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25

Engelmann Wärmezähler GmbH

Rudolf-Diesel-Straße 24-28
69168 Wiesloch-Baiertal

Jahresabschluss zum 31.12.2006

Bilanz - Aktiva
31.12.2006 31.12.2005
€ €
A. Anlagevermögen
I. immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte 245.046,00 274.433,00
2. geleistete Anzahlungen 9.418,39 0,00
254.464,39 274.433,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.530,00 2.235,00
2. technische Anlagen und Maschinen 531.040,00 573.063,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 832.440,00 789.486,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.956,67 23.482,59
1.375.966,67 1.388.266,59
III. Finanzanlagen 30.000,00 0,00
1.660.431,06 1.662.699,59
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.437.779,86 1.422.467,37
2. unfertige Erzeugnisse 133.641,92 139.981,05
3. fertige Erzeugnisse 68.239,13 405.510,07
1.639.660,91 1.967.958,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.400.984,33 1.034.804,13
2. Forderungen an Gesellschafter (verbundene
Unternehmen) 1.455.129,05 606.073,70
3. sonstige Vermögensgegenstände 63.383,94 58.413,80
2.919.497,32 1.699.291,63
III. Kassenbestand und
Guthaben bei Kreditinstituten 313,54 3.411,21
4.559.471,77 3.670.661,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.297,00 7.980,00
6.236.199,83 5.341.340,92

Bilanz - Passiva
31.12.2006 31.12.2005
€ €
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 450.000,00 450.000,00
II. Gewinnrücklagen 822.583,76 822.583,76
III. Verlustvortrag -1.107.546,95 -477.132,70
IV. Jahresfehlbetrag -11.311,65 -630.414,25
153.725,16 165.036,81
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 850.512,00 861.548,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 0,00
3. sonstige Rückstellungen 449.757,00 386.240,00
1.300.269,00 1.247.788,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.576.662,91 1.206.413,08
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.447.859,73 833.775,08
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 250,56 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.757.432,47 1.888.327,95
4.782.205,67 3.928.516,11
6.236.199,83 5.341.340,92

Gewinn- und Verlustrechnung


2006 2005

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€ €
1. Umsatzerlöse 13.008.832,85 10.913.458,39
2. Bestandsveränderung -343.610,07 -42.741,36
Gesamtleistung 12.665.222,78 10.870.717,03
3. sonstige betriebliche Erträge 224.453,62 104.536,34
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren -7.346.646,14 -6.318.510,53
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -53.228,88 -26.219,60
Rohergebnis 5.489.801,38 4.630.523,24
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.811.813,38 -2.922.889,28
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters-
versorgung und für Unterstützung -614.346,38 -635.771,81
(davon für Altersversorgung 71.028,94€;
im Vorjahr 70.903,24€)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen -384.319,34 -233.422,07
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.531.998,64 -1.353.121,44
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.759,59 12.285,06
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen/Ge-
sellschaftern 3.600,00€;
im Vorjahr 11.356,17€)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -153.697,16 -120.775,22
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -2.613,93 -623.171,52
11. außerordentliche Aufwendungen/
außerordentliches Ergebnis 0,00 0,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,01 0,00
12. sonstige Steuern -8.697,73 -7.242,73
13. Jahresfehlbetrag -11.311,65 -630.414,25

Anhang Teil I
(1) Rechnungslegung:

Der Jahresabschluss der Engelmann Sensor GmbH, Wiesloch-Baiertal, für das Geschäftsjahr ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von
Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB i.V.m. § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach
dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Anschaffungskosten sind die historischen Werte angesetzt.
Geringwertige Anlagegüter wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte bezüglich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der unfertigen Erzeugnisse zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und bezüglich der
fertigen Erzeugnisse nach der retrograden Methode unter Beachtung des Niederstwertprinzips und des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung.

Die Forderungen sind zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen angesetzt.

Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und entsprechen den voraussichtlichen Erfordernissen. Die Pensionsrückstellungen sind nach § 6 a EStG bewertet. Bei
den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen, für Verpflichtungen aus Urlaubslöhnen und
Urlaubsgehältern, Überstundenverpflichtungen, für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und diverse sonstige Rückstellungen.

Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag bilanziert.

(3) Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB betreffen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen mit Restlaufzeiten bis zu 46 Monaten. Die
finanzielle Verpflichtung hieraus beträgt T€ 382 (i.V. T€ 346).

(4) Mitglieder der Geschäftsführung:

Zu Geschäftsführern sind bestellt:

Herr Dr. Hermann Brendecke, Alzenau


Herr Peter Kersten, Wörth (bis 18. Dezember 2006)

Herr Dr. Brendecke und Herr Kersten sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Anhang Teil II
(5) Vorräte 31.12.2006 31.12.2005
€ €
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.437.779,86 1.422.467,37
unfertige Erzeugnisse 133.641,92 139.981,05
fertige Erzeugnisse 68.239,13 405.510,07
1.639.660,91 1.967.958,49
(6) Forderungen und 31.12.2006 31.12.2005

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sonstige Vermögens- € €
gegenstände Forderungen aus Liefe-
rungen und Leistungen 1.400.984,33 1.034.804,13
Forderungen gegen Gesellschafter
(verbundene Unternehmen) 1.455.129,05 606.073,70
sonstige Vermögens-
gegenstände 63.383,94 58.413,80
2.919.497,32 1.699.291,63
davon mit einer Restlauf-
zeit von mehr als einem Jahr:
a) Forderungen aus Liefe-
rungen und Leistungen 0,00 0,00
b) Forderungen gegen Gesell-
schafter 0,00 0,00
c) sonstige Vermögens-
gegenstände 51.313,24 46.374,00
51.313,24 46.374,00
31.12.2006 31.12.2005
€ €
(7) flüssige Mittel Kassenbestand und
Guthaben bei Kreditin-
stituten 313,54 3.411,21
31.12.2006 31.12.2005
€ €
(8) aktive Rechnungsab-
grenzungsposten 16.297,00 7.980,00
31.12.2006 31.12.2005
€ €
(9) Rückstellungen Pensionsrückstellungen 850.512,00 861.548,00
Steuerrückstellungen 0,00 0,00
sonstige Rückstellungen 449.757,00 386.240,00
1.300.269,00 1.247.788,00
31.12.2006 31.12.2005
€ €
(10) Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 1.576.662,91 1.206.413,08
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 1.447.859,73 833.775,08
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 250,56 0,00
sonstige Verbindlich-
keiten 1.757.432,47 1.888.327,95
4.782.205,67 3.928.516,11
Restlaufzeiten < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
€ € €
Verbindlichkeiten gegen-
über Kreditinstituten 1.510.109,63 66.553,28 0,00
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 1.447.859,73 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 250,56 0,00 0,00
sonstige Verbindlich-
keiten 1.167.538,06 89.894,41 500.000,00
4.125.757,98 156.447,69 500.000,00

im Vorjahr 2.859.580,03 568.936,08 500.000,00


31.12.2006 31.12.2005
€ €
Zu den sonstigen Verbindlichkeiten:
davon
a) aus Steuern 282.170,23 36.491,16
b) im Rahmen der sozialen
Sicherheit 0,00 79.514,86
2006 2005
€ €
(11) Rohergebnis Umsatzerlöse 13.008.832,85 10.913.458,39
Bestandsveränderung -343.610,07 -42.741,36
sonstige betriebliche Erträge 224.453,62 104.536,34
Materialaufwand -7.399.875,02 -6.344.730,13
5.489.801,38 4.630.523,24
2006 2005
(12) periodenfremdes € €
Ergebnis a) periodenfremde Er-
träge
Erträge aus Anlagenabgängen 0,00 0,00
Erträge aus der Auflösung von
Pauschalwertberichtigungen
zu Forderungen 0,00 3.590,00
Erträge aus der Auflösung von
Einzelwertberichtigungen
zu Forderungen 0,00 5.190,00
0,00 8.780,00
b) periodenfremde Auf-
wendungen
Verluste aus Anlagenabgängen 0,00 0,00
Zuführung zur Pauschal-
wertberichtigung 3.190,00 0,00
Zuführung zur Einzel-
wertberichtigung 0,00 0,00
Forderungsverluste 0,00 5.190,75
sonstige Posten 0,00 0,00
3.190,00 5.190,75
-3.190,00 3.589,25

