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Produkte & Projekte Produkte & Projekte

Beton

Urbanes Wohnquartier im ehemaligen Botschaftsviertel

Zwischen Pankow
und Prenzlberg
Im Übergang von dichter Stadt-
struktur zur lockeren Bebauung
mit hohem Grünanteil besticht
ein modernes Berliner Wohn-
projekt durch gelungene Nach-
verdichtung. Die neuen Gebäude
reagieren auf die noch vorhande-
ne Blockrandbebauung und
schaffen einen Innenhof mit
hoher Aufenthaltsqualität.


Die Balkone richten sich zur
benachbarten Grünzone aus.
context 3/2019 · Das Magazin von HeidelbergCement context 3/2019 · Das Magazin von HeidelbergCement
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In den Neubauten von Gnädinger Architekten sind

D
 ie Lage könnte kaum besser sein: Nicht weit auf einer Grundstücksfläche von gesamt 7.462 Quad-
von den Szenetreffs der Hauptstadt wie ratmetern fast ausschließlich Wohnungen entstan-
Schönhauser Allee oder Kollwitzplatz ent- den. Nur das Erdgeschoss zur Gotlandstraße dient
fernt, mit U- und S-Bahnstation erschlossen und dem Einzelhandel. Das ausführende Bauunterneh-
nahe zur Innenstadt gelegen, hat sich die Gegend men, die 1990 in Halle gegründete  J & J Bau und Bau-
nördlich der Bornholmer Straße in den letzten Jah- träger GmbH, war zunächst auf die Sanierung histo-
ren zu einem begehrten Wohnbezirk entwickelt. Die rischer beziehungsweise denkmalgeschützter
lockere Bebauung des angrenzenden Botschafts- Gebäude im lokalen Umfeld fokussiert. Seit einiger
viertels und Brachflächen aus Nachkriegszeiten lu- Zeit jedoch hat der Familienbetrieb, in dem drei Ge-
den zu urbaner Nachverdichtung geradezu ein, so- nerationen arbeiten, als Generalunternehmer seinen
dass Stadtentwicklung, Sanierung, Umnutzung und Aktionsradius auf ganz Berlin ausgedehnt und hat
Neubau das Quartier zuletzt spürbar neu belebt ha- mit inzwischen 60 Mitarbeitern das Tätigkeitsfeld
ben. So auch auf einem Grundstück in der Gotland-
straße. Es befindet sich am nördlichen Rand des Ber- Das Gotland komplettiert die noch vorhandene Block-
liner Bezirks Prenzlauer Berg im Übergang zum randbebauung des Bestands aus der Vorkriegszeit.
„Die Anforderungen an den
Stadtbezirk Pankow. Die innerstädtisch dichte Struk- Wohnungsbau steigen stetig.
tur löst sich hier in eine lockere Bebauung auf und Bewehrte Betonfertigteile bringen
besticht mit einem hohen Grünanteil.
Weitere Pläne Gnädinger Architekten aus Berlin schlossen die Bewohnerschaft. Das Angebot umfasst neben den hier Zeitersparnis und bieten
finden Sie unter
context.
offene Ecke des vorhandenen Blockrands mit einem sehr gut ausgestatteten Wohnungen mit Balkonen dadurch auch wirtschaftliche
langen L-förmigen Wohnhaus. Ihr 7-geschossiges Ge- und Terrassenflächen auch großzügige Fahrradab-
heidelbergcement.de
bäude dockt an eine Brandmauer an und komplet- stellflächen oder eine eigene E-Mobilitäts-Station am
Vorteile.“
Architekt Rolf Gnädinger Der innerstädtische Hof bietet Abgeschiedenheit. Moderne
tiert den historischen Straßenzug, der aus inzwi- Tiefgaragenstellplatz, mit der auf die Bedürfnisse
Strukturen treffen auf Zwischennutzung und Gewerbe. Diese
schen sanierten Altbauten besteht. Im Innern des und Anforderungen moderner Nutzer reagiert wird. Brüche machen den Reiz des Quartiers aus.
Blocks schufen die Architekten durch die geschickte „Wer hier wohnt, hat auch ein Stück Berliner Ge- um den Wohnungs- und Gewerbeneubau erweitert.
Anordnung von drei kleineren Häusern, die auf die schichte vor der Haustüre“, beschreibt Architekt Rolf In der Gotlandstraße führte die Firma die Bodenplat-
vorhandene Höhenentwicklung Bezug nehmen, auch Gnädinger den besonderen Standort. Denn der Neu- te, Keller- und Tiefgaragenwände der vier Bauten
Drei kleinere Häuser einen attraktiven Hof mit hoher Aufenthaltsqualität. bau grenzt an das ehemalige Diplomatenviertel der aus wasserundurchlässigem Stahlbeton aus. Außer-
im Innenhof nehmen Über 130 lichtdurchflutete Wohnungen in unter- DDR. Hier, am Rand von Pankow, dem früheren Re- dem hat sie im gesamten Wohnprojekt 21.000 Quad-
Objektsteckbrief
Bezug auf die schiedlichen Größen von 36,2 bis 157,4 Quadratme- nommierbezirk und städtischen Wohnsitz der Ost- ratmeter Filigrandecken und 15.000 Quadratmeter
Projekt: Das Gotland, Berlin
Höhenentwicklung tern wurden realisiert. Die differenzierten Grundris- berliner Elite, waren ab den 1970er Jahren in begrün- Doppelwände eingesetzt. Diese wurden in vier der Wohnungsbau mit 136 Wohneinheiten und 100 Tief- Weitere
der Umgebung.
ße 6-10 / 28.11.2014 Lageplan
se sorgen im Quartier auch für eine heterogene
GNÄDINGER ARCHITEKTEN
ter Umgebung etliche Botschaftsgebäude, Typ insgesamt sechs Fertigteilwerke der Heidelberger garagenstellplätzen Informationen
Pankow, entstanden. Die flachen, überschaubaren Betonelemente GmbH & Co. KG produziert. Die Dop- Bauherr: Prenzlauer Gotlandhof GmbH, Würzburg zum Thema
Plattenbauten, jeweils mit nur drei Geschossen und pelwand-Elemente bestehen jeweils aus zwei mitei- Architekten: GNÄDINGER ACHITEKTEN, Berlin Bauen mit System
einem Treppenhaus zwischen zwei Kuben und um- nander verbundenen Betonschalen, deren Zwischen- Generalunternehmer: J & J Bau u. Bauträger GmbH, Halle finden Sie unter
laufenden Gärten, veranlassten 2002 die Wochen- raum auf der Baustelle mit Beton gefüllt wurde. So Statik: Sweco GmbH context.
zeitschrift „Die Zeit“ von einer „Laubensiedlung klei- konnte das Bauunternehmen laut Harald Jahnel wet- Produkte: 21.000 m² Filigrandecken und 15.000 m² heidelbergcement.de
nerer Nationen“ zu sprechen; ein Vergleich, der heute terunabhängiger arbeiten und hat sich den Einsatz Doppelwände der Heidelberger Betonelemente GmbH &
D E F
Co. KG, Mittelbach
allenfalls noch auf die lockere Bebauung, das erhol- von Schalungen gespart. Werke Lindwerder, Leipzig, Roda, Penig
C same Grün und einige verbliebene diplomatische Die Fassaden erhalten eine prägnante Ziegelver- Grundstücksfläche: 7.462 m²
Vertretungen kleinerer Länder wie Bosnien/Herze- blendung und werden großzügig von französischen Bruttogeschossfläche: ca. 24.564,23 m² (Gesamtobjekt
gowina, Ghana, Kuba oder Moldawien östlich der Fenstern und weit auskragenden Balkonen durch- UG bis 6.OG)
G
Kleingartenanlage Bornholm zutrifft. Seit die meis- brochen. Nach oben schließt ein verglastes Staffel- Bruttorauminhalt: ca. 79.419,67 m³ (Gesamtobjekt UG bis
B I ten Länder ihre Botschaften im Zuge der Wiederver- geschoss mit Dachterrassen die Baukörper ab, wäh- 6.OG)
H
einigung verlagert haben und ihre zwischenstaatli- rend sich im Erdgeschoss eine Sockelzone mit Fertigstellung: 2018
chen Beziehungen von größeren Repräsentanzen, großformatigen Aluminium-Paneelen vom darüber Energiestandard: KfW 70
etwa am Spreebogen, dem Potsdamer oder Pariser liegenden, teils abgerundeten Baukörper absetzt.
A
Platz aus pflegen, punktet das weiter entwickelte So zeitlos und elegant gestaltet, zeigt sich im Quar-
Viertel heute als urbaner Wohnsitz mit guter Infra- tier Gotland das Wohnen in der Stadt von seiner  mike.selbmann@heidelbergcement.com
struktur und schneller Anbindung. besten Seite.  se www.gnaedinger-architekten.de

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