
2000-06-01, Ausschaltzeitpunkt = 2099-08-31: Der Ausgang der Schaltuhr schaltet in jedem
Jahr am 1. Juni ein und am 31. August aus.

LOGO!
162 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Beispiel 2:Betriebsart Yearly ein, Betriebsart Monthly aus, Pulse ein, Einschaltzeitpunkt =
2000-03-15, Ausschaltzeitpunkt = 2099-**-**: Die Schaltuhr schaltet in jedem Jahr am 15.
März für einen Zyklus lang ein.

Beispiel 3: Betriebsart Yearly ein, Betriebsart Monthly aus, Pulse aus, Einschaltzeitpunkt =
2008-06-01, Ausschaltzeitpunkt = 2010-08-31: Der Ausgang der Schaltuhr schaltet in den
Jahren 2008, 2009 und 2010 am 1. Juni ein und am 31. August aus.

Beispiel 4: Betriebsart Yearly ein, Betriebsart Monthly aus, Pulse ein, Einschaltzeitpunkt =
2008-03-15, Ausschaltzeitpunkt = 2010-**-**: Der Ausgang der Schaltuhr schaltet in den
Jahren 2008, 2009 und 2010 am 15. März einen Zyklus lang ein.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 163
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Beispiel 5:Betriebsart Yearly aus, Betriebsart Monthly aus, Pulse aus, Einschaltzeitpunkt =
2008-06-01, Ausschaltzeitpunkt = 2010-08-31: Der Ausgang der Schaltuhr schaltet am 1.
Juni 2008 ein und am 31. August 2010 aus.

Beispiel 6:Betriebsart Yearly aus, Betriebsart Monthly aus, Pulse ausgewählt,


Einschaltzeitpunkt = 2008-03-15, Ausschaltzeitpunkt = ****-**-**: Der Ausgang der Schaltuhr
schaltet am 15. März 2008 einen Zyklus lang ein. Weil für die Schaltuhr kein monatliches
oder jährliches Schalten eingerichtet ist, schaltet der Ausgang der Schaltuhr nur einmal zum
angegebenen Einschaltzeitpunkt.

Beispiel 7:Betriebsart Yearly ein, Betriebsart Monthly aus, Pulse aus, Einschaltzeitpunkt =
2008-12-15, Ausschaltzeitpunkt = 2010-01-07: Der Ausgang der Schaltuhr schaltet am 15.
Dezember 2008 und 2009 ein und am 7. Januar des jeweils folgenden Jahres aus. Wenn
der Ausgang der Schaltuhr am 7. Januar 2010 ausschaltet, wird er am folgenden 15.
Dezember NICHT wieder eingeschaltet.

LOGO!
164 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Beispiel 8:Betriebsart Yearly ein, Betriebsart Monthly ein, Einschaltzeitpunkt = 2008-**-01,


Ausschaltzeitpunkt = 2010-**-05: Ab dem Jahr 2008 schaltet der Ausgang der Schaltuhr am
ersten Tag jedes Monats ein und am fünften Tag jedes Monats aus. Die Schaltuhr setzt
dieses Muster bis zum letzten Monat des Jahres 2010 fort.

Funktionsbeschreibung
Die Jahresschaltuhr schaltet den Ausgang zu bestimmten Ein- und Ausschaltdaten ein bzw.
aus. Das Ein- und Ausschalten wird jeweils um 00:00 durchgeführt. Wenn Ihre Anwendung
zu einer anderen Uhrzeit geschaltet werden muss, verwenden Sie in Ihrem Schaltprogramm
eine Wochenschaltuhr gemeinsam mit einer Jahresschaltuhr.
Der Einschaltzeitpunkt gibt an, wann die Schaltuhr aktiviert wird. Der Ausschaltzeitpunkt gibt
an, wann der Ausgang wieder zurückgesetzt wird. Beachten Sie für die Ein- und
Ausschaltzeitpunkte die Reihenfolge der Felder: Im ersten Feld geben Sie das Jahr an, im
zweiten Feld den Monat und im dritten Feld den Tag.
Wenn Sie die Betriebsart Monthly aktivieren, schaltet der Ausgang der Schaltuhr jeden
Monat zum angegebenen Tag des Einschaltzeitpunkts ein und bleibt bis zum angegebenen
Tag des Ausschaltzeitpunkts eingeschaltet. Der Einschaltzeitpunkt gibt das erste Jahr an, in
dem die Schaltuhr aktiviert wird. Der Ausschaltzeitpunkt gibt das letzte Jahr an, in dem die
Schaltuhr ausgeschaltet wird. Das letzte mögliche Jahr ist 2099.
Wenn Sie die Betriebsart Yearly einschalten, wird der Ausgang der Schaltuhr in jedem Jahr
am angegebenen Tag des angegebenen Monats des Einschaltzeitpunkts eingeschaltet und
am angegebenen Tag des angegebenen Monats des Ausschaltzeitpunkts ausgeschaltet.
Der Einschaltzeitpunkt gibt das erste Jahr an, in dem die Schaltuhr aktiviert wird. Der
Ausschaltzeitpunkt gibt das letzte Jahr an, in dem die Schaltuhr ausgeschaltet wird. Das
letzte mögliche Jahr ist 2099.
Wenn Sie den Ausgang Pulse wählen, schaltet die Schaltuhr zum angegebenen Zeitpunkt
einen Zyklus lang ein. Dann wird der Ausgang der Schaltuhr zurückgesetzt. Sie können eine
Schaltuhr monatlich oder jährlich oder auch nur einmalig schalten.
Wenn Sie keine der Betriebsarten Monthly, Yearly oder Pulse auswählen, können Sie über
die Einschalt- und Ausschaltzeitpunkte einen bestimmten Zeitraum definieren. Hier können
Sie jeden beliebigen Zeitraum angeben.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 165
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Bei Prozessvorgängen, die mehrmals während des Jahres, aber zu unregelmäßigen Zeiten,
ein- und ausgeschaltet werden müssen, können Sie mehrere Jahresschaltuhren definieren
und deren Ausgänge über einen OR-Funktionsblock miteinander verbinden.

Pufferung der Uhr


Die interne Uhr einer LOGO! läuft auch dann weiter, wenn die Netzspannung ausfällt, d.h.
die Uhr besitzt eine Gangreserve. Die Pufferungszeit wird von der Umgebungstemperatur
beeinflusst und beträgt bei einer Umgebungstemperatur von 25 °C typischerweise 80
Stunden.

Beispiel zur Parametrierung


Der Ausgang einer LOGO! soll jährlich am 1. März eingeschaltet und am 4. April
ausgeschaltet sowie am 7. Juli wieder ein- und am 19. November ausgeschaltet werden.
Dafür benötigen Sie zwei Jahresschaltuhren, die jeweils für die bestimmte Einschaltzeit
parametriert werden, und Sie müssen die Ausgänge mittels eines OR-Blocks verknüpfen.

Ergebnis

LOGO!
166 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.13 Astronomische Uhr

Kurzbeschreibung
Mit der Funktion "Astronomische Uhr" wird ein Ausgang auf "1" gesetzt, wenn die aktuelle
Zeit des LOGO! Basismoduls zwischen dem Zeitpunkt des Sonnenaufgangs (TR) und des
Sonnenuntergangs (TS) liegt. LOGO! berechnet diese Zeitpunkte automatisch anhand der
geografischen Position, der Einstellungen für die automatische Sommer-
/Winterzeitumstellung und der aktuellen Zeit des Moduls.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Parameter Sie geben den Längengrad, Breitengrad, die
Zeitzone, den Offset für den Zeitpunkt des
Sonnenaufgangs und den Offset für den Zeitpunkt
des Sonnenuntergangs an:
Longitude:
Einstellungen für Himmelsrichtungen:
EAST oder WEST
Wertebereich:
0° bis 180° (Grad)
0' bis 59' (Minuten)
0" bis 59" (Sekunden)
Latitude:
Einstellungen für Himmelsrichtungen:
NORTH oder SOUTH
Wertebereich:
0° bis 90° (Grad)
0' bis 59' (Minuten)
0" bis 59" (Sekunden)
Zone:
Wertebereich:
-11 bis 12
TR Offset (Offset für den Zeitpunkt des
Sonnenaufgangs):
Wertebereich:
-59 Minuten bis 59 Minuten
TS Offset (Offset für den Zeitpunkt des
Sonnenuntergangs):
Wertebereich:
-59 Minuten bis 59 Minuten
Ausgang Q LOGO! setzt Q auf "1", wenn die aktuelle Zeit Ihres
LOGO! Basismoduls zwischen dem Zeitpunkt des
Sonnenaufgangs (TR) und dem Zeitpunkt des
Sonnenuntergangs (TS) liegt.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 167
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Hinweis
In LOGO!Soft Comfort V8.0 können Sie zwischen mehreren vordefinierten Orten in
Zeitzonen wählen. Wenn Sie einen dieser Orte auswählen, verwendet LOGO!Soft Comfort
den Breitengrad, Längengrad und die Zeitzone des gewählten Ortes. Die Möglichkeit,
vorkonfigurierte Orte zu wählen, ist nur in LOGO!Soft Comfort verfügbar.

Timingdiagramm
Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel für ein Timingdiagramm, bei dem Ta sich auf die
aktuelle Zeit des LOGO! Basismoduls bezieht:

Funktionsbeschreibung
Die Funktion berechnet die Werte TR und TS am Eingang und setzt Q, wenn Ta (Ta ist die
aktuelle LOGO! Zeit) zwischen TR und TS liegt. Andernfalls setzt die Funktion Q zurück.
Bei eingeschalteter automatischer Sommer-/Winterzeitumstellung (Einzelheiten siehe unter
Sommer/Winterzeitumstellung (Seite 94)) berücksichtigt die Funktion bei der Berechnung
der Werte TR und TS außerdem die hierfür parametrierte Zeitdifferenz.

Parametervorgabe Par
Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):

Taste

Taste

LOGO!
168 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren (Beispiel):

Taste

Wenn die automatische Sommer-/Winterzeitumstellung ausgeschaltet ist und Sie drücken,


zeigt LOGO! in der Betriebsart Parametrieren die folgende Darstellung (Beispiel):

Wenn die automatische Sommer-/Winterzeitumstellung eingeschaltet und (beispielsweise)


auf "EU" eingestellt ist und Sie drücken, zeigt LOGO! in der Betriebsart Parametrieren die
folgende Darstellung (Beispiel):

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 169
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.14 Stoppuhr

Kurzbeschreibung
Die Funktion Stoppuhr zählt die verstrichene Zeit zwischen einem Startsignal und einem
Stoppsignal der Stoppuhr.

Symbol bei LOGO! Beschaltung Beschreibung


En Über den Eingang En starten Sie das Zählen der
verstrichenen Zeit am Analogausgang AQ.
Lap Eine steigende Flanke (Wechsel von 0 nach 1) am
Eingang Lap lässt die Stoppuhr pausieren.
Eine fallende Flanke (Wechsel von 1 nach 0) am
Eingang Lap lässt die Stoppuhr weiterlaufen.
R Über den Eingang R setzen Sie die verstrichene Zeit
zurück.
Parameter Für die Stoppuhr kann eine Zeitbasis TB eingestellt
werden.
Mögliche Einstellungen der Zeitbasis:
10 ms, s, m und h
Remanenz:
/ = Keine Remanenz
R = Der Zustand wird remanent gespeichert
Ausgang AQ Über den Eingang Lap halten Sie den Wert von AQ,
bis Lap auf 0 zurückgesetzt wird. Über den Eingang
R setzen Sie den Wert von AQ auf 0 zurück.

Parameter TB
Eine Zeitbasis kann aus folgenden Möglichkeiten ausgewählt werden.
● 10 ms (10 Millisekunden)
● s (Sekunden)
● m (Minuten)
● h (Stunden)

LOGO!
170 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Timingdiagramm

Funktionsbeschreibung
En = 1 und Lap = 0: Unter Verwendung der ausgewählten Zeitbasis gibt die Stoppuhr die
aktuelle Zeit (CurT) an AQ aus.
En = 1 und Lap = 1: Die Stoppuhr lässt den letzten Wert von AQ unverändert, wenn Lap = 0.
Dieser Wert wird als LapT aufgezeichnet und während der Pausenzeit der Stoppuhr
verwendet.
En = 0 und Lap = 1: Die Stoppuhr pausiert beim Zählen der Zeit. Sie gibt LapT an AQ aus.
En = 0 und Lap = 0: Die Stoppuhr gibt die aktuelle Zeit (CurT) an AQ aus.
Über den Eingang R setzen Sie AQ auf 0.

Parametervorgabe Par
Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):

Um die Zeitbasis zu ändern, bewegen Sie den Cursor mit auf "10 ms". Drücken Sie OK
und wählen Sie dann die Zeitbasis aus. Drücken Sie oder , um eine andere Zeitbasis zu
wählen. Zum Bestätigen Ihrer Auswahl drücken Sie OK.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 171
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren (Beispiel):

4.4.15 Vor/Rückwärtszähler

Kurzbeschreibung
Je nach Parametrierung wird durch einen Eingangsimpuls ein interner Zählwert hoch oder
runter gezählt. Bei Erreichen der parametrierbaren Schwellwerte wird der Ausgang gesetzt
bzw. zurückgesetzt. Die Zählrichtung kann über den Eingang Dir verändert werden.
Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung
Eingang R Über den Eingang R setzen Sie den internen
Zählwert auf Null zurück.
Eingang Cnt Die Funktion zählt am Eingang Cnt die
Zustandsänderungen von Zustand 0 nach Zustand 1.
Ein Wechsel des Zustands von 1 nach 0 wird nicht
gezählt.
Sie können folgende Eingänge verwenden:
• die Eingänge I3, I4, I5 und I6 zum schnellen
Zählen (nur bei LOGO! 12/24RCE/RCEo und
LOGO! 24CE/24CEo): max. 5 kHz, wenn der
schnelle Eingang mit dem Funktionsblock Vor-
/Rückwärtszähler direkt verbunden ist
• einen beliebigen anderen Eingang oder ein
Schaltungsteil für geringe Zählfrequenzen (typ.
4 Hz)
Eingang Dir Über den Eingang Dir geben Sie die Zählrichtung an:
Dir = 0: Vorwärtszählen
Dir = 1: Rückwärtszählen
Parameter On: Einschaltschwelle
Wertebereich:
0...999999
Off: Ausschaltschwelle
Wertebereich:
0...999999
StartVal: Ausgangswert, ab dem entweder vorwärts
oder rückwärts gezählt wird.
Remanenz für internen Zählwert Cnt:
/ = Keine Remanenz
R = Der Zustand wird remanent gespeichert.
Ausgang Q Q wird in Abhängigkeit vom Aktualwert Cnt und den
eingestellten Schwellwerten gesetzt oder
zurückgesetzt.

LOGO!
172 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Parameter On und Off


Die Einschaltschwelle On und die Ausschaltschwelle Off können auch Aktualwerte einer
bereits programmierten anderen Funktion sein. Sie können die Aktualwerte folgender
Funktionen verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax – Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)
● Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)
● Vor-/Rückwärtszähler (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus.

Timingdiagramm

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 173
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Funktionsbeschreibung
Bei jeder positiven Flanke am Eingang Cnt wird der interne Zähler um eins erhöht (Dir = 0)
oder um eins erniedrigt (Dir = 1).
Mit dem Rücksetzeingang R können Sie den internen Zählwert auf den Startwert
zurückstellen. Solange R=1 ist, ist auch der Ausgang auf 0 zurückgesetzt und die Impulse
am Eingang Cnt werden nicht mitgezählt.
Ist Remanenz nicht eingeschaltet, so werden nach Netzausfall der Ausgang Q und die
bereits abgelaufene Zeit wieder zurückgesetzt.
Der Ausgang Q wird in Abhängigkeit vom Aktualwert Cnt und den eingestellten
Schwellwerten gesetzt oder zurückgesetzt. Siehe folgende Rechenvorschrift.

Rechenvorschrift
● Falls Einschaltschwelle (On) ≥ Ausschaltschwelle (Off), so gilt:
Q = 1, falls Cnt ≥ On
Q = 0, falls Cnt < Off.
● Falls Einschaltschwelle (On) < Ausschaltschwelle (Off), so gilt:
 Q = 1, falls On ≤ Cnt <
Off.

Hinweis
Die Überprüfung, ob der Zähler den Grenzwert erreicht hat, findet einmal pro Zyklus statt.
Wenn also die Impulse an den schnellen Digitaleingängen I3, I4, I5 oder I6 schneller sind
als die Zykluszeit, so schaltet die Sonderfunktion eventuell erst, nachdem der
angegebene Grenzwert überschritten ist.
Beispiel: Es können 100 Impulse pro Zyklus gezählt werden; 900 Impulse sind bereits
gezählt worden. On = 950; Off = 10000. Der Ausgang schaltet im nächsten Zyklus, wenn
der Wert bereits 1000 ist. (Wäre der Off-Wert = 980, so würde der Ausgang überhaupt
nicht schalten.)

Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):

Liefert der referenzierte Block (im Beispiel B021) einen Wert außerhalb des
Gültigkeitsbereichs, so wird zum nächsten gültigen Wert auf- bzw. abgerundet.
Darstellung in der Betriebsart Parametrieren (Beispiele):

LOGO!
174 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.16 Betriebsstundenzähler

Kurzbeschreibung
Wenn der Überwachungseingang gesetzt wird, läuft eine parametrierbare Zeit ab. Der
Ausgang wird gesetzt, wenn die Zeit abgelaufen ist.
Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung
Eingang R Mit der steigenden Flanke (Wechsel von 0 nach 1)
am Rücksetzeingang R (Reset) wird der Zähler für
die Restzeit (MN) auf den parametrierten Wert MI
gesetzt und der Ausgang Q wird zurückgesetzt.
Eingang En En ist der Überwachungseingang. LOGO! misst die
Zeit, in der dieser Eingang gesetzt ist.
Eingang Ral Eine steigende Flanke am Eingang Ral (Reset all)
setzt den Betriebsstundenzähler (OT) und den
Ausgang zurück. Außerdem wird die Restzeit (MN)
auf das parametrierte Wartungsintervall MI gesetzt:
• Ausgang Q = 0
• Gemessene Betriebsstunden OT = 0
• Verbleibende Restzeit des Wartungsintervalls
MN = MI
Parameter MI: Vorzugebendes Wartungsintervall in den
Einheiten Stunden und Minuten
Wertebereich:
0000 h bis 9999 h, 0 m bis 59 m
OT: Aufgelaufene Gesamtbetriebszeit (es kann ein
Offset in Stunden und Minuten vorgegeben werden)
Wertebereich:
00000 h bis 99999 h, 0 m bis 59 m
Q → 0 tritt abhängig von den folgenden Bedingungen
auf:
• Auswahl "R":
Q = 1, falls MN = 0;
Q = 0, falls R = 1 oder Ral = 1
• Auswahl "R+En":
Q = 1, falls MN = 0;
Q = 0, falls R = 1 oder Ral = 1 oder En = 0
Ausgang Q Wenn die Restzeit MN = 0 ist (siehe
Timingdiagramm), dann wird der Ausgang gesetzt.
Der Ausgang wird unter den folgenden Bedingungen
zurückgesetzt:
• Bei "Q→0:R+En", falls
R = 1 oder Ral = 1 oder En = 0
• Bei "Q→0:R", falls R = 1 oder Ral = 1

Hinweis
MI, MN und OT sind stets remanent.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 175
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Parameter MI
Das Wartungsintervall MI kann auch ein Aktualwert einer bereits programmierten anderen
Funktion sein. Die Zeitbasis des referenzierten Werts ist ausschließlich "h" (Stunde). Sie
können die Aktualwerte folgender Funktionen verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax – Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)
● Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)
● Vor-/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (aktuelle Zeit Ta)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus.

LOGO!
176 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Timingdiagramm

Funktionsbeschreibung
Der Betriebsstundenzähler überwacht den Eingang En. Solange an diesem Eingang der
Wert 1 anliegt, ermittelt LOGO! die aufgelaufene Zeit und die verbleibende Restzeit MN. Die
Zeiten zeigt LOGO! in der Betriebsart Parametrieren an. Ist die verbleibende Restzeit MN
gleich 0, wird der Ausgang Q auf 1 gesetzt.
Mit dem Rücksetzeingang R setzen Sie den Ausgang Q zurück und den Zähler für die
Restzeit auf den vorgegebenen Wert MI. Der Betriebsstundenzähler OT bleibt unbeeinflusst.
Mit dem Rücksetzeingang Ral setzen Sie den Ausgang Q zurück und den Zähler für die
Restzeit auf den vorgegebenen Wert MI. Der Betriebsstundenzähler OT wird auf 0
zurückgesetzt.
Je nach Ihrer Parametrierung des Parameters Q wird der Ausgang entweder zurückgesetzt,
falls ein Reset-Signal (R oder Ral) 1 wird ("Q→0:R"), oder dann, falls ein Reset-Signal 1 oder
das En-Signal 0 wird ("Q→0:R+En").

Werte MI, MN und OT ansehen


● LOGO! Basic: Im Parametriermodus können Sie während des Schaltprogrammablaufs
(RUN) die Aktualwerte für MI, MN und OT anzeigen.
● LOGO! Pure: Mit LOGO!Soft Comfort können Sie über den Online-Test diese Werte
auslesen. Weitere Informationen siehe Kapitel "LOGO! Software (Seite 281)".
● Mit LOGO!Soft Comfort kann der Betriebsstundenzähler über das Menü "Extras ->
Übertragen: Betriebsstundenzähler" ausgelesen werden.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 177
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Grenzwert für OT
Wenn Sie den Betriebsstundenzähler über den Eingang R zurücksetzen, wird der
Betriebsstundenwert in OT gespeichert. Der Betriebsstundenzähler wird beim Wechsel von 0
nach 1 am Eingang Ral auf 0 zurückgesetzt. Unabhängig vom Zustand des
Rücksetzeingangs R setzt der Betriebsstundenzähler OT die Zählung fort, solange En = 1.
Die Zählergrenze von OT ist 99999 h. Bei Erreichen dieses Werts stoppt der
Betriebsstundenzähler.
Sie können den Anfangswert für OT in der Betriebsart Programmieren einstellen. MN wird
entsprechend der folgenden Formel berechnet, wenn der Rücksetzeingang R niemals
aktiviert wird: MN = MI - (OT % MI). Der Operator % liefert einen ganzzahligen Divisionsrest.
Beispiel:
MI = 30 h, OT = 100 h
MN = 30 - (100 % 30)
MN = 30 -10
MN = 20 h

Zur Laufzeit kann der Wert OT nicht voreingestellt werden. Wenn der Wert für MI geändert
wird, gäbe es keine Berechnung für MN. MN würde den Wert von MI übernehmen.

Parametervorgabe Par
Darstellung in der Betriebsart Programmieren:

MI ist das parametrierbare Zeitintervall. Der zulässige Wertebereich liegt zwischen 0 und
9999 Stunden.
Informationen dazu, wie Sie den Aktualwert einer anderen, bereits programmierten Funktion
als Parameter zuweisen, finden Sie unter Einschaltverzögerung (Seite 137)
Darstellung in der Betriebsart Parametrieren:

LOGO!
178 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.17 Schwellwertschalter

Kurzbeschreibung
Der Ausgang wird in Abhängigkeit von zwei parametrierbaren Frequenzen ein- und
ausgeschaltet.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang Fre Die Funktion zählt am Eingang Fre die
Zustandsänderungen von Zustand 0 nach Zustand 1.
Ein Wechsel des Zustands von 1 nach 0 wird nicht
gezählt.
Sie können folgende Eingänge verwenden:
• Eingänge I3, I4, I5 und I6 zum schnellen Zählen
(nur LOGO! 12/24RCE/RCEo und LOGO!
24CE/24CEo): max. 5 kHz, wenn der schnelle
Eingang mit dem Funktionsblock
Schwellwertschalter direkt verbunden ist
• einen beliebigen anderen Eingang oder ein
Schaltungsteil für geringe Zählfrequenzen (typ.
4 Hz)
Parameter On: Einschaltschwelle
Wertebereich:
0000...9999
Off: Ausschaltschwelle
Wertebereich:
0000...9999
G_T: Zeitintervall oder Torzeit, in dem/der die
anliegenden Impulse gemessen werden.
Wertebereich:
00:00 s...99:99 s
Ausgang Q Q wird in Abhängigkeit von den Schwellwerten
gesetzt oder zurückgesetzt.

Parameter G_T
Die Zeit für das Tor G_T kann auch ein Aktualwert einer bereits programmierten anderen
Funktion sein. Sie können die Aktualwerte folgender Funktionen verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax – Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)
● Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 179
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

● Vor-/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)


● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus.

Timingdiagramm

Funktionsbeschreibung
Der Schwellwertschalter misst die Signale am Eingang Fre. Die Impulse werden über eine
parametrierbare Zeitdauer G_T erfasst.
Der Ausgang Q wird in Abhängigkeit von den eingestellten Schwellwerten gesetzt oder
zurückgesetzt. Siehe folgende Rechenvorschrift.

