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SIND SIE GEFÄHRDET ODER  ABHÄNGIG?

LOG OUT BERATUNGSANGEBOTE LOG OUT UNABHÄNGIG IM NETZ


Niedersächsische Landesstelle
Modellprojekt zur Prävention von Medien­ für Suchtfragen
Treffen einige Punkte schon seit einem Wir beraten Jugendliche und Erwachsene mit problema­
längeren Zeitraum zu? Dann könnte tischem Mediennutzungsverhalten sowie Angehörige abhängigkeit in Niedersachsen
sich das Mediennutzungsverhalten und andere Bezugspersonen (z.B. Lehrkräfte, Freunde),
in einem problematischen Bereich die sich Sorgen machen.
bewegen. Eine individuelle Beratung
kann hilfreich sein. ZIELE DER BERATUNG KÖNNEN SEIN


• Bestimmung des Ausmaßes des Problems
• Erarbeitung individueller Problemlösungen und
Unwiderstehliches Verlangen, am Computer Handlungsstrategien


spielen zu müssen. • bei Bedarf Vermittlung einer ambulanten oder
stationären Therapie
Keine Kontrolle über Beginn, Beendigung und • bei Bedarf Entwicklung von Motivationsstrategien,


Ausmaß des Computer(spiel)konsums. damit der/die Betroffene Beratung und Hilfe annimmt

Vergebliche Versuche, den Computer(spiel)konsum Fachambulanz für Suchtprä­vention und Rehabilitation -


ANGEBOTE


Space Limit
einzuschränken. • Individuelle Einzelgespräche mit Betroffenen
Caritasverband Osnabrück
und/oder Angehörigen
D I E N?
Bischofsstr. 44 | 49074 Osnabrück
Drang, den Computer immer häufiger und intensiver zu • Familiengespräche
I T  M E


E  M
PROBLEM
Tel: 0541 2051579 | space-limit@caritas-os.de
nutzen, um Stress und/oder Aggressionen abzubauen. • Frühintervention bei problematischem Konsum
• Gruppenangebote
N D  B E R AT U N G  I N
Psychisches und körperliches Unwohlsein, wenn der • Krisenintervention
I N F O S  U


Anonyme Drogenberatung AWO Trialog Weser-Ems
Computer nicht genutzt werden kann. •
OSNABRÜCK
Therapieberatung und -vermittlung Delmenhorst
Scheunebergstr. 41 | 27749 Delmenhorst
Vernachlässigung von Schule, Ausbildung oder Beruf, Tel: 04221 14055 | info@drob-del.awo-ol.de
(realen) sozialen Kontakten, Hobbies, Familie oder Die Beratung ist kostenlos und vertraulich. Wir unter­


Freunden. liegen der Schweigepflicht. Lukas-Werk Gesundheits­dienste GmbH
Fachambulanz Goslar
Weiternutzung des Computer(spiel)s trotz negativer


Besuchen Sie unsere Homepage www.space-limit.de Lindenplan 1 | 38640 Goslar
Auswirkungen. Tel: 05321 393620 | fa-goslar@lukas-werk.de

