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Meetings, Tagungen-შეხვედრა, კონფერენცია ფ und ähnliche

Veranstaltungen sind meist hochprofessionelle Termine – bei denen es


dementsprechend nüchtern-ფხიზელი und themenfokussiert zugeht.
Neuerdings mehren sich jedoch die Vermutungen, dass eine Prise Humor hier
zu weit mehr als nur Erheiterung გასართობი beitragen kann.
Wann Humor angebrachtშესაბამისი ist und wann nicht ist ein soziokulturelles
Phänomen – in jeder Kultur gibt es Situationen, in denen Lachen oder Witze ihren
Platz haben oder eben nicht.

In diesem Sinne herrscht nicht zuletzt durch die Globalisierung ein praktisch weltweiter
Konsens vor: Wo es um fachliche Meetings, um Tagungen, Symposien, Konferenzen und
ähnliche Veranstaltungen geht, hat Humor, wenn überhaupt, nur zu einem einzigen Zeitpunkt
eine akzeptierte Daseinsberechtigung ნებართვა: Im gelösteren, inoffiziellen Teil, nachdem
die relevanten Punkte abgearbeitet wurden. Humor während es um Geschäftsthemen,
Neuerungen, Präsentationen geht? Undenkbar.წარმოუდგენელია

Nun aber deuten gleich mehrere neue wissenschaftliche Arbeiten darauf hin, dass
just solche seriösen, nüchternen Veranstaltungen in ihrem Kern und auf mehrfache
Weise von Humor profitieren können.

Lachen verboten – warum eigentlich?


Zunächst muss an diesem Punkt eine Frage erläutert werden: Warum ist es in
einem seriösen Geschäftsumfeld teilweise fast schon verpönt ტაბუ , Humor zu
zeigen – nicht nur im Rahmen von Meetings, sondern je nach Branche und
Unternehmen beinahe generell? Der Grund ist abermals soziokultureller Natur: Seit
dem Aufkommen der Industrialisierung im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert
wurde Arbeit in immer stärkerem Maß durchgetaktet საათში გავიდა, wurde
messbar gemacht.

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Zu diesem Zweck მიზანი waren nicht nur enorm viele Arbeitskräfte vonnötenსაჭირო,
sondern es herrschte die Ansicht vor, diese müssten auch aus mehreren
Gründen diszipliniert werden:

● Verschiedenste geographische und gesellschaftliche Hintergründe


● Sehr harte, teilweise auch hochgefährliche Arbeitsbedingungen
● Generell harscheმკაცრი, prekäre არასაიმედო Lebensverhältnisse

Unter diesen Vorzeichen ნიშანი galt damals alles, was nicht das reine
რულყოფილი, სუფთა, უბრალოდ Arbeiten umfasste, als abzulehnen – was sich
teilweise bis in die Ansicht erstreckteგახანგრძლივებული, dass selbst Schlaf
„vergeudete უქმად დაკარგვა Zeit“ sei. Teilweise existieren sogar heute noch Firmen,
die ähnlich streng vorgehen მოქმედებაund dazu beispielsweise Privatgespräche
rigorosმკაცრი untersagen კრძალავს– was unter anderem in Deutschland auch
durch das Arbeitsrecht gedeckt wird.

Arbeit wurde durch diese Form von Disziplinierung in sämtlichen ყველა Schichten
immer mehr als ein vornehmlichპირველ რიგში ernstes Thema angesehen und wird
es vielfach auch heute. Denn so sehr sich die Arbeitswelt vor allem in den
vergangenen drei Jahrzehnten auch wandelteგამოცვლა, შეცვლა, so sehr blieb
diese Grundansicht vor allem dort bestehen, wo es nicht um den geschäftlichen
Alltag geht, sondern um Ausnahmenგამონაკლისები, um übergreifende
ყოვლისმომცველიTermine. Womit sich dann der Kreis zu besagten Meetings
schließt – wo bei einem internationalen Setting vielfach noch die Sorge hinzukommt,
durch falschen Einsatz von Humor mitunter unabsichtlicheუნებლიე, aber
folgenschwere მნიშვნელოვანიkulturelle Übertretungenდარღვევა zu begehen.

Humor steigert die Effektivität des Lernens


Humor und Lachen als menschlicher Charakterzug und gesellschaftliches
Phänomen werden erst seit vergleichsweise kurzer Zeit wissenschaftlich
erforscht – so wurde beispielsweise erst vor rund 20 Jahren festgestellt, welche
Zonen im Gehirn für die Verarbeitung von Humor verantwortlich sind.
Seitdem allerdings erfuhrგადაიტანს, გამოცდა, გამოცდილი das Thema in mehreren
wissenschaftlichen Bereichen neuen Schubბიძგი, auch was das Geschäftliche
anbelangt.შესახებ So konnte Tri H. Pham von der US-amerikanischen Southern Illinois
University erst vor Kurzem in einer aktuellen Arbeit zeigen, dass Humor in Meetings
sowohl die wahrgenommeneაღქმული Effektivität der Veranstaltung wie auch
die allgemeine Zufriedenheit der Teilnehmer mit dem Meeting steigert.