Rechenvorschrift
● Falls Einschaltschwelle (On) ≥ Ausschaltschwelle (Off), so gilt: Q = 1, falls fa > On oder Q
= 0, falls fa ≤ Off.
● Falls Einschaltschwelle (On) < Ausschaltschwelle (Off), so ist Q = 1, falls: On ≤ fa < Off.

LOGO!
180 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Parametervorgabe Par

Hinweis
Die Überprüfung, ob der Zähler den Grenzwert erreicht hat, findet einmal pro Intervall G_T
statt.

Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):

Hinweis
Hier ist als Zeitbasis "Sekunden" fest voreingestellt.
Wenn Sie die Zeit G_T mit 1 s vorgeben, liefert LOGO! im Parameter fa die aktuelle
Frequenz in Hz zurück.

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren (Beispiel):

Hinweis
fa ist immer die Summe der gemessenen Impulse je Zeiteinheit G_T.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 181
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.18 Analoger Schwellwertschalter

Kurzbeschreibung
Der Ausgang wird in Abhängigkeit von zwei parametrierbaren Schwellwerten ein- und
ausgeschaltet.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang Ax Am Eingang Ax liegt eines der folgenden
Analogsignale an:
• AI1 bis AI8 (*)
• AM1 bis AM64
• NAI1 bis NAI32
• AQ1 bis AQ8
• NAQ1 bis NAQ16
• Blocknummer einer Funktion mit Analogausgang
Parameter A: Verstärkung (Gain)
Wertebereich: -10,00 bis 10,00
B: Nullpunktverschiebung (Offset)
Wertebereich: -10.000 bis 10.000
On: Einschaltschwelle
Wertebereich: -20.000 bis 20.000
Off: Ausschaltschwelle
Wertebereich: -20.000 bis 20.000
p: Anzahl der Nachkommastellen
Wertebereich: 0, 1, 2, 3
Ausgang Q Q wird in Abhängigkeit von den Schwellwerten gesetzt
oder zurückgesetzt.
* AI1...AI8: 0...10 V entspricht 0...1000 (interner Wert).

Parameter Gain und Offset


Beachten Sie für die Parameter Gain und Offset die Hinweise unter "Gain und
Offsetberechnung bei Analogwerten (Seite 130)".

Parameter On und Off


Die Parameter On und Off können auch Aktualwerte einer bereits programmierten anderen
Funktion sein. Sie können die Aktualwerte folgender Funktionen verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax – Ay)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)

LOGO!
182 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

● PI-Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)


● Vor/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Analoger Schwellwertschalter (Aktualwert Ax)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus.

Parameter p (Anzahl der Nachkommastellen)


Gilt nur für die Anzeige der Werte On, Off und Ax in einem Meldetext.
Gilt nicht für den Vergleich der Werte On und Off. (Der dargestellte Punkt wird beim
Vergleich ignoriert.)

Timingdiagramm

Funktionsbeschreibung
Die Funktion liest den Analogwert des Signals ein, das an dem Analogeingang Ax anliegt.
Dieser Wert wird mit dem Parameter A (Gain) multipliziert. Der Parameter B (Offset) wird
danach zum Analogwert addiert, also (Ax • Gain) + Offset = Aktualwert Ax.
Der Ausgang Q wird in Abhängigkeit von den eingestellten Schwellwerten gesetzt oder
zurückgesetzt. Siehe folgende Rechenvorschrift.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 183
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Rechenvorschrift
● Falls Einschaltschwelle (On) ≥ Ausschaltschwelle (Off), so gilt: Q = 1, falls Aktualwert Ax
> On oder Q = 0, falls Aktualwert Ax ≤ Off.
● Falls Einschaltschwelle (On) < Ausschaltschwelle (Off), so ist Q = 1, falls On ≤ Aktualwert
Ax < Off.

Parametervorgabe Par
Die Parameter Gain und Offset dienen zur Anpassung der verwendeten Sensoren an die
jeweilige Anwendung.
Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren (Beispiel):

Darstellung im Meldetext (Beispiel):

LOGO!
184 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.19 Analoger Differenzschwellwertschalter

Kurzbeschreibung
Der Ausgang wird in Abhängigkeit von einem parametrierbaren Schwell- und Differenzwert
ein- und ausgeschaltet.
Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung
Eingang Ax Am Eingang Ax liegt eines der folgenden
Analogsignale an:
• AI1 bis AI8 (*)
• AM1 bis AM64
• NAI1 bis NAI32
• AQ1 bis AQ8
• NAQ1 bis NAQ16
• Blocknummer einer Funktion mit Analogausgang
Parameter A: Verstärkung (Gain)
Wertebereich: -10,00 bis 10,00
B: Nullpunktverschiebung (Offset)
Wertebereich: -10.000 bis 10.000
On: Ein-/Ausschaltschwelle
Wertebereich: -20.000 bis 20.000
Δ: Differenzwert zur Berechnung des Off-Parameters
Wertebereich: -20.000 bis 20.000
p: Anzahl der Nachkommastellen
Wertebereich: 0, 1, 2, 3
Ausgang Q Q wird in Abhängigkeit von dem Schwell- und
Differenzwert gesetzt oder zurückgesetzt.
* AI1...AI8: 0...10 V entspricht 0...1000 (interner Wert).

Parameter Gain und Offset


Beachten Sie für die Parameter Gain und Offset die Hinweise unter "Gain und
Offsetberechnung bei Analogwerten (Seite 130)".

Parameter p (Anzahl der Nachkommastellen)


Gilt nur für die Darstellung der Werte On, Off und Ax in einem Meldetext.

Timingdiagramm A: Funktion mit negativem Differenzwert Δ

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 185
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Timingdiagramm B: Funktion mit positivem Differenzwert Δ

Funktionsbeschreibung
Die Funktion liest den Analogwert des Signals ein, das am Analogeingang Ax anliegt.
Dieser Wert wird mit dem Parameter A (Gain) multipliziert. Der Parameter B (Offset) wird
danach zum Analogwert addiert, also (Ax • Gain) + Offset = Aktualwert Ax.
Der Ausgang Q wird in Abhängigkeit von dem eingestellten Schwellwert (On) und dem
Differenzwert (Δ) gesetzt oder zurückgesetzt. Die Funktion berechnet den Parameter Off
automatisch: Off = On + Δ, wobei Δ positiv oder negativ sein kann. Siehe folgende
Rechenvorschrift.

Rechenvorschrift
● Wenn Sie einen negativen Differenzwert Δ parametrieren, ist die Einschaltschwelle (On)
≥ Ausschaltschwelle (Off) und es gilt: Q = 1, falls Aktualwert Ax > On oder Q = 0, falls
Aktualwert Ax ≤ Off.
Siehe Timingdiagramm A.
● Wenn Sie einen positiven Differenzwert Δ parametrieren, ist die Einschaltschwelle (On) <
Ausschaltschwelle (Off) und es gilt: Q = 1, falls On ≤ Aktualwert Ax < Off.
Siehe Timingdiagramm B.

Parametervorgabe Par
Die Parameter Gain und Offset dienen zur Anpassung der verwendeten Sensoren an die
jeweilige Anwendung.
Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren (Beispiel):

LOGO!
186 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.20 Analogkomparator

Kurzbeschreibung
Der Ausgang wird in Abhängigkeit von der Differenz Ax - Ay und zweier parametrierbarer
Schwellwerte ein- und ausgeschaltet.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingänge Ax und Ay An den Eingängen Ax und Ay liegt eines der
folgenden Analogsignale an:
• AI1 bis AI8 (*)
• AM1 bis AM64
• NAI1 bis NAI32
• AQ1 bis AQ8
• NAQ1 bis NAQ16
• Blocknummer einer Funktion mit Analogausgang
Parameter A: Verstärkung (Gain)
Wertebereich: -10,00 bis 10,00
B: Nullpunktverschiebung (Offset)
Wertebereich: -10.000 bis 10.000
On: Einschaltschwelle
Wertebereich: -20.000 bis 20.000
Off: Ausschaltschwelle
Wertebereich: -20.000 bis 20.000
p: Anzahl der Nachkommastellen
Wertebereich: 0, 1, 2, 3
Ausgang Q Q wird in Abhängigkeit von der Differenz Ax - Ay und
den eingestellten Schwellwerten
gesetzt/zurückgesetzt.
* AI1...AI8: 0...10 V entspricht 0...1000 (interner Wert).

Parameter Gain und Offset


Beachten Sie für die Parameter Gain und Offset die Hinweise unter "Gain und
Offsetberechnung bei Analogwerten (Seite 130)".

Parameter On und Off


Die Einschaltschwelle On und die Ausschaltschwelle Off können auch Aktualwerte einer
bereits programmierten anderen Funktion sein. Sie können die Aktualwerte folgender
Funktionen verwenden:
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 187
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)


● Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)
● Vor-/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Analogkomparator (Aktualwert Ax – Ay)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus.

Parameter p (Anzahl der Nachkommastellen)


Gilt nur für die Anzeige der Werte Ax, Ay, On, Off und Δ in einem Meldetext.
Gilt nicht für den Vergleich der Werte On und Off! (Der dargestellte Punkt wird beim
Vergleich ignoriert.)

Timingdiagramm

LOGO!
188 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Funktionsbeschreibung
Die Funktion liest die Analogwerte der Signale ein, die an den Analogeingängen Ax und Ay
anliegen.
Diese Werte werden jeweils mit dem Parameter A (Gain) multipliziert. Der Parameter B
(Offset) wird danach zum jeweiligen Analogwert addiert, also
(Ax • Gain) + Offset = Aktualwert Ax bzw.
(Ay • Gain) + Offset = Aktualwert Ay.
Die Funktion bildet die Differenz ("Δ") der Aktualwerte Ax - Ay.
Der Ausgang Q wird in Abhängigkeit von der Differenz der Aktualwerte Ax - Ay und den
eingestellten Schwellwerten gesetzt oder zurückgesetzt. Siehe folgende Rechenvorschrift.

Rechenvorschrift
● Falls Einschaltschwelle (On) ≥ Ausschaltschwelle (Off), so gilt: Q = 1, falls: (Aktualwert Ax
- Aktualwert Ay) > On oder Q = 0, falls: (Aktualwert Ax - Aktualwert Ay) ≤ Off.
● Falls Einschaltschwelle (On) < Ausschaltschwelle (Off), so ist Q = 1, falls: On ≤
(Aktualwert Ax - Aktualwert Ay) < Off.

Parametervorgabe Par
Die Parameter Gain und Offset dienen zur Anpassung der verwendeten Sensoren an die
jeweilige Anwendung.
Darstellung in der Betriebsart Programmieren:

Beispiel
Zur Steuerung einer Heizung sollen die Vorlauftemperatur Tv und die Rücklauftemperatur Tr
z.B. über einen Sensor an AI2 miteinander verglichen werden.
Wenn die Rücklauftemperatur um mehr als 15 °C von der Vorlauftemperatur abweicht, soll
ein Schaltvorgang ausgelöst werden (z. B. Brenner ein). Das Steuersignal wird bei einer
Temperaturdifferenz von weniger als 5 °C zurückgesetzt.
In der Betriebsart Parametrieren sollen die realen Temperaturwerte angezeigt werden.
Es stehen Thermogeber mit folgenden technischen Daten zur Verfügung: -30 °C bis +70 °C,
0 V DC bis 10 V DC.
Anwendung Interne Darstellung
-30 °C bis 70 °C = 0 V DC bis 10 V DC. 0 bis 1000
0 °C 300
→ Offset = -30
Wertebereich: 1000
-30 °C bis 70 °C = 100 → Gain = 100/1000 = 0,1
Einschaltschwelle = 15 °C Schwellwert = 15
Ausschaltschwelle = 5 °C Schwellwert = 5
Siehe auch "Gain und Offsetberechnung bei Analogwerten (Seite 130)".

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 189
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Parametrierung (Beispiel):

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren (Beispiel):

Darstellung im Meldetext (Beispiel):

Eingangsempfindlichkeit des Analogkomparators herabsetzen


Den Ausgang des Analogkomparators können Sie mit den Sonderfunktionen
"Einschaltverzögerung" und "Ausschaltverzögerung" selektiv verzögern. Dadurch erreichen
Sie, dass der Ausgang Q nur dann gesetzt wird, wenn der anliegende Triggerwert Trg (=
Ausgang des Analogkomparators) länger als die definierte Einschaltverzögerungszeit ist.
Auf diese Art und Weise erhalten Sie eine künstliche Hysterese, die den Eingang weniger
empfindlich für kurzzeitige Veränderungen macht.

Funktionsplan

LOGO!
190 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.21 Analogüberwachung

Kurzbeschreibung
Diese Sonderfunktion speichert einen am analogen Eingang anliegenden Wert und schaltet
den Ausgang ein, sobald der Aktualwert am analogen Eingang diesen gespeicherten
Analogwert zuzüglich eines parametrierbaren Differenzwerts unter- oder überschreitet.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang En Mit der steigenden Flanke (Wechsel von 0 nach 1)
am Freischalteingang En (Enable) wird der
Analogwert am Eingang Ax gespeichert ("Aen") und
der Analogwertbereich Aen - Δ 2 bis Aen+ Δ 1 wird
überwacht.
Eingang Ax Am Eingang Ax liegt eines der folgenden
Analogsignale an:
• AI1 bis AI8 (*)
• AM1 bis AM64
• NAI1 bis NAI32
• AQ1 bis AQ8
• NAQ1 bis NAQ16
• Blocknummer einer Funktion mit Analogausgang
Parameter A: Verstärkung (Gain)
Wertebereich: -10,00 bis 10,00
B: Nullpunktverschiebung (Offset)
Wertebereich: -10.000 bis 10.000
Δ1: Differenzwert über Aen:
Ein-/Ausschaltschwellwert
Wertebereich: 0 bis 20.000
Δ2: Differenzwert unter Aen:
Ein-/Ausschaltschwellwert
Wertebereich: 0 bis 20.000
p: Anzahl der Nachkommastellen
Wertebereich: 0, 1, 2, 3
Remanenz:
/ = Keine Remanenz
R = Der Zustand wird remanent gespeichert.
Ausgang Q Q wird in Abhängigkeit vom gespeicherten
Analogwert und dem eingestellten Differenzwert
gesetzt/zurückgesetzt.
* AI1...AI8: 0...10 V entspricht 0...1000 (interner Wert).

Parameter Gain und Offset


Beachten Sie für die Parameter Gain und Offset die Hinweise unter "Gain und
Offsetberechnung bei Analogwerten (Seite 130)".

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 191
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Parameter Delta1 und Delta2


Die Parameter Delta1 und Delta2 können auch Aktualwerte einer bereits programmierten
anderen Funktion sein. Sie können den Aktualwert folgender Funktionen verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax – Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)
● Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)
● Vor-/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus.

Parameter p (Anzahl der Nachkommastellen)


Gilt nur für die Darstellung der Werte Aen, Ax, Δ 1 und Δ 2 in einem Meldetext.

Timingdiagramm

LOGO!
192 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Funktionsbeschreibung
Wenn der Zustand am Eingang En von 0 nach 1 wechselt, dann wird der Analogwert des
Signals am Analogeingang Ax gespeichert. Dieser gespeicherte Aktualwert wird als "Aen"
bezeichnet.
Die analogen Aktualwerte Ax und Aen werden beide jeweils mit dem Wert des Parameters A
(Gain) multipliziert. Danach wird der Parameter B (Offset) zum Produkt addiert:
(Ax • Gain) + Offset = Aktualwert Aen, wenn Eingang En von 0 nach 1 wechselt, oder
(Ax • Gain) + Offset = Aktualwert Ax.
Der Ausgang Q wird gesetzt, wenn der Eingang En = 1 ist und der Aktualwert am Eingang
Ax außerhalb des Bereichs Aen - Δ 2 bis Aen + Δ 1 liegt.
Der Ausgang Q wird zurückgesetzt, wenn der Aktualwert am Eingang Ax innerhalb des
Bereichs Aen - Δ 2 bis Aen+ Δ 1 liegt oder der Eingang En nach 0 wechselt.

Parametervorgabe Par
Die Parameter Gain und Offset dienen zur Anpassung der verwendeten Sensoren an die
jeweilige Anwendung.
Darstellung in der Betriebsart Programmieren:

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren (Beispiel):

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 193
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.22 Analogverstärker

Kurzbeschreibung
Diese Sonderfunktion verstärkt einen am analogen Eingang anliegenden Wert und gibt ihn
am analogen Ausgang aus.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang Ax Am Eingang Ax liegt eines der folgenden
Analogsignale an:
• AI1 bis AI8 (*)
• AM1 bis AM64
• NAI1 bis NAI32
• AQ1 bis AQ8
• NAQ1 bis NAQ16
• Blocknummer einer Funktion mit Analogausgang
Parameter A: Verstärkung (Gain)
Wertebereich: -10,00 bis 10,00
B: Nullpunktverschiebung (Offset)
Wertebereich: -10.000 bis 10.000
p: Anzahl der Nachkommastellen
Wertebereich: 0, 1, 2, 3
Ausgang AQ Diese Sonderfunktion hat einen analogen Ausgang.
Dieser Ausgang kann nur mit analogen Eingängen,
analogen Merkern, analogen Ausgängen oder
analogen Netzwerkausgängen verbunden werden.
Wertebereich für AQ:
-32.767 bis 32.767
* AI1...AI8: 0 V bis 10 V entspricht 0 bis 1000 (interner Wert).

Parameter Gain und Offset


Beachten Sie für die Parameter Gain und Offset die Hinweise unter Gain und
Offsetberechnung bei Analogwerten (Seite 130).

Parameter p (Anzahl der Nachkommastellen)


Gilt nur für die Darstellung des AQ-Werts in einem Meldetext.

Funktionsbeschreibung
Die Funktion liest den Analogwert des Signals ein, das an dem Analogeingang Ax anliegt.
Dieser Wert wird mit dem Parameter A (Gain) multipliziert. Der Parameter B (Offset) wird
danach zum Produkt addiert: (Ax • Gain) + Offset = Aktualwert Ax.
Der Aktualwert Ax wird am Ausgang AQ ausgegeben.

LOGO!
194 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Analoger Ausgang
Wenn Sie diese Sonderfunktion mit einem realen analogen Ausgang verschalten, dann
beachten Sie, dass der analoge Ausgang nur Werte von 0 bis 1000 verarbeiten kann.
Schalten Sie dazu ggf. einen zusätzlichen Verstärker zwischen den analogen Ausgang der
Sonderfunktion und den realen analogen Ausgang. Mit diesem Verstärker normieren Sie den
Ausgangsbereich der Sonderfunktion auf einen Wertebereich von 0 bis 1000.

Skalieren eines Analogeingangswerts


Den Analogeingangswert eines Potentiometers können Sie über die Verschaltung eines
Analogeingangs mit einem Analogverstärker und einem Analogmerker beeinflussen.
● Skalieren Sie den Analogwert am Analogverstärker für die weitere Verwendung.
● Verbinden Sie z.B. die Zeitvorgabe für den Parameter T einer Zeitfunktion (z.B. Ein-
/Ausschaltverzögerung (Seite 142)) oder die Grenzwertvorgabe On und/oder Off eines
Vor-/Rückwärtszählers (Seite 172) mit dem skalierten Analogwert.
Weitere Informationen sowie Programmbeispiele finden Sie in der Online-Hilfe zu
LOGO!Soft Comfort.

Parametervorgabe Par
Die Parameter Gain und Offset dienen zur Anpassung der verwendeten Sensoren an die
jeweilige Anwendung.
Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren (Beispiel):

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 195
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.23 Selbsthalterelais

Kurzbeschreibung
Über den Eingang S wird der Ausgang Q gesetzt. Über den Eingang R wird der Ausgang Q
wieder zurückgesetzt.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang S Über den Eingang S setzen Sie den Ausgang Q auf
1.
Eingang R Über den Eingang R setzen Sie den Ausgang Q auf 0
zurück. Wenn S und R = 1, wird der Ausgang
zurückgesetzt.
Parameter Remanenz:
/ = keine Remanenz
R = der Zustand wird remanent gespeichert.
Ausgang Q Q schaltet mit S ein und bleibt eingeschaltet, bis
Eingang R gesetzt wird.

Timingdiagramm

Schaltverhalten
Ein Selbsthalterelais ist ein einfaches binäres Speicherglied. Der Wert am Ausgang richtet
sich nach den Zuständen an den Eingängen und dem bisherigen Zustand am Ausgang. In
der folgenden Tabelle ist die Logik noch einmal aufgeführt.

Sn Rn Q Anmerkung
0 0 x Zustand bleibt erhalten
0 1 0 Rücksetzen
1 0 1 Setzen
1 1 0 Rücksetzen (Rücksetzen geht vor Setzen)

Bei eingeschalteter Remanenz steht nach einem Spannungsausfall das Signal am Ausgang
an, das vor Wegfall der Spannung aktuell war.

LOGO!
196 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.24 Stromstoßrelais

Kurzbeschreibung
Das Setzen und Rücksetzen des Ausgangs wird jeweils durch einen kurzen Impuls auf den
Eingang realisiert.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang Trg Über den Eingang Trg (Trigger) schalten Sie den
Ausgang Q ein und aus.
Eingang S Über den Eingang S setzen Sie den Ausgang Q auf
1.
Eingang R Über den Eingang R setzen Sie den Ausgang Q auf 0
zurück.
Parameter Auswahl:
RS (Vorrang Eingang R) oder
SR (Vorrang Eingang S)
Remanenz:
/ = keine Remanenz
R = der Zustand wird remanent gespeichert.
Ausgang Q Q schaltet mit Trg ein und mit dem nächsten Trg
wieder aus, falls S und R = 0.

Timingdiagramm

Funktionsbeschreibung
Jedesmal, wenn der Zustand am Eingang Trg von 0 nach 1 wechselt und die Eingänge S
und R = 0 sind, ändert der Ausgang Q seinen Zustand, d.h. der Ausgang wird eingeschaltet
oder ausgeschaltet.
Der Eingang Trg hat keinen Einfluss auf die Sonderfunktion, wenn S oder R = 1 ist.
Über den Eingang S setzen Sie das Stromstoßrelais, d.h. der Ausgang wird auf 1 gesetzt.
Über den Eingang R setzen Sie das Stromstoßrelais zurück, d.h. der Ausgang wird auf 0
gesetzt.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 197
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Zustandsdiagramm

Par Qn-1 S R Trg Qn


* 0 0 0 0 0
* 0 0 0 0 ->1 1**
* 0 0 1 0 0
* 0 0 1 0 ->1 0
* 0 1 0 0 1
* 0 1 0 0 ->1 1
RS 0 1 1 0 0
RS 0 1 1 0 ->1 0
SR 0 1 1 0 1
SR 0 1 1 0 ->1 1
* 1 0 0 0 1
* 1 0 0 0 ->1 0**
* 1 0 1 0 0
* 1 0 1 0 ->1 0
* 1 1 0 0 1
* 1 1 0 0 ->1 1
RS 1 1 1 0 0
RS 1 1 1 0 ->1 0
SR 1 1 1 0 1
SR 1 1 1 0 ->1 1

*: RS oder SR
**: Triggersignal hat Wirkung, weil S und R = 0.

Je nach Ihrer Parametrierung hat der Eingang R Vorrang vor dem Eingang S (der Eingang S
wirkt nicht, solange R = 1) oder umgekehrt der Eingang S Vorrang vor dem Eingang R (der
Eingang R wirkt nicht, solange S = 1).
Nach einem Spannungsausfall sind das Stromstoßrelais und der Ausgang Q zurückgesetzt,
wenn Sie die Remanenz nicht eingeschaltet haben.
Darstellung in der Betriebsart Programmieren:

In der Betriebsart Parametrieren ist diese Sonderfunktion nicht wählbar.

Hinweis
Falls Trg = 0 und Par = RS, so entspricht die Sonderfunktion "Stromstoßrelais" der
Sonderfunktion "Selbsthalterelais (Seite 196)".

LOGO!
198 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.25 Meldetexte

Kurzbeschreibung
Mit der Sonderfunktion Meldetexte können Sie eine Meldung einrichten, die Text und andere
Parameter enthält und die von LOGO! in der Betriebsart RUN angezeigt wird.
Einfache Meldetexte können Sie auf dem integrierten LOGO! Display einrichten. LOGO!Soft
Comfort verfügt über einen umfangreichen Funktionssatz für Meldetexte:
Balkendiagrammdarstellung von Daten, Namen für digitale E/A-Zustände und mehr.
Informationen zu diesen Funktionen finden Sie in der Dokumentation von LOGO!Soft
Comfort.