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2006 2005
€ €
(13) Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 2.811.813,38 2.922.889,28
b) soziale Aufwendungen 614.346,38 635.771,81
3.426.159,76 3.558.661,09
davon für Alters-
versorgung 71.028,94 70.903,24
durchschnittliche Anzahl der Be-
schäftigten zum 2006 2005
Anzahl (ohne Auszubildende) = 102 112
2006 2005
€ €
(14) Steuern vom Ein-
kommen und Ertrag Körperschaftsteuer lfd. Jahr 0,00 0,00
Körperschaftsteuer Vorjahre 0,00 0,00
Solidaritätszuschlag lfd. Jahr 0,00 0,00
Solidaritätszuschlag Vorjahre -0,01 0,00
anrechenbare Steuern 0,00 0,00
Gewerbesteuer lfd. Jahr 0,00 0,00
Gewerbesteuer Vorjahre 0,00 0,00
-0,01 0,00
(15) Bezüge nach § 285
Nr. 9 b HGB €
Pensionszahlungen 65.907,60
Rückstellung für laufende Pensionen 850.512,00
Wiesloch-Baiertal, im Januar 2007
Der Geschäftsführer

Anlage zum Anhang (Anlagespiegel)


Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag Zugänge Umbu- Abgänge Stand
01.01.2006 chungen 31.12.2006

1 2 3 4 5
€ € € € €
I. immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz-
rechte und ähnliche Rechte und
Werte 577.679,95 30.677,42 0,00 0,00 608.357,37
2. geleistete Anzahlungen 0,00 9.418,39 9.418,39
577.679,95 40.095,81 0,00 0,00 617.775,76
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.527,90 0,00 0,00 0,00 3.527,90
2. technische Anlagen und Maschinen 910.839,06 26.492,26 23.709,37 0,00 961.040,69
3. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 2.507.889,75 270.195,96 4.083,33 17.900,05 2.764.268,99
4. geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 23.482,59 15.266,78 -27.792,70 0,00 10.956,67
3.445.739,30 311.955,00 0,00 17.900,05 3.739.794,25
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 30.000,00 0,00 0,00 30.000,00
0,00 30.000,00 0,00 0,00 30.000,00
4.023.419,25 382.050,81 0,00 17.900,05 4.387.570,01
Abschreibungen
Vortrag Abschreibungen Umbu- Anges. Abschrei- Stand
01.01.2006 des chungen / bungen auf Abgänge 31.12.2006
Geschäftsjahres Zuschreibungen in der Spalte 4
6 7 8 9 10
€ € € € €
I. immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz-
rechte und ähnliche Rechte und
Werte 303.246,95 60.064,42 0,00 0,00 363.311,37
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
303.246,95 60.064,42 0,00 0,00 363.311,37
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.292,90 705,00 0,00 0,00 1.997,90
2. technische Anlagen und Maschinen 337.776,06 92.224,63 0,00 0,00 430.000,69
3. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 1.718.403,75 231.325,29 0,00 17.900,05 1.931.828,99
4. geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.057.472,71 324.254,92 0,00 17.900,05 2.363.827,58
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.360.719,66 384.319,34 0,00 17.900,05 2.727.138,95
Buchwert
31.12.2006 31.12.2005