Computer(spiele) dominieren Gefühle, Gedanken Drobs Hannover


und Verhalten. Fachstelle für Sucht und Suchtprävention
Fachteam Prävention
Mahlzeiten werden nur noch vor dem Computer Odeonstr. 14 | 30159 Hannover
eingenommen. Tel: 0511 70146-27 | praeventionsteam@step-hannover.de
Fachambulanz für Suchtprä­vention
und Rehabilitation - Space Limit
 ... EGO-SHOOTER ... SURFEN ... INTER- Caritasverband Osnabrück
Bischofsstr. 44
N E T  ... C O M P U T E R - U N D  KO N S O L E N - 49074 Osnabrück Niedersächsische Landesstelle
für Suchtfragen
SPIELE ... ONLINE-ROLLENSPIELE ... CHAT- Tel: 0541 2051579
„LOG OUT - unabhängig im Netz“ wird von der Niedersächsischen
space-limit@caritas-os.de
TEN ... MAILEN ... SOZIALE NETZWERKE ... www.space-limit.de
Landesstelle für Suchtfragen (NLS) koordiniert und vom Minis-
terium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gefördert.
EXZESSIVE NUTZUNG ..  SMARTPHONES ... . www.nls-online.de
Bilder: len-k-a, Renxx Gmdr (www.freeimages.com); Screenshots
VERBREITUNG IN DEUTSCHLAND
Internetnutzung gehört für Jugendliche zum Alltag. So verbrin­
gen laut der JIM-Studie1 2014 die 12-19-Jährigen durchschnitt­
lich 192 Minuten an einem normalen Wochentag im Netz mit
unterschiedlichen Aktivitäten wie Kommunikation, Unterhal­
tung und Spielen. 88% verfügen über ein eigenes Smartphone.
In Deutschland gilt 1% der Gesamtbevölkerung als inter­
netabhängig. Je jünger die Stichprobe ist, umso höher ist die
Prävalenz: unter den 14-24-Jährigen gelten 2,4% als internet­
abhängig und weitere 13,6% zeigen ein problematisches Ver­
LOG OUT PROBLEMATISCHER MEDIENGEBRAUCH: PRÄVENTION UND INFORMATION halten.2
Für Niedersachsen bedeuten diese Zahlen, dass insgesamt
mehr als 52.000 Menschen als internetabhängig gelten und ­­ca.
Ziele unserer Präventionsveranstaltungen sind, über Der PC, das Internet und Smartphones sind mit ihren vielfäl­ Viele Internetanwendungen und Computerspiele weisen 240.000 Personen einen problematischen Konsum aufweisen.
die Gefahren einer exzessiven Nutzung zu informieren tigen, nützlichen und teilweise auch faszinierenden Möglich­ Merkmale auf, die die Bindung exzessiv und die Nutzung prob­ Beide Geschlechter sind ähnlich häufig betroffen, aber die Art
und Handlungsstrategien zu vermitteln. keiten Teil unseres Alltags – beruflich wie privat und nahezu lematisch werden lassen können. So zum Beispiel:
unabhängig vom Alter.
Häufigkeit der Internetabhängigkeit und problematischen
DIE ANGEBOTE • breites, leicht zugängliches Angebot Internetnutzung bei 14-24-Jährigen in Deutschland
• Interaktive Workshops für Kinder und Jugendliche DOCH WAS IST NOCH NORMAL? UND WAS NICHT • ständige Verfügbarkeit bei geringen Kosten
(z.B. Schulklassen, Jugendzentren, Jugendgruppen) MEHR? WELCHE GEFAHREN GIBT ES? • Spiele, die kein Ende haben
• Informationsangebote für Eltern (z.B. Elterna­ • Kontakt zu anderen und Erleben von Erfolg, Kontrolle,
bende) Exzessive Nutzung birgt mittel- und langfristige Gefahren, Zugehörigkeit etc.
• Methodenschulungen für Multiplikator/innen zum Beispiel: • Ranking-und Statussteigerungssysteme
(z.B. für Lehrkräfte, (Schul-) Sozialpädagog/innen) • Glücksspielelemente
• Schwere Konflikte in der Familie und/oder mit Freunden • „sozialer Druck“ aufgrund von Mitgliedschaft in Clans
Sprechen Sie uns an! Wir passen unsere Angebote an • Vernachlässigung von Schule oder Beruf oder Gilden, aber in sozialen Netzwerken
84 % unauffällig
Ihren Bedarf an. Wir arbeiten nach Möglichkeit mit • körperliche und psychische Beschwerden und • Auflösen von räumlichen Grenzen, sodass das
anderen regionalen Anbietern im Bereich der Medien­ Beeinträchtigungen zeitliche Erleben verändert wird
kompetenz zusammen zusammen. Unsere Angebote • Entwicklung einer Abhängigkeitserkrankung
sind in der Regel kostenlos, Aufwandsentschädigungen Einige Nutzerinnen und Nutzer können ihren Medienkonsum
sind möglich! nur schwer kontrollieren. Im Jugendalter stellt dies eine beson­ 13,6 % problematische Mediennutzung
dere Herausforderung dar.

2,4 % abhängig
Aber: Nicht jede exzessive Nutzung ist gleich eine Abhängigkeit! Sollten Sie dennoch die
Befürchtung haben, dass Sie oder jemand in Ihrem Umfeld einen problematischen Medien­ der problematischen Anwendung variiert: Jungen/Männer ver­
konsum hat oder es zu Hause deswegen häufig zu Streit kommt, dann wenden Sie sich an uns. lieren sich eher in Online-Rollenspielen und Mädchen/Frauen
verfangen sich häufiger in sozialen Netzwerken.
WIR KÖNNEN HELFEN!

1
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hrsg.): JIM-Studie 2014
2
Bischof et.al.: Prävalenz der Internetabhängigkeit – Diagnostik und
Risikoprofile (PINTA-DIARI), Kompaktbericht an das BMG, 2013