Durch das Lösen der als steif მტკიცე empfundenen Stimmung გუნებაin Form einer
humorvollen Auflockerung შესუსტებაsteigt die Konzentration der Teilnehmer
für die wichtigen Inhalte – zu dieser Ansicht kommt auch Comedy Redner Dr. Jens
Wegmann. Er hat die humorvolle Auflockerung von Events zu seinem täglichen Brot
gemacht.

Das bedeutet vor allem, dass just უბრალოდdie Abkehr უარი von dem normalerweise
praktizierten Ernsthaftigkeitsprinzip nicht, wie häufig angenommen, die
Aufnahmefähigkeitგაგება შემეცნება für die Themen verschlechtert, sondern dass sie das
exakte Gegenteil bewirkt: Ein Meeting wird umso effektiver und wirkungsvoller,
gerade wenn ernsthafteმნიშვნელოვანი, საყურადღებო, სერიოზული,
Elemente durch Humoriges unter- und aufgebrochen werden.

Humor trägt zur Entspannung bei


Der Grund dafür ist in einer weiteren Wirkungsweise von Humor zu finden. Für die
Erkenntnis darüber ist eine ebenfalls neue Studie, diesmal aus Thailand
verantwortlich. Sie stammt vom Department of Language Studies der Kind Mongkut’s
University of Technology in Bangkok.

Dabei wurde untersucht, in welche Weise sich Lachen auf geschäftliche


Meetings mit dem Schwerpunkt interkulturelle Zusammenkunft zwischen Thais
und Burmesen auswirkt. Kern der Untersuchung: Humor und Lachen in
Verhandlungssituationen nehmen den Druck aus Gesprächen und tragen somit
zur Entspannung der Teilnehmer bei.
Zwar handelt es sich wie angemerkt um eine Betrachtung zweier konkreter Kulturen,
jedoch lassen sich die Ergebnisse auch auf andere Kulturen, darunter unsere
westliche, übertragen.

In Verbindungen mit den Erkenntnissen aus der ersten Studie ergibtშედეგები sich
somit ein konkretes Bild:

● Meetings werden kulturell als strenge Situationen empfunden und vielfach so


durchgeführt.
● Das erzeugtკეთება, მზადება, წარმოებ bei vielen Teilnehmern ein zu
konzentriertes Vorgehen, da es für die meisten Menschen unnatürlich ist, über
viele Stunden keinerleiარანაირი, არცერთი Humor zu zeigen und zu fühlen.
● Unter dieser Zwangshaltungიძულებითი პოზა leidet nicht nur die allgemeine
Stimmung, sondern es sinkt mit der Zeit auch die Konzentrationsfähigkeit für
die eigentlich relevanten Themen des Treffens.

Das bedeutet, eine Prise Humor lockert das Meeting allgemein auf. Sie dient als Pause
zwischen den Themen. Dadurch ermöglicht sie den Teilnehmern ein Loslassen
გათავისუფლება , გაშვება, eine Fokusverschiebung. Das Gehirn kann sich mit
einem „leichten“ Thema befassenზრუნვა, bekommt dadurch den nötigen Raum zur
Erholung – meistens sogar noch besser als durch klassische Pausen, da es in diesen
vielfach doch nur um ähnliche Themen geht wie im Meeting selbst.

Humor fördert zudem Kreativität


Sind witzige Menschen kreativer? Nicht automatisch. Allerdings deutet nach dem
derzeitigen Stand der Forschung alles darauf hin, dass Humorigkeit durchaus auf
andere abfärben und deren Kreativität steigern kann.

Das zumindest ist Tenor ტენორი einer Studie, die ebenfalls kürzlich abgeschlossen und
veröffentlicht wurde. Sie stammt aus China, von der International Business School an
der Guangdong University of Finance and Economics.
Die Kernaussauge: Wenn eine Führungskraftხელმძღვანელ Humor verwendet,
entwickeln die Mitarbeiter mehr Kreativität. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis,
das der von ihnen als „Leadership Humor“ bezeichnete Humor eine Führungskraft
weniger streng wirken lässt. Sie wirkt weniger als eine bedrohlichმუქარა
wahrgenommene Vorgesetztenpersonმეთვალყურე. Dadurch steigt sie gleichsam
im Ansehen der Mitarbeiter, wie diese sich generell freier fühlen, was sich
wiederum positiv auf die Kreativität auswirkt.

Zusammenfassung
Das Geschäftliche im Allgemeinen und Meetings und ähnliche Konstellationen im
Speziellen gelten weltweit üblicherweise als eine Situation der Ernsthaftigkeit. Dahinter steht
die Annahmeვარაუდიო, აზრი, dass nur durch die Abwesenheit störender leichter Faktoren
die nötige Konzentration für die oft komplexen Themen aufgebracht werden kann.

Neue Studien beweisen jedoch nunmehr das Gegenteil: Gerade die Abwesenheit
jeglicherნებისმიერი Lockerheit kann das angestrebte მიზნად ისახავს Ziel weniger
erreichbar machen. Etwas Humor, der gezielt als Bruchმოტეხილობა genutzt
wird, lockert nicht nur die Stimmung auf, sondern macht darüber alle
Teilnehmer entspannter, verstärkt ihre Aufmerksamkeit und kann dadurch
gezielt dazu beitragen, dass eine derartige Veranstaltung erst die maximale
Wirkung entfaltetვითარდება gaumjobeseba.

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Überlebenskraft ist gefragt! Welche Mechanismen der Mensch zur Bewältigung
დაძლევაvon Krankheiten und psychischen Krisen besitzt, rückt bild der
wissenschaft ins Zentrum der August-Ausgabe. Obwohl Seuchenეპიდემიები wie
die Corona-Pandemie die Menschheit seit jeher ყოველთვის heimsuchen შიში, wird
deutlich, wie gut wir eigentlich gegen Krankheitserreger პათოგენები, მიკრობი gerüstet
შეიარაღებული, აღჭურვილი sind. Auch gegenüber psychischen Herausforderungen
besitzen wir Schutzmechanismen – und diese Resilienz გამძლეობა lässt sich sogar
trainieren.
Unbemerkt arbeitet es im Hintergrund und schützt uns vor Viren, Bakterien und Co:
Das Immunsystem nehmen wir meist erst wahr, wenn es eine Niederlage
erlittenგანიცადა hat. Dann können sich die Erregerპათოგენი zunächst im Körper
ausbreiten. Doch unsere Körperabwehrსხეულის დაცვ kann die Feinde meist schnell
besiegenდამარცხება und geht aus diesem Kampf anschließend auch oft gestärkt
hervor: Das Immunsystem merkt sich Angreiferთავდამსხმელი, bildet Antikörper und
ist beim nächsten Mal gegen sie gewappnet შეიარაღებული.

Den aktuellen Stand der Forschung zur Funktionsweise dieser Körperabwehr


präsentiert der erste Artikel des vierteiligen Titelthemas. Darin erklärt bdw-Autorin
Gerlinde Felix mit Unterstützung von Experten die beiden Teile der
Verteidigungთავდაცვა des Körpers: das angeboreneთანდაყოლილი und das
erworbeneშეძენილი Abwehrsystem. Diese raffiniertenდაიხვეწა Strategien der
Körperpolizei machen vielen Krankheitserreger effektiv den Garausდასრულება. Viele
scheiternმარცხის განცდა auch bereits an den Barrieren von Haut und
Schleimhäutenლორწოვანი გარსები. Aus dem Artikel „Immunsystem mit
Schlagkraftგავლენა“ geht zudem hervor, warum Erreger wie das Corona-Virus
diese Schutzmechanismen überwinden.

Umfassender Blick auf die Überlebenskraft


Anschließend richtet der bdw-Autor Rainer Kurlemann den Blick auf die Geschichte:
Neue Untersuchungsergebnisse dokumentieren, wie intensiv das Schicksal der
Menschheit von Seuchen geprägt war. Lange waren unsere Vorfahren den
Erregern dabei weitgehend schutzlos ausgeliefert. Erst im 19. Jahrhundert
brachte dann der medizinische Fortschritt die Wendeგადამწყვეტი მომენტი: Hygiene,
Impfstoffe und Medikamente hielten Erreger zunehmend in Schach ჭადრაკი.
Gewonnen ist das Spiel allerdings nicht, wie die aktuelle Lage erneut verdeutlicht.
Abgerundetმრგვალდება wird das Thema von einem Interview mit Johannes Krause vom
Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena. Sein Team nutzt die Genetik,
um der Entwicklung von Abwehrkräften und Seuchen in der Vergangenheit auf die
Spurკვალი zu kommen.

Zu den Herausforderungen, denen sich der Mensch stellen muss, gehören


allerdings bekanntlich nicht nur Krankheiten – auch Stress und
Schicksalsschlägeბედის დარტყმა machen uns das Leben schwer. Wie genetische und
neurobiologische Schutzfaktoren helfen, diese Herausforderungen zu
bewältigenგარიგება, rückt der Artikel „GeerbterᲛემკვიდრეობით მიღებულ Schutz“ in den Fokus.
Der bdw-Autor Christian Wolf berichtet darin, welche Faktoren im Gehirn
beeinflussen, wie resistent ein Mensch gegen die verschiedenen Formen von
psychischen Belastungen ist. Neue Erkenntnisse zeigen zudem auf, wo die
Stressbremsen im Gehirn sitzen.

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Anschließend verdeutlicht Wolf im Teilartikel „Training für eine starke Psyche“,
dass der Mensch seine geistige Widerstandskraft durchaus auch aktive
beeinflussen kann. Neue Forschungen zeigen: Jeder kann sich ein Stück weit
gegen die psychischen Herausforderungen des Lebens stählen გამოწრთობა. Neben
einem Antistress-Training kann demnach ein sogenanntes
Resilienztrainingგამძლეობის ტრენინგი hilfreich sein. Es setzt präventiv an
vorhandenen Stärken und Potenzialen an.

Die Artikel des Titelthemas „Überlebenskraft“ finden Sie in der August-Ausgabe von
bild der wissenschaft, die ab dem 21. Juli im Handel erhältlich ist.