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Prof. Dr.

Walter Kaufmann
Institut für Baustatik und Konstruktion
D-BAUG, Studiengang Bauingenieurwissenschaften
Herbstsemester

STAHLBETON I − HAUSÜBUNG 1
(101-0125-00)

Name:
Assistent:

Aufgabenstellung

Gegeben: Eine rechteckige Hochbaudecke (50 x 10 m, h = 0.26 m), an deren Enden jeweils ein
unendlich steifer Kern (5 x 10 m, EI → ∞) angeordnet ist, erfährt eine Schwind-
beanspruchung (gute Nachbehandlung, kein Frühschwinden) gemäss SIA 262, sowie eine
Abkühlung nach dem Erhärten (Abfliessende Hydratationswärme: ΔT = 20°C). Es ist von
einer konstanten Dehnung über die gesamte Breite der Deckenplatte auszugehen. Das
Kriechen des Betons ist zu vernachlässigen. Es werden nur Zwängungen infolge Normalkraft
und in Längsrichtung der Platte berücksichtigt (l≫b).

Teil A: Decke ohne Aussparung

Beton: C25/30
Betonstahl: B500B
Ø rel. Feuchte: 60%

Abbildung 1: Grundriss, Decke ohne Aussparung, 1:400

Gesucht: a) Massgebendes Schwindmass nach SIA 262 (Trockenschwindmass und autogenes


Schwindmass) und Temperaturdehnung aus abfliessender Hydratationswärme für die
Decke.
b) Theoretische Zwangskraft (N c , N s ) am ungerissenen Querschnitt (f ct →∞).
c) Mindestbewehrung für normale Anforderungen nach SIA 262 (für den reinen Beton-
querschnitt und mit Berücksichtigung der Wertigkeit n der Bewehrung).
d) Abschätzung der max. und min. Rissabstände und -breiten für die gewählte Mindest-
bewehrung (berechnet mit f ctm ).
e) Mindestbewehrung, damit eine maximale Rissbreite von 0.3 mm nicht überschritten wird
(berechnet mit f ctm ).

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tm/24.08.2017
Prof. Dr. Walter Kaufmann
Institut für Baustatik und Konstruktion
D-BAUG, Studiengang Bauingenieurwissenschaften
Herbstsemester 2016

Teil B: Decke mit Aussparung 3x3 m für eine offene Treppe in der Mitte

Beton: C25/30
Betonstahl: B500B
Ø rel. Feuchte: 60%

Abbildung 2: Grundriss, Decke mit Aussparung, 1:400

Gesucht: a) Abschätzung der Rissöffnungen neben der Öffnung, mit einer eingelegten Bewehrung
gemäss Teil A c), ohne Zulagen.
b) Abschätzung der Rissöffnungen neben der Öffnung, mit einer eingelegten Bewehrung
gemäss Teil A c), mit Zulagen, so dass Gesamtbewehrungsquerschnitt (A s ) im
geschwächten Bereich gleich gross ist wie im ungeschwächten Bereich.
c) Festlegung der Länge der Zulagen neben der Öffnung (Bewehrungsskizze im Grundriss).

Hinweise: - vereinfachend kann die gesamte Zwängung εtot als äusserer Zwang behandelt werden
- Annahme: Abstand der Querbewehrung sx = 150 mm; es kann davon ausgegangen
werden, dass die Risse jeweils innerhalb der theoretischen Grenzen im Querschnitt dieser
Bewehrung entstehen (srm = 150, 300, 450, …)

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tm/24.08.2017