Globale Einstellungen für Meldetexte


Globale Parameter, die für alle Meldetexte gelten, richten Sie im Programmiermenü ein:
● Analogzeit: Aktualisierungsrate in Millisekunden, die angibt, wie häufig die
Analogeingänge in Meldetexten aktualisiert werden
● Ticker-Zeit: Frequenz, mit der Meldetexte über das Display laufen
Es gibt zwei Varianten für den Meldungsticker: zeilenweise oder zeichenweise. Diese
Möglichkeiten werden im Folgenden ausführlich beschrieben. Eine Zeile einer
Textmeldung bzw. jedes Zeichen einer Textmeldung läuft entsprechend der Tickerzeit
über das integrierte LOGO! Display. Bei einer Meldung, die zeilenweise abläuft,
entspricht die tatsächliche Tickerzeit dem Zehnfachen der konfigurierten Tickerzeit. Bei
Meldungen, die zeichenweise ablaufen, entspricht die tatsächliche Tickerzeit der
konfigurierten Tickerzeit.
● Aktueller Zeichensatz: der ausgewählte Zeichensatz für die Anzeige der Meldetexte. Die
Optionen Satz1 und Satz2 können die von der LOGO! unterstützten Zeichensätze sein:

Zeichensatz in Gemeins Unterstützte Internet-Referenz


LOGO! amer Sprachen
Name
ISO8859-1 Latein-1 Englisch, Deutsch, http://en.wikipedia.org/wiki/ISO/IEC_8859-1
Italienisch, Spanisch
(teilweise),
Niederländisch
(teilweise)
ISO8859-5 Kyrillisch Russisch http://en.wikipedia.org/wiki/ISO/IEC_8859-5
ISO8859-9 Latein-5 Türkisch http://en.wikipedia.org/wiki/ISO/IEC_8859-9
ISO8859-16 Latein-10 Französisch http://en.wikipedia.org/wiki/ISO/IEC_8859-16
GB-2312 Chinesisch Chinesisch http://en.wikipedia.org/wiki/GB2312
Shift-JIS Japanisch Japanisch http://en.wikipedia.org/wiki/Shift-jis

Für die 50 möglichen Meldetexte, die Sie konfigurieren können, können Sie angeben,
welche davon in der ersten Sprache und welche in der zweiten Sprache angezeigt werden
sollen. So können Sie beispielsweise 50 Funktionsblöcke für Meldetexte konfigurieren, die
einen einzigen Meldetext für Zeichensatz 1 haben. Alternativ können Sie fünfundzwanzig
Funktionsblöcke konfigurieren, die jeweils zwei Meldetexte besitzen: einen für Zeichensatz 1

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 199
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

und einen für Zeichensatz 2. Jede Kombination ist zulässig, doch die Gesamtzahl darf 50
Meldetexte nicht überschreiten.
Innerhalb eines Meldetexts können Sie nur einen Zeichensatz verwenden. Sie können
Meldetexte in jedem der von LOGO!Soft Comfort unterstützten Zeichensätze bearbeiten. Auf
der LOGO! Basic können Sie nur Text mit Zeichen des Zeichensatzes ISO8859-1
bearbeiten.
Die Sprache und damit der Zeichensatz eines Meldetexts ist unabhängig von der
Spracheinstellung für die Menüs auf dem integrierten LOGO! Display. Diese Sprachen
können unterschiedlich sein.

Chinesischer Zeichensatz
LOGO! Basic und das LOGO! TDE unterstützen den chinesischen Zeichensatz (GB-2312)
für die Volksrepublik China. Die Geräte nutzen für diesen Zeichensatz die Verschlüsselung
von Microsoft Windows. Die Windows-Verschlüsselung ermöglicht den Geräten, dieselben
Zeichen wie im Meldetexteditor von LOGO!Soft Comfort anzuzeigen, wenn Sie einen
Emulator für Chinesisch oder eine chinesische Version von Microsoft Windows nutzen.
Für den chinesischen Zeichensatz ist eine chinesische Version von Windows oder ein
Emulator für Chinesisch erforderlich, um die chinesischen Zeichen im Meldetexteditor von
LOGO!Soft Comfort einwandfrei anzuzeigen. Sie müssen den Emulator für Chinesisch
starten, bevor Sie den Meldetextfunktionsblock in LOGO!Soft Comfort öffnen.

Globale Parameter für Meldetexte programmieren

LOGO!
200 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Funktionsblock Meldetexte

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang En Ein Wechsel des Zustands von 0 auf 1 am Eingang
En (Enable) startet die Ausgabe des Meldetexts.
Parameter Ack: Quittierung des Meldetextes
Msg Text: Eingabe des Meldetextes
Priority: Priorität des Meldetextes
Wertebereich: 0 bis 127
Tick Type:
• C-C: Tickermeldung zeichenweise
• L-L: Tickermeldung zeilenweise
Msg. Dst: Meldeziel (BM, TDE oder Both)
Web Show: zeigt LOGO! Basic auf dem Webserver
Einstellungen für zeilenweisen Ticker (Definition des
Zeilentickers):
• Line1 Tick
• Line2 Tick
• Line3 Tick
• Line4 Tick
• Line5 Tick
• Line6 Tick
Hinweis: Sie können in LOGO! Basic nur den
Textparameter der Meldung ändern. ISO8859-1 ist
der einzige Zeichensatz, der zum Bearbeiten von
Text zur Verfügung steht. Sie können alle anderen
Parameter und andere Sprachen für den
Textparameter in LOGO!Soft Comfort ändern.
Weitere Informationen zur Konfiguration finden Sie in
der Online-Hilfe zu LOGO!Soft Comfort.
Ausgang Q Q bleibt gesetzt, solange der Meldetext ansteht.

Einschränkung
Maximal 50 Meldetextblöcke sind möglich.

Funktionsbeschreibung
Bei einem Zustandswechsel von 0 nach 1 am Eingang En und wenn sich die LOGO! im
Betriebszustand RUN befindet, zeigt die LOGO! Ihren konfigurierten Meldetext und die
Parameterwerte an.
Je nach Ihrer Einstellung für das Meldeziel wird der Meldetext auf dem integrierten LOGO!-
Display, dem LOGO! TDE oder beidem angezeigt.
Wenn Sie in Ihrem Schaltprogramm Merker M27 nutzen, dann zeigt die LOGO! immer, wenn
M27 = 0 (Low) ist, nur Meldetexte an, die im primären Zeichensatz geschrieben wurden
(Zeichensatz 1). Wenn M27 = 1 (High) ist, dann zeigt die LOGO! nur Meldetexte an, die im

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 201
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

sekundären Zeichensatz geschrieben wurden (Zeichensatz 2). (Siehe Beschreibung des


Merkers M27 unter Konstanten und Verbindungsklemmen (Seite 115).)
Wenn Sie die Meldung als Ticker eingerichtet haben, läuft die Meldung entsprechend Ihren
Angaben über das Display, entweder zeichenweise oder zeilenweise.
Wenn die Quittierung deaktiviert ist (Ack = No), wird der Meldetext ausgeblendet, wenn der
Signalzustand am Eingang En von 1 nach 0 wechselt.
Bei aktivierter Quittierung (Ack = Yes) und einem Wechsel des Signalzustands an Eingang
En von 1 nach 0 wird der Meldetext so lange ausgegeben, bis er mit OK quittiert wird.
Solange En den Zustand 1 behält, kann der Meldetext nicht quittiert werden.
Wurden mehrere Meldetextfunktionen mit En = 1 ausgelöst, zeigt LOGO! den Meldetext an,
der die höchste Priorität besitzt (0 = niedrigste, 127 = höchste). Das bedeutet auch, dass
LOGO! einen neu aktivierten Meldetext nur dann anzeigt, wenn seine Priorität höher ist als
die Priorität der bisher aktivierten Meldetexte.
Wenn ein Meldetext deaktiviert oder quittiert wurde, wird automatisch der bisher aktivierte
Meldetext mit der höchsten Priorität angezeigt.
Mit den Tasten und blättern Sie durch mehrere aktive Meldetexte.

Beispiel
So könnten zwei Meldetexte angezeigt werden:

LOGO!
202 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Meldungsticker
Sie können einen Meldetext auch als Ticker konfigurieren. Es gibt zwei Arten von
Meldungstickern:
● Zeichenweise
● Zeilenweise
Bei Meldungen, die zeichenweise über die Anzeige laufen, verschwindet jedes Zeichen
einzeln auf der linken Seite von der Zeile, während die Zeichen einzeln von rechts
nachrücken. Das Zeitintervall für den Ticker wird in den Meldetexteinstellungen als Tickerzeit
angegeben.
Bei Meldungen, die zeilenweise über die Anzeige laufen, verschwindet eine Hälfte der
Meldung nach links vom Display, während die zweite Hälfte der Meldung von rechts
nachrückt. Das Zeitintervall für den Ticker entspricht dem zehnfachen Parameter der
Tickerzeit. Die zwei Teile der Meldung wechseln sich einfach auf dem integrierten Display
der LOGO! bzw. auf dem LOGO! TDE ab.

Beispiel: Tickermeldung zeichenweise


Die folgende Abbildung zeigt die Konfiguration eines einzeiligen Meldetexts mit 24 Zeichen:

Wenn Sie diese Meldung als Ticker "zeichenweise" mit einem Tickerintervall von 0,1
Sekunden einrichten, dann erfolgt die erste Darstellung dieser Meldungszeile auf dem
integrierten LOGO! Display bzw. auf dem LOGO! TDE wie in dieser Abbildung:

Nach 0,1 Sekunden springt die Meldungszeile ein Zeichen weiter nach links. Die Meldung
erscheint dann wie folgt auf dem integrierten LOGO! Display bzw. auf dem LOGO! TDE:

Beispiel: Tickermeldung zeilenweise


Im folgenden Beispiel wird dieselbe Meldungskonfiguration wie im vorherigen Beispiel
verwendet:

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 203
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Wenn Sie diese Meldung als Ticker "zeilenweise" mit einem Tickerintervall von 0,1
Sekunden einrichten, dann enthält die erste Darstellung dieser Meldung auf dem integrierten
LOGO! Display bzw. auf dem LOGO! TDE die erste Hälfte der Meldung, wie in dieser
Abbildung gezeigt:

Nach einer 1 Sekunde (10 x 0,1 Sekunde) springt die Meldung nach links und zeigt die
rechte Hälfte der Meldung an, wie in dieser Abbildung gezeigt:

Die Anzeige wechselt jede Sekunde zwischen den beiden Teilen der Meldung.
Sie können jede einzelne Zeile eines Meldetexts als Ticker konfigurieren. Die Einstellung
"zeichenweise" oder "zeilenweise" gilt für alle Zeilen, die Sie als Ticker konfigurieren.

Parametervorgabe Par
Am Eingang P konfigurieren Sie die folgenden Eigenschaften des Meldetexts:
● Priorität
● Quittierung
● Meldeziel
● Tickerart und Tickereinstellung für jede Zeile
Darstellung in der Betriebsart Programmieren:

1. Positionieren Sie mit den Cursor auf der Zeile "ACK".


2. Taste OK. "Ack" aktivieren: Taste oder
3. Positionieren Sie den Cursor mit der Taste in der Zeile "Msg Text". Zweimal Taste OK
drücken. Wählen Sie mit und eine Zeile aus, die einen Meldetext enthalten soll.
LOGO! zeigt Folgendes:

4. Mit und wählen Sie bei einem Text den anzuzeigenden Buchstaben aus. Zwischen
den einzelnen Stellen bewegen Sie den Cursor mit den Tasten und .

LOGO!
204 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Hinweis
Die Liste der verfügbaren Zeichen ist dieselbe wie beim Vergeben des
Schaltprogrammnamens. Den Zeichensatz finden Sie unter Schaltprogramm eingeben
(Seite 69). Wenn Sie einen Meldetext auf der LOGO! Basic eingeben, können Sie nur
Zeichen des Zeichensatzes ISO8859-1 verwenden. Zum Eingeben von Text in einer
anderen Sprache müssen Sie den Text in LOGO!Soft Comfort eingeben.
Beachten Sie, dass die Anzahl der Zeichen pro Zeile des Meldetexts größer sein kann als
die Anzahl der Zeichenpositionen auf dem integrierten LOGO! Display.

5. Mit OK bestätigen Sie Ihre Eingaben.


6. Positionieren Sie mit den Cursor auf der Zeile "Priority".
7. Priorität erhöhen mit .
8. Positionieren Sie mit den Cursor auf der Zeile "Msg. Dst".

9. Blättern Sie mit und durch die drei Optionen für das Meldeziel: BM, TDE oder Both.
10.Positionieren Sie mit den Cursor auf der Zeile "Tick Type".

11.Mit den Tasten oder wählen Sie entweder "C-C" oder "L-L" für "Tick Type" aus.

12.Mit aktivieren oder deaktivieren Sie den Ticker für die einzelnen Zeilen des
Meldetextes. LOGO! zeigt Folgendes:

13.Wählen Sie mit oder zwischen "No" und "Yes" aus, um zu definieren, ob Zeile 1 als
Ticker dargestellt werden soll.

14.Bewegen Sie mit den Cursor in die zweite Zeile und wählen Sie mit oder zwischen
"No" und "Yes" für Zeile 2. Konfigurieren Sie die Tickerdarstellung der Zeilen 3, 4, 5 und 6
genauso wie für die Zeilen 1 und 2.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 205
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

15.Positionieren Sie den Cursor mit der Taste in der Zeile "Web Show". Mit den Tasten
oder wählen Sie entweder "No" oder "Yes" für "Web Show" aus.
16.Mit OK bestätigen Sie die Konfiguration für den gesamten Meldetext.

Darstellbare Parameter oder Aktualwerte


Die folgenden Parameter oder Aktualwerte können entweder als numerische Werte oder als
Balkendiagramm der Werte in einem Meldetext angezeigt werden:
Sonderfunktion Parameter oder Aktualwerte, die in einem
Meldetext darstellbar sind
Zeiten
Einschaltverzögerung T, Ta
Ausschaltverzögerung T, Ta
Ein-/Ausschaltverzögerung Ta, TH, TL
Speichernde Einschaltverzögerung T, Ta
Wischrelais T, Ta
(Impulsausgabe)
Flankengetriggertes Ta, TH, TL
Wischrelais
Asynchroner Impulsgeber Ta, TH, TL
Zufallsgenerator TH, TL
Treppenlichtschalter Ta, T, T!, T!L
Komfortschalter Ta, T, TL, T!, T!L
Wochenschaltuhr 3*on/off/day
Jahresschaltuhr On, Off
Astronomische Uhr Longitude, latitude, zone, TS, TR
Stoppuhr TB, Ta, Lap, AQ
Zähler
Vor-/Rückwärtszähler Cnt, On, Off
Betriebsstundenzähler MI, Q, OT
Schwellwertschalter fa, On, Off, G_T
Analog
Analoger Schwellwertschalter On, Off, A, B, Ax
Analoger Differenzschwellwertschalter On, n, A, B, Ax, Off
Analogkomparator On, Off, A, B, Ax, Ay, nA
Analogüberwachung n, A, B, Ax, Aen
Analogverstärker A, B, Ax
Analoger Multiplexer V1, V2, V3, V4, AQ
Rampensteuerung L1, L2, MaxL, StSp, Rate, A, B, AQ
PI-Regler SP, Mq, KC, TI, Min, Max, A, B, PV, AQ
Mathematische Funktionen V1, V2, V3, V4, AQ
PWM (Impulsdauermodulator) A, B, T, Ax verstärkt
Sonstiges
Selbsthalterelais -

LOGO!
206 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Sonderfunktion Parameter oder Aktualwerte, die in einem


Meldetext darstellbar sind
Stromstoßrelais -
Meldetexte -
Softwareschalter On/Off
Schieberegister -
Analogfilter Sn, Ax, AQ
Max/Min Mode, Min, Max, Ax, AQ
Mittelwert Ax, St, Sn, AQ

Bei Timern kann ein Meldetext auch die Restzeit anzeigen. Die "Restzeit" bezieht sich
darauf, wie viel Zeit der Parametereinstellung verbleibt.
Balkendiagramme können horizontale oder vertikale Darstellungen des Aktualwerts sein, der
zwischen Mindest- und Höchstwert skaliert ist. Weitere Informationen zum Konfigurieren und
Anzeigen von Balkendiagrammen in Meldetexten finden Sie in der Online-Hilfe von
LOGO!Soft Comfort.

Meldetexte bearbeiten
In der LOGO! Basic können nur einfache Meldetexte bearbeitet werden. Sie können in
LOGO! keine Meldetexte bearbeiten, die Elemente wie Balkendiagramme, E/A-
Zustandsnamen und mehr enthalten. Solche Meldetexte können Sie nur in LOGO!Soft
Comfort bearbeiten.
Auf der LOGO! Basic können Sie keine Meldetexte ändern, die einen der folgenden
Parameter enthalten:
● Par
● Zeit
● Datum
● EnTime
● EnDate
● Analoger Eingang
● Digitaler E/A-Zustand
● Sonderzeichen (z. B.: ±, €)
Solche Meldetexte können Sie nur in LOGO!Soft Comfort bearbeiten.

Parameteränderung in aktiviertem Meldetext


Ist der Meldetext aktiv, so kommen Sie mit der Taste ESC in den Änderungsmodus.

Hinweis
Sie müssen die Taste ESC mindestens 1 Sekunde lang gedrückt halten.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 207
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Mit und können Sie die relevanten Parameter auswählen. Drücken Sie OK, um den
Parameter zu ändern. Mit und ändern Sie einen Parameter.
Bestätigen Sie Ihre Änderungen mit OK. Sie können jetzt noch weitere Parameter im
Meldetext ändern (falls vorhanden). Mit ESC verlassen Sie den Bearbeitungsmodus.

Tastendrucksimulation in aktiviertem Meldetext


Sie können die 4 Cursortasten C , C , C und C in einem aktiven Meldetext aktivieren,
indem Sie die Taste ESC und zusätzlich die entsprechende Cursortaste drücken.

4.4.26 Softwareschalter

Kurzbeschreibung
Diese Sonderfunktion hat die Wirkung eines mechanischen Tasters bzw. Schalters.

Symbol bei LOGO! Beschaltung Beschreibung


Eingang En Ein Wechsel des Zustands von 0 nach 1 am Eingang
En (Enable) schaltet den Ausgang Q ein, wenn
zusätzlich in der Betriebsart Parametrieren
'"Switch=On" bestätigt wurde.
Parameter Betriebsart Programmieren:
Auswahl, ob die Funktion als Taster für einen Zyklus
oder als Schalter benutzt wird.
Start: Ein- oder Aus-Zustand, der im ersten Zyklus
beim Programmstart übernommen wird, falls
Remanenz ausgeschaltet ist.
Remanenz:
/ = keine Remanenz
R = der Zustand wird remanent gespeichert
Betriebsart Parametrieren (Betriebszustand RUN):
Switch: Schaltet den Taster (Schalter) ein oder aus.
Ausgang Q Schaltet ein, wenn En = 1 und Switch=On mit OK
bestätigt wurde.

Auslieferungszustand
Standardmäßig ist die Schalterfunktion aktiviert.

Timingdiagramm

LOGO!
208 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Funktionsbeschreibung
Wenn der Eingang En gesetzt wird und in der Betriebsart Parametrieren der Parameter
"Switch" in die Stellung "On" geschaltet und mit OK bestätigt ist, schaltet der Ausgang ein.
Dies ist unabhängig davon, ob die Funktion als Schalter oder als Taster parametriert wurde.
Der Ausgang wird in den folgenden drei Fällen auf "0" zurückgesetzt:
● Wenn der Zustand am Eingang En von 1 nach 0 wechselt.
● Wenn die Funktion als Taster parametriert wurde und nach dem Einschalten ein Zyklus
abgelaufen ist.
● Wenn in der Betriebsart Parametrieren der Parameter "Switch" in die Stellung "Off"
geschaltet und mit OK bestätigt wurde.
Ist Remanenz nicht eingeschaltet, so wird nach Netzausfall der Ausgang Q je nach Ihrer
Parametrierung des "Start"-Parameters gesetzt oder zurückgesetzt.

Parametervorgabe Par
Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):
1. Setzen Sie den Cursor auf "Par". Taste OK.
2. Setzen Sie mit den Cursor in die Zeile "On".

3. Drücken Sie OK. Wählen Sie "Taster" oder "Schalter": Taste oder

4. Bewegen Sie mit den Cursor auf die Zeile "Start".


5. Wechseln des "Start"-Zustands: Taste oder

6. Mit OK bestätigen Sie Ihre Eingaben.


Darstellung in der Betriebsart Parametrieren (Beispiel):

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 209
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Hier können Sie den Parameter "Switch" ein- und ausschalten (On/Off). In RUN zeigt LOGO!
folgendes Display:

Angenommen, Sie möchten "Switch" einschalten (On).


1. Taste OK (Der Cursor befindet sich jetzt auf "Off".)
2. Von "Off" nach "On" wechseln: Taste oder
3. Bestätigen Sie Ihre Eingaben mit OK.

4.4.27 Schieberegister

Kurzbeschreibung
Mit der Funktion Schieberegister können Sie den Wert eines Eingangs auslesen und
bitweise verschieben. Der Wert des Ausgangs entspricht dem des parametrierten
Schieberegisterbits. Die Schieberichtung kann über einen besonderen Eingang verändert
werden.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang In Eingang, dessen Wert beim Start der Funktion
ausgelesen wird.
Eingang Trg Mit der steigenden Flanke (Wechsel von 0 nach 1)
am Eingang Trg (Trigger) starten Sie die
Sonderfunktion. Ein Wechsel des Zustands von 1
nach 0 ist nicht relevant.
Eingang Dir Über den Eingang Dir geben Sie die Schieberichtung
für die Schieberegisterbits Sx.1 bis Sx.8 an. "x" steht
für den Index 1, 2, 3 oder 4 des parametrierten
Schieberegisterbits.
Dir = 0: Aufwärtsschieben
(Sx.1>>Sx.8)
Dir = 1: Abwärtsschieben
(Sx.8>>Sx.1)

LOGO!
210 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Parameter Schieberegisterbit, das den Wert des Ausgangs Q
bestimmt.
Mögliche Einstellungen:
Byte index: 1 bis 4
Q: S1 bis S8
LOGO! stellt bis zu 32 Schieberegisterbits zur
Verfügung; wobei jeweils 8 Bits auf ein
Schieberegister entfallen.
Remanenz:
/ = keine Remanenz
R = der Zustand wird remanent gespeichert
Ausgang Q Der Wert des Ausgangs entspricht dem des
parametrierten Schieberegisterbits.

Funktionsbeschreibung
Mit der steigenden Flanke (Wechsel von 0 nach 1) am Eingang Trg (Trigger) liest die
Funktion den Wert des Eingangs In ein.
Dieser Wert wird je nach Schieberichtung in das Schieberegisterbit Sx.1 oder Sx.8
übernommen, wobei "x" für die Indexzahl des Schieberegisters und die Zahl nach dem
Dezimalpunkt für die Bitzahl steht:
● Aufwärtsschieben: Sx.1 übernimmt den Wert des Eingangs In; der vorherige Wert von
Sx.1 wird nach Sx.2 verschoben; der vorherige Wert von Sx.2 wird nach Sx.3 verschoben
usw.
● Abwärtsschieben: Sx.8 übernimmt den Wert des Eingangs In; der vorherige Wert von
Sx.8 wird nach Sx.7 verschoben; der vorherige Wert von Sx.7 wird nach Sx.6 verschoben
usw.
Am Ausgang Q wird der Wert des parametrierten Schieberegisterbits ausgegeben.
Ist Remanenz nicht eingeschaltet, so beginnt nach Netzausfall die Schiebefunktion neu bei
Sx.1 bzw. Sx.8. Eingeschaltete Remanenz gilt immer für alle Schieberegisterbits.

Hinweis
Bei der LOGO! sind maximal vier Funktionsblöcke für Schieberegister zur Verwendung im
Schaltprogramm verfügbar.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 211
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Timingdiagramm
Das Timingdiagramm für das Schieberegister in der LOGO! sieht wie folgt aus (Beispiel):

Parametervorgabe Par
Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):

Aus der obigen Darstellung lässt sich ersehen, dass als Schieberegisterbit S4.8 parametriert
wurde.
In der Betriebsart Parametrieren ist diese Sonderfunktion nicht wählbar.

LOGO!
212 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.28 Analoger Multiplexer

Kurzbeschreibung
Diese Sonderfunktion gibt einen von vier vordefinierten Analogwerten oder 0 am analogen
Ausgang aus.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang En Ein Wechsel des Zustands von 0 nach 1 am Eingang
En (Enable) schaltet abhängig von S1 und S2 einen
parametrierten Analogwert auf den Ausgang AQ.
Eingänge S1 und S2 S1 und S2 (Selektor) zum Auswählen des
auszugebenden Analogwerts.
• S1 = 0 und S2 = 0:
Wert 1 wird ausgegeben.
• S1 = 0 und S2 = 1:
Wert 2 wird ausgegeben.
• S1 = 1 und S2 = 0:
Wert 3 wird ausgegeben.
• S1 = 1 und S2 = 1:
Wert 4 wird ausgegeben.
Parameter V1 bis V4: Analogwerte, die ausgegeben werden.
Wertebereich: -32.768 bis 32.767
p: Anzahl der Nachkommastellen
Wertebereich: 0, 1, 2, 3
Ausgang AQ Diese Sonderfunktion hat einen analogen Ausgang.
Dieser Ausgang kann nur mit analogen Eingängen,
analogen Merkern, analogen Ausgängen oder
analogen Netzwerkausgängen verbunden werden.
Wertebereich für AQ:
-32.768 bis 32.767

Parameter V1...V4
Die Analogwerte für die Parameter V1 bis V4 können auch Aktualwerte einer bereits
programmierten anderen Funktion sein. Sie können die Aktualwerte folgender Funktionen
verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax – Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)
● Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)
● Vor-/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analoger Multiplexer (Aktualwert AQ)

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 213
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)


● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus. Zu den
Parametervorgaben siehe die Hinweise unter Einschaltverzögerung (Seite 137).

Parameter p (Anzahl der Nachkommastellen)


Gilt nur für die Darstellung der Werte in einem Meldetext.

Timingdiagramm

Funktionsbeschreibung
Wenn der Eingang En gesetzt wird, dann gibt die Funktion abhängig von der Parametern S1
und S2 einen von vier möglichen analogen Werten V1 bis V4 am Ausgang AQ aus.
Wenn der Eingang En nicht gesetzt wird, dann gibt die Funktion den analogen Wert 0 am
Ausgang AQ aus.

LOGO!
214 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Analoger Ausgang
Wenn Sie diese Sonderfunktion mit einem realen analogen Ausgang verschalten, dann
beachten Sie, dass der analoge Ausgang nur Werte von 0 bis 1000 verarbeiten kann.
Schalten Sie dazu ggf. einen zusätzlichen Verstärker zwischen den analogen Ausgang der
Sonderfunktion und den realen analogen Ausgang. Mit diesem Verstärker normieren Sie den
Ausgangsbereich der Sonderfunktion auf einen Wertebereich von 0 bis 1000.

Parametervorgabe Par
Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren:

4.4.29 Rampensteuerung

Kurzbeschreibung
Mit dieser Funktion kann der Ausgang mit einer angegebenen Geschwindigkeit von der
aktuellen Stufe zur gewählten Stufe gefahren werden.
Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung
Eingang En Ein Zustandswechsel von 0 nach 1 am Eingang En
(Enable) bewirkt eine Ausgabe der Start/Stop-Stufe
(Offset "B" + StSp) am Ausgang für 100 ms, danach
wird die gewählte Stufe angefahren.
Ein Zustandswechsel von 1 nach 0 setzt die aktuelle
Stufe sofort auf Offset "B" und dadurch den Ausgang
AQ gleich 0.
Eingang Sel SeI = 0: Die Stufe 1 wird gewählt.
SeI = 1: Die Stufe 2 wird gewählt.
Ein Zustandswechsel von Sel bewirkt, dass von der
aktuellen Stufe aus die gewählte Stufe mit der
angegebenen Geschwindigkeit angefahren wird.
Eingang St Ein Zustandswechsel von 0 nach 1 am Eingang St
(verzögerter Stop) bewirkt, dass die aktuelle Stufe mit
konstanter Geschwindigkeit verzögert, bis die
Start/Stop-Stufe (Offset "B" + StSp) erreicht ist. Die
Start/Stop-Stufe wird 100 ms lang gehalten, dann
wird die aktuelle Stufe auf Offset "B" gesetzt.
Dadurch ist der Ausgang AQ gleich 0.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 215
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Parameter Level 1 und Level 2:
Zu erreichende Stufen
Wertebereich je Stufe:
-10000 bis 20000
MaxL:
Maximalwert, der unter keinen Umständen
überschritten werden darf.
Wertebereich: -10000 bis 20000
StSp:
Start/Stop-Offset: Wert, der zu Offset "B" addiert wird,
um die Start/Stop-Stufe zu errechnen. Wenn der
Start/Stop-Offset 0 beträgt, lautet die Start/Stop-Stufe
"B".
Wertebereich:
0 bis 20000
Rate:
Beschleunigung, mit der Stufe 1, Stufe 2 oder Offset
erreicht wird. Die Angabe erfolgt in Schritten/s.
Wertebereich:
1 bis 10000
A: Verstärkung (Gain)
Wertebereich:
0 bis 10,00
B: Nullpunktverschiebung (Offset)
Wertebereich:
-10000 bis 10000
p: Anzahl der Nachkommastellen
Wertebereich:
0, 1, 2, 3
Ausgang AQ Wertebereich für AQ:
0 bis 32767
(Aktuelle Stufe - Offset "B")/ Verstärkung "A"
Wertebereich:
0 bis 32767
Hinweis:
Wenn AQ in der Betriebsart Parametrieren oder im
Meldungsmodus angezeigt wird, wird er als skalierter
Wert sowohl im Basismodul als auch in LOGO!Soft
Comfort angezeigt (technische Einheiten: aktuelle
Stufe)

Parameter L1, L2
Die Analogwerte für die Parameter L1 und L2 können auch Aktualwerte einer bereits
programmierten anderen Funktion sein. Sie können die Aktualwerte folgender Funktionen
verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax – Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)

LOGO!
216 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)


● Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)
● Vor-/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus. Zu den
Parametervorgaben siehe die Hinweise unter Einschaltverzögerung (Seite 137).

Parameter p (Anzahl der Nachkommastellen)


Gilt nur für die Darstellung der Werte AQ, L1, L2, MaxL, StSp und Rate in einem Meldetext.

Timingdiagram für AQ

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 217
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Funktionsbeschreibung
Wenn der Eingang En gesetzt wird, setzt die Funktion die aktuelle Stufe 100 ms lang auf
StSp + Offset "B".
Danach fährt die Funktion, je nach Beschaltung von Sel, von der Stufe StSp + Offset " B"
aus Stufe 1 oder Stufe 2 mit der in Rate angegebenen Beschleunigung an.
Wenn der Eingang St gesetzt wird, fährt die Funktion die Stufe StSp + Offset " B" mit der in
Rate angegebenen Beschleunigung an. Dann hält die Funktion 100 ms lang die Stufe auf
StSp + Offset "B". Nach 100 ms wird die Stufe auf Offset "B" gesetzt. Der skalierte Wert
(Ausgang AQ) ist 0.
Wenn der Eingang St gesetzt wird, kann die Funktion nur neu gestartet werden, nachdem
die Eingänge St und En zurückgesetzt wurden.
Wenn der Eingang Sel verändert wird, fährt die Funktion, je nach Beschaltung von Sel, mit
der angegebenen Geschwindigkeit von der aktuellen Zielstufe aus die neue Zielstufe an.
Wenn der Eingang En zurückgesetzt wird, setzt die Funktion die aktuelle Stufe sofort auf
Offset " B".
Die aktuelle Stufe wird alle 100 ms aktualisiert. Beachten Sie die folgende Beziehung
zwischen Ausgang AQ und der aktuellen Stufe:
Ausgang AQ = (aktuelle Stufe - Offset "B") / Gain "A"

Hinweis
Ausführliche Informationen zur Analogwertverarbeitung finden Sie in der Online-Hilfe zu
LOGO!Soft Comfort.

Parametervorgabe Par
Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren:

LOGO!
218 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.30 PI-Regler

Kurzbeschreibung
Proportional- und Integralregler. Sie können beide Reglertypen einzeln einsetzen oder auch
kombinieren.
Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung
Eingang A/M Einstellung der Betriebsart des Reglers:
1: Automatikbetrieb
0: Handbetrieb
Eingang R Über den Eingang R setzen Sie den Ausgang AQ
zurück. Solange dieser Eingang gesetzt ist, ist der
Eingang A/M verriegelt.
Der Ausgang AQ wird auf 0 gesetzt.
Eingang PV Analogwert: Regelgröße, beeinflusst den Ausgang
Parameter SP: Sollwertvorgabe
Wertebereich:
-10.000 bis 20.000
KC: Verstärkung (Gain)
Wertebereich:
00,00 bis 99,99
TI: Integralzeit
Wertebereich: b
00:01 m bis 99:59 m
Dir: Wirkungsrichtung des Reglers
Wertebereich:
+ oder -
Mq: Wert von AQ bei manuellem Betrieb
Wertebereich:
0 bis 1.000
Min: Minimalwert für PV
Wertebereich:
-10.000 bis 20.000
Max: Maximalwert für PV
Wertebereich:
-10.000 bis 20.000
A: Verstärkung (Gain)
Wertebereich:
-10,00 bis 10,00
B: Nullpunktverschiebung (Offset)
Wertebereich:
-10.000 bis 10.000
p: Anzahl der Nachkommastellen
Wertebereich:
0, 1, 2, 3
Ausgang AQ Diese Sonderfunktion hat einen analogen Ausgang (=
Stellgröße). Dieser Ausgang kann nur mit analogen
Eingängen, analogen Merkern, analogen Ausgängen
oder analogen Netzwerkausgängen verbunden
werden.
Wertebereich für AQ:
0 bis 1.000

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 219
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Parameter SP und Mq
Der Sollwert SP und der Wert für Mq können auch Aktualwerte einer bereits programmierten
anderen Funktion sein. Sie können die Aktualwerte folgender Funktionen verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax – Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)
● Vor/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Regler (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus. Zu den
Parametervorgaben siehe die Hinweise unter Einschaltverzögerung (Seite 137).

Parameter KC, TI
Beachten Sie auch folgende Fälle:
● Hat der Parameter KC den Wert 0, so wird die "P"-Funktion (Proportionalregler) nicht
ausgeführt.
● Hat der Parameter TI den Wert 99:59 m, so wird die "I"-Funktion (Integralregler) nicht
ausgeführt.

LOGO!
220 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Parameter p (Anzahl der Nachkommastellen)


Gilt nur für die Darstellung der Werte PV, SP, Min und Max in einem Meldetext.

Timingdiagramm
Die Art und Weise und die Geschwindigkeit, mit der sich AQ verändert, hängen von den
Parametern KC und TI ab. Der Verlauf von AQ ist somit im Diagramm nur beispielhaft
dargestellt. Ein Regelvorgang ist kontinuierlich. Deshalb ist im Diagramm nur ein Ausschnitt
dargestellt.

1. Eine Störung führt zum Absinken von PV, da Dir auf Aufwärts steht, steigt AQ solange,
bis PV wieder SP entspricht.
2. Eine Störung führt zum Absinken von PV; da Dir auf Abwärts steht, sinkt AQ solange, bis
PV wieder SP entspricht.
Die Richtung (Dir) kann nicht während der Laufzeit der Funktion geändert werden. Der
Wechsel hier ist nur der Anschaulichkeit halber dargestellt.
3. Da AQ durch den Eingang R auf 0 gesetzt wurde, ändert sich PV. Hier ist zu Grunde
gelegt, dass PV ansteigt, was wegen Dir = Aufwärts zum Absinken von AQ führt.

Funktionsbeschreibung
Wird der Eingang A/M auf 0 gesetzt, dann gibt die Sonderfunktion am Ausgang AQ den Wert
aus, den Sie unter dem Parameter Mq eingestellt haben.
Wird der Eingang A/M auf 1 gesetzt, dann startet der automatische Betrieb. Als
Integralsumme wird der Wert Mq übernommen, die Reglerfunktion beginnt mit den
Berechnungen.
Hinweis
Ausführliche Informationen bezüglich der Grundlagen zum Regler finden Sie in der Online-
Hilfe zu LOGO!Soft Comfort.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 221
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

In den Formeln wird zur Berechnung der Aktualwert PV verwendet:


Aktualwert PV = (PV • Gain) + Offset
● Ist Aktualwert PV = SP, dann verändert die Sonderfunktion den Wert an AQ nicht.
● Dir = Aufwärts (+) (Timingdiagramm Ziffer 1. und 3.)
– Ist Aktualwert PV > SP, dann reduziert die Sonderfunktion den Wert an AQ.
– Ist Aktualwert PV < SP, dann erhöht die Sonderfunktion den Wert an AQ.
● Dir = Abwärts (-) (Timingdiagramm Ziffer 2.)
– Ist Aktualwert PV > SP, dann erhöht die Sonderfunktion den Wert an AQ.
– Ist Aktualwert PV < SP, dann reduziert die Sonderfunktion den Wert an AQ.
Bei einer Störung wird AQ solange erhöht/erniedrigt, bis der Aktualwert PV wieder SP
entspricht. Wie schnell AQ verändert wird, hängt von den Parametern KC und TI ab.
Überschreitet der Eingang PV den Parameter Max, dann wird der Aktualwert PV auf den
Wert von Max gesetzt. Unterschreitet PV den Parameter Min, dann wird der Aktualwert PV
auf den Wert von Min gesetzt.
Wird der Eingang R auf 1 gesetzt, dann wird der Ausgang AQ zurückgesetzt. Solange R
gesetzt ist, ist der Eingang A/M verriegelt.

Abtastzeit
Die Abtastzeit ist fest auf 500 ms eingestellt.

Parametersätze
Weitere Informationen und Anwendungsbeispiele mit anwendungsbezogenen
Parametersätzen für KC, TI und Dir finden Sie in der Online-Hilfe für LOGO!Soft Comfort.

Parametervorgabe Par
Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren:

LOGO!
222 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.31 Impulsdauermodulator (PWM)

Kurzbeschreibung
Der Impulsdauermodulator (PWM) moduliert den analogen Eingangswert Ax in ein digitales
Impulsausgangssignal. Die Impulsdauer ist proportional zum Analogwert Ax.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang En Eine steigende Flanke (Wechsel von 0 nach 1) am
Eingang En aktiviert den Funktionsblock PWM.
Eingang Ax Analogsignal, das in ein digitales
Impulsausgangssignal moduliert werden soll.
Parameter A: Verstärkung (Gain)
Wertebereich: -10,00 bis 10,00
B: Nullpunktverschiebung (Offset)
Wertebereich: 10.000 bis 10.000
T: Periodischer Zeitraum, in dem der digitale
Ausgang moduliert wird
p: Anzahl der Nachkommastellen
Wertebereich: 0, 1, 2, 3
Min:
Wertebereich: -20.000 bis 20.000
Max:
Wertebereich: -20.000 bis 20.000
Ausgang Q Q wird für den Anteil des jeweiligen Zeitraums gesetzt
oder zurückgesetzt, der dem Anteil des normierten
Werts Ax am Analogwertbereich entspricht.

Parameter T
Beachten Sie die Wertvorgaben für die Parameter T unter Zeitverhalten (Seite 128).
Die periodische Zeit T kann auch ein Aktualwert einer bereits programmierten anderen
Funktion sein. Sie können den Aktualwert folgender Funktionen verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax – Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)
● PI-Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)
● Vor/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 223
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)


● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus. Die Zeitbasis ist
einstellbar. Siehe die Ausführungen zu den Gültigkeitsbereichen und zur Parametervorgabe
unter Einschaltverzögerung (Seite 137).

Parameter p (Anzahl der Nachkommastellen)


Parameter p gilt nur für die Darstellung des Werts Ax in einem Meldetext.

Funktionsbeschreibung
Die Funktion liest den Wert des Signals, das am Analogeingang Ax anliegt.
Dieser Wert wird mit dem Wert von Parameter A (Gain) multipliziert. Parameter B (Offset)
wird dann zum Produkt addiert:
(Ax • Gain) + Offset = Aktualwert Ax
Der Funktionsblock berechnet den Anteil des Aktualwerts Ax am Bereich. Der Block setzt
den Digitalausgang Q für denselben Anteil des Parameters T (periodischer Zeitraum) = 1
(high). Außerdem wird Q für den übrigen Zeitraum = 0 (low) gesetzt.

Beispiele mit Timingdiagrammen


Die folgenden Beispiele zeigen, wie die Operation PWM aus dem analogen Eingangswert
ein digitales Ausgangssignal moduliert:
Beispiel 1
Analogeingabewert: 500 (Bereich 0 bis 1.000)
Periodischer Zeitraum T vier Sekunden

LOGO!
224 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Der Digitalausgang der Funktion PWM ist 2 Sekunden auf 1 (high), 2 Sekunden auf 0 (low),
2 Sekunden auf 1 (high), 2 Sekunden auf 0 (low) usw., solange der Parameter En = 1 (high)
ist.

Beispiel 2
Analogeingabewert: 300 (Bereich 0 bis 1.000)
Periodischer Zeitraum T 10 Sekunden
Der Digitalausgang der Funktion PWM ist drei Sekunden auf 1 (high), sieben Sekunden auf
0 (low), drei Sekunden auf 1 (high), sieben Sekunden auf 0 (low) usw., solange der
Parameter En = 1 (high) ist.

Rechenvorschrift
Q = 1, für (Ax - Min)/ (Max - Min) des Zeitraums T, wenn Min < Ax < Max
Q = 0, für PT - [ (Ax - Min) / (Max - Min) ] des periodischen Zeitraums T.
Hinweis: Ax bezieht sich in dieser Berechnung auf den Aktualwert Ax wie mittels Gain und
Offset berechnet.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 225
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Parametervorgabe Par
Die folgende Abbildung zeigt die Darstellung in der Betriebsart Programmieren für das erste
Beispiel:

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren:

4.4.32 Mathematische Funktionen

Kurzbeschreibung
Der Block "Mathematische Funktionen" berechnet den Wert AQ einer Gleichung aus
benutzerdefinierten Operanden und Operatoren.
Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung
Eingang En Ein Wechsel des Zustands von 0 nach 1 am Eingang
En (Enable) aktiviert den Block "Mathematische
Funktionen".
Parameter V1: Erster Operandenwert
V2: Zweiter Operandenwert
V3: Dritter Operandenwert
V4: Vierter Operandenwert

Op1: Erster Operator


Op2: Zweiter Operator
Op3: Dritter Operator

Operator Prio: Priorität der Operanden

Qen→0:
0: Wert von AQ auf 0 zurücksetzen, wenn En = 0
1: Letzten Wert von AQ beibehalten, wenn En = 0
p: Anzahl der Nachkommastellen
Wertebereich: 0, 1, 2, 3
Ausgang AQ Der Ausgang AQ ist das Ergebnis der Gleichung aus
Operandenwerten und Operatoren. AQ wird auf
32767 gesetzt, wenn Division durch 0 oder Überlauf
auftritt. AQ wird auf -32768 gesetzt, wenn negativer
Überlauf (Unterlauf) auftritt.

LOGO!
226 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Parameter V1 bis V4
Die Analogwerte für die Parameter V1 bis V4 können auch Aktualwerte einer bereits
programmierten anderen Funktion sein. Sie können die Aktualwerte folgender Funktionen
verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax – Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● PI-Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)
● Vor/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Seite 233) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus. Zu den
Parametervorgaben siehe die Hinweise unter Einschaltverzögerung (Seite 137).

Hinweis
Wenn der Analogwert für Parameter V1, V2, V3 oder V4 von einer bereits programmierten
anderen Funktion abgeleitet wurde, deren Wert den Wertebereich für V1 bis V4
überschreitet, zeigt LOGO! den Grenzwert -32.768 an, wenn der Wert kleiner als die untere
Bereichsgrenze ist, bzw. 32.767, wenn der Wert größer als die obere Bereichsgrenze ist.

Parameter p (Anzahl der Nachkommastellen)


Parameter p gilt nur für die Anzeige von Wert1, Wert2, Wert3, Wert4 und AQ in einem
Meldetext.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 227
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Funktionsbeschreibung
Die Funktion "Mathematische Funktionen" verknüpft die vier Operationen und drei
Operatoren zu einer Gleichung. Der Operator kann einer von vier Standardoperatoren sein:
+, -, *, oder /. Die Priorität von Operatoren wird mittels "( )" und "[ ]" festgelegt, wobei "( )" die
höhere Priorität hat. Die Operandenwerte können auf eine zuvor definierte Funktionen
verweisen, um den jeweiligen Wert zu liefern. Die Funktion "Mathematische Funktionen"
rundet das Ergebnis auf den nächsten ganzzahligen Wert.
Die Anzahl der Operandenwerte ist auf 4 festgesetzt, die Anzahl der Operatoren ist auf 3
festgesetzt. Wenn Sie weniger Operanden benötigen, verwenden Sie Konstruktionen wie " +
0" oder " * 1", um die übrigen Parameter anzugeben.
Sie können auch das Verhalten der Funktion konfigurieren, wenn der Freigabeparameter En
= 0 ist. Der Funktionsblock kann entweder den letzten Wert beibehalten oder auf 0 gesetzt
werden. Ist der Parameter Qen → 0 = 0, setzt die Funktion AQ auf 0, wenn En = 0. Ist der
Parameter Qen → 0 = 1, lässt die Funktion AQ auf dem letzten Wert, wenn En = 0.

Mögliche Fehler: Division durch Null und Überlauf


Wenn die Ausführung des Funktionsblocks "Mathematische Funktionen" zur einer Division
durch Null oder zum Überlauf führt, werden interne Bits gesetzt, die den aufgetretenen
Fehler angeben. Sie können in Ihrem Schaltprogramm einen Funktionsblock
"Fehlererkennung Mathematische Funktionen" darauf programmieren, diese Fehler zu
erkennen und das Verhalten des Programms entsprechend zu steuern. Dabei
programmieren Sie für jeden Funktionsblock "Mathematische Funktionen" einen eigenen
Funktionsblock "Fehlererkennung Mathematische Funktionen".

Beispiele
Die folgenden Tabellen zeigen einige einfache Beispiele für Blockparameter von
Mathematischen Funktionen mit den resultierenden Gleichungen und Ausgangswerten:
V1 Op1 V2 Op2 V3 Op3 V4
(Priorität) (Priorität) (Priorität)
12 [+] 6 (/) 3 - 1

Gleichung: [12 + (6 / 3)] - 1


Ergebnis: 13
V1 Op1 V2 Op2 V3 Op3 V4
(Priorität) (Priorität) (Priorität)
2 (+) 3 [*] 1 + 4

Gleichung: 2 + [3 * (1 + 4)]
Ergebnis: 17
V1 Op1 V2 Op2 V3 Op3 V4
(Priorität) (Priorität) (Priorität)
100 (-) 25 / 2 [+] 1

Gleichung: (100 - 25) / [2 + 1]


Ergebnis: 25

LOGO!
228 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Parametervorgabe Par
Die folgende Abbildung zeigt die Darstellung in der Betriebsart Programmieren für das erste
Beispiel [12 + (6 / 3)] - 1:

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren:

4.4.33 Fehlererkennung Mathematische Funktionen

Kurzbeschreibung
Der Funktionsblock "Fehlererkennung Mathematische Funktionen" setzt einen Ausgang,
wenn in dem referenzierten Funktionsblock Mathematische Funktionen (Seite 226) ein
Fehler aufgetreten ist.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Eingang En Ein Wechsel des Zustands von 0 nach 1 am Eingang
En (Enable) aktiviert den Block "Fehlererkennung
Mathematische Funktionen".
Eingang R Ein Signal am Eingang R setzt den Ausgang zurück.
Parameter MathBN: Blocknummer eines Blocks "Mathematische
Funktionen"
Err: ZD: Fehler "Division durch Null"
OF: Überlauffehler
ZD/OF: (Fehler "Division durch Null") ODER
(Überlauffehler)
AutoRst: Setzt den Ausgang vor Ausführung des
nächsten Funktionsblocks "Fehlererkennung
Mathematische Funktionen" zurück. Y = ja, N = nein
Ausgang Q Q wird auf 1 gesetzt, wenn der zu erkennende Fehler
bei der letzten Ausführung des referenzierten
Funktionsblocks "Mathematische Funktionen"
aufgetreten ist.

Parameter MathBN
Der Wert des Parameters MathBN referenziert die Blocknummer eines bereits
programmierten Funktionsblocks "Mathematische Funktionen".

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 229
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Funktionsbeschreibung
Der Funktionsblock "Fehlererkennung Mathematische Funktionen" setzt den Ausgang, wenn
in dem referenzierten Funktionblock "Mathematische Funktionen" ein Fehler aufgetreten ist.
Sie können die Funktion so programmieren, dass der Ausgang bei Division durch Null, bei
Überlauf oder bei beiden Fehlern gesetzt wird.
Wenn AutoRst gesetzt ist, wird der Ausgang vor der nächsten Ausführung des
Funktionsblocks zurückgesetzt. Wenn AutoRst nicht gesetzt ist, dann bleibt der Ausgang,
wenn er gesetzt ist, solange gesetzt, bis der Block "Fehlererkennung Mathematische
Funktionen" mit dem Parameter R zurückgesetzt wird. Auf diese Weise ist das
Schaltprogramm, auch wenn der Fehler nachfolgend gelöscht wird, weiterhin informiert, dass
zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Fehler aufgetreten war.
Wenn in einem beliebigen Zyklus der referenzierte Funktionsblock "Mathematische
Funktionen" vor dem Funktionsblock "Fehlererkennung Mathematische Funktionen"
ausgeführt wird, wird der Fehler in demselben Zyklus erkannt. Wenn der referenzierte
Funktionsblock "Mathematische Funktionen" nach dem Funktionsblock "Fehlererkennung
Mathematische Funktionen" ausgeführt wird, wird der Fehler im nächsten Zyklus erkannt.

Logiktabelle für die Fehlererkennung bei Mathematischen Funktionen


In der folgenden Tabelle stellt Err den Parameter für die Fehlererkennung bei
Mathematischen Funktionen dar, der angibt, welche Art von Fehler erkannt werden soll. ZD
steht für das Bit der "Division durch Null", das von dem Block "Mathematische Funktionen"
am Ende seiner Ausführung gesetzt wird: es ist 1, wenn der Fehler aufgetreten ist,
andernfalls 0. OF ist das Überlaufbit, das von dem Block "Mathematische Funktionen"
gesetzt wird: Dieses ist 1, wenn der Fehler aufgetreten ist, andernfalls 0. Der Parameter
ZD/OF Err stellt die ODER-Verknüpfung des Bits "Division durch Null" und des Überlaufbits
der referenzierten Mathematischen Funktionen dar. Q ist der Ausgang der Funktion
"Fehlererkennung Mathematische Funktionen". Ein "x" zeigt an, dass das Bit 0 oder 1 sein
kann, ohne dass sich dies auf den Ausgang auswirkt.

Err ZD OF Q
ZD 1 x 1
ZD 0 x 0
OF x 1 1
OF x 0 0
ZD/OF 1 0 1
ZD/OF 0 1 1
ZD/OF 1 1 1
ZD/OF 0 0 0

Wenn der Parameter MathBN null ist, ist der Ausgang Q immer 0.

LOGO!
230 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Parametervorgabe Par
Die Parameter MathBN, AutoRst und Err können im Programmiermodus oder im
Parametriermodus festgelegt werden.
Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren (Beispiel):

4.4.34 Analogfilter

Kurzbeschreibung
Die Funktion Analogfilter glättet das analoge Eingangssignal.
Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung
Ax Das zu glättende Signal ist das am Eingang Ax
anliegende Signal.
Am Eingang Ax liegt eines der folgenden
Analogsignale an:
• AI1 bis AI8 (*)
• AM1 bis AM64
• NAI1 bis NAI32
• AQ1 bis AQ8
• NAQ1 bis NAQ16
• Blocknummer einer Funktion mit Analogausgang
Parameter Sn (Anzahl Abtastungen) legt fest, wie viele
Analogwerte innerhalb der Programmzyklen erfasst
werden, wobei eine Abtastung einem
Programmzyklus entspricht. LOGO! erfasst in jedem
Programmzyklus einen Analogwert. Die Anzahl der
Programmzyklen ist somit gleich der parametrierten
Anzahl von Abtastungen.
Mögliche Einstellungen:
8, 16, 32, 64, 128, 256
Ausgang AQ AQ ist der Mittelwert von Eingang Ax aus der Anzahl
der Abtastungen.
* AI1 bis AI8: 0 V bis 10 V entspricht 0 bis 1000 (interner Wert).

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 231
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Timingdiagramm (Beispiel)

Funktionsbeschreibung
Die Funktion liest das am Eingang Ax anliegende Analogsignal entsprechend der
parametrierten Anzahl der Abtastungen (Sn) ein und gibt den Mittelwert aus.

Hinweis
Es stehen bis zu acht Funktionsblöcke "Analogfilter" für die Verwendung im Schaltprogramm
der LOGO! zur Verfügung.

Parametervorgabe Par
Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren (Beispiel):

LOGO!
232 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

4.4.35 Max/Min

Kurzbeschreibung
Die Funktion Max/Min zeichnet den Maximal- oder Minimalwert von Ax auf.

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


En Über den Eingang En (Enable) geben Sie einen
Analogwert an AQ aus. Dieser hängt von den
Einstellungen der Parameter ERst und Mode ab.
S1 S1 funktioniert nur, wenn der Parameter Mode auf 2
gesetzt ist.
Wenn Mode auf 2 gesetzt ist, wird bei einem
Zustandswechsel von 0 nach 1 am Eingang S1
(Selektor) der Maximalwert an AQ ausgegeben.
Wenn Mode auf 2 gesetzt ist, wird bei einem
Zustandswechsel von 1 nach 0 am Eingang S1 der
Minimalwert an AQ ausgegeben.
Ax Am Eingang Ax liegt eines der folgenden
Analogsignale an:
• AI1 bis AI8 (*)
• AM1 bis AM64
• NAI1 bis NAI32
• AQ1 bis AQ8
• NAQ1 bis NAQ16
• Blocknummer einer Funktion mit Analogausgang
Parameter Mode:
Mögliche Einstellungen:
0, 1, 2, 3
Mode = 0: AQ = Min
Mode = 1: AQ = Max
Mode = 2 und S1= 0 (0): AQ = Min
Mode = 2 und S1= 1 (1): AQ = Max
Mode = 3: AQ = Aktualwert von Ax
ERst (Rücksetzen aktivieren):
Mögliche Einstellungen:
ERst = 0: Rücksetzen deaktivieren
ERst = 1: Rücksetzen aktivieren
Remanenz:
/ = Keine Remanenz
R = Der Zustand wird remanent gespeichert.
Ausgang AQ Die Funktion gibt je nach Ihrer Parametrierung an AQ
einen Minimalwert, Maximalwert oder aktuellen Wert
aus.
* AI1 bis AI8: 0 V bis 10 V entspricht 0 bis 1000 (interner Wert).

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 233
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Parameter Mode
Der Wert für den Parameter Mode kann auch ein Aktualwert einer bereits programmierten
anderen Funktion sein. Sie können die Aktualwerte folgender Funktionen verwenden:
● Analogkomparator (Seite 187) (Aktualwert Ax – Ay)
● Analoger Schwellwertschalter (Seite 182) (Aktualwert Ax)
● Analogverstärker (Seite 194) (Aktualwert Ax)
● Analoger Multiplexer (Seite 213) (Aktualwert AQ)
● Rampensteuerung (Seite 215) (Aktualwert AQ)
● Mathematische Funktionen (Seite 226) (Aktualwert AQ)
● PI-Regler (Seite 219) (Aktualwert AQ)
● Vor/Rückwärtszähler (Seite 172) (Aktualwert Cnt)
● Analogfilter (Seite 231) (Aktualwert AQ)
● Mittelwert (Seite 236) (Aktualwert AQ)
● Einschaltverzögerung (Seite 137) (aktuelle Zeit Ta)
● Ausschaltverzögerung (Seite 140) (aktuelle Zeit Ta)
● Ein-/Ausschaltverzögerung (Seite 142) (aktuelle Zeit Ta)
● Speichernde Einschaltverzögerung (Seite 144) (aktuelle Zeit Ta)
● Wischrelais (Impulsausgabe) (Seite 146) (aktuelle Zeit Ta)
● Flankengetriggertes Wischrelais (Seite 148) (aktuelle Zeit Ta)
● Asynchroner Impulsgeber (Seite 150) (aktuelle Zeit Ta)
● Treppenlichtschalter (Seite 154) (aktuelle Zeit Ta)
● Komfortschalter (Seite 156) (aktuelle Zeit Ta)
● Stoppuhr (Seite 170) (Aktualwert AQ)
● Max/Min (Aktualwert AQ)
● Schwellwertschalter (Seite 179) (Aktualwert Fre)
Die gewünschte Funktion wählen Sie über die Blocknummer aus.

LOGO!
234 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Timingdiagramm (Beispiel)

Funktionsbeschreibung
ERst = 1 und En = 0: Die Funktion setzt den AQ-Wert auf 0.
ERst = 1 und En = 1: Die Funktion gibt je nach den Einstellungen für Mode und S1 einen
Wert an AQ aus.
ERst = 0 und En = 0: Die Funktion hält den Wert von AQ auf dem aktuellen Wert.
ERst = 0 und En = 1: Die Funktion gibt je nach den Einstellungen für Mode und S1 einen
Wert an AQ aus.
Mode = 0: Die Funktion setzt AQ auf den Minimalwert.
Mode = 1: Die Funktion setzt AQ auf den Maximalwert.
Mode = 2 und S1 = 0: Die Funktion setzt AQ auf den Minimalwert.
Mode = 2 und S1 = 1: Die Funktion setzt AQ auf den Maximalwert.
Mode = 3: Die Funktion gibt den aktuellen am Analogeingang anstehenden Wert aus.

Parametervorgabe Par
Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel)

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 235
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Darstellung in der Betriebsart Parametrieren (Beispiel)

4.4.36 Mittelwert

Kurzbeschreibung
Die Mittelwertfunktion berechnet den Mittelwert eines Analogeingangs über einen
parametrierten Zeitraum.
Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung
En Ein Zustandswechsel von 0 nach 1 am Eingang En
startet die Mittelwertfunktion.
Ein Zustandswechsel von 1 nach 0 am Eingang En
lässt den Wert des Analogausgangs unverändert.
R Über den Eingang R löschen Sie den Wert des
Analogausgangs.
Ax Am Eingang Ax liegt eines der folgenden
Analogsignale an:
• AI1 bis AI8 (*)
• AM1 bis AM64
• NAI1 bis NAI32
• AQ1 bis AQ8
• NAQ1 bis NAQ16
• Blocknummer einer Funktion mit Analogausgang

LOGO!
236 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Symbol bei LOGO! Verdrahtung Beschreibung


Parameter St (Abtastzeit): Für die Zeitbasis können Sie s
(Sekunden), d (Tage), h (Stunden) oder m (Minuten)
einstellen.
Wertebereich:
St = s: 1 bis 59
St = d: 1 bis 365
St = h: 1 bis 23
St = m: 1 bis 59
Sn (Anzahl Abtastungen):
Wertebereich:
St = s: 1 bis St*100
St = d: 1 bis 32767
St = h: 1 bis 32767
St = m und St ≤ 5 Minuten: 1 bis St*6000
St = m und St ≥ 6 Minuten: 1 bis 32767
Remanenz:
/ = Keine Remanenz
R = Remanenz
Ausgang AQ Gibt den über den parametrierten Abtastzeitraum
errechneten Mittelwert von Eingang Ax aus.
* AI1 bis AI8: 0 V bis 10 V entspricht 0 bis 1000 (interner Wert).

Timingdiagramm (Beispiel)

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 237
LOGO! Funktionen
4.4 Liste Sonderfunktionen - SF

Funktionsbeschreibung
Diese Funktion liest das Signal des Analogeingangs entsprechend der parametrierten
Abtastzeit St und der Anzahl der Abtastungen Sn ein und gibt den Mittelwert aus. Über den
Eingang R setzen Sie AQ auf 0.

Parametervorgabe Par
Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):

LOGO!
238 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Webserver 5
LOGO! 0BA8 verfügt über einen integrierten Webserver, mit dem Sie das LOGO!
Basismodul oder das LOGO! TDE von einem herkömmlichen PC oder einem Mobilgerät aus
bedienen können.
Bei dieser Methode greifen Sie auf das LOGO! Basismodul oder das LOGO! TDE mithilfe
eines mit dem Internet verbundenen Geräts (herkömmlicher PC, Tablet oder Smartphone mit
Webbrowser-Funktion) über die IP-Adresse des LOGO!-Geräts zu.
Der Webserver ermöglicht Ihnen, mittels Mauszeiger oder Touchscreen - je nach
verwendetem Gerät - das virtualisierte LOGO! Basismodul oder LOGO! TDE schnell und
einfach zu bedienen.
Mit dem LOGO! 0BA8 können Sie außerdem die Sicherheit des Zugriffs über den Webserver
steuern. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Zugriffsschutz für das Netzwerk
(Seite 277).

5.1 Webserver aktivieren


Stellen Sie sicher, dass Ihr PC oder Mobilgerät an das gewünschte LOGO! Basismodul oder
LOGO! TDE angeschlossen ist, und achten Sie darauf, dass in den
Benutzerprofileinstellungen von LOGO!Soft Comfort der Webbenutzerzugriff aktiviert ist. Zur
Aktivierung führen Sie ggf. die Anleitung in der Online-Hilfe für LOGO!Soft Comfort aus.

Unterstützte Browser
Der LOGO!- Webserver unterstützt die folgenden Webbrowser:
● Microsoft Internet Explorer mit mindestens Version 8.0
● Mozilla Firefox mit mindestens Version 11.0
● Google Chrome mit mindestens Version 16.0
● Apple Safari mit mindestens Version 5.0
● Opera mit mindestens Version 12.0

Hinweis
Vergewissern Sie sich, dass im verwendeten Browser Cookies nicht deaktiviert sind.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 239
Webserver
5.2 Beim Webserver anmelden

Unterstützte Geräte
Der LOGO!- Webserver unterstützt die folgenden Kommunikationsgeräte bei Verwendung
eines der obigen Browser:
● Herkömmlichen PC
● Apple iPhone
● Apple iPad
● Smartphones und Tablet-PCs mit Android-System mit mindestens Version Android 2.0

Unterstützte Sprachvarianten für Webseiten


Der LOGO!- Webserver unterstützt die folgenden Sprachen für Webseiten:
● Deutsch
● Englisch
● Italienisch
● Französisch
● Spanisch
● Vereinfachtes Chinesisch
● Japanisch

5.2 Beim Webserver anmelden


Führen Sie zur Anmeldung auf dem gewünschten LOGO! Basismodul die folgenden Schritte
aus:
1. Öffnen Sie Ihren Webbrowser.
2. Geben Sie die IP-Adresse Ihres LOGO! Basismoduls in der IP-Adressleiste ein.
– LAN-Zugriff (Local Area Network) über:

– Fernzugriff über:

Hinweis
Sorgen Sie dafür, dass TCP-Port 8080 für den Fernzugriff ausgewählt ist.

LOGO!
240 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Webserver
5.2 Beim Webserver anmelden

3. Klicken oder tippen Sie auf die Schaltfläche . Der LOGO!- Webserver leitet Sie auf die
Begrüßungsseite weiter.

Hinweis
Bei aktiviertem Web-Benutzerzugriff ohne Änderung des Passworts können Sie sich mit
dem Standardpasswort "LOGO" anmelden.

4. Wählen Sie bei Bedarf in der Dropdown-Liste die gewünschte Sprache aus.

5. Geben Sie Ihr Passwort ein.

Hinweis
• Die Freigabe des Webserverzugriffs oder die Änderung des Passworts für die
Anmeldung können Sie nur mit LOGO!Soft Comfort vornehmen. Weitere
Informationen zum Festlegen des Benutzerpassworts finden Sie in der Online-Hilfe für
LOGO!Soft Comfort.
• Wenn Sie bei der nächsten Anmeldung den Benutzernamen und das Passwort nicht
erneut eingeben möchten, aktivieren Sie das Kontrollkästchen "①". Achten Sie
darauf, dass der Browser nicht auf den Modus für privates Surfen eingestellt ist, weil
er in diesem Modus keinen Browserverlauf und keine Passwörter speichert.
• Der Zugriff auf ein einzelnes LOGO! Basismodul kann über mehrere LOGO!-
Webserver-Clients gleichzeitig erfolgen. Aufgrund der Speicherbelastung kann dies
jedoch auch die Leistung des verbundenen Basismoduls beeinträchtigen.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 241
Webserver
5.3 LOGO! Systeminformationen anzeigen

6. Zum Anmelden am Webserver klicken oder tippen Sie auf "②".

Hinweis
• Beim Fernzugriff nimmt der Anmeldevorgang mehrere Sekunden in Anspruch.
• Falls die Anmeldung fehlschlägt, drücken Sie oder tippen Sie auf die
Aktualisierungstaste bzw. -schaltfläche in Ihrem Browser (an einem herkömmlichen
PC alternativ auch auf die Funktionstaste "F5" ), um es erneut zu versuchen.

5.3 LOGO! Systeminformationen anzeigen


Sobald Sie angemeldet sind, zeigt der LOGO!- Webserver sämtliche Systeminformationen
Ihres LOGO! Basismoduls an, wie z. B. Modulgeneration, Modultyp, Firmware-(FW)Version,
IP-Adresse und Modulstatus.

Hinweis
Die im Bildschirm oben angegebene Firmwareversion dient nur als Beispiel; Ihr LOGO!-
Gerät kann eine spätere Version aufweisen.

LOGO!
242 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Webserver
5.4 Virtuelles Basismodul auf dem Webserver bedienen

5.4 Virtuelles Basismodul auf dem Webserver bedienen


Der LOGO!- Webserver emöglicht Ihnen die folgenden Bedienungen auf dem virtuellen
LOGO! Basismodul über das LOGO! BM-Menü sowie auf dem virtuellen LOGO! TDE über
das LOGO! TD -Menü.

Bedienung der Tasten auf dem virtuellen Modul


Wenn Sie zuvor in Ihrem Schaltprogramm die Cursortasten und Funktionstasten
programmiert haben, können Sie über diese Tasten die folgenden grundlegenden
Bedienungen des virtuellen LOGO! Basismoduls oder LOGO! TDE durchführen:
Um die Funktion des programmierten Cursors zu aktivieren, klicken oder tippen Sie auf die
Taste ESC. Die Funktionstasten sind immer aktiviert.
Anschließend können Sie wie folgt vorgehen:
● Um Impulseingänge zu aktivieren, klicken oder tippen Sie auf die betreffende Cursor-
oder Funktionstaste.
● Um Eingänge für kontinuierliche Hochpegelsignale zu aktivieren, klicken oder tippen Sie
doppelt auf die betreffende Cursor- oder Funktionstaste.
● Zum Deaktivieren der programmierten Cursor- oder Funktionstaste klicken oder tippen
Sie erneut auf die Taste ESC.
● Um die Anzeige einer aktiven Meldung zu deaktivieren, solange diese Meldung zuvor in
LOGO!Soft Comfort als quittierbar konfiguriert wurde, klicken oder tippen Sie auf die
Taste OK.

Darstellung von Meldetext


Wenn Sie einen Meldetext in LOGO!Soft Comfort nach der Anleitung in der Online-Hilfe für
LOGO!Soft Comfort konfiguriert haben, können Sie ihn anschließend auf dem virtuellen
Bildschirm des Moduls sehen.
Klicken oder tippen Sie in der Navigationsleiste links auf LOGO! BM oder LOGO! TD,
sodass Sie aktive Meldungen auf dem virtuellen Gerät sehen können.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 243
Webserver
5.4 Virtuelles Basismodul auf dem Webserver bedienen

● Auf dem LOGO! Basismodul:

● Auf dem LOGO! TDE:

LOGO!
244 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Webserver
5.4 Virtuelles Basismodul auf dem Webserver bedienen

Um anstehende Meldungen manuell über das Display laufen zu lassen, können Sie auf
oder klicken oder tippen.

Hinweis
Die Tasten und werden grau dargestellt, was bedeutet, dass sie zur Anzeige von
Meldetext nicht einsetzbar sind.

Darstellung von Meldetext als Tickertext


Wenn Sie die Einstellungen für Meldetexte als Tickertexte in LOGO!Soft Comfort nach der
Anleitung in der Online-Hilfe für LOGO!Soft Comfort konfiguriert haben, können Sie die
Meldetexte auf dem virtuellen LOGO! Basismodul oder LOGO! TDE zeilenweise oder
zeichenweise über das Display laufen lassen.

Prüfen des Status der Hintergrundbeleuchtungsfarben


Wenn Sie die Einstellungen für die Hintergrundbeleuchtungsfarben in LOGO!Soft Comfort
nach der Anleitung in der Online-Hilfe für LOGO!Soft Comfort konfiguriert haben, sehen Sie
denselben Hintergrundbeleuchtungseffekt auf dem virtuellen LOGO! Basismodul oder
LOGO! TDE.

Einstellen der konfigurierbaren Parameter


Wenn Sie das LOGO! Basismodul oder LOGO! TDE nach der Anleitung in der Online-Hilfe
für LOGO!Soft Comfort dafür konfiguriert haben, dass bestimmte Parameter angezeigt
werden, können Sie diese auf dem Bildschirm sehen.
Um den Dialog zum Ändern von Parametern aufzurufen, klicken oder tippen Sie doppelt auf
den angezeigten Parameter. Ein nicht änderbarer Parameter wird grau dargestellt.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 245
Webserver
5.4 Virtuelles Basismodul auf dem Webserver bedienen

● Auf dem LOGO! Basismodul:

● Auf dem LOGO! TDE:

Geben Sie den gewünschten Parameterwert in den obigen Bildschirmen in die Zeile "①"
ein. Geben Sie in diesem Beispiel "20:00 s" ein.
Achten Sie darauf, das Beispiel für Ihren aktuellen Wert strikt einzuhalten. Jede Abweichung
kann zu Fehlern im Modul führen.

LOGO!
246 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Webserver
5.4 Virtuelles Basismodul auf dem Webserver bedienen

Klicken oder tippen Sie auf "②". Der aktualisierte Parameter wird angezeigt.
● Auf dem LOGO! Basismodul:

● Auf dem LOGO! TDE:

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 247
Webserver
5.5 Variablenspeichertabellen anzeigen und bearbeiten

5.5 Variablenspeichertabellen anzeigen und bearbeiten


Mit dem LOGO! Webserver können Sie Variablenspeichertabellen im Webbrowser
überprüfen und ändern.
Eine vollständige Beschreibung der LOGO!-Variablen enthält der Abschnitt "Parameter-VM-
Zuordnung" der Online-Hilfe für LOGO!Soft Comfort.
Klicken oder tippen Sie in der Navigationsleiste links auf "①", um die Variablentabelle
anzuzeigen.

Klicken oder tippen Sie auf "②", um eine neue Variable hinzuzufügen. Gehen Sie wie folgt
vor, um die Variable festzulegen.
1. Wählen Sie einen gewünschten Bereich. Der Webserver zeigt die Zuordnungsadresse,
den Variablentyp und das Anzeigeformat des Bereichs an.
2. Geben Sie die neue Zuordnungsadresse in die hinzugefügte leere Spalte "③" ein.
Das Symbol zeigt an, dass die Variable geändert werden soll.
Das Symbol zeigt an, dass die Variable nicht änderbar ist.
Klicken oder tippen Sie auf "④", um die neuen Zuordnungsadressen anzuwenden.

5.6 Abmeldung von Webserver


Um sich vom Webserver abzumelden, klicken oder tippen Sie auf die Taste oben in der
linken Navigationsleiste.

LOGO!
248 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
UDF (benutzerdefinierte Funktion) 6
Benutzerdefinierte Funktion (UDF)
LOGO!Soft Comfort bietet Ihnen einen UDF-Editor (UDF - User-Defined Function,
benutzerdefinierte Funktion) zum Erstellen von Schaltprogrammen. Sie können ein im UDF-
Editor erstelltes Schaltprogramm im UDF- oder FBD-Editor als einzelnen UDF-Block
speichern, der in einem Schaltprogramm eingesetzt werden soll.
Ein UDF-Block ist ein von Ihnen erstelltes vorkonfiguriertes Schaltprogramm. Sie können ihn
wie einen Funktionsblock zu einem vorhandenen Schaltprogramm hinzufügen. Wenn das
Schaltprogramm in LOGO!Soft Comfort bereits eine UDF enthält, können Sie nach dem
Übertragen des Programms aus LOGO!Soft Comfort in ein LOGO! 0BA8 die mit dieser UDF
verbundenen Elemente im Modul bearbeiten.
Eine ausführliche Beschreibung der UDF-Konfiguration mit LOGO!Soft Comfort finden Sie in
der Online-Hilfe für LOGO!Soft Comfort.

Mit einem UDF-Block verbundene Elemente bearbeiten


Sie können im LOGO! 0BA8 weder einen UDF-Block erstellen noch die Member des Blocks
bearbeiten. Sie können lediglich Elemente bearbeiten, die mit den Ein- oder Ausgängen des
UDF-Blocks verbunden sind, oder seine Parametrierung bearbeiten.

Hinweis
Jeder UDF-Block besitzt entsprechend Ihrer Konfiguration mit LOGO!Soft Comfort bis zu
acht Eingänge und vier Ausgänge.

Mit UDF-Blockeingängen verbundene Elemente bearbeiten


1. Schalten Sie LOGO! in den Programmiermodus.

2. Wählen Sie im Hauptmenü "①" aus: Taste oder


3. "①" übernehmen: Taste OK

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 249
UDF (benutzerdefinierte Funktion)

4. "①" auswählen: Taste oder


5. Um in den Bearbeitungsmodus des Schaltprogramms zu wechseln, drücken Sie zweimal
die Taste OK . Ein "U" kennzeichnet einen UDF-Block. "U1" bezieht sich auf den ersten
UDF-Block. Die folgende Anzeige zeigt ein Beispiel für das Schaltprogramm, dass einen
mit LOGO!Soft Comfort konfigurierten UDF-Block enthält.

6. Cursor auf ''U1" setzen: Taste , , oder .


7. Drücken Sie OK, um das Bild für den ersten UDF-Block "U1" aufzurufen. Um ein anderes
Element auszuwählen, drücken Sie die Cursortasten.

8. Positionieren Sie den Cursor auf dem ausgewählten Eingang (in diesem Beispiel "I1")
und drücken Sie OK. Der Cursor erscheint als blinkender Vollblock. Wenn Sie das
Element des ersten Eingangs ändern möchten, drücken Sie oder .
9. Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit OK. Der erste Eingang von "U1" ist jetzt geändert.

Mit UDF-Blockausgängen verbundene Elemente bearbeiten


Wenn LOGO! das Bild wie unter Schritt 5 oben zeigt und Sie das mit "Q1" verbundene
Element ändern möchten, gehen Sie wie folgt vor:

1. Drücken Sie OK . Daraufhin zeigt LOGO! das folgende Display:

LOGO!
250 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
UDF (benutzerdefinierte Funktion)

2. Bewegen Sie den Cursor mit auf "In". Drücken Sie OK . Der Cursor erscheint als
blinkender Vollblock. Sie können den Eingang in "U1.1" ändern (".1" bezieht sich auf den
ersten Ausgang des UDF-Blocks, der mit "Q1" verbunden ist), indem Sie oder
drücken. Daraufhin zeigt LOGO! das folgende Display:

3. Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit OK. Drücken Sie ESC. Daraufhin zeigt LOGO! das
folgende Display:

Jetzt ist "U1" mit "Q3" verbunden.


4. Drücken Sie OK und bewegen Sie den Cursor mit , , oder auf "Q1". Drücken Sie
OK . Daraufhin zeigt LOGO! das folgende Display:

5. Drücken Sie OK . Der Cursor erscheint als blinkender Vollblock. Wählen Sie mit oder
einen leeren Eingang. Drücken Sie OK . LOGO! zeigt das folgende Display:

6. Drücken Sie ESC. LOGO! zeigt das folgende Display:

Jetzt ist die Verbindung zwischen "U1" und "Q1" entfernt.


Sie haben nun das Element, das mit dem ersten Ausgang von "U1" verbunden ist, von "Q1"
in "Q3" geändert.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 251
UDF (benutzerdefinierte Funktion)

Parametervorgabe Par
Wenn Sie für Ihren UDF-Block mit LOGO!Soft Comfort Parameter konfiguriert haben,
können Sie den Parameter Par für diesen UDF-Block bearbeiten. Andernfalls können Sie
Parameter für UDF-Blöcke nicht bearbeiten. Wenn Ihr UDF-Block den Parameter Par
enthält, können Sie die Parameter wie im Folgenden beschrieben bearbeiten:
Darstellung in der Betriebsart Programmieren (Beispiel):

1. Bewegen Sie mit den Cursor auf "Par" und drücken Sie OK. LOGO! zeigt das folgende
Display (T und TH sind die Bezeichner, die Sie für die betreffenden UDF-Parameter mit
LOGO!Soft Comfort angegeben haben. Mit LOGO!Soft Comfort können Sie für jeden
UDF-Block bis zu acht Parameter konfigurieren. LOGO! kann bis zu drei Parameter
gleichzeitig in einem Display anzeigen.):

2. Drücken Sie OK. Der Cursor wird auf die erste Ziffer von "T" gesetzt:

3. Drücken Sie oder , um den Wert zu ändern. Mit oder wählen Sie eine weitere
Ziffer aus und ändern deren Wert anschließend mit oder . Zum Bestätigen Ihrer
Änderungen drücken Sie OK. LOGO! zeigt dann das folgende Display:

Sie können die Einstellungen von UDF-Parametern in der Betriebsart Parametrieren auf die
gleiche Weise ändern wie in der Betriebsart Programmieren.

LOGO!
252 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Data Log 7
Mit LOGO!Soft Comfort können Sie maximal ein Data Log für Ihr Schaltprogramm
konfigurieren. Im Data Log werden Variablen der Prozessmessung von Funktionsblöcken,
für die Sie die Datenprotokollierung konfiguriert haben, aufgezeichnet. Die Data-Log-
Anweisung können Sie wie einen Funktionsblock zu Ihrem Schaltprogramm hinzufügen.
Wenn Sie die Data-Log-Funktion für Ihr Schaltprogramm konfiguriert haben, können Sie
nach dem Übertragen des Programms von LOGO!Soft Comfort nach LOGO! dort die
Elemente bearbeiten, die mit dem Data-Log-Block verbunden sind.
Eine ausführliche Beschreibung der Konfiguration der Data-Log-Funktion mit LOGO!Soft
Comfort finden Sie in der Online-Hilfe für LOGO!Soft Comfort. Über das LOGO! Basismodul
können Sie nur mit dem Data-Log-Block verbundene Elemente konfigurieren.

Mit dem Data-Log-Block verbundene Elemente bearbeiten


Wenn Ihr Schaltprogramm in LOGO! einen mit LOGO!Soft Comfort konfigurierten Data-Log-
Block enthält, können Sie Elemente, die mit diesem Data-Log-Block verbunden sind, wie
folgt bearbeiten:
1. Wechseln Sie in den Programmiermodus. Drücken Sie zweimal OK, um die folgende
Anzeige Ihres Schaltprogramms aufzurufen:

2. Bewegen Sie den Cursor mit auf "L1". (Das Data Log ist mit "L1" gekennzeichnet).
Drücken Sie OK. LOGO! zeigt das folgende Display:

3. Drücken Sie am ausgewählten Eingang (in diesem Beispiel "M1") OK, und der Cursor
wird als blinkender Vollblock angezeigt. Um ein anderes Element aus der Liste der
verfügbaren Elemente auszuwählen (z. B. B3), drücken Sie . Drücken Sie OK. LOGO!
zeigt das folgende Display:

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 253
Data Log

4. Aus dem folgenden Beispiel ist ersichtlich, dass "L1" jetzt mit dem Block B3 verbunden
ist:

Hinweis
LOGO! 0BA8 stellt für die Datenprotokollierung einen Pufferspeicher mit 1024 Byte
bereit. Wenn die Datenmenge in diesem Pufferspeicher 512 Byte erreicht, schreibt
LOGO! automatisch Daten auf die Micro-SD-Karte, die in den Kartensteckplatz
eingesteckt ist. Wenn die Daten in der LOGO! 0BA8 schneller generiert werden, als sie
auf die Micro-SD-Karte geschrieben werden, kann es zu Datenverlusten kommen. Um
Datenverluste zu vermeiden, aktivieren Sie ein Freigabesignal für den Data-Log-
Funktionsblock mit einem Mindestintervall von 500 ms. Ist jedoch keine Micro-SD-Karte in
den Kartensteckplatz gesteckt, kann der Pufferspeicher in der LOGO! 0BA8 nur 512 Byte
an Data-Log-Daten speichern und das restliche Data Log geht verloren.
Eine Micro-SD-Karte kann maximal 50 Data-Log-Dateien für jedes LOGO! Basismodul
speichern. Wenn Sie die gleiche Karte in ein anderes LOGO! Basismodul stecken, kann
sie weitere 50 Data-Log-Dateien für das aktuelle LOGO! Basismodul speichern, doch die
maximale Anzahl von Zeilen, die eine Karte speichern kann, ist auf die Speichergröße
der Karte begrenzt. Eine Data-Log-Datei auf der SD-Karte kann maximal 20.000 Zeilen
speichern. Wenn der Speicher der Micro-SD-Karte voll ist und Sie eine neue Datendatei
erstellen möchten, wird automatisch eine Fehlermeldung generiert.
LOGO! erstellt automatisch Dateinamen im Format "<XYZ>_<Nummer>.csv". <XYZ>
steht für den letzten Teil der vierteiligen IP-Adresse des angeschlossenen LOGO!
Basismoduls. Dieser Teil kann eine Ziffer bis drei Ziffern enthalten. <Nummer> ist die
laufende Nummer der erstellten Datendatei und liegt im Bereich von 1 bis 50. Ändern Sie
den Dateinamen nicht, denn das LOGO! Basismodul kann keine benutzerdefinierten
Namen erkennen.
Sie können nur die neueste Data-Log-Datei auf der Micro-SD-Karte aus der LOGO! in
LOGO!Soft Comfort laden.
In den folgenden Fällen erstellt LOGO! eine neue Data-Log-Datei:
• Wenn das Schaltprogramm in LOGO! geändert wird
• Wenn die Anzahl der Zeilen in der Data-Log-Datei 20.000 überschreitet
Die erstellte Datei erhält einen Namen mit einem hochgezählten Nummernindex.
Beispiel: Wenn der Name der aktuellen Datendatei "135_1.csv" lautet, erhält die neue
Datei den Namen "135_2.csv".

LOGO!
254 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! parametrieren 8
Die Parametrierung ist das Einstellen der Parameter der Blöcke. Einstellen können Sie
beispielsweise Verzögerungszeiten von Zeitfunktionen, Schaltzeiten der Zeitschaltuhren,
den Schwellwert eines Zählers, das Überwachungsintervall eines Betriebsstundenzählers,
die Ein- und Ausschaltschwellen des Schwellwertschalters usw.
Die Parameter können Sie einstellen:
● In der Betriebsart Programmieren
● In der Betriebsart Parametrieren
In der Betriebsart Parametrieren können Parameter geändert werden, ohne das
Schaltprogramm ändern zu müssen. Auf diese Weise können Sie Parameter ändern, ohne in
die Betriebsart Programmieren wechseln zu müssen. Der Vorteil ist, dass Sie
Programmparameter bearbeiten können, doch das Schaltprogramm geschützt bleibt.

Hinweis
In der Betriebsart Parametrieren arbeitet LOGO! das Schaltprogramm weiter ab.

8.1 In die Betriebsart Parametrieren wechseln


Um in die Betriebsart Parametrieren zu wechseln, drücken Sie die Taste ESC:

Weitere Informationen zu den Menübefehlen in der Betriebsart Parametrieren finden Sie im


Abschnitt "LOGO! Basic (Seite 319)".
Um Ihr Schaltprogramm zu stoppen und in das Hauptmenü der Betriebsart Programmieren
zu wechseln, gehen Sie wie folgt vor:
1. Cursor auf ''①" bewegen: Taste oder

2. "①" übernehmen: Taste OK

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 255
LOGO! parametrieren
8.1 In die Betriebsart Parametrieren wechseln

3. Cursor auf ''②" bewegen: Taste

4. Bestätigen Sie, dass LOGO! in STOP versetzt werden soll, indem Sie OK drücken, wenn
sich der Cursor auf "②" befindet.
LOGO! zeigt das Hauptmenü der Betriebsart Programmieren an:

Weitere Informationen zum Versetzen der LOGO! in RUN finden Sie im Abschnitt "LOGO! in
RUN schalten (Seite 78)".

Beschreibung anderer Menübefehle im Parametriermenü

● Menübefehl ①
Informationen zu den verschiedenen Einstellungen finden Sie in den folgenden
Abschnitten:
– Parameter (Seite 257)
– Auswählen der Parameter (Seite 258)
– Ändern der Parameter (Seite 259)
– Schaltprogrammnamen vergeben (Seite 73)
● Menübefehl ①
Informationen zu den verschiedenen Einstellungen finden Sie in den folgenden
Abschnitten:
– Einstellen der Uhrzeit und des Datums (Seite 262)
– Sommer/Winterzeitumstellung (Seite 94)
– Synchronisation (Seite 97)
– Startanzeige einstellen (Seite 267)
– Einstellen des Displaykontrasts und der Hintergrundbeleuchtung (Seite 264)
– Voreinstellungen für LOGO! festlegen (Seite 261)

LOGO!
256 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! parametrieren
8.1 In die Betriebsart Parametrieren wechseln

● Menübefehl ①
Informationen zu den verschiedenen Einstellungen finden Sie unter "Konfigurieren von
Netzwerkeinstellungen (Seite 99)".
● Menübefehl ①
Informationen zu den verschiedenen Einstellungen finden Sie unter "Fehlerdiagnose mit
LOGO! (Seite 105)".

8.1.1 Parameter

Hinweis
Sie können Parameter im Parametriermodus nur dann anzeigen und bearbeiten, wenn diese
über die Lese-/Schreibkennzeichnung ("+") verfügen. Sie "Schutzart (Seite 129)" und
"Synchronisation (Seite 97)".

Parameter sind z.B.:


● Verzögerungszeiten eines Zeitrelais
● Schaltzeiten (Nocken) einer Schaltuhr
● Schwellwerte für einen Zähler
● Überwachungszeiten für einen Betriebsstundenzähler
● Schaltschwellen für einen Schwellwertschalter
Jeder Parameter ist durch eine Blocknummer (Bx) und den Kurznamen des Parameters
gekennzeichnet. Beispiele:
● T: ... ist eine einstellbare Zeit.
● MI: ... ist ein einstellbares Zeitintervall.

Hinweis
Mit LOGO!Soft Comfort können Sie den Blöcken auch Namen zuweisen (weitere
Informationen hierzu finden Sie unter "LOGO! Software (Seite 281)").

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 257
LOGO! parametrieren
8.1 In die Betriebsart Parametrieren wechseln

8.1.2 Auswählen der Parameter


Um einen Parameter auszuwählen, gehen Sie wie folgt vor:
1. Im Parametriermenü den Cursor auf "①" bewegen: Taste oder

2. "①" mit OK bestätigen.


3. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

4. "②" mit OK bestätigen.


LOGO! zeigt die Liste aller verfügbaren Blöcke an, z. B.:

Kann kein Parameter eingestellt werden, wird folgendes Display angezeigt und Sie
können über ESC ins Parametriermenü zurückkehren.

5. Bewegen Sie den Cursor mit oder auf den Block, dessen Parameter Sie ändern
möchten, und bestätigen Sie mit OK.

6. Wählen Sie jetzt den gewünschten Parameter: Taste oder


7. Wenn Sie einen Parameter ändern möchten, dann wählen Sie den Parameter aus und
drücken die Taste OK.

LOGO!
258 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! parametrieren
8.1 In die Betriebsart Parametrieren wechseln

8.1.3 Ändern der Parameter


Um einen Parameter zu ändern, wählen Sie diesen Parameter zunächst aus (Seite 258).
Den Wert des Parameters ändern Sie genauso, wie Sie ihn in der Betriebsart
Programmieren eingegeben haben:
1. Bewegen Sie den Cursor an die Stelle, an der Sie etwas ändern möchten: Taste oder
2. Wert an der Stelle ändern: Taste oder
3. Um den Wert zu übernehmen: OK

Hinweis
Beim Ändern des Zeitparameters im RUN-Modus ist auch eine Änderung der Zeitbasis
möglich (s = Sekunden, m = Minuten, h = Stunden). Dies gilt nicht, wenn der
Zeitparameter ein Ergebnis einer anderen Funktion ist (ein Beispiel hierzu finden Sie
unter "Einschaltverzögerung (Seite 137)"). In diesem Fall können Sie weder den Wert
noch die Zeitbasis ändern. Wenn Sie die Zeitbasis ändern, wird die aktuelle Zeit auf Null
zurückgesetzt.

Aktueller Wert einer Zeit T


Wenn Sie sich in der Betriebsart Parametrieren eine Zeit T ansehen, sieht das wie folgt aus:

Die parametrierte Zeit T können Sie ändern.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 259
LOGO! parametrieren
8.1 In die Betriebsart Parametrieren wechseln

Aktueller Wert der Zeitschaltuhr


Wenn Sie in der Betriebsart Parametrieren einen Nocken einer Zeitschaltuhr betrachten,
dann sieht das zum Beispiel wie folgt aus:

Den Ein- und Ausschaltzeitpunkt (On, Off) und den Tag können Sie ändern.

Aktueller Wert eines Zählers


Wenn Sie in der Betriebsart Parametrieren den Parameter eines Zählers betrachten, dann
sieht das wie folgt aus:

Die Ein- und Ausschaltschwelle (On, Off) können Sie ändern. Das gilt nicht, wenn die Ein-
oder Ausschaltschwelle ein Ergebnis einer anderen Funktion ist (unter "Vor-
/Rückwärtszähler (Seite 172)" ist dies B021).

Aktueller Wert eines Betriebsstundenzählers


Wenn Sie in der Betriebsart Parametrieren die Parameter eines Betriebsstundenzählers
betrachten, dann sieht das wie folgt aus:

Das parametrierte Zeitintervall MI können Sie ändern.

LOGO!
260 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! parametrieren
8.2 Voreinstellungen für LOGO! festlegen

Aktueller Wert eines Schwellwertschalters


Wenn Sie in der Betriebsart Parametrieren den Parameter eines Schwellwertschalters
betrachten, dann sieht das wie folgt aus:

Die Ein- und Ausschaltschwelle (On, Off) können Sie ändern.

8.2 Voreinstellungen für LOGO! festlegen


Sie können die folgenden Voreinstellungen für eine LOGO! Basic festlegen:

Einstellen der Uhr


Die Voreinstellungen für Uhrzeit und Datum (Seite 262), Sommer-/Winterzeitumstellung
(Seite 94) und Synchronisation (Seite 97) können Sie im Programmier- oder im
Parametriermodus über die folgenden Menübefehle festlegen:

Einstellen von Kontrast und Hintergrundbeleuchtung


Den Standardwert für die Hintergrundbeleuchtung (Seite 264) und den Standardwert für den
Kontrast des Displays (Seite 264) können Sie im Programmier- oder im Parametriermodus
über die folgenden Menübefehle festlegen:

Menüsprache
Im Programmiermodus können Sie über die folgenden Menübefehle die Sprache festlegen
(Seite 266), in der LOGO! die Menüs im Programmiermodus anzeigt:

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 261
LOGO! parametrieren
8.2 Voreinstellungen für LOGO! festlegen

Anzahl der Analogeingänge des Basismoduls


Die LOGO! Basismodule LOGO! 24CE, LOGO! 24CEo, LOGO! 12/24RCE und LOGO!
12/24RCEo unterstützen vier Analogeingänge. Bisher wurden zwei Eingänge unterstützt. Im
Programmiermodus können Sie über die folgenden Menübefehle wählen, ob Sie an diesen
Modulen zwei oder vier Analogeingänge nutzen (Seite 267):

Einstellen der Startanzeige


Die Standardeinstellung für das Startbild (Seite 267), das auf der LOGO! angezeigt wird,
wenn LOGO! in RUN wechselt, können Sie im Programmier- oder im Parametriermodus
über die folgenden Menübefehle festlegen:

Einstellen des Meldetexts


Im Programmier- oder im Parametriermodus können Sie über die folgenden Menübefehle
Einstellungen auswählen, die für alle Meldetext-Funktionsblöcke (Seite 199) gelten:

8.2.1 Einstellen der Uhrzeit und des Datums


Sie können die Uhrzeit und das Datum im Programmier- oder im Parametriermodus
einstellen.

Uhrzeit und Datum im Parametriermodus einstellen


Die Uhrzeit und das Datum können Sie wie folgt einstellen:
1. Wechseln Sie in die Betriebsart Parametrieren (Seite 255).
2. Im Parametriermenü den Cursor auf "①" bewegen: Taste oder

3. "①" übernehmen: Taste OK

LOGO!
262 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! parametrieren
8.2 Voreinstellungen für LOGO! festlegen

4. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

5. "①" übernehmen: Taste OK


6. Cursor auf ''③" bewegen: Taste oder

7. "③" übernehmen: Taste OK


LOGO! zeigt folgendes Display:

8. Um die richtige Uhrzeit einzustellen, bewegen Sie den Cursor mit oder auf die
gewünschte Position und drücken oder , um den Wert zu ändern.
9. Um das richtige Datum einzustellen, bewegen Sie den Cursor mit oder auf die
gewünschte Position und drücken oder , um den Wert zu ändern.
10.Bestätigen Sie die Eingabe: Taste OK

Uhrzeit und Datum im Programmiermodus einstellen


Wenn Sie Uhrzeit und Datum in der Betriebsart Programmieren einstellen möchten, wählen
Sie im Hauptmenü "①" und dann die Menüs "②" und "③". Jetzt können Sie wie oben
beschrieben das Datum und die Uhrzeit einstellen.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 263
LOGO! parametrieren
8.2 Voreinstellungen für LOGO! festlegen

8.2.2 Einstellen des Displaykontrasts und der Hintergrundbeleuchtung


Sie können den Standardwert für den Kontrast des Displays und für die
Hintergrundbeleuchtung im Programmier- oder im Parametriermodus einstellen.

Displaykontrast im Parametriermodus einstellen


Gehen Sie wie folgt vor, um den Kontrast des Displays einzustellen:
1. Wechseln Sie in die Betriebsart Parametrieren (Seite 255).
2. Im Parametriermenü den Cursor auf "①" bewegen: Taste oder

3. "①" übernehmen: Taste OK


4. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

5. "②" übernehmen: Taste OK


6. Cursor auf ''③" bewegen: Taste oder

7. "③" übernehmen: Taste OK


LOGO! zeigt folgendes Display:

8. Ändern Sie den Displaykontrast: Taste oder


9. Bestätigen Sie Ihre Eingabe: Taste OK

Displaykontrast im Programmiermodus einstellen


Wenn Sie den Kontrast des Displays im Programmiermodus einstellen möchten, wählen Sie
im Hauptmenü "①" und dann die Menüs "②" und "③". Jetzt können Sie den
Displaykontrast wie oben beschrieben einstellen.

LOGO!
264 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! parametrieren
8.2 Voreinstellungen für LOGO! festlegen

Hintergrundbeleuchtung im Parametriermodus einstellen


Gehen Sie wie folgt vor, um die Auswahl für die Hintergrundbeleuchtung einzustellen:
1. Im Parametriermenü den Cursor auf "①" bewegen: Taste oder

2. "①" übernehmen: Taste OK


3. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

4. "②" übernehmen: Taste OK


5. Cursor auf ''③" bewegen: Taste oder

6. "①" auswählen: Taste oder


7. "①" übernehmen: Taste OK

8. Den Cursor auf ''①" oder "⑤" bewegen: Taste oder


9. "④" oder "⑤" übernehmen: Taste OK
Standardmäßig ist die Hintergrundbeleuchtung nicht eingeschaltet. Wenn die
Hintergrundbeleuchtung immer eingeschaltet sein soll, wählen Sie "⑤".

Hintergrundbeleuchtung im Programmiermodus einstellen


Wenn Sie die Hintergrundbeleuchtung im Programmiermodus einstellen möchten, wählen
Sie im Hauptmenü "①" und dann die Menüs "②" und "③". Jetzt können Sie die
Hintergrundbeleuchtung wie oben beschrieben einstellen.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 265
LOGO! parametrieren
8.2 Voreinstellungen für LOGO! festlegen

Hinweis
Die Hintergrundbeleuchtung des LOGO! TDE hat eine Lebensdauer von 20.000 Stunden.
Die Farbe der Hintergrundbeleuchtung des integrierten LOGO! Displays oder des LOGO!
TDE können Sie über einige Sondermerker (M25, M26, M28 bis M31) ändern. Weitere
Informationen finden Sie im Abschnitt "Konstanten und Verbindungsklemmen (Seite 115)".
Wenn Sie diese Sondermerker in Ihren Schaltprogrammen verwenden, ist die Einstellung
der Hintergrundbeleuchtung über die oben beschriebenen Menübefehle unwirksam.

8.2.3 Einstellen der Menüsprache


Für die Sprache der LOGO! Menüs kann eine von zehn vordefinierten Sprachen ausgewählt
werden:
Deutsch Englisch Französisch Spanisch Italienisch
Chinesisch Niederländisch Türkisch Russisch Japanisch

Menüsprache im Programmiermodus einstellen


Sie können die Menüsprache nur in der Betriebsart Programmieren einstellen:
1. Im Hauptmenü der Betriebsart Programmieren den Cursor auf "①" bewegen: Taste
oder

2. "①" übernehmen: Taste OK


3. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

4. "②" übernehmen: Taste OK


5. Den Cursor auf die gewünschte Sprache setzen: Taste oder
6. Sprachauswahl bestätigen: Taste OK

LOGO!
266 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! parametrieren
8.2 Voreinstellungen für LOGO! festlegen

8.2.4 Einstellen der Anzahl der AI in LOGO!


LOGO! 12/24RCE/RCEo und LOGO! 24CE/24CEo unterstützen bis zu vier integrierte
Eingänge, die als digitale oder analoge Eingänge (0 V bis 10 V) genutzt werden können. Die
Eingänge I7 (AI1) und I8 (AI2) stehen standardmäßig als analoge Eingänge zur Verfügung,
ganz gleich, ob Sie sie nutzen oder nicht. Die Eingänge I1 (AI3) und I2 (AI4) sind optionale
Analogeingänge. LOGO! stellt ein Menü bereit, in dem Sie festlegen können, ob Sie zwei
analoge Eingänge (die voreingestellten Eingänge AI1 und AI2) oder vier oder auch null
Eingänge nutzen möchten. Unabhängig von den Einstellungen können die Eingänge I1 und
I2 als digitale Eingänge genutzt werden. Um sie als analoge Eingänge AI3 und AI4 zu
nutzen, müssen Sie für die Anzahl der Analogeingänge vier einstellen. Beachten Sie, dass
sich die Anzahl der konfigurierten Analogeingänge bei der LOGO! auf die nachfolgende
Nummerierung der Analogeingänge der angeschlossenen Erweiterungsmodule auswirkt
(siehe Abschnitt "Maximalausbau (Seite 29)").
Sie können die Anzahl der AI nur in der Betriebsart Programmieren einstellen:

Anzahl der AI im Programmiermodus einstellen


Gehen Sie wie folgt vor, um die Anzahl der Analogeingänge einzustellen:
1. Im Programmiermodus im Hauptmenü "①" wählen: Taste oder

2. "①" übernehmen: Taste OK


3. "①" auswählen: Taste oder

4. "②" übernehmen: Taste OK


5. Wechseln Sie auf "0 AI", "2 AIs" oder "4 AIs": Taste oder
6. Sobald Sie Ihre Auswahl mit OK bestätigen, wird die Einstellung sofort wirksam.

8.2.5 Startanzeige einstellen


Die Voreinstellung für das Startbild der LOGO! im RUN-Modus können Sie festlegen: Diese
Einstellung nehmen Sie von der LOGO! aus in der Betriebsart Parametrieren oder
Programmieren vor.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 267
LOGO! parametrieren
8.2 Voreinstellungen für LOGO! festlegen

Startbild im Parametriermodus auswählen


Gehen Sie wie folgt vor, um das Startbild für die LOGO! auszuwählen:
1. Wechseln Sie in die Betriebsart Parametrieren (Seite 255).
2. Im Parametriermenü den Cursor auf "①" bewegen: Taste oder

3. "①" übernehmen: Taste OK


4. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

5. "①" übernehmen: Taste OK


Das sehen Sie im Anzeigefeld:

Die aktuelle Einstellung für das Startbild wird durch einen Kreis mit einem Punkt
gekennzeichnet. Die Voreinstellung ist '"③".
Sie können wählen zwischen der Anzeige der aktuellen Uhrzeit und des Datums (③),
den Werten der Digitaleingänge (④) oder dem Parametriermenü (⑤).
6. Wählen Sie die gewünschte Voreinstellung aus: Taste oder
7. Bestätigen Sie Ihre Eingabe: Taste OK
Schalten Sie die Spannungsversorgung der LOGO! aus und wieder ein, damit die
Änderungen wirksam werden. Im RUN-Modus zeigt LOGO! nun das gewählte Startbild an.

LOGO!
268 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Arbeiten mit Speicherkarten 9
LOGO! unterstützt nur Micro-SD-Karten, die mit dem Dateisystemformat FAT32 für den
Programmspeicher arbeiten. Sie können ein Schaltprogramm mit oder ohne Data-Log-
Aufzeichnung von Prozessdaten von einem LOGO! Gerät auf einer Micro-SD-Karte
speichern und mit Kopierschutz versehen oder Sie können ein Schaltprogramm von der
Karte in ein LOGO! Gerät kopieren.
In LOGO! können Sie nur ein Schaltprogramm im Speicher halten. Wenn Sie das
Schaltprogramm ändern oder ein weiteres Schaltprogramm schreiben möchten, ohne das
erste Schaltprogramm zu löschen, müssen Sie das Programm an anderer Stelle archivieren.
Einzelheiten zum Formatierungsvorgang für Micro-SD-Karten finden Sie im Abschnitt
"Formatieren von Micro-SD-Karten (Seite 269)".
Ausführliche Informationen zum Kopierschutz finden Sie im Abschnitt "Kopierschutz für das
Programm (Seite 279)".
Ausführliche Informationen zum Data Log finden Sie im Kapitel "Data Log (Seite 253)".

Aufwärtskompatibilität von Schaltprogrammen


Schaltprogramme, die für die Vorgängerversionen 0BA0...0BA7 geschrieben wurden,
können mit LOGO!Soft Comfort in die Geräte 0BA8 übertragen werden.

9.1 Formatieren von Micro-SD-Karten


Da LOGO! 0BA8 nur Micro-SD-Karten unterstützt, die mit dem Dateisystemformat FAT32 für
den Programmspeicher arbeiten, müssen Sie die Micro-SD-Karte, wenn sie andere
Dateisysteme unterstützt, zunächst formatieren. In den folgenden Beispielen wird
beschrieben, wie Sie eine Micro-SD-Karte unter den Betriebssystemen Windows 7, Linux
Suse® und Mac OS ® formatieren.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 269
Arbeiten mit Speicherkarten
9.1 Formatieren von Micro-SD-Karten

Formatieren unter dem Betriebssystem Windows


Gehen Sie wie folgt vor, um die Micro-SD-Karte unter Windows zu formatieren:

1.

2.

3.

LOGO!
270 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Arbeiten mit Speicherkarten
9.1 Formatieren von Micro-SD-Karten

4.

Formatieren unter dem Betriebssystem Linux


1. Öffnen Sie im Anwendungsbrowser das folgende Terminal, um Befehle einzugeben:

2. Geben Sie den ersten Befehl "fdisk -1" in das Terminal ein, um nach dem Namen des
Wechseldatenträgers zu suchen. Daraufhin wird "/dev/sdc1" gefunden.
3. Geben Sie "sudo umount /dev/sdc1" ein, um das Gerät auszuhängen.
4. Geben Sie "sudo mkfs.vfat -f 32 /dev/sdc1" ein und die Formatierung ist abgeschlossen.

Formatieren unter Mac OS


Gehen Sie wie folgt vor, um die Micro-SD-Karte unter Mac OS zu formatieren:

1.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 271
Arbeiten mit Speicherkarten
9.1 Formatieren von Micro-SD-Karten

2.

3.

LOGO!
272 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Arbeiten mit Speicherkarten
9.2 Einstecken und Ziehen der Karte in die/aus der LOGO!

4.

9.2 Einstecken und Ziehen der Karte in die/aus der LOGO!


Wenn Sie eine Micro-SD-Karte entnehmen, auf der ein Schaltprogramm mit
Kopierschutzattributen enthalten ist, beachten Sie Folgendes: LOGO! kann das auf der Karte
gespeicherte Schaltprogramm nur dann ausführen, wenn die Karte während der Laufzeit des
Systems gesteckt bleibt.
Eine Entnahme der Karte in RUN kann zu unzulässigen Betriebszuständen führen.

Micro-SD-Karte entnehmen
Um die Micro-SD-Karte zu entnehmen, führen Sie vorsichtig einen Schraubendreher mit 3-
mm-Klinge in die Nut an der Vorderseite des Kartensockels ein und ziehen Sie diesen mit
einer Hebelbewegung teilweise aus dem Kartenschacht. Den Kartensockel an beiden Seiten
zusammendrücken und ganz herausziehen. Jetzt können Sie die Micro-SD-Karte aus dem
Kartensockel nehmen.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 273
Arbeiten mit Speicherkarten
9.3 Daten von LOGO! auf die Karte kopieren

Micro-SD-Karte einstecken
Die Einführöffnung des Kartenschachts ist an der rechten Seite unten abgeschrägt. Die
Karten haben ebenfalls eine abgeschrägte Kante. Auf diese Weise wird verhindert, dass Sie
eine Karte verkehrt herum stecken. Stecken Sie die Karte in den Kartensockel und schieben
Sie den Kartensockel in den Kartenschacht, bis er einrastet.

Hinweis
Achten Sie darauf, dass die Karte in der richtigen Ausrichtung in den Kartensockel eingeführt
wird, bis Sie ein deutliches Klickgeräusch hören.

9.3 Daten von LOGO! auf die Karte kopieren

Daten von LOGO! manuell auf die Karte kopieren


Um das Schaltprogramm manuell auf die Micro-SD-Karte zu kopieren, gehen Sie wie in der
folgenden Abbildung gezeigt vor:

Drücken Sie OK. LOGO! kopiert nun das Schaltprogramm auf die Karte.
Falls das Netz ausfällt, während LOGO! kopiert, müssen Sie nach Netzwiederkehr das
Schaltprogramm noch einmal kopieren.

Hinweis
• Wenn das Programm leer ist, wird auf dem Display eine Meldung angezeigt, die Sie
darauf aufmerksam macht, dass das Programm in LOGO! leer ist.
• Wenn das Schaltprogramm in der LOGO! mit einem Passwort geschützt ist, dann ist -
nach dem Kopiervorgang - das Schaltprogramm auf der Karte mit demselben Passwort
geschützt.

LOGO!
274 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Arbeiten mit Speicherkarten
9.4 Daten von der Karte in die LOGO! kopieren

Daten von LOGO! automatisch auf die Karte kopieren


LOGO!Soft Comfort bietet eine Option, mit der Sie beim Übertragen des Schaltprogramms in
LOGO! das Programm automatisch auch auf die Micro-SD-Karte kopieren können. Diese
Option ist im Dialog für die Übertragung zwischen PC und LOGO! verfügbar. Wenn Sie diese
Option auswählen, überträgt LOGO!Soft Comfort das Schaltprogramm in LOGO! und auf die
Micro-SD-Karte.

Hinweis
Um das Schaltprogramm erfolgreich von der LOGO! auf die SD-Karte kopieren zu können,
müssen Sie sicherstellen, dass auf der Micro-SD-Karte mindestens 100 KB Speicherplatz
verfügbar ist.

Data Log auf der Micro-SD-Karte erzeugen


Wenn Ihr Schaltprogramm in der LOGO! einen mit LOGO!Soft Comfort konfigurierten Data-
Log-Funktionsblock enthält, können die Data-Log-Daten in der LOGO! oder auf der Micro-
SD-Karte gespeichert werden. Wenn eine Micro-SD-Karte in den Steckplatz der LOGO!
gesteckt ist, versucht LOGO! beim Wechsel von STOP nach RUN, die Data-Log-Daten auf
die Micro-SD-Karte zu kopieren. Wenn keine Karte gesteckt ist, werden die Data-Log-Daten
in der LOGO! gespeichert. Die LOGO! bestimmt bei jedem Wechsel von STOP nach RUN
das Speicherziel der Data-Log-Daten erneut.
Wenn LOGO! das Data Log auf die Micro-SD-Karte kopiert, wird dieses standardmäßig im
Dateiformat *.CSV gespeichert. Diese Datei können Sie dann auf einem PC öffnen. Jede
Zeile in einer CSV-Datei enthält einen Zeitstempel, die Funktionsblocknummer und die
aufgezeichneten Aktualwerte. Weitere Informationen zum Data Log finden Sie im Kapitel
"Data Log (Seite 253)".

Hinweis
Wenn eine Micro-SD-Karte in die LOGO! gesteckt ist und sich die LOGO! im
Betriebszustand STOP befindet, können Sie die neueste Data-Log-Datei auf der Micro-SD-
Karte in LOGO!Soft Comfort übertragen, indem Sie in Logo!Soft Comfort einen
Übertragungsbefehl auswählen. Weitere Informationen über den Befehl zum Laden des Data
Logs finden Sie in der Online-Hilfe zu LOGO!Soft Comfort.

9.4 Daten von der Karte in die LOGO! kopieren


Sie können ein Schaltprogramm von einer Micro-SD-Karte auf eine der folgenden Arten in
LOGO! kopieren:
● Automatisches Kopieren beim Anlauf der LOGO! (NETZ EIN)
● Über das kartenspezifische Menü der LOGO!

Hinweis
Wenn das Schaltprogramm auf der Karte passwortgeschützt ist, dann ist - nach dem
Kopiervorgang - das Schaltprogramm in der LOGO! mit demselben Passwort geschützt.
Weitere Informationen zum Kartenmenü finden Sie im Abschnitt "Übersicht über die Menüs
von LOGO! (Seite 65)".

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 275
Arbeiten mit Speicherkarten
9.4 Daten von der Karte in die LOGO! kopieren

Automatisches Kopieren beim Anlauf der LOGO!


Um das Schaltprogramm automatisch auf die Karte zu kopieren, gehen Sie wie folgt vor:
1. Schalten Sie die Spannungsversorgung der LOGO! aus.
2. Stecken Sie die Karte in den entsprechenden Schacht.
3. Schalten Sie die Spannungsversorgung der LOGO! wieder ein.
LOGO! kopiert das Schaltprogramm von dem Programmmodul bzw. von der Karte in die
LOGO!. Sobald LOGO! mit dem Kopieren fertig ist, wird das LOGO! Hauptmenü
angezeigt:

Hinweis
Bevor Sie LOGO! in den Betriebszustand RUN schalten, müssen Sie sicherstellen, dass
von der Anlage, die Sie mit LOGO! steuern, keine Gefahr ausgeht.

4. Bewegen Sie den Cursor auf den ersten Menübefehl in Schritt 3: Drücken Sie oder
5. Drücken Sie OK.

Kopieren über das kartenspezifische Menü


Weitere Informationen zum Ersetzen einer Micro-SD-Karte finden Sie im Abschnitt
"Einstecken und Ziehen der Karte in die/aus der LOGO! (Seite 273)".
Um ein Programm von der Karte in LOGO! zu kopieren, führen Sie die Karte ein und
befolgen Sie die Schritte in der unten stehenden Abbildung:

Drücken Sie OK. LOGO! kopiert das Schaltprogramm von der Karte in die LOGO!. Wenn
LOGO! mit dem Kopieren fertig ist, kehrt es automatisch in das LOGO! Hauptmenü zurück.

LOGO!
276 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Sicherheit 10
Übersicht
Dieses Kapitel beschreibt die folgenden Sicherheitsfunktionen für einen verbesserten Schutz
von LOGO!-Geräten:

Schutzfunktion Beschreibung
Zugriffsschutz für das Netzwerk Sie können Ihre Geräte vor Sicherheitsrisiken im Netzwerk
schützen, indem Sie die LOGO! Geräte und SIMATIC S7-
Geräte im Intranet einsetzen.
Zugriffsschutz für das Programm Mit den folgenden Maßnahmen können Sie dazu beitragen,
dass Ihre Schaltprogramme gegen unbefugten Zugriff
geschützt sind:
• Passwortschutz
• Kopierschutz
Zugriffsschutz für die Menüs Durch Festlegen einer Zugriffsstufe können Sie den Zugriff
auf bestimmte Menüs von LOGO! beschränken.

10.1 Zugriffsschutz für das Netzwerk


Mit den erweiterten Ethernet-Funktionen von LOGO! 0BA8-Geräten erhalten Sie Zugriff auf
die LOGO! Basismodule über LOGO!Soft Comfort, den Webserver oder andere kompatible
Geräte mit Ethernet-Schnittstellen. In diesem Fall können die LOGO! 0BA8-Geräte sowohl
über das Internet als auch über Intranets kommunizieren.
● Bei der Internet-Kommunikation ist für den Zugriff auf das LOGO! Basismodul ein gültiges
Benutzerpasswort erforderlich, das die Sicherheit des Netzwerks gewährleistet. Das
Passwort können Sie nur über LOGO!Soft Comfort festlegen oder ändern. Weitere
Informationen zum Festlegen des Benutzerpassworts finden Sie in der Online-Hilfe für
LOGO!Soft Comfort.
● Bei der Intranet-Kommunikation kann der Zugriff auf das LOGO! Basismodul direkt
erfolgen; es ist kein Passwort erforderlich.
Siemens empfiehlt dringend, die LOGO!-Geräte (LOGO! Basismodul und LOGO! TDE)
sowie die SIMATIC-S7-Geräte nicht direkt mit dem Internet zu verbinden, sondern sie
unsichtbar hinter einer Firewall zu platzieren (siehe Abbildung unten). Sorgen Sie außerdem
dafür, dass TCP-Port 8080 ausgewählt ist und alle anderen Ports in der Firewall-
Konfiguration gesperrt sind. Andernfalls kann es zu Risiken für die Netzwerksicherheit
kommen, z. B. Datenlecks, Eindringen von Viren und Hackerangriffen.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 277
Sicherheit
10.1 Zugriffsschutz für das Netzwerk

WARNUNG
Tödliche oder schwere Verletzungen und/oder Sachschaden durch unberechtigten Zugriff
auf LOGO! vom Webserver aus
Sie können über LOGO!Soft Comfort festlegen, ob der Fernzugriff auf LOGO! vom
Webserver aus aktiviert werden soll. So können Sie Programm-/Variablenänderungen vom
Webserver aus vornehmen.
Nicht berechtigter Zugriff auf LOGO! vom Webserver aus kann den Prozessbetrieb
unterbrechen und zu tödlichen oder schweren Verletzungen und/oder Sachschaden führen.
Siemens empfiehlt, die folgenden Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten:
• Schützen Sie den Zugriff auf LOGO! vom Webserver aus durch ein starkes Passwort.
Starke Passwörter sind mindestens acht Zeichen lang, bestehen aus Buchstaben,
Zahlen und Sonderzeichen, sind keine Wörter, die in einem Wörterbuch gefunden
werden können, und sind keine Namen oder Kennungen, die sich aus persönlichen
Daten ableiten lassen. Halten Sie das Passwort geheim und ändern Sie es häufig.
• Führen Sie in Ihrer Programmlogik eine Fehler- und eine Bereichsprüfung Ihrer
Variablen aus.

Hinweis
Zum Schutz Ihrer Geräte müssen Sie sicherstellen, dass Ihr Intranet ebenfalls sicher ist.
Andernfalls sind Ihre Geräte trotzdem Sicherheitsrisiken im Netzwerk ausgesetzt.

LOGO!
278 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Sicherheit
10.2 Zugriffsschutz für das Programm

10.2 Zugriffsschutz für das Programm

10.2.1 Passwortschutz für das Programm


Ihr Schaltprogramm können Sie mit einem Passwort vor unberechtigtem Zugriff schützen.
Siemens empfiehlt unbedingt, den Passwortschutz zu nutzen, um das Lesen oder
Bearbeiten von Schaltprogrammen durch Unbefugte zu verhindern.
Weitere Informationen zum Zuweisen und Ändern eines Programmpassworts finden Sie im
Abschnitt "Passwort zum Schutz des Schaltprogramms (Seite 74)".

10.2.2 Kopierschutz für das Programm


Der Kopierschutz schützt die Schaltprogramme auf Micro-SD-Karten. Ein Schaltprogramm
ist geschützt, wenn Sie es auf eine geschützte Speicherkarte übertragen.
Mit dieser zusätzlichen Sicherheitsfunktion können Sie das Schaltprogramm an eine
spezifische Speicherkarte binden. Wenn Sie ein geschütztes Schaltprogramm auf eine
andere Speicherkarte kopieren, kann LOGO! das Programm nicht erkennen und verweigert
den Ladevorgang nach dem Stecken der Karte.
Um dieses Schaltprogramm in LOGO! auszuführen, müssen Sie die Karte im
Betriebszustand RUN im LOGO! Basismodul gesteckt lassen, d. h., Sie können die Karte
nicht entnehmen, um das Programm auf andere LOGO! Geräte zu kopieren.
Ein Schaltprogramm mit Passwortschutz ist nicht mehr geschützt, nachdem das richtige
Passwort eingegeben wurde, d. h., Sie können das Programm dann bearbeiten oder
kopieren und die Karte entnehmen.

Zusammenspiel zwischen Passwort und Schutzfunktion


Passwort Schutz Ändern Kopieren Löschen
- - ja Ja Ja
Ja - Ja, mit Passwort Ja Ja
- Ja nein Nein Ja
Ja Ja Ja, mit Passwort Ja, mit Passwort Ja

Schutzfunktion aktivieren
Um der Karte den Kopierschutz zuzuweisen, gehen Sie wie folgt vor:
1. Im Programmiermenü den Cursor auf "①" bewegen: Taste oder

2. "①" mit OK bestätigen.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 279
Sicherheit
10.3 Zugriffsschutz für die Menüs

3. Cursor auf ''②" bewegen: Taste oder

4. "②" mit OK bestätigen.


LOGO! zeigt das folgende Display:

Standardmäßig ist die Karte nicht geschützt.


5. Cursor auf ''③" bewegen: Taste oder

6. Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit OK.

Hinweis
Die Schutzfunktion gilt nur für die Karte. Sie müssen das Schaltprogramm in einem
getrennten Vorgang beim Einschalten auf die Karte kopieren (Seite 274).
Sie können den Zustand "Schutzfunktion deaktiviert" jederzeit in den Zustand
"Schutzfunktion aktiviert" ändern.
Der Zustand "Schutzfunktion aktiviert" kann nur dann in den Zustand "Schutzfunktion
deaktiviert" geändert werden, wenn sich auf der Karte kein Schaltprogramm befindet.

10.3 Zugriffsschutz für die Menüs


LOGO! bietet zwei Zugriffsstufen, und zwar für Administratoren und Bediener, um den Zugriff
auf bestimmte Menüs in der Betriebsart Programmieren zu beschränken. Sie können die
Zugriffsstufe in LOGO! von "Administrator" auf "Bediener" oder von "Bediener" auf
"Administrator" ändern. Weitere Informationen zum Wechseln der Zugriffsstufe finden Sie im
Abschnitt "Zugriffsschutz auf die Menüs in LOGO! konfigurieren (Seite 63)".

LOGO!
280 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Software 11
11.1 LOGO! Software
Als Programmierpaket für den PC ist das Programm LOGO!Soft Comfort erhältlich. Sie
erhalten mit der Software u.a. folgende Leistungen:
● Eine grafische Benutzeroberfläche zur Offline-Erstellung Ihres Schaltprogramms als
Ladder Diagram (Kontaktplan/Stromlaufplan) oder als Function Block Diagram
(Funktionsplan)
● Simulation Ihres Schaltprogramms am Rechner
● Generieren und Drucken eines Übersichtsplans des Schaltprogramms
● Datensicherung des Schaltprogramms auf der Festplatte oder einem anderen Medium
● Vergleichen von Schaltprogrammen
● Komfortable Parametrierung der Blöcke
● Übertragen des Schaltprogramms in beide Richtungen:
– von der LOGO! zum PC
– vom PC zur LOGO!
● Ablesen des Betriebsstundenzählers
● Einstellen der Uhrzeit
● Sommer-/Winterzeitumstellung
● Online-Test für die Anzeige von Zuständen und Aktualwerten von LOGO! im
Betriebszustand RUN:
– Zustände aller Digitaleingänge, -ausgänge, Merker, Schieberegisterbits und
Cursortasten
– Werte aller Analogeingänge, -ausgänge und Merker
– Ergebnisse aller Blöcke
– Aktualwerte (inklusive Zeiten) ausgewählter Blöcke
● Starten und Stoppen der Abarbeitung des Schaltprogramms vom PC aus (Wechsel
zwischen RUN und STOP)
● Netzwerkkommunikation
● Erstellen von UDF-Blöcken (Seite 249) zur Verwendung in einem Schaltprogramm
● Konfigurieren des Data-Log (Seite 253)-Funktionsblocks für Ihr Schaltprogramm zum
Aufzeichnen von Prozesswerten der konfigurierten Funktionsblöcke
Die aktuelle Version ist LOGO!Soft Comfort V8.0. In der Online-Hilfe von LOGO!Soft
Comfort werden alle Programmierfunktionen und Entwicklungsfunktionen beschrieben.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 281
LOGO! Software
11.1 LOGO! Software

Vorteile von LOGO!


LOGO!Soft Comfort bietet Ihnen viele Vorteile:
● Sie entwickeln Ihr Schaltprogramm zunächst am PC.
● Sie simulieren das Schaltprogramm im Rechner und überprüfen die Funktionsfähigkeit,
noch bevor das Schaltprogramm tatsächlich zum Einsatz kommt.
● Sie können das Schaltprogramm kommentieren und ausdrucken.
● Sie speichern Ihre Schaltprogramme in Ihrem PC-Dateisystem. Damit ist ein
Schaltprogramm bei späteren Änderungen direkt wieder verfügbar.
● Sie übertragen mit wenigen Tastendrücken das Schaltprogramm zur LOGO!.

Unterstützte Betriebssysteme
Sie können LOGO!Soft Comfort auf jedem der folgenden Betriebssysteme ausführen:
● 32-Bit/64-Bit Windows 7, Windows 8 oder Windows XP
● 32-Bit/64-Bit SUSE Linux 11.3 SP3, Kernel 3.0.76
● Mac OS × 10.6 Snow Leopard, Mac OS × Lion, Mac OS × MOUNTAIN LION und Mac
OS × Mavericks

Upgrade von Vorgängerversionen von LOGO!Soft Comfort


Mit dem folgenden Menübefehl in LOGO!Soft Comfort V8.0 können Sie LOGO!Soft Comfort
V1.0, V2.0, V3.0, V4.0, V5.0, V6.0 oder V7.0 auf V8.0 aufrüsten.

Bestellnummern finden Sie im Abschnitt "Bestellnummern (Seite 331)".


Um von einer Vorgängerversion auf eine neue Version aufzurüsten, gehen Sie wie folgt vor:
1. Installieren Sie die neue Software von der DVD.
2. Wenn Sie vom System zum Einlegen der Vorgängerversion aufgefordert werden, legen
Sie die alte LOGO!Soft Comfort-DVD in das DVD-Laufwerk ein.
3. Navigieren Sie mit dem Browser in das Verzeichnis "...\Application" auf der DVD.

Updates und Informationen


Unter der im Vorwort (Seite 3) angegebenen Internetadresse können Sie sich kostenlos
Updates und Demoversionen der Software herunterladen.
Ausführliche Informationen zu Updates, Upgrades und dem Update Center von LOGO!Soft
Comfort finden Sie in der Online-Hilfe zu LOGO!Soft Comfort.

LOGO!
282 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
LOGO! Software
11.2 LOGO! mit einem PC koppeln

11.2 LOGO! mit einem PC koppeln


LOGO! mit einem PC koppeln
LOGO! 0BA8 verfügt über einen Ethernet-Port, sodass ein LOGO! 0BA8 Basismodul über
ein Ethernetkabel mit einem PC verbunden werden kann.

LOGO! in die Betriebsart PC ↔ LOGO! schalten


Um LOGO! in STOP zu versetzen, gibt es zwei Möglichkeiten:
● LOGO! über Ihren PC in den Betriebszustand STOP versetzen (siehe hierzu die Online-
Hilfe von LOGO!Soft Comfort).
● Auswahl des folgenden Menübefehls auf einem Gerät mit Display.

Auswahl mit "①" bestätigen:

Während LOGO! in STOP und mit dem PC verbunden ist, sind die folgenden PC-Befehle
verfügbar:
● LOGO! in den Betriebszustand RUN schalten
● Schaltprogramm lesen/schreiben
● Uhrzeit, Sommer-/Winterzeit lesen/schreiben

Hinweis
Weitere Informationen zu LOGO! Varianten ohne Display finden Sie im Anhang unter
"LOGO! ohne Display ("LOGO! Pure") (Seite 317)".

Betriebsart PC ↔ LOGO! beenden


Nach erfolgter Datenübertragung beendet LOGO! die Verbindung zum PC.

Hinweis
Falls das mit LOGO!Soft Comfort erstellte Schaltprogramm ein Passwort hat, werden mit der
Datenübertragung das Schaltprogramm und das Passwort zur LOGO! übertragen.
Das Hochladen eines mit LOGO! erstellten und durch Passwort geschützten
Schaltprogramms zum PC ist nur nach Eingabe des richtigen Passworts in LOGO!Soft
Comfort möglich.

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 283
LOGO! Software
11.2 LOGO! mit einem PC koppeln

LOGO!
284 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Anwendungsfall 12
Hinweis
LOGO! Beispielanwendungen stehen unseren Kunden unentgeltlich auf der Siemens-LOGO!
Website (http://www.siemens.com/logo) zur Verfügung (gehen Sie zu Produkte & Lösungen
→ Anwendungen → Anwendungsbeispiele).
Siemens garantiert nicht dafür, dass die dort beschriebenen Beispiele fehlerfrei sind. Sie
dienen der allgemeinen Information über die Einsatzmöglichkeiten von LOGO! und können
sich von kundenspezifischen Lösungen unterscheiden. Technische Änderungen seitens
Siemens vorbehalten.
Sie sind für den Betrieb Ihres Systems verantwortlich. Bezüglich sicherheitstechnischer
Richtlinien verweisen wir auf die jeweils gültigen landesspezifischen Normen und
systembezogenen Installationsvorschriften.

Die folgenden Anwendungsbeispiele, Tipps für weitere Anwendungen und vieles mehr
finden Sie im Internet:
● Bewässerung von Gewächshauspflanzen
● Steuerung von Förderbändern
● Steuerung einer Biegemaschine
● Schaufensterbeleuchtung
● Klingelanlage (z. B. in einer Schule)
● Überwachung von Kfz-Stellplätzen
● Außenbeleuchtung
● Rolladensteuerung
● Außen- und Innenbeleuchtung eines Wohnhauses
● Steuerung eines Milchrahm-Rührwerks
● Beleuchtung einer Turnhalle
● Gleichmäßiges Auslasten von drei Verbrauchern
● Ablaufsteuerung für Kabelschweißmaschinen großer Querschnitte
● Stufenschalter (z. B. für Lüfter)
● Heizkesselfolgesteuerung
● Steuern von mehreren Pumpenpaaren mit zentralem Bedienen
● Abschneidevorrichtung (z. B. für Zündschnüre)
● Überwachung der Nutzungsdauer, z.B. in einer Solaranlage
● Intelligenter Fußtaster, z.B. zur Vorwahl von Geschwindigkeiten
● Steuerung einer Hebebühne
● Imprägnierung von Textilien, Ansteuerung der Heiz- und Förderbänder
● Steuerung einer Silofüllanlage
● Abfüllstation mit Meldetext auf dem LOGO! TDE zur Anzeige der Summe der gezählten
Objekte

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 285
Anwendungsfall

Zu den Anwendungsbeispielen finden Sie im Internet Anwendungsbeschreibungen und die


zugehörigen Schaltprogrammpläne. Diese *.pdf-Dateien lesen Sie mit dem Adobe Acrobat
Reader. Wenn Sie die Software LOGO!Soft Comfort auf Ihrem Rechner installiert haben,
können Sie mit dem Disketten-Symbol die jeweiligen Schaltprogramme einfach
herunterladen, für Ihre Anwendung ändern und direkt über das PC-Kabel in LOGO!
übertragen und nutzen.

Vorteile beim Einsatz von LOGO!


Es lohnt sich LOGO! einzusetzen, vor allem dann, wenn Sie
● durch den Einsatz von LOGO! mehrere Hilfsschaltgeräte durch die integrierten
Funktionen ersetzen können.
● Verdrahtungs- und Montagearbeit sparen möchten, denn LOGO! hat die Verdrahtung "im
Kopf".
● Platz für die Komponenten im Schaltschrank/Verteilerkasten reduzieren möchten.
Eventuell reicht ein kleinerer Schaltschrank/Verteilerkasten.
● Funktionen nachträglich eingeben oder ändern möchten, ohne ein zusätzliches
Schaltgerät montieren oder die Verdrahtung ändern zu müssen.
● Ihren Kunden neue zusätzliche Funktionen in der Haus- und Gebäudeinstallation
anbieten möchten. Beispiele:
– Sicherheit im Eigenheim: Mit LOGO! schalten Sie im Urlaub regelmäßig eine
Stehlampe ein oder lassen Rollos auf- und zufahren.
– Heizungsanlage: Mit LOGO! lassen Sie die Umwälzpumpe nur dann laufen, wenn
Wasser bzw. Wärme wirklich benötigt wird.
– Kühlanlagen: Mit LOGO! lassen sich Kühlanlagen regelmäßig automatisch abtauen,
um Energiekosten zu sparen.
– Aquarien und Terrarien können Sie zeitabhängig beleuchten lassen.
Außerdem können Sie:
● die handelsüblichen Schalter und Taster verwenden, was einen einfachen Einbau in die
Hausinstallation ermöglicht.
● LOGO! direkt an Ihre Hausinstallation anschließen; die integrierte Stromversorgung
macht es möglich.

Weitere Informationen?
Weitere Informationen zum Thema LOGO! finden Sie auf der Siemens-Internetseite (siehe
erster Abschnitt des Hinweises in diesem Kapitel).

Haben Sie Anregungen?


Es gibt definitiv viele weitere nützliche Anwendungen für LOGO!. Wenn Sie eine kennen,
schreiben Sie an die folgende Anschrift oder senden Sie sie online als Support Request
(http://www.siemens.com/automation/support-request). Siemens sammelt alle Anregungen
und möchte möglichst viele davon weitergeben. Siemens freut sich über jede Ihrer
Anregungen.
Schreiben Sie an:
Siemens AG
A&D AS FA PS4
Postfach 48 48
D-90327 Nürnberg

LOGO!
286 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Technische Daten A
A.1 Allgemeine Technische Daten

Kriterium Prüfung nach Werte


LOGO! Basismodule (0BA8)
LOGO! Basic
Abmessungen (B x H x T) 71,5 x 90 x 60 mm
Gewicht
• Module mit Relaisausgang Ca. 240 g
• Module mit Transistorausgang Ca. 195 g
Einbau Auf Hutschiene 35 mm 4
Teilungseinheiten breit oder
Wandmontage

LOGO! Pure
Abmessungen (B x H x T)
71,5 x 90 x 58 mm
Gewicht
• Module mit Relaisausgang
Ca. 200 g
• Module mit Transistorausgang
Ca. 160 g
Einbau Auf Hutschiene 35 mm 4
Teilungseinheiten breit oder
Wandmontage
LOGO! Erweiterungsmodule DM16...
Abmessungen (B x H x T) 71,5 x 90 x 58 mm
Gewicht
• Module mit Relaisausgang Ca. 225 g
• Module mit Transistorausgang Ca. 165 g
Auf Hutschiene 35 mm 4
Einbau
Teilungseinheiten breit oder
Wandmontage
LOGO! Erweiterungsmodule
DM8...
Abmessungen (B x H x T) 35,5 x 90 x 58 mm
Gewicht
• Module mit Relaisausgang Ca. 130 g
• Module mit Transistorausgang Ca. 95 g
Auf Hutschiene 35 mm 2
Einbau
Teilungseinheiten breit oder
Wandmontage

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 287
Technische Daten
A.1 Allgemeine Technische Daten

Kriterium Prüfung nach Werte


LOGO! Erweiterungsmodule
AM...
Abmessungen (B x H x T) 35,5 x 90 x 58 mm
Gewicht Ca. 95 g
Einbau Auf Hutschiene 35 mm 2
Teilungseinheiten breit oder
Wandmontage
LOGO! TDE (Textdisplay mit
Ethernet-Schnittstellen)
Abmessungen (B x H x T) 128,2 x 86 x 38,7 mm
Gewicht Ca. 220 g
Einbau Montagehalterungen
Klimatische Bedingungen
Umgebungtemperatur Kälte nach IEC 60068-2-1
• waagrechter Einbau Wärme nach IEC 60068-2- 0 °C bis 55 °C
2 0 °C bis 55 °C
• senkrechter Einbau
Lagerung/Transport - 40 °C bis +70 °C
Relative Luftfeuchtigkeit IEC 60068-2-30 Von 10 bis 95 % keine
Betauung
Luftdruck 795 hPa bis 1080 hPa
Schadstoffe IEC 60068-2-42 SO2 10 cm3 /m3, 21 Tage
IEC 60068-2-43 H2S 1 cm3 /m3, 21 Tage
Mechanische Umgebungsbedingungen
Schutzart IP20 für LOGO! Basismodule,
Erweiterungsmodule und
LOGO! TDE mit Ausnahme der
TDE-Frontplatte
IP65 für die Frontplatte des
LOGO! TDE
Schwingungen: IEC 60068-2-6 5 Hz bis 8,4 Hz
(konstante Amplitude 3,5 mm)
8,4 Hz bis 150 Hz
(konstante Beschleunigung 1 g)
Stoß IEC 60068-2-27 18 Stöße
(Halbsinus 15 g/11 ms)
Freier Fall, verpackt IEC 60068-2-32 0,3 m
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
Störaussendung EN 55011/A Grenzwertklasse B Gruppe 1
EN 55022/B
EN 50081-1
(Wohnbereich)
Elektrostatische Entladung IEC 61000-4-2 8 kV Luftentladung
Schärfegrad 3 6 kV Kontaktentladung
Elektromagnetische Felder IEC 61000-4-3 Feldstärke 1 V/m und 10 V/m
HF-Bestromung auf Leitungen und IEC 61000-4-6 10 V
Leitungsschirmen

LOGO!
288 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Technische Daten
A.2 Technische Daten: LOGO! 230...

Kriterium Prüfung nach Werte


Burst-Impulse IEC 61000-4-4 2 kV (Versorgungs- und digitale
Schärfegrad 3 Signalleitungen), 1 kV (analoge
Signalleitungen)
Energiereicher Einzelimpuls IEC 61000-4-5 1 kV (Versorgungsleitungen)
(Surge)(nur bei LOGO! 230 ...) Schärfegrad 3 symmetrisch
2 kV (Versorgungsleitungen)
asymmetrisch
Angaben über IEC-Sicherheit
Bemessung der Luft- und IEC 60664, IEC 61131-2, erfüllt
Kriechstrecken EN 50178
cULus nach UL 508, CSA
C22.2 No. 142
Isolationsfestigkeit IEC 61131-2 erfüllt
Zykluszeit
Zykluszeit je Funktion < 0,1 ms
Einschalten
Anlaufzeit bei Netz-Ein Typ. 9 s
S7-Kommunikation
Verzögerungszeit Max. 100 ms

A.2 Technische Daten: LOGO! 230...

LOGO! 230RCEo LOGO! 230RCE


Stromversorgung
Eingangsspannung 115 V AC/V DC bis 240 V 115 V AC/V DC bis 240 V
AC/V DC AC/V DC
Zulässiger Bereich 85 V AC bis 265 V AC 85 V AC bis 265 V AC
100 V DC bis 253 V DC 100 V DC bis 253 V DC
Zulässige Netzfrequenz 47 Hz bis 63 Hz 47 Hz bis 63 Hz
Stromverbrauch
• 115 V AC • 15 mA bis 40 mA • 15 mA bis 40 mA
• 240 V AC • 15 mA bis 25 mA • 15 mA bis 25 mA
• 115 V DC • 5 mA bis 10 mA • 5 mA bis 10 mA
• 240 V DC • 2 mA bis 8 mA • 2 mA bis 8 mA
Spannnungsausfallüberbrückung
• 115 V AC/V DC • Typ. 10 ms • Typ. 10 ms
• 240 V AC/V DC • Typ. 20 ms • Typ. 20 ms

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 289
Technische Daten
A.2 Technische Daten: LOGO! 230...

LOGO! 230RCEo LOGO! 230RCE


Verlustleistung bei
• 115 V AC • 1,7 W bis 4,6 W • 1,7 W bis 4,6 W
• 240 V AC • 3,6 W bis 6,0 W • 3,6 W bis 6,0 W
• 115 V DC • 0,6 W bis 1,2 W • 0,6 W bis 1,2 W
• 240 V DC • 0,5 W bis 2,0 W • 0,5 W bis 2,0 W
Pufferung der Uhr bei 25 °C Typ. 20 Tage Typ. 20 Tage
Ganggenauigkeit der Echtzeituhr Typ. ± 2 s/Tag Typ. ± 2 s/Tag
Digitaleingänge
Anzahl 8 8
Potenzialtrennung nein nein
Anzahl schneller Eingänge 0 0
Eingangsfrequenz
• Normaler Eingang • Max. 4 Hz • Max. 4 Hz
• Schneller Eingang • -- • --
Max. zulässige Dauerspannung 265 V AC 265 V AC
253 V DC 253 V DC
Eingangspannung L1
• Signal 0 • < 40 V AC • < 40 V AC
• Signal 1 • > 79 V AC • > 79 V AC
• Signal 0 • < 30 V DC • < 30 V DC
• Signal 1 • > 79 V DC • > 79 V DC
Eingangsstrom bei
• Signal 0 • < 0,05 mA AC • < 0,05 mA AC
• Signal 1 • > 0,08 mA AC • > 0,08 mA AC
• Signal 0 • < 0,06 mA DC • < 0,06 mA DC
• Signal 1 • > 0,13 mA DC • > 0,13 mA DC
Verzögerungszeit bei 0 nach 1:
• 120 V AC • Typ. 40 ms • Typ. 40 ms
• 240 V AC • Typ. 30 ms • Typ. 30 ms
• 120 V DC • Typ. 25 ms • Typ. 25 ms
• 240 V DC • Typ. 20 ms • Typ. 20 ms

Verzögerungszeit bei 1 nach 0:


• 120 V AC • Typ. 45 ms • Typ. 45 ms
• 240 V AC • Typ. 70 ms • Typ. 70 ms
• 120 V DC • Typ. 60 ms • Typ. 60 ms
• 240 V DC • Typ. 75 ms • Typ. 75 ms
Leitungslänge (ungeschirmt) max. 100 m max. 100 m
Digitalausgänge
Anzahl 4 4

LOGO!
290 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Technische Daten
A.2 Technische Daten: LOGO! 230...

LOGO! 230RCEo LOGO! 230RCE


Typ der Ausgänge Relaisausgänge Relaisausgänge
Potentialtrennung ja ja
In Gruppen zu 1 1
Ansteuerung eines Digitaleingangs ja ja
Dauerstrom Ith Empfohlener Empfohlener
Anwendungsbereich ≥ 100 mA Anwendungsbereich ≥ 100 mA
bei 12 V AC/V DC bei 12 V AC/V DC
Max. 10 A je Relais Max. 10 A je Relais
Einschaltstrom Max. 30 A Max. 30 A
Glühlampenlast (25.000
Schaltspiele) bei
• 230/240 V AC • 1000 W • 1000 W
• 115/120 V AC • 500 W • 500 W
Leuchtstoffröhren mit 10 x 58 W (bei 230/240 V AC) 10 x 58 W (bei 230/240 V AC)
elektronischem Vorschaltgerät
(25.000 Schaltspiele)
Leuchtstoffröhren konventionell 1 x 58 W (bei 230/240 V AC) 1 x 58 W (bei 230/240 V AC)
kompensiert (25.000 Schaltspiele)
Leuchtstoffröhren unkompensiert 10 x 58 W (bei 230/240 V AC) 10 x 58 W (bei 230/240 V AC)
(25.000 Schaltspiele)
Kurzschlussfest cos 1 Leistungsschutz B16, 600 A Leistungsschutz B16, 600 A
Kurzschlussfest cos 0,5 bis 0,7 Leistungsschutz B16, 900 A Leistungsschutz B16, 900 A
Derating Kein; im gesamten Kein; im gesamten
Temperaturbereich Temperaturbereich
Parallelschaltung von Ausgängen nicht zulässig Nicht zulässig
zur Leistungserhöhung
Absicherung eines Ausgangsrelais Max. 16 A, Charakteristik B16 Max. 16 A, Charakteristik B16
(falls gewünscht)
Schaltfrequenz
Mechanisch 10 Hz 10 Hz
Ohmsche Last/Lampenlast 2 Hz 2 Hz
Induktive Last 0,5 Hz 0,5 Hz

Achtung: Die technischen Daten von Vorschaltgeräten von Leuchtstofflampen mit


Kondensatoren sind dazu zu beachten. Wenn der Strom den maximal zulässigen
Einschaltstrom überschreitet, müssen Leuchtstofflampen über entsprechende Hilfsschütze
geschaltet werden.
Die Daten wurden mit folgenden Geräten ermittelt:
● Siemens Leuchtstofflampen 58 W VVG 5LZ 583 3-1 unkompensiert.
● Siemens Leuchtstofflampen 58 W VVG 5LZ 583 3-1 parallel kompensiert mit 7 μF.
● Siemens Leuchtstofflampen 58 W VVG 5LZ 501 1-1N (elektronisches Vorschaltgerät).

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 291
Technische Daten
A.3 Technische Daten: LOGO! DM8 230R und LOGO! DM16 230R

A.3 Technische Daten: LOGO! DM8 230R und LOGO! DM16 230R
LOGO! DM8 230R LOGO! DM16 230R
Stromversorgung
Eingangsspannung 115 V AC/V DC bis 240 V AC/V 115 V AC/V DC bis 240 V AC/V
DC DC
Zulässiger Bereich 85 V AC bis 265 V AC 85 V AC bis 265 V AC
100 V DC bis 253 V DC 100 V DC bis 253 V DC
Zulässige Netzfrequenz 47 Hz bis 63 Hz
Stromaufnahme
• 115 V AC • 10 mA bis 30 mA • 10 mA bis 60 mA
• 240 V AC • 10 mA bis 20 mA • 10 mA bis 40 mA
• 115 V DC • 5 mA bis 15 mA • 5 mA bis 25 mA
• 240 V DC • 5 mA bis 10 mA • 5 mA bis 20 mA
Spannnungsausfallüberbrückun
g • Typ. 10 ms • Typ. 10 ms
• 115 V AC/V DC • Typ. 20 ms • Typ. 20 ms
• 240 V AC/V DC
Verlustleistung bei
• 115 V AC • 1,1 W bis 3,5 W • 1,1 W bis 4,5 W
• 240 V AC • 2,4 W bis 4,8 W • 2,4 W bis 5,5 W
• 115 V DC • 0,5 W bis 1,8 W • 0,6 W bis 2,9 W
• 240 V DC • 1,2 W bis 2,4 W • 1,2 W bis 4,8 W
Digitaleingänge
Anzahl 4 8
Potentialtrennung nein nein
Anzahl schneller Eingänge 0 0
Eingangsfrequenz
• Normaler Eingang • Max. 4 Hz • Max. 4 Hz
• Schneller Eingang • -- • --
Max. zulässige Dauerspannung 265 V AC 265 V AC
253 V DC 253 V DC
Eingangspannung L1
• Signal 0 • < 40 V AC • < 40 V AC
• Signal 1 • > 79 V AC • > 79 V AC
• Signal 0 • < 30 V DC • < 30 V DC
• Signal 1 • > 79 V DC • > 79 V DC
Eingangsstrom bei
• Signal 0 • < 0,05 mA AC • < 0,05 mA AC
• Signal 1 • > 0,08 mA AC • > 0,08 mA AC
• Signal 0 • < 0,06 mA DC • < 0,06 mA DC
• Signal 1 • > 0,13 mA DC • > 0,13 mA DC

LOGO!
292 Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696
Technische Daten
A.3 Technische Daten: LOGO! DM8 230R und LOGO! DM16 230R

LOGO! DM8 230R LOGO! DM16 230R


Verzögerungszeit bei 0 nach 1:
• 120 V AC • Typ. 40 ms • Typ. 40 ms
• 240 V AC • Typ. 30 ms • Typ. 30 ms
• 120 V DC • Typ. 25 ms • Typ. 25 ms
• 240 V DC • Typ. 20 ms • Typ. 20 ms

Verzögerungszeit bei 1 nach 0:


• 120 V AC • Typ. 45 ms • Typ. 45 ms
• 240 V AC • Typ. 70 ms • Typ. 70 ms
• 120 V DC • Typ. 60 ms • Typ. 60 ms
• 240 V DC • Typ. 75 ms • Typ. 75 ms
Leitungslänge (ungeschirmt) Max. 100 m Max. 100 m
Digitalausgänge
Anzahl 4 8
Typ der Ausgänge Relaisausgänge Relaisausgänge
Potentialtrennung ja ja
In Gruppen zu 1 1
Ansteuerung eines ja ja
Digitaleingangs
Dauerstrom Ith Empfohlener Empfohlener
Anwendungsbereich ≥ 100 mA Anwendungsbereich ≥ 100 mA
bei 12 V AC/V DC bei 12 V AC/V DC
Max. 5 A je Relais Max. 5 A je Relais
Einschaltstrom Max. 30 A Max. 30 A
Glühlampenlast (25.000
Schaltspiele) bei:
230/240 V AC 1000 W 1000 W
115/120 V AC 500 W 500 W
Leuchtstoffröhren mit 10 x 58 W (bei 230/240 V AC) 10 x 58 W (bei 230/240 V AC)
elektronischem Vorschaltgerät
(25.000 Schaltspiele)
Leuchtstoffröhren konventionell 1 x 58 W (bei 230/240 V AC) 1 x 58 W (bei 230/240 V AC)
kompensiert (25.000
Schaltspiele)
Leuchtstoffröhren 10 x 58 W (bei 230/240 V AC) 10 x 58 W (bei 230/240 V AC)
unkompensiert (25.000
Schaltspiele)
Kurzschlussfest cos 1 Leistungsschutz B16, 600 A Leistungsschutz B16, 600 A
Kurzschlussfest cos 0,5 bis 0,7 Leistungsschutz B16, 900 A Leistungsschutz B16, 900 A
Derating Kein; im gesamten Kein; im gesamten
Temperaturbereich Temperaturbereich
Parallelschaltung von Nicht zulässig Nicht zulässig
Ausgängen zur
Leistungserhöhung
Absicherung eines Max. 16 A, Max. 16 A,
Ausgangsrelais (falls Charakteristik B16 Charakteristik B16
gewünscht)
Schaltfrequenz
Mechanisch 10 Hz 10 Hz

LOGO!
Gerätehandbuch, 06/2014, A5E33039696 293
Technische Daten
A.4 Technische Daten: LOGO! 24...

LOGO! DM8 230R LOGO! DM16 230R


Ohmsche Last/Lampenlast 2 Hz 2 Hz
Induktive Last 0,5 Hz 0,5 Hz

Achtung: Die technischen Daten von Vorschaltgeräten von Leuchtstofflampen mit


Kondensatoren sind dazu zu beachten. Wenn der Strom den maximal zulässigen
Einschaltstrom überschreitet, müssen Leuchtstofflampen über entsprechende Hilfsschütze
geschaltet werden.
Die Daten wurden mit folgenden Geräten ermittelt:
● Siemens Leuchtstofflampen 58 W VVG 5LZ 583 3-1 unkompensiert.
● Siemens Leuchtstofflampen 58 W VVG 5LZ 583 3-1 parallel kompensiert mit 7 μF.
● Siemens Leuchtstofflampen 58 W VVG 5LZ 501 1-1N (elektronisches Vorschaltgerät).

A.4 Technische Daten: LOGO! 24...


LOGO! 24CE
LOGO! 24CEo
Stromversorgung
Eingangsspannung 24 V DC
Zulässiger Bereich 20,4 V DC bis 28,8 V DC
Verpolschutz ja
Zulässige Netzfrequenz --
Stromaufnahme aus 24 V DC 15 mA bis 50 mA (ohne Last am Digitalausgang)
1,2 A (bei max. Last am Digitalausgang)
Spannnungsausfallüberbrückung --