11 12
€ €
I. immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz-
rechte und ähnliche Rechte und
Werte 245.046,00 274.433,00
2. geleistete Anzahlungen 9.418,39 0,00
254.464,39 274.433,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.530,00 2.235,00

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2. technische Anlagen und Maschinen 531.040,00 573.063,00


3. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 832.440,00 789.486,00
4. geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 10.956,67 23.482,59
1.375.966,67 1.388.266,59
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 30.000,00 0,00
30.000,00 0,00
1.660.431,06 1.662.699,59

Lagebericht
1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1. Entwicklung der Branche

Der Markt für Geräte zur verbrauchsorientierten Heizkostenabrechnung ist wenig konjunkturanfällig und damit langfristig stabil. In Deutschland ist der Markt weitgehend
gesättigt, aber durch die 5-jährige Eichperiode für Wärmezähler findet ein regelmäßiger Austausch der Geräte statt, der damit auch in Deutschland zu einem kontinuierlichen
Umsatz führt.

Durch die Harmonisierung des Eichrechts in der Europäischen Union Ende 2006 (MID = Measurement Instrument Directive) wird der Verkauf von Wärmezählern in andere EU-
Staaten für uns einfacher. Durch die teilweise drastische Erhöhung der Energie- und Wasserpreise in vielen osteuropäischen Ländern ist das Interesse an
verbrauchsorientierten Heizkosten- und Wasserabrechnungen deutlich gestiegen. Trotzdem wird der osteuropäische Markt nur durch Förderung der Weltbank etc. schneller als
bisher in Gang kommen. Mittlerweile sind wir in sechs osteuropäischen Ländern durch Händler vertreten, die das Geschäft in ihren jeweiligen Märkten sukzessive ausbauen.

Auch in China und einigen anderen südostasiatischen Ländern wird der Druck stärker, Heiz- und Kühlenergie einzusparen. Unsere eigene Vertriebsfirma „Engelmann Heat
Meter Beijing Ltd.“ hat zusammen mit einem international agierenden Partner die ersten größeren Aufträge (einige Tausend Wärme- bzw. Hybridzähler (Kälte und Wärme))
gewonnen, die zum Teil bereits in 2006 zu Umsatz geführt haben und zum Teil Anfang 2007 zu Umsatz führen werden.

Da in neuen Gebäuden sowohl in Deutschland wie in Europa und Südostasien vorwiegend Wärmezähler und immer weniger Heizkostenverteiler, die wir nicht im Programm
haben, installiert werden, wächst der Markt für alle Wärmezähleranbieter deutlich. Da derzeit keine neuen Anbieter in Europa dazukommen, besteht für die derzeitigen
Hersteller eine gute Chance, kräftig mit dem Markt mitzuwachsen. In dem relativ stark gesättigten Markt Deutschland geht das allerdings weiterhin nur über Verdrängung.

Die Anfang 2006 stark gestiegenen Messingpreise haben sich auf einem relativ hohem Niveau stabilisiert. Nach wie vor ist es schwierig bis unmöglich, die Mehrkosten an den
Kunden weiterzugeben.

Der Markt für Temperaturregistriergeräte für temperaturgeführte Lebensmitteltransporte (Cargostor) ist auf niedrigem Niveau weiterhin stabil.

1.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

In 2005 war der Gesamtumsatz im wesentlichen aufgrund eines starken Umsatzeinbruchs bei unserem Hauptkunden Ista um insgesamt 20% gegenüber dem Vorjahr
eingebrochen. Desweiteren war die Firma Zenner als wichtiger Komponentenkunden durch Insolvenz ausgefallen (bis 2004 450T€ Jahresumsatz) und Minol durch die
Entscheidung, Wärmezähler selbst zu produzieren (1,1 Mio.€ Umsatz in 2005). Durch die Akquisition neuer Kunden im wesentlichen mit dem neu etablierten Außendienst in
Deutschland konnten wir den Umsatzrückgang fast vollständig kompensieren. Insgesamt stieg die Zahl der Wärmezählerkunden zwischen Oktober 2005 (Start des
Außendiensts) und Ende 2006 von 10 auf insgesamt 140 kleine und große Meßdienste (Einzelkunden wie Handwerker werden von uns über Händler versorgt). Dabei werden
die Kunden durch die eigene Vertriebsfirma „Engelmann Wärmezähler GmbH“ (Muttergesellschaft der Engelmann Sensor) betreut. Insbesondere Ende des Jahres nahm der
Auftragseingang überproportional zu, so dass kurzfristig Leiharbeiter eingestellt werden mußten. Insgesamt wurde ein konsolidierter Außenumsatz (Engelmann Wärmezähler
und Engelmann Sensor) von 13,8 Mio.€ erwirtschaftet (Umsatz bei der Engelmann Sensor GmbH: 13,0 Mio.€). Damit haben die beiden in 2005 eingeleiteten Maßnahmen zur
Kompensation des Umsatzrückgangs, nämlich der Aufbau eigener Vertriebsaktivitäten in Deutschland, Europa und China sowie die Entwicklung einer neuen
Wärmezählergeneration gut gegriffen. Der Umsatzanteil unseres Hauptkunden hat sich von 66% (2005) auf 59% (2006) reduziert.

1.3. Produktion und Lager

Im August wurde ein erfahrener Werksleiter eingestellt, der der Produktion neue Impulse gibt und den kontinuierlichen Verbesserungsprozess deutlich vorantreibt. In einigen
Bereichen hat sich durch einfache Maßnahmen der Ausstoß pro Zeiteinheit nahezu verdoppelt. Darüber hinaus hat der neue Werksleiter die Lagerwirtschaft verbessert, so
dass es zu deutlich weniger Produktionsunterbrechungen aufgrund von Fehlteilen kommt. Auch in 2006 haben die Produktionsmitarbeiter in der in 2004 eingeführten
Organisationsstruktur der „Selbststeuernde Produktionsgruppen“ ihre hohe Flexibilität, ihr Engagement und ihr Verantwortungsbewußtsein gut demonstrieren können. Ohne
das Engagement der Mitarbeiter und die neue Organisationsform wäre der stark steigende Auftragseingang nicht zu bewältigen gewesen.

Desweiteren wurde Altmaterial, das für nie realisierte Produkte in 1999 und 2000 angeschafft wurde (also vor Kauf der Firma durch H. Brendecke und P. Kersten) und bisher
in der Hoffnung aufgehoben wurde, es bei Neuentwicklungen verwerten zu können, im großen Umfang abgewertet und verschrottet. Insgesamt ergab sich damit in 2006 ein
außerordentlicher Verschrottungsverlust von 335 T€.

1.4. Beschaffung

Auch in 2006 haben wir die strategisch wichtigen Lieferanten in unsere Entwicklungsprozesse mit einbezogen. Ende des Jahres wurde damit begonnen, für wichtige
Komponenten Zweitlieferanten aufzubauen. Mit allen wesentlichen Lieferanten sind Lieferverträge abgeschlossen.

1.5. Investitionen

Aufgrund der sehr angespannten Liquiditätssituation wurden nur die notwendigsten Investitionen durchgeführt. Unter anderem wurden die Produktionskapazitäten in der
Montage erweitert und verbesserte Prüfeinrichtungen in der Temperatursensor-Produktion angeschafft.

1.6. Finanzierungsmaßnahmen bzw. –vorhaben

Aufgrund des hohen negativen Ergebnisses 2005 mußten das ganze Jahr stets die vollen Kreditlinien in Anspruch genommen werden. Zusätzliche Kredite für Investitionen

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konnten nicht aufgenommen werden. Die oben beschriebenen Investitionen wurden daher vollständig aus dem laufenden Geschäft finanziert. Die von unseren Kunden
geforderte umfangreiche Vorfertigung für den Jahresanfang 2007 wurde durch zusätzliche Saisonkredite finanziert, die bis Ende Februar 2007 vollständig zurückgezahlt
werden.

1.7. Personal- und Sozialbereich

Im Oktober 2005 hatten wir einen erfahrenen Außendienstmitarbeiter, Anfang 2006 einen zweiten, ebenfalls erfahrenen Außendienstmitarbeiter eingestellt. Aufgrund von
Ausfällen wegen Schwangerschaften mußten wir einen neuen Leiter Finanzen sowie einen neuen Personalleiter einstellen (Ersatz). Die Entwicklung wurde noch einmal um
zwei Ingenieure und einen Physiker aufgestockt. Zur Erstellung der Produktdokumentationen und Werbemaßnahmen wurde eine Mitarbeiterin eingestellt. In der Produktion
wurden zwei Fertigungsentwickler zur Prozessoptimierung eingestellt (Ersatz). Aufgrund des starken Auftragseingangs haben wir in der zweiten Jahreshälfte drei
Produktionsmitarbeiter fest eingestellt und zeitweise bis zu 10 Leiharbeiter in der Produktion zusätzlich beschäftigt.

1.8. Umwelt

Das Unternehmen stellt keine umweltbedenklichen Produkte her, noch werden in der Produktion umweltbelastende Stoffe oder Prozesse eingesetzt. Die verwendeten
Batterien werden ordnungsgemäß dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt. Das für 2006 geplante Umweltaudit musste aus Zeitgründen auf 2007 verschoben werden.

1.9. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Herr Kersten ist zum Ende des Jahres offiziell als Geschäftsführer ausgeschieden. Seine operativen Aufgaben als Produktions- und Einkaufsleiter hat seit dem 01.08.2006 Herr
Huss als neuer Werksleiter übernommen (siehe oben).

2. Darstellung der Lage

2.1. Vermögenslage

Trotz eines operativen Ergebnisses von 477 T€ hat sich aufgrund der umfangreichen Verschrottung die Eigenkapitalquote noch einmal leicht von 3,1% auf 2,5% verringert
(ohne MBG-Beteiligung).

2.2. Finanzlage

Aufgrund des sehr schlechten Ergebnisses in 2005 mußten in 2006 praktisch über das ganze Jahr die Kreditlinien der beiden Hausbanken zu 100% in Anspruch genommen
werden. Lieferanten konnten trotz positiver Ergebnisse nicht mit Skonto bezahlt werden, was alleine zu einem nicht realisierten Gewinn von mindestens 140 T€ geführt hat.

2.3. Ertragslage

Nach einem operativen Verlust von 525 T€ in 2005 konnte in 2006 ein operativer Gewinn von 477 T€ erwirtschaftet werden, der allerdings im wesentlichen durch die oben
erwähnte Verschrottungsaktion und das Finanzergebnis kompensiert wurde, so dass sich für 2006 insgesamt ein Jahresfehlbetrag von 11 T€ ergibt.

3. Hinweise auf mögliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Der wesentliche Umsatz des Unternehmens fließt in den seit Jahren stabilen und gut überschaubaren Wärmeabrechnungsmarkt (Zulassungs- und Eichpflicht der Produkte).
Die Wettbewerber sind bekannt. Die Harmonisierung des europäischen Eichrechts (MID) erleichtert uns auf der einen Seite den Zugang zu ausländischen Märkten, erleichtert
für ausländische Wettbewerber ebenfalls den Zugang zum deutschen Markt. Allerdings sind die großen ausländischen Wettbewerber bereits vorher im deutschen Markt tätig
gewesen, so dass insgesamt für Deutschland keine wesentlichen Änderungen zu erwarten sind. Trotzdem müssen gerade kleinere ausländische Wettbewerber zukünftig
besser beobachtet werden.

Die eingesetzten Technologien zur Herstellung der Produkte unterliegen durchaus einem Wandel, der gut verfolgt und in das Unternehmen integriert wird, der sich aber
aufgrund der Zulassungs- und Eichpflicht sowie der sehr langen Einsatzzeiten der Produkte nur langsam vollzieht.

Trotz des weltweit weiter wachsenden Marktes haben sowohl die Risiken wie die Chancen deutlich zugenommen. Durch unsere Erfolge im deutschen Markt und dem damit
entstandenen Verdrängungswettbewerb geraten die Wärmezählerpreise unter zur Zeit noch moderaten Druck. Bisher konnten die dadurch entstandenen
Deckungsbeitragsreduzierungen durch Kostenreduzierungen im Einkauf und Rationalisierung in der Produktion wieder kompensiert werden.

Die Zusammenarbeit mit unserem größten Kunden Ista konnte in den letzten Monaten deutlich verbesserte werden, so dass wir ab Mitte des Jahres mit deutlichen
Umsatzsteigerungen bei allerdings reduzierten Preisen rechnen.

Da die neu gewonnenen 130 Kunden in 2006 nur einen Teil ihrer Bedarfe bei Engelmann gedeckt hatten, um uns erst einmal zu testen, gehen wir in 2007 von einer
deutlichen Umsatzsteigerung bei diesen Kunden aus. Zusätzlich erschließen sich uns in Osteuropa, in Nahost (Kältezähler) und in Asien neue, schnell wachsende Märkte, auf
denen wir mit unseren neuen, qualitativ hochwertigen und kostenoptimierten Produkten sehr gute Chancen haben. Insgesamt werden daher die Aussichten für 2007 als
positiv bewertet.

4. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

4.1. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Es sind keine Vorgänge aus 2007 bekannt, die von besonderer Bedeutung wären.

4.2. Voraussichtliche Entwicklung

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Der Ende 2006 stark angezogene Auftragseingang hat sich im Januar 2007 eher noch verstärkt. Jeden Monat gewinnen wir sowohl in Deutschland, in Europa wie in China
(über unsere Tochterfirma) weiter neue Kunden. Mit diesen neuen (kleineren) Kunden erwirtschaften wir prozentual deutlich bessere Deckungsbeiträge als mit unserem
Hauptkunden. Aufgrund der bisherigen Zahlen rechnen wir daher in 2007 mit einer Umsatzsteigerung von knapp 20% und einem Ergebnis vor Steuern von über 700 T€.

4.3. Forschung und Entwicklung

Der Entwicklungsbereich wird auch in 2007 noch einmal personell erweitert, um mit den neuen Produkten und Technologien noch schneller auf den Markt zu kommen.

4.4. Bestehende Zweigniederlassungen

Neben der seit Mitte 2006 zugelassenen und seit Oktober arbeitsfähigen „Engelmann Heat Meter Beijing Ltd.“ sind für 2007 keine weiteren Niederlassungen, Beteiligungen
oder Firmengründungen vorgesehen.

4.5. Spezialgesetzliche Angabepflichten

Unseres Wissens unterliegt das Unternehmen keiner über das normale Maß hinausgehenden Verpflichtung zur Angabe von Informationen.

Wiesloch-Baiertal, im Januar 2007

Der Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem als Anlagen 1 bis 3 beigefügten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006 der Engelmann Sensor GmbH, Wiesloch-
Baiertal, und dem als Anlage 4 beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

„Wir haben den Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang) unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der
Engelmann Sensor GmbH, Wiesloch-Baiertal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von
Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter
Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungs-
mäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch
den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über
das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des
rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie
die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für
unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden
Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.“

Mannheim, den 15. Februar 2007

Schäfer & Partner GmbH


WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT · STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

Prof. Dr. Harald J. Schäfer Reinhard Darmstadt


(Wirtschaftsprüfer) (Wirtschaftsprüfer